Saisonarbeitskräfte brauchen immer noch Arbeitserlaubnis
Bukarest (ADZ) – Wie aus den Zahlen der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) in der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Berlin hervorgeht, sind im ersten Halbjahr 2011 von den deutschen Landwirtschaftsbetrieben rund 114.000 Erntehelfer aus Rumänien angefordert worden. Das wären rund 50 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Die Rumänen stellen dabei den mit weitem Abstand größten Anteil der Saisonkräfte aus den Ländern, die weiter einer Arbeitserlaubnispflicht unterliegen.
Lediglich gut 2700 Saisonarbeitskräfte aus Bulgarien haben bislang in diesem Jahr eine Zulassung erhalten. Immerhin rund 3000 Erntehelfer forderten die Betriebe aus Kroatien an. Kroatien ist das einzige Nicht-EU-Land, mit dem die deutsche Bundesregierung eine Vereinbarung über den Einsatz von Saisonarbeitskräften getroffen hat. Insgesamt will die deutsche Regierung in diesem Jahr zunächst 150.000 Erntehelfer aus Rumänien und Bulgarien sowie aus Kroatien zulassen. Bei Bedarf soll das Kontingent aber angehoben werden.
Arbeitskräfte aus den anderen EU-Mitgliedstaaten unterliegen seit Beginn dieses Jahres in Deutschland keinen Beschränkungen mehr. Landwirtschaftliche Arbeitgebervertreter hatten zuletzt von einer Zunahme der Zahl von Bewerbern aus Polen berichtet, nachdem viele polnische Saisonkräfte zwischenzeitlich in Großbritannien und anderen westeuropäischen Ländern tätig gewesen waren.
Quelle: ADZ
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