Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien
- März 12, 2010 - von ingemar
Staatsangestellte auf der Straße
Proteste der Gewerkschaften werden fortgeführt
oi. Temeswar – Ursprünglich als große Protestaktion angekündigt, hat sich die Mahnwache vor der Temescher Präfektur als eine eher kleine Menschenansammlung herausgestellt. Obwohl allein von der Eisenbahnregionaldirektion für Gütertransporte Temeswar/Timisoara mit 1000 Leuten gerechnet wurde, die vor einigen Tagen entlassen wurden, haben an der Protestaktion nicht mehr als insgesamt 150 Personen teilgenommen.
Die zweistündige Mahn-wache wurde vom Gewerkschaftsbund CNS Cartel Alfa organisiert. Mit dabei waren auch die Gewerkschaft der Föderation für Nationale Bildung (FEN), die Freie Gewerkschaft der Angestellten des Temeswarer Bürgermeisteramts, Mitglieder der Gewerkschaft der Direktion für Sozial- und Kinderschutz und Gewerkschafter der Föderation der Lokführer. „Wir wollen nicht in griechische Verhältnisse schlittern“ und „Wir protestieren gegen die Diktatur“ waren die Hauptslogans der Protestler.
„In Temesch wird es im März 2000 Entlassungen geben. Die Regierung hat nicht verstanden, dass sich das Land in einer Krise befindet, für die sie keine Lösungen hat. Alle schieben nur die Schuld ihren Vorgängern zu“, sagt Stefan Gogosanu, Leiter der Gewerkschaft Cartel Alfa Temesch. Die Gewerkschafter haben eine Liste mit ihren Forderungen an Zoltán Marossy, Subpräfekt des Kreises Temesch, überreicht, den sie aufforderten, diese an Premier Emil Boc (PDL) weiterzuleiten.
Der Premier befand sich zur Zeit der Proteste in Temeswar, wo auch eine Delegation aus 150 UNO-Vertretern zugegen war. Die Gewerkschaften zeigen sich insbesondere über die Verringerung der Zahl der Angestellten, aber auch über das Gesetz über die Einheitliche Entlohnung unzufrieden. Falls ihre Forderungen kein in ihrem Sinn positives Echo finden, kündigen die Gewerkschaften weitere Protestaktionen an.
Quelle: ADZ
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