Schule schließen oder zusammenlegen?

wk. Tirol – Entweder die Schule in Tirol oder jene in Binis muss geschlossen werden, weil beide Schulen im kommenden Schuljahr zu wenig Kinder haben. Aber beide Schulen haben im kommenden Schuljahr zwischen 30 und 35 Kinder, also viel mehr, als ein Schulbus mit 16 Plätzen transportieren kann. Zudem liegt die Töpferortschaft Binis nur fünf Kilometer von Bokschan entfernt, hingegen 15 Kilometer von Tirol.

Da man als Zusammenlegungsvariante die Möglichkeiten im Rahmen derselben Ortschaft in Betracht zieht, taucht hier die absurde Situation auf, die Schulkinder zwingen zu müssen, sehr weit zur Schule zu pendeln, weil die nächstgelegene Schule administrativ zu einer anderen Kommune gehört. Das Schulinspektorat wäscht seine Hände in Unschuld: Die Entscheidung, welche Schule bestehen bleibt und welche aufgelöst wird (beide sind in den vergangenen Jahren generalüberholt worden) liegt in den Händen des Gemeinderats. Da nahezu kein Lehrer der Gemeinde Doclin, zu der beide Ortschaften gehören, an seiner Schule ausreichend Stunden für eine volle Lehrerstelle hat, pendeln sie sowieso zwischen den Schulen. Die Auflösung einer der Schulen würde also mathematisch eine Einsparung von 0,84 Lehrerstellen bringen, also nicht einmal eine einzige Stelle.

Quelle: ADZ
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  1. 1 Kommentar zu “Schule schließen oder zusammenlegen?”

  2. ja aber wenn man 0,84 mal Gehalt eines Lehrers weniger zahlt, ist das durchaus eine finanzielle Einsparung und die 0,84 Planstelle einer Schule geben wo ein Lehrer mit 0,2 Planstelle arbeitet, hat man an dieser Schule eine volle Lehrkraft. Also kann das schon sinnvoll sein, oder wie anglizismusverliebte sagen würden: “es macht Sinn!”, vielleicht.

    Von Supersvabo in Mrz 22, 2010 - 13:31

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