ak. Hermannstadt – Während Premierminister Emil Boc in Begleitung von Transportminister Radu Berceanu am vergangenen Donnerstag die Arbeiten an der Umgehungsstraße von Hermannstadt/Sibiu besichtigte, tagte der Kreisrat in seiner ordentlichen August-Sitzung. Auf der Tagesordnung standen fünf Beschlussanträge – drei davon betreffend das intergrierte Müllmanagement im Kreis –, die angenommen wurden. Desgleichen lagen zwei Berichte vor über die Finanzgebarung im ersten Halbjahr sowie über den Verlauf der Bauarbeiten an der Kreisstraße 106 Hermannstadt/Sibiu – Agnetheln/Agnita.
War die Fahrt nach Agnetheln früher ein Abenteuer, so sei sie nun eine Odyssee, meinte der PSD-Kreisrat Adrian Besoiu. Auch die anderen Kreisräte hatten vieles am Zustand der Straße und dem Verlauf der Bauarbeiten zu bemängeln. Gearbeitet werde nur stellenweise, trotz der gesicherten Finanzierung. Man müsse Dutzende von Kilometern Umweg über Mediasch fahren um ins Obere Harbachtal zu gelangen, war ebenfalls zu hören. Auch wurde der Vorschlag geäußert, die Verantwortlichen und Bauherren sollten mindestens ein Mal pro Tag die Strecke mit dem eigenen Auto abfahren, um die Unannehmlichkeiten selbst zu spüren. Harsch kritisiert wurde aber insbesondere der vorgelegte Informationsbericht.
Die Vertreter der Baufirma waren bemüht, die Gemüter zu beruhigen und gaben einige Fehler zu. Der dem Kreisrat vorgelegte Bericht sei tatsächlich etwas dürftig ausgefallen, sagten sie. Die Arbeiten würden planmäßig fortschreiten und die Straße werde bestimmt bis zu dem vorgesehenen Termin, im Mai 2011, fertiggestellt. Dass bis dato kein Kilometer den endgültigen Asphaltbelag erhalten hat hänge damit zusammen, dass man so die eventuell auftretenden Fehler leichter ausbessern könne. Auch die langen Fahrten auf dem Schotter müsse man der Bauvorschriften wegen in Kauf nehmen. Der langsame Arbeitsrhythmus sei dadurch zu erklären, dass es sich um eine stark befahrene Strecke handle. Die Sommerhitze habe ebenfalls zum langsamen Fortschreiten der Arbeiten beigetragen. Der Kreisratsvorsitzende Martin Bottesch stellte jedoch fest, dass an der Umgehungsstraße trotz der Hitze gearbeitet wurde. Er betonte, dass die Unzufriedenheit mit dem Verlauf der Arbeiten weiterhin bestehe.
Als zusätzlicher Tagesordnungspunkt kam eine Information zur Situation des Flughafens hinzu. Versichert wurde erneut, dass die Sicherheit des Flugverkehrs durch den Erdrutsch am Areal außerhalb der Piste nicht beeinträchtigt sei und der Flughafen problemlos seine Tätigkeit durchführe.
Quelle: ADZ
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