Oder wenigstens im BanatBlog? Mein Leben besteht gerade nur aus Arbeiten, Essen und Schlafen. Einerseits ist im Büro gerade sehr viel zu tun, und andererseits spiele ich gerade mit dem Gedanken in die Gastronomie zu gehen. Habe mir bereits einige Objekte angeschaut und ich glaube in den nächsten beiden Wochen entscheidet es sich, ob etwas draus wird.
So langsam kommt aber jetzt wieder Ordnung rein und ich hoffe wieder mehr Zeit für das BanatBlog zu finden. Gibt es irgendwelche Themen über die ihr gerne lesen würdet? Oder habt ihr sonst irgendwelche Wünsche und Vorschläge?
Ich freue mich auf euren Input.
Ingemar

Polkakeenich, ich habe erlebt, dass viele Banater Schwaben meine Einstellung – genauso wie Sie- nicht teilen. Ich habe eine Leidensgeschichte diesbezüglich seit vielen Jahren schon durchgemacht. Das tut mir in der Seele gewaltig weh. Hier wird über das Banatertum gejammert, das verloren gegangen ist, und es gibt kaum jemanden der bereit ist gegen den Untergang etwas zu unternehmen. Ich werde aber meinen Weg weiter verfolgen, unabhängig von Ihrer Meinung, denn ich denke es ist der richtige Weg.
Solala diese Meinung vertrete ich nicht.
liebe Katharina, ich freue mich sehr, dass Sie diese Frage stellen.
Es ist schon häufig debattiert worden, ob die Kirchen im Banat, eben aus Geldnot um diese zu erhalten, einer anderen Nutzung zugeführt werden sollten, als Beispiel dienten Kirchen aus Holland usw., die als “Hotel” umgebaut worden sind.
Das sind Einzelbeispiele – aus der weiten entfernten Welt -, wir reden aber hier um unser Banat, und diese Einzelbeispiele sollten für unsere Banater Schwaben nicht maßgebend sein.
Im Banat gibt es keinen Mangel an Wohnraum.
Eine Kirche im Banat in Wohnraum / Hotelraum umzuwandeln ist sinnlos, ethisch und auch wirtschaftlich nicht vertretbar.
Bleiben wir bei den Tatsachen.
Die Kirchen im Banat sind Eigentum der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden.
Alle die wir in Deutschland leben, sind, auch wenn wir keine Beiträge mehr bezahlen, juristisch Eigentümer dieser Kirchen.
Das muss mal jedem “Ausgewanderten” bewußt werden.
Wir müssen den Weg finden, diese Kirchen als “Kirchen” zu erhalten, auch wenn sie in der nächsten Zeit nicht als solche effektiv genutzt werden.
Es wird die Zeit kommen, da dies sich ändern wird.
Ich habe ausgerechnet, dass wenn jeder Banater Schwabe für die Renovierung seiner Kirche einmalig 50-100 Euro spendet, was ist das schon, kann jede Kirche im Banat für die nächsten fünfzig Jahre erhalten werden.
Packen wir es doch an!!!
auch für einen nichtreligiösen Banater Schwabe, gilt es, dass Kirchen im Banat heilig sind. Sie waren denen heilig, die vor uns waren, dort wurden ihre Ehen geschlossen, die Kinder getauft, erhielt das die Weihe, was woran wir heute noch zehren. Aus Respekt, davor sind mir die Kirchen heilig. Auch wenn ich an die Viehtreibergeschichten der Bibel nicht glauben kann und an die Pfarrer, die Wasser predigen und Wein saufen.
Was mit den Kirchen hier im Westen geschehen ist mir egal, ob sie in Diskos, Schweineställe oder Moscheen verwandelt werden, sie haben mit mir nichts zu tun und mit dem Christentum und deren Vertreter habe ich sowieso kein Mitleid.
Die Grabsteine mit den Inschriften und die Kirchen, das sind für mich im Banat die einzigen glaubwürdigen Künder, dass wir mal dort gelebt und gewirkt haben.
Was gibt es neues im Banat?
Zu dieser Frage möchte ich nun etwas schreiben, das mir schon länger durch den Kopf geht.
Wir haben unsere Kirchen zurückgelassen und wenn wir nicht für ihre Renovierung sorgen, dann können wir uns das Weitere leicht ausmalen.
Im Westen werden Kirchen nicht selten als Wohnraum genutzt und ich gestehe, ich sehe mir gerne das Ergebnis an.
So kam mir der Gedanke,ob man unsere Banater Kirchen als Wohnraum nützen könnte.
Als Wohnraum und nicht Schweinestall!
Und wissen Sie, welche Antwort ich mir selbst gab?
Das darf nie geschehen!
Wenn ich an unsere Kirchen denke, so sind sie mir heilig und nichts darf geschehen, das ihre Räume entweiht.
Wie denken Sie darüber?
‘s is Winterzeit in Wien
Steht da Raureif auf den Straß’n,
friert da Tropf´n an da Nas´n.
Steht da Raureif auf ´em Wein,
konn’s ka’ guada Tropfen sein.
Aus dem Gully dompft die Scheissn,
auf den Straß’n fressen’s Maronen heiße,
erbroch’na Glühwein am Straßenrand,
ham’s glei’ am Geruch erkannt.
Es is Winterzeit, es is Winterzeit, es is Winterzeit in Wien.
Es is Winterzeit, es is Winterzeit, es is Winterzeit in Wien.
A Fiaker fohrt üba’a Kotz´n,
und die Kotz´n die tut plotz´n,
heraus fliegen Hirn un G’därm’,
gell da kömma uns scheen wär’m.
Mei Mutta war a Rentnarin,
die zog´s imma zum B’rater hin,
doch in da kalten Jahreszeit,
schaffte sie’s nicht mehr so weit.
Sie is erfror’n auf halber Strecken,
sie tat beim Südbahnhof verrecken.
Es is Winterzeit, es is Winterzeit, es is Winterzeit in Wien.
Es is Winterzeit, es is Winterzeit, es is Winterzeit in Wien.
Text von Hape Kerkeling
Und hier das passende Video dazu:
http://www.clipfish.de/video/144092/is-winterzeit-in-wien-/
Oder wenigstens im BanatBlog?
Tiefe Stille.
Na dann, schönes Wochenende!
Gute Frage, Getkiss.
Aber warum sollten keine sein???
Die Ausländer haben doch so ihre Vorstellung von Rumänien als Melkkuh.
Ob die Rechnung immer so toll aussieht,kann ich nicht sagen.
Vielleicht meldet sich einer hier, der eine Ahnung hat.
Und was gibt es neues im Banat?
Sind da noch Werkbänke, überhaupt?
@ Durlacher:
Wenns nur Unterwäsche wäre, wär es i.O.: Was sagen Sie aber zu tausenden Drogenspritzen-Abgaben/Monat in selbst kleineren Ortschaften in der “freien” Schweiz, aber auch in Deutschland?
DARUM geht es: Um diese dekadentesten “Entgleisungen”, die manches Leben schon so früh zerstören, dass es gar nicht gelebt werden kann …
… und es gäbe abertausende anderer Beispiele.
Aber Gabriel Laub ist schon notiert wie auch Herta Müller …
Och nich von schlechten Eltern:
“Wer Wissenschaft und Kunst besitzt, hat auch Religion; Wer jene beiden nicht besitzt, der habe Religion.” – Johann Wolfgang von Goethe, Zahme Xenien IX., Anfang
@Gunther Triene:
“Ich ziehe den Konsumterror dem politischen Terror vor. Lieber lasse ich mir eine Unterwäsche verpassen, statt der Gehirnwäsche” (Gabriel Laub)
Apropos “intellektuelle Redlichkeit” und “innere Wahrhaftigkeit”!
Schlichte Frage:
Weshalb glauben Sie einer Belletristin, die Fiktion produziert
in Sachen “Widerstand” gegen eine Diktatur
und nicht den aktiven aus dem Widerstand,
die nachweislich Widerstand geleistet haben,
Herr Thriene?
Carl Gibson
Gunther Thriene………ein Bild des Göttinger Wilhelmsplatzes zu sehen aus den 30er Jahren mit Hakenkreuz-Festbeflaggung:
Du Günter, die hat der Walter beflagt, der kennt sich aus in so etwas, der ist gschdutiert!
Katharina: deinen Text finde ich einfach schön. Ich glaube es hat etwas damit zu tun, dass er ehrlich rüberkommt…Und es stimmt: dazu braucht man kein Uni-Studium, aber vielleicht Liebe zur Sprache und ein gewisses Bemühen…
Supersvabo: ich habe auch an der Werkbank angefangen. Aber auch du bist nicht dort stehengeblieben, nicht wahr?
Da muss ich was verpasst haben…
Eine ausufernde Zitatensamlung!
(Variationen auf das gleiche Thema…)
Werte Katharina und andere Leser!
Als Kind einer westdeutschen Universitätsstadt war ich entsetzt, im Alter von über 40 Jahren und für einige Jahre in der Schweiz, in der zürcher WELTWOCHE ein Bild des Göttinger Wilhelmsplatzes zu sehen aus den 30er Jahren mit Hakenkreuz-Festbeflaggung: Diese G’studierten-Stadt war eine braune Hochburg. Darüber sprach man jahrzehntelang nicht im “freien Westen” … – und auch jetzt arbeiten an dieser Geschichte eher Aussenseiter, “Alternative” als diese Wissenschaftler.
Will sagen: Heute geht es um den Menschen.
Das Konsumgefängnis ist genauso brutal wie andere Gefängnisse auch, nur sieht man das zuletzt.
Und das Erwachen daran macht einen sehend für das andere Deutschland, von dem die deutschen Widerständler vergeblich noch träumten: Dem gehören Menschen an aller Nationen an, auch übrigens Rumänen, die die Freiheit lieben.
Ganz einfach? So einfach, dass es für die meisten schon wieder viel zu schwer ist:
http://www.celtoslavica.de/goetheanica/deutschen.html
JEDER ernsthafte Künstler gehört dazu, denn das Wesen der Kunst ist immer Freiheit, Schillers ewige Sehnsucht.
Gruss
Gunther Thriene
Die Erwähnung eines Studiums ist hier sowieso nur dann relevant, wenn der Gschtudierte das temesvarer Milieu der 1970er Jahre von innen gekannt hat. Den Ort also, der von Büschen und Bäumen umrandet war, hinter denen merkwürdige Wesen weilten – von denen ich hier bereits zwei Kategorien erwähnt habe.
In der Teenie-Zeit denkt man, daß man Ideale hat.Später entpuppen sich diese Ideale nüchtern betrachtet teilweise als Flausen.
Oder war es nur Unreife?
Ich habe zu lange in Ceausescus Diktatur verbracht. Und meine Art, mit ihr fertig zu werden , bestand oft im Rückzug. Poesie und Whist. Und zwischendurch Zweifel an meiner Fähigkeit das Leben zu meistern.
Ich habe oft in der Schlange gestanden, aber nie mehr als notwendig.
Weil Horten nicht mein Ziel war.
Im Westen angekommen, begegnete ich Menschen,die dem Konsum jeglicher Art verfallen waren.
Wenn ich ein Buch las, das nicht zur “Bahnhofsliteratur” gehörte, sagten sie: Hm. Schön.
Ich spiele hier kein Whist.
Auf meinem Tischchen (Eileen Gray sei Dank! )neben dem Bett liegt immer ein Buch.
Kein Heftroman, kein Rosamunde Pilcher Buch.
Trotzdem, ich lese zu wenig. Bin zu oft im Internet.
Ich bin keine Gschtudierte ( das Wort lernte ich hier im Banatblog), arbeite aber auch nicht am Band. Die Leute, die ich in der Arbeit treffe, gehen auf Parties und buchen ihren Strandurlaub. Sie kennen Herta Müller bestenfalls, weil sie den Nobelpreis bekommt.
Über Bücher, Menschenrechte, Ideale, Moral reden sie nicht.
Wenn es mir zu bunt wird, fahre ich nach Frankreich oder in die Schweiz. Weil es mir Gottlob endlich möglich ist,einfach loszuziehen. Nicht mehr die Grenze vor Augen.
Nicht mehr die Behörde, die meinen Antrag auf einen Paß über den Tisch wirft.
Da neulich sah ich Regis Debray im französischen Fernsehen. Er interessierte mich damals, als mein Kopf voller Träume war.
Jetzt war ich ganz nüchtern.
Und das Einzige, was ich feststellte, war, wir waren beide schon weit durch das Leben gekommen. Regis interessiert mich nicht mehr.
Apropos: was hast du studiert?
Von walther in Nov 23, 2009 – 17:22
um es genau zu sagen an der Werkbank! Und Sie Herr walther!
“könnten” = Konjunktiv (zu Deutsch: Möglichkeitsform) von “können”!
Also: Sie KÖNNTEN von mir lernen. Außerdem: WEN ich Psychologie lehren WÜRDE (Konjunktiv), entschiede (schönerer Konjunktiv!)immer noch ich.
Außerdem: Wenn die Kommunisten von mir Psychologie lernen würden (Konjunktiv!), würden sie nicht zu politischne Extremisten werden!
Behaupte ich mal. Politische Extremisten lernen und denken entweder gar nicht, oder zu einfach (Entschuldgung!)
Dass du, Supersvabo, in mir gerne einen Handlanger von Diktatoren sehen würdest (Konjunktiv!), das enttäuscht mich. Vielleicht denkst du doch auch ZU einfach?
Minitioniert worde sind die Diktatoren von Verbrechern, nicht von “Gschtudierten” wie mir. Alles klar?
Apropos: was hast du studiert?
Die könnten was von mir lernen!
Von walther in Nov 23, 2009 – 16:06
Sie wollen doch nit ernsthaft als Lehrmeister für politische Extremisten tätig sein, oder doch?
Diktatoren würden sich nicht so lange halten können, wenn nicht im Hintergrund die Intelligenzia davon profitiren würde, dazu noch die Militärs. So wars ja bei Hitler, aber auch bei Ceausescu, bei Pinochet und bei Stalin oder Mao oder Pol Phot. Die sind ja geistig auch eher von den Gschtudierten munitioniert worden.
Danke Pokakenich! Gar kein so schlechter Vorschlag! Die könnten was von mir lernen!
haben die Kommunisten keine Ahnung von Psychologie———————
Ja die breiche dich lieber Walter, das DU sie lernst !
Aber-aber, Supersvabo, fühlst du dich hier vielleicht auch mit “Totschlagvokabeln in den Boden gerammt”? Eher genau solche Vokalbeln können einem entsprechende Ängste machen!
Dass das eine Ideal gut und das andere böse ist hast DU gesagt, Supersvabo, um mir die Worte im Mund zu herumzudrehen!
In der rammbockartigen VERWIRKLICHUNG BEIDER Ideale liegt das Übel!
Und jetzt musst du mir nur noch sagen, wer sich deine Ideale von Freiheit, Brüderlichkeit, Achtung, Nächstenliebe auf die Fahne geschrieben hat. Na?
Während die Nazis die Psycholologie der Menschen schamlos ausgenützt haben, haben die Kommunisten keine Ahnung von Psychologie oder haben sie verachtet, meine ich…
So langsam kommt aber jetzt wieder Ordnung rein und ich hoffe wieder mehr Zeit für das BanatBlog zu finden. Gibt es irgendwelche Themen über die ihr gerne lesen würdet? Oder habt ihr sonst irgendwelche Wünsche und Vorschläge?
Ich freue mich auf euren Input.
Ingemar
- Buchbesprechungen, nit nur von unserer Nitzkydorferin. (z. B. auch von Lippet oder Marschang, oder meinetwegen auch vom Wooner Richard aus Perjamosch)
-vielleicht mal ein Interview mit Lippet oder Franz Marschang, der in den letzten Jahren Bücher mit Banater Themen auf den Markt gebracht hat.
-die Schwowisch/7Birgerische Völkerverständigung
-etwas in banatschwäbischer Mundart
-das banatschwäbische Weib zwischen Buttercremetorte backen und Internet, eine Analyse.
nur mal so z. B.
(wobei ich die beiden Ideale nicht in einen Topf schmeißen möchte!)
Von walther in Nov 23, 2009 – 15:05
ist schon klar, daß ein Ideal gut ist
)) das andere “böse”
((
Keine Sorge ich verrate nit welches.
In der Diktatur gibt es wenige Menschen, die Ideale versuchen zu leben, die meisten zerbrechen daran. Die Masse richtet sich’s ein und kämpft darum noch nach der Arbeit ein frisches Brot, eine Flasche Milch etc. zu kriegen. Und der Kopf wird von Kampagnien besetzt, Strom-Sparen, Dank an den Diktator, Errungenschaften der herrschenden Ideologie usw. Gute Gesittung, Ideale, alles Flausen, so würden es die Durchschnittsmenschen abtut, zu schade die Zeit sich damit aufzuhalten.
Ja und in der Spaß-, Wohlstands- und Konsumgesellschaft, ja da gibt es auch Ideale, eben Spaß, Wohlstand, Konsum, diese Ideale halten mit Hilfe von Werbung und Medien die Köpfe besetzt. Ein Gedicht lernen, ein Lied singen, warum? Wir haben doch mp3-Player mit tausenden von Musikstücken drauf, die uns tagelang am Stück unterhalten können. Ein paar Gemüsebeete oder Obstbäume in Stand halten, warum? In den Einkaufstempeln gibt es Erträgnisse davon in Hülle und Fülle, wollen wir den den Supermarktsinhaber, den Agrarproduzenten damit das Geschäft kaputt machen? Wenn im Zug jemand angepöbelt oder angegriffen wird, eingreifen, warum? Wir haben doch die Polizei, soll die doch ihre Arbeit machen, wir zahlen doch schließlich auch für die Steuern.
Ja wo sind die Ideale von Freiheit, Brüderlichkeit, Achtung, Nächstenliebe geblieben?
Schon wieder Entschuldigung! Mein eben Gepostetes war als Antwort an Durlacher gedacht.
Hmm, ja, da ist was dran.
Kann es sein, dass man sich in der Jugend immer Illusionen macht, dass das irgendwie dazu gehört? Oder besser: Dass es das Privileg der Jugend ist, ganz fraglos mit der Überzeugung von der Verwirklichung von Idealen zu leben und wenn die Ideale dann unverwirklicht “ins Wasser fallen”, sie zu recht Illusionen zu nennen? Das Paradoxe ist, dass Ideale sowohl für viel Positives aber eben auch für erschreckendes Übel verantwortlich sind, wenn man nur an die zwei ideologischen Verirrungen und die Kriege des 20.Jhds. denkt (wobei ich die beiden Ideale nicht in einen Topf schmeißen möchte!)
ohne die Ideale der Freiheit, keine Französische Revalution, kein Napalion und daher auch keine deutsche Freiheit unter schwarz-rot-gold, Freiheitskriege gegen Napalion, kein deutsches Nationalbewußtsein. Es ist eine Traurigkeit, daß außgerechnet die engstirnigen Militärs und Junker Preussens sich des deutschen Nationalbewußtseins bemächtigt haben und somit die Ideale der Freiheit und nationalen Einheit der Deutschen für ihre Hausmacht mißbraucht haben. Es wäre spannend zu wissen, ob die Ideen der Revalutionären von 1848 den Absolutismus, die Monarchie und die 32 deutschen Kleinststaaten überwunden hätten. Leider bekamen wir aber eine Spaltung der Politik in Links, Rechts, Liberal.
es mag schon sein, daß es viel zum diskutieren oder bewätligen gibt an Vergangenheit auch unter den Banater. Bitteschön, warum nit. Aber dann nit mit ideologischen Scheuklappen und politischer Korrektheit. Das ist ja das Übel von heute, die linke Kulturschickeria, die die vermeintliche Lufthoheit über gewisse Theman hat kommt und rammt alles mit Totschlagvokabeln in den Boden, fühlt sich gut und meint Wunder was sie wieder für einen guten Dienst der Menschheit geleistet hat.
Außerdem sei ich weit davon entfernt unseri 7Birgener Brieder zu pauschalisieren, da sei Gott davor! Aber ganz gleich unter welcher Fahne, und das war bisher auffällig, war kein Schwob als erster voraus, ob als königstreue Untertanen der Ungarischen Königreiches, in der NS-Volksgruppenführung, bei den Antifaschisten und Kommunisten. Da habe meistens andere, na ja aus anderen deutschen Sprachinseln Rumäniens das große Wort geführt. Dabei fällt mir neben NS-Volksgruppenführer Andreas Schmidt, Fabritius und Kapesius noch der SS-Obergruppenführer Arthur Phleps ein, der Kommandeur der 7. Gebirgsdivision “Prinz Eugen”, auch ein 7Birgener.
Im Anschluss an das von mir oben Gepostete:
Ist es nicht so, dass man später in Bezug auf seine ehemaligen Ideale sagt “ich mache mir keine Illusionen mehr”?
Schon klar, die Schwowe sind besser als andere, z.B. als die Sibis. Die Schwowe sind so gut, dass sogar die Gutmenschen nix an ihnen auszusetzen haben
Willst du mich jetzt absichtlich falsch verstehen?? Mit dem “nit schön” will ich deine, wie ich hoffe unabsichtliche, Verharmlosung überlesen haben…
#
Dass das mit dem Holocaust “nit schön” war, will ich lieber überlesen haben!
Von walther in Nov 23, 2009 – 13:33
das war doch nit schön. Oder bist Du da gar anderer Meinung. Hätte nie gedacht, daß Du von der “rechten Feldpostnummer” bist. Oder verstehe ich Dich jetzt nit ganz.
da fällt mir noch ein, was man immer über die Schwowe in weltanschaulicher-politischer Hinsicht sagen kann, aber sie haben im wesentlichen ihrer Arbeit nachgeschaut. Politischer und religiöser Extremismus, um die heutigen Totschlagvokabeln der Gutmenschen zu benutzen, waren selten anzutreffen. Daß es auch unter uns Hitzköpfe gab links wie rechts und auch Frömmler ist schon klar, aber im wesentlichen braucht sich niemand von uns Schwowe dafür schmämen. Wir hatten keinen NS-Volksgruppenführer Andreas Schmidt oder Fabritius oder einen Kapesius oder so ähnlich. Und auch in der kommunistischen Zeit hatten wir höchsten den Berwanger Niki aus Freidorf der sich politisch Exponiert hat.
Dass das mit dem Holocaust “nit schön” war, will ich lieber überlesen haben!
Das mit dem „einfach denkenden Schwob“ affichierst du ja hier immer wieder mal. Und doch habe ich den Eindruck, dass es kalkuliertes understatment ist und dass du durch überraschenden Kontrast Effekt produzierst, wenn vielleicht auch nicht als bewusste Tarnung und Täuschung. In Wirklichkeit versuchst du wohl, gerade nicht „einfach“ sondern differenziert und „um die Ecke“ zu denken und zu schreiben, gelingt dir ja auch manchmal, brauchst dein Licht gar nit unter den Scheffel stellen, oder soll dein „Licht“ beim plötzlichen „Anheben des Scheffels“ blenden und wie die Peitsche knallen?
Wenigstens weiß du, wo du NICHT hin gehörst oder gehören willst, die „Intelligenzia“ und die „Kulturschickeria“ – übrigens ja doch eher Linke, von denen du dich so deutlich abgrenzt – sind als lächerliche Feindbilder ja auch ganz nützlich. Nirgends hin zu gehören kann ja auch irgendwie liebgewonnene Heimat sein. Und du sagst es ja auch, dass mit dem „Tragischen“. Stimmt ja irgendwie für uns alle.
Du bist doch nicht etwa ein Sozi?
Von walther in Nov 23, 2009 – 12:48
das ist ja das tragische der letzten Jahrhunderte. Ich jedenfalls stecke mich in keine Schublade. Ich bin nicht links, nicht rechts und nicht mittig. Ich bin in erster Linie ein Schwob, ein einfach denkender dazu, dann ein Deutscher und danach ein Europäer und in der Not einfach ein Mensch. Bloß, weil die Roten was gut gemacht haben muß ich es nit verdammen, auch wenn die Schwarzen oder Braunen in der Geschichte (nit ganz uneigennützig ist eh klar, das machen die Roten aber auch nit daß sie rein altruistisch handeln) was gemacht haben (Stichwort Autobahnen, soziale Absicherung der Arbeiter usw.) was nit schlecht war (natürlich war das mit dem Holokaust und der politischen Unfreien nit schön, um es mal harmlos auszudrücken). Links gut, rechts schlecht oder umgekehrt, daß ist was für die Intelligenzia, die linke Kulturschickeria oder für Marktschreier. ein eenfacher Schwob schaut was unterm Strich rauskommt oder “am End knallt die Peitsch”.
Was ist, Supersvabo? Du schimpfst aufs Bürgertum?
Du bist doch nicht etwa ein Sozi?
‘Lebensangst’ ist ein gutes Stichwort. Lebensangst ist oft mit keiner noch so optimalen materiellen und gesellschaftlichen Verbesserung zu beseitigen.
Ist Lebensangst spießbürgerlich? Ist Individualismus und Selbstbezogenheit und Egozentrismus spießbürgerlich? Oder geht es nur darum, trotz Lebensangst und Angst vor der Wirklichkeit nicht kleinmütig zu kapitulieren?
Ist Fragen zu stellen ohne Antworten zu haben spießbürgerlich? Was ist spießbürgerlicher: laue Passivität oder blinder Aktivismus?
Entschuldige Durlacher, habe meine Antwort an Supersvabo gepostet, bevor ich deine Beiträge las.
@Supersvabo:
1. Kann es sein, dass du Ideale mit Illusionen verwechselst? Ideale sind zum tätigen verWIRKLICHen in den Grenzen des Möglichen da, Illusionen zur bequemen und gefährlichen Selbsttäuschung.
2. Wie würde unser Leben aussehen ohne den ständigen Versuch Ideale zu verwirklichen? Die Demokratie z.B. ist eine zwar sehr mangelhafte Verwirklichung eines Ideals, wie aber sah es vorher aus?
3. Kann es sein, dass du Bürgertum mit Spießbürgertum verwechselst? Das Bürgertum strotzt zwar tatsächlich vor Lauheit, Trägheit und Illusionenmacherei, aber es hat eben auch die besten Köpfe hervorgebracht. Du meist also, die Ideale der besten Köpfe haben nichts gebracht? Und wenns nur die Möglichkeit wäre, dass wir uns jetzt hier unterhalten. Sind wir wirklich alle nur Spießbürger? Haben nicht vielleicht auch die Werke der Müller, Wagner usw. genau das ein bißchen wenigstens verhindert?
Lebensangst macht zum Spießbürger. Auch im positiven Sinn. Es ist nicht jeder dazu geeignet, ein Lebben lang auf die Barrikaden zu gehen.
Man könnte auch sagen, der Spießbürger ist der Mitfahrer. Der sich lobt (nach Gabriel Laub), noch nie einen Unfall verursacht zu haben.
Zusatz: Ich beziehe mich auch auf Lebensängste.
Illusionen macht man sich, wenn man jung ist. Wenn man “erwachsen ” wird, sollten sich die Illusionen in Nüchternheit wenden, sonst hebt man gänzlich ab, in die Gefilde des Realitätsverlustes. Sich eine Balance zwischen Idealismus und Realität zu bewahren, schaffen nur ganz ganz wenige. Es sind die wenigen, die auch im Alter nicht griesgrämig werden, man nennt sie “unverbesserlich” in ihrem Idealismus.
Warum das Spießbürgerliche letztendlich siegt?
Eine hoch dekorierte Banater Schriftstellerin sagte mal, dass sie und ihre Dichterfreunde in Zeiten der Anfechtung und Verfolgung sehr viel auf Gedichte zurückgegriffen haben. Wir wissen, das Lieder singen auch so eine Rolle spielen kann, sich der Angst zu stellen. Ich glaube auch die Witze haben diese Rolle gespielt. Für mich entdeckte ich Gabriel Laub, einen Aphoristiker. Den will ich hier als mögliche Antwort auf Supersvabos Klage zitieren:
“Die Geschichte und das Meer machen, von weitem betrachtet, einen erhabenen Eindruck.
Wenn man mittendrin ist, wird einem übel.”
oder
“Er hielt das Banner der Freiheit hoch. Dann zerschnitt er es, um Windeln draus zu machen”
“Ideale” schön und gut, hatten alle Generationen, die besten Köpfe. Doch das Bürgertum, die Lauheit, Trägheit hat sie alle überlebt. Ja selbst den Kommunismus hat das Spießbürgertum überlebt. Also, sollen wir uns noch Illusionen machen?
Ja, reden wir doch mal über die Werke Richard Wagners oder Lippets. Franz Marschang schrieb eine Banat-Tetralogie.
Machen wir doch mal eine Themensammlung ….
Ja, was ist aus den Idealen geworden? Gute Frage!
Kann es sein, dass das Leben im freien Westen ein Ideale-Killer ist?
Dass Ideale nur dort und dann blühen, wo und wenn Not und Elend und Leid und Unfreiheit beunruhigend groß und verbreitet und quälend sind? Aber auch dann und dort nur in wenigen Köpfen?
Du sagst, Katharina:
“Die End- Achtziger haben uns nicht nur gelernt zu überleben. Sie zeigten uns auch, zu was der Mensch fähig ist. Moral, Anstand und Rücksicht hatten einen anderen Stellenwert”.
Ja, Moral, Anstand und Rücksicht hatten einen anderen Stellenwert! Aber welchen? Einen höheren oder einen tieferen?
Die meisten begnügten sich damit, in der schlimmen Realität materiell zu überleben, waren zufrieden, wenn sie genug zu fressen und etwas für den nächsten Tag ergattert hatten.
Wurden die Meisten zufrieden, wenn sie einen vollen Bauch und was zu saufen und bei Musi was zu tanzen und zu “sexen” hatten? Wurden sie denk-faul und “traum-faul” und “ideal-faul”?
Brauchen die vielen nur Peitsche, Brot und Zirkus? Ist den vielen Zirkus schon Ideal genug?
Nur die Wenigsten kennen wohl eine innere Not und Unruhe und Unzufriedenheit, die über das Materielle hinausgeht, die mit billiger Befriedigung und buntem und lautem Zirkus sich nicht zufrieden geben.
Vielleicht gehörten die Mitglieder der Aktionsgruppe zu diesen Wenigen. Und vielleicht gehörte Herta Müller und andere Dichter und Schriftsteller und Intellektuelle zu ihnen?
Von der Vergangenheit in Unfreiheit und Elend kommen alle nicht so richtig los.
Ideale aber sollte es immer und überall geben, denn die Realität ist überall beschissen, denke ich, auch im viel freieren und schöneren Westen. Man muss die Realität hier im Westen aber nicht noch schwärzer malen, als sie ist. Nur manche tun es, weil sie nur so ihre verrückten “Ideale” ausleben können, wir alle kennen hier einen, der kann mir jedenfalls gestohlen bleiben…
Das Banat Forum hätte ein wunderbarer Treffpunkt für alle am Banat und seiner Kultur Interessierte werden können. Ist es aber nicht. Siehe, schon wieder tot…
Viele die Herta Müllers Bücher verschmähten, loben die Autorin nun in den Himmel. Und wehe man hat Fragen!
Plötzlich sind auch die Mitglieder der Aktionsgruppe groß im Gespräch.
Was ist aber aus ihren damaligen Idealen geworden?
Auch im Banatblog ist nicht viel los…
der Ceausescu hatte doch viele Freund, in Afrika und in Sidamerika. Er hat doch fascht alles exportiert. Ich verstehe nit, warum er nit ab und zu mal ein Schiff Bananen oder Orangen oder sonstwas von deni Neger sich hat schicken lassen.
Aber ich glaube zum Schluß war auch viel Faulheit im Spiel. Jeder hat sich das notwendige zusammengestohlen und den Rest interessierte ihn nit. Außerdem war ja auch Benzin recht knapp und das war der kommunistischen Nomenklatura viel zu SChad um Pfirsiche und Kartoffeln vom Land in die Stadt in den “aprozar”, in den Gemüse und Obsthandel zu schaffen.
Das Obst verfaulte, statt es in die Läden zu schaffen… Es kam auch vor,daß man vom Feld Gemüse stahl. Da hörte ich den Satz: das Gemüse ist schneller weg, als es reifen kann.
Einer stahl aus Not und der andere auch aus Gier.
Manche brauchten das Gefühl,mehr als der Nachbar ergattert zu haben.
Eine Frau war mehrmals in der Schlange und hatte sechs Brote zu Hause.
Sie verfütterte es ans Vieh.
Ich dachte, daß da draußen jemand ohne Brot geblieben ist.
Die End- Achtziger haben uns nicht nur gelernt zu überleben. Sie zeigten uns auch, zu was
der Mensch fähig ist. Moral, Anstand und Rücksicht hatten einen anderen Stellenwert.
Akut……..Was heißt das…….In mehreren schlangen stehen auf einmal !!
Du hälst mir ein Platz am Brot beim Bäcker
Du mir eins beim Fleisch (Es gab mal wieder nach langer Zeit eine halb verreckte Kuh)
Du mir eins beim Mehl
und ich dir eins beim Obst………
Ja man muste erfinderisch sein um zu überleben und da war ich, glaube ich wenigstens ein Künstler (Eigener Lob stinkt).so wie Herta beim Schreiben………!
Mein Sohn war mit gelbsucht im Krangenhaus drausen im Wald………..!
Da waren 8 Menschen im Zimmer mein Sohn war 9 oder so der kleinste. Es waren auch Erwachsene im Zimmer.
Dann sagte ich , da musst was unternehmen
Bin raus in den Pfirsichgarten und habe einen Sack Pfirsiche gestollen nächsten Tag habe ich sie alle ins Krangenhaus geschlept, so das jeder sich sat essen konnte mit dem schönnen Obst das drausen verfaulte in dem Obstgarten!
So ging es jeden Tach………
Das heißt sündigen mit dem 7birger gebot Gottes !
Daß der Carl nicht viel Ahnung hat,habe ich mir auch schon gedacht.
Mein Sohn las mir gestern eine Liste, was wir alles im Kommunismus angeblich bekommen haben.
Butter jeden Monat!
Ich habe nur zufällig oder mit pile Butter bekommen.
Also lesen bildet nicht immer.
Wer nicht am eignen Leib diese Zeit spüren durfte (welch eine Ehre!), kann sich kein genaues Bild machen.
Komisch nur, Ceausescu hat alles verkauft, aber die Secu, Parteileute, Handelsangestellte und andere hatten mehr als genug.
Aber jetzt schön alle weinen, wie schrecklich ( für bestimmte Gruppen schon) diese Zeit war.
Wenn Carl nicht den Kerker erlebt hätte, er könnte nicht glaubhaft über die Misere berichten.
Als er das Land verließ, war die Krise noch nicht akut.
Katherina DU hast ein fehler gemacht……
Carl kennt sie nur halb, warum?
Er hat jo nur sei Jugend im Banat verbracht
und do hat er die halbe Zeit in der Popa schapca Pfarer gelernt!
Von wo soll Er dann die Wirklichkeit kenne?
Danke, Getkiss.
Aber, Carl, wir kennen die rumänische Wirklichkeit doch! Sehr guter Satz
irgend ein Server-Problem…in Arbeit…
Ist das Forum Banat wieder nicht offen?
Carl, um an diesen Geldsegen zu kommen, müssen Sie mal kräftig einen Anwalt schmieren. Und bei Erfolg nochmals.
Und mit dieser Reabilitation ist das auch eine Sache. Papier hält still.
Das Beste wäre, die ganzen Profiteure müßten aus eigner Tasche die Entschädigungen bezahlen.
Aber, Carl, wir kennen die rumänische Wirklichkeit doch!
Alles wie immer.
Danke, Frau Packi!
Dann freuen wir wahrhaft Verfolgten und Entrechteten uns doch auf den Geldsegen aus Bukarest!?
Wann kommt die erste Tranche – vor der politischen Rehabilitation oder danach?
Und was ist mit den “doppelt” Verfolgten? Mit
denjenigen, die von den deutschen Landsleuten im Banat verfolgt wurden
und von den Kommunisten aus den eigenen Reihen?
Wer diese Leute doppelt entschädigt?
Die BRD war schon einmal gnädig und bewilligte mir für jeden der 180 Tage Popa-Sapca-Haft
eine harte Deutsche Mark!
Und was ist mit der Stasi-Opfer-Rente, die an Opfer der SED-Diktatur ausbezahlt wird?
( Angeblich ca. 600 Euro monatlich bei Bedürftigkeit!)
Gilt diese Rente auch für Securitate-Opfer deutscher Nationalität?
Oder ist eine verfolgter Deutscher aus Rumänien weniger wertvoll als ein Stasi-Opfer aus der DDR?
Jetzt, wo es der Kultur und den Schriftstellern an den Kragen geht und Förderpreise, Ehrungen etc. so einseitig verteilt werden,
müssen sich auch die Märtyrer der Ideen fragen, wo sie bleiben.
Oder sollen sich sich hier mit dem Los bescheiden, dass die Kommunisten Ceausescus für sie reserviert hatten: Ab in den Steinbruch, la batut pietre!
Carl Gibson
Liebe Landsleute,
im FORUM BANAT auf http://www.kulturraum-banat.de wurde soeben in der Rubrik “Recht und Soziales” der Beitrag von Wolfgang Wittstock aus der “Banater Post” vom 5. November 2009 über die moralische und materielle Entschädigung ehemaliger politisch Verfolgter eingestellt :
Hier ein kleiner Auszug:
Der neue Rechtsakt bezweckt in erster Linie die Beseitigung der strafrechtlichen Folgen von Verurteilungen mit politischem Charakter und die Rehabilitation der Opfer kommunistischer Willkür ope legis, also kraft des Gesetzes. Das Gesetz Nr. 221/2009 gilt offensichtlich nicht nur für rumänische Staatsbürger mit Wohnsitz im In- oder Ausland, sondern für alle Personen (auch ehemalige rumänische Staatsbürger), die in der kommunistischen Zeit in Rumänien aus politischen Gründen verfolgt wurden bzw. unter den Willkürmaßnahmen der kommunistischen Justiz, der kommunistischen Behörden (Securitate, Miliz) zu leiden hatten.
Elisabeth Packi
Oder wenigstens im BanatBlog?
Nichts Neues unter der Sonne.
Carl will Antworten.
Keiner hat welche.
Die von der Secu so umsorgten Autoren treffen sich im Dezember.
Aber garantiert kommt da auch nur die bekannte
Leier.
Der Kommunismus soll seit zwanzig Jahren tot sein?
Dann bitte, gibt die Namen der Verräter preis!
Anderfalls, was soll dieser Auftritt?
In der Beweispflicht befinden SIE sich, Herr Gibson! SIE hetzen mit Verdächtigungen ohne Beweise gegen Herta Müller. “Haltet den Dieb!” rufen und dann vom Verdächtigten Beweise für seine Unschuld fordern!
Ein feiner Geselle sind Sie!
Die “Symphonie der Freiheit.Widerstand gegen die Ceausescu-Diktatur, Dettelbach, 2008 ist ein Beitrag zur jüngsten rumänischen Zeitgeschichte, ein Buch, dass wie Historiker Dr. Georg Herbstritt in einer Horch und Guck-Rezension feststellt, das ethnozentrische Denken überwindet.
Bibiographieren, Alma!
Und dann anprangern!
Sie sagten doch, Alma,sie hätten die “Symphonie der Freiheit” gelesen?
Vollständig?
Oder nur angelesen?
Wieviel von den 418 engbeschriebenen Seiten in den großen Buchformat haben Sie rezipiert?
Viel habe ich dort hinein gepackt, weil es wichtig ist, Alma,
wichtig vor allem für die Rumänen, die ihre Geschichte noch schreiben müssen.
Es ist die SLOMR-Geschichte aus meiner Erlebnis-Perspektive … und noch einiges mehr.
Wenn ich das 1000-Seiten-Buch nicht hätte aufteilen müssen, nach dem Leitsatz, das Wichtigste zuerst,
dann hätte die erste Hälfte ganz dem Banat gehört.
Manche drängen mich seit mehr als einem Jahr, Bd. 2 “Gegen den Strom. Deutsche Identität und Exodus” bald vorzulegen.
Ich arbeite noch daran, weil immer neue Fakten dazu kommen.
Es gibt da noch einen Beitrag von mir auf Romania Libera, einen auf Adevarul und einen auf Evenimentul Zilei bzw. auf dem Blog http://www.badin.ro
wo Paul Goma sich zu Herta Müllers Nobelpreis äußert.
Jeder kann dort in Rumänien lesen und kommentieren, viel freier als hier in der deutschen Presse, wo einige meiner Kommentare nicht freigeschaltet wurden oder nachträglich gelöscht.
So ist das mit der Wahrheitsfindung – wenn Sie Gegenargumente oder gar Beweise haben, dann legen Sie sie vor, Alma, statt mich zu desovouieren.
Carl Gibson
Herta Müller hat sich den Nobelpreis nicht selbst verliehen.
Ich denke nicht, daß sie die Welt täuscht.
Die Welt täuscht sich noch immer selber.
Jahrelang blieb sie von gewissen Zeitungen und gewissen Leuten unerwähnt. Dann kommt der große Preis und siehe, ihr Name erscheint wieder. allein so ein Preis hat die Wellen wieder geglättet?
Da muß man sich schon wundern.
Oder doch nicht.
Weil für gewisse Kreise nicht der innere Wert zählt sondern doch nur das sichtbar-äussere Geschmücke?
Noch etwas aus dem obigen Beitrag von Carl, von mir auf das Wesentliche getrimmt:
“Aceste detaii pana acum ascunse bine trebuie descoperite, analizate…”
“Atunci vedem, cit de valoraosa este Premilul Nobel al Hertei Müller – daca a trisat lumea, paguba morala va fi mare si pentru Germania…”
Na dann, nur los, Carl, wenn es dir darum geht!
Niemand muß speziell für uns Banater schreiben.
“Politisch aber ist SIE nie eine Disidentin der Banter schwaben gewesen…”
Von Polkakenich in Nov 5, 2009 – 08:43
…und der Carl hat seine Symphonie auch nicht für uns Banatern geschrieben:
‘In “Simfonia Libertatii” (o carte, care a fost scrisa pentru romani, nu pentru banateni!)…’
Carl Gibson auf http://www.romanialibera.ro/a169211c358141/de-ce-premiul-hertei-nu-e-si-al-nostru.html
Georg…….No komment !
Alma was ich mohn mit denne drei Wörter: Das einige iwergscheide Gschtudierte dehoam sitze Hatrz 4 empfangen und de Kommunismuss hier im Blog Hochloben lassen…………
Und das sind selber Verbrecher mit viel Dreck in Ihrem Schädel ! Zälscht Dich dezu, muscht jo nit !
Eins ist wenn man den Carl Kritisiert und eins ist wenn man egal wie versucht ihn zu erledigen! Die was so hartnäckig gegen ihn vorgehen können nur solche Menschen sein, die nichts mit Gott am Hut haben (In die Kirch gehen sie schonn!)
Ich persönlich bin nicht gegen Herta Müller, Ihre Literatur kann ja gut sein…….Habe sie aber noch nicht gelesen.
Politisch aber ist SIE nie eine Disidentin der Banter schwaben gewesen und wird es aus meiner Sicht auch nie werden. Do hat der Carl und andere hier im Forum volkommen Recht.
Und zum Carl……Obwohl ich auch nicht mit Carl immer übereinstimme und zu allem Ja und Amen sage oder schreibe………!
Der Carl, ist der Carl und keine Linke Pazille !
Einige kommen da rein in den Blog und gehn vol auf den Carl los…..Ja Leid, was meint Ihr, was do von mir zurückommt !
Das ging mir genauso durch den Kopf: reflexartig in ein tradiertes Rollenklischee zurückgefallen? Doch es war nur ein Moment. Andererseits sind es ja hier quantitativ nur zwei “Macho-Männer”, Polkakenich und Anonymous. Die sind nicht repräsentativ.
…und immer mit vielen Tränen in den Augen, wenn Mama die Löckchen kämmen wollte.
Wie geht die Geschichte weiter,alma?
Siehe, wo wir landen, wenn Männer im Banatblog
emanzipierte Frauen ablehnen!
“Vielleicht war ich ein verwöhntes Prinzeßchen, Seppy…”
Mit Rüschenröckchen und Schleifen in den Löckchen? Wie süüüß! .]
Vielleicht war ich ein verwöhntes Prinzeßchen, Seppy…
Meine Biographie habe ich allerdings noch nicht geschrieben.
Katharina,Katharina…wohl eine schwere Kindheit gehabt,waaa?
Ei Sprichwort sagt:(Katharina mit deiner Erlaubniss)
,,Wer nicht kämpft hat schon verloren,,
Ich weiß nicht wer die anderen hier im Forum sind weil sie kein ,,Gesicht ,,haben(Obwohl der eine oder andere schon mal recht hat)
Das Sie ist eine Form von Höflichkeit, Seppy.
Provozieren ist meine Leidenschaft…habe es bloß bisher nicht gewußt.
Aber jetzt ist es sowieso egal.
Die Schwaben sind, wie Herta Müller es zu schreiben wagte. Auch wenn es vielen nicht gefiehl. Und jetzt könnt Ihr mich alle hassen!
“Gleitet hier nicht “Einiges” aus den Fugen?”
Von Anonymous in Okt 29, 2009 – 22:06
Doch, das tut es, schon seit über fünf Monaten. Hier hat es angefangen:
http://www.banatblog.eu/wie-man-sich-die-banater-geschichte-schoen-zurecht-luegt/
Anfangs lief alles nett und höflich, dann kam das Crescendo und jetzt befinden wir uns im Diminuendo. Es haben sich zwei Parteien formiert: eine pro und eine kontra Herta Müller. Wie auf dem Spielplatz. Keine Partei hat ihr Ziel zufriedenstellend erreicht und so dümpeln im Moment alle vor sich hin – das nennt man Lustlosigkeit.
Mehr kann ich z.Z. dazu nicht sagen, weil ich aus Ihrem Beitrag Ihre Position nicht erkennen kann.
Wie tickt denn diese Uhr? Es ist erst 23:23 Uhr. Wo steht der Server? In Temeschwar?
@ durlacher
Ach was! Er befindet sich noch immer unter dem Einfluss von ‘Dracula’, der vorher auf Das Vierte lief.
Eemol tribber schloofe, Polki, un tann saascht uns, was tu mit “Sozialistischer, Kommunistischer und Rasistischer Ideologie” menscht. Muss aber nit sin, kanscht es aach losse.
Carl hat sich selbst erledigt.
Polki ist auf dem besten Weg auch dorthin.
Mit Beleidigen und Beschimpfen.
Aleluja.
Erika die Banater Schwaben verstehen sich……
In den Fabrigen in Temeschwar haben Sie sich gut miteinander verstanden und wenn sich zwei Schwowe in Deutschland treffen verstehen Sie sich…………
Hier im Forum wie in anderen Foren auch ist die Anonymität einiger Schreiber ein Recht damit Sie aus dieser Anonymität heraus beleidigen und schimpfen……..Ohne Kenntnise. Nur aus Sozialistischer, Kommunistischer und Rasistischer Ideologie !!
Bei Frauen verstehe ich noch die Anonymität da es genug Schweine in diesem Land gibt die nur darauf warten dies für Ihren vorteil auszunutzen.
Bei Männer verstehe ich dies nicht, da es aus meiner Sicht einfach nur Feigheit ist.
Aus meiner Sicht sind hier viele Fremde die mit den Banater Schwowe nit viel am Hund haben und aus der Komunistischen Ecke schießen.
Diese Gestalten haben erreicht: “Das Kommunisten von früher, jetzt auf einmal grosse Disidenten sind……Aleluja
Die Teufelsbrutt des Satans hat in einigen die Macht ergriefen. So versuchen sie jede Nacht von Carl wie Vampire dem sein letzten Blutstropfen auszusaugen…….Frage mich nur, wer ist drann wenn Carl erledikt ist?
Ich glaube dann komm ich an die Reihe……..
Habe mir als vorsichtsmassnahme schon Knoblauch gekauft.
Ich frage mich, welche Probleme haben die Banater Schwaben? Der Umgangston, das Miteinander ist mir fern.In Deutschland habe ich es so noch nicht erlebt. Hat es damit zu tun, dass vielleicht die rumänische Kultur Einfluß genommen hat? Oder woran liegt es? Es interessiert mich einfach.
Und wenn schon…, lustlose Aggressivität finde ich lustig.
Alma, wie soll ich da verstehen? Gleitet hier nicht “Einiges” aus den Fugen?
Der Umgang, die Menschenwürde, die Tugenden usw. geraten sie aus den Angeln? Es ist erschütternd, dass Ihr Banater Schwaben Euch bekämpft und eigentlich doch genau wissen müßtet, wer sind denn diese Übeltäter…Ihr seid blind in diesem Forum und hört eigentlich gar nicht auf die ganz wichtigen Worte! Das Wichtige geht Euch verloren, weil Ihr in Nichtgkeiten im Kleinkrieg steht. Aber warum? Banater Schwaben haben doch gemeinsame Vergangenheit, die Ungerechtigkeit muß Euch doch gemeinsam angehen? Oder?
Und wenn schon…, lustlose Aggressivität finde ich lustig.
Lustlose Aggressivität … ähhh…ist das nicht ein contradictio in adiecto?
seppy, ich überlege gerade, wie man Gegenargumente dort einbringen kann, wo es keine Argumente gibt.
Wir tun noch immer das, was wir vor Monate taten: taiem frunza in patru. Manche mit lustloser Aggressivität, andere einfach nur lustlos.
Das oben soll keine Rüge sein sondern ich wollte nur Entäuschung ausdrücken.
(….muß man schreiben sonst ist man gleich eines ,,besseres,, belehrt…..)
Man muß immer für jede geschriebene Zeile eine Erklärung abgeben,sonst wird man leicht an den Pranger gestellt.)
Ja Katharina,wenn man jemanden immer wieder provoziert so wie SIE(ich sehe wir Sietzen uns wieder) und andere es immer wieder machen,ohne konkrete Gegenargumente,gleitet man leicht ins peinliche…
Es tut mir leid ihnen das sagen zu müssen,ich habe SIE am Anfang ganz anders eingeschätzt,war wohl ein Fehler.Schade.
Sie glauben mir nicht, Carl, aber ich werde Ihr Buch lesen. Ich sage es Ihnen jetzt schon, mich interessiert der Inhalt.
Wegen der Sprache lese ich es nicht.
Ich habe Auszüge vom Buch gelesen und konnte nicht glauben, daß der Autor viel jünger ist als ich …
Ich bin jetzt kein Sprachexperte, sonst könnte ich es ihnen genauer erklären.
Vielleicht kann alma das. Sie hat doch das Buch angeblich gelesen.
Seppy, Sie schämen sich Banater Schwabe zu sein?
Wer zwingt Sie, sich als solcher zu bekennen?
Hier schreiben ja nicht nur Banater Schwaben.
Und soweit kommt es noch, daß ich mich für andere schäme…
Schämt Gibson sich, uns Kanalratten und Kakerlacken zu nennen? Natürlich nicht.
Ich habe ihn noch nie so genannt.
Für mich ist er ein Mensch. Und Menschen sind nicht perfekt. auch solche nicht, die sich in Flaggen wickeln.
Immer das gleiche.
Manchmal schäme ich mich das ich ein Banater Schwabe bin.
Wie ich lese haben viele nichts dazugelernt,sondern ihre ,,Macken,,von Ru mitgebracht.
Beleidigungen werden als ,,Meinungen,,getarnt.
Der blog ist offen,und wenn jemand das liest, muß denken,wir sind ein Volk von frustrierten.
Zu dem gleichen Thema H.M wird hier ganz fies Stimmung gemacht…..
Last die Frau in ruhe und debatiert über ihre Bücher,wäre sinnvoller.
Wenn Carl Gibson etwas neues weiß,wird er sich schon melden.Widersprechen in Sache H.M kann ich ihm nicht,so wie viele andere hier,aber glauben ihn bekämpfen zu müssen,aus welchem Grund auch immer.
Klarheit ist noch immer nicht geschaffen.Offene Fragen füllen die Zeilen.
Wie lange noch…..?
Friedrich Nietzsche in “Menschliches, Allzumenschliches”: “Neid und Eifersucht sind die Schamteile der menschlichen Seele.”
Sie gönnen Herta Müller den Preis nicht. Das ist Ihr persönliches Problem, Herr Gibson.
Dass in “Atemschaukel” an das Schicksal zigtausender Rumäniendeutsche, Banater Schwaben, Siebenbürger Sachsen, erinnert wird, dass die Autorin die Welt hierfür sensibilisiert, ist aber doch auch für einen Bürgerrechtler wie Sie eine achtenswerte Leistung. Sind Sie sderart blind vor Neid, dass Sie nicht einmal diese Leistung anerkennen können?
Hallo Katharina,
was ich mit “Belletristik” und Philosophie am Hut habe, dass können alle herausfinden, die in der Symphonie lesen.
Sie ist so konzipiert und geschrieben, dass jeder Leser genau differenzieren kann, ob er “Literatur” vor sich hat, Philosphie, psychologische Phänomenbeschriebung, sachliche Dokumentation oder Analytik.
Um 1982/83, als Herta Müller und eine paar andere schreibende KP-Genossen aus der “Minderheit in der Minderheit” im Banat damit beschäftigt waren, Ceausescus Systematisierungsplan der Dörfer geistig zu flankieren, indem sie mithalfen die in Agonie und Exodus begriffenen, um jeden Preis Fliehenden aus dem Land zu treiben,
angelehnt an die Brust der Kommunistischen Partei,
schrieb ich einen Essay
“Nobelpreise – Eine Form der Manipulation”, ( das ist “Belletristik, Kathartona!),
der 1984 in dem Literatur-Magazin “Vis-a-Vis ” in Berlin erschien.
Dort fragte ich – nein, nicht nach Herta Müller, denn die kannte hier noch keiner – sondern nach der “Gerechtigkeit” bei der Vergabe der Literatur-Nobelpreise in Stockholm.
Mein Fazit damals: Im gesamten letzten Jahrhundert ging es nicht gerecht zu.
Afrika, Arabien, die Rumänen etc. waren noch nicht bedacht worden – und der Nobelpreis für Literatur war leider oft ein
“politischer Preis” –
wie diesmal, wo man – angesichts von 20 Jahren Mauerfall – eine “Dissidentin” ehren wollte … um ein Signal auszusenden …
nur war es wieder die falsche Ehrung und das falsche Signal!
Meine Argumente sind bekannt.
Ohne moralische und politische Integrität keine Ehrung!
Darüber hinaus hat sich die “Schnapsidee” ( nach Klaus Bittermann/ “Who the fuck ist Herta Müller”) des Michael Naumann durchgesetzt,
und sein literarischer “Geschmack”
obwohl ein Marcel Reich-Ranicki zur Ehrung Müllers nur sagt: Kein Kommentar!
Damit hat er mehr gesagt, als alle anderen Kommentare!
Und auch Elhke Heidenreich gab nur einen haarigen Kommentar ab – zur Frisur, nicht zur Literatur!
Auch sie wird ihre Gründe haben.
Und das beim Übergehen von Literaten von Weltrang aus Deutschland wie
Siegfried Lenz und Martin Walser!
Wo ist der Aufschrei der vielen Schriftsteller und Autoren aus den deutschen Raum?
Ausgeblieben?
Und was sagen die Bürgerrechtler und Dissidenten aus der DDR, aus Polen, aus Tschechien , Ungarn – aus Rumänien?
Paul Goma schimpft – aber kaum einer hört ihn!
Was gab es doch ein Theater in Deutschland, als Elfriede Jelinek den Nobelpreis bekam!
Und was ist jetzt?
das große Schweigen im Walde?
Walser und Lenz wurden – nach meinem Wissen – nicht einmal nominiert.
Vieleicht hat Philosoph Sartre doch recht, wenn er meint, wer von Stockholm prämiert wird, sollte seine Bestände überprüfen.
Der absurde Dramtatiker und Ire Samuel Beckett bekam den Preis auch – nur vergaß er, ihn in Stockholm abzuholen.
Und apropos “Banat” – Der Nobelpreis ging nicht ins Banat (Ingemar!), sondern “gegen das Banat” an Herta Müller!
Das ist ein kleiner Unterschied!
Carl Gibson
Das sollte möglichst klar geschenen, in klaren deutschen Sätzen. Das kannst du gut, finde ich.
Von walther in Okt 28, 2009 – 09:00
—————————————
Klar, walther, das Wort “geschenen” ist extra gute deutsche Sprache. Ist dir nicht anzulasten, wegen fehlender Korrekturfunktion im blog.
——————–
Aber was heißt der Satz: “Der jubelt haushoch, weil er und seinesgleichen einen anderen sich näher gebracht haben”?? Kannst du das für mich in dein klares Deutsch übersetzen? Ich rätsele noch.
Von walther in Okt 28, 2009 – 09:00
————————–
Das kann ich machen, der Satz stammt von mir. Klarer geht es nicht, z. Bsp.:
“Der (walther) jubelt haushoch, weil er und seinesgleichen, einen anderen (Carl Gibson), sich (an ihr Niveau und ihre Charaktereigenschaften) näher gebracht haben”
—————–
Das hat mit Männern, bzw. mit bekriegen nichts zu tun. Du und deinesgleichen machen mit Gibson das selbe wie er mit Müller &Co.
Es besteht m.E. aber trotzdem eine Differenz:
Trotz Schadenfreude, bleibt euer Niveau auf dem selben Pegel, da hilft das ganze gekeife nix. Eure “Publikationen” hier sind klar, universell lesbar, weltweit. Darum müssen/können diese auch nicht zitiert werden in einer theoretischen Auseinandersetzung. Denn euer theoretisches Niveau ist im Nanobereich….
Und Gibsons Niveau bleibt auf seinem. Er hat ja immerhin 2 Bücher publiziert, dass über Lenau wird auch in der Literaturkritik gewürdigt und zitiert.
Da sieht man auch eine Klassendifferenz. Könnte die genau so groß sein, wie zwischen Müller und Gibson?
@Katharina: Wir kommunizieren. Aber Manche benützen das Kommunizieren zum Bekriegen, eher die Männer, wenn ich es richtig sehe, manche mehr andere weniger, bankban z.B. weniger bis gar nicht. Das gelingt nicht jedem.
Wir kommunizieren. Das sollte möglichst klar geschenen, in klaren deutschen Sätzen. Das kannst du gut, finde ich. Aber was heißt der Satz: “Der jubelt haushoch, weil er und seinesgleichen einen anderen sich näher gebracht haben”?? Kannst du das für mich in dein klares Deutsch übersetzen? Ich rätsele noch.
Und ob getkiss’ Deutsch irgendwann mal reif für Wikipedia wird…lach?
Von walther in Okt 27, 2009 – 10:01
Was ist an Getkiss Deutsch auszusetzen?
Kommunizieren wir hier oder bekriegen wir uns neuerdings hier?
Nun, was gibt es neues im Banat?
Es sind immer noch zwei Nachrichten:
1. Die Banaterin H.Müller hat den Literatur-Nobelpreis bekommen und
2. noch neuer: der Banater C.Gibson ist als Faker auf Wiki entlarvt worden.
Ob diese klare Entscheidung nach langem Kampf dem “lieben” Banater getkiss so egal ist lach, nachdem er sich monatelang für Gibson stark gemacht hat und alle H.M.-Bewunderer als Lobhudler beschimpft hat lach?
Und ob getkiss’ Deutsch irgendwann mal reif für Wikipedia wird…lach?
Persönlich ist es mir völlig egal, als was er dort bezeichnet wird.
Von Katharina in Okt 27, 2009 – 05:41
Dem lieben Walther aber nicht. Der jubelt haushoch, weil er und seinesgleichen einen anderen sich näher gebracht haben.
Bis der Gibson so unerwähnt wie der Walter ist auf Wikipedia, wird es noch etwas dauern, lach.
Also Walther, weitermachen auf Wikipedia, deine wertvollen Beiträge werden uns fehlen…
Wenn Gibson nur Sachbücher geschrieben hat, kann er nur als Sachbuchautor bei Wikipedia erwähnt werden. Deshalb meine Frage nach Belletristik…
Er mag ja Philosophie studiert haben. Wenn er beruflich nicht mehr damit zu tun hat, wird er bei Wikipedia nicht Philosoph genannt.
Das ist doch klar.
Ob Gibson dies gefällt, ist natürlich eine andere Frage.
Seinen Gegner sollte das gefallen.
Endlich ist Gibson nur noch einer von vielen.
Persönlich ist es mir völlig egal, als was er dort bezeichnet wird.
@Katharina: ich habe zwei Fragen gestellt – auf welche hast du mit deiner Frage-Nicht-Antwort “geantwortet”?
Wie kommst du auf Belletristik? Was hat das mit dem Sturz des Möchtegern-Großphilosophen zum Duzend-Sachbuchautoren zu tun?
Walther, auch wenn die Frage an Polki geht, erlaube ich mir eine Antwort in Form einer Frage.
Hat Gibson Belletristik geschrieben?
Na-na Polki…wenn ich dich nicht inzwischen kennen würde, dann nähme ich dich vielleicht noch ernst mit deinem blödsinnigen Hitler- und Stalin-Vergleich…so aber…dem König Polki muss man halt manchens verzeihen…Könige und Hofnarren haben immer schon zusammen gehört…manchmal sogar in derselben Person…
Aber vielleicht hast du ja eine Erklärung dafür, warum der Gibson-Thread hier neuerdings schamhaft versteckt und Carl auf Wikipedia vom Super-Philosoph-Tron gestürzt und zum simplen Sachbuchautoren degradiert wurde…?
Ich bin für verschiedene Meinungen und nicht für Ja und Amen………Katherina mfür dies stehe ich auch.
Es darf jeder seine Meinung haben…ich auch!!
Die Herta lieben oder hassen….Ist mir Wurscht
Aber wen einer wie Walter da her kommt und sich wie Hitler oder Stalin auffürt ist das aus meiner sicht………Keine Antwort, ist auch eine.
Ich suchte auch die “Konfruntation” mit Carl, bis er mich einfach ignoriert hat. Ich war keine echte Gegnerin.Ich habe es mir nicht in den Kopf gesetzt, Carl zu erniedrigen.
Dann habe ich festgestellt, Carl will nur Zuspruch in seinem Kampf gegen irgendwelche Gegner.Sobald man seine Meinung nicht teilte, wurde man selbst zum Ziel seiner Beschimpfungen. Er warf Herta Müller vor, ihre Landsleute zu hassen…aber liebt Carl seine Landsleute?
Polki, ich suche mir keine Rolle aus, nicht eine, die mit Brudermord zu tun hat.
Wenn ich hier schreibe, weil ich einem Menschen schaden möchte, das wäre moralisch verwerflich.
Hingegen komme ich in dieses Männercafè, weil mich die Meinung anderer Menschen interessiert.
Ingemar müßte tatsächlich was ändern, weil man sich langsam wie in einem Labyrinth vorkommt.
Was die Landsmannschaft zu tun gedenkt, weiß ich nicht.
Der Kulturraum Banat hat mich auch noch nicht überzeugt, obwohl Frau Packi keine Schuld trifft.
Joachim, wer will Sie denn loshaben?
Ich bin für verschiedene Meinungen und nicht für Ja und Amen.
unter dem Deckmantel der sog. “Meinungsfreiheit”………………
Was zählt da Moral und Anstand?
Lieber Walter
Ich möchte nicht, auf die Dreckige unverschämte Meinung von DIR antworten……!
Bist mir einfach zu………gscheid
Macht euch nur keine falschen Hoffnungen, ich bin immer bei euch.
Ich sehe und lese alles.
Gruß
Joachim
Von Joachim in Okt 26, 2009 – 11:18
—————————-
Aoleu!!!! Vai de noiiii!!!!
Marele frate te supravegheaza!
Fugi ma cu ursu ca sperii copiii, lach
Kann mir jemand sagen, wo ich hier das Thread “Banater Autoren – Carl Gibson…” finden kann? Oder wurde dieses gelöscht?
Von alma in Okt 26, 2009 – 10:54
———————
Willst Du ein blog finden, musst Du den Titel in der Suchfunktion eingeben. So für Dich gefunden die Internetadresse:
http://www.banatblog.eu/banater-autoren-carl-gibson-symphonie-der-freiheit/
kommt der entsprechende Aufsatz, mit diesem Titel;
wenn Du runterscrollst, findest Du am Artikel den entsprechenden blog angehängt.
Wieso 11:18. ?
Zeit ist umgestellt.
@alma: “Kann mir jemand sagen, wo ich hier das Thread “Banater Autoren – Carl Gibson…” finden kann? Oder wurde dieses gelöscht?
Tja, vielleicht ist der Ingemar nun doch zum Schluss gekommen, dass es “nicht so weiter geht” mit dem in den Dreck ziehen der Herta Müller durch Carl Gibson, jetzt, wo sie den Nobelpreis bekommen hat und von aller Welt gelobt wird, aber bis vor kurzem noch auf dem banatblog, also immer noch von den eigenen Leuten, beleidigt werden konnte…unter dem Deckmantel der sog. “Meinungsfreiheit”.
- Wie sich die Zeiten ändern…und die Einstellungen…mit der Zeit…Nicht war alma: so ist das mit dem Timing!? Was zählt da
Moral und Anstand?
Macht euch nur keine falschen Hoffnungen, ich bin immer bei euch.
Ich sehe und lese alles.
Gruß
Joachim
Ingemars Blog endet nicht, Katharina. Da endet höchstens das klandestine Forum, das hier für kurze Zeit aufgelodert ist. Aber was für eine Zeit – besser hätte man das Timing nicht auswählen können! So konnten wenigstens die, die sich plötzlich für das Banat interessierten sehen, dass auch die Banater ein Diskussionsforum haben. Da es aber in dieser Form nicht weitergehen kann, würde ich (deren Familie Mitglied der Landsmannschaft ist) mir eine Plattform von der Landsmannschaft wünschen, so wie die Sibis ihre haben.
Kann mir jemand sagen, wo ich hier das Thread “Banater Autoren – Carl Gibson…” finden kann? Oder wurde dieses gelöscht?
Da fällt mir ein Bild ein, das um die Welt geht: Herta Müllers Schulzeugnis. Dem kann man entnehmen, dass ihre Eltern Iosif und Ecaterina heißen. Wieso wundert ihr euch dann, dass man sie als Rumänin bezeichnet?
All die guten Leute, nur gute Leute Josef Stalin, Josef Göbels, Josef Bros Tito…..Josef ,Josef, Josef
A…..Habe vergesen des wahren keine Josefs!!!
Katherina die waren alle auf Konfruntaziones mit Carl aus…..Kein Carl, kein Konfruntaziones…….Aber weißt DU was……
Wir zwei könnten ja Kein und Abel spielen!
Du nimmst die Rolle ein die DIR gefällt, ich spiel die andere…………..Lach
Wo sind all die Leute hin, die hier mal schrieben?
Durlacher hat uns Adieu gesagt.
alma hat Projekte.
Carl schreibt ein Buch.
Aber die anderen?
Wenn ich hier für Langeweile sorge,kommt doch und bringt Leben rein.
Echt schade, wenn der Blog so endet.
…und ob Du literarisch geschult bist, Polki, ist nicht das Thema.
Oder ist das neuerdigs Bedingung, um hier zu schreiben?
Dann kann ich ja gleich meine “catrafuse” nehmen und gehen…weil ich selbst so eine Bedingung nicht erfülle.
Polki, wie meinst Du das mit literarisch geschult?
Das mit der Amsel hat nichts mit Literatur zu tun. Mein Sohn liest manchmal hier mit und brachte mich auf Polt. Ich gestehe, daß ich das nicht kannte.
Polt ist ein bayrischer Kabarettist.
Nein Katherina ich bin nicht Literarisch gschult!
Polki, Rolf Bossert war ein deutscher Schriftsteller, der aus Reschitza stammte.
Er verließ Rumänien im Dezember 1985 und wurde im Februar 1986 tot vor einem offenen Fenster in Frankfurt am Main gefunden.
Man geht von Selbstmord aus. Es gab auch den Verdacht, daß er von den Secus ermordet wurde…
Polki, zu der Amsel.
Hoffentlich hast Du nicht an das gedacht: Du, Amsel, du bleedi. (frei nach Gerhard Polt)
Ihr zwei Amseln……..
Erklährt mir mal, wer Rolf Bossert war?
Und wo der Mord oder Unfall war?
Meine komische bemerkungen heitern immer auf alma ……..nur zur Info, so wie deine Auch
Tapete, Dreck, Schmutz……
Wo bleibt die Liebe, Freude, Glück , warum immer nur Nekativ….Du hast Doch den Polki als Positiven Glaun der DICH nie im stich lässt!
Ich möchte keine ankst mehr haben……
Das heisst es wahren Zeiten ,wo Du mal ankst gehabt hast! Ich hoffe diese chronische Ankst haben nicht Menschen wie Carl Dir gemacht.
Ich werde nie müde seine Gedichte zu lesen. Und es ist immer derselbe Schmerz. Es folgt nichts mehr.
Ich dachte auch an ihn, Katharina.
” Selbstporträt
Ich schreib mir das Leben her,
schreib mir das Leben weg.” Rolf Bossert
Er gehörte zu meiner Generation, kam aus der Stadt, in der ich nicht aufwachsen durfte, weil das Schicksal es für mich nicht vorsah.
Aus dem Fenster stürzen…alma?
Das ist, was mich seit Jahren beschäftigt.
Und es geht nicht um mich, obwohl, hätte Ceausescus Regime länger gedauert, man sich selbst auch die Frage hätte stellen können.
Ich dachte an Bossert.
Hat er es getan und warum jetzt, wo er frei war?
Wobei Freiheit für ihn nicht dasselbe bedeutet hat wie für mich.
Ich aber frage auch, wieso konnte man nicht eindeutig klären, ob es nicht doch Mord war?
Und manchmal antworte ich mir: es war eindeutig Mord, auch wenn er selbst sprang.
Jemand soweit jagen, bis er nur noch eins sieht, um zu entkommen, den Sprung, den Sprung ins Leere. War es das?
Also gut, da wäre noch ein Grund, warum ich mich auf solches Terrain begebe. Es geht darum, noch einmal dem Drachen in die Augen zu schauen, diesmal aber richtig, ohne meinen Blick zu senken. Ich weiß, dass er größer und stärker ist als ich, ich habe es aber soo satt, ihn zu fürchten.
Carl hat das doch irgendwann mal erwähnt. Macht nichts, dann soll eben aus ‘mir’ ‘mich’ werden, der Rest kann bleiben.
Das klingt sehr bedrohlich, was Sie da sagen, Katharina. Sie meinen doch nicht: Aus dem Fenster stürzen… oder?
Ja, alma, und dann wird alles grün…
Wenn ich stürze und mich verletze, wird es irgendwann grün…
Dabei kann Sturz und Veletzung auch anders aussehen. Und dann wird nichts grün sondern wund…meine Seele zB.
und was bedeutet a.l.l.e.s ?
Wie man hier einen Text korrigiert, habe ich noch nicht kapiert. Geht das hier?
Kann mir jemand sagen, wie ich meinen vorherigen Beitrag korrigieren kann?
Polki, da ich ein eigensinniger Mensch bin, hat mir deine komische Bemerkung aufgeheitert. Ich ‘spitzle’ tatsächlich, nur bin ich dabei mein eigener Auftraggeber. Ich ‘spitzle’ für mich selbst, denn ich will es verstehen. Eine meiner Definitionen der Heimat wäre: Heimat ist dort, wo man a.l.l.e.s versteht. So frage ich mich, wie lange ich im Banat eine Heimat gehabt habe und wann begann ich dort nichts mehr zu verstehen. Ich ‘spitzle’ nach Antworten – lass mich doch, ich tue doch niemandem was an.
Katharina, …und dann wird alles grün.
. Auch diese Geschichte wird immer wieder neu aufgelegt.
Daran zweifle ich nicht.
Wie ich auch nicht zweifle, daß unsere Vergangenheit uns immerwieder einholen kann.
Auch die weiße makellose Schneedecke wird einmal grau.
Und wenn der Schnee zu schmelzen beginnt, offenbart sich uns der ganze Schmutz darunter.
Alma wer schickt DICH mit verschiedenen Namen in Banater Foren um die Banater Schwaben zu bespiezeln ? Es ist doch DEINE Entscheidung !
Katharina, Sie meinten:
*Deshalb fragte ich mich, wieso schreibt diese Unbekannte hier im Blog?*
Weil für manche, die unterwegs sind und da hinein tappen, ein Forum schon seit über 2000 Jahren ein Ort ist, an dem jeder seine Meinung äußern darf. Von der Rostra bis zum Hyde Park. Da dürfen sowohl Mr. Hyde als auch Mr. Jeckill reden, wenn sie denken, dass sie etwas zu sagen haben.
*Sie, alma,bezogen das Wort jedoch auf diesen Blog*
Nein, Katharina, ich bezog das Wort bei weitem nicht nur auf diesen Blog. Ich bin ein alter Hase, was die Szene (Foren im Internet) angeht, ich beobachte diese seit Jahren. Das Bild des schmuddeligen Separés synthetisiert meine Beobachtungen – und auch, selbstverständlich, meine eigene Wahrnehmung, die auf unsere Vergangenheit basiert.
Ich bringe mal meinen ursprünglichen Text hierher, damit Sie ihn nochmal lesen können:
“Die Foren über die Heimat, die ich abends besuche, sind für mich wie Restaurant-Separés, wie ich sie in alten Kinofilmen gesehen habe. Man speist im hellen, großen Saal und dann, gegen Ende des Tages, zieht man sich in so ein Separé zurück. Eigentlich ein masochistischer Akt denn, obwohl man sein langes Abendkleid anzieht und nur eine schöne Zeit verbringen will, geht man mit der Vorahnung hinein, dass es dort drinnen, in der semiobscuren Schmuddeligkeit, nach blood, sweat and tears riecht. Es ist oft ein Separé der vergewaltigten Seelen. (Von oben und abstrakt betrachtet, hat die Begegnung mit unserer Vergangenheit schon etwas obszönes.) Und man fängt an zu putzen, aber bei jedem neuen Besuch hat man den Eindruck, dass die Seidentapete die Schmutzflecken, die sich dahinter befinden, nicht richtig abwehren kann, dass immer mehr Flecken hervordringen. Die Flecken sind die Geschichten der anderen Forenteilnehmern. Man denkt sich dann: Macht nichts, irgendwann sind alle Flecken hervorgetreten und dann sitzen sie alle in der Tapete. Diese Tapete kann man anschließend herunterreißen und sie samt Flecken verbrennen. Nur die Wand, die sich selbst gesäubert hat, die bleibt dann und sie ist stabil.”
*Nein, alma,die Tapete kann ich nicht retten…*
Darin schildere ich die anfangs dümmlichen Versuche, die ersten Flecken zu beseitigen (putzen während man ein Abendkleid trägt). Diese Tapete soll aber nicht mehr gerettet werden, die muss heruntergerissen werden. Denken Sie an all die Zeit und Energie, die für das Verbergen von dem Schmutz, der sich dahinter versteckt, verloren ging. An die Dämpfe, die Menschen vergiften. Eine Sanierung ist angesagt – die ganze Region schreit danach (wenn auch manche ihrer Politiker etwas anderes erzählen). Der Prozess ist im Gange, aber er zeigt sich als äußerst schwierig und, was besonders besorgniserregend ist, es wird zwar zaghaft renoviert, aber es wird auch manches an der alten, wertvollen Bausubstanz beschädigt.
*Und die Tapete reinhalten kann ich nicht,alma.*
Ich bin nicht so naiv um zu denken, dass die neue Tapete nicht auch irgendwann schmutzig wird; der Mensch wird schon dafür sorgen. Wie uns aber die Geschichte zeigt, werden immer wieder neue Renovierungs- oder gar Sanierungsarbeiten stattfinden.
Eigentlich ist diese Tapetengeschichte nur eine Neuauflage von anderen Geschichten (und der Fleck an der Wand ist auch kein neues Symbol). In der 1. Klasse hat uns die Grundschullehrerin ein Märchen vorgelesen. Es ging darin um einen Mann, der etwas verbrochen hatte. Da er aber mit seinem Geheimnis schwer leben konnte, grub er ein Loch in seinem Garten und verscharrte das Geheimnis darin. Mit der Zeit wuchs ein Bäumlein darüber und eines Tages fingen seine Blätter an, das Geheimnis zu flüstern – und der Wind trug dieses in alle Richtungen. Auch diese Geschichte wird immer wieder neu aufgelegt.
Liebe Leserinnen meldet Euch zu Wort.
Katherina
Do habe ich nichts dagegen, wenn es auch keine Kerweimädle sind !
#
,,Ich halte es mit “less is more”.
Ich frage mich, ob man Leute mit solchen Shows von den eigentlichen Problemen des Landes, der Welt ablenken will?,,
Von Katharina in Okt 18, 2009 – 10:48
Tja, über das lohnt es sich nachzudenken….
Ich halte es mit “less is more”.
Ich frage mich, ob man Leute mit solchen Shows von den eigentlichen Problemen des Landes, der Welt ablenken will?
Von Katharina in Okt 18, 2009 – 10:18
,,…..(im Fernseh sind nur noch Kochshows)…,,
Wo du recht hast hast du recht.Eine ,,Kochorgie,,zieht übers Land.
alma war wieder da, aber das Separee hat sie nicht mehr angesprochen…
Es ist schon seltsam, daß Frauen hier so rar sind. Sie könnten vielleicht schreiben, warum sie den Blog meiden. Sie wollen uns doch nicht sagen, daß alle nur am Herd stehen.
Kochen muß auch sein, aber diese Kocherei überall (im Fernseh sind nur noch Kochshows) ist mir zuviel.
Liebe Leserinnen meldet Euch zu Wort.
Ihr habt eine Meinung, Ihr seid frei zu reden, also nützt diese Gelegenheit.
Wo schreibt denn alma bei den 7Birgener? Wenn sie geht, finde ich das schade um Sie, Katharina, eine Frau weniger hier und auch um uns Männer.
Reisende soll man nicht aufhalten, im Guten wie im Schlechten. Ich finde es schade wenn Frau alma geht. Ich hoffe sie wird aber hin und wieder mal vorbeischauen und manches wieder geraderücken. Wenn sie wirklich bald gehen sollte, so möchte ich ihr aufrichtig lebe wohl sagen und vor allem aufWIEDERsehen.
alma, als ich den Text bei den Sibis las, da hatte ich plötzlich Fragen an mich selbst und die Antworten…die suche ich noch.
Eine Unbekannte schreibt Texte und ich lese sie. Ich lese sie gern.
Ich selbst schreibe nicht so, ich kann es nicht, aber es ist nicht so, daß ich mit leerem Kopf durch die Gegend stolpere.
Und nun schreibt diese Unbekannte, daß Sie sich einem Projekt widmen will. Ich werde dann auf ihre Texte verzichten müssen.
Was mich an Abschied erinnert. Aber anderseits, wie soll man sich von jemand verabschieden, den man nicht kennt?
Vereinfacht würde es nun heißen, die geliebten Texte erscheinen nicht mehr.
Bestimmt keine erfreuliche Nachricht.
Ich hatte nie den Zweifel, alma, daß Sie ein anderes Leben führen als eine in Deutschland gelandete schwowische Durchschnittsfrau.
Deshalb fragte ich mich, wieso schreibt diese Unbekannte hier im Blog?
War aber so von den Texten angetan, daß ich diesen Auftritt hier wünschte.
Und nun schreiben Sie von dem Separee.
Meistens denkt man bei dem Wort an einen Nebenraum einer Gaststätte, wo sich Mann und Frau trifft, um ungestört von den anderen zu sein.
Sie, alma,bezogen das Wort jedoch auf diesen Blog, wo ein paar Schwaben und Sachsen (weniger) mit ihren Geschichten unter sich sind. Und die Geschichten sind gar nicht so harmlos…deshalb die Flecken?
Ich habe dann geschrieben, Sie sollen mir die Tapete überlassen…
Wenn Sie gehen möchten.
Nachdem ich Ihnen das schrieb, habe ich aber weiter an das Separee gedacht. Wollen die Menschen, die hier schreiben, ein Separee, verstehen sie den Blog als solches oder ist es
allein almas Sicht auf den Blog?
Was kann ich hier bewirken?
Manchmal werde ich ignoriert oder sogar angegriffen, weil ich im unpassenden Outfit erscheine, weil ich die unpassenden Wörter auf der Zunge habe oder weil man denkt,ich sei keine von ihnen…eine Fremde, die sich hierher traut oder sogar verirrt.
Und die Tapete reinhalten kann ich nicht,alma.
Ich kann das Separee (wenn es eines ist) verlassen und dann ist die Tapete wenigstens von meinen Abdrücken frei…
Es war nicht Häme, als ich Ihnen schrieb, Sie sollten Ihren Tag waschen. Ich war zu diesem Zeitpunkt nur nicht der Meinung, daß der Blog ein Separee ist…
Sicher kenne ich das Gefühl, wenn man die falschen Orte besucht oder auf Leute trifft, die vulgär sind…
Und ich habe nicht an Sex gedacht wegen der vergewaltigten Seelen.
Ich zähle mich nicht zu den Glücklichen, die nichts Schreckliches gesehen haben, nichts an sich ranlassen und sich keine Gedanken machen.
Und ich denke jetzt auch ans Separee, wie Sie es meinten.
Nein, alma,die Tapete kann ich nicht retten…
alma habe gar nicht gewusst das Du auf Operette stehst….Alle achtung und noch dazu von einer Banaterin gesungen….Bravo
alma, wo gibt es hier Separees? Du bist ja eine Fata morgana und kannst Dich überall bewegen, bist in allen Foren der Banater Schwaben daheim ? mit welchen Namen?
Wenn man korrekt sein will dann soll man zuerst mit sich im reinen sein und dann erst Aussenpolitik !
Und noch etwas:
Die Vergewaltigung der Seelen (auch nicht in Ceausescus Regime) geschieht nicht durch Sex. (Nicht nur – aber das andere beschäftigt uns hier nicht.) Ich bleibe dabei, dass die Seele der Opfern des Regimes (darunter auch die der Ermorderten) vergewaltigt ist. Sie können sich glücklich schätzen, Katharina, dass Sie solchen nicht begegnet sind, aber denken Sie mal bitte nach, ob Ihre Häme angebracht ist.
Der Rückzug in Separees hat etwas Schmuddeliges an sich und ist für saubere Seelen ein Ort des Abstiegs.
Von Katharina in Okt 15, 2009 – 04:16
Dem stimme ich aber völlig zu. So habe ich mich manchmal auch hier gefühlt – wie sonst wäre ich auf diese Assoziazion gekommen? Das ist kein Vorwurf, nur eine Feststellung.
Die Tapete überlassen Sie ruhig mir.
Von Katharina in Okt 15, 2009 – 04:16
Da bin ich aber neugierig, Katharina, was Sie mit der Tapete machen werden. Sehr neugierig.
Flecken auf der Tapete…vergewaltigte Seelen…
alma, machen Sie ruhig Urlaub und widmen Sie sich einem Projekt, das Ihnen lieb ist.
Der Rückzug in Separees hat etwas Schmuddeliges an sich und ist für saubere Seelen ein Ort des Abstiegs.
Ich hätte Ihnen auch bei den Sibis antworten können, wo Sie Ihren Rückzug bekanntgaben.
Da unsere Begegnung hier im Blog stattfand ( in einem Separee mit Flecken auf der Tapete? )
und Sie mal sagten, Sie wären mir nie begegnet, will ich hier im Banatblog Ihnen Adieu sagen.
Normalerweise sagt man dies Wort einem Menschen, dem man schon begegnet ist.
alma, uns trennt nicht bloß ein Gebirgszug.
Ich gestehe,ich las Ihre Texte nicht ungern.
Ich hätte glauben wollen, Sie sind auch eine Nomadenseele wie ich, süchtig nach Schönheit und nirgendwo zu Hause. Und wir Suchende ( selten Findende) werden immer ruhelos sein, die Einkehr in Räume, die Ruhe verkünden, sind immer nur Momente der Selbsttäuschung.
alma, waschen Sie Ihren Tag, an dem Sie vielleicht den Text einer “vergewaltigten Seele” so nebenbei vors Auge bekamen. Die Tapete überlassen Sie ruhig mir.
Durlacher, da sind sogar einige Stimmen aus Rumänien, die stolz darauf sind, dass das Land den Stoff geliefert hat, von dem sich Herta Müllers literarische Werk nährt. Soll ich lachen, soll ich weinen?
Oder doch lieber: “… soll ich atmen, soll ich lauschen?”, wie unsere andere große Banaterin, Astrid Varnay hier sagt:
http://www.youtube.com/watch?v=SBl-KI2jLK4
Für dich, Herta Müller, zur Entspannung nach diesem langen Tag.
(ich habe hier noch keine Musikgrüße gesendet, dies sei mir dieses eine Mal erlaubt)
An den Gastronomieplaner und Blogbetreiber:
Der Volksmund sagt:
Wer nix wird,
wird Wirt.
Ein Spontispruch meint:
Wer gar nix wird,
wird Volkswirt.
Der Blogger postet:
Aktueller Rat
aus dem Banat:
Wer was weiss und wer was kann,
so mein ich,
geht nicht zur Fabrik oder zur Eisenbahn,
sondern wird Nobelpreis-würdich.
Mach´s wie die Herta Müller
und werde ein Knüller!
Tja, Ingemar, wenn´s aber mit der hochgeistigen Textproduktion dann doch nicht für die Nachfolge als zweiter Banater Literatur-Nobelpreis-Kanditaten klappen sollte, versuch´s mit Comedy:
Motto: Frech wie Oskar – zum Oscar!
Oder dann halt doch die Option auf ein Paar Michelin-Sterne oder Gaultmillau-Kochmützen.
Womit wir wieder ganz oben wären …
(Have fun !
Banater Schwowe, es ist wahr geworden. Seit einigen Tagen loben sich die rumänischen Zeitungen online, dass Herta Müller aus Rumänien kommt, und es gibt immer noch einige, die nicht begreifen, wie gut sie ist, die erzählen, sie sei durch Beziehungen dahin gekommen, wo sie jetzt ist!
Ja glauben die, Schweden lassen sich von Deutschen überreden oder hineinreden??
Herta Müller hat den Nobelpreis. VERDIENT!
Was für eine Ehre!
Ja, und das Banat in aller Munde!
“Auch wenn die weltweite(!) Konkurrenz gross ist und sie den Preis nicht erhält – freut euch mal unvoreingenommen an Herta Müllers Erfolg, ihr solltet platzen vor Stolz auf eure Wes Herta.!!!”
Von Durlacher in Okt 7, 2009 – 20:53
Das möchte auch ich unterschreiben.
Danke für die Entwicklungshilfe.
Walther, die Frauen behaupten sich zwar immer mehr, aber die Welt wird noch immer von den Männer regiert.
Auch im Banatblog sind Frauen zwar aktiv, aber noch immer ist es ein Männercafe.
Kann sich natürlich ändern, wenn Stockholm uns zuhört und die rumäniendeutschen Frauen es hier im Blog feiern.
…obwohl…schon wieder eine Frau nobelpreisverdächtig? Langsam sollten uns Männer da Bedenken komme, bisher war es ja nur gedankenspiel…auch des banatblok, pardon -blog schein langsam von Frauen dommminiert!
Ja, und “Banater” Nachrichten aus Ulm wären auch spannend.
Eigentlich müßte man so denken: das kleine Banat zeigt es allen.
Eine Nobelpreisträgerin und noch eine Nobelpreisträgerin, die familiär mit dem Banat verbunden ist.
Ist das nichts?
Danke… Walther
Und hier die letzte Nachricht aus dem “Cotidianul”: “Herta Müller a urcat pe primul loc în topul favoriţilor la Nobel, surclasându-l pe Philip Roth”
http://www.cotidianul.ro/herta_m_ller_a_urcat_pe_primul_loc_in_topul_favoritilor_la_nobel_surclasandu_l_pe_philip_roth-100272.html
Zur Abwechslung was Rumänisches.
Und wer will, kann meinen Gruß an den HM-Fan-Club bei den Sibis weiterleiten
.
Ich drücke allen die Daumen!
Und wer will, kann meinen Gruß an den HM-Fan-Club bei den Sibis weiterleiten ;-D .
Ich drücke allen die Daumen!
http://www.guardian.co.uk/books/booksblog/2009/oct/07/nobel-prize-literature:
“…but an interesting betting spree has sent German writer Herta Müller shooting up the stakes – intriguing.(= verblüffend, faszinierend”)
http://economictimes.indiatimes.com/Countdown-to-Literature-Nobel-Amos-Oz-Mahasweta-Devi-Odds-are/artic:
“…One name that showed some upward movement in the last few days is Romanian-born German-speaking Herta Müller (7/1) – she is clubbed with another American great, Philip Roth (7/1). ”
Zur Abwechslung mal Meldungen aus Großbritannien und Indien…
Leute, lasst die Neider quasseln. Nicht frönt der typisch deutschen Missgunst. Auch wenn die weltweite(!) Konkurrenz gross ist und sie den Preis nicht erhält – freut euch mal unvoreingenommen an Herta Müllers Erfolg, ihr solltet platzen vor Stolz auf eure Wes Herta.!!!
http://www.zeit.de/newsticker/2009/10/7/iptc-bdt-20091007-117-22619008xml
Noch ein guter Link :
http://www.zeit.de/newsticker/2009/10/7/iptc-bdt-20091007-117-22619008xml
Ja, hier wäre etwas ganz, ganz Aktuelles, gefunden bei 3sat :
3sat.online 3satText
3satText 07.10.09 17:11:25 S.502-1
Kultur
Nachrichten
Nobelpreis: Herta Müller Favoritin
Herta Müller ist in den engen Favori-
tenkreis für den Literaturnobelpreis
aufgerückt. Einen Tag vor der dies-
jährigen Vergabe in Stockholm wurde die
56-jährige Autorin bei allen Spekula-
tionen an vorderster Stelle mitgenannt.
Auf den Wettlisten ist Müller auf den
4.Platz vorgerückt. Vor ihr lagen der
Israeli Amos Oz, die Algerierin Assia
Djebar und die US-Autorin Joyce Carol
Oates. Müller siedelte 1987 aus Rumäni-
en nach West-Berlin über. Zuletzt er-
schien von ihr der Roman “Atemschaukel”
über die Deportation deutschstämmiger
Rumänen in die UdSSR.
Es handelt sich zwar nur um die WETTLISTEN, aber immerhin scheint es mir erwähnenswert.
Viel Spaß noch – und “schau`n mer mol ??!!!
Wie ist das mit der Gastronomie zu verstehen?
Auf neue Themen hier im Blog würde ich mich freuen.