Regierung wird in Temeswar tagen

12. März 2010
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„Bis 2011 wird die Autobahn Temeswar – Arad fertiggestellt“ / Von Olivian Ieremiciu

Temeswar – Auf der Autobahn gleiten und wie die Olympioniken schwimmen: Die Zukunft von Westrumänien sieht rosig aus. Jedenfalls dann, wenn man Premier Emil Boc (PDL), der Mittwoch Temeswar besuchte, Glauben schenkt: „Bis 2011 wird die Autobahn, die Temeswar mit Arad verbindet, fertiggestellt.“ Trotz der Aussagen von Verkehrsminister Radu Berceanu (ebenfalls PDL), der für dieses Jahr rumänienweit mit nicht mehr als 40 Kilometern neuer Autobahn rechnet.

Temeswar/Timisoara soll außer der seit Kurzem vorhandenen Umgehungsstraße, die die Arader Straße mit der Lugoscher Straße verbindet, aber bis heute noch nicht gänzlich fertiggestellt ist, weitere zwei Umgehungsstraßen bekommen, die den Ring um die Stadt vollenden sollen. Die erste Umgehungsstraße, die Südvariante, soll binnen 15 Monaten nach der Unterzeichnung des Ausführungsvertrags befahrbar sein. Auch über die zweite Umgehungsstraße zerbrechen sich die Verantwortlichen den Kopf. Diese wird fertiggestellt, auch „wenn es nötig ist, ein Darlehen von der japanischen Bank aufzunehmen, die den vorhandenen Ringstraßenabschnitt mitfinanziert hat“, so Boc.

Vorgesehen ist auch der Bau der Autobahn Temeswar – Lugosch/Lugoj, für die 36 Monate nach der Fertigstellung der Machbarkeitsstudie und ungefähr 359 Millionen Euro veranschlagt werden. Die Temescher Autofahrer können also laut Premier Boc aufatmen. Und dies obwohl der Premierminister selber einräumt, dass „in diesem Land Arbeiten von schlechter Qualität durchgeführt werden“. „Man muss mit drastischen Sanktionen eingreifen, gegen all jene, die qualitativ schlechte Arbeiten durchführen. Diesen sollte auch die Teilnahme an künftigen Ausschreibungen untersagt werden“, sagte weiterhin Boc.

Eine Mitschuld daran, dass Rumänien schlechte Straßen hat, sollen auch die Rentner haben. Be-sonders die, die Luxusrenten kassieren. „1,7 Milliarden Euro müssen von den diversen Sektoren wie Gesundheit, Bildung und anderen Bereichen abgezogen werden, um die Renten zu bezahlen – hier sind die Luxusrenten mit eingeschlossen. So kann man keine Autobahnen und Umgehungsstraßen bauen“, fügte der Premier hinzu.

Nicht nur wegen der Straßen, sondern auch bezüglich der Luftfahrt können Temeswar und der Kreis Temesch/Timis aufatmen. „70 Millionen Lei wird der Terminal am Flughafen ‘Traian Vuia‘ kosten. Die Regierung wird dies finanzieren“, so Boc.

Weitere Versprechen gehen in Richtung Wärmedämmung der Wohnblocks. Bislang sind es 48 Blocks, für die die Wärmedämmung finanziert ist, weitere 110 Wohnblocks sollen in das Programm aufgenommen werden. Schwimmen werden die Temeswarer in Zukunft auch wie die Olympioniken können, weil doch noch ein olympisches Schwimmbecken gebaut wird. Das Geld dafür soll noch dieses Jahr nach Temeswar überwiesen werden.

Der Premier hat außerdem dem Vorsitzenden des Temescher Kreisrats, Constantin Ostaficiuc, zugesichert, dass die erste Sitzung, die im neu angebauten Flügel des Verwaltungsgebäudes des Temescher Kreisrats abgehalten wird, eine Sitzung der rumänischen Regierung sein wird.

Der Premier hatte in der Vergangenheit angedeutet, dass nicht alle Sitzungen in Bukarest im Victoria-Palast abgehalten werden müssen. Die Sitzung wird wohl im April oder Mai stattfinden können. Da man bis dahin mit der Fertigstellung des sich noch im Bau befindlichen Neubauflügels rechnet.

Quelle: ADZ
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