Rumänien erhielt Status „Partnerland der Grünen Woche 2012“

1. Februar 2011
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Erfolgreiche Generalprobe rumänischer Firmen auf Grüner Woche in Berlin / von Berndt Brussig, Berlin

Weltagrargipfel, Erlebniswelt, Schlemmermeile und Publikumsmagnet – so lauteten einige der Synonyme für die 76. Internationale Grüne Woche Berlin, die Sonntag die Tore schloss und seit dem 21. Januar rund 400.000 Besucher, darunter 100.000 Fachbesucher aus nah und fern, in ihren Bann zog.

Auf der weltgrößten Verbraucherschau zeigten 1632 Aussteller aus 57 Ländern eine einzigartige Leistungs- und Erlebnisschau aus allen Bereichen der Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft und des Gartenbaus. Partnerland der Grünen Woche 2011 war Polen. Unter dem Motto „Polska schmeckt – Partnerland Polen“ präsentierte sich Deutschlands Nachbarland mit dem bislang größten Gemeinschaftsstand auf über 1000 Quadratmetern Hallenfläche.

Philharmonie der Blumen

Als ein besonderes Highlight der Grünen Woche 2011 erwies sich die Internationale Blumenhalle. Erstmals wurde dort eine farbige, duftende, den nahenden Frühling verheißende Atmosphäre floristisch und musikalisch inszeniert. So konnten die Messebesucher quasi durch eine „Philharmonie der Blumen“ prächtiger Frühlingsblüher zu Melodien berühmter Komponisten wie Robert Schumanns „Frühlingssinfonie“ und Mozarts „Gärtnerin aus Liebe“ wandeln. Echte Hingucker waren „Blühende Notenschlüssel“ als florale Kunstwerke.

Die Grüne Woche als „längste Schlemmermeile der Welt“ war mit lukullischen Genüssen aus allen Kontinenten gesegnet: Von A wie Australien mit Krokodil-Känguruh-Strauß-Spieß sowie R wie Rumänien mit delikatem Hirsch-Schinken bis S wie Spanien mit dem landestypischen Sherry. Zu der Palette zählten aber auch Springbock-Spieß aus Ruanda und Mocca mit Kardamon aus dem Libanon sowie Safran-Rosinen-Milchreis aus Afghanistan. Auch Kurioses gab’s: Der- oder diejenige mit Liebeskummer konnte den Liebespunsch aus dem karibischen Guadeloupe ausprobieren, freilich ohne Garantie auf Erfolg.

Auch die Bier-Liebhaber kamen voll auf ihre Kosten: Rund 70 Brauereien aus Deutschland und aus aller Welt schenkten innerhalb von zehn Messetagen mehrere hundert Biersorten für das durstige und neugierige Publikum aus aller Welt aus. Laut Angaben des Deutschen Braubundes ist der traditionell gebraute Gerstensaft der Deutschen liebstes alkoholisches Getränk: Zirka 110 Liter genießt jeder Bundesbürger pro Jahr. Mit über 98 Millionen Hektolitern sind die deutschen Brauer die Spitzenreiter der europäischen Bierproduktion. Doch auch die Belgier sind keine Bier-Muffel. Vor allem das Belgische Barbar-Honigbier fand begeisterte Abnehmer. Hoch in der Gunst der Bierkenner stand auch Staropramen aus Tschechien, das schon Kaiser Franz Joseph I. als sein Lieblingsbier zu schätzen wusste…

Hochkarätige agrarpolitische Veranstaltungen

Bedeutendste agrarpolitische Veranstaltung war das „Weltforum für Ernährung und Landwirtschaft“ vom 20. bis 23. Januar zum Thema „Handel und Sicherung der Welternährung“. Der rumänische Minister für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Valeriu Tabãrã, und seine Agrarministerkollegen von rund 50 Ländern aus aller Welt sowie Spitzenvertreter aus der Land- und Ernährungswirtschaft nahmen daran teil. Gemeinsam wurden neue Lösungsansätze entwickelt, um die anstehenden globalen Herausforderungen zu bewältigen.

BIO war wieder der Rote bzw. Grüne Faden der Grünen Woche. Unter diesem Leitthema fanden zahlreiche Foren statt, zum Beispiel vom Bund für Ökologische Lebensmittelwirtschaft.

Rumänischer Messestand: Attraktiv und auf Bio fixiert

Rumänien präsentierte sich als attraktiver Gemeinschaftsstand mit einer Fläche von 165 Quadratmetern in der Halle 17 in Nachbarschaft der Schweiz und Italiens. Mit berechtigtem Stolz erklärt Livia Chivu, Fachberaterin des Ministers für Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung, gleich am Anfang des Interviews: „Rumänien wird im nächsten Jahr Partnerland der Internationalen 77. Grünen Woche 2012“. Gratulation! Das ist eine wirklich gute Nachricht. Im Vergleich zum vorigen Jahr hat sich der Anteil der Aussteller im rumänischen Stand fast verdoppelt: Beteiligten sich im vergangenen Jahr acht Aussteller an der Grünen Woche, waren es in diesem Jahr schon 15 Aussteller aus Rumänien. Auf der Pressekonferenz der Grünen Woche hatte der Landwirtschaftsminister Valeriu Tab²r² den Presseleuten die gute Kunde mitgeteilt: „Rumänien wird Partnerland der Internationalen Grünen Woche 2012“. Die Kosten wurden von dem Minister mit 250.000 Euro beziffert. Ein stolzes Sümmchen zwar, doch die Effekte wie Zugewinn an internationaler Reputation und Gewinnung von Marktanteilen sind enorm.

Wie schon im Vorjahr war auch die junge Existenzgründerin Diana Sonia Stanciulov von S.C. Sonimpex Serv Com SRL mit ihren Bio-Produkten präsent. Ein echter Hit ist ihr Pflaumenmus „Topoloveni“, absolut ohne Zucker und Konservierungsstoffe. Ein 100-prozentiges Naturprodukt, mehrfach ausgezeichnet, so mit dem „Superior taste Award 2010“ vom Internationalen Institut für Geschmack & Qualität Brüssel sowie mit dem Diplom „Zece pentru România 2010“.

Newcomer mit köstlichen und herzhaften Wurst- und Schinkenkreationen Siebenbürgens wie Pastramã war Sorin Romulus Mudura , Manager von S.C. ANDROMI Com S.R.L. aus Nojorid, Kreis Bihor. Auch die Käse- und Wurst-Delikatessen mit Namen wie „Piept de ratã– portocale si coniac“ von DRU AGRO GALATZ von Marius Verdesi und Daniel Andronache liegen dem Gourmet unvergesslich auf der Zunge… Alles ökologisch und innovativ produziert, wie die zig Bienenhonigsorten vom Nachbarstand und die leckeren Säfte von S.C. PARMEN S.R.L. in Vãleni Dâmbovita.

Im Visier: Grüne Woche 2012

„Rumänien – der Weinriese im Herzen Europas – strebt zu neuen Ufern“, lautet sehr treffend ein Satz in einem Prospekt auf der Grünen Woche von der in Rastatt ansässigen Firma LAUTARUL, die Spitzenweine Rumäniens wie „Taina / Sauvignon Blanc 1975“ sowie Delikatessen wie Pflaumenmus „Topoloveni“ vertreibt.

Rumänien strebt nicht nur in puncto Wein zu neuen Ufern, sondern generell und mit nachhaltiger Unterstützung Deutschlands. Die Generalprobe als Partnerland der Grünen Woche 2012 hat Rumänien bestanden. Ich bin sicher, dass Rumänien mit der Grünen Woche 2012 im Visier, sich ökologische Innovationen als Beispiel und Modell für andere Länder einfallen lässt: Implementierung innovativer Solartechnik in der Landwirtschaft wie Solartechnik zum Trocknen und Konservieren von Heilkräutern, Pflanzen und Früchten. Zudem wäre die Erzeugung von Ethanol aus Biomasse, speziell aus Mais, eine gute Idee zur Reduzierung des Klimakillers Kohlendioxyd und damit zum Schutz des Klimas im Sinne von „Grüner Mobilität“. Ein kompetenter rumänischer Technik-Experte mit Firmensitz in Berlin wäre der Diplom-Ingenieur Cornel Prodan, Chef der Firma PRODY-SOLAR.

Quelle: ADZ
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