Wach auf Banat.

So Pfingsten ist vorbei und damit auch die Heimattage der Landsmannschaft der Banater Schwaben in Ulm. Ich gehe ja nun schon seit einigen Jahren regelmäßig dahin. Und jedesmal wenn ich wieder gegangen bin war ich enttäuscht und etwas wehmütig. Es wird zwar einiges gemacht und viel versucht, aber so wirklich zu fruchten schien es nie. Letztes Mal, also vor zwei Jahren, wollte ich einen Artikel schreiben mit der Überschrift “Wir schunkeln das Banat zu tode.” Für mich wirkte es wie Opium für den Untergang unserer Banater Kultur.

Aber dieses Jahr war alles anders. Zum ersten Mal spürte ich Hoffnung, hatte ich das Gefühl, dass sich etwas tut. Noch nie habe ich so viele Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene bei unseren Heimattagen gesehen. Und nicht nur das. Es wurde auf Schwäbisch gesungen, geschauspielt und geredet. Ich weiß nicht genau wem wir diesen Erfolg zu verdanken haben. Sind Herr Leber, Schlapansky, Krastl oder einfach alle drei dafür verantwortlich? Egal auf jeden Fall ist es super, die Banater sind auf dem richtigen Weg und hoffentlich geht es so weiter.

Ja ich bin sogar so begeistert, dass ich in den nächsten Tagen etwas machen werde, was ich eigentlich bis jetzt nicht vorhatte. Aber dazu dann mehr – lasst euch überraschen.

  1. 635 Kommentare zu “Wach auf Banat.”

  2. Also dazu muss ich was schreiben: “Du warst in Ulm und hast dich nicht gemeldet!”

    Genau das ist es, wir laufen dort umher, wie wilde im Urwald.

    Von Polkakeenich in Mai 26, 2010 - 19:00

  3. Nur langsam mit der Euphorie…..Der Schwob is launisch.

    Von seppy in Mai 26, 2010 - 19:57

  4. Ja ich war da und habe mich nicht gemeldet. Und es tut mir wirklich leid. Also nicht dass ich da war, sondern das ich mich nicht gemeldet bzw. keine Ansage gemacht habe.

    Ich weiß einfach gerade nicht wo mir der Kopf steht. Und bis Sonntag Morgen um sechs Uhr, wusste ich auch noch nicht sicher ob ich es überhaupt schaffe.

    Wie hat es euch/dir gefallen? Hattest du auch das Gefühl es tut sich was?

    Von ingemar in Mai 27, 2010 - 04:29

  5. Da bin ich jetzt aber überrascht. Ingemar läßt Hoffnung aufkommen und andere wollen nie mehr nach Ulm. Wart Ihr denn bei verschiedenen Treffs???

    Von Katharina in Mai 27, 2010 - 05:05

  6. Ingemar, such mal oberhalb des Halses, lach…

    Von getkiss in Mai 27, 2010 - 06:37

  7. Nein Katherina wir waren in der gleichen Halle.
    Ingemar ist blos um 2 Jahre älter geworden!

    Die Tanzgruppen aus München Nürberg und Karlsruhe haben ihre Jugendtanzgruppen auch mitgebracht (So genau weiß ich nicht von wo die überall waren) Es ist wie in einem Sportverein Taktisch klug ist es wen man bei einem Fest den Kinderen auch eine gelegenheit gibt aufzutreten. Dann kommen die Eltern doch auch gleich mit !!
    Ausser diesen Kindern waren keine andere Kinder vorhanden
    Darum meine Bitte an die Landsmannschaft für 2012…………EINTRIT FÜR KINDER UND JUGENDLICHE BIS 18 FREI !
    Taktisch ein kluger Schachzug. Etweder bringt Opa und Oma die Kinder mit und sie lernen unser Brauchtum oder sagen sich viele Eltern wir fahren auch nach Ulm und nehmen unsere Kinder mit.
    2010……waren 0,00€ Einamen von Kinder und Jugendliche (Ich sage mal die Tanzgruppen haben kein Eintritt bezahlt)
    2012……sind es auch 0,00 € aber zusätslich von 1.000 Eltern 15.000.00 €!

    Von Polkakeenich in Mai 27, 2010 - 07:19

  8. Rechnung à la Polki.
    Liegt es ausschließlich an dem Eintrittsgeld?

    Von Katharina in Mai 27, 2010 - 10:43

  9. Nein, aber Kathi unsere Schwowe kenne Rechne.
    15 € pro Person sind 30€ pro Familie
    8 € pro Kind a zwoa drei Kinder….sind schon 50€ a halbe Hunderter weg nur für Eintrit.
    Sprit nochmol 50€ sind schon Hundert und er hat noch nichts dafür…..nicht mol sei Langosch !

    OK ich finde die ganze organisation gehört verbesert. Reiseveranstalter müsten anbieten Bussreisen für ein Wochenende Ulm 3-4 Tage
    mit Stadtführung, Fahrt mit der Ulmer Schachtel, Museumsbesuch 1-2 Schwäbische Ball Abende, und besuch der Banater Vernastaltungen.
    Vorlesungen, runde Tisch gespräche.
    Herta Müller Abend………..
    Alles kann man machen…..man muss es nur wollen !

    So hast drei-vier wunderschöne Tage in Ulm ohne stres.

    Von Polkakeenich in Mai 27, 2010 - 12:50

  10. Great information, I just bookmarked you.

    Sent from my iPad 4G

    Von VTR1000 Lady in Mai 29, 2010 - 07:49

  11. Ich finde nichts Bemerkenswertes, eine Schwalbe bringt keinen Frühling. Fragt man die Schwabenführung-und Sachsenführung in Deutschland,
    1.- warum wir Aussiedler aus Rumänien, nur 60 % der geleisteten Arbeit in Rumänien, als Rente angerechnet bekommen;
    2.- mit welchem Recht und Gesetz- erlauben sich diese für alle Aussiedler zu sprechen?

    Von vanderHaide in Jun 4, 2010 - 17:14

  12. Das Banatblog schläft wieder.

    Fällt mir allerdings schwer, “wacht auf” zu schreiben, weil es mich an meine “Lieblinge” auf den Straßen mit der Zeitschrift erinnert.
    Ich habe mal so eine gesehen. Da wurde ich aufgeklärt, die Glaubensbrüder bekämen eine veränderte Ausgabe.
    Diese Leute sprechen vom Harmagedon.
    Bei der Schlacht von Harmagedon werden meine “Lieblinge”, weil sie so vollkommen sind und innerlich nicht zu unserer verdorbenen Welt gehören, nur passive Zuschauer sein.
    Nach der Schlacht werden sie allein im Paradies leben. Wohl bekomms, sage ich.

    Ohne die Schwaben in so eine Abseitsposition zu stellen, ich kann sie unmöglich auf die Stufe mit meinen “Lieblingen” stellen ( Gibt es Schwaben, die bei denen einkehren???), muß ich trotzdem die Überheblichkeit mancher Schwaben erwähnen.
    Nur nichts mit der Masse zu tun haben, abseits bleiben, die Nase rümpfen, auch dieses Blog mit Geringschätzung bedenken.
    Man schreibt hier nicht, weil man mit X oder Y nicht kommunizieren möchte.
    In der Banater Post wird auch nicht erwähnt, dass Banater Schwaben sich in Foren treffen und eine Fortsetzung wagen.

    Von Katharina in Jun 6, 2010 - 12:34

  13. Bei mir kehrten vor mehr als zwei Jahrzehnten zwei missionierende Damen ein, habe sie 2x sogar aus Höflichkeit reingelassen. NIcht einmal aus Neugier, denn über das Programm und die Geschichte der Z. wusste ich Bescheid. (Habe die beiden natürlich nicht mit meiner Meinung zu ihrem Verein behelligt, sondern nur freundlich abgelehnt.) Sieht m. E. eher so aus, dass die meisten von uns „geerdet“ bzw. „gefestigt“ sind und sich nicht so leicht was vormachen lassen. Die Mehrheit bleibt was sie ist (rk., ev. orth., reform.) oder konvertiert innerhalb der drei /vier großen Konfessionen.

    Von Beatrix in Jun 6, 2010 - 17:43

  14. Zu unserem Bekanntenkreis gehören auch Zeugen Jehovas, aber die diskutieren mit uns nicht über Glaubensfragen. Sie sind auch keine Schwaben.
    Vor Jahren kam ich nach Hause, da hatten wir Besuch. Unser Besucher verkündete mit strahlendem Blick, dass in meiner Abwesenheit sehr nette Leute da waren. Er meinte, ich hätte mich auch gefreut.
    Mein Sohn verdrehte die Augen und meinte,ich hätte bestimmt mit Hausverbot reagiert.
    Es waren Mormonen. Die Jungs waren im Alter meines Sohnes. Sie besuchten ihn mehrmals und es war eine sehr lustige Atmosphäre.
    Sie wußten, hier fangen sie kein neues Mitglied.
    Mein Sohn sagte bereits am Anfang: Ihr dürft mich besuchen, aber ich kaufe nichts und lasse mich auch nicht konvertieren.
    Nur hatten diese Jungs eine Mission und mußten auch beweisen, wo sie ihre Zeit verbrachten.
    So war die “Freundschaft” bald vorbei. Kein Mormone hat seither geklingelt.
    Nur eine junge Frau lud mich in ihre neue Begegnungsstätte ein. Ich solle mir das anschauen,keiner würde mich beeinflussen…
    Ich war nicht gegangen.

    Von Katharina in Jun 6, 2010 - 21:05

  15. Mormonen waren bei mir zuhause auch. So was von Freundlich und zuvorkommen, ich bin heute noch begeistert von dieser Familie aus Amerika.
    Meinem Sohn haben sie sehr viel in der USA geholfen und ich in dieser Familie auf ewig Dankbar !!

    Niemand hat uns möchten Konvertieren !!

    Von Polkakeenich in Jun 6, 2010 - 21:50

  16. und ich bin dieser…………

    Von Polkakeenich in Jun 6, 2010 - 21:51

  17. Ich bin auch der Meinung, die Banater Schwaben
    sind standhafter in Sachen Glauben, vorallem in Deutschland. Ausnahmen wird es auch bei ihnen geben, aber die fallen nicht ins Gewicht.

    Ob ein Mensch gut ist, hat nichts mit seinem Glauben zu tun. Denke ich mal.

    Von Katharina in Jun 7, 2010 - 03:52

  18. Nur nichts mit der Masse zu tun haben, abseits bleiben, die Nase rümpfen, auch dieses Blog mit Geringschätzung bedenken.
    Man schreibt hier nicht, weil man mit X oder Y nicht kommunizieren möchte.
    In der Banater Post wird auch nicht erwähnt, dass Banater Schwaben sich in Foren treffen und eine Fortsetzung wagen.

    Von Katharina in Jun 6, 2010 – 12:34

    nun ja Frau Katharina, es scheint sie ja niemand zu vermissen, die walther, Durlacher, Carl Gibson, alma, getkiss, seppy usw. usf. Nur Sie und Polkakenich halten tapfer hier durch

    Von Supersvabo in Jun 7, 2010 - 14:57

  19. Blödsinn, Supersvabo, ich glaube alle, die sie erwähnten, schaun hier mal rein.
    Nur muss man ja nicht täglich seinen Kren dazu geben.
    :-)

    Gruß an Katharina. Und Polki.

    Von Durlacher in Jun 7, 2010 - 18:13

  20. Und wenn der Blog schläft, ist vielleicht schönes Wetter draußen, oder? :-) :-)

    Von Durlacher in Jun 7, 2010 - 18:14

  21. Zunächst liebe Grüsse an Durlacher!

    Und dann auch ein Hallo an Supersvabo!

    Das Wetter ist endlich schön und ich habe viele Pläne. Aber noch bin ich da und hoffe, dass wenigstens einige wieder hier schreiben.

    Von Katharina in Jun 7, 2010 - 18:34

  22. Danke Durlacher, das du als in unserem Banater Haus vorbeischaust. Der Katherina und mir geht es ja prächtig. Wir machen die Musik auf der Bühne. und die anderen tanzen, ob sie es wollen oder nicht! Wie wir spielen, so tanzen SIE unsere “Freunde” aus dem Banat und Siebenbürgen. Öfter gibt es noch eine Play-Back kostenlos dazu. Na, na umsunscht gibt es bei uns nichts, alles ist so verpackt, damit es koschtenlos ist, awer nicht umsunscht……!

    Von Polkakeenich in Jun 8, 2010 - 07:23

  23. Leit, das Fehlen meiner Beiträge hat nix mit Eich zu tun. Bin halt stärker anderweitig gegen Kohle beschäftigt, sonst gibt´s ke Feuer mit i….
    Also macht ruhig weiter, ich lese mit.
    Grüße an alle!

    Von getkiss in Jun 8, 2010 - 09:26

  24. Na dann tanze ich mal weiter, Polki, aber nach diesem Lied: http://www.youtube.com/watch?v=5PSGhuT_gCk

    LG an alle.

    Von alma in Jun 8, 2010 - 09:39

  25. Danke Alma…..Dieses Lied hat mir sehr sehr gut gefallen Punkt.

    Jetzt mein Banater Komment
    Der Pöpel und die Gstutierte (Die mit viel Schule) haben früher dem Hitler, Stalin , Napoleon und Ceaucescu zugejubelt wie im Rausch !
    Heute, jubeln sie genau so zu, anderen Sachen. Wie in diesem Lied zum Beispiel, dem Krach.
    Am besten noch mit einer Prise Drogen damit man sein Verstand verliert. Nur was sollen die noch verlieren…..in der Masse war noch nie ein Verstand vorhanden.

    Nur dieses Lied hat nichts mit WACH AUF bANAT ZU TUN

    Von Polkakeenich in Jun 8, 2010 - 10:55

  26. Dem Banat geht es gut, soweit ich weiß. Aufwachen müssen die unter uns, die es noch immer nicht wahrhaben wollen, dass das Banat uns nicht mehr gehört. Es gehört jetzt Anderen und die werden uns nichts zurückgeben. Es ist vorbei.
    Wir können zufrieden sein, wenn sie die Gräber unserer Ahnen nicht schänden, indem sie auch in die einziehen. Übrigens, in einer älteren Ausgabe der BP soll etwas über eine neue Friedhofsordnung gestanden haben – weiß einer von euch etwas darüber?

    Von alma in Jun 8, 2010 - 20:12

  27. Lieber Ingemar, es hat sich seit 2008 gar nichts
    geändert, nur die heisse Luft weht stärker.

    Wir werden weiterhin bei der Rente gekürzt,
    werden von der deutschen Presse wie Hornochsen
    behandelt, am Domplatz in Temeschwor kein Schwob.
    Für Kultur kein Sinn.

    Im Westen nichts Neues.

    Im Osten nichts Neues.

    Wäre mal Zeit, dass Anneliese ein Gedicht rausläßt.

    Von Der Schwob in Jun 9, 2010 - 03:02

  28. So eins, Schwob?

    ;-)
    Ich bin, ich weiß nicht wer,
    ich komme, ich weiß nicht woher,
    ich gehe, ich weiß nicht wohin.
    Mich wundert’s, daß ich so fröhlich bin.

    :-D

    Von Durlacher in Jun 9, 2010 - 10:43

  29. Die Sonne über Temeswar, Temeschwar oder Temeschburg ist längst untergegangen. Die Sonne geht nur noch über Timisoara auf! So ist es, da hat Polkakeenisch recht oder mit unserer Literaturgrandin aus Nitzkydorf zu sprechen “…(Vater!)…laß das sein, es gehört uns nicht mehr…!”

    Von Supersvabo in Jun 9, 2010 - 14:23

  30. Wir können zufrieden sein, wenn sie die Gräber unserer Ahnen nicht schänden, indem sie auch in die einziehen. Übrigens, in einer älteren Ausgabe der BP soll etwas über eine neue Friedhofsordnung gestanden haben – weiß einer von euch etwas darüber?

    Von alma in Jun 8, 2010 – 20:12

    ich bin ja mal woanders mit der Frau alma übereinander gekommen zu diesem Thema. Aber ich bleibe dabei. Stellt Euch mal einen Dorfrichter (Bürgermeister) vor, dessen Wiege vielleicht sogar in Oltenien stand. Und jetzt soll am Ortsrand ein Gewerbe- und Industriegebiet (so wie im Westen) ausgeschrieben werden, aber der Friedhof, dessen Gräber schon Jahrzehnte verweist sind stehen im Weg. Jetzt steht der Bürgermeister vor der Wahl: ein Billa oder Lidl-Markt mit Parkplätzen und einer Bäckerei oder der Friedhof der “neamti”, der verwildert und verlassen wie ein Stachel, ein Keil in dem schicken Industriegebiet ist.

    Nochmal, nicht das ich das gutheisen würde, die Gräber unserer Ahnen platt zu machen wegen einem Lidl-Markt, aber die die dort das Sagen haben werden wohl kaum auf die Empfindlichkeiten der im verschwinden begriffenen Schowe Rücksicht nehmen. Und wenn wir uns zu sehr öffentlich aufregen, kommen die Herren dort vielleicht auf die Idee uns Gebührenbescheide nach Deutschland zu schicken, in denen wir aufgefordert werden für die Zeit ab der Ausreise die Grabesplätze zu bezahlen, so wie das auch hier im Westen üblich ist. Vielleicht steht dann sogar ein deutscher Gerichtsvollzieher vor der Tür eines Schwob und treibt die Friedhofsgebühren für die Gräber seiner Ahnen im Banat ein; wollen wir aber nit den Teufel an die Wand malen.

    Von Supersvabo in Jun 9, 2010 - 14:33

  31. “die Idee uns Gebührenbescheide nach Deutschland zu schicken, in denen wir aufgefordert werden für die Zeit ab der Ausreise die Grabesplätze zu bezahlen, so wie das auch hier im Westen üblich ist. Vielleicht steht dann sogar ein deutscher Gerichtsvollzieher vor der Tür eines Schwob und treibt die Friedhofsgebühren für die Gräber seiner Ahnen im Banat ein…”
    Von Supersvabo in Jun 9, 2010 – 14:33
    Geht nicht. Zur Zeit besteht keine rechtlich verbindliche Gebührenordnung und es gab bis jetzt auch keine. Auch nach rum. Gesetz geht es nicht rückwirkend.
    Also, die einzige Möglichkeit für Lidl-Fans wäre für die Zukunft…und dann gibt es noch immer eine Abwägungsmöglichkeit, z. Bsp. Umbettung nach Deutschland? Aber wer will schon so was….

    Von getkiss in Jun 9, 2010 - 18:04

  32. So weit ich weiss gibt es Gebühren in Temeschwar, aber auf den Dörfern nicht?

    Von getkiss in Jun 9, 2010 - 18:05

  33. “Umbettung nach Deutschland” getkiss

    Jessmarntjosep!! Die Alten wollten in der Heimaterde begraben werden, bei ihren Ahnen. Legen wir uns jetzt auch noch mit dem Jenseits an?!

    Supersvabo: Mal ausnahmsweise ;-) muss ich diesbezüglich die Rumänen in Schutz nehmen. Es ist unsere Kirche, die für unsere Friedhöfe zuständig ist und deren Pflicht es wäre, diese zu schützen.

    Von alma in Jun 9, 2010 - 22:50

  34. Supersvabo: Mal ausnahmsweise muss ich diesbezüglich die Rumänen in Schutz nehmen. Es ist unsere Kirche, die für unsere Friedhöfe zuständig ist und deren Pflicht es wäre, diese zu schützen.

    Von alma in Jun 9, 2010 – 22:50

    wieso? wo steht das geschrieben? Die Kirche macht nie was umsonst, selbst beim Sterben muss der Pfarrer noch bezahlt werden. Zahlt jemand der Kirche in RO etwas, damit diese was für die Friedhöfe und die Kirchenbauten tut? Wird ein Teil der Kirchensteuer, die die Schwowe hier in DE zahlen der Kirchen in RO abgeführt, damit sie die Friedhöfe schützt? Da habe ich die Betteleien der Landsmannschaft und der HOGs in Erinnerung, die sich darum kümmern, weil die Kirche vor Ort in RO wohl weder rechtlich noch moralisch sich dazu verpflichtet sieht.

    Von Supersvabo in Jun 9, 2010 - 23:13

  35. Die Frage ist nur, wenn es uns nicht mehr gibt, ob es unsere Nachkommen noch interessiert, ob es im Banat überhaupt noch katholische Friedhöfe gibt?

    Von Katharina in Jun 10, 2010 - 01:29

  36. Wach auf Banat?
    Das Banat lebt ja noch…anders als in unseren Erinnerungen, die wir mit uns schleppen, anders als wir es uns wünschen…

    Dem Banat geht es wohl wie der verlassenen Geliebten.
    Der Verflossene hat sich entschlossen neue Wege zu gehen. Trotzdem blickt er neugierig zurück…Was macht die Einstige, wie geht es ihr, mit wem teilt sie ihr Leben?
    Und das was er sieht, entspricht nicht seinem Wunschdenken.
    Die einstige Geliebte hat nen Anderen, geht neue Wege, sie geht voran…
    Was er sich selbst zugesteht, gönnt er seiner einstigen Liebe nicht.
    Sie sollte wohl so erstarren, wie er sie kannte…dass er sie immer so vor Augen haben kann…
    Sind wir Meckerer (ja, ich gehöre oft dazu) nicht wie dieser Geliebte?
    Wir sind doch gegangen…wir haben unser geliebtes Banat verlassen…und jetzt?
    Nicht das Banat muß aufwachen.
    Eindeutig nicht das Banat.

    Von Katharina in Jun 10, 2010 - 01:52

  37. Das hast jetzt sehr gut geschrieben Katherina

    Der Vergleich mit der Geliebten…Super

    Von Polkakeenich in Jun 10, 2010 - 07:20

  38. es tut mir leid, aber unser Banat, mein Gott wie sich das anhört. Jedenfalls uns alleine hat es nie gehört. Es waren immer schon andere auch noch da. Klar, das hören die Rumänen nit gerne, weil sie das Banat als Teil der dakischen Urheimat sehen, das hören die Ungarn vielleicht auch nit gerne, weil sie es am liebsten als ungarische Komitate aufgeteilt sehen würden und mancher stramme Deutsche in der Zwischenkriegszeit hätte das Banat vielleicht als deutschen Reichsgau gesehen. Allsamt Träume! Das Banat hat allen, auch den beigelaufenen Oltener und Moldowener Brot und die Scholle für die letzte Ruhe geboten. Aber gut, träumen wir ruhig weiter den Traam, den schwowischen Traum vom Banat.

    Von Supersvabo in Jun 10, 2010 - 15:56

  39. “Die Frage ist nur, wenn es uns nicht mehr gibt, ob es unsere Nachkommen noch interessiert, ob es im Banat überhaupt noch katholische Friedhöfe gibt?

    Von Katharina”

    Nein, unsere Nachkommen wird es sicher nicht interessieren. Viele Aussiedler selber wollen aus Kostengründen verbrannt werden, um dem Nachwuchs teure Erdbestattungen zu ersparen. Und wenn sie das trotzdem wollen – der Nachwuchs bleibt in den seltensten Fällen da wohnen, denn die müssen sehen, wo sie Arbeit finden, wie alle anderen auch, da geht die Friedhofskultur, wie man sie auch hier noch kannte, sowieso den Bach runter. Und nach ca. zwei Jahrzehnten “Ruhe sanft” wird man entsorgt.
    Da kann man höchstens noch in Kassel im Museum für Begräbniskultur sehen, wie es einmal war, auch hier in Deutschland…

    Übrigens, den Film “Der Stellvertreter” wurde auch auf dem deutschen Teil des Zentralfriedhofs in Hermannstadt gedreht, weil hier Gräber aus den 30-ger Jahren noch vorhanden sind und die Anlage noch nicht total versaut durch Friedhofsordnungen.

    Von Durlacher in Jun 10, 2010 - 17:28

  40. ich glaube das Banat ist wach genug, auch ohne die Schwowe. Nur wird dort heute mehr Hora als Zeppelpolka getanzt. Aber die (rumänische) Banater Bevölkerung ist jung, wißbegierig und voller Drang das westliche Standart zu erreichen, da dreht sich unsere schwowische Welt viel zu langsam.

    Von Supersvabo in Jun 11, 2010 - 13:29

  41. Von Supersvabo in Jun 11, 2010 – 13:29

    Endlich was Vernünftiges…

    Supersvabo,genau deiner Meinung.Wir Schwaben hätten uns dort nicht weiterentwickelt und einige sind noch immer so stur wie unten,nach dem Motto:
    ,,Mir sin tie peschte tie schenschte un tie Gscheitschte,,

    Von seppy in Jun 11, 2010 - 18:54

  42. @Seppy

    Du meinst, als Gemeinschaft hätten wir uns dort nicht weiterentwickelt?
    Haben wir es hier?
    Als Mensch entwickelt sich jeder auf irgendeine Art weiter.Egal wo er lebt.

    Von Katharina in Jun 11, 2010 - 20:35

  43. es Banat ist lebendiger denn ja, wenn man sich mal anschaut wieviele Leute aus DE dorthin fahren und wieviele HOGs Nostalgiereisen dorthin machen. Und neben die Rumäner, die ja autochton sind, gesellen sich andere Völkerschaften neu dorthin, wie z. b. die Italiener oder auch die Orientalen als Handelstreibende. Ja, nur das schwowische Element im Banat ist nit mehr (mit)beherrschend, das ist ja aber von den magyarischen und rumänischen Machthabern immer schon so gewollt gewesen, nur ist deren Traum Wirklichkeit geworden.

    Von Supersvabo in Jun 14, 2010 - 10:32

  44. Zuerst mußten unsere Vorfahren das verwüstete Land aufbauen gehen und jetzt kommen die Orientalen zurück…
    Sich ins gemachte Nest setzen, ist ja gar nicht so schlecht.

    Von Katharina in Jun 14, 2010 - 22:09

  45. Die Walachen kommen ganz gut ohne Schwabenkäfer
    klar, haben es geschafft, deutsches Kapital ins Land zu locken.
    Sie tanzen mit Vorliebe Hora im Temeschworer
    Zentrum als kulturellem Sieg über uns Loser.

    Sie haben unsere Handschrift, den Barock, noch
    nicht verinnerlicht, deshalb sind sie touristisch noch sehr unverdorben, in den Kinderschuhen. Aber die Zukunft gehört nun mal
    den Walachen, weniger den Banateni, eher den
    Mitici aus Bukarest.

    Früher oder später werden sie auf den Geschmack kommen und, ähnlich wie die Prager,
    50 Euro für ein Steak berappen.

    Als BRD-Touristen erfreuen wir uns eines noch
    relativ unverdorbenen Rumäniens, wo der Euro
    noch was wert ist. Landschaftlich und kulturell ist Transsylwanien für meine Begriffe stets eine Topadresse in Europa.

    Liebe Katharina, die Orientalen können sich seit Jahren die Orte aussuchen, die ihnen belieben.
    Angenommen Du wärst in der RSR eine Zugereiste, mit deiner Familie auf Wohnungssuche; Wo würdest dich niederlassen,
    in der Moldau, der klassischen Walachei, oder eher im gut sortierten Banat?

    Von Der Schwob in Jun 15, 2010 - 04:29

  46. #

    @Seppy

    Du meinst, als Gemeinschaft hätten wir uns dort nicht weiterentwickelt?
    Haben wir es hier?
    Als Mensch entwickelt sich jeder auf irgendeine Art weiter.Egal wo er lebt.

    Von Katharina in Jun 11, 2010 – 20:35

    …schön were es….

    #

    Zuerst mußten unsere Vorfahren das verwüstete Land aufbauen gehen und jetzt kommen die Orientalen zurück…
    Sich ins gemachte Nest setzen, ist ja gar nicht so schlecht.

    Von Katharina in Jun 14, 2010 – 22:09

    Da liegst du falsch.Man hat das ,,Land,,dort zuerst von den ,,Orientalis,,gesäubert und dann haben sie mehrere Völkergruppen angesiedelt und das Land so zu sagen besetzt.

    Von seppy in Jun 15, 2010 - 09:00

  47. Banat, Siebenbuergen.
    Als aus dem Banat kommend, würde eine Entscheidung gar nicht anders ausfallen.
    Dabei gestehe ich aber, mit einer Rückkehr liebäugele ich nicht.
    Und ob ich als Westler mich nach Rumänien begeben würde, ist auch fraglich.

    Es fühlt sich vielleicht nicht immer angenehm an, zu wissen, dass andere Menschen über unseren Temeswarer Korso laufen und bestimmen.
    Die Wahrheit ist nunmal so.
    Der Rumäne schläft nicht. Er ist vielleicht anders, aber er tut was.
    Se descurca, nicht wahr?

    Von Katharina in Jun 15, 2010 - 09:14

  48. Besetzt, Seppy, aber gut besetzt.
    Was unsere Vorfahren geleistet haben…sie haben das Banat erst zu einer Adresse gemacht.

    Von Katharina in Jun 15, 2010 - 09:18

  49. Noch einmal:BANAT war und ist kein Land,sondern war und ist das Tor zum Westen durch das wir Nachkommen der fleisigen Kolonisten(schon das Wort sagt es),,geflüchtet,,sind.

    Wir haben dort alles im stich gelassen,(die Arbeit unserer Vorfahren auch…)Hals über Kopf abgehauen und jetzt beklagt sich mancher das ,,Fremde,, durch die Stadt spazieren.
    Mein Gott Katharina das ist doch nocht dein ernst,oder?

    Die Rumäner haben uns immer vorgeworfen als wir auf ,,Besuch,,kamen:
    ,,Ati fugit de aici,si acuma veniti si spune-ti:
    ,,Ma-i ce praf ii pe aici…,,

    Von seppy in Jun 15, 2010 - 09:38

  50. Seppy, sind Leute aus dem Alt-Rumänien und Ausländer keine Fremde?
    Ich leugne doch nicht,dass wir abgehauen sind und nun uns nicht mehr da einmischen dürfen/sollen.
    Ich habe aber fast vier Jahrzehnte im Banat gelebt und so seelenlos bin ich nicht, dass kein Krümmel Wehmut in mir zurückgeblieben ist.
    Betreffs Staub habe ich den Rumänen aber keinen Vorwurf gemacht.
    Ich habe einem Taxifahrer 1996 gesagt, man solle nicht blind alles vom Westen übernehmen und das Gute, dass die Rumänen doch auch haben, verdrängen.

    Von Katharina in Jun 15, 2010 - 10:58

  51. ich sehe das locker, auch wenn andere mich jetzt als nationalistisch anfeinden. Ich bin Schwob und vor allem Deutscher. Als Deutscher habe ich das Recht in Deutschland zu leben. Dieses Recht habe ich wahrgenommen, indem ich in mein Mutterland eingwandert bin. Ich leugne nicht ab, dass daneben auch die materielle Situation in DE ein ausschlaggebender Grund war, das Fremdrentengesetz und für viele auch der Lastenausgleich. Zwar haben viele Rumänen und als “nemti prosti”, also als dumme Deutsche verschrieen, neidisch waren sie trotzdem, daß wir in Massen davon zogen, sie nicht – bis auf einzelne. Sie haben ja auch lange die Nutznießungen gehabt, vom Schweiß der Deutschen. Und schließlich wären sie uns auch gerne mit in den Westen gefolgt ohne mit uns etwas zu tun haben zu wollen.

    Es hat sich im laufe der Jahrzehnte gerade im Verhältnis der Rumänen zu den Deutschen in Rumänien bei überwiegend vielen die Mentalität ausgeprägt, “was mir den Pelz, aber mach mich nicht naß!” Die Segnungen des Fremdrentengesetzes, die soziale Absicherung in DE nehmen ja die Rumänen, vor allem in den gemischtnationalen Ehen, gerne mit um sich aber dann über die “nemtoi” doch lustig zu machen. Darüber darf auch nicht hinwegtäuschen, daß die rumänischen Offizielen den Deutschen heute scheinheilig Krokodilstränen nachweinen und die Landsmannschaften das wohlwollen goutieren. Ich nehme diese Kumedi denen nit ab. Im Grunde ihres Herzens, sind die meisten, auch die rumänischen Politiker aller Couleur (Ausnahmen bestätigen die Regel) doch insgeheim sehr froh, daß das rumänisch-nationale Ziel erreicht ist, die Ausschaltung des ethnischen deutschen Elements aus dem Leben Rumäniens.

    Von Supersvabo in Jun 15, 2010 - 14:50

  52. Hast schon recht Superschwob aber so ist halt das wahre leben.

    Ich horch meine Musich so wie die und dann geht es mir gut.
    http://www.youtube.com/user/mtblanc4810#p/u/117/JOFVx6RXwtg

    Von Polkakeenich in Jun 15, 2010 - 15:06

  53. Wie recht Du doch hast Supersvabo. Nun aber unsere Situation hier: am Anfang unserer Einreise (1975) war ich schon geschockt über die Einstellung der “Hiesigen” zu unserer Herkunft. Sie waren allesamt der Meinung, dass wir Rumänen sind. Ja, der Verstand führt sie nur so weit, dass sie sich zusammenreimen, dass nur der Deutscher ist, der in Deutschland geboren ist. Wie traurig! Wir haben die deutsche Fahne mehr hochgehalten als die Hiesigen. Ich kenne es nur aus Oberbayern, wo (nur auf den Dörfern) Brauchtumspflege gelebt wird. Ansonsten frage ich mich schon, was die hiesigen für ihre Tradition machen??? gar nix! …aber über Völkergruppen lästern, welche eben ihr Deutschtum, Bräuche und Sitten leben.
    Habt ihr schon mal die Bemerkung gehört: “ihr habt wohl einen deutschen Schäferhund gehabt!”
    Da könnte ich dann so richtig ausrastn, wenn ich diesen Satz höre :-(

    Bemerkung: ich schmeiße nicht alle Hiesigen und nicht alle Banater in einen Topf. Also nicht unnötig aufregen :-)

    Von Anneliese in Jun 16, 2010 - 09:16

  54. Ich habe schon einmal geschrieben:
    DAS BANAT hat 1918 aufgehört zu existieren.
    1948 war dann alles vorbei.Ein Staat im Staat stand dann nicht mehr zur Debatte.

    Man bunkerte nachher die D Mark(der es konnte)um es dann an zwielichte Personen zu geben um ja schnell rauszukommen.
    In Rumänien geht alles weiter auch ohne uns,obwohl manche noch immer glauben wir seien unentberlich.
    Wer hier was und wie über mich denkt lasst mich kalt.
    Der Rumäne hatte ein Sprichwort.
    ,,Nu te uita ce vorbeste,ci cine vorbeste,,

    @Katharina

    …das mit dem ,,praf,, habe ich dir nicht unterstellt.Es war eine redensweise der Rumäner.

    Ich weiß nicht,aber manche von uns kommen hier einfach nicht zur Ruhe.So habe ich den Eindruck.
    Leute das Leben ist zu kurz um es an Wehmut zu vergeuden.

    Von seppy in Jun 16, 2010 - 10:00

  55. Ach, Seppy. Gib doch bitte mal an, worüber wir hier diskutieren sollen.
    Wenn wir das Banat nicht mehr im Herzen tragen, können wir das Blog umtaufen ( denkt mal an einen Namen) und fortan über andere Sachen plaudern.
    Was meint Ihr?

    Von Katharina in Jun 16, 2010 - 10:56

  56. @Katharina,

    Ich will keinem den Spass verderben,aber wir drehen uns im Kreise.
    Es sind viele Wiederholungen die wir immer ansprechen.
    Du hast recht.Ich trage auch nichts neues zum Thema bei.

    Von seppy in Jun 16, 2010 - 11:13

  57. Da hast Du Recht, wir wiederholen uns…

    Vielleicht ändert Ingemar die Richtung.

    Von Katharina in Jun 16, 2010 - 11:26

  58. @Anneliese, ja das hab ich oft gehoert mit den schaeferhund. “der hat wohl auch einen deutschen schaeferhund gehabt, somit ist er auch ein deutscher” aber noch schlimmer was ich oft gehoert habe. “nichts gehabt und alles verloren”. ja des sind die hiesigen oder wie du schon mal schriebst die reinrassigen, was mir gut gefiel. das erinnerte mich vor vielen jahren als ich noch in deutschalnd war, als Stoiber seine frau sagte, in bayern herscht einen reinrassige demokratie, vielleicht kannst du dich auch noch erinnern.
    was das deutsche betrifft sind wir banater mehr deutsche als die deutschen, den wir haben anch fats 300 jahre ausland leben unsere sitten, gebraeuche und sprache behalten, wobie man heute sagen kann wenn deutsche(reinrassige) ins ausland gehen, schon die erste generation spricht kein deutsch mehr, sehe des oft hier.

    nix fuer ungut.

    Von Joschi in Jun 16, 2010 - 17:16

  59. @ Anneliese, @ Joschi: Komische Bemerkungen musste ich mir auch in den zwei/drei ersten Jahren anhören, nicht viele, aber die saßen. Umso mehr, wenn man sich noch nicht eingelebt hat. Es hieß dann gleich, wir meinen ja nicht dich persönlich, a b e r was, wenn nun alle und jeder, etwa die Nachfahren der im 19. Jh. nach Amerika Ausgewanderten, zurückkehren wollten? Was für ein Quatsch. Ich versuchte, zu erklären. Doch wer wirklich Vorbehalte hegt, hat kein Ohr für eine andere Meinung. Und ich war/bin auch niemandem eine Erklärung schuldig. Rückblickend sehe ich das so: Es gibt halt solche und solche. Andererseits: Die meisten interessiert es nicht und man wird akzeptiert, und ist sowieso bald integriert. Aber zurück zu den Sprücheklopfern und damit zu einem Fall, über den ich mich jetzt noch aufregen könnte: Einer mit guter Stellung, der selbst ein Nachkriegsvertriebener von irgendwoher innerhalb der Grenzen von 1937 war, spielte sich auf Mitte der 80-er bei gemeinsamen Bekannten. Dort triezte er gerade aus RO eingetroffene Landsleute mit unglaublichen Boshaftigkeiten wie – ihr seid alle wohlgenährt, wie könnt ihr von Lebensmittelknappheit sprechen…

    Von Beatrix in Jun 16, 2010 - 20:36

  60. Genau Beatrix der Neid hat die Flüchtlige auch gegeneinader aufgehetzt.
    Meistens sind die schlimmsten, die ihre Wurzel bei Flüchtlinge suchen können!

    Von Polkakeenich in Jun 16, 2010 - 21:23

  61. @Beatrix und Polki…Tja genau, ich bin ja 1971 in D eingewandert, da war ich ja noch ein exote, den die wussten ja nicht einmal wo rumaenien liegt. ich koennte ien buch schreiben was so alle passiert ist in dne 24 jahren bis ich dann D verliess, und es nicht bereut habe. das neid und hass stattfand und bestimmt noch statfindet is doch klar, sogar von deinen eigene verwandten die schon seit den krieg in D waren wei z.b mit soclhen saetzen “na jetzt seit ihr ja auch in den land wo milch und honig fliesst”

    Von Joschi in Jun 17, 2010 - 08:03

  62. Tja,nach den Beiträgen zu urteilen,hat unser Nachbar ,der Rumäne uns mehr als Deutscher respektiert als die Hiesigen.

    Mir sind solche Sachen wie oben beschrieben noch nicht passiert.
    Pocht man hier zu viel auf sein ,,Schwabensein,,aus dem Banat?
    Neid,kurbelt die Eigeninitiative an um besser zu sein,und schon haben wir den Wettbewerb.
    Auf dem Nachbar seine ,,Paradaise,,waren wir doch auch neidisch wenn sie roter und größer waren…

    Von seppy in Jun 17, 2010 - 09:01

  63. @Seppy, neine so ist es nicht bei mir mit den schwabensein und banat. wie ich schon erwaehnte ich koennte ein buch schreiben. du kannst nur froh sein das du nicht vor versammelter mannschaft mit sochne bemerkungen konfrontiert worden bist, aber bei vorgehaltener hand schon das du es nicht bemerkt hast. als ich nach D kam, in 2 jahren hatte ich mich voll intergriert und niemand wusste woher ich kahm und das ich nicht nuernberger bin, nur wenn es an die paiere ging und der geburtsort sichtbar wurde ” ach sie sind keiner von uns” das ich ich mir sehr oft anhoeren koennen. naja ich hab die konsequenzen gezogen. hier wo ich jetzt wohne sind alle von irgendwo und keiner ist einheimisch, nur die ureinwohner.

    Von Joschi in Jun 17, 2010 - 16:00

  64. Einfach weghören.
    Mein Sohn, bei unserer Ankunft in Deutschland noch klein,hat nach langer Tramfahrt sich plötzlich auf den Stuhl gekniet.
    Da rief eine Frau: “Bei uns in Deutschland macht man sowas nicht.”
    Oder als er in der Schlange an der Supermarktkasse versehentlich mit der Hand die Einkaufstasche einer Frau berührte: Nimm deine Hände weg, du dreckiger Zigeuner.
    Solchen Frauen sagt man nichts, man denkt sich was.
    Ich las mal in einer Zeitschrift (der Name ist mir entfallen, ist schon sehr lange her),Deutschland sei ein krankes Land.
    Aber nicht das Land ist krank.
    Aus meiner Sicht, kamen in einer relativ kurzen Zeit eine Menge Leute aus verschiedenen Länder.
    Verschiedene Kulturen, Mentalitäten…
    Man will die Ordnung beibehalten, man will quasi Ruhe,nur keine Probleme, alles soll so bleiben, wie es war.
    Doch das grenzt fast an Utopie.
    Ich treffe Leute, die angepaßt sind und in Wahrheit haben sie sich verbiegen lassen.
    Das ist so schmerzhaft unehrlich.

    Von Katharina in Jun 17, 2010 - 16:52

  65. wo ich jetzt wohne sind alle von irgendwo und keiner ist einheimisch, nur die ureinwohner

    Australien? Amerika? Klingt spannend. Ich bin froh, dass ich nicht mehr in RO leben muss. Dort mal Kurzurlaub kann ich mir gerade noch vorstellen. Ich hatte vor der Ausreise immer Angst, es würde ewig so weiter gehen mit der führenden Klasse, nie Reisefreiheit, nie eine Perspektive. Allein die Erinnerung an diese „Aussichten“ macht beklommen. Ich habe hier noch Jahre später öfters geträumt, dass ich immer noch dort „feststecke“.

    Von Beatrix in Jun 17, 2010 - 17:09

  66. Gerade gestern erfahren, die rumänische TV-Moderatorin Dana Razboiu will mit ihrer Familie auch lieber in Wien leben…
    Und das, obwohl sie viel Geld hat, uneingeschränkt reisen kann…
    Aber ein Grund für diese Entscheidung sei das nicht funktionierende rumänische Gesundheitssystem. Frau Razboius kleiner Sohn hatte Herzprobleme.

    Wir haben alle unsere Gründe gehabt und sind vielleicht alle froh im Westen angekommen zu sein. Auch wenn wir mal lästern.
    Ich sagte mal zu Einheimischen, wenn man Deutschland liebt und sein Fortschritt will, darf man nicht immer nur alles schönreden.

    Von Katharina in Jun 17, 2010 - 17:44

  67. Ich finde unsere Diskussionen allemal spannend und freue mich immer wieder auf den Austausch mit Euch. Es gibt hier allerdings Leute, welche nur die Beiträge der anderen kritisieren ohne selbst was dazu beizutragen. Wer vom Banat nix mehr wissen will, der soll doch einfach fernbleiben.
    Katharina, Banatblog hat seine Daseinsberechtigung und wird sie auch hoffentlich behalten, solange es Leute gibt, welche durch die Herkunft verbunden sind und ihre offene Meinung hier schreiben.
    Ich habe mich gestern mir Freunden unterhalten, welche jedes Jahr nach Rumänien in Urlaub gefahren sind. Das war wohl heuter das letzte Mal….. Die Enttäuschung war diesmal ziemlich heftig. Ich war schon 20 Jahre nicht mehr im Banat. Gestern Abend hat mir jemand Fotos von meinem Elternhaus geschickt. Leute, ich kann es gar nicht beschreiben, wie mir um´s Herz war. Ich verstehe immer mehr, warum das Elternhaus soviel besungen und darüber gedichtet wird. Es hat schon was für sich, egal auf welchem Fleckchen Erde es steht. Erinnerungen, Erinnerungen… Ob gute oder schlechte Zeit, die Erinnerungen gehen in Richtung Familie, wo alle noch da waren, wo ich ein unbeschwertes Kind war und noch nicht wusste, wohin es mich mal verschlagen wird auf dieser Welt. Ja, träumen kann schön und auch heilend sein.
    schöne Grüße
    Anneliese

    Von Anneliese in Jun 17, 2010 - 18:50

  68. Anneliese,was genau hat diese Leute jetzt enttäuscht?

    Von Katharina in Jun 17, 2010 - 21:52

  69. @Beatrix, Australien.

    @Anneliese, ja genau so is es, ich war schon 36 Jahre nicht mehr im Banat, und wenn ich heute nur Bilder im Net sehe oder einn Lied von damals, dann muss ich immer mein Taschentuch benuetzen.

    @Katharina, die frage stelle ich mir auch.

    Von Joschi in Jun 18, 2010 - 09:39

  70. Einige sind schon sehr früh aus Ru weg,und glauben alles über Banat zu wissen,kommt dann jemand mit anderen Argumenten wird er gleich verwiesen.
    Also lasst mal die Kirche im Dorf.

    Kritisieren werde ich auch weiter,ob das jemandem passt oder nicht.
    In einigen Beiträge macht sich Frustration breit,weil man nicht genug respektiert wird.Steht uns das als ,,Zeitreisende,,der Geschichte wirklich zu?

    @Katharina
    Du schreibst:
    ,,Ich treffe Leute, die angepaßt sind und in Wahrheit haben sie sich verbiegen lassen.
    Das ist so schmerzhaft unehrlich.,,

    Von Katharina in Jun 17, 2010 – 16:52

    Inwiefern verbiegen?Ich bin noch immer der ,,Alte,,aber vieleicht ein bisschen Weltoffener wie andere.
    Ich könnte mir auch vorstellen in einem anderen Land zu leben ohne meine Identität zu verlieren nur ich poche nicht so viel auf mein ,,Schwabensein,,weil ich mich nicht als etwas besonderes fühle.

    Meine Tante,eine Hiesige sagt immer:
    ,,Ihr Kolonisten seit widerstandsfähiger als wir,,und ich glaube Psychisch müsste das auch sein.

    @Katharina

    Es hätte mich schon interesiert wie die Leute in der Strassenbahn und beim Einkaufen drauf gekommen sind das der Sohn kein Hiesiger ist.

    Von seppy in Jun 18, 2010 - 09:41

  71. und hier ein Link zum Taschentuch benuetzen

    http://www.youtube.com/watch?v=Ttgx0ABIXdk

    Von Joschi in Jun 18, 2010 - 09:43

  72. Und noch etwas:Einige verzerren ihre Beiträge und sind unehrlich….Sie widersprechen sich.

    Von seppy in Jun 18, 2010 - 09:52

  73. Seppy, es war der Akzent Mein Sohn sprach ein perfektes Rumänisch (vom Kindergarten) und schwäbisch.
    Er verstand Hochdeutsch, hatte aber keine Übung.
    Im Aufnahmelager waren lauter Rußlanddeutsche, später Deutsche aus Rumänien…aber die Kinder sprachen Russisch oder Rumänisch. War so.
    Mein Sohn hat sich sehr schnell für das Hochdeutsche entschieden,aber anfangs hörte man, dass er ein Fremder ist.
    Nach einigen Monaten hatte er einen Wortschatz,
    dass sogar ein einheimisches Kind ihn nicht übertraf.

    Von Katharina in Jun 18, 2010 - 22:38

  74. Einige——das können viele und wenige sein !

    Jeder macht mal Fehler , vielleicht soll man alles nicht so ernst nehmen und andere Menschen auch respektieren, wenn sie auch ein Name wie Polka, Bäckerkipfel oder Pipatsch haben.

    Von Polkakeenich in Jun 19, 2010 - 16:03

  75. #

    Einige——das können viele und wenige sein !

    Jeder macht mal Fehler , vielleicht soll man alles nicht so ernst nehmen und andere Menschen auch respektieren, wenn sie auch ein Name wie Polka, Bäckerkipfel oder Pipatsch haben.

    Von Polkakeenich in Jun 19, 2010 – 16:03

    Ist mir egal solange er mir nicht auf die Füsse tretet.Du inclusive.

    Von seppy in Jun 19, 2010 - 18:21

  76. Einer hat mal hier geschrieben:
    ,,Wenn ich diese Beiträge hier lese,verstehe ich warum wir Schwaben in der ganzen Welt verstreut sind:
    Damit wir uns aus dem Wege gehen können.,,

    Hat mich ehrlich nachdenklich gemacht….

    Ist es wirklich so?

    Von seppy in Jun 19, 2010 - 18:50

  77. Na Ja…………

    Von Polkakeenich in Jun 19, 2010 - 19:19

  78. Lustig,Ihr Männer…na, dann mal Gute Nacht, träumt mal schön…und nicht auf Füsse treten…ja?

    Von Katharina in Jun 19, 2010 - 20:15

  79. #

    ,,Lustig,Ihr Männer…na, dann mal Gute Nacht, träumt mal schön…und nicht auf Füsse treten…ja?,,

    Von Katharina in Jun 19, 2010 – 20:15

    Wenn Deutschland weiter ist ,kann es sein das ich nicht mehr darauf achte….

    Katharina,rosa rote Brille ab und dann sieht man die Dinge in einem ganz anderen Licht.

    Von seppy in Jun 20, 2010 - 09:38

  80. Wetten, ich trage keine rosarote Brille?
    Ich glaube, ich bin schon genug Realistin…
    Manchmal täte es mir gut, ich würde mit geschlossenen Augen durch das Leben gehen.
    Das erspart einem dann die Enttäuschung.

    Von Katharina in Jun 20, 2010 - 12:36

  81. Wo du recht hast hast du recht,Katharina…

    Von seppy in Jun 20, 2010 - 12:48

  82. Der Zahn, der Zeit,nagt an unseren Gehirnzellen und wenn man sie nicht auffrischt und mit der Zeit geht,verkümmert man in ein Selbstmittleid und kann Sachen,die uns in der Vergangenheit keine Freude gemacht haben,nicht verdrängen.
    Um das alles zu kompensieren,sucht man Gleichgesinnte,um sich bestätigen zu lassen,das wir nicht alleine mit so einem Vergangenheitssyndrom sind,ohne zu bemerken ,wie die Zeit durch unsere Finger rinnt.

    Von mir,Sepp.

    Vieleicht zum nachdenken…

    Von seppy in Jun 20, 2010 - 13:19

  83. für manche ist es schwer, da sie an zwei Fronten stehen. Das Banat, so wie es in der Zeit war bevor man es verlassen ist, gibt es nicht mehr, andere Menschen mit anderem kulturellen Hintergrund leben dort und haben es sich eingerichtet, vielleicht auch so, wie ein Schwob es nit gerne sieht; das kann für manchen ein Problem sein, dann andererseits hier in DE, das scheint vll. noch mehr wehzutun, die nachwachsende Generation, die für nostaligische Anwandlungen “wie es früher mal bei uns im Banat war” kein oder wenig Verständnis hat. Das der Mensch vor allem Schönes, aber auch weniger Schönes verklärt, ihm also einen rosa Anstrich gibt, ist ja eine Binsenweisheit. Die meisten von uns haben heute in DE ein Bad mit fließend Warmwasser und wer weiß, nicht welche aus Nitzkydorf, sehnen sich nach dem schwäbischen Baderitus, so wie ihn eine Nobelpreisgeadelte ihn beschrieb. Würden wir uns mit Dingen und Leuten auseinandersetzen, die uns schon im Banat verärgert haben, würden wir heute weniger nach dem verlorenen Paradies Banat lamentieren.

    Von Supersvabo in Jun 21, 2010 - 12:05

  84. “Das Banat hat allen, auch den beigelaufenen Oltener und Moldowener Brot und die Scholle für die letzte Ruhe geboten.”

    Von Supersvabo in Jun 10, 2010 – 15:56

    Auch uns Dahergelaufenen hat das Banat für eine Zeit Brot und Grab geboten.
    Jetzt wird Deutschland uns “Beigelaufenen”, lebend oder tot, Asyl bieten.

    Heimat ist das Recht der Sesshaften, “Ulmer Schachteln”, Planwagen, Zelt, oder, im besten Fall, Asyl, ist für “Beigelaufene” und ähnliche Vagabunden, die wir nun mal sind, genau das Richtige.

    Nur gut, dass wir auf Erden ja alle nur ein kurzes Gastspiel geben…

    Von Desillusio in Jun 23, 2010 - 06:18

  85. “Vielleicht ändert Ingemar die Richtung.”

    Von Katharina in Jun 16, 2010 – 11:26

    Ist das verinnerlichtes “Führerprinzip”?

    Von Desillusio in Jun 23, 2010 - 06:32

  86. Was heißt “verinnerlichtes Führungsprinzip”?
    Es ist Ingemars Blog.
    Ich kann hier nur nach vorgegebenen Themen schreiben, nicht selbst wählen. Das schränkt ein.

    Von Katharina in Jun 23, 2010 - 22:38

  87. zurück zum Artikel von ingmar.

    Ja ist das jetzt schon der Anfang, ein neuer frischer Wind Richtung schwowischi Identität und schwowischi Landsmannschaft, oder ein letztes Aufbäumen. Bekanntlich raffen sich ja auch Sterbende ab einem Moment auf und liefern ihren letzten Kraftakt ab, bevor ihnen der Tod den Hauch von den Lippen nimmt. In Minchen tut sich wohl bei der schwowischi Jugend was (Trachtengruppe, Kerweih, Fußballturnier u. ä.) woanders auf. Die BP berichtet ja auch hoffnungsvoll davon. Ich würde mir schon wünschen, daß das echt ist und keine Selbsttäuschung.

    Von Supersvabo in Jun 24, 2010 - 15:14

  88. Sterbende, Supersvabo…
    Da liegen Sie nicht ganz falsch.
    Wenn es unsere Generation nicht mehr gibt,werden sich die Tore schließen.
    So hoffnungsvoll finde ich die BP nicht.
    Ich dachte, es wird alles aufgefrischt, der Jugend wegen. Der Stil und die Aufmachung überzeugen nicht.

    Von Katharina in Jun 24, 2010 - 16:24

  89. Als Wiederholung für Interessierte oder süchtige Nostalgiker:

    “DAS BANAT, Rumäniens wilder Westen” in der Reihe “Bilder einer Landschaft”.

    BR Alpha, Freitag, 25.06.2010, 23:30 – 00:15 Uhr

    Von Desillusio in Jun 25, 2010 - 09:10

  90. Habe am WE einen Ungarn kennengelernt, der mit einer Schwowin aus der Arader Gegend verheiratet
    ist. Er versuchte auch zu Beginn der 80er Jahre
    Ceusescus goldener Epoche zu entfliehen, was ihm
    aber erst kurz vor der Revolution gelang. Er floh
    über Ungarn noch vor dem 1.Juli 1989, der symbolischen Grenzöffnung zw. Ungarn und Österreich.
    Es war wieder einmal nett, mit einem Insider
    Erfahrungen auszutauschen. Nach seiner Lesart
    sind das Banat und Siebenbürgen altungarische
    Kulturlandschaften, die Deutschen eine willkommene Minderheit in Ungarn.
    Das ist Multi-Kulti. Jeder hat seine Version
    der Geschichte.

    Von Der Schwob in Jun 27, 2010 - 12:52

  91. War selbst nach längerer Abwesenheit wieder in
    R. und versuche auch meine Familie für eine
    R-Tour zu erwärmen, allerdings mit Schwepunkt
    Siebenbürgen, weniger Banat, von dem ich ziemlich
    enttäuscht war.

    Von Der Schwob in Jun 27, 2010 - 12:56

  92. Von Der Schwob in Jun 27, 2010 – 12:56

    Tja in Siebenbürgen wirst du deiner Entäuschung gerecht.Viel Spass!

    Von seppy in Jun 27, 2010 - 20:01

  93. Wie ist es so jetzt im Banat? Ich war nach meiner Ausreise einmal 1987 und einmal 1998 für drei Tage im Banat. Zuletzt mit Taxi-Fahrten von meinem Aufenthaltsonrt nach Temeswar-Zentrum, Lippa und Radna. Es war die Zeit des Übergangs und Ausprobierens für die Leute. In der Stadt große Leuchtreklame, die Läden allerdings damals improvisiert (also noch keine Ketten aus dem Westen), viel Fröhlichkeit, viele junge Leute, keine – wie früher – allgegenwärtige Polizei – sozusagen lebhaft laut Nächte hindurch.

    Von Beatrix in Jun 27, 2010 - 20:48

  94. Die 90-er waren in Temeswar eher deprimierend, weil das gemeine Volk kein Geld hatte.
    Und auch im neuen Jahrhundert gibt es Leute,deren Löhne nicht viel erlauben.
    Wer kann, arbeitet im Westen. Denn man will etwas mehr, als nur seine Stromrechnung zu bezahlen.
    Ich war seit Jahren nicht in Temeswar und in Siebenbürgen schon längst nicht…
    Aber ich sehe hier in Bayern oft Autos mit rumänischen Kennzeichen.
    Die Leute reisen herum, weil der Durchschnittsrumäne sich doch durchschlägt, wie auch immer.
    Sollte ich dieses Jahr Rumänien besuchen und etwas mehr vom Land sehen, werde ich hier berichten.

    Von Katharina in Jun 28, 2010 - 00:30

  95. Die leben dort, wie wir hier auch…………!

    OK ich war doch an Pfingsten in Ulm und am Eingang waren paar Spiegel an der Wand bei der Garderobe.
    Da kamm die Lissi mit der Kathiwes zum Ulmer Schwabentrefen um bekannte nach Jahren wieder zu sehen. Die Lissiwes blieb stehen vor dem Spiegel und überlegte: “Hallo kenn ich dich vielleicht?Es scheint mir ich hab dich schon irgendwoh gsehen? Bischt a vun dem Banater Dorf wie ich? oder bischt am Nochber seine Kussine von der Stadt?” Da rief sie zur sicheheit, damit sie sich nicht blamiert vor den viele Leid die Kathiwes.
    “Kathi komm schnell, denn ich kenn die Frau nit do driwe………………!”
    Die Kathi kommt schaut in der Spiegel und ruft der Lissi zu: “Ja sicher kennscht die do driwe, des bin jo ich !”

    Von Polkakeenich in Jun 28, 2010 - 09:47

  96. Lach…dass man sich selbst nicht mehr kennt…
    Es ist aber wahr, so mancher Schwob ist in Deutschland in eine Identitätskrise geraten…
    Das ist schon ein Motiv für Forscher, würde ich sagen. Denn es ist nicht so, man ist ausgewandert und basta.

    Von Katharina in Jun 28, 2010 - 10:46

  97. Identitäskrise !!
    Mancher………Alle…….Einer gibt es zu, der andere nicht.

    Von Polkakeenich in Jun 28, 2010 - 12:17

  98. Identitätskrise?
    Ich bin ich und kein andrer.
    Meine Wurzeln sind im Banat, wo meine Ahnen liegen.
    Von dort bin ich in Folge der vielen Schikanen weg, in die Heimat meiner Ahnen.
    Inzwischen sind mein Bruder, meine Eltern, meine Frau, meine Schwiegereltern HIER verstorben.
    Die Heimat meiner Ahnen wird langsam meine Heimat, denn hier liegen meine liebsten begraben…
    Das ist kein Prozess einer Identitätskrise, das ist mein Leben, meine Entwicklung und ich bekenne mich dazu.

    Das kann kein rumänischer Innen- oder Außenminister mehr zurückdrehen, auch wenn der das ehrlich meinte. Was war das war, was ist das ist.

    Mein Leben hier ist in vieler Hinsicht angenehmer, aber nicht viel leichter geworden, denn die Annehmlichkeiten habe ich mit harter Arbeit und auch einiger Entsagung erreicht. Ich bin fast 70, aber froh, die Gesundheit erlaubt mir noch etwas dazuverdienen. Leute, die mit 50 in Rente gehen wollen oder müssen kann ich nicht beneiden, denn das ist ein hartes Los, nix machen zu können….

    Von getkiss in Jun 28, 2010 - 17:22

  99. Ich habe auch keine Identitätskrise,aber es scheint das manche glauben allem hätten eine…

    Ich fühl mich hier wohl,vieleicht werde ich einmal auswandern,wer weiß,aber habe keine ,,Krise,in irgendeiner Art.

    Leute wacht doch endlich auf und lasst den Strohhalm auf Donau runterfließen.

    Von seppy in Jun 28, 2010 - 18:19

  100. Man schaut sich als Tourist nicht die kommunistischen Plattenbauten an oder übersieht
    die zahlreichen Schlaglöcher. Man findet es eher
    lustig, bei Tempo 80 regelmäßig von Brummis
    in unübersichtlichen Kurven überholt zu werden.
    Wo erlebt man noch so etwas in W-Europa?
    Man übersieht die dunkelhäutigen, bettelnden
    Kinder. Es fällt einem nur auf, wie hübsch sie aussehen.
    Auch die reflexartige Umsicht der 70er Jahre ist nicht mehr zeitgemäß, was den Autoklau anbelangt;
    die Walachen scheinen saturiert zu sein.
    Am Sonntag hatten wir kaum Verkehr von Temeschwor nach Kronstadt, konnten das wunderschöne Siebenbürgen aufsaugen, was in unseren Breitengraden-insbesondere zur Urlaubszeit – eher selten ist. RSR ist schon ein besonderes Land, uriger, wilder, natürlicher. Und dann die Sachsengotik bzw. der
    altdeutsche Stil, den man in den ehemaligen Ostgebieten Europas noch sehen kann.
    Diese Kombination ist einmalig in Europa.
    Ich kann jedem nur empfehlen, dasselbe zu tun.

    Das Banat ist im Vergleich dazu eher langweilig,
    nach Lugosch wird die Strasse westlich, das Land flach und eintönig. Erst in der Altstadt
    von Temeschwor, einem deutsch-ungarisch-jüd. Produkt aus der k&k-Zeit, fühlt man sich wohler.

    Die Walachen werden es langfristig-genau wie die Tschechen-schaffen. Sie werden gute Straßen
    bauen, gute Hotels hinstellen und Kapital schlagen aus dem schwowischen Barock.
    Chinesen und Japaner lechzen danach.

    Von Der Schwob in Jun 29, 2010 - 08:16

  101. Identitäskrise !!
    Mancher………Alle…….Einer gibt es zu, der andere nicht………..das habe ich doch auch so gemeint, EINER GIBT ES ZU DER ANDERE NICHT !

    Ich mecht eich nur saan: “WIR SCHWOWE SIND DIE BESCHDE !” und do keene einige vun eich jetzt a purzepaam schlagen, ich stehe zu meinen Schwowe. Gut ist nicht gut genuch, meer muss de beschti sein ………………

    Der Neid frist darum unsere Gegner lewendich uf, kann nichts dafür……Des ist dehne ihre Problem und nit meins.

    Kann jedem Schwob nur empfehlen: Last Euch nicht unnerkrien, egal wo in der Welt……..

    Mir sind und waare die beschti……..
    Von unseri Leid, ist sogar die Kiehalderin aus Nitzkydorf Nopelpreißträgerin gin………Ja, was meint ihr, wie gut der Rest dann ist?

    Und Polka kenne die Donauschwowe am beschde Tanze in der Welt, do macht uns koaner was vor…………………!

    Siebenbirger es tut mir Leid…… awer wir sind beser wie ihr und eier Tapaluga…….!

    Bis ihr ao a Polka Tanzt
    http://www.youtube.com/watch?v=tVroyDks_BM&NR=1
    do geht die Welt unner !!

    Von Polkakeenich in Jun 29, 2010 - 13:32

  102. @polkakeenich
    Bravo!!! gut auf den Punkt gebracht!

    Von Supersvabo in Jun 29, 2010 - 14:11

  103. Die Schwaben sind die besten. Und von denen ist der Hopserpolki der aller, allerbeste! :-D :-D :-D

    Aber wo du recht hast, hast du recht:
    Jeder Ausgewanderte hat einen Knall.
    Und jeder, der älter wird, kriegt die Krise und erinnert sich an seine Jugend.
    Und weil das bei den Ausgewanderten verbunden ist mit den Orten, die man verlassen hat/musste/wollte, diese Orte es aber so nicht mehr gibt, genauso wenig wie die Jugend, ist die Krise doppelt und dreifach.
    Gruß und Tschau, bis nach dem Urlaub. Durlacher.

    Von Anonymous in Jun 29, 2010 - 17:19

  104. immerhin brachten die Siebenbürger einen Hermann Oberth (Raketentechniker) und Andreas Schmidt (NS-Volksgruppenführer bis ca. 1944) hervor, also Ehre wem Ehre gebührt, das müssen wir den Siebenbürgener schon lassen. Aber “wir sind Nobelpreis!”

    Von Anonymous in Jun 29, 2010 - 23:38

  105. Schönen Urlaub, Durlacher!

    Nur weil Herta Müller den Nobelpreis bekommen hat, werden wir Banater nicht gleich unfair.
    Sicher erkennen wir die Meriten der Siebenbuerger an.

    Von Katharina in Jun 30, 2010 - 03:41

  106. “immerhin brachten die Siebenbürger einen Hermann Oberth (Raketentechniker) und Andreas Schmidt (NS-Volksgruppenführer bis ca. 1944) hervor, also Ehre wem Ehre gebührt, das müssen wir den Siebenbürgener schon lassen. Aber “wir sind Nobelpreis!”

    Von Anonymous in Jun 29, 2010 – 23:38″

    Nun, wenn Sie die beiden erwähnten für Ihren Einsatz in Ihrer NS-Zeit ehren möchten, finde ich das mindestens kurios, auch wenn ich Oberth nicht unbedingt mit Schmidt auf eine Stufe stellen möchte. DEM Wahn verfallen zu sein finde ich nicht ehrenhaft…

    Es ist ja bekannt ich bin nicht ein Fan von Frau Müller. Aber eine Verbindung des Nobelpreises von Herta Müller zu den O. zwei, ist ja direkt beleidigend, angesicht Ihrer politischen Haltung.

    Von getkiss in Jun 30, 2010 - 08:40

  107. “diese Orte es aber so nicht mehr gibt, genauso wenig wie die Jugend, ist die Krise doppelt und dreifach.
    Gruß und Tschau, bis nach dem Urlaub. Durlacher.

    Von Anonymous in Jun 29, 2010 – 17:19″
    Das es die Orte und unsere Jugend nicht mehr gibt, ist falsch. Die gibt es weiterhin in der Erinnerung.
    Dies ist kein Grund für irgendwelche Krise, für mich jedenfalls nicht. Da beschäftigt mich eher die jetzige Krise unserer Gesellschaft hier.

    Das Zitat von Durlacher beweist nur eins: Fehlendes Mitgefühl. Hat auch nur mit seiner Person zu tun, nichts mit “Siebenbürger Sachsen”…

    Von getkiss in Jun 30, 2010 - 08:52

  108. Andreas Schmidt (NS-Volksgruppenführer bis ca. 1944…………………..

    Jetzt weiß ich warum die Banater Schwaben Schützengrabenschweine waren und die Siebenbürger Urlaubscheinstempler beim Adolf.

    Bekannschaft zahlt sich immer aus !!

    Von Polkakeenich in Jun 30, 2010 - 09:12

  109. noch bin ich da, zur richtigstellung:
    ich unterschreibe, auch wenn meine nachricht als anonym registriert wird.
    also: der zweite anonymus bin ich nicht, katharina.
    mein zitat, getkiss, beweist etwas anderes: nüchternheit UND mitgefühl.
    durlacher

    Von Anonymous in Jun 30, 2010 - 15:57

  110. #

    Andreas Schmidt (NS-Volksgruppenführer bis ca. 1944…………………..

    Jetzt weiß ich warum die Banater Schwaben Schützengrabenschweine waren und die Siebenbürger Urlaubscheinstempler beim Adolf.

    Bekannschaft zahlt sich immer aus !!

    Von Polkakeenich in Jun 30, 2010 – 09:12

    Tes woar gut Polki……….

    Von seppy in Jun 30, 2010 - 19:59

  111. Das mit Urlaub ist auch nicht so. Nach dem Genesungsurlaub vom Bruder meines Schwiegervaters sollte dieser zurück zum Dienst und hatte böse Vorahnungen. Kam nicht mehr, liegt auf dem Friedhof in Graz…

    Von getkiss in Jun 30, 2010 - 20:40

  112. “Das mit Urlaub ist auch nicht so. Nach dem Genesungsurlaub vom Bruder meines Schwiegervaters sollte dieser zurück zum Dienst und hatte böse Vorahnungen. Kam nicht mehr, liegt auf dem Friedhof in Graz…

    Von getkiss in Jun 30, 2010 – 20:40″

    ha, ha, ha, das ist Mitgefühl, sehr verehrter Herr Getkiss. Dann streiten Sie auch noch ab, dass sie keinen Knall haben! :-D

    Es grüßt Sie ein Gast auf Erden, Durlacher.

    Von Anonymous in Jun 30, 2010 - 21:31

  113. Dirlacher sich lustig machen über einen Toden Siebenbürger finde ich überhaupt nicht luschtich !

    wen es auch ein Siebenbürger ist……..
    Dies ist geschmaklos Punkt

    Von Polkakeenich in Jun 30, 2010 - 21:52

  114. Was hat das alles mit Wach auf Banat zu tun?

    Mir tun alle Burschen/Männer leid, die ihr Leben für den Wahn eines Paranoiakranken verloren.
    Da gibt es nichts zu lachen.
    Seien wir froh, dass wir keinen Krieg erleben mußten und unsere Kinder nicht Kanonenfutter wurden.
    Unsere Eltern/Großeltern haben dieses Glück nicht gehabt.

    Von Katharina in Jul 1, 2010 - 01:23

  115. NL-BRA 0:2
    URU-GHA 1:0
    Das einzig Wahre.
    Gruezi

    Von Der Schwob in Jul 1, 2010 - 08:36

  116. mein zitat, getkiss, beweist etwas anderes: nüchternheit UND mitgefühl.
    durlacher

    ha, ha, ha, das ist Mitgefühl, sehr verehrter Herr Getkiss. Dann streiten Sie auch noch ab, dass sie keinen Knall haben!

    Es grüßt Sie ein Gast auf Erden, Durlacher.
    —————————————–

    Ich denke, da war eine/r, in Vorfreude auf den Urlaub, schon etwas “benebelt”. Nix für ungut, Dur lacher,

    Von getkiss in Jul 1, 2010 - 08:43

  117. ich bin Durlacher ;)

    Von getkiss in Jul 1, 2010 - 08:56

  118. Also:,,Wach auf ,Banat,,

    Aus welchem Schlaf denn?Banat….gibts nimmmmmmeeeeee……Ich glaube einige hier im blog müssen aufwachen.
    Also Fragen damit man Antworten bekommt.

    Von seppy in Jul 2, 2010 - 15:31

  119. Banat gibt es schon noch aber es ist Oltenisch und Moldowenisch geworden. (Habe nichts gegen diese Volksgruppen) Auch Ungarn gibt es nur wenige
    Das ist der lauf der Geschichte.
    Aufwachen? Banat? morgen vielleicht heute ist für so etwas keine Zeit!

    Von Polkakeenich in Jul 2, 2010 - 19:56

  120. Ich schlage vor, Ingemar tauft das Blog um.
    Warum Banatblog, wenn Ihr alle so tut, als ob Ihr im Bayerischen Wald, auf der Cannstatter Wasen oder sonstwo Laufen gelernt habt…

    Von Katharina in Jul 2, 2010 - 23:45

  121. Bravo, @Katharina und Polki, Banat gab es schon vor mehr als300 Jahren und in den naechsten 300 Jahren wird auch noch ein Banat geben.
    nix fuer ungut.

    Von Joschi in Jul 3, 2010 - 09:58

  122. “Die Kirche macht nie was umsonst…
    …Zahlt jemand der Kirche in RO etwas, damit diese was für die Friedhöfe und die Kirchenbauten tut?
    …weil die Kirche vor Ort in RO wohl weder rechtlich noch moralisch sich dazu verpflichtet sieht.”
    Von Supersvabo in Jun 9, 2010 – 23:13

    Wenn sie diese moralische Verpflichtung nicht sieht, dann ist sie blind. Wie kann sie uns dann noch, als Blinde, führen? So etwa: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Pieter_Bruegel_d._%C3%84._025.jpg

    (ok, ich weiß, mit Bruegel komme ich nie gut an ;)

    Wofür braucht die Katholische Kirche in Rumänien noch mehr Geld? Hungern die Priester etwa?

    Von alma in Jul 3, 2010 - 10:29

  123. Ja, alma, sie hungern und laufen zu Fuß.
    Die armen Priester!
    Vielleicht sollten wir vom Banatblog mal was spenden.
    Zum Beispiel für einen Brunch, bei dem nebst Priester noch paar ausgewählte Leute teilnehmen.
    Der Arme vom Dorfrand lassen wir natürlich zu Hause. :-)

    Von Katharina in Jul 3, 2010 - 11:52

  124. Den Armen…
    Bemerke immer hinterher alles und korrigieren geht nicht.

    Von Katharina in Jul 3, 2010 - 12:45

  125. Huh, das stelle ich mir bildlich vor, Katharina, wie ich dort einem bestimmten Priester an den Hals springe! (lach!) Aber jetzt mal im Ernst:

    Für die Rolle, die sie im Leben meiner Ahnen gespielt hat, begegne ich der Katholischen Kirche mit großem Respekt. Ohne sie wären auch die Sonntage unserer Dörfer im Banat, wie alle Werktage, gänzlich dem Tanz um das goldene Kalb gewidmet gewesen.

    Wenn aber heute Repräsentanten meiner geliebten Kirche die Gräber unserer Ahnen an Neuankömmlinge verkaufen (die dann, auf dem Stein, die Namen unserer Ahnen entfernen und sie mit ihren eigenen, fremden Namen überschreiben), dann ist meine Enttäuschung grenzlos – weil auch das nur einem Tanz um das goldene Kalb gleicht. Es soll im Banat wenigstens einen Pfarrer geben, der, für glänzende Euros, unsere dortigen Spuren verwischen lässt. Solange dir Kirche nichts dagegen unternimmt, soll sie sich nicht wundern, wenn wir, mal wieder, Gott lieber im Wald als in der Kirche suchen.

    Von alma in Jul 4, 2010 - 10:55

  126. Ich lebte noch in Rumänien, da gab es ein Gerücht, das ich nicht nachgeprüft habe (warum auch?), das mich aber schon nachdenklich machte.
    Eine große alte Gruft wurde von den “Überresten” geleert, weil andere Menschen sie nun in Besitz nahmen. Was mit den Überresten geschah, weiß ich auch nicht.
    Ich habe nur an jene gedacht, die mal viel Geld investierten und nun diese “Entsorgung”.

    Von Katharina in Jul 4, 2010 - 11:40

  127. sind wir doch froh, daß unsere Altvorderen immerhin doch Spuren bis heute hinterlassen haben, die für die heutigen Banatieni lohnenswert sind zu unterhalten, wie der Bauernbarock in den ehem. dt. Dörfern, oder die schwäbische Küche, oder die Kirchen. So können es sich unsere Enkeln in ein paar Jahrzehnten noch anschauen, wenn sie wollen, und müssen nicht nach verwitterten Grabsteinen fahnden, wenn Sie auf der “Spur ihrer Ahnen” wandeln möchten. Abgesehen davon kann es durchaus sein, daß das schwäbische Bauernbarock vom zigeunerisch-grellen Prunkbau ihrer Villen irgendwann in den Schatten gestellt wird.

    Von Supersvabo in Jul 5, 2010 - 09:11

  128. Deine Nachdenklichkeit finde ich immer gut, Katharina, besonders auch weil sie in deinem Schreiben gut rüberkommt.
    Die von dir erwähnte “entfremdete” Gruft ist ein schönes Beispiel dafür, dass nicht nur alles Materielle vergänglich ist (das investierte Geld der früheren Besitzer der Gruft), sondern leider auch die Erinnerung an die Gestorbenen: Man sagt ja, ein Mensch ist so lange nicht wirklich tot, so lange man sich an ihn erinnert.
    Kunstwerke, z.B. eine schöne Gruft oder ein Buch von HM erinnern an das Banat und erhalten es lebendig und wach.
    Je weniger z.B. auch hier im Blog geschrieben und erinnert wird, desto mehr wird das Banat vergessen und eher tot als wach sein…

    Von Anonymous in Jul 5, 2010 - 09:39

  129. Buch von HM erinnern an das Banat und erhalten es lebendig und wach.

    Hm, ist das nicht ein Sakrileg, neben einer schönen Gruft, schwäbisches Bauernbarock, schwäbische Küche ein Buch von der Hl. Herta aus N. zu legen, oh das ich das noch erleben durfte.

    Von Supersvabo in Jul 5, 2010 - 10:26

  130. Wer interessiert sich denn dort an den Erhalt des donauschwäbischen Bauernbarocks, Supersvabo? Gibt es denn noch Handwerker, die einen Giebel instandhalten können? Nein, es gibt keine mehr, denn sie sind auch nicht mehr gefragt. Abgehackt werden die Giebel (damit verschwindet auch der Name des ehem. deutschen Hausbesitzers, samt Baujahr), entfernt werden die Gipsornamente von der Fassade, die geschnitzen Fensterrahmen und Türe aus Holz usw. Ich habe Häuser nicht nur in den grellstmöglichen Farben angestrichen gesehen, sondern auch einige, deren Fassade mit Badezimmerkacheln verkleidet sind. Abgehackt, wie sie da stehen, gleichen unsere Häuser heute frisch gestutzeten Hunden.

    Von alma in Jul 5, 2010 - 19:57

  131. Ich bin soeben wie eine Fliege auf Ihre honige (von Honig) Bemerkung geflogen und habe mich davon provozieren lassen, Supersvabo, aber macht nichts. Die dortige Realität ist, wie sie ist. Ich frage mich manchmal, ob das wahr sein kann.
    Wir spielen hier tatsächlich Friedhof, wie Anonymous es richtig bemerkt.

    Von alma in Jul 5, 2010 - 20:25

  132. Und noch was: Schade, dass HM mit der Auswanderung aufgehört hat, kritisch über das banater Dorf zu schreiben, aber das darf man ja nicht, gel?

    (übrigens, ‘gestutzt’ war gemeint)

    Von alma in Jul 5, 2010 - 20:35

  133. gel Alma, dass darf man schon……..
    Es kommt aber immer darauf an:
    Für wen man es schreibt…..
    Für was man es schreibt…….
    Wenn man erniedrigt….
    Was für Profit man daraus ziet…..
    Wie ehrlich es gemeint ist…..

    Hier sehen sie doch das unsere Schwaben noch leben……Banat ist für uns Tod, mause Tod.
    Gibel hin Gibel Herr…….Wen die Herta die Gibel erhalten möchte soll sie es tun ich habe kein Interese dafür.
    Und wenn die Häuser jetzt Blau sind ist mir auch egal, denn für mich ist auch hier der Himmel Blau und manchmal Grau…….

    Die Gruft….. Oh die waren näher bei Gott…..
    Nur vielleicht und vielleicht auch nicht !!

    Hier für alle von der Gruft und von den Normalos Toden ein Link…..Vielleicht stehen sie auf und lieben mich für immer, für so ein Geschenk! Polki

    http://www.youtube.com/watch?v=lj8kF8V2uwg&playnext_from=TL&videos=-_dPX9A5jkM&feature=recentu

    Von Polkakeenich in Jul 5, 2010 - 21:31

  134. gleichen unsere Häuser heute frisch gestutzeten Hunden.

    Von alma in Jul 5, 2010 – 19:57

    Auf so einen Vergleich wäre ich nicht gekommen,
    doch Rumänien scheint keine Architekten zu haben, die der Lust zu bauen ( lies: zu zerstören) Einhalt gebieten. Sei es die gestutzten Giebel, die Paläste der Roma oder die auf allen möglichen Grundstücken (einstige Gemüsegärten zum Beispiel) errichteten Etagenhäuser(geschmacklos, unfunktionell), alles wird erlaubt. Traiasca Romania noua!
    Vielleicht sagen manche, ich hätte kein Recht darüber zu reden, weil ich das Land verlassen habe. Und ob.
    In einem vereinten Europa müssen wir die Augen offen halten und auch an das Morgen unserer Kinder denken.
    Und dieses Morgen soll friedlich und schön sein.
    Schön ist auch, was das Auge nicht stört und die Seele nicht verletzt.

    Von Katharina in Jul 5, 2010 - 21:38

  135. Es wird keiner mehr aufstehen, weder jene aus der Gruft noch jene aus den normalen Gräber.
    Denn, ich bin mir sicher, sie würden wieder tot umfallen, wenn sie merkten, was gerade geschieht.
    Deine Musik, Polki, würde sie auch nicht mehr versöhnen.

    Von Katharina in Jul 5, 2010 - 21:46

  136. “Es kommt aber immer darauf an:
    Für wen man es schreibt…..” – Für die Katz, für wen denn sonst?

    “Für was man es schreibt…….” – … denn die kann es nichtmal lesen.

    “Wen man erniedrigt….” – Da liegt der Hund begraben! Mit uns konnte man alles machen, nur reden darüber dürfen wir nicht, sonst fühlt sich jemand ‘erniedrigt’. Sonst wird mit Gewalt gedroht. Dieses Schweigen der Millionen vergiftet unser schönes Europa.

    “Was für Profit man daraus ziet….” – Schreibt hier jemand für Geld?

    “Wie ehrlich es gemeint ist….” – Das würde ich jedem selbst überlassen.

    Von alma in Jul 5, 2010 - 23:37

  137. aber Frau alma, wenn es für die Katz gewesen wäre, dann wäre für manchen von uns der schwäbische Baderitus garnit so bewußt gewesen. Möglicherweise würde, ohne die St. Herta, so mancher von uns (genau weiß ich es natürlich nit) immer noch im Badewasser mit den Fettnudeln baden, in denen vorher Oma und Ota gebadet haben. Was die Landsmannschaft möglicherweise bei den Schwowe nit zu Stande gebracht hat, hat vll. es Millersch geschafft, daß wir unseren Baderitus reformiert haben und (so hoffe ich doch) jeder von uns fließend Warmwasser und eine Badewanne hat.

    Von Supersvabo in Jul 6, 2010 - 08:23

  138. Wenn die Rumäner das lesen, was einige hier schreiben,bin ich mir sicher sie freuen sich uns loszuhaben.

    Von seppy in Jul 6, 2010 - 14:39

  139. Also Seppy……Das die sich freuen, ist doch selbstverständlich. Jetzt gehört das Land ihnen ganz alleine (Wenn Sie es nicht den Italiener schon verkauft haben)

    Traiasca Romania Mare!

    Von Polkakeenich in Jul 6, 2010 - 14:44

  140. Von Supersvabo in Jul 5, 2010 – 09:11

    Genau so ist es…….jetzt macht man nicht mal vor den Toten halt.

    Übrigens.Das Elternhaus ist abgerissen.Die Geschichte wird neu geschrieben.Vieleicht erwähnen die Rumäner manchen ,,Echten Banater Schwabe,,in ihren Geschichtsbücher noch,was ich aber nicht glaube….

    Von seppy in Jul 6, 2010 - 14:53

  141. die Rumäner haben ein ausgesprochen selbstbewußtes Geschichtsbewußtsein und alles was Gut war und ist in ihren Staatsgrenzen kam von den Dakern und Römer. Und in anderen Landesteilen (Oltenien, Dobrodscha) weiß man so gut wie nix über den kulturellen Beitrag der Deutschen in RO insbesondere im Banat. Die Rumänen werden so tun als ob es immer schon so war wie es jetzt ist. Vor dem II. Weltkrieg gab es ja auch eine kleine deutsche Minderheit in der Dobrodscha, die aufgrund eines Abkommens zw. RO und DE umgesiedelt wurden. Und: nix ist von denen mehr übriggeblieben, die Spuren dieser kleinen dt. Minderheit aus der Dobrodscha sind verweht, ja nit einmal unsereins in den 1960er bis 1980er Jahre im Banat hat gewußt, daß es früher in der Dobrodscha auch Landsleute gab. Über kurz oder lang wird auch der kulturelle Beitrag der Deutschen im Banat Legende sein, niteinmal unsere Urenkeln werden mehr wissen daß es dort im Banat mal ein Gemeinwesen gab, das Deutsche entscheidend mitprägten. Leute, die Sonne ist über Temeswar oder Temeschburg schon lange untergegangen, Die Sonne geht nur noch über Timisoara auf.

    Von Supersvabo in Jul 6, 2010 - 15:22

  142. Von Supersvabo in Jul 6, 2010 – 15:22

    AMEN……

    Von seppy in Jul 6, 2010 - 15:30

  143. @Supersvabo, schoen hast es geschrieben und Seppy hat es sogar bestaetigt. Es stimmt ja was du da schreibst, ABER wer ist den Schuld daran? sind wir es nicht selber, warum sind wir den alle wegerannt?
    vor allem nach der Revolution, wobei wir die Moeglichkeit gehabt haetten das Banat wieder das zu dem machen was es einmal war. Aber alle sind wir in das Land wo Milch und Honig fliesst gerannt und jetzt beschweren wir uns. think about it.
    nix fuer ungut.

    Von Joschi in Jul 6, 2010 - 17:14

  144. Ich habe die Dobrudscha bereist und Menschen verschiedener Nationalität getroffen.
    Erst in Deutschland traf ich Dobrudschadeutsche.
    In Rumänien dachte ich, Deutsche in der Dobrudscha leben ausschließlich in den Städten und sind berufshalber dort hingezogen.

    Zu dem Bleiben nach der “Revolution” und dem Traum vom schwäbischen Banat wurde hier schon einiges gesagt.
    Es war doch nichts mehr, worauf man eine Hoffnung bauen konnte.

    Manchmal sieht es so aus, als seien wir zu einer Totenwacht gekommen.
    Im Sarg liegt unser Banat.
    Es ist wie bei einem Menschen.
    Zu dessen Lebzeiten hat man ihn vielleicht nicht wahrgenommen, vergessen, verlassen.
    Und nun ist man da und begreift nicht, dass es ihn nicht mehr gibt.

    Von Katharina in Jul 6, 2010 - 17:55

  145. Von Joschi in Jul 6, 2010 – 17:14

    Joschi,muscht alles lese tann verschtehscht tu ach was ich gschriebe han….,gell?

    Von seppy in Jul 6, 2010 - 18:33

  146. Supersvabo,

    das „für die Katz“ bezog sich auf uns, das gemeine Forumsvolk; an die Nobelpreisträgerin habe ich dabei nicht gedacht. Das sollten Sie hier auch nicht, wenigstens nicht für eine Weile. Gönnt ihr doch die Ruhe nach dem Sturm. Und auch Spaß und Kichern, z.B. bei einem möglichen Schwätzchen mit Hape Kerkeling, der neulich in einem Interview ganz locker erzählt haben soll, dass während seiner Kindheit, auch in seiner Familie ‚schwäbisch’ gebadet wurde. Also auch hier locker bleiben! Man bekommt im Leben nichts umsonst, wir schon gar nicht, besonders damals nicht. Wenn der Literatur Nobelpreis in die tiefe Provinz geht, dann muss auch die mit mehr als mit einem Kornblümchenstrauß geschmückt mit Kartoffelkäferchen zahlen.

    Von alma in Jul 7, 2010 - 00:06

  147. Aber alle sind wir in das Land wo Milch und Honig fliesst gerannt und jetzt beschweren wir uns. think about it.
    nix fuer ungut.

    Von Joschi in Jul 6, 2010 – 17:14

    Nobelpreis für denjenigen, der DIE Antwort darauf findet.

    Vorwurf: wir haben das Banat im Stich gelassen. Stimmt genau, finde ich, und zwar jeder einzelnen hat dafür Verantwortung, mich eingeschlossen. Nur aus der Adlerperspektive heute läßt sich alles sehr viel leichter und obergescheiter beurteilen, als damals wo doch der überwiegende Teil der Schwowe wegwollte. Wem sollen wir die Schuld geben, erstmal uns, den Rumäner, den Kommunisten? Geht es überhaupt um Schuld, daß es im Banat fast keine Schwowe mehr gibt? Ist gar der Hitler schuld (natürlich, in letzter Instanz ist er immer Schuld!) der (gottseidank -?-) verlorene letzte Weltkrieg? Warum konnten wir uns nicht so durchlaborieren und behaupten, wie z. B. die Südtiroler in ihrer angestammten Heimat gegenüber den Faschisten und den Italienern? Wach auf Banat?

    Von Supersvabo in Jul 7, 2010 - 14:07

  148. Superschwabo…….Verkleich diese Situation nit mit unserer. Die blieben im Kapitalismuss wir waren im Kommunismuss und Vogelfrei.

    Sicher haten die auch sehr grossen Italo einfluss und heute auch noch. Nur sie hatten weiterhin ihren Grund und Boden.

    Dies ist eine ganz andere Situatione parlare Italiano…..verstehen SIE mich!!

    Von Polkakeenich in Jul 7, 2010 - 19:38

  149. Sicher kann man vergleichen und Unterschiede ausmachen. Alles nützt nichts mehr.
    Wir sind gegangen.
    Die reiche rumänische Sprache ( in etwas müssen die Rumänen doch auch brillieren)hat da ein Ausdruck: si-a luat talpasita.
    Dieses Gegangen ist Fakt.
    Sentimentales wird nun privat verwaltet.

    Von Katharina in Jul 8, 2010 - 10:26

  150. Also unsere Landsleute wachen langsam auf…..aber zuerst muß man alles ,,dischkuschtiere,,und eine Weile dagegen sein,damit man später zur Erkenntniss kommt ,,Mensch der hatte doch recht mit dem ,,Exodis,,

    Von seppy in Jul 8, 2010 - 15:11

  151. Exodus?Ich weiß nicht ob wir unsere ,,Flucht,,so nennen können….

    Von seppy in Jul 8, 2010 - 15:14

  152. Wie sollte man diese Massenflucht denn nennen, seppy?

    Von alma in Jul 8, 2010 - 18:54

  153. Es steht jedem von uns frei wieder ins Banat zurückzukehren. Die Grenzen sind offen. Andere Nationen sind schneller. Italiener, Franzosen, Spanier, Türken, Griechen, aber auch Deutsche, Österreicher, Schweizer, Holländer haben das Land entdeckt und haben dort Fuß gefasst, wenn auch nur vorwiegend geschäftlich. Sie haben sich Land gekauft im Banat – von wem wohl?
    Wo bleiben die Banater Schwaben, die ehemals Eigentümer des Landes waren?

    Von solala in Jul 8, 2010 - 20:14

  154. Ich weiß schon das wir unsere Flucht so nennen kennen…….Sicher hat uns keiner offiziel verdrieben. Es war viel viel schlimmer, man hat uns Offiziel mit Schmukler verkauft, wie Sklaven vor drei Jahrhunderte.

    Die BRD und Rumänien haben sich des Menschenhandels offiziel strafbar gemacht. Wir Schwaben wurden doch gar nicht gefragt, sondern nur enteignet bis auf die Unterhose.

    Von Polkakeenich in Jul 8, 2010 - 22:47

  155. Vor welchem Gericht hat sich die BRD strafbar gemacht, weil sie uns von dort rausgeholt hat, Polki?

    Von alma in Jul 9, 2010 - 01:19

  156. die juridische Bewertung dieser “Transaktion” BRD – S.R. Rumänien alias Ceausescu wäre allerdings schon interessant, wird aber solage Gänscher, Kinkel u. Koll. leben nit passieren.

    Was ist übrigens aus dem Geld passiert, dass viele Schwowe in Temeswar in der Fröbelgasse beim Nicolae Capraru alias Blumenmann bezahlt haben. Haben sich denn Erben gefunden – möglicherweise aus dem Ceausescu-Clan oder ist es der demokratisch gewendete EU-Staat Rumänien? Wie wurde es angelegt? In goldene Wasserhähne im Palast des Volkes oder in der Villa des Staatsoberhauptes in Cotroceni?

    Von Supersvabo in Jul 9, 2010 - 13:04

  157. Ich denke, das Geld haben die Ceausescus wohl am
    wenigsten genossen. Die Alten wurden entsorgt und die Jüngeren wurden nicht alt.
    Die Nutznießer sind eher die, die jetzt in Deutschland aufkreuzen und so tun, als sei der Exodus der Deutschen aus Rumänien ihnen sehr schlecht bekommen.
    Jeder glaube, was er gern hört.

    Von Katharina in Jul 9, 2010 - 14:36

  158. #

    Wie sollte man diese Massenflucht denn nennen, seppy?

    Von alma in Jul 8, 2010 – 18:54

    Wettlauf mit der Zeit,und aufgeben seiner Prinzipien durch die ,,Flucht,,

    Von seppy in Jul 9, 2010 - 14:43

  159. irgendentwas muss ja diesen Impuls ausgelöst haben zum Exodus der Schwowe. Was war es, dass diese Menschen veranlaßt hat ihre Heimat zu verlassen, denn nur einfach so, haben sie es nicht getan. War es wirklich nur der reiche Onkel aus Westdeutschland, der mit dem Marcedes vorfuhr, der Vorbild war, aus dem Banat wegzugehen, war es vielleicht der Traum der Banater Zuckerbäckerinnen in DE endlich mal gscheite Buttercremetorten zu backen (auch wenn es heute faule Schwoweweiwer gibt, die Nutella hernehmen)? Waren es vergleichbar wie bei den DDR-ler die Bananen?

    Ich denke wir müssten doch in DE alle glücklich sein: wir leben als Deutsche in DE, unsere Kinder und Enkeln gehen in Schulen mit dt. Unterrichtssprache, wir können täglich viele Buttercremetorten verschlingen, wir können die schönsten Autos fahren (wenn wir das nötige Geld haben) ebenso an die exotischsten Plätze der Welt fahren, wir hören deutsches Radio und Fernsehen, lesen deutsch Bücher und Zeitschriften, und haben das ganze Warenangebot von Aldi, Lidl u. Co. fast einmal rund um die Uhr zur Verfügung. Warum sind wir also aus dem Banat weg um uns in DE unter anderem hier zu begegnen und “alte Geschichten” aufzuwärmen? Wir bekennen uns zum Banat und sagen uns davon los, und wir kommen davon nicht los. Schon seltsam.

    Von Supersvabo in Jul 9, 2010 - 15:11

  160. Wenn Glück nur so einfach wäre!

    Von Katharina in Jul 9, 2010 - 16:09

  161. Auswandern war ein Akt der Vernunft. Konsequent – zumal die Geschichte uns ja bekanntlich etwas lehren soll. In unserem Fall: Es war lange vor der Wende abzusehen, dass es im Banat für uns als Gemeinschaft keine Zukunft geben kann. Wir waren längst ein getrenntes Völkchen – ein Drittel (?) bereits vor dem Ende der Diktatur hier eingebürgert. Im Banat haben doch immer andere über uns bestimmt – das hätte sich nie geändert. Habsburger-Interessen (und Desinteresse statt Schutz), dann Feudalherren-Gebaren seitens des ungarischen Landadels und Schlimmes & Demütigendes in den Nachkriegs- und Diktaturjahren: Jede Generation konnte der nächsten berichten, wie rechtlos sie in ihrer Heimat waren.

    Von Beatrix in Jul 9, 2010 - 21:05

  162. Warum sind wir also aus dem Banat weg um uns in DE unter anderem hier zu begegnen und “alte Geschichten” aufzuwärmen?
    Von Supersvabo in Jul 9, 2010 – 15:11
    ————————————–

    Ein Grund, der mir spontan einfällt: weil dieser Blog besser ist als jedes „Social Network“, das ich bisher gesehen habe.

    Von Beatrix in Jul 9, 2010 - 21:20

  163. Ein Grund, der mir spontan einfällt: weil dieser Blog besser ist als jedes „Social Network“, das ich bisher gesehen habe.

    Von Beatrix in Jul 9, 2010 – 21:20

    Ich will Ihnen da nicht widersprechen.

    Von Katharina in Jul 9, 2010 - 22:13

  164. Menschenhandel ist Menschenhandel, egal wo und wie !
    Übrigens: Ich finde Eure Berichte echt gut.

    Warum sind wir weg…….Weil uns zu gut in Ru ging! Darum sind wir weg. Nein, weil dies die einzige richtige Entscheidung war, Fort egal wie und wo……..Nur fort, denn wir hatten keine die uns beschützten, wir waren als Deutsche nicht überlebensfähig im Kommunismuss da wir immer weniger rechte hatten.

    Von Polkakeenich in Jul 9, 2010 - 22:36

  165. Das Haus ist Menschen leer am Ende der Strasse………..

    http://www.youtube.com/watch?v=AlVHe-Nc9Ac&playnext_from=TL&videos=k18Y6-pqqeo

    Von Polkakeenich in Jul 9, 2010 - 22:50

  166. Ich würde gerne wissen, was Banat für meine Landsleute heute ausmacht.

    Vielleicht ist es ähnlich wie bei mir:

    Ist es der Geruch, das Licht, die Hitze, der Staub?

    Ist es das Elternhaus, die Felder ringsrum?

    Ist es die Kindheit und Jugend?

    Ist es die Dorfgemeinschaft, die dort selbstverständlich war, mit ihren, wenn auch nicht schriftlich niedergelegten Gesetzen?

    Ist es der Anspruch auf ein Gebiet – das mit eigener Kraft von Vorfahren aufgebaut wurde – und der mit dem Kommunismus scheinbar endgültig erloschen ist?

    Sind es die Erinnerungen, die uns alle begleiten, ob wir nun unsere Heimat zwangsweise verloren, oder sie freiwillig verlassen haben?

    Die kleine Minderheit der Banater Schwaben von vielleicht 300.000 an der Zahl, weniger als die Einwohner einer Großstadt, die aber ein Gebiet besiedelt hatten von ca 150×150 km ( sicherlich nur teilweise ) hat in Rumänien ab den siebziger Jahren keine Überlebenschance mehr gehabt.

    Sehen wir es realistisch.

    Wir waren zu wenige an der Zahl um politisch auch nur marginal Einfluss nehmen zu können.

    Ich bin häufig gefragt worden, ob die Ausreise in die Bundesrepublik für mich und alle anderen wohl die richtige Entscheidung war.

    Ich sage, für mich war sie gewiss richtig, und wahrscheinlich für viele andere auch.

    Schon immer haben die Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen ihre Studenten oder Lehrlinge nach Wien oder Berlin geschickt.

    Gut, dass sie es durch die Auswanderung wieder so handhaben konnten, wie anno dazumal.

    Von solala in Jul 10, 2010 - 01:37

  167. Ich finde die Richtung, in welche die Diskussionen gehen echt gut. Wir sind gerade dabei und an der eigenen Seele zu kitzeln :-) Vielleicht soll es nicht heißen “Wach auf Banat” sondern einfach nur: “Wachet auf Ex-Banater”. Alle, die wir in der ganzen Welt verstreut sind, sind keine Banater mehr. Nach meinem Emfinden müsste ich dort leben um mich als solche zu betiteln.
    @ solala, ja… das sind Fragen über Fragen….
    Ich weiß, dass auch meine Entscheidung richtig war und ich würde heute genauso handen. Die Antwort auf das WARUM ist echt schwierig. Trotzdem, mein Herz hängt – so lange ich lebe – am Banat. Warum??? Selbst da, fällt es mir schwer eine konkrete Antwort zu geben. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es anderen Minderheiten genau so geht, wie uns Banater Schwaben. Man kann sich von Haus aus von seinem Geburtsort nicht so einfach abnabeln. Ja, für mich ist es mein Elternhaus, verbunden mit den Erinnerungen an eine glückliche Kindheit, an Opa und Oma… an alles… was ich heute nicht mehr habe. Ich habe nur noch die Erinnerung (wie wir alle) und daran halte ich fest, solange ich lebe. Was soll daran verwerflich sein? Ich bin ein Mensch, welcher mit dem Herzen denkt. Ja, auch habe ich oft Tränen in den Augen, wenn ich Heimatlieder höre und unsere Blasmusik. Ja, ich denke auch oft darüber nach: .. was wäre, wenn wir alle im Banat geblieben wären? Wie würde das heute, im Jahr 2010 aussehen im Banat, wenn wir alle noch dort wären?
    Es ist alles menschlich und ich versuche auch andere Standpunkte zu verstehen. Was ich nicht mag: Menschen, welche mit einer sarkastischen Abgebrühtheit über das Banat urteilen und alle verurteilen, welche ihren eigenen Weg gegangen sind. Dazu fällt mir nur ein: ..lass die Kirche im Dorf (keiner kann sie mitnehmen) :-)
    schöne Grüße
    Anneliese

    P.S:gerade habe ich ein Gedicht über diese (meine) Gedanken geschrieben mit dem alltäglichen Titel “Mei Vatterhaus”

    Von Anneliese in Jul 11, 2010 - 01:22

  168. ,,.lass die Kirche im Dorf (keiner kann sie mitnehmen) :-) ,,

    Genau….und das Banat dort wo es hin gehört.

    Es sind auch Menschen die sich dauernd widersprechen.Manche haben ihre eigene Linie und bleiben ihr treu,ob gut oder nicht so gut.
    Die Empfindungen seiner Heimat gegenüber sind Gott sei Dank ,unterschiedlich sonst würden wir wieder dahinvegetieren wie im Banat.
    Man muß Leuten auch einen gewissen Sarkasmus,Selbstironie und Kritik einräumen,und nicht Diktatorialisch seine Ideen als Besserwisserei darzustellen.
    Scheinheiligkeit habe ich nicht leiden können,und es mangelt bei einigen nicht daran.

    Von seppy in Jul 11, 2010 - 08:54

  169. Ich glaube, eigene Ideen zu haben, was mir das Leben auch mal schwer machen kann, weil ich mich nicht vom Sog der Masse immer mitreißen lasse, anders bin.
    Aber ich stamme aus dem Banat und bin mächtig stolz ( bitte nicht mit Dummstolz verwechseln)darauf. Das Banat als Region bleibt klar, wo es war. Aber was es mir gab, schleppe ich mit.
    Und das ist nicht immer falsch. Es bedeutet, ich bin trotz meinem Nomaden-Naturell nicht wurzellos. Ich kann ruhig sagen, wo meine Quelle liegt.
    Das ist jetzt ehrlich.
    Warum man ging, das hat doch auch mit jedem selbst zu tun.
    Und warum ich mich mit Banater hier konfrontiere, dürfte doch auch klar sein.
    Nicht, weil ich ein Besserwisser bin (so eine dumme Annahme ist mir fremd), sondern weil das aus dem Banat Mitgeschleppte bewahrt werden muß, sei es auch auf Zeit.
    Da ist auch Meinungsaustausch wichtig.
    Oder denkt jemand, ich könnte mit einem Deutschen aus Kasachstan zum Beispiel über meine Quelle reden?

    Von Katharina in Jul 11, 2010 - 23:17

  170. @Katharina, genau so ist es. :)

    Von Joschi in Jul 12, 2010 - 06:28

  171. Hier die Antworden von Polki auf deine Fragen Solili

    1.Ist es der Geruch, das Licht, die Hitze, der Staub?
    Polki: Ja und noch vieles mehr Die Vögel, das Wasser, die Blumen und Bäume alles was man riechen , hören uns sehen kann. Es ist unsere Heimat
    Ist es das Elternhaus, die Felder ringsrum?
    Polki : Gewiss gehört dies alles auch dazu……..und noch vieles mehr!
    Ist es die Kindheit und Jugend?
    Polki: Die Kirche, die Religion, Die Feste, Das Bäckerkipfel, Die Sonntagsstrudel, Die Eule mit ihrem Todesschrei,Ostern, Weinachten und bis Radna ……..Alles kann man nicht aufzählen
    Ist es die Dorfgemeinschaft, die dort selbstverständlich war, mit ihren, wenn auch nicht schriftlich niedergelegten Gesetzen?
    Polki: Die war sicher auch mit inbegriffen mit dem täglichen Grüßgott zu allen Menschen.
    Ist es der Anspruch auf ein Gebiet – das mit eigener Kraft von Vorfahren aufgebaut wurde – und der mit dem Kommunismus scheinbar endgültig erloschen ist?
    Polki: Wir die nach Krieg Generation hatten kein Anspruch mehr auf irgend etwas, denn wir haben unser Eigentum nicht mehr erlebt. Dies wurde unseren Großväter weggenommen. Somit können wir schwer darüber Urteilen, da wir nur von hörrensagen das Eigentum kannten. Wir waren alle eine Kommunistische Diktatorische Brut !
    Sind es die Erinnerungen, die uns alle begleiten, ob wir nun unsere Heimat zwangsweise verloren, oder sie freiwillig verlassen haben?
    Polki : Die Erinnerungen begleiten uns sicherlich …….jeder hat aber andere Erinnerungen! Der eine mit der Secu , der andere mit dem Lehrer und da sind sogar noch welche die mit dem Herr Pfarrer Erinnerungen haben…….Ja die vom Deutschen Gymi ……Die haben wieder ganz andere Erinnerungen…………Dies war ein Witz nicht aufregen.
    Freiwillig verlässt niemand etwas (Wenn man dies, auch so Interpretieren kann) Es war Politisch unsere Zukunft bestimmt. Vom wem auch immer, aber sicher nicht von unseren Banater Schwaben.
    Die kleine Minderheit der Banater Schwaben von vielleicht 300.000 an der Zahl, weniger als die Einwohner einer Großstadt, die aber ein Gebiet besiedelt hatten von ca 150×150 km ( sicherlich nur teilweise ) hat in Rumänien ab den siebziger Jahren keine Überlebenschance mehr gehabt.
    Polki Ab 1944 muss ich dich da korrigieren oder 1918 aber da war es noch nicht so zu erkennen. 1970 hat man schon gebrannt die Kerze am Sarg der Banater Schwaben. Für die einen früher für die anderen später. Es war eben eine Frage des Geldes, wer zuerst diese Kerze für sich benutzen kann!
    Sehen wir es realistisch.
    Polki: Wir sehen dies schon realistisch, aber jeder aus seiner Sichtweise.
    Wir waren zu wenige an der Zahl um politisch auch nur marginal Einfluss nehmen zu können.
    Ich bin häufig gefragt worden, ob die Ausreise in die Bundesrepublik für mich und alle anderen wohl die richtige Entscheidung war.
    Polki Sie war nicht Richtig, sie war die einzige Lösung für ein gutes leben. Wäre es besser unter Rumänischer Demokratie gewäsen? Nein ich glaube nicht an den Weihnachtsmann und auch nicht an dieses Märchen. Wir hätten Tag und Nacht geschuftet und am Ende währen unsere Kerwei Mädels irgend wo in der Welt bei Freudenhäuser anzutreffen gewesen …………………………………………………………….
    Somit war dies die einzige richtige Entscheidung , wenn dies auch in Tausenden anderen Blickwinkel gesehen kann werden.
    Aber von unseren Festen darf ich ja wohl noch träumen, dies kann mir keiner verbitten !!

    SO LA LA zufrieden mit meinen Antworten? Sicher müssen wir uns im Rosenpark in Temeschwar auf der Bank der verliebten Herzen treffen wo gegenüber die Romantiker ihre sitzbank hatten und dahinder der Secu ihre Bank stand…………..Da können wir zwei in aller Ruhe diese Fragen besprechen.

    Von Polkakeenich in Jul 12, 2010 - 08:28

  172. Sicher müssen wir uns im Rosenpark in Temeschwar auf der Bank der verliebten Herzen treffen wo gegenüber die Romantiker ihre sitzbank hatten und dahinder der Secu ihre Bank stand………….. Polkakeenich

    Katharina, vielleicht kommen wir auch mit der Hoffnung hierher, etwas in der Vergangenheit zu entdecken, das – mit oder ohne unser Wissen – nicht von der Macht besudelt war. Vielleicht suchen wir den reinen Moment.

    Von alma in Jul 12, 2010 - 09:47

  173. Ich werfe mal eine Frage in den Raum:
    WELCHE BANATER FRAU TRAUT SICH EINE VERGEWALTIGUNG ZUZUGEBEN DIE VON RUSSEN; RUMÄNISCHEN;SERBISCHEN KOLONISTEN ODER BANATER SCHWABEN BEGANGEN WURDE?

    Die Kunst der Banater Schwaben aber auch anderen Völker dieser Erde liegt in der verschleierung der Tatsachen.
    Warum hat niemand Interesse diese Zene zu durchleuchten, wenn mann in ein Plums Clou reinschauen kann, warum nicht auch in die dunkelste Zeit der Geschichte………..?

    Sicher damals haben die Frauen es nicht zugegeben, denn dann währen sie verloren im Dorf gewäsen und als Dorfhure beschimpft worden.

    Hier in Deutschland in der Nähe der Stadt wo ich wohne, war ein Kriegsgefangener Lager. Die Gefangene arbeiteten auf den Felder der Bauer in der Umgebung. Da berichtete mir ein Bauern Sohn von damals im dritten Reich……………Das die Deutschen Frauen, die von Kriegsgefangenen Kinder bekammen, diese abtreiben mussten. Danach wurden sie Nackt durchs Dorf getrieben, am Strasenrand stehend die Bevölgerung die mit Beitschen zu schlug………….Also schlimmer geht es gar nicht! Höre aber in meiner Gegend keine solche Errinerungen auser diesem einzigem einsamen Bauer. Habe über dies auch noch von keinem Schrifsteller gelesen und von keinem Historiker…………Ist dieser eine Bauer Verrückt?
    OK so siet man das auch in anderen Gegenden die Menschen alles unter den Tisch keeren nicht nur im Banat !!

    Von Polkakeenich in Jul 12, 2010 - 13:59

  174. WELCHE BANATER FRAU TRAUT SICH EINE VERGEWALTIGUNG ZUZUGEBEN DIE VON RUSSEN; RUMÄNISCHEN;SERBISCHEN KOLONISTEN ODER BANATER SCHWABEN BEGANGEN WURDE?

    nichteinmal die Ehemänner wusstens. Ich hörte mal von einer Frau aus einem banater Dorf, dessen Mann es rausgekriegt hat. Er hat seine Frau, oft im betrunkenen Zustand, gedemütigt indem er sie unter Gewaltandrohung zwang ihm haarklein die Vergewaltigung durch den Russen immer wieder aufs neue zu erzählen. Welche Frau mag das? Man muss auch als Mann einen entsprechenden Magen haben sowas zu ertragen; naja das wort Sado-Maso haben wir ihm Banat ja nit gekannt, aber was sind schon Worte.

    Danach wurden sie Nackt durchs Dorf getrieben, am Strasenrand stehend die Bevölgerung die mit Beitschen zu schlug…………@polkakenich, haben das nit auch die Franzosen mit ihren Frauen gemacht, die sich mit Wehrmachtsangehörigen einließen? Der Mensch ist des Menschen Wolf, stimmt schon.

    Von Supersvabo in Jul 12, 2010 - 14:05

  175. im übrigen Banater und was wäre wenn…

    Ich warf ja mal die Frage auf, warum die Südtiroler sich in ihrer Heimat behauptet haben wir, nicht, obwohl es ja auch schicksalhaft manche Parallelen gibt.

    Gegen ihren Willen kamen die Südtiroler zu Italien, die Schwowe sind gleich unter drei Staaten verschachert worden.

    Den Südtirolern warf man nach dem II. WK Nähe zum Nationalsozialismus vor, den Schwowe letztlich ja auch.

    Viele Südtiroler sind aufgrund des Hitler-Mussolini-Abkommens ausgesiedelt worden (sollten auf die Krim kommen), diese sind aber zum großen Teil aber nach dem II. WK zurück nach Südtirol. Die Schwowe sind ja auch ziemlich weit rumgekommen und die meisten (Rußlanddeportierte, Kriegsgefangene) sind dann wieder ins Banat zurück.

    Aber: nach dem II. Weltkrieg ist Österreich als Schutzmacht der Südtiroler gegen Italien aufgetreten. Wir Schwowe waren lange Zeit verlassen von Gott und der Welt. Der Westdeutsche Staat hatte anfangs mit sich selbst zu tun und mußte sein Überleben behaupten, den kommunistischen Verbrecher in der DDR waren natürlich die kommunistischen Bestien in aller Welt näher als die deutschen Schwowe aus dem Banat. Die DDR hatte nie in ihrer Geschichte einen großen Bezug zu den Schwowe, sie hat, das war vll. auch ihr Fehler sie der BRD überlassen. Und dann gibt es noch die geographische Nähe. Südtirol grent ja direkt an Österreich. Das Banat war eine Insel im Meer in dieser Hinsicht. Die Südtiroler haben in den 1950er und 1960er Jahre die Strommasten und Telefonleitungen hochgejagt um den italienischen Staat zu treffen, auch wenn mich manche jetzt verurteilen – ich finde das gut, für mich waren diese Südtiroler Freiheitskämpfer Helden, klar für den italienischen Staat waren/sind sie Terroristen und verkappte Nazis – es kommt halt immer auf den Standpunkt an. Diese südtiroler Freiheitskämpfe konnten sich auch nach Nordtirol zurückziehen, sie wurden insgeheim in Österreich gedeckt, obwohl viele in italienischen Gefängnissen leiden musssten. Im Banat gab es – Gott sei Dank – sowas nit. Wohin hätte sich die schwowische Befreiungsarmee, umzingelt von Kommunisten auch in den Nachbarstaaten, die blind vor Deutschenhass waren, zurückziehen können.

    Es wäre mal lohnenswert für unseri gscheide Lenauschüle da historisch zu analysieren.

    Von Supersvabo in Jul 12, 2010 - 14:32

  176. Es war auch so, wenn irgendwo Parolen an Wänden auftauchten im Stile »Jos cu …“, gleich deutsche Männer Schriftproben abliefern mussten (Zeit: Ende der 70er-Jahre).Generalverdacht. Der eine oder andere jung Familienvater ist damit grundlos konfrontiert worden. Als hätte einer mit unnötigem Kram Kopf und Kragen riskiert, wenn er Frau und Kinder hatte.

    Von Beatrix in Jul 12, 2010 - 18:33

  177. Polkakeenich, ich bin zufrieden mit Ihren Antworten!

    So schnell bin ich nicht im Rosenpark um mit Ihnen zu plaudern, wir können dies bis dahin auf diesem Wege tun.

    Sie haben Recht, schon 1923 gab es Enteignungen im Banat, die Enteignung im 1945 ist in meinen Augen die Zerstörung jedwelcher Lebensexistenz.

    Wie muss es diesen Landsleuten ergangen sein, die das alles erduldet und dennoch die Kraft hatten zu überleben. Ich kenne selbst viele davon, kann aber in ihr Innerstes nicht hineinschauen.

    Erduldet – was anderes blieb ihnen denn auch nicht übrig.

    Diejenigen, die sich entgegengestellt haben, kamen ins Gefängnis (Tante und Onkel von mir, 4 kleine Kinder zu Hause, starben nach der im Gefängnis erlittenen Folter).

    Eine Parallele zu den Südtirolern aufzubauen ist sicherlich von gewissem Informationswert.

    Es leben dort heute wohl auch nicht mehr als 300.000 Deutschsprachige.

    Eine Analyse kann nur von einem Fachkundigen vorgenommen werden, vielleicht gibt es
    eine / n aus der Lenauschule.

    Von solala in Jul 12, 2010 - 19:29

  178. Haben denn die Südtiroler auch schon einen Nobelpreisträger hevorgebracht? Wenn nein, haben die Banater Schwaben diesbezüglich zumindest einen Vorsprung. Durch die Verleihung des NP an HM wurde zumindest in geringem Maße dem deutschen Volk der Begriff Banater Schwaben bekanntgemacht.
    Ich will gestehen, dass ich nicht zu denen gehöre, die die Bücher von Herta Müller lesen
    ( können ), das tut aber nichts zur Sache. Hauptsache, dass das Banat in der unwissenden Weltöffentlichkeit nicht mehr ein ganz weisser Fleck ist.

    Von solala in Jul 12, 2010 - 19:44

  179. Solala, kein Buch von Herta Müller? Sie müssen mir nicht antworten – doch es wundert mich, zumal Sie sich doch für das Banat auch interessieren.

    Von Beatrix in Jul 12, 2010 - 19:52

  180. Gerne wird auch darauf hingewiesen, dass die Südtiroler wirklich viel traditionell deutsches Brauchtum tun. Alpenland-Bewohner halt, die sich zu behaupten wissen. Anders die Elsässer, die uns herkunftsmäßig ja sehr nahe sind – da könnte man auch Vergleiche Banat/Elsass anstellen.

    Von Beatrix in Jul 12, 2010 - 20:03

  181. Brauchtum pflegen – sorry, erst die Hitze. Jetzt Regen die Abkühlung ist auf gut schwowisch zu gaach :-)
    (gaach = zu schnell)

    Von Beatrix in Jul 12, 2010 - 20:04

  182. Beatrix, ich habe vor vielen Jahren mir mal das Buch “Der Fuchs war damals schon ein Jäger” gekauft- ich glaube es wurde zu jener zeit von Marcel Reich Ranitzki im TV behandelt. Ich habe pro Tag vielleicht 5 Seiten geschafft. Ich habe nichts verstanden daraus. Ich weiss nicht was dem Leser mitgeteilt werden soll. Ich habe dann an mir selbst zu zweifeln begonnen und habe das Buch weggelegt. Nach Jahren – also eben nach dieser Nobelpreisverleihung – habe ich es jetzt nochmals versucht, mit anderen Büchern – es hat sich noch nichts gebessert bei mir.

    Von solala in Jul 12, 2010 - 20:18

  183. Solala ein ehrliches Bekenntniss ist mehr wehrt wie der H M ihre Buch !

    Von Polkakeenich in Jul 12, 2010 - 20:43

  184. Grämen Sie sich nicht, solala, Sie sind nicht allein. Ich hatte es auch versucht…

    Von getkiss in Jul 12, 2010 - 22:00

  185. Ich find´s lustig, dass ich diesbezüglich nicht allein bin. Ich gräme mich nicht, getkiss, ich nehme die Sache eher mit Humor. Nach der ersten Seite wird mir schwindlig, da muss ich wieder von vorne anfangen, auf der dritten Seite weiss ich nicht mehr was auf der ersten Seite stand…usw. Dann habe ich auch keine Zeit übrig mich stundenlang damit zu beschäftigen, was die Autorin nun damit gemeint haben könnte. Also lass ich´s bleiben.

    Von solala in Jul 12, 2010 - 22:17

  186. Leicht lesen sich Hertas Bücher nicht.
    Den Inhalt einfach wiedergeben, geht auch nicht. Alles sehr kompliziert.
    Mich fasziniert ihre Sprache.
    Frage mich, ob man in den deutschen Lyzeen in Rumänien über ihre Bücher spricht?
    Analysiert man die Texte?
    Da würde ich schon mal in einer Deutschstunde sitzen und lauschen.
    “Der Fuchs war damals schon ein Jäger” habe ich nicht in meinem Bücherregal, habe es auch nicht gelesen, hatte es aber schon lange vor.
    Es gab auch einen Film.

    Von Katharina in Jul 13, 2010 - 02:32

  187. Ja, alma, wir suchen auch den reinen Moment.:-)
    Und was ergibt meine (unsere) Suche ?
    Bilder der Verstörung und des tiefen Zweifels.
    Oder kann man frei jeder Sentimentalität unsere Zeit drüben einfach als Bilderbuch-Welt beschreiben?
    Es sind doch unsere Gefühle, die Bilder entstellen bzw. anders bewerten.
    Oder waren es auch die jungen Jahren, der Pseudoliberalismus jener Zeit, die mir (uns?) Bilder einer idyllisch-heilen Welt suggerieren wollen?
    Und wenn das Gesamtbild Risse vorweist, geht das Kind in mir suchend los.

    Von Katharina in Jul 13, 2010 - 02:52

  188. Das Buch würde mich jetzt interesieren…….
    Wie ich bin auf der nächsten Seite und weiß nicht mehr was auf der ersten stand?
    Dann ist es verzaubert und hat einen da vinci cod Ist unsere Herta vielleicht mit den Geistern in verbindung?

    Wen meint sie mit dem Fuchs, die Secu oder ihren Mann a vielleicht auch einen geliebten?
    Also da muss ich ja dieses Objekt mir besorgen, damit ich zwieschen den Zeilen ihre Nachricht entschlüseln.

    Den Fuchs war der Name eines Russischen Spionage Netzwerks in der USA der die Bombe geklaut hat für die Kommunisten…….

    Somit klaut der Fuchs nicht nur Gänse…..
    Oder war er ein Schürzenjäger????

    OK genuk Fantasy

    Von Polkakeenich in Jul 13, 2010 - 09:07

  189. Von Katharina in Jul 11, 2010 – 23:17

    Katharina ich wünsche dir viel Glück in deinem,,Zwei Welten Leben,,Ich kann es nicht…

    Von seppy in Jul 15, 2010 - 15:47

  190. Danke, Seppy.

    Frage Dich aber, ob Dein Kompass vielleicht falsch anzeigt. Du bist hier in einem Raum dieser “anderen Welt” gerade eingetreten. ;-)

    Von Katharina in Jul 15, 2010 - 16:13

  191. OK hier ein Link mit einem schönnen Lied, das zu uns Banater sehr gut passt.

    http://www.youtube.com/watch?v=ryRbPz4cKUU&playnext_from=TL&videos=4zkVKntR6eo

    Von Polkakeenich in Jul 17, 2010 - 18:30

  192. Von Katharina in Jul 15, 2010 – 16:13

    Meinst du?Ich nicht…..lese alle meine Beiträge…

    Warum müssen im Leben manche IHRE Wahrheit zurechtbiegen?Damit sie nicht einsehen müssen, das sie was falsches gemacht haben.

    Erinnerungen,Erinnerungen…auser Polemik,nicht bewiesene Anschuldigungen,Selbstmitleid lese ich da nichts,oder?
    Hat mal jemand was geschrieben aus seinem Leben hier?Neeeee….Warum denn auch,es war alles schlecht aber doch nicht alles……Verwirrung.

    Von seppy in Jul 17, 2010 - 19:52

  193. Bereite gerade mein Mea culpa vor. :-)

    Seppy, der Name des Blogs ist doch aussagekräftig genug.
    Worüber soll man im Banatblog reden, wenn nicht über unser Herkunftsgebiet Banat?
    Ich sage jetzt absichtlich nicht Heimat, weil ich die verschiedenen Ansichten zu diesem Wort nicht diskutieren will.
    Da wir alle schon lange woanders leben, können meist nur Erinnerungen hier gepostet werden.
    Das man in einem Menschenleben (wir sind doch fast alle jenseits der Pubertät) eine Menge Fehler macht, ist doch nicht neu, ist aber kein Thema hier.
    Wir reden über verschiedene Themen,aber nicht über unser intimstes ICH.
    Wir sind hier weder im Beichtstuhl noch auf Freuds berühmten Sofa.
    Ich habe schon einiges über mich geschrieben, aber darum geht es in diesem Blog nicht.

    Von Katharina in Jul 18, 2010 - 00:03

  194. Katharina,es wird das gleiche Thema mehrmals ,,durchgekaut,,ohne etwas neues zu erfahren.Alles was hier geschrieben wird über das Banat sind doch bekannte Sachen.
    Geschichte……

    Da geht es nicht über sein ,,Intimes,,sondern immer über das der anderen.Ist glaube ich einfacher,oder?

    Ich wollte wissen wie das mit dem ,,Zahlen,,für die ,,Flucht,,war,wem was mit den Behörden passiert ist,ob jemand schickaniert wurde,wie er sich mit seinen Nachbarn verstanden hat,aus welchem ,,Schlaf,,das ,,Banat,,aufwachen soll,eine aufrichtige Debatte über H.M.und ihre Bücher,
    Ehrlichkeit in den Diskusionen….

    Übrigens,mein Kompass funktioniert einwandfrei und ich mit meiner Familie gehen in die richtige Richtung,Gott sei Dank.

    Von seppy in Jul 18, 2010 - 08:09

  195. Katharina,
    Die Frage,warum so viele dem Blog fern bleiben,muß doch auch einen Grund haben,oder?

    Meine Eltern sind in RU gestorben,weil sie gesagt haben das ist ihr zu Hause und da wollen sie begraben werden.Meine Schwester lebt noch immer dort…..

    Der Rumäne hatte ein Sprichwort:
    ,,Omul sfinteste locul,,

    Von seppy in Jul 18, 2010 - 08:21

  196. Also, ich finde diesen Blog perfekt. Es bleibt doch niemand von Euch Langjährigen dem Blog wirklich fern, manchmal erlaubt es die Zeit nicht, regelmäßig etwas beizutragen. Oder einem Posting ist nichts hinzuzufügen, weil gerade jemand einem aus der Seele spricht. Oder man kann es bleiben lassen, wenn die eigene Meinung genau im Gegensatz steht zu der eines anderen (ein weites Feld in Bezug auf Herta Müller). Ein jeder hat auch einen anderen Stil, ein anderes Anliegen, mal will man etwas vermitteln oder los werden (sprich: verarbeiten). Oder dazu die Meinung anderer hören. Allein das Mitlesen ist ein Gewinn, denn seinen Landsleuten fühlt man sich immer verbunden. Wir wechseln auch tatsächlich von einem ins andere Leben! Das ist positiv und eine Bereicherung für unser Leben! Katharinas „Mea Culpa“ (*schmunze*) ist eine Aussage, die mir gefällt. Wir sollten uns nicht unter Druck setzen, jeder schreiben, wie es ihm gefällt.

    Von Beatrix in Jul 18, 2010 - 09:31

  197. Sicher gibt es Gründe, warum hier so wenig Leute schreiben. Ich kann es nur ahnen, aber nicht beweisen.
    Zu der Geschichte mit dem Ausverkauf, habe ich meine Meinung bereits geschrieben.
    Persönlich war ich nicht involtiert.
    Menschen zu kaufen/verkaufen ist ein Verbrechen.
    Die Leute, die rauswollten, haben damals danach nicht gefragt. Sie haben mit der Bezahlung dieses würdelose Treiben unterstützt.
    Heute reden die meisten nicht darüber oder rechtfertigen alles mit dem Wunsch aus diesem Land freizukommen.
    Zuerst das Fressen, dann die Moral könnte man sagen.
    Wer konnte auch ahnen, dass in paar Jahren die Tore sich öffnen?
    Ich verurteile hier nicht, ich schreibe hier nur, dass man diesen Ausverkauf eben aus verschiedenen Blickwinkel sehen kann.
    Zu dem Verhältnis zu den Nachbarn kann ich nur sagen, der Weggang der Deutschen und auch anderer Nationalitäten hat einiges geändert.
    Die Zugezogenen haben sich zum Teil als Herren aufgespielt.
    Die Äusserung meines Frauenarztes, wonach jeder anständige Mensch in seiner Region bleibt, habe ich nicht gutgeheißen.
    Er hat sich da nicht gegen den Exodus der Deutschen ausgesprochen.
    Er meinte die “Invasion” der Moldauer,Nordsiebenbürger und anderer…
    Trotzdem, jeder Mensch hat ein Recht auf ein besseres Leben.
    Auch jene Zugereisten. Über deren Gehabe könnte man reden, aber es gibt bestimmt wieder jemand, der einem Negatives unterstellt.
    Zu meinem Erleben mit Behörden sage ich nur, dieser Staat war kein Rechtsstaat.
    Selbst nach der Revolution nicht.
    Jetzt habe ich mich eigentlich nur wiederholt.
    Irgendwann habe ich das alles schon mal geschrieben.

    Zu dem Kompass, Seppy.
    Ich unterstelle Dir nicht in falsche Richtungen zu gehen.
    Du sagtest, ich lebe in zwei Welten.
    Wenn dem so ist, dann gehört das Blog zur zweiten Welt.
    Weil Du hier mitschreibst, erwähnte ich das Betreten eines Raumes dieser zweiten Welt.
    Aber natürlich darfst Du das.

    Von Katharina in Jul 18, 2010 - 09:41

  198. Klar, jeder schreibt wie er kann, denkt, fühlt.
    Ein Uniabsolvent textet anders als ein Hauptschüler.
    Der User Walter hat sich über das Niveau geäussert und hat danach (wenn er nicht als Anonymäuschen vielleicht postet) geschwiegen.
    Das Blog ist für jeden da und solange man sich nicht gegenseitig beleidigt, sollte dies auch so bleiben.
    Ich finde ein Blog lebt erst so richtig, wenn Menschen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten sich äussern.
    Voraussetzung ist, man kommt aus dem Banat oder interessiert sich für das Gebiet, für die Leute.

    Von Katharina in Jul 18, 2010 - 09:54

  199. Tja,mir ist eine Ehrliche Ausprache lieber,denn dann kann sich der eine oder andere wehren.

    Hier im Blog lesen viele, auch nicht ,,Banater,,mit,also muß der eine oder andere sich schon Gedanken machen:,,
    ,,Was wollen die eigentlich?,,

    Trauern der alten Heimat nach,wollen diese hier nicht aufgeben,wollen Banater Schwaben sein,wollen aber auch als ,,volle,,Deutsche angesehen werden…

    Ich bin nicht nur hier im Blog tätig,sondern auch in anderen um mir ein Bild zu machen was einen Menschen dazu drängt seine Heimat zu verlassen.Manche sind ehrlich,manche belügen sich selbst.

    Die Aussagen ,,ich bin hier um unter Deutschen zu leben,,sind mir nicht ganz geheuer.

    Beatrix schreibt,,….jeder soll schreiben wie es ihm gefällt,,alles schön und gut ,aber dann soll man seine eigene Meinung vertreten und die andere respektieren.
    Wenn man Partei ergreift ist dieses nicht mehr gegeben.

    Schönen Sonntag

    Von seppy in Jul 18, 2010 - 10:30

  200. Da neulich sagte ich einer Kollegin, dass ich in Rumänien auch dachte, mein Kind soll unter Deutschen aufwachsen.
    Jetzt lebe ich in einer Stadt mit einem beachtlichen Anteil an Ausländer und ich kann über meine einstigen Gedanken nur lachen.

    Zu Seppys Frage, dass sich Nicht-Banater die Frage stellen, was die Banater eigentlich wollen, könnte ich mit Gegenfragen kommen.
    Was wollen die einheimischen Deutsche überhaupt?
    Was wollen die Ausländer in Deutschland?

    Aber die heutige Zeit mit den ganzen Migrationen, den Krisen, der ständigen Angstmacherei ist für uns alle, egal wo unsere Wiege stand, eine Zeit der Fragen und der Suche nach einer guten Antwort.

    Von Katharina in Jul 18, 2010 - 11:59

  201. @Seppy – ich kann hier vielem zustimmen, muss über manches nachdenken und mich über anderes auch wundern. Ja durchaus meine Meinung ändern, wenn ich merke, der andere hat Argumente, die ich nicht kenne oder gar nicht in Betracht gezogen habe. Wem geht das nicht so? Es gibt auch Dinge, die lassen sich niemals exakt auf den Punkt bringen, genauso wie es nicht nur Schwarz und Weiß, sondern auch Zwischentöne gibt. Bei deinen letzten Einträgen gefällt mir unter anderem das „Der Mensch heiligt den Ort“ . Und als Anregung zum darüber nachdenken „Die Aussagen ,ich bin hier um unter Deutschen zu leben’, sind mir nicht ganz geheuer”. Wobei ich am ,ich bin hier um unter Deutschen zu leben’ nichts Negatives entdecken kann. Das „Deutschen“ schließt uns doch ein. Und viele Angehörige anderer Nationen haben kein Problem damit, unter uns zu leben, sondern sind sehr glücklich darüber.

    Von Beatrix in Jul 18, 2010 - 14:20

  202. “Hier im Blog lesen viele, auch nicht ,,Banater,,mit,also muß der eine oder andere sich schon Gedanken machen:,,
    ,,Was wollen die eigentlich?,,Von seppy in Jul 18, 2010 – 10:30

    Nichts. Die Blödeln nur herum.

    “Ich bin nicht nur hier im Blog tätig,sondern auch in anderen um mir ein Bild zu machen was einen Menschen dazu drängt seine Heimat zu verlassen.” Von seppy in Jul 18, 2010 – 10:30

    Sie sind also kein Banater, seppy. Ihr Anliegen ist aber interessant und Ihre Beweggründe würden auch mich interessieren. Erzählen sie uns doch mehr darüber. Damit endlich auch ein vernünftiger Beitrag hier erscheint.

    Von alma in Jul 18, 2010 - 17:59

  203. ‘blödeln’

    Von alma in Jul 18, 2010 - 18:01

  204. ich bin der Meinung, dieser Blog hier hat in letzter Zeit, auch durch Selbst-in Frage-Stellung, an Qualität gewonnen.
    Vergangene Zeiten waren mehr durch hitzige Diskussion geprägt, garniert mit Beleidigungen aun abqualifizieren.
    Lag womöglich auch an den kontroversen Themen, am Widerspruch zwischen Anschein und Sein der Protagonisten und deren Themen, über die man schrieb, z.Bsp. Herta Müller, die banater Schriftsteller und die Securitate-Zuträger…
    Weiter so (wie jetzt, natürlich)!

    Von getkiss in Jul 18, 2010 - 18:55

  205. Ich nehme persönlich Stellung zu Seppy´s Frage, was einen Menschen – hier gezielt einen Angehörigen der Banater Schwaben- dazu bewegt, seine Heimat zu verlassen?

    Ich spreche nur für mich und meine Familie.

    Rein vorsorglich hatten meine Eltern, wie so viele Andere im Banat, in den sechziger Jahren den Antrag auf Ausreise gestellt.

    Denn es war zu befürchten, dass in Rumänien, für die Minderheit der Deutschen auf Dauer keine Zukunft gesichert sein wird.

    Die Enteignung war nicht rückgängig gemacht worden, wenn einer nicht in die kommunistische Partei eingetreten war, gehörte er nicht zu der rumänischen politischen Gemeinschaft.

    Dennoch lief für uns das Leben danach in relativ geordneten Bahnen weiter.

    Fünfzehn Jahre später kam, völlig unerwartet, die Aufforderung das Land innerhalb von einem Monat zu verlassen, dies aus politischen Gründen, wobei meine Eltern sich politisch nie betätigt hatten, ich auch nicht, aber vielleicht genau deswegen.

    Es war wohl der Anfang einer politisch schlimmen Zeit in Rumänien, ich habe sie nicht näher miterlebt.

    Zunächst wollte ich in dieses Land wieder zurück, wegen der Freunde, und ich meinte dort weiter studieren zu müssen.

    Gut dass meine Eltern das Weiterstudium in RO nicht finanzieren konnten.

    Ich habe es auch nicht bereut in Rumänien nicht weiterhin studiert zu haben, denn hier war für mich das Studium ( damals noch – heute nicht mehr ) kostenlos und ich denke auch von hoher Qualität.

    Ich hatte mich bis dahin, mit politischen Verhältnissen in Rumänien nie wahrhaftig auseinadergesetzt, ich fand es damals für mich auch nicht wichtig.

    Ich denke, dass die wenigsten der Banater Schwaben ihre Heimat unbegründet verlassen haben, das hat sich jeder wohl sehr genau vorher überlegt.

    Die Gespräche hierzu liefen in jeder Familie über Jahrzehnte.

    Ich bin in Deutschland gut aufgenommen worden, keiner hat mich je gefragt woher ich komme.

    Das hatte ich in der Zeit meiner Ankunft in Deutschland ohnehin als selbstverständlich vorausgesetzt.

    Das ist bis heute so geblieben.

    Von solala in Jul 18, 2010 - 19:19

  206. Danke,solala eine ehrliche Antwort.Bis jetzt der einzige der es begriffen hat was ich meinte.

    @alma,
    Ich bin Banater und die Bewegungsgründe habe ich hier schon geschrieben,aber leider für Sie uninteressant sonst hätten Sie das gewusst.
    Sie schrieben, das Sie sich umbringen wollten wenn es mit der Ausreise nicht klappen würde.
    Gott sei dank hat es geklappt und Sie können uns mit ihrer Presenz hier ehren.

    Von seppy in Jul 18, 2010 - 19:37

  207. Katharina nicht vergessen:WIR sind hier her gekommen,also dürfen sich die Einheimischen fragen ,warum wir unsere gelobte Heimat verlassen haben,oder?

    Als ich mein erstes Arbeitsplatz bekommen habe fragte mich ein älterer Mann.
    ,,Na vun wu pischt tu,,?
    ,,Aus Banat,antwortete ich
    ,,Un wu liegt tes?,,
    ,,In Rumänien,,
    ,,Aha,na hascht tu jetz genuch zum esse?,,
    Was hätte ich darauf antworten sollen um mein Auswandern rechtfertigen zu können?
    Ich habe noch andere Beispiele ,aber ich muß sagen das ich mir ,mit der Zeit, auch Respekt verschaffen habe.

    Von seppy in Jul 18, 2010 - 19:49

  208. Seppy, ich bin eine “Sie”. Zu dumm, dass ich mich mit diesem Namen angemeldet habe, aber bei so vielen Benutzernamen, die unsereins heute hat, hatte ich mich für diesen Fantasienamen entschieden.

    Es bleibt bei diesem Namen, für mich der Einfachheit halber.

    25 waren wir in der Klasse NL-Gymnasium. Außer mir haben -nehme ich an- alle in Rumänien studiert, alle, außer ganz wenigen(3 oder 4) sind ausgewandert, die meisten nach Deutschland.

    17 Jahre habe ich nach meiner Ausreise in Deutschland gelebt, ohne auch nur die geringste Sehnsucht nach dem Land zu verspüren, das ich in relativ jungen Jahren verlassen hatte – das Banat.

    17 Jahre danach bin ich da wieder hingefahren und habe bis heute, das sind auch schon einige Jahre wieder her, die Verbindung zu den Jahren meiner Kindheit und Jugend und dem Heute hergestellt.

    Da gibt es bei mir keine Trauer mehr, die Heimat verloren zu haben, -( auch ich habe geweint, als ich mein Elternhaus nach 17 Jahren wieder gesehen habe, ich habe mich deswegen geschämt vor den Bewohnern, die in dieses Haus eingezogen waren ).

    Ich lebe jetzt guten Gewissens in zwei Welten die ich miteinader vereint habe( siehe auch Aussage von Katharina), als sei die eine Welt mein Zuhause und die andere Welt – meinetwegen meine Urlaubswelt oder vielleicht sogar meine Geschäftswelt.
    Wann immer kann ich, so ich will, in meine alte Heimat zurückkehren.
    Das ist die Freiheit über die ich verfüge.
    Das ist gut zu wissen.
    Sobald werde ich das aber voraussichtlich noch nicht tun.

    Von solala in Jul 18, 2010 - 20:21

  209. @Beatrix

    Das Argument ,,ich bin hier um unter Deutsche zu leben,,kommt mir ein bisschen rassistisch vor und ist auch nicht der Hauptgrund.Meine Meinung.
    Wenn man sich gegenüber ehrlich ist ,kann man auch besser argumentieren.

    Von seppy in Jul 18, 2010 - 20:23

  210. Mein Vater ist als Russland – Verschleppter entlassen worden, und hat sich zu Fuss über Deutschland in´s Banat gemacht, es war 1947. Er wäre in Deutschland geblieben, aber da gab es nicht so viel zu essen als im Banat. Unüberlegten Bemerkungen von dem Einen oder Anderen, der sich in der Weltgeschichte nicht besonder auskennt, sollte man keine größere Beachtung schenken.

    Von solala in Jul 18, 2010 - 20:28

  211. Von solala in Jul 18, 2010 – 20:21

    Sorry.Jetzt weis ich es.

    Mich persönlich zieht es nicht hin.Meine Kindheit war nicht so großartig das ich in irgendeiner Hinsich, etwas von dort, hier vermisse.
    Das ich vieleicht wieder mal runterfahre ist aus dem Grund das meine Schwester noch unten lebt und das ich das Grab meiner Eltern besuchen möchte.
    Ich bin kein Frauenversteher, vieleicht bin ich in dieser Hinsicht zu hart dem Weiblichen Geschlecht gegenüber.Entschuldigung.
    Ich will auch keinen Bekehren anders zu denken ,aber bleibe meinen Prinzipien treu.
    Auf viele Fragen wird man niemals eine Antwort bekommen.

    Schönen Abend noch

    Von seppy in Jul 18, 2010 - 20:35

  212. Mich zieht´s auch nicht dahin, ich habe aber auch einige Gräber zu pflegen und habe hin und wieder weiteren Verpflichtungen nachzukommen.

    Von solala in Jul 18, 2010 - 20:59

  213. Habt ihr Probleme……………….
    Mich ziet es nicht hin………..
    Mich ziet es nicht hin………….

    Ich sage jetzt Euch mal dem Polki seine Meinung:Mich ziet es hin, obwohl ich auch sehr viele Freunde hier habe, nicht nur Feinde…..
    Ich würde jeden Augenblick in meine Heimat ob nach Blumenthal (Bergsau) Bruckenau oder Temschwar wo ich jeden Strauch Baum Vogel und Fluß kenne…………Ja sogar die Farbe der Erde ist mir bekannt das Gras wo auf den Felder wächst und alle Tiere die da leben.

    Ich verbrachte sehr viel Zeit in der Freien Natur, somit habe ich ein besonderes Verhältniss mit diesen Dingen.

    Sicherlich kenne ich auch viele Rumäner und Ungarn………..

    Mir geht es wirklich nicht schlecht im Schlarafenland Deutschland. Heute bin ich zum Beispiel 100 km zum Spass in einen Kirschengarten gefahren, Kirschen essen….

    Nur meine Heimat das Banat werde ich nie leugnen und werde diese Heimat für immer vermissen!

    Die wird es so auch nicht mehr geben, dies ist alles vorbei, nur meine Gedanken bleiben wach.

    Und wenn ich hier im Blog meine Meinung vertrete die ist dann zu 100% Ehrlich gemeint.

    Solala, eine Frage: Wie, so auf einmal den Pass bekommen und Tschüss?
    Hat dein Vater oder Mutter ihre Schwester oder Brüder in Deutschlanfd gehabt?
    Oder nichts und der liebe Gott hat euch geholfen………….?

    Eure Beiträge finde ich aber gut

    Von Polkakeenich in Jul 18, 2010 - 21:47

  214. Mein Vater war fünf Jahre im Ural, als 17-jähriger verschleppt, arbeitete dort in den Kohlengruben (übrigens im gleichen Lager mit dem Herrn aus Semlak, der kürzlich in der Banater Post seine Zeit dort geschildert hat). Er wird d. J. 83 und hat vergangenen Herbst die „Atemschaukel“ mit großem Interesse gelesen. Er hat – wohl wie die anderen Überlebenden – nach so vielen Jahren nicht mehr damit gerechnet, dass jemals an die Zeit und die Opfer erinnert würde. Und dann geschieht das in Form von Weltliteratur. Dafür kann man der Autorin gar nicht dankbar genug sein! Er sagte immer, es sei schon hart gewesen in den ersten Jahren, wollte nicht so viele Details erzählen und relativierte immer – er habe ja überlebt, den Russen dort sei es auch nicht viel besser ergangen, und dass die auch hilfsbereit waren. Verrückte Kapos habe es allerdings gegeben. Zurück aus Russland, musste er gleich drei Jahre zum Militär – als Deutscher natürlich zum Arbeitsdienst. Er sagt, das sei eine schlimmere Zeit gewesen als in Russland. Das will was heißen – so waren die Leute willkommen in der „Heimat“.

    Von Beatrix in Jul 18, 2010 - 21:59

  215. Polkakeenich, die Ausweisung hat was mit den Gesetzesänderungen in Rumänien zu tun, die heute nach meiner Einschätzung nicht weniger an der Zahl sind, als damals in den siebziger Jahren.
    Meine Mutter wurde von heute auf morgen arbeitslos, weil sie sich geweigert hatte in die kommunistische Partei einzutreten. Erst 3 Monate später haben sich die Gesetzgeber in Rumänien Rechenschaft gegeben, dass es im Kommunismus eigentlich keine Arbeitslosen geben kann. Die Fronten blieben verhärtet, dann hat die rumänische Regierung entschieden, dass all diese Abtrünnigen das Land verlassen müssen und dies innerhalb eines Monats!???

    Von solala in Jul 18, 2010 - 22:13

  216. Polkakeenich,
    es ist mehr als 10 Jahre her, da war die Revolution in Rumänien schon rum, da habe ich bei dem Alltagsstress den ich hier so hatte, heute aber auch noch habe, einfach erzählt, dass ich mir nichts sehnlicher wünsche als ins Banat zu fahren, mich in eine Wiese zu legen und den Wolken zuzuschauen.
    Dazu ist es noch nicht gekommen.
    Aber ich war letztes Jahr im Banat und habe an einem Tag 20 km in der “Pussta” zurückgelegt.
    Ich glaubte es selbst nicht so recht, aber ich habe die Strecke in Google Earth nachgemessen. Es war sehr schön für mich – in meiner Kindheit bin ich so weit nicht rumgekommen.

    Von solala in Jul 18, 2010 - 22:27

  217. Um Irritationen vorzubeugen: zwischenzeitlich habe ich davon Abstand genommen ins Banat zu fahren, mich in eine Wiese zu legen und den Wolken zuzuschauen, aber was nicht ist, kann ja noch werden…………

    Von solala in Jul 18, 2010 - 22:37

  218. Doch, doch, seppy, ich kann mich an manches, was Sie geschrieben haben, erinnern. So war auch mein vorheriger Beitrag eher als Scherz gemeint. Ich dachte nur, dass wir, so unter uns, uns wenig Neues über die Gründe unserer Auswanderung zu erzählen haben.

    Es war die Misere – vor allem die seelische und erst dann die physische. Und, wenn man all die Franzls um sich herum sah, dann konnte man erkennen, dass sie, die Misere, uns auch noch in ihren dritten Abgrund – in den moralischen – runter saugen wird. Egal, welcher der drei Faktoren bei welchem Individuum am schwersten wog – es gab für uns nur einen (Aus-)Weg. Wir wurden an einem Verhandlungstisch ver- und gekauft. Zum „ver-„ gibt es nichts zu kommentieren und, was das „gekauft“ betrifft, das war großartig, denn es war ein „freigekauft“. Freuen wir uns nicht jedes Mal, wenn es heutzutage der Bundesregierung gelingt, einen in Geiselhaft geratenen Bundesbürger freizukaufen? Na, ja, manche von uns freuen sich, andere wiederum sagen, das würde dem Steuerzahler teuer kommen – die Besitzer dieser Stimmen kennen natürlich ganz genau den Preis eines Menschenlebens.

    In einer Hinsicht muss ich Ihnen widersprechen, seppy: Vieles wurde hier im Laufe der Zeit erzählt und ich sehe, dass Sie sich auch an manches erinnern. Es werden halt nur Bruchstücke freigegeben, denn niemand schreibt hier um mit seiner eigenen Lebensgeschichte den geplanten Roman eines potentiellen Lauschers (Geschichtendieb) zu füttern. Der soll gefälligst mal rausgehen, um etwas selbst zu erleben, wenn er Geld mit seiner Schreiberei verdienen will. Vielleicht liegt der Grund meiner tiefen Abneigung gegen dieses Gewerbe darin, dass ich in den finsteren 1980ern über ehrenhafte Menschen wusste, dass sie am Arbeitsplatz klauen, um über die Runde zu kommen. Dagegen ist klauen für Luxus eine Steigerung der Perversität. Das nur so, in Klammern, nebenbei und ungern gesagt.

    Von alma in Jul 19, 2010 - 02:21

  219. Solala……Habe von so etwas, noch nie gehört!
    Das der wo keine arbeit hatte das Land verlassen musste. Sicher war es, so wie ich das verstehe anfang der 70 oder ende der 60 Jahre.

    Vielleicht könnte Carl uns was dazu erzhälen.
    Der musste als Regime Gegner damals das Land verlasen Politisch…..

    Nur wir haben auch Bilder gemacht so um 1966 um die Papiere zu beantragen. Geschehen ist nichts und mein Grossvater hat nie so richtig für die Kommunisten gearbeitet……..

    Alma……In aller früh so ein schwerer Text überhaupt der letzte Abschnitt ist ja gerade für Gscheide perfekt geschrieben.

    Ich hoffe das mir Getkiss ein wenig aus der patsche hilft.

    Lauscher ist ein Geschichtendieb interesand sehr interesand

    Alma:Vielleicht liegt der Grund meiner tiefen Abneigung gegen dieses Gewerbe darin, dass ich in den finsteren 1980ern über ehrenhafte Menschen wusste, dass sie am Arbeitsplatz klauen, um über die Runde zu kommen.

    Vielleicht kannst uns ja die “EHRENHAFTE” mit Namen nennen und nicht nur so uns im dunkeln lassen! Einfach im allgemeinen beschuldigen, weis ich nicht ob dies so gut ist.

    alma:Dagegen ist klauen für Luxus eine Steigerung der Perversität.
    Dies ist ein sehr schöner Satz, dem ich nur zustimmen kann. da ich in jetzt erst verstehe, nachdem ich ihn herausgezogen habe.

    Von Polkakeenich in Jul 19, 2010 - 07:11

  220. So langsam krieche die Schwowe aus ihre Loecher……………
    Hier ein Fest vom Wochenden aus Karlsruhe
    Ich war nicht dabei, da ich es nicht wusste
    http://www.youtube.com/watch?v=b9_IsOhvep4&feature=related
    es gibt noch viele andere Videos vom Fest

    Und hier eine schöne Tanzmusik aus Wien
    http://www.youtube.com/watch?v=QvctvOhOg44&playnext_from=TL&videos=6rsdUJdB7pc

    Bitte meine Komments auch lesen……….Danke

    Von Polkakeenich in Jul 19, 2010 - 09:30

  221. Es war ein sehr anständiger Mann, der Schulkinder hatte, für die er ab und zu Bleistifte und Radiergummis klaute. Wie kommst du darauf, dass ich hier seinen Namen nennen sollte? Werde ich bestimmt nicht tun, wie ich auch damals so getan habe, als hätte ich nichts gesehen. Es war jemand, von dem man, Jahre davor, 10 Hektar Feld geklaut hatte.

    Von alma in Jul 19, 2010 - 10:24

  222. Polki, alma schreibt auf einem höheren Niveau als ich und ich will jetzt nicht ihren Text auseinandernehmen, aber ich habe verstanden, was sie meinte mit klauen.
    In der letzten Regierungszeit des genialen Conducator, als es an allem mangelte, waren auch anständige Bürger manchmal gezwungen zu klauen.
    Das kann man verstehen.
    Wir müssen aber hier nicht unsere ganze Privatheit ausbreiten, damit irgendwelche Autoren sich leicht eine Geschichte aneignen können.
    Die sollten gefälligst selbst das Leben mit all seinen möglichen Widrigkeiten am eigenen Leib spüren. Und darüber schreiben.
    alma möge mir verzeihen.

    Von Katharina in Jul 19, 2010 - 10:37

  223. Jetzt hat alma schon geantwortet!

    Von Katharina in Jul 19, 2010 - 10:39

  224. Alma ich meinte ja auch….vielleicht kann ich so ein schwierigen Text in aller früh schwehr verarbeiten……Bin ja nicht so gschult wie DU.

    Auf jeden Fall hast dies mit vielen Fragezeichen gesetzt und es taucht überhaubt keines auf………!!

    OK die Antwort finde ich sehr gut und kann sie auch verstehen. Danke

    Von Polkakeenich in Jul 19, 2010 - 11:48

  225. Ich werfe jetzt mal paar Fragen in die Runde und werde sie auch beantworten. Da ich im Garden mir paar Reime zusammengestellt habe.
    Ich bin ja verrükt und verrükte dürfen das.

    Anonymuos oder wie der heißt. Wirft in den letzten 24 Stunden H M Niederungen ins Gespräch bei Leserunde Herta Müller…….
    Gezielter Angriff

    Alma ……Wirft einen Text hier rein……Der so gut ist, dass mir die Spucke wegblieb.

    Jetzt möchte ich mal behaubten (Alma Du hast mir ja schon vorgeworfen verleumdung ist der Brautum der Banater Schwaben …….!)

    Diesmal ist es keine Verleumdung sondern eine Feststellung, da ich ja viele User hier persönlich kenne und konntakt mit ihnen habe………………………

    Alma ist Herta Müller!
    musst es ja nicht zugeben, aber soviele Literaturkünstlerinnen haben wir ja nicht im Banat………….

    Anonymuos ist unser Perjomoscher gewesener Mann vun der Herta Müller….Der mich ja zuhause angerufen hat.

    Hier können sie ja leicht neuen Stoff für einen Roman finden, den hier lebt das Banat noch mit seien Gedanken und Träumen.

    Viele werden jetzt sagen, die haben für dieses Forum doch kein Interesse…..Ich sage mal, doch den Neuichkeiten und den Mund vom Volk zu hören war schon immer wichtig auch für die Spitzel der Securitate.

    Anonymuos hat sich Zeit der abwesenheit von Carl auch zurückgehalten, wir waren im zu billig…….

    Alma unser Türkischer Apfel ist alleine in Berlin und hat vielleicht als Sehnsucht nach dem Dorfgeschwätz.

    Ihr könnt mich jetzt alle widersprechen, ich werde die zwei Personen als diese Personen behandeln.

    Das soll nicht heißen das ich was gegen diese zwei gestalten habe.

    Ich bin sogar begeistert von Alma (HM ) und ihrer schreibweiße……Da wusste ich heute Morgen nicht was ich schreiben soll, nach so einem Text.

    Der war nicht gut, dieser Text war aussergewoehnlich gut.

    Gruss euer Polki

    Von Polkakeenich in Jul 19, 2010 - 13:17

  226. Es war die Misere – vor allem die seelische und erst dann die physische. Und, wenn man all die Franzls um sich herum sah,
    Polki: Die Franzls……hast du den gesehen, ich habe ihn nie gesehen…..Da ich in den Greisen nicht verkert bin……..
    dann konnte man erkennen, dass sie, die Misere, uns auch noch in ihren dritten Abgrund – in den moralischen – runter saugen wird…….Polki:Dies ist so super geschrieben das ich fasziniert bin
    Egal, welcher der drei Faktoren bei welchem Individuum am schwersten wog ……Bravo Alma

    Von Polkakeenich in Jul 19, 2010 - 13:21

  227. Hör auf damit, Polki. Ich bin keine Schriftstellerin, denn ich publiziere nicht. Was du sagst, klingt nach Majestätsbeleidigung und das ist mir sehr unangenehm. Ich wildere hier nur und springe nachts in den kühlenden Schwimmbecken. :-)

    Von alma in Jul 19, 2010 - 13:46

  228. Ich wildere hier nur und springe nachts in den kühlenden Schwimmbecken.

    Von alma in Jul 19, 2010 – 13:46

    Soll man das so verstehen, dass wildern erhitzt, lach?

    Von getkiss in Jul 19, 2010 - 14:50

  229. Polkakeenich,
    es hat 1976 in RO ein Gesetz gegeben, anhand dessen der Personenkreis, der im Lehramt tätig war und nicht gewillt war Mitglied der RKP zu werden, -demzufolge arbeitslos wurde-, des Landes verwiesen wurde.
    Gibson weiss wahrscheinlich auch nichts Näheres darüber.
    Im Banat gab es mehr als 200 Personen, die sich in dieser Situation befanden.

    Von solala in Jul 19, 2010 - 19:19

  230. getkiss, ich sollte mich mal lieber warm anziehen. Schauen Sie mal, womit mir Polki droht:

    “Ihr könnt mich jetzt alle widersprechen, ich werde die zwei Personen als diese Personen behandeln.” Von Polkakeenich in Jul 19, 2010 – 13:17

    :-)

    Von alma in Jul 19, 2010 - 20:11

  231. Bei uns im Dorf , da war ich nur bis zu meinem 14. Lebensjahr, hieß es “MAJE GEHEN”, wenn man abends zu Nachbarn ging und über den Alltag und über alles andere was Tagesordnung war, berichtet hat.
    Im Banatblog mitzumachen, ist gewissermaßen
    ” MAJE GEHEN”
    Über unsere HM muss ich noch viel, sehr viel nachdenken, vielleicht komme ich auf neue Erkenntnisse, bis dahin verabschiede ich mich von euch allen, bis auf ein Wiedersehen, Wiederhören, Wiederlesen.

    Von solala in Jul 19, 2010 - 20:33

  232. Maje gehen – ist ein schöner Begriff. Kenn ich auch, hab das sehr gemocht! Jeden Abend im Winter kam eine Nachbarin zu uns, wir saßen alle zusammen in Omas Zimmer und haben Karten, Rommy, manchmal Mensch-Ärgere-Dich-Nicht gespielt. Mein Platz war vor dem Radio, das über Wien und später meistens die Europawelle Saar die Begleitmusik lieferte. Ab 1965 kam die Wende mit ,„Hallo Twen“ ab 19 Uhr, unserer Zeit. Ich war damals noch keine zehn, also noch vor dem Englisch-Unterricht in der Schule. Die Sendung damals, bei gutem Empfang fasst täglich gehört hat meinen Musik-Geschmack dann beeinflusst. Die Englischlehrerin in der fünften Klasse war dann auch noch ein Beatles-Fan … Den Fernseher hatten wir erst paar Jahre später.

    Von Beatrix in Jul 19, 2010 - 20:54

  233. Die neuen Beatklänge fand ich auch eine Zeitlang befremdlich. An das Neue muss man sich auch als Kind erst gewöhnen und daran, dass man nicht mehr mitsingen konnte. Peggy March, Conny Francis, Gitte und Rex Gildo usw. hätte ich damals viel lieber gehört. Es gab aber keine Alternative, keine anderen Musiksendungen – außer mal ein Viertelstündchen bei Radio Temeswar, wo „Man müsste nochmals 20 sein“ schon das Höchste war. Die Älteren waren ja auch nicht gerade begeistert von den neuen Tönen. Das Radio wurde einfach nur leiser gestellt und die Gespräche weitergeführt. Ich glaube, dass sind Erfahrungen, die wir alle gemacht haben. Selbst rundfunkmäßig war nur Mangel und sozialistische Tristesse.

    Von Beatrix in Jul 19, 2010 - 21:32

  234. rührend für mich, was Beatrix da schreibt

    Von solala in Jul 19, 2010 - 22:16

  235. Danke, solala. Es war noch schön in diesen Jahren, viel Geborgenheit. Die ältere Generation wusste auch immer Interessantes zu erzählen. Ich habe – wie auch Polkaakeenich hier schon mal schrieb – viel von den Erzählungen aus meinem Umkreis erfahren können: Aus der Sicht der Betroffenen über den Krieg, die Zeit davor, ja noch sogar von meiner Urgroßmutter wie das Leben um die vorvorige Jahrhundertwende aus der Sicht eines Kindes war.

    Von Beatrix in Jul 19, 2010 - 22:35

  236. Sorry, vertippt: Polkakeenich

    Von Beatrix in Jul 19, 2010 - 22:38

  237. alma mit HM vergleichen?
    Polki, geht´s noch?
    Ich mag zwar die Sprache der Herta Müller, aber ich würde leidenschaftlich gerne ein Buch von alma lesen.
    alma ist anders.

    Von Katharina in Jul 19, 2010 - 23:50

  238. Polki droht niemanden……Polki handelt….Lach

    Ich bleibe dabei Katherina und Gott wird es schon richten……

    Habe ja auch schon ein Buch von H M geschaft zu lesen und so viel Unterschied ist nicht zwieschen diesem obrigen Text und dem Buch von Herta……OK beide waren beim Nähmaschinen Mann in der Schul und haben den Faust ein ganzes Jahr als Kommunistische Philosophie gelernt.
    Franz war ein Freund von Herta sie hat ihn sehr gut gekannt und war auch sehr entäuscht als sie ihn entarnte…….
    Darum haben mich diese Franzls, Ausreise Kisten und und und stuzich gemacht.

    Wenn ich Falsch liege, ist es jo noch immer gut: A schönere Lob kann man einem Menschen doch gar nicht machen, wie ihn mit seiner Schrift mit der Nobelpreisträgerin zu vergleichen! Diese Blumen muss man mal bekommen. Somit warte ich noch auf den Dank!
    OK unsere Schwowe sind Sparsam und vergesen dieses Wort zu oft……………..

    Noch ein Wort zum Wilderer……Der Wilderer kennt sich immer besser aus wie der Jäger, ich war auch ein Wilderer, eigentlich schade Alma das wir uns nicht auf einer Romatischen Pirsch begegnet sind !!

    “MAJE GEHEN”, ………Kenn ich auch und bei Petrolium Lampe Tabak zusammenfalden, je nach grösse und Farbe!

    Aber ich möchte diesen Begriff für was anderes benutzen. Frage ist man Samstags auch Maje gang?
    Do hätt meer jo sich gleich mitwäsche kenne mit der zerrissenen Unterhose !
    Bis der Dreck und Schruppnudel in der Worscht Mulder des Wasser verdränkt hätten und man damit seine Hauswand schmiere hätt kenne…..Für des wunderscheenie Kerweifescht. Mit lauter blieweiße Unnerreeck und saubre gstärkte, gstickte Blusen und Hemden.

    Von Polkakeenich in Jul 20, 2010 - 07:19

  239. Ich kenne alma nicht.
    Sie mit HM vergleichen, hat nichts mit Lob zu tun. Weder im Stil noch bei den Themen gibt es Ähnlichkeiten.
    Wenn ich sage, ich würde ein Buch von alma lesen, dann sagt das schon viel.
    Möglicherweise käme alma bei den Schwaben anders an als Herta Müller.
    Seit ich mich mit dem Gedanken spiele, alma könnte Bücher schreiben,denke ich wieder über HM nach, aber etwas anders als bisher.

    Von Katharina in Jul 20, 2010 - 11:02

  240. ich könnte mir, obwohl als einfach denkender Schwob ich manches nit begreife oder es für künstlich zu hoch empfinde, auch vorstellen mal ein Buch vom alma zu lesen, wer weiss, vielleicht entwickle ich mich dabei weiter.

    Von Supersvabo in Jul 20, 2010 - 11:51

  241. Supersvabo, man entwickelt sich immer weiter.
    Schau, Herta Müller hat sich von der saisonieren Kuhhirtin zur Nobelpreisträgerin gewandelt.
    Es geht auch umgekehrt.
    Man verspielt sein Vermögen in Monte Carlo und greift zum Strick.
    Entwickeln geht in jede Richtung. ;-)

    Von Katharina in Jul 20, 2010 - 12:13

  242. ich meinte natürlich schon in eine postivie Richtung, wobei es ja auch wirklich sein kann, das nur der Strick als Positives bleibt.

    Von Supersvabo in Jul 20, 2010 - 12:35

  243. Ich habe zu meinem Beitrag über Banat nur ein Satz zu schreiben:

    ,,Das Tor ist dorthin auch noch offen,,

    Von seppy in Jul 20, 2010 - 16:59

  244. @alma

    Keiner will etwas sooooo Persönliches wissen.Aber mit Andeutungen und zwischen den Zeilen lesen habe ich nichts am Hut.

    Ich muß schon sagen, das einige, gute Antworten gegeben haben.Weil ich die Frage nach dem Auswanderngrund gestelt habe will ich ihnen danken.

    Ich frage mich auch manchmal.Hätte mein Sohn in Rumänien studieren können?Hätte ich ihm helfen können?

    Von seppy in Jul 20, 2010 - 17:20

  245. Das Thema „Maje“ will ich noch mal kurz aufgreifen. Da Polki schreibt, er würde das nur vom Tuwak-Zamleen kennen: Diese und ähnliche Arbeiten waren im Advent erledigt. So dass die älteren Leute von Weihnachten bis Mitte Februar (dann ging es schon los mit Raupen-Putzen und Arbeit im eigenen Garten) auch mal ein wenig Muße hatten – nach der Kollektiv-Plackerei. Und in einem Mehrgenerationen-Haus verbrachte man die meiste Zeit gemeinsam. Mit dem Anbruch der TV-Ära waren die Spiele-Abende vorbei. Man saß dann, auch mal mit den Nachbarn, am liebsten vor der Glotze.

    Von Beatrix in Jul 20, 2010 - 20:03

  246. Unser Majegehn ist das Internet.

    Aber das Majegehn bei den Schwaben habe ich in guter Erinnerung.
    In den 50-er war das noch ganz groß.
    Man saß zusammen, erzählte und sang deutsche Lieder (immer aufpassend, was man sang), machte Handarbeiten, spielte Karten oder tanzte.
    Die Gemeinschaft war noch stark.
    In den 60-er hat das aufgehört.
    Der Fernseher wurde Mittelpunkt und da noch nicht alle einen hatten, saß man gemeinsam irgendwo. Die Alten besuchten sich noch. Die Jungen hatten ihre Treffs.
    Die Moderne setzte Akzente.
    Dann rückte der Exodus näher.
    Wir genießen heute die Freiheit und haben einiges erreicht. Trotzdem denkt man an diese
    Abende mit Musik und Kartenspiel zurück.

    Von Katharina in Jul 20, 2010 - 22:31

  247. Katharina: Mehr als eine Exkommunizierte kann das geplagte Schwobevolk nicht verkraften! Warum noch mehr Holz für einen neuen Scheiterhaufen vergeuden lassen? Mit dem Holz kann man einen Badezimmerkessel ‚schiere’, damit jeder sein eigenes, sauberes Badewasser bekommt. ;-)

    Übrigens, von Jerbo mach Garbo – warum auch nicht? Ist doch eh nur ein Kuchen. Diese Kuchennamen…! Mit dem “Televizor” assoziire ich, Beatrix, sofort etwas ganz anderes – das führt mich zurück in den Complex in Temesvar. Weiß hier jemand, wofür das stand und wer dem Wort die neue, unanständige Bedeutung gab und durch die Gegend posaunte? Wer da war, muss jetzt lachen.

    Danke für die lustigen Blumen, Polki. Ich habe aber bereits gesagt, dass ich nie in einer deutschen Schule war, also auch nicht in der Lenauschule. Ich habe durchgehend rumänische Schulen besucht. Weil ich hier oft über sie – die Rumänen – lästere, kömme ich mir manchmal wie die Schlange vor, die sie an ihrer Brust gewärmt haben. Bevor ich aber anfange mich für meine Stiche richtig zu schämen, fällt es mir ein, dass ich nicht dafür gebeten hatte, in ihr Hemd gesteckt zu werden – denn ich wollte mich bloß an der Sonne wärmen, dort, auf meinem Stein.

    Seppy, ich freue mich jedes Mal, von stolzen Schwobeeltern zu hören.

    Von alma in Jul 21, 2010 - 01:14

  248. Zuerst mal Alma……Dein Text oben und der unten unterscheiden sich wie Tag und Nacht.
    Der unten kleicht meinem……vielleicht war das Absicht….Lach

    Beatrix ich habe nur dies geschildert, nicht das ich das andere nicht kenne…..

    Über das Banat ist viel geschrieben worden, ja sogar Bücher für jedes einzelne Dorf. Was ich aber schade finde ist die Tatsache das nie das wahre Leben geschildert wurde sondern nur die Sonnenseiten des Dorfes oder Gebiets………….Niemand außer Herta Müller traute sich an heikle Sachen dran, die aber übertrieb es so außergewöhnlich , dass man es kotzen (Erbrechen)bekam nach einer Lektüre von HM

    OK ich werde versuchen eine erfundene Geschichte über die Banater Hochzeit zu schreiben, Die sich so zutragen hätte können oder sich sogar hat, man weiß ja nie was in den Dörfer alles los war.

    Die Rote und Weiße SOS

    Bei den Hochzeiten im Banat herrschte eine Sitz Ordnung die mit viel Mühe eingehalten wurde so gut es ging. Die Musikanten spielten auf der Bühne, die so zu sagen ihr zu hause war und keine Kinder dort sich aufhalten durften wegen den Instrumenten. Die Tische standen gerade aufgereiht im Rechten Winkel zur Bühne und der Braut Tisch war in U Form die Form eines Hufeisens aufgestellt. Ob es das Hufeisen zuerst gab oder den Hochzeittisch weiß ich nicht. Da müßt ihr schon einen Banater Geschichtslehrer fragen nur in der Mitte saß zur rechten Seite der Bräutigam mit seiner God (Taufpatin) und Patenonkels dann die Tanten und Onkels Großeltern und zuletzt am ende vom Hufeisen die Braut Eltern.
    Auf der Rechten Seite vom Tisch am oberen Ende war ein Teller reserviert für den Herr Pfarrer neben dran gleich noch ein Teller für seine Köchin. Die an diesem Tag endlich mal frei hatte vom Kochen. Danach die Onkels und Tanten die kein Platz am Hochzeittisch mehr bekamen und vielleicht auch zerstritten mit den Brauteltern waren wegen Erbe und Mitgift.
    Das gleiche war auf der Linken Brautseite genau so nur zum Unterschied es war ja kein anderer Pfarrer mehr da und wen er auch da gewesen währe hätte er auf der rechten Seite platz genommen.
    Die Linke Seite war mehr reserviert für den Kommunistischen Bürgermeister Gemeinde Sekretär und anderen Rumäner wie Fabrik Freunde oder Nachbarn. Das hier die Linke Seite bewusst gewählt wurde, kann ja sein nur die Rechte Seite war ja besetzt von früher da der Herr Pfarrer vor den Kommunisten im Dorfe war……………………………..
    Danach saßen Nachbarn und Bekannte und zuletzt die Jugend. Die Hochzeiten fanden im Banat immer am Sonntag statt da am Samstag ja der berühmte Banater-Bade-Tag war von HM und wenn man sich am Freitag Baden wollte musste man die Grodelak (Froschteich) aufsuchen um sich zu Baden………!
    Die Speisen wurden von Kellner serviert die frisch verheiratet waren , verliebt oder man verkuppelte sie so für die Hochzeit. Bei uns im Blumenthal hatte jedes Paar seinen Tisch wo er die Speisen mit Marschmusik immer an den jeweiligen Platz bringen musste der mit grünen Rosmarein oder anderen Blätter gekennzeichnet war.
    Am Braut Tisch hatte meist zu tun Schwester oder Bruder von der Braut und bei den Kommunisten am Tisch suchte man ein Paar das auch Rumänisch kannte damit bei einer Bestellung nicht das falsche gebracht wurde. Da waren wir Schwaben sehr genau, mit jedem Zahnstocher und mit jeder Serviette wurde alles ins kleinste Detail geplant. Nichts da Hochzeit und alles bewegt sich wie eine Herde Schafe …………Nein alles hatte seinen Platz.

    So kam es das beim Linken Tisch ein nicht so Koordinatives Mädel die Evi ihre Arbeit verrichtete und als kleines Kind schon mit Gleichgewichtstörungen zu kämpfen hatte. Jeder Kellner/in hatte eine schöne Schürze und ein Blumiges kleines Handtuch dabei den Frauen ihre Schürzen waren bestickt und 1970 wurden sie abgerundet, damit sie den Minirock nicht überdecken. So kam es das der Oberteil der Schürze bei vielen Frauen größer war als der Unterteil.
    Beim zweiten Menü gab es in Blumenthal nach der Hochzeitsuppe gekochtes Hühnerfleisch mit Paradeissoß (Tomatenketchup) Da haben die Amis uns das Patent geklaut und Griensoß ( Meerretichsoß ) Das Hünerfleisch wurde vom Kellner aufgetragen und die Soßen von der Kellnerin so bekam jede Kellnerin links eine rote Soße in die Hand und Rechts eine Weise Soße in die Hand…………….Warum dies so war , weiß ich nicht, dies habe ich nicht erforscht.
    Die Evi hatte dazu noch Stöckelschuh getragen mit einem hohen Stöckel den sie nicht gewöhnt war und denn sie nur an der Hochzeit getragen hat oder Sonntags beim Wöchentlichen Kirchengang wo sie im Kirchenchor sang und damit sie vom Chor besser in die Kirche schauen kann, hat sie sich in Radna ein paar hohe Stöckelschuhe gekauft. Mit feinen geschnürten Lederriemen wurde dieser Schuh gebunden. So löste sich ein Schleife am linken Schuh und der Parteisekretär hatte auch schon die Rote Soße auf seinem Blüten weißem Hemd. Dies war sofort eine Kriegserklärung in diesem Land und der Hochzeitsvater von der Braut gab ihm gleich sein Hemd damit alles wieder in Ordnung ist. Der Herr Pfarrer meinte er müsse zu Hilfe kommen von der rechten Seite dem Ortsvorsteher und ihn beruhigen………….Da wischte die Evi mit ihrem Handtuch dem Parteisekretär die Rote Soße vom Kopf und hielt die weiße in der Rechten Hand der Herr Pfarrer stieß dagegen und hatte seine schwarze Pfarrer Rock mit weisen Punkten befleckt so das er aus sah wie eine Holländische schwarzweiße Kuh und neben dem Parteisekretär der weiß rot trug sehr gut zu einem wunderschönem Hochzeitbild passten. Auf jeden Fall hatte die Evi das letzte mal ihre Stöckelschuh auf der Hochzeit an, von jetzt an trug sie diese Schuhe nur mehr in der Kirch auf dem Chor, denn neugierig blieb sie bis heute unsere Evi, wenn sie auch nicht mehr im Kirchenchor singt aber diesen Text zu ende gelesen hat……………….!

    Von Polkakeenich in Jul 21, 2010 - 08:52

  249. @alma
    Wenn man bedenkt, wer alles im Laufe der Zeit für seine Idee auf den Scheiterhaufen mußte…

    Ich vermute aber, unsere Schwaben haben immer weniger Lust auf “Scheiterhaufen”.
    Durch die Nobelpreisverleihung an Herta Müller hat man sich mit Gehässigkeiten schon zurückgehalten.
    Na ja, einige Kritiker machen munter weiter.

    Ich frage mich schon die ganze Zeit aber, ob es junge Nachwuchsautoren (die im Banat noch geboren wurden) gibt, deren Schreiben Hoffnung macht?

    Wer da gut informiert ist, kann es hier ja mitteilen.

    Von Katharina in Jul 21, 2010 - 09:57

  250. nein, gibt es wohl nit, außer dem Polkakenich und meiner Wenichkeit, dem Supersvabo hat sich niemand versucht :-) )) Da wir aber nie die höheren Weihen der Banater Intelligenzia bekommen, wird es wohl nix aus uns Nachwuchsliterater, zumal wir ja auch nit mehr die jüngsten an Lebensjahren sind, zumindest ich nit. Aber es alma, könnte es vielleicht sein.

    Von Supersvabo in Jul 21, 2010 - 14:48

  251. Danke, Supersvabo, aber tes alma ist eher damit beschäftigt, herauszufinden, von welchem Baum es gefallen ist.

    @Polki: Schön, dass du mich in deinem Cenaclu Literar aufnimmst, aber setz mich nicht unter Druck, Herr P.(;). Ich komme hierher zu majen (wie solala das so schön formuliert hat) und nicht zu arbeiten. Übrigens, ich kann den Witz in deiner Hochzeitsgeschichte nicht erkennen – auch du warst schon besser (;). Vielleicht hast du ja nur eine Kleinigkeit – wie die Dekoration – vergessen. Die rote Paradeissoße und das grüne Petersilienblatt auf dem weißen Hemd des kommunistischen Bürgermeisters – das wäre doch lustig!

    Frage: Wie seid ihr auf die Idee gekommen, eure Gegend “Bergsau” zu nennen?

    Von alma in Jul 21, 2010 - 16:28

  252. @alma

    Ich bin kein ,,Schwob,,weil meine Ahnen aus der Pfalz und aus Lothringen stammen.
    Die Assotiation mit meinem Sohn,der jetzt übrigens 31 ist,war nur gedacht,um darauf hinzuweisen das viele von uns hier mehr erreicht haben als in Rumänien.Siehe wieder ein Grund um Auszuwandern,gell?
    Was mich bei einigen stört ist der falsche Patriotismus.
    -Banat war kein eigenständiges Land,
    -Unsere Ahnen haben ihre Heimat verlassen und wir auch,also können wir gar keine Patrioten sein,ausgenommen vieleicht sie ,alma,was ich bezeifle, denn sie hätten alles getan um dem Land den Rücken zu keren.
    In welchen Kreisen haben sie sich denn bewegt,das sie dann so gut Deutsch kennen obwohl sie niemals Deutsch gelernt haben?Ach so!Intimes wird ja nicht ausgeplaudert.Es sollen auch Wunder geben.
    Sind sie überhaupt Deutscher Abstammung?Ist mir egal,die Hauptsache ist sie kennen sich überall gut aus.

    Von seppy in Jul 21, 2010 - 17:08

  253. …..schon schön wenn man sich die Antworten selber geben kann……so wie ich oben.

    Von seppy in Jul 21, 2010 - 17:10

  254. Lieber seppy, es bedarf nur eines blitzartigen
    Erfolges einer Banaterin oder eines Banaters
    in der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit,
    dann melden sich alle Patrioten zu Wort.
    Jeder will ein Banater Schwabe sein.
    Jeder will dazu gehören.

    Nur sind diese Momente nur allzu selten gesät,
    wie es die letzten Jahrzehnte zeigen.

    Von Der Schwob in Jul 21, 2010 - 18:54

  255. “Danke, Supersvabo, aber tes alma ist eher damit beschäftigt, herauszufinden, von welchem Baum es gefallen ist.”
    Von alma in Jul 21, 2010 – 16:28
    —————————–
    Dazu ein magyarischer Liedtext:
    Nyári piros alma
    bo-bo-bo-bo-borízü…

    Roter Apfel des Sommers
    mit Weingeschmack….

    ist vom Apfelbaum gefallen, lach

    Von getkiss in Jul 21, 2010 - 21:08

  256. Hauptsache, der Baum war ein gesunder Baum in einem schwowischen Garten! ;-)
    Den Mitschurin können wir da nicht gebrauchen.

    Von Katharina in Jul 21, 2010 - 23:07

  257. Sie schmeissen mich raus, Katharina? Ich bin doch schwobisch-ungarisch gemitschurint. ;-)

    Alma ist nicht unbedingt ein Apfel und sie mag auch keinen Alkohol (bis auf das obligatorische Glass Sekt an Sylvester), getkiss.

    So ist es, seppy: Darauf würde ich gar nicht antworten, wenn es nur um mich ginge – geht es aber nicht. Es geht darum, dass unseri Leit, hier in D, nicht Schwobisch mit ihren Kindern gesprochen haben – das Thema wurde hier aber schon mehrmals erwähnt.

    Wir Stadtkinder haben zu Hause uf Schwobisch geredt und haben nebenbei Privatunterricht in Hochdeutsch bekommen. In den Städten gab es alte „Herrische“ , die davon lebten. Meine alte ungarische Deutschnachhilfelehrerin hatte merkwürdige aber doch effiziente Methoden, die (für Schwobekinder) sich jenseits des Logischen befindlichen Aspekte beizubringen. Z.B. der bestimmte Artikel im Plural (die, der,den,die) – den merkte man sich mithilfe einer Eselsbrücke: Didereg a dandy (DI-DER-eg a DAN-DY). Der Dandy zittert vor Kälte. Was Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ sind, das haben uns die Rumänen in der Schule gelehrt – man musste nur kombinieren, was dem Gehirn ja nicht schadet. Den Rest brachten dann die Bücher und die Musik.

    Kinder sind nicht blöd; sie sind dankbar für jede Herausforderung. Es ist traurig, wenn man Eltern sieht, die ihre Kinder unterfordern und ihnen nichts zutrauen. Die Kinder nehmen keinen Schaden, wenn sie parallel Schwobisch zu Hause und Hochdeutsch in der Schule sprechen. Sie können aber wohl einen nachhaltigen Schaden davon nehmen, wenn sie ihre Eltern ständig bemitleiden müssen, weil die sich quälen, mit ihnen in einer Sprache zu sprechen, die sie nicht richtig beherrschen. Das Thema ist ja nicht neu, aber doch noch immer aktuell.

    Von alma in Jul 22, 2010 - 00:49

  258. Alma du gfälscht meer immer beser!

    Mitschurin….Da sieht man die 50ger, was die in der Schul gelernt haben, wir hatten diesen Hoffgärtner vom Zar nicht mehr.

    Obwohl er mache sachen recht gut machte……
    Er vermehrte manche Obst Bäume nur mit den grössten und schönsten Blätter.
    So wie, auf Menschen umgewandelt: Man nur das Ohr von einem nimmt (Da er ein gutes Gehör hatte) und den Rest entsorgte, Da es zu nichts taugte und somit einen neuen Menschen schuf ohne Fehler vielleicht mit einem mangelhaftem gehör………………..!

    Schwob, kann schun sein was du da schreibst ist auch vertsädlich bei so einer Banater Mutter aus Nitzkydorf die einen roten Lipenstift von der Partei Fahne noch immer benutzt.

    Übrigens Lipenstift und frisur: Das ist der einzige zweifel der ich Alma unterstelle. Ich habe ja schon oft meine Meinung zu unserer Superlady geschrieben…..irgendwann kapiert man es doch, oder nicht!

    Seppy hat meine Atworten und Fragen beantwortet, dasselba habe ich auch wollen fragen………………….woher kenne sie so gut Deutsch? Das fällt eben einigen auf !

    Mann kann ja auch falsche fährten legen, einige sind da sehr gut.

    Von Polkakeenich in Jul 22, 2010 - 07:11

  259. alma, da ist nichts mit Rauswerfen! Ich ahnte, dass Sie auch ungarische Wurzeln haben. Na und?
    Bei uns zu Hause wurde auch mal Ungarisch gesprochen, wenn wir Kinder nichts verstehen sollten. Aber langsam hat man verstanden.
    Ich habe das mit Mitschurin auch nur ironisch gemeint, weil manche Schwaben sehr auf “Reinrassig” standen,aber im Laufe der Zeit waren Mischehen eben schon normal. Überhaupt in der Stadt.
    Liebe alma, ich freue mich auf jeden Satz den sie hier schreiben!
    Ich mochte diese Stadtatmosphäre und diese Sprachvielfalt.
    Meine Oma hatte keine besondere Schulbildung (sie hat aber oft erwähnt, dass sie gerne zur Schule gegangen wäre), aber sie sprach vier Sprachen.
    Diese untergegangene Welt ist auch etwas, was mich traurig macht.
    Wie sehr wünschte ich mir, dass Leute hier sich melden, die noch eine Ahnung von dieser Welt haben.

    Von Katharina in Jul 22, 2010 - 08:32

  260. Alma, schnapp nicht ein, das war nicht ironisch gemeint und hat mit Alkohol nichts zu tun (so ist der Liedtext), sondern eine witzige Bemerkung auf Dein “herunterfallen vom Baum”…

    Von getkiss in Jul 22, 2010 - 09:35

  261. ein Spezi vum Perjamoscher hat neulich das geschrieben, nachdenkenswert:

    “Poltical Correctness

    Die Medien werden zu Recht als die 4. Macht im Staat bezeichnet. Über allen Aussagen in Presse oder Rundfunk schwebt ein Damokles-Schwert. Unsichtbar steht es im Raum, keiner weiß, wer es ganau vorgibt, und dennoch ist es omnipräsent: Die political correctness. Jeder Artikel, jede Fernsehsendung, jedes Radio-Feature hat eines zu sein: Politisch korrekt. Henryk M. Broder ist bekannt für seine nicht-konformen Ansichten. Vor kurzem hat er im “Tagesspiegel” folgenden Artikel veröffentlicht: “Wie man politisch korrekt berichtet”. Der lesenswerte Artikel hat 10 Punkte:

    Horrortrip einer Schulklasse im ICE, Bespitzelung in der DDR, Mordanschläge islamischer Fundamentalisten. Wie man politisch korrekt über diese Themen berichtet.

    Erstens: Wenn du über den Horrortrip einer Schulklasse schreibst, die in einem ICE unterwegs war, in dem die Klimaanlage nicht funktionierte, dann vergiss nicht zu erwähnen, dass die Bundesbahn täglich etwa 1400 Züge auf die Reise schickt, von denen nur ganz wenige wegen „technischer Störungen“ das Ziel nicht erreichen.

    Zweitens: Wenn du über „Ehrenmorde“, Selbstmord- oder Mordanschläge islamischer Fundamentalisten schreibst, dann vergiss nicht zu erwähnen, dass 99,9 Prozent aller Muslime friedlich sind und Gewalt verabscheuen. Und falls du dann die Frage stellst, warum 99,9 Prozent mit den 0,1 Prozent, die ein wenig gewalttätig sind, nicht selber fertig werden, dann wundere dich nicht, wenn du als „islamophob“ bezeichnet wirst.

    Drittens: Wenn du über die Aktivitäten der Stasi schreibst, über das Aushorchen von Familienangehörigen, Nachbarn, Kollegen am Arbeits- und Sportplatz, dann vergiss nicht zu erwähnen, dass man auch in der DDR „ganz normal“ leben konnte und dass es auch im Westen Denunzianten gibt, die dich wegen Parkens im Halteverbot bei der Polizei anzeigen.

    Viertens: Wenn du über den Missbrauch von Sozialleistungen schreibst, über Arbeitsverweigerer, die ihre Wohnung nur verlassen, um sich die Stütze abzuholen, und über Sozialarbeiter, die einen Maserati als Dienstwagen fahren, dann vergiss nicht zu erwähnen, dass die meisten Sozialhilfeempfänger sehr gerne arbeiten würden und dass fast alle Sozialarbeiter Idealisten sind, die schlecht bezahlt werden.

    Fünftens: Wenn du über einen Mann schreibst, der in der U-Bahn von Jugendlichen zusammengeschlagen wurde, dann vergiss nicht zu erwähnen, er habe die Tat möglicherweise durch sein Verhalten provoziert, weil er die Jugendlichen mit einem Hinweis auf das Rauchverbot herausgefordert hatte, ohne zu bedenken, dass sie aus einem ganz anderen Kulturkreis stammen und tagtäglich gegängelt werden.

    Sechstens: Wenn du über alleinerziehende Mütter schreibst, die die Übersicht sowohl über die Zahl ihrer Kinder wie der Kindsväter verloren haben, dann vergiss nicht zu erwähnen, dass sie unverschuldet in eine solche Situation geraten sind, weil der Staat es versäumt hat, sie rechtzeitig über Empfängnisverhütung und Geburtenkontrolle aufzuklären.

    Siebtens: Wenn du über Steinigungen von Ehebrecherinnen im Iran und öffentliche Hinrichtungen in Saudi-Arabien schreibst, dann vergiss nicht zu erwähnen, dass es noch gar nicht so lange her ist, dass in Europa Hexen verbrannt und Todesurteile öffentlich vollzogen wurden.

    Achtens: Wenn du über die Zustände in Afrika schreibst, wie Milliarden an Entwicklungshilfe dazu benutzt werden, korrupte Regime am Leben zu erhalten, dann vergiss nicht zu erwähnen, dass dies die späten Folgen des Kolonialismus sind. Und dass wir uns deswegen mit Kritik zurückhalten und erst einmal vor der eigenen Tür kehren sollten.

    Neuntens: Wenn du über die Hamas schreibst, wie sie mit ihren politischen Gegnern verfährt, die eigene Bevölkerung unterdrückt, „Verräter“ hinrichtet und vom Iran ferngesteuert wird, dann vergiss nicht, darauf hinzuweisen, dass sie in „demokratischen Wahlen“ an die Macht gekommen ist.

    Zehntens: Und wenn du durch eine Verkettung unglücklicher Umstände im Jemen entführt oder von einer Al-Qaida-Gruppe als Geisel genommen werden solltest, dann denk daran, dass auch anderen Menschen Unrecht geschieht und besteh nicht darauf, von der Bundesregierung freigekauft zu werden.

    Henryk M. Broder

    Der Autor arbeitet als Reporter beim „Spiegel“, Blogger bei der “Achse des Guten” und schreibt regelmäßig für den Tagesspiegel.”

    Von Supersvabo in Jul 22, 2010 - 13:45

  262. Den Artikel kenne ich.
    Sicher bin ich auch der Meinung, dass man seine Scheuklappen ablegen soll und nicht stur auf einem Thema rumhacken soll, sondern die Welt in ihrer ganzen Komplexität sehen.
    Nur darf ich dann aber nicht Harmloseres mit Bestialischem gleichzeitig auf die Waage stellen.
    Ich wünschte, herr broder hat einiges ironisch gemeint.

    Von Katharina in Jul 22, 2010 - 18:29

  263. Herr Broder.

    Von Katharina in Jul 22, 2010 - 18:30

  264. Zu Broders Liste fällt mir noch der hinkende Vergleich ein: Kopftuch zu Nonne. Da hat auch das eine rein nix mit dem anderen zu tun.

    Von Beatrix in Jul 22, 2010 - 19:04

  265. Kopftuch zu Nonne?
    Nicht dasselbe.
    Aber auch über das Nonnentum könnte man diskutieren.

    Von Katharina in Jul 22, 2010 - 19:52

  266. Schon öfters gehört, Katharina. Da bin ich immer baff, denn so ein Vergleich ist wirklich schräg und verniedlicht das KT. Nonnen sind eine Minderheit, die einem Orden angehören und sich freiwillig für ein Leben in ihrer Gemeinschaft entschieden haben. Nochmal zum PC-Artikel: Selbst beim harten „Viertens“-Thema, das gewiss kein Spaß ist, hat der Autor durch „dass fast alle Sozialarbeiter Idealisten sind …“ noch die Kurve gekriegt. Wobei – es gibt unter den Sozialarbeitern sicher auch Idealisten gibt.

    Von Beatrix in Jul 22, 2010 - 20:14

  267. Das letzt gebt ist überflüssig.

    Von Beatrix in Jul 22, 2010 - 20:15

  268. @getkiss:

    Manchmal verwandelt sich dieses Männercafé (wie Katharina es nennt) in ein Bufet Satesc, welches eine Unbekannte nur mit geöffneter Bitschka und runtergelassenem Visier bereten kann. Bekanntlich fördert das runtergelassene Visier nicht die klare Sicht und so kriegt auch schon mal ein Unschuldiger einen Hieb ab… :-) *

    Die Frage bleibt, wieso betritt dann eine Frau das Bufet? Bestimmt nicht, weil sie sich im wahren Leben langweilt, sondern weil sie etwas sucht. Aber das Dorf schläft schon längst, in Dunkelheit versunken; nur hier brennt noch eine Petroleumlampe.

    Sie traut sich ins Bufet, weil sie früh gelernt hat, dass sie zu einem Menschenschlag (Deutsche und Ungarn im nazionalsozialistischen Rumänien) gehört, denen nichts leicht gemacht wirde. Wenn sie etwas haben wollten, dann mussten sich diese Menschen dafür plagen und sie durften dabei nie zimperlich werden, sondern nach dem ‚Augen zu und durch!’ Prinzip durchs Leben gehen.

    Bitte die Ironie und, vor allem, die Selbstironie in diesem Beitrag erkennen!

    *Meine Reaktion auf Ihre kleine, unschuldige Bemerkung beruht natürlich auf eine frühe Erfahrung. Als Erwachsene war ich mal auf Besuch im Dorf und bin in eine etwas größere „Maje“-Gesellschaft (darin überwiegend ältere Menschen) geraten. Die Männer tranken ihren Wein und davon haben sie auch ein Glass vor mir gestellt. Als ich dann höflich das Glass hob, um den zu kosten, hörte ich hinter mir ein Frauengeflüsster: Die trinkt!! Später erzählte man mir, dass auch meine Frisur nicht in Ordnung war, denn, in meinem Alter (25!) hätte mein Haar schon längst kurz und dauergewellt sein müssen. Usw… Hinter dem, der das Dorf verlassen hatte, wurden die Tore für immer abgeriegelt, von innen. Sie taten es aus Neid, weil die Gegangenen ein leichteres Leben gefunden hatten. Dass dieses Leben auch anständig sein konnte, das wollten sie – mal wieder aus Missgunst – nicht wahrhaben. So gesehen, war die Auswanderung ein großer Schritt in Richtung Emanzipation unserer Frauen.

    Von alma in Jul 24, 2010 - 10:38

  269. Auch so ein Erlebnis: Beim Tanz im Dorf grummelten hinter mehr oder weniger vorgehaltener Hand Mütter 16-jähriger Töchter herum. Zielscheibe ihres Unmut waren gerade mal 19-jährige Mädels, die es noch wagten, tanzen zu gehen. Jetzt seien die Sechzehnjährigen schließlich dran sich dort einen Schatz zu suchen – die über 19 oder 20 hätten längst einen Haber (wie man mancherorts sagt) oder der Zug wäre sowieso für die alten Mädchen abgefahren.
    Muss jetzt weg – bis später oder wenigstens bald.

    Von Beatrix in Jul 24, 2010 - 11:23

  270. korrekt Unmuts

    Von Beatrix in Jul 24, 2010 - 11:24

  271. Natürlich ist die Emanzipation der schwowischen
    Frau ein wichtiges Abfallprodukt des Exodus.
    Der wichtigste Benefit ist jedoch die Abkehr
    vom “Dorfgesetz”. Durch die beispiellose Integration- manche Historiker sehen darin die
    wichtigste Leistung der BRD nach dem 2. WK, weniger Export-WM, wurden unsere Schwoweleit
    von Bauern zu Städtern. Diese Kleinigkeit haben
    die Verantwortlichen in unserer LM immer noch nicht realisiert.
    Da versucht man nach wie vor die Piroschkaromantik des 19.Jh. zum obersten Gesetz zu stilisieren, als wäre die Zeit stehengeblieben. Krastl macht sich das Leben
    leicht, indem er uns an die “Donauschwaben”
    verkaufte, einen Begriff, den mein Vater, geschweige denn Großvater, nie verwendete.

    Von Der Schwob in Jul 24, 2010 - 16:13

  272. Sicher hast vielleicht in einigen Punkte Recht………Schwob

    Nur Herr Krastl hat niemand verkauft, das ist nur in deiner Vorstellung enstanden.

    Von Polkakeenich in Jul 24, 2010 - 20:54

  273. Dass die Emanzipation der Frau ein Abfallprodukt des Exodus ist, lese ich hier mit Erstaunen.
    Soll das heißen, die Emanzipation der Frau ist erst infolge des Exodus möglich geworden und ist etwas Negatives?
    Den Versuch der Emanzipation gab es bereits in Rumänien.Ich sehe die Emanzipation der Frauen als ein Erfolg. Sicher gibt es auch hier Übertreibungen, dies bestreite ich auch nicht und heiße sie auch nicht gut.
    Dass ich hier so ungezwungen mit Männer plaudere, ist doch auch Zeichen der Emanzipation. Was ist da falsch?

    Von Katharina in Jul 25, 2010 - 00:34

  274. Danke alma für die Klarstellung.
    Nur sah ich kein heruntergelassenes Visier, kein Bitschka hat mich gekratzt.
    Manchmal bin ich flapsig – siehe Diskussion unter Siebenbürger.de – aber das gilt dem Geschreibsel, nicht Personen…
    @Katharina:Sehe ich auch so.

    Von getkiss in Jul 25, 2010 - 07:37

  275. Es gibt auch eine falsch verstandene Emanzipation.
    Wenn man auf ein Männercafe angewiesen ist,um seine Emanzipation zu bekräftigen,das man nur mit heruntergelassenem Visier betreten kann(Gott sei Dank)ist man arm dran
    ,oder?
    Aber ausprobieren muß man ja alles nach dem Motto:
    ,,Dabei sein ist alles,,!
    Jede dunkle Gestalt die am Tisch sitzt hat seine eigene Geschichte,da kann der Stadtmensch auch nichts daran ändern.Eine Neonlampe,im Platze der Petreulumlampe hätte daran auch nichts ändern können.
    Um sich dann eine Bestätigung seines ,,fehl am Platz befindlichen Person,,zu basteln,sucht man nach vergrabenen,,Leichen,,oder nach Spuren eines sinnlosen Lebens.

    Das ist nur meine bescheidene Meinung.

    Von seppy in Jul 25, 2010 - 10:31

  276. Sie können so schön gehässig sein, seppy – man könnte sagen: Fast wie die Altsecuristen. Bleiben Sie, wie sie sind, wenn Sie das nicht ändern möchten. Was sonnst könnte ich zu Ihrem obigen Beitrag sagen? Nichts verstanden aber kommentiert?

    Zu meinem gestrigen Beitrag:

    „…weil sie früh gelernt hat, dass sie zu einem Menschenschlag (Deutsche und Ungarn im nazionalsozialistischen Rumänien) gehört…“ – sagte ich gestern.

    Diesen spontan verwendeten Begriff „nazionalsozialistischen“ sollte ich nicht so im Raum stehen lassen, denn der ist in den Geschichtsbüchern schon anderweitig vergeben. Wie sonst könnte man aber den Nazionalismus im Sozialismus nennen? Das weiss ich nicht. Heute scheint man sich auf den Begriff „Nationalkommunismus“ geeinigt zu haben; das ist keine schlechte Lösung, aber sie ist doch nur eine Notlösung. Damit wird ein Ideal (der Kommunismus) geschmäht, welches auch bei uns nie gelebt wurde.

    Ich frage mich, ob das damalige Ungarn als „die lustigste Baracke im Ostblocks“ zu nennen sich davon ableitete, dass die, im Gegensatz zu ihren Nachbarländern, keine annektierte Territorien samt darauf lebenden Minderheiten besaßen. Auf ihren Kern „abgespeckt“, mussten die Ungarn in ihrem Alltag keine Energie mit nazionalistischem Hass den Minderheiten gegenüber vergeuden und, im Gegenzug, nicht den Hass dieser abwehren. Damit könnte man sogar einen positiven Aspekt der Grausamkeit von Trianon abgewinnen. Das könnte stimmen, aber dann wären wir schon wieder bei einem Ideal, das unerreichbar scheint: Stolze Völker, die in ihren eigenen Regionen leben – in einem vereinten Europa. Leider wollen das noch immer nicht alle verstehen – und so quält sich Osteuropa weiterhin und mit ihr Spanien, und Belgien und andere… Es gibt zu viel Hass in Europa, den die Politiker nur zu schminken, aber nicht zu heilen bereit sind. Die Schminke macht aber den Hass noch hässlicher…
    ___

    Wie in Kosmetikregal, gibt es auch im Alltag viele Sorten von Schminke gegen mehrere Sorten von Hässlichkeit; eine davon ist die Love Parade, deren Hässlichkeit (als Schminke) keiner bis gestern sehen wollte. Das nur so, nebenbei.

    Von alma in Jul 25, 2010 - 11:57

  277. Seppy, dabei sein, ist nicht alles.
    Wenn Du meinen Besuch hier nicht verstehst,es ist nicht meine Schuld.

    Von Katharina in Jul 25, 2010 - 17:01

  278. Ich weiß nicht, in welchen Thread das nun wirklich paßt.
    Aber ich muß nun wieder die Deportation erwähnen. 65 Jahre sind vergangen und die Opfer größtenteils nicht mehr am Leben, aber scheinbar fällt manchen jetzt “Die Chance” ein.
    Der rumänische Schauspieler Florin Bessoiu hat sich jetzt als Regisseur betätigt.
    Mit dem Dokumentarfilm “Die Alptraumreise” gewährt er Einblick in ein Stück Geschichte.
    Es geht um die Deportation von Siebenbuergersachsen aus Mühlbach.
    Ich habe den Film nicht gesehen und kann mich zu ihm direkt nicht äussern.
    Doch ich wiederhole mich, ich weiß, wenn ich sage, dass jeder Versuch, der Welt diese grausame Zeit nahezubringen, erst dann ein Erfolg wird, wenn die Schuldigen sich zu ihren Taten bekennen und das wäre das Mindeste.
    Herta Müller hat auch dank ihrem Buch “Atemschaukel” den Nobelpreis bekommen.
    Ich habe aber noch keine Stellungnahme seitens der Schuldigen gelesen!
    Man kann auch über Versöhnung reden, wenn der Täter zumindest über seine Schuld reden will.
    Tut er es?
    Natürlich nicht.
    Somit sterben die Opfer gleich mehrere Tode, wenn man das sagen darf.
    Es gibt ehemalige Deportierte und andere Leute, die in die Ukraine fahren und Kaffee mit denen dort trinken.
    Sie, die Ukrainer hätten ja nichts gewußt!
    Vielleicht liegt es ausschließlich an mir, dass ich nicht begreifen will.
    Müssen die Opfer die Hand zur Versöhnung ausstrecken oder umgekehrt?
    Ich plädiere nicht für ewigen Haß.
    Doch ist das Aufarbeitung, wenn Opfer verzeihen wollen, wo es auf der anderen Seite gar kein Schuldgeständnis gibt?

    Von Katharina in Jul 25, 2010 - 17:44

  279. @Katharina, gute Frage, es sieht so aus, als fühlte sich keiner da „angesprochen“. Es gibt/gab auch unterschiedliche Meinungen unter den Deportierten damals wie später noch, wer das Ganze so in die Wege geleitet hatte, wer von den Siegermächten in humanitärer Hinsicht vielleicht hätte Einfluss nehmen können.

    Von Beatrix in Jul 25, 2010 - 21:47

  280. Nachtrag: Mit „da“ vor angesprochen meinte ich nicht den Blog.

    Von Beatrix in Jul 25, 2010 - 21:50

  281. Frauen beruigt Euch………Polki sendet EUCH ein Video von Herzen
    http://www.youtube.com/watch?v=N_fex1dR-SM&videos=hupHsCOuRDE

    Von Polkakeenich in Jul 25, 2010 - 21:56

  282. Ein Oldie-Ohrwurm in der Ambros/Heller-Version –

    Andre Heller & Wolfgang Ambros – Für immer jung 1982

    Von Beatrix in Jul 25, 2010 - 22:17

  283. Vielleicht ist das auch gut, wenn man sich von youtube Lieder anhört, statt nach Schuld und Sühne zu fragen.
    Bringt ja eh nichts die Fragerei.
    Hier im Blog schon gar nicht.

    Von Katharina in Jul 26, 2010 - 00:02

  284. Wiedergutmachung auf Sparflamme
    Die Regierung verfügt die Einschränkung bzw. zeitweilige Suspendierung von Maßnahmen zur Gewährung von Entschädigungen für kommunistisches Unrecht
    Von Wolfgang Wittstock
    Siehe in der ADZ, Link im Kulturraum Banat.

    Von getkiss in Jul 26, 2010 - 08:52

  285. Doch ist das Aufarbeitung, wenn Opfer verzeihen wollen, wo es auf der anderen Seite gar kein Schuldgeständnis gibt?
    Von Katharina in Jul 25, 2010 – 17:44

    Ich denke, dass die ganz genau wissen, dass sehr viele aus der Generation 70-plus nie verzeihen werden, Katharina. Um zu versuchen zu verzeihen, müssten diese jenes Kästchen in ihrem Kopf öffnen, in dem sie das verriegelt haben, was zu verzeihen wäre. Der Zugang zu mancher Erinnerung ist aber zu schmerzhaft, so hat diese Generation gelernt, sorgfältig zu verdrängen. Nicht alle von ihnen aber sehr viele.

    Unsere Eltern und Großeltern haben üble Taten erlebt; wir haben die nachträgliche Vertuschung dieser Taten erleben müssen. Wir wurden mit Lügen über uns selbst gespeist und klein gemacht – Beispiele muss ich wohl nicht nennen. Am heftigsten hat es die getroffen, die ausserhalb des Ghettos*(Dorf) lebten. Dadurch sind wir mit einem falschen Bild über uns und über unsere Sippe herangewachsen – das war erwünscht, damit man uns klein halten kann. Und so haben sie uns den Zugang zu mancher Wahrheit über uns selbst versperrt – und das ist sehr schlimm. Sie haben ihre Taten bis zur Unkenntlichkeit verschönert, so dass uns am Ende keiner mehr glauben soll. Dafür reicht eine Entschuldigung nicht. Nicht mehr, denn es ist zu viel Zeit vergangen, in der sie von selbst darauf hätten kommen können, sich zu entschuldigen und alles in ein wahrheitsgetreues Licht zu rücken. Eine Wahrheit, die wir selbst, mit langwieriger und mühsehliger Arbeit ausfindig machen konnten und uns dabei sehr oft dumm stellen mussten. Das ist erniedrigend und daher schwer verzeihbar. Schade, dass die Rumänen das nicht verstehen wollten oder konnten. Stattdessen stellen sie uns heute ein Plastikreh in den Hof – so bleibt halt alles beim alten.

    * Der, dem das Wort Ghetto nicht gefällt, der kann uns ja erzählen, wie ‘leicht’ ein Schwob zu einem Buletin de oras kommen könnte.

    Von alma in Jul 26, 2010 - 19:09

  286. Schön geschrieben Alma….habe keine Zeit für Komments
    Nur Buletin de Oras war sehr schwehr zu bekommen für uns Schwaben……..
    Für Moldoväner und Oltener ein Katzenspiel….

    So war es damals und dies war reine Politik.
    Die wusten warum und wieso !

    Von Polkakeenich in Jul 26, 2010 - 19:20

  287. Und hier weint mein Herz nach der Heimat!
    http://www.youtube.com/watch?v=lZXIWMntN5k&videos=Tetap9ERWFw

    Von Polkakeenich in Jul 26, 2010 - 19:44

  288. Grob gesehen, gibt es vielleicht in den Reihen der Opfer (oder deren Nachkommen, die auf eine Art auch Opfer waren) eine Gruppe, die von Versöhnung spricht, sich mit den Nachkommen der Täter zum Kaffee trifft und glaubt, alles wird gut.
    Dann gibt es die Gruppe, die nicht verzeihen will/kann, weil sie Fragen stellt und weiß, die Antworten muß sie sich selbst suchen, geben, weil von der anderen Seite nichts kommen wird.
    Die dritte Gruppe besteht aus Menschen, die eine Frage nach Schuld und Vergebung gar nicht stellen. Über jene schüttele ich höchstens noch den Kopf.
    ——————–

    Was mich persönlich immer wundert, ist Herta Müllers Freundschaft zu Jeni. Das Wort Freundschaft sehe ich hier mißverstanden, mißgedeutet, nicht so, wie man es sich sonst vielleicht erklären möchte.
    Jeni zunächst als mitfühlende Freundin wird zur Täterin, paktiert mit Menschen, die ihre angeblich beste Freundin nach dem Leben trachten.
    Wie kann die beste Freundin, die der pubertären Verwirrung schon längst entkommen sein müßte, sich an die Seite von Menschen begeben, die ihre Freundschaft zerstören werden?
    Oder ist es doch wie der Rumäne sagt: Ce din pisica se naste, soarec manânca.
    Wieviel war ihr die Freundschaft zu Herta wert und wieviel war sie bereit für diese Freundschaft zu geben, wenn sie sich dem Verrat hingab?
    Ich weiß, Menschen sind manchmal schwach und käuflich, aber Gefühle haben doch Bestand, wenn sie echt und ehrlich sind.
    Herta Müller hat grundehrliche Bücher geschrieben, aber wenn es um Jeni geht, mißt sie mit einem anderen Maß.

    Um was war Jeni besser, als diese Gruias?
    Mir kommt Herta Müller dann auch so vor, wie jene Kaffeetrinker, die von Versöhnung sprechen.

    Von Katharina in Jul 27, 2010 - 23:13

  289. Freudnschaft kann wie Liebe blind sein und seltene Wege gehen und dann ist es so, daß wenn ein Freund einem was antut nicht dasselbe ist, als wenn ein Fremder das gleiche tut.

    Möglicherweise gibt es ja neben einer innigen Freundschaft noch andere, gewisse Abhängigkeiten, die usnere Nobelpreisgeadelte veranlaßt einen Gang zurück zu schalten.

    Von Supersvabo in Jul 28, 2010 - 12:29

  290. @alma,Katharina ihr beide habt aber auch nichts verstanden.
    Seht ihr was es bedeutet zwischen den Zeilen lesen zu müssen?
    O Gott, wie kratzbürstig……Emanzipiert….?

    Von seppy in Jul 28, 2010 - 18:07

  291. Love Parade…

    Tja, das ist eine von der falsch verstandenen Emantipation.

    Also an die Frauen hier ….langsam ,langsam sieht ihr das ein,was uns so etwas bringt.

    Von seppy in Jul 28, 2010 - 18:10

  292. @alma

    Altsecurist?Das ich noch das erlebe…..Danke.

    Von seppy in Jul 28, 2010 - 18:20

  293. HM hat diese Jeni doch rausgeworfen – sie in den Zug verfrachtet, Richtung Ro. Wenn mich meine Erinnerung an das hierzu Gelesene nicht trügt, wollte die ertappte Jeni erstmal beschwichtigen und beruhigen. Hatte aber – was wirklich unverzeihlich ist – wohl im Auftrag einen Nachschlüssel für HMs Wohnung anfertigen lassen. Da graust es einem, das hält keine Freundschaft aus. Andererseits: Jeni, egal wie verwerflich so eine Tat der Freundin gegenüber auch ist, konnte sich wenigstens einreden, sie tue dies für „ihr Land“.

    Von Beatrix in Jul 28, 2010 - 18:37

  294. Der, dem das Wort Ghetto nicht gefällt, der kann uns ja erzählen, wie ‘leicht’ ein Schwob zu einem Buletin de oras kommen könnte.

    Von alma in Jul 26, 2010 – 19:09

    Ich habe mir eine Wohnung in der Stadt gekauft und einen Buletin de oras bekommen,ohne zu ,,schmieren,,

    Von seppy in Jul 28, 2010 - 19:33

  295. Sicher war es in den 80 leichter wie in den 60 und 70ger Jahre für so ein Buletin!

    Warum auch immer, ich habe es nicht verstanden, einige haben Jahre lang in Temeschwar gewohnnt ohne Buletin de Oras(Stadt Ausweiß)

    Von Polkakeenich in Jul 28, 2010 - 20:32

  296. Zum Glück habe ich nie ein Stadtbuletin beantragen müssen. Ich wollte nur den Pass, Eintrag: staatenlos. Den Wortlaut weiß ich gar nicht mehr: Färä cetätenie? oder so.

    Von Beatrix in Jul 28, 2010 - 20:33

  297. Maßgebend waren die KM vom Wohnort zur Stadt.Ich glaube unter 30 KM bekam man kein Buletin.

    Von seppy in Jul 28, 2010 - 21:31

  298. @Seppy
    Ach diese dummen Frauen!
    Wären alma und Katharina Männer, dann würde das schon reichen!
    Hauptsache, das Geschlecht stimmt. Ich meine das männliche.
    Wozu gehen Männer überhaupt noch in die Schule, wenn sie sowieso die Gescheitheit in den Genen haben?
    Jetzt verstehe ich, warum die Inder nur Jungs sich wünschen! ;-)
    (Bisher glaubte ich naiverweise, wie Frauen eben denken, es hätte mit der Mitgift zu tun.)

    Von Katharina in Jul 28, 2010 - 21:47

  299. @ Seppy. Vielleicht warst Du auch privilegiert!
    Buletin de oras!!!
    Wie hieß Dein Arbeitgeber? :-)

    Von Katharina in Jul 28, 2010 - 21:50

  300. Andererseits: Jeni, egal wie verwerflich so eine Tat der Freundin gegenüber auch ist, konnte sich wenigstens einreden, sie tue dies für „ihr Land“.

    Von Beatrix in Jul 28, 2010 – 18:37

    Solche Ausreden traue ich denen auch zu.

    Herta Müller hat sie rausgeworfen, doch nach der Revolution klingelte sie an Jenis Tür. Was Jeni gesagt hat,habe ich nirgends gelesen.
    Über Tote soll man nicht herziehen.
    Doch selbst wenn ich eine Gegnerin von Herta wär,ich hätte ihr was Besseres gewünscht.

    Von Katharina in Jul 28, 2010 - 23:47

  301. @Beatrix, staatenloser Pass, weisst auch was das bedeutet, in Deutschland, ganz einfach zigeuner Pass. Als ich 1971 mit den staatenlosen Pass ankam und zum Einwohner Meldeamt ging, schaute mich ein aleterer Herr an und meinen Pass und sagte “na das sind wir ja wirklich nicht” ich fragte was den, “er sagte das ist ein ziguener Pass”, wollen sie den haben oder soll ich ihm gleich vernichten, ich stimmte zu, zu vernichten. War aber falsch waere gut wenn ich den noch heute haette, somit hat man einen Beweiss das man aus seiner Heimat als Zigeuner entlassen wurde. Das waren wir fuer die sogenannaten Herren damals und heute.

    Von Joschi in Jul 29, 2010 - 05:44

  302. Joschi, echt schade, dass Du diesen Pass nicht behalten hast! ;-)

    Ich korrigiere Dich aber, sorry, nicht die Rumäner haben Dich als Zigeuner entlassen.
    Die haben Dich nur aus ihren Fängen entlassen und Du solltest froh sein, dass Du all die Misere, die nachher kam, nicht ertragen mußtest.
    Als Zigeuner hat Dich ein Einzelner in Deutschland gesehen.
    Schwamm drüber.
    Die meisten, die sich hier groß als Deutsche aufspielen, haben fremde Wurzeln.
    Das mit den fremden Wurzeln ist nicht schlimm, schlimm ist dieses schamlose Getue, was nur fehlende Erziehung (und noch einiges dazu) beweist.
    Du bist nicht, was einer dieser Superschlauen sagte, Du bist Du. Du weißt, wer Du bist, wohin Du gehörst.
    Ein Pass ist ein notwendiges Übel, aber er sagt nichts über Deine Qualität als Mensch.
    Das zum Auftakt des Tages.
    Kopf hoch Ihr Schwabenkinder!

    Von Katharina in Jul 29, 2010 - 06:08

  303. #

    @Seppy
    Ach diese dummen Frauen!
    Wären alma und Katharina Männer, dann würde das schon reichen!
    Hauptsache, das Geschlecht stimmt. Ich meine das männliche.
    Wozu gehen Männer überhaupt noch in die Schule, wenn sie sowieso die Gescheitheit in den Genen haben?
    Jetzt verstehe ich, warum die Inder nur Jungs sich wünschen! ;-)
    (Bisher glaubte ich naiverweise, wie Frauen eben denken, es hätte mit der Mitgift zu tun.)

    Von Katharina in Jul 28, 2010 – 21:47

    Gel Katharina,was bei dir nicht passt wird passend gemacht…….Ich habe mich mitlerweile daran gewöhnt von dir nur ,,gutes,,zu ..hören,,

    Von seppy in Jul 29, 2010 - 17:29

  304. Mein Arbeitgeber?
    Intimes plaudere ich hier nicht aus….Ich lach mich hin un her,riwer un niwer.

    Von seppy in Jul 29, 2010 - 17:36

  305. Ungarische Politiker wünschen, den 4.Juni als Gedenk- und Trauertag zu bestimmen. Als ändere das noch was an der Geschichte.
    Es sind ungarische Bürger aus dem Mutterland
    natürlich und nicht etwa Ungarn aus den ehemaligen ungarischen Gebieten.
    Wobei die Meinung jener von ausserhalb eher interessant zu wissen wäre.
    Das Identitätsbewußtsein der Auslandsungarn ist ziemlich ausgeprägt und wahrscheinlich sehen sie den 4. Juni auch als schwarzen Tag in der Geschichte.
    Aber wie sehen unsere Schwowe diesen Tag?
    Der Magyarisierung entkommen und in die Falle der walachischen Lügenmärchen getappt?

    Von Katharina in Jul 30, 2010 - 23:41

  306. Hier ein älteres Video………

    http://www.youtube.com/watch?v=6tWUfgAmoA0

    Von Polkakeenich in Aug 1, 2010 - 07:23

  307. Ingemar hat uns eine Überraschung versprochen.
    Leider schweigt er seither und mancher von uns
    hofft doch noch, das Blog lebe weiter.
    Zur Zeit ist das große Sommergähnen da…

    Von Katharina in Aug 3, 2010 - 11:40

  308. 4 Juni……………..?
    Frage: Haben sie da alle Hitleristen erschossen?
    Oder die Donauschwaben enteignet und vertrieben?

    Von Polkakeenich in Aug 3, 2010 - 13:47

  309. Den Vertrag von Trianon musste Ungarn am 4.06.1920 unterzeichnen – büßte mehr als zwei Drittel seines Staatsgebietes ein. Hinzu kamen Reparationszahlungen und hohe Zölle, was den Handel und die Wirtschaftsbeziehungen mit den Nachbarn verhinderte.

    Von Beatrix in Aug 3, 2010 - 20:14

  310. Polkakeenich – ich habe schon kapiert, warum du die Fragen so formuliert hast. Denn das haben die Ungarn eben nicht getan…

    Von Beatrix in Aug 3, 2010 - 20:17

  311. Korrigiere mich – denn unter den Kommunisten hatten die Donauschwaben in Ungarn das gleiche Los wie wir im rumänischen Banat. Verschleppung und natürlich auch Enteignung.

    Von Beatrix in Aug 3, 2010 - 20:24

  312. Beatrix, die Ungarndeutschen hatten, wenn sie nicht nach Deutschland geflüchtet waren, das Los der Enteignung wie alle Ungarn auch. Aber sie hatten, zum Unterschied zu den Deutschen in Rumänien, bis in die 70-ger Jahe keine deutschen Schulen und Deutsch war verboten!
    Die Ungarn reden überall auf der Welt von Großungarn. Trianon IST ein Trauma. Aber auf die Ungarn in Rumänien sehen sie herab. Dafür konnte ich vor 2 Wochen ungarische Glatzen (aus Ungarn, mit schweren Motorrädern) in Sovata erleben und Korond ist voll von chauvinistischen Devotionalien auf T- Shirts, Karten, etc. zum Thema Groß-Ungarn, riesige Pflöcke (Stäbe) mit eingeschnitzter Folklore (Stephanskrone) und Tulpen und Text in Runen, echt, ich dachte, ich sehe nicht gut.
    Und in einem ungarischen Restaurant in Sovata haben wir eine Stunde auf das Bestellte gewartet, ein Schelm, wer Böses dabei denkt…
    Durlacher

    Von Anonymous in Aug 3, 2010 - 21:07

  313. “riesige Pflöcke (Stäbe) mit eingeschnitzter Folklore (Stephanskrone) und Tulpen und Text in Runen”

    Nun, die Stephanskrone ist keine Folklore, sondern ein Hoheitszeichen. Über diese Darstellung gibt es selbstverständlich Streit, nicht wegen Folklore.
    Seit wann sind denn Tulpen ein Streitobjekt oder Störfaktor? Was machst Du in Holland, lach?
    Kein Ungare schreibt Text in Runen, dies ist eher eine nördlichere Angelegenheit…

    Von getkiss in Aug 3, 2010 - 22:12

  314. Tulpen sind nationale ungarische Motive, wunderschön anzusehen auf ungarischen und Szekler geschnitzten Hoftoren, wunderschön auch als Vorlage für sonstige volkskundliche Artikel wie Krüge oder Gesticktes oder auch als Vorbild für den österreich-ungarischen Jugendstil –
    Aber diese Stäbe habe ich gesehen, ich dachte auch, Ungarn schreiben keine Runen, um zu erfahren, dass das in einschlägigen Kreisen üblich war und anscheinend ist. Ich zeigte die Fotos einem ungarischen Verwandten hier in Deutschland und er konnte Teile eines sogenannten “Testaments” an Stefans Nachfolger auf einer Papierrolle entziffern, die zusätzlich um die Stäbe gewickelt und mit einem Gummiring befestigt war; die Stephanskrone war erkennbar an dem schiefen Kreuz. Und wenn das ein Hoheitszeichen sein soll, dann waren diese Stäbe (ca. 1,80m lang und 8 cm dick) mit den Brandmalereien wohl irgendeiner Aktion zum Thema “Ungaria Mare”, pardon “Großungarn” zu verdanken.
    Wohin das hinaus soll, wird sich noch zeigen.
    Durlacher

    Von Anonymous in Aug 3, 2010 - 23:43

  315. Tulpen……Ja, die haben sie von den Osmanen übernomen so wie den Alma auch !!

    Nicht falsch verstehen …..den Alma (Den Apfel) und nicht die Apfel…….Lach

    Alle Ungarn die ich gekannt habe, waren so was von Nationalistisch das es mehr gar nicht mehr geht. Vielleicht auch aus dem Grund, da sie Ihr Reich verloren haben oder nicht mehr davon übrigblieb.

    Antwort auf Bergsau……Aus meiner sicht kommt dieser Name von dem Bach Bergsau der jeden Frühling über die Ufer tritt und 500-800 Meter breit wurte im Bergsautal.
    kommt von den Bergen und macht sich breit wie eine Sau…………
    Die Ortschaften die zur Bergsau dazugehören sind Bogda Rigosch (Mündung ) Altringen,Busad Scharlottenburg,Königshof…..Blumenthal ist die Haupstadt von der Bergsau, gehört aber nicht dazu ins Bergsautal da es 3 km entfernt ist. Nur zur Sicherheit der Bergsauer hat man Blumenthal als Haupstadt gewählt. Damit bei einer Überschwemmung die Bergsauer noch eine Kirche haben um zu beten für ihre BERGSAU !

    Von Polkakeenich in Aug 4, 2010 - 13:09

  316. Großungarn ist noch immer der Traum.
    Wie dieser Traum in den verschiedenen Ecken des ehemaligen Ungarns gelebt wird, sieht man auch aus den Beiträgen von Durlacher.
    Mein Sohn, der öfters in der slowakischen Region Neutra unterwegs war, berichtete, wie präsent die ungarische Sprache da war. Und nicht nur im Supermarkt.
    In einem Dorf wurden jeden Mittag mittels Lautsprecher Infos in ungarischer Sprache an die Dorfbewohner (über 90 Prozent Ungarn) übermittelt.Das kann man auch positiv sehen.
    Oder auch nicht.
    Die sechs Prozent Slowaken und andere im Dorf könnten sich da übergangen sehen…

    Von Katharina in Aug 4, 2010 - 13:19

  317. Hier ein Link von meinen Videos 10 vom Wochenende beim Paldauer Konzert.
    http://www.youtube.com/watch?v=Ic-ethR2ots

    Ja Polki ist überall……….Integriert
    Überhaupt wo viele, ja sehr viele Frauen sind….wie hier im Blog………..

    Wen du ihn an der Tür rauswirfst, kommt er am Fenster rein !!

    Von Polkakeenich in Aug 4, 2010 - 13:24

  318. Vielleicht ist der Fanatismus bei den Ungarn auch eine Überlebungsstrategie.
    Wir Banater Schwaben sind ja soweit,dass wir in der eigenen Familie unseren Dialekt nicht mehr sprechen wollen.
    Nach aussen zeigen,wo unsere Wurzeln stecken, wollen wir schon gar nicht. Ausnahme sind die Foren und der Heimattag in Ulm.
    Aber damit überlebt man nicht lange.

    Von Katharina in Aug 4, 2010 - 13:28

  319. Die fünf Hänsel und Gretel in den Foren…..
    Die sind nicht erwähnenswert Punkt

    Die anderen sprechen Hochdeutsch (Preisisch) mit einem Akzent wie bei der HM….Fürchterlich !! Noch schlimmer wie meine Rechtschreibung.

    Von Polkakeenich in Aug 4, 2010 - 14:34

  320. Ich muss lachen aber dieses Video müsst ihr euch ansehen…………….
    Amintir din Copilarie ( Errinerungen aus der Kindheit)
    http://www.youtube.com/user/mihy23#p/a/f/1/owvK24p9GHQ

    Von Polkakeenich in Aug 4, 2010 - 15:03

  321. Danke, Polki. Ein saupreiß Bach also, wie der Bayer ihn nennen würde.

    “riesige Pflöcke (Stäbe) mit eingeschnitzter Folklore…”Durlacher

    Das ist der/die/das Kopjafa, eine Heldensäule der Szekler http://fr.wikipedia.org/wiki/Kopjafa
    Warum man sich über die lustig machen muss, entzieht sich meinem Verständnis.

    Sorry, aber die Ungarn konnten schon immer schreiben:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Altungarische_Schrift

    So, das nur kurz und bissig ;-) LG

    Von alma in Aug 5, 2010 - 00:10

  322. … auf gut Rumänisch: “Coloana Infinitului”, Durlacher. Auch lustig, gell?

    Von alma in Aug 5, 2010 - 00:28

  323. “Aber auf die Ungarn in Rumänien sehen sie herab.” Von Anonymous in Aug 3, 2010 – 21:07

    Ja, das tun sie tatsächlich und, wenn man sich die Bevölkerung Rumäniens auf den 1989er Aufnahmen ansieht, dann weiß man auch warum. Verwildert, zahnlos und in Lumpen – das ist aus den Cousins derer geworden, die in der Republik Ungarn relativ gut lebten. Sogar der magyarische Zigeuner distanziert sich von dem rumänischen Zigeuner. Aber, mann muss ja nicht so weit gehen, denn jeder erinnert sich ja, wie „stolz“ die hieseigen Deutschen auf uns waren, als wir hierher kamen.

    Ein Bild dessen, was aus uns allen geworden ist, lieferte György Dragomán (1973 in Târgu Mures geboren, heute in Budapest lebend) in einem Fernsehinterview, in dem es um sein Buch Der weiße König (wurde in 28 Sprachen übersetzt) ging. Er stotterte in diesem Interview so sehr, dass man ihn kaum verstehen konnte – ein schreckliches Bild. Warum dieses Kind stottert, das kann man sich aus dem Roman ausmachen.

    Ihre Bemerkung ist nicht originell, Durlacher, sondern ein Leitmotiv der rumänischen nazionalistischen Foren und es wird eingesetzt, um die siebenbürger Ungarn zu kränken – nur erwähnt auch dort keiner die Ursachen.

    Von alma in Aug 5, 2010 - 08:17

  324. Wer kennt sie nicht unsere Hochzeiten aus dem Banat…….Habe ja angefangen darüber zu schreiben, ob gelungen oder nicht, ist nicht so wichtig. Auf jeden Fall möchte ich Jugendlichen Banater nachkommen solche Hochzeiten ein wenig erklären. Da sie in Deutschland Hochzeiten veranstalten, wo einem Banater Schwob übel wird vor so einem Fest !!

    Hier ein Link von einer schöner Slovakischen Hochzeit ohne gehupe (Dies ist auch keine Banater Tradition sondern nur von dummen Menschen.)
    http://www.youtube.com/watch?v=I9hHSfoN_kA&feature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=PeLaizwyaGI&feature=related

    Die nächsten zwei Videos werde ich in den nächsten Beitrag verlinken.

    Von Anonymous in Aug 5, 2010 - 12:46

  325. Die Oma Tanzt auch mit ! Nix Pflegeheim, abschieben, Geld kasieren……………….
    http://www.youtube.com/watch?v=LDtxs0iEfYo&feature=related

    Und ein Tanz mit der Braut
    http://www.youtube.com/watch?v=0c9lngruoHY&feature=related

    Gruss an alle eier Hochzeitspolki, heiratet mal wieder im Urlaub und last euren Gefühlen freien lauf………..Dann lebt ihr viel, viel gesünder !

    Von Anonymous in Aug 5, 2010 - 12:53

  326. Was dies zu tun hat mit wach auf Banat?
    Viel, ja sehr viel, mehr wie sich einer denken kann !

    Von Polkakeenich in Aug 5, 2010 - 12:56

  327. Danke, alma, für die Infos. Ich habe sie heute noch vor Dienstantritt gelesen und mir auch die
    Heldensäule angesehen.
    Ich hatte da ein ungutes Gefühl plötzlich.
    Warum?
    Ich war schon ewig nicht im Szeklerland.
    Obwohl ich paar Szekler kenne und überhaupt nichts gegen Magyaren (Szekler sind aber keine Magyaren) habe, war ich nach den Beiträgen von Durlacher auch im Glauben, es handele sich um eine neue Form von Nationalismus.

    Von Katharina in Aug 5, 2010 - 14:58

  328. Polki, habe mir die Videos angesehen.
    Regen während einer Hochzeit bringt kein Glück. ;-)

    Von Katharina in Aug 5, 2010 - 15:01

  329. Sonnenschein auch nicht……Habe Erfahrung damit ! Es könnte ja das Feuer der Hölle sein ……..

    Von Polkakeenich in Aug 5, 2010 - 16:32

  330. Meine liebe Alma, ich habe nach 7 Jahren eine Rundreise gemacht mit längerem Aufenthalt in Sovata und habe nur das berichtet, was ich gesehen habe. Schade, dass man hier keine Bilder reinsetzen kann.
    Die Motorradglatzen hatten ungarische Kennzeichen.
    Die netteste Variante (bzw. die einzig nette) von Aufschriften auf den T- Shirts war “Ich bin Ungar, kein Tourist”.
    Die Großungarnkarte gibt es in allen Varianten und Variationen, es gab sie sogar auch auch im ärztlichen Kabinett eines ungarischen Arztes von Rüsselsheim bis vor nicht allzu langer Zeit.
    Im Kloster Tihany am Balaton gibt es eine Karte mit den Kirchen, die “WIR (Ungarn) verloren haben”, dazu gehören u. a. Mönchsdorf, Bistritz, hermannstadt und die Schwarze Kirche. Da sind sie doch nicht besser als die rumänischen Touristenprospekte, die zugeben, dass die Deutschen ein wenig beim Bau gewisser Städte “geholfen” haben.
    Wenn das nicht Chauvinismus ist, was dann?
    Katharina, die meisten Szekler zählen sich zu den Ungarn, sozusagen als extra ungarischer Volksstamm.

    Von Durlacher in Aug 5, 2010 - 22:33

  331. Katharina, so ein ungutes Gefühl hatte ich auch da vor all den Chauvi-Souvenirs. Und ich habe deutlich das Gefühl, dass diese Dinge von außen hin getragen werden, die Koronder würden das doch nicht verkaufen, wenn da nicht eine Nachfrage wäre, also Leute hin kommen, um das zu kaufen.
    So wie es (vor 4 Jahren) in Italien für bestimmte Touristen in Rimini am Ballermann Wein zu kaufen gab mit dem Mussolini und dem Hitler auf dem Etikett!

    Von Durlacher in Aug 5, 2010 - 22:38

  332. Polki, Du scheinst ja auf vielen Gebieten Experte zu sein. :-)

    Zu Deinen Videos.
    Ich bin zwar keine Tanzqueen (aber bestimmt war ich es in einem anderen Leben! Denn ich sehe genau hin und kritisiere!), doch die Leute in Deinen Videos tanzen ohne Leidenschaft.
    Das behutsam ausgedrückt.
    Der Einzige der angenehm auffält, dessen Tanzkunst beeindruckt (soviel Leichtigkeit und Freude) ist der ROM.
    Ich muß ihn so nennen, weil ich keinen Namen kenne.

    Von Katharina in Aug 5, 2010 - 22:41

  333. @ Wie gesagt, ich war schon sehr lange nicht im Szeklerland. Daher kann ich nichts Konkretes sagen.
    Aber ist es nicht eine Reaktion der Angst, als kleines Völkchen unterzugehen?
    Der Zuzug der Rumänen in der Ceausescu-Zeit war doch von oberster Stelle gewollt.
    So etwas ist doch eine Bedrohung,oder?
    Die Banater Schwaben haben den Zuzug der Rumänen doch auch nicht gewünscht und haben das Feld geräumt.
    Ich bin eigentlich gegen Extremismus und nationalistische Übertreibungen.
    Und ein Rezept für bedrohte Völker (Gruppen) habe ich leider nicht.
    Ich habe nur Fragen. Gibt es eine eindeutige Grenze zwischen gesundem Stolz und Fanatismus?

    Von Katharina in Aug 5, 2010 - 23:00

  334. Sollte @Durlacher oben heißen,sorry.

    Von Katharina in Aug 5, 2010 - 23:01

  335. Ich denke ja nur, Katharina, dass man Minderheiten, gegen die sogar ein Pogrom ausgeübt wurde – in diesem Fall der von März 1990, in Târgu Mures – in welchen Tagen ihrem Schriftsteller (Sütö András) symbolträchtigerweise das Licht von einem seiner beiden Augen geraubt wurde – und damit erwähne ich nur einige Tage aus den 90 x 365 Tagen seit Trianon – … ich denke also, dass man diese Menschen nicht auch noch verhöhnen sollte.

    Und: Ist denn die Freiheit eines Volkes etwas, was es für sich in einer Schießbude auf dem Jahrmarkt gewinnen muss? „Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, Der täglich sie erobern muß“? Gibt es irgendwo eine Jury, die entscheidet, wer sie verdient, die Selbstbestimmung? Wenn ja, nach welchen Kriterien entscheidet sie? Danach, wieviele Pfäle mit schiefem Kreuz auf der Krone dieses Volk zur Schau stellt?

    Ja, der Szekler ist streng genommen kein Magyare, aber man ist sich vielerorts einig, dass er ein besseres Ungarisch spricht, als viele Magyaren aus dem heutigen Ungarn.

    Ich würde mir auch keine großen Gedanken darüber machen, dass diese Menschen jetzt, wie Kinder, ihre Fahnen in dem neuen, frischen Wind schwenken. Das ist das erste Mal, seit neunzig Jahren, dass sie das tun dürfen – da gibt es viel Staub, das von der Fahne abgeschüttelt werden muss. Der Wind hat etwas mit sich gebracht, woran keiner mehr glauben konnte und so haben sie, für eine Weile, großen Spaß daran.

    Wieso sollte eine Rumäniendeutsche ihnen das nicht gönnen? Vorausgesetzt sie ist eine, Durlacher.
    Man könnte auch ohne Hitlier und Mussolini ins Spiel zu bringen klären, welche Bauten welches Volk aus diesem Vielvölkerstaat gebaut hat. Für Sie sagt aber irgendeine Karte in irgendeinem Kloster alles, anscheinend. Als wäre die Welt nicht voll mit falschen Karten.

    Von alma in Aug 6, 2010 - 00:36

  336. Es ist beeindruckend, wie ein an seinem angestammten Platz lebendes und infolge des Diktats von Trianon unterdrücktes Volk sich nicht geistig kolonialisieren ließ und lässt. Da sei der EU dann Dank, dass Ungarn und Szekler (kulturell gehören sie zusammen) auch wieder mehr ihre Kultur pflegen können – das Symbolische gehört auch dazu.

    Von Beatrix in Aug 6, 2010 - 07:31

  337. Ich würde dem Szeklerland die Autonomie gönnen, auch um zu sehen, was es daraus macht.
    Basescu ist anderer Meinung.
    Ich glaube nicht, dass es ausschließlich das Argument ist: “da kann ja jeder kommen.”
    Ich vermute, es ist auch die Angst, sie könnten etwas schaffen, was manche ihrer rumänischen Brüder nicht schaffen kann.
    Das soll nicht als Hetze verstanden werden.
    Ich wäre auch froh, wenn die Rumänen nicht immer nur mit ihrer angeblichen Abstammung prahlen würden, sondern auch über ein gewisses Manele-Niveau hinauskämen.
    Die Erfolge einzelner Rumänen im Laufe der Zeit leugne ich nicht.

    Von Katharina in Aug 6, 2010 - 10:20

  338. @alma: “Wieso sollte eine Rumäniendeutsche ihnen das nicht gönnen? Vorausgesetzt sie ist eine, Durlacher.”

    Wollen Sie meinen Stammbaum sehen, oder was soll das?

    Ich habe mit keinem Wort irgendwelche Ungarn beleidigt oder Gerüchte verbreitet. Zufällig habe ich sehr gute Beziehungen zu Ungarn in einem bairischen Großstadtgebiet und habe mit denen (aus Rumänien UND Ungarn) auch Silvester gefeiert (23 Uhr: Szekler Hymne, 24 Uhr ungarische Nationalhymne), deren Kinder sprechen Ungarisch, auch meine Nichten, ich habe Beziehungen zu Ungarn aus Nordsiebenbürgen. Aber genau aus diesen Kreisen weiß ich, dass sie diese extremen chauvinistischen Erscheinungen gar nicht wollen, dass ihre jungen fähigen Leute auch weg sind, dass die Hetze von wenigen ausgeht und oft aus dem Ausland kommt und dass die Ungarn aus Ungarn die Ungarn aus Rumänien als 2. Kategorie ansehen! Auch hier in Deutschland und obwohl sie Mitglieder im selben Verein sind!

    Über die Madjarisierung der Völker des ehemaligen Königreichs Ungarn in k. und k. Zeit müssen wir uns hier wohl nicht mehr unterhalten.

    Oder sollte das auch erfunden sein, dass die schwäbische Großmutter meines Studienkollegen aus Großsanktnikolaus (nein, es ist nicht der Woner Richard) 100x schreiben musste, bitte verbessern, wenn es orthographisch nicht korrekt ist- “én büdös sváb vagyok” – “ich bin ein stinkiger Schwab”, weil sie in der Pause in der Schule Schwäbisch gesprochen hatte. In der “guten” alten ungarischen Zeit. Die Sachsen hatten Glück, dass ihre Schulen kirchlich waren und nicht Staatsschulen wie im Banat.

    Die katholische Kirche hat bei den Satmarer Schwaben noch in den 70-ger Jahren nur ungarisch sprechende Pfarrer eingesetzt. Päda-Schülerinnen (zukünftige Lehrerinnen) von dort gab es nur kurze Zeit in Hermannstadt, ihr Deutsch war gebrochen, ihre Umgangssprache war Ungarisch. Der deutsche katholische Pfarrer Anton Ilg in der Maramuresch war allein auf weiter Flur.

    Von Durlacher in Aug 6, 2010 - 12:18

  339. Frauen bitte geht nicht auffeinander los………Es ist doch sinnlos.

    Tatsache ist die Ungarn waren und sind ein sehr stolzes Volk und man merkt ja auch in den Berichten sehr sehr Nationalistisch.

    Ich hatten einen Rumänishen Arbeitskolegen aus Aiud oder Alba genau weiß ich es nicht mehr.
    Der hatte keinen Hass auf die Ungarn. Aber hat mir erzählt das die Lebenden Ungarn von dort ein sehr altes Gymnasium hatten wo kein Rumäner nicht einmal die Steigen benutzen durfte !
    Dann hatte ich einen Satmar Schwob der zuhause Ungarisch spricht, hier im Lager 1990. Die lebten ein Jahr in Ungarn und wurden dermasen gehast von der Bevölgerung und erniedrigt, dass ich dies sehr Negativ fand.

    Durlacher ich finde deinen letzten Beitrag fantastisch gut und sehr nahe an der Realität.

    Von Polkakeenich in Aug 6, 2010 - 12:40

  340. Stiegen

    Von Polkakeenich in Aug 6, 2010 - 12:42

  341. http://www.youtube.com/watch?v=bP004uFiJTk&feature=related

    Frage: War bei diesem Konzert auch unsere Nobelpreisträgerin Herta anwesend?

    Von Polkakeenich in Aug 6, 2010 - 14:21

  342. Durlacher, du schreibst: “Die Sachsen hatten Glück, dass ihre Schulen kirchlich waren und nicht Staatsschulen wie im Banat”

    Ja, Glück vielleicht im Vergleich mit den Banater Schwaben. Entkommen sind aber dem immer schon strammen ungarischen Chauvinismus auch nicht. Meine Eltern, die noch vor 1918 in Kronstadt in die deutsche Schule gegangen sind, mussten dort die ungarische Nationalhymne so lange auswendig lernen, bis sie sie einzeln vorsingen konnten. Das Ergebnis war zwar auch, dass beide später gut Ungarisch sprachen. Aber ob sich die Ungaren dadurch die Rumäniendeutschen unbedingt zu Freunden gemacht haben?
    Auch die Ungaren werden lernen müssen, dass diese ewige phobische Abgrenzung gegen alles Nicht-Ungarische vergangenen Zeiten angehört. Vielleicht lasse sie dann langsam ihre immer weiter mit Herzblut gepflegte Trianon-Wunde heilen. Die meisten Ungaren haben das sowieso verstanden, ich kenne viele, die inzwischen ganz gelassen damit umgehen.

    Von Anonymous in Aug 6, 2010 - 16:42

  343. Ich wollte nachsehen ob mich meine Erinnerung trog: Pater Ilk war Zipser und hatte auch Bücher mit Märchen herausgegeben. Da stieß ich auf diese Seite hier:

    http://www.wilhelm-roth.de/Versc/67_80.htm

    Von Anonymous in Aug 6, 2010 - 19:40

  344. Oh, ich vergaß oben zu unterschreiben:
    Gruß, Durlacher.

    Von Anonymous in Aug 6, 2010 - 19:41

  345. Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben entschließen in diesem Forum, dass die Szekler (eine Minderheit im heutigen Rumänien, also in einem Land, welches die Forumsteilnehmer verlassen haben, weil es ihnen dort zu gut ging) keine Autonomie erlangen sollen. Dafür werden „handfeste“ Argumente vorgelegt. Ich lach mich kaputt. Endschuldigung, aber das ist mir zu blöd.

    Ist das ein Argument, dass die Großeltern von X im damaligen Ungarn die Ungarische Nationalhymne lernen mussten? Damit gleitet das Forum auf ein seniles Alterheimsniveau, denn es wird vergessen, dass auch wir, auf demselben Gebiet, nur später, die Rumänische Nationalhymne lernen mussten. (Sogar mehrere, aber das lassen wir jetzt.) Das ist in jedem Land üblich, nur die Ungarn dürfen das von ihren Staatsbürgern nicht verlangen – meint Durlacher. Und so weiter…

    Wenn Sie durch diesen Einsatz Ihr Haus und Ihr Feld in Rumänien leichter zurückbekommen, dann wünsche ich Ihnen viel Glück dabei und weiterhin frohes Schaffen beim Ungarnbeschimpfen. Wie gesagt, mir wird das hier langsam zu peinlich. Ja, die Ungarn sind stolze Menschen, aber das waren auch meine donauschwäbischen Ahnen. In meiner Familie gab es keine Schuhsohlenlecker – und so wurde auch aus mir keiner. Mir wird es sogar beim Zusehen, wie hier, übel.

    P.S. Was hat dieses Thema mit „Wach auf Banat“ zu tun? Verlegen Sie es doch zu „Franzls Kumpan Judas“, wo es hingehört.

    Von alma in Aug 6, 2010 - 20:26

  346. joi, joi, unde dai si unde crapa.
    Wer hat hier Schuhsohlen geleckt und wer hat hier etwas gegen die Autonomie gesagt?

    Es ist sehr wohl zweierlei:Das Absingen der jeweiligen Nationalhymne in der jeweiligen Landessprache.
    Und DAS VERBOT, DIE MUTTERSPRACHE ZU BENÜTZEN!

    Wenn ich jetzt die Argumentation von Alma benütze: Warum leckt sie die Schuhsohlen wohlgemerkt, nicht der Ungarn, sondern der ungarischen Chauvinisten?
    Ein schönes Wochenende.
    Gruß, Durlacher.

    Von Anonymous in Aug 6, 2010 - 20:42

  347. Entschuldigung, es war nicht meine Absicht solche Wutanfälle auszulösen. Das mit den Eltern und Kronstadt und der ung. Nationalhymne war nicht Durlacher, sondern ich, Walther, der ich hier schon oft geschrieben habe, und ich bin weder Sachse noch Schwabe noch Ungare oder Rumäne, sondern Gott sei Dank ein Gemisch aús noch viel mehr, und ich hatte mich hier verabschiedet, weil mir dass ewige Polka-Gedudele zu blöd (oder plöt) war, den chardas finde ich übrigens besser ;) .
    “seniles Altersheim-Niveau”, “Schuhsohlenlecker”…aber bitte, das ist halt Niveau…und gar nicht blöd…!

    Von Anonymous in Aug 6, 2010 - 20:59

  348. „Phobische Abgrenzung der Ungarn“ – verstehe ich nicht! Allein das TV-Programm, ihre Musik und alles war stets progressiver als das ihrer Nachbarn. Die Nachbarvölker sind es doch, die die Ungarn mit Argwohn beobachten. Siehe z. B. auch die Slowakei. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Bratislava hat Charme und die Slowaken sind mir sympathisch.

    Von Beatrix in Aug 6, 2010 - 21:20

  349. Richtig, Beatrix, das Land Ungarn war immer dann am progressivsten, wenn es am wenigsten nationalistisch war…

    Von Anonymous in Aug 6, 2010 - 21:37

  350. Pardon, das war ich, walther…

    Von Anonymous in Aug 6, 2010 - 21:38

  351. Habe Trianon erwähnt und das Banatblog hat Feuer gefangen. Lieber Feuer als gähnende Leere.
    Obwohl ich die Ungarn auch als fanatisch sehe, gestehe ich, dass ich diesen Fanatismus auch zu verstehen versuche.
    Und vieles beeindruckt mich positiv bei den Magyaren.

    Von Katharina in Aug 6, 2010 - 21:58

  352. Katharina – Kompliment für Ihr Posting vom 29.07. Sie haben das Thema Trianon mit dem letzten Satz auf den Punkt gebracht. Mehr als Fremdbestimmung war für uns nicht drin. Die Leistung der Magyaren: Vor tausend Jahren schon haben sie ihrer Stämme vereint und ein stabiles Staatswesen gegründet. Wem sonst gelang das noch in der Gegend?

    Von Beatrix in Aug 6, 2010 - 22:45

  353. “Es ist sehr wohl zweierlei:Das Absingen der jeweiligen Nationalhymne in der jeweiligen Landessprache.” – erklären Sie mir das bitte, Durlacher, denn ich kann es beim besten willen nicht verstehen. Wieso ist es besser für einen Deutschen auf Rumänisch statt auf Ungarisch zu singen?

    “Und DAS VERBOT, DIE MUTTERSPRACHE ZU BENÜTZEN!” – vor dem Ersten Weltkrig, vielleicht. Haben wir denn, sechzig oder siebzig Jahre später, in den rumänischen Schulen, auf Ungarisch oder Deutsch sprechen dürfen?

    Schuhsohlen leckt ein Fremder. Also tue ich das nicht für die Ungarn. Wenn Sie mehr oder weniger von Rumänen abstammen, dann ziehe ich das Schuhsohlenlecken selbstverständlich zurück.
    Was aber noch immer nicht heißt, dass ich Ihren jetzigen Einsatz als fair empfinde.

    Von alma in Aug 7, 2010 - 00:34

  354. Das gibts halt – das jemand auch beim besten Willen etwas nicht versteht…nicht verstehen will…nicht verstehen kann…dafür aber bestens sich auskennt – weil offenbar viel Erfahrung damit hat – wer wem die Schuhsohlen leckt…hmmm…leckeres Thema! Weiter so, vielleicht wacht Banat endlich auf…

    Von Judith in Aug 7, 2010 - 00:54

  355. Böse…böse gehts hier zu!

    Von Anonymous in Aug 7, 2010 - 00:56

  356. “Richtig, Beatrix, das Land Ungarn war immer dann am progressivsten, wenn es am wenigsten nationalistisch war…” – Walther?

    Richtig, jedes Land ist immer dann am progressivsten, wenn es von den lieben Nachbarn in Ruhe gelassen wird.

    Verstehen Sie jetzt Walther, was ich mit “Niveau” meinte? Übrigens, es gibt Angelegenheiten, die am besten draußen, vor der Tür ausgetragen werden. Das kann dann auch schon mal “ca la usa cortlui” klingen. Das Schrecklichste, was die Ungarische Delegation ihrem Volk von Trianon mitgebracht hat war die Gewissheit, dass für sie Argumente nichts bringen. Ein Waggon voller Argumente, in Form von Karten, Studien, Fotos etc., vorgetragen in mehreren Sprachen von dem großartigen Redner Graf Albert Apponyi zählte nichts. Seine Rede in Trianon hat sogar Georges Clemenceau Tränen in die Augen gebracht, obwohl der fest entschlossen war, seinen eigenen Interessen zu verfolgen – und dazu gehörte auch die Vernichtung der Monarchie. Wir schauen heute auf die Ungarn und verstehen nicht, woher sie den neuen, lauten Ton nehmen. Ich sage es Ihnen: Aus der traurigen Erkenntnis, dass zivilisiertes Benehmen einen nicht weiter bringt. Aber, dass wir uns alle bereits auf dem Rückweg zur Steinzeit befinden, wissen wir ja.

    Von alma in Aug 7, 2010 - 00:56

  357. o.k. jetzt wissen wir’s also endlich: es muss auch hier wie la usa cortului zugehen, anders gehts nicht mehr. Statt Argumente – Emotionen, möglichst laut und unzivilisiert, damit das ganze Dorf es hört: entweder Trianon rückgängig, oder Steinzeit für alle…das muss die Welt schon verstehen!

    Von Walther in Aug 7, 2010 - 01:18

  358. Och, Walther, habe ich Sie schon wieder beleidigt und jetzt schnappen Sie zurück? Aber wenigstens duzen sie mich diesmal nicht – oder kommt das noch? ;-)

    Gestern Abend war es spät und ich hatte einen langen Tag hinter mir; so korrigiere ich ihn nachträglich. Ich meinte keineswegs, dass die Szekler sich heute unzivilisiert benehmen – man kann es höchstens als “ungewöhnlich” nennen.

    Die Großmächte in Trianon haben tatsächlich Weichen gestellt, mit denen Europa heute lebt. So hat der einfache Rumäne von Trianon gelernt, dass Europa ihm gehört, dass er sich das, was er sich wünscht, sich nur nehmen braucht. Wer sich heute über die rumänischen Diebesbanden ärgert, der sollte mal überlegen, ob diese nicht eher eine Folge der schlechten europäischen Erziehung sind. Bevor er jetzt empört anfängt zu giften.

    Von alma in Aug 7, 2010 - 09:50

  359. Den Tag kann man schlecht korrigieren; man kann hächstens einen Beitrag korrigieren.

    Von alma in Aug 7, 2010 - 09:53

  360. Mein letzter Beitrag zum Thema Trianon und was Alma daraus liest (bzw. unbedingt lesen möchte):
    - natürlich durfte man in Rumänien seine Muttersprache sprechen, vorausgesetzt man hatte Gesprächspartner.
    - natürlich gab es Pöbeleien von Rumänen, wenn man das tat.
    - wenn Vertreter mehrere Nationen sich trafen, redete man in der sprache, die alle verstanden. In mehrheitlich ungarischer Gesellschaft geschah das nie, es wurde nie Rücksicht genommen, wenn jemand dabei war, der die “Weltsprache” Ungarisch nicht konnte.
    - ich weiß wovon ich spreche, das oben sind meine persönlichen Erfahrungen.
    - Ich habe ungarische Vorfahren, einen ungarischen Trauzeugen, in keinster Weise rumänische Wurzeln, ich habe ungarische, deutsche (sächsische und Banater)Freunde, rumänische und jüdische.
    - in jeder, aber auch jeder Gesellschaft versucht man “die anderen” zu integrieren; gelingt dies und sind diese erfolgreich (z. B. ungarische Schriftsteller jüdischer Herkunft), so wird ihnen vom von einigen Wenigen aufgehetzten Pöbel ( ich benütze dieses Wort absichtlich) unter die Nase gerieben, dass sie gar nicht zu dieser Nation gehören!
    - ich wage zu behaupten, dass der “einfache Rumäne” nichts von Trianon gelernt hat, weil der einfache Rumäne keine Ahnung hat von Trianon und auch nur nachbetet, was seine Chauvinisten ihm erzählen.
    Schönes Wochenende. Durlacher

    Von Anonymous in Aug 7, 2010 - 10:47

  361. Nachtrag
    Mit dem Absingen der Nationalhymne meinte ich die besondere historische Situation, dass die Deutschen im Banat und in Siebenbürgen seit den Zeiten der lieben Sissy selig Nationalhymnen nicht mehr in ihrer Muttersprache zusingen hatten (“Gott erhalte Franz den Kaiser”), sondern eben in anderen Landessprachen.
    Und die Behauptung, in Rumänien konnte man seine Muttersprache in der Schule nicht benützen, ist grotesk; ich habe vom generellen Verbot der Muttersprache Deutsch gesprochen!

    Von Anonymous in Aug 7, 2010 - 11:19

  362. oben: gez. Durlacher

    Von Anonymous in Aug 7, 2010 - 11:21

  363. Ich kann der Durlacher nur zustimmen.

    Hier aber Walter für dich eine Zeppel Polka
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hinterfotzig

    Hoffentlich kommt kein Ungarischer Paprika Tanz raus !

    Von Polkakeenich in Aug 7, 2010 - 13:30

  364. Hast was gegen einen zünftigen Csárdás, Polki?

    Von getkiss in Aug 8, 2010 - 00:33

  365. Ja, dabei schüttelt man üblicherweise nicht mit dem Kopf. :-) (Sorry, Polki, ist lieb gemeint – ich respektiere dein Anliegen.)

    Von alma in Aug 8, 2010 - 01:10

  366. Durlacher, was unsere Differenzen betrifft, die kommen anscheinend daher, dass wir in Rumänien in verschiedene Welten gelebt haben. Aber:

    Sie unterstellen den Rumänen etwas, wenn Sie meinen, dass die Lockerheit, mit der sie sich kreuz und quer über Europa ‚bedienen’ nicht daher kommt, dass sie in Trianon gelernt haben, dass sie sich freizügig bedienen dürfen.

    Was in 1919, während der rumänischen Besatzung Budapests geschah, wird heute u.a. auch in Köln wiederholt (siehe die aktuelle Banater Post). Fahrräder gehören auch zum nicht niet- und nagelfestes Inventar einer Stadt.

    Von alma in Aug 8, 2010 - 01:15

  367. Durlacher, was unsere Differenzen betrifft, die kommen anscheinend daher, dass wir in Rumänien in verschiedene Welten gelebt haben. Aber:………Das sehe ich genau so

    Die Banater Schwaben sind mehr den Budabester in den Hintern gegrochen und die Siebenbürger Sachsen den Bukarester.

    Dies ist aber am Ende das gleiche fängt ja beides mit BU an……..BUSENFREUNDE !

    Von Polkakeenich in Aug 8, 2010 - 10:56

  368. Lassen wir das mit in den H…kriechen.
    Budapest war näher als Bukarest und für manchen von uns interessanter.
    Was träumt der Vogel im Käfig? Freiheit. Nehme ich zumindest an.
    Budapest war verheißender als die Stadt im Osten.
    Seien wir doch ehrlich, der Osten war irgendwie Ausland. Wenn wir dann unsanft daran erinnert wurden, dass wir dem Osten “angehören”, das war dann nicht große Freude.
    Ich habe keine ungarische Wurzeln, aber die ungarische Sprache und Musik, später auch das Fernsehen,gehörten zum Alltag.
    Das kann ich jetzt unmöglich aus meinen Erinnerungen schneiden.
    Ich würde das mit Offenheit für andere Kulturen bezeichnen und nicht mit Verrat am Schwäbischen.
    Dass die Grenze greifbar nahe war und man gefangen in Rumänien war, das ist rückblickend noch schmerzhafter als damals.
    Weil man jetzt erst so klar sieht, was man einem alles genommen und angetan hat.
    Deshalb bin ich auch für die Autonomie der Szekler. Man soll ihnen nicht alles nehmen.
    Der Mensch ist wie eine Blume.
    Eine Blume braucht die Wärme der Sonne, das Licht, einen guten Boden.
    Der Mensch braucht das Gefühl von Heimat und Freiheit.
    Uns hat man im Banat das Gefühl von Heimat genommen und Freiheit bestand aus: stelle ich mich heute in die Schlange oder nicht?
    Der Magyare mag ja eingebildet wirken, aber waren es der Schwabe denn nicht auch?

    Von Katharina in Aug 8, 2010 - 13:35

  369. Die rumänische Politiker kommen gerne nach Deutschland. Dann sagen sie gerne, wie sehr der Weggang der Deutschen Rumänien schmerzt.
    Wie es nun wieder bewiesen wird, ist der Schmerz aber nicht immer derselbe.
    Um welchen Schmerz es sich handelt, ist immer abhängig vom Ort.
    In Deutschland sprechen die rumänischen Gäste vom Verlust der Deutschen und in Rumänien fürchten sie den Verlust des Materiellen.
    Siehe die neue Erklärung, Rumänien sei in Schwierigkeiten und könne keine Entschädigungen (Gestohlene Güter und den Russen ausgelieferte Menschen) mehr leisten.

    Von Katharina in Aug 8, 2010 - 13:52

  370. Deshalb bin ich auch für die Autonomie der Szekler. Katerina…………Rumänien würde daraus nur profit schlagen International.

    entweder Trianon rückgängig, oder Steinzeit für alle……………Walter
    Und Rumänisch kann er auch nocht ganz gut !!

    Wie hast gemeint ich bin a bisrl von allem………………….Uf Rumänisch gibt es ein Wort mit S dazu.

    Sicher gibt es auch gut Kinder aus Mischehen dich zähle ich nicht dazu. A biserl ist DIR zu viel Rumänische Komunistisches Rotes Blut übrieg geblieben ………..

    Wen ich mir deine Ahnen ansehe dann kommt folgedes heraus: Der Ungarische Uhr Großvater war bei der Gedarmerie in einem Schwäbischen Dorf und hat Mädchen misbraucht……..
    Deine Serbische Grossmutter hat Deutsche Soldaten abgeschlachtet und sie als Wurst verkauft…………………
    Deine Rumänische Grossvatter hat die Banater Schwaben ausgeraupt mit dr Trommel und der Peitsche………………..
    Dein Vatter hat den Partei Bonsen gspielt und hat zufällig ein Schwäbisches Mädchen geheiratet so als eine Art Deutsche Schäfer………..
    So kammen die alle nach Deutschland und bekammen eine Fette Rente………….

    Es währe ja alles so gut und schön, wenn er wenigstens seine Gosch halten würde…….!

    Oder vernünftig hier mitschreiben würde und seine Erfahrungen hier niederschreiben.

    Gibson hast gehasst aus irgeneinem Grund…….Sicher bei deiner Vergangenheit ist das auch normal das man ein Disident hassen kann den der steht auf der anderen sauberen Strassenseite……………

    Schöne Sunntach noch Walter

    Von Polkakeenich in Aug 8, 2010 - 14:48

  371. Dies gilt nicht für alle Mischeehen oder andere Nationen. Da ich viele Freunde bei diesen gennanten Nationen habe und hatte.

    Es müssen aber immer einige mit ihrer Seele auf reisen gehen und die Schwowe herausfordern wenn sie auch selber wissen auf Schwowisch: Das SIE genug Dreck am Stecker han !!

    Von Polkakeenich in Aug 8, 2010 - 14:55

  372. Wenn wir nicht alle mal auf Reisen gehen würden (nicht nur ich tue das),dann könnten wir hier nicht mitschreiben.
    Hier geht es um die Schwaben und nicht um das allbekannte und gehaßte Cântarea Romaniei.
    Also muß alles zur Sprache. Lobhudelei hatten wir früher genug.
    Wir kennen die Verdienste der Schwaben, aber noch nicht alles, so wäre es interessant, wenn einer, der mehr Ahnung hat, darüber schreibt.
    Über das weniger Weiße der Banater Weste hat Herta Müller geschrieben und was zu hören bekommen. Ein Mensch ist aber nicht nur weiß oder schwarz. Ein Mensch ist eine komplexe Persönlichkeit.

    @Polki
    Wieso glaubst Du, Walther habe zuviel Kommunistenblut?
    Ich weiß nicht, wer unter diesem Nick schreibt,aber ich denke, er hat gewisse Ansprüche und will nicht davon ablassen.
    Das kann durchaus gut sein, wenn er andere nicht dabei respektlos behandelt.
    Aber wir wollen und können gar nicht über Walther schreiben.Im Grunde ist er ein Unbekannter.
    Ausserdem ist unser Thema das Banat. Oder?

    Von Katharina in Aug 8, 2010 - 15:26

  373. Katherina Du hast Recht…..Aber ich bin so oft von diesen Walters in Rumänien beleidigt und erniedrigt worden, dass ich mir dies in einem freien Land nicht mehr bieten las.

    Von keinem Walter und auch von keinem anderen ausser von Gott !

    Die Zecken und Neider haben die Banater Schwaben immer am Halz gehabt …..

    Und diese Personen haben hochjauchsend gejubelt als Herta Müller uns eins ausgewischt hat……….Mit ihren ganzen Kommunistischer Brut.

    Es waren nicht die Rumäner und nicht die Ungarn und auch nicht die Serben……Nein es war ein Teil von uns, der nicht zu uns gehörte und in einem Rasistischem Feldzug gegen die Schwaben zog.

    Da ihr Seele nicht gewusst hat wo sie hingehört und wo ihr zuhause ist………..
    Ja diese Seele ist noch immer auf der Suche nach dem ICH, die aber dieses ICH niemals finden wird !

    Ob wir einige Übergscheide brauchen die nur auf der einen Schiene mit Schleim dahin sausen? Im dienste der Regierung auf dieser Welt………Ja dies weiß ich nicht, auf jeden Fall ich habe nach Securisten , Stasi, CIA und anderen BND Leuten kein Bedarf.

    Ich habe mit Alma und auch Durlacher auseinadersetzungen hier gefürt, die an der Gürtellinie waren. Man muss manchmal auch die eigene Meinung vertreten.

    Mittlerweile glaube ich das wir ganz gut zusammen zurecht kommen ich habe ja nichts gegen diese Personen und auch nichts gegen den Pistolero!

    Wer aber angreift eine Polka ist ein schäbiger Hochgstudierder Kommunistens…………
    Dies waren die Menschen die unser Untergang im Banat mit vorbereitet hatten, da sie uns nie das Wasser reichen konnten und aus Neid verrat und Lüge verbreitet haben. Diese Menschen haben sehr vielen Schwaben geschadet und sogar zum Tode dieser gefürt haben.

    jETZT GEBEN SICH SOLCHE NACHKOMMEN ALS DEMOKRATEN AUS:::::::::::TEUFELSBRUT DES BÖSEN

    Von Polkakeenich in Aug 8, 2010 - 17:06

  374. alles schon geschlagene Schlachten, mit Trianon usw.
    Dass die Ungarn in Transylvanien nun eine Kosovo-Lösung suchen war abzusehen. Nur Rumänien ist EU- und NATO-Mitglied, im Gegensatz zu dem damaligen Jugoslavien bzw. Serbien. Durch ein national-chauvinistischen Staatsbürgerschaftsrecht versuchen die Magyaren in Budapest ohnehin schon Trianon auszuhebeln. Die Slowaken und die Rumänen versuchen ihnen, bislang leider vergeblich, auf die Finger zu hauen. Mit der Kosovo-Anerkennung haben die westlichen Staaten einen gefährlichen Präzedenzfall geschaffen und an dem Grundsatz gerüttelt, dass an den Nachkriegsordnungen (des 1. und des 2. Weltkrieges) nicht zu rütteln sei. Die speichelleckerische Gesinnung mancher Banater Schwaben zu den Ungarn ist mir unverständlich.

    Von Anonymous in Aug 8, 2010 - 17:44

  375. Dein Beitrag ist nicht schlecht Anonymous

    Nur der letzte Satz sagt doch aus das DU die Ungarn nicht magst !

    Die Ungarn waren ja die, die den Kommunistischen Vorhang zu Fall brachten und sehr grosse verdienste an meiner heutigen Freiheit haben. Hat man dies schon vergessen?

    Oder ist man den Ungarn falsch gesind, da sie den Kommunismuss zu fall gebracht haben ?

    Ist das Beispiel Köln besser für uns…..?

    Alma hat auch Recht wenn sie auf diese miserablen zustände hinweisst !

    Trianon war ein Verbrechen der Franzosen und ihrer Allierten und hat Millionen von Opfer nach sich gebracht. Kosovo war eines davon.

    Beispiel: Komm wir Teilen Amerika (USA) oder Frankreich auf…………Was für Antwort würde es da dazu geben ?

    Von Polkakeenich in Aug 8, 2010 - 18:31

  376. @ Durlacher, Walther…

    Alles fließt zusammen und am Ende entsteht ein Bild. Das Bild, das man sich von einigen Siebenbürger Sachsen macht, ist das eines Menschen, der in die Hand dessen beißt, der ihn mal aufgenommen hatte. Sie sind freiwillig ins Ungarnland gegangen und sie sind viele Jahrhunderte lang dort geblieben; wenn es ihnen dort nicht gefallen hatte, wären sie zurück in ihre deuschen Herkunftsgebiete gegangen. Das wird von der Tatsache belegt, dass sie, als sie sich später in Rumänien nicht gut aufgehoben fühlten, den Rückweg ins deutsche Herkunftsland gegangen sind.

    Heute ziehen sie durchs Netz und machen die Ungarn schlecht, um die Rumänen dadurch aufzuwerten.* Das macht das Bild nicht nur hässlich, sondern auch unverständlich.

    * Auch das gehört zum Trauma von Trianon: Ein Rumäne kann seinen Selbstwert anscheinend nur so steigern, indem er den Wert des Ungarn vermindert darstellt. Vor neunzig Jahren hat man die Menschenwürde des Rumänen für ein Zuckerli (Siebenbürgen und Banat) verschachert. Un so leiden sie alle, in dieser ungeheueren Symbiose: der Rumäne und der Ungar.

    Von alma in Aug 8, 2010 - 19:47

  377. Respekt Alma ……dies war ein sehr guter Beitrag !

    Von Polkakeenich in Aug 8, 2010 - 20:24

  378. Gerade eingetrofen, für diese herliche Sonntagsprädigt. Einer der schönsten Kerweihpolkas unserer Donauschwäbischen Musikannten…………”Fröhliche Jugend”
    Sicher von der K u K Monarchie

    http://www.youtube.com/watch?v=I4dTIkoApak&playnext=1&videos=dzZEnmmPg60&feature=recentlik

    Von Polkakeenich in Aug 8, 2010 - 20:34

  379. wer spricht heute von den abertausend gedemütigten Seelen der Rumänen, Slowaken, Serben Deutschen durch Ungarnhand. Eine Nation die es fertiggebracht hat Söhne ihren Eltern zu entfremden, sich für ihre rumänischen, serbischen, slowakischen, deutschen Eltern zu schämen, weil man sie durch den magyarischen Tand getäuscht hat. Sprechen wir doch über die tausendfache Entwürdigung von Menschen nichtungarischer Nationalität im damaligen Königreich Ungarn. Nein, Trianon war das Beste was den Nichtungarn um diesen Moloch passieren konnte. Lieber eine unglückliche ungarische Nation als ringsum Sklavennationen der Ungarn.

    Von Anonymous in Aug 8, 2010 - 20:36

  380. Und noch eine kerweihpolka
    Die Lapelle hat gewonnen………..Damit meine “Freunde” Zeppeln lernen zuhause….!
    http://www.youtube.com/watch?v=haejzDLdGHc

    Von Polkakeenich in Aug 8, 2010 - 20:53

  381. Anonymous ein Teil hast ja Recht……

    Nur war Österreich Ungarn die einzigen verlierer von diesem 1 Weltkrieg und die Raupkatzen haben ansprüche gestellt auf einen Boden der nur mit einer verlogenen Geschichte rechtfertigt wurde.

    Dir habe sie diese Geschichte auch mit dem Trichter in deine Materie hineingegosen! Somit bist Du ja unschuldig.

    Erschiess mal heute die Königin von England oder den Obama………würden dann diese Staaten dir den Krieg erklären ?
    Mit sicherheit und so war es 1914. Frankreich wollte Österreich vernichten und hat sein Ziel voll erreicht! Kleine Nationen zu grossen gemacht die nicht mal 100 Jahre überlebt haben.

    Wir Donauschwaben waren die grössten verlierer dieser Machenschaften und sind sie bis heute geblieben.

    Von Polkakeenich in Aug 8, 2010 - 21:04

  382. oh bitte jetzt keine Parallelen zum 11. September ziehen! Nur aufgrund einer fragwürdigen Tradition hat Österreich-Ungarn ganze Völker in seinen Staatsverband gezwungen, jede freiheitliche Regung wurde von Wien und hernach aus Budapest erstickt. Die Zerschlagung Österreich-Ungarns war durchaus folgerichtig und notwendig und diente den heiligsten Ansprüchen seiner Völker, nämlich dem Selbstbestimmungsrecht. Das Österreich-Ungarn so oder so zum Untergang geweiht war hat nicht nur der 1. Weltkrieg gezeigt. Die Deutschen in Österreich verehrten Bismarck, wollten ein großdeutsches Reich und sangen gerne “Die Wacht am Rhein”, die Polen träumten von einem unabhängigen Staat und viele geknechteten Völker ebenso. Trianon war für diese Völker ein Segen und ist es heute noch. Auch auf Trianon beruht die Stabilität und Sicherheit in dieser Region, auch heute noch. Mögen die Ungarn dankbar sein, dass sie letztlich doch glimpflich davon gekommen sind. Was wollen sie denn eigentlich mit den Komitaten, in denen sie nie bevölkerungsmäßig die Majorität hatten? Wollen sie den heute noch mit ihren Csismen und den Reiterpeitschen ihre Nachbarvölker traktieren? Sie mögen doch bitte den heutigen Gegebenheiten ins Auge sehen und von ihrem Chauvinismus ablassen, das wäre auch gesünder für sie. Im übrigen, wenn sie sich im rumänischen Staat so schlecht fühlen, bitte sehr, der Weg aus den Karpaten in die Pannonische Tiefebene ist frei! Sie mögen sich ein besseres Los außerhalb Rumäniens wählen.

    Von Anonymous in Aug 8, 2010 - 21:20

  383. Zuerst mal, ist dies nicht Rumänische gebiet sondern Ungarisches gebiet.
    Die Rumäner hat man angesiedelt im 20 Jahrhundert nach und nach.

    Sicher konnte man keine Grenzen mit einem Lineal ziehen wie in Afrika wo man Voksgruppen gerennt hat nach belieben !

    Österreich Ungarn war schon damals ein vereintes Europa wie heute Europa da steht. Mit anderen Herrscher (England, Frankreich und Deutschland)
    In Österreich Ungarn hatten die verschiedene Nationen ihre Eigenstädichkeit mit ihren Schulen in Muttersprache.
    Die einzigen die diese Schulen verwärt wurden waren wir Donauschwaben ! Alle anderen haben Ihre Nationalistische fertichkeiten a la Frankreich Revolution ausleben dürfen !!

    Und haben mit ihrer Nationalistischer Dummheit die Armut gebachtet.für Jahrzente……………….
    Sicher hat man den Donauschwaben alles weggenommen und wie im Falle Rumäniens die Felder ab 1990 an die Italiener verkauft….

    Nu ne vindem Tara………….Die Kommunistische Chauvinistische Gegenrevolution ja wer hat den Rumänien verkauft…………….?
    Die Rumäner selber…………für eine Hand voll Euros. Felder die nie ihnen gehört haben!

    Deutschland hat nach der wiedervereinigung alle Länder an die besitzer zurückgegeben.

    Die Östlichen Staaten, kommen strecken ihre Hand aus und behalten ihr gestolenes Gut ?

    Ohne Entschuldigung und Scham………….

    Also Anonymous nicht so stark auf die grosse Trommel schlagen………Lach
    Schöner Abend noch und nachdecken Profesore

    Von Polkakeenich in Aug 8, 2010 - 22:24

  384. Partidul Romania Mare verbreitet schon wieder seine Parolen durch einen Anonymous. Wie langweilig!

    Also Themenwechsel:

    Die August 2010 Ausgabe der NZZ Folio befasst sich mit dem Thema Patriotismus.

    Darin befindet sich ein Essay der kroatischen Schriftstellerin Dubravka Ugresic, die heute in Amsterdam lebt. Nach Jugoslavien und Kroatien schildert sie die Beziehung zu ihrer dritten Heimat, die Niederlande:

    „Meine neue Heimat verlangt keine Liebe von mir und verspricht mir auch keine.“

    Ein nüchterner Gedanke, den man jedem Emigranten in den reichen Westen, auf einem Zettel gedruckt, bei seiner Einbürgerung überreichen sollte. Das würde ihm manche Verunsicherung und manchen Selbstzweifel ersparen. Weiter sagt sie:

    „Im Unterschied zu den ersten beiden habe ich mir meine neue Heimat selbst ausgesucht. Schon die Tatsache allein ruft bei mir ein Verantwortungsgefühl hervor.“

    Sehr schön auf den Punkt gebracht, finde ich. Vielleicht bereichert diese Botschaft jemanden, der sie hier liest.

    Von alma in Aug 8, 2010 - 23:50

  385. „Meine neue Heimat verlangt keine Liebe von mir und verspricht mir auch keine.“

    Von alma in Aug 8,2010 – 23:50

    Die Worte von Dubravka Ugresic könnte ich so annehmen, aber ich glaube nicht an mehrere Heimaten.
    Was man sich später aussucht oder aussuchen muß, ist für mich bestenfalls ein Zuhause.
    Und von diesem selbsternannten Zuhause brauche ich nichts zu erwarten, wenn ich mir eine Enttäuschung ersparen will.
    Es ist nicht erfreulich und auch nicht erbauend, wenn man feststellt, die Heimat wurde einem entfremdet. Man sucht sich dann einen anderen Ort und hofft.
    Aber wer nicht gibt,kriegt auch nichts. Das sollte man schon wissen.

    Von Katharina in Aug 9, 2010 - 03:11

  386. “Im übrigen, wenn sie sich im rumänischen Staat so schlecht fühlen, bitte sehr, der Weg aus den Karpaten in die Pannonische Tiefebene ist frei! Sie mögen sich ein besseres Los außerhalb Rumäniens wählen.
    Von Anonymous in Aug 8, 2010 – 21:20″

    Vielen Dank für die Offenheit. Man wünscht den Ungarn das selbe Los wie den siebenbürger Sachsen und den banater Schwaben.
    Die sollen also auch “Platz machen”.
    Die Roma´s sind ja auch schon im Rest Europas verstreut.
    Jetzt wissen wir, was die “Reueschwüren” mancher Politiker bei anderen taugen, die nicht mal einen Namen haben….
    Bleibt nur zu wünschen, dass diese Politiker sich nicht in Anonyme verwandelten.

    Von getkiss in Aug 9, 2010 - 10:26

  387. Die Ugresic beschreibt sehr schön, wie es uns allen geht, die wir unsere vergangene “erste Heimat” verloren haben und heute in einer neuen Heimat leben: unsere Liebe gilt dem Vergangenen und Verlorenen und mit Verantwortungsgefühl müsse wir uns jetzt in der zweiten oder dritten Heimat einrichten.

    Das hat weniger mit Geographie zu tun, als mit Zeit: es geht allen so, auch denen, die in der geographisch “ersten Heimat” geblieben sind, z.B. auch im Banat oder wo auch immer sie geboren und aufgewachsen sind und heute dort erwachsen und mit Verantwortungsgefühl leben: sie müsssen sich vernünftig mit den Realitäten dort und jetzt einrichten, wie die Ugresic in den Niederlanden.

    Es gibt den schönen Spruch: “Heimat ist das, was wir immer suchen”.
    Die für immer verlorene Liebe der Kindheit.

    Von Walther in Aug 9, 2010 - 10:34

  388. „Das Bild, das man sich von einigen Siebenbürger Sachsen macht, ist das eines Menschen, der in die Hand dessen beißt, der ihn mal aufgenommen hatte.“
    Von alma in Aug 8, 2010 – 19:47

    Ja, das ist das Bild, das sich alma gerne von den undankbaren Siebenbürger Sachsen macht.
    Das Ungarnland hat die Sb.Sachsen gerne aufgenommen und ihnen ihre Kultur gelassen, so lange sie das heilige Ungarnland gegen Einfälle von Tataren, Ü
    Türken usw. aus dem Osten verteidigt haben, da war dem Ungarnland die deutsche Kultur des Burgenbauens und des aufopferungsvollen Kampfes gerade nur recht… als das dann vorbei war und die Gefahr gebannt, da war es auch mit der „Großzügigkeit“ des Ungarnlandes vorbei: die Siebenbürger Sachsen sollten sich am besten zu Ungaren „naturalisieren“ und ihre Identität und Kultur verleugnen: „Der Mohr hat seine Pflicht getan, der Mohr kann gehen“…

    Ähnlich ging und geht es ja nicht nur den Sb.Sachsen, sondern auch den Banater Schwaben im heutigen Rumänien, da sind wir uns doch einig, oder? Damit muss man sich dann schon einrichten, entweder durch auswandern oder durch bleiben, nicht wahr alma? Aber ohne ewiges Gejammere, revanchistische Rachegelüste und ungestillte infantile Ressentiments.

    Von Walther in Aug 9, 2010 - 11:14

  389. Partidul Romania Mare verbreitet schon wieder seine Parolen durch einen Anonymous. Wie langweilig!

    Also Themenwechsel:
    Von alma in Aug 8, 2010 – 23:50

    oh, hochverehrteste alma, sehr geschickt aus der rhetorischen Trickkiste hervorgezaubert, Themawechsel, wenn es in Ihr hungarophiles Konzept nicht passt oder Ihnen die Spucke wegbleiben.

    Es wird hier immer von “Dankbarkeit” gegenüber den Deutschen und Ungarn schwadroniert. Das ist aber der falsche Ansatz. Man möge sich hier einen Ausspruch Bismarcks vergegenwärtigen: Völker haben keine Freunde, sie haben Interessen. Wenn man das als wahr erkannt hat ist man selbst vor bösen Überraschungen und Enttäuschungen gefeit. Es sind Menschen aus verschiedenen Ländern ausgewandert, weil sie meinten dadurch ihr Schicksal zu verbessern, da sind die Sachsen und Schwaben nichts besonderes darunter.

    Von Anonymous in Aug 9, 2010 - 12:23

  390. “…oder Ihnen die Spucke wegbleiben.”

    Die ist mir tatsächlich weggeblieben, von dem, was Sie oben geschrieben haben. Was nicht heißt, das die Argumente fehlen würden. Nur habe ich jetzt keine Lust etwas dazu zu sagen, weil ich mir wie jemand vorkommen würde, der in eine Verbrecherhöhle hineinspaziert, um den dortigen Bewohnern über Ethik und Moral zu predigen.

    Aber machen Sie doch ruhig weiter, Durlacher und Walther, auch ohne mich – genieren Sie sich doch nicht.

    Von alma in Aug 9, 2010 - 16:37

  391. nun ja, Ihr Problem, wenn Sie nicht argumentieren wollen oder können. Es hat durchaus was Hilfsloses an sich, sich schmollend und beleidigt zu trollen um damit anderen ein schlechtes Gefühl zu vermitteln, nicht wahr? Im übrigen Kompliment, Sie verstehen es hervorragend alle Register der Rhetorik und der Psychologie überhaupt zu ziehen. Und als Trumpf spielen Sie dann die Drohung aus, sich gekränkt und verletzt zurück ziehen zu wollen – Respekt. Aber ich weiß schon, es ist wahrscheinlich Bestandteil der Niederungen des schwäbischen Dorfes beleidigt zu sein, wenn man andere nicht auf seinen Kurs bringt oder bringen kann. Da wird eine Meinungsverschiedenheit gleich als persönliche Aversion ausgelegt und gleich eine wilde Feindschaft begonnen. Wer in ein Thema Meinungen hereinbringt, die durchaus kontrovers sind, der muss automatisch auch ein böser Mensch sein, weil er eine aus Sicht des schwäbischen Dorfes böse Meinung vertritt. Schade, verehrte alma, ich hätte Ihnen durchaus mehr Verve, Langmut und Diskussionfreude zugetraut. Hauptsache aber, Sie erfüllen Ihre Erwartungen an sich und das ist doch ungemein wichtiger, gell?

    Von Anonymous in Aug 9, 2010 - 19:05

  392. Gut, dass eine Banaterin die “Niederungen” geschrieben hat!
    Jetzt können sich kritikfreudige User gleich auf das Büchlein beziehen, wenn ein (eine) Banater(in) sich nicht den Erwartungen entsprechend verhält.

    Von Katharina in Aug 9, 2010 - 19:43

  393. nun Sie mögen vielleicht recht haben. Aber schlussendlich ist von niemanden gar nichts zu erwarten. Aber gut sekundiert!

    Von Anonymous in Aug 9, 2010 - 19:50

  394. Und sie verstehen es, hervorragend Theater zu spielen, Walther. Ihr Talent kann man ja nicht nur seit gestern und nicht nur hier “goutieren”. Wer trollt denn hier herum? Ich doch nicht. Schmollen tue ich auch nicht – im Gegenteil, ich amüsiere mich köstlich. Sie dachten ich nehme sie ernst und bringe historische Argumente in diese Farce hinein? Dafür ist mir das Thema Minderheiten in Rumänien zu ernst. Sie trampeln über alles und Ihnen ist nichts heilig, also sagte ich: Bitteschön, machen sie weiter. Ohne mich. Wir können nicht so gut miteinander, gel? ;-)

    Von alma in Aug 9, 2010 - 20:46

  395. 2 x Sie klein geschrieben war keine Absicht.

    Von alma in Aug 9, 2010 - 20:49

  396. Jedenfalls keine bewusste Absicht. Und bestimmt nicht unbewusst gewollt unhöflich…hoffentlich ;)

    Von alma in Aug 9, 2010 - 21:05

  397. nun verehrte alma, sehr gut, Angriff ist die beste Verteidigung! Sie geben aber auch eine gute Figur in diesem Vaudeville ab, meine Hochachtung! Das mit dem trollen und trollen haben Sie anscheinend nicht so ganz erfasst. Mit trollen meinte ich eher “sich verziehen”. Nun könnte man Ihre hungarophile Position durchaus auch als historische Farce darstellen, tue ich aber nicht, dürfte Ihnen aber auch gleichgültig sein, recht so! Und das mit dem Heiligsein, war schon immer auch recht beliebt als Totschlag-Argument um einen Meinungsgegner zu diskreditieren. Wo haben Sie das gelernt? Gut lassen wir das, es geht niemanden was an! Wir haben da halt konträre Meinung, das stelle ich einfach mal so fest. Ich weiss nicht mit wem Sie gut können oder nicht. Ihre Sache. Es wäre jedoch durchaus eine Auszeichnung, wenn man miteinander reden könnte auch und gerade wenn man nicht so gut miteinander könnte. Ist aber auch Ansichtssache. Vielleicht auch eine Mindermeinung. Sei es drum. Sie können von mir aus sehr gerne Ihre Weltgeschichte nach Ihrem Gusto, nach Ihrer Moral und Ethik einrichten, nur ob es der Realität entspricht? Das ist die Frage oder auch nicht.

    Von Anonymous in Aug 9, 2010 - 21:19

  398. da ich nicht immer von meinem computer shreibe, tauchte ich manchmal als “anonymus” auf, habe meine texte aber immer unterschrieben, so auch jetzt.
    Dutlacher.
    viel spass mit apfel- schnitzen.

    Von Anonymous in Aug 9, 2010 - 21:22

  399. durlacher :-)

    Von Anonymous in Aug 9, 2010 - 21:26

  400. “Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren!” – Dante Alighieri, Göttliche Komödie

    könnte das Motto dieser Diskussion sein.

    Von Anonymous in Aug 9, 2010 - 21:53

  401. Das ist das falsche Motto, denn niemand wird hier gezwungen ein zu treten oder es zu lassen. Hier werden bloß Meinungen ausgetauscht. Und solche disqualifizierende Meinungen sind eben charakteristisch für den der sie – ohne Hoffnung – schreibt. Keine Hoffnung zu haben muss schrecklich sein….noch schrecklicher als Anonym.

    Von getkiss in Aug 9, 2010 - 22:32

  402. Jedenfalls keine bewusste Absicht. Und bestimmt nicht unbewusst gewollt unhöflich…hoffentlich
    Von alma in Aug 9, 2010 – 21:05

    Was soll das? Das habe ich nicht geschrieben. Jemand scheint die Fassung zu verlieren. Ingemar, ich möchte nicht, dass jemand hier unter meinem Namen schreibt. Könnten Sie bitte etwas dagegen tun?

    Von alma in Aug 9, 2010 - 23:13

  403. “Dutlacher.
    viel spass mit apfel- schnitzen.”
    Von Anonymous in Aug 9, 2010 – 21:22

    An wen senden Sie diese Anweisung? Soll ich jetzt Angst bekommen? Erst treten Sie für die rumänische Causa ein und dann rücken Sie sie in die mafiose Ecke. Solche Freunde wie sie braucht Rumänien nicht.

    Von alma in Aug 10, 2010 - 00:34

  404. Von getkiss in Aug 9, 2010 – 22:32

    Hoffnung hat man immer, die stirbt bekanntlich zuletzt. Nur nicht den eigenen Masstab an andere anlegen!

    Von Anonymous in Aug 10, 2010 - 00:38

  405. Keine Hoffnung zu haben muss schrecklich sein….noch schrecklicher als Anonym.

    Von getkiss in Aug 9, 2010 – 22:32

    Keine Hoffnung zu haben, ist tatsächlich
    schrecklich.
    Man muß Dantes Satz auch nicht so tiefernst nehmen, denn das würde heißen, wir sind alle hier ohne Hoffnung und unser Treffen hat nur einen Sinn: im Chor zu jammern.
    Das entspricht nicht der Wahrheit.
    Das ist hier nicht das Inferno.

    Von Katharina in Aug 10, 2010 - 00:48

  406. Liebe alma, ich schreibe nicht unter fremden Namen.
    Aber möglich wäre es.
    Ingemar, bitte handeln.

    Von Katharina in Aug 10, 2010 - 00:50

  407. Nö, Alma, ich hab nicht ans Häckseln gedacht, sondern eher an eine Schnitzel-Jagd, also das ist ein Kinderspiel, bei dem man einzelne Dinge (Schnitzel) suchen muss, um ans Ziel zu gelangen.
    Und da sich die Apfel- Schnipsel hier im Blog recht mühsam oder fast gar nicht zu einem logischen Ganzen zusammen fügen lassen, habe ich allen Schnitzel-Jagd Teilnehmern gute Unterhaltung gewünscht. :-D

    Jó estét, Durlacher

    Von Anonymous in Aug 10, 2010 - 01:06

  408. Apropos Hoffnungslosigkeit: wenn es eine berechtigte solche gibt, dann jene, dass es für Trianon oder ähnlich künstlich beatmete Leichen im Keller nie eine Wiederauferstehung und Wiedergutmachnung wird geben können.

    Insofern bereitet derjenige sich selbst und anderen ein Inferno, der an dieser Hoffnung mit Klauen und Zähnen festhält, komme was da wolle.

    Also: lasciate ogni speranza, ihr, die ihr in almas Heuöllen-Welt eintretet!

    Von Walther in Aug 10, 2010 - 01:50

  409. Lasciate ogni speranza, Ihr, die glauben wollt, es gibt eine alma-Welt, in die wir eintreten wollen/dürfen.
    Ich weiß, der Vertrag von Trianon wird bleiben (das weiß auch alma) und setze meine Hoffnung in die Zukunft der Welt,dass wir und andere auch in Frieden leben können.
    Ein bisschen mehr Toleranz für Andersdenkende könnte dann auch sein.
    Auch im Banatblog. :-)

    Von Katharina in Aug 10, 2010 - 04:03

  410. “Apropos Hoffnungslosigkeit: wenn es eine berechtigte solche gibt, dann jene, dass es für Trianon oder ähnlich künstlich beatmete Leichen im Keller nie eine Wiederauferstehung und Wiedergutmachnung wird geben können.”
    Von Walther in Aug 10, 2010 – 01:50

    Ja, das sagt uns die Stimme der berechtigten Hoffnungslosigkeit, Walter. Sie ist insofern berechtigt, dass keiner sich eine gewaltsame Auseinandersetzung wünscht oder auch nur vorstellen kann. Was macht aber der, der auf einem Ohr nicht taub ist, der also, der mit dem anderen Ohr auch die Stimme der Hoffnung hört? Der soll schweigen?

    Von alma in Aug 10, 2010 - 08:05

  411. “Insofern bereitet derjenige sich selbst und anderen ein Inferno, der an dieser Hoffnung mit Klauen und Zähnen festhält, komme was da wolle.”
    Von Walther in Aug 10, 2010 – 01:50

    Und was, wenn nicht der Mensch an der Hoffnung festhält, sondern die Hoffnung den Menschen mit ihren Klauen fest hält? Das hat sie vom erstan Tag an auf der Welt getan, sonst hätte der Mensch nicht überlebt.

    Von alma in Aug 10, 2010 - 08:14

  412. So lange wie die Burschen sich benehmen, halt ich mich raus………….Aufassen der Keenich liest mit.

    Jetzt möchte ich Euch eine Musikgruppe vorstellen von Ungarn ! Donauschwaben……?.Ich weiß es nicht!
    Platin Kapelle
    http://www.youtube.com/watch?v=VwI3d6-2-es&feature=related

    Von Polkakeenich in Aug 10, 2010 - 11:29

  413. Aufpassen

    Von Polkakeenich in Aug 10, 2010 - 11:30

  414. Der Hoffnung “in die Zukunft der Welt”, von der Katharina spricht, der kann ich mich durchaus und sehr gerne anschließen und an ihre festhalten. Aus freien Stücken.

    Hingegen beunruhigt mich alles, was mich oder jemand anderen gegen meinen/seinen Willen festhält und mich oder den/andere/n in Abhängigkeit hält. Nichts sollte den Menschen versklaven, auch nicht eine falsche Hoffnung.
    (Ich gebe aber zu, dass es oft sehr schwierig ist, zwischen berechtigter Hoffnung und Illusion zu unterscheiden).

    Von Walther in Aug 10, 2010 - 11:48

  415. “Nichts sollte den Menschen versklaven, auch nicht eine falsche Hoffnung.” Das klingt sehr schön, Walther, aber wer kann schon sagen, was der Morgen bringt und welche Hoffnung sich als richtig und welche als falsch bewiesen hat.

    Von welcher Hoffnung sprechen wir eigentlich? Ich kann im Falle Trianon nur die Hoffnung auf Gerechtigkeit erkennen. Für die erlittenen Demütigungen. Viel weniger die Hoffnung auf unsere Felder und Häuser, von denen viele von uns nichts mehr wissen wollen, denn diese Häuser sind mittlerweile entweiht. Wie soll Europa funktionieren, wenn es weiterhin nach dem ‚der Klügere gibt nach’ Prinzip agieren muss? Der Klügere gibt nach, schluckt die Ungerechtigkeit und stirbt an diesem Gift einen langsamen Tod. So sinkt auch die Anzahl der Klugen (das sind Menschen, die nicht lügen) und der Listige kann ungeniert herrschen, denn ihm ist der Begriff Gerechtigkeit so wie so fremd. Er kann nichtmal etwas dafür, weil er, wie die Schlange, sich sogar auf dem geraden Weg nicht geradlinig fortbewegen kann (das ist ein chinesisches Sprichwort). Dann läuft der Weg in die Zukunft eben in zig-zag, aber wen interessiets.

    In der aktuellen Ausgabe des Spiegel Magazins wird eine Passage aus einem Buch des Philosophen Oskar Negt erwähnt, in der er meint, dass es geschichtliche Situationen (wie unsere heutige) gebe, „in denen nur noch die Utopien realistisch seien.“ Erlauben Sie mir seine Meinung zu teilen und weiterhin an einer Utopie zu glauben. (Und bitte halten Sie mir jetzt nicht die Theorie der Utopie, denn der Begriff kann in mehreren Nuancen erscheinen.) Ich bin keine Trianon Aktivistin und ich hätte meine Meinung für mich gehalten, wenn Sie mir die nicht so furios entlockt hätten. Sie ist aber nichts Ungewöhnliches, denn so ähnlich wie ich denken Millionen. Übrigens, der Titel des o.g. Artikels ist: „In dieser Gesellschaft brodelt es“.

    @ Polki
    Jo, pass nor scheen uf, Polki, to is allerhand los. Ich lehn mich jetz mol zurick und schau a Weil zu, wie im Mozi.

    Von alma in Aug 10, 2010 - 17:47

  416. Sie können es auch nicht lassen, alma. ;-)
    Das Wort Mozi haben wir immer für Kino verwendet! Wir Nicht-Magyaren, wohlgemerkt.
    Und wir sind in die Ovoda gegangen…
    Wir haben diese Wörter nicht als aufgezwungen erlebt/gefühlt.
    Aber jetzt, wo Ovoda und Mozi und anderes längst in unseren Erinnerungen verschwunden sind, sollen wir uns den Vorwurf anhören, Budapest die Treue zu halten.
    Da neulich sprach ich mit meiner Nachbarin, die aus Preßburg stammt und wir erwähnten die Zeit, wo die Straßenbahn zwischen Preßburg und Wien hin- und herfuhr.
    Jede Zeit hat was Gutes. Wir dürfen nur nicht alles zerreden.

    Von Katharina in Aug 10, 2010 - 18:36

  417. Ich kenne es aus meiner Kindheit so, dass man auf die “maaschik Seitn” gehen musste, um ins Mozi zu gelangen… :-)
    Durlacher

    Von Anonymous in Aug 10, 2010 - 20:31

  418. Nix mit maaschik Seitn bei uns. :-)
    Wäre gespannt, ob die Schwaben im deutschen Dorf auch Mozi sagten.

    Von Katharina in Aug 11, 2010 - 03:57

  419. @alma
    Das Sprichwort sagt zwar: Der Klügere gibt nach.
    Wenn er aber stets nachgibt, ist er dumm.
    Vielleicht ist es auch nicht klug, den Rumänen alles einfach zu überlassen. (sie suchen stets einen Grund, alles gratis zu behalten)
    Doch was kostet der Kampf mit den rumänischen Behörden alles noch ausser Zeit, Kraft, Geld?
    Manche werden müde. Und vielleicht spekuliert der rumänische Staat auch auf das.
    Neuerdings hat er kein Geld für Entschädigungen.
    Was gibt er als nächstes an?
    Solange alles hinauszögern, bis es keine Fordernde mehr gibt, wäre ja auch ne Taktik.

    Von Katharina in Aug 11, 2010 - 04:15

  420. @Katharina

    Ein Wort, so klein, wie eine Maus… Auch ich war überrascht, als es mir gestern über den Weg gelaufen ist, das Wort. Ja, auch im Dorf hieß es so und die älteren Schwobe aus meiner Umgebung haben es auch hier nicht aufgegeben. Wenn die Deutschen wüßten, was wir da alles eingeschleppt haben, mit unseren Kisten! :-)
    Aber “maaschik Seitn ” habe auch ich noch nicht gehört.

    Von alma in Aug 11, 2010 - 08:03

  421. das mozi auf dr “maschik Seiten” (die andere Seite) hörte ich bei einem unserer Besuche im Banat der 60-ger Jahre, vielleicht sagten das nur die Älteren?

    Von Durlacher in Aug 11, 2010 - 10:41

  422. also ich bin kein Aelterer, oder doch mit 60 weiss ich nicht, bei uns hat man Mozi gesagt und keiner benutze ein anderes Wort, das war so bis 1971, danach weiss ich nicht.

    Von Joschi in Aug 11, 2010 - 15:13

  423. Entschädigung Russlanddeportation
    siehe

    http://www.siebenbuerger.de/zeitung/artikel/rumaenien/9906-entschaedigung-fuer-politische-haeftlinge.html#kommentar4374

    Von solala in Aug 11, 2010 - 16:30

  424. “Hingegen beunruhigt mich alles, was mich oder jemand anderen gegen meinen/seinen Willen festhält und mich oder den/andere/n in Abhängigkeit hält.
    Von Walther in Aug 10, 2010 – 11:48
    —————————
    Wenn Di damit Ideen meinst, wie wär´s mit der Überprüfung der eigenen, lach?

    Von getkiss in Aug 11, 2010 - 23:12

  425. Du nicht Di

    Von getkiss in Aug 11, 2010 - 23:16

  426. Ja, getkiss, du hast recht!
    Auch alle meine eigenen Ideen und Aussagen und Meinungen muss ich ständig überprüfen und hinterfragen, um nicht stur und dogmatisch zu werden. Das geht nur im Gespräch mit Anderen. Eigentlich muss ich jedem/jeder Einzelnen dankbar sein für eine Antwort, eine Reaktion, ein Spiegeln, egal wie zustimmend oder ablehnend und kritisch oder gar feindlich-aggressiv, mit allem muss/müsste ich mich auseinandesetzen…und dabei hoffentlich auch zu besseren Einsichten fähig sein, wie hoffentlich auch der/die Andere.

    Von Walther in Aug 12, 2010 - 09:37

  427. @Walther
    Deshalb sind unsere Meinungsäusserungen hier gar nicht so unwichtig! :-)

    Von Katharina in Aug 12, 2010 - 12:51

  428. Ja, das kann man so sehen…

    Von Walther in Aug 12, 2010 - 13:04

  429. Walter……….Perfekte Antwort 9:07

    Du besserst Dich, Bravo!!

    Von Polkakeenich in Aug 12, 2010 - 15:33

  430. Danke Polki! Und wenn du jetzt auch noch andere Tänze als den Polka schön findest, dann hast du dich vielleicht auch gebessert. Wie wäre es z.B. mit einem Tanz, den uns der Richard Wagner-Freund Henryk Broder im SPIEGEL präsentiert:

    http://www.youtube.com/watch?v=GUoanho82H4&feature=player_embedded#!

    Na und?

    Von Walther in Aug 12, 2010 - 16:22

  431. Oder ist das nicht “Dei Musich”?

    Von Walther in Aug 12, 2010 - 16:27

  432. Also Walter meine ehrliche Meinung zu diesem Video:
    Melodie kenne ich die Melodie ist sehr gut.
    Englisch verstehe ich ein wenig, habe mich aber auf diese Geschmaklosichkeit nicht konzentriert.

    Die Juden und alle andere Nationen in den KZ haben Folter und Hunger erlebt jeden Tag.

    Und hier so ein Tanz zu veranstalten ist für mich Geschmacklos.

    Aber Heute……….SEHNT SICH JEDER NACH KRIEG………Nur keine Ankst.
    IHR WIRD EUREN KRIEG SCHON NOCH BEKOMMEN.

    Von Polkakeenich in Aug 12, 2010 - 17:22

  433. Noch bevor ich die Kommentare auf youtube zu diesem Video las, fragte ich mich, ob es die dort Umgekommenen auch so gewollt hätten.
    Eine eindeutige Antwort konnte ich mir nicht geben, weil ich denke, nicht der Tanz ist entscheidend, sondern der Wille der Menschen nie wieder Andere zu vernichten.
    Der Tanz kann auch als Triumph über das Böse gesehen werden. Somit hätte er eine Berechtigung.

    Ich bin gegen Krieg. Aber es sieht nicht so aus, als wäre Krieg in Westeuropa nie mehr möglich. Schon dieser Afghanistan-Irrsinn macht Angst.
    Eine Menge Leute haben sich seinerzeit auf die Seite von Bush gestellt und den Irakkrieg befürwortet.
    Die Welt braucht Frieden. Das zu erkennen, einzufordern und dafür zu kämpfen, ist nicht aller Leute Wunsch. Leider.

    Von Katharina in Aug 12, 2010 - 17:57

  434. Aber Walter deine Ahnen haben doch die selben Traditionen………………War nur ein Witz!

    http://www.youtube.com/watch?v=3T5LWOrQ9Wg

    Bitte Komments lesen !!

    Von Polkakeenich in Aug 12, 2010 - 20:29

  435. Noch einmal vielen Dank, Polki!
    Woher weißt du eigentlich, dass meine eine Urgroßmutter tatsächlich Zigeunerin war? Du hast mir eine riesengroße Freude gemacht mit der Musik und dem Tanz am Grab des Zigeuners. Hast du schon einmal so viel tiefe und ehrliche Leidenschaft gesehen, mit der Zigeuner trauern und mit der sie dabei Leben und Tod verbinden können? Schon die alten Griechen wussten es und auch der Philosoph Adorno hat daran erinnert, dass in jedem Leben schon der Tod anwesend ist, und dass bei jedem Sterben das Leben einen Triumph feiert.
    Danke, dass ich noch einmal meine Urgroßmutter weinen konnte!

    Von Anonymous in Aug 12, 2010 - 22:41

  436. Das mit der Roma-Urgroßmutter bin ich, der Walther.

    Von Walther in Aug 12, 2010 - 22:42

  437. Hommage an die Oma!

    http://www.youtube.com/watch?v=-4ngwXh1cbc&feature=related

    Von Anonymous in Aug 12, 2010 - 23:56

  438. … und noch eine,aus unserer Kindheit, Walther.
    FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
    Mozi:
    http://www.youtube.com/watch?v=1e3i8WHlBN8&feature=related

    Von alma in Aug 13, 2010 - 01:00

  439. Ti Zigeinre han eere Schattre (sagt man das so?) ufgstellt. Paßt zum Banat. Oder doch nicht mehr?
    Neuerdings sitzen sie in den Villen Temeswars.
    So ändern sich die Zeiten.

    Von Katharina in Aug 13, 2010 - 02:06

  440. Walther……….Der Polki weiss alles !!
    ist a kscheidnähsiger Schwob noch viel gscheidet wie die Sachse und das heißt was !!

    Du hast aber Glück gehabt, dass sie nicht Dich in dem Film von der Alma verbrennt han……. !

    Alma ich habe schon gmeint in dem Film spiele ich und Du die Hauptrolle…..Eigentlich schade ich kann nicht mehr so schnell laufen………..

    Die Zigeiner haben mitgewirkt beim verkauf der Banater Deutschen, so wie der Gärtner auch ! In der Fabrikstadt waren drei Häuser an dem Banhof wo man bezahlen konnte…..

    12.000DM pro Person und du hattest deinen Pass über Nacht, für ein Besuch in der BRD. Aus Blumethal sind viele so nach Deutschland.

    Von Polkakeenich in Aug 13, 2010 - 07:12

  441. Der Walther weint und Polki kriegt romantische Gedanken – wenn das kein Kino ist! Was heißt laufen? Heute wünscht sich ein Mädchen keinen Schimmel mehr, sondern ein weißes Luxusauto. Ich bin aber der Meinung, dass die Zigeuner uns schon immer und überall den Spiegel vorgehalten haben, nach dem Motto: Zeige mir deine Zigeuner und ich sage dir, wie du bist.

    Von alma in Aug 13, 2010 - 08:26

  442. Ja ja, alles was uns an unangenehmen, widerlichen Zigeuner-Problemen in Rumänien und in ganz Europa zu schaffen macht, ist die Rechnung für jahrhundertelange Mißhandlung und Verachtung. Sie verweigern sich jeder “vernünftigen Mitarbeit” und jeder “Integration”, sie wollen lieber in ihrer eigenen kleinen elenden Welt leben und lassen keinen an sich heran…und ist ihr tiefes Mißtrauen allen gadjes gegenüber nicht berechtigt? Ja, dilo, das wäre es!…aber wer getraut sich, sie zu lieben? Jugoslawien ist das einzige einigermaßen positive Beispiel für eine etwas besser gelungene Integration, weil dort die Zigeunern weniger ausgegrenzt und mehr geachtet wurden. Wessen Problem ist es also: unseres oder ihres? … Wach auf Banat und Europa!

    Von Walther in Aug 13, 2010 - 12:47

  443. “Integration” ist keine Einbahnstraße!

    Von Anonymous in Aug 13, 2010 - 13:11

  444. http://www.youtube.com/watch?v=HwZL-F-60-o

    Von Anonymous in Aug 13, 2010 - 13:17

  445. Richtig, Integration ist keine Einbahnstraße! Nicht nur die Zigeuner müssen sich nach den gadjes, den Nicht-Zigeunern, richten und sie respektieren, sondern auch umgekehrt!

    Und was gibt es zu dieser “Vacanta mare”-Sendung zu sagen, außer dass es eine mir längst bekannte unverschämte Sendung des rumänischen Fernsehens war, typisch für eine wohl leider sehr verbreitete dikriminierende Einstellung den Zigeunern gegenüber…

    Aber apropos Filme über Zigeuner (siehe die Links weiter oben): „Rada and Zobar“ ist eine jener lächerlichen, romantisierenden und dadurch verfälschenden Darstellung des sog. „Zigeunerlebens“, über „Gadj dilo“ aber habe ich mich sehr gefreut, wie schon damals vor Jahren, als ich den Film zum ertsenmal sah, danke Anonymous, wer immer du bist!

    Von Walther in Aug 13, 2010 - 13:43

  446. Walter bei uns ist heute der Tag der Linkshänder……..Und ich schreibe Dir jetzt mit Links so zu sagen als Neujahrswunsch wo bei uns im Banat immer der lieben Verwanden und Dorfbewohner gewünscht wurde.

    Ich wünsche DIR von ganzem Herzen, a Haus voller Zigeiner, aller Rasen und Nationalitäten.
    Damit Du eine Doktorareit schreiben kannst über unsere guten mit Menschen.

    Scheinheilichkeit……Frage: Was ist das für ein Wort?

    Von Polkakeenich in Aug 13, 2010 - 19:45

  447. @Polki: Schon lange nicht mehr so gut gelacht, hier.

    @Walther: Es interessiert mich nicht, warum Sie nicht viel Ahnung von den Zigeunern haben. Aber warum Sie jetzt mit diesem Thema hier herumwirbeln ist offensichtlich: Um die Banater Schwaben, die hier schreiben, aufs glatte Eis zu locken und sie nachher als Xenophobe darzustellen. Wissen Sie was? Auch ich kenne den Film Gagiu Dilàu und es interessiert mich keineswegs, wo Ihre Vorfahren Ihre Kinder gezeugt haben: im Bett oder im Wald – das ist mir wurscht. Das sage ich, weil ich mir sicher bin, das Sie diese Abstammung erfunden haben. Weil Sie keinen Respekt für (diese) Menschen haben.

    Wir vergleichen Das Zigeunerlager zieht in den Himmel (in Rumänien lief er als ‘Satra’) mit Gadjo Dilo? Der ästhetische Blick der beiden Regiseure könnte nicht unterschiedlicher sein; der eine kommt aus der UdSSR der 1970ern, der andere aus dem Frankreich der 1990ern. Der erste setzt eine Erzählung (wie ein Märchen für Erwachsene) von Maxim Gorki auf der Leinwand um, und bleibt dabei der bildlichen Sprache der Märchen- und Legendenwelt treu. Das Konzept des späteren Films basiert auf einer neueren Ästhetik: viel Dreck, zur Schau gestellten Sex etc., alles weniger konstruiert. Beide Macharten spiegeln den Geist ihrer Zeit wider. Beide Filme sind innerhalb ihres Genres gut. Ob der eine realistischer ist als der andere? Das interessiert höchstens bei einer Reportage, aber nicht bei einem Spielfilm.

    Aber, nur um das zu sagen, hätte ich Ihnen jetzt nicht geantwortet. Worauf ich Ihre Aufmerksamkeit lenken will ist das, was Satra damals den Zigeunern selbst gebracht hat. Unser banater Kino platzte wochenlang aus allen Nähten und die Roma verließen es am Ende der Vorstellung mit gehobenem Haupt und strahlenden Augen. Ich habe damals, im Vorbeigehen, einen ihrer Blicke gefangen, den ich nie mehr vergessen habe. Er zeigte mir, welch große Macht die Kunst haben kann, wenn sie das will. Aber nicht nur sie, sondern auch die Achtung, die man einem Menschen schenkt, wenn man das nur will.

    Von alma in Aug 13, 2010 - 23:21

  448. Danke für die Aufklärung, alma, jetzt weiß ich Bescheid über mich: Ich lüge, ich bin hinterlistig, ich achte die Zigeuner nicht, ich habe keine Ahnung und meine Vorfahren haben ihre Kinder im Bett oder im Wald gezeugt…und Sie sind wirklich eine feine Dame und müssen mich sehr lieben, dass sie mir trotzdem so viele Worte schenken…wo Sie das alles doch auch viel kürzer hätten sagen können.

    Von Walther in Aug 14, 2010 - 00:56

  449. Jetzt sind wir beim Psychogramm…
    Dem Psychologen unter uns kann es ja nur gefallen…
    Ich meine, die Richtung, in die wir uns bewegen. :-)

    Von Katharina in Aug 14, 2010 - 04:07

  450. oder beim Roma-Programm: ca la usa cortului? ;)

    Von Anonymous in Aug 14, 2010 - 07:51

  451. Beim Psycho-Roman! :)

    Und das Banat schläft und schläft… :( (

    Von Anonymous in Aug 14, 2010 - 08:14

  452. Nur Katharina einsam wacht!
    http://www.youtube.com/watch?v=hfBWAZLgBf4&feature=related

    Von Anonymous in Aug 14, 2010 - 08:35

  453. …und alma:
    http://www.savoy-truffle.de/zippo/donald/rache.jpg
    ;)

    Von Anonymous in Aug 14, 2010 - 08:38

  454. @Anonymous: Wie süß! Sind Sie das?

    @Walther: Sie haben Recht, man kann es oft kürzer sagen, meistens sogar ganz kurz: mit einem einzigen Wort. Das wäre dann verbaler Ping Pong – sollen wir es versuchen? :-)

    Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

    Von alma in Aug 14, 2010 - 09:23

  455. Das sage ich, weil ich mir sicher bin, das Sie diese Abstammung erfunden haben. Weil Sie keinen Respekt für (diese) Menschen haben.
    @alma: Warum und woher so viel Hass? Sie haben Kompetenzen hinsichtlich Sinti und Rromas?

    Von Anonymous in Aug 14, 2010 - 13:03

  456. Das Banat schläft und die Anonymouschen sind an der Tür. :-)

    Betreff Sinti und Roma.
    Viele nennen sich selbst Zigeuner.
    Es kotzt einen so langsam an mit diesen ganzen Bezeichnungen.
    Die verdecken doch nur nach aussen die wahre Tragödie dieser Menschen.
    Frankreich verlangt von Rumänien seine Zigeuner zu integrieren.
    Derweil redet keiner, dass Millionen Rumänen das Land verlassen haben.
    Die Zigeuner alle als kriminell zu sehen, ist erlaubt, solange man sie Sinti oder Roma (Rroma!) nennt?
    Da nenn ich sie doch lieber Zigeuner und respektiere sie als Menschen, als dieses scheinheilige Getue.

    Von Katharina in Aug 14, 2010 - 23:58

  457. @Anonymous: Die Wahrheit zu sagen ist nicht gleich Hass. Es wäre interessant zu erfahren, wieso Sie sie als solche empfinden. Kompetenzen hinsichtlich der Sinti und Roma? Sinti schon mal gar nicht und was die Roma betrifft, die lebten unter uns und man konnte sie beobachten, wenn man sich dafür nicht zu fein war. Aber ehren sie uns doch bitte mit einem Namen (meinetwegen Donald).

    “…und Sie sind wirklich eine feine Dame…”
    Von Walther in Aug 14, 2010 – 00:56

    Sie meinen, Sie würden den richtigen Stallgeruch bei mir nicht erkennen, Walther. Das kommt davon, dass ich höchstens nach leerem Stall rieche: die Pferde* waren schon weg, als ich auf die Welt kam. Und, was in einer Pufoaica entsteht kann alles tragen: von Chanel bis… einfach alles.

    * Ist es wahr, dass der Salam de Sibiu aus Pferdefleisch gemacht wurde?

    @Katharina: Gut auf den Punkt gebracht.

    Von alma in Aug 15, 2010 - 00:47

  458. Das gefällt mir. Katharina.
    Ich muss immer wieder erklären, dass es in Rumänien keine Sinti gibt, aber sehr wohl Roma, Ursari, Lingurari usw.

    Die großen Probleme gibt es vor allem mit den Nachkommen der ehemaligen Sklaven der Walachei.
    Denn bis Anfang des 20. Jh. wurden die Zigeuner als Mitgift der Bojarentöchter z. B. einfach verschenkt, bis zu 300-400 Menschen ohne irgendein Recht, mit denen konnten die Besitzer machen was sie wollten. Und ich denke, wenn man einem die Würde über Jahrhunderte weg genommen hatte, so pfeifen sie drauf und ihre Kinder und Frauen zählen nichts, sind für ihre “Besitzer”, ihre Männer und die Clan-Chefs auch nur zum Geld Anschaffen da.

    Ich habe erst spät gemerkt, dass es auch innerhalb Siebenbürgens große Unterschiede gab, in einem Ort, in dem ich zwei Jahre lang gelebt habe, gab es 4 Arten von Zigeunern, die untereinander nicht kommunizierten.

    Eine aus der Roma-Siedlung traf ich Jahre später bettelnd vor der “Sagrada Familia” in Barcelona, sie schepperte Münzen in einem Joghurt- Becher vor der Nase der Schlange stehenden Turisten, bis diese ihr etwas einwarfen, damit sie Ruhe gab.

    Diese Roma waren aber gar nicht arm gewesen, sie züchteten Schweine, die Frauen sammelten Abfälle dafür, es waren fleißige Leute und ihre Häuser waren ordentlich gebaut.

    Von Durlacher in Aug 15, 2010 - 00:50

  459. Auf ziare.com kann man einen interssanten Artikel von Livia Stroie über das Verhältnis der Rumänen zu den Zigeunern lesen. Er hat sehr widersprüchliche Kommentare ausgelöst. Interessant ist auch, dass die Autorin gleich am Anfang des Artikels an die ebenfalls jahrhunderte alte religiöse Diskriminierung der Frauen erinnert. (Ich gehe davon aus, dass hier noch so viel Rumänische verstanden wird):

    Slava Domnului ca nu suntem tigani – Gott sein Dank, dass wir keine Zigeuner sind

    La fel cum evreii multumesc lui Dumnezeu, intr-o rugaciune, ca nu sunt femei, la fel si noi ar trebui sa multumim ca nu suntem tigani.
    Sau rromi, nici nu conteaza cum le spui. Slava Domnului ca ei sunt cei care traiesc in saracie si mizerie si sunt necivilizati. Slava Domnului ca ei fura, mint, injura, inseala, omoara, violeaza. Sau cel putin o fac mai des decat noi. Slava Domnului nostru cel bun ca nu ne-am nascut intr-o hazna murdara, fara apa curenta si canalizare, cu doar o cutie de carton deasupra capului, la marginea unui oras cu cateva zeci de mii de locuitori si doar cateva mii de locuri de munca. Slava Domnului ca n-a trebuit sa furam ca sa mancam. Slava Domnului ca noi ne-am dus la scoala. La scoala de stat, cu profesori scarbiti, prost platiti si prost pregatiti, de unde abia asteptam sa iesim ca sa mergem sa batem mingea impreuna cu copii de tigani pe maidan. Mamele noastre, cu mainile curate si palmele batute de atata munca, si-au suflecat manecile si au trudit ca sa ne creasca: nu ne-au trimis la cersit ca sa hraneasca inca o droaie de frati. Tatii nostri, puternici si cinstiti, au gasit mereu un loc de munca, fie si daca aveau doar patru clase, pentru ca erau romani, si nu tigani. Ce bine ca nu trebuie sa ne gandim ce am fi facut intr-o astfel de situatie! Nu, n-are rost sa ne gandim la asemenea scenarii de doi bani. Chiar si asa, e de la sine inteles ca noi, cu cinstea si demnitatea ce ne caracterizeaza, am fi reusit mult mai mult. Am fi muncit cinstit, am fi economisit fiecare banut, si am fi tras cu dintii sa ne scoatem din saracie si din mizerie. Am fi perseverat pe langa cei care ne discrimineaza si le-am fi schimbat ideile preconcepute, printr-un comportament de cetateni exemplar. N-am fi furat ca sa mancam. N-am fi asteptat de la stat nimic, de la societate nimic, de la oameni de afaceri nimic, nici locuri speciale in scoli si universitati, nici locuri de munca, nimic. Am fi construit ca zeii indieni, totul din nimic, sau ca americanii, am fi construit “the romanian dream”, de la nimic la corporatie multinationala, lant de restaurante de success sau propria linie vestimentara. Am fi luptat ca niste lei impotriva evacuarilor ordonate de francezi, am fi stiut ca avem drepturi si ne-am fi aparat dreptul de a calatori in toata Europa ca cetateni liberi. I-am fi dat peste nas lui Sarkozy, organizand proteste pasnice in fata supermarketurilor in care nu avem voie sa intram. Tiganii, vai de ei. Nu prea trec pe la scoala. Slava Domnului! Asa au uitat ca au fost sclavi in tarile romanesti pana pe la 1850 si ceva. “Robi”, nu “sclavi”, sa-mi fie cu iertare. Slava Domnului ca nu suntem tigani. Pacat ca nu scrie si pe buletin asa. Mereu ne confunda strainii astia, arde-i-ar focul!

    Von Walter in Aug 15, 2010 - 01:29

  460. (meinetwegen Donald).
    Von alma in Aug 15, 2010 – 00:47

    oh bitte nicht schon wieder ein argumentum ad hominem, aber ist doch leichter, als sich sachlich auseinanderzusetzen, gell? Nichts für ungut, sollte keine Beleidigung sein. Der von Walther eingestellte Artikel bringt es gut auf den Punkt, danke!

    Es beunruhigt, wenn Menschen nicht dem “zivilisierten” Standart entsprechen oder entsprechen wollen, da ist der Schritt zur Missionierung um dem armen Zigeuner etwas besseres zu wollen nicht weit. Und dann erntet man von dem Zigeuner Undank dafür; soetwas!

    Von Anonymous in Aug 15, 2010 - 09:16

  461. “Slava domnului”, der Rom sitzt nicht vor meiner Tür und ich muß mich nicht um ihn kümmern.
    Und sollte er sich doch trauen, mir zu nahe zu treten, werde ich alle Mittel und Wege finden, ihn zu entfernen.
    So könnte man das auch sagen.
    Seit dem Auftauchen dieser Menschen in Europa haben sich die Anderen ihnen überlegen gefühlt.
    Man hat sie gehaßt, gejagt, versklavt.
    Und hat doch einer mal versucht zu verstehen und zu helfen, wurde er auch enttäuscht. In vielen Fällen.
    Richard Wagner hat in seinem Buch “Das reiche Mädchen” über eine gescheiterte Beziehung zu einem Rom geschrieben, über falsch verstandene Hilfe. Das eigentliche Problem blieb der Protaganistin fremd.
    Wenn es um die Roma geht, haben die meisten von uns keine Ahnung, wie man dauerhaft ihnen helfen könnte, ohne sie ihrer Identität zu berauben.

    Von Katharina in Aug 15, 2010 - 12:03

  462. Da muss ich Dir vollkommen zustimmen, Katharina!

    Und es stimmt auch, Anonymous (vom Aug 15, 2010 – 09:16), dass es hier geht nicht um Personen geht, sondern um die Sache, und die ist sicher schwierig und kompliziert genug, so wie Katharina es andeutet!
    Es ist ja eigentlich schon ein Skandal, dass es überhaupt ein “Zigeuner-” oder „Roma-Problem” gibt (so wie es ja auch einmal ein “Juden-Problem” gab oder immer noch gibt). Und es geht hier gar nicht um Personen, nicht um alma, nicht um mich oder irgend eine/einen andere/n, auch nicht darum, ob irgend jemand besser Bescheid weiß über meine Vorfahren, als ich selbst. Ja nicht einmal darum, ob einer von uns wirklich eine Zigeuner-Urgroßmutter in der Ahnenreihe hat oder nicht: selbst wenn ich die Geschichte frei erfunden hätte – an der Sache würde das nichts ändern. Und natürlich weiß auch ich trotz meiner Zigeuner-Urgroßmutter überhaupt nicht mehr über die Zigeuner/Roma.

    Im Übrigen aber ist die Geschichte, so wie sie geschah, schnell erzählt: Ja, ich bin auch froh (in dem Sinne, wie die Journalistin Livia Stroie es mit viel traurigem, spöttischem und empörtem Hintersinn meint), dass ich trotz meiner Zigeuner-Urgroßmutter nicht in der satra, dem Zigeunerzelt, aufgewachsen bin, sondern in einem wohlhabenden, rumänien-deutsch geprägten Elternhaus, meine drei anderen Urgroßmütter und alle übrigen Vorfahren waren ja „ehrbare” und „weiße” Nicht-Nichtzigeuner verschiedener Ethnien, darüber muss ich doch froh oder sogar stolz sein, nicht wahr? Oder muss ich mich vielleicht doch auch ein bißchen schämen dafür? Und ja, ich bin auch froh und „danke dem lieben Gott” – soweit ich an ihn überhaupt glauben kann – dass diese Geschichte für mich so „glücklich” verlaufen ist, dass ich sie heute in einem einigermaßen anständigem Deutsch erzählen kann. Denn jenes Neugeborene einer von ihrer Sippe verstoßenen jungen schwangeren Zigeunerin, eben meiner späteren Urgroßmutter, wurde von einem kinderlosen, reichen siebenbürgisch-sächsischen Ehepaar, meinen Stief-Urgroßeltern, als eigenes Kind angenommen, evangelisch getauft und auf die deutsche Schule geschickt; Ja, ich bin froh, dass dieser „Zigeunerjunge”, also mein späterer Großvater (dessen leiblicher Vater, möglicherweise eine Sachse oder Schwabe oder Rumäne oder Zigeuner oder…auf jeden Fall ein MANN!, nicht wahr?… :) , der die junge Zigeunerin, also meine leibliche Urgroßmutter – aufgepasst alma! – vielleicht im Wald oder in der Scheune/im “Schopfen”, oder sonst wo vergewaltigte oder aber, wer weiß es, sie wirklich „liebte”, nie bekannt wurde) – dass also dieser evangelisch getaufte und deutschsprechende „Zigeunerjunge” später sogar selbst Volksschullehrer und Wanderprediger wurde (na klar, seine Mutter war ja „Wanderzigeunerin” ;) ), und dann eine Frau aus einer verarmten deutsche Bauernfamilie, meine spätere Großmutter mütterlicherseits, heiratete. Ja, ich bin froh, dass er all das an Erziehung und Bildung mitbekam, was bei den Deutschen in Rumänien damals üblich war…

    Aber gar nicht froh bin ich – und war vor allem er selbst, sowie seine Familie nicht, unter anderen auch meine Mutter – dass er wegen seines ausffällig „brünetten” Aussehens und seiner bekannten „zwielichtigen” biologischen Herkunft nie richtig in die deutsche Gesellschaft in Rumänien aufgenommen, oder wie man heute sagt, “integriert” wurde und deswegen irgendwann das Weite suchte und damit Familie und Heimat verließ, Schande, Schande! Was ihm natürlich den Ruf des „unordentlichen Zigeuners” und eben Schimpf und Schande einbrachte oder eben „bestätigte”, weil das genau wieder in das Bild jener biederen, ab- und verschlossenen und ach so ordentlichen deutschen Gesellschaft passte, in der ich selbst ja „Gott sein Dank” aufgewachsen bin.

    Ich bin sicher, dass sich in einer solchen „Zerreißprobe” zwischen verschiedenen Ethnien und Kulturen in Laufe der Zeit im Banat und in Siebenbürgen viel mehr solche „Zwischenweltler” befanden, Kinder aus irgendwelchen „Mesalliancen”, aber dass diese Fälle verschwiegen und ausgegrenzt wurden. Und es wird vermutlich noch viel Zeit vergehen, bevor es diese Aus- und Abgrenzungen nicht mehr geben wird. Und vielleicht geht es ja heute doch irgendwie auch um Personen, also auch darum, wie verschiedene Menschen unterschiedlicher Herkunft miteinander im direkt Kontakt umgehen, wieviel Distanz oder wieviel Nähe und Interesse möglich oder auch nötig ist. Sehr schwierig, wie Katharina andeutet.

    Von Walter in Aug 15, 2010 - 12:19

  463. Statt “ausfällig” sollte es oben natürlich “auffällig” heißen. Aber vielleicht stimmt ja such “ausfällig”…irgendwie ;)

    Von Walter in Aug 15, 2010 - 12:22

  464. Wir sind jetzt bei einem schwierigen aber interessanten Thema gelandet.Ich wünsche mir, dass wir noch eine Weile dabei bleiben.
    Muß leider weg.
    Freue mich schon auf Eure Beiträge.

    Von Katharina in Aug 15, 2010 - 12:31

  465. “oh bitte nicht schon wieder ein argumentum ad hominem…” Von Anonymous in Aug 15, 2010 – 09:16

    Muss das sein, Anonymous? Ich habe Sie gebeten, uns die kurzen Aufenthalte hier nicht unnötigerweise zu komplizieren, damit man nicht auch noch mit dem Rätseln Zeit verbringen muss, wer das jetzt gesagt hat: Durlacher, Walther oder ein Anderer, also wer? Ich habe Sie keineswegs angegriffen, ich habe Sie nicht Donald Regan oder Donald Rumsfeld genannt, sondern mir einfach den Anhaltspunkt geschnappt, den Sie geliefert haben. Darüber hinaus ist Donald ein Name, wie jeder andere. Wir Banater sind auch mit den englischen Namen vertraut, wir haben ja unseren Gibson und unseren William.

    Von alma in Aug 15, 2010 - 12:40

  466. Schöne Geschichte, Walther. Ich wünsche Ihnen, dass Sie und Ihre Kinder auch etwas von den manchmal sehr schönen Gesichtszügen der Zigeuner geerbt haben.

    Von alma in Aug 15, 2010 - 12:48

  467. Diese Diskussion hat mir Zaharia Stancus Satra in Erinnerung gebracht. Es ist ein Roman, der das Herz des Lesers für die Leiden der rumänischen Zigeuner öffnet. Es ist schon so lange her, dass ich ihn gelesen habe, dass ich mich nur an wenige Details erinnere. Ein grausames Gesamtbild ist aber in meinem Kopf geblieben: Elend, Hunger und Erniedrigung im kalten Dreck.

    Sowohl aus Büchern, als auch aus Filmen (siehe die zwei oben genannten), aber auch aus eigener Erfahrung kennen wir die Zigeuner als ein Volk, das nie erwachsen wurde. Sie machen andauernd Dummheiten, für die sie dann bestraft werden und so leiden müssen. Ihr Drang nach einem Leben in grenzloser Freiheit stießt überall auf Unverständnis. Wenn man nicht arbeitet und nicht sesshaft werden will, dann muss man, um zu überleben, eben stehlen, aber das geht in einer etablierten Gesellschaft nicht. Man wird sie mit der Zeit zähmen und integrieren und dann werden sie bei Bosch am Fliessband stehen (vielleicht, vielleicht auch nicht). Worauf man aber achten muss ist, dass wir ihnen nicht die Identität stehlen; wo es nur geht, sollte man ihre Kultur fördern, damit sie wenigstens darin ihre Freiheit bewahren können. Das wird auch vielerorts getan. Sie sind begnadete Musiker und die Welt möchte nicht ohne ihren schönen, feurigen Tänzen bleiben. Das ist aber nur ein Ansatz und nicht die Lösung des Problems, die es auf kurzer Strecke nicht geben wird. Es ist ja nicht so, dass wir manchmal, wenn wir an unserem Fliessband (hat viele Erscheinungsformen) stehen, ihre Freiheit nicht heimlich beneiden. Wie der müde Erwachsene, der sich im Park auf einer Bank ausruht und dem Treiben der Kinder im Sandkasten zusieht; er weiß, wer diesen gebaut hat und er weiß, dass der Kasten instand gehalten werden muss, damit er kein Ungeziefer anzieht. Er hofft aber, dass diese Kinder lernfähig sind, und die Instandhaltung irgendwann weiterfüren werden, sonst ist alles umsonst gewesen.

    Von alma in Aug 15, 2010 - 12:55

  468. Schöne Geschichte, Walther. Ich wünsche Ihnen, dass Sie und Ihre Kinder auch etwas von den manchmal sehr schönen Gesichtszügen der Zigeuner geerbt haben.

    Von alma in Aug 15, 2010 – 12:48

    oh nein, schlägt jetzt die Blut-und-Boden-Romantikern durch; Vererbungslehre, Rasse….

    Von Anonymous in Aug 15, 2010 - 16:18

  469. Wollte ich auch schon so ähnlich sagen, aber vielleicht nicht gerade als Erster, danke Anonymous! Also, das mit den „manchmal sehr schönen Gesichtszügen der Zigeuner” lassen wir lieber, es könnte ja sein, dass die Gesichter meiner Kinder und mein eigenes gar nicht so schön, vielleicht sogar mit einer proportional etwas zu großen und zu gebogenen Nase ausgestattet sind, manche sagen jedenfalls, dass mir meine Kinder „wie aus dem Gesicht geschnitten” sind, im übrigen aber sind wir ziemlich zufrieden mit unserem Aussehen, auch wenn es uns andererseits nur mäßig wichtig ist und wir es mit dem Biologismus sowieso nicht so arg haben. Und auch was „die feurigen Tänze” angeht: könnte es sein, dass sich dahinter auch ganz viel Trauer verbirgt?

    Ja, „die Zigeuner als ein Volk, das nie erwachsen wurde” – so könnte man es sehen: wenn man als „erwachsen” das bezeichnet, was die Anderen, als wir, die Nicht-Zigeuner (du erlaubst, dass ich meine etwas über 10% Zigeuner-Gene ;) vernachlässige) mit der kopfgesteuerten Ratio…Vernunft…Verstand…Disziplin usw. an „zivilisierter Kultur” und „Aufklärung” erreicht haben. Manchmal aber kriegt man Zweifel daran, wie „erwachsen” das alles ist und wo darunter doch überall das Kindlich-Kindisch-Nichterwachsene und „Dumme” verborgen ist, von wo es jederzeit mit genau jener ungezügelten, irrationalen Leidenschaft hervorbrechen kann, die man an den Zigeunern einerseits bewundert und andererseits auch fürchtet und verurteilt. Beispiele dafür auch auf solchen Blogs wie diesem hier, gibt es ja zuhauf, wenn auch Gott sei Dank nur auf verbaler Ebene. Sich selbst Grenzen setzen gegen den „grenzenlosen Freiheitsdrang”, ja, dass gehört wohl in der „etablierten” Mehrheitsgesellschaft zu dem, was wir „erwachsen” und zivilisiert nennen. Aber ist diese etablierte „zivilisierte” Gesellschaft nicht auch erst durch zügellose Gewalt und durch das Recht und die Macht des Stärkeren, durch Sklaverei und Unterdrückung entstanden, sowie durch Ausgrenzung von Schwächeren und „Anderen”, z.B. den Zigeunern, aber auch vielen anderen? Man wird sie mit der Zeit „zähmen” und „integrieren”, z.B. mit Anordnung von oben oder gar mit Gewalt „zivilisieren”, nach unserem eigenen Vorbild? Vielleicht am „Bosch-Fließband”? Vielleicht gar in Umerziehungs-Lagern, in Gettos, wo sie in Abgeschiedenheit ihre Identität und Kultur pflegen können, die wir aus der Ferne ganz romantisch finden, aber ansonsten nicht zu nahe kommen wollen? Also wieder Ab- und Ausgrenzung? Ob das gut geht?

    So einfach ist das wohl nicht mit der Aufteilung in „wir Nicht-Zigeuner sind erwachsen und ihr Zigeuner seid es nicht”, der Unterschied, sofern es ihn im Wesentlichen überhaupt gibt, ist vermutlich gar nicht so groß und so kategorisch-kategorial, wie wir uns das vielleicht gerne vormachen oder wünschen. Wenn man sie, die Zigeuner, aber doch unbedingt als unerwachsene Kinder ansieht und in einem strengen überheblichen Gestus so behandelt: müsste man sie dann nicht andereseits vielmehr auch mit Nachsicht, Güte und Liebe behandeln, so eben, wie man Kinder auch behandelt? Oder sind wir mit unserer „erwachseneren” und „fortgeschrittenen-fortschrittlichen” Zivilisation vielleicht sogar dazu verpflichete, eine Lösung für ihr und unser „Zigeuner-Problem” zu finden?

    Von Walter in Aug 15, 2010 - 16:30

  470. Oben sollte es nicht “als wir, die Nicht-Zigeuner…”, sondern “also wir, die Nicht-…” heißen.

    Von Walter in Aug 15, 2010 - 16:34

  471. Walter ich schlage dir vor ein Versuch:
    Kaufe ein Kilo schwarze Farbe und versuch diese Farbe weiß zu machen……

    Frage: Wieviel weisse Farbe benötigt man, um diese Schwarze zu beseitigen……..?

    Viel Spaß beim Rechnen….Gscheit seid ihr Ja
    Also ich warte auf ein 10% Ergebniss ! Lach

    Von Polkakeenich in Aug 15, 2010 - 17:13

  472. Viel Spaß beim Rechnen….Gscheit seid ihr Ja
    Also ich warte auf ein 10% Ergebniss ! Lach

    Von Polkakeenich in Aug 15, 2010 – 17:13

    Kompliment zurück. Reduzieren wir mal Deine Aussage auf ein Minimum, was soll uns das sagen? Aus einem Zigeuner kann man nimmer einen guten Menschen machen, genauso wie aus schwarz nicht weiß? Interessantes Rätsel gibst Du uns hier auf.

    Von Anonymous in Aug 15, 2010 - 17:19

  473. Aus einem Zigeuner kann man nimmer einen guten Menschen machen,………..

    Anonymous 17:19

    Aus einem Zigeiner kann man kein guten Menschen Machen, den ein Zigeiner ist bei mir nicht ein Cinty oder Roma sondern alle schlechten Menschen auf dieser Welt !
    A Zigeiner kannst auch Du sein Anonimous……..Möglich ist alles, ich kenn dich ja nicht.

    Also aufpassen nichts verdrehen.

    Mein Onkel hat eine Weisse Tauben Zucht (King) gehabt! Da musste er alle Zehn Genarationen eine Schwarze Taube einkreutzen damit eine reine Weisse Taube nach Zehn oder mehr Genarationen wieder gibt.

    Beim Englischen Königshaus ist das selbe gschehen mit der Prinzesin Diana. Um die Inzucht zu entfernen hat man eine nicht Adlige verphlichtet die Lapohr Rass zu beseitigen.

    Alles ist geplannt und kein Zufall !!

    Von Polkakeenich in Aug 15, 2010 - 19:00

  474. ach Polkakenich, ich weiss nicht was Du mit dieser Schwejkiade beabsichtigst, so kann man jede ernsthafte Diskussion ins Abseits führen. Es ist immer leicht das andere und fremdartige als Zerrbild herzunehmen um bestätigt zu bekommen, dass man selber auf der richtigen Seite steht.

    Von Anonymous in Aug 15, 2010 - 19:26

  475. „ (Und ich denke, wenn man einem die Würde über Jahrhunderte weg genommen hatte), so pfeifen sie drauf ihre Kinder und Frauen zählen nichts …“
    Zitat v. D.
    Ja, ja die Frauen müssen es ausbaden … Das bei allem Verständnis bitte nicht vergessen.

    Von Anonymous in Aug 15, 2010 - 19:46

  476. A………… Ernsthaft……in einem Forum, sind die Menschen frei und brauchen sich keiner Idologie und Partei treue verpflichten…!

    Ich muss so zu sagen, nicht deine Schuhe putzen !! Und das ist gut so egal wer du auch bist.

    Walter Bei uns im Dorf waren schwärzere Leid (Rumäner, Cyndi,Romas) weis ich nicht.
    Sie waren unsere Freunde und sind mit Deutschen Banater verhairatet, und mit nach Deutscland gekommen. Jeder Blumenthaler respektiert sie, wie die anderen Blumenthaler auch.
    Somit wift nicht mit Dreck auf die Allgemeinheit wenn dies so in Siebenbürgen war…..das heißt noch lange nicht das es im Banat auch so war.
    Ich hatte konntakt in verschiedene Ortchaften vom Banat und lebete auch in einigen. /Cidy und Roma) Wurden zu meiner Zeit nicht Rasistisch behandelt. Punkt
    Ich kenne die Menschen aus Jahrmakt, Bruckenau, Fibisch, Blumenthal, Königshof, Altringen, Scharlottenburg.
    Somit dreht bitte keine Strick für Menschen die so nicht waren !!
    Meine Nachbaren sind Siebenbürger Sachsen und sind keine Rasisten……….
    Was soll diese Dumheit ?

    Von Polkakeenich in Aug 15, 2010 - 19:47

  477. wer sagte hier was von Schuhe putzen? Ist das wieder so eine symbolhafte Sprache von Dir. Ja klar, dann kannst Du Dich wieder zurückziehen und den Arglosen mimen. Was heißt hier Ideologie oder Partei. Gerade sich über die Zigeuner zu erheben und sie mitleidvoll zu betrachten, hm ist das denn keine Ideologie? Ich kenne sowohl das Banat als auch die Siebenbürger, dazu bedarf es weder eines Polkakenichs noch sonst einem Oberschwaben. Und jetzt kannst Du mal darüber nachdenken, natürlich nur wenn Du willst, soll ja kein persönlicher Angriff sein, was ich damit meine. Oder lass es auch einfach bleiben.

    Von Anonymous in Aug 15, 2010 - 19:57

  478. Polkakeenich, das war bei uns genau so. Die drei, vier Zigeuner-Familien waren wie wir im Ort zu Hause, sprachen deutsch und rumänisch. Zwei der Nachkommen sind ausgewandert und mit Deutschen verheiratet. Zumindest einer (ich weiß es nicht mehr so genau, will mich nicht festlegen, ob er der einzige war) hat studiert und sich in einem sehr angesehenen Beruf etabliert. Die anderen haben handwerkliche Berufe ausgeübt oder in Fabriken der Stadt gearbeitet. Anständig waren sie alle.
    Die waren aufgeschlossen und haben ihr Geld durch Fleiß verdient.

    Von Anonymous in Aug 15, 2010 - 20:08

  479. Der Kommentar von 20:08 Uhr war von mir, Beatrix.

    Von Beatrix in Aug 15, 2010 - 20:09

  480. Danke Beatrix !

    Anonymous ich schreibe von meiner Erfahrung, Du schreibst von deiner Erfahrung.
    Ich lasse mich von keinem auf dieser Welt in eine rechte Ecke werfen auch nicht hier im Forum.
    Ich betrachte die Cindy und Roma nicht mitleitvol wie du meinst………
    Sondern ich sehe sie als normale Menschen.

    Wenn ich aber über Zigeiner schreibe, da bin ich noch schlimmer wie der eckel Alfred….!
    Da würde ich auch………………..
    Schreibe ich hier nicht, so plad bin ich jo grad nit…………Anonymous
    Denn meine Identidät ist bekannt, im gegensatz zu Deiner…….Für wie pled haltscht mich uf gut schwowisch?

    Von Polkakeenich in Aug 15, 2010 - 20:56

  481. so pled bin ich jo grad nit……..

    Von Polkakeenich in Aug 15, 2010 - 20:57

  482. Also, wie ich schon sagte, habe ich im Banat keine deutsche Schule besucht, also kann ich nicht wissen, was Sie dort alles gelernt haben und warum manche (wenige zwar, aber die fallen besonders auf) diesen Begriff „Blut und Boden“ bei jeder Gelegenheit aus dem Ärmel ziehen. In meiner rumänischen Schule klang „Blut und Boden“ so:

    „Sa nu dea Dumnezeu cel sfânt
    Sa vrem noi sânge, nu pamânt!“

    George Cosbuc, Noi vrem pamânt. Da ist Blut und Boden drin. Die haben uns schon in der Schulbank damit familialisiert, wie ein Restitutionsverfahren abzulaufen hat.

    Und damit jetzt jeder, aber wirklich jeder versteht, dass dies ein Scherz ist, markiere ich den Beitrag mit Gelb:
    ;-) J ;-) J ;-) J ;-) J ;-) J ;-) J

    Aber mal im Ernst: Ich wußte nicht, dass es so eine hübsche Holzbrücke in Rumänien gibt:
    http://ro.wikipedia.org/wiki/Fi%C8%99ier:Cosbuc_HB.jpg

    Von alma in Aug 15, 2010 - 21:11

  483. Alma tut mir Leid…….ich verstehe den Schertz nicht!

    Ich könnte mir aber vorstellen, das Du deinem Liebsten ein Orgasmuss vorteuscht…….!
    Du bist sehr schlau, so wie die Eva meine Uhr Grossmutter…………

    Von Polkakeenich in Aug 15, 2010 - 21:31

  484. Mein Rumänisch ist nicht mehr so gut, heißt das:

    Möge Gott nicht zulassen,
    dass wir Blut oder Boden begehren

    oder
    Möge Gott nicht zulassen,
    dass wir Blut möchten statt Boden?

    Von Beatrix in Aug 15, 2010 - 21:41

  485. :-D :-D :-D

    Polki, da musste spontan ich sehr lachen. Obwohl ich dann dachte, du meine Güte, wäre dann ein schlaues männliches Wesen einer cu doua perechi de c…?

    Die Blut und Boden Literatur haben wir nicht in der Schule gelernt, Alma, die stand bei uns zuhause in den Regalen unserer lieben Eltern.
    Polki, das sind Bücher wo die Deutschen so gesegnet sind mit deutschen Tugenden, dass andere, Nichtdeutsche oder minderwertige Slaven oder schwarze Untermenschen britische oder französische Kolonialmächte oder jüdische Intriganten ihnen an den Kragen wollen, bzw. sie um ihre Rechte bringen wollen usw. usf. Auf jeden Fall verteidigen sie ihr Blut und ihren Boden in diesen Werken, denn sie sind ja allen überlegen. Und es gab sogar die Theorie, dass Deutschland unbedingt noch mehr Boden braucht, denn sie waren ja so viele, dass sie keinen Platz mehr hatten, also ein “Volk ohne Raum” und deshalb war es in den Augen der Nazis legitim, über andere herzufallen.

    Gruß, Durlacher

    Von Anonymous in Aug 15, 2010 - 21:53

  486. Durlacher, alles, was ich in den langen Sommerferien gelesen habe, hat „gepasst“, kein Buch geschadet:
    Alte Stadt-Gottes-Zeitschriften und Neue-Literatur-Hefte, Wälzer wie die Geschichte der Diplomatie (russischer Autor) und die Geschichte Amerikas, Jack London und Erwin Strittmatter, Felix Dahn und Karl May, Kipling und Gustav Freytag, Tolstoi und Bronte, Hugo, Balzac und Müller-Guttenbrunn.

    Von Beatrix in Aug 15, 2010 - 22:13

  487. Ich stelle fest, dass mit der Zeit der Umgang in diesem Laden etwas locker wird, Polki.

    Ich weiß, dass sie den Blut und Boden Dings nicht in der Schule gelernt haben, Durlacher. Das mit dem “Volk ohne Raum” verstehe ich so: Die Deutschen haben sich über Nacht wie die Karnickel vermehrt und hatten dann plötzlich keinen Raum mehr um Polka zu tanzen. Das war doch so, oder?

    Von alma in Aug 15, 2010 - 23:35

  488. @Beatrix: Die zweite Variante stimmt. Polki hat es verstanden.

    Von alma in Aug 15, 2010 - 23:38

  489. „Sa nu dea Dumnezeu cel sfânt
    Sa vrem noi sânge, nu pamânt!“

    OK ich übersetze mal so wie ich diesen Satz verstehe.
    Soll uns der heilige Gott geben,
    Wir wollen Blut und kein Feld!”

    Dichtersprache……Dumheit……Ich schreibe doch auch viele Dumheiten…..Warum soll es anderen nicht so gehen.

    Karnickel……Ja, jede Familie hat über 10 Kinder gehabt ………Man war froh,wen eines weg war, eins weniger für ernähren. Bei uns im Dorf wurde die Geschichte von Grund und Boden auch erzählt damit die Deutschen Europa fruchtbar machen.
    Die fruchtbare Erde von Russland hat man wollen auf den Westeuropäischen Felder verteilen. Da in Russland die Wassermilonen so dick wie ein Wagenrad werden.

    Locker………War ich hier schon immer. Einige haben nur gmeint sie sind zu gut für diese Bühne! Da träumt man die ganze Nacht von Carl nicht dem Keenich aus Rumänien, nein von dem aus Sacklas.

    Die Brücke: Wurde zu gemacht 1944, da immer wieder Rumänische Kolonisten Kopfüber ins Wasser sprangen und bei diesem niedrigen Wasserstand starben.

    Anonymous oder wie du heißt: Ich habe mich noch nie zurück gezogen ich war nur in Lauerstellung, da ich andere wichtigere Sachen auch noch zu erledigen habe.

    Walter Psychologie Profesor: Ich habe mir sagen lassen, dass die Psycho Ärzte oft auch so krank sind wie ihre Patienten…….Lach

    Noch etwas zu den Tauben: wenn sie noch paar schwarze Federn hatten wie unserer Walther hat man sie entfernt bevor man sie zum verkaufen anbot. Mann konnte es erkennen in dem man den Tauben in das Federkleid blas und dann sah wo eine Feder fehlte.
    Bei Dir muss man noch nicht blasen, wen die Caucau farbe besitzt auf der Nase.

    Von Polkakeenich in Aug 16, 2010 - 09:33

  490. Es gibt sicher auch andere banatschwäbischen Männer und es ist ja irgendwie auch verständlich, warum die meisten von ihnen das Feld hier dem Polki überlassen, aber warum sie auch die Banater Frauen mit ihm alleine lassen?…unverständlich. Vielleicht gibt es deswegen hier so starke Frauen?

    Von Walter in Aug 16, 2010 - 10:55

  491. “Ich Liebe starke FRAUEN !!”

    Walter…….Du vertsehst vieles nicht. Den deine Vorfahren (nicht die vom Wagen) haben den Dracula auf dem Gewissen.
    Somit ist der Dir immer auf den Fersen.
    Auf Schwowisch: Owachtgewe der frest dich vielleicht a mol, mit Haut und Haar!

    Interesant ist: Ich habe gestern hier das erste mal gelesen, dass die Cindy und Roma Sklaven waren im 19 Jahrhundert noch.
    Danke für die Info.

    Von Polkakeenich in Aug 16, 2010 - 11:47

  492. Habe mal eine Geschichte aufgeschrieben….von meinem Dorf.
    Die Kiehalterpeitsch
    Bei uns im Dorf wie in alle anderen Schwaben Dörfer hat es a Kiehalter (Kühe wurden von ihm auf der Weide betreut.) Schweinshalter, Roshalter, Schafshalter,Schinder (Sammelte die Toden Tiere und entsorgte sie). Diese Menschen wurden meistens Zigeuner genant und wenn etwas im Dorf gestohlen wurde, waren sie die ersten verdächtigen.
    Ob es Zigeuner waren bezweifle ich manchmal, es waren auf jeden fall sehr arme Familien die eine Alte Hütte von der Gemeinde bereitgestellt bekamen mit einem Garden in dem sie ihr Gemüse anbauen konnten.
    Diese Tätigkeiten wurden normalerweise vom ersten Mai bis ersten November ausgeführt.
    Jede Familie musste etwas bezahlen, für diese Leistung nach Anzahl der Tiere die man dem Kiehalter anvertraute. Dies war in Deutschland nicht anders.
    Somit gingen sie im November von Haus zu Haus und sammelten ihr Lohn ein………. dass sehe ich schon als eine Erniedrigung, da der Kiehalter sein Lohn einbetteln musste. In manchen Häuser ist er auch oft sehr schlecht behandelt worden und man versuchte im noch den Lohn herab zu handeln…….. Sicherlich gab es auch die andere Sorte von Menschen die im sogar mehr gaben als das nötigste. Wir hatten zu meiner Zeit ein alten Kiehalter der sehr beliebt im Dorf war und auch respektiert wurde. War ein sehr zuverläsliecher Mann. Jeden Morgen wurden die Kühe zur gleichen Uhrzeit hinausgetrieben und auch wieder heim unter Tags auf der weide musste der Kihalter achten damit die Kühe nicht weglaufen in Felder oder sich überfressen….. So leicht war das nicht, da es keine Zäune gab. Ja in den Banater Dörfer gab es ein Sprichwort das der Schofhalder sein Geld im Schlaf verdient !………………..Dies ist sicherlich aus Neid entstanden.
    Am Mittag war an jedem Dorf ende ein Platz mit gepflanzten Bäume wo die Tiere ihren Mittagschlaf machten. Und somit nicht der heißen Sonne ausgesetzt waren neben dran war der Brunnen wo der Kihalter die Tiere zum Wasser bringen musste.
    Wir gingen auch sehr oft hinaus spielen so durften wir mit der Kihalterpeitsch Knallen. Die Peitsche bestand aus einem Peitschenstock, der so an die vierzig cm lang wahr, und einem geflochtenem vier Meter langem Lederstrang. Das zur Spitze immer dünner wurde und am ende mit einer geflochtenem Pascht endete wie ein Mädchen Zopf. So drehte man die Peitsche vier fünf mahl in eine Richtung, damit sie richtig schwunk bekam und dann änderte man die Richtung schlagartig in die andere Richtung, so das es knallte! Somit wusste man das der Kihalter auf der Strasse war und man die Tiere heraus oder hinein lassen musste.
    So waren wir eines Mittags im Kihalterstand und spielten mit der Peitsche knallen konnten wir fast nicht da die Peitsche sehr schwer war so an die vier fünf Kg und für Kinder unter zehn Jahre fast unmöglich zum knallen zu bringen.
    Da fiel uns eine andere Methode ein, wie wir Kinder doch noch auf unser Spaß kommen können und warfen die Peitsche über einen quer aus dem Baum herausragenden Ast. So das wir auf den zwei Meter hohen dicken Stamm krachseln können. Die Peitsche hielten wir auf einer Seite zu dritt fest und einer auf der anderen Seite krackselde hinauf auf den Ast unter dem Eine Kuh stand und sich ausruhte. Somit versuchte ich von dem Ast auf die Kuh unten zu springen wie beim Rodeo in Spanien.
    Etwas ein ungutes Gefühl war schon vorhanden, aber alle schrieen…. Trau dich da pasiert doch nichts!! Und so Sprang ich auf den Rücken der Kuh. Die erschrocken, hüpfte weg und ich viel direkt in die Kuhscheiße
    So war ich von oben bis unten voller Kuhscheiße wir gingen sofort an den Brunnen alles abzuwaschen. Ja das war auch erste und letzte mal das wir versuchten Rodeo zu spielen.

    Ich widme diese geschichte unserem altem Kiehalter……… Polki

    Von Polkakeenich in Aug 16, 2010 - 12:04

  493. Eine gute Widmung, Polki.

    Kannte man das auch im Banat: Wenn sogennnte “schwache” Leute angeheurt wurden, als Handlanger oder für irgend eine unqualifizierte Arbeit, meistens harte Knochenarbeit, “zahlte” man in Schnaps, wenn es gut war, auch mit einer Tocana oder einem Speckbrot. Und da die “Dienstleister” meistens alkoholkrank waren (häufig auch Zigeuner), war das imer ein Beschiss: zum sich Zudröhnen brauchten die nicht viel und auch keine edlen Schnäpse, ihre Familien hatten nichts davon und die anderen guten Leute hatten wieder einen Grund, auf den Saufbold mit dem Finger zu zeigen.
    Durlacher

    Von Anonymous in Aug 16, 2010 - 15:00

  494. Durlacher dies kenne ich von der eigenen Familie. Mein Vater war ein Säufer geworden aus diesem Grund……Gute Freunde und Schnaps als Belohnung! Abends schlug er meine Mutter halb tod danach………!! Und wir Kinder flüchteten barfuss am Weihnachtabend.

    Ich hasse Alkohol !!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Von Polkakeenich in Aug 16, 2010 - 18:25

  495. Der Alkohol hat schon viel Leid über die Menschen gebracht. Das ist die schlimmste Droge, da gesellschaftlich akzeptiert und leicht zu beschaffen. Zur „Dienstleistung“; Ich weiß von einer Frau _ damals Ende 40/Anfang 50, drahtig, klein, arbeitsam – die 50-kg-Säcke auf den Dachboden schleppte. So zwei Stück, abends nach der Arbeit, mal da, mal dort. Sie wurde bezahlt. Doch bevor sie die Last schulterte, bat sie um zwei Gläschen Schnaps, die ihr – wie sie sagte – die nötige Kraft verliehen.

    Von Beatrix in Aug 16, 2010 - 19:13

  496. Bei uns im Dorf, sind die meisten Männer mit 40-50 gestorben………Sicher haben sie viel und sehr schwehr gearbeitet…….Gestorben sind sie aber vom gepantschdem Alkohol und Zigaretten ! Das Problem war, wen man nicht mitgesoffen hat, wurde man von der Gemeinschaft ausgeschlossen.
    Seltsam war: Die Frauen haben dieses Spiel mitgespielt und unter den Tisch gekert!

    Von Polkakeenich in Aug 16, 2010 - 20:19

  497. Das mit dem Alkohol als Zahlungsmittel kenne ich.
    Leider waren die “Bezahler” die Angesehenen und der “Bezahlte” das Nichts.
    Schlaue konnten so ihre Arbeit billig und schnell gemacht bekommen.
    Das Drama auf der anderen Seite interessierte so nicht.
    Es war nur Thema für billigen, dummen Dorftratsch.

    Von Katharina in Aug 16, 2010 - 20:19

  498. Das mit dem Alkohol sehe ich ähnlich: erst wird man von der Gemeinschaft durch Zutrinken quasi gezwungen mit zu saufen, und dann von der gleichen Gemeinschaft ausgeschlossen, wenn man der Schwächere beim Saufen ist.

    Von Walter in Aug 17, 2010 - 11:59

  499. Walter endlich mal haben wir eine gemeinsame Meinung……. Danke

    Von Polkakeenich in Aug 17, 2010 - 13:17

  500. Nicht ganz so selten waren diese “schwachen” Geschöpfe mit genug Talent gesegnet, dass nicht mehr genützt werden konnte,weil der Rausch alles überdeckte.
    Ich sah das alles als schrecklichen Verlust.

    Von Katharina in Aug 17, 2010 - 13:48

  501. Also unsere Leid feiern Kerwei das es nur so schepert in Rumänien……..Warum:
    Weil se, an der Grenz nicht erschossen wurden bei der Flucht?
    Weil se, Enteignet wurden von Seele und Land?
    Weil se, sogar ihre Grossmutter verkauft hätten für die BRD ?
    Weil se……………Walter Du kennst dich doch aus in der Phsychoanaliese………Wie wird man als Verrükt erklärt?
    OK wenn man sich so benimmt wie der Polki! Lach diese Antwort weiß ich.

    http://www.youtube.com/watch?v=EjaVWxBrIZA&playnext=1&videos=KG4VVvTLHs4

    Von Polkakeenich in Aug 18, 2010 - 13:17

  502. Polki, da kann der beste Psychologe keine klare Analyse abgeben.

    Von Katharina in Aug 18, 2010 - 14:09

  503. baieti, ce-avem astazi? Chirvaiiiiiiii!

    Von Anonymous in Aug 18, 2010 - 15:17

  504. @Polki: “Also unsere Leid feiern Kerwei das es nur so schepert in Rumänien……..Warum:”

    Weil sie damals jung waren.
    Die Jugend ist weg, wenigstens Kerwei kann man ab und an da feiern, wo man mal jung war ;-)

    Durlacher

    Von Anonymous in Aug 18, 2010 - 17:22

  505. Jetzt weiß ich Polki,na endlich ,warum unsere Schwaben Kerweih in Rumänien feiern.Weil…weil…sie uns nachgeschoßen haben auf der Flucht…..jetzt fahren unsere Kapellen dorthin und spielen denen den Marsch.Für wenn? Unsere Landsleute sind doch alle da.Dorthin fahren aufmarschieren? Wem zeigen wir dort etwas? Hier kann man doch auch schöne Feste Feiern.Schaut euch die Reutlinger an.

    Von Vetter Michl in Aug 18, 2010 - 21:36

  506. Mal was Lustigeres, mit Kommentaren:

    http://www.evz.ro/detalii/stiri/primul-pepene-verde-de-gottlob-cu-eticheta-903373.html

    Durlacher

    Von Anonymous in Aug 18, 2010 - 22:24

  507. Dass man durch solche Aktionen Rumänen, die nach dem Massenexodus der Deutschen dort sesshaft wurden, provoziert fühlen könnten kommt man anscheinend nicht. Es würde mich interessieren, was die Rumänen die jetzt dort wohnen wirklich denken, wenn die Deutschen aus Deutschland in Stadt und Land einfallen und dort im Gänsemarsch mit Blasmusik durch die Straßen ziehen. Das ganze wirkt schon gekünstelt. Die meisten haben hier ihren Lebensmittelpunkt und fahren nach Rumänien Kerweih feiern, wie in alten Zeiten. Ohne Rücksicht auf die derzeitigen Verhältnissen.

    Von Anonymous in Aug 18, 2010 - 23:18

  508. So dramatisch und kritisch würde ich das nicht sehen. Freilich wäre es interessant, ein Meinungsbild zu haben von der dort lebenden Bevölkerung als Reaktion auf solche Veranstaltungen, das könnte sich aber eher als differenziert und nachdenklich und keinesweg als nur negativ herausstellen. Im übrigen wäre ebenso ein Meinungsbild der dort “einfallenden” Deutschen interessant, wobei auch hier ein provokantes Auftreten inzwischen eher unwahrscheinlich ist, gerade weil inzwischen jeder wohl oder übel seinen neuen Lebensmittelpunkt hat finden müssen. Ich vermute, dass diese jeweils nur kurzfristigen Ereignisse, die ja auch der positiven Erinnerung dienen, durchaus auch von gegenseitigem Interesse getragen sein könnten und mit der Zeit vielleicht sogar der Begegnung dienen. Jedenfalls gab es bisher nichts Gegenteiliges zu hören.

    Von Walter in Aug 19, 2010 - 00:26

  509. Im übrigen wäre ebenso ein Meinungsbild der dort “einfallenden” Deutschen interessant,

    Von Walter in Aug 19, 2010 – 00:26

    …und wirklich nur das.
    Nicht, dass ich den Rumänen von dort keine eigene Meinung zutraue, aber die meisten sind Zugezogene, wohnen in den Häuser der “Einfallenden” (welch ein Wort!) und haben von der schwäbischen Tradition keine Ahnung.
    Ich vermute (meine persönliche Meinung), dass man das nicht groß kommentiert bzw. nicht negativ sieht.
    Ein Fest an sich ist doch keine Bedrohung.
    Den jetzt dort Lebenden wird doch nichts weggenommen.
    Ausserdem ist der Rumäne doch gastfreundlicher und oft toleranter als die Bundesdeutschen.
    Das muß man den “verhaßten” Rumänen schon lassen.

    Von Katharina in Aug 19, 2010 - 02:46

  510. Dass man durch solche Aktionen Rumänen, die nach dem Massenexodus der Deutschen dort sesshaft wurden, provoziert fühlen könnten kommt man anscheinend nicht.
    Von Anonymous in Aug 18, 2010 – 23:18
    —————–
    Den Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen und darüber nachdenken.

    Da verlässt eine Gruppe der Bevölkerung (fast) geschlossen die Heimat. Die Gründe dafür waren vielfältig, zwischen anderem auch, dass den Fortgegangenen das normale Leben unmöglich gemacht wurde.

    Anstatt Ihrer, wird der Einfall anderer in die angestammten Häuser und Dörfer FORTGEFÜHRT. Der hat nämlich viele Jahre vorher, gefördert durch die Regierung des Landes, angefangen.

    Die so Vertriebenen kehren, auch gefördert durch die neue Regierung des Landes (die sich neben diesen auch Investoren verspricht), in die Heimat zurück, um ihre Tracht, ihre Musik und ihre Tänze zu zeigen.

    Und sogar dies soll den dort zugezogenen, der es nicht kennt, stören?

    Na denn, gemeinsames Europa, servus!

    (Ich glaube aber, die Meinung ist nur dem anonymen Schreiber eigen. Die jetzt im Banat ansässige Bevölkerung ist im schlimmsten Fall eher unbeeindruckt, feindselig sind nur die, die so eingeschränkt sind wie dieser Anonymous….)

    Von getkiss in Aug 19, 2010 - 08:06

  511. (Bleiben wir friedlich, getkiss! Einem “gemeinsamen Europa” sind gerade solche persönliche Bemerkungen wie Deiner gegen den anonymen Schreiber oder meiner jetzt hier Dir gegenüber nicht gerade förderlich… :(
    Übrigens befinden wir uns hier im “Cafe der starken Frauen”, benehmen wir uns also! ;)

    Von Walter in Aug 19, 2010 - 09:44

  512. OK meine Einlage hat ihren Erfolg gehabt.
    Es sind wieder viele aktiv dabei……..
    Sicher kann man alles so oder so sehen. Es gibt aber viele Ehen die mit Rumäner verbunden sind und so den Konntakt zum Banat aufrechterhalten.

    Von Polkakeenich in Aug 19, 2010 - 14:28

  513. OK ein Video für alle Schwowe und Sachsen nur ein schöner Traum……………….Die Punkte sind für Eure Gedancken, die sind doch frei !

    http://www.youtube.com/watch?v=HpMDJf8IOdc&feature=related

    Von Polkakeenich in Aug 19, 2010 - 16:09

  514. (Ich glaube aber, die Meinung ist nur dem anonymen Schreiber eigen. Die jetzt im Banat ansässige Bevölkerung ist im schlimmsten Fall eher unbeeindruckt, feindselig sind nur die, die so eingeschränkt sind wie dieser Anonymous….)

    Von getkiss in Aug 19, 2010 – 08:06

    ich habe es vor einem Jahr am Rande des Temeswarer Opernplatzes von manchen rumänischen Bewohnern Temeswars anders vernommen. Aber gut, es mögen Einzelfälle gewesen sein.

    Von Anonymous in Aug 19, 2010 - 17:16

  515. Betreff rumänische Bewohner Temeswars.
    Mit tiefen Wurzeln in Temeswar oder Zugereiste?
    Das könnte auch einiges erklären.
    Obwohl ich Alt-Temeswarer auch nicht vertrauen muß.
    Ich möchte jetzt nicht die Diskussion in die falsche Richtung lenken, aber auch waschechte Banater können einen ganz gewaltig enttäuschen.
    Da wächst man im tollsten (denkt man) Multikulti auf und glaubt, Haß auf andere Nationalitäten könnte es bei Gleichaltrigen (oder fast) nicht mehr geben…Und dann bleibt man sprachlos, als einer aus unserer Mitte mit seinem Fanatismus traurige Berühmtheit erlangt.
    Es war Funar…einst Schüler am selben Lyzeum mit unserer Dichtergruppe (Lippet, Totok, Wagner etc.).
    Verbindliches kann man nicht mehr sagen.
    Weil man nie weiß, “de unde sare iepurele”…

    Von Katharina in Aug 19, 2010 - 17:47

  516. einer aus unserer Mitte mit seinem Fanatismus traurige Berühmtheit erlangt.
    Es war Funar…einst Schüler am selben Lyzeum mit unserer Dichtergruppe (Lippet, Totok, Wagner etc.).
    Verbindliches kann man nicht mehr sagen.
    Weil man nie weiß, “de unde sare iepurele”…

    Von Katharina in Aug 19, 2010 – 17:47
    —————————————
    Na ja, ce se naste din pisica soareci mananca…
    Sein Vater, in der Nachkriegszeit großer Parteimann, sagte meinem Onkel aus Groß-Sanktnikolaus nach dessen Rückkehr aus dem Baragan, er sei da unerwünscht….

    Von getkiss in Aug 19, 2010 - 18:34

  517. ich habe es vor einem Jahr am Rande des Temeswarer Opernplatzes von manchen rumänischen Bewohnern Temeswars anders vernommen. Aber gut, es mögen Einzelfälle gewesen sein.

    Von Anonymous in Aug 19, 2010 – 17:16
    ——————————-
    Ich war vergangenen Sommer auch da, in Temeswar und Billed, habe mit den Rumänen in ihrer Sprache geredet und sie waren fast ausnahmslos freundlich. Ein alter erinnerte sich sogar noch, wo die Firma meines Vaters den Benzinbrunnen hatte…

    Von getkiss in Aug 19, 2010 - 18:38

  518. „Dass man durch solche Aktionen Rumänen, die nach dem Massenexodus der Deutschen dort sesshaft wurden, provoziert fühlen könnten kommt man anscheinend nicht. Es würde mich interessieren, was die Rumänen die jetzt dort wohnen wirklich denken, wenn die Deutschen aus Deutschland in Stadt und Land einfallen und dort im Gänsemarsch mit Blasmusik durch die Straßen ziehen.“

    Was soll an Musik, Frohsinn, Tanz provokant sein? Wir haben auch lang genug Päunescu und Cintarea samt Personenkult über uns ergehen lassen. Müssen wir jetzt wirklich eine fragwürdige Rücksicht nehmen? Die Menschen dort haben auch ihre Chance, aus ihrer Freiheit was zu machen – genauso wie wir unser Glück fern der Heimat suchen mussten. Ich glaube die von Anonymous vertretenen – nennen wir sie hier mal Kirchweih-Kritiker – sind nur wenige sauertöpfische Spaßbremsen.

    Von Erika in Aug 19, 2010 - 19:33

  519. @Erika: Nun übertreib mal nicht nach der anderen Seite, das hört sich ja ganz so an, als müssten die dort lebenden Rumänen jetzt alles an schallender Tschingarasa-Bumm-Marsch- und Polka- und sonstiger Blasmusik über sich ergehen lassen, nur weil “Wir” lange genug “Päunescu und Cintarea samt Personenkult” über uns haben ergehen lassen! Das hört sich ein bisschennach Großkotz-Vergeltung an… Genau dass meinte vermutlich Anonymous mit dem “Einfallen der Deutschen”…

    Von Walter in Aug 19, 2010 - 19:47

  520. Ich glaube Anonymous hat Recht! Obwohl nicht alle Menschen gleich sind. Aber dumme Rasisten gibt es überal. Sogar in Temeschwar !

    Von Polkakeenich in Aug 19, 2010 - 20:04

  521. Ja, wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus. Nostalgisches Kirchweihfeiern dort hat nichts mit Vergeltung zu tun – aber mit Freiheit! Und wem’s nicht passt, der soll sich in halt Toleranz üben, wie das in EU-Staaten so üblich ist.

    Von Erika in Aug 19, 2010 - 20:21

  522. Ich war vergangenen Sommer auch da, in Temeswar und Billed, habe mit den Rumänen in ihrer Sprache geredet und sie waren fast ausnahmslos freundlich. Ein alter erinnerte sich sogar noch, wo die Firma meines Vaters den Benzinbrunnen hatte…

    Von getkiss in Aug 19, 2010 – 18:38

    das sind gewiss ganz unterschiedliche Erfahrungen. Aber lassen wir es gut sein, seien Sie glücklich auf Ihre Erinnerungen und auf das Beharren darauf.

    Von Anonymous in Aug 19, 2010 - 21:51

  523. Erika sehr gut geschrieben: Toleranz üben!

    Von Polkakeenich in Aug 19, 2010 - 22:07

  524. @Anonymus: “das sind gewiss ganz unterschiedliche Erfahrungen. Aber lassen wir es gut sein, seien Sie glücklich auf Ihre Erinnerungen und auf das Beharren darauf.”

    Ja, warum soll man über gute Erinnerungen (gute Erfahrungen) nicht reden, es klingt so, als ob Sie, weil Sie wohl solche nicht haben, sie anderen missgönnen: “auf das Beharren darauf”…
    Wie stellen Sie sich das vor, das Nicht-Beharren auf der Erinnerung? Man kann doch seine eigenen Erinnerungen nicht durch Ihre Erinnerungen ersetzen. Warum soll es nicht beides geben; soweit ich Getkiss erlebt habe hier, schrieb er auch über seine schlechte Erfahrungen. Bei aller Kontroverse – er ist nicht der Typ, der was schönredet…
    Durlacher

    Von Anonymous in Aug 19, 2010 - 22:59

  525. Toleranz in der EU sieht auch so aus: 700 Roma aus Rumänien und Bulgarien werden aus Frankreich abgeschoben.

    Von Katharina in Aug 19, 2010 - 23:25

  526. jedem sei seine schönes Erinnerungen belassen, auch wenn sie den Blick vielleicht verstellen. Es ist ja auch sehr löblich, wenn man auf seine Erinnerungen beharrt, nichts anderes habe ich gesagt, ohne irgendwelche Wertung. Wenn man schon gute Erinnerungen nicht missgönnen soll, was auch immer das konkret bedeuten soll, warum missgönnt man dann schlechte Erinnerungen.

    Wer von einem Ereignis gute Erinnerungen hat, der andere nicht, beide sprechen sich aus, ergibt doch auch ein Bild. Allerdings nicht mehr so ein rosiges Kerweihbild, wie es manche gerne hätten. Es kann aber auch sein, dass von verschiedenen Veranstaltung die Rede ist, gell? Aber ist schon klar. Das schön gebackene Kerweihbild um jeden Preis erhalten, mit Blechmusik und Kerhweihstauss und Kerweihvater.

    Natürlich interessiert mich schon, was ein Mensch, der vor zwei Jahren aus der Moldova nach Temeswar gezogen ist, über den Blasmusik-Wirbel denkt, ob es ihm gefällt oder nicht. Ob er es schliesslich toleriert, steht auf einem zweiten Blatt.

    Von Anonymous in Aug 20, 2010 - 00:30

  527. „was ein Mensch, der vor zwei Jahren aus der Moldova nach Temeswar gezogen ist, über den Blasmusik-Wirbel denkt, ob es ihm gefällt oder nicht“

    Na wunderbar! Der kann lernen, dass schon andere vor ihm dort waren. Das müsste ihm schon am Baustil oder noch (sehr spärlich) verbliebenen kulturellen Einrichtungen auffallen. Und wenn er genau hinhört, wird er feststellen, dass Blasmusik-Wirbel auch nicht eintöniger sind als das, was er aus seiner Heimat kennt.

    Von Erika in Aug 20, 2010 - 07:31

  528. Frankreich……………….Schickt die Roma mit 300€ Pro Person nachhause……..Nach Temeschwar.

    http://www.youtube.com/watch?v=5P154AkGGd4&feature=grec_index

    Da gibt es keine €! Lesen sie bitte, die Rumänischen Kommentare!
    http://www.youtube.com/watch?v=NJ7Ly-OtOH4&feature=related

    Von Polkakeenich in Aug 20, 2010 - 09:19

  529. Die Täter von Temeschwar
    http://www.youtube.com/watch?v=k2fiRRUaioA&feature=related

    Ich verstehe unsere Geselschaft nicht (Die Frauen werden verurteilt) Die Zuhälter werden laufen gelasen.
    Für mich ist so und so, jeder Mann der sich Sex kauft ein………………….!

    Zu meiner ZEIT wurden in Bruckenau und Scharlotenburg zwei alten Frauen (Verkauften zuhause Alkhol) der Halz abgeschnitten mit einer gebrochener Weinflasche. Wegen 10 Lei !!

    Von Polkakeenich in Aug 20, 2010 - 09:30

  530. Und hier für die, die mir da ab und zu über unseren Brauchtum und Kirchweih schimpfen,
    (Hoerre ich nicht so gerne den das ist so wie wen sie in Bayern Neuschwanstein abreisen!!) eine Polka Marsch von Hollaender gespielt.
    Bitte liest mein Komment dazu…..Ich erwarte Euch bei der Polonaesse, die haben die Bierbank genommen ihr nimmt den S……….(Mich)!!

    Von Polkakeenich in Aug 20, 2010 - 12:58

  531. Scheiße den Link habe ich vergesen.
    http://www.youtube.com/watch?v=GFXHJOXYDVg

    Von Polkakeenich in Aug 20, 2010 - 12:58

  532. “Toleranz in der EU sieht auch so aus: 700 Roma aus Rumänien und Bulgarien werden aus Frankreich abgeschoben.”
    Von Katharina in Aug 19, 2010 – 23:25

    Wer eine Friedenskonferenz in ein Lügen- und Betrügenwettbewerb verwandelt, der sollte wissen, das das langfristige Folgen haben wird. Der darf sich später über die Jahrmarktatmosphäre, die er sebst institutionalisiert hat, nicht wundern. Und auch keine Loyalität erwarten; siehe die Kommentare unter: http://www.adevarul.ro/international/Francezul_Sarkozy_si_tiganul_Sarkozi_0_319768606.html

    (die Story auf Deutsch: http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Sarkozy-gegen-Sarkoezi/story/28245034 )

    Dabei geht es eigentlich nur um einen einfachen Fall, in dem sich Ausländer in einem Land länger als drei Monate und ohne Einkommensnachweis nicht aufhalten dürfen.

    Es ist die traurige Wahrheit: Wir alle wurden eines Juwels beraubt, denn Gott wohnt nicht mehr in Frankreich. Paris ist eine Kolake geworden, in der einem in der Métro erst das Handy geklaut wird und dann, beim Ausgang, man eine schwere Faust ins Gesicht bekommt, weil man dem, der eine Zigarette verlangt, dann doch nur eine geben will und nicht gleich die ganze Packung. Das ist letzte Woche einem Freund von uns passiert. Ein winziger Fall, örtlich begrenzt. Frankreich ist aber groß, und was dort täglich alles passiert ist unerträglich geworden. Die Zigeuner sind nur eine kleine Figur im großen Bild und die werden zurück in ihr Herkunftsland geschickt, weil die Franzosen schon genug mit ihren eigenen Staatsbürgern (besonders mit denen aus ihren einstigen Kolonien) zu schaffen haben. Kriminalität zu dulden hat nichts mit Toleranz zu tun. Und, dass ein Staat eine ganze Minderheit einem anderen, reicheren Staat schickt, mit dem Kommentar: Behaltet sie, wir brauchen sie nicht! (wie die Rumänen das denken und sogar sagen)* – das entspringt nicht dem Grundgedanken eines vereinigten Europas.

    *Rumänien hat das nicht erfunden; es tut jetzt bloß das, was im 20. Jahrhundert zwei Mal schamlos praktiziert wurde: Bevölkerungsgruppen hin und her zu schieben. Glorreiche Nationen haben so etwas gebilligt, also warum sollen wir nicht (schon wieder) davon profitieren? – sagen die sich, wahrscheinlich.

    Die Bomben, die vor elf Jahren auf Belgrad fielen, die waren mehr als eine Vergeltung für ein angebliches Massaker an Albanern in Sarajevo – die waren auch eine Vergeltung für den dort provozierten Ausbruch des Ersten Weltkriegs durch die Schwarze Hand, ein Handlanger der damaligen Panslavischen Bewegung, mit Sitz in Belgrad. Wird der Erste Weltkrieg je vorbei sein?

    Europa, wir haben ein Problem. Wir brauchen Hilfe, um die Vergangenheit zu reparieren, damit wir Kräfte sammeln können für die schweren Aufgaben, die uns vorstehen. Vielleicht hatte Georges Clemenceau doch nicht Recht, als er mal meinte, die Vergangenheit sei vergangen, aber sie sei irreparabel.

    Von alma in Aug 20, 2010 - 15:49

  533. das funktioniert allerdings nicht mit der Revision von Trianon.

    Der “Herr” aus Braunau am Inn, der versuchte Versailles zu revidieren stürzte bekanntlich die ganze Welt in eine furchtbare Kthastrophe.

    Von Anonymous in Aug 20, 2010 - 16:11

  534. Alma dein Bericht ist herlich, ich habe ihn genossen aus ganzem Herzen……Danke
    Bist wieder aufgetaucht?
    Anonymous
    Trianon……Das war doch die CFR……oder?

    OK habe heute Mämäligä nach 28 Jahre gegesen und da ist mir eingefallen, meine Fahrschule aus Rumänien 1985.
    Mein Führerschein von Rumänien!

    Hatte in Rumänien kein Auto , hier brauche ich selten eins. Und habe mit Pile (Bekanntschaft) mich in die Fahrschule in Temeschwar 1985 eingeschrieben. Ein Kilo Kaffee und zwei Pack Zigaretten Kent. Umgerechnet ein halber Monatslohn. Ich hatte aber von meiner Tante ihr Autoschein da sie den selben Namen hatte wie meine Mutter !
    So ging ich zur Aufnahmeprüfung für die Schoferschule (Fahrschule) und musste von 26 max. Punkte Fragebogen 16 Punkte schaffen, ich schaffte 18 Punkte, meine Frau nicht, da sie ja auch nicht gelernt hat.
    So fing ich mit 25 Jahre an den Führerschein zu machen, ohne das ich eine Ahnung hatte wie das mit dem Gas Pedal funktioniert. Ich hatte kein blassen Schimmer von einem Auto oder Traktor.
    Jede Woche Schule und jede Woche Fahrtraining mit dem Fahrlehrer einem Moldowener der in einer Villa wohnte wo Temeschwarer nach Deutschland ausgewandert sind und größer und heiliger war wie der Graf Rotz ! So kam die erste Fahrstunde und der hatte gemeint er sitzt sich ins Auto und ich fahre in spazieren durch Temeschwar. Ich erklärte ihm das ich keine Ahnung habe und er lachte nur. Sagte hier ist das Gas hier die Bremse und fahr bitte los. Ich fuhr los im Parkplatz und mir lief das Wasser am Rücken runter vor Angst. Nach der Stunde sagte er:
    Jesti prost ca o Ciubotä !
    Das so viel heißt : Ich bin so dumm wie eine Art Gummischuh.
    Ob dies ein Lob war , weiß ich nicht aber jede Stunde nahm ich dem Heiligen Fahrlehrer Kent, Kaffee oder andere Dinge mit zur Bestechung……………..So lernte man mich an von anderen Freund die ihr Führerschein schon früher gemacht haben.!
    Da sagte er, ich arbeite doch in der Fabrik und er brauche starke Schrauben um die Wände in seinem Haus zu sichern…………….! Er erklärte mir mit der Hand und ich brachte ihm Schrauben die nächste Fahrstunde.
    Da schaute er die Schrauben an und betrachtete mich wie eine Furie, dann sagte er: Poti säti bagi Schruburile in Gur !Deutsch „Ich soll mir die Schrauben in den Hintern schieben !“
    Es waren 24X 300 Schrauben mit dehnen man sogar den Eiffelturm befestigen hätte können.
    So waren wir wieder mal beim Fahren und er sagte nach Links…………..
    Ich fuhr aber nach Rechts………Da schimpfte er und meinte ob ich schlecht höre? Dann sagte ich: Nein nur ich hatte gegen Verkehr und kein vertrauen in den anderen Fahrer so bog ich ab nach Rechts und rettete ihm das Leben. Da wurde die Furie aus der Moldau handgreiflich und schlug mir eins über den Kopf.
    Bei der Theorie behandelten wir das dreifache überholen……….. Der Profesor fragte: Wer ist schuld bei diesem Manöver und stellte hinter einen PKW zwei Autos Quer die angesetzt haben zum überholen. Alle sagten das dritte Auto. Nur ich sagte es könnte auch der zweite PKW schuld sein. Der Professor wollte mich fressen aber beherrschte seine Fassung und sagte mit einem Stock in der Hand der so tat als würde er mir ihn im Kopf zerbrechen…………“Mei Prostule noi vorbim de triplare“ (Du Dumkopf wir sprechen von zwei PKWs die gleichzeitig überholen…………….! „Da tovarese Profesor“ (Ja herr Profesor ) sagte ich ……….Da der zweite PKW vergessen hat zu blinken ist der schuld ! Ich soll mich jetzt sofort sitzen meinte er oder er wirft mich aus der Stunde! Ich wusste nicht was er hatte oder wollte da einen schuldig zu sprechen muss man doch beweise haben!
    So hatten wir die Führerscheinprüfung, die bestand aus drei Prüfungen, Statt verkehr am Tag in der Nacht, Polygon, und Mündlich.
    Zuerst war die Mündliche Prüfung an der Reihe, bei der man 22 Punkte musste machen bei 26 Maximum von einem Fragebogen. Die Prüfung war mit der Polizei. Endlich mal Polizei dachte ich mir und keine Schafhirten…….Cioban. Tatsächlich es war einfach und ich hatte meine 24 Punkte.

    Dann kam der Polygon Mein Fahrlehrer fuhr mich immer in den Polygon da konnte er mich alleine Fahren lassen und mit seinen Kollegen plaudern. Der Polygon bestand aus zwei Spuren bei der man los fuhr auf der rechten Spur auf eine Rampe stehen bleiben musste und ohne zurück rollen weiterfahren sollte den beim zurück rollen währe die Prüfung am Ende gewesen. Durchgefallen
    Dann kam eine Parklücke für vorwärts parken mit zwei Meter großen Stangen, fällt eine Stange um ist die Prüfung versaut. Rückwerts heraus nach vorne fahren in drei Bewegungen umdrehen und seitlich Rückwärts Parken, da wackelte meine Stange ich sehe sie noch heute an der Tür und ich fuhr hinaus so das sie wieder auf das Platz kommt da sagte der Polizist zurück wiederholen !!
    Das habe ich gemacht und auch geschafft so kam die letzte Übung Rückwerts Parken…..
    Dies ging auch und so hieß es schnell raus aus dem Polygon da man nur zwei oder drei Minuten zu Verfügung hatte für dies alles zu machen……………….!ich weiß es nicht mehr genau.
    So kam die Stadt Prüfung mit einem Kapitän von der Polizei ich hatte einen alten Mann im Auto der konnte nicht fahren aber sein Neffe war Major bei der Polizei und da ich viel besser gefahren bin wie der alte lies er mich auch durch kommen.
    Die Nacht fahrt war nur mehr eine spazier fahrt, so hatte ich Führerschein fünf Jahre vor meiner Ausreise nach BRD und bin keinen Tag mit einem Fahrzeug gefahren…………
    Hier in Deutschland kaufte ich mir ein Auto und schups auf die Autobahn, das meine Familie noch lebt grenzt an ein Wunder !!!!!
    Hörte sogar von anderen das Fahrlehrer ihre Schülerinnen vergewaltigt haben einfach so, weil Sie ja Gott waren…………….Es waren aber nur schäbige Zigeiner !

    PS Als ich Cioban verbessern wollte mit dem Rechtschreibprogramm kam mir als Lösung das Wort
    Citi Bank !

    Von Polkakeenich in Aug 20, 2010 - 16:33

  535. Polkakeenich, das ist gut: „Trianon……Das war doch die CFR……oder?“ Das ist einfach herrlich“! Du meinst aber sicher nicht die CFR sondern die MVA: Menj Vissza Ázsiába, oder? ;)

    Natürlich hatte Clemenceau nicht Recht: Die Vergangenheit ist weder vergangen („Das Vergangene ist nicht tot, es ist nicht einmal vergangen“ – W. Faulkner) noch irreparabel! Aber eben nur in den Köpfen mancher Leute, wo die Vergangenheit in haluzinierten Traumgebilden überlebt und mit der Realität verwechselt wird. Das ist zwar grundsätzlich reparabel, außer in einigen hoffnungslosen Fällen, die am liebsten Paris erst in eine Kloake verwandeln, und wenn das nichts hilft, die ganze Welt in eine Katastrophe stürzen würden, nur um „ihr“ Trianon rückgängig machen zu können. Das ist wie eine alte Liebe, von der man nicht loskommt.

    Von Walter in Aug 20, 2010 - 17:28

  536. Walter CFR Timisoara war eine Fussballmanschaft.
    Ich wolte aber euch sagen, da Anonymous auf Trianon hingewiesen hat, dass der Vertrag in einem Eissenbahn Wagon unterzeichnet worden ist. Darum CFR auf Deutsch DBB !
    Die MVA kenne ich leider nicht, war noch in keiner Anstalt von dieser grösse drinnen……

    Von Polkakeenich in Aug 20, 2010 - 17:49

  537. @ Polkakeenich: Deine Fahrschulerlebnisse lesen sich spannend. Irre. Die Lehrer könnten einem absurden Theaterstück entsprungen sein. Da kam einiges zusammen bei den Typen: Byzanz, Bräsigkeit, Borniertheit. (ich nehm’s am besten gleich vorweg: an deren Unverschämtheiten waren natürlich wie immer die Umstände schuld …)

    Von Erika in Aug 20, 2010 - 18:14

  538. an deren Unverschämtheiten waren natürlich wie immer die Umstände schuld !
    Sehr gut auf den Punkt gebracht.
    So wie der da oben wo ermordet worden ist mit Deutschem Nummerschild und 500€ Schulden bei dem Armen Mädchen das sich sein Medicin Studium Finanzierte mit Porstution……….

    Wie weit kommt unsere Gesselschaft, wie lange möchte man noch die Armen ausnützen, bis zum letzten Blutstropfen und ihrer Seele?

    Wie sagt der eine im Film: A fost Om bun……Wer gut und wer schlecht ist entscheidet unser Gott!

    Von Polkakeenich in Aug 20, 2010 - 18:24

  539. Es war schon zu erwarten, dass man die Abstammung von Präsident Sarkozy hinterfragt. Sein Vater hieß noch Sárközi.
    Der Name kommt bei den Roma häufig vor.
    Aber ob Sarkozy Zigeunerblut in den Adern hat oder auch nicht, ist doch eigentlich unwichtig.
    Der Mann wollte Ordnung schaffen und basta.
    So löst man Probleme. Nicht zögern, handeln.
    Nur das Problem der Roma ist dadurch weiter vorhanden.
    Heimat ist das noch lange nicht, wo man sie hin verfrachtet. Denn die Rumänen würden sie gerne retour schicken.
    Auch eine Art Problemlösung.
    Leute, schickt sie doch in den Punjab!
    Dann hat die ganze EU eine Sorge weniger! ;-)

    Nur wäre es endlich an der Zeit, dass die EU-Staaten nicht nur Leute abschieben (da haste 300 €, hau ab),sondern auch Bedingungen für weniger Starke (damit ich das Wort schwach nicht wie ein Stempel aufdrücke) schaffen, damit jene nicht bettelnd und stehlend herumwandern.
    In dem Problem der Roma kann sich Europa wie in einem Spiegel betrachten.

    Von Katharina in Aug 20, 2010 - 18:40

  540. Jetzt löse ich das Geheimnis. Erika = Beatrix (eure euch schon ein wenig bekannte Hin-und-Wieder-Mitschreiberin). Wen es sehr stört, dass ich bei gerade mal vier Beiträgen mit falschem Spitznamen unterwegs war, bei dem entschuldige ich mich. (Mir machen zwei Namen überhaupt kein Spaß, bin schließlich keine gespaltene Persönlichkeit und stehe zu dem, was ich schreibe.) War eine Reaktion auf Leute, die sich keinen Blognamen zulegen, so dass man nie weiß, wie viele „Anonyme“ gerade mitschreiben (Namen unter den Text setzen ist doch möglich, siehe z. B. Durlacher).
    Mein Nickname Erika war vielleicht eine Hommage an … wen wohl? So kann sich doch jeder Anonyme einen Namen nach Lust und Laune zulegen – von Adam bis Zorro.

    Von Erika in Aug 20, 2010 - 18:48

  541. siehe oben – leider stand noch der „falsche“ Name beim Absender.

    Von Beatrix in Aug 20, 2010 - 18:49

  542. Das arme Mädchen, Polki?
    Vielleicht hätte sie als Medizinstudentin wissen müssen, dass Ehrlichkeit am längsten währt.
    Wenn sie besondere Ansprüche hatte, dann wäre ein anständiger Nebenjob doch eine Wahl gewesen.
    Aber das war ihr zu schwer und erniedrigend.
    Dann lieber mit geldschweren Typen ins Bett!
    Warum wollte sie dem Freund das Auto finanzieren?
    Konnte er nicht selbst dafür sorgen?
    Wenn er zu faul fürs Arbeiten war, hätte er sich doch selbst prostituieren sollen!
    Ein Mann, der seine “Freundin” in so eine Richtung lotst, ist kein Freund. Das ist ein Dreckskerl.
    Und was den Alten betrifft…
    Was er gesucht hat, hat er gefunden.
    Es gibt Stimmen, die behaupten, die miserable Situation Rumäniens sei schuld an der Tat der Studenten.
    Danken wir dann Gott, dass nicht noch mehr Kriminelle in den Studentenheimen hausen?
    Oder doch Danke an die normalen Jugendlichen, die ihren Weg zu gehen wissen.

    Von Katharina in Aug 20, 2010 - 19:01

  543. Ja Katerina, ich sehe es so……….!
    Wie schnell ist man eine ………und kann nicht mehr raus. Dieser so genannte Freund ist kein Freund sondern ein Zuhälter !
    Das Mädchen nimmt die Schuld auf sich, da es Ankst hat, die Freunde des Zuhälters bringen es um, wen es aus dem Gefägnis herrauskommt !

    Von Polkakeenich in Aug 20, 2010 - 19:38

  544. Ich habe zwei, dreimal angefangen, den You-Tube-Bericht zu dem Temeswarer Fall zu hören. Aber abgebrochen, weil ich Mühe habe, es einigermaßen genau zu verstehen. Gibt es irgendwo etwas dazu zu lesen auf Deutsch?

    Von Beatrix in Aug 20, 2010 - 19:47

  545. Beatrix, ich weiß nicht, ob es Berichte in deutscher Sprache gibt.
    Der Fall ist am 1.August 2009 in einem Temeswarer Studentenheim passiert.
    Ein alter Roma wollte für Sex nicht bezahlen und wurde erstochen. Ein Studentenpärchen soll es getan haben.Die zwei Studenten wurden zu 16 Jahren Haft verurteilt.

    @ Polki, dass eine Frau schnell zum Opfer werden kann, bestreite ich nicht.
    Ich bin bei dieser Geschichte aber nicht vom wirklichen Prostituierten-Millieu ausgegangen.
    Wenn Du es aber so siehst, dass der Kerl ein Zuhälter war…
    Mir kommt er eher wie ein unreifer Gernegroß vor.Gewissermassen war sie sein Opfer.
    Wenn sie ihm hörig war.

    Von Katharina in Aug 20, 2010 - 20:14

  546. @Kathrin, danke. Habe vorhin etwas darüber in der Rosenheimer Zeitung gelesen/gegoogelt vom 3.8. Dort heißt es schon, dass der „Freund“/Zuhälter der alleinige Täter war.

    Von Beatrix in Aug 20, 2010 - 20:26

  547. Verzeihung: Katharina (ich hab mich vertippt)

    Von Beatrix in Aug 20, 2010 - 20:27

  548. Katherina so sehe ich das auch, Du hast es nur anders beschrieben.Danke

    Von Polkakeenich in Aug 20, 2010 - 21:47

  549. Beatrix, in diesem Fall ist es gut, dass Sie die Sprache nicht mehr verstehen, sonst hätten auch Sie sich von Anfang an aufgeregt, über die peinlichen Fragen des Journalisten, auf dem Flur.
    Es ist ein unglaublicher Fall; dabei sehen beide so nett und unschuldig aus. Ich kann mich nicht erinnern, dass in den Studentenwohnheimen je getötet wurde. Selbstmorde, ja, aber Morde?

    Von alma in Aug 20, 2010 - 22:23

  550. Oh, da freut sich ja einer, dass ich wieder da bin, Walther. Was hätten Sie hier sonst zu sagen, wenn Sie nicht meine Beiträge hätten, die Sie Satz für Satz umdrehen können? Ist das ein Tick? Drehen Sie auch die Gegenstände auf Ihrem Schreibtisch ständig um? Was dabei herauskommt, das finde ich aber belustigend. Sie müssten mal selbst Ihre letzten Zerrupftexte lesen – viel Spaß dabei! Es macht Spaß hier bei den Banatern, gel? Da kann man so schön locker sein. Aber im Ernst: Leider, leider habe ich mit meiner Bemerkung zu Paris Recht. Und dort, wo es noch schön ist, dort liegt die Anstrengung in der Luft, das Wertvolle zu bewahren. In den Nebengassen ist der Kampf bereits verloren. Leider.

    Von alma in Aug 20, 2010 - 22:40

  551. ???

    Von Anonymous in Aug 20, 2010 - 23:06

  552. Hallo an alle, bin zurück aus San Francisco.
    Die Romaproblematik ist harmlos im Vergleich zu den Verhältnissen in Frisco, wo man Nahe dem
    Zentrum/Union Square alle 20 m von einem schwarzen Bettler um Geld(Do you have a quarter?)
    angemacht wird. Eines Abends wurden wir auf dem
    Heimweg ins Hotel von 8 Schwarzen angegriffen,
    konnten uns nur mit viel Glück retten.
    Am Abend darauf wurde eine 50jährige Deutsche(07.08) in der Nebenstrasse bei einem Teenieschusswechsel getötet. Die Nachricht kam
    in allen amerikanischen Medien.
    Im Vergleich dazu sind die Roma doch harmlose
    Zeitgenossen.

    Von Der Schwob in Aug 21, 2010 - 06:54

  553. Das mit der Deutschen stand auch hier in den Medien.
    Einige wollten San Francisco auch als “harmlos” in Vergleich zu Los Angeles hinstellen.
    Was die Roma angeht, haben sich einige ihrer Brüder auch schon weiter entwickelt.
    Da gibt es auch schon “Konten regeln”. In Craiova zum Beispiel. Das sind dann nicht arme Bettler. Die Leute spielen schon in einer anderen Liga.

    Von Katharina in Aug 21, 2010 - 07:14

  554. Und ich glaubte die USA haben Ihr Rassen Problem gelösst.
    In den Filmen ist doch alles schön……!

    Eine grosse Weltmacht vernichtet sich immer von selber aus dem inneren herraus……”Der Fisch fänkt an zu stinken zuerst am Kopf!”
    Siehe letztes Beispiel UdSSR.

    Von Polkakeenich in Aug 21, 2010 - 10:40

  555. Die USA sind schön, ihre Probleme nicht. :-)

    Von Katharina in Aug 21, 2010 - 11:21

  556. Am Vorabend sind hundert Roma auf dem Temeswarer Flughafen gelandet.
    Mit dem Wunsch natürlich wieder Paris zu sehen. :-)
    Was müßte Rumänien tun, damit sie in Rumänien blieben, fragten die Reporter.
    Ich kenne die Antwort nicht.
    Wahrscheinlich gab es keine Antwort.
    Ich habe nur ein ausweichendes Lächeln gesehen.
    Was soll man auf so eine Frage antworten?
    Rumänien ist nicht imstande “seine” Rumänen zu halten.
    Oder was sollte Rumänien tun, damit wir Schwaben wieder ins Banat kommen? ;-)

    Von Katharina in Aug 21, 2010 - 12:41

  557. Darüber, was Rumänien tun kann, damit die Roma im Land bleiben, denkt man in Rumänien jetzt vielleicht schon mehr nach: der bekannte Politiker und EU-Abgeordnete Cristian Preda z.B. stellte die katastrophal schlechte politische Vertretung der Roma im rumänischen Parlament fest: obwohl es in Wirklichkeit etwa genau so viele Roma wie Ungaren in Rumänien gibt, sind die Roma extrem stark unterrepräsentiert.

    Von Walter in Aug 21, 2010 - 14:49

  558. Ich kenne die Antwort nicht (Katerina)…….Ich kenne die Antwort…Lach
    Nichts……..Dann gehen sie zurück nach Paris und bekommen wieder 300€!

    Warum soll ich für einen Trianon Anhängsel mein schwehr gewonnenes Eigentum aufgeben?

    Sag meer mal so: Ich wil gar nicht wissen wieviel Cyndi und Roma in Rumänien leben und Ihre Rente von Deutschland beziehen………
    Onkel Adolf…….Dem können sie alle, nicht nur die Cindy und die Roma Tausend mal danken für ihr Schlarafenland leben!

    Von Polkakeenich in Aug 21, 2010 - 15:53

  559. Onkel Adolf…….Dem können sie alle, nicht nur die Cindy und die Roma Tausend mal danken für ihr Schlarafenland leben!

    Von Polkakeenich in Aug 21, 2010 – 15:53

    einen sonderbaren Zynismus haben Du drauf, oder wie kommst Du mir vor? Weil Naivität kann es ja nicht sein; denn blöd bist Du ja nicht, wie Du schon selber festgestellt hast. Gescheit bist Du, verbirgst Dich im Mantel des Biederen.

    Von Anonymous in Aug 21, 2010 - 17:59

  560. Danke für dieses Lob, vielen Herzlichen dank.
    Anonymous von was träumst Du? Ich merke DU liest meine Berichte sehr genau……Zynismus!
    Kommt das Wort von Zyankali?
    Mit Eisen, Zink und andere Brüder und Schester kenne ich mich nicht so gut aus……….!
    Ich merke Du beherscht die Rasistensprache von Deutschland perfekt…………Beispiel von deinem letzten Bericht:”einen sonderbaren Zynismus haben Du drauf!”
    Mehr geht ja gar nicht Herr Anonymous. Das ich aber was besonderes bin, weiss ich…….Ich bin nämlich einer der letzten Originalen Banater Zeppelpolka Schwowe die so langsam aussterben.
    Jetzt muss ich Nachdenken auf deine Feststellung: verbirgst Dich im Mantel des Biederen
    Do muss ich mich zuerscht am Kopf kratze um dies zu verstehen. Meinst Du, weil ich in Biberach wohne, dass ich ein Bibermatel schon besitze mit dem ich am PC sitze und dir deine Astrozyten belaste………..!

    Von Polkakeenich in Aug 21, 2010 - 19:05

  561. Da hast Du durch die letzte Schwejkiade die Kuh nocheinmal vom Eis geholt.

    Von Anonymous in Aug 21, 2010 - 21:25

  562. “Natürlich hatte Clemenceau nicht Recht: Die Vergangenheit ist weder vergangen („Das Vergangene ist nicht tot, es ist nicht einmal vergangen“ – W. Faulkner) noch irreparabel!”
    Von Walter in Aug 20, 2010 – 17:28

    Hai sa taiem firul in patru.

    G. Clemenceau sagt: Die Vergangenheit ist vergangen, aber sie ist irreparabel.*
    W. Faulkner sagt: Die Vergangenheit ist nicht vergangen.
    - ich sehe keinen großen Unterschied zwischen diesen beiden Aussagen. Sie und Faukner dürfen daran glauben, dass das Vergangene nicht vergangen sei – aber nur Sie und er, andere nicht?

    Begründen Sie doch dieses “Natürlich…“, Walther. Dazu verrate ich ihnen aber, dass ich dieses Zitat nich aus einem Poesiealbum gefischt habe und ich will Sie auch noch an den Kontext erinnern: Es ging um die Pariser Vorort-Verträge (für uns aus Rumänien kurz ‚Trianon’). Am 22.12.1918 besuchte Antonescu Clemenceau in Paris, um ihn zu bitten, in den vostehenden Friedensverhandlungen Rumänien als Alliierten zu behandeln (trotz ihres andelthalbjährigen passiven und später dann aktiven Verrats an die Alliierten im Krieg). Clemenceaus „Non!“ kam als Antwort darauf – das erzählt der damalige Präsident von Frankreich, R. Poincaré, in seinen Memoiren (Victoire et Armistice). Bezieht sich Ihr „Natürlich…“ auf die Tatsache, dass, unter allen Beteiligten, am Ende Rumänien doch den größten territorialen Zuwachs verbuchen konnte? Das würde ich ihnen zutrauen, Walther, und damit hätten sie sogar Recht.

    *Im Original klingt das so: „Non! Le passé est le passé, mais il est irreparable.” Die Wort für Wort Übersetzung wäre: Die Vergangenheit ist die Vergangenheit, aber sie ist irreparabel. Also: Es war, wie es war, aber es kann nicht mehr gutgemacht werden.

    Sie, Walther, meinen, das Vergangene sei reparabel. Daran glaube ich nicht. Konkret: was kann man noch in Siebenbürgen und im Banat reparieren? Die Kulturen, die dort seit Jahrhunderten florierten wurden vernichtet – die kann man nicht mehr neu beleben. Darüber, womit sie ersetzt wurden, unterhalten wir uns lieber nicht und auch nicht über den jahrzehntelangen Zerfall der Bausubstanz, der jetzt mit EU Millionen angehalten wird – so lange, wie das Geld fließt (u.a. auch aus den Steuerbeiträgen der Verjagten). Für wen wird dort renoviert? Nicht für die, für die ursprünglich gebaut wurde. Nichts, was dort geschehen ist, kann repariert werden. Es kann höchstens etwas Neues entstehen. Und machen Sie sich nicht weiterhin mit diesem wiederholten „die ganze Welt in eine Katastrophe stürzen würden“ lächerlich, denn nichts desgleichen wird geschehen. Seien Sie unbesorgt: Der Mensch kann in diesem Fall nicht richten. Nicht in solch einem Fall. So könnten auch die Hüter der Lüge ihre Streifzüge getrost einstellen, denn sie sind es, die das Feuer der Vergangenheit nicht erlöschen lassen. Warum sie das tun? Weil ihnen das, was sie gewonnen haben, nicht reicht: sie wollen obendrauf auch noch geliebt werden. Es geht immer um Liebe.

    Von alma in Aug 21, 2010 - 22:21

  563. So könnten auch die Hüter der Lüge ihre Streifzüge getrost einstellen, denn sie sind es, die das Feuer der Vergangenheit nicht erlöschen lassen……….Alma ich Liebe Dich
    Du schreibst mir aus dem Herzen!
    Dich würde ich sofort zur Schriftführerin machen am Zeppelpolka Hoff

    Es geht immer um Liebe……und Lüge!

    Von Polkakeenich in Aug 22, 2010 - 07:31

  564. @Alma – perfekt!!! Was die „Hüter der Lüge“ mitunter gern loswerden wollen, ist das Etikett „den Mantel nach dem Wind hängen“. Was es damit auf sich hat, wissen wir ja alle. (Zugegeben: Die waren sich ihrem Stellenwert bei den 1-WK-Siegern oder den Mittelmächten auch nicht so gewiss – Taktik: Hauptsache bei den Siegern). Was Clemenceau den Deutschen alles einbrockte, steht auf einem anderen Blatt.

    Von Beatrix in Aug 22, 2010 - 09:28

  565. Die Lüge muss nicht sein. Ohne sie ginge es besser.

    Die Lüge ist ein Toxin, das der Organismus (steht für den Staat, dem wir vorher gehörten) loswerden muss, damit es ihm besser geht. Loswerden heißt aber nicht auf den Erdball verteilen, sondern es aus der Welt schaffen. Irgendwann muss man auch den Kübelträger daran erinnern, das auch die Lüge ein Gift ist. Für den Deutschsprachigen, denn für den Englischsprachigen bedeutet Gift Geschenk. Ich frage mich, wie die Beidsprachigen das mit ihrem Gewissen vereinbaren, Gift zu verteilen. Indem sie ihre Persönlichkeit spalten?

    Polki, es geht nur um Liebe. Wieso würden wir hier Zeit verbringen, wenn das Ziel nicht die Versöhnung wäre?

    Von alma in Aug 22, 2010 - 12:39

  566. Gabriel Laub: “Der Sklave träumt nicht davon, frei zu sein. Der Sklave träumt davon, Sklavenaufseher zu werden.”

    Übrigens: “Mitgift” ist doch noch positiv, oder?
    Gruß, Durlacher.

    Von Anonymous in Aug 22, 2010 - 13:54

  567. Jede Gabe ist Gift und keine Gabe ist ohne Gift, allein die Dosis macht, dass eine Gabe kein Gift ist – sprach der Mediziner und Alchemist Paracelsus. Es schein was dran zu sein – über vergiftete Mitgift, die wieder zum Thema führt. Wasserträger braucht man auch (egal, wer nun gemeint ist). Vielleicht war ja aber der im Banat genannten „Stafede-Träger“ gemeint.

    Von Beatrix in Aug 22, 2010 - 15:38

  568. Gabriel Laub: “Der Sklave träumt nicht davon, frei zu sein. Der Sklave träumt davon, Sklavenaufseher zu werden.”
    Das Beste, was ich heute gelesen habe! Danke Durlacher!

    Wer Sklave der Vergangenheit bleibt, wird durch die Versklavung anderer keine Freiheit und schon gar keinen Frieden finden.

    Ja, alma, ich meine, das Vergangene ist reparabel – im Kopf nämlich, durch mühevolle Verarbeitung des Vergangenen! Damit mit dem Feuer der Vergangenheit kein neues Unheil gestiftet, sondern im Gegenteil neues Leben ermöglicht wird. Ja, es geht um Liebe, so kann man es nennen.

    Von Walter in Aug 23, 2010 - 00:15

  569. Wie soll Vergangenheit reparabel sein?
    Der Versuch, in der Gegenwart nicht in das Dunkel der Vergangenheit zu fallen, nicht zu zulassen, dass es unser Leben weiter belastet, zu sehr belastet, sollte aber gewagt werden.
    Das wäre dann die Chance uns dem Schatten des Bösen zu entziehen.
    Vielleicht ist unsere Flucht das ausgeprägteste Zeichen eines Versuchs der Vergangenheit keine Chance mehr zu geben.
    Doch jeder Blick zurück kann den Schmerz wieder entfachen.
    Dort, woher wir kommen, ist die Wahrheit nicht wieder auferstanden.
    Liebe ohne Wahrheit?
    Ist das nicht Betrug?

    Von Katharina in Aug 23, 2010 - 04:40

  570. Ein Priester aus Lille will beten, dass Sarkozy einen Herzinfarkt bekommt, weil er die Roma nach Hause schickt.
    Kirche als Ort des Satans?

    Von Katharina in Aug 23, 2010 - 04:44

  571. Größenwahn und Armutszeugnis zugleich des Priesters. Ein Rückfall ins Mittelalter. Mit solchen Aussagen hat er weder den Roma, noch seinen Schäfchen einen Gefallen getan. Außerdem: In der Bretagne gab es ein Vorspiel zu der ganzen Aktion„ Ausschreitungen der Roma gegen die Polizei“. Sarkozy hat darauf reagiert.

    Von Beatrix in Aug 23, 2010 - 07:10

  572. Bevor man den französischen Priester aus Lille schnell verurteilt oder gar in die Nähe des Satans rückt, sollte man sich genauer informieren, um die Sache differenzierter beurteilen zu können: er war einer der wenigen in Frankreich, die den Roma geholfen haben und die sich für sie eingesetzt haben. Kann es sein, dass er sich gerade dadurch schon bei vielen unbeliebt gemacht hat? Nicht so sehr bei den Franzosen, sondern bei allen, die die Roma sowieso nicht mögen, auch hier. – Dann hat er wegen seinem unfrommen Wunsch dem Sarkozy gegenüber, um Verzeihung gebeten, wissend, dass er eine Sünde begeht. Wer ist der größere “Satan”: der Priester oder Sarkozy, der die Roma benutzt, um andere politische Probleme auf ihrem Rücken zu lösen?

    Zur Frage Katharinas, ob Liebe ohne Wahrheit nicht Betrug sei: Ja, das stimmt, so ist es! Und um welche Wahrheit geht es? Vermutlich meinen alma und Katharina die Wahrheit, dass den Banater Schwaben und den Siebenbürger Sachsen und vielen anderen in Rumänien und sonstwo in der Vergangenheit großes Unrecht angetan wurde. Ja, das ist die Wahrheit.

    Und nun? Was machen wir mit dieser Wahrheit, die wir kennen und am eigenen Leib erlebt haben? – Katharina hat ja Recht mit dem Versuch, nicht zuzulassen, dass das Dunkel der Vergangenheit uns weiter belastet. Aber wie versucht man, sich dem Schatten des Bösen zu entziehen? Durch Flucht doch bestimmt nicht. Und was heiß: “Dort, woher wir kommen, ist die Wahrheit nicht wieder auferstanden”? Heißt das: Erst wenn die Wahrheit, wie wir sie kennen, dort bei denen die jetzt dort leben, aufersteht, erst dann werden wir vom Schmerz befreit sein? Und was heißt “aufersteht”: heißt das nur, das dort in Rumänien diese unsere Wahrheit ebenso erkannt und anerkannt wird? Und wenn das so wäre, was dann? Heißt das dann weiter auch, dass alle diese wahren Ungerechtigkeiten wieder rückgängig und gutgemacht und repariert werden können, sollen, müssen? Kommen wir nicht zur Ruhe, bevor alles genau wieder so ist, wie es früher war, reparabel im Sinne von Clemenceau?

    Wie kommt zur Wahrheit die Liebe? Durch Rückgängig machen der Geschichte, und sei es mit Gewalt? Oder auch durch Einsicht, dass die Liebe zur Wahrheit und das “Reparieren” auch etwas mit innerem Verarbeiten des Unveränderbaren zu tun hat, mit innerem Reparieren der schmerzhaften aber lebendigen Vergangenheit? Mit Trauer, Abschied, Verzicht und Verzeihen? Dazu muss man nicht einmal Christ sein, sondern einfach nur menschlich und vernünftig.

    Von Walter in Aug 23, 2010 - 12:06

  573. Walter dein Bericht kannst an eine Zeitung senden, dort ist er sicher sehr willkommen (Ich sage mal, in einem Forum, Blog oder sonst wo we ehrliche Meinungen wie die von unseren Frauen erwünscht sind hat dies nichts verloren!) Er ist einfach Scheinheilig.

    Man kann Geschichte nicht zurückdrehen somit auch nicht Trianon. Nur man kann seine Politik im Staat so ändern und auch die Verbrechen von jedem Staat mal aufklären und die Verantwortung zu übernemen für das Unrecht das diesen Menschen geschehen ist.

    Da hat der Ostblock noch viel zu verarbeiten in seiner Geschichte und nicht nur Nationalistische Töne herrausspucken (siehe Polen als Negatives Beispiel.

    Wenn man jetzt herr geht und Dinge zurückdreht wie Trianon und die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg dann macht man wieder ein Unrecht den Menschen die jetzt dort leben.
    Nur man muss mal sagen: Wir waren damals und damals genau so Verbrecher wie die Nazis……!
    Einige von uns wiessen es ja, einige tun so als ob sie taub währen……Es gibt eben verschiedene Menschen
    Nur dann wen diese Nationen sich Politisch dazu bekennen, nur dann haben sie ein RECHT in EUROPA mitzureden !
    Dies ist meine Meinung.

    Von Polkakeenich in Aug 23, 2010 - 15:50

  574. Danke für Deine Meinung, Polki! Die Du ohne meinen Beitrag nicht geschrieben hättest. Warum also sollte mein Beitrag hier nichts verloren haben? Nur weil Du an alten Feindschaften festhalten willst? Zum Glück bestimmst Du noch nicht, welche Meinung hier ehrlich ist und welche scheinheilig, was hier herein gehört und was der Zensur zum Opfer fällt.
    Auch noch dort, wo wir einer Meinungg sind, versuchst du die Feinschaft zu pflegen. Brauchst du unbedingt ein Feindbild, damit es Dir gut geht?

    Wir sind doch einer Meinung darin, dass jeder Staat, auch Rumänien, zu dem von ihm selbst begangenen Unrecht verantwortlich stehen muss, habe ich das irgendwo bestritten? Und wir sind uns einig darinn, dass Trianon nicht rückgängig gemacht werden kann, oder? Und wie es mit den jetzt im Banat lebenden Rumänen aus Oltenien, Moldau usw.? Haben wir erst unseren Frieden gefunden, wenn die alle wieder weg sind und wenn wir alles wieder zurückbekommen haben?

    Von Walter in Aug 23, 2010 - 16:26

  575. Jetzt darfst Du einen Polka auflegen, Polki! ;)

    Von Walter in Aug 23, 2010 - 16:31

  576. hei gings die letzten Wochen hier hoch her. Die Zigeuner, pardon, die Sinti und Roma hat man hier in der Reihe gehabt.

    Daß man den Sarközy aus Frankreich kritisiert ist scheinheilig. Er tat, das, was wohl viele Staatsmänner aber auch Normalverbraucher machen würden, schauen, daß sie die Zigeuner loskriegen. Er hat sichs getraut, die anderen zeigen scheinheilig auf ihn. Schon fängt der rumänische Staat an von einem europäischen Problem zu faseln. Fehlt nur noch, daß das ganze jetzt zu der “Zigeunerfrage” schlechthin stilisiert wird. Solche Fragen hatten wir schon im vergangenen Jahrhundert, nämlich die sogenannte “Judenfrage”. Der Versuch der Lösung dieser angeblichen Frage ging über den Madagaskar-Plan und die Forcierung der Auswanderung nach Palästina und endete in den Gaskammern von Auschwitz.

    Hier zwar nicht, weil das unserem Perjamoscher Wohner Richi zu heiß ist, aber in der ADZ, im Banater Teil hat er die Zigeunerfrage auf das Tapet gebracht und nennt diese auch Zigeuner und nicht wie die linke Kulturschickeria im Westen Sinti und Roma. Sollen sie, die Zigeuner wirklich in den Punjab, wie Katharin, ironisch hoffe ich und ebenso nicht ernst gemeint, einwarf? Diesen armen Teufeln fehlt die Lobby und eine Schutzmacht. Warum bietet sich da Indien nicht an und vertritt die Interesse der Zigeuner auf staatlicher Ebene gegenüber der EU?

    Von Supersvabo in Aug 23, 2010 - 17:14

  577. Das mit dem Punjab war ironisch gemeint.
    Aber das hier ist ganz ernst, Supersvabo.
    Indien kümmert sich nicht um diese armen Schlucker, weil es selbst genug Probleme hat.
    Wo käme es hin, wenn es sich etwas aufhalsen würde, das eigentlich gar nicht mehr sein Problem ist?
    Sarkozy wird von Leuten kritisiert, die selber auch froh sind, wenn die Roma, Sinti und wie sie alle heißen, nur auf Distanz bleiben.
    Es grassiert die große Lüge in Europa.
    Damit lösen wir das Problem nicht.

    Von Katharina in Aug 23, 2010 - 18:21

  578. Ich weiß nicht, ob man so einfach und sicher von Lüge und Wahrheit sprechen kann. Wenn in Europa die große Lüge grassiert – was wäre dann die Wahrheit, mit der das “Problem” (siehe weiter oben Supersvabos “Zigeunerfrage”!) am “Ende” zu “lösen” wäre?!

    Von Walter in Aug 23, 2010 - 20:33

  579. Dass ausgerechnet die Inder mit ihrem Kasten-Denken im EU-Parlament eine Gruppe vertreten: Das wollen wir der EU doch nicht wünschen und den Zigeunern genauso wenig. Es wird sich schon wieder alles einrenken, die Zigeuner sind in Europa zu Hause. Es werden hoffentlich bessere Zeiten für sie anbrechen, wenn in ihren Herkunftsländern die Situation sich allgemein verbessert. Wahrscheinlich müssen sie auch mal mit alten Traditionen brechen; die Gleichberechtigung der Frau scheint bei vielen noch kein Thema zu sein – ein Nachteil auch in wirtschaftlicher Hinsicht.

    Von Beatrix in Aug 23, 2010 - 21:03

  580. Ich habe gerade bei den Siebenbürgern einen Artikel (Link: Adevarul) über Rückkehrer aus Paris bei ihrer Ankunft in Temeswar gelesen. Die Rumänen (oder war’s nur der Reporter in diesem Fall) schämten sich für das Benehmen und die „Handfertigkeiten“ ihrer Minderheiten vor Ort. Denn es waren in Temeswar Reporter aus aller Welt zugegen, die das Ganze verbunden mit dem Namen Rumänien in alle Welt vermitteln. Das Image leidet … .

    Von Beatrix in Aug 23, 2010 - 22:08

  581. Korrektur: Minderheit (Singular) ist gemeint.

    Von Beatrix in Aug 23, 2010 - 22:11

  582. heißt das nur, das dort in Rumänien diese unsere Wahrheit ebenso erkannt und anerkannt wird? Und wenn das so wäre, was dann? Heißt das dann weiter auch, dass alle diese wahren Ungerechtigkeiten wieder rückgängig und gutgemacht und repariert werden können, sollen, müssen? Kommen wir nicht zur Ruhe, bevor alles genau wieder so ist, wie es früher war, reparabel im Sinne von Clemenceau?

    Von Walter in Aug 23, 2010 – 12:06

    Wenn die anderen “unsere” Wahrheit annehmen, könnte sich einiges ändern. Zum Guten.
    Die Frage wäre natürlich, ob man anderen das aufzwingen kann/darf.
    Ob wir unsere Ruhe dann hätten?
    Wohl nicht. Scherben bleiben Scherben. Gekittetes ist eben doch nicht mehr heil.
    Unsere Ruhe können wir nur in unserem Heute finden, wenn wir das Schöne, das uns geblieben oder gefunden haben, richtig einschätzen.
    Sicher ist auch in meiner Seele genug Nostalgie oder sonstiges Weh, aber ich weiß, im Leben muß man sich dem noch besitzenden Wertvollen widmen, wenn man gut überleben will.

    Von Katharina in Aug 24, 2010 - 04:56

  583. Man kann schon Trianon zurückdrehen. Und wie!
    Geht mal ins DZM nach Ulm oder nach Berlin.
    K&K pur.Vielmehr gibt es nach Ansicht mancher
    Zeitgenossen danach nichts mehr, oder nur noch
    Peanuts, was unsere Geschichte angeht.

    Auf der anderen Seite schaut Euch die Saschomanen
    an mit ihrem Aussenminister Fabritius.
    Himmel und Erde im Vergleich zu uns biederen
    Schwoweleit.

    Von Der Schwob in Aug 24, 2010 - 05:00

  584. „Du meinst aber sicher nicht die CFR sondern die MVA: Menj Vissza Ázsiába, oder? ;-)
    Von Walter in Aug 20, 2010 – 17:28

    Das ist Volksverhetzung und gemeinschaftliche Beleidigung – und diese sind in unserem Land strafbar.
    Ich hoffe nur sehr, dass Sie nicht der sind, den man im Forum auf siebenbürgen.de als Psychologe kennt, denn das würde diesen Fall nur noch viel hässlicher machen. Ja, ich hoffe es sehr, weil mir das Wohlgehen der Bürger der Bundesrepublik Deutschland am Herzen liegt und ich an die Integrität derer glauben will, in deren Händen die Gesundheit unserer Bevölkerung liegt.

    Aber danke, dass Sie, nach all dem Gift, den sie hier ausgesendet haben, endlich Ihre Visitenkarte hinterlassen, Walther.

    Von alma in Aug 24, 2010 - 11:03

  585. Alma was hat den der Walter geschrieben. kannst es mir auch auf facebook schreiben als Private Mail oder ein andere der Ungarisch kann !

    OK jetzt brauche ich eure Hilfe auch dié der Siebenbürger!
    Nehme Teil an einem Preisausschreibe und brauche EURE Hilfe !!
    Unter folgendem Link könnt ihr abstimmen bis zum 29 August, ich will aber nicht nach Amerika, dies ist kein Witz !

    Nur die können abstimmen die bei Facebook angemeldet sind. Ihr müsst Euch nicht umbedingt wegen mir jetzt dort anmelden, so wichtig ist diese Geschichte nicht .

    http://www.facebook.com/tennisnet.com.DE?v=app_138105006227314&ref=ts

    Einfach auf “gefällt mir” bei meinem Beitrag ankligen sicher dürft ihr auch bei anderen Beiträge abstimmen wen ihr mich nicht lieb habt, bin Euch nicht böse.
    Ihr könnt diesen Link auch an andere Freunde senden

    Ich bin mal sehr gespannt, wieviele Punkte ich mit Eurer Hilfe erreiche. Danke Norbert

    Von Polkakeenich in Aug 24, 2010 - 13:00

  586. Aber Polki, du kannst doch einfach mich selbst fragen, was ich Dir(!)auf Ungarisch geschrieben habe und worüber die alma sich nach Tagen pplötzlich so aufregt! Na ja, das Banat wacht halt etwas langsam auf… ;)
    Es geht um einen alten Witz, der früher im Banat sehr verbreitet war in der Zeit, als die Banater Schwaben die Ungaren so sehr geliebt haben, dass sie sie im Spaß “zurück nach Asien” (ungarische “CFR” = MVA oder so ähnlich) geschickt haben, was die ungarischen Nationalisten gar nicht witzig fanden/finden.
    Humor scheint der alma aber irgendwie fremd zu sein, und Selbstironie auch: müssste ich mit meiner szekler Oma und meiner Zigeuner Uroma erst recht “zurück nach Asie” geschickt werden können. Dorthin würdest Du mich doch vermutlich auch wünschen, oder? :)

    Von Walter in Aug 24, 2010 - 13:39

  587. was machen mit den Zigeunern? Ja und was machen die Zigeuner mit uns?

    Auch wenn ich jetzt von der linken Kulturschickeria oder der Banater Intelligenzia angefeindet werde: Man soll es so machen, wie in Afrika die Staaten es mit ihren Volksstämmen machen. Dem Häuptling viel Macht und Autonomie geben und damit auch die Verantwortung.

    Wenn die Zigeuner sich untereinander streiten, sollen es die Bulibaschas regeln. Wenn sie sich gegenseitig die Köpfe abschlagen, sollen es die Bulibaschas regeln. Lassen wir den Zigeunern doch ihre kulturelle Unabhängigkeit und ihre Probleme untereinander so regeln, wie sie ihre Traditionen haben, warum muß da der Staat immer eingreifen und sich dann eine blutige Nase holen. Ich als Kreispräfekt würde den Bulibaschas meines Kreises eine üppige Summe überweisen und sie mir so verpflichten, ihnen aber auch androhen, wenn die Zigeuner Probleme machen, dann gibt es Geldentzug. Was meint Ihr wie die Zigeuner-Oberen da schauen werden, daß sie ihre Leute in den Griff kriegen. Die Engländer haben in ihren Kolonien das ja auch so ähnlich gemacht: sie behielten die Oberhoheit, schöpften den Rahm ab, und die Regelung von Problemen der Einheimischen untereinander überließen sie deren Potentaten. Das ist auch der Grund warum die Engländer auch heute noch vergleichsweise bei Ihren ehem. Kolonialvölkern beliebt sind. Lassen wir es doch sein die Zigeuner zu zivililsieren oder ihnen europäisches Gehabe beizubringen.

    Von Supersvabo in Aug 24, 2010 - 14:37

  588. Walter Du bist doch Profesor der Psyche und kennst mich noch immer nicht!!
    Wenn hier alle ++++wären währe es doch gar nicht schön !!!!!!!!
    Somit ist es doch gut das vielle ——- auch da sind !

    Übrigens ich habe dich nicht sensiert sondern nur gesagt das dein beitrag für die Öffentliche Schleim Presse ist und nicht für Fohren, Dies war eine feststellung und keine Zensur.

    Und Polka Tanz ich auch ohne deine Aufforderung das tanz ich aus ganzem herzen und für immer gerne.Lach

    Ich bin ein ganz anderer Mensch wie Du denkst!
    Auch früher hat es mir Spass gemacht dir Kontra zu geben damals mit Gibson!

    Obwohl ich mit Gibson nicht befreundet bin und kein Kontakt habe !! OK er ist in Kontakt mit mir so wie Du auch……………Und die HM auch.

    Ich würde nicht mal die Zigeuner dorhin verfrachten den die sind in Europa zuhause Punkt.
    Das Problem das Europa hat ist das jeder so scheinheilig tut und mit den Cinty und Roma so um geht wie mit Blaublüter und wen es drauf ankommt, sitzt man sie den anderen vor die Füsse.

    Ich habe schon mal geschrieben für mich sind Zigeiner alle menschen die anderen Menschen Betrügen und Verletzen. Die würde ich bestrafen in dem ich je nach Art und schwehre des Verbrechen sie mit dem Faldschirm um so tiefer in Siebirien abwerfen würde .
    Wer von dort zurückkommt ist dann geheilt !!

    Von Polkakeenich in Aug 24, 2010 - 14:47

  589. Florin Cioaba nennt sich ja Kaiser der Roma.
    Vor paar Jahren wollte er sich an die indische Regierung wenden, dass jene die Herkunft der Roma bestätigt.
    Er hätte sonst keine Ansprüche, aber jeder müßte wissen, wo seine Wurzeln liegen.
    Seither habe ich nichts mehr gehört.
    Aber ich habe auch nie gehört, dass ein Roma nach Indien gehen will.
    Sie wissen genau, wo, was sie erwartet.
    Wir werden sie nicht ändern können. Nicht so schnell.
    Ihnen eine gewisse Freiheit lassen, wäre wohl menschlich.
    Aber sie den Bulibasas ganz überlassen nicht.
    Denn es würde nur die Fortsetzung jahrhundertelanger Unterdrückung und Abhängigkeit bedeuten.

    Von Katharina in Aug 24, 2010 - 16:07

  590. in Ziarul Gindul, ein interresanter Artikel
    unter Vilele ziganilor din timisoara.
    wenn das so ist dann…. kann ich die Franzosen auch jergend wie verstehen.

    Von Anonymous in Aug 24, 2010 - 16:13

  591. “…worüber die alma sich nach Tagen pplötzlich so aufregt! Na ja, das Banat wacht halt etwas langsam auf…
    Es geht um einen alten Witz, der früher im Banat sehr verbreitet war in der Zeit…”
    Von Walter in Aug 24, 2010 – 13:39

    Das ist der Schlachtruf der Rumänischen Nazionalisten, den du überall in den Rumänischen Foren finden kannst, Polki. Sie wollen, dass jetzt auch die Ungarn die Region verlassen (nachdem die Juden und die Deutschen das Feld geräumt haben und die Roma dabei sind, das zu tun) damit Siebenbürgen und das Banat nur von Rumänen bewont werden. (Da blicke ich nicht so richtig durch, denn die Mehrzahl der Rumänen wollen ja auch fast alle ins Ausland… aber ich muss ja nicht alles verstehen.)

    Sie sind sich nicht zu schade dafür, sogar Sachen zu erfinden, um die Ungarn zu diskreditieren, Walther. Sie erfinden Witze, die es nie gab. Aber was erwartet man von einem, der den Präsident Frenkreichs “Satan” nennt und sein Anliegen, seine eigene Bevölkerung zu beschützen, verklärt:

    “Wer ist der größere “Satan”: der Priester oder Sarkozy, der die Roma benutzt, um andere politische Probleme auf ihrem Rücken zu lösen?”
    Von Walter in Aug 23, 2010 – 12:06

    Und noch etwas. Sie schrieben heute: “…und worüber die alma sich nach Tagen pplötzlich so aufregt! Na ja, das Banat wacht halt etwas langsam auf…”. Wenn einer für ein paar Tage verreist und nicht sofort antwortet, dann heiß das, dass die Volksgruppe, dem er angehört, etwas langsam ist?

    Sie können Ihre gezielte Kampagne gegen mich weiterführen, mit allen von Ihnen üblichen Unverschämtheiten; ich nehme sie aber nicht mehr ernst. Und, wissen Sie was? Um Sie zu ärgern, werde ich hier weiter schreiben, denn ich bin Banater Schwäbin, also bin ich hier zu Hause. Bei siebenbürgen.de haben Sie mich rausgeekelt – ok, ich war auf fremden Terrain – aber hier lasse ich mich von Ihnen nicht einschüchtern.

    Von alma in Aug 24, 2010 - 17:06

  592. Da ich zum Thema Roma/Zigeuner neulich Zaharia Stancus Roman ‚Satra’ erwähnt habe, möchte ich ihn all denjenigen empfehlen, die sich für das Leben dieses Volkes interessieren. Bei amazon.de kann man für wenig Geld verschiedene Auflagen der deutschen Ausgabe erhalten, die den Titel Solange das Feuer brennt trägt.

    Von alma in Aug 24, 2010 - 17:10

  593. “Aber ich habe auch nie gehört, dass ein Roma nach Indien gehen will.” Katharina

    Ich auch nicht, Katharina. aber, was könnte er denn dort anfangen? Ob die in Indien einen Cigányprimás so schätzen würden, wie wir es tun?

    Von alma in Aug 24, 2010 - 17:16

  594. Ja, ja, so will man sie haben, als Zigeunerprimas, vielleicht sogar eine Art Rigo Jancsi, feurig und lecker.
    Leider haben nicht alle solch edle Anwandlungen, so mangelt es dann auch bei nicht Zigeunern der edlen Anwandlung der Nächstenliebe… :-9
    Durlacher

    Von Anonymous in Aug 24, 2010 - 18:12

  595. es sollte heißen: “Nicht-Zigeuner”…. anschließend an Obiges:
    :-) … und wenn man schon darüber debattiert, die Zigeuner nach Indien zu schicken, soll man da Ungarn in den Ural verfrachten, die Kelten auferstehen lassen und die Vandalen nach Böhmen? Oder so ähnlich. Die Rumäniendeutschen sind da wohl freiwillig hin zurück, “la origine”.
    Durlacher.

    Von Anonymous in Aug 24, 2010 - 19:00

  596. Rigo Jancsi – da läuft mir das Wasser im Mund zusammen! Jahrzehnte keinen mehr gegessen. Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie er schmeckt. Aha, hier ist aber ein fescher Zigeuner gemeint! Okay, lasst uns den feiern. Ungarn oder Szekler mal zu „feiern“, ist eh verpönt hier. <— Alles Spaß, bitte da nichts hinein interpretieren. Ich bin nur gut gelaunt zum Feierabend und hab als Naschkatze die Rigo-Jancsi-Schnitten im Kopf. (Hatten die nicht den Namen Rigoletto auch? Vielleicht verwechsle ich was. Schließlich handelt es sich bei RG um ungarisches Feingebäck, nicht eine italienische Spezialität.)

    Von Beatrix in Aug 24, 2010 - 19:26

  597. Ja, ja, so will man sie haben, als Zigeunerprimas, vielleicht sogar eine Art Rigo Jancsi, feurig und lecker.
    …Durlacher

    Von Anonymous in Aug 24, 2010 – 18:12
    ————————————–
    Also die Torte, genannt Rigó Jancsi, die meine Mutter buck, war nicht feurig, aber lecker, lecker, lecker….

    Von getkiss in Aug 24, 2010 - 22:07

  598. Ich als Kreispräfekt würde den Bulibaschas meines Kreises eine üppige Summe überweisen und sie mir so verpflichten, ihnen aber auch androhen, wenn die Zigeuner Probleme machen, dann gibt es Geldentzug. Was meint Ihr wie die Zigeuner-Oberen da schauen werden, daß sie ihre Leute in den Griff kriegen.
    Von Supersvabo in Aug 24, 2010 – 14:37
    ——————————————
    Joo und de Bulibasa würde die üppige Summe einstreichen und nach deiner Drohung Antworten:
    Es war leider nicht genug, Supersvabo, ich bräuchte mehr, lach…

    Von getkiss in Aug 24, 2010 - 22:12

  599. Man kann es überall schaffen, wenn man talentiert ist, auch wenn man zu einer Minderheit gehört – egal zu welcher. In Temewar, im Restaurant der Sári Néni, kam der Zigeunerprimas mit seiner Geige zum Tisch, nach dem Essen, als man beim Rotwein war. Das waren Zeiten… dabei waren wir arme Studenten. Im Westen Rumäniens lebte man nach dem Motto “Szegények vagyunk, de jól éllünk” (Wir sind arm, aber wir leben gut). Das ist eine Lebensphilosophie, die sich manch Unzufriedener aneignen sollte, aber das geht nur, wenn die ganze Gemeinschaft mitmacht.

    Von alma in Aug 25, 2010 - 00:11

  600. Meine Bekannten waren in den 70-er an einem Tag im Temeswarer “Hercules” und ließen die Geigen der Romas für sich spielen.
    Das Geld, das sie dort ließen, gehörte den Eltern.
    Meine Freundin (noch Schülerin in der 12.Klasse) war auch darunter. Sie war noch im Jogginganzug vom Sportunterricht…
    Am späten Abend gab es mächtigen Krach zu Hause.
    Aber hinterher lachten alle nur noch. Sogar die Alten.

    Heute soll dort ein exclusiver Club sein für “besondere” Leute. Ohne die Geige des Zigeuners…

    Von Katharina in Aug 25, 2010 - 03:56

  601. Kein Wunder, Katharina, denn „Hercules“ war die kalte Höhle des Gaunertums und der Promiskuität, dort hatte ein anständiges Mädchen nichts zu suchen.

    Von alma in Aug 26, 2010 - 11:57

  602. Schön, dass Sie mir das sagen,alma.
    Ich war nie dort.
    Allerdings war ich im Cazinoul Militarilor.
    Für ein anständiges Mädchen war das auch kein Ort.
    Ich war nicht allein dort und hatte auch nie wieder Sehnsucht nach ihm.

    Von Katharina in Aug 26, 2010 - 12:15

  603. Wie überall, gab es auch in Temeswar Plätze (wie das Militärcasino), die eher von den Ortsansässigen frequentiert wurden; unsereiner hatte dort nichts zu suchen.

    Im Hercules war ich am 4. März 1977, gegen 22:00 Uhr, weil das Lokal in der Nähe des Wohnheims war und weil es draußen zu kalt und zu unangenehm war, um dort nur so herumzustehen – nachdem einige von uns unsere Zimmer fluchtartig verlassen hatten. Wir haben uns in diesem Lokal an einen Tisch zusammengesetzt, um mit dem Schrecken nicht alleine zu sein. Wir ahnten etwas, aber wir wußten dann noch nicht, wie heftig das Erdbeben in Bukarest gewesen ist und welche Tragödie sich dort gerade abspielte.
    Es gibt über zwanzig Millionen Geschichten über jenen Abend, und jede ist anders.

    Von alma in Aug 26, 2010 - 23:08

  604. Meine Geschichte von diesem Abend war so.
    Im rumänischen Fernseh sollte ein bulgarischer Film laufen. Doch kaum hatte er begonnen, war der Bildschirm voller “Flöhe”. Es kam nichts mehr.
    Ich begann über die Rumänen zu schimpfen, die nicht einmal das “defectiune tehnica” schreiben können.
    Ja, da lobte ich wieder unsere magyarischen Nachbarn. Die sind da ganz anders.
    Wo ich mich zu der Zeit befand, war kein Beben zu spüren.
    Ich ging schlafen.
    Am Morgen hörte ich, was geschehen war…

    Von Katharina in Aug 27, 2010 - 01:10

  605. an dem Abend waren wir in Curtici, um meine Mutter, die vom Besuch des Bruders in München zurück kam, abzuholen.
    Auf dem Weg blieb der Zug plötzlich stehen….
    In Kronstadt flüchteten sich meine Frau und die Schwiegermutter zu erst unter den Türstock und nachher ins Freie, da war es viel heftiger als im Banat, jedoch ohne zerstörte Häuser.
    Vom Erdbeben erfuhren wir zu Hause, aus dem Radio…

    Von getkiss in Aug 27, 2010 - 07:39

  606. Ich telefonierte (im Gang des ersten Stockwerks eines Zweifamilienhauses in Hermannstadt)gerade mit zuhause und war sauer, dass der Pekinese meiner Hausfrau sich neben der Eingangstür schon heiser gekläfft hatte und keine Ruhe gab. Sein Frauchen saß in der Badewanne und ich dachte, sie könne endlich was tun, um die Töle zu beruhigen.
    Erst war die Leitung tot, dann schwankte die Ecke des Raums auf mich zu, ich rief “Erdbeben” und alle stürzten raus.
    Nur Frauchen rannte noch mal zurück, um sich eine Unterhose unter den Bademantel zu holen.
    Auf der Straße gingen Passanten ruhig dahin, sie hatten nichts gemerkt.

    Das deutsche Staatstheater gab die “Dreigroschenoper” und die Schauspieler sprangen von der Bühne in den Theatersaal; zwei Mitbewohnerinnen, Schülerinnen, die im Theater waren, dachten, das gehöre zu den Brechtschen Verfremdungseffekten.

    Durlacher

    Von Anonymous in Aug 27, 2010 - 11:07

  607. Ich war zu jener späten Stunde noch mit Lernen für die UNI Temeschwar beschäftigt, obwohl ich wusste, dass wir einige Tage später das Land verlassen werden, ich war zu Hause in unserem Haus in Temeschwar, war gerade dabei ins Bett zu gehen, plötzlich haben sich die Regale mit Büchern bewegt, der Lampenschirm an der Decke fing das Schwingen an, ich konnte diese Ereignisse nicht zuordnen, erst am Tag danach habe ich erfahren, dass es ein Erdbeben war. Am 20 März 1977, einen Tag vor der Ausreise nach Deutschland, habe ich die Folgen des Erdbebens in Bukarest wahrgenommen. Die Stadt hat nach Verwesung gerochen, die Schutthügel die nach dem Einsturz zusammengetragen worden waren, waren noch nicht beseitigt.

    Danach habe ich erfahren, dass eine sportlich sehr begabte Lenauschülerin, Kommilitonin von mir, die an einer Sportmeisterschaft teilgenommen hatte, bei dem Erdbeben ums Leben gekommen war.

    Von solala in Aug 27, 2010 - 12:24

  608. Ich war an diesem Abend zu hause in Blumenthal, es war doch um 21:00 Uhr oder 22:00 Uhr spürte sofort was los war, da ich im Kindergarden dieses Thema mit Eugen oft besprochen habe da sein Maria Bild schief an der Wand hing. So allarmierde ich alle im Haus das Haus sofort zu verlassen.
    Drausen hatten wir 5 Tannen Bäume vor dem Koridor (Flur) und die schwangten so stark das die Weihnachstkugeln uns um die Ohren flogen!
    Ein Jahr drauf war ich in Bukarest beim Militär ich sag Euch jetzt im ernst da stand eine Altes Haus mit einer über 20 Meter steilen Wand Mauerwerk die hatte keinen Riess!!

    Von Polkakeenich in Aug 28, 2010 - 12:10

  609. Riss

    Von Polkakeenich in Aug 28, 2010 - 15:27

  610. Polki, geht es nur mir so?
    Oder ist an Deiner Geschichte was komisch?
    Von Dir sind wir ja viel Lustiges und Unglaubhaftes gewöhnt.
    Eugen, Kindergarten, Mariabild…Was?
    Ich verstehe nur Bahnhof.

    Tannenbäume vor dem Haus und Weihnachtskugeln im März!
    Aber vielleicht bin ich ja nur schwer von Begriff.

    Von Katharina in Aug 28, 2010 - 21:31

  611. Polki beobachtet sehr genau.

    Es gab nach seiner Aussage in Bukarest im 1978 “ein altes Haus mit einer über 20 Meter steilen Wand” die keinen Riss hatte.

    Das Desaster in Bukarest, gewissermaßen Epizentrum des Erdbebens, hätte nicht die so gravierenden Schäden verursacht, wenn bei all den Neubauten die zusammengebrochen sind ( ich stufe ihre Entstehung in die Zeit ab dem zweiten Weltkrieg ein) nicht so viel Unwissen/ Böswillen / Schlamperei an der Bauwerkserstellung mitgewirkt hätte.

    Die Vorschriften in Rumänien was den Standsicherheitsnachweis wegen erhöhter Erdbebengefährdung in Rumänien betrifft,sind diesbezüglich heute sehr streng.

    Dies ist sehr begrüßenswert.

    Von solala in Aug 28, 2010 - 22:21

  612. Das mit der Wand habe ich auch verstanden.
    Sicher handelt es sich bei den eingestürzten Bauten meistens um solche, die nach dem 2.Weltkrieg errichtet wurden.

    Von Katharina in Aug 28, 2010 - 22:43

  613. Also wir mussten schlafen im Kindergarden und da war mein Platz neben dem Eugen. Da hatten wir von Fischkonserven Bilder und haben die Fischarten besprochen so wie die Wunder der Erde. Da war das Erdbeben auch ein Thema.
    Damals war in Blumenthal ein Teil der Kirche abgebrochen bei einem Erdbeben 1962 ungefähr.

    Der Christbaumschmuk war bei uns immer bis zu Ostern an dem Baum ! Sicher im Koridor. Aber ich wolte Euch erklären wie stark das Erdbeben auch bei uns im banat zu spühren war.
    Die Erde floss unter deinen Beinen weg……

    Die Wand habe ich jeden tag bewundert es war in der Nähe vom Bukarester Hauptbanhof neben dem Militärspital wo wir Blumenbeete machten.
    Das Haus war 4-5 Stock hoch mit Eingängen und Fenster nur von einer Seite. Die Andere Seite war eine blanke Mauer aus einfachen Mauersteinen so wie wir sie aus Rumänien kannten. Fragte mich immer wieder, wie so eine hohe Mauer nicht eingefallen ist?
    Die verbindungsdrähte sind an den neuen Blogs nur zur Hälfte zusammengeschweißt worden da man den Fünfjahres Plan früh erfüllen wollte.
    So sind diese Häuser wie Kartenhäuser zusammengerumpelt. Es kam vor das ein Blog zusammenfiel und lings und Rechts die Blogs noch standen. Die Räuberbanden waren vol unterwegs. Der gröste war ein Bandit der zum klauen ging un