Wer sind die Banater Schwaben?

6. März 2010
von

Habt ihr euch schon mal gefragt wer wir Banater Schwaben heute oder in Zukunft überhaupt sind? Gut ich meine heute kann man wohl noch ohne Probleme den Bezug zum Banat herstellen. Aber was ist mit den kommenden Generationen?

Ich schreibe gerade einen Artikel darüber und wüsste gerne eure Meinung dazu. Wie definieren wir Banater uns heute – nur durch unsere gemeinsame Herkunft aus dem Banat? Oder gibt es noch andere Gründe? Und vor allem was in meinen Augen noch viel wichtiger ist: wer sind die Banater Schwaben in 50, 100 oder 500 Jahren? Wenn die Herkunft aus dem Banat Jahrzehnte oder Jahrhunderte zurück liegt.

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417 Responses to Wer sind die Banater Schwaben?

  1. getkiss am 20. Juli 2011 um 10:03

    Hello, @Megan,
    Welcome on this Site and thanks for Your interest.
    But what is the Connection between Your Nickname and
    “What Exactly is a Side By Side ATV?”

  2. Megan am 19. Juli 2011 um 23:19

    Ich bin Regel bis läuft ein Blog und i really Respekt Ihre Inhalte. Der Artikel wurde wirklich Gipfel mein Interesse. ich werde, um Ihre Lesezeichen Website und pflegen für brandneu Informationen.

  3. seppy am 1. November 2010 um 16:45

    Polkakeenich on 1. November 2010 at 14:45

    So sehen Banater Schwaben aus

    http://www.youtube.com/watch?v=oIkXPGoY2s0&feature=related

    Ist das ein ,,Totenmarsch,,?
    Ein piserl mehr Temperament were nicht schlecht,Polki,oder?…lach.

  4. Polkakeenich am 1. November 2010 um 14:45
  5. Anonymous am 14. Oktober 2010 um 20:58

    [...] [...]

  6. Katharina am 27. August 2010 um 16:21

    Integration sollte nicht Untergang bedeuten.
    Und sich seiner Wurzeln besinnen, ist doch nicht hinderlich in der Weiterentwicklung.
    Die Existenz dieses Blogs ist für uns, die wir uns noch zu unseren Banater Wurzeln bekennen, sehr wichtig.
    Gerne wünschte ich mir mehr, aber das “Männercafé” ist nunmal auch ein Stück Heimat.

    Grete Lasker-Schüler schrieb: „Heimlich halten wir alle das Café für den Teufel, doch ohne den Teufel ist doch nun mal nichts.“

    In einer völlig anderen Welt gelandet, müssen wir Schwaben uns erst recht Fragen nach dem Woher stellen, weil wir eine Basis brauchen.
    Ohne Basis wird unsere Verlorenheit nur noch grösser.
    Das Einkehren in dieses “Café” dient auch zur Antwortsuche.

  7. Der Schwob am 15. Juni 2010 um 04:48

    Und wie sich das Banat weiterentwickelt.
    Temeschwor hatte vor der Finanzkrise mit 3%
    Arbeitslosenquote die niedrigste von allen Großstädten Europas.

    Meiner Meinung ist es nicht wie im Handball,
    dass eine walachisch-deutsche Koproduktion zu
    Höchstleistungen führt.

    Ich sehe die Entwicklung eher historisch:
    Zunächst atmeten die Walachen auf, als sie die
    Ungarn ins zweite Glied verwiesen.
    Danach legten sie eine rasante Entwicklung hin,
    als sie deutsch-frei waren. Man sollte die
    Städte als Standard nehmen. Und das aus eigener
    Kraft.

    Aber die meisten Schwaben haben es auch geschafft, auch wenn viele das Meckern von den
    Autochthonen übernahmen.
    Wenn wir es nicht geschafft hätten, würden viele mit einer Rückkehr liebäugeln. Dem ist nicht so.

  8. Supersvabo am 14. Juni 2010 um 10:28

    es ist aber schon natürlich. Die Leute die halt jetzt im Banat wohnen, das meine ich jetzt nit abschätzig, haben eben ein anderes Kultur- und Leistungsniveau. Die Landschaft, das Dorf, paßt sich seinen Inwohnern an oder es wird von denen so umgeformt, wie es ihnen halt artgemäß ist.

  9. Anneliese am 13. Juni 2010 um 11:15

    So sehe ich das auch Beatrix. Der Fortschritt macht niergendwo halt. Nur habe ich das Gefühl, dass sich das Banat nicht weiterentwickelt. Habe gerade einige Fotos aus Dörfern im Banat gesehen. Da wird nicht mal dafür gesorgt, das Bestehnde zu erhalten; von Fortschritt keine Spur. Auch sehe ich seit Jahren die Entwicklung in Baranja (Kroatien). Der Konsum hat Einzug gehalten, aber darin sehe ich keinen Fortschritt. Im Gegenteil, es führt noch mehr zur Verarmung der Bevölkerung. So wird es sicher auch in Rumänien sein. Aldi, Lidl, Metro…. alles da.. nur wer kann sich das leisten???? ja, die Welt bleibt nicht stehen…

  10. Beatrix am 13. Juni 2010 um 10:55

    Einige meiner Kollegen sind Kinder von Vertriebenen aus Schlesien, dem Sudetenland, der Bukowina oder (so genannten) Batschka. Die heute Mittvierziger bis ca. Sechzigjährigen sind hier geboren. In nichts unterschieden/unterscheiden sie sich von denen, deren Eltern bereits hier ihre Wurzeln haben. Ende der 50er- und bis Mitte der 60er-Jahre war es weltanschaulich und im täglichen Leben auf dem Dorf/in der Kleinstadt hier nicht viel anders als bei uns. Doch dann ging es rasant in eine moderne, freizügige Zeit (natürlich mit ein paar „Auswüchsen“ – aber das weiß man ja) und bei uns in die entgegengesetzte Richtung, Ziel Steinzeitkommunismus, und zum Schluss in ein kräftezehrendes Überleben. Bei uns Spätaussiedlern ist – wie Anneliese und Katharina schreiben – die Prägung zwar anders – aber groß ist der Unterschied zu den Einheimischen nicht. Trotz der Herausforderungen eines Neuanfangs: Was habe ich mich über die Reisefreiheit gefreut, über den Führerschein, die arbeitsfreien Samstage (nach eigentlich sinnlosen Samstag/Sonntag-Doppelschichten). Auch beruflich taten sich endlich ganz andere Möglichkeiten auf.

  11. Polkakeenich am 13. Juni 2010 um 08:35

    Jeder hat seine eigene Meinung und das ist gut so.

  12. Anneliese am 13. Juni 2010 um 07:36

    Ich bin auch ehrlich zu mir selbst liebe Katharina. Die 20 Jahre im Banat haben mich geprägt, bzw. mein weiteres Leben bestimmt. Das hat mich aber nicht zum “Unglücklichsein” verleitet. Ich lebe mein Leben und das hat schon auch was mit Integration zu tun. Fakt ist nur, dass ich mir nicht anmaße, darüber zu urteilen, was jetzt mit unseren Häusern, Friedhöfen usw. im Banat passiert.
    Unsere Tradition verstaubt nicht, solange es Menschen gibt, welche dazu stehen und diese leben.

  13. Katharina am 13. Juni 2010 um 00:37

    Anpassen und integrieren sind zwei so häufige Wörter in Deutschland, dass ich oft das Gefühl hatte,man geht sehr oberflächlich und gedankenlos damit um.
    Fehlt nur noch, dass man uns eine Uniform verpasst.

    Heulorgien auf das Banat bringen leider auch nichts mehr.
    Wir haben uns aus dem Staub gemacht, das ist wahr. Und die Bilder in unserem Kopf haben eher was mit unserem seelischen Zustand als mit der bewiesenen Wirklichkeit zu tun.

    Aber wenn wir das Banat in den Schrank mit Akten, Alben und sonstigen Dingen verbannen, welcher Zweck hat noch dieses Blog?
    Denn als überangepaßte, vollintegrierte Bürgerin eines Landes, werde ich die Sprache des verlassenen Ortes aufgeben, kein Bock mehr auf verstaubte Traditionen haben und die Erinnerungen mit Schnee von Gestern abtun.
    Ich bin ein neuer Mensch in einem neuen Land.

    Nur ich bin ehrlich mit mir selbst.
    Wenn ich nicht wie eine leere Hülse herumwandeln will, dann werde ich mir eingestehen, dass eben das Banat grossen Einfluß auf meine Entwicklung hatte.
    Und dass ich das Gute nicht in mir tilgen werde, nur der Anpassung und Integration willen.

  14. Anneliese am 12. Juni 2010 um 07:09

    Die Meinung do in Deitschland is: wer net do gebor is, is ke Deitscher. Un wann se sich uff a Kompromiss inlosse, dann sin sie wenigstens die bessere, reinrassiche Deitsche. So han ich des Gfiehl, dass mir Schwowe behandelt werden.
    Awwer… unser eener regt sich doch a wege andere Natione uff… Russe, Pole, Tscheche… mit dene tun mir uns doch wedder gleichstelle noch verbünde. Die han genau de selwe Status wie mir do in Deitschland.

    Ich sin for unser schwowisch Tradition, unser Sproch und unser Geschcihte. Deswege muss ich net fanatisch werde un mich do in Deitschland net wohlfiehle. Ich sin jo freiwillich komm!
    Ich well des a net beurteile, was mit de deitsche Friedhöfe im Banat passiert. Mir han se jo im Stich geloss…. also, han mer do jo gar ke Mitspracherecht mehr.

    … was solle denn die Musleme sage in punkto Kopftuchverbot in Deutschland? Des is for die meh Tradition und Glaube, wie mir uns des nor vorstelle kenne. Do sin mer dann schnell in de Aussage: … dann solle se doch in ihrem Land bleiwe und dort ehr Tradition pflege.

    Es werd doch immer gepredicht: wo mer lebt, do soll (muss) mer sich anpasse! Mir kenne do in Deitschland net “Heulorgien” uff des vun uns verlassene Banat zelebriere.

    Wann ich iwwer Banat rede, dann sin des Erinnerunge, sowohl gute als auch schlechte. Erinnerunge hat jeder Mensch, egal welche Nation, egal welcher Herkunft.

    Es gibt Volksgruppe uff de Welt, die han bei Gott mehr mitgemach wie die Banater Schwowe.

    Lass mer doch die Kerch im Dorf un losse uns net hinreiße: “Wasser preddiche, awwer Wein saufe!”

    scheene Gruß
    ´s Annelies

  15. Beatrix am 11. Juni 2010 um 21:00

    Na ja, wie war das zwischen den Schwaben und Badnern. Die einen haben die anderen als Westwall-Zig. beschimpft. Aber sie sind dann in den 50ern doch zusammengekommen, die Heimatvertriebenen waren bei der Abstimmung oder Wahl das Zünglein an der Waage.

  16. seppy am 11. Juni 2010 um 18:49

    O waia!Da habe ich nichts verpasst.

  17. Katharina am 11. Juni 2010 um 18:45

    Finde es immer lustig, wie in den rumänischen Medien ungarische Namen geschrieben oder ausgesprochen werden.
    Ob Lacibácsi ein Rumäne ist??? Oder doch ein Ungar? Oder? Der Nachname ist slawisch…
    Die Rumänen haben nämlich selten die deutsche Sprache ( schwowisch noch weniger) gelernt.

  18. Katharina am 11. Juni 2010 um 18:37

    Die Frage ist, wer uns für Zigeuner hält.
    Nebenbei gesagt, Zigeuner sind auch Menschen.
    Ich will jetzt nicht als Rassistin gelten, aber wieviel Prozent der Bürger in Deutschland
    sind reine Deutsche?
    Auch wir sogenannte Schwaben haben zum Teil französische Wurzeln.
    Diese Überheblichkeit mancher zeigt doch nur wessen Geistes Kind sie sind.
    Wie Beatrix schreibt, man kann sich auch eine andere Stadt als Treffpunkt wählen.

  19. Beatrix am 11. Juni 2010 um 17:56

    Schöne Reden schwingen und dann den Banatern nicht einen Auftritt auf dem Münsterplatz gewähren? Da sollten wir uns nach einer anderen Stadt umschauen. Augsburg – warum nicht?
    „Zigeiner“ uns heißen, habe ich hier noch nicht gehört. In RO schon von dem einen oder anderen Einheimischen dort.

  20. Supersvabo am 11. Juni 2010 um 13:26

    ob Zigeiner oder nit, ich glaube den Hiesigen, ist das sowas von Wurscht, mancherorts können sich sogar die Nachbardörfer nit riechen.

  21. Polkakeenich am 11. Juni 2010 um 13:18

    Joschi scheeeene Bericht 100 Punkte von mir.

    Also ich habe es begriffen von der ersten Minute an, als ich in das Land kam, nur zur info……..!

  22. Joschi am 11. Juni 2010 um 10:37

    @Polki
    Ja Donnerwetter, die Ulmer behandeln uns wie Zigeiner. Ich denke immer wieder nach ob ich dehnen an das Ulmer Rathaus (Gemeinderat)ein Brief schreibe…………………………
    Von Polkakeenich in Jun 11, 2010 – 07:34

    Ja Polki, langsam begreifst auch du wer wir fuer die reichs teischi sind, ja Zigeiner un nix anderes sei mer vor dene, un des wer mer auch bleiwe.
    Du bzw wir schwowe kenne 100 joar alt wern und mir wern niemals als die deitsche sein die mer uns vorstelle die mer sind.
    so is es halt nur ruich bleiewe bis mer hin sin.

    aber mach dir nichts draus Norbert,alle Volksdeutsche ging es so, nach den krieg mussten wir alle die zeche zahlen fuer die reichsdeitschi die den krieg gemacht haben. oder hat irgendein banater oder volgadeutscher den Adolf gewaehlt……nein…aber nach den krieg waren wir alle schuld, selbst in fernen Australien, wurden das eigentum aller volksdeutschen weggenommen, viele haben es nie wieder zurueck bekommen bzw sie starben zu frueh.

    des is halt die gerechtigkeit auf der ganzen welt.

    nix fuer ungut.

  23. Polkakeenich am 11. Juni 2010 um 07:34

    Habe ja viele Banater Freunde im Internet mit dehnen ich auch Privat Meinungen austausche.

    Da erreichte mich ein Mail, die mich sehr nachdenklich machte, da stand folgendes über den Auftritt der Banater Schwaben am Samstag in der Ulmer Innenstadt:

    eigentlich war die dbjt Musikanlage für die Fußgängerzone gedacht, man sagte mir die fällt zu sehr auf und es könnten schwierigkeiten entstehen in bezug propaganda in der öffentlichkeit.

    Ja Donnerwetter, die Ulmer behandeln uns wie Zigeiner. Ich denke immer wieder nach ob ich dehnen an das Ulmer Rathaus (Gemeinderat)ein Brief schreibe…………………………

    Also ich habe viele Einheimische Menschen in Ulm gesehen die sehr Positiv auf diese Vernastaltung reagierden.
    Ich schrieb ja, es fehlt noch der Hut zum Geldeinsammeln so mies war die Veranstaltung am Strasseneck ………………..

    Unser Platz ist am Festplatz aus meiner Sicht vor dem Ulmer Münster, Ja ich habe diesen Anspruch an die Stadt Ulm ………Denn als Patenstadt der Banater Schwaben, sie an eine x. beliebige Strassenecke einweißen ist beschäment und egelhaft !!

    Es könnten schwierichkeiten endstehen Probaganda in der Öffentlichkeit………Ja Leid mir sind in Rumänien unterdrückt worden, warum werden wir hier auch underdrückt?
    Wer hat ein Interesse daran?
    In Augsburg das letzte Jahr hat es die Öffentlichkeit nicht gestört !
    In Dinkelsbül stört es die Öffentlichkeit auch nicht?
    Warum gerade in Ulm?

    Ich weiß in der Früh ist der Marktplatz dort, Damit die Ulmer ihre Gmiss bekomme, machen wir die Veranstaltung am Nachmittag. Warum den nicht…….?

    Dann die Donauhalle belegt vom Amerikanischen Konzern (glaube Aramak) mit verotzte Langosch !

    Denken sie sich mal aus, wenn die Bayre ihre Weisswurst und Bier aus China bekomme würde was do los währe !

    Ja uns Schwowe kann man ja vergewaltigen in vielen Arten……Es heißt immer Leid seid ruich , es wird schon werre…..Ja wie lang wollt ihr noch ruich bleiwe, ist meine Frage?

  24. Polkakeenich am 11. Juni 2010 um 06:59

    Hier ein Rumänischer Bericht über uns Schwaben(Johrmarker) liest bitte auch die Kommentare dazu.
    http://www.adevarul.ro/locale/timisoara/Invazia_svabilor_in_Timis_Peste_300_de_nemti_au_petrecut_doua_zile_si_doua_nopti_la_Giarmata_0_268173237.html
    Walter
    Wobei fürs Hirn immer noch dieses Blog mit Nachdenken und Diskutieren am heilsamsten sein dürfte, meine ich,………….Also doch was gelernt. Bist geheilt worden im Blog? dann
    finde ich es super gut.

    Walter:wenn vielleicht auch am schmerzhaftesten………Hats weh getan? Anderen vielleicht aaaaaaaaaaaaaaaa!

    Siesde, der Blog lebt weiter auch ohne Stänkerer und Nationalisten.

    Wen dich benimmst kanst auch in ruhe den Blog geniesen (Du musst nicht meiner Meinung sein, awer benehmen sollst dich.)

    Hast nicht verstanden? Das heisst soviel wie: Du sollst die Herta nit mit dem George Doja verwechseln.

    Gruss Polki

  25. Beatrix am 10. Juni 2010 um 19:37

    Einschiffung meine ich – sorry, es ist die Hitze.

  26. Beatrix am 10. Juni 2010 um 19:31

    der schwäbischen Nationalität zugehörig

  27. Beatrix am 10. Juni 2010 um 19:29

    Uns Schowe zu nennen fand ich schon immer merkwürdig – aber eine Bezeichnung musste ja her. Deutsch war im 18. Jh. wohl zu vage und kein Thema wegen der Kleinstaaterei. Weiß jemand, ab wann die im Banat siedelnden Deutschen sich selbst als Schwaben bezeichneten oder wann die Bezeichnung durchgesetzt wurde? Gab es Widerstand gegen diese Benennung oder wurde sie akzeptiert? Was hat zur Bezeichnung Schwaben geführt? Am einleuchtendsten scheint schon der Ort der Verschiffung: Ulm = schwäbisch. Da hat es in der neuen Heimat keine Rolle mehr gespielt, ob der Dialekt aus dem Odenwald, aus Trier, Franken oder aus der Pfalz stammte. Ich kann mich noch an eine Volkszählung erinnern, als es die Möglichkeit gab, sich als schwäbischer Nationalität zugehörig eintragen zu lassen! So hätte man uns kleines Völkchen dort auch noch spalten können!

  28. Durlacher am 10. Juni 2010 um 17:40

    Liebe Leit, wenn der Alltag einen frißt, wenn die Kinder klein sind, hat man wenig Zeit, sich den Wurzeln zu widmen.
    Ich wage zu behaupten: Von den ehemaligen Siedlungsgebieten kann man viel erfahren, auch als junger Mensch, wenn man sich mit Litertur beschäftigt.
    Für alle Zeiten werden die Erste Schlesische Dichterschule, die Zweite ebenso, Gerhard Hauptmann, Robert Gernhardt, Kant, Herder, Siegfried Lenz, Grass, das Ännchen von Tharau, und und und ja und eben Herta Müller und Oskar Pastior in der deutschen Literaturgeschichte für alle Zeiten drin stehen. Habt Ihr schon was von einem niederbairischem Nobelpreisträger gehört?

    Und das, was aus jeder Familie weiter gegeben wird, sind die kulinarischen Spezialitäten.
    Das ist doch schon was, oder?

  29. Supersvabo am 10. Juni 2010 um 15:50

    zu den Wurzeln, wer waren die Schwowe? Ein bunt gewürfelter Haufen aus allen Teilen Westdeutschlands und versprengte auch aus anderen Teilen Westeuropas (Franzosen usw.), die in ihrer angestammten Heimat nix zu verlieren hatten aber im “Ungarnland” all ihre Hoffnungen hatten. Das schien am Anfang nit ganz so zu gelingen, wir kennen ja, den inzwischen schon reichlich abgedroschenen, aber wohl doch wahren Spruchen “Dem ersten den Tod … usw.” Aber es gelang ja dann doch noch daraus eine Erfolgstory zu machen, davon lebt heute der Mythos von und über die Schwowe. Nach dem tiefen Fall nach dem 2. Weltkrieg gings dann wieder zurück, auch versprengt in alle Welt, wieder die Hoffnung woanders für sich und seine Kinder die Erfüllung zu finden. Wie die Banater Schwaben auf der kleinen Weltbühne aufgetaucht sind (auf die große Bühne schafften sie es nie, naja bis auf eine aus Nitzkydorf) so sind sie dann irgendwann abgetreten, mußten abtreten, gingen unter im großen Weltpublikum.

  30. Walther am 10. Juni 2010 um 15:20

    Nein, das stimmt, einfach einen “Schnitt” machen und die Schwowe-Herkunft wegwerfen kann man nicht. Aber mehr “Schwowelei” als hier im Blog, in der Schwowezeitung und beim Treffen in Ulm gibt es auch nicht. Das war’s. Punkt.

    Wobei fürs Hirn immer noch dieses Blog mit Nachdenken und Diskutieren am heilsamsten sein dürfte, meine ich, wenn vielleicht auch am schmerzhaftesten, wenn weil man sich hier und so am wenigsten in die eigene Tasche lügen kann, wenn man ehrlich ist. Hoffentlich…

  31. Katharina am 10. Juni 2010 um 09:54

    Berufsbedingt ( auch privat) treffe ich auf Sudetendeutsche, Schlesier, Bukowinadeutsche…
    Sie leugnen ihre Herkunft nicht und manchmal fällt ein Satz, der Verbitterung zeigt. Ich erkenne diese Leute meistens noch an der Sprache.
    Ihre Nachkommen spielen den Bundesdeutschen, der sagt, Mama und Papa kommen von dort…
    Aber sie tun so, als sei das alles. Eben nur eine nüchterne Feststellung.Keine geringste Bindung/Verbindung zum Ort der Eltern. Kein Interesse. Ja, wo bleiben die Wurzeln, könnte man denken…Aber es ist alles schon so lange her, würden sie sagen…Unsere Eltern haben da nicht viel drüber gesprochen, sagen einige.
    Wenn man dann näher hinschaut,weiß man, die Eltern haben sich mit dem Kommen nach Deutschland in die Arbeit gestürzt, um diesen wenig interessierten Nachkommen ein sicheres Nest zu bieten. Und zwischendurch haben sie sehr wohl Heimatgedanken geäussert, was aber den Nachkommen entgangen ist. Sicher gibt es Ausnahmen.
    Auf der Straße erkenne ich allerdings diese Leute nicht als Vertriebene…
    Und so erkenne ich unsere Schwaben nicht unbedingt.
    Es sei denn, ich höre sie sprechen. Sie verstummen gerne,wenn jemand zu nahe kommt.

    Ich zweifle sehr, dass unsere Nachkommen anders als die Nachkommen der Sudetendeutschen zum Beispiel reagieren werden.
    Fragen stelle ich mir schon, auch gefährliche, ich komme da nicht weg…Das Hirn tut sich schwer, einfach “Schnitt” zu sagen…
    Es kann keine Schere nehmen und sagen: So! Jetzt reicht es, ich bin in Deutschland,ich schneide den lästigen Appendix ab und werfe ihn in die Tonne.

  32. Supersvabo am 10. Juni 2010 um 08:27

    Was muß er tun, um als Schwabe zu überleben und nützt es jemand noch?
    Reicht es, alle zwei Jahre nach Ulm zu fahren, um das Überleben zu sichern?

    Von Katharina in Jun 10, 2010 – 02:05

    Das sind gefährliche Gedanken, denn sie kratzen unter der Oberfläche und können einfach denkende Schwowe wie mich durchaus in eine Krise stürzen.

    Schauen wir mal über unsere schwowische Welt… Werden die Schlesier, die Westpreußen usw. heute in irgendeiner Form wahrgenommen? Außer bei den Treffen, wo sich mal der eine oder andere “konservative” Poltiker einfindet und Wählerstimmen fischen will. Nehmen wir Schwowe die Schlesier, Sudetendeutschen in irgendeiner Form im Alltag oder auch zu Festtagen wahr? Nein. So werde wir auch von den anderen wahrgenommen.

  33. Polkakeenich am 10. Juni 2010 um 07:13

    Katherina,das Rad der Zeit kann man nicht aufhalten.

    Aber hier ein Video von unseren Vorfahren
    http://www.youtube.com/watch?v=KfpAjqBSMCY&feature=PlayList&p=2FB4096BF06A4943&playnext_from=PL&playnext=6

    Mir gefällt sehr gut der Dialekt

  34. Katharina am 10. Juni 2010 um 02:05

    Bald wird es auch kein Ich und Du mehr geben.

    Was macht denn einen Schwaben heute aus?
    Was ist ein Banater Schwabe heute?
    Erkennt man ihn in der grossen Masse überhaupt?
    Was muß er tun, um als Schwabe zu überleben und nützt es jemand noch?
    Reicht es, alle zwei Jahre nach Ulm zu fahren, um das Überleben zu sichern?

  35. Supersvabo am 9. Juni 2010 um 14:37

    2die letzten Schwowe, die sind gestorben, es lebet keiner mehr als ich und Du, es lebet keiner mehr als ich und Du! 2

    So heißt es in irgendeinem (Sauf?)-Lied. Ich habe das mit den letzten Schwowe mal abgewandelt. Aber von einem anderen Blickwinkel betrachtet, kann selbst ein einfach denkender Schwob ich ich bei dieser Frage ins Philisophieren oder Schwärmen kommen.

  36. Polkakeenich am 9. Juni 2010 um 07:22

    Der Domplatz war das Zentrum von Temeschwor aus Österreich Ungarn Zeit.
    Die Rumäner haben dann, um die Geschichte zu ändern, das Zentrum verlegt in das Jetzige.

    Ich verstehe nicht, wie du das meinst…….
    Wie, soll man den Domplatz mit Deutschen besiedeln? Ich habe kein Interese dort hin auszuwandern.

    Die Saschomanen……Die sind genau wie wir, fort von jedem Ort. Das einzelne zurückkeren ist nicht der Rede wert……Sind einige Banater Schwaben auch.

    Es ist vorbei, für ein und alle mal, es ist vorbei. Wen jemand die Kulturdenkmäler erhalten möchte kann er es tun.
    Ich persönlich erhalte dort, keinen Friedhof und keine Kirche. (Obwohl mein Vater und meine ganzen Uhrahnen dort beertigt sind.)

    Aus meiner sicht, ist das jetzt der Rumäner ihre Land und die sollen machen was sie wollen.

    In Deutschland wird auch nach zwanzich Jahre ein Grab aufgelöst. Warum sollen die in Ro Tausend Jahre stehen?

    Ich bin auch Stoltz auf meine Kultur noch viel mehr wie die Sachsomanen. Aber es ist vorbei……..Jetzt spielt a andere Musich und die klingt so: Tra la, la,la la,

  37. Der Schwob am 9. Juni 2010 um 03:14

    Lieber Keenich,bei den Treffen in Ulm wird uns
    regelmäßig klar gemacht, dass wir nach wie vor eine starke Vertretung im Banat haben, zumindest
    in unserer Hauptstadt.

    Von allen ehemaligen deutschen Orten des Banats
    hat lediglich Temeschwor 2(zwei) “Kultursterne”,
    ähnlich wie Hermannstadt, Kronstadt oder Weißkirch. Diese Sterne bekam die Banater Hauptstadt für den TOP-BAROCK am Domplatz.
    Kulturell ist das unser Herz.
    Persönlich tut es mir im Herzen weh, wenn ich sehe, dass sich kein Schwabe oder Schwäbin dafür interessiert; dass der Domplatz praktisch
    deutsch-leer ist.

    Die Saschomanen würden so etwas nie durchgehen lassen! Die sind stolz auf ihre Kultur.
    Welch eine Schande!!!

  38. Polkakeenich am 8. Juni 2010 um 07:33

    Schwob……..Temeschwar gibt es nicht mehr!
    Nur in unserem Herzen.

    Jetzt heißt das Timisoara. und was die dort machen…….Ist mir so was vun egal und wurscht, das ich mir überhaupt keine Gedanken darüber mache.
    Des Schwoweland gibt es auch Zeit langem nicht mehr. Das ist der lauf der Geschichte, ob wir es wollen oder nicht.
    Aber in unserem Herzen, gefühlen und gedanken lebt es weiter.

  39. Der Schwob am 7. Juni 2010 um 14:37

    Ich war auch in Temeschwor und bin schwer enntäuscht vom “Kubus” im Zentrum und den
    “Zustellungen” am Domplatz, so dass der Top-Barock quasi versteckt wird.

    Das einzige Positive aus schwäbischer Sicht schien mir das AMG-Haus zu sein. Wie lange noch?

    Armes Schwoweland…

  40. Polkakeenich am 7. Juni 2010 um 12:49

    OK hast ja in vielen Dingen Recht……

    Das die Rumäner gewonnen haben stimme ich dir vol zu.

    Das die Sachsomanen (Muss lachen) uns vorraus sind, dass kann schon sein…….
    Bei dehnen hat ja die Evangelische Kirche auch noch mit verraten…………
    Und die waren schon so Romanisiert, das sie nicht mehr gewusst haben ob sie Deutsche oder Rumäner sind. Da kennen sich sofort viele zu den Gewinner rechnen…………..!

    Sieg ist nicht immer gut………..Lach

  41. Der Schwob am 7. Juni 2010 um 12:39

    Ja, Keenich, in Sanktanna halten noch ein paar
    wackere Schwoweleit die Fahne hoch.

    Ansonsten wird nach “altschwäbischer Manier”
    von den Walachen mit breiter Brust der Sieg
    des Rumänentums gefeiert-siehe offizielle Präsentation der Stadt Temeschwor.

    Wir haben verloren und die Walachen haben gewonnen. Punktuell gibt es da ein paar Lichtblicke, aber nur von kurzer Dauer.

    Vor ein paar Wochen sprach ich von einem gewissen kulturellen Gleichstand zwischen
    Schwaben und Sachsen. Nach einer Siebenbürgenfahrt muss ich an dieser Stelle
    Jakob und vielen anderen Recht geben in der
    Behauptung, die Saschomanen wären uns weit voraus. Sie sind es wirklich. Sie haben weitaus mehr verloren als wir Schwaben.

    Sie waren in Rumänien vor und nach dem Krieg
    die Könige, ebenso in der BRD.
    Nur unsere diffamierten Literaten, unsere Handballer, die Lenauschule und das Deutsche
    Staatstheater sorgten für einen temporären
    Gleichstand.

  42. Polkakeenich am 7. Juni 2010 um 10:25

    Und noch eine ware Banater Geschichte von einem sehr experimentierfreudigem Schwob.
    Die deutlich zeigt das wir im Banat dem Fordschritt nie im wege standen.

    Der Banater Chemiker

    Der Vetter Sepp a Banater Schwob ist geboren in Königshof und nachher war er Glücklich in Brukenau verheiratet mit seiner Eva. Wie die meisten Banater Schwowe ist man dann in den achtziger Jahre ausgewandert nach Deutschland.
    Schon in Bruckenau hat er sich immer mit außergewöhnlichen Experimenten beschäftigt. Der Kuckrutz (Mais) hatte bei ihm im Garten 10 Kuckurutzkolben an einem Kuckurutzstock. Dies ist Weltrekord ! Oder machte er mit seinen Schwiegersöhne Schnaps aus Zuckerrüben. Der mit Rosmarein eine Kerweiduftnote bekam. Seine Hasen hat er mit den Nutri gekreuzt, damit sie bei Regen keine Erkältung bekommen. Oder der Paprika im Garden wurde auf Kürbis veredelt ,damit er viel größer wird und Paprikasamen so groß wie Kürbiskörner bekam. .
    Oder er ersetzte vor Jahren die giftigen Spritzmittel an den Kulturpflanzen mit Kuhmilch und stärkte so die Widerstandskraft der Pflanzen, damit sie keine Pilzkrankheiten bekamen. Bevor Deutschland nur an Biologischen Nahrungsmittel dachte. Schafte er sich für dieses Experiment sogar eine Ziege an! Da diese Milch sogar besser wirkt wie die Kuhmilch.
    Somit war unser Vetter Sepp einmalig auf dem Gebiet, noch besser wie die hoch ausgezeichnete Elena Ceaucescu die Ehrendoktor Titel von der ganzen Welt besaß.
    In Deutschland hatte er nur mehr einen klein Garden und für Experimente war der Raum sehr eng.
    Dies alles hielt unseren Vetter Sepp aber nicht ab weiterhin zu Experimentieren. Da er jetzt in Rente auch die Zeit dazu hatte. So dachte er immer an die Sauren Tomaten hier in Deutschland und wie man diese süßer machen könnte. Die Lösung ist ihm auch schnell eingefallen, in dem er in die Tomaten Nahrung Zucker beimischte. Damit die Wurzeln diese Zuckerlösung aufnehmen und sie in die Paradeis (Tomaten) befördern. So hat er dies doch auch im Banat mit seinen Bienen gemacht.
    Jeden Tag bekamen die Bienen 50 Kg Zuckerwasser und machten daraus 50kg Honig.
    Der im Verkaufspreis viermal so teuer war wie der Zucker. Im Rechnen waren wir Banater ja schon immer gut! Und aus dem Honig machte er dann Schnaps, der nochmal den Verkaufspreis verdoppelte
    So wuchsen die Tomaten 3 Meter hoch mit der Zuckerlösung und brachten viele süße leuchtend rote Tomaten Früchte, dass beim pflügen einem die Hände an dem süßen Saft kleben blieben.

    Was war zu machen bei so einem Überfluss von zuckersüßen Paradeis, überlegte der Vetter Sepp.
    Schnell hat er auch die Lösung gefunden und kaufte sich einen Schnellkochtopf mit dem er einen Schnaps Kessel baute und die Tomaten nachdem sie aus gegärt waren in feuerroten Tomatenschnaps
    verwandelte.
    Es war ein Genuss diesen feuerroten Schnaps zu trinken, die reinste Medizin für Bluthochdruck und andere Gelenk leiden, der abgenutzten Banater Knorbeln vom vielem täglichem schafen.

    Der Schnaps wurde im Schnaps Schrank eingesperrt, damit seine Schwiegersöhne ihn nicht heimlich trinken. Da seine Eva aber den Schlüssel verlor, suchten beide eifrig den Schnaps Schlüssel damit der Vetter Sepp seine tägliche Medizin einnehmen kann.
    Da sah die Nachbarin nur Hände durch das Fenster winken und rief sofort den Notarzt und Krankenwagen, um den Nachbarn zu helfen. Den die Meinte, sie wären in der Wohnung gestürzt.

    Der Notarzt kam in das Zimmer und sah den Vetter Sepp mit seiner Evv noch immer auf dem Fußboden beim Schlüssel suchen. Er meinte: „was hier los wäre ?“ Dann berichteten sie von ihrem Leid. Der Arzt meinte nur, Beim Vetter Sepp hängt doch ein Schlüssel am der hinteren Hosentasche. Und Tatsächlich war es der Schnaps Schlüssel den er gestern Abend als Sicherheit in seine Hosentasche steckte.

    So musste der Notarzt auch ein Schlug Feuerroter Tomatensaft Schnaps versuchen und war begeistert von dem Produkt. Das Banater Rezept, wurde dem Arzt aber nicht verraten, den es hätte ja sein können, dass dieser Arzt, den Vetter Sepp doch noch mit dem Notarzt wagen einliefert.
    Da viele Chemiker als verrückt erklärt wurden, am Anfang als sie ihre versuche gemacht haben.

    Somit nahm der Vetter Sepp auch ein schlug Paradeisschnaps und seine Evv schloss den Schnaps wieder ein, damit er nicht zu oft am Tag an den Schrank gehen kann.

    So ihr Banater Schwowe, ihr kennt jetzt das Geheimrezept vom Paradeis Schnaps und könnt es jetzt in eurem Garden auch versuchen.

  43. Polkakeenich am 7. Juni 2010 um 08:45

    Ja die Gänseeier gabe es nicht……….Nur es ist sehr traurig das es die anderen Geschichten gab………………!!

    Hier aber noch eine Antwort auf die Frage: Wer sind die Banater Schwaben……..?

    Heute morgen Fand ich ein Video von einem alteren Donauschwäbischen Ehepaar. Ich hoffe ich mache Euch eine Freude damit. Gruss Norbert

    http://www.youtube.com/watch?v=7Ykq7ITwMhs&playnext_from=TL&videos=AMc-8-fSJt4&feature=recentu

    Wunderschönes Video von Temeschwar

    http://www.youtube.com/watch?v=4BsZM9aQ0EQ&playnext_from=TL&videos=I7GdCBxd8gY

    Maibaumfest in Sanktanna der Heimat von unserer Mara Kaiser.

    http://www.youtube.com/watch?v=Nobi1sUQk-I&playnext_from=TL&videos=GgvKJXQn5Es

    Ich habe den Eindruck: “Das Glück wird nicht alleine vom Euro bestimmt !!”
    Weitere Videos vom Maibaumfest unter Funkforum bei Youtube

  44. Katharina am 5. Juni 2010 um 10:52

    Tja, auch die Schwaben ließen sich zuweilen beeinflussen…und das Ergebnis war dann nicht immer wie erhofft.
    Ich denke da nicht ausschließlich an Geschichten mit Gänseeier…

    Die Frage, wer die Banater Schwaben sind, müßte anders gestellt werden. Denn schon sind Spuren der Assimilation sehr deutlich.
    Schaut man sich die Namen der Nachkommen an, wird klar, wohin der Weg führt.

  45. Polkakeenich am 2. Juni 2010 um 11:39

    OK vielleicht eine Geschichte, die sehr gut Zeigt wer die banater Schwaben waren nach 1944 im Banat……….Frage: Wer erkennt sich wieder?

    Die Bekannschaft

    Die Gänse im Banat hatten jedes Jahr, so an die 6-7 bis 15 Eier danach wurde ein Nest für die Gänse gebaut und die Ganz brütete diese Eier aus. Die Schwaben waren immer sehr neugierig und nutzten immer die Gelegenheit um die Gänseeier zu kontrollieren, ob sie Faul oder befruchtet sind in den drei Wochen Brüte zeit .
    So nahm man die Eier aus dem Nest ins Zimmer und schaute nach der ersten Woche ob sie noch hell oder dunkel erscheinen im Scheinwerferlicht einer Lampe. Nach der zweiten Woche nahm man ein Mehlsieb, legte die Eier drauf und wen sie anfingen zu wackeln war ein junges Gänschen im Ei.
    So auch beim Vetter Michl in einem Dorf nahe der Stadt Temeschwar. saßen die zwei Gänze auf ihrem Nest mit 30 Eier und brüteten brav vor sich hin.

    Da kam dem Vetter Michl eine Idee, er sagte zu seiner Lissi: „Du Lissi, ich habe doch Bekanntschaft in Temeschwar beim Röntgenzentrum. Der Hans wird, dass sicher für mich machen. Unsere Gänseeier Röntgen damit wir sehen wie viel Gänschen wir bekommen. ………..!“ Ich nehme den 12:00 Uhr Zug, fahre die Zehn Minuten in die Stadt, lasse die Eier Röntgen und mit dem 1:00 Uhr Zug bin ich wieder da. So kühlen die Eier nicht aus und wir wissen über alles Bescheid.

    Die Wes Liss war gleich dabei und Freude sich schon ihrer Nachbarin am Abend erzählen zu können, dass sie es jetzt ganz sicher wissen und kein Mehlsieb mehr brauchen für die Eier zu kontrollieren sondern ihre Bekanntschaft in Temeschwar macht das jetzt jedes Jahr für sie. Ihr Herz pochte vor Freude und Begeisterung da ihr Michl überall Bekanntschaften hatte.

    Man gab den Gänse Futter, die kamen dann vom ihren Nester herunter . Die Liss machte die Tür zum Gänsestahl zu und der Vetter Michl gab die dreißig schöne große Gänseeier in einen aus gepolsterten Weidenkorb, den er auch mit Bekanntschaft bekam. Deckte sie mit einer warmen Decke zu und lief auch schon an den zwölf Uhr Zug.. Alles lief wie am Schnürchen, der Zug kam pünktlich, Der Hans war auch im Röntgen Zentrum da und nahm auch gleich die Eier um zu Röntgen heraus.

    Dann ging der Strom aus und das Röntgengerät stand da mit den Gänseeier und nichts ging mehr.
    Dann meinte der Hans der ein Städtler war und keine Ahnung von Gänseeier hatte zum Michl: „Wir geben die Eier in ein warmes Wasser Becken und halten sie so lang wahrem bis der Strom wieder kommt. „ Der Michl war mit der Idee gleich einverstanden und so gossen sie fortlaufend heißes Wasser auf die Gänseeier bis nach zwei Stunden der Strom wieder da war.
    Dann kontrollierte der Hans alle Eier und sagte am Vetter Michl: „Ich habe für dich eine gute Nachricht, alle dreißig Eier sind befruchtet und ihr bekommt dreißig Gänschen.

    Der Vetter Michl war außer sich vor Freude und lief an den vier Uhr Zug, da der ein Uhr Zug schon lange weg war mit seinen Gänseeier. Die Wes Liss war schon aufgeregt zu hause, da der Vetter Michel nicht kam von der Stadt und machte sich große sorgen.

    Als er aber nach vier Uhr l eintraf, seiner Frau berichtete was geschehen ist, dass die Eier alle befruchtet sind und auch noch recht wahrem sich an fühlen. Gaben sie die Eier den Gänsen zurück ins Nest. Die Wes Liss hat im ganzen Dorf herum erzählt was für Mann sie hat und das sie überall Bekanntschaft haben in der Stadt.

    Es vergingen zwei Wochen und die Zeit kam, wo die Gänschen schlüpfen sollten. Ja das ganze Dorf hat auf die dreißig Gänschen gewartet von der Wes Liss und ihrem Michel. Nichts geschah nach drei Wochen auch nach vier Wochen waren keine Gänschen da. Da gingen beide in den Gänsestahl und schlugen ein Ei auf um zu sehen was los ist mit den Gänseeier ?

    Das Ei war hart gekocht, das nächste auch und so alle dreißig Eier waren gekocht ……..Die Wes Liss bekam Kopfschmerzen und fing an einen Streit mit ihrem Vetter Michel um die Eier das die ganzen Nachbarren zusammen liefen um zu schauen was los ist, ob jemand gerade am sterben liegt?

    Ja die dreißig Röntgen Eier lagen im Hof die Gänse saßen daneben Tod müde vom langen brüten. Und die Wes Liss schrie ihren Vetter Michel an: Nie wieder will ich was von deinen Temeschwarer Bekanntschaften was hören. In dem Banater Dorf hat man von nun an, wen was schief gelaufen ist immer nachgefragt: „Ob sie vielleicht, Bekanntschaft in der Stadt hätten?“

  46. Polkakeenich am 28. Mai 2010 um 16:51

    Danke, aber die mögen mich nicht……..

  47. Durlacher am 28. Mai 2010 um 14:26

    Upps, da fehlt ein “K” beim Polkakeenich oben.

  48. Durlacher am 28. Mai 2010 um 14:25

    Poli, diese Geschichte solltest du in eure Banater Zeitung schicken, mit Bild vom Seppi.
    Finde ich Klasse!

  49. Polkakeenich am 28. Mai 2010 um 13:52

    Erzähle euch hier eine Geschichte, von einem behinderten Menschen der mehr geleistet hat wie einer sich nur vorstellen kann. Diese Geschichte zeigt auch wer wir Banater Schwaben waren und sind.

    Unser Seppi war der grösste!

    Ja , der Seppi des war a ganz gscheiter Buh, durch sei Behinderung hatte er es sehr schwer im Leben . Des war bei uns in Blumenthal nicht so wie heit in Deitschland das man für die Behinderte alles macht und Regelt. Habe ja euch schon einiges von der Familie erzählt so waren wir immer froh als Kinder, wen wir dem Seppi durften zuschauen im Kollektiv (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft ) wie er die Wagen und andere Maschinen reparierte und uns nebenher Witze erzählte, von Deutschland, über Fußball u.s.w
    Die Stunden werde ich nie vergessen. Sogar im Nachhauseweg ist er als stehen geblieben und hat sich mit den Kindern und Jugendliche unterhalten.
    Ihr merkt ja in meinen Erzählungen das ich so schnell niemanden Lob, aber der Seppi der hat den Lob verdient. Er spielte Akordeon und schlug die kleine Trommel bei der Blasmusik im Dorf so noch nebenbei.
    In den 70 Jahre wurde bei uns sehr viel Drahtzaun gemacht mit der Hand (eine Vorrichtung mit der man den Draht hinein kurbelte und so an die 3-4 Meter Maschendrahtzaun am Tag machte. Seppi machte sich eine Maschine mit Motor und machte den ganzen Winter Maschendrahtzaun für alle umliegende Dörfer! Ja so war der Seppi.
    Die Pferde Wagen hat er geschmiert und repariert im Winter, so das im Frühling wen die Arbeit los ging. alles in Perfekter Ordnung war und das ganze Jahr einwandfrei lief.
    Was haben die Mitarbeiter als geschimpft ja jetzt tut er schon a Monat am Elewador
    ( Transportband für Maiskolben) umherschrauben und ist noch immer nicht fertig!
    Als er in den 80 Jahre starb, hat man nach seiner Zeit, kein ganzen Pferde Wagen mehr gefunden alles war hin! Der Elewador lief nicht mehr, nichts war mehr los, es bittere Ende nahte! An allen Ecken und Enden fehlte unser Seppi!

    Ja so kam ich auch in des schöne Deitschland, von dem wir immer mit dem Seppi erzählten, Ja de Seppi sagte immer: „Wisst Ihr Buwe, die Deitsche sind so gscheid, die mache aus em Scheißdreck a Peitsch, die sogar noch knalle tut!“
    Do war bei mir in der Weltfirma ein Problem wir montierten so an die 5.000 Teile pro Jahr und bauten 50-80 % wieder auseinander das ich auf einmal nicht mehr wusste sind wir bei den Schildbürger oder in Deitschland !
    So nahm ich nach 10 Jahre Kontakt mit dem Scheff von der Kontrolle auf und lies mir die ganze Problematik erklären. Es stellte sich heraus das einige Teile im Trockenem zustand diese Produktionsmängel hervorrufen.
    So erzählte ich im die Geschichte vom Seppi und den Pferdewagen wir Montierten ab sofort alles mit Öl und siehe da kein Ausschuss mehr!
    Habe jetzt mal zum Spass zusammengerechnet was der Seppi, diesem Weltkonzern jedes Jahr einspart an Nacharbeit, Reparatur und verlorenen Stunden. Insgesamt kam ich auf eine Summe von 500.000.00 € (Fünfhunderttausend). Nicht das ihr meint ich habe zu viele Nullen gemacht, nein das ist vielleicht noch zu wenig gerechnet. Aber, dank Seppi läuft die Produktion auf Hochtouren in diesem Weltkonzern!
    Seppi ich werde dich nie vergessen, dein Polkakeenich

  50. Polkakeenich am 28. Mai 2010 um 08:49

    Es freut mich, dass ausser mir auch noch jemand hier schreibt.
    Durlacher sicher waren die Obrichkeiten in Temeschwar aus Wien oder anderen Städte vom Habsburger Reich. Und der Dialekt war ein Deutsch wie in anderen Östtereichischen Städte auch etwas eleganter vom Pöpel abgehoben. Damit man hören kann, man ist etwas beseres.

    Und siehe da …..unsere Roma sprachen in dann auch…..So ist es im Leben, Gott wird es schon richten!
    Habe mir heute Morgen den Film angeschaut:
    “Der Junge mit dem gestreiften Pyjama”.
    Ein Junge, dem sein Vater KZ Hauptmann war und er sich mit einem KZ Jungen befreundet hat.
    Am ende gingen sie miteinander in die Gass Kammer!
    Normalerweiße eine Lügengeschichte ,wie alle Filme…………….oder Romane.

    Habe aber den Vergleich gezogen, zu unserem Blog und zu anderen Foren, oder auch das normale heutige Leben.

    Die Nazis Befelshaber waren von einer Aroganz und Hochmut befallen. Die ausserordentlich übertrieben war.Der Rasen wahn ist zu einer Krankheit geworden. In Ihrem Herzen vergasen sie, das es Schwächere Menschen auch nocht gibt und ignorierden die als “Asozial.”

    Das schlimme an der Geschichte ist, die Tatsache:”Das dies in einigen Köpfen der heutigen führenden Klasse unserer Bevölgerung weiter lebt.”

    Die merken es aber nicht, dass gerade sie, die den ganzen lieben Tag über SS Verbrechen schimpfen. Die Wermacht zum Himmel loben und auf neue Kriegsfade mit ihr ziehen………
    Das gerade sie, in Ihrem unbewustheit, in ihrer Seele. Die Tehsen der Rasen und auserwälten Menschen verfästigt und verinerlicht haben.

    In dem man, anders denckende Ignoriert, Aussgrenst und Beschimpft.

    Sie als ein Teil der auserwälten Intelektuele geselschaft, haben sich damals (Kommunismuss und Hitlerismuss) und heute (Kapitalismuss) das Recht genommen…..Menschen zu vernichten und zu mishandeln. Wegen ihrer mangelhaften Bildung, aussehen oder Hautfarbe.

    Bin das letzte Jahr, dass erste mal in die Türkei gefahren in Urlaub……………
    In Deutschland hat mich jeder gewarnt, vor überfülten Russen Anlagen……..

    In der Anlage angekommen 80% Russen !!
    5% Deutsche……………….

    Die Russen waren sehr net…..Ich kann nicht Russisch hatte keine probleme mit diesen Menschen.

    Die 5% Deutsche…..Arrogant und Unverschämt eingebildet von sich und ihrer Rasse.

    Genau das Gefühl vermittelt mir Walter und Anonymus hier im Blog. Zeit anfang meiner Presens. Und nicht nur mir, auch anderen mit dehnen ich mich unterhaltet habe…….
    Was sollen wir hier schreiben, die gscheide Ignorieren uns doch………

    Geht Euch da kein Licht auf, dass der Rassen wahn der Nazis, in einigen Köpfen so verangert ist, dass ihre Aroganz zum Kotzen freundlichkeit ausstralt.

    Genau die selbe Aroganz hatten einige Lenau Schüler in Temeschwar, ja sogar in der Lenauschule waren zwei Klassen Geselschaften.
    Die der arroganten Schriftsteller (Poetz) und die der stink normalen lernenden….!!

    So lange der Französische Revolution geist der Rasen, vom 18 Jahrhundert Europa beherscht. So lange wird Europa um seine Einheit fürchten müssen!

    Die Presens vom Innenminister von Rumänien, auf dem Banater Treffen. Zeigte mal wieder, dass die Banater SS Prinz Eugen Regiment nachfahren einiges anderen Deutschen vertriebenen Verbände vorraushaben.
    Freudschaft mit ihrer früheren Unterdrücker und Peiniger. Wir haben unsere Hand gereicht zur Versönung, als zeichen von Frieden und Liebe!

    Beatrix Danke
    Habe Eure Diskusion mit interese gelesen und festgestellt das Durlacher die Türken aus dem Banat vergessen hat.

  51. Der Schwob am 28. Mai 2010 um 08:31

    Der Blog ist der Beweis für unsere Hoffähigkeit
    in Westeuropa.

  52. Beatrix am 27. Mai 2010 um 22:02

    @ Durlacher danke für die Ausführung – an die Zeit vor den Schwabenzügen habe ich nicht gedacht. Überhaupt weiß ich wenig über „unsere“ Hauptstadt Temeswar und kenne auch nur das Zentrum und den Domplatz von höchstens fünf Kurzbesuchen vor x Jahren. Im Übrigen an alle, die hier schreiben: Der Blog ist klasse, so bleibt die alte Heimat in verdienter Erinnerung. Vielen Dank @ Polki für die Aufzeichnungen von Ulm.

  53. Durlacher am 27. Mai 2010 um 21:44

    Nachtrag eines Kuriosums:
    1983 erlebte ich neben Mediasch eine Zirkustruppe aus dem Banat, es waren sehr dunkle Roma (“negru ca tuciul”), die Männer riesig und durchtrainiert und die Frauen zierlich, etwa so wie man sich spanische Flamenco-Tänzerinnen vorstellt. Auf der Straße gaben sie einige Akrobatik-Kunststücke zum besten und dann gingen sie von Haus zu Haus und sammelten Lebensmittel. Es war schon die Krise und es gab nichts zu kaufen in den Läden.
    Als sie zu uns kamen, hielten ihre Frauen eine wohlgesetzte Rede, wer sie sind, welches ihr Vorhaben ist und warum sie Lebensmittel organisieren. Es war nicht das übliche Betteln und Winseln, sie hatten eine sehr gerade Haltung.
    Und sie sprachen Wienerisch! (Ich konnte das wirklich einschätzen, wir hatten regen Kontakt zu Bekannten aus Wien)
    Mir verschlug es die Sprache, und als sie das merkten, haben sie geschmunzelt.

  54. Durlacher am 27. Mai 2010 um 21:33

    Temesvar hat es als Festung schon vor der Einwanderung der Schwaben gegeben, oder? Und in solchen Städten gab es Handwerker (keine “Herren”!) von überall her aus dem Kaiserreich, aber viele auch aus Wien und die sollen einen anderen Dialekt gesprochen haben als die Schwaben; ähnlich war es ja auch in der Hermannstädter Unterstadt, das nannte man dort “Kucheldeutsch”. Stand mal in einem NeuerWeg-Kalender, glaube ich. Kucheldeutsch hab ich häufig gehört.
    Temesvar bestand ja anfangs auch aus mehreren in sich geschlossenen Stadtteilen, so wie Kronstadt oder Hermannstadt auch und da gab es manchmal große Unterschiede in der Alltagssprache. Das wurde erst im 20. Jahrhundert so richtig aufgemischt.

  55. Beatrix am 27. Mai 2010 um 21:14

    Die Temeswarer waren oder sind Österreicher (!) oder gaben sich als solche aus (?), las ich weiter oben, – das Dorfvolk Deutsche. Temeswarer = Österreicher ist mir neu. Wollte sich der Stadtmensch von seinen Versorgern, den Bauern, abgrenzen? Oder gab es wirklich welche, die zwischen österreichisch und deutsch einen Unterschied sahen? Klar, die Beamten kamen aus Wien, hatten das Sagen – aber die stellten doch nur einen geringen Teil der Bevölkerung oder gingen wieder zurück.

  56. Polkakeenich am 27. Mai 2010 um 16:48

    Hier eine Online Ausstelung über unsere Könike und Kaiser ……..ich weis ihr wisst ja alles!

    http://www.habsburger.net

  57. Polkakeenich am 27. Mai 2010 um 14:42

    Schau mol Katherina die Durlacher hat von mir a normale Antwort bekommen, ohne wen und aber.

    Ja, wie man in den Wald hineischreit , so kommt es auch zurück………Wen ihre Mutter und Väter se nicht glernt han sich zu benehmen, dann wird der Polki se es lernen.
    Und schwowisch noch dezu…koschtenlos und umsunscht. Antworte tun sie nicht, da ich für sie ja zu pled bin, aber ich habe jetzt ihre fandungs Bilder !
    A Glück das es den Polki gibt, oder hätten wir nie mitbekommen wie ihr ausschaut……..
    http://www.youtube.com/watch?v=9lfGyqsQKWk

  58. Polkakeenich am 27. Mai 2010 um 12:39

    Katherina do geb ich dir Recht .

    Nur die eingebildete die schreibe jo doch nichts brauchbares und tun wen se was schreibe nur Hinterf…….verletzen.

    Wen se sich benehmen wie anstendiche Menschen hat ka Sau was mit ne………….ich a nit!Lach

    Nur die Schwowe immer nur schlecht machen und sogar noch schlechter wie se waren ist nicht scheen.

    Wen ich vor dem Polkakeenich die zwoa Buchstaben DR stehen hätte………..
    Dann, ja dann würden die mir in den A……kriechen vor freundlichkeit !!

    Jeder Schwob und ach andere Nationen sind im Blog Herzlich wilkommen, für mitlesen und mitschreiben. Aber pauschal Rasistisch andere schlecht machen do werd ich meine Meinung irgendwann dagegen schreiben.

    Gruss Polki

  59. Katharina am 27. Mai 2010 um 11:35

    Polki, ist bei Dir jetzt die Kehrwoche?
    Den Laden aufräumen, jetzt, wo die meisten eh nicht mehr einkehren?

    Müßten wir nicht alle einen Versuch wagen, den Laden (ach was, das Café) wieder attraktiver zu machen?

  60. Polkakeenich am 27. Mai 2010 um 08:55

    So mach meer mol weider und räume den Laden auf…….

    Habe mir von Herr Profesor Doktor Walter Original Banater Schwabe mal was rausgesucht das mich Zeit längerer Zeit wurmt.
    Und auf das niemand von unseren Leser hier im Blog eingegangen ist.

    Hier ein Ausschnitt davon:
    Liebe Alma, deine Sehnsucht nach früheren prächtigen Heldentaten kann ich ja verstehen, aber so viel pathetische Andacht für unsere im Schlachtgetümmel Gefallenen meinte ich sicher nicht, das ist mit eher zuwider – aber vielleicht passt das ja zu den heldenhaften Ur-ur-Ahnen aus dem Fotoalbum.

    Habe dies paar mal durchgelesen und mir mal so gedacht: “Was denkt unser geleerter Profesor hier?” oder was will uns dieses Mi…….stück mitteilen.

    Ich übersetze mal uf schwowisch seine Zeilen.
    Die Banater Schwaben Soldaten sind im zuwieder und ekeln in an, mit ihrer treue zu Vaterland oder Königreich in allen Kriegen die sie mitgewirkt haben.

    Zuerst muss ich dich “Lieber Lenau Profesor” mal aufklären, dass die Mehrheit der Menschen nicht freiwilig in den Krieg zieht.
    Sondern mit Befehl. Bei verweigerung stand die Todestrafe als Belonung bereit!

    Das die Heldentaden unserer Uhrahnen dich anekeln.Dies ist für deine Kommunitische Erziehung, egal wo Du sie auch genossen hast. Von deinem Elternhaus bis zur Schule, nicht verwunderlich. Solchen Menschen wie DU einer bist, kann man diesen Schwachsin Hauffenweise ins Gehirn Sch………. Die speichern dies auch noch und verbreiten es wie Pest oder Kolera.

    Wen man seine Ahnen nicht ehrt….. (Ich saag mol wie die Frau aus Nitzkydorf: “Waren auch nicht besser und schlechter wie die anderen!”)
    Der ist aus meiner Sicht, sein Leben nicht wert!

    Wir verhärlichen hir alle keine Kriege und Gewalttaten. Nur die Ehre für unsere Gefallenen oder Vermisten Uhr Ahnen, so zu bespucken, auf eine Moderne weiße ist Ekelhaft und unverschämt dum.

    Da muss ich mich schon Fragen: “Warum Walter waarscht du in der Schul?”
    Um Banater Schwaben und Deutsche zu erniedrigen, hast weiter dort nichts gelernt oder mittbekommen von deinen Lehrer? Oder hast den ganzen Tag am Parteisekräter seine Tasche getragen? Und eine Schleim spur in der Schule hinterlassen das die ehrliche Schüler ausgerutscht sind !

    Ja dies ist meine Liebe zu Dir, lieber owergscheiter hochnässiger Dr.Walter.

  61. Polkakeenich am 26. Mai 2010 um 13:27

    Mein Leben in Rumänien Banat von 1957-1990
    Polkis Original Lebensgeschichte

    1957 geboren es kam ein Dr.Dr Profesor zur meiner Geburt nach Blumenthal. Dann wurde ich getauft mit roten Nelken in der Kirche als Zeichen des Kommunistischem Wohlstandes in unserem Dorf.
    Im Kindergarden durfte ich immer die Parteilieder einstimmen für die Kommunistische Partei Rumäniens da ich so grosse Ohren hatte und ein „Sau!“ gutes Gefühl für den Ton.

    Dann kam die Schule, da fuhr mich mein Schoför jeden Tag 500 Meter zur Schule und zurück da meine Eltern mich beschützt haben vor den Bösen Banater Schwaben im Dorf. Die Lehrer achteten auf mich wie auf eine Porzellan Figur damit mir ja nicht passiert. Da meine Eltern ja den Parteisitz und den Bürgermeistertitel hatten.

    Danach wurde mir ein Platz im Lyzeum Reserviert damit ich sorglos Montags in der früh im Capitol meine Amerikanische Filme anschauen kann und danach in der Konditorei meine Mehlspeis und mein Eiss verzehren kann.
    Am Nachmittag kamen alle schleimmende Schwaben und andere Nationen, zu uns ins Haus um ihre Gaben aus zu lehren. Ich glaubt immer darum an den Nikolaus, das der das ganze Jahr kommt um mich als Bub zu erfreuen.

    Danach ging es in eine Fabrik als Technicean…….Was das ist, weiß ich heut noch nicht. Mein Lohn floss und der Direktor bedankte sich jedes Jahr bei mir für die gute Zusammenarbeit.
    Der Schoför stand 24 Stunden für uns bereit wen er nichts zu tun hatte musste er die Paradeis giesen oder die Hüner Füttern.

    Meine Eltern hatten die Krankheit der Fettlebichkeit (Vergrösserter Magen) Meine Mutter fraß jeden Tag Buttertorten mit Sahne das bei ihrem Tod wir ein Doppelter Sarg anfertigen mussten.
    Der Vater hat danach so viel getrauert mit der Haushälterin , dass sie den ersten Abend zusammen in einem Bett schliefen vor Angst die Mutter könnte zurückkehren.

    Dann kamen wir nach Deutschland, da unsere Haushälterin Banater Schwaben als Eltern hatte und mein Vater bekam eine Fette Direktor Rente.

    Frage an den Anonymus: Hast DU auch so ein schönes Leben wie ich gehabt ?

  62. Polkakeenich am 26. Mai 2010 um 12:43

    Veranstalter

  63. Polkakeenich am 26. Mai 2010 um 12:42

    zwei……..Damit die Gscheite es auch verstehn!

    Und noch zei Filme wir hatten ja schlusendlich unser Fescht.
    http://www.youtube.com/watch?v=SvRFDkm6Who

    Und weil es so schön in Ulm war, für alle ein Walzer vom Original Banater Echo:

    Heimatsterne………….Mein Herz tanzt mit

    http://www.youtube.com/watch?v=IbDqwREp3Vo&feature=related

    OK ich danke allen Kerweimädle und Buwe die in Ulm mitgemacht haben und sich diese mühe machten die Tradition zu pflegen.
    Dann möchte ich danken den Musikanten und den Vernastalter.

    Sicher kann man es noch besser machen, alles kann man besser machen. Man muss nur anbacken und mithelfen und nit nur gretze Punkt

  64. Polkakeenich am 26. Mai 2010 um 12:36
  65. Polkakeenich am 26. Mai 2010 um 12:27

    Diesr Beitrag war oben für den Schwob und wurde nich freigeschaltet da ich zu viele Links hatte jetzt nochmal:
    Isch schon in Ordnung…..für meine Freunde tu ich alles, das weißt du ja!

    Hier nochmal die Sackelhauser Musikanten
    Original Donauschwäbische Musikanten aus Reutlingen/Sackelhausen unter der Leitung von Herr Johann Frühwald.

    http://www.youtube.com/watch?v=L_Dj1IknTM8

    http://www.youtube.com/watch?v=OdJfrYRnCQQ

    http://www.youtube.com/watch?v=lKoRbBKI4yg

  66. Polkakeenich am 26. Mai 2010 um 12:23

    Durlacher habe mit dir auch viele Hüner hier gerupft…….
    Du hast ein wenig Recht, aber nicht ganz.

    1 Ich habe bei Gott nichts gegen gstudierte ehrliche korekte Menschen. Habe viele Freunde und Verwande die in der Lenau Schule waren.
    Getgiss ist auch a Gschtutierder, awer wie mir Schwowe saan a biserl ahne mit Verstand.

    2 Auch den Nämaschinen Direktor respektiere ich über alles (War sehr belibt bei seinen Schüler). Nur hier im Blog hat einiges mir nicht so gefallen, da war er auf einmal nicht mehr der Saubermann, da ist die Warheit ans Licht gekommen……

    3 Sicher hat jeder müssen in Rumänien schauen wie er überlebt. Egal was für Nation oder Rasse. Nur das man zum Verräter wird,damit das man seiner Familie ein besseres Leben ermöklichen kann. Da las ich schon Gott walten und die Gerechten strafen aussuchen.

    4 Bin der einzige der Öffentlich zugegeben hat von der Contra Information rekrutiert worden zu sein, obwohl ich die Papiere für Deutschland eingereicht gehabt habe. Für mich war es ein Schok und ein Rätzel. Warum gerade ich, und was ist zu tun ! Wen man auch dabei war, kam es noch immer darauf an: Was man geschrieben hat und ob man jemand schlechtes angetan hat um ein Buderbrott. Die Banditen hier, haben mir daraus ein Strick gedreht.
    Und ich werde diesen Banditen diese Banater Bühne nicht überlassen um Banatr Schwaben zu beschimpfen und nieder zu machen.

    5 Es waren im Lenau auch die Söhne der Banditen Verräter und Verbrecher. viele Banater Schwaben Kinder die nicht die Kohle gehabt haben oder bekannschaft haben müssen ein Beruf lernen, nur weil die mit Pille, ihnen das Studium Platz wegnahmen (Nochmal nicht alle) In Rumänien gab es Prüfungen für die Aufname auf das Gymnasium oder andere Schulen nur zur Info für Deutsche oder Schwäbische Kinder.

    6 Herta Müller behandle ich wie a normales Banater Mädl nicht mehr und nicht weniger.
    Bin stolz auf ihr erreichtes (Literarisch) wie der großteil der Banater Schwaben.
    Nur Politisch war Herta Müller in Rumänien eine die auf besuch fahren durfte in die BRD und von da sogar wieder zurück kam……..OK man kann alles auslegen wie man will, nur das muss man einem Banater Schwob von damals klarmachen das die gegen das Regim Ceaucescu war…….Also das ist das grösste Märchen das es je nach Capra cu trei Jesi (Von Creancä) gab.

    7 Legastenie: Schreibe jetzt schon ohne Rechtschreib programm. Nur die wird man nicht los. War auch ein schlechter Musiker und Sportler. ausser Schach.
    Jetzt kommen aber so paar Lenauschüler oder Temeschwarer Fritze oder Walachen do her und drehen dir ein Strick daraus……..
    Nein, ich habe so viel selbstvertrauen. Das ist mir wurst.
    Einige von meinem Dorf sagten: Norbert hör auf zu schreiben, deine Rechtschreibfehler, pla pla , pla. OK dann schrieb ich noch mehr…..Lach……Und nenne mich weiterhin Keenich damit meine Freunde Spass daran haben.

    8 Hermann Oberth: Ich weiß es ist einer von deiner Siebenbürger. Respektiere ich überalles, nur ich habe auch die Frage gestellt: Er war doch ein Mitarbeiter im dritten Reich !

    So hat alles seine zwei Seiten, wer mich respektiert darf auch Witze mit mir machen und mich beschimpfen…….Es kommt aber immer darauf an: Wie man es sagt!

    Denn intellektuelle Fähigkeiten wurden in der Schule nur an dem festgemacht, wie gut oder schlecht man Lesen und Schreiben beherrschte.

    Nein so ganz ist das nicht Aufnameprüfungen fanden im Lenau stat für das Gymi in
    Deutsch
    Rumänisch
    Mathe……..ok vielleicht teusche ich mich

    Was hat mir Mathe gebracht, wen ich in den anderen zwei Fächer eine Niete war?
    Nichts…….Auf den anderen Schulen muste ich Prüfungen in Rumänischer Sprache geben und kannte diese Sprache nicht.
    Mein Glück das die frau Ganz eine Deutsche Mathelehrerin war anders hätte ich es nicht mal auf einer Werkschule geschaft.

    Es gab auch viele Deutsche die gaben ihre Kinder auf Rumänische Schulen. Hatten ein riesen vorteil später bei den Prüfungen.

    Es hat sie sicher auch gestärkt, aber auch schwer verwundet. Ist es so? Kann ich Dir nur zustimmen……Gruss Norbert

    PS : Auch Sächsine kenne manchmal net sein….Lach

  67. Katharina am 26. Mai 2010 um 11:49

    “Ehre, wem Ehre gebührt”, pflegt man zu sagen.
    Dass wir im Alltag oft eines anderen belehrt werden,ist bekannt.
    Es kann auch sein, dass unsere persönliche Meinung von der Meinung anderer abweicht.
    Der Arzt, der mich als Kind fast sterben ließ, der meiner Meinung nach ins Kittchen gehört hätte, dessen Namen prangt auch auf einem Straßenschild. Er hat es nicht erfahren, er ist schon lange tot.

    In Temeswar gibt es viele neue Straßennamen.
    Für mich ist das echt verwirrend.
    Es klingt wohl übertrieben, aber es ist, als hätte man der Stadt Gewalt angetan.
    Es ist auch der Versuch, der jetzt dort Herrschenden, die Stadt nach ihrem Verständnis zu ändern.
    Ein Berwanger neben einem Gheorghe Lazar, alles ist möglich.

    Da neulich laß ich einen Kommentar im Netz, da schrieb einer, er habe nichts mit der Person Herta Müller, er sei nur dagegen, wie sie zur Zeit in den Medien dargestellt wird.
    Möglich,dass ihre Bücher auch nach hundert Jahren in den Regalen stehen, dass man die Schwaben nur nach ihrem Buch beurteilt, aber es könnte auch anders sein.
    Ich frage mich, wenn der Rummel um Herta Müller so weiter geht, was aus dem Mensch Herta Müller wird.
    Ruhm kann zu Kopf steigen. Muß aber auch nicht.
    Aber er verändert den Menschen.

    Was am Ende bleibt? Wer wagt eine Antwort?

  68. Durlacher am 26. Mai 2010 um 11:31

    Polkakeenich, die alten Temesvarer waren Österreicher, genauso wie der Nikolaus, Edler von Strehlenau, genannt Lenau, keine echten Schwaben.

    Das was die Schwaben aber aufbauten und was von ihnen bleibt, ist die große Leistung unter Graf Mercy u. ä. , ein Sumpf- und Malariagebiet zu einer Kulturlandschaft umzuformen.
    Dessen müssen sie sich nicht schämen.

    Dass Sie aber so agressiv gegen die sogenannten Studierten Ihrer Landsleute sind, hat das damit zu tun?: In einer Zeit als Schulbildung das wirklich einzige war, was man einem nicht durch Enteignung wegnehmen konnte (und es deshalb als wichtig angesehen wurde) hat man Ihre intellektuellen Fähigkeiten nicht erkannt, nicht erkennen können, weil man nichts wusste von Legasthenie und Sie fertig gemacht hat. Denn intellektuelle Fähigkeiten wurden in der Schule nur an dem festgemacht, wie gut oder schlecht man Lesen und Schreiben beherrschte.

    Es hat sie sicher auch gestärkt, aber auch schwer verwundet. Ist es so?

  69. Polkakeenich am 26. Mai 2010 um 10:27

    Schwob…..Der Berwanger war ein SPD man mit rotem Bichel. Der Anonymus da oben, ist so a Produkt von diesen sorten von Menschen. Gott hat die schon im Auge , nur keine angst.

    Deutschhasser oder Banater-Schwabenhasser!

    Wir kennen diese sorte von Menschen zu genügend. Einige von diesen Verbrecher sind sogar Schrifsteller geworden und die Secräterin hat ihnen das Gedicht ausgebessert. Ja ihre Mutter die Elena war auch Doctor Doctor Honoris Ponsius Pilatus.
    Und am Ende haben alle Doctor titel nichts genutzt: Sie sagte vor ihrer Hinrichtung:
    Eu wä sind mama, Eu wam crescut, Eu wam dat mincare……….War alles umsonst,Verräter sind eben Verräter.

  70. Polkakeenich am 26. Mai 2010 um 10:12

    Lieber Freund
    Hast dich herabwürdigen lassen, um mir zu Antworten………….
    Hast es doch nicht ausgehalten, warscheinlich hat deine Schule nur für drei Tage gereicht.

    Deine Antwort ist nicht schlecht, sie Zeigt dein Bild, genau wie meine Berichte.
    Jedem das seine.

    Ich weiß das meine Kommunistische Freunde hier mitlesen, darum versuch ich Euch aufzuklären, mit Plechmusich Schwowemädle und Buwe, Brauchtum der Banater Schwaben usw.

    Das Interesante ist, das Ihr keine Schwaben, Rumäner, Ungarn, Serben oder andere Nationalitäten seit. Ihr seid, die Kinder der Eltern, die keine Heimat haben. Den Eure Eltern waren die Verräter und Verbrecher der Banater Schwaben. Eure Seele sucht ein zuhause. wird dies aber nirgendwoh finden.
    Dies ist EURE gerechte strafe von Gott. Amen

  71. Der Schwob am 26. Mai 2010 um 10:11

    Das meine ich ja eben. Wenn schon Straßen nach
    ehrwürdigen Banater Schwaben benannt werden, dann
    hätten wir da einige. Muss das Berwangers Niklos sein, der nicht einmal Hochdeutsch sprechen konnte und in seinen Gedichten Grammatikschwächen
    mit Modernismen(z.B. Kleinschreibung etc.) zu
    kaschieren versuchte?

    Oder wurde ihm diese Ehre zuteil ob seiner politischen Meriten. Dann kann man auch den Sachsen Andreas Schmidt ehren, der zwischen 1940-
    1944 der machtigste Deutsche in Rumänien war.

    Die Berwanger-Fraktion ist auf jeden Fall
    einflußreicher beim Temeschworer Stadtrat als
    die Lenau-,Guttenbrunn-,meinetwegen HM-Fraktion. Das war die Aussage.

  72. Anonymous am 26. Mai 2010 um 09:26

    Ohne Polki-Niederungen kein Herta-Müller-Nobelpreis…

    Danke Polkakeenich!

    Jeder mit seinem Keenichreich: HM in der Literatur-Welt, Polki im Banat-Blog…

    Manchmal gibt es noch Gerechtigkeit…und alle sind glücklich!

  73. Polkakeenich am 26. Mai 2010 um 08:55

    Hallo “Der Schwob”

    Plechmusich………..los mer die mol weg…!

    Wen nach deiner Meinung nichts von uns Schwaben übrig bleibt : Wie der Herta Müller ihre Bücher und Die Berwangerstraße zwischen zwei Rumänischen Straßen……………?

    Dann bin ich mit dir, nicht gleicher Meinung !
    Die Donauschwaben haben Temeschwar von einer Festung in eine Stadt aufgebaut, haben die Dörfer aufgebaut, Den Bega Kanal gebaut und das ganze Donauland Fruchtbar gemacht.
    Ja wir haben sogar den Rumäner die Kirche gebaut mit Banater Schwaben Steuergelder.

    Jetzt stellst DU dieser ganzen Arbeit in den Dreck und meinst: „Es bleibt nur der Superstar unsere Herta Müller übrig…………………………………………………………………………………!“

    Wir hatten berühmte Maler und andere Dichter auch, nicht von schlechten Eltern. Kein einziges Wort von dehnen hast erwähnt. Denk mal nach: „Wie hieß die Schule von Herta Müller?“

    Ich bin nicht so gscheit wie Du und deine Freunde hier und han a, a dickschädliche schwowische Kopf……………………………………….Nur Superstars gibt es in Deutschland viele, die keine zwei Groschen wert sind……………Frage hast unsere Herta vielleicht mit den Schumachers, Menovins Big Brothers in eine Reihe gestellt? Ja dann gute Nacht Herta, so beleidigen kann nicht mal ich………………………………………………………..!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  74. Polkakeenich am 26. Mai 2010 um 08:34

    Isch schon in Ordnung…..für meine Freunde tu ich alles, das weißt du ja!

    Hier nochmal die Sackelhauser Musikanten
    Original Donauschwäbische Musikanten aus Reutlingen/Sackelhausen unter der Leitung von Herr Johann Frühwald.

    http://www.youtube.com/watch?v=L_Dj1IknTM8

    http://www.youtube.com/watch?v=OdJfrYRnCQQ

    http://www.youtube.com/watch?v=lKoRbBKI4yg

    http://www.youtube.com/watch?v=BD-4X7quqn0

    http://www.youtube.com/watch?v=r0ybcaof9ng

    http://www.youtube.com/watch?v=SvRFDkm6Who

    Und weil es so schön in Ulm war, für alle ein Walzer vom Original Banater Echo:

    Heimatsterne………….Mein Herz tanzt mit

    http://www.youtube.com/watch?v=IbDqwREp3Vo&feature=related

  75. Anneliese am 26. Mai 2010 um 06:58

    Herzlichen Dank Polki

  76. Der Schwob am 26. Mai 2010 um 03:21

    natürlich Berwanger, wer sonst

  77. Der Schwob am 26. Mai 2010 um 03:19

    Danke Keenich, saubere Arbeit! Da wird es einem
    warm ums Herz. Nichts geht über Blechmusik.

    Nachdem ich HM´s Live-Auftritt am 20.05 in München
    erlebte, war mir klar, dass sie nicht in Ulm sein
    würde, nicht einmal in Gedanken…

    Böses wurde ihr angetan von ein paar übereifrigen
    Landsleuten. Auch Offizielle der Landsmannschaft
    spielten ihr übel mit, so dass sie die Prozedur
    in Nürnberg als eine endlose Schikane empfand.
    (1987)
    Hätte man unsereins so behandelt, nur weil einige Wohlmeinende diffamierende Informationen
    an die deutschen Behörden schickten, ich weiss nicht, ob sich der eine oder andere unter Kontrolle gehabt hätte…

    Auf jeden Fall bekam die LM wieder einmal vor
    ausverkauftem Haus und versammelter Presse ihr
    Fett weg. HM wurde wie ein Popstar gefeiert.
    Sie macht ihren Job inzwischen sehr gut.

    Auch Moderator Ernest Wiechner aus Berlin,
    ehemaliger Lenaukollege, vollbrachte einen guten Job, viel besser als der Sachse Stefan
    Sienerth im Nov.2009 an gleicher Stelle.

    Apropos Banater Dichter, soeben erreicht mich ein Foto mit der “Nikolaus-Berwander-Straße” in
    Temeschwor, zwischen Brediceanu und Gheorghe
    Lazar.
    Das bleibt übrig von uns, Katharina.

  78. seppy am 25. Mai 2010 um 19:55

    ,,Von Adam_X in Mai 25, 2010 – 13:51,,

    Ja.So sehe ich das auch.

  79. Polkakeenich am 25. Mai 2010 um 18:22

    Live ist Live, wen man ein Herz dafür hat! Da hilft kein Film und kein Bericht. Habe dies alles für die Menschen kostenlos gemacht, die zuhause Krang sind, keine Zeit haben wegen arbeit usw. Jeden Tag ein Mensch Glücklich machen, ist mein Ziel.
    Das sind auch Banater Schwaben Herr Adam X die real und lebendig leben und anderen Menschen helfen.
    Nicht nur die von den Banater Niebelungen erzählungen…………………….

  80. Katharina am 25. Mai 2010 um 18:10

    Sicherlich auch Freude Polki, denn wenn ich nebst Bericht auch gleich Videos gratis ansehen darf, dann kann ich auch mal so eine Rechnung aufstellen, was mir das Treffen von Ulm so an Gewinn brachte, weil ich zu Hause blieb. Da wär mal die Genugtuung Infos gratis frei Haus geliefert zu bekommen, dann kommt das gesparte Benzingeld ( bei mehr als 200 Kilometer Hin- und Rückweg ), das Eintrittsgeld, das Geld für Essen und Getränk und der gewisse Trost, die Leute, die ich treffen wollte, waren vielleicht gar nicht da.
    Dann noch die gesparte Zeit…
    Aber das ist nur eine mögliche Rechnung, was man so in die Wagschale legen könnte…
    Wenn ich an die Leute denke, die nach Ulm fuhren und hinterher so tun, als sei das ein Reinfall gewesen, da frage ich mich, ob man nicht vorher rechnen soll…
    Vielleicht auch was man verliert, wenn man zu Hause bleibt…
    Aber natürlich danke ich Dir für die Videos.

  81. Polkakeenich am 25. Mai 2010 um 14:29

    Richtung Donau

    http://www.youtube.com/watch?v=uYxU5C0TpaU

    Ulmer Schachtel
    http://www.youtube.com/watch?v=60_Tr1HI5Oc

    Eine Polka für das Brautpaar

    http://www.youtube.com/watch?v=FJl-mrKRmdw

    Ich hoffe diese Videos haben Euch Freude gemacht.

  82. Polkakeenich am 25. Mai 2010 um 14:28

    Perfekte Polka getanzt von einem Schwäbischen Trachtenpaar

    http://www.youtube.com/watch?v=3tqPc2ZnpLE

    Umzug Ulm
    http://www.youtube.com/watch?v=jK_Kg0CpWv8

    Mein Youtube Freund aus Wetschehausen

    http://www.youtube.com/watch?v=jK_Kg0CpWv8

    .

  83. Polkakeenich am 25. Mai 2010 um 14:26

    Ich habe ein Mittschnitt von der einer Frau am Donauschwabendekmal, Die Ansprache war sehr gut. Nur ich kann sie nicht herreinstellen da es sehr schlechte Qualität vom Ton ist Herr Adam.
    Awer bitte mach ka einseitige Lob hier, und bitte las die Musikanten im Dorf.

    Herta Müller hat einen hervorragenden Schreibstill und des wars. Mich hat niemand zum Ulmer Treffen persönlich eingeladen und ich bin gegangen. Herta Müller war nicht da !

    OK habe paar Videos vom Samstag die ich dehnen die sich dafür interesieren zeigen möchte.
    KOSCHTENLOS, AUCH FÜR MEINE LIEBEN GEIZHÄLS!
    Übrigens der Eintrit war 15 € für Erwachsene und 8 für Kinder……Eigendlich schade das mein mein Vorschlag nicht aufgenommen hat in Minchen…….KOSCHTENLOS FÜR KINDER UND JUGENDLICHE !!
    Hier meine Videos vom ertsen Tag Ulm/ Samstag
    Es war wunderschön………OK mir hat es gefallen……………..

    http://www.youtube.com/watch?v=nEQPwjZICNk

    Polka

    http://www.youtube.com/watch?v=e3jc1lNY4qk

    Ein Ländler von der Heimat

    http://www.youtube.com/watch?v=s_AstRuFyQY

  84. Adam_X am 25. Mai 2010 um 13:51

    Gibt es Videomittschnitte der Reden von dem Innenminister und von dem Staatssekretär?
    Wie ich fand,waren die Reden pasagenweise sehr aufschlussreich und gaben Anlass zum Nachdenken.
    Erwähnenswert ist die Tatsache, dass alleine der rumänische Innenminister die Meriten von Herta Müller zur Sprache brachte. Bei allen anderen Promis, wurde H.M. nicht einmal erwähnt. Blickt man in die Zukunft, dürften mit Sicherheit all die Prominenten vergessen sein. Die Niederrungen und das ehemalige Treiben im Banat kann man jedoch auch in 100 Jahren sich noch, dank der Bücher von Frau Müller,vor Augen halten!

  85. Polkakeenich am 25. Mai 2010 um 11:34
  86. Polkakeenich am 25. Mai 2010 um 11:33

    Und hier ein Video von den Banater Weinbergmusikanten aus Metzingen….Vetter Michel

  87. Polkakeenich am 25. Mai 2010 um 11:21
  88. Polkakeenich am 25. Mai 2010 um 11:19

    Und noch ein Video von Original Banater Schwaben !http://www.youtube.com/watch?v=YTisgjHdMJs&NR=1

  89. Polkakeenich am 25. Mai 2010 um 11:14

    Hier der ANFANG der Banater Schwaben
    http://www.youtube.com/watch?v=jbPTZJOI5Yo&playnext_from=TL&videos=O_gQEarvR2A

    Micht möchte nur interesieren, ob unsere “Kritiker” keine 15€ übrig für Ulm hatten?

  90. Katharina am 24. Mai 2010 um 17:57

    Der neue Bundesvorsitzende versprach, die Jugend- und Kulturarbeit zu intensivieren sowie sich für eine bessere Zusammenarbeit der Kreisverbände und der Heimatortsgemeinschaften einzusetzen. Die Dokumentation der Geschichte der Banater Schwaben soll ihre Fortsetzung in neuen Veröffentlichungen finden. Der Kontakt zum Heimatgebiet und den im Banat lebenden Deutschen soll aufrecht erhalten bleiben.
    (aus einem Artikel der Banater Post 2002)

    Hier wird doch auch von Jugendarbeit geschrieben.
    Herr Krastl ist nicht viel älter als ich.
    Und ich kann von mir behaupten, viel Verständnis für die Jugend zu haben.
    Am Alter der Leute kann es allein nicht liegen.
    Übrigens täte auch der “Banater Post” eine Verjüngungskur nicht schlecht.

  91. Polkakeenich am 24. Mai 2010 um 16:32

    Die Landsmannschaft der Banater Schwaben besteht aus älteren Herren.
    Wie soll sich da was änderen?

  92. Katharina am 24. Mai 2010 um 13:03

    Danke für Deinen Bericht.
    Fazit?
    Um mehr Interesse für solche Treffen zu wecken, müßte sich einiges ändern. Speziell an unsere Jugend sollte man denken.

  93. Polkakeenich am 24. Mai 2010 um 12:55

    Bericht Heimattage Banater Schwaben in Ulm von Polki

    1 Tag Samstag: Tanz in der Innenstadt von Ulm mit dabei drei Trachten Gruppen aus Karlsruhe, Wetschenhausen und Temeschwar.
    Die Ansage machte ein gewisser Herr Rutner aus Tschene.
    Die Anlage war schlecht und man verstand fast nichts…………
    Musik spielten die Weinbergmusikanten und eine Blasmusikgruppe aus Temeschwar.

    Das ganze fand statt in der Ulmer Fußgängerzone . Es fühlte sich an wie eine Straßenmusik Veranstaltung . Ich glaubte die Veranstaltung ist am Ulmer Münster Platz, dort war aber der Wochenmarkt. So machten die mitwirkenden Musik Gruppen und Tänzer das beste aus der Lage und es sammelten sich auch viele neugierige Menschen um die Banater Künstler.

    Herr Krastel war auch anwesend bei dieser Veranstaltung, Fragte ihn ob er die Banater Foren und Blogs kennt ? Er bejahte die Frage mit Ja und das er auch als drinnen mitlesen würde.
    Sagte im dann das ich der Polkakenich bin……………Da war er überrascht und erfreut das Er mich mal mit Haut und Haare zu Gesicht bekommt. War vielleicht etwas überrascht das ich keine Teufelshörner trug……………………………………!

    Von da aus ging es dann mit Blasmusik Richtung Ulmer Rathaus wo Herr Bürgermeister Ivo Gönner die Banater Gäste im Rathaus begrüßte. Es durften nur einige hinein. Der Rest musste draußen bleiben.
    Nachher wurden Bilder gemacht vor dem Ulmer Rathaus.
    Jeder soll sich seine Meinung denken………………………

    Dann ging es mit Blasmusik Richtung Ulmer Donau an das Donauschwäbische Denkmal
    Da hielt eine recht spannende Rede eine Frau vom Banater Museum.
    Der Auftritt der Neubanater Aussiedlergruppe war auch sehr gut und sehr Originell.
    Die Anlage die verwendet wurde war auch sehr gut . So das alle mit bekamen was gesprochen wurde.

    Danach stiegen die Neubanater in eine Ulmer Schachtel und fuhren wie damals vor 200 Jahre mit dem Lied “Wo die Donau fliest nach Süden” Richtung Banat !!

    Für mich war hier der Tag zu ende.

    Am Sonntag war ich gast Nummer 12.114 ich war sehr krank, aber ich wollte einfach hin……..
    Traf viel bekannt und Freunde die ich Zeit mehr als 20 Jahre nicht gesehen habe.
    Bei der Festveranstaltung war ich nicht, nur in den Hallen.
    Die Sacklaser Original Banater Musikanten spielte sehr gut in Halle 2
    In Halle 1 und 3 hatten verschiedene Tanzgruppen ihren Auftritt (Nürnberg, München usw.) In verschiedenen Trachten. Ich fand es sehr schön.

    Taktisch ist es ein guter Schachzug der Minchener, alle Schwäbische Tanzgruppen, alle zwei Jahre gemeinsam hier zu präsentieren. Ob alle hier waren, weiß ich nicht………..!

    Um 17:00Uhr gab ich dann auf…………Von Mara Kayser oder Herta Müller keine spur!

    Habe wenige frühere Arbeitskollegen angetroffen ………….Das Problem ist, unter so viele Menschen findet man selten jemand.

    Ein Tipp für die Landsmanschaft von Polki für die Veranstaltung 2012: Macht doch bitte öffentlich eine Internetseite mit einer Anmeldungsliste für jedes Dorf.
    So kann man ein Überblick haben, wer alles kommt . Dann würde einer oder der andere sich sagen, Mensch diesen Freund oder Menschen würde ich sehen oder begegnen. Und trägt sich auch in die Liste mit Name und Arbeitsplatz , Schule in RO.

    Für jugendliche war nichts geboten………..! Vielleicht wäre eine Halle mit einer Rockband auch angebracht. Dies könnte man auch über die Internet Seite bei nachfrage regeln.

  94. Anonymous am 23. Mai 2010 um 22:36

    Katharina: Niemand hat dir irgend etwas vorgeworfen!
    Wenn du mit Polki diskutieren willst und kannst, dann ist das in Ordnung.
    Andere können oder wollen es nicht und das sollte man dann auch akzeptieren und respektieren.
    Das hat nichts mit Verachtung oder Ausgrenzung zu tun, aber seine angenehmen Gesprächspartner und Freunde, mit denen man sich gerne austauscht, muss sich jeder selbst aussuchen dürfen.

  95. Katharina am 23. Mai 2010 um 21:03

    Vielleicht zur Probe mal ins Rumänien Forum gucken.
    Wenn hier im Banatblog ensetzliche Beiträge sind, was sind die Beiträge dort?

  96. Katharina am 23. Mai 2010 um 20:40

    Das diese Treffen beide gleichzeitig stattfinden, ist für Leute, die an beiden Treffen interessiert sind, ein Problem.
    Wenn schon Pfingsten, dann doch nicht im selben Jahr!
    Ob Sachsen mehr Interesse an solchen Treffen haben als Schwaben? Ich vermute ja.
    Ist bei denen das Zusammengehörigkeitsgefühl grösser?
    Bekennt sich die Jugend dort leichter zu ihrer Herkunft?

    Wahrscheinlich bleiben meine Fragen wieder ohne Antwort…

    Gestern wurde mir vorgeworfen, ich bejahe das Polka-Niveau hier.
    Das habe ich nicht verstanden.
    Der Polka gehörte zum Banat, zu den Schwaben.
    Eine Ausklammerung solcher Realitäten finde ich fraglich.
    Oder meinte man das Niveau der Texte, die Polki schreibt?
    Seien wir doch ehrlich. Hier darf jeder schreiben. Ein Akademiker genauso wie ein Fabrikarbeiter.
    Höchstwahrscheinlich werden die Texte unterschiedlich ausfallen, aber um die Idee geht es.
    Und um die Akzeptanz, die man jedem Schreiber zeigt. Wo kein Respekt für den Anderen ist, kommt es auch zu keinem produktiven Dialog.
    Warum soll Polki, nur weil er Polka liebt, niveaulos sein?
    Ich bin kein Fan von Polka, aber ich respektiere die Leidenschaft anderer.
    Es ist doch das Mindeste, das man in einer Gesellschaft tun muß, dass ein Miteinander funktioniert.

    Und so nebenbei gesagt,vielleicht sind meine Texte schlecht, aber nicht entsetzlich.
    Denn ich beschreibe hier nicht den Horror, bedrohe niemand, meine Sprache ist nicht vulgär. Den Unterschied zwischen schlecht und entsetzlich möchte ich schon betonen.

  97. getkiss am 23. Mai 2010 um 17:24

    Nee, auf der Couch, nur bis Mo, gestern Sichtschutz für Terasse gebaut.
    Nachher muss ich wieder Rente aufbessern, arbeiten.
    Ich habe ja in Ulm/Dinkelsbühl meine Gesandten, lach, siehe Polki…

  98. Katharina am 23. Mai 2010 um 15:07

    getkiss, nicht in Ulm, nicht in Dinkelsbühl?
    Oder schreiben Sie von dort?

  99. getkiss am 23. Mai 2010 um 14:54

    Sich den Untergang redlich verdient?

    Was für eine “humanistische” Gesinnung! Sind wir in die 30-er Jahre angekommen?

  100. molnar am 23. Mai 2010 um 00:47

    Polkakeenich – ein “richtiger” Banater Schwabe!

    Wer sich so ein Aushängeschild leistet, hat sich den Untergang redlich verdient!

  101. Polkakeenich am 22. Mai 2010 um 22:44

    Menschen einteilen in gute und schlechte, die Asoziele wegsperen, Das war im dritten Reich die Parole.
    Das genau einige Hochnäsige sich dieses Privileg hier zunutze machen, zeigt ihre Bildung. Schleimen nach oben und erniedringen die von unten !

    Schwaben haben keine volle Rama Schachtel verkauft, auf dem Markt in Rumänien.
    Nein sie haben lehre Rama Schachtel verkauft !
    Mühl an deine Mitmenschen zu verkaufen ist eine Sünde.

    Das schneeweiße Brautkleid …….Hat es nie gegeben……Nur es ist keine Fata Morgana, es ist die Weise dreckiche Farbe in einigen Köpfe die bis heute strahlt vor Dreck und Mist !

  102. Katharina am 22. Mai 2010 um 19:56

    @ Fragender
    Sie sind alle noch da, auch wenn sie jetzt schweigen.
    Aber vielleicht hören sie Ihr Rufen…

  103. Katharina am 22. Mai 2010 um 19:51

    @Walther
    Ich werde mich hier nicht rechtfertigen, was ich mag und was ich verabscheue.
    Aber Verständnis für Andersdenkende habe ich allemal.

  104. Fragender am 22. Mai 2010 um 19:48

    wo sind sie, Durlacher, alma, walther, Carl Gibson, Supersvabo, Thiene u.a.m. Es weht ein Wind der Einsamkeit hier.

  105. walther am 22. Mai 2010 um 19:14

    Wer das Polka-Niveau mag und auf die “Schickeria” schimpft, braucht sich nicht zu beklagen…das war’s…

  106. Katharina am 22. Mai 2010 um 17:03

    Ich bitte Ingemar und dann alle, die hier schreiben, alles zu tun, um das Banatblog zu retten.
    Das ist mein Wunsch zu Pfingsten!

  107. seppy am 22. Mai 2010 um 16:38

    Meine Meinung ist ,das man diesen Blog auch nicht mehr ernst nehmen kann….
    So ein Schwachsinn…
    Man hat ihn durch den ,,Kakao,,gezogen…
    Die Themen werden nicht ernst genommen,da staun ich nicht das viele ausbleiben.

  108. Polkakeenich am 22. Mai 2010 um 15:57

    Dankscheen Katerina….ich liebe Dich! So a Lob habe ich noch nicht bekommen.

    Auf jeden Fall war ich heute in Ulm und habe eine Polka getanzt das der Kirchturm gewakelt hat……OK der ist ewangelisch!

    Nur der Her Krastel oder wie der gute Mann heeßt, hat mich nicht gekannt…..Nur als ich Polkakeenich sagte, dann wuste er mit wem Er es zu tun hat.
    Also Minchen kennt mich…..Lach

    Vetter Michel unsere Schwowe waren doch nicht dum, Unsere Schwowe han sogar aus em Fliess etwas gemacht (A Brautkleid) Des muss meer erscht mol nochmache………….!

    Also mein Bericht und Video kommt von deem heutigen Tag. Und der hat es in sich, do kennt ihr eich verlose uf der Polki.

    Wetschenhausen ja do in dem Dorf bin ich schun berümt….Lauter Freunde, was will man meer.

    Bilder habe ich auch sehr viele, weiß nur nicht wie ich die da reinstelle.
    Gruss Euer Banater Polki

  109. Katharina am 22. Mai 2010 um 07:33

    Dumm waren unsere Schwaben gewiss nicht.
    Aber Polkis Satz am Anfang der Geschichte sagt viel über das Wesen der Schwaben.
    Alles was aus Deutschland kam, war gut.
    Und sei es nur die banale Rama.
    Die Fixiertheit auf Deutschland hat manchmal zu Übertreibungen geführt.
    Natürlich ist Polkis Geschichte Fiktion.
    Aber der Kern der Geschichte ist wahr.
    Polki ist unser banatschwäbischer Satiriker.
    Ob das der Schickeria paßt oder nicht.

  110. Vetter Michl am 21. Mai 2010 um 22:41

    A Schee Weißes Brautkleid
    Meinst Du das unsere Schwowe grad so dumm ware?Soll ich jetzt Vergleiche ziehn…?

  111. Polkakeenich am 21. Mai 2010 um 12:53

    Übrigens der Schwob frogt owe wer die Banater Schwaben in 500 Johr sind………….ist sehr daran interesiert!

    Bei der Entwiklung sind wir dann ale Tirke. Habe den Tepich von der Aussreise vun vor zwanzich Johr im Garten eingegraben,ermetisch verpackt.
    Damit meine Uhrenkel bei ihrem täglichen Gebet in finfhunder Johr keine kaafe misse! Somit spar ich für die heit schun………..!

  112. Katharina am 21. Mai 2010 um 12:39

    Da stimme ich Dir zu, dass heute, um sich besser zu vermarkten, so mancher diesen Weg gehen muß…

  113. Polkakeenich am 21. Mai 2010 um 12:30

    Heute versucht jeder Geld zu verdienen…..Im Banat hat man gsaat es Geld stinkt nit!
    Fast jeder der heute Filme Macht oder Bücher schreibt muss in die Porno Kiste greifen …………

  114. Katharina am 21. Mai 2010 um 12:21

    Porno à la Müller? Warum so krass?

    Nein, Deine Geschichte erinnert uns nur an unsere Kindheit, um die man uns teilweise beneiden könnte…

  115. Polkakeenich am 21. Mai 2010 um 12:19

    Anneliese solche Keeniche wie ich tun niemant was……..Ausser ihre Meinung schreiben!

  116. Polkakeenich am 21. Mai 2010 um 12:13

    Zischt und Spritzt mol annerscht………Für Inseiter..und Kenner…..Lach

    Ja als ich kloan war han ich misse wie alle andere Kinder in Blumenthal jede Woch zum Sodawasser Beck gehen die Sodawasser Flaschen füllen lassen.

    Das war eine Maschine die Gas in eine Flasche mit Spritzvorrichtung pumpte , wie heute die Soda-Clup flaschen nur das die aus Plastik sind. So sah man jeden Tag Kinder mit Flaschen auf der Straße laufen um diese zu füllen. Bei Sodawasser Beck musste man auch öfter warten da viele Kinder in der Schlange standen und auf die Füllung der Flaschen schön brav wartete. So trank man dort noch ein Cidro (Limo) und machte sich mit den vollen Flaschen auf den Heimweg mit den Freunden.

    Heiß war es und man kam zu Auseinandersetzung mit seinen Freunden. Einer nicht Faul nam die Sodawasserflasche und fing an mich zu bespritzen. So nahm ich auch meine Flasche und jedes andere Kind seine Flasche so das es „ZISCHTE UND SPRITZTE aus allen Rohren ;bis wir alle nas waren und die Flaschen lehr………………………………….!.

    Was war zu tun wir verteilten das noch vorhandene Geld und gingen zurück zum Sodawasser Beck die Flaschen nachfüllen zu lassen. Damit unsere Eltern zu hause am Abend uns nicht schimpfen.

    Auch wen man nicht gstutiert ist kann man eine Geschichte schreiben von Zischen und Spritzen und muss nicht gleich in die Porno Kiste greifen wie unsere geliebte Frau Müller!

  117. Katharina am 21. Mai 2010 um 12:00

    Schön, dass Du diese Geschichte auch hier reingestellt hast! -:)

  118. Anneliese am 21. Mai 2010 um 11:57

    @Polki
    ………Du hast es hier mit em Keenich zu tun der keine Infos von der Banater Schikeria in München hat……..
    ***********************************************

    … mit selbsternannte Keeniche han ich so mei Problem Polki. Also Polkakeenich geht jo grad noch, awwer de Größenwahnsinn hat bei manche jo gar ke Grenze :-) :-)

  119. Anneliese am 21. Mai 2010 um 11:55

    :-) :-) sowas kann nur aus deiner Fedder komme Polki :-) Scheene Gschicht.
    liewe Gruß
    ´s Annelies

  120. Polkakeenich am 21. Mai 2010 um 11:53

    Wer ware unsere liewi Banater Schwowe
    Hier a Gschicht fürs Ulmer Fescht

    A Schnee Weißes Brautkleid

    Deitschland Deitschland iwer alles ! So könnte man über die Banater Schwaben in ihrer Mundart schreiben. Was von Deutschland kam ,war immer sehr gut und wenn es eine leere Rama Schachtel war.
    So war auf der Heide ein Paradeis Dorf, irgendwo im Banat. Wo jeder im Dorf die erste roten Paradeis im Garten jedes Jahr haben wollte. Es war ein richtiges Wettrennen um die rote Paradeis.
    So dachte sich der Onkel aus Deutschland er kauft seinem Neffen aus dem Banat ein Stück Gardenflies damit sein Neffe die ersten roten Paradeis im Garden haben wird im Frühling.
    Damit die Post nicht all zu viel kostet, hat der Onkel das Fließ ohne Verpackung in das Päckchen gegeben. Sparen war schon immer eine besonderes Banater Schwaben Hobby.
    Das Päckchen kam aber nicht am 1 Mai im Banat an wenn die Paradeis ins freie gesetzt wurden, sondern hatte eine Verspätung von einem Monat und kam erst ende Mai in dem Banater Paradeis Dorf an. Als der Neffe seine Hochzeit hatte. Und man in der Nachbarschaft der Meinung war, dass dieser Weiße Stoff das Brautkleid für die Braut aus reiner Seite wäre. Da man die natürliche Seite aus der Seitenraupen Zucht kannte. Die Nachbarin wes Lis meinte nur, dass dieses Material ein Material von außergewöhnlicher Qualität währe und dies bestimmt aus China stamme, sicherlich sehr sehr viele DM gekostet hat. Das ganze Paradeis Dorf wusste in paar Stunden das der Liebe Onkel das schneeweiße Material für das Brautkleid geschickt hatte. Das so dünn wie der Hauch einer Prinzessin wäre und viel weißer als weiß sei.
    Sofort wurde eine Schneiderin beauftragt aus dem Material ein Brautkleid zu nähen und da es so viel war, auch ein langen Schleier noch dazu. Bei den Proben wurde mit äußerster Vorsicht gearbeitet und sogar die Fenster wurden geputzt, damit das weiß, auch weiß bleibe.

    Am Hochzeitstag wurde die Braut in der Stube ihres Elternhauses angezogen von der Schneiderin und drei Tanten, Mutter, Omas sowie fünf Nachbarinnen waren anwesend damit ja nichts schief gehen kann. Jede rupfte und zupfte damit das Kleid auch an der richtigen stelle saß.
    Als die Hochzeitsgesellschaft ein traf, mit dem Bräutigam und dem Hochzeitzug stand die Braut in der Haustür mit dem Schneeweißen Kleid wie eine weiße Madonnen Lilie in der Hand ein rotes Blumen Bukett . Die Blasmusik spielte wie immer das Lied von Ganz in weiß mit einem Blumenstrauß und alle Frauen fingen an zu weinen auch die Paradeis im Garten weinten, da das Gartenflies ihnen gehörte und nicht der Braut.
    So marschierte man in die Kirche und fünf kleine Kinder trugen den Braut Schleier damit der Staub der Straße nicht alles grau in grau gefärbt hätte.
    In der Kirche sank der Kirchenchor so schön, dass der kleine Hansi, der auch den Schleier tragen durfte sich umdrehteum zu sehen was auf dem Chor los sei und an der Altar Treppe stolperte………….über den Schleier fiel und das Brautkleid der Braut vom Körper gerissen hatte. So das die Braut putel nacket vor dem Altar stand, wie die Engel auf den Kirchen Bilder. Der Herr Pfarrer nicht faul , nahm seine Kutt und hängte sie der Braut um, damit die Keuschheit im Paradeisdorf gewahrt bleibe.
    Die Brauteltern liefen rot an vor Schande, und wurden von allen neugierigen Spötter getröstet . Die Braut lies sich von zu hause eine Jeans und eine Bluse bringen und gab in der Jeans das Ja Wort ihrem Mann .Der ihr bis heute treu geblieben ist auch ohne Schneeweißes Brautkleid.
    Am Tag nach der Hochzeit, waren alle Paradeis in dem Garden der Brauteltern Feuer Rot gefärbt. Ob es vor Freude, oder Scham war, weiß ich nicht. dies müsst ihr die Paradeis schon selber fragen.

  121. Polkakeenich am 21. Mai 2010 um 11:05

    Schau meer mol getkiss, schau meer mol!
    erscht morje, ist noch nit heit…..Abwarten.

  122. getkiss am 21. Mai 2010 um 08:01

    De solle jo recht flott sin, de Weinbergschnecke?

  123. Polkakeenich am 21. Mai 2010 um 07:26

    Vetter Michl………Du hast es hier mit em Keenich zu tun der keine Infos von der Banater Schikeria in München hat……..
    Und mol die eine Weinberg Musikanten mit der anderen verwechselt hat………

    Han mich awer schun gewundert das unsere Schwowe uf ehmol so ein Orchester do uffahre lose…..”Die wen jeder nur a Flasche Bier trinke schun a Kischt leer ist!”

    Ich hoffe das “UNSERE” genau so gut spielen, wie die vun Österreich.

    Mit “UNSERE” hab ich a biserl so meine Probleme…Wen ich die Musich bezahle ist es mir wurst wer do spielt: Hauptsache sie spiele des was ich will !!

    An dem Wort “UNSERE” ist schun der Adolf gscheitert.

    Also hier nochmol der Link vun der Weinbergmusikanten ihrer Homepage aus Metzingen

    http://www.weinbergmusikanten.de/cms/content4812/cms/front_content.php?idart=2

  124. Vetter Michl am 20. Mai 2010 um 22:28

    Weinberg Musikanten.
    Polki Du hast nicht recht,ich muß Dich wiedersprechen.Am Samstag in Ulm spielen schon die Weinberg Musikanten aber unter Johann Wetzler aus Sacklas,und nicht die weiter oben von Dir genannten.Die nennen sich zwar auch Weinberg Musikanten sind aber Österreicher.Also Norbert aufpassen,gerade wenn es um Ulm geht,spielen dort unsere und keine anderen.

  125. Katharina am 20. Mai 2010 um 13:46

    Obwohl ich sonst nichts mit Lenin am Hut habe, finde ich diesen Spruch gut.
    Bleibt die Frage, wie hat es Lenin mit dem Lernen gemeint.
    Meinte er eine gute Allgemeinbildung haben oder lernen sich durchs Leben schadlos durchwinden?
    Man muß im Leben auch Lehrgeld bezahlen, wenn man etwas erst hinterher kapiert.
    Leute, die zu spät geschmiert haben, sind von der Revolution erwischt worden und konnten dann mit den anderen,die nicht schmieren konnten oder wollten, ausreisen.
    Wer nicht bezahlen konnte, wollte, hat das ganze Elend miterleben dürfen.
    Aber halt.
    So alle in einem Topf waren wir auch nicht.
    Nicht alle standen täglich stundenlang in der Schlange und hatten dann doch keine Butter oder Fleisch im Kühlschrank.
    Und es waren auch genug Schwaben, die nicht in der Schlange stehen mußten und jetzt herumheulen.
    Auch Herta Müller stand in keiner Schlange. Mutter auf dem Dorf und Freundin mit Zugang zu allem.
    Und Wagner konnte sich bestimmt beim Pressekiosk versorgen.
    Wenn wir schon heulen, dann bitte bei der Wahrheit bleiben.

  126. Polkakeenich am 20. Mai 2010 um 13:25

    Weinberg Musikanten
    http://www.youtube.com/user/scenic900#p/u/1/P7yzfih-zYk

    Am Samstag in Ulm spielt die obene genannte Gruppe ab 10:00 Uhr in der Ulmer Stadtmitte.

  127. Polkakeenich am 20. Mai 2010 um 13:14

    Ich bin überzeugt,Rumänien hätte seine Deutschen letztendlich auch ohne diese Schmiergelder freigeben müssen.

    Da hast Du volkommen Recht, nur dann wären die letzten, die ersten gewesen………..!

    Eins ist auch klar: Niemand wurde gezwungen zu schmiergeld zu bezahlen.

    Schaut heer Herta Müller und der Herr Wagner sind einmal auf besuch und ausgereisst ohne Schmiergelder……..Warum die andere Schwowe so Pled waren und Schmiergelder bezahlt haben mus man sich schon Fragen…………..
    Ich glaube die waren so Pleed weil sie nit genuch Schul kat han wie die zwoa vun do Owe.

    Bildung ist das A und O im Leben, wie stand es in jeder Schule an der Wand :
    Lernt, lernt,lernt !(W.I. Lenin)
    Und die meischte Banater Schwowe han des nicht kapiert, oder nit wolle kapieren……..Die haben sich gesagt : “Gschmiert fahrt sich besser!”

  128. Katharina am 20. Mai 2010 um 12:54

    Polki, gratuliere.
    Aber man kommt leichter durchs Leben, wenn man unehrlich ist.
    Wer schmiert,der fahrt. Sagte man im Banat.
    Der Spruch war leider sehr wahr geworden, als unsere Schwaben die DM den Kommunisten in die Tasche steckten.
    Damals dachten sie, sie wären was Besseres, wenn sie das konnten und der Depp vom Dorfrand weiter im sterbenden Banat bleiben durfte.
    Jetzt will man Opfer gewesen sein… Doch Opfer waren wir nicht wegen diesen Schmiergelder. Da hat sich jeder selbst zum Opfer gemacht.
    Ich bin überzeugt,Rumänien hätte seine Deutschen letztendlich auch ohne diese Schmiergelder freigeben müssen. Die BRD bezahlte doch schon.
    Aber es war typisch schwäbisch, immer dem anderen zeigen, man kann mehr und ist besser.
    Damals beklagte sich niemand über die Schmiergelder. Aber heute!
    Das Treffen in Ulm war wohl eine gute Idee.
    Doch die Alten sind oft nicht mehr fähig nach Ulm zu fahren.
    Die jüngere Generation hat sich vom Banat schon verabschiedet und legt keinen Wert auf Treffen. Man kennt sich bald nicht mehr. Oder will sich nicht kennen.

    Mein Wegbleiben von Ulm hat nichts mit Geiz zu tun.

  129. Polkakeenich am 20. Mai 2010 um 10:39

    Und hier für alle Schwowe das Lied Prerovanka
    in mehreren Ausgaben. Für jede Schwäbische Ortschaft eine
    Des sind vielleicht Banater Schwaben
    http://www.youtube.com/watch?v=sVBZZettEBY&feature=related
    Na des waren se nicht vielleicht sind des die Banater
    http://www.youtube.com/watch?v=uIQWDe8_4mk&feature=related
    Dies könnten auch Banater Schwaben sein!
    http://www.youtube.com/watch?v=tOedcX67AgA&feature=related

  130. Polkakeenich am 20. Mai 2010 um 10:11

    A zu Ulm und alle Schwowe die dehoam bleiwe, a noch was luschtiches…………..

    Warum gibt es noch es Schwowe treffe in Ulm?
    Will keinen persönlich angreifen……………..

    Die Blumenthaler machen am gleiche Tach Musikantenball in Pforzheim
    Die Johrmarker mache am gleiche Tach Safert treffe in Johrmarkt (Rumänien)

    Ja warum macht meer iwerhaupt noch was in Ulm?
    Sicher besteht es Banat nit nur aus Blumethaler und Johrmarker Musikanten…………..Wir haben auch noch a Nobelpreisträgerin ………..die kummt awer sicher a nit……..Do ist a de Polki schuld…………………….!
    Ich schlag mol der Landsmaschaft in Minchen vor: Sie sollen jedem Banater Schwob wu nit kummt a Zugkart (Biled) schicke für das nächste Treffen in zwei Johr. Und wenn er bis dann gstorben ist, soll er die Zugkarte der anderen mit seinem gsparten Geld bei der Landsmanschft bezahlen………………………….
    Da er diese Marie, sicher nicht mehr verwenden kann…………..Und Gott wird es ihm Danke und die Geiziche Schwowe die a kostenlose Fahrkart bekommen haben.

    Was wäre wen wir den Tarzan einladen würden………..Unser Johann Weißmüller (Die Urne reicht auch) Vielleicht läst er mal ein Schrei aus damit alle Schwowe erwachen aus ihrer Pfingstliturgie!

  131. Polkakeenich am 20. Mai 2010 um 08:59

    Habe gehört……..

    Herta Müller kommt nach Ulm zum Banater Schwaben Treffen

    Autogramme gibt es beim Nitzkydorfer Tisch in Halle 8

    Niederungen wird im Paket verkauft mit einem getrocknedem Banater Feldblumenstrauß aus Kornblumen, Pipatsch und Diestel Blumen.

    Kann mir jemand bestätigen ob dies stimmt?

  132. Polkakeenich am 20. Mai 2010 um 08:32

    Geneau Schwob………damit kann man sich nichts kaufen
    Da ich nicht mit den Kommunisten paktiert habe. Hatte ich das nachsehen in der UMT Schule. Im zweiten Jahr durchgefallen bei irgendeinem Fach von Kommunistischer lehre (Plus valoare oder so ein Scheiß) Wie die Kapitalisten ihr Gewinn ausrechnen. Da ich in der Stunde dagegengeschwätzt habe wie hier im Blog auch.
    Dann Durchgefallen bei Zeichnen (Parteisekräter Zeichen Profesor)
    Wenn der Sportprofesor mich noch durchfallen gelassen hätte. Dann hätte ich das Jahr wiederhollen müssen………War sehr sehr eng.

    Bei der Nachprüfung musste ich Klassen aufräumen und bin gerade so durchgerutscht.

    Dies alles hatten die Parteitreuen nicht !!

    Dann in der arbeit, immer paar Jahr später die Leistungsstufe bekommen als die Parteitreuen oder die, die ein Liter Schnaps mitgepracht haben dem Meister………….! Die sehr Parteitreuen waren auch sofort in Positionen als Capo oder Meister.

    Und Spazieren fahren in den goldenen Westen, nein dies war für mich nicht drinnen. Für mich gabe es nur unter der Woche in der Fabrik 6 Tage arbeiten und am Wochenende auf dem LPG Feld sost hätten diese mich aus der Fabrik herrausgeworfen. Die Städtler lagen am Strand !!

    Und jetzt werde ich bestraft bei der Rente, da ich mein Halbes Leben in Rumänien verbrachte. Die Parteitreuen durften das Land ja schon 10 Jahre vor mir verlasen. Somit werde ich von Deutschland als Schuldig noch betrachtet, da ich so lange in diesem Land blieb. Und die Spitzel in Deutschland für Rumänien ihre Berichte schrieben……………! Und jetzt mnit einer Super Rente Leben……..!
    Geld ist aber nicht alles Leute, mit dem Teufel zu leben hat auch seine Nachteile.

    Wo sind da unsere ober Zeitungsschreiber oder Roman Schreiber a la Herta…………
    Ich vermisse diese Zunft die für die Banater schreibt…….auf jeden Fall habe ich noch nichts davon gelesen nicht in RO und nicht in D !!
    Die Herta mit ihrem Schreibstiel hätte doch in Rumänien über unsere schwierige Situation berichten können. Und nicht mit der Scheiße der Schwaben bei ihren Rumänischen Prieten hausieren gehen und die Schwäbische Banater Scheiße an alle Wände schmieren.

    Ich war keiner von dehnen und hatte somit meine Nachteile. Bin auch in Deutschland keiner der dieser Geselschaft hier in den Hintern schlüpft.

    Auf jeden Fall bin ich sauberer wie unsere Herta in meinem Gewissen….Dies behaupte ich mal. Bringt mir nichts, oder vielleicht doch.
    Gott ist an meiner Seite (Nicht die Kirche)und da fülle ich mich Pudel wohl.

    Unsere Banater Poets (Sicher sind auch gute Menschen unter dehnen und möchte nicht alle verletzen, auch wen sie in der Kommunistischen Partei waren.) Haben im Cina jeden Tag ihr Bier getrungen und ihre Berichte für die Partei geschrieben für die BZ und NW. Erfültes volkommenes Leben………Wie Gott dies alles beurteilt das wird jeder an seinem eigenem Leib spüren. Herta Müller hat ja keine Kinder, so viel ich weiß. Ob es eine strafe Gottes ist, ja das muss unsere Herta sich selber fragen.

    Uns auf dem Land hat niemand so leicht abhören können denn wir hatten ja kein Strom…….!
    Und auch kein Telefon………..!
    So waren wir im Vorteil gegenüber unserer Stadtbevölgerung. Wen die HM die Stadt gewält hat, ihre schuld und nicht meine……Sie hätte ja auch in Perjamosch oder Nytzkidorf leben können wie andere auch, nein sie war etwas beseres (ist es heute noch) Und beklakt sich jetzt darüber……..Ja ihre beste Freundin hat sie verraten…….Habe ja schon immer gesagt (Selber schuld wennn man sich groskotzige Freunde sucht!) Meine Freunde haben mich nicht verraten, den es waren meistens finstere Verbrechergestalten die Treue gross schrieben. Somit sieht man mal, dass gute Bildung, nicht auch gutes Gewissen immer mit sich bringt. Wie heute auch in der Welt zu sehen.

    Es ist sehr interesant das Junge Banater Schwaben von Deutschland, oder solche die nur ihre Kindheit im Banat verbracht haben und das schwierige Leben nicht kannten. In den Banater Foren befürworter dieser Banater Kommunistischen Verbrecherbanden sind.
    Und somit diese Verbrecherbanden als die waren verträter der Banater Schwaben anerkennen.
    Ich denke immer: “EURE ELTERN WAREN AUCH BEI DIESEN BANDEN DABEI!”
    Der Apfel fällt ja nicht weit vom Baum.

    Ätsch…………………

  133. Der Schwob am 19. Mai 2010 um 13:18

    Lieber Keenich, genau wie Du differenzieren konntest, was koscher ist oder nicht während
    Ceausescus goldener Ära, dürfte man dies auch anderen zumuten.
    Wohner Richard und seine Kumpanen waren zu Beginn der 70er in erster Linie Filous und
    pflegten ein Narrendasein. Politisch befand sich
    die Walachei in einem Tauzustand, nachdem unser
    Niklos sich weigerte, ´68 in die damalige CSSR
    einzumarschieren. 68 wurde auch die NBZ im Banat
    zugelassen mit dem schwowischen Niklos als Chef.
    Von überzeugten Komunisten waren diese
    Salonschwowe- sie kommunizierten nur in Hochdeutsch- anfangs weit entfernt.
    Danach wählten sie den Berwnger-Weg mit Eintritt in die RKP und den dazugehörigen Privilegien.

    Sie waren von Anfang an gegen den banatschwäbischen Konservativismus und durchschauten schnell die dörfliche Borniertheit. Sie erkannten, dass sie nach einem “Dorfgesetz” lebend, keine Perspektiven
    hatten. Die meisten, die hier im Blogg schreiben, waren in einer ähnlichen Situation,
    wenn sie ehrlich sind…

    Ansonsten bin ich nach wie vor der Überzeugung,
    dass Deutsche aus der Stadt um keinen Deut besser sind als Deutsche vom Land.

  134. Polkakeenich am 19. Mai 2010 um 11:55

    Das heißt, du hast gute Augen.

  135. Katharina am 19. Mai 2010 um 07:58

    Lesen kann ich noch, Polki.

  136. Polkakeenich am 19. Mai 2010 um 07:07

    Katherina kannst du Deutsch lesen?

    Habe in keiner meiner Zeilen Frau Götz als schlechte Lehrerin beschimpft…………!

    Habe nur die Frage gestellt, ob ihr Produkt so gut war, wie sie meinte und Fragen darf man ja noch stellen…………….!

    Ob wir, oder andere es wollen. Der Staat, egal welcher Politischer Richtung, erzieht seine Schüler in seinem Interese und Ideologie.

    Es sind immer nur ganz wenige Schüler, die diese Ideologie nicht mittragen und gegen die Gehirnwäsche sich währen.

  137. getkiss am 19. Mai 2010 um 06:42

    Oberammergau kann warten, Frau Käßmann wird ja langsam katholisch – predigt schon im Liebfrauendom – von mir muss man nix halten, ich halte mich schon….

  138. Der Schwob am 19. Mai 2010 um 01:29

    Aber, aber Getkiss, statt in Oberammergau zu
    weilen oder in München bei Frau Käßmann, besuchst
    lieber verruchte Theaterstücke. Was soll man von
    Dir halten?

  139. getkiss am 18. Mai 2010 um 17:58

    Ein befreundeter
    Theatergänger meinte, der durchgemachte Psychoterror wäre nicht so gut rübergekommen,deshalb bemühte ich mich nicht weiter um Tickets.
    Von Anonymous in Mai 18, 2010 – 14:29
    —————————–
    Ich meine, fast das ganze Stück zeigt den Psychoterror. Die Angst am Anfang, die Schikanen die drohten (Dienst-Entlassung, Exmatrikulierung aus Hochschule), das ganze Gehabe der Zurückbleibenden, die letzte Schikanen bei Zoll und Grentübertritt…
    Wie ich in der Antwort an Seppi schrieb, hat mich das ganze erst richtig beim Schreiben des Kommentars gepackt, am Ende, der Partnerin vorlesend, begann ich verzweifelt zu weinen….

    Das Stück ist für die Betroffenen bestimmt nicht leicht zu ertragen, ich rate den Empfindlichen vom Besuch ab…das Lesen meines Postings vom 16. dürfte denen auch reichen, es kommt alles wieder hoch…

  140. Anonymous am 18. Mai 2010 um 14:37

    Frau Götz, inzwischen 75, ist über alle Zweifel
    erhaben. Das Knowhow, die deutsche Sprache, konnte sie mit Sicherheit in Semiklosch besser
    vermitteln als Möchtegerndeutschlehrer anderswo,
    wie dem Lenau. Sie war keine Kommunistin.

  141. Anonymous am 18. Mai 2010 um 14:29

    Grazie Getkiss für Sold Out. Ein befreundeter
    Theatergänger meinte, der durchgemachte Psychoterror wäre nicht so gut rübergekommen,deshalb bemühte ich mich nicht weiter um Tickets.
    Nichtsdestotrotz ist es gut, dass junge Walachen
    sich der Thematik annehmen und berühmte Häuser
    wie die Kammerspiele die causa germana aus R.
    auf die Agenda setzen.

    Genau wie das Literaturhaus München mit HM.
    Do, den 20.05, 20.00, Audimax-Saal der Universität, geht´s weiter mit einem Liveauftritt HM´s. Ich werde dabei sein.
    Bin gespannt, ob Fragen zugelassen werden.

  142. Katharina am 18. Mai 2010 um 14:19

    Polki, Frau Götz ist ein wunderbarer Mensch, sie war eine ausgezeichnete Lehrerin.
    Sie hat ihren Schüler viel Wertvolles mitgegeben.
    Aber ihr den Vorwurf machen, sie hätte Verräter erzogen, das ist mehr als beleidigend.
    Wir sind schließlich nicht die Produkte unserer Lehrer.

  143. Katharina am 18. Mai 2010 um 14:08

    Gestern. Abendbrot. Auf dem Tisch eine Zeitschrift. Essen und Lesen paßt irgendwie nicht…Aber ich bin gerade nach Hause gekommen und habe die Zeitschrift aus dem Postfach gefischt…
    Ein Bild hat meine sentimentale Seite erwischt.
    Ein Satz kommt über die Lippen, mehr für mich gedacht…
    Ich bin aber nicht allein.
    “Die Kommunisten haben mein ganzes Leben zerstört.”
    “Das ist der beste Spruch, den Du jemals gebracht hast…Bestimmt findest Du paar Anhänger.”
    Das leichte Lächeln meines Lieblings sieht nach mildem Spott aus.
    Es ist Quatsch, für alle Mißerfolge und Häßlichkeiten im Leben die Kommunisten verantwortlich zu machen, denke ich.
    Unser Leben wäre anders verlaufen, wenn sie nicht unserer Welt so übel mitgespielt hätten…das ist nämlich auch wahr.

    Das Bild liegt da.
    Weingärten, Bäume, ein Weg führt ins Tal.
    Das Bild ist nicht aus unserem Banat.
    So ähnlich sah es in meiner Kindheit aus, sage ich.
    Sie kamen ja aus einem Weinbaugebiet, antwortet kurz der Mann im Haus. Ihm geht es um Fakten und nicht um Bilder, die nur noch im Kopf einiger Leute existieren.
    Ich bin so gerne den Weg ins Tal runtergefahren, sage ich.
    Wahrscheinlich hat nie jemand dieses Fleckchen Erde fotografiert. Weingärten, Kirschbäume, hie und da Blumenbeete vor einem Garten.
    Ein Stück Heimat von unseren Ahnen für sich und ihre Nachkommen errichtet.
    Nach einem Bild, das unsere Ahnen aus ihrer verlorenen Heimat im Kopf hatten.
    Sie haben viel getan, um dieses Bild von Heimat zu erhalten.
    Und eines Tages kam das rote Gespenst und befahl, alles muß weg, denn Mais und Weizen würden besser gedeihen. Das Feld sei nicht für Weinbau geeignet.
    Sie mußten es ja wissen mit ihren Gscheitheiten, die sie aus langen Sitzungen hatten.
    Einer fuhr sogar nach Asien. Als er wiederkam, hat man irgendwo Reis angebaut.
    Denn unser Banat war ja dafür geeignet!!!
    Die letzten Besitzer der Weingärten sind vielleicht alle tot heute.
    Ihre Nachkommen reisten in die Richtung aus dem
    einst ihre Vorfahren kamen.
    Ihr Ziel und ihr Vorhaben hat nichts mehr von dem Wunsch der Vorfahren.
    Ob sie in ihren Köpfen das zerstörte Bild, einer einst mühsam errichteten Heimat, mitbrachten, weiß ich nicht.
    Ich weiß, sie sind die Banater Schwaben, nach denen hier gefragt wurde.
    Und um sie soll es hier gehen.
    Wer sind sie heute?
    Herta Müller, die nicht leugnet,auch den Banater Schwaben angehört zu haben,zeigt ihren Werdegang.
    Es ist ein Weg raus aus dieser Welt der zerstörten Bilder.

  144. Polkakeenich am 18. Mai 2010 um 13:25

    Dankscheeeeeeeeeeen Du bist ein ungelöstes Rätzel, doch ich bekomm nie genug von DIR……..singen gerade die Flippers und am Ende heißt es: “Darum Lieb ich DICH!”

    Jetzt obergscheide Studentin………..Ich habe dies alles bis zum Ende mitterlebt hautnah am eigenen Leib und brauch kein Film und kein Teather von der Zeit. Habe aufgapast was die Menschen im Dorf erzählt haben über den ersten Weltkrieg und habe mir mein Bild gemacht.

    Wer im Kommunismuss, egal in was für einem Land schreiben wollte. Der durfte es nur dann tun wen er für Kommunisten es tat. Die anderen haten keine Chanze . Genau wie bei den Nazis.
    Beide Systheme waren auf Verbrechen diktatorisch ausgerichtet.Zeigt dies der Film?

    So wie DU hier schreibst ist Herta Müller die Person geworden wegen solchen Menschen wie ich einer bin…………….!
    Dankscheeen das freut mich und zeigt das ich auch andere Menschen beeinflusen kann! Meine Aura strahlt wie eine Pipatsch im Weizenfeld bis in das (schmutzige) Berlin.

    Schau mal die Lehrerin von Grossanktnikolaus hat gemeint: “Was sie für Persönlichkeiten herangezogen hat………….!

    Die Frage stell ich mal in den Orbit: “War dieses Produkt so gut, oder waren es armselige Banater Verräter?

    Nirgend wird das schwäbische Dorf beleidigt………Frau von Durlacher, ja des soll sich ahner traun !

    Mittleid………Dankscheen für die Knade, Tausendmal dank mein Sächsisches Schnekerl…..Gruss dein Hopserlpolki

  145. Katharina am 18. Mai 2010 um 13:22

    Damit wir in der Banater Schikeria nicht auffallen als Banater Schwaben !

    Von Polkakeenich in Mai 18, 2010 – 09:00

    Es ging nicht um Auffallen. Es ging um Übung, um Verbesserung…Man schrieb schließlich in einem guten Deutsch. Man schrieb nicht anspruchlose Texte im Gassenjargon.
    Das ist die eine Wahrheit.
    Mag sein, das unsichere Dorfkinder in der Stadt auf den Dialekt verzichteten…
    Doch die meisten hatten wohl lange mit dem bekannten “Schwob im Knack” zu kämpfen.
    Wahrscheinlich auch unsere Autoren.

  146. Durlacher am 18. Mai 2010 um 09:43

    getkiss ist persönlich hingefahren und hat sich das Stück Sold Out angesehen. Damit er aus erster Hand informiert ist.

    Ich habe Recht bekommen in der Annahme, dass Polkakeenich VIELLEICHT zu einer anderen Ansicht käme. So habe ich Sie leider richtig eingeschätzt, dass es Sie gar nicht interessiet, welches die Meinung von denen ist, Sie haben sich die Meinung von Gibson zu eigen gemacht, das sind alles Kommunisten und Verräter, punktum! Und dazu benützen Sie, ohne es zu merken, selber Ausdrücke der Kommunisten wie “führende herrschende Klassen”.

    Ich war in München, nicht in Berlin, und die Ausstellung besuchen solche, die wissen wollen, wie Herta Müller zu dem geworden ist, was sie ist. Und sie kriegen zu hören und zu sehen, was mit unseren Eltern in der Nazi- und Kriegszeit und im Kommunismus veranstaltet wurde, wie wir alle in Schule und Alltag gelebt haben, auch die Gehirnwäsche, die man uns in der Schule versucht hat zu verpassen, kann man sehen und hören, aber auch das Lob der Lehrer, die sich richtig um ihre Schüler gekümmert haben. Es sind keine Behauptungen sondern echte Dokumentarfilme aus der Zeit, Zeitungen und überall die Fotokopien der Securitateakten.
    Nirgend wird das schwäbische Dorf beleidigt.
    Hopserpolki, Sie tun mir leid.

  147. Polkakeenich am 18. Mai 2010 um 09:00

    In Blumenthal wurde mal Holz verkauft
    Der Bürgermeister bezahlte den Tromler und sagte: Am Sonntag wird Holz verkauft.
    Der Sekräter bezahlte den Tromler und sagt: “Am Sonntag wird kein Holz verkauft!”
    Am Ende hat der Tromler getromelt: “VIELLEICHT; VIELLEICHT WIRD HOLZ VERKAUFT, VIELLEICHT VIELLEICHT A NIT !”

    So ist des mit dem vielleicht, Gott sei dank ich bin a freier Mensch, den anderst hätten unsere Dichter mich schon verraten an den Nikolaus.

    Liebe Frau Durlacher

    Ich könnte jetzt schreiben sie haben sich ein Rein Deutscher Name zugelegt mit der Endung er……….Damit sie als Siebenbürgin echt Original Deutsch rüberkommen………tu ich aber nicht!

    Wir haben uns ja schon einige Schlachten hier geliefert von pro und kontra HM……….
    Hat mir Spass gemacht.
    Eins kann ich ihnen aber mitteilen im Nett……..Was des Schwowische Kerweimädel gsat hat, iwer uns plede Schwowe han ich mir gemerkt und hinner die Ohre gschrieb.

    Beispiel: Die Schwaben waren so blöd , die haben sich lieber ein Zaun statt ein Bad gebaut.!
    Wenn ich in der Öffentlichkeit stehe, muss ich zuerst mal denken was ich von mir gebe und nicht ein Schmarren nach dem anderen verbocken………………………………!

    Sie hat Berlin als Heimat gewählt ………..Warum………..? Meine Antwort: Damit sie keinem Schwaben begegnet der ihr vielleicht die Meinung mal sagt. Das ihre Mutter, alleine, einsam, dort im Goldenen Käfig lebt.An das hat unsere gscheide Herta nicht gedacht ! Nur sie ist die Persona wichtig representantos banatos internationalos !

    Oder leben die Nitzkydörfer in Berlin?

    Habe viel über diese Frau Müller gehört von meinem Securitate Netz alles gib ich hier im Netz nicht preiß, da es nicht hier her gehört……………………und Du musst ja auch nicht alles wissen.

    Nur eins ist klar,wie das Amen in der Kirch……….Herta mit ihrem aussehen, hätte ich nie als Freundin gehabt.
    Warum? Hier meine Antwort
    Wen eine Frau sich so verschandelt wie a Vogel…………….öffentlich dazu noch in den Medien. Dann tut es mir Leid für ihren Psychischen zustand.

    Und das Deutsch was sie Spricht, ist jämmerlich ………Sagen wir so: Ein Temeschwarer erfrorener Dialekt von den Platten Silos mit dreckigem Maroschwaser vermischt !

    Wenn ich her gehe und mich über Euch Siebenbürger so negativ äußere wie Herta über uns Schwaben, dann würde mich dein Kommentar interessieren.

    Ihr ehemaliger Mann der Wagen bauer von Perjamosch hat gmeent: Wir haben in Temeschwar zu hause Deutsch gesprochen (nicht schwäbisch) Damit wir in der Banater Schikeria nicht auffallen als Banater Schwaben !

    Und für diesen kotzigen Dialekt soll ich noch 5€ bezahlen……………..Nein, ich nicht und nur unter einer Bedingung: Wen Carl Gibson auch in der Runde sitzt und dehnen Kommunistischen Herrschaften mal das fürchten lernt. Mal jedem ein Spiegel vorhält und sie Fragt: „Wo sie waren damals, in der Kommunistischen Zeit?“ Dann bezahle ich auch 100€

    Denn diese Literarische Runden sind mittlerweile zu einem Kommunistischen Propaganda Netzwerk verkommen………..Die merken gar nicht, dass sie sich lächerlich machen und keiner Interesiert sich für ihren Kommunistischen Schmaren.
    Herta ist die Königin, gibt von Berlin den Ton an und die Literaten sind die Henker. Einer nach dem anderen wird an den Galgen geliefert. Mein Rat: „Beeilt euch, den die sterben uns aus!“
    Am Ende liefern sie sich selber aus, ich warde auf diesen Satz von Herr Wohner Richard………………….“Ich habe meine Frau selber verraten !“

    Die Bademeister die immer mit schwimmen, mit den Führenden Herrschenden Klassen………..Ja auf die bin ich bei Gott nicht neigierich (neugierig)

    Schönnen Tag noch an alle Kenich vun Polka, Majestät Tanz und Musich herr und vun Banat. Pipatsch und Kornblumen liebhaber, so wie Speck, Bäckerkipfel esser………..geht noch weiter aber ich muss jetzt Rasen mähen….Lach

  148. seppy am 17. Mai 2010 um 19:03

    #

    Sarkasmus?
    Ich habe geheult beim schreiben….

    Von getkiss in Mai 16, 2010 – 18:37

    O.K. dann dein geheulter Sarkasmus…

  149. Durlacher am 17. Mai 2010 um 13:59

    Getkiss, ich habe mich bei Ihnen bedankt – aus versehen als “Anonymus”.

    Und, Polkakeenich, die Müller hat weder gegen das deutsche Volk geschimpft, noch die Nemtzi.
    Machen Sie sich mal die Mühe und hören Sie sich in München (für 5 Euro Eintritt) die originalen Stimmen all der Banater Dichter an, vielleicht kommen Sie dann auch zu anderen Einsichten.
    Vielleicht!

  150. Polkakeenich am 17. Mai 2010 um 11:14

    Für Kommunistische DDR- ler habe ich mich nicht interesiert. Dies ist bei mir eine Bildungslüke, so wie das schreiben auch.

    Aber für Dich mein lieber Walter reicht es, ich glaube DU liebst mich auch!
    Dein rotes Herz pocht vor Freude wen es mich im Blog nur richt.

    Katherina und Anneliese es war auch nicht anderst wie in einem Deutschen Dorf. Um so kleiner das Dorf um so grösser war der zusammenhalt ! Wenn aber in jedem Dorf so einer war wie ich……….Ja dann waren die Banater Dörfer die besten von der Welt !!

    So und so waren die Dörfer spitze, da hat noch jeder seine Strasse am Samstag gekeert selber und nicht die Gemeinde. Viele Menschen hatten nicht viel, aber das was sie hatten betreuten sie sehr liebevoll.

    Es gibt immer zwei seiten der Medailie…..

    Wen man aber in der Heutigen Welt (Zeit 1945) berümt werden will, wie unsere Herta. Ja dann, muss man gegen das Deutsche Volk oder die Nemti schimpfen wie auch unser Nobelpreisträger Günther Ungraut.

  151. Katharina am 17. Mai 2010 um 10:20

    Danke, Getkiss.

    Die ganze Geschichte mit dem Ausverkauf der Schwaben scheint mir so komplex,so dass Frau Carbunarius Stück nur ein Stückchen vom Gesamtbild sein kann…wenn überhaupt.

    Ansonsten gestehe ich, das Theaterstück nicht gesehen zu haben…

  152. Katharina am 17. Mai 2010 um 10:10

    War es nicht so, daß jedes Dorf für sich war??? Innerhalb des Dorfes cliquen-Schwowe waren??? Wo war die Gemeinschaft, wo war der Zusammenhalt der Banater Schwaben? Ich habe davon nichts gemerkt!

    Anneliese in Mai 17, 2010 – 09:49

    Oft hatte ich auch diesen Eindruck.
    Dass die Banater Schwaben nun zur Einsicht gelangen und sich zusammentun, bezweifle ich.
    So mancher hat dem Banat den ausgestreckten Fuß gezeigt.
    Als wäre dieser kleine Flecken Land an etwas schuld…

  153. Anneliese am 17. Mai 2010 um 09:52

    Lieber getkiss, danke für Deinen Bericht. Sehr schön geschrieben. Es liest sich so, als ob man selber das Stück gesehen hat.
    Leider hat es bei uns wieder nicht geklappt… wir wollte es uns auch ansehen :-(
    schöne Grüße
    Anneliese & moli

  154. Anneliese am 17. Mai 2010 um 09:49

    … wer sind…
    Ich habe mal sehr intensiv über dieses Thema nachgedacht und mich erinnert…
    War es nicht so, daß jedes Dorf für sich war??? Innerhalb des Dorfes cliquen-Schwowe waren??? Wo war die Gemeinschaft, wo war der Zusammenhalt der Banater Schwaben? Ich habe davon nichts gemerkt!
    Eigentlich ist uns die Chance jetzt gegeben, dass wir uns alle als Banater Schwaben zusammen tun.

  155. walther am 17. Mai 2010 um 09:36

    Ach, du lieber Polkakönig, wir wissen doch inzwischen alle, wie “ernst” man das nehmen kann, was du schreibst…der Polki und das Schreiben…! :) …Und das Lieben…Du weißt sicher, wer genau wie du meinte, dass er alle liebt: es war der oberste DDR-Stasi-Mörder E.Mielke, der sagte: “Ich liebe — Ich liebe doch alle — alle Menschen”…
    Und der Polki: “ich “LIEBE” euch auch alle”…

    Also, nichts für ungut, ich bin dir nicht böse, in jedem schwäbischen Dorf gab es so einen wie dich… ;)

  156. Polkakeenich am 17. Mai 2010 um 07:24

    Getkiss, deine Kritik hört sich nicht schlecht an. Ich kenne dies alles, da ich es ja bis zum schluss miterlebt habe. Wen mich meine Errinerungen vom Banatblog nicht täuschen, habe ich den Eindruck, dass auch von Dir eine Geschichte dabei ist.
    “Ab in die Kiste!” …….Beatrix, alles war möglich. Den die Nemti waren vogelfrei. Zum abschuss freigegeben, egal wie.

    Walter: Du hast von Liebe gesprochen……..
    Schade das DU nicht dem Ceaucescu seine Stelle übernommen hast 1990. Dieser Anzug würde DIR perfekt passen.Tovarasul Presedinte al Parditului Comunist die Romania Comunistä

    Hast aber pech, tut mir leid. Die ehrliche Rumäner haben es 1990 abgeschaft…..Sory

  157. Beatrix am 17. Mai 2010 um 07:21

    Polkakeenich, stimmt. Habe ich mir auch überlegt, nachdem ich es geschrieben hatte. Und getkiss meinte auch Tendenzen.
    Einen schönen Tag wünscht allen Bloggern/„Foristen“ und Lesern hier
    Beatrix

  158. Polkakeenich am 17. Mai 2010 um 07:00

    Beatrix nicht alle. Nur die Namen, die sie übersetzen konnten !

  159. Anonymous am 16. Mai 2010 um 23:36

    Danke, danke, Getkiss, für den Bericht.
    Ich war in München, aber Sold Out war ausverkauft.(Es hätte mich sehr interessiert; über Zahlen und Nicht-Bezahlen bis hin zum Nicht-Bezahlen-Wollen von Schwarzgeldern mit bösen Folgen kenne ich ganz wilde, skurille, aber auch verblüffende Varianten aus meinem Verwandten- und Freundeskreis.)
    Dafür sah ich die Ausstellung über Herta Müller und die Eleven der Dorothea Götz.
    Gut gemacht, aber um alles aufnehmen zu können, müsste man 2-3x hin, oder 4 Stunden planen.

  160. Beatrix am 16. Mai 2010 um 21:19

    Unbehaglicher Gedanke zum Stück: In einer Szene „Bestechungsversuch: ab in die Kiste“ scheint mehr als die Absicht des Sex-sells-Aufmotzen zu stecken … beschämen …

  161. Beatrix am 16. Mai 2010 um 19:42

    @getkiss vielen Dank für Ihre wunderbare Schilderung. Gut ist die Idee, das Stück als Dokumentation zu verfilmen. Zur Namensfrage weiter oben:
    Auch bei früheren Jahrgängen, als Beispiel in meiner Familie/Verwandtschaft von Mitte der 20er- bis Mitte 30er-Jahre, wurden alle mit Vornamen in rumänischer Schreibweise registriert und im Geburtschein eingetragen: Francisc, Gheorghe, usw.

  162. walther am 16. Mai 2010 um 19:27

    So kann man sich täuschen beim Lesen von „Kritik“!

    Deswegen finde ich auch am besten die Aufforderung an das hiesige Leser-„Publikum“: „Nehmt Eure Kinder und Enkelkinder an die Hand und geht dieses “Stück” Theater besuchen“…, um euch selbst eine eigen Meinung darüber zu bilden…und um sarkastisch zu lachen oder erschüttert zu heulen, immer dann und so wie ihr es versteht…

    Dann gilt auch nicht mehr „verba volant…“ dessen, was ihr von der Bühne zu hören (und zu sehen) bekommt…

    Denn was auch immer darüber zu lesen ist aus fremder Feder und was nach „…scripta manent“ trachtet: es bleibt ein Stück Selbstinszenierung als eigenes eitles „Kunstwerk“ dessen, der darüber schreibt…

  163. getkiss am 16. Mai 2010 um 18:37

    Sarkasmus?
    Ich habe geheult beim schreiben….

  164. seppy am 16. Mai 2010 um 17:52

    getkiss,mit einem charmantem Sarkasmus hast alles so geschildert das ich schon glaube ich wäre dort gewesen,und habe das Stück auch gesehen.

    Danke

  165. getkiss am 16. Mai 2010 um 17:45

    Das war´s.
    Ich bin kein Theaterkritiker. Habe versucht das Stück zu beschreiben, das einige etwas oberflächlich be- oder verurteilen.
    Ich persönlich kann Frau Gianina Carbunariu nur beglückwünschen für die gelungene Aufführung. Ich Danke den Dramaturgen, der Übersetzerin und nicht zu letzt den Schauspielern für das, was Sie auf die Bühne gebracht haben.
    Ein Filmen der Aufführung wäre angesagt.
    Es wäre ein weiteres Dokument unserer persönlichen, aber auch der Geschichte unseres verschwindenden Banater und Siebenbürger Volksstammes. Denn ohne dies, wäre es zu wenig:
    Verba Volant….

    So, jetzt los mit der Kritik des “Kritikers der nur loben kann”.

  166. getkiss am 16. Mai 2010 um 17:36

    Eindrücke aus einem Theater. Fortsetzung 3.

    In Szene 9 kommt ein Freund oder Kollege der Tochter und beichtet, Er hätte über Sie “berichten” müssen. Am Ende nach dem vom Vater rausgeworfen, kommt er zurück und beschimpft die Leute, die durch Bestechung andere “von der Liste” verdrängt haben, die als Verwandte 1. Grades vorberechtigt gewesen wären. Wahrscheinlich wurde auch dies in Interviews behauptet….
    ——————————–
    Endlich ist es so weit. Annemarie berichtet über den letzten Tag der Ausreise. Die Szene am Bahnhof von Curtici, mit Kistenkontrolle und schreienden Beamten, stolpernde Oma´s, ist wohl vielen von uns noch in Erinnerung. Ich selber habe im letzten Moment noch die Kiste zum Zoll von Kronstadt nach Bukarest gebracht, es gab keine Transportmöglichkeit und am selben Tag von Bukarest aus, an Kronstadt und Curtici vorbei, am letztmöglichen Termin ausgereist…
    Die Beschreibung der Eindrücke, zu erst Ungarn und Budapest, dann Wien und endlich in Nürnberg hat mich wieder gepackt….
    ——————
    Am Ende wurden Zitate aus den verschiedensten Interviews von den Schauspielern gelesen.
    Dazwischen, wahrheitsgemäß, aus meinem auch. Uschi schubst mich an, ” dass ist doch die Geschichte von Elfi, die Du mir erzähltest!”. Ja wahrhaftig, nur war die Schule nicht in Hermannstadt sondern Kronstadt. Aber dies ist wohl eine Verfremdung zum Wohle des Antwortenden gewesen…..
    ——————–
    Zu guter letzt, wird die zurück kehrende Puppe Annemarie von der Securitate verhört. Soll wohl ein Epilog auf die Erzählungen unserer Schriftsteller sein.
    ======================================
    Dies war die Erzählung des Stückes SoldOut.
    Vieles wird sich so abgespielt haben. Abgespielt, was für ein Unwort.
    Es war kein Spiel, es war furchtbar. Ich bin mit 58 Kilo, bei 1,83 m. Höhe in Deutschland angekommen. Bezahlt habe ich nix, Andeutungen und indirekte Aufforderungen gab es genug, auch von wohlmeinenden Kollegen. Den Pass bekam ich mehr als ein Jahr, nach dem meine Eltern und Schwester ausgereist sind. Es gab bestimmt auch Fälle, wo andere ohne Verwandten 1. Grades auswandern konnten nach entsprechenden “Aufmerksamkeiten”.

    Ich kann dem Autorenkollektiv und der Regisseurin nichts vorwerfen. Für mich war es eine intellektuell gut verarbeitete Geschichte der vielen, dicht aufgereiht von einer Regisseurin, die das ganze nicht selbst erlebte.

    Das Stück ist mit einfachsten Mitteln in Szene gesetzt. Es stimmt, das Plastikreh ist kitschig. Doch erinnert es mich an manchen Banater Hausflur, wo Wald, Berge und Rehe an die Wand gemalt waren. Das Bild im Hintergrund, mit Kirchturm, ist auch eher Banater Herkunft, obwohl die beschriebene Familie eher siebenbürgisch sein sollte.
    Diese Szenerie passt zu der miserablen Realität es Stückes und, warum sollen wir es verschweigen, zu der Situation des Theaters in Deutschland-Jetzt.

    Es ist im Werkraum der Münchner Kammerspiele aufgeführt. Jedem von uns, dem es nur irgendwie möglich ist, kann ich nur raten:
    Nehmt Eure Kinder und Enkelkinder an die Hand und geht dieses “Stück” Theater besuchen.
    Es ist nicht DIE Wirklichkeit. Es ist Theater, es ist inszeniert, manches auch verfremdet, nicht 100 Prozentig.

    ES IST NUR EIN AUSSSCHNITT AUS UNSEREM LEBEN:

    DANKE!!

  167. getkiss am 16. Mai 2010 um 16:52

    Eindrücke aus einem Theater. Fortsetzung 2.

    Die vierte Szene ist ein ständiger Wechsel von Episoden.
    Die Frauen schreiben Briefe, der Mann diskutiert mit einem Offizier vom Passamt, wird von dem auch in die Zwickmühle genommen, von wegen Onkelbesuch u.s.w., beschwert sich, weil statt ihm, Spezialist auf seinem Gebiet, der Genosse Popescu in das Ausland fahren darf…
    Die Frau beschreibt das schwere Leben, mit Kälte und Dunkelheit, als wär´s von einem Wintersturm verursacht, bettelt für warme Socken für den Mann, der Onkel wisse ja das diese nötig sind und vertrauen haben kann, Sie wird bei Gelegenheit für ihn auch welche stricken. (Die warme Socken, oder Geld für Bestechung verklausuliert gebettelt?)

    Die Tochter schreibt an Ceausescu, Teils mit Slogans der Partei, fragt warum kein Strom da wäre. Das Mutter meinte NC würde Mist reden und Vater zu der Sie solle doc leise sprechen, damit die Tochter es nicht hörte.
    Strom wird immer nur dann nicht abgestellt, wenn der weise Führer redet, ansinsten ist kein Film Hinderniss.
    Dann kommt im Wechsel des Spiels die Bitte der schreibenden Tochter, Ceausescu sollte doch die Ausreise erlauben, die Mutter hätte den Onkel schon um Geld gebeten….sie selbst hat auch noch Lei in der Sparbüchse…

    Die Puppe Annemarie schreibt an Heinrich, sie würde als Spiel sich ausdenken, wie der Film ausgeht, wenn der Strom weg ist.
    Ein anderes Spiel wäre, sich vorzustellen, wie den Mann umbringen, der ständig aus dem Fernseher was labert….
    Und das schönste Spiel wäre, sich zu verstellen, nicht das zu sagen was man denkt, bis man so weit kommt, dass man sogar denkt was man sagt….

    Alles in allem, diese Szene ist eine der am besten gelungensten in der Beschreibung des Lebens in der Diktatur. Alle verstecken sich hinter irgendeiner Maske….
    ——–
    Szene 5 beginnt mit einem Gespräch von Annemarie mit einem Mittelsmann (der Securitate?).
    Sie bietet Geld an, das mit Vertröstung auf später angenommen wird
    Bei Anbietung von Kaffee, Zigaretten und Zucker folgt das Selbe.
    Bügeleisen, Fernseher, Waschmaschine, werden dankend angenommen, nur die Bohrmaschine(!) nicht. Die Antwort ist aber immer wieder: “Kommen Sie in 2 Monaten wieder”.
    Dieses Wechselspiel dauert die ganze Szene, am Ende steigt Annemarie mit dem Mittelsmann sogar in die (Aussiedler-)Kiste, ein Symbol dafür, wie weit Leute bei ihren Bestechungsversuchen gehen konnten….

    In der 6. Szene wird die Tochter, inzwischen auf der Hochschule, wegen des Ausreiseantrags in öffentlicher Versammlung der Kommilitonen in die Mangel genommen von einem Professor und am Ende des Verfahrens mit einer real nicht abgezählten Unanimen-Abstimmung von dem Jugendverband ausgeschlossen. (Nicht ganz real, eher wurde über die Exmatrikulierung abgestimmt, bei mir auch – ich wusste bis vor ein paar Jahren nix davon!)

    Dann kommt der reale Witz. Der Professor beendet die Sitzung. Und bittet die Studentin, deren Ex er selbst beantragte, beim ersten Besuch aus Deutschland einen Pelikan-Füller mit zu bringen, am besten 2. Es gab auch solche unverschämte Typen. Gut beschrieben.
    ———-
    In Szene 7 geht der Schacher mit einem neuen Mittelsmann wieder.
    Der will nichts annehmen, erstens darf er nicht, zweitens hat er schon alles an Elektrogeräten. Tatsächlich aber steckt er das Geld ein. Komisch das Ende, er möchte auch noch die Hose des Mannes haben, ziert sich aber.
    Kurzerhand hängt der Vater sich mit der Hand an den Balken, seine Frau zerrt ihm die Hosen runter….
    Der Mittelsmann verschwindet mit der Hose und verspricht in 2 Monaten den Pass…..
    ———–
    In der folgenden Szene ist die Familie am Packen. Alles mögliche wird in die Kiste gepackt, auch die billigen Teppiche, das Haus wird gnadenlos ausgeräumt, Sachen verschenkt, die Tante hatte das Haus verkauft und dafür einen kleinen Teppich gekauft zum Mitnehmen…
    Ein neuer Bewohner des Hauses ersheint, obwohl die Leute erst am Packen sind und möchte von den Sachen auch was haben. Die Familie ist im Zwiespalt, beim Volksrat wurde ihnen Bescheid gegeben, das Haus muss leer sein….Ein kleines Beispiel über das Ausplündern der Leute bis an den letzten Tag…Doch das Ende ist versöhnlich, der neue Herr verspricht das Haus in Ordnung zu halten und übernimmt sogar noch Hund und Katze, ein emotionaler Wunsch des ausreisenden Hausherrn….
    Ende der 8. Szene.

  168. getkiss am 16. Mai 2010 um 15:11

    Eindrücke aus einem Theater. Fortsetzung 1.

    Nein, das war nicht Ende der Szene 1, es war nur Ende des ersten Eindrucks.

    Die Puppe Annemarie singt ihr Lied vom Hitlerbataillon.
    Obwohl kein Szenewechsel, Annemarie beginnt zu erzählen das ein Jahr Später ein Brief von der SS kommt, der mitteilt, Heinrich sei in der Tschechoslowakei gefallen…
    Die Russen kommen! Nazi-Bilder und -Bücher werden schleunigst verbrannt, wer weiß was die Russen bringen?

    (Oder wusste man es doch, was bei DENEN angestellt wurde, meine Frage und darum die Vorsicht? Oder nur wegen “Gruselgeschichten über Russen”?)

    Vater und Mutter hauen ab in den Wald, verstecken sich umsonst, werden doch gefasst und nach Russland verschleppt. Die Puppe erzählt über das “Amüsieren” mit den jungen Russen, der Großvater ist daran gestorben….die Beine der Puppe ausgerissen und mitgenommen…

    Das Mädchen erzählt, die Puppe muss jetzt einen rumänischen Namen tragen, Ana Maria.
    (Was historisch falsch ist, diese Tendenz gab es auch schon früher, meine ich. Denn bei der Eintragung meiner Geburt im Standesamt 1940, wurde ich auch schon von Dietrich in Theodor umgetauft….)

    Annemarie wird beschwört nicht allzu frei zu reden und rein zu sein, wie “Deutsche”. In das Haus sind Fremde eingezogen, Zigeuner, die den Küchenschrank und sogar den Fußboden verbrennen….
    Das Mädchen erzählt, in Zukunft wird sie in Schule gehen und einen Beruf erlernen..
    Jetzt ist erst Ende der 1. Szene.
    ——-
    In der 2. Szene ist der Schauspieler des “Großvaters” ein Geographie-Lehrer des sozialistischen Rumäniens geworden. Die Puppe Annemarie wird als Schülerin über die Donau ausgefragt, weiß fast alles, nur behauptet, die Donau fließt vom Schwarzen Meer in den Schwarzwald. Die Korrektur des Lehrers wird widerlegt von Annemarie, die sagt, dies geschieht im Traum, alle Träumen davon die Donau zu “überqueren”, Genosse Lehrer, sagt Annemarie.
    Dies ist die Überleitung zum Thema “Auswandern”, das nicht nur den Deutschen aus Rumänien ein Thema ist, alle suchen nach “Verwandten 1.Grades”…und die, die keine haben “warten auf Geld aus Deutschland”. Dies ist die weitere Überleitung zum Thema Ausverkauf.
    Annemarie weiß, das alles kann sehr lange dauern. Die Regisseurin wird es wohl auch von den Interviewpartnern bestätigt haben.

    In Szene 3 kommt ein Sohn und ein Onkel aus Deutschland zu Besuch, beschreiben die Annehmlichkeiten eines schöneren Lebens in Deutschland und drängen zur Ausreise.
    Der Vater ist dagegen, er weiß, der Arbeitsplatz, auch der seiner Frau wäre in Gefahr…
    Der Tochter reicht die Jeans nicht, möchte auch ein FC-Bayern-Fussballtricot…
    Die Frau erzählt es gäbe doch Mittelsmänner….Und Leute mit großem Haus werden sogar angerufen, den Antrag zu stellen….Es ginge auch mit Geld, also Bestechung…

    Der Mann will nicht sein ganzes Leben Schulden abzahlen, aber die Frau auch nicht das ganze Leben um Milch anstehen….
    Die Tochter beginnt zu schwadronieren mit dem Quatsch den die Lehrerin erzählt vom Kommunismus: dann muss man nur in den Supermarkt gehen und sich holen was man braucht….
    Schwank um in der Szene, die Tochter beginnt ein Gedicht vorzutragen, eine Ode an den weisen Führer der Partei und seine Gattin, die Orgel spielt auch die Melodie, die wir aus dem Lautsprecher und auf öffentlichen Auftritten hörten: “Partidul, Ceausescu, Romania”…
    Ende der Szene 3.

  169. getkiss am 16. Mai 2010 um 13:56

    Fortsetzung folgt, wartet noch etwas mit Kommentaren, bitte.

  170. getkiss am 16. Mai 2010 um 13:47

    Eindrücke aus einem Theater. Einführung.

    Nun ist es so weit. ich kann berichten. Vorab nur so viel, leider ist die Zeit begrenzt.
    Ich habe die Aufführung vom 14. Mai besucht.
    Sold Out?
    Ausverkauf? Raus-verkauf? Befreiung? Eingekauft?

    Nein. Was ich sah, war bestimmt keine Beschreibung von “Wer sind die Banater Schwaben”. Und auch keine der Siebenbürger Sachsen. Aber ein Stück über sie. Und andere Menschen auch, denn es sind nicht nur sie ausgewandert aus Rumänien.
    Es ist die Aufarbeitung von (meistens in rumänischer Sprache geführten) mehrfach hin und her übersetzten Interviews mit solchen Menschen, die von der Geschichte geprügelt, manche auch aus purem Egoismus, ihre Heimat verließen. Gezwungen, oder wie offiziell manchmal betont, “aus freiem Willen”. Der historische Rahmen der Handlung ist in das Stück eingeblendet.
    Es sind nicht zu viele, die sich zum Interview entschließen konnten, aus verschiedensten Gründen, hört man am Ende.

    Wir sind zum Abholen der Karten zu früh da, warten ein paar Minuten. An der Kasse des Werkraums/des Neuen Hauses der Kammerspiele sammeln sich ein paar Leute. Wenige wollten Karten kaufen, einige geben zurück, andere tauschen die Karten um.
    Zurück im “Blauen Haus” wollen wir etwas essen und trinken. Der Saal könnte für was immer gebaut worden sein. Schaut eher nach Kantine vom “Rulmentul” Kronstadt aus in der Ausführung, diese “moderne Architektur” ist alles, nur das nicht: Architektur. Keine Spur von “Restaurantgefühl”.

    Die Spargelquiche mit gebratenem Saiblingsfilet ist aber köstlich, Ein Lob dem Koch! Das ist Großstadtzentrumsniveau!

    Wir steigen zum Werkraum empor in einem Treppenhaus das einen unfertigen Anblick bietet. Es ist noch eine knappe Viertelstunde vor dem Beginn der Vorstellung. Der Saal ist (fast) voll! Vorne, in der ersten Reihe noch paar Plätze frei. Da freie Platzwahl gilt, laufen wir hin.

    Vor mir eine nicht zu große freie Fläche, dahinter ein Quader, vorne offen, aber abgedeckt mit einer Kunststoffplane, wie beim Zimmermalen üblich. Links vor mir eine “Aussiedlerkiste”, genau wie die 2 aus meinem Keller. Ich prüfe nach, genau, die Adressenaufschrift ähnlich wie auf meiner Kiste, hingepinselt von einer Hand, eher zum Tragen als zum Schreiben geübt….
    Hinter mir ein Zuschauerraum mit Tribünenartig aufgetürmten Sitzplätzen.
    Der ganze Raum ist noch unfertiger als das Treppenhaus: Die Wände ungeputzt, Leitungen frei auf der Wand, an der Decke eine Menge Reflektoren, Stricke führen dahin von den Wänden. Ich sage zu Uschi, der Raum ist geeignet zum Thema: Gründlich unfertig, ärmlich wie das sozialistische “Vaterland”. Keine Spur vom goldenen Westen, dem Bauherr ist das Geld ausgegangen, was noch da ist, braucht man zum Unterhalt des schäbigen und für die Armee der Bediensteten….deren Liste auf dem “Programm” ist lang…

    Der Saal noch beleuchtet, die “Bühne” – die keine ist – noch dunkel. Guck mal Uschi, hinter dem Plastikvorhang sitzt jemand? Klar, es bewegt sich was…
    Licht geht aus im Saal, die Bühne wird beleuchtet. Im Quader, hinter der halb durchsichtigen Plane, eine Gruppe von Menschen. Heinrich, der Sohn, schwadroniert über sein Leben als deutscher Soldat, liest über “Staatsangehörigkeit”, ich nahm an, aus einem Gesetzbuch(?) aus der NS-Zeit, bringt seiner Schwester als Weihnachtsgeschenk eine alle überragende “Puppe” mit, die nur seiner Einheit gehörte. Die Puppe trägt schwäbische Tracht(?) Will eine symbolische Szene sein, als “Grund” für spätere Ereignisse. Die Zerrissenheit der Gesellschaft soll durch die “historische” Haltung der Großelterngeneration dargestellt werden, dem Großvater. Nüchtern, stellt er über Heinrich fest: “eine dumme Visage” zu haben, lässt sich nicht einschüchtern, meint der Krieg ist verloren, was soll das Gerede, Heinrich kämpft nicht für die Heimat, die ist seit dem Jahre 1200 Siebenbürgen….
    (Nachträglich erinnert mich die Szene an den Großvater eines Bekannten, der, als die Rede über das Auswandern kam, sagte: “nehmen wir die Bibel.” Und schlau, schlug er die Bibel auf an einer Stelle die er sich vorher markierte, so als ob der Zufall seine Haltung bekräftigte….)
    Ende der Szene 1.

  171. Polkakeenich am 16. Mai 2010 um 12:39

    Alma………wer bist DU?
    A Schwowin vum Grenzgebiet?
    Eine die HM mag, oder auch nicht?
    Eine die nicht in einer Deutschen Schule war, aber verdammt gut schreibt?
    Ob du jetzt ein Türkischer oder Ungarischer Apfel bist das wil ich nicht wissen….

    Aber das du auch Eva heißen könntest das bin ich mir gewiss, den Du beherscht die Verfürung paradiesisch gut!

  172. Polkakeenich am 16. Mai 2010 um 12:33

    “Liebe”……………………….Alle lieben sich,dann ist der Krieg nicht mehr weit!

    Walter ich zweifel an meiner “LIEBE” nicht
    und ich “LIEBE” euch auch alle…….

    Haben die BANATER SCHWABEN auch lieben können, oder waren sie keine liebe Menschen?

    Sex war da um die Generation und das Vermögen zu sichern, wie im Englischen Königshaus auch.

    Wir haben etwas getan(Sex), nur dann wen es nötig war!
    Romatik: Wie zum Beispiel Sex beim Kukrutzhacken, haben nur die Schwowe vun Temeschwar gemacht, da sie schnell müde geworden sind im Maisfeld und dann die Sonne ihre Gefühle erweckt hat. Im Schweiß und Staub der Schöpfung kam es dann zu Kukurutz Erotik

  173. walther am 16. Mai 2010 um 10:56

    alma: “Wirklich lieben”? – kann schon sein, dass wir das alle nicht richtig können. Eigentlich hat Herta Müller, so wie alle guten Schriftsteller, nichts anderes beschrieben. Es stimmt ja, dass die Welt an einem Mangel an Liebe krankt. Was aber kann man anderes dagegen tun, außer sich seinen Mitmenschen zuzuwenden, mit ihnen reden, mit ihnen im Kontakt bleiben und zu diskutieren, auch wenn es schwierig wird? Nur so kann man vielleicht doch noch besser lieben lernen. Alle. Wenn man allerdings in den anderen nur “Entitäten” sieht statt Menschen, dann hat man schon aufgegeben, dann bleibt nur der Rückzug in die Einsamkeit als “Entität”…

  174. seppy am 16. Mai 2010 um 08:53

    @alma

    Na ja……Die Rolle der Martyrin steht dir nicht gut.Sorry!

    Entschuldigung das ich es mir erlaubt habe dich zu dutzen.

  175. alma am 16. Mai 2010 um 01:55

    Gelangweilt bin ich hier davon, dass meine Worte stets umgedreht werden, Walther. Ich entferne mich von Rumänien, habe ich geschrieben, nicht aber von meiner kleinen Heimat. Wer kann sich denn schon von seiner Kindheit entfernen? Gelangweilt bin ich auch davon, dass ständig angedeutet wird, dass die Menschen aus meinem Album keine anständige Menschen waren – ergo haben sie ihr Schicksal verdient. Abgesehen davon, dass der, der das sagt, nicht wissen kann, was sich in meinem Album befindet, muss ich mir das nicht antun, mich mit Entitäten zu unterhalten, denen der Begriff Anständigkeit fremd ist. Zu Erinnerung: ich habe vor einem Jahr, hier, meine Fingerkuppen fusselig getippt: für Herta Müllers Welt, also nicht bloß für rosarote Alben, sondern generell für Alben, die die Menschen in sich tragen. Ich habe ihr geglaubt, dass sie ihre Welt so wahrgenommen hat, wie sie die darstellt. Ob diese auch tatsächlich so war interessiert mich doch nicht. Sie hat ihr Macondo geschildert und ich habe nichts hinterfragt, wie ich auch nie das andere Macondo hinterfragt habe.

    In meinem Dorf ist ALLES vorgekommen, was in jedem vergleichbar großen Dorf auf dieser Erde vorgekommen ist. Nicht weniger aber auch nicht mehr. Wir waren Menschen. Wenn wir uns im Laufe der Jahrhunderte etwas gegenseitig angetan haben, dann wurde das unter uns ausgemacht – die Gemeinschaft hat das geregelt. Wenn aber behauptet wird, dass wir dafür – dass wir Menschen waren – es verdient haben, dass eine uns fremde Macht uns versklavt, dann legitimieren wir die Willkür, weltweit, denn überall leben bloß nur Menschen.

    Zum Schluß noch etwas: Ich habe in Rumänien nie eine Schule mit Deutschunterricht besucht. Nicht weil es diese Schulen in den von Deutschen bewohnten Gebieten nicht gab, sondern weil unser Haus fern von einer solchen stand, weil der lange Schulweg einer kleinen Grundschülerin nich zumutbar war. Dafür, dass ich die Deutsche Sprache trotzdem spreche, muss ich mich bei niemandem bedanken, denn auch in D musste ich keinen Sprachunterricht erhalten. Es hapert bei mir schon mal an der Rechtschreibung, aber das passiert auch den Lenauschülern, gelegentlich (sage ich mit einem Schmunzel); unser gegen das Derdiedas rebellierende Dialekt ist nun mal verführerisch. Und dennoch fühle ich mich als Deutsche. Wer sich hier in Deutschland nicht integriert fühlt, der soll mal Fragen auch an sich selbst richten. Die Emigration ist ein schmerzhafter Prozess, immer und überall, das ist wahr. Die Behauptung aber, dass wir hier generell nicht gut aufgenommen wurden, beruht auf Unwahrheit. Klar gab es Momente, in denen wir uns mehr menschliche Wärme gewünscht hätten, aber letztendlich ist für uns alles richtig gelaufen. Die Erwartungen mancher waren falsch, denn wenn man aus der Hölle hinauskriecht, ist eine kurze öde Strecke sogar heilsam, um später die Normalität als Erholter betreten zu können. In Frau Carbunarius Stück wird mal wieder das alte „Seht ihr, dort geht es euch auch nicht besser!“ aufgewärmt. Der Verlassene sagt schon mal sowas zu dem Verlassenden, er empfindet Schadenfreude – aber nur der denkt und handelt so, der nicht wirklich geliebt hat.

    Tja…, das gab es noch zu sagen.

  176. Polkakeenich am 15. Mai 2010 um 19:44

    Das das Banat nicht mehr unser zu Hause war führt auf den ersten Weltkrieg zurück.Da ist das wahre Banat verlorengegangen.

    Seppy genau, diesmal deiner Meinung.

    Habe ich am Roten Christbaum die lichter angemacht?………Auf jeden Fall brennt er lichterloh !

  177. seppy am 15. Mai 2010 um 18:15

    Katharina ,mag ja sein das du aus deiner Sicht Recht hast,und ich zweifle auch nicht daran das es so war,aber es gibt immer zwei Seiten der Medaille und einige wollen nur die eine akzeptieren.
    Das das Banat nicht mehr unser zu Hause war führt auf den ersten Weltkrieg zurück.Da ist das wahre Banat verlorengegangen.

    Weil du von Sprachen redest.Meine Großmutter sprach Schwäbisch,Serbisch ,Ungarisch und gebrochen Rumänisch.

    Und wie ist es mit uns jetzt hier?
    Wir sind doch auch der ,,Fremde,,Nachbar eines Deutschen,oder?

  178. walther am 15. Mai 2010 um 17:16

    Katharina: du sprichst ein schwieriges Thema an. Aber mir gefällt, WIE du es ansprichst: man denkt gerne darüber nach, ohne gleich emotional rechthaberisch zu antworten. Über leidvolle Erfahrungen mit Veränderungen und Fremdheit und Verlust zu berichten, ohne gleich verurteilen und hassen zu müssen…ein schwieriger Ballance-Akt…

  179. Katharina am 15. Mai 2010 um 16:25

    Seppy, es ist ein Unterschied, ob man einen rumänischen Nachbar aus dem Banat hat oder einen aus Braila ( zum Beispiel).
    Meine Großtante sprach kein Rumänisch (ausser paar Wörter), aber sie verstand sich blendend mit ihrer rumänischen Nachbarin!
    Obwohl es ganz gewaltige Unterschiede gab.
    Und rate mal,in welcher Sprache die beiden Alten sich verständigten…
    Auf magyarul…
    Denn es ist nicht das Rumänische das trennt.
    Es sind die regionalen Unterschiede, die Erfahrungen, das Zugehörigkeitsgefühl…
    Meine Großtante und jene Rumänin waren nicht nur im ähnlichen Alter, sie stammten beide aus dieser Banater Ecke. Sie haben die versuchte Magyarisierung erlebt und überlebt.
    Beide standen zur eigenen Nationalität, aber beide waren in Toleranz geübt. So konnten sie ohne Abneigung eine Sprache sprechen, die nicht ihre war.
    Und weißt Du, Seppy, was ein Grund ist, warum das Banat nicht mehr unser Zuhause ist?
    Diese Flut von fremden Menschen…
    Sie und wir sprechen Rumänisch.
    Und dennoch sprechen wir aneinander vorbei.
    Es gibt kein gemeinsamer Punkt trotz Sprache…
    Sie geben sich nicht zurückhaltend, wie Fremde es wohl tun…sie zweifeln nicht.
    Sie haben das Herrschen im Blick!

  180. seppy am 15. Mai 2010 um 15:19

    walther,so sehe ich das auch,aber fair bleiben müssen wir alle,und nicht wie einige hier, uns so hochstilisieren,denn Engel waren wir auch nicht.
    Als die Moldovener das Banat ,,überschwemmten,,hat keiner sie mit offenen Armen empfangen,nicht mal die Banatrumäner.
    Die Dörfer wurden langsam ,,Romanisiert,,(ob das gut war oder schlecht sei dahingestellt)und schwups hattest ein Rumänischer Nachbar.Nur die sturen vom Schwobsein eingenommene ältere Generation kamen mit so einer Veränderung nicht zurecht.

  181. walther am 15. Mai 2010 um 09:23

    seppy: mir geht es ähnlich, ich vermisse hier in D auch nichts. Im Gegenteil, ich bin froh Rumänien hinter mir gelassen zu haben. Den meisten von uns sogenannten “nemtii” (und nicht nur) geht es wohl so. Nur die Erinnerungen, vor allem die schlimmen, lassen mich nicht los! Es ist wie mit schlechten, bösen Eltern: man wächst bei ihnen auf und lebt mit und von ihnen und möchte (muss?) sie lieben, aber sie quälen eins auch. Soll man sie nun hassen? Kann man das? … Man kommt jedenfalls nicht zur Ruhe, vergessen geht nicht. Man muss sich damit beschäftigen, darüber reden…

  182. seppy am 15. Mai 2010 um 08:46

    Was mich mit Ru noch verbindet ist meine Schwester.Sie wollte aus Temesvar nicht weg.
    Das Elternhaus hat der Käufer abgerissen,weil er dachte:Casa e blestemata.Warum auch immer weiß nur er.
    Die Nachbarn sind weg.

    Wenn ich daran denke das die ,,nana Florica,,in Australien bei ihrer Tochter ist ,die vor 30 Jahren zu ihrem Mann durfte ,kann ich mir ein Grinsen nicht verkneifen,denn sie war eine typische Rumänische Bäuerin,in den 60 -ziger Jahren aus Oltenien zur Arbeit gekommen und geblieben.

    Mit meinem Vater hat sie sich nicht verstanden,weil er Herschsüchtig war,und immer was zu meckern hatte was sie machen darf und was nicht als Nachbar.
    Sie nannte ihn nur ,,Nemzoc,,
    Als ,,mein Land ,,habe ich das Banat nicht gesehen.Meine Freunde waren eine bunte Mischung aus Deutschen,Rumäner,Mazedonier,Serben..
    In De hat sich in meinem Freundeskreis nichts geändert.
    Was soll ich da vermissen?

  183. walther am 14. Mai 2010 um 23:51

    Das mag schon sein, Jakob, dass wir alle in diesem Konflikt zwischen Sein und Schein stecken. Nur: das ist nichts typisch Kommunistisches, sondern etwas Uraltes: der Konflikt zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Auch die bürgerliche “Lebenslüge” (Theaterstücke von H.Ibsen!) gehört dazu. Und wie war es am Dorf im Banat…? … – Es gehört einfach zum Menschensein dazu, nur die Kommunisten waren so dumm, das nicht zu wissen, sie dachten, sie könnten durch Ideologie den „omul nou“, den „neuen Menschen“ schaffen! Blödsinn!

    Zu alma: Gegen Ihre „Langeweile“ hilft am besten Hierbleiben und Diskutieren, von Rumänien innerlich ganz distanzieren können wir uns sowieso nie wieder, es bleibt immer “spannend”!

  184. Jakob am 14. Mai 2010 um 23:23

    Das hat auch Carbunariu in ihrem Stück gut rüber gebracht: Der andauernde Konflikt zwischen Sein und Schein innerhalb der kommunistischen Gesellschaft, die Spannung, die dieser Konflikt hervor ruft. Da hat schon was auf uns abgefärbt. Auch die Art und Weise, wie wir diskutieren.

  185. Katharina am 14. Mai 2010 um 23:16

    keinen.

  186. Katharina am 14. Mai 2010 um 23:16

    alma, Sie gehen?

    Was ich darüber denke, interessiert doch keiner…

  187. seppy am 14. Mai 2010 um 22:40

    Tja einige sind immer auf der Flucht.Das ist unser Schiksal…

  188. alma am 14. Mai 2010 um 22:35

    „Verbitterung“, Walther? Und in den rumänischen Foren heißt es „Frustratilor!“. Nein, ich bin nicht verbittert, das war ich nie, jetzt fühle ich mich aber gelangweilt. Es stellt sich für mich heraus, dass mein einjähriger Aufenthalt in dieser militarisierten Zone hier mir mehr gebracht hat, als ich mir am Anfang hätte erhoffen können: ich habe mich innerlich von Rumänien noch mehr entfernt – und das ist gut so. Ich danke allen, die zu dieser für mich positiven Entwicklung beigetragen haben – das meine ich ernst. Machts gut.

  189. seppy am 14. Mai 2010 um 22:19

    Von mir oben:
    ,,Das ,,Deutschsein ,,und die Deutsche Sprache konnten sie uns nicht wegnehmen und im Vergleich zu anderen ist das schon etwas ,oder?,,

    Katharina schreibt:
    ,,#

    Auch wenn man uns viel genommen hat, die Sprache hat man uns gelassen.
    Und das ist doch was! Bleiben wir fair.

    Von Katharina in Mai 14, 2010 – 21:13

    Also wer sagt das wir nichts gemeinsames haben?

  190. seppy am 14. Mai 2010 um 22:13

    Klarstellung:
    -Nicht die Schwaben waren zuerst im Banat,
    -Sie sind freiwillich hingegangen,
    -Deportation,Vergewaltigungen,Enteignungen waren die Folgen des Krieges den ,,Das Reich,,angezettelt hat,vieleicht hätten wir Heute noch einen Deutschen König,
    -Enteignet wurden auch Rumäner und Ungaren,
    -Bezahlt oder nicht bezahlt ,nach dem Krieg war der Wunsch:Nix wie raus an erster Stelle.
    So kann man das auch sehen,oder?
    Ich wohne in keinem fremden Land.
    Zum Treffen nach Ulm:
    Es wird immer enger,das Interesse schwindet.

    Als ich vor zwei Jahre in Ulm auf dem Corso die ,,Schwabenparade,,gesehen habe,hörte ich hinter mir jemand fragen:

    Was sin tes forche?
    Keine Ahnung,war die Antwort.

  191. Katharina am 14. Mai 2010 um 22:11

    Bevor man von anderen Fairness fordert, sollte man sich doch selber prüfen, nicht wahr?

  192. walther am 14. Mai 2010 um 21:55

    Ich meine die zwei Zeilen oben, vor den hundert Zeilen von Polki!

  193. walther am 14. Mai 2010 um 21:54

    Danke Katharina für deine zwei Zeilen, die das Wichtigste sagen!

  194. Katharina am 14. Mai 2010 um 21:49

    So, Polki hat gesprochen.
    Aber das “Wir san wir” lassen wir doch lieber bei ” Mer sin Mer”.

  195. Polkakeenich am 14. Mai 2010 um 21:25

    So wie ich da lese lobt die Schwowe doch niemand, die werden doch nur aufs übelste beschimpft……

    Zuerst zum Seppy und de Schwowe aus Rumänien ist es besser gegangen wie den anderen Deutschen von anderen Ostblock Länder.
    Sies ist kein vorwurf an Seppy sondern eine Idee dich ich da klarstellen möchte.

    Mathematisch sehe ich das so……..Das Ergebnis ist immer das gleiche gewesen. Nehmen wir mal die Zahl 9 als Endprodukt.

    Rumänien
    1 Punkt für fünf Jahre Rusland 1944-1949
    1 Punkt für Enteignung für alle Tiere und Landwirschaftlichen Geräte. 1945
    1 Punkt Verhaftungen ohne Verdeitigung für Deutsche Bürger
    1 Punkte Baragan
    1 Punkt Erniedrigung der Deutschen bei Staatsexamen für Hochschulen.
    1 Punkt für Verkauf der Deutschen Tröpfchenweiße an die BRD
    1 Punkt alle Ämter wurden nach 1945 mit Rumäner, Serben oder Ungarn besetzt.
    1 Punkt für die Kollektiviesierung die zuerst Speziell bei Deutschen Ortschaften durch geführt wurde um die Nemti zu enteignen.
    1 Punkt für die Vergewaltigten und erschossenen Schwowe nach 1945.
    9 Punkte und wir waren im Mutterland

    Polen
    3 Punkte 1945 gewaltsames verbrechen der Polen an der Deutschen Bevölgerung von einer Polnischen Spezialeinheit eingesetzt von Russen die das verbrechen von Katyn rechen sollte !
    6 Punkte Vertreibung aller Deutschen aus den Deutschen Ost gebieten von Polen.
    9 Punkte für das Mutterland

    Tschechoslowakei
    5 Punkte für die bestialische Ermordung der Deutschen Bevölgerung nach 1945
    4 Punkte für die Ausrottung der Deutschen Bevölkerung 1958

    9 Punkte und die Bevölkerung war im Westen
    Ungarn

    9 Punkte: Offizielle Vertreibung und Enteignung der Donauschwaben nach dem Krieg

    Jugoslawien

    9 Punkte für die sofortige Ermordung und Vertreibung der Donauschwaben

    Russland
    5 Punkte Zwangsumsiedlung nach Asien der Wolga Deutschen
    4 Punkte für die Russifizierung der Bevölkerung

    9 Punkte in der Heimat die nur mehr die Großeltern kannten mit ihrem Deutschen Dialekt.

    So ist das Ergebnis bei alle am Ende gleich
    Die Deutschsprachige Bevölkerung ist wieder dort wo sie vor Hunderte von Jahren die Siedlungen begann.

    Das hier nur AH an diesem Desaster schuld ist ….. ist nicht Beleg bar…………Ein Russischer Politiker sagte 1868 das normaler weiße den Slaven das Gebiet von Danzig bis Triest gehöre. Und die Völger die mit AH im Bunde waren ihre Heimat behalten konnten (Ungarn, Rumäner, Slovaken, Ukrainer, Kroaten)
    Dies wurde bis 2000 auch perfekt verwirklicht. Ja sogar noch erweitert das man heute eine Linie ziehen kann von Szczecin nach Triest. Somit glaube ich das es eine Systhematische Vertreibung und Vernichtung der Nemti bis im Jahre 2000 verwirklicht wurde.

    OK der Polki schreibt Sachen, mit dehnen man kein Geld heute verdient und kein Nopel Preis !

    Banater Deutsche mit Türken kann man vergleichen da beide in einem Fremden Land wohnten und ihre Nationalität und Herkunft Pflegen.

    Das Problem bei den Banater Deutschen ist aber das sie nicht in einem Fremden Land gewohnt haben, sondern das sie ein Niemandsland aufgebaut haben. In das sich dann mit der Zeit die anderen Nationen verbreitet, vermehrt und besetzt haben (Ungarn, Serben, Rumäner)
    und unsere Schwowe haben immer brav zugeschaut und die Geschichte verschlafen. Da ihre Führer sie bei den Nationalitäten um ein Apfel und ein Ei verkauften.

    Habe aber nichts gegen diese Nationen nur die Geschichte muss man schon so schreiben wie sie wirklich war und nicht Hänsel und Gretel.

    So jetzt kann ich in ruhe nach Ulm zum Treffen fahren, mit einem reinem Schwowe gewissen.
    Und das mir die besten waren………Ja das steht außer Frage !
    Wie Bayern München „WIR SAN WIR“ Prinzip. Gut ist nicht gut genug.

  196. Katharina am 14. Mai 2010 um 21:13

    Auch wenn man uns viel genommen hat, die Sprache hat man uns gelassen.
    Und das ist doch was! Bleiben wir fair.

  197. seppy am 14. Mai 2010 um 11:25

    @Beatrix

    Nein.Ich sage nicht wir sollten dem Rumänischen Staat dafür dankbar sein.
    Ich habe nur auf Fakten hingewiesen die ja wohl keiner bestreiten kann.
    Das ,,Deutschsein ,,und die Deutsche Sprache konnten sie uns nicht wegnehmen und im Vergleich zu anderen ist das schon etwas ,oder?

    Schau dir mal die Russlanddeutschen an.Sogar die neuere Generation will kaum Deutsch sprechen.Ja, es gibt auch Ausnahmen..

    Es ist ein großer Unterschied,Auszuwandern weil man sich als Deutscher sieht,oder als Wirtschaftsflüchtling herkommt.Der Deutsche Pass spielt dabei keine Rolle,weil er nur die Staatsangehörigkeit bescheinigt und nicht die Herkunft.
    In Ru stand im Militärbuch :Nationalitate:Germana.
    Haben wir denn keine Gegenwart und Zukunft,da manche sich so an die Vergangenheit klammern ?

    Die Lenauschüler waren in dem System auch fest integriert,mit ihren schicken Uniformen mit der Immatrikulationsnummer auf dem Arm, obwohl MANCHE glauben sie seien was besseres gewesen,und schauten auf uns Berufsschüler herab,manche von ihnen sogar Heute noch.

    Manche von uns Schwaben haben hier in DE ihre Arroganz weitergeführt,obwohl sie schon vor 1989 hergekommen sind,und das System nur als Kind oder Jugendlicher mitbekommen haben.
    Man ,,feilt,,noch immer an dem vollkommenem Bild des Banater Schwaben und wenn dann einer etwas negatives schreibt ,wird er gleich in seine Schranken verwiesen.
    Jede Familie hat ihre eigene Geschichte.

    Toleranz müssen einige noch lernen,mich auch inbegriffen.

  198. walther am 14. Mai 2010 um 11:05

    Alma, ich kann Ihre Verbitterung angesichts von Enttäuschungen und Ungerechtigkeiten Rumänien betreffend verstehen, Feindbilder aber helfen nicht weiter, weder jenes der „Herren“ (von der Frankf.Schule), noch jenes „die Rumänen“. All zu schnell werfen sie Einzelpersonen mit pauschalierenden Sammelbegriffen („Walther“) in einen Topf, um dann Schuldige zu haben und sich selbst unschuldig zu fühlen. Für das Gewissen kann nur jede Einzelperson für sich selbst verantwortlich gemacht werden, wie könnte also jemand „die Rumänen“ lehren, Gewissen und Menschenwürde „los zu werden“? Sind „die Rumänen“ Schuld am Unglück z.B. der Banater Schwaben? Ich glaube, die Welt ist doch etwas komplizierter, Hass und Feindbilder helfen jedenfalls nicht weiter.
    Ebenso wenig kann man pauschal auf die Frage antworten, wer „die Banater Schwaben“ oder „die Sb.Sachsen“ sind, denke ich. Und das ist gut so. Von „Kollektiv“ und „Volksgemeinschaft“ haben wir weiß Gott genug.

  199. alma am 14. Mai 2010 um 07:57

    Walther, lesen Sie doch meinen letzten Satz noch einmal und denken Sie darüber nach: Das ist kein Blödsinn. Erweitern Sie die Aussage auf vieles, was in diesem Forum und in dem dort drüben gesagt wurde. Und nein, ich werwechsle nichts.

    Was die Bildnisse angeht: ‘Walther’ ist tatsächlich ein Sammelbegriff für mich. Warum? Dafür habe ich jetzt keine Zeit, das zu erläutern und es wäre auch ziemlich uninteressant hier darüber zu sprechen. Sollte ich aber zu weit gegangen sein, entschuldige ich mich bei Ihnen.

  200. Beatrix am 14. Mai 2010 um 06:43

    Im Gegensatz zu großen Gruppen anderswo, durften wir als alteingesessene, dort verwurzelte und lange vor dem rumänischen Staat etablierte, dazu für jene Zeiten und im Vergleich zu anderen Weltgegenden vorbildlich funktionierende Gemeinschaft, es nicht wagen irgendwelche Forderungen zu stellen. Da wurden schnell mal separatistische Tendenzen oder die bösen westlichen Einflüsse unterstellt. Außerdem: Wir hatten kein Problem mit der Staatssprache. Wir waren bestrebt, neben unserer Muttersprache rumänisch perfekt zu beherrschen und umgangssprachliches Ungarisch für den Alltag.

  201. Katharina am 14. Mai 2010 um 00:31

    Getkiss, gottseidank hatten wir nicht die Rechte der Türken in Deutschland.
    Sonst würden wir hier alle rumänisch schreiben.
    Mein Sohn war nur zehn Monate in einer deutschen Kindergartengruppe.
    Er hat unglaublich viel gelernt. Kein einziges patriotisches Gedicht oder Lied. Es war 1989.
    Einzige Ausnahme war die Geschichte mit der Hymne am Morgen.
    Sie wissen, ich bin oft Ihrer Meinung.
    Aber diesen Vergleich mit den Türken hier in Deutschland…

  202. walther am 14. Mai 2010 um 00:07

    Ich finde auch, dass es in Deutschland endlich Schulen, bzw. Schulklassen mit türkischer Unterrichtssprache geben sollte…Ähhh…ach so, ich hatte vergessen, dass es sie längst gibt…oder, getkiss?

  203. getkiss am 13. Mai 2010 um 23:40

    “In anderen Länder hatten die Deutschstämmige keine so viele Rechte wie in RU,sprich ,Schule,Kirche,Kerweih,Maibaum…..

    ….DAS ist meine Meinung ob gut oder schlecht.

    Von seppy in Mai 13, 2010 – 19:02
    ————————————
    Schon gut seppy, Deine Meinung.
    Dabei solltest Du diese pervertierten “Freiheiten” aber etwas sezieren, um zu sehen was dahinter ist.

    Ja, nach anfänglicher Schließung nach dem Krieg bekamen wir unsere Schulen wieder, zeitweilig sogar unter Leitung von deutschen Lehrern.
    Dann wurde diese Leitung gestrichen, unsere Schulen wurden Unterabteilungen rumänischer Schulen (die Reklame-Schulen mal ausgenommen, wie z. Bsp. das Lenau-Gymnasium). Es kam so weit, dass z.Bsp.den Musiklehrern vorgeschrieben wurde, wie viele Parteihymnen gesungen werden mussten und wie viele deutsche Volkslieder noch gesungen werden durften auf der Bühne. Beispiel de Schule Nr. 12 in Kronstadt, meine Frau war da Musiklehrerin.
    Ich schreibe nicht über Deutsch, oder Geschichte, weil nicht direkten Kontakt dazu in dieser Schule gehabt.
    Schon gar nicht zu reden über die Spitzelwerbung und -Tätigkeit in den Germanistik-Abteilungen der Hochschulen, lese mal nach bei Totok in Halbjahresschrift.

    Gewiss hatten wir unsere Kirchen, die tolerierten Pfarrer die sich unterwrfen mussten, um nicht gleich dass zu behaupten was HM darüber sagte…Frag mal den eh. Stadtpfarrer von Kronstadt, Pelger, der in Augsburg lebt.

    Kerweih und Maibaum waren da, aber diese auch in “angepasster Weise”.

    Wie Du siehst, es geht gar nicht um einen Vergleich mit anderen Ländern. Wir hatten in Rumänien die Rechte der Türken in Deutschland, wenn überhaupt…..

  204. walther am 13. Mai 2010 um 21:27

    Hallo alma: Sind das nicht ein bisschen viele Unterstellungen mir gegenüber, ohne dass Sie mich wirklich kennen würden? Kann es sein, dass Sie sich gerne bestimmte Bilder von Menschen machen (siehe Fotoalbum) und diese dann mit der Wirklichkeit und Wahrheit verwechseln?

    Und das, obwohl doch schon die Bibel davor warnt: du sollst dir kein Bildnis machen! …

    Was die Frankfurter Schule angeht, da sind Sie bei mir schon richtig! Nur: wie kommen Sie darauf, dass diese Schule die Bedeutung der familiären Beziehungen und der Tradition unterschätzen oder mißachten würde? Ganz im Gegenteil: gerade die letzen Arbeiten von A.Honneth (bedeutenster Vertreter dieser Schule nach Habermas) beschäftigen sich mit der frühkindliche Entwicklung in der Beziehung zw. Kleinkind und Erwachsenem…
    Und dann gar Ihre Behauptung, ich lehrte “die Rumänen, ihr Gewissen los zu werden”… Entschuldigung!…aber wie kommen Sie auf solchen Blödsinn?

  205. Beatrix am 13. Mai 2010 um 20:56

    @ seppy: Ja, alle haben sehr gelitten unter diesem System, keiner will die Leiden anderer hier klein reden. Für das, was uns in unserer Muttersprache gewährt wurde, sollten wir dem System noch extra dankbar sein? Standen uns denn nicht Menschenrechte zu? Dank gebührt denen, die das für uns ausgefochten haben. Es reicht doch schon, dass die, die gehen wollten, in dem Land so lange ausharren mussten.

  206. alma am 13. Mai 2010 um 19:25

    Walther, Sie haben den Scherz ernstgenommen, macht aber nichts. Meinetwegen können wir auch einen ernsthafteren Ton einschlagen. Die Thesen der Frankfurter Schule sind uns beiden bekannt und wahrscheinlich sind wir in vielen Punkten auch einer Meinung. Was aber die Position dieser zu der Familie betrifft, folgen Sie dieser eher blind, während ich auf sie einen kritischeren Blick werfe.

    Vernunft ist heutzutage nichtmal mehr in der tiefen Provinz erlaubt, wie uns auch dieser Blog über das Banat zeigt. Sobald einer über Traditionen oder Familie spricht, kommt wenigstens ein empörter Aufschrei gegen alles, was selbstverständlich ist. Unsere Familienalben werden in den Dreck geschmissen und es wird darauf getrampelt, weil angeblich unsere Vorfahren verwerfliche Kreaturen waren (‚arrivierte Affen’ vielleicht? Oder bloß nur Nazis? Auf jeden Fall Bestandteile eines ‚gesellschaftlichen Auslaufmodels’). Wie erlauben Sie sich das? – müsste ich fragen, dagegen sage ich aber lieber: Ihr Spiel ist irrwitzig, meine Herren, echt! Zum heulen witzig. Aber, während Sie Ihren Spaß daran haben, uns zu schwächen, schauen Sie bloß nicht in die Ferne; dort würden Sie sehen müssen, was auf uns zumarschiert. Ich wäre neugierig, ob Sie auch dagegen ein Rezept haben. Oder eine Idee, wie wir aus der Schlamasse herauskommen? Eine klitzekleine…? Generell betrachtet: Wir wissen alle, dass wir in eine Sackgasse gelandet sind. Nicht nur der Kirche sondern auch dieser Schule laufen bereits die Anhänger weg. Der Schlauch muss neu gefüllt werden, nur weiß keiner so richtig wie und womit.

    Und noch etwas: Sie lehren die Rumänen, ihr Gewissen loszuwerden, dabei sagen Sie ihnen nicht, dass es ohne Gewissen auch keine Menschenwürde gibt. Ist das für die Menschen dort hilfreich?

  207. seppy am 13. Mai 2010 um 19:02

    Wir haben unser Leben auf Zeit bekommen,um es der Vergangenheit Willen zu vergeuden entspricht nicht meiner Ansicht.

    Das Leid das wir ertragen mußten haben auch die Rumäner mit uns geteilt.
    Walther schreibt:

    Ich fürchte, liebe Alma, besser kann man gar nicht bestätigen, dass das grausame Schicksal vielleicht wirklich auch selbst verschuldet war!

    Zum Glück gibt es aber auch die ‘Familienalben’ von H.Müller, G.Carbunariu, M.Haneke…

    Von walther in Mai 13, 2010 – 09:17

    Es ist nicht nur die Unterdrückung die er ansprechen wollte,sondern glaube ich ,die Schwabenzüge denen unsere Vorfahren sich angeschlossen haben inbegriffen.Also,,Das Ganze,,.(Kann mich auch irren das er das gemeint hat:mia culpa)

    Man schreibt immer von Unterdrückung.Wir waren nicht die einzigen.Andere Minderheiten und die Rumäner waren auch davon betroffen.Wir haben in diesem System gelebt wenn man das so nennen kann.

    In anderen Länder hatten die Deutschstämmige keine so viele Rechte wie in RU,sprich ,Schule,Kirche,Kerweih,Maibaum…..

    Das Gejammer wird niemals aufhören?

    Ich will noch etwas festlegen:DAS ist meine Meinung ob gut oder schlecht.

  208. walther am 13. Mai 2010 um 13:10

    Liebe Alma, deine Sehnsucht nach früheren prächtigen Heldentaten kann ich ja verstehen, aber so viel pathetische Andacht für unsere im Schlachtgetümmel Gefallenen meinte ich sicher nicht, das ist mit eher zuwider – aber vielleicht passt das ja zu den heldenhaften Ur-ur-Ahnen aus dem Fotoalbum.

    Statt O’Sheel’s düster-dumpfem „they went forth to battle, but they always fell“, ist mir der Ausspruch “I would prefer not to…” vom Anti-Helden Bartleby aus Melvilles gleichnamiger Novelle viel sympathischer und lieber weil lustiger und menschenfreundlicher. Diese Geschichte möchte ich jedem klugen Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen empfehlen – vorausgesetzt, dass er/sie nicht alles gleich als Propaganda abtut, was ihm/ihr nicht gleich gefällt.

  209. alma am 13. Mai 2010 um 12:08

    Ich werde nicht nach München fahren, um mir noch ein Propagandastück anzusehen, wenn auch dieses, diesmal, subtiler ist als sie damals waren. Dass Frau Carbunariu nicht alleine die Idee für dieses Stück hatte ist doch jedem klar, Katharina.

    Der Schwobe Michl hat also alles verziehen, er gibt sogar sein in D verdientes Geld in RO aus, um sein ehemaliges Haus – das jetzt und für immer einem Rumänen gehört – zu renovieren.

    http://www.kultiversum.de/Schauspiel-Theaterheute/Sold-out-Gianina-Carbunariu.html

    Zitat: „… ein kleines Happy End. Zwanzig Jahre nach seiner Ausreise und der damit verbundenen Zwangsenteignung seines Hauses kehrt ein Rumäniendeutscher in seine alte Heimat zurück. Aus Neugier, nicht um Besitzansprüche geltend zu machen. Mit dem Besitzer seines alten Hauses verbindet ihn heute eine Freundschaft, deren Gegenstand die Renovierung und Instandhaltung der Immobilie geworden ist.“ Zitat Ende

    Botschaft: Also war es doch nicht so schlimm.
    (Passt auch irgendwie zu dem, was der Ire gesagt hat.)

    Und: Welch rasanter Aufstieg, denn schwupdiwups wird Frau Carbunariu überall in einem Atemzug mit Herta Müller erwähnt. Die Authentizität der HM wird leichterhand auf die Andere übertragen. So leicht geht das.

  210. alma am 13. Mai 2010 um 12:00

    Walther, dann gebe ich noch ein Tröpfchen Wasser auf Ihre Mühle. Wenn Sie mit Ihrem obigen Beitrag meinen, dass es ein Ire war, der auch unser Epitaph geschrieben hat, dann bin ich damit einverstanden.

    “Nobly they fought and bravely, but not well,
    And sank heart-wounded by a subtle spell.
    They knew not fear that to the foeman yields,
    They were not weak, as one who vainly wields
    A futile weapon; yet the sad scrolls tell
    How on the hard-fought field they always fell.”
    […]
    “It was a secret music that they heard,
    A sad sweet plea for pity and for peace; …”
    ______

    They always fell, gell?

  211. Beatrix am 13. Mai 2010 um 11:31

    mitnahmen = mitbrachten

  212. Beatrix am 13. Mai 2010 um 11:27

    So stark war das mit dem Verbiegen wegen der Dorfgemeinschaft auch nicht in den letzten Jahrzehnten. Es war noch mehr Freiraum zu spüren als unter denen, die ihre und für uns fremde Traditionen auch in die Städte mitnahmen. Aber es trifft schon zu: Manche hielten schon noch fest an dörflichen Hierarchien – vielleicht aus Verbitterung nach all den Umbrüchen. Nicht anders war es in den ersten Nachkriegsjahrzehnten in anderen Gauen oder dörflichen Gemeinschaften…

  213. Katharina am 13. Mai 2010 um 11:06

    Glücklich die “Schwachen”, die früher in Amerika und später in Deutschland sich ein eigenes freies Leben aufbauen konnten, ohne mit dem Makel der “schwachen Herkunft” behaftet zu sein.

    Von Durlacher in Mai 13, 2010 – 10:54

    Diesen Satz unterschreibe ich.

  214. Durlacher am 13. Mai 2010 um 10:54

    Eingebettet in das “Kollektiv” mit der Bezeichnung “Banater Schwaben” war die Tradition doch so, wie bei allen, auch sächsischen Dorfgemeinschaften, dass man, um den vermeintlichen Schutz und die Geborgenheit dieser Gesellschaft nicht zu verlieren, sich auch verbiegen musste, sich hat verbiegen lassen.
    Schutz und Geborgenheit waren durchaus da, aber in ihrem Namen hat man via Dorftratsch und soziale Ächtung manchen zugesetzt, vor allem denen, die man als die “schwachen Leute” bezeichnete.
    Und statt die Schwachen (auch Kinder) zu schützen, hat man sie niedergemacht, bis sie der Norm entsprachen.
    Glücklich die “Schwachen”, die früher in Amerika und später in Deutschland sich ein eigenes freies Leben aufbauen konnten, ohne mit dem Makel der “schwachen Herkunft” behaftet zu sein.

  215. Katharina am 13. Mai 2010 um 10:43

    Von wegen verstaubte Fotos.
    Sie erinnern mich an Menschen, die in schwerer Zeit ihr Leben gemeistert haben.
    Mein Leben jetzt ist purer Luxus im Vergleich.
    Und Schuld lasse ich auch nicht gelten.
    Sie waren politisch nicht engagiert.
    Sie waren Opfer.

  216. Beatrix am 13. Mai 2010 um 10:26

    Gewissens. Ja, wie kommt man auf sowas? Was soll das implizieren?

  217. Beatrix am 13. Mai 2010 um 10:25

    Dass wir Deutschen im Banat an unserem Schicksal, d. h. der Unterdrückung, selbst schuld sein sollen, würde kein Angehöriger der dort damals „mitwohnenden“ Nationen guten Gewissen behaupten.

  218. seppy am 13. Mai 2010 um 09:53

    Tja, manche leben noch in der Vergangenheit und schauen zurück auf ihre verstaubte Fotos.

    Wir sind doch immer von irgenwas weggelaufen,stets auf der suche nach ,,DEM LEBEN,,da hilft uns ein altes,abgenutztes Fotoalbum auch nicht mehr weiter ,,DAS Leben,, zu finden.

    Im Prinzip hat walther schon recht.

  219. walther am 13. Mai 2010 um 09:17

    Ich fürchte, liebe Alma, besser kann man gar nicht bestätigen, dass das grausame Schicksal vielleicht wirklich auch selbst verschuldet war!

    Zum Glück gibt es aber auch die ‘Familienalben’ von H.Müller, G.Carbunariu, M.Haneke…

  220. alma am 13. Mai 2010 um 00:59

    Nein, nein, lieber Walther, es geht hier nicht um GLAUBEN sondern um HABEN. Und, ein schönes Familienalbum zu haben bedeutet zu SEIN. Und darauf kommt es letztendlich an.

  221. walther am 13. Mai 2010 um 00:06

    Vielleicht weil sie zu sehr an die Schönheit und Wahrheit ihres Familienalbums glaubten?

  222. alma am 12. Mai 2010 um 22:18

    Das ist lieb von Ihnen Durlacher, mir das so gutmütig zu erklären aber ich muss Sie überraschen: Auch ich hatte, in diesem Bezug, nicht von “bild-schön” gesprochen.

    Aber auch ich verstehe nicht alles. Was meinen Sie denn mit dem Schweinehund? (Steht das Plastikreh dafür?) Und welche Fehler und Fehlentscheidungen meinen Sie denn? Sie beziehen sich doch auf die Geschichte der Banater Schwaben, oder? Kann mir denn jemand endlich erklären, warum sie an ihrem Schicksal selbst schuld waren? – wie hier angedeutet wird.

  223. Durlacher am 12. Mai 2010 um 20:31

    Ich denke mal, mit “schön” war was anderes gemeint. Eben nicht “bild-schön”, sondern Menschen mit Ecken und Kanten. Und Fehlern und Fehlentscheidungen.
    Ja,es ist sicher nicht einfach, in den Spiegel zu schauen und hinter der schönen Ahnengalerie den inneren Schweinehund zu entdecken…

  224. alma am 12. Mai 2010 um 14:49

    “… und wir sehen, dass wir so schön auch nicht waren.”
    Von Jakob in Mai 11, 2010 – 19:36

    Welch ein Unsinn! Bis zurück zu meinen Ur-Urgroßeltern sehe ich nur schöne Menschen in unserem Familienalbum. Darf sich meine Familie, nach Ihrer Aussage, noch Banater Schwaben nennen? Oder wollen Sie uns exkommunizieren? Wenn Sie die Befugnis dazu haben, dann geben Sie mir das bitte schriftlich. Und viel Spaß in Ihrem neu kreirten früheren Banat.

  225. getkiss am 11. Mai 2010 um 22:54

    Herr Schoger von der Siebenbuerger Zeitung hat mich auf den Pressespiegel aufmerksam gemacht, den ich verpasste. Vielen Dank.
    Darin auch der Link:
    http://www.lr-online.de/kultur/buehne/-Sold-Out-Drama-ueber-Rumaeniendeutsche;art1003,2903763

  226. Beatrix am 11. Mai 2010 um 19:47

    Die musikalische Untermalung zum Stück soll rockig sein, habe ich irgendwo gelesen, zwar die Künstlerin „Pollyester“ gegoogelt, doch nichts in der Richtung gefunden. Leider habe ich nicht die Gelegenheit, In München mir das Stück anzuschauent. Vielleicht kann hier im Blog jemand etwas zum „Soundtrack“ erzählen? Vielen Dank im Voraus sagt …

  227. Jakob am 11. Mai 2010 um 19:36

    Ich habe mir Sold out mittlerweile angesehen. Es ist kein “schönes” Stück. Es thematisiert unschöne Seiten unserer Geschichte. Aber die gehören auch zu uns, ob wir das wahrhaben wollen oder nicht. In vielem wird uns hier ein Spiegel vorgehalten und wir sehen, dass wir so schön auch nicht waren.
    Was gut rüber kommt: Die Verlogenheit des kommunistischen Systems, die Diskrepanz zwischen “Sein” und “Schein”. Frau Carbunariu hat viel reingepackt, vielleicht sogar zu viel. Die Bilder sind so dicht und von einer solchen Intensität, dass es manchmal schmerzt, zum Beispiel beim Packen der Aussiedlerkiste.

  228. seppy am 11. Mai 2010 um 19:16

    Mein Vater war bei der SS,sein Bruder bei der Wehrmacht, und mein Großvater sympatisierte mit den Kommunisten.
    Die Verlierer waren mein Vater und mein Großvater.

    Ich habe den Eindruck das manche das ,,Banater Schwaben sein,,so darstellen als sei es ein Beruf.

  229. Beatrix am 11. Mai 2010 um 19:01

    In die Wehrmacht aufgenommen wurden jene jungen Männer aus dem Banat, die zu Beginn des Krieges sich in D oder A aufhielten. Es waren einige, die eine Lehre hier machten oder als Handwerker arbeiteten. Der eine oder andere schloss sich lieber freiwillig an, als Besseres von der Mobilmachung in der Heimat zu erwarten.

  230. Polkakeenich am 11. Mai 2010 um 17:35

    …………………………….Katherina, dass war ein Roman von mir!

    Auf jeden Fall hat sie in der Lenauschule im Fenster gesesen und eine KENT ( oder Gabinet) geraucht.
    Dies war IHR (und Poetische Freunde) wiederstand gegen die Kommunistische Diktatur in Rumänien.
    EINE ZIGARETTE FÜR DIE FREIHEIT !

  231. Katharina am 11. Mai 2010 um 17:04

    Polki, ich muß Dir widersprechen.
    Herta Müller hat bestimmt nicht in der Kerweitracht mit Zigarette und einem Glas mit Whisky posiert.
    Ich habe meine erste Amiral auch nicht auf einer schwowischen Kerwei genossen.
    Gut,ich war kein Kerweimädl.
    Doch ich wage zu behaupten, dass die Mädchen nach dem Krieg, auch wenn sie Kerweimädchen waren, sich alle emanzipiert haben. Mehr oder weniger.

  232. Polkakeenich am 11. Mai 2010 um 16:10

    Carbunariu……..Moldau besser gesagt Bassarabien, Bukarest, Banat……..

    Warum sol eine Moldovenerin sich nicht auch Künstlerisch betätigen wie andere Menschen auch…….Aus ihrer Sichtweise. Da sie den Hitler in die Wige gelegt bekommen hat, vom Staat in dem sie lebte.
    Zusätzlich für alle Kommunistisch und Demogratische Denker von diesem Blok.
    Du hast können wählen bei der Mobilmachung in Rumänien……Was für ein Glück !!
    Entweder DU gehst zum verlausten Rumänischen Militär, oder freiwilig zu der SS. Bei der Wehrmacht war kein Platz für nicht Arier.
    Zu Sold Out
    Werde mich dazu nicht äussern, bevor ich nicht mich selber überzeugt habe.

    Freue mich aber, dass unsere Nobelpreisträgerin Frau Kerweihmädel Herta Müller bei der Kerweih (Banater Heiratsmarkt) in Nitzkydorf teilgenommen hat. Eine Banater rebelierende Emanze in Kerweitracht mit Zigarette und Wisky……Na dann prost…..!!

    So findet man bei der Prominens immer unsaubere Flecken…..So heilig sind die alle nicht !

    Das weiße Band…..Habe den Film vor Monaten erwähnt, vor der Oskar verleihung.
    Guten morgen an die, die jetzt aus ihrem kommunistischen schlaf aufgestanden sind.

    Ein Roman, oder auch ein Film, ist immer eine Lüge……..Vielleicht kommt er ein wenig der Wahrheit entgegen, wen es um ein Dokumentarfilm geht. Das andere ist Hänsel und Gretel.

  233. Katharina am 11. Mai 2010 um 13:39

    Danke, getkiss.

    Ich habe hier nur meine Meinung geschrieben.
    Sie muß sich nicht mit der Meinung anderer decken.
    Ich glaube Frau Carbunariu, dass es schwierig war, Leute zu finden, die sich darüber äussern.
    Es mag Angst sein, es mag auch in der Natur der Schwaben liegen, in gewissen Dingen zurückhaltend zu bleiben.
    Man merkt es auch in den Foren.
    Wenige sind es, die mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg halten.

  234. walther am 11. Mai 2010 um 11:18

    Danke getkiss für den Link zum Kulturraum Banat und den Dank an Frau Packi für den Link zum Donaukurier und der Kritik zum Carbunariu-Aufführung, über die wir dort lesen: “Sold out” ist eine Uraufführung als faszinierender Theaterabend, ebenso sensibel wie packend”.

  235. getkiss am 11. Mai 2010 um 09:18

    Und noch eine Kritik gefunden im Kulturraum Banat – Danke Frau Packi:

    http://www.donaukurier.de/nachrichten/kultur/Heile-Welt-und-Horrorszenen;art598,2275636

  236. getkiss am 11. Mai 2010 um 08:29

    Und es gibt in der seriösen Presse auch noch andere Stimmen, z. Bsp.:

    http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/article7429313/Erst-verfolgt-dann-verschachert.html

    Darin schreibt, noch vor der Uraufführung Barbara Reitter-Welter z.Bsp.:
    “Während Nobelpreisträgerin Herta Müller sich in ihren Romanen an der dunklen Geschichte abarbeitet, hat die junge Autorin und Regisseurin Gianina Carbunariu die Bühne als Medium der Vergangenheitsbewältigung gewählt. Allerdings hat sie mit ihren knapp 33 Jahren und ihrer rumänischen Herkunft ein anderes Geschichtsbild als Müller: “Ich war elf, zwölf Jahre alt bei der Revolution, aber ich habe noch immer Erinnerungen daran. Doch was danach kam, war noch schlimmer”, sagt sie.”

    Wie immer, geschehen auch hier Fehler. Frau Carbunariu ist definitiv in Piatra Neamt geboren, nicht in Bukarest, auch nicht in einem banater Dorf.

    Aber wir wissen, Sie hat Recht wenn Sie sagt:
    “Das war nicht einfach, sagt die Autorin, noch immer hätten viele Exilanten Angst. Hinzu kommt, dass das Thema sowohl in Rumänien als auch in Deutschland nie aufgearbeitet wurde.”

  237. getkiss am 11. Mai 2010 um 08:07

    Du hast Recht, Katharina, es bedarf mehr als 40 Leute. Die Frage ist, wie viele hatten sich gemeldet? So weit ich weiss, war Frau Carbunariu in mehreren Ortschaften der BRD Präsent, nur um den Leuten es leichter zu machen, bzw. wurde die Befragung sowohl in den banater, wie auch in den siebenbürger Medien publik gemacht. Auch mit mir nahm Frau Tartler, die Dramaturgin aus Bozen, in ihrem Auftrag wiederholt Kontakt auf um den Termin abzugleichen, nach Möglichkeit beider Seiten.
    Es ist auch falsch, die inhaltliche Bearbeitungsart des Themas Frau Carbunariu vorzuwerfen, stammt doch die Dramaturgie nicht von Ihr, siehe 2. Link, auch wenn Sie dabei mit gearbeitet hat.
    Meine Frage ist eher, wieso nimmt sich keiner “unserer” Autoren so richtig des Themas an? Sie wird Teilweise von den Zugehörigen der Aktionsgruppe ja beantwortet: “Die landsmannschaftliche Sache interessiert uns nicht, wir wollen “große” Literatur schreiben. Wie falsch das ist, bewiesen Oskar Pastior und Herta Müller, it dem Thema der Deportation.
    So dürfen wir uns nicht wundern, wenn Leute die von der Sache wenig Ahnung haben, ein Thema bearbeiten, die wenige von uns interesiert….sonst hätten mehr Leute Teil genommen an der Befragung.
    Es ist die selbe Geschichte wie mit der Mitarbeit bei der Landsmannschaft: Kritiker finden sich viele, freiwillige Mit-Arbeiter eher weniger. Ich will ja denen, die hier Stellung nehmen nix vorwerfen, hier wird wenigstens Stellung genommen, öffentlich, nicht nur Kontra, sondern auch pro Landsmannschaft.

  238. Katharina am 11. Mai 2010 um 01:17

    Ist Frau Carbunariu nicht in Piatra Neamt geboren?

    Ich lasse mich nicht von Sabine Leucht irritieren.
    Zwei Dinge zwingen mich zu meiner Position.
    Um eine Sache zu verstehen und sie vor ein Publikum zu bringen ( das noch weniger weiß als ich), bedarf es etwas mehr als 40 Leute zu befragen…
    Und dann die Bilder. Die Welt unserer Landsleute war weder künstlich noch kitschig.
    Also was soll dieses geschmacklose Brimborium?

  239. alma am 10. Mai 2010 um 23:02

    Nachdenken, über Plastikfiguren? Dazu könnte ich etwas schreiben, ohne dabei viel nachzudenken zu müssen, Jakob, aber auch ich darf das nicht – will das nicht, weil ich mich nie über Unschuldige lustig mache.

    Was ich noch interessant finde ist, dass Frau Carbunariu angeblich im Banat geboren ist, in der Nähe von Temeswar; in einem Dorf, dass ihr so unbedeutend ist, dass es nichtmal einen Namen verdient. Sie kommt aus Bukarest. Darüber könnte ich schon eher nachdenken, muss ich aber nicht: Wer sind die, die diese Ortschaften lieben und wem sind sie gleichgültig und warum? Aber, wie schon gesagt, muss ich nicht und es lohnt sich auch nicht.

  240. Jakob am 10. Mai 2010 um 20:30

    Also so über ein Theaterstück zu urteilen, ohne es gesehen zu haben, dazu gehört schon etwas dazu meine Damen.
    Lasst Euch nicht von einer ehemaligen taz-Schreiberin irritieren und schaut Euch, wenn möglich, das Stück an. Es lädt zum Nachdenken ein, jenseits von Plastikfiguren, wobei man sogar darüber nachdenken kann.

  241. Katharina am 10. Mai 2010 um 10:49

    Unsere liebe Gianina hätte lieber was über ihre Moldauer Landsleute oder ihr sonst bekannte Menschen auf die Bühne bringen sollen.
    Ich darf hier nicht schreiben, an was mich dieser ganze Plastikkitsch erinnert.
    An unsere schwäbische (oder auch sächsische) Welt gewiß nicht.

    Wie alma schreibt,über sich selbst lachen, kann befreiend wirken. Aber sich weiter dem Gespött der Secu und anderer aus diesem Milieu ausgesetzt zu sehen, das schmerzt.

  242. alma am 10. Mai 2010 um 10:22

    Ich auch, Katharina.

    @ Anonymous:

    Wir sind viel mehr als das alles, was Sie da aufzählen. Verkitschte Ghitler-Anhänger sind wir, mit Plastikreh. Und mit einem Hang zum Masochismus, wenn wir an der Theaterkasse stehen. Um Miss Carbunarius Play mit dem für die Bühnen der Welt gedachten Titel zu sehen – für München hätte ‚Ausverkauft’ gereicht -, in dem sie zeigt, dass wir es nicht besser verdient haben. Sind da auch Schafe auf der Bühne, oder sitzen die nur auf den Zuschauerplätzen?

    Passen se mol uf, es gibt ein ewiges, ungeschriebenes Gesetz: Es klingt anders, wenn du über dich selbst lachts, als wenn dein Vergewaltiger über dich lacht. Nicht jeder darf, was unsere Herta vor fast dreißig Jahren durfte. Applaus, Miss Carbunariu, dafür, dass Sie uns daran erinnern, wer bei uns die Hose träg – noch immer.

    Ausverkauft/Sold out wurden wir nicht nur damals, sondern erneut jetzt, in München, im Frühling 2010. Nur diesmal für weiniger Geld – was kostet schon eine Theaterkarte?!

    ___________

    http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=4326%3Asold-out-gianina-carbunariu-steckt-an-den-muenchner-kammerspielen-rumaeniendeutsche-ins-terrarium&catid=99&Itemid=40

    Und noch ein Photo dazu: http://www.muenchner-kammerspiele.de/index.php?URL=index.php%3F%26SeitenID%3Dstueck%26ID%3D1123

  243. Katharina am 10. Mai 2010 um 00:59

    Zu lesen auf Nachtkritik.de

    Scheinidyllisches Ölschinkenpanorama.

    von Sabine Leucht.
    ___________________________________________

    Ich warte gespannt auf den Bericht von getkiss.
    Er hat sich Gianina Carbunarius Stück “Sold Out”
    angesehen.

  244. walther am 9. Mai 2010 um 00:30

    Ja, Durlacher, “Das weiße Band” ist ein sehr schöner Film, schön trotz der Darstellung erschreckender Ereignisse in der nur SCHEINBAR idyllischen Intimität eines Dorfes, schön, weil man die dahinterliegenden Wahrheiten spüren kann. Er zeigt, dass die ganzen entsetzlichen Grausamkeiten und Unmenschlichkeiten der beiden Welktkriege – der Film endet ja mit Beginn des I. WK – keineswegs über die “unschuldigen” Menschen irgendwie von außen HEREINgebrochen, sondern dass sie mitten aus den Menschen in den Dörfern und Städten HERAUSgebrochen sind. Die jeweiligen politischen Machthaber – im Kaiserreich und in der NS-Zeit – hatten leichtes Spiel…

  245. Durlacher am 8. Mai 2010 um 22:22

    Ja, Frau Götz war in Großsanktnikolaus Deutschlehrerin, dann ging sie zur Banater Zeitung und später nach Hermannstadt an die Uni, wo sie vor allem Deutsche Literaturgeschichte unterrichtete, respektiert und gefürchtet als sehr strenge und anspruchsvolle Lehrkraft.

  246. Durlacher am 8. Mai 2010 um 22:19

    Der Film “Das weiße Band” wurde sogar für den Oskar vorgeschlagen, erhielt Unmengen Preise.
    Er spielt in einem norddeutschen Dorf und ist schaurig-schön und gruslig. Er fängt eine Atmosphäre eines dörflichen Terrors vom Ende des vorvorigen Jahrhunderts ein, aus der, wie man sich unschwer vorstellen kann, der Samen wächst, der Menschen reif für eine Diktatur werden lässt.
    Und doch würde NIEMAND behaupten, der Regisseur habe das deutsche Dorf beschmutzt und tue so, als ob alle Deutschen von Kind an schon verdorben wurden.

    In den Beiträgen oben gibt es einige Stimmen, die genau dieses festhalten: in dörflichen Strukturen (und wahrlich, nicht nur in schwäbischen des Banats) konnte genau diese Situation der ewigen Kontrolle, des Vertuschens und Verdeckens, des Vortäuschens und des ewigen Konkurrenzkampfes zwischen Familien, zwischen Familienmitgliedern die auf Gedeih oder Verderb aneinander gekettet waren, entstehen – die Auswüchse kennt doch jeder, wenn auch noch Alkohol oder Betrug im Spiel war, wurde des Spiel zur Groteske.
    Ich habe von denen, die die Bücher von Herta Müller lasen, noch nie sagen hören: “Was für schreckliche Menschen es da bei euch gab”, sondern “Solche gab es auch bei uns.”

    Was anders ist, noch erschreckender und schrecklicher: wenn zu diesen existenten Faktoren des Terrors in Familie und Dorf der politische Terror einer Diktatur auch noch eingreift. Das kann man sich denken, wenn man z. B. “Das weiße Band” gesehen hat.
    Oder eben ein Buch von Herta Müller liest.

  247. Katharina am 8. Mai 2010 um 19:42

    Ausnahmen bestätigen die Regel. -:)

    Ich will hier nicht Bundesdeutsche als Idioten bezeichnen.Viele kennen Rumänien eben nicht.
    Seit Gibsons Auftritt hier im Blog wird dieser inexistente Bahnhof immerwieder genannt.
    Ein Beweis wie man an unwichtigen Dingen festhalten kann, weil man einer Person was unterstellen will. Aus welchem Grund auch immer.

  248. Knobler am 8. Mai 2010 um 16:53

    Kleiner Einspruch Katharina. Ich bin ein sogenannter Bundesdeutscher und kenne mich in der Poiana Brasov / Schulerau recht gut aus.

  249. Katharina am 8. Mai 2010 um 16:42

    Beatrix, da hatten wir ja ähnliche Gedanken!
    Ich habe auch mal an Ulla Hahn gedacht…

    Überall in der Welt gibt es Orte, die abgeschieden wirken, wo die Zeit stehengeblieben scheint und es gibt träumende Kinder dort…
    Aber klar, nicht alle schaffen den Weggang und noch weniger von den Entkommenen werden Schriftsteller…

    Ich muß jetzt leider weg…

  250. Beatrix am 8. Mai 2010 um 15:55

    jenden – jenen

  251. Beatrix am 8. Mai 2010 um 15:54

    Ja, Katharina, darüber würde ich auch gern etwas wissen.
    Zu H.M. Es gibt genügend, ihrem Erstlingswerk ähnliche, Literatur zur westlichen Welt der 50-er/60-er Jahre; aus der Sicht eines Kindes musste vieles merkwürdig erscheinen, ungerecht und angsteinflößend in jenden schwierigen Zeiten mit ihren Umbrüchen. Nur ein Beispiel: Ulla Hahns „Das verborgene Wort“, ein Bestseller 2001 und später verfilmt fürs TV, entführt den Leser auch nicht gerade in eine heile Welt am Niederrhein der 50er-Jahre.

  252. Katharina am 8. Mai 2010 um 12:51

    Wonach haben die “Bundesdeutschen” gefragt.
    Ein bisschen neugierig bin ich schon…

  253. Katharina am 8. Mai 2010 um 11:51

    Ach, Supersvabo!
    Die Bundesdeutschen kennen Poiana Brasov nicht.
    Wie sollten sie dann diese Frage stellen? -:)

  254. Supersvabo am 8. Mai 2010 um 11:15

    Es meldeten sich meistens Bundesdeutsche. Deren Fragen waren dermaßen naiv, dass
    sich die Profis zurücklehnten und schmunzelten.

    vielleicht hätte man nach der Bahnhofshalle von Poiana Brasov fragen sollen.

  255. Katharina am 8. Mai 2010 um 10:31

    War Ortinau ein Schüler von Frau Götz?

  256. Der Schwob am 8. Mai 2010 um 02:14

    Ich war bei HMs Ausstellung in MUC mit Ernest
    Wichner(ein Jahr älter, Lenau 1971) als Referent
    und der anschließenden Diskussion mit den Wegbereitern.
    Die Ausstellung ist spitze, sehr schwowisch und
    doch modern. HM wird sehr präzise getroffen. Man
    kann Wichner nur gratulieren. Wichner traf HM bei
    einer Kerweih, als sie sich in Tracht zeigte.
    Damit liegen schon einmal alle richtig, die sie
    als Nitzkydorfer Kerweihmädl titulieren.

    Beim anschließenden Diskurs mit den Wegbereitern kam nichts Neues zutage. Die
    Lehrerein von Wagner, Ortinau und Lippet vom
    Semikloscher Gymnasium meldete sich zu Wort,
    Frau Dorothea Götz aus Marienfeld, so quasi
    als Wegbereiterin der Wegbereiter.
    Es meldeten sich meistens Bundesdeutsche. Deren Fragen waren dermaßen naiv, dass
    sich die Profis zurücklehnten und schmunzelten.

  257. seppy am 7. Mai 2010 um 19:15

    Ich weiß nicht ob ich nach Ulm zum Treffen fahre.
    Vor zwei Jahre habe ich einen Bekannten getroffen und bis ich nicht seine 100 Fotos mit allem drum und dran angeschaut habe ,war ich sein ,,Gefangener,,lach.

  258. Katharina am 6. Mai 2010 um 07:50

    Herta Müller hat ein Bild von den Banater Schwaben gezeichnet. Dieses Bild muß auch verstanden werden.
    Einige Journalisten und Möchte-Experten aus dem Westen haben es nicht verstanden.
    Sie posaunen genau solche Worte, wie von Anonymous oben geschrieben, in die Welt hinaus und zeichnen neue Bilder, die nur Empörung auslösen können.

  259. Anonymous am 5. Mai 2010 um 20:31

    Wer sind die Banater Schwaben……..?

    Laut Herta Müller:
    Säufer………………..!
    Vergewaltiger…………!
    Insest Menschen………..!
    Dreckich…………….!
    Nazis…………………..!
    Ohne Kultur……………!
    Ohne Walt……………….!
    Verräter………………!

    Es lebe das Ulmer Schwabentreffen……!!
    Eins muss ich Euch mitteilen: Es freut mich ausserordentlich das ich am Pfingstsonntag all diese Menschen treffe. Die ich da oben erwähnt habe.

    In diesem Punkt muss ich Carl Gibson zustimmen, dass dies unser Bild auf ewig wird sein, das Herta Müller von uns gezeichnet hat. Die befürworder von Herta Müller sind im siebendem Himmel vor Glück und Neid……………..
    Das dieses Banater Schwaben Bagage (ich mit einbegriffen)eins ausgewischt bekommen hat.

  260. Beatrix am 5. Mai 2010 um 07:58

    „Meine Kinder wollen keine Banater Schwaben sein …“

    Ja, das ist vorbei – da sollten wir uns keinen Illusionen hingeben. Die meisten von uns haben auch immer weniger Probleme damit. Wir können aber vermitteln, dass wir eine Herkunft haben, auf die wir stolz sein können. Generation für Generation hatte mit großen Widrigkeiten zu kämpfen bzw. waren allerlei Ungerechtigkeiten ausgesetzt. Das war auch in D nicht anders, aber für unsere kleine Gruppe immer auch eine Frage des kulturellen Überlebens. Das Banat war früher nie von der Welt abgeschlossen, Bauern und Gärtner ( Gärtnersfrauen!) kamen durch den Handel mit ihren Produkten per Bahn oder Pferdewagen bis Wien und in die andere Richtung nach Kronstadt. Die es sich leisten konnten, kurten in Karls- und Marienbad. Nicht zu vergessen die Auswanderer nach Übersee, die nie den Kontakt abreißen ließen. Einige junge Männer, die ihren Wehr- oder Kriegsdienst leisteten, brachten sich Ehefrauen z. B. aus Österreich mit.

  261. Katharina am 5. Mai 2010 um 07:11

    Wie sollen die Kinder Banater Schwaben sein, wenn sie schon früh aus dem Banat weggebracht wurden oder gar in Deutschland geboren wurden?
    Einmal las ich die Frage eines Siebenbürger Sachsen, die mich auch sehr berührt hat: “Was habt Ihr uns angetan?”
    Mein Sohn war klein, als er das Banat verlassen mußte. Da lag unser Banat bereits in der Agonie.
    Er spricht schwäbisch, er zeigt Interesse für das Banat und die Schwaben.
    Aber das schwäbische Dorf und die Kerwei kennt er nicht, da bleibt er immer ein Aussenstehender.
    Heimat ist für ihn Europa. Sagt er zumindest.
    Kinder wurden einfach mitgeschleppt, keiner fragte, ob sie es wollen.
    Alexandra Maria Lara sprach von Cola und Rolltreppen, die sie in Rumänien nicht kannte.
    Deutschland als Warenparadies…
    Ich kenne die Aussagen banatschwäbischer Kinder nicht. Waren es auch grosse Kinderaugen in den übervollen Läden?
    Mein Sohn kannte Rolltreppen vom Bega-Kaufhaus, er hat den Traiano-Lebensmittelmarkt noch erlebt, er hatte ausländisches Spielzeug…
    Mein Kind hatte Heimweh. Grosses Heimweh.
    Unverständlich für andere, die berauscht von Supermarkt und grossen Autos ihre Seele verloren…

  262. Der Schwob am 4. Mai 2010 um 22:26

    Liebe Katharina,
    ich kenne hier Leute seit über 2 Jahrzehnten,
    manche schon Rentner, mit Wurzeln in Serbien,
    Rum.oder Ungarn, die stets den “waschechten
    Bayern” gaben, zumindest mir gegenüber und sich
    peu a peu outen. Dies sind Anzeichen von Tauwetter oder der dritten “deutschen Einheit”.

    Meine Kinder wollen keine Banater Schwaben sein.
    Je mehr ich in dieser Richtung unternehme, desto
    mehr Widerstand ernte ich. Das bricht mir das
    Herz.

  263. Der Schwob am 4. Mai 2010 um 22:12

    Lieber Getkiss, sei nicht gleich so beleidigt.
    Lies zwischen den Zeilen, nimm nicht alles so
    wörtlich.
    In der BRD gibt es seit geraumer Zeit keine speziellen Aussiedleranlaufstellen wie
    in den 80ern und 90ern. Alle Zugereisten, ohne
    Unterschied auf Land und Rasse, sind Migranten.
    Man muss nicht unbedingt mit dieser neuen Begrifflichkeit einverstanden sein.

    Früher nannte man in D Neuankömmlinge Zigeuner
    oder Kanaken, in den 80ern Aussiedler, heute
    Menschen mit Migrationshintergrund.
    Nach der Lesart von 2010 wird also kein Unterschied gemacht zwischen einem ehrenwerten
    Schwob und einem Afrikaner.
    Der deutsche Pass sagt rein gar nichts aus.

  264. seppy am 4. Mai 2010 um 19:21

    #

    Seppy, klick mal auf den Namen, ein Link führt weiter

    Von Beatrix in Mai 3, 2010 – 19:19

    Geht leider nicht…

  265. van der Haide am 3. Mai 2010 um 21:46

    Überall wird um Erstellung von Heimatdaten usw. geworben. Wer Interesse hat für solche Daten, kann diese Daten soweit bei IfA Stuttgart, dort kostenlos bekommen. Nähere Infos, unter Institut für Auslandsbeziehungen-Die Banater Kirchenbücher. Der Sitz von IfA ist in Stuttgart.
    Ich frage mich dann, warum EINIGE-bei kostenlosem Erhalt auch noch Geld verdienen müssen-

  266. van der Haide am 3. Mai 2010 um 21:39

    Gesetzlich bei schweren Verbrechen gegen die Menschheit-GENOCID- kann man die erworbene Staatsangehörigkeit als Aussiedler, aberkennen. Meines Wissens war kein Fall- und so rasch keiner geben- denn die Banater Schwaben- sind keine Menschen die Verbrechen, gegen die Menschheit machen.
    Zusätzlich-ab 01.01.2007 – EU-Beitritt Rumäniens, wird die Rente sowohl von DE und RO, bezahlt.Einzelheiten bei jedem Rathaus.

  267. getkiss am 3. Mai 2010 um 20:15

    mit dem Unterschied zu den echten DEUTSCHEN- uns theoretisch die erworbene Staatsbürgerschaft, ab erkannt werden soll. So weiß ich es.

    Von van der Haide in Mai 2, 2010 – 18:30
    ——————————————-
    Könnten Sie diese Aussage besser formulieren, bzw. belegen?

  268. Beatrix am 3. Mai 2010 um 19:19

    Seppy, klick mal auf den Namen, ein Link führt weiter

  269. seppy am 3. Mai 2010 um 18:52

    #

    Von Wiesen – pardon – Haide, das muss ich jetzt erst …setzen lassen., gelle …

    Von Beatrix in Mai 2, 2010 – 21:43

    Ich habe auch ,,rumgekaut,, ohne Ergebniss..

  270. Beatrix am 2. Mai 2010 um 21:43

    Von Wiesen – pardon – Haide, das muss ich jetzt erst …setzen lassen., gelle …

  271. van der Haide am 2. Mai 2010 um 18:30

    Wer sind die Banater Schwaben-es gibt so viele Arten von Schwaben-Donau-Baden-Württemberg, in andere Länder.
    Wer wir Banater Schwaben sind- nach mir persönlich- haben wir nicht auch-für Silberlinge- wenn es auch zusätzlich für viele noch DM waren, verkauft.
    Warum sind wir heimatlos? – Nein:
    - wir haben ein Geburtsland;
    - und ein Land wo wir nach § 116 des Grundgesetzes,juristisch-(als deutsche Aussiedler/Flüchtlinge aus Rumänien)-als deutsche Staatsbürger anerkannt sind; mit dem Unterschied zu den echten DEUTSCHEN- uns theoretisch die erworbene Staatsbürgerschaft, ab erkannt werden soll. So weiß ich es.

  272. Trierer Schwob am 22. April 2010 um 19:28

    bei den Banater Schwaben sind viele durchmarschiert. Franzosen, Luxemburger, Serben, Slowanken, dann viele Ungarn und dann (das hören jetzt viele nicht so gerne) auch Rumänen.

  273. getkiss am 21. April 2010 um 14:19

    Lieber Schwob, ich bin banater Schwabe, kein Afrikaner. Das Einwohnermeldeamt ist mir Wurscht, so lang ich meinen deutschen Pass hab.

    Dir bleibt es natürlich überlassen, dich als Schwarzer darzustellen, lach. Nur den Mitgliedsbeitrag must schon zahlen, sonst wird die Darstellung nicht anerkannt…

  274. Der Schwob am 21. April 2010 um 11:44

    Lieber Getkiss, Du bist ein Afrikaner und ich bin
    ein Afrikaner.
    Im Einwohnermeldeamt München wird Dir das bestätigt.

  275. alma am 21. April 2010 um 00:31

    Fast auf den Punkt gebracht, getkiss – es wird halt g´spinnt. Aber was sonst haben Sie erwartet? Dass hier akkribische Arbeit geleistet wird? Schufte, sogar nach Sonnenuntergang? So schwobisch sin mer doch nimme…

  276. Katharina am 20. April 2010 um 12:12

    Blog-Beschreibung?
    Getkiss, ich werde jetzt nachdenken müssen.

  277. Katharina am 20. April 2010 um 12:08

    Umfrage über die soziale Identität: Junge Siebenbürger schätzen alte Werte. (Roxana Höchsmann)

    Gerade bei den Sibis gelesen.

    Mich würde die Meinung unserer Schwaben schon interessieren. Vorallem die Meinung der jüngeren Generation.
    Da hier aber das grosse Schweigen herrscht, bin ich schon etwas skeptisch…
    Vielleicht schreibt doch einer.

    Sehen Sie sich als deutsch?
    Wie werden Sie von anderen Deutschen wahrgenommen?
    Stört es Sie, als Ausländer bezeichnet zu werden?
    Wie reagieren Sie, wenn Sie nach Ihrer Herkunft gefragt werden?

  278. getkiss am 20. April 2010 um 11:59

    (Obwohl…Alter schützt vor Torheit nicht.)

    Von Katharina in Apr 20, 2010 – 11:51
    ——
    Klar Katharina.
    Und Tastatur von Kauderwelsch auch nicht, siehe Oben.
    Oder war es nur eine Blog-Beschreibung?

  279. Katharina am 20. April 2010 um 11:51

    Wir sitzen im Vulkan, getkiss?
    Dann haben wir uns ja ein schönes Plätzchen rausgesucht!
    Und das mit der Inzucht…Sie und ich zumindest können beruhigt sein.
    Wir sind beide keine Inzuchtkinder.
    Und das mit den Afrikaner…Da ist auch keine Gefahr mehr.
    (Obwohl…Alter schützt vor Torheit nicht.)

  280. getkiss am 20. April 2010 um 09:46

    Gut g´spinnt, die Damen.
    Alles Drin:
    Nautilus,
    Nemo,
    rothaarige Gene,
    auswärts g´heirat um des zu verhinnre,
    dem alte Haus in die Auge gucke
    un iwerleje ob mer´s in die Luft jage soll,
    oder ganz anständich unmodern abreisse,
    lohnt sich nimmi,
    es is´ jo nemmi des aldi Haus….

    Ich frei mich,
    wees ich jetzt
    wer sinn die banater schwowe
    vum Waaner Richard?
    Oder hat de gar kenni g´hat,
    nor neideitschi?

    “Asche iwer mei Haupt”
    besser gsaat dringt in die Ohre
    ich heers vun alli Kanäle
    de kehre alli
    im Himmel rum,
    Nor de Ramm Sauer
    de saat:
    Nix do!

    Wieso schickt Niemand
    dene Isländer
    Kehrmaschine,
    die hann´s doch bitter nötich?

    Jo jetzet wees ich
    die banater Schwowe,
    sitze mitten drinn
    un Luge raus…
    vielleicht kenne se
    de Gene auffrische, denn
    Afrikaner kumme noch immer
    mit´m Boot riwer..

  281. alma am 20. April 2010 um 00:13

    “Wieso darf man diese Orte so verunstalten?”
    Von Katharina in Apr 19, 2010 – 10:31

    Sehr unangenehm für mich ist, wenn ich vor unseren ehemaligen Häusern stehe und ihnen in die Augen schaue. Der barocke Spitzgiebel ist weggestutzt, sie wirken dadurch kleiner; und mit den neuen, grellen Farben angestrichen, sehen sie wie Badehuren aus. Sie schämen sich, dass ich sie so ertappt habe und mich packt das Mitleid und ich möchte ihnen sagen, dass SIE an allem keine Schuld tragen. Wir hätten sie damals, als wir gingen, in die Luft jagen sollen. Ich frage mich, ob wir noch hätten gehen können, wenn wir das getan hätten. Sowas darf man nicht tun, nirgendwo auf der Welt – ich frage mich aber, wieso nicht?

  282. alma am 20. April 2010 um 00:04

    Inzucht war insofern ein Thema, indem die Leute sich davor fürchteten. Wenn mal ein Kind mit roten Haaren geboren wurde, überlegten die alten Frauen, ob da nicht mal was in den früheren Generationen diesbezüglich geschehen ist. Das habe ich mitbekommen und ich kann mich noch gut an die erschrockenen Blicke erinnern. Ein Aberglaube, der aber bestätigt, dass Inzucht nicht gebilligt wurde. Und sie war auch nicht schwer zu vermeiden, nicht in den großen Heidedörfern. Wie Beatrix schon sagte, es wurde auch nicht selten ‘außerhalb’ geheiratet.

  283. Katharina am 19. April 2010 um 22:45

    Inzest bei den Schwaben?
    Bei allen Volksgruppen kommt das vor.
    Ich habe keine Beweise, dass es ein ernstes Problem war.
    Unser Exodus hat es jetzt endgültig verhindert.

  284. Beatrix am 19. April 2010 um 20:07

    Damit es nicht missverstanden wird – soll heißen: aus dem Dorf „hinaus“, also jemanden aus einem Nachbar- oder entfernteren Ort

  285. Beatrix am 19. April 2010 um 19:57

    Das mit der …-Problematik ist doch nicht im biologischen Sinne gemeint? Oder doch – Gen-Problematik???? Man braucht nur in den Kirchenbüchern nachzuschlagen, da wird doch offensichtlich, von wo überall die Siedler eines einzigen x-beliebigen Dorfes herkamen. Aus Westfalen, dem Sauerland, aus dem Badischen, Schwäbischen, aus Schlesien, Franken, Bayern, Böhmen, Mähren, Österreich. Einige Ungarn, Serben mischten auch noch mit im Genpool (Lothringen und Elsass habe ich bei der Aufzählung von Westen nach Osten vergessen). Und das nicht bei den späteren, sondern den Ansiedlungen 1750-60. Wie viele Generationen gab es seither? Nicht zu vergessen, dass häufig aus dem Dorf geheiratet wurde.

  286. seppy am 19. April 2010 um 19:10

    ,,An Seppy; aufgrund der Inzuchtproblematik unseres
    Volksstammes empfiehlt sich eine gründliche
    Gen-Aufmischung. Insofern war der Weggang zumindest aus den Banater Dörfern höchste Eisenbahn und deshalb zwingend notwendig.,,

    Sag ich doch…..

  287. Der Schwob am 19. April 2010 um 16:27

    An Seppy; aufgrund der Inzuchtproblematik unseres
    Volksstammes empfiehlt sich eine gründliche
    Gen-Aufmischung. Insofern war der Weggang zumindest aus den Banater Dörfern höchste Eisenbahn und deshalb zwingend notwendig.

    Die Verteidigung der causa banatia obliegt einer
    neuen Generation mit neuen (Medien)Möglichkeiten.

    Für alle Nicht-Aufgeklärten in der Sache HM:
    alles in München, Literaturhaus:

    22.04.19.30 Eröffnung der Ausstellung “Der kalte Schmuck des Lebens” mit dem Kerweihmädel
    höchstpersönlich

    Dauer der Ausstellung in MUC: 23.04-20.06.2010,
    Di-Fr. 11-19 Uhr, Sa.,So. 10-18.00

    6.5.2010,18.00 Führung d.d.Ausst.durch
    Ernest Wichner
    20.00 Aktionsgruppe Banat, Gespräche mit
    Lippet,Ortinau,Totok,Wagner

    20.05.2010,20.00, Lesung Herta Müller

    “Sold out” am 5.5,9.5,14.5,26.5 in den Kammerspielen München

    Wenn das nichts ist.
    Gruezi

  288. Katharina am 19. April 2010 um 15:11

    Sold out. Gianina Carbunariu macht Karriere.
    Mit einer Geschichte, die nicht ihre eigene ist.
    Noch kann eine Inszenierung, so gut sie auch sei, den immensen Schmerz, der hinter dem Exodus all dieser Menschen sich verbirgt, nicht wirklich begreiflich machen.

  289. Katharina am 19. April 2010 um 10:34

    fasziniert soll es heißen.
    Leider kann man noch immer Beiträge nicht korrigieren.

  290. Katharina am 19. April 2010 um 10:31

    Das Leben gewisser Frauen läßt sich mit paar Worten beschreiben: shoppen, kochen, Beziehungsstreß, Pilates, Liebesromane lesen und in gewisse Länder reisen.
    Das ist aber nicht unser Thema.

    Ich bin mir auch nicht sicher, ob das, was ich jetzt schreibe, mit dem Thema zu tun hat.
    Es hat mit mir zu tun. Mit meiner Nostalgie und meinem Schönheitsempfinden.
    Ich bin enttäuscht, sehr enttäuscht über die Art, wie man baut, verbaut, wie respektlos man mit Gärten umgeht.
    Ich hatte gestern ein Telefongespräch.
    Da sagte man mir, ein ehemals schwäbisches Haus habe nun einen neuen Besitzer.
    Mich hat das Haus früher immer fasziert.
    Es lag nicht direkt an der Straße und hatte einen wunderbaren Garten.
    Das Haus wird nun abgetragen und ich kann mir die Scheuslichkeit vorstellen, die bald dort entstehen wird.
    Man könnte sagen, es war nicht mein Haus, ich lebe schon längst woanders, was berührt mich das…
    Es berührt mich.
    Weil ich an die Arbeit der Schwaben denke, an ihre Beharrlichkeit und auch an ihre Weitsicht.
    Und weil ich das nicht leugnen noch vergessen will.
    Wieso darf man diese Orte so verunstalten?
    Wieso gibt es keine Vorschriften (sehr streng sollten sie dann auch nicht sein), kein Architekt, der auf Ästhetik achtet?
    Über Häuser, die dem rechtsmässigen Besitzer entrissen wurden, will ich jetzt nicht reden.
    Das ist nämlich auch ein Thema.

  291. alma am 19. April 2010 um 08:32

    “Julia Karnick von Brigitte schrieb in einer Kolumne gar, sie müsse sich eine Woche ausruhen, wenn sie zwei Seiten aus einem Buch von “Nemo” lese.”
    Von Katharina in Apr 17, 2010 – 01:49

    Die arme Frau Karnick! Dann soll sie doch bei der Lektüre der Brigitte bleiben, wenn sie von Herta Müller so überfordert wird. Was sonst kann man über diese möchtegern Humoristin sagen, Katharina?

  292. Katharina am 17. April 2010 um 01:49

    “Nemo” hat auch auf freitag.de zum Beispiel
    einen Angriff erleiden müssen.
    Julia Karnick von Brigitte schrieb in einer Kolumne gar, sie müsse sich eine Woche ausruhen, wenn sie zwei Seiten aus einem Buch von “Nemo” lese.
    Aber gut, die Karnick hat nichts mit uns zu tun. Höchstwahrscheinlich findet sie unsere Region nur sehr schwer auf der Karte.

  293. alma am 17. April 2010 um 01:02

    Katharina,

    die Nautilus wurde erst vor kurzem im Hafen von Stockholm gesichtet – mehr als das, sie hat dort mächtig zugeschlagen. Die Welt schaute erstaunt hin und fragte sich: Wer ist sie denn, diese Nemo, und was ist ihrem Volk bloß zugestoßen? Wie reagierten darauf einige aus diesem Volk? Sie distanzierten sich rasch und laut von ihr. Die Details kennen wir, denn es geschah hier, in diesem Blog, im banatblog. Wenn das nicht – was in Stockholm stattgefunden hat – dann was hält uns zusammen?

  294. Katharina am 16. April 2010 um 21:11

    Mein PC, sorry.
    “Zu den Landsleuten aber,zu jenen Banater Schwaben, die die Schriftstellerin als “Nestbeschmutzerin” verfolgen, sage ich an dieser Stelle nichts.
    Über sie ist nichts zu sagen.” (Richard Wagner)

  295. Katharina am 16. April 2010 um 21:05

    <>

  296. Katharina am 16. April 2010 um 21:03

    Sehe gerade, mir fehlt ein Satz da oben.
    <>

  297. Katharina am 16. April 2010 um 21:01

    Interessanter Fund.
    Richard Wagner im Spiegel 42/2009: <> (Im Zeichen des Kaderwelschs)

    So, und was sagt er über die anderen Schwaben?

    Im gleichen Artikel erfuhr ich, er hat mit Herta Müller nur Hochdeutsch gesprochen.
    Seine Begründung leuchtet mir zum Teil auch ein.
    Ich versuche gerade die Begründungen meiner schwäbischen Landsleuten zu verstehen, die mit ihren Nachkommen kein Schwowisch mehr reden.
    Seit einer Zeit trage ich Fragen mit mir, worauf ich keine genaue Antwort habe.
    War unsere Ausreise nicht unbewußt auch eine Flucht von allem Banatschwäbischen?
    Ist das Trachttragen bei verschiedenen Treffs nicht bloße Inszenierung?
    Stecken wir in einer Identitätskrise?
    Wer sind die Banater Schwaben heute wirklich?

  298. Katharina am 16. April 2010 um 18:47

    Es bedarf…
    Heißt aber nicht, dass es junge Leute gibt, die sich der Sache annehmen.

  299. getkiss am 16. April 2010 um 15:37

    ,,Es bedarf einer neuen, mutigen, selbstbewußten,
    unbelasteten Generation, die diese Aufgabe
    in Angriff nimmt…..,,

    Von Der Schwob in Apr 16, 2010 – 08:53
    —————————————–
    Nur:
    von wo nehmen, wenn nicht stehlen?

  300. seppy am 16. April 2010 um 13:30

    ,,Es bedarf einer neuen, mutigen, selbstbewußten,
    unbelasteten Generation, die diese Aufgabe
    in Angriff nimmt. Das wären immer noch Zeitzeugen, etwas von dem Schlesier und
    Ostpreussen nur träumen.,,

    Von Der Schwob in Apr 16, 2010 – 08:53

    Das alles hat nur einen Haken.Wir müssten dann unsere Kinder untereinender verheiraten ,damit das Interesse der Herkunft,Kultur und Tradition bestehenbleibt.
    Mein Sohn hat eine Bayerin geheiratet.Also werden Mischehen geschlossen,was ich auch richtig finde,und mit der Zeit wird alles Geschichte sein.

    ,,Die Geschichte ändert sich und wir mit ihr,,

  301. Katharina am 16. April 2010 um 08:59

    Es bedarf einer neuen, mutigen, selbstbewußten,
    unbelasteten Generation, die diese Aufgabe
    in Angriff nimmt.

    Von Der Schwob in Apr 16, 2010 – 08:53

    Ich unterschreibe.

  302. Der Schwob am 16. April 2010 um 08:53

    Na,na, weshalb so pessimistisch.
    Von allen Deutschen mit Migrationshintergrund
    haben unsere Schwoweleit mit die besten Karten
    für die Zukunft, was identitätsstiftende Merkmale
    in der bundesrepublikanischen Gesellschaft anbelangt. Banat könnte in den Museen, Lehrbüchern, Medien aufleben, aber nicht mit dieser Führung.Diese Führung ist akulturell.
    Sie verwechselt notorisch Kultur mit Brauchtum.

    Es bedarf einer neuen, mutigen, selbstbewußten,
    unbelasteten Generation, die diese Aufgabe
    in Angriff nimmt. Das wären immer noch Zeitzeugen, etwas von dem Schlesier und
    Ostpreussen nur träumen.

  303. Katharina am 16. April 2010 um 08:40

    wann die Nautilus eines Nemo sich wieder zeigt.
    Von alma in Apr 15, 2010 – 22:18

    almas Stil unverwechselbar und immer beeindruckend.
    Nur ich frage mich schon längere Zeit, wo ist die Jugend, wo sind die Kinder unserer Schwaben?
    In den Foren begegnet man ihnen kaum.
    Man erfährt nichts…oder besser gesagt, ich habe noch nichts erfahren.
    Forschen sie, schreiben sie Bücher?
    Gibt es noch eine leise Hoffnung,dass “unser” Banat positiv wahrgenommen wird?
    Eine neue Delius-Story muß nicht sein.

  304. alma am 15. April 2010 um 22:18

    Vielleicht ist es besser, wenn irgendwann alles in Vergessenheit geriet – das meinte ich mal hier mit ‘Gehirnwäsche’. Wir waren dem Gegner einfach nicht gewachsen.
    Ich glaube aber nicht daran, dass die Erinnerungen verschwinden werden – die bleiben in unseren kollektiven Gedächtnis. So wie die Nachkommen der KZ-Insassen, werden auch manche Nachkommen der Banater Schwaben (die sensibleren unter ihnen) einen für sie undefinierbaren kalten Schleier um sich herum fühlen. Der wird sie zum Nachforschen prädestinieren. Wer weiß, wo und wann die Nautilus eines Nemo sich wieder zeigt.

    Es hätte auch anders sein können, war und ist es aber nicht.

  305. Katharina am 15. April 2010 um 09:06

    alma, bei soviel Optimismus wird es mir gleich wohler ums Herz.

    Sicher wird es die Nachkommen der Banater Schwaben geben und sie werden das Gute (Pflichtbewußtsein, Fleiß, Ordnung, Heimatliebe) weiter vermitteln.
    Aber niemand wird ihre Herkunft mehr erkennen.
    Und für sie selber wird das Banat nur noch ein Punkt auf der Landkarte sein.

  306. alma am 14. April 2010 um 23:21

    … ihr Sebstbewusstsein und ihren Frieden finden.

  307. alma am 14. April 2010 um 23:15

    Es wird sie geben, sie werden leben – das zählt. Ordnungsliebende, fleissige Menschen, die den Flecken Erde, auf dem sie stehen, mit respekt behandeln. Meinesachtens ist es zweitrangig, wie sie sich nennen werden. Wichtig ist aber, dass sie ihre Selbstbewusstsein zurückgewinnen, das wünsche ich den kommenden Generationen.

  308. Katharina am 14. April 2010 um 12:42

    Wer die Banater Schwaben waren, wissen wir.
    Wer sie sind?
    Leute aus dem Banat überall in der Welt ansässig geworden. Sehr viele von ihnen sprechen mit ihren Kindern kein schwäbisch mehr.
    Da haben wir damit auch die andere Frage beantwortet: Wer werden die Banater Schwaben sein? Sie wird es nicht mehr geben.

  309. Der Schwob am 6. April 2010 um 06:52

    Wie wahr Anneliese, es gibt keinen Weg zurück.
    Tausend Pferde könnten mich nicht mehr nach
    Rumänien ziehen.

    Vor 300 Jahren war´s nicht anders. Ebenso vor
    130 Jahren, als Schwowe in die USA emigrierten.

    Mit unseren Kids verhält es sich so, wie unser
    Keenich es in seinem Video darstellt. Eher so
    eine Tracht als die Banater…

  310. Anneliese am 4. April 2010 um 17:23

    Als Wort zu Ostre well ich Eich gern mei Gedicht vortrage und winsch eich all noch a scheenes Osterfest :-)

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    W o i s d i e H e i m a t?
    (Gedicht vun Anneliese Z.)

    Wann mer sich fiehlt so heimatlos,
    un wann die Hoffnung is net groß,
    wann mer net weß wohin mer g´hert,
    die Heimatglocke nimmer hehrt.

    Dann soll mer leise in sich gehn,
    des Lewe so wie´s is jo sehn,
    dann soll mer endlich sich besinne,
    dann is es Zeit, nei zu beginne.

    Weil des, was mol die Heimat war,
    werd immer fremder, Jahr for Jahr,
    man hat nor die Erinnerung,
    war damals glicklich un war jung.

    Un all die Liewe ware da,
    mer denkt gern dran, vergeßt die Jahr,
    un immer wedder kommt des Sehne,
    vor Heimweh heilt mer manche Träne.

    Un trotzdem muss mer vorwärts sehn,
    dei Lewe wird a mol vergehn,
    bau uff dei Heimat wo Du bist,
    a wenn des grad so leicht net ist.

    Tu der net viel Gedanke mache,
    weil ändre kannst net all die Sache,
    du musst a an die Kinner denke,
    un dene auch a Heimat schenke.

    For mich allenich kann ich spreche,
    han´s a versucht uff biege un breche,
    se halle fest in all de Jahr,
    des was einmal meine Heimat war.

    Doch mit de Zeit han ich´s kapiert,
    han ganz viel driwwer nachstudiert,
    bis ich sin komm zu dem Entschluß,
    was Heimat jo bedeite muß.

    Heit weß ich´s, un sin glicklich driwwer,
    des Gfiehl geht nimmer mehr voriwwer,
    ich weß heit wo mei Heimat is,
    ich weß es sicher, ganz gewiß.

    Heimat is da, wo mei Liewe sin,
    Heimat is da, wo ich glicklich bin,
    Heimat is da, wo ich find mei Ruh,
    mei Aue mach for immer zu.

    Copyright by Anneliese
    04.04.2010

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    liewe Gruß
    ´s Annelies

  311. Katharina am 4. April 2010 um 11:48

    Das schätze ich auch bei Dir.

  312. Polkakeenich am 4. April 2010 um 11:16

    So ist es Katharina…….Nur der Polki hat noch immer gmacht was er hat wollen und nit was die anderen haben wollen !!

  313. Katharina am 4. April 2010 um 11:06

    Unsere Schwowe haben nie eine deutsche oder schwowische Bezeichnung für ihre Heimat gehabt.

    Hätten sie das gewußt, das unser Polki (zu Ostern!!!) sich solche Videos anschaut, statt brav zur Messe und zur Kommunion zu gehen!
    Im Dorf hätte es gebrannt! :-)

  314. Polkakeenich am 4. April 2010 um 10:06

    Jetzt han ich awer raus kfun wer die Banater sind…………..war selwer iwerrascht….!
    Uf Ostern kann jo so was vorkommen……

    http://www.youtube.com/watch?v=u0KyJV3-ki0&feature=related

    Somit ist es jetzt kein Problem meer bei der Bundesregierung uns zu vertreten…..Gruss Polki

  315. Der Schwob am 27. März 2010 um 10:17

    Bravo Seppy

  316. seppy am 26. März 2010 um 17:22

    Der Schwob schreibt:

    ,,Vielleicht sollten wir die Ursprungsfrage noch
    einmal stellen: WER SIND DIE BANATER SCHWABEN?,,

    Ja wenn wir es nicht wissen,wie soll man dann den ,,anderen,,erklären wer wir sind?

    Ingemar hat mit dem Titel keine Frage gestellt,oder?
    Man erwartet:
    Die Banater Schwaben sind……
    Aber wenn wir es selber nicht wissen dann müssen wir DAS zuerst klären bevor wir uns beklagen wir werden nicht beachtet.

  317. Der Schwob am 26. März 2010 um 13:10

    Liebe Anneliese,
    vielen Dank, ich werde stets den Zusatz “aus
    Perjamosch” verwenden.

  318. Der Schwob am 26. März 2010 um 12:54

    Lieber Jakob,
    wir sprechen aneinander vorbei.Ich bin mir nichts ganz sicher, ob Du auf der Höhe der Zeit
    bist, was die Diskussionen und das bisher Erreichte bzgl.des “Zentrums gegen Vertreibungen” aus Berlin anbelangt. Was seit Jahrzehnten
    eine Forderung von deutschen Volksstämmen aus dem Osten Europas war,
    wurde mit dem Koalitionsvertrag bereits unter
    Schwarz-Rot Wirklichkeit. Das Tabuthema Vertreibung und Flucht wurde salonfähig, nicht
    mehr in Exklusivität “politisiert”. Selbst Grüne und
    Sozis sahen ein, dass der Abstand zu WK II inzwischen beträchtlich war und auch Deutsche
    aus dem Osten ein Recht eingeräumt werden sollte, ihre Geschichte in der deutschen Hauptstadt darzustellen.
    Diese “Aktualität” ist bei unseren Verantwortlichen -trotz mehrfacher Mahnungen
    aus den eigenen Reihen- immer noch nicht angekommen. Das 21. Jh. oder die ersten Jahrzehnte desselben werden u.a. Jahrzehnte der Geschichte sein. Das kapieren selbst kleine Landsmannschaften wie die der Buchenlanddeutschen, siehe die letzte Ausstellung des BDV in Berlin “Die Gerufenen”.

    Im Übrigen ist das Niveau beim BDV, insbesondere wenn Steinbach auftritt, enorm gestiegen. Krastl war im August auch in Berlin dabei, gelernt hat er nichts aus dieser Erfahrung. Wenn man sich seine Agenden bei den
    Treffen der HOG- und KV-Chefs anguckt oder bei
    den Bundestreffen in Ulm, dreht sich einem der Magen um. Die Zeit ist stehengeblieben. Es ist
    kein Unterschied zu den 60er oder 70er Jahren
    auszumachen. Stillstand auf der ganzen Linie.

    Aktualität würde bedeuten, dass am 22/23.05.2010 in Ulm ganze Abteilungen mit den
    Themen Securitate, Nobelpreis , Zentrum gegen
    Vertreibungen oder Online-Präsentation der LM,
    nur um einige zu nennen, zugegen sind.
    Der Bezug zur Aktualität wirkt sich keinesfalls
    negativ auf das NIVEAU einer Veranstaltung aus,
    das ist zumindest meine Erfahrung. Was meinst
    Du, Jakob, wie es laufen wird? Ich bitte um eine ehrliche Meinung.

    Vielen Dank für die Ergebnisse der Deutsch-Oly
    1972. Ich suchte vergebens nach HM, die 1972
    Abitur am Lenau machte und auch Lorbeeren sammelte. Das Lenau wurde 1972 eine rein deutsche Abteilung. Bis 1972 waren auch andere
    deutsche Lyzeen/Gym. stark, u.a. das Semikloscher Lyzeum. Ab der 2. Hälfte der 70er
    Jahre ging die Schere immer weiter auseinender.
    Es gibt Jahrgänge im Lenau mit einer 80-90% Akademikerquote, was seinesgleichen in Temeschwor, dem Banat, Rumänien,Deutschland oder dem angloamerikanischen Raum sucht. Zumindest in München gibt es nach meinen Informationen keine vergleichbare Schule.
    Aber das sind Themen, die eines DZM unwürdig sind- Schule ist ja nicht wichtig, hat Hitler
    schon gesagt.

    Warum diese vielen, guten Köpfe aus dem Banat sich so spärlich bei der LM einbringen, ist eine gute Frage. Vielleicht hat es etwas mit
    dem Niveau ganz allgemein zu tun.

    Vielleicht sollten wir die Ursprungsfrage noch
    einmal stellen: WER SIND DIE BANATER SCHWABEN?

  319. Anneliese am 25. März 2010 um 17:09

    @Joschi, ich han des net vergesse, awwer ich kann iwwer Sache, die was ich net selwer erlebt han, net schreiwe. Ich kenn die Geschichte zwar, awer an des Thema gehn ich net ran, weil des is net mei Generation un mei Vatter lebt nimmer, der hät mer do schon gholfe.
    scheene Gruß
    Anneliese

  320. Joschi am 25. März 2010 um 13:49

    @Anneliese, ich brauch nit 3mal mol rode, ich habs bam erste mal gwusst, wer de Australier is ;) . nun zum obiche gedicht, host super gmacht, irgendwann kann ich perjamorisch a noch, noch a sproch. Etwas host vielleicht in die gedicht vugesse viele vun dene rode woare ja a noch frieher brauni, di haette dann fast a foareb gschaeft aufmache kenne. haha
    LG Joschi

  321. getkiss am 25. März 2010 um 10:27

    Amen, Anneliese, obwohl for de letzti Strof fehlt mer de Glaube, for wege bereut un bewusst wird…

  322. Anneliese am 25. März 2010 um 09:12

    Liewer Polki, des hät´st net schreiwe derfe :-( … weil… jetz sitz ich do un han aus Deine Zeile a Gedicht gemach.. DANKSCHEEN Polki, for Dei Inspiration :-) :-)

    Do is mei Gedicht (im erschte Entwurf):
    _______________________________________________

    De Schwowe-Judas

    De Schwob hat schon viel mitgemach,
    for vill vun uns wor´s so a Sach,
    des Lewe wor net selbst bestimmt,
    wann gege de Strom mer immer schwimmt.

    Doch hat er bewieß, daß es a geht,
    wann mer zu seiner Ehre steht,
    hat sich geweigert, hat sich gwehrt,
    werd Tach un Nacht dann obserwehrt.

    Der eigne Nachteil wor net wild,
    jedoch betroff wor a sei Kind,
    die Schul for die se fähig wore,
    han for sie gschloss die große Tore.

    Ja, des wore echte Schwowe,
    mer muss es sage, wie se wore,
    weil ich am eigne Leib des weiß,
    bei uns wor a der gleiche Scheiß.

    Mei Vatter sagt, mir tu net weiche,
    mir sin Schwowe, deutsche Eiche,
    die Quittung han mer immer kriegt,
    doch niemand hat de Stolz besiegt.

    Jetz red´ mer grad mol vun de Annre,
    die was als Schwob sich gut tun tarne,
    han johelang ehr Volk beloge,
    han se verrot, han se betroge.

    Charakterschwach tun er sich füge,
    tut Vatter un Motter a noch belüge,
    die Hauptsach is, ihm geht es gut,
    der Tepp der weeß was er tut.

    Nach außen wore se perfekt,
    han sich jo g´hal ganz scheen bedeckt,
    die rot Krawattn wor im Schrank,
    es wor a Ehr, de kommunistische Dank.

    Vun vorre han se scheen getan,
    han sich jo gfiehlt als Schwowetitan,
    doch hinnerum han se bericht,
    dass du gege des Regim jo bist.

    Die Quittung for dich schnell is komm,
    un Judas gefft sich jetz ganz fromm,
    tut dich noch tröste un belüge,
    er kann des gut, er kann gut trüge.

    Doch wie des ganze is so komm,
    die Felle sin devun ihm gschwomm,
    de Judas-Schwob hat´s dann a vollbracht,
    un sich aus´m Staub gemacht..

    Er denkt a, dass er nie verliert,
    hat Hammer und Sichl in sei Hirn tätowiert,
    die Iwerzeigung er heit noch hat,
    des is net falsch, is ke Verrat.

    Jeder Schwob der gläubig is,
    hat Gottvertraue, des is gwiss,
    un wird sich a des seine denke,
    er weiß, de Hergott der tut lenke.

    De Tach der kommt, is gar net weit,
    wo de Verräter es bereut,
    wo ihm bewusst wird wie sunstwas,
    daß er doch is a Schwowe-Judas.

    ______________________________________________
    copyright by Anneliese

  323. Polkakeenich am 25. März 2010 um 01:33

    Gruss an alle………ich lebe noch! Einige vun do, schlofe jede Owed noch mit der roten Krawate am Halz in……!
    Ja des sind a Banater und was für welche, mit Hamer und Sichel im Gehirn tätowird.

  324. Anneliese am 24. März 2010 um 22:47

    @Joschi
    Dank der scheen Joschi.
    3 mol derfst rate an wen ich bei dem Australier gedenkt han :-)

  325. Anneliese am 24. März 2010 um 22:43

    Anneliese, ich muss schon sagen… Du bist ein
    Naturtalent. Darf ich bei meinem nächsten Seminar aus Deinen Zeilen zitieren?

    Liewer Schwob, des derfst Du gern … mit den Zusatz, dass des Gedicht vun me Perjamoscher Mädl gschrieb ist wor. Dank der scheen for soviel Ehre :-) Ich frei mich narrisch, wann mei Gedichte gut ankomme. Ich schreib mer einfach vun der Seel. Wann Du Lust hast, kannst in meim Forum noch mehr vun meine Gedichte lese, musst dich dazu gar nit anmelde:

    http://schwowefamilie.phpbb6.de/schwowefamilie-forum-270.html

    Dank der scheen Schwob :-)

  326. Jakob am 24. März 2010 um 20:28

    Schwob, wie froh wären die Sachsen, wenn sie auch ein DZM hätten (nicht DSZ). Lese die Diskussionen bei ihnen darüber. Sie hatten ihre Einrichtungen früher, aber sie müssen jedes Jahr um ihre Mittel zittern.
    Was meinst Du mit Abteilungen Banat im BdV. Die suchen händeringend nach kompetenten Mitarbeitern, einsteigen, einbringen und um Mehrheiten werben. Aber nicht so, in dem man die anderen zu “Hinz und Kunz” erklärt. Vielleicht denken die auch so über uns Banater.
    Noch was Schwob, Du hast die “Salonschwowe” so gelobt, die guten Leute vom Theater, von der Lenau-Schule, vom Sport, von der schreibenden Zunft. Warum bringen sie sich nicht ein? Nicht behaupten, dass diese böse Landsmannschaft sie nicht will. Wenn ich mir die Zeitungen der letzten Jahre anschaue, finde ich einige Namen von Intellektuellen immer wieder (Gehl, Sterbling, Steiner, Metz, Wolf). Es scheint doch möglich zu sein, hier mitzuarbeiten.
    Dass Du uns die LM der Buchenlanddeutschen und Bessarabiendeutschen als Beispiel präsentierst, zeigt uns, dass Du auch hier nicht auf der Höhe der Zeit ist. Vor 40 Jahren waren sie stark, nicht heute. Gleichberechtigung erreicht man, in dem man durch beharrliche und realitätsnahe Arbeit überzeugt, nicht durch Rumpoltern auf Tasten und im Netz.
    Dein Hinweis an getkiss, dass auch Schüler aus dem Baragan an den Schülerolympiaden teilnehmen konnten, ist geschmacklos. Unsere verschleppten Landsleute hatten dort andere Probleme. Dort ging es ums Überleben, nicht um eine Demonstration des sozialistischen Schulsystems. Außerdem gab es damals noch keine “Fachwettbewerbe für Hauptfächer” wie sie offiziell hießen. Diese wurden erst 1971 ins Leben gerufen. Es gab vor dem Krieg auch welche – aber in Siebenbürgen.
    Ich notiere Dir hier die Preisträger aus dem Jahr 1972 im Fach Deutsch:
    9. Klasse: I. Preis nach Medisch und Bukarest, II. Preis nach Arad, III. Preis nach Kronstadt.
    10. Klasse: I. Preis nach Schässurg und Mediasch, II. Preis nach Mühlbach, III. Preis nach Hatzfeld.
    11. Klasse: I. Preis nach Temeswar (Lenau-Lyzeum) und Zeiden, II. Preis nach Hermannstadt, III. Preis nach Bukarest,
    12. Klasse: I. Preis nach Kronstadt und Mediasch, II. Preis nach Mediasch, III. Preis nach Mediasch.
    Aber wir haben die Sachsen “versohlt”, ja so schön kann Erinnerung sein und so einfach die Welt.
    Die Veranstaltung fand übrigens in Temeswar statt.

  327. getkiss am 24. März 2010 um 17:24

    “Auch Schüler aus dem Baragan konnten und können daran teilnehmen”
    Von Der Schwob in Mrz 24, 2010 – 12:30
    ——————-
    Liewer Mann, Du hascht eenfach ke Ahnung vum Baragan.
    Warscht 1951-55 schun iwerhaupt uf dere Welt?
    Do war noch ke Lenau-Lyceum un ke Olympiade vor irgendwas. Do war e enzich Fremdsproch, un die Obligatorisch: Russisch. Ich, neugierich wie ich sinn, han gelernt un kann mich noch heit mit´m Russe unnerhalte….

    “Was passierte Ende des 17., Anfang des 18.Jh.
    in Europa?”
    Do passierte vieles. Nor die Gschicht vun Europa beginnt viel, viel frieher, so wie die vun unserem Banat aa, les mol de Artikel vum Franz Metz iwer des Buch vum Bischof Roos…

  328. Joschi am 24. März 2010 um 16:55

    @Anneliese, wieder ein super Gedicht von dir, und es stimmt ja *lach* mit Australien.

  329. Der Schwob am 24. März 2010 um 14:31

    Lieber Nicki,
    ich sehe dauernd hin, das ist mein Steckenpferd.
    Wo ist die Abteilung “Banat” im DSZ Ulm?
    Punktuell wird natürlich veröffentlicht, auch
    qualitativ zuweilen, aber unter welchem Oberbegriff?
    Nach meinem Dafürhalten muss der große Rahmen
    stimmen, danach kann sich etwas entwickeln.
    So wie die Sachsen das machen. Die stecken ihr
    Gebiet ab und machen alles selbst. Das kann sich in der BRD sehen lassen.

    Es gibt weder eine Abteilung BANAT beim BDV in
    Bonn oder Berlin, noch in den großen süddeutschen Zentren München, Stuttgart, Ulm oder Tübingen.

    Ist das so schwierig, als Bundesvorstand dieselbe einzufordern? Eine Abteilung Banat ohne Hinz und Kunz würde der jüngeren Generation einen enormen Motivationsschub verleihen. Das schließt eine Zusammenarbeit mit
    Deutschen aus Ungarn, Ex-Jugoslawien keineswegs aus.
    Es bedarf keines Millionenpublikums wie das der
    Schlesier oder Ostpreußen, um sich Respekt zu
    verschaffen. Niveau, Entschlossenheit und ein klares Konzept reichen aus. Auf Bundesebene beweisen dies die
    Deutschen aus der Bukowina oder aus Bessarabien.
    Für mich zählt mehr der Respekt und die Gleichberechtigung am Tisch der großen deutschen
    Volksstämme als das Rumpoltern auf deutschen
    Strassen. All das macht nur Sinn, wenn die
    Deutschen aus dem Banat definitiv in der BRD bleiben.

  330. Nicki am 24. März 2010 um 12:35

    Lieber Schwob,
    zu: “siehe, die erstklassige Arbeit von Hans Gehl…..”
    Das ist schon richtig. Doch sollten Sie auch die Arbeit des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde in Tübingen nicht vergessen und auch das Donauschwäbische Zentralmuseum in Ulm. Hier arbeiten Fachleute und ihre Veröffentlichungen können sich sehen lassen.
    Wenn auch nicht alles nach unserem Gusto ist, was diese Einrichtungen leisten, so sind das gerade die STAATLICHEN Stellen, nach denen Sie rufen. Der Vorwurf, dass in Deutschland keine Aufarbeitung der Geschichte und Kultur deutscher Minderheiten gemacht werde, stimmt so nicht.Sie müssen nur besser hinschauen.

  331. Der Schwob am 24. März 2010 um 12:30

    Leber Getkiss,
    die Deutsch- , Biologie- oder Mathe-Olympiaden
    waren Schülerwettbewerbe im gesamten Ostblock.
    Auch Schüler aus dem Baragan konnten und können daran teilnehmen. Sie waren ein Gratmesser für das jeweilige Niveau in den Schulen des Ostens, so auch Rumäniens. In den 70ern und 80ern waren
    Schwabenkinder auf Rumänienebene überaus erfolgreich. Die “Gegner” der Schwaben waren aber
    keinesfalls Sachsen, sondern Topschüler aus dem
    “Loga” oder “Lyzeum Nr.1″ aus dem eigenen Stall sowie aus Bukarest, Klausenburg oder Jassy. 1980 wurde das “Lanau” aus Temeschwor zur modernsten und erfolgreichsten Schule
    Rumäniens erklärt. Auch die Nitzkidorferin sammelte schwäbische Pluspunkte im Fach Deutsch
    natürlich. Der Deutsche Zukunftspreis 2006
    durch den Physiker Stefan Hell aus Göttingen und eben Millersch Herta 2009, beide Lenauleute
    ihres Zeichens, erinnern an diese Zeit.
    Die sächsischen Gymnasien spielten nie in derselben Liga wie das Lenau, genauso wie die
    sächsischen Theater nie das Niveau des Deutschen Staatstheaters zu Temeschwor erreichte. Vielmehr tummelten sich die Topschauspieler aus Siebenbürgen in der Schwabenhauptstadt.
    Ich könnte jetzt noch Romane über den Nationalsport der Banater Schwaben anführen,
    aber Moser, Redl, Jakob, Schmidt, Völker
    etc.sind ja allbekannt. Das meine ich mit “versohlen”.
    Die Schwaben hatten in Rumänien mehr geistiges,
    sportliches und ökonomisches Potential als die
    Sachsen. Umso deprimierender ist die Situation
    in der BRD, wo unsere Verantwortlichen nicht in
    der Lage sind, dieses Potential abzurufen.
    Überall wo ein Pflänzchen gesetzt wird, findet sich ein dummer Schwob, der es zertrampelt…
    Ich stimme nicht mit dem franz.Staats-und Geschichtsphilosophen Joseph de Maistre(1753-1821) überein:
    “Toute nation a le gouvernement qu´elle merite.!”(Jedes Volk hat die Regierung, die es
    verdient) sondern halte es mit Nietzsche:
    An eine dumme Stirn gehört von Rechts wegen die
    geballte Faust…

    Anneliese, ich muss schon sagen… Du bist ein
    Naturtalent. Darf ich bei meinem nächsten Seminar aus Deinen Zeilen zitieren?

  332. Der Schwob am 24. März 2010 um 11:47

    Lieber Nicki oder liebe Nicki,
    das Problem vieler Landsleute ist die Einstellung
    zu sich selbst, man kann es auch mit Selbstbewußtsein umschreiben. Ich habe nicht behauptet, dass wir die Amerikaner militärisch
    besiegen könnten. Wir können aber Paralellen
    zur Geschichte ziehen. Geschichte ist wichtig.Der
    eine oder andere mag bemerkt haben, dass ich persönlich gerne damit argumentiere.
    Was passierte Ende des 17., Anfang des 18.Jh.
    in Europa? Wie waren die sozialen, ökonomischen, religiöden Verhältnisse?
    Genausoviele Menschen, insbesondere aus “deutschen Landen”- einen Nationalstaat gab es ja nicht- zog es gen Westen(heutige USA, später
    auch Kanada) wie gen Osten( u.a. Banat).
    In derselben Zeit waren es zufälligerweise auch
    Elsässer, Lothringer, Pfälzer, Badener,Bayern etc. Klingelt es jetzt? Ich spreche von
    einem Phänomen der Migration, das hat doch mit Flächen nichts zu tun. Dasselbe was die Amis machen, Aufarbeitung ihrer Geschichte, machen auch andere Staaten aus dem anglo-amerikanischen Kulturraum, wie die Australier.
    Ich bin beeindruckt, wie mit Minderheiten und Ethnien Down Under umgegangen wird, wieviel der
    Staat tut, um diese Kulturen in Museen etc. zu
    präsenieren. Statt nach demselben Muster hierzulande vorzugehen, was in unserem Interesse wäre, werden Geschichtsfreaks wie ich dauernd von irgendwelchen Bremsern niedergemacht. Das brauchts nicht und das nächste. Mit dieser Einstellung werden wir nie was erreichen im schönen Deutschland.

    Ich beobachte mit großer Begeisterung die Entwicklung in Bezug auf Elsass und Lothringen,
    siehe die erstklassige Arbeit von Hans Gehl.

  333. Nicki am 24. März 2010 um 10:37

    Lieber Schwob,

    Sie schreiben, dass demnächst in Washington DC eine Ausstellung über die deutsche Siedlungsphase eröffnet werde und dass es schön wäre……“

    Ich glaube, dass Sie jetzt so langsam abheben. Ihre Vorstellung von der Geschichte einer europäischen Provinz nehmen jetzt Ausmaße an, die ins Phantastische gehen.
    Amerika- Kanada – Banat….!!!
    Der Begriff (historisches) Banat schließt eine etwas weitere, eine wirklich europäische Sicht ein. Und da scheitern Sie meines Erachtens, lieber Schwob. Denn Sie – so habe ich es wenigsten aus ihren Diskussionsbeiträgen gelesen – haben immer nur die Banater Schwaben (Rumäniens) im Blickwinkel, und unter einer Geschichte der Banater Schwaben stellen Sie sich eine auf wenige Quadratkilometer verkappte Lokalgeschichte vor, die so weit reicht, wie man vom höchsten Kirchturm des Banats sehen kann. Das ist meiner Meinung nach eine Micky-Maus-Sicht. Und das soll zusammen gehen mit AMERIKA und KANADA? Oder vielleicht doch, den Micky Maus kommt doch aus Amerika.
    Einen Vergleich der Banater Geschichte (und dabei denken Sie nur an die Geschichte des rumänischen Banats) mit jener der Siebenbürger Sachsen kann man schon machen, nur sollte man die richtigen Maßstäbe ansetzen. Da gibt es kein Verhältnis 1: 1.
    Wir können unsere Geschichte nicht auf das Raster der Siebenbürger legen und dann aufschreien: Das ist bei uns nicht gut, und das, und das…!
    Wir müssen uns mit unserer Geschichte befassen, aus ihr lernen und sie akzeptieren. Denn Sie ist ein wichtiger Teil unserer Identität.

  334. Anneliese am 24. März 2010 um 09:42

    … in der Richtung kennt ich net schreiwe. Mecht des a net weider kommentiere… mei Seel die is dort wo ich sin. Mei Gedanke, die kann ich schweife losse dorch des ganz Universum. Wann ich was mach, dann tu ich des “… mit Leib un Seel…!”

  335. Supersvabo am 24. März 2010 um 00:08

    ein schönes Gedicht Anneliese, danke!

    Ja, viele sind schon lange nit mehr dagewesen? Warum? Wir haben kein Recht danach zu fragen. Jeder ist sein eigener Herr, heute hier, morgen Gott weiß.

    Es gibt ein schönes Gedicht vom Berwanger Niki (ja der der die Banater Intelligenzia um sich versammelt hat) Er schrieb wohl das Gedicht unter dem Eindruck seiner Ausreise, es hat mehrere Strophen. Wie auch immer, es ist eigentlich zu pathetisch, aber ich gebe ihm das Wort:

    Ich meecht mich verabschiede

    von
    nikolaus berwanger

    ich meecht mich
    verabschiede
    sei mir net bees
    morje fahr ich
    mei seel awer
    die bleibt
    die han ich do begrawe
    for alli zeite

  336. Anneliese am 23. März 2010 um 23:09

    … na gut, dann stell ich noch a Gedicht in, des was ich gestern gschrieb han:
    _________________________________________________

    Schwowe im Internet

    Ganz schleichend hat es sich verbreit´,
    des Internet, des gefft´s weltweit,
    so mancher schimpft un saht sich dann,
    wie geht es nor, wie fang ich´s an.

    Mir Schwowe han des schnell kapeert,
    das des heit jo dezugehört,
    wann mer sich finde well, ja dann,
    mach de Computer ganz schnell an.

    Mer klickt un sucht und schreibt dann rin,
    das ich a Schwob aus´m Banat jo sin,
    es geht ganz schnell, es geht ganz fix,
    do braucht´s jo wirklich net viel Klicks.

    Un de Erfolg, der bleibt net aus,
    a anre Schwob hat des a raus,
    hat dich schnell gfun, un läßt dich wisse,
    dass aus Australien er tut grieße.

    Un wie´s im richtiche Lewe is,
    dir stellt schnell fest, jetz wißt der´s gwiss,
    mer kennt sich doch aus junge Johre,
    wo im Banat mir all noch wore.

    Mer soll die Technik net verfluche,
    mer soll se nutze, un versuche,
    zu mache grad des Beste draus,
    muss jo net sin, tachein, tachaus.

    Vielleicht is des net immer gut,
    dass jeder, jeden finde tut,
    doch wisse tut mer des dann erst,
    wann mer sich wagt, un macht de Test.

    Des Internet is net verkehrt,
    es find sich do, was zamm gehört,
    un eins tu ich grad mit eich wette,
    mir täte´s vermisse, wann mer´s net hätte.

    A jeder muss for sich entscheide,
    mach ich´s, odder loß ich´s bleiwe,
    weil, wie es is, im ganze Lewe
    „des einen Fluch, des andren Sege!“

    _______________________________________________

    Ich hoff, dass es eich a bissche gfallt.

    Scheene Gruß
    ´s Annelies

  337. Anneliese am 23. März 2010 um 23:04

    … Jakob, de Polki vermiss ich a schon a ganze Weil, wo is er denn????

    … Katharina vermiss ich a, hoff und wünsch, dass es ihr gut geht

  338. Jakob am 23. März 2010 um 22:58

    Was macht eigentlich der Polkakenich noch?

  339. getkiss am 23. März 2010 um 22:44

    “Lieber Getkiss, vielleicht erklärst Du mir mal,
    inwiefern die Stimmung in der LM der BS als
    friedevoller Eierkuchen anzusehen ist.
    Hast immer noch nichts zu den Deutsch-Olympiaden gesagt, außer Andeutungen. Hast schon mal an einer teilgenommen?

    Von Der Schwob in Mrz 23, 2010 – 19:58″

    Muss Dir nix erklären – weil nicht von mir behauptet. Eierkuchen pflege ich zu essen.

    Was soll die Frage mit der Deutsch-Olympiade?
    Teigenommen habe ich nicht, wie denn?
    Ich musste in rumänische Schule gehen im Baragan, Du wahrscheinlich nicht, sonst kämst Du nicht so “gewichtig” her, als “Medaliat cuaur”. Und ich muss mich, meiner mit der Mutter gelernten deutschen Sprache, nicht schämen, da bin ich auch eher der einfache Schwob…

  340. seppy am 23. März 2010 um 20:30

    Und noch etwas ,,Der Schwob,,meine Frau ist UNGARIN schaut aber nicht auf mich herab.Das andere ist Geschichte…

  341. seppy am 23. März 2010 um 20:19

    A ,,Der Schwob,, der Name sagt schon alles,es ist nicht irgend ein Schwob,nein!Es ist ,,DER SCHWOB,,

    Also,der Beamte ist mir egal…

    Der Journalist.Welcher denn?Hitler hat einmal gesagt:,,Gebt denen im Osten das gefühl sie gehören zum Reich und reiht sie ein,,
    Mein Vater hat sich selber angemeldet so ein ,,Patriot ,,war er.

    Arbeitskollegen?Bei mir zählt die Leistung und nicht die Herkunft.
    Wer hat denn Heut zu Tage eine reine Weste?Natürlich,,DER SCHWOB,,

    Nimm alles locker und nicht so verkrampft,gellß

    Also wenn ein Arbeitskollege so sehr an der Herkunf orrientiert ist

  342. Der Schwob am 23. März 2010 um 20:04

    An Seppy,
    gefällt es Dir nicht, wenn ein Beamter sofort
    realisiert, aus welcher Ecke Du kommst?

    Oder wenn ein Journalist korrekt über Deine Oma
    berichtet, sie nicht als Rumänin oder Ungarin
    bezeichnet?

    Oder ein Arbeitskollege Dich als Deutschen respektiert? Als Mann mit einem sauberen Hemdskragen?

  343. Der Schwob am 23. März 2010 um 19:58

    Anneliese, noch mehr Gedichte, ich genieße sie.

    Lieber Jakob, du sprichst von vergangenen Zeiten,
    den 90er Jahren. Damals wurde beschlossen, dass
    Schwaben aus Rumänien Deutsche II Klasse aus dem
    Osten Europas sind (Erinnert mich an die Zuordnung der Bukowina- und Bessarabiendeutschen
    im September 1940 während der Warthegau-Aktion).
    Die Deutschen I Klasse sind die DDRler etc, siehe
    Rentenproblematik. Und das in einem Land mit einem gewissen “Würdeparagraphen” zu Beginn des
    Grundgesetzes. Wir können uns sehr wohl als eigenständiger deutscher Volksstamm aus dem Osten Europas ansehen. Aber man kann nicht auf
    allen Hochzeiten tanzen, siehe Krastl, der als
    Weltpräsident der Donauschwaben durchs Land tingelt.Siehe Leber, der nur die Dorfgemeinschaft zum Banater Deutschtum zählt.
    So geht´s nicht. Das ist Stillstand. Wenn man schon selbst keine Visionen und kein Konzept
    hat, sollte man nicht andere daran hindern.

    In den 80er Jahren trennten sich die Montandeutschen um Reschitz, Anina, Bokschan,
    Orawitz usw. herum von der LM der Banater Schwaben. Weshalb wohl?

    Die Salonschwowe, wie die Theaterbesucher in
    Temeschwor, die vielen in die Banater Städte
    nach den Enteignungen eingewanderten Dörfler,
    die Herta Müllers und Richard Wagners, alle
    werden ausgeschlossen aus der Welt der jetzigen
    LM-Spitze. Sie kritisieren. Das reicht schon,
    um sie zu Feinden der Banater Bewegung zu erklären und bei jeder Gelegenheit zu diffamieren. Diese Position bedeutet Stillstand.

    Lieber Getkiss, vielleicht erklärst Du mir mal,
    inwiefern die Stimmung in der LM der BS als
    friedevoller Eierkuchen anzusehen ist.
    Hast immer noch nichts zu den Deutsch-Olympiaden gesagt, außer Andeutungen. Hast schon mal an einer teilgenommen?

  344. seppy am 23. März 2010 um 19:55

    Von getkiss in Mrz 23, 2010 – 10:24

    Genau deiner Meinung.

    Diejenige die unbedingt den ,,echten Schwob,,rauslassen wollen, sollen es doch tun…

    Leute das ist eine aussterbende Minderheit.Vieleicht pflegt das alles noch eine Generation aber dann ist es aus…..

    Es interresiert doch keinen hier wer wir sind.
    Wir suchen im Staub der Geschichte herum ohne Erfolg,aber mit einem starken Eigenwille(bei mir nicht),,ICH BIN EIN SCHWOB,,na und?

  345. Anneliese am 23. März 2010 um 17:04

    Dankscheen Jakob :-) Mer soll sich net versteckle Jakob, des is a mei Iwwerzeigung. Do brauche mer jo dann gar nimmer frage, wer die Banater Schwowe sin, wann mir net dezu stehe. Des mit dem schwowisch schreiwe is jo so a Sach; die schwowisch Schrift geffts jo net un ausserdem wor jo vun Dorf zu Dorf de Dialekt annerscht. Awwer… aus Erfahrung kann ich sage, dass mer sich a schriftlich gut verstehn kann.
    Ich winsch der noch a scheene, sunniche Tach.

  346. Jakob am 23. März 2010 um 15:09

    Annelies, des hat mer gut gfall. Grad bei der Mundart stell ich fescht, dass etliche Schwowe sich schäme, die zu verwende. Wenn se in der Straßenbahn fahre pischpre (flüstern) sie. Die Serwe rede grad raus in ihrer Sproch, die Terke a, awer ach de Württemberger Schwob, die Siebenbürger Sachse oder de Bayer. Des hat meiner Meinung nach schun was mit einem schwache oder starke Selbstbewußtsein zu tun.

  347. Supersvabo am 23. März 2010 um 14:22

    ja des is jo des scheeni do am Blogg, mer kann guti Beiträge von annre lese, sei eigeni Gedanke wie uf em Steenbruch raushaue. Danke ingemar! Ich behaupt do de Blogg is oft mehr “meinungsbildend” wie e annri Schwowe-Zeitung, die aus Minchen kummt.

    Ich wees schun, daß manchi des nit gfallt, wann mer do e Nawlschau iwers Banat macht und grad von eenfach denkende Schwowe des mache, awer wers Millersch und de Wohner aushalle, die were jo ach noch eenfach denkende Schwowe aushalle kenne. Weger de Madjarisierung les ich grad etwas, ich wer’ mal irgendwann proweere mei Position uf de Punkt zu bringe, ohne daß manche sich zu fiehle breiche.

  348. Anneliese am 23. März 2010 um 13:37

    Es is schon sehr lustich, wie do abgewich werd vum Thema… Die Frog is: “Wer sind die Banater Schwaben”… des zu beantworte bedarf net, dass mer unsere Ahne Geschichte uf´s Tapet bringen, sondern dass mer iwwer UNSERE Geschichte, iwwer unser Einstellung zum Schwowetum a Meinung han. Soll sich doch grod mol jede an de Nas packe un ehrlich sage wie er sei schwowisch Seel do in Deitschland nach außen trägt???? For mich, well ich gern mei Antwort geben. Die Banater Schwowe (in dem Fall mei Person) is gern a Schwowin un tut des a nit verleugne. Ich han a mei Forum “Schwowefamilie” net aus Langweile ins Lewe geruf, sondern grod deswege, weil ich es als Ziel han, des schwowische zu lewe und des tu ich vun Herze gern. Des soll ke Werbung sin, weil des well ich gar net. Es passt alles wie es is, uns mit han des erreicht, was mer uns gewinscht han. In meim Alltag redd ich grad wie mer de Schnawwl gewacht is. Mei Scheff frot mich dann halt ab un an was ich do grad gsaat han, was is dann a Krubieresupp. Wann ich mit meiner Mama vun de Arweit telefonier, do red ich schwowisch, a wenn de Stoiber persönlich newer mir steht (des is ke Witz, des is so gewehn :-) . Un … egal ob´s jemand gfallt oder net, ich schreiwe mein schwowische Gedichte, grad wie ich des siehn un fühle. Ich mach edes ganze aus tiefstem Herze un miet viel Freid. Ich urteil sicher net iwwer anre, jeder muss mit sich selwer lewe, awer… wie ich a in meim Gedicht gschrieb han, mer muss net stolz deswege sin weil mer Schwow sin (des is jo ke Leistung), awer verleigne soll mer des nie im Lewe. Ich han do in de 35 Johr in Bayern schon ganz gut de Dialekt druff, awwer deswege sin ich ke Bayer un werd a keene werde. Ich sin und bleib mei Lewe lang a Schwowin.

    Des wor die Predig zum Dienstach :-)

    Ich winsch Eich all a gut Zeit un noch scheene Kommentare.

    scheene Gruß
    ´s Annelies

    P.S.: wer a Rechtschreibfehler find, der der ne behalte :-)

  349. getkiss am 23. März 2010 um 10:24

    Das die banater Schwaben nicht so zusammenhalten wie die Sachsen halte ich für eine Mähr. Mindestens, wenn man das Landsmannschaftsgefüge betrachtet.
    Guckt Euch mal den Streit auf deren Homepage an. Einer “Owergscheider” wie der andere, es wird unterstellt, verleumdet, verhohnt, u.s.w. was das Zeug hält. Der Streit in Berlin und neue Bundesländer, wo eine Gruppe sich abspaltete ist auch ein Aspekt des landsmannschaftlichen Zusammenhalts. Awer das wissen wir ja. Durch die Bildung in der Kirche, die auch den Streit mit den Katholiken berücksichtigte, waren die Sachsen schon immer bei uns als “Owergscheid” angesehen.

    Doch ist nicht zu bestreiten das Sie besser in der Darstellung sind. Es gibt schon ein stärkeres Gruppenbewusstsein, Teils auch aus historischen Gründen.

    Die Sachsen waren durch die evangelische Kirche und der kirchenzugehörigen Schulen schon immer besser von ihren Oberen/Ihrer Kirche zusammengehalten. Ihre evangelische Kirche A.B. war schon immer eine Kirche “der Deutschen”. Und Pfarrer/Lehrer waren irgendwie “eine Kaste”, die führte, sowohl im Dorf als in der Stadt. Während die katholische Kirche nicht so, sondern mehr “international” ausgerichtet ist, durch das Papsttum. Das heisst ja katholisch.

    Während die Sachsen nach dem 1.WK als geschlossenes Gebiet zu Rumänien kamen, wurde unser Siedlungsgebiet in 3 Teile gespaltet.
    Gepaart mit den schon früheren Magyarisierungstendenzen und diesen geschuldeten Spaltung innerhalb der Schwaben, die nicht zu leugnen sind, hat das zweifelsohne, zu den normalen menschlichen und sozialen Differenzen innerhalb der Gruppe, zusätzliche Spaltungen verursacht.

    Und dann erscheinen natürlich solche Sichtweisen wie die vom Schwob, oder Supersvabo,
    Sichtweisen, die vor allem Rückwertsgewandt sind und nur für Spaltung, nicht für Zusammenhalt taugen. Weil sie “streng ideologisch” ausgerichtet sind, möglicherweise als Folge früherer Ansichten der Eltern und Großeltern in der Familie – wo solche Probleme natürlich offener und einseitiger gesehen werden, das “Wir-Gefühl” hat ja in der Familie seinen Ursprung.
    So kommt es dann zu “unterstellenden” Fragen vom Schwob, bezüglich “Deutsch-Olympiade”….deren einzige Grundlage in der Namensschreibung des Gesprächspartners ist….

    Der große Nachteil solch rückwertsgewandter Betrachtungsweise ist eben: Sie vertieft vorhandene Spaltungstendenzen, anstatt der ganzen Gruppe zu dienen. Das hat mit der Freiheit der Meinungsäußerung nix zu tun, die muss natürlich sein.

    Nur die Grundlage der Meinung sollte nicht eine möglicherweise gescheiterte Wahl in irgendwelche Führungsgremien sein, sondern eine objektive Analyse, die alles, auch die Interessen der Gruppe, betrachten sollte.

    Wir leben HIER, als weit zerstreute ehemalige “irgendwie geschlossene” Gruppe.
    Und wir leben JETZT, nicht im 19./Anfang 20. Jahrhundert, haben andere Probleme als damals.

    Nur geeint sind wir einfach stärker. Wenn der Mehrheit von uns das landsmannschaftliche Gefüge nicht passt, wird diese Mehrheit auch Mittel und Wege finden, in einer irgendwie freiheitlichen Gesellschaft. Ob die Gesellschaft so “freiheitlich ist”, ist natürlich eine Hypothese. Vieles spricht leider dagegen. Hängt aber auch von uns allen ab, wie und was wir wollen…

  350. Jakob am 22. März 2010 um 23:13

    Also mein lieber Schwob, ich weiß nicht wann Du in Tracht durch die Straßen von Ulm Stuttgart, Ingolstadt oder Karlsruhe gezogen bist. Ich war einige Male dabei und keiner hatte je zu mir und den anderen gesagt “Die Ungarn kommen.” Gerade in Süddeutschland sind wir sehr wohl als Banater Schwaben bekannt und nicht als “Ungarn”. Auch Deine Vergleiche mit den Hessen und Bayern passen meines Erachtens nicht. Das sind Volksstämme mit Millionen Menschen, die ihre Heimat nicht verloren haben. Wir waren ein Bruchteil von ihnen, eine nationale Minderheit, hin- und hergerissen zwischen Mutterland und Vaterland, ein Spielball für die Interessen der anderen.
    Aus dieser Situation heraus ist die Außenwirkung gar nicht so schlecht gewesen. Patenschaften über die Banater Schwaben, Filme über die Banater Schwaben – vom BR, von der ARD ausgestrahlt – Anfang der neunziger Jahre einige Male, umfassende Beiträge über die Banater Schwaben in der FAZ, ZEIT, das kann doch nicht schon alles vergessen sein. Wenn ja, sollte man sich erst einarbeiten, bevor man solch apodiktische Aussagen in die Welt setzt.
    Das zur Zeit vor allem die Siebenbürger Sachsen “Konjunktur” haben, bestreitet niemand. Sie haben ein anderes Gruppenbewusstsein, das bringt jeder Einzelne mit, sie haben eine Kulturhauptstadt Europas, sie haben dort einen dt. Bürgermeister und vieles mehr. Auch in Rumänien standen sie besser da als wir, trotz vermeintlichem “Versohlen”. Und noch etwas ganz Wichtiges. Sie standen immer zusammen, wie die Ungarn, wenn ich das hier noch so sagen darf.

  351. Beatrix am 22. März 2010 um 20:47

    „Also das Kaiserhaus Habsburg und die römisch-katholische Kirche haben letztlich bis heute diese Hypothek, daß man die Schwowe politisch und kulturelll untenhielt.“ Supersvabo, danke für die klaren Worte über die Machthaber. Das ist unsere Geschichte und zumindest für uns Banater soll sie nicht zu bald in Vergessenheit geraten. Auch die anderen Beiträge hier im Blog zum Schicksal der Banater Schwaben sind wichtig und interessant.

  352. seppy am 22. März 2010 um 19:20

    Ich wes nit,awer ich han te Eindruck mir laufe im Kreis ,UNS nach ,un finde uns nit…lach.

  353. Supersvabo am 22. März 2010 um 13:06

    ich nehme jetzt mal Begriffe in den Mund, die “pfui” sind und wo ich mir jetzt bestimmt einiges von Gutmenschen über braten lassen muss:

    Aber wir Schwowe haben lange Zeit nie ein gefestigtes Schwowe-Nationalbewußtsein gehabt, der Banater Intelligenzia mag das heute besonders gut gefallen. Nachdem uns die hl. Kaiserin Sissy an die Ungarn verhurt hat war an eine Volks- bzw. Stammwerdung erstmal nit zu denken. Unsere Ahnen waren erstmal Untertanen des ungarischen Königs und österreichischen Kaisers, nämlich des Habsburgers. Die römisch-katholische Kirche hat ein übriges getan um das Nationalbewußtsein der Schwowe zu lähmen (Madjarisierung der Namen, Predigt auf Ungarisch, und die Schulen, gerade die höheren Schulen waren ungarischsprachig). Also das Kaiserhaus Habsburg und die römisch-katholische Kirche haben letztlich bis heute diese Hypothek, daß man die Schwowe politisch und kutlurell untenhielt. Ich kann bis heute nit verstehen, warum manche Schwowe geradezu in orgiastische Verzückungen kommen, wenn den dem ganzen Königs- und Kaisergeschmeiß insbesondere der Habsburger die Rede ist. Auch das Nachlaufen der Kuttenbrunzer finde ich ganz und gar ungehörig, wenn man bedenkt, daß gerade die Vertreter der römischen Kirche unter anderem am Ärgsten während der Magyarisierung gewütet haben. Letztlich waren wir Schwowe immer schon politisch ein verlorener Haufen, von der Geschichte getrieben, wie damische Gänslein, die auch auf dem Schachbrett der Politik nur die Bauern abgegeben haben. Was in Jahrhunderten eben nicht geworden ist, kann auch der Zukunft nicht standhalten; so ist es nunmal bei den Schwowe. Ganz anders sind hier unsere 7Birgener Brüder, die haben nicht nur gut wirtschaften können, wie wir Schwowe – ich traue mich zu sagen, daß die Schwowe sogar besser gewirtschaftet haben – nein sie hatten sogar eine hervorragende kulturelle und – was wichtiger ist – politische innere Festigkeit.

    Amen, das war mein Wort am Montag.

  354. Der Schwob am 22. März 2010 um 12:09

    Zur Zeit wird in Washington DC eine Ausstellung
    über die deutsche Siedlungsphase eröffnet.
    Wäre es nicht schön, flögen auch Banater Historiker hin und besprächen die Paralellität
    zwischen den USA/Kanada einerseits und dem
    “Banat” andererseits?

    Das geht aber nur, existierte eine “Banater
    Geschichte” in Rumänien oder der BRD. Beides ist
    nicht gegeben, auch wenn die HOG´s und Kreisverbände im stillen Kämmerlein eine hervorragende Arbeit leisten.

    Ich spreche dauernd von der AKTUALITÄT.

    Und die hat uns längst eingeholt. Unsere Verantwortlichen haben das Thema “Positionierung der Banater Geschichte in den deutschen Institutionen” längst verschlafen.
    Das Traurige dabei ist, dass Krastls und Lebers
    alles daran setzen, dass sich NICHTS ÄNDERT.

    Wer kommt mit nach Washington?

  355. Der Schwob am 22. März 2010 um 09:54

    Was hat ein Kreisverband der Banater Schwaben in Stuttgart, Konstanz, Nürnberg, Ingolstadt oder München mit den “Ungarn” zu tun? Welche Interessen der Deutschen aus Ungarn vertreten diese Verbände, Schwob?

    Wir reden aneinander vorbei,Jakob.
    Ich spreche nicht vom internen Erscheinungsbild,
    sondern von der Wahrnehmung der Bundesdeutschen
    bzgl.der Begriffe ̶