So es geht los. Wie mir schien ware alle dafür Richard Wagners neustes Buch “Belüge mich” als erstes zu lesen.
Bei Amazon ist über “Belüge mich” von Richard Wagner folgendes zu lesen:
Kurzbeschreibung
Der letzte Tango Eine junge Journalistin zwischen München und Bukarest: Ein Roman, in dem Geschichte auf schmerzliche Weise zur Familiengeschichte wird. Analytisch und sinnlich schreibend, erweist sich Wagner als ein europäischer Schriftsteller von Format. »Ein Roman ist die Erforschung dessen, was das menschliche Leben bedeutet in der Falle, zu der die Welt geworden ist«, schrieb Kundera. Mit seinem neuen Roman folgt Richard Wagner dieser Maxime, indem er die Kräfte von Verrat und Eros, Vergangenheit und Gegenwart, Familie und Politik auf seine Heldin einwirken lässt: Sandra Horn ist Journalistin. In Bukarest soll sie den Ableger einer Frauenzeitschrift gründen. Dort fängt sie mit dem Anwalt Marcel eine Affäre an, obwohl dessen Frau ihre beste Freundin war. Sandra taucht in die geheime Vergangenheit ihrer und Marcels Familie ein, in das Bukarest der 30er Jahre, in die Tangomusik und die Literatur jener Zeit. Und sie erfährt, dass die alten Konflikte andauern und ihr Leben verändern.
Über den Autor
Richard Wagner, geboren 1952 im rumänischen Banat, arbeitete als Deutschlehrer und Journalist und veröffentlichte Lyrik und Prosa in deutscher Sprache. Nach Arbeits- und Publikationsverbot verließ er Rumänien im Jahr 1987 und lebt seitdem als freier Schriftsteller in Berlin. Er gewann zahlreiche Preise und Stipendien, 2008 wurde er, in der Nachfolge von Karl-Markus Gauß und Karl Schlögel, mit dem Georg Dehio-Buchpreis ausgezeichnet. Werke (Auswahl): “Ausreiseantrag. Begrüßungsgeld” (Erzählungen), “Miss Bukarest” (Roman), “Der leere Himmel” (Essay), “Habseligkeiten” (Roman), “Der deutsche Horizont” (Essay), “Lisas geheimes Buch” (Roman), “Das reiche Mädchen” (Roman).
Bestellung
Ihr könnt euch das Buch beschaffen wie ihr möchtet. Wenn es jemand hier über den veröffentlichten Link tut, dann bekomme ich eine Provision von Amazon. Diese ist nicht sehr hoch, ich glaube so ca. 5 % vom Verkaufspreis. Je nachdem wieviel Provision so im Laufe der Zeit zusammen kommt, würde ich diese sammeln und ab einer bestimmten Summe, können wir dann mal die Bücher für ein paar Mitglieder kaufen, sie spenden, einen Literaturwettbewerb machen oder irgend etwas anderes.
Weiteres Vorgehen
Ich würde vorschlagen, jeder besorgt sich jetzt das Buch und wir lesen es bis 27. Februar. Anschließend schreibt jeder der möchte mir seine Meinung per E-Mail und ich veröffentliche alle am 1. März in einem Beitrag. Anschließend können wir dann darüber diskutieren.
Da dies jetzt das erste Mal ist, dass wir hier so etwas machen, möchte ich euch bitten ruhig auch den Ablauf zu kritisieren wenn ihr irgendetwas geändert haben möchtet oder einen anderen Vorschlag habt.

Das hat nichts mit einem Literaturkreis zu tun, aber mit “Belüge mich” (nicht Wagners Roman).
Täglich will man uns belehren, uns die große Wahrheit verkaufen. Doch welches ist die große “wahre” Wahrheit?
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_morgenthau_partei/
Genau, getkiss. Mit einem kleinen Epilog:
“Was man nicht zu verlieren fürchtet, hat
Man zu besitzen nie geglaubt, und nie
Gewünscht.”
Ja Alma, richtig nach Abba:
Now it´s History…
@Katharina
Da hast du die Rollen vertausxcht.
Das Buch müsste heisen:
,,Der Weg der ,,Schwowe,,bis zum Deutsch sein,,
Das ist eine echte Herausforderung, Eduard. Ich versuche es Ihnen recht zu machen, in der hier üblichen Art, mit einem Song. An den Rumänen Florescu:
http://www.youtube.com/watch?v=zD7d02tEzNE
Da Sie aber – wie es die Regel Ihres Spiels vorschreibt – nicht darauf antworten werden, liefere ich auch gleich meine eigene Antwort zu meinem Kommentar mit: kitschig, triefend, deplatziert, stilwidrig, Firlefanz, Klimbim (für weitere Begriffe siehe das Synonymenwörterbuch).
@Seppy
Du kannst auch einen Roman schreiben.
Das Los eines Deutschen inmitten der Schwowe!
Wow!
@Seppy
Die Story, wer oder was ein Banater Schwabe ist, wiederholen wir nicht.
Ich habe das Buch als Mensch gelesen und nicht durch die Brille meiner Herkunft.
Das Buch ist ein Roman und so soll das auch gesehen werden.Unvoreingenommen war ich zunächst nicht, weil die bekannten Zitate schon zirkulierten und bereits Einflußnahme von Kritiker versucht wurde.
Aber das Buch ist nicht die Geschichte der Schwaben!
Es ist völlig belanglos, ob der Autor des Buches ein Schwabe ist oder nicht.
Wir schreiben Autoren nicht die Themen vor. Noch nicht.
Wir lesen ein Buch oder auch nicht. Bleibt uns selbst überlassen.
Und durch welche Brille wir das Buch sehen, hängt von vielen Faktoren ab.
Du kannst das Buch lesen. Wenn Du willst.
Dass Du bereits über eine bestimmte Sprache gesprochen hast, ohne das Buch gelesen zu haben, läßt mich denken, dass Du die ganzen Kritiken schon verinnerlicht hast.
Mir ist egal, ob Florescu ein Rumäne ist, ob er so oder so aussieht. Wichtig ist, wie er schreibt.
Und er schreibt keine Sach- oder Familienbücher!
Sicher hat man es mit den Schwaben nicht leicht.
Herta Müller kommt aus ihren Reihen und wurde mißverstanden.
Aber wie ich schon geschrieben habe, die positivste Person im Buch ist ein Schwabenjunge!
@Katherina
Du hast doch immer geschrieben man befasst sich zu wenig mit den Banater Schwaben….Das keiner weiss wer sie sind und WAS sie waren…jezt hast ein Teil schwarz auf weiss.
Ich bin gespannt wer noch ein Roman schreibt….
Auf jeden Fall werde ich das Buch lesen,ich freue mich schon auf einen Meinungsaustausch …
Zu ,,Belüge mich,,
Ich bin ein Ignorant.Ich kann mit Salsa,Tangoschule in Bukarest nichts anfangen.
Was mich gewundert hat ,ist,das im Roman kein einziges rumänische Wort verwendet wird ,obwohl die ,,Handlung,,zu meist in Bukarest stattfindet.
Horn wird irgendwie dargestellt wie der Held in Sergiu Nicolaescus Filme.
Der Kommisar war auch zu erst Regalist und nachher half er den Kommunisten.
Einige Sätze sind sehr gut,andere wiederum stören.
Der Mord am Ende war überflüssig.Es fehlte auch die Verzweiflung von Remus das sein ganzes Vorhaben mit zur Befreiung scheitern würde.
Es war ein Roman mit vielen Faccetten.
P.S.Ich bin kein Kritiker darum muss man das geschriebene als eine Lesermeinung sehen.
Ich habe das Buch nicht gelesen,aber vieleicht lese ich es jezt,damit ich im klaren bin wie ein Rumänischer Autor der nicht in Rumänien gelebt hat(nicht andauernd)die Banater Schwaben beschreibt…
Ich bin kein Schwabe so wie du Katharina,also werde ich eine Neutrale Meinung haben.Das kann ich mir leisten du nicht denn du bist Banater Schwäbin.Wenn dich die Beschreibungen nicht gestört haben,bist du eine sehr tollerante Schwäbin….
Wagners Artikel in “achgut” finde ich größtenteils auch gut (konforme Meinung? Nicht, dass man mich des Plagiats bezichtigt.
Könnte ja sein), jedenfalls einige sind dann doch so gut, dass ich sie seinem neuen Roman vorziehe!
Was sein rotes Büchlein anbelangt: Ja mei, lang ist´s her…
Jeder Mensch entwickelt sich im Laufe der Zeit.
Nur die Richtung ist nicht bei allen dieselbe.
Nein Katharina, das war nur eine Meinung am Rande, ein Nachdenken über Deinen Satz.
Um über Wagner´s Buch zu schreiben hätte ich es lesen müssen. Zu lang, ein Roman. Bin eher an seinen kurzen Geschichten in ach gut(komisch, der Name) interessiert, die manchmal die Meinung(-smache) beschreiben und kritisch betrachten. Die finde ich, mit prägnanten Sätzen, ganz gut. Andere wieder, wo er sich etwas verrant, wie in der Spitzelaffäre, zu emphatisch, aufgeregt, mit der Tendenz sich selbst als Schiedsrichter aufspielend, seine damalige “Reformer”-Aktivität in der RKP vergessend/verniedlichend….
Der Bayer sagt zu sowas viel kürzer: Mei….
Ich habe keinen Doktortitel zu verlieren!
Es ist aber schon interessant, was getkiss zu ahnen glaubt.
Ist das aber die Meinung zu Wagners Buch???
in der von Ingemar zitirtten Stellungnahme Katharinas steht:
“und sich eine Meinung formt, die nur seine ist, im Glücksfall mit anderen Meinungen Ähnlichkeiten aufweist.”
Ich frage mich nur:
Kann es sein, das so eine Sichtweise dazu führt, das man nhne zu merken zu einer Tätigkeit a la Gutenberg kommt? Die Meinungen gehen konform, man meint die eigene zu schreiben und schreibt die nicht eigene?
Und von da, zu dem was Gutenberg gemacht hat “ohne zu wissen” (nichtlach eher zum Weinen) kommt?
@ Alma
In Ihrer Aufregung haben Sie übersehen, dass ich keine Einschätzungen zum Werk Florescus gemacht habe. (!!)
Ich habe somit auch nicht für Florescu geworben.
Ich habe lediglich für einen fairen Umgang mit Schriftstellern und deren Werken plädiert und mich gegen Meinungsmache gewandt. Ich wollte nicht, dass wir eine zweite Herta-Müller-Schlammschlacht kriegen!!!!(Sprich: Populistische Fehlinterpretation von Literatur).
Das ist Ihnen in leider entgangen.
Was meine angebliche “Fixierung” auf Sie betrifft, mache ich Ihnen folgenden Vorschlag:
Sie dürfen, nachdem Sie diese Mitteilung erhalten haben, noch einmal kräftig auf mich losprügeln.
Ich werde leiden und wie ein Hund und Ihnen nicht antworten!
Wäre das eine Lösung?
Ob ich Florescu bin? Die Frage gefällt mir.
Keine Sorge, Eduard, Florescu kann nicht meine Obsession werden. Falls Sie es nicht bemerkt haben sollten, hatte ich ihn bereits beiseite geschoben und ich war schon einen Schritt weiter gegangen, nämlich zum nächsten Thema: Richard Wagner. Und in dem Moment haben Sie mich angegriffen und, indem Sie meine Worte verdreht haben, war es ein eindeutiger Angriff auf mich. Ich habe Sie gefragt, ob Sie auch noch andere Interessen haben, außer mir, weil Sie sehr auf mich fixiert sind.
Sie bedanken sich bei mir für die Werbung. Gern geschehen, kaufen sie sich etwas schönes aus dem Gewinn. Wie soll man das aber verstehen? Meinen Sie die Werbung für den Roman? Wenn Sie Florescu sind, dann wissen Sie auch, dass meine Bemerkungen zum Roman richtig sind und dass ich hier bei weitem nicht alle Niederträchtigkeiten, die darin vorkommen, erwähnt habe. Sonst hätten sie mir ja widesprochen, mit einer sachlichen Argumentation. Da ich mir aber nicht sicher sein kann, dass Sie Florescu sind, erspare ich Ihnen meine weiteren Ansichten, u.a. auch zum vielschichtigen Sinn von Gattégnos „Geschichtendieb“, wie sich Florescu gerne nennt. Wie auch immer, ich habe mir nichts vorzuwerfen, denn ich habe mich stets zum Roman und nie zur Person Florescu geäußert.
Und ja, mit diesem Banat, welches hier virtuell entstanden ist, will ich nichts mehr zu tun haben. Das würde sogar manch ein Rumäne nachvollziehen können.
Zum Schluss noch, bevor das Thema für mich endgültig ausgeschöpft ist, etwas, das nicht von mir stammt:
„Es leben drei Sorten von Menschen auf dieser Welt: Der vernichtende/verderbende Mensch, der sammelnde Mensch und der sehende Mensch.“
Vielleicht erkennen Sie sich in einem von diesen, wenn sie Florescu sind. Und auch dann, wenn sie nur ein Söldner sind.
Jacob!
Das c ist wichtig.
Stellt es doch den Unterschied dar.
Für alle, die noch glauben, Florescu wolle die Schwaben in den Dreck ziehen.
Die positivste Gestalt im Roman ist doch der Schwabenjunge Jakob!
Na?
@ Katharina
Wie recht sie haben!
@Seppy
Für mich ist das Buch ein Roman. Buch der Erleuchtung ist es nicht. Und welche Betroffene meinst Du?
Die Namen meiner Triebswetter Bekannten kommen nicht vor.Mir ist auch nicht klar, was die Geschichte mit Schwokis Familie zu tun hat. Namensgleichheit?
Nur das?
Ich werde Schwoki jetzt nicht weniger respektieren als vorher.
Wer Personen wegen einem Roman (selbst wenn diese Person im Roman vorkommt) behelligt, verachtet oder verspottet, ist doch arm an Geist!
Wir sollen endlich von dieser Bild – Mentalität Abstand nehmen.
Wer das Buch nicht will, liest es nicht. Punkt.
Und wer sich betroffen fühlt,kann noch immer einen Anwalt aufsuchen.
@ Alma schreibt…..um 16.17 Uhr
…”Haben Sie auch noch andere Interessen oder gilt Ihre uneingeschränkte Aufmerksamkeit ausschließlich mir?”
Sie schmeicheln sich aber selbst…!
Ich würde gerne meine Aufmerksamkeit auch anderen Dingen zuwenden. Doch leider muss ich Ihnen ant-worten. Sie haben gefragt, hier die Antwort:
Passen Sie auf, dass Florescu für Sie nicht zur Obsession wird. Oder ist er es schon?
Den wie könnten Sie sonst auf die Idee kommen, dass die Blog-Teilnehmer in zwei Gruppen einzuteilen sind: in Florescu-Beklatscher und in Florescu-Hasser.
Mit dem gesunden Menschenverstand meinte ich:
Jeder hier im Blog, der bereits ist zu lesen, wird sich selbst sein Bild machen können! Doch das scheint sie zu stören. Ihre “Eingebungen” haben die meisten hier längst durchschaut. Wenn Ihnen das nicht bewusst ist, dann tut es mir leid um Sie.
Seit einem Monat wettern Sie über diesen Schriftsteller und sein Buch. Solange sie selbst und auch andere das Buch nicht gelesen hatten, war das gelinde gesagt seltsam.
Doch jetzt, da viele das Buch gelesen haben wird es immer grotesker.
Sie haben die Weisheit nicht gepachtet!
Es gibt auch noch andere Dinge außer Florescu.
Und damit setze ich jetzt einen Punkt.
@ Alma und Katharina
Ich muß schon sagen; Es freut mich das dieser „merkwürdige“ Satz (wirlich zum Merken !),
den ich in einem Schreiben an Katharina verwendete, endlich mal Verbreitung findet.
Verehrte Alma, vielen Dank für die Werbung!
Diesen Vergleich Malerei und Foto mache ich immer wieder, bereits seit Jahrzehnten. Er ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Er wurde geprägt in der Zeit, als Herta Müllers Werk heiß diskutiert wurde – Ich glaube, ich war damals noch im Banat.
In meinem Bekanntenkreis kennt man diesen Vergleich gut. Die meisten meiner Bekannten sind Banater Schwaben und viele auch Mitglieder der Landsmannschaft. Was Wunder, wenn sich dieser merkwürdige Satz auch in diesem Mail auftaucht, das ihnen „zugespielt“ wurde. (Wie spannen! Alma werden Mails zugespielt!!!)
Jetzt passt eben dieser Vergleich – und ich wiederhole es noch einmal – ich finde ihn sehr zutreffen zu Flore-scus Bilder über das Banat.
Und welches ist das Problem?
Dieses Zitat ist stammt aus keiner Doktorarbeit. Sie können es ruhig verwenden.
@alma
Zu dieser Mail kann ich dann sagen: schon seltsam.
An alle die das ,,Buch der Erläuchtung,,lesen werden.
Schön brav lesen und dann die Betroffenen kontaktieren ,sie nach ihrer Meinung fragen ,nach Recht und Unrecht der beschriebenen Begebenheiten und erst dann seine Meinung sagen wenn man noch dazu fähig ist.
Das deswegen weil es doch um die Banater Schwaben geht.
Ich bin doch hier, Katharina, nur, in der nächsten Zeit, wahrscheinlich weniger als sonst. Mit dem hofieren habe ich nicht Sie gemeint, sondern Eduard, der hier etwas sehr merkwürdiges geschrieben hat. Mir wurde eine Mail aus den Kreisen der Landsmannschaft zugespielt und darin befanden sich genau diese Merkwürdigkeiten:
Zitat Eduard: “Man könnte auch das Foto und die Malerei als Vergleich nehmen. Wer die Wiklichkeit 1: 1 überträgt schreibt keine Literatur, (oder: der malt nicht).”Zitat Ende
Man darf sich doch wundern…
Für Sie.
Schon wieder ein Fehler!
alma, hier ist Platz für alle! Für sie überhaupt.
Wenn Sie den Florescu nicht hofieren und ich in die andere Richtung tendiere (aber hofieren?),dann ist das diesmal so. Aber kein Grund uns die Frage zu stellen: wer hat hier noch Platz?
Das mit dem gesunden Menschenverstand…
Ich habe nicht die Weisheit gepachtet, bin Spitze in Fehler machen…ich möchte doch nur Platz für alle und Freiheit für alle…und natürlich Respekt für den Anderen.
Bleiben Sie da.
Eduard, Sie sagen: “In “diesem Banat” von dem Sie weg wollen, gibt es noch genug Leute mit gesundem Menschenverstand.”
… die Florescus Roman beklatschen? Und für die, die das nicht tun, gibt es hier keinen Platz? Weil es schon genügend andere gibt, die den gesunden Menschenverstand besitzen, Florescu zu hofieren… usw. Haben Sie auch noch andere Interessen oder gilt Ihre uneingeschränkte Aufmerksamkeit auschließlich mir?
Polki, die einzigen Menschen auf dieser Welt, die fehlerlos sind, sind unsere Banater Schwaben!
Gefällt Dir das?
Florescu hätte das Buch nicht schreiben sollen.
Er hätte wissen müssen, dass unsere Schwowe aussergewöhnliche Menschen sind, denen keiner Recht machen kann!
erscheinen des Märchens.
Jeder hat eíen Meinung und jeder kann doch diese Meinung schreiben ob positiv oder nekativ.
Oder wollt ihr das wir alle schreiben, super, schön, wunderbar, des Schneiders neue Kleider , dem seine Geschichte ist Zeit dem ereischen des Märchen Milionenfach gespielt worden. Auf solche Märchen kann man verzichten. Also Schwowe rein hauen das die Schwarte krache und die Fleh Polka tanzen !
Ich bin nur noch traurig, wenn ich lese, wie die Schwaben, ohne Florescus Buch gelesen zu haben, in den verschiedenen Foren herumdiskutieren und anklagen.
Soviel zum Buch bis jetzt.
@ Alma
Ich kann nur die Antwort des Teilnehmers Jakob wiederholen:
“Niederungen”.
Wenn die Argumente ausgehen werden die Keulen (Securitate, usw.) geschwungen.
P.S.
Die Runde braucht keine Primadonna.
In “diesem Banat” von dem Sie weg wollen, gibt es noch genug Leute mit gesundem Menschenverstand.
Dann lege ich noch eine drauf, Eduard. Wenn Sie in der neuen Runde die Rolle der Primadonna anstreben, dann nehmen Sie sie doch an, keiner wird Sie daran hindern, denn diese Rolle war bis jetzt von niemandem hier besetzt. Aber Sie kommen mir vor, als hätte ich schon wieder einen ofiter de serviciu zugeteilt bekommen. Dann schätzen Sie sich glücklich, denn Sie werden es leicht haben. Ich bin so angeekelt von den Geschehnissen der letzten Tage, dass ich mich hier nicht oft zeigen werde, weil ich frische Luft brauche, weit weg von diesem Banat…
@ Alma
Ihre Antwort bestätigt genau das, was ich gemeint habe.
Niederungen.
“Sie”, Eduard.
@Eduard: “Für wie blöd hält die uns?”
Wenn sie nichtmal meine kleine, scherzhafte Antwort an seppy richtig interpretieren können, dann bin ich auf Ihre Interpretationen von literarischen Texten wirklich “gespannt”.
Richard Wagners „Belüge mich“: ein spannendes Lesevergnügen. Die Figur der Vicky finde ich interessant, ihr ist die unsichere Sandra nicht gewachsen. Die Bukaresterin hat Gespür für die Wünsche ihre Leserschaft, aber „sie ist zu direkt, und zieht an zu vielen Leuten grußlos vorbei. … Der Erfolgreiche muss durch sein gutes Benehmen den Verlierer mit dem Ausgang der Sache versöhnen können. …”) Ob es eine Fortsetzung des Romans geben wird?
Schön brav sein,
Alma verteilt die Rollen für die nächste “Schlacht”.
Für sich selbst hat Sie schon wieder eine Spitzenbesetzung gesichert. Diesmal verteidigt sie! Na wie schön!!
Natürlich wird Richard Wagner mehr Verteitiger finden als Ankläger. Alma hat sich den sicheren “Listenplatz” schon gesichert.
Für wie blöd hält die uns?
Ein großer Wurf, mit tausend unbeantworteten Fragen unserer neueren Geschichte, ein Labyrinth im Geflecht von Schuld und Sühne.
Sprachlich ein Meisterwerk, kühl und kalt, in kurzen,
präzisen Sätzen steht der Erzähler über dem Geschehen.
Es war ein einzigartiger Lesegenuss, der alte und neue
Probleme aufwirft,aber auch brandaktuelle Streifzüge nicht außer acht läßt:
“Das Trommelfeuer des Boulevards kennt keine Gnade.”
Unser BILD-Boulevard erhebt einen Blender zum Helden, WIR SIND BILD!, wir wollen ständig belogen
werden, von der Lüge berieselt, schwimmen wir im Glück.
Der Irrsinn der Geschichte, die windige Welt der Wendehälse, heute Faschist, morgen Kommunist, übermorgen Geheimdienstler gegen Faschismus und Kommunismus, Bolschewist, Anarchist…niemals einer
Ideologie treu, immer bemüht die Sonnenseite zu erwischen.
“Wissen Sie, worin die Kunst des Überlebens besteht?
…In der Fähigkeit, im richtigen Augenblick den geordneten Rückzug anzutreten.”
Die Hoffnung wird auf die junge Generation gesetzt,
die Enkel der schuldig Schuldigen, der unschuldig Schuldigen gesetzt:
” Unsere Aufgabe ist es, hier und jetzt die Demokratie aufzubauen..”
Einen wahnsinnigen Fortschritt ins Reich der autoabhängigen Welt ist schon zu verzeichnen:
” Mit einem Ruck springt der Wagen an.”
Stammtischparolen dürfen auch nicht fehlen:
“…die jetzt mit EU-Geldern fleißig ausgeschmückt
werden.”
Der Profit, den der Westen aus Rumänien geschlagen hat, bis es eine Kolonie des IWF wurde, erwähnt niemand.
Die ewige Überheblichkeit des Herrenmenschen bleibt ungebrochen:
“So ist das in Bukarest.”
Das saftig-kraftvolle Fluchen, das die rumänische Sprache ermöglicht, wird dem Taxifahrer zugeschrieben:
“…indem sie gegenseitig die Mösen ihrer Mütter abqualifizieren.”
Der Umsturz wird eine “vorübergehende Gemengelage”
genannt, so wird der Heldenmut des kleinen Mannes, der als Marionette der Drahtzieher im Hintergrund die Drecksarbeit verrichten darf, krass proletarisiert. Dem Prekariat, dem ewigen Opfer,
ist doch so etwas nicht zuzutrauen.
“Die Kultivierung des Beiläufigen” -als verbaler Bakschisch- ist mir persönlich jedoch lieber als der unpersönliche small-talk unserer Tage.
Ohne die Kommunisten wäre uns viel erspart geblieben, aber auch den Faschismus hat unser Schicksal nicht verdient. Aber wurde das erste Übel
nicht erst durch das zweite ermöglicht? Wäre ohne die Kommunisten in unserer Heimat nicht jeder Schuster bei seinen Leisten geblieben, die Übeltäter waren halt unsere Sozialdemokraten, “Bildung für alle” (heute ist bloß Bild geblieben+Studiengebühren) eine Tatsache, die so mancher vergißt. Wie tief war der Prozentsatz der Akademiker 1945 und wie hoch war er 1989?
Wäre ohne Faschismus und Kommunismus “unser Banat”
nicht die nicht einegetroffene Vision H. Kohls von
den “blühenden Landschaften”?
Das Buch hat die Fragen aufgeworfen, die Antwort muss jeder Einzelne selbst finden. Denn man kann nicht “…Türen verschließen und vergessen, dass dahinter Zimmer liegen, Räume, die man zwar nicht betritt, die aber trotzdem Teil des Hauses bleiben.”
Es werden geschichtliche Ereignisse erwähnt, die nur noch in der Hinterkammer meiner Erinnerung schlummerten, so wie das Verlegen von Kafka Ende der Sechziger. Und mit der Forderung Kafkas will ich schließen:”Ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.”
Richard Wagner hat diese Axt meisterhaft geschwungen.
Tja alma,irgenwie beginnen wir immer alles von vorn wenn ich die ,,Sachen,,von den Banater Schwaben lese,oder nicht?
Sehr gut, seppy.
Wir beginnen noch einmal alles von vorn, weil er so schön war.
@Polki: “Auch ein Kind ist auf die Welt gekommen in den 70 Jahre auf der Bergsaubrücke, da der Fahrer es nicht weiter geschaft hat mit der Frau aus der Bergsau.”
Und auch dieses Kind wird, wie jedes andere auf der Welt, für immer nach seiner Herkunft riechen. Wie wäre es aber, wenn wir den Namen dieses Kindes erwähnen würden – mit heutigem Wohnort – und wir dazufügen würden, dass es nach seiner Herkunft “stinkt”.
Mahlzeit.
alma am 26. Februar 2011 um 20:50
@seppy: „Jezt gehn wir an den Richard Wagner dran und dann schau mer weiter.“
… und damit wir uns nicht langweilen, tauschen wir die Rollen? Wer in diesem Thread bisher ein „Ankläger“ war, übernimmt in der neuen Runde die Rolle des Verteidigers… und umgekehrt. Werden wir auch einen special guest star bekommen?
Gar keine schlechte Idee.Man könnte auch einen neuen Titel setzen:
,,Der Täter wird zum Opfer,,
Mit der „anderen Ethnie“ sind Roma gemeint (damit keine Missverständnisse aufkommen)
Ich mag nicht ausführlicher auf den Inhalt eingehen, weil Katharina und andere noch lesen. Über zwei Abschnitte („animalisch …“ ) wurde hier bereits alles gesagt. Sympathie für die Vorfahren der Schwaben ist im Buch nicht drin, ersichtlich an Frederic in Lothringen. Für folgende (20. Jh.) Generationen und ihre Interaktion mit Angehörigen einer anderen Ethnie: alles dichterische Freiheit bzw. exotische Schauer für den Leser. Ist eben ein Roman – erdacht. Ab Seite 350 über die Willkür der Vollstrecker im Dienste des Machtapparats, die Baragan-Deportation, das Ausgeliefertsein, die Option der Triebswetterer: Das hat alles mit unserer Geschichte zu tun, finde ich gut geschrieben. Mich stört nicht der opportunistische Grobian Jakob, den die „ Amerikanerin“ heiratete. Jeder Roman braucht solche selbstherrlichen Typen, die den anderen das Leben schwer machen. Das „Knochen-Kapitel“, d. h. Jacobs Zeit in einem rumänischen Dorf, finde ich insgesamt skurril.
Also diese Kritik ist ja sehr gut …..
Frage: Wieso sehen wir Menschen alles in verschiedenen Farben es wurde doch nur ein Roman geschrieben und nicht mehrere Jocobs ?
Ja sogar die Inteligenzia ist sich nicht einig, was soll ich dann dazu sagen als zeppel Polki….
Also es war schon Mort und Todschlag um das eigene Feld, denn das Felt war Heilig und unantastbar, dies ist aber überal in der Welt so. So wurde auch in Blumenthal um 1900 ein Schwob umgebracht wegen streitichkeiten um Feld. Kenne aber nicht die einzelheiten.
Auch ein Kind ist auf die Welt gekommen in den 70 Jahre auf der Bergsaubrücke, da der Fahrer es nicht weiter geschaft hat mit der Frau aus der Bergsau.
Nur dies sind seltene Schiksale und kein algemeines Bild. Sicher kann man in einem Roman alles übertreiben und lügen das die Balken sich biegen.
Aus heutier Sicht sehe ich jede Aktion gegen diesen Roman als Sinnlos. Leid spart Euch das Geld für den Anwalt den das ist zu 99% in den Sand gesetzt.
Ich glaube sogar, dass es positiv ist für uns Schwowe da um so mehr Romane über uns sich im Umlauf finden um so mehr interesieren sich die Öffentlichkeit für uns.
Was ist mit Carl los , liegt der vielleicht im Krankenhaus auf einer Schrott Kur , da er sich diesmal nicht äussert?
http://www.allgemeiner-anzeiger.de/web/lokal/kultur/detail/-/specific/Erfurter-Stadtschreiber-Florescu-bringt-Roman-heraus-1653812327
@Getkiss
Ich lese Ihre Beiträge auch bei den Sibis und bin oft ihrer Meinung.
Aber das ist natürlich kein Grund, dass auch Sie meiner Meinung sind.
Ich hoffe, ich habe etwas mißverstanden mit dem nationalistisch sein…
Komme ich so rüber?
Und das, was Herr Palfi unner seinem -ungarischen – Namen schreibt, is besser als jeder andere Spruch pro oder kontra Triebswettrer!
Apropos “Franzosen”
Auf der ersten Seite der Homepage
http://www.hog-triebswetter.de/
steht:
“Triebswetterer Art
Mir ware schun immer a bißl anerscht
wie die anre Schwobe aus’m Banat:
es bißl stolzer un reicher un aach
a anre Dialekt han mir doch ghat.
A Stickl franzeesisch im Name
un in der Sproch zu uns gheert –
doch ware mir immer ganz gude Schwobe
un alles Teitschi war uns was wert.
Die anre han uns gfoppt un geärchert,
mit “Rigola” un “Baberjoon” veräppelt.
Des war aber nor Hetz – schlimmer war’s,
wann mer mitenanner han gekeppelt.
Triebswetter war eenmalich im Banat
als Dorf un die Leit vun besonderer Art –
uf uns hat gepaßt des scheeni Sprichwort:
De beschte Speck is unner die Schwaart!
Anton Palfi”
Oh Mann, Polki, dabei wollte ich mich doch nur gemütlich auf meinem Stein sonnen.
Da steh ich nun als ein kleines, kaltblütiges Monster da. Laut Wikipedia „weisen alle Vipern senkrecht geschlitzte elliptische Pupillen auf, ein Hinweis auf die zumeist dämmerungs- und nachtaktive Lebensweise.“ Vielleicht ist sogar etwas dran, vieleicht sehe ich anders als andere. Sonst wäre es doch nicht nur mir aufgefallen, dass die großen banatschwäbischen Traumata des 20. Jahrhunderts alle nicht so astrein sind:
- Die Russlanddeportation des Jacob Obertin war ein Witz, denn er hat all diese Jahre, versteckt, im rumänischen Teil des Banats verbracht. Nach seiner Rückkehr ins Dorf fabuliert er den Angehörigen der anderen Deportierten über ein Lagerleben, das er nie erlebt hat. Vielleicht erzählen heute auch andere Russlandsdeportierte Lügen. Und wie steht es um Oskar Pastiors „Lagererlebnissen“?
- Bei der Enteignung wurden die Pferde der Obertins nicht von den neuen Machthabern beschlagnahmt, nein, Jakob erschießt sie selbst, aus niederen Gründen, um sich auf den Schwiegervater zu rächen. Und das nennen wir „Enteignung“.
- Auch die Baragandeportation kann nicht völlig den Rumänen angekreidet werden, denn der Leiter der Truppe, welche die Triebswetterer holen kommt, ist ein Deutscher.
Zitat von S. 392:
„Mein Name ist Bader, Leutnant des Geheimdienstes. Mein Kollege dort ist Major Ungureanu…“
“Dann sind Sie einer von uns. Ein Deutscher“, unterbrach ihn Vater.
„Unterbrich mich nicht, alter Mann!“, zischte der Leutnant. „Ich bin kein Deutscher, ich bin ein Kommunist.“
Zitat Ende
Ich habe nachgefragt und dies scheint nicht der Fall gewesen zu sein. Auf den, der sich jetzt wieder aufregt, lasse ich meine rumänische Freundin los, denn auch sie hat das Buch gelesen und sie findet so manches darin nicht in Ordnung. Aber vielleicht können Sie sie ja überzeugen, dass es, aus schwobischer Sicht, gut ist, so wie es ist. Das mit dem Heldenepos verstehe ich nicht, Eduard. Wurde Herr Florescu von der Landsmannschaft der Banater Schwaben beauftragt, über uns zu schreiben und standen bloß diese zwei Richtungen zur Wahl: entweder Heldenepos oder Dasda?
@Katharina:”Katharina am 25. Februar 2011 um 16:23
…Ich versuche neutral zu bleiben.”
Nein Katharina, das sagst Du, aber so ist es nicht. Hast es später gedrechselt, Du möchtest Dir selbst ein Urteil bilden, nachdem Du das Buch gelesen hast.
Ergo bist Du nicht neutral, DU HAST NOCH KEINE MEINUNG.
Bei Müller warst Du auch nicht neutral.
Ist es negativ, wenn die Triebswettrer nach dem Krieg sich als Franzosen ausgaben?
Ist es negativ, wenn deutsche Bräute einen Rumänen heirateten?
All die, nur um sich zu retten?
Das zu kritisieren is a bisserl nationalistisch auch. Riecht etwas nach Hitlers Sprüchen:”Deutschland und das deutsche Volk hat es verdient unterzugehen….”
Was diese Leute gemacht haben ist nicht “Unsolidarität”. Sie haben einfach versucht ihr nacktes Leben zu retten. Das ist nicht nur ihr Recht, auch ihre Pflicht gewesen. Mindestens ihren Familien gegenüber.Denn Opfer gab es viel zu viele in diesem scheußlichen Krieg und ich frage mit Recht: Wofür? Für die verschrobenen Ideen eines Menschenhassers und seiner Kumpanen?
Den Leuten sowas vorzuwerfen finde ich infam und unmenschlich.
Das mit der süßen Tomatensuppe und der süßen Sauce kenne ich auch.
Damals mochte ich das. Heute bin ich auch auf den Geschmack von Miracoli gekommen.
Tomatensuppe habe ich schon lange keine mehr gekocht!
@ Katharina: Das stimmt – in jedem Ort war die Küche anders. Bei uns wurde auch viel mit Zucker „gewürzt“ , z. B. Tomatensuppe und -sauce, süß statt pikant. Mochte das nie so recht, in D bevorzugte ich gleich den Miracoli-Geschmack.
@beatrix
Ich denke, man kann auf Anhieb das nicht sagen.
Die verschiedenen Einflüßen sind nicht zu übersehen.
Ausserdem sind die “Banater Schwaben” aus verschiedenen Regionen gekommen.
Bei uns zu Hause gab es sowohl Gerichte aus der österreichischen Küche als auch aus dem Elsaß.
Das wurde nicht diskutiert sondern genossen!
@ Katharina – Sie fragen Polki nach einem typisch schwäbischen Gericht – ich überlege auch gerade, mir fallen ein: Kren-, Weichsel- und Kappersoße (Dill ist gemeint), Pflaumen- oder Aprikosenknödel, Schmarrn, Ziehstrudel mit Kürbis oder Quark gefüllt, dazu Kartoffelsuppe mit Ei. Gefüllte Paprika, „kurzes“ Paprikasch, Hühnerpaprikasch, (Einfluss der ungarischen Küche), Gfüllt Kraut (rum. Küche) und Griesschippl (war zu meiner Kindheit schon aus der Mode), Bohnen und Palatschinken, Flammkuchen (Einfluss Elsass) – solange wir das Brot zu Hause backten.
@ Katharina
Das mit der Reportage und dem Roman ist ein gutes Beispiel.
Man könnte auch das Foto und die Malerei als Vergleich nehmen.
Wer die Wiklichkeit 1: 1 überträgt schreibt keine Literatur, (oder: der malt nicht).
Die ganze Diskussion hier erinnert mich an Suchbilder in alten Kalendern:
Wer die meisten Fehler findet, der hat gewonnen!!
Und alle suchen fleißig nach Fehlern! Und vor lauter Bäumen sehen sie den Wald nicht mehr.
Natürlich gibt es in diesem Buch auch Schnitzer. Einige wurden bereits erwähnt. Um bei meinem Vergleich mit der Malerei zu bleiben: An manchen Stellen hat der Maler Farbklekse hinterlassen, die mehr oder weniger stören. Doch ein Bild ist es allemal, was hier entstanden ist. Der eine würde es sich in die Stube hängen, der andere nicht.
Kunst ist eben Geschmacksache.
Und zur Identität der Triebswetterer. Da hat Katharina völlig recht. Es gab dieses Pendeln zwischen den Identitäten in Triebswetter. Eine Sache, die wir nicht zu verurteilen haben, die wir aber zur Kenntnis nehmen sollten.
Bei der Russlanddeporation haben in Triebswetter so manche sich auf die Brust geklopft und gesagt: Ich bin ein Französe!
Eine Sache, die menschlich zu verstehen ist. Jeder wollte seine Haut retten.
In anderen Dörfern und auch in der Stadt gab es plötzlich “Liebesheiraten” zwischen deutschen Bräuten und rumänischen Männern. Haben wir das vergessen?
Niemand hat das Recht, diese Menschen zu verurteilen. Ich kennen mehrer solcher Verbindungen.
Wir dürfen nicht erwarten, das Florescu ein “Deutsches Heldenepos” aus dem Banat schreibt.
Wir sollten alles kritisch hinterfragen und auf Fehler im Buch aufmerksam machen. Doch “schütten wir nicht das Kind mit dem Bade aus”!
Triebswetter war ja auch so wahnsinnig groß (Supersvabo)
Die Familie hielt sich in ihrem Temesvarer Stadthaus auf. Auf Sichteweite wurde die Stalin-Orgel montiert und die Russen verlangten im Haus nach Schnaps.
Triebswetter war ja auch so wahnsinnig groß, daß die englische oder sowjetische Luftwaffe Stalinbilder heruntergeworfen hat; man muß wohl schon sehr an Realitätsverlust leiden um den Kriegsnachgeborenen, auch wenn sie einfach denkende Schwowe, wie ich sind, sowas zu verkaufen.
Übrigens: hat schon jemand die Vita des Florescu und seiner Familie durchleuchtet, das wäre genauso interessant wie die Familiengeschichter der Aubertins. Wieseo ist die Familie Florescu durch den Westen getingelt in der Ceausescu-Zeit und dann siedelten sie sich wieder im Ceausescu-Rumänien an um dann wieder die Richtung nach Westen zu nehmen? Welche Aufträge hatte Herr Florescu senior und von wem? Vielleicht wäre ja eine Recherche in den Archiven der CNSAS ein bißchen erhellend.
mal so auf die Schnelle 1944 ein Stalinbild herkriegen. (Supersvabo)
Vielleicht von Flugblättern – wenn die Russen solche hatten. Die Engländer warfen welche ab.
Ich weiß nit, was ich von Florescus Roman halten soll, da ich ihn nicht selber gelesen habe. Hans hat ja Kostproben gegeben. Ich hüte mich jetzt zu sagen, das langt mir.
Der Einwand, daß wir uns hüten sollten zu meinen ein Rumäne hätte kein Recht über Banater Schwaben ist sehr sehr rational und damit typisch deutsch. Damit kann man aber die Emotionen nicht aus der Welt schaffen, daß viele Landsleute meinen Florescu er sei dazu nit berufen. Deren Pech? Mag sein. Nationalismus? Kann sein, kann nit sein, na und? Jetzt sage ich mal was womit ich Freund und “Feind” verstöre. Genauso wie die Schowe das berühmte “Schwäbische Bad” aushalten / mußten, so müssen die Schwowe insbesonderheit die Triebswetterer die unsauberen literarisch-erfundenen Gschichten der Triebswetterer Aubertins aushalten. Ob mir das gefällt? Nein! Aber was soll ich machen, was sollen wir machen? Die wohlfeilen Argumente wird Florescu mit dümmlichen Argumenten entkräften können.
Folgendes könnte Florescu sagen; seht her die Triebswetterer sind doch gar keine Deutsche, sondern germanisierte Franzosen (also wiedermal Opfer des Deutschtums). Und wir wissen ja, die Italiener haben ihre Polenta, die Rumänen die mamalige, und die Franzosen aßen wohl auch Maisbrei, wie halt bei den Lateinern üblich. Fußnote: mein Vater erzählte folgendes: Auf dem Sammelplatz in Perjamosch beim Abtransport nach Rußland kamen ein paar gscheide Triebswetterer mit ihren Taufscheinen, den der Pfarrer in Französisch abgefasst hat, wo angeblich auch die französische Nationalität verzeichnet war, die auch beteuert habe ganz und gar Franzose zu sein. Woraufhin ein höherer rumänischer Offizier ihnen abgewunken hat: “Wir wissen schon, was für Franzosen Ihr unter den Faschisten wart!”. Es sind also sicherlich schon so Gschichteln, die der gute Florescu vom Hörensagen verwurschtelt hat.
Das mit dem Stalinbild ist natürlich der Gipfel. Es erinnert mich durchaus auch an die Bahnhofshalle von Poiana Brasov. Wo bitte konnte der Triebswetterer Jakob Aubertin mal so auf die Schnelle 1944 ein Stalinbild herkriegen. Hat er Hitlers Oberlippenbart denn zu einem Stalinschnauzer verlängert? Lächerlich. Aber eine literarische Umdichtung, die der dichterischen Freiheit huldigt.
Was einer Nitzkydorferin seinerzeit recht war mag einem gewissen Florescu nur billlig gewesen sein, denn: uns steht kein gewisser Zentralrat bei. Amen! Das war mein Wort zum Sonntag.
Polki, wir Schwaben haben wie andere Volksgruppen auch einiges von unseren Nachbarn übernommen.
Was ist Deiner Meinung nach ein typisch banatschwäbisches Gericht?
Egal wie meine Meinung über Florescus Buch am Ende ausfällt. Es ist ein Roman und keine Reportage über die Triebswetterer!
Ich hatte mehrmals den Eindruck, dass manche Leser, den Unterschied wohl kennen, aber diesmal nicht machen wollen!
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“Notre pays,c´est la France” sagten Triebswetterer nach dem 2.Weltkrieg.
Mal sehen, ob Florescu das mit dem Franzosenverband und der französischen Schule in seinem Buch erwähnt.
Aber wie oben geschrieben, das Buch ist ein Roman…
Katerina ich liebe auch Mamalica, oder wie man den Meisbrei nennt.Wegen dem ist die Mamalica aber noch lange kein Banat Schwäbisches Gericht !
Florescu ist in Ungnade gefallen, Wagner wird demnächst be- und verurteilt, je nachdem wie die Leser zu ihm stehen.
Aber wir können ja später über Lippets Bücher reden.
Er ist Deutscher, hat im Banat gelebt, er hat über die Banater auch geschrieben.
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Und jetzt verrate ich Euch, dass ich Maisbrei mit gesüßter Milch liebe!
Das nur so am Rande.
Über die Sibis sind noch keine Schmutzkübel dieser Art geschüttet worden. Liegt wohl daran, dass die sich geschickter wehren können.
Ich muss euch mal schildern das auftreten von meinem Großvater in Russland bei der verschlepung. Da mein Grosßvater einen Französischen Namen besass (Andree).
So fragten die Russen: “Ob er ein Franzose sei?”
“Nein ich bin ein Deutscher!” Antwortete mein Großvater.
OK dann bleibst 5 Jahre in Russland, sagte der Russe !
So viel zur Verleumdung der Banater Schwaben das wir auch andere Menschen unter uns habe ist doch auch selbstverstädlich aber nicht ein Brauchtum. Sie auch HM.
Von Stalin hatten die Banater Schwaben keine Bilder da es damals im Banat keine Bild Zeitung gab !
Tatsache ist das wir auch nicht besser oder schlechter als andere Nationen sind , nur in letzter zeit wird versucht aus uns Banditen, Verbrecher, Vergewaltiger, Lügner u.s.w zu machen von allen Seiten gibt es diese Prügel, eigentlich warum?
Ich glaube es liegt an unserem Fleiss, Sauberkeit und an unserer Sparsamkeit die manchmal krankhaft ist aber dies haben andere Nationen auch !
@seppy: „Jezt gehn wir an den Richard Wagner dran und dann schau mer weiter.“
… und damit wir uns nicht langweilen, tauschen wir die Rollen? Wer in diesem Thread bisher ein „Ankläger“ war, übernimmt in der neuen Runde die Rolle des Verteidigers… und umgekehrt. Werden wir auch einen special guest star bekommen?
Hans, vielleicht wird dieser Roman irgendwann mal verfilmt… von Emir Kusturica. Freuen wir uns darauf.
Ich habe nun die ersten hundert Seiten von Florescus Buch gelesen. Im Folgenden ein erster Eindruck. Der Roman ist nicht nur schlecht recherchiert sondern auch tendenziös und den Banater Schwaben feindlich gesinnt.
Nichts bei den Romanhelden entspricht dem Wesen der Banater Schwaben. Da essen die Banater Deutschen „Maisbrei“ und reden sich mit “Bruder” und “Schwester” an. (mamaliga, frate, sora!? Na wenn uns das nicht irgenwie bekannt vorkommt.)
Zitat: „Hier, wo man sich mit Bruder und Schwester ansprach, schuldeten die Jungen den Alten unbedingten Respekt. Für das geringste Vergehen zahlte man eine Buße, für schwerwiegendere wurde man […] auf dem Strafbock ausgepeitscht. Am Pranger durchs Dorf geführt.“
Ferner heißt es da, die Deutschen im Banat hätten nach dem Krieg ihre Identität verleugnet. Die Obertins aus Triebswetter haben, als die Russen kamen, alles was an ihre deutsche Identität erinnerte im Garten vergraben und sich das Foto von Stalin (man höre und staune) an die Wand gehängt.
Zitat: „Er (Jacob) drehte sich zu uns um: “Ab jetzt sind wir Rumänen. Verstanden?” Wir nickten. Das war die erste und schnellste Verwandlung meines Lebens.“
Schlecht recherchiert ist auch die Stelle, an der die Russen in Temeswar einmarschieren.
Zitat: “Wie Triebswetter stand auch Temeschwar offen für jeden, der es erobern wollte. Die Türken, die Habsburger und demnächst die Russen.”
Ein historischer Unsinn! Als die Türken und die Habsburger Temeswar eroberten, stand die Stadt nicht offen, sondern war eine Festung, ein Bollwerk. Die Festungsmauern wurden erst ab 1900 abgetragen.
Ich kann Florescu nur raten, “Schuster bleib bei deinen Leisten” und schreib über Dinge, von denen du eine Ahnung hast.
Florescu überträgt einfach die Mentalität der Rumänen an seine Romanhelden. Seine Unkenntnis über das Wesen der Banater Schwaben ist so groß, dass er nicht einmal merkt, wie er auf dem Holzpfad wandelt.
Ich bin gespannt, was auf den nächsten dreihundert Seiten noch alles an Unsinn kommt und werde, denen die das Buch nicht gekauft haben, ab und zu Zitate liefern. Von einem Kauf kann ich nur abraten. Es ist eine fremde Welt, die da geschildert wird, eine Welt von Banater Schwaben mit rumänischen Wesenszügen.
@ Polkakeenich
Natürlich war das nur im Spaß gemeint.Ihren Humor muss man haben! So wird das Leben erst schön.
Herr Ebner ich hatte vergesen zu schreiben, es ist meine Banater Viper, den ich Liebe ihre Schreibkultur.
Also es ist nicht bösse gemeint den ich bin ja Hobby Obstbauer und liebe rotbackigen Äpfel !
@ Polkakeenich
Danke für die Antwort. Wieder mal ein neues Wort von Ihnen gelernt. Manche sind eben leichter und manche schwerer zu verstehen. Das mit der “Banater Viper” haben Sie ja vortrefflich erklärt.
Ich wollte damit sagen das dieser Bericht von Ingemar vielleicht viel Wahrheit enthält.
(Es geht um den Bericht über Florescu) Ich könnte mir dies schon als real vorstellen obwohl nichts bewiesen ist. Denn mit einem Dacia über die Grenze war in Ruimänien schon fast unmöglich, machen wir uns nichts vor, ich habe dort gelebt und weiß wie die Uhren dort liefen! Ingemar hat Banat nur als Kind erlebt, und hat sein Bericht treffend geschrieben.
Sicher warebn viele anderer Meinung , das stört mich nicht ich bleib bei meinen Gedanken. Was ist in einem Menschen drinnen wenn er solche Dinge über andere Volksgruppen schreibt………?
Also ich sage noch einmal, ich würde mich nie trauen so etwas über die andere Nationen von Banat zu schreiben. Herta schrieb ja auch nur über ihre Familie und nicht über die Nachbaren !
Sogar mein Kabarett war mir unheimlich aber ein Roman zu schreiben und andere Volksgruppen als Animalische, ungehobelte, unerzogene Menschen darzustellen ist eine sauerei!
OK vielleicht ist der Roman nicht so schlimm, hier gibt es auch positive Kritik. Ich warte aber jetzt auf meine Katherin ab. Auf diesen bericht bin ich jetzt gespannt.
Ich habe das Buch. Es war nicht bei den Neuerscheinungen. Es lag versteckt bei Romane A-Z.
Nächste Woche dann meine eigene Meinung zu diesem Roman.
@ Polkakenich
Das Wort “Realitizirkus” verstehe ich nicht. Was wollten Sie damit sagen?
Herr Ebner. eins muss ich ihnen meitteilen, Alma hat Ahnung von Bücher und von Literatur. Nur so viel zu der Banater Viper.
Mann mus ein Buch nicht lesen, mir reicht wie viel ich gelesen habe hier im Blog und in den Links.
Mamaliga han andere gefresen, nicht wir!
Mit Stroh han sich andere zugedeckt, nicht wir!
Uf am Mischthaufe han andere ihre Kinder zur Welt gebracht, nicht wir !
Mit de Messern auf der Strasse sind andere herumgelaufen, dass waren auch nicht wir !
Sicherlich waren wir keine Heiligen, aber Sodoma und Gomora war bei uns kein Brauchtum.
Und spazieren gefahren nach Deutschland, sind auch andere, nicht wir !
Mit em Dacia geflüchtet sind auch die Daker, nicht wir !
Für einige gab es eine Autobahn in den Westen , für andere gab es die Kugel !
Ich überlege jetzt Zeit drei Tage über den Bericht von Ingemar. Dieser bBricht glaube ich, riecht sehr stark nach Realitizirkus.
Pardon, ich han mich verschrieb.
Ich wollte sagen …..Abneigung gegen diesen Schrifsteller….
Danke Frau Beatrix für Ihre Einschätzungen.
Hoffentlich melden sich auch die Stimmungsmacher, die gegen das Buch gewettert haben, zu Wort, wenn sie das Buch gelesen haben.
Wie kann man, ohne das Buch zu kennen sooo “des Maul ufreise”?!
@Ariel
Nur nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Sag nur weiter Deine Meinung, denn Alma hat die Weisheit ja auch nicht gepachtet. Sie hat von alleranfang gegen Florescu gewettert, als sie selbst das Buch noch nicht kannte. Sie hat möglicherweise eine ganz besondere Abneigung gegen Schriftsteller. Deshalb hat sie ihn auch in die Schublade der “Story-teller” gesteckt. Ich glaube, sie muss die Schublade nocheinmal aufmachen!
Ich kann noch nichts über Florescu sage, da ich erst morgen das Buch erhalte und es in den nächsten Tagen lesen werde.
…. und dazu walzen wir uns in den Weltuntergang: http://www.youtube.com/watch?v=cBXYV284TTE
wenn wir manchen glauben müssten, so waren die Schwowe von allen guten Geistern verlassen
dazu: http://www.youtube.com/watch?v=jIqsJ44BQQg&feature=related
……..Musich
http://www.youtube.com/watch?v=cu070z0U6HE&NR=1
„Jacob beschließt zu lieben“ habe ich durch. Noch frische Eindrücke: Um Sympathie für die Kolonisten aus dem Westen wirbt das Buch nicht, die Figur des Frederick macht das deutlich (Jedoch hier spielt – vielleicht ab Wien – die Überlieferung eine gewisse Rolle). Schilderungen, die dem Autor m. E. bestens gelungen sind: die von den neuen Machthabern ausgehende andauernde Willkür gegen die Schwaben und schließlich die vom Militär durchgeführte Baragan-Deportation. Deshalb lesenswert.
Katharina,passt schon….
Jezt gehn wir an den Richard Wagner dran und dann schau mer weiter.
Die Triebswetter kenne ich auch,nicht nur weil meine Frau mit vier dort zugezogen ist ,sondern weil ich mit vielen das Schicksal des Navettisten geteilt habe.
Sie waren ja meine Nachbaren.
Seppy, in meinem Beitrag steht ganz klar, dass ich das Buch nicht gelesen habe.
Sicher kann ich aus Auszügen mir auch eine Meinung bilden.
Das ist aber dann nicht die Meinung über das ganze Buch.
Und nur so als Nebeninfo. Ich kenne das Dorf, ich kenne Leute aus diesem Dorf.
Ich möchte nicht unfair sein.
Deshalb werde ich das Buch lesen.
Weil ich begreifen möchte, wo Grenzen mißachtet und überschritten wurden.
Katharina,so ist es nicht.
Es sind genügend Auszüge aus dem Buch vorhanden,also musste ich nicht unbedingt auf die Meinungen anderer greifen .
Ein Buch in dem immer und immer wieder auf die Wörter aus der ,,Fekaliensprache,,die leider noch nicht ausgeschöpft ist ,zurückgegriffen wird,als ob das Leben nur von Sch….,F….,und Saufen im Banat bestanden hat,kann mir nichts abverlangen,auch wenn die Beispiele hier nur sporadisch ausgewählt sind.Man pocht direkt auf das Negative und so wird man den Gedanken nicht los das alles gewollt geschrieben wurde und nicht aus einer Laune heraus:Komm ich schreibe mal als Rumäne über die ,,Schwabi,,
Meine JETZIGE Meinung,vieleicht lese ich das Buch und werde mich darüber freuen…..
Hast du das Buch gelesen?
Wenn ja hat es dich als Banater Schwäbin angesprochen,oder ist es nur eine ,,Lokale,,Geschichte die dich nicht angeht?
Wenn du es nicht gelesen hast lass anderen bis zur Gegendarstellung ihre Meinung schreiben,wenn sie auch nur von Bruchteilen der dargestellten Geschichte gespeisst wurden.
Ein ganzes Buch zu lesen bedeutet nicht immer man hat es auch verstanden.
Lieber Seppy, ich schlage keine Purzelbäume vor Begeisterung! Wieso?
Aber wie wär es, Du liest überhaupt keine Bücher mehr und läßt Dich nur noch von fremden Meinungen inspirieren?
Ich versuche neutral zu bleiben.
Sollte ich, nachdem ich das Buch gelesen habe,zur Schlußfolgerung kommen, die Banater Schwowe wurden allgemein verleumdet (was ich von Florescu nicht erwartet habe), dann werde ich schon einen Weg finden.
Ich habe wenigstens so viel Mut gehabt einzugestehen das ich das Buch nicht gelesen habe,nur mein Beitrag GUT lesen.Gegen die H.M war ich auch nicht.
So jezt wissen wir es.Und weiter?Sollen wir jezt ruhig sein und wieder,,geniesen,,?
Schön für dich Katharina….kannst ja Purzelbäume schlagen vor Begeisterung das mal endlich ein Rumäne die Banater Schwaben so treffend beschreibt.Aber bitte nicht wieder aufregen.
Ich habe meinen Beitrag unten von den ,,Resten,,inspiriert so wie mancher ,,Schreiber,,auch und was ich gelesen habe hat mir nicht gefallen.Punkt.
Literatur ist nicht immer gleich Literatur.
Über ein Buch, das ich nicht gelesen habe, kann ich keine Rezension schreiben.
Ich verstehe daher nicht die Aufregung jener Leute, die das Buch nicht kennen.
Als Herta Müller mit “Niederungen” debütierte, flippten die Schwowe auch aus, ohne das Buch zu kennen. Sie ließen sich auch von fremder Meinung leiten.
Herta Müller ist heute Nobelpreisträgerin!
Die Kritiker von damals schleimen zum Teil heute: Sie ist Eine von uns! Ach ja?
Ich befürchte, Florescu wird ein Star, weil unsere Schwowe wieder ausflippen und der Westen das zum Anlaß nimmt, den Autor “hoch zu pushen”.
Deshalb warne ich vor übereilter “Werbung”!
Ist Verleumdung im Spiel dann einen Anwalt diskret besuchen und abwägen.
Bitte nicht immer schreiben, ein Rumäne erlaubt sich dies und das.
Der Rumäne darf Bücher schreiben, auch auf Deutsch. Und er darf über die Schwaben schreiben!
Was er nicht darf, ist, Grenzen zu überschreiten und reelle Personen zu zerstören!
Nach der Heutigen Lage in Rumänien, was die Korruption betrifft, were jezt angebracht ein Buch zu schreiben mit dem Titel:
,,Die Kommunisten tragen wieder Prada,,
Es würde mich interessieren, seit wann es in der deutschen Literatur diese unsägliche “Schmutzfinksprache” gibt. Vielleicht weiß einer der Blogteilnehmer Bescheid.
Ich habe heute morgen an den Verlag C.H. Beck geschrieben. Sollte keine Antwort innerhalb von einer Woche kommen, werde ich dort nochmals nachhaken. Ich möchte deren Standpunkt kennen. Danach kann man vielleicht in einer Richtung agieren.
Aussichten auf Erfolg bei einer Verleumdungsklage in Deutschland sehe ich nicht.
Florescu ist höchstwahrscheinlich Schweizer Staatsbürger. Dort greifen jedoch unsere Gesetze nicht.
Der Verlag C.H. Beck wäre nach deutschem Recht ggf. angreifbar, wenn die Urheberrechte bei ihm liegen.
Die Landsmannschaft kann sich da keinesfalls einbringen, denn deren Satzung beinhaltet solche Handlungsmöglichkeiten nicht.
Einer oder mehrere Personen aus Triebswetter, deren Namen im Buch genannt werden, hätten konkret die meisten Chancen auf Erfolg.
Was doch da Schindluder getrieben wird von diesen Möchtegern – Literaten mit ihrer “künstlerischen Freiheit” die sie in Anspruch nehmen. Das ist doch hart an der Grenze dessen was zulässig ist.
Ich habe den Thriller,,LIMIT,, von Mack T. Sullivan gelesen.
Geschmackssache…..zu viele Beschreibungen ,die nichts sagen.
„Auch im Film (“Mephisto”) mit Klaus Maria Brandauer war es so, keiner sprach mehr von Gründgens, für die Jungen ist er eh kein Begriff mehr.“ (Durlacher) Das Buch von Klaus Mann hatte ich mir aus der Dorfbibliothek ausgeliehen, irgendwann in den 70ern. Ich stimme Ihnen zu, für mich eines der besten Bücher in jener Zeit, großartig geschrieben. An die Verfilmung kann ich mich kaum noch erinnern. Anders – m. E. besser: K.M.B. in „Oberst Redl“.
@Ariel
Mia culpa…ich habe nur mein Urteil zu allem dargestellten hier gegeben.Wenn ich DAS Buch lese ändert das vieleicht etwas daran?Nur eine Frage….Meine Frau ist aus Triebswetter.Muß sie jezt sagen sie sei aus Großsanktnikolaus?Oder sind andere Nationalitäten ausgeschlossen?
Wann wird einer ein Buch über andere Ortschaften schreiben?Ich bin gespannt…
Ihr ehemaligen Deutschlehrer im Banat, was habt Ihr falsch gemacht, dass wir so umgehen mit Literatur?
Jetzt geht das schon wieder los! Herta Müller und kein Ende…. Heiliger Flo(rescu) rian!
Aus dieser Diskussion melde ich mich ab!
Grüße,Euch alle.
Hoffentlich gibt es auch noch andere Themen. Dann bin ich gerne dabei!
viellöeicht bei einem anderen Thema
Tja wenn das alles so ist wie einige hier das Buch von Florescu beschreiben werde ich es nicht kaufen damit es mir nicht übel aufsteigt.
Was hat ein en Rumäner geritten so ein Blödsinn zu schreiben?
Haben wir nicht genug von der ,,Fekaliensprache,,?
Um nach dem zu urteilen was einige hier schreiben bin ich der Meinung das er auf den Zug von Herta
Müller aufsteigen will.Aber DAS geht nicht….Sie hat, nach meiner Meinung ,einen Individuellen Stil,was das Leben im Banat anbelangt.
Klagen?Bringt nichts und heizt die Diskusion noch mehr an.Einfach links liegenlassen…
Wo ich jetzt nicht ganz mitkomme. Ist schon etwas unternommen worden oder nicht? Den Verlag anzuschreiben wird wohl wenig bringen, die reiben sich höchstens die Hände und freuen sich über die Publiciti und Aufregung, die den Verkäufen sicher gut tut.
Jetzt ist das Buch veröffentlicht und mit jedem Schritt, der jetzt dagegen unternommen wird, werden garantiert mehr Bücher verkauft. Ich bin zwar auch der Meinung, dass wenn Erfolgsaussichten bestehen wir dagegen vorgehen müssen. Aber wir dürfen diesem Autor nicht noch eine Plattform bieten, um sein Buch erst richtig erfolgreich zu machen. Das heißt im klaren, wenn wirklich Aussicht auf eine empfindliche Strafe für den Autor oder den Verlag besteht, dann klagen. Ansonsten auf anderem Wege von unserem Demonstrationsrecht gebrauch machen. Blos sollte das alles wirklich genau abgestimmt sein, weil ansonsten erreichen wir genau das Gegenteil.
Und Ingemar hat recht.
Ich werde das Buch auch nicht kaufen. Irgendwann wird es in einer Bibliothek zum ausleihen liegen….so das ich nicht Gewohnheiten “anderer” frönen muss, lach
@Triebswettrer
ich begrüße Ihre Initiative, gegen die Verletzung des Art.1 Grundgesetzt juristisch vor zu gehen.
Es wurde hier der Fall “Esra” erwähnt. Ein rechtlich interessante Hinweise bringender Artikel befindet sich in:
http://www.detektive.com/gerichtsurteile/bgh-urteil-zum-fall-esra.htm
Auffiel mir dabei das im Roman 2 Personen vorkamen die klagten: “Esra” und ihre Mutter.
Im Fall Esra haben die Richter der Klage zugestimmt, imm Fall ihrer Mutter nicht. Dies nur als Hinweis, Richter beurteilen solche Fälle von Fall zu Fall versschieden.
Darum müsst Ihr euch sehr gut vorbereiten und guten juristischen Beistand suchen, der möglicherweise bis zum Verfassungsgericht reichen muss. Das bedeutet ein batzen Geld. Darum ist wichtig: Trommeln, trommeln und vielen Banatern den Fall bekannt machen. Obwohl dieser Blog von vielen gelesen wird, schreiben hier nur wenige. Ihr müsst auch andere Wege finden, außer den Lesungen, z.Bsp. auch die Banater Post.
Den Verleumdungen muss ein deutliches “NEIN” entgegen schallen!
Da fehlt was:
“Den Erfolg von “Wunderwelten” (gut!)zu wiederholen, wird wohl schwer sein. Er kannte das Blockviertel seiner Kindheit in Temeswar, hat Rumänien erst nach 1990 bereist und für sich “entdeckt” wie Karl May vielleicht in Arabien
Auch Schlattner wäre in einem Prozess unterlegen gewesen, er hat in den “Roten Handschuhen” die Namen nur geringfügig geändert. Manche Betroffene, vor allem seine ehemalige Freundin, haben sich bitter beklagt, aber nicht gegen den Verlag geklagt. Wenn man eine Rechtsschutzversicherung hat, glaube ich, dass es in diesem Land von Prozesshanseln möglich ist.
Zu florescu:
Ich hab das Buch noch nicht. Ich unterstelle ihm, dass er Material sucht, weil er gezwungen ist, davon zu leben. Den Erfolg von “Wunderwelten” gut!) Er nimmt, wie andere auch, den Banat-Bonus für sich in Anspruch. So wie Szusza Bánk den Ungarn Bonus – sie spricht kaum Ungarisch. Ob es gut geschrieben ist, d. h. ob es mir gefällt, weiß ich (noch) nicht.
Zum Vergleich: ich bekam das Buch “Die Bücherdiebin” von M. Zusak (*1975!) geschenkt. Einem Australier. Fantastisch spannend geschrieben. Über ein Mädchen im München der Nazizeit. Preisgekrönt. Aber das soziale Elend, was er da beschreibt (Schlammvorort und Elendsviertel in München!) ist der allergrößte Blödsinn!Jetzt zu Wagner!!
Ingemar, wenn man “Fall Esra” googelt, erhält man eher Infos.
Es geht um einen Roman von Maxim Biller, indem sich seine ehemalige Freundin (Türkin) und deren Mutter erkannt haben (anscheinend inklusive intime Szenen; ich hab das Buch nicht gelesen, ich empfand Biller als sehr unangenehm). Der Suhrkamp Verlag hat seit mehreren Jahren das Buch nicht veröffentlichen können.
Dem zuvor gab es hier in Deutschland den Fall Gründgens; das Buch “Mephisto” von Klaus Mann wurde im Exil, Amsterdam, dann später in der DDR veröffentlicht. Die Auflage in Westdeutschland wurde auch per Gerichtsbeschluss bis in die 90-ger Jahre verhindert, und ich erinnere mich, dass auch damals Margot Gräfin Dönhoff einen Leserbrief dagegen schrieb. Dies letzte Buch ist ein gutes Buch und schon in Theateraufführungen in Frankreich in den 70-gern ging es nicht mehr um Gründgens, sondern um DEN Künstler, der sich mit den Nazis eingelassen hatte und dachte, er könne ihnen nur den kleinen Finger überlassen. Auch im Film (“Mephisto”) mit Klaus Maria Brandauer war es so, keiner sprach mehr von Gründgens, für die Jungen ist er eh kein Begriff mehr. Aber es konnte verboten werden, weil Gründgens-Höfgens zu offensichtlich war!
Aber wohlgemerkt: Das war ein gutes geschriebenes Buch.
@durlacher
Hast du geneuare Informationen zum “Fall Esra”
Sorry an alle wenn einzelne Beiträge nicht sofort veröffentlicht werden. Das BanatBlog steht mal wieder unter einer Spamattacke und da landet dann auch der ein oder andere Beitrag im Spamordner. Ich schau aber regelmäßig rein und gebe die entsprechenden Beiträge dann frei.
Jetzt scheint es ja immer offensichtlicher zu werden was ich am meisten kritisiert habe bei Florescu. Er projeziert die negativen Eigenschaften aller Bewohner im Banat auf die Banater Schwaben. Und das ohne Grund. Denn welchen Grund gibt es, dass diese Geschichte in Triebswetter spielen muss? Und wenn es ihm um das Thema Baragan- und Russlandverschleppung geht, warum werden dann die Opfer in ein so negatives Licht gerückt. Nein nein, das ist mir alles suspekt. Aber es ist jetzt an der Zeit, dass ich mir auch das Buch zulege. Blos will ich diesen Florescu nicht auch noch unterstützen. Daher werde ich es mir wohl auf die Rumänische Art beschaffen. Ihr wisst schon was ich meine, genau wie Florescu sich unsere Leute geklaut hat, um mit ihnen diesen Schundroman zu schreiben.
@ Alma
Sie sagen:
“Es geht hier um zerstörte Existenzen, Ariel und nicht darum, dass wir unsere Zeit mit Psychokriegsspielchen vertreiben. Können sie das überhaupt nachvollziehen?”
Meine Antwort:
Ja ich kann das ü b e r h a u p t.
Das Ross auf dem Sie sitzen, muß hoch sein!
P. S.
Und wenn Sie auf meine Frage, welches die “Gemeinheiten” sind, mit denen ich Sie angeblich “verwöhnt” habe, keine Antwort haben, dann muss ich davon ausgehen, dass Sie schon als eine “Gemeinheit” betrachten, wenn man Ihnen wagt, zu widersprechen.
Wenigstens keinen Korb Alma. Danke
Leut ich wünsche mir nicht das wir miteinander streiten sondern das wir miteinander “dischkutieren”!
Sicher ist es schön das es auch hart zur Sache geht und kein Schleim versprüht wird.
Ich behaubte mal im grossteil der Banater Haushalten wurde kein Maisbrei gegesen mindestens kenne ich dies aus unserer Gegend. Maisbrei war ein Rumänisches Gericht. Ich kann sogar aus meinem 30 Jährigem Leben im Banat sagen das ich vielleicht 3-4 Mal Maisbrei gegesen habe. Die Banater Schwaben haben Brot gegesen.
2 Strohdecken gab es auch nicht. unsere Decken waren schon immer aus Gensäfedern. Damals und heute auch !
Geschlafen wurde auf dem Strohsack, dass war ein Leinensack gefüllt mit Maislieschen.
Hatte vor zwei Wochen ein Telefongespräch mit einem Rumänischen Nachbar (Ist so alt wie meine Kinder!) Er wohnt in Deutschland. Dieser Berichtete mir, dass die Schwowe im Banat gehasst werden. Sicher kann ich das verstehen, da viele Ankst haben, die Schwowe könnten ja zurück kommen und ihren Besitz zurück fordern.
Florescu hätte sicher gut geschrieben wenn er von einer Rumänischen Familie sein Buch erfasst hätte.
Denn so wie ich das jetzt sehe, hat er die Rumänische Tradition den Banater Schwaben angedichtet. Der Buh (Knabe) ist arm drann, hat von allem keine Ahnung und schreibt halt etwas um Geld zu verdienen. Mir Schwowe sind es ja gewöhnnt vom heutigem Europa als die Buhmenschen da zu stehen.
Schuld an der Sissi ihrer Emanzipation und Lust !
Schuld am ersten Weltkrieg !
Schuld am zweiten Weltgrieg !
Schuld an der SS !
Schuldig weil Rumänien auf der Seite der Nazis kämpfte!
Schuldig an der Russland Verschleppung !
Schuld an der Enteignung !
Schuld an der Romanisierung !
Schuld an der Baragan Verschleppung !
Schuld an der Kollektiviesierung !
Schuld an der Aussreise, niemand hat Euch verdrieben !
Schuld wegen den Nachteilen an den Rumänischen Schulen !
Schuld wegen der Rente in Deutschland !
Und dann kommt ein Fuzi wie der Florescu daher und gibt uns wieder mal Orfeigen von Links und Rechts das es nur so schäpert . Warum eigentlich blieb er nicht in seinem Banat, jetzt gehört es doch ihm……
Die Felder der ehemaligen Kornkammer Europas liegen doch prach oder wurden verkauft an Ausländer!
Der Unterschied zwieschen der Rumänischen Kultur und der Banater Schwaben Kultur ist ganz einfach zu beschreiben.
Kabarett:
Die Banater Schwaben hatten ein Plumpsklo, mit Bretter oder Zigelsteinen, ein Scheisshaus gebaut.
Die anderen Nationen im Banat hatten ein Loch in der Erde, mit zwei Pfosten und einem Brett. Das ganze umgeben von Maisstroh. so musste man das Plumpsklo nicht lehren und wanderte mit ihm durch den Garden. Eigentlich viel fortgeschritener wie das der Schwowe. Dies könnte man doch den heutigen Grünen in Europa empfehlen.
Sex bei den Schwowe nur bei Sonnenaufgang. da sie am Abend müde wahren vom vielen arbeiten. OK stimme ich zu !
Nur wann haten die Rumäner Sex ? Am Abend, geraten.
Denn sie erwachten erst am Abend, da sie die ganze Nacht beim klauen wahren. So mussten sie ausschlafen am Tag und so hatten sie Sex sie beim Sonnenuntergang! Nur sie mussten sich beeilen, den es wurde dunkel und ihr Führer machte das Licht aus.
Somit war keine möglichkeit mehr zum waschen nach dem Sex im dunkeln.
Gudi Nacht am Morgen in aller früh Polki
@ariel: “… “Gemeinheiten” [...] serviert …?”
Die fasse ich nicht auf nüchteren Magen an, Ariel.
Ansonsten, ja, ich wünsche mir, dass auch Ihre Aussagen auf Fakten basieren und das ist etwas, was sie an meinen Aussagen offensichtlich stört. Es geht hier um zerstörte Existenzen, Ariel und nicht darum, dass wir unsere Zeit mit Psychokriegsspielchen vertreiben. Können sie das überhaupt nachvollziehen?
@ Alma
Alles schön und gut, nur wo sind die “Gemeinheiten” geblieben, die ich Ihnen angeblich serviert habe?
P. S.
Das was gesten Abend noch hier im Blogg veröffentlicht wurde, ist das die Art der Auseinandersetztung, die Sie sich wünschen?
Na dan Prost!
….dieser kleine Schmutzfink mit reichlich schmutziger Phantasie, pfui Deiwi….
Das war keine einfache Stimmungsmache, Ariel. Es darf doch nicht sein, dass ab jetzt jeder von uns zu Freiwild deklariert wird und dass es jedem von uns passieren kann, dass er morgen in dem Schaufenster einer Buchhandlung ‚ein anderes Leben’ – abgeleitet von dem eigenen – stehen sieht. Mit Personalien und dazu auch noch derart pervertiert. Wo leben wir denn und was stimmt mit diesem Land nicht mehr? Müssen wir ab jetzt verstummen und uns hinter Bourkas verstecken und vor uns hin vegetieren, nur um bloß keinem Künstler – der seine Freiheit ausleben darf – aufzufallen und anschließend von ihm neu ‚verarbeitet’ zu werden?
Ich habe nichts gegen Florescu, der bestimmt ein netter Mensch ist. Ihm scheint man nur nicht beigebracht zu haben, dass keiner von uns die Welt für sich alleine in Anspruch nehmen darf. Dürfte.
@polki: Ich liebe das Fliegen beim Polkatanzen, aber heute Abend ist es mir nicht danach. Danke trotzdem für die Aufforderung zum Tanz.
Maisbrei war auch in anderen Dörfern unüblich oder unbekannt. Es gab ein ähnliches Gericht auf der Basis von Gries, war aber kein alltägliches Essen. Lese gerade über die Schulzeit des Jacob in Temeschwar: Es ist nichts über den Schulalltag oder den Umgang des jungen Jacob (bis auf Katica) zu erfahren. Auch eine Beschreibung Triebswetters fehlt (zumindest bis Seite 238) – wir wissen wie ein prosperierendes Dorf wie Triebswetter in den Vorkriegs-Jahren (und danach) aussah – für die Nicht-Banater bleibt Raum für Interpretation.
Schon wieder.
Siehe unten.
Anonymus=Durlacher
Sollte Florescu real existierende Personen “dargestellt” haben, wie in seinem Roman “Zaira”, dort mit der Einwilligung der betreffenden Person, hier, im “Jacob – Triebswetter”- Buch aber nicht, dann hat er ein Problem!
Falls die Betreffenden was unternehmen.
Siehe den Fall “Esra”.
@ Alma
Keine Sorge, ich bin überhaupt nicht aufgeregt.
Ich habe gewartet bis das Buch erscheint, dann habe ich es gelesen und nachher einige (!) Bemerkungen dazu gemacht.
Im Gegenteil zu Ihnen verehrte Alma, die bereits zwei Wochen vor Erscheinen des Buches fleißig Stimmung gemacht haben gegen Florescu und dessen Buch.
Ich bin auch ganz ruhig, wenn Sie das Buch nicht mögen. Das müssen Sie nicht. Ihre Meinung ist eine von vielen.
Sie beanspruchen in der Auseinandersetzung einen guten Stil zu pflegen. Das ist gut.
Auch ich „pflege unangenehme Angelegenheiten mit Stil zu behandeln“, um es mit Ihren Worten zu sagen.
Zum guten Stil gehört auch ein respektvoller Umgang.In diesem Zusammenhang an Sie die Frage:
Wann habe ich sie mit „Gemeinheiten verwöhnt“?
Sie schreiben:
„Das hier ist bald vorbei, denn ich werde mich nicht lange mit diesem Fall beschäftigen. Bevor Sie mich weiterhin mit Ihren Gemeinheiten verwöhnen, bedenken Sie bitte, dass ich meine Meinung nicht der großen Öffentlichkeit verkünde. Ich sage sie hier, in dieser kleinen Ecke, in der sie bald verschwindet und wo sie kaum jemand noch finden wird. Ich pflege sogar unangenehme Angelegenheiten mit Stil zu behandeln.“
Das fehlt ja noch, einer Dame mit Gemeinheiten zu „verwöhnen“!
Roman von Catalin Dorian Florescu
„Jacob beschließt zu lieben“ – Erniedrigung, Diskriminierung, Beschmutzung
aller Triebswetterer und Banater Schwaben
betr.: ein Rumäne beschreibt ein Banater Dorf, in welchem er nie gelebt hat und dichtet den deutschen Einwohnern rumänische Lebensgewohnheiten an
Hallo Landsleute, Triebswetterer und Banater Schwaben,
Ihr werdet staunen, wenn ich mich heute in einer außergewöhnlichen Sache an Euch wende. Ein rumänischer Schriftsteller hat in deutscher Sprache einen Roman geschrieben, den er und sein Verlag im Rahmen der “Künstlerischen Freiheit” am 23.02.2011 veröffentlicht hat. Die Handlung spielt sich in Triebswetter ab und die Personen sind alle real existierende Triebswetterer oder deren Vorfahren. Wer einen französischen Namen hat, kann beinahe mit Sicherheit sagen, dass sein Name im Roman vorkommt. Das kann ja lustig sein. Leute, wir werden berühmt im Roman “Jacob beschließt zu lieben” von Catalin Dorian Florescu, ein in der Schweiz lebender Rumäne. Florescu (und wie erinnert mich das an Ceausescu) wurde 1967 in Temeswar geboren (und sein Vater kam wohl zwischen den Kriegen ins Banat). Bis 1982 pendelten sie zwischen Italien, Amerika
und Rumänien hin und her. 1982 flüchtete er ERNEUT mit einem Dacia über die Grenze in die Schweiz. Was der wohl für Glück hatte;- hast Du Hans, Franz
oder Peter so ganz einfach ins rumänische Ausland fahren können? Mich haben die Grenzer jedesmal, wenn ich nach Marienfeld zu meinen Schulkollegen
fahren wollte, 15 km vor der Grenze mit maschinenpistolen abgefangen.
Mr macht sich halt so sei Gedange. Wieso kannr so gudd teitsch?
Die Hauptfigur im Roman ist Oberten Jakob (für Florescu Obertin Jacob). Der Name stammt aus dem Treffil-Buch, so wie auch alle anderen Helden, die im Roman vorkommen. Allerdings hatte er mit unserem Oberten Jakob, dessen Geschichte im Roman beschrieben wird, in Triebswetter ein Gespräch, woraufhin er aber die Geschichte umschrieb und änderte. Er hat sozusagen seine “Künstlerischen Freiheiten” genutzt. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, was man da alles machen kann. Ja, ja, der Florescu, der kann es. Der weiß ganz
genau, wie die Banater Schwaben in Triebswetter “gelebt” haben. Der weiß, dass sie den vom Vorabend übriggebliebenen Maisbrei am nächsten Morgen mit einem Stück Brot aus dem verschmierten Teller herauswischten und aßen. Was “Bruder” Florescu nicht weiß, dass wir gar keinen Maisbrei gegessen haben und dass die Reste vom Vorabend an die Schweine oder Hühner verfüttert wurden.
Mit solchen Lügen wird der nichts ahnende Leser Seite für Seite konfrontiert.
Zwischendurch fallen immer wieder auch Namen real existierender Triebswetterer.
Dem ist aber nicht genug, wie sieht uns Florescu sonst, ein Zitat aus dem Roman:
(*)”Die animalische Kopulation, wenn sie von Erregung und Verlangen durchflutet waren, war das Einzige, was ihnen ganz allein gehörte und sie entschädigte. Sie und der Schnaps in der Kneipe. Häufig fand der Beischlaf vor Sonnenaufgang statt, nicht, um sich vor Gott zu verstecken, sondern weil sie nur dann nicht müde waren. Betäubt vom
Stallgeruch, vom Kot und Urin im Nachttopf, von der abgestandenen Luft, von Mundgeruch und dem Gestank dreckverkrusteter Füße und ungewaschener Körper, zerstochen von Flöhen und Mücken, rutschten
sie unter der Strohdecke herüber und fanden schnell den ebenso übel riechenden Körper des anderen.” (*)
Dabei will ich feststellen, dass es hier nicht um seinen Haupthelden geht, sondern um alle Banater Schwaben: siehe “wenn sie”, “sie und der Schnaps”, “weil sie” “rutschten sie unter”.
Wenn es Euch jetzt noch nicht reicht, dann kontaktiert mich, ich gebe Euch alle Links, damit Ihr den Mist im Internet nachlesen könnt.
Ich meinerseits finde, dass sowohl diese real existierenden Namen als auch der Name unseres Dorfes, mein und Dein Geburtsort, Landkreis,
auf die übelst zu beschreibende Art und Weise deffaimiert, verleumdet, diskriminiert und der Leser belogen wird, denn Florescu behauptet
authentisch zu sein. Paragraph 1 der Verfassung ist da anzuwenden und nicht die “künstlerische Freiheit” des Autors. Ja, wenn er andere Namen verwenden würde… Stellt Euch mal vor, Euer Sohn
oder Enkel bewirbt sich bei einer Firma. Dann heißt es der Geburtsort des Vaters ist Triebswetter und der Personalchef googelt ein bischen und findet: animalische Kopulation, Beischlaf, Stallgeruch,
Kot, Urin, Gestank dreckverkrusteter Füße, ungewaschene Körper und Schlafen im Stroh, von Huren, Schnaps und Erschießen ist auch die Rede. Bekommt der den Job? Fragen wir Mal Florescu!
Wer war denn ungewaschen, dreckverkrustet und schlief unter Strohdecken?
Ja ich möchte die Antwort jetzt nicht geben, denn sonst heißt es noch, ich wäre nationalistisch oder rassistisch eingestellt. Was man aber von
diesem Roman behaupten kann. Der Typ war schon in Schulen und hat Vorlesungen gehalten. Stellt Euch Mal vor, eines Eurer Kinder kommt in eine solche Schule…
Ein weiteres Beispiel, Zitat:
“Hatten nicht erst vor wenigen Jahren zwei solcher
Männer die Schwiegertochter von Peter Bartu erschlagen und waren erst nach einer tagelangen Hetzjagd gefasst worden, bei der sogar die Gendarmerie aushelfen musste?”
Hört Euch das Mal an! Sogar die Genadarmerie hat
ausgeholfen zwei “Totschläger” zu fassen.
So versucht Florescu während des ganzen Romans den
Triebswetterern und damit auch den Banater Schwaben
Eigenschaften, Sitten und Bräuche seiner eigenen Landsleute, die wohl aus Muntenien/Oltenien ins Banat kamen, anzudichten.
Wenn man das Schlaf- und Wohnzimmer, sowie Ziegenstall in einem einzigen Raum hat, dann kann man schon auf animalische (tierische) Gedanken kommen und sich mit der Strohdecke, welche den Triebswetterern auch nicht bekannt war, zudecken.
Können wir etwas tun? Ich habe den Verlag
angeschrieben, C.K. hat den Verlag angeschrieben,
die Banater Landsmannschaft wurde angeschrieben. Die Antwort: “künstlerische Freiheit”. Ja, aber nicht mit dem Namen Triebswetter, der mit der Textpassage (*) zusammen genannt wird und auch ohne alle real existierende Triebswetterer Namen.
Das gab es noch NIE! Da heißt es immer: “Namen und Personen sind frei erfunden, u.s.w.”
Bitte schreibt an den Verlag, es reicht, wenn Ihr die Passage (*) erwähnt und behauptet, Ihr wäret als Triebswetterer und/oder Banater Schwabe dadurch verleumdet und diskriminiert.
Wer seine Meinung im Gästebuch Florescus eintragen möchte, kann die Internetseite http://www.florescu.ch/28136/index.html wählen. Bei AMAZON.DE oder http://www.lovelybooks.de/autor/Catalin-Dorian-Florescu/
kann man seine Meinung zum Roman schreiben.
(Dort steht z.B. schon drin; “Durch den Roman Florescus habe ich viel von den Banater Schwaben gelernt.”
Oder: “endlich hören wir Mal, was in dieser dunklen
Ecke passiert ist, wir haben es schon lange vermutet!”)
Bitte macht so viel wie möglich Gebrauch davon.
Ich werde mir die Arbeit machen und alle Orte, in welchen er noch im 2011 Vorlesungen halten wird, anschreiben.
Die Banater Schwaben und damit auch die Triebswetterer haben es nicht verdient, nach Russlandverschleppung, nach Baragandeportation, die gab es nur in Rumänien und der Enteignung durch die Rumänen, dermaßen von einem Rumänen, der in seinem ersten Roman “Wunderzeit”, die Pflichten
seines Vaters, der Miliz zu berichten, beschreibt und der nie in Triebswetter oder einem banatschwäbischen Dorf lebte, verunglimpft, beleidigt, erniedrigt, die Würde verletzt u.s.w.
Ihr legt Wert auf die Anwendung des Paragraphen 1 der deutschen Verfassung. Bitte sagt es anderen weiter, damit die auch an den Verlag schreiben sollen. Es müssen nicht nur Triebswetterer sein, die eine Beschwerde schicken, denn die Banater Schwaben werden hier insgesamt diskriminiert
und erniedrigt. Triebswetter ist ja nur ein Beispiel aus dem Banat.
betr.: C.H.Beck Verlag
Amtsgericht München HRA 48 045
Roman: Jacob beschließt zu lieben
ISBN 978-3406612671
Allgemeine Verlagsanschrift
Verlag C.H.Beck oHG
Wilhelmstraße 9
80801 München
Postfach 400340
80703 München
Tel. 089 / 38189 – 0
Fax 089/ 38189 – 402
Postanschrift: beck-shop, 80295 München
per Telefon: (0180) 55 134 134 (14 Cent/Min)
Telefax: (0180) 55 134 136,
http://www.chbeck.de
E-Mail: kundenservice@beck-shop.de
(Artikel 1 Absatz 1 Grundgesetz)
Die Würde des Menschen ist unantastbar, Niemand darf wegen seiner Herkunft, Nationalität u.s.w. verleumdet oder diskriminiert werden.
§ 187 Verleumdung
http://dejure.org/gesetze/StGB/187.html
§ 189 Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener
http://dejure.org/gesetze/StGB/189.html
Was Lesungen Florescus im 2011 angeht.
Wer kann und Zeit hat, soll hingehen
und Florescu bloßstellen. Ich werde
noch einen Fragenkatalog zusammenstellen.
Mir sind alle Orte und Termine bekannt
und ich will sie hier nicht abdrucken, um zu
verhindern, dass für geistig kranke und solche,
die sich so einen Roman wünschen und
lesen, auch noch Werbung gemacht wird.
polki und katharina haben beide recht! Allein, die Dosis macht das Gift! Ernsthaft em alma sein Beitrag ist nachdenkenswert. Es ist auch gut, wenn Ariel und Gert weiter schreiben. das Buch von Florescu werde ich lesen.
Alma dein Gift ist schlimmer wie das einer Cobra !
Polkakeenich am 24. Februar 2011 um 19:50
———————————————
Du lebst doch noch, Polki.
Ich finde alma und die anderen Frauen, die hier im Blog schreiben, eine Bereicherung.
Das muß gesagt werden.
Leider muß ich nun weg…
Alma dich als Frau zu haben…….Ich liebe solche Frauen !?
Alma dein Gift ist schlimmer wie das einer Cobra !
Ich könnte jeden Tag deine Texte lesen, die sind so aufregend und spannend, dass ich bis zum letzten Punkt lesen muss.
Bei dir ist das Banat in den Adern, heiße kochendes Blut von jeder Nation ein Liter ! Kannst du eigentlich Polka tanzen? Denn wenn du so tanzt wie du schreibst dann bist du eine Neujarsrakete !
Ariel, ich war neulich erstaunt, in Rezensionen über Florescus Buch zu lesen, dass manche sich freuen, durch diese Lektüre mehr über das für sie unbekannte Banat erfahren zu haben. Ja, würde ich ihnen antworten, ihr seid jetzt g’scheiter geworden.
Für diese Leser ergibt die Synthese aus den Romanfiguren den Homo Banaticus, der vom Demiurgen Florescu geschaffen wurde. Jeder Schriftsteller schafft Welten.
In einem bereits von mir zitierten Interview sagt Florescu, dass er bei seinen fremden Figuren (die auf real existierende Personen basieren) erläutert, warum man für diese Respekt und Sympathie haben oder nicht haben sollte.(“…am ajuns la personaje straine si in carti am spus din ce motive trebuie sa ai respect si simpatie pentru ele si cind, dimpotriva, nu e cazul.” http://www.romaniaculturala.ro/articol.php?cod=14664)
Mich würde es interessieren, warum Herr Florescu denkt, dass die Banater Schwaben keinen Respekt verdienen.
Sie sagen: „Obertin ist nicht DER Banater Schwabe und auch nicht DER Triebswetterer.“
Jakob Obertin ist ein Banater Schwabe und ein Triebswetterer. Er soll heute um die 75 Jahre alt sein und er lebt in Triebswetter. Ich habe erfahren, dass Florescu ihn vor einigen Jahren besuchte und ihm erzählte, dass er ein Buch über Triebswetter schreiben wollte. Vetter Jakob hatte Mitleid mit Florescu und so erzählte er ihm etwas über die Baraganzeit und er zeigte ihm auch den Friedhof. Das soll aber auch alles gewesen sein. Was ich noch hörte ist, dass der Mann heute am Boden zerstört ist – er versteht die Welt nicht mehr. Da ich nicht dabei war, kann ich auch nicht wissen, was Obertin dem Florescu erzählt hat. Ich bezweifle aber, dass er ihm erzählt hätte, dass seine eigene Mutter gehurt hätte, dass sein Vater sich die jungen Zigeunermänner „genommen“ hätte, dass er die Zigeunerin vergewaltigt hätte usw. Jakob Obertin soll auch Kinder und Enkelkinder haben, die in Deutschland leben. Wie die sich jetzt fühlen, das weiß ich nicht.
Sie können mir unterstellen, was Sie wollen, Ariel, das interessiert mich sowieso nicht. Und was das „Kitschiger geht es ja nicht mehr!!!“ angeht, da besteht, wie ich sehe, Aufklärungsbedarf: Bei dem Wort Liebe geht es nicht immer um Sex. Es gibt auch die Menschenliebe, aber die kann man tatsächlich nicht mit Geld kaufen. Ich dachte mir, wenn Herr Florescu sich die irgendwie aneignen könnte, dann ginge es ihm und auch der Welt – durch die er wütet – besser. Übrigens, die Liebe kommt nie per Beschluss und in diesem Roman kommt sie auch nirgendwo glaubhaftig vor. Sie erwähnten schöne Szenen; warum schildern Sie uns nicht welche?
Mann könnte sagen, dass jemand, der solche Freunde wie ich hat, der braucht keine Feinde. Es wird sich später herausstellen, dass ich Florescus beste Freundin bin. Und nicht die, die ihn verblenden. Er hat sich die ganzen tollen Geschichten zusammengeklaut, ist aber nicht gebührend mit ihnen umgegangen. Das Buch quietscht an vielen Ecken, es ist nicht fertig.
Im Moment sind Sie hier der Aufgeregte, Ariel. Entspannen Sie sich doch bei einem schönen Glas Wein aus Bakowia. Aber auch da muss ich Ihnen helfen: der gute Wein kam aus Bakowa – Bacovia war der Poet. Auch diesbezüglich hat Florescu geschlampt (S. 221), meint aber, „gut recherchiert“ zu haben.
Sie verstehen nicht, warum ich Herta Müller verteidige und Florescu mit Vorwürfen überschütte. Dann muss ich Ihnen ankreiden , dass Sie nichts verstanden haben.
Das hier ist bald vorbei, denn ich werde mich nicht lange mit diesem Fall beschäftigen. Bevor Sie mich weiterhin mit Ihren Gemeinheiten verwöhnen, bedenken Sie bitte, dass ich meine Meinung nicht der großen Öffentlichkeit verkünde. Ich sage sie hier, in dieser kleinen Ecke, in der sie bald verschwindet und wo sie kaum jemand noch finden wird. Ich pflege sogar unangenehme Angelegenheiten mit Stil zu behandeln.
Jetzt habe ich Gibsons Beitrag bei den Sibis gelesen!
Nächste Woche sprechen wir dann über den “poetae minores”, wie Gibson den Autor von “Belüge mich” nennt.
Hoffentlich bleiben wir alle fair und schleudern keine Giftbecher in die Runde.
Es mochte ja ein Privileg gewesen sein in den Westen fahren zu dürfen.
Aber seit wann ist das eine Sünde?
Seit wann muß man in die Knie gehen und vor aller Welt ein mea culpa aussprechen?
Gibson ist frustriert und weiß sich nicht zu helfen.
Es ist kein gutes Zeugnis, auf diese Art in die Öffentlichkeit zu gehen.
Jetzt verlangt er doch, man möge im Roman “Atemschaukel” die Stellen suchen, die von Pastior sein könnten! Herta Müller des Plagiats überführen…
Denkt Euch, was ihr wollt über diesen Menschen.
Es muß in seiner Seele arg düster geworden sein!
,,Belüge mich,,R W.
Ich bin auf die Disskusionen gespannt.
Durlacher, ich habe dies auch als Rufmord gesehen.
Er war überall mit seiner Geschichte, ohne Beweise zu bringen. Er hat auch so getan, als tue es um die
von Müller in den Dreck gezogene Schwaben leid.
Gibson schert sich einen Dreck um die Schwaben.
Herta Müller schreibt Literatur inspiriert aus der Realität. Und wie sie das schreibt, finde ich gut.
Gibsons angeblich wissenschaftliche Arbeit?
Woraus besteht die?
Überall zu schreiben, HM und RW seien Lügner?
Er spricht von Fakten.
Aber er bringt keine.
Jetzt war er bei der CNSAS und schreibt weiter.
Beweise bringt er auch jetzt nicht.
Herta Müller hat inzwischen in Interviews auch das mit ihrer angeblichen Dissidenz und den Auslandsreisen geklärt.
@Katharina
Gibsons “Spielzeug” ist Rufmord. Er hat wieder damit begonnen, bei den Sibis. Daher habe ich das unten erfahren. Aber diese einfache skurille Tatsache, dass er eine Theorie (das HM eine Betrügerin sei) auf so einem Schmarren aufbaut, zeigt die Qualtät seiner wissenschaftlichen Untersuchung. Tango!
Durlacher
Durlacher, lassen wir Gibson doch sein Spielzeug.
Ich habe bei Müller nur den Temeswarer Bahnhof “gefunden”, möglicherweise stand in der “Zeit” was falsch. Na und?
In den deutschen Medien ist Rumänien halt irgendwo, daran haben wir uns gewöhnt.
Und an Carl Gibsons “Theorien” mußten wir uns auch gewöhnen, aber wir untermauern nichts.
Herta Müller läßt ihn ja auch weiter spielen.
Einer liebt seine Eisenbahn und Gibson liebt es, gegen Herta Müller zu reden. Ärgerlich das Ganze, aber es ist nunmal so.
Und hier das ganze Zitat von dem Kronstädter Bild aus Gibsons Blog:
“In Kronsatdt, Brasov – oben die berühmte Poiana Brasov, wo der ominöse Bahnhof gewesen sein soll. Außer Herta Müller hat dort oben noch niemand Züge gesichtet.
“erfundene Wahrnehmung” – das Ganze?”
Ja, da sieht man die Drahtseilbahn auf der Zinne. Die ist zwar hoch, aber nur ein größerer Bergrücken. Für Gibson schon die ganze Poiana…
Die Poiana hatte aber mehrere Busstationen und eine Endstation (Autogara), wie in einem gebirgsstädtchen. Das kann man von Kronstadt aus überhaupt nicht sehen.
“Erfundene Wahrnehmung”- bei wem??
Durlacher
“
Oh, der Anonymus ist Durlacher
Da der Blog “Belüge mich” heißt
In Gibsons Blog, wo natürlich über ihr-wisst-schon-wer gelästert wird gibt, es von seiner Reise Fotos. Das Foto von Kronstadt beweist, dass Gibson keine Ahnung hat von Kronstadt und der Poiana Brasov. Er schreibt unter das Foto, dort sei die berühmte Poiana Brasov zu sehen, wo “Herta Müllers” imaginärer Bahnhof sei; nach dem Motto “Das will die uns verkaufen”.
Jetzt steht Gibson selbst als Lügner da: Die Poiana Brasov ist eine eigene Ortschaft in den Bergen, auf seinem “Beweisfoto” sieht man den Kronstädter Stadtberg, die Zinne. Gibsons Unkenntnis setzt sein Lügenkonstrukt K.O. Denn diese Bahnhofsgeschichte war immer sein “Beweis”, dass Herta Müller eine Lügnerin sei. Jetzt stellt sich heraus, er weiß nicht einmal, wie das dort aussieht! Und draus hat er seine Theorien abgeleitet
)
@Ariel
Die Antwort kommt nicht aus Zürich.
Die Stadt ist sehr wichtig für mich. Privat.
Ich sitze schon in Deutschland.
Was ist kitschig an meiner Antwort?
Was ich schrieb oder wie ich das schrieb?
Kaufen Sie sich Liebe?
Oder wie haben Sie almas Satz verstanden?
Ich werde das Buch jetzt lesen und mir eine eigene Meinung bilden.
Die Kommentare von Alma sind lächerlich und tendenziös. Ich hatte sie schon mal mit den Worten ermahnt: Wenn ich das hier so lese, meine ich meine Großmutter sagen zu hören: “De Beschte is nix wert”. Daraufhin hatte sie sich vorübergehend beruhigt. Solch eine Voreingenommenheit ist tatsächlich “traurig”, wie Ariel das eben sagte. Man muss doch bedenken, dass sich die Handlung in den 1700er Jahren abspielt. Da kamen Kinder schon mal auf dem Misthaufen zur Welt. Mehr kann ich dazu noch nicht sagen, da meine Buchlieferung erst heute eintrifft. Werde das Buch aber am Wochenende lesen und danach erneut zu Wort melden.
Diesen Schlusssatz von @Alma kann man nicht unkommentiert lassen:
“Ich wünsche ihm (Anmerkung: Florescu) alles Gute und ich wünsche ihm zusätzlich, dass er mit dem Geld, das er aus diesem Geschäft verdient, vor allem eines findet: Liebe.”
Kitschiger geht es ja nicht mehr!!!
Und das Echo dazu aus Zürich:
“Liebe alma, mit dem Geld Liebe finden?
Kann man Liebe kaufen?”
Mir kommen die Tränen!!!
Heise Kohlen ! Misch mich nicht ein, nur eins kann ich sagen es gibt keine Kultur auf dieser Welt, wo die Kinder auf dem Misthaufen auf die Welt kommen!
Sicher könnte es bei manchen meinen das sie dort auf die welt gekommen sind……..Vieleicht denkt ihr manchmal von mir auch dies !
Aberglaube: Gab es viele, hing alles mit den Dingen zusammen wie zum Beispiel, die teuer oder schwehr zu beschafen waren. Sals verschüten , dann gab es streit im Haus.
Spiegel zerbrechen: Sieben Jahre kein Glück.
Die Rumänische Kultur ist aber da noch viel fortgeschritener. Bei Beertigungen wurde Geld in alle vier Himmelsrichtungen geworfen. Dies ist auch in der Reki Kultur anzutreffen. Oder um so grösser der Todesschmaus um so mehr essen hat der Tode im jenseitz.
Ja es gibt sogar ein Mittel mit dem man verrügt nach einer Frau gemacht werden kann. Dies verrate ich euch aber nicht !
@ Alma
Ich werde und muss garnichts entschärfen, denn Sie wissen ganz genau, das Jakob Obertin in diesem Roman eine Kunstfigur ist. In sie hinein und aus ihr heraus lässt sich viel interpretieren. Und das ist gut so!
Von dem Recht zu deuten, machen Sie ja auch reichlich Gebrauch, jedoch immer nur in eine Richtung. Deshalb sprach ich auch von “Tendenz”.
Mit Ihren Schlagworten “Homo Banaticus” und “Demiurg” können Sie Jakob Obertin nicht zum Archetypus der Banater Schwaben hochstilisieren!!! Wenn Sie diesen Standpunkt vertreten, dann muss ich Ihnen leider böse Absichten unterstellen.
Obertin ist nicht DER Banater Schwabe und auch nicht DER Triebswetterer. Das hat Florescu nicht so gemeint und das werden die klugen Leser auch so nicht sehen!!
Kritikpunkte gibt es auch an diesem Roman. Doch sollten Kleinigkeiten nicht überbewertet und Wichtiges ausgeblendet werden, allein um zu zeigen, “wie böse es der Autor mit den Banater Schwaben meint”.
Es ist nur schade, das gerade Sie, die sich in Literatur auskennen, sich vor einen Karren spannen, der ins Tal der Lächerlichkeit rattert.
Als es um Herta Müller ging, haben Sie wohl gewusst, welches Gefährt Sie zu besteigen haben. Bei Florescu sehen Sie rot. Woran das wohl liegen mag? Dreimal dürfen sie raten…
Liebe Freunde, cool bleiben ! Macht Euch selbst ein Bild. Lest das Buch und urteilt selbst.
Natürlich wurde zu meiner Kindheit längst belächelt, dass ein müdes, quengelndes Baby beschrieen sein sollte, nur weil es von „Fremden“ zu lange bewundert wurde.
Soll Beschreien heißen – nicht beschreiben.
Ganz ohne ging es wohl bei den Schwaben auch nicht. (Katharina)
———————————————————
Ja, ein wenig Brauchtum gab es schon: Liebstöckel (die „Maggi“-Pflanze) außen an die Fenster angebracht, um in der Nacht zum 1. Mai „Druden“ fern zuhalten („Funktion“ ähnlich der Kürbisköpfe in Irland am 31. Oktober). Unter Umständen wurde auch noch Beschreien für möglich gehalten – das in Bezug auf Kleinkinder. Ein anderer Brauch, dessen Ursprünge nicht mehr klar sind, war, dass wir uns als Kinder untereinander mit der „Letscht“ verabschiedeten: den Spielkamerad antippen, „hascht die Letscht“ rufen, und wegrennen.
Interessantes zum Beschreiben steht unter diesem Link:
http://www.taks.hu/index.php?option=com_content&view=article&id=81:kohlenschmeissen-kholasmajsza&catid=41:cikkek&Itemid=63
Zum Aberglauben.
Ganz ohne ging es wohl bei den Schwaben auch nicht.
Als ich geboren wurde, hatten die Schwaben ihre Ansichten schon größtenteils revidiert.
Aber es gab noch vereinzelt Spuren von Aberglauben.
Da war die Walpurgisnacht, wo die Tore mit Fliederzweigen geschmückt die Hexen abhalten sollen.
Oder glaubte man, Warzen abbeten zu können.
Ein weinendes Kind konnte verhext sein. Durch den bösen Blick.
Zum Trommler.
In den Fünfziger habe ich das auch noch erlebt.
Welche Infos der Mann brachte, weiß ich nicht. Ich war zu klein.
Aber ich erinnere mich an einen Steuereintreiber…
Die Leute pflegten den immer zu verjagen.
Und eine Verwandte von mir sagte ihrem Enkel immer, dass der schwarze Mann käme, wenn er nicht brav sei.
Der Mann war leicht dunkelhäutig.
Wir Kinder hatten keine Angst, denn er hatte es mit den Erwachsenen. Mit denen gab es immer Streit.
Ich kann es nicht glauben, dass alle Leute Steuerschulden hatten.
Er ging aber zu allen und es gab oft Krach.
Die Leute behaupteten, sie hätten keine Steuerschulden, er erfinde einfach…
Ich wünsche ihm alles Gute und ich wünsche ihm zusätzlich, dass er mit dem Geld, das er aus diesem Geschäft verdient, vor allem eines findet: Liebe.
alma am 24. Februar 2011 um 00:34
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Liebe alma, mit dem Geld Liebe finden?
Kann man Liebe kaufen?
Wir schließen mal die “Käufliche” aus.
Bin aber gespannt,wie die Leute aus Triebswetter (kommt nicht vom trüben Wetter! Auch wenn der rumänische Namen dahin zeigt) das Buch aufnehmen.
Sie nennen meine bisherigen Bemerkungen tendenziös, Ariel. Dann entschärfen Sie bitte die folgenden Fakten – bezogen auf den Homo Banaticus, den er in diesem Buch, wie ein Demiurg, geschaffen hat – wenn Sie das können:
Sie stammen von äußerlich hässlichen Erstansiedlern (Frederik und Eva) ab, die das Klauen und das Morden sozusagen in ihrem Blut haben (siehe Frederik und seinen Ahnen Caspar). Allesamt Analphabeten (in 1772), sind sind dumm, feige und lächerlich, dazu auch noch unglaublich dreckig. Sie werden in Mist geboren und riechen für immer danach. Der junge Jacob findet sogar den Gestank der Zigeunerhütte angenehmer als den Geruch des Elternhauses. Vergewaltiger, Homosexuelle, Säufer und Huren sind sie auch. Allesamt, denn es gibt im ganzen Dorf keinen Deutschen oder Franzosen, über den ein gutes Wort fallen würde. Denn: “Schuld hielt sie alle zusammen.” (S. 15)
Und was das Aufregen betrifft: Ja, ich habe mich am Anfang aufgeregt. Dann, während der Lektüre, wurde ich immer trauriger, am Ende sogar für Herrn Florescu, den ich gerne gefragt hätte: Hat es sich gelohnt? Ich wünsche ihm alles Gute und ich wünsche ihm zusätzlich, dass er mit dem Geld, das er aus diesem Geschäft verdient, vor allem eines findet: Liebe.
Ich habe Florescus Buch gelesen.
Ich möchte vorausschicken, dass ich erst durch die im Banat Blog erschienen “Schlagzeilen” auf Florescu und sein Werk aufmerksam geworden bin.
(Pluspunkt für den Blog)
Besonders die tendenziösen Bemerkungen von @ Alma und ihre Unterstellungen (“Winner-Mentalität”, “Angriff auf die Banater Schwaben” , literarisch minderwertig, usw) zusammen mit anderen Stellungsnahmen von übereifrigen Blogteilnehmern führten zu einer Vorverurteilung, die uns keine Ehre macht.
(Kein Pluspunkt für den Blog)
Den Köder (das provozierenden Zitat) den der Verlag bewusst ausgelegt hat, wurde gierig geschluckt. Da-bei sind die (auf einige Leser anstößig wirkenden) Kraftausdrücke in diesem Buch wirklich harmlos im Vergleich zu dem, was so manche Banater Gegenwartsschriftsteller uns bislang präsentiert haben.
Nur einige wenige Gedanken zum Buch:
Bitte beruhigt Euch! “Jacob beschließt zu lieben” ist keine Generalattacke auf die Banater Schwaben, auch nicht auf die Triebswetterer. Es ist ein Buch, das von Menschen erzählt, die leben, lieben, leiden, kämpfen und sich ihrem Schicksal stellen.
Auch werden die Banater Schwaben nicht “in den Dreck gezogen” und auch nicht vom Schriftsteller zur Illustration irgend einer obskuren (politischen oder nationalen) Absicht missbraucht.
Ich bin sicher, dass in den nächsten Wochen noch viel über dieses Buch diskutiert wird. Und dieser Roman liefert viel Substanz dazu.
Für die, denen die ersten Sätze so befremdlich klangen und die immer wieder die „animalische Kopulation“ und den „Kot und Urin im Nachttopf“ als Beweis für eine „Beschmutzung“ der Banater Schwaben herbeigezogen haben, denen sei gesagt, dass es auch noch viele andere Stellen im Buch gibt, die entschädigen, ästhetisch wie auch vom Inhalt her.
Großartig der letzte Abschnitt, als nach der Russlandverschleppung die Baragandeportation folgt:
„Hört das denn nie auf?“ , fragte Vater.
„Ich fürchte, nicht.“
Und noch unbedingt der letzte Satz des Buches: (Nach der Ankunft auf freiem Feld in der Steppe)
„Ich baue uns ein Haus am Ende der Welt“
@ Durlacher – der Trummler – weckt in mir auch Erinnerungen. Was sind wir als Kinder gerannt. Meist ging es um Haustiere-Impfen und um Robot für die Gemeinde. Auch zum Baumstämme-Weißen wurde aufgefordert oder zum Fahnenschmuck 2x im Jahr. Pleiarsch klingt lustig.
Und nochmal zu früher – wie ich es vorhin gerade in Bezug auf Aberglauben meinte: Meine Urgroßmutter (*1888) und zwei ihrer Freundinnen etwa im gleichen Alter, konnten noch in den 80er-Jahren ausführlich erzählen aus ihrer Lebenswelt – von Zeiten noch vor 1924.
Verständlich, Ingemar. Der Aberglaube war wirklich verpönt. So kenne ich es auch – Beschwörungen und dergleichen gab es in unserer – ich nenn es mal Folklore – nicht. Aus Erzählungen von früher weiß ich, dass denen, die Schauermärchen erzählen wollten (Beispiel: „Irrlichter“, die Kartenspieler zu später Stunde auf dem Heimweg narrten), umgehend „zu tief ins Glas geschaut“ attestiert worden ist. Auch uns Kindern hat man beigebracht, vor nicht zu erschrecken, denn für alles gäbe es eine Erklärung.
Oh, heilige Tastatur…
Das heißt “Sumpfdorf Knees”
und der Herr Dichter heißt Wolfgang.
Das ist genau was ich meine Beatrix. Solch eine Eigenschaft würde ich wohl eher den Rumänen zuordnen als den Banater Schwaben. Genau wie der Aberglauben, von dem ich in jeder Rezension lesen muss. Im Vergleich zu unseren rumänischen Nachbarn waren wir ja wohl kaum abergläubisch. Aber Florescu vereint halt schön jede negative Eigenschaft von den vielen Völkern auf die Banater Schwaben. Und das ist es was mich so stört und aufregt.
Gerade beginne ich das Buch von Florescu. Gestern las ich einige Triebswetter-Seiten online, die detailliert Auskunft geben über die Herkunft der Bewohner und die Geschichte des Ortes. Ich bin sehr gespannt auf die Lektüre. Dass die Banater Schwaben um 1924 in Gewitterstürmen den Leibhaftigen wähnten, kommt mir merkwürdig vor – ließ mich jetzt die erste Lesepause einlegen
De Trummler kummt (Fragmente)
Von weitem hören wir sein Getrommel
schon von der Kreizgass her
no kummt er zu uns an Breitenbachs Eck
Humpelt mit Krücke und Holzfuß
zur Mitte der staubigen Gasse
Tudurum tudurum
tudurum tum tum mit Wiederholungen
bis vor jedes Haus einer auf der Gasse ist
Wir Kinder scharen uns
in respektvollem Abstand
um den Mann der Obrigkeit
den Sprecher des Gemeindehauses
den Trummler
Hansionkel sagt
das sei der Pleiarsch
als Lyzeaner leitete ich das Wort von
“plaiesch” von den Grenzwächtern ab
tudurum tum tum…
“Alle Bauern
reiche
Mittelbauern
und arme…”
aber das geht besser im Originaltext
dort kann man sich die Kunstpausen
besser vorstellen die der Pleiarsch
einlegt als hätte er das studiert
etwa:
“Tootz… tzarraannii booogaatz…
totz tzaranii
bogatz…mijlocash shi saraci…”
tudurum tudurum
tudurum tum tum…
…sollen morgen acht Uhr zur Primarie kommen
mit Pferd und Wagen und Schaufeln wer’s hat”
tudurum…
“Die Robota ist für den Weg nach Parndeas-Baratshausen – der gepflastert wird”
Das war die Robota
Der Pleiarsch hatte sein Bein im Krieg verloren
seine Stimme schallte sehr weit
Und die Schwoweleit richteten sich danach….
… soll den Straßengraben…
tudurum
vor seinem Haus reinigen
tudurum
… den Gehsteig reparieren…
und die Akazien kalichweißeln..
Die Leute machten das alles
sie hielten ihren guten Namen
ihre Ahnen waren um 1770
aus Billed zugesiedelt
Sie waren zwischen
Russlanddeportation
und Gulagverschleppung
im Baragan
temporär zu Hause
stationiert im gesegneten
Sunmpfdorf Knees
…..
(Wolfganbg Fuchs)
Liebe Katharina, lieber Supersvabo,
ach, sie klingt so fuchtbar förmlich diese
Anrede Herr…, deshalb ab heute nur noch Gerd.
Zwei wichtige Sachen haben wir ja gemeinsam,
unsere Herkunft sowie die Liebe zu Büchern.
In den vergangenen 56 Jahren war es nicht wenige
Bücher, die ich las oder lesen mußte. Nach all
diesen Büchern kam ich zur Schlußfolgerung, dass
alle Themen schon irgendwo und irgendwie behandelt
wurden, allein die Sprache unterscheidet die Bücher
voneinander. Heute kann ich mir den Luxus leisten,
nur noch jene Bücher zu lesen, die auf irgend eine Art und Weise mit meinem Leben im Zusammenhang stehen.
Nur noch 2 Tage Urlaub! Heute beginne ich “Belüge mich”.
Liebe Alma, bei uns in Hatzfeld sagte man:G`schtripp.
Supersvabo: In Florescus Roman wurde ich nur sieben Mal an Herta Müller erinnert. Das war jedes Mal, wenn darin das Wort „Gestrüpp“ fiel – ein Wort, das HM oft und anscheinend gerne benützt. Wie saat man uf Schwobisch Geschtrüpp? Gschtripp?
das Vorbild Hertha Müller scheint mir, als einfach denkender Schwob natürlich, bei Florescu trotzdem unverkennbar zu sein. Was aber durchaus rechtens sein kann. Versteh garnit, dass die Ladies hier im Bird (Wertshaus) bei solchen Vergleichen nervös werden oder so gereizt reagieren :-9
Sehr schön geschrieben, Herr Giesser.
Wie schon erwähnt, habe ich selbst das Buch nicht gelesen und kann mich daher nicht äussern.
Eines ist mir allerdings klar. Florescu schreibt anders als Herta Müller.
Jemand schrieb mal über Ähnlichkeiten zwischen Herta Müller und Aglaja Veteranyi.
Ausser, dass diese drei Autoren aus Rumänien stammen, gibt es kaum Ähnlichkeiten.
Erfreulich, dass alle drei Erfolg hatten. Bedauere den frühen Tod Veteranyis sehr.
lieber Herr Giesser,
danke von meiner Seite aus für Ihren letzten Beitrag. Ich respektiere Ihre Ansichten und Meinungen. Und finden Sie nicht auch, dass es schon mal was Wert ist, wenn wir überhaupt miteinander, auch über das Werk von Florescu sehen. Wissen Sie, als einfach denkender Banater Schwabe, kann ich Ihre Auslassungen durchaus nachvollziehen und ich schätze sie als Beitrag zur Meinungsbildung, auch wenn ich sie vielleicht nicht voll und ganz teile. Was mich aber verwunderte ist der furiose Anfang, würden wir das Buch Florescus vorschnell in den Papierkorb werfen, würden wir auch nit mehr darüber reden, das kann doch nicht in Ihrem Sinne sein und auch nicht im Sinne des Autors. Die Geschichte über die Obertins, haben sie die aus Florescus Buch oder schöpfen Sie aus anderen Quellen. Ich wünsche mir mit Ihnen einen regen Meinungsaustausch, nur zu Herr Giesser – auch wenn ich als einfach denkender Schwob sicherlich nicht so gut Florettfechten kann wie andere Gschtudierte hier.
Im übrigen erinnere mich an das alma. Es alma hat doch, wenn ich noch recht in Erinnerung habe Carl Gibson (irgenwie) aufgefordert auch seine Stellung zu Florescus Buch zu geben. Nun ich hoffe, daß Carl Gibson zur gebenen Zeit sich zu Jakob, dem Liebenden von Florescu äußert, seine Meinung interessiert mich nämlich auch.
Der mundende Wein aus Triebswetter hat den kargen Rest meines Geistes wohl so stark umnebelt, dass ich die Hasstiraden mancher “Literaturwissenschaftler” nicht nachvollziehen kann.
Schmeisst Florescu einfach in den Papierkorb und fragt bei einem ghostwriter von Herrn zu Guttenberg an, ob
er nicht bereit wäre, ein Heldenepos mit klaren Worten und ehrlichen Charakteren
zusammenzubasteln.
Für mich hat Florescu mit seinem neuesten Roman ein weiteres Fenster zum Banat aufgestoßen. Ein sprachlich überschäumender Roman über die Conditio
humana, über den Kampf um Macht und Boden.
Jacob, der das Licht der Welt auf einem Misthaufen erblickt, trifft immer und überall auf Menschen, die ihm helfen:
“Dabei ist Helfen bei uns Ehrensache.”
Ohne gegenseitige Hilfe wären die Ansiedler schon in den ersten Jahren untergegangen. Weder Pest,Thyphus, Cholera, Pocken noch Überschwemmungen,
Krieg, Vertreibung, Verrat, Enteignung, Deportation konnten den Willen zum Überleben brechen. Aus jeder Niederlage sprießt die Hoffnung zu einem neuen Aufbruch.
Ein Fluch scheint über der Familie Obertin (Aubertin)zu liegen, ein Fluch, den nur die Fähigkeit zu lieben bannen kann.
Caspar, ein Söldner im 30-jährigen Krieg, mordet um sein vermeintliches Land zurückzuerobern, Frederic tötet um die Weiterfahrt ins Banat zu ermöglichen.
In Triebswetter wird er zum Richter ernannt. Jakob brennt als Pferdeknecht die Scheune nieder, nachdem er monatelang nicht bezahlt wurde:
“Seitdem es die Obertins gibt, gehören Katastrophen dazu.”
Aber Dank seiner List, Zielstrebigkeit und Beharrlichkeit wird Jakob einer der mächtigsten und reichsten Männer der Gegend:
“…seine Natur, die keine Niederlage zuließ.”
“…so einer holt sich mit Gewalt, was er braucht.”
Die teils schräge Geschichte, mit zahlreichen mythischen und märchenhaften Elementen, entwirft ein komplexes Panorama des multiethnischen Konglomerats Banat.
Die Familie Obertin ( Caspar, Frederick, Niclaus, Elsa, Jakob und Jacob), die Zigeuner: Ramina, Sarelo, Gigi; die Rumänen: Pamfilie , Musca;
die Juden: Frau Österreicher, Madame Liebmann;
das Serbenmädchen Katica…alle wirken lebendig dank ihrer Schwächen und Stärken, Laster und Tugenden. Keinerlei Schwarz-Weiß-Malerei trübt den Blick auf die Charaktere.
Selbst als das Land “nicht einmal mehr Gott gehörte”, die ehemaligen Besitzer “nicht mehr als die Fliegen auf dem Pferdemist” waren, selbst dann
bleibt der Freiheitsgedanke lebendig:
“Wichtig ist, dass man sein eigner Herr ist, nicht, wie lange man lebt.”
Dieser opulente Roman vor der Banater Kulisse, voller Spannung und Dramatik, endet mit unbändigem Überlebenswillen:
“Ich baue uns ein Haus am Ende der Welt.”
Dieser Wille zeichnet auch die Banater Aussiedler aus, als sie den umgekehrten Weg gingen. Nur die Beweggründe blieben die gleichen.
Alles in allem ein großer Roman, den jeder Banater lesen sollte, vor allem die Nachkommen, die nun wieder angekommen sind…
bei amazon gibt es ca. 3 3/4 Minuten Dichtervorlesung von Florescu. Naja, was soll ich als einfach denkender Schwob sagen, die Worte, die Bilder die damit gebaut werden – ob da nicht doch die Nitzkydorferin das große Vorbild ist? Mich beschleicht bei Florescus Roman und das Drumherum ein Gefühl des Abgesangs auf die Schwowe. Bitte, das können feinsinnige hier bewußt mißdeuten als Nationalismus – auch gut, aber es kommt mir so vor als, ob ein Nachkomme (d. i. Rumäne) der auf der “Siegerseite” steht ein Bild von einem verschwundenen Völkchen (Schowe) schreibe. So wie ein weißer US-Amerikaner jetzt großartig (ist Florescus Werk über die Oberten großartig?) über die indigene Bevölkerung schreibt, die von dessen Vorfahren ausgerotten wurden (klar haben die Rumänen uns nicht ausgerottet, nur damit es hier keinen Aufschrei gibt). Irgendwie ist das ein Treppenwitz.
Ich glaube mich erinnern zu können, dass damals zu meiner Zeit die roten Paprika aus Triebswetter kamen. Um die Jahrtausendwende war ich mal in Temeschwar. Zu jener Zeit gab´s die Billa in der Nähe von der Fructus.
Da gab´s die roten Paprika aus Spanien zu kaufen. Das habe ich damals nicht verstanden, heute weiss ich schon mehr, wie es mit dem Land bestellt ist. Es wird auch Getreide! importiert. Früher hat man es exportiert. Ein riesengr0ßes fruchtbares Land, das nicht soviel produzieren kann, als dass es sein Volk von dem Geernteten selbst ernährt. Jeder will lieber “bisnitar” sein, so lebt sich´s denn auch leichter.
Florescu. Ich werde irgendwann das Buch lesen um die Sache als einfach denkender Schwob zu erfassen. Nur ich stelle mir die Frage: Wie sieht er als Rumäne, dessen Literatursprach deutsch ist die Banater Schwaben. Welches Bild hat er von ihnen. Ist es sein spiezielles Bild von den Banater Schwaben – sicherlich auch! Oder bedient er Stereotype die intellektuelle Rumänen von den Schwowe haben (neamt-cartofleant)? Den Wert seiner literarischen Elaborate will ich garnit neben die der Nitzkydorferin stellen, dafür fehlt mir als einfach denkender Schwob die Kompetenz. Nur, daß manches manchen vulgär aufstoßen wird – was soll’s, die Krankheit unserer Zeit oder auch die Errungenschaft oder die Freiheit unserer Zeit, je nach Belieben und Geschmack! Eine gewisse Nobelpreisträgerin hat ja in ihren Werken auch mal beschrieben bzw. sich mokiert über das Sich-an-den-Hoden-greifen von Männern aus Rumänien, oder das die vulgäre Sprache vieler im Alltag der Kontrast zum hölzern-steril Sprachgerüst der rumänisch-kommunistischen Propaganda. Sie selbst hat ja (in Hunger und Seide?) gesagt, dass sie es mag, wenn sie alte Freunde trifft und das Wort, das gleichlautend ist mit der kroatischen Stadt Pula oder das vulgäre Wort für den weiblichen Schoß dann gerne, zum Spaß, als Reminiszenz, benutzt. Also sich über eine evtl. derbe Sprache Florescus zu mokieren, finde ich scheinheilig. Sicherlich wird das von ihm Geschriebene ihn dabei verraten, genauso übrigen wie eine gewisse Nitzkydorferin.
Aber noch bin ich nicht bei unseren Lothringischen Freunden in Triebswetter (was sagt eigentlich die HOG Triebswetter zu Florescus Werk – wie wäre es mit einer Dichterlesung auf dem nächsten Triebswetterer Treffen
) sondern in Bukarest der Vorkriegzeit, der Kommunistischen Zeit und der postkommunistischen Zeit.
Das kann ich nur bestätigen: Für deutsche Schüler vom Land war es fast aussichtslos. Die wenigen Lyzeen, die man uns Schwaben zugestand (deutsch oder mit deutscher Abteilung), nahmen erst mal die Schüler auf, die schon ihre angegliederte Grundschule besuchten. Die Lehrer kannten die Schüler bereits, Nachhilfe für die Prüfung half. Allerdings: Auch Schüler, die die deutsche Grundschule bis zur 8. Klasse besucht haben, hatten dann kaum Schwierigkeiten, schnell sich während der weiterführenden Schulzeit das Rumänische besser anzueignen.
Cine poate oase roade.
Das mit den Autos in Bukarest stimmt.
Und mit den Feldern unserer Ahnen auch.
Brachliegender Boden und Gemüse hat man von den Türken importiert.
Zumindest habe ich mal sowas gehört.
Die Österreicher haben auch kräftig zugegriffen!
Auch beim Feld…Das wird auch bestellt und nicht einfach liegen gelassen…
Nur bei den Nachhilfestunden ging es um die Ceausescu-Zeit…
Da die meisten Rumänen im Lenau eh Kinder der Inteligenzia und der Secu waren, erübrigt sich eine Erklärung.
es muss schon ein besonderer Mix gewesen sein im Lenau. Die Söhnchen (und Töchter) der rumänischen Nomenklatura/Elite, die deutschsprachigen Herrischen und dann als Feigenblatt noch ein paar Schwowemädle und -buwe vom Dorf. Aber immerhin scheinen die Verantwortlichen auch in der Ceausescu-Zeit erkannt zu haben, zu einer deutschen Schule auch Schüler mit deutscher Muttersprache gehören.
Tja Polki, woher hatten die das Geld wohl?
Das weiß ich nicht, wie es damals war.
In Bukarest fahren heute die teuersten Autos rum. Die sieht man in dieser Menge nicht mal in München.
Ehemals staatliche Betriebe, haben nach der Wende die Auserwählten für ein “Appel und ein Ei” gekauft, Grundstück mit eingeschlossen. Der Betrieb wurde ja nicht weitergeführt, nein der wurde verramscht. Ganz zu schweigen von dem Erbe, das die Deutschen zurückgelassen haben und dessen sie sich jetzt bemächtigt haben.
Darüber hinaus, der italienische Staat hat seinen Bürgern finanziell geholfen die Felder im Banat zu erwerben. Wem haben denn die Felder früher gehört?
Die Felder liegen jetzt brach. Die Italiener (vielleicht auch Mafiosi)haben sie nur aus Spekulationsgründen gekauft.
Am besten denke ich gar nicht mehr daran, denn es wird mir dabei ganz anders
wenn ich den letzten Roman fertiggelesen habe, werde ich mir Miss Bukarest vornehmen. Mal sehen, ob es für mich als einfach denkenden Schwob herauszufinden ist, ob es in beiden Werken parallelen gibt. Jedenfalls habe ich den Eindruck Wagner tut und es scheint ihm zu gelingen, die “Balkan”-Mentalitiät in seinen Werken, auch den sterilen Westeuropäern beizubringen. Wer verstehen will, warum Bereiche Südosteuropas bis ins Mark korrupt sind, den lächerlich-theatralischen Größenwahn, der muss sich mit dieser “Balkan”-Mentalität befassen, wenn er sie nit kennt. Wagner scheint sie zu kennen, da er sich in seinen Werken (Miss Bukarest) gut beschreibt.
Solala danke für diese Information
Nicht das einer später sagt der Polki nimmt Infos aus der Luft. Also Solala du hast mir die Antwort gegeben, die ich genau so mir ausgedacht habe. Ohne das ich im Lenau studierte.
Solala:
Eben so waren auch die verwöhnten rumänischen Burschen zu meiner Zeit im Lenau. Sehr eingenommen von sich, haben sich meistens daneben benommen, haben nichts begriffen und nichts in der Schule gekonnt, haben Nachhilfeunterricht bekommen, mehr als sie reguläre Unterrichtsstunden hatten, usw.
Die Frage ist nur von wem hatten sie das Geld für Nachhilfe. Denn unsere Schwowe verdienten 3-4 Lei im Monat bei der LPG ! Sicher hatten dehren Ihre Eltern Direktoren, Polizei,Ingenieur,Profesoren und Meisterjobs nur aus einem Grund, weil sie Rumäner waren. So einfach ist Politik
Temeschwar hatte eine Bevölgerung 1918 da waren die Rumäner unter 10% vertreten. jetzt sind es über 90%
So ändern sich die Zeiten in Tara noastra vun Decebal und Daker.
@Solala
Sie beziehen sich auf die Art, wie Florescu sich bei dieser Lesung gab?
Ich hoffe es.
Denn sollten Sie sich an seinem Aussehen orientieren, wäre zumindest ich enttäuscht.
Äusseres sagt viel und dennoch kann es kein Maßstab sein, wenn man innere Werte schätzt.
alma, danke für die Info mit “amazon”.
Vielleicht bekomme ich Florescus Buch auch geschenkt?
Ach ja, genau so oder ähnlich habe ich mir diesen Florescu vorgestellt, damals als ich was von ihm gelesen hatte. Hatte ihn bis jetzt noch nicht gesehen.
Etwas unsensibel dieser Schriftsteller. Eben so waren auch die verwöhnten rumänischen Burschen zu meiner Zeit im Lenau. Sehr eingenommen von sich, haben sich meistens daneben benommen, haben nichts begriffen und nichts in der Schule gekonnt, haben Nachhilfeunterricht bekommen, mehr als sie reguläre Unterrichtsstunden hatten, usw.
So sieht eben ein Rumäne die Banater Schwaben, genauso wie Florescu es beschreibt. Sie sehen das was sie umgibt nicht wie es ist, sondern so wie sie es sehen wollen.
Also gut dann. Polki, frage nicht, für wen die Glocke diesmal läutet, denn eine der zwei Hauptfiguren des Romans, Jakob ohne Namen – der mit dem abscheulichen Charakter – gibt an, von einem Ort zu kommen, welches sich an dem Punkt befindet, an dem sich das Banater Bergland und die Banater Ebene treffen: Bokschan. Woher sie kamen wird nicht gesagt, aber dorthin ist sein Vater mit ihm gezogen und dort hat er seine Kindheit und seine Jugend verbracht.
Was wir noch über seine Abstammung erfahren ist, dass sein Vater ein Schwabe war. Aus welchem Dorf kam der? Aus deinem? Aus meinem? Über seine Mutter wird nichts erwähnt. Da aber nirgendwo im Buch angedeutet wird, dass er kein waschechter Deutscher wäre, nimmt der Leser an, dass auch seine Mutter eine Deutsche gewesen ist. Es bleibt nur offen, ob sie eine Banater Schwobin, eine Siebenbürger Sächsin oder eine Zipserin gewesen ist. Und mit dieser Aufstellung breitet sich die „Bedeutung“ dieses Romans nicht nur über alle Banater, sondern über alle Rumäniendeutschen aus. Die Frage, von wem Jakob ohne Namen seinen schlechten Charakter geerbt hat, bleibt offen.
Hier noch mal dieser Florescu selbst http://www.youtube.com/watch?v=4iTvIs8Y2_0
Danke, Ingemar, das klingt gut.
Hallo Alma,
die Diskussion über Wagner geht ja erst offiziell am 1. März los. Dazu gibt es dann ein extra Thema mit allem drum und dran. Hier findet jetzt eigentlich eher eine allgemeine Diskussion statt. Das Wagnerthema wird dann frei bleiben von Ablenkungen usw.
Ingemar, auch ich habe inzwischen Florescus Buch gelesen. (Treu zu meinen Prinzipien, habe ich es mir schenken lassen.) Ich wollte bis zur Erscheinung des Romans nichts sagen, aber ich denke, es ist an der Zeit, dass wir die zwei Topics trennen. Wir dürfen nicht die beiden Schriftsteller – Richard Wagner und C. D. Florescu – hier in einen Topf werfen, bis später keiner mehr weiß, um wen es gerade geht. Wir müssen fair bleiben, so könnten Sie bitte diesbezüglich etwas unternehmen? Ich hoffe, dass Sie das auch so sehen.
Katharina, bei amazon.de läuft der ‚gebraucht’ Handel schon seit einiger Zeit.
Auf den Punkt gebracht:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/irrtum_angela_vierte_kostprobe/
Ich bin mol gspannt uf gut Schwowisch wie der Französische Paradeis Krieg vun Triebswettere aus geht.
Triebes Wetter macht mich traurig und es schaut so aus das die Sonne lang nicht zum vorschein kummt !
Als ich das Buch Florescus hier im Blog erwähnte, kannte ich keine einzige Zeile.
Mir war nur das Thema bekannt.
Und nun dieser Beinah-Skandal hier!
Bevor ich das Buch nicht lese, kann ich mir keine Meinung bilden.
Ich weiß, dass es die Oberten in Triebswetter gab.
Doch höchstwahrscheinlich hat die Geschichte nichts mit diesen Oberten zu tun.
Florescu war auch in Lothringen und hat recherchiert.
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@Durlacher, bleiben Sie da.
Was heißt Hergelaufene?
Wir beide werden das Buch lesen und uns dann austauschen.
Und wenn das Buch wirklich im Ganzen so ist, wie das von alma reingestellte Zitat, ja dann werden wir Florescu nicht hofieren…
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Am Wochenende nehmen wir uns Wagner vor!
@supersvabo
Wir bleiben bei Wagner. Bloß die Diskussion zu dem Buch fängt offiziell erst in ein paar Tagen an.
Für mich geht es gerade auch nicht um eine literarische Diskussion über Florescu und seine Werke. Sondern einzig und alleine um ihn und seine Intention dieses letzte Werk zu verfassen. Ich muss dazu auch nicht seine Werke gelesen haben oder ihn kennen, um ihn zu beurteilen. Ich habe auch nie Mein Kampf gelesen und kannte Hitler sowie die NS-Zeit auch nicht. Und trotzdem kann ich sagen, dass er ein Verbrecher war.
@durlacher
Ich habe nirgends behauptet, dass Florescus Vater ein Securist war. Ich habe vom Vater der Hauptfigur in meinem geplanten Buch geredet. Würde ich so etwas über Florescu sagen wäre das Verleumdung.
Wenn dies wie in dem Zitat gezeigt wirklich seine Intention war. Warum muss er dann die Banater Schwaben so negativ darstellen. Und so kommen sie nun mal rüber wenn man den Ausschnitt aus seinem Buch, sowie die Rezensionen von den Leuten liest die sein Buch bereits gelesen haben.
ich finde wir sollten bei Wagner bleiben, es täte mir leid, wenn ich jetzt das Buch gekauft habe und auf einmal muß ich von Bukarest nach Triebswetter.
Trotzdem mal wieder ein Schwenk zu Florescu. Was hat ihn bewegt oder welchen Teufel hat ihn geritten sich dieses Themas anzunehmen? Ist es wirklich nur das Aufspringen auf den Zuge Müller-Banat-Nobelpreis? Sollte es gar eine Liebeserklärung an die Banater Schwaben sein, auf seine Art halt, so ähnlich wie es die Nitzkydorferin ja auch gemacht hat. Hat er, Florescu sich mit der Geschichte der Banater Schwaben befaßt, war er in Triebswetter, hat er Lothringen kennengelernt, hat er je mit einem Triebswetterer geredet oder hätte die Handlung auch in Grawatz, z. B. sein können?
Nachtrag:
Ingemar zu Florescu:
“Für mich gibt es hier nur eine plausible Erklärung. Er hat die Banater Schwaben mit bedacht ausgewählt und zieht sie demzufolge auch mit voller Absicht in den Dreck.
Ich unterstelle ihm uns Banater Schwaben mit seinem literarischen Wirken in den Dreck ziehen zu wollen. Es geht ihm nicht, um ein literarisches Werk, sondern darum etwas negatives über die Banater Schwaben zu schreiben.”
Aus dem 2. Link:
Florescu (nicht die Rezensenten der deutscehn Presse!) über sein Motiv:
“Ai terminat recent o altÄ carte. Despre ce este vorba?
Este o poveste micÄ şi una mare. Povestea micÄ e cea a lui Iacob, nÄscut în minoritatea germanÄ, într-un sat bÄnÄţean numit Tomnatic, cu un tatÄ care îl respinge, dictatorial, rÄu, bogat, care îl trÄdeazÄ ruşilor care vin în ianuarie ’45 cu camioanele şi îi iau pe toţi nemţii şi îi duc în Siberia. Când se întoarce acasÄ, tatÄl îl trÄdeazÄ a doua oarÄ, de data aceasta românilor. Dar nu ca sÄ plece fiul ci ca sÄ rÄmânÄ cu tatÄl şi sÄ fie deportaţi în BÄrÄgan. Este vorba despre marea deportare din anul 1951 din Banat. Într-o singurÄ noapte, vagoanele de tren s-au umplut cu oameni, au fost duşi în BÄrÄgan şi acolo li s-a dat pÄmânt delimitat cu creta, pe care au fost nevoiţi sÄ îşi construiascÄ locuinţele. E o imagine irealÄ, ca de vis, ca de coşmar. Povestea mare e istoria cÄutÄrii fericirii la nivel mare, european. Cartea am terminat-o abia acum douÄ sÄptÄmâni.
Übersetzt:
Die große Geschichte ist die Geschichte über die Suche des Glücks, die gebettet ist in die großen Ereignisse Europas” oder so ähnlich – klingt bombastisch, mal sehen. Jetzt bin ich neugierig geworden: Beschließt Jakob zu lieben, dort im Baragan?
Also, ich werde schwer beschäftigt sein. Tango.
Es sollte um Literatur gehen.
Es gab die Optionen für Wagner oder Florescu.
Man entschied sich für Wagner (kam mir sehr entgegen, weil ich das letzte Buch Florescus, das ich las, nicht gelungen fand).
Plötzlich “entdeckte” man/frau?, dass Letzterer das Banat beschmutze, meist ohne etwas Konkretes gelesen zu haben, außer Rezensionen etc. Und flugs mutiert Florescu zum Securisten Sohn, dessen Vater die Schwaben unterdrückte, ein Dahergelaufener etc. Oder war das wieder ein Beispiel für Sippenhaft?
Ich schiebe die Links unten hinterher für Ahnungslose und Besserwisser. Beurteilt, ob er das Banat in den Dreck ziehen will.
Das bedeutet nicht, dass ich seine Bücher mögen muss, es sagt nichts aus über ihre Qualität. Aber so lange ich nicht alles gelesen habe, was hier besprochen wird, äußere ich mich nicht zur literarischen Qualität seines letzten Buches. Was man vorneweg spekulieren kann: Dass er sich des Banats bedient, weil durch den Nobelpreis diese Region in das Interesse der Öffentlichkeit gerückt ist. Nicht weniger, nicht mehr. Spekulation.
Haben das nicht ALLE Banater Dichter gemacht? Und warum nicht? Was es literarisch bringt, zeigt sich später.
Es sollte um Literatur gehen. Wenn schon nach der Wahl von Frau Volkmann dass “Völkische” fast zur Priorität erklärt wurde, dann gute Nacht literarische Diskussionen.
http://www.hotnews.ro/stiri-esential-7056452-povestea-curajosului-domn-florescu.htm
http://www.adevarul.ro/locale/timisoara/timisoara-adevarul_de_seara-catalin_dorian_florescu-zaira-lansare-editura_polirom_0_236376741.html#commentsPage-1
@Polki: Man darf als Schriftsteller, Journalist oder Möchtegernschriftsteller über alles schreiben.
Von Wagners Romanen gefiel mir “Das reiche Mädchen” am besten. Er ist ein sehr guter politischer Schriftsteller.
Das neue Buch ist ein Blick in die befremdende Welt der Stadt, die einmal unsere Hauptstadt sein sollte; der Blick über die Karpaten in dieses laute, geschminkte, dreiste, schamlose, korrupte Möchtegernparisdesostens hat mich schon immer erschauern lassen, jetzt schwappt die fanariotische Brühe endgültig über und Wagner ist ihr nicht gewachsen, er erfasst Stereotypen. Mein Eindruck.
Das war mein Beitrag zu Wagners Roman. Tango.
Ich hatte mich sehr gefreut auf mehr Austausch, aber ehrlich gesagt, ich verzichte drauf. Es ist besser so.
ach jetzt regt Euch doch nit auf, wenn der Florescu da was über ein paar gschpinnerte Triebswetterer schreibt. Der Florescu tut doch im Grunde nix anneres als das was es Millersch macht nur mit dem feinen Unterschied, daß der Florescu nit über ein walachisches oder moldovenisches Dorf schreibt, sondern über ein schwowisches und damit nicht zum Nestbeschmutzer wurde.
Auch die Landschaft kommt bei Florescu nicht richtig rüber, geschweige denn das Wesen der Banater Schwaben. Er hätte wahrlich über sein eigenes Volk schreiben sollen, das wäre dann vielleicht nicht ein solcher Missgriff geworden.
Ich finde sein Geschreibsel teilweise auch geschmacklos. Schade eigentlich um meine Zeit, in der ich mich mit solchen Texten abgebe. Zum Glück lese ich bei solchen Texten nicht viel, das sehe ich schon auf der ersten Seite ob ein Buch für mich was taugt oder nicht.
Ingemar,
ich greife Ihre Idee auf und stimme mit Ihnen überein, jedoch fällt mir noch nicht ein, wie wir der Öffentlichkeit kundtun könnten, dass das was Florescu von sich gibt, nichts mit dem Banater Schwabenvolk zu tun hat.
Wird der etwa auch so bekannt in der Schweiz wie die HM in Deutschland, dann kann ich zwischenzeitlich auch nicht mehr einem Schweizer sagen, dass ich aus dem Banat komme.
Leut beruigt euch, Ich sage mal ihr habt beide Recht. Tango Durlacher, Tazt man zu zweit!
Ich wiederhole mich noch einmal: Man darf über seine eigene Siebschaft Romane schreiben. Aber nicht andere nationen in den Dreck ziehen. Dies ist ein ungeschriebenes Gesetz a la Knigge !
Hallo Durlacher,
nein hier geht es nicht um ein literarisches Werk als literarisches Werk, sondern wir reden von einem Autor dessen Ahnen meine Ahnen ausgebeutet, ausgeraubt, verschleppt und was weiß ich was noch angetan haben. Und genau dieser Autor setzt sich jetzt dran eine Geschichte über uns zu schreiben und uns dabei in den Dreck zu ziehen. Er hat nicht einmal so viel Respekt irgendwelche erfundenen Namen zu nehmen, sondern erfindet herabwürdigende Geschichten zu real existierenden Personen. Das ist eine Schweinerei, und ja es macht mich tierisch wütend.
Mit “Dahergelaufene” meine ich jemanden wie Florescu. Er hat nicht nur keine Ahnung von dem Thema, sondern auch noch schlecht recherchiert. Oder es war einfach Absicht. Nur mal als Beispiel, dass er in dem Roman den Banater Schwaben die negative Eigenschaft des Aberglaubens zuschreibt. Also entschuldigung, aber wenn jemand im Banat abergläubisch war, dann die Rumänen. Ohne jetzt hier zu verallgemeinern, aber mir scheint es so als würde er hier die negativen Eigenschaften der Rumänen einfach den Banater Schwaben zuschreiben. Und ich bin mir sicher, dass es in dem Buch noch weitere solcher Beispiele geben wird.
Ich rede vielleicht über ein Buch, dass ich selbst noch nicht gelesen habe. Aber mir reichen die Rezensionen und Beispiele, die ich bisher kenne. Und ich finde das Buch einfach widerlich. Warum muss Florescu über die Banater Schwaben schreiben? Warum greift er sich gerade diese Volksgruppe heraus? Es wäre sicher einfacher gewesen über die Rumänen solch ein Buch zu schreiben. Oder er hätte auch über jedes andere Volk schreiben können. Denn mit den Banater Schwaben hat er auch nicht mehr zu tun. Also warum gerade über die Banater Schwaben? Für mich gibt es hier nur eine plausible Erklärung. Er hat die Banater Schwaben mit bedacht ausgewählt und zieht sie demzufolge auch mit voller Absicht in den Dreck.
Ich unterstelle ihm uns Banater Schwaben mit seinem literarischen Wirken in den Dreck ziehen zu wollen. Es geht ihm nicht, um ein literarisches Werk, sondern darum etwas negatives über die Banater Schwaben zu schreiben. Für mich deutet alles daraufhin. Und damit ist dieses Schmähwerk volksverhetzend.
Ich verstehe nicht warum du solch eine Meinung von einem in meinem Alter nicht erwartet hast? Warum sollte ich so etwas gut finden, was dieser Florescu da macht? Oder meinst du, weil ich ihn vorverurteile bevor ich sein Werk gelesen habe?
Und diese Aussagen hier über dieses Subjekt haben doch nichts mit der literarischen Diskussionsrunde zu tun. Dort reden wir über Richard Wagner, das ist ein ganz anderes Thema. Aber auch dort wird es subjektiv zugehen. Wie sollen wir den Literatur überhaupt objektiv beurteilen? Es ist immer eine Frage des Geschmacks, der Interpretation und des persönlichen befindens.
Es tut mir leid wenn dich mein “Wutausbruch” vertrieben hat. Aber wir sind schon viel zu lange viel zu ruhig und müssen uns ständig angreifen lassen ohne uns zu wehren. Wir müssen auch endlich mal aufstehen und sagen “so geht das aber nicht!” Und das hat jetzt nichts mit einer literarischen Diskussion über Florescu zu tun. Denn das ist eine andere Seite.
Danke für die prompte Antwort, Ingemar.
In Anbetracht Ihres Alter und, ich wage zu behaupten, Ihres Erfahrungsbereichs, ist es eine Antwort mit der ich nie und nimmer gerechnet habe.
Die sehr subjektive Art, wie Sie urteilen, ohne Kenntnis irgendeines der literarischen Werke – darum sollte es hier doch gehen, oder?- wird wohl nicht förderlich sein einer literarischen Diskussionsrunde, zu welchem Thema auch immer.
Als “Dahergelaufene” – was für ein Wort von einem Immigranten!- sage ich mir nach diesem Wutausbruch, dass es wohl gescheiter ist, den “echten” Banatern das Feld zu überlassen. Der Weg zu einem Gedankenaustausch ist mir, gelinde gesagt, vergällt.
Gehabt’s Euch wohl! Tango!
Durlacher
Ich kenne das Buch nicht. Ich kenne gar nichts von Florescu. Aber andersherum gefragt, nimmt er Rücksicht auf die Banater Schwaben aus Triebswetter, auf die Familie Oberten und ihren Ahnen Jakob Oberten? Er benutzt real existierende Namen und Personen. Seine künstlerische Freiheit fängt erst dort an, wo er Triebswetter und die Menschen in den Dreck zieht. Herta Müller schreibt wenigstens noch aus ihrer eigenen Erfahrung und Interpretation. Aber Florescu gibt selbst zu, dass er keine Ahnung von dem Thema hat. Das ist was mich daran so aufregt. Und wir werden nichts dagegen machen können, da hier ja alles unter künstlerische Freiheit läuft.
Sollte ich mich wirklich dran machen und darüber schreiben, dann tu ich doch nichts anderes wie er auch. Ich nehme mir die künstlerische Freiheit über ein Thema zu schreiben von dem ich keine Ahnung habe und setze real existierende Personen ein. Wie soll man denn sonst gegen solche Machenschaften ankommen, als mit den gleichen Mitteln? Denn es wäre nichts anderes.
Jetzt mal abgesehen, dass ein solcher Roman von mir sicher nicht publiziert werden würde. Aber ich hätte noch weitere spannende Ideen. Zum Beispiel von einer Banater Autorin, ich denke ich nenne Sie Hertha Möller, die im Banat ihre Familie und Freunde verrät für ihren literarischen Erfolg. Und dann in Deutschland von ihrem Verleger überredet wird, sich als Opfer darzustellen, um mehr Bücher zu verkaufen.
Natürlich sind solche Aussagen auch ironisch gemeint. Aber wir können uns doch nicht von jedem Dahergelaufenen durch den Dreck ziehen lassen ohne uns zu wehren. Würde so ein Buch zum Beispiel von einem Deutschen Autor über die Juden erscheinen, stände morgen ein empörter Bericht auf der ersten Seite der Bildzeitung. Und der Autor würde wahrscheinlich wegen Volksverhetzung schnell wieder weg vom Fenster sein. Aber mit uns Banater Schwaben kann man es ja machen. Und davon habe ich jetzt einfach mal genug.
Es reicht, mir steht es bis Oben. Was dieser Florescu sich erlaubt kann einfach nicht wahr sein. Und wir können nichts dagegen machen. Klar wäre eine Anzeige möglich. Aber vermutlich wenig erfolgsversprechend und ihm würde es noch zusätzlich Publicity verschaffen. Ich überlege auch zu jeder seiner Vorlesungen zu gehen. Mich aber davor so richtig mit Dreck und Scheisse einzuschmieren und mir kaputte Klamotten anzuziehen. So dass ich den Anwesenden darstellen kann wie ein Banater Schwabe aussieht. Also sozusagen das Bild von Florescu in Live darstellen.
Rumänien hatte, auch als kommunistisches Land, irgendeine internationale Abmachung unterschrieben, (“Helsinki”? keine Ahnung…)und das bedeutete, wenn jemand eine Krankheit hatte, oder eine OP, die man in Rumänien nicht behandeln konnte, MUSSTE man den Betreffenden zwecks Therapie ins Ausland lassen. Das gab es in der DDR auch, ich habe einen Bekannten, der aufgrund einer Stoffwechselkrankheit raus gelassen werden musste.
Natürlich war dieses Wissen in Rumänien nicht “weitverbreitet”. Aber wenn jemand ein krankes Kind hatte, dann tat er alles dafür! Für das Finanzielle musste er selber oder seine Connections garantieren. Fälle, die ich kenne:
- Ein 11- Jähriger Sohn eines Beamten des Bürgermeisteramtes einer Industriestadt hatte Leukämie (in den 70-ger Jahren). Die Mutter des Kindes, eine reformierte Ungarin, fuhr mit dem Kind nach Deutschland. Das Diakonische Werk bezahlte. Der Vater wurde aus allen politischen Ämtern gefeuert wegen “relatzii cu biserica evanghelica”. Es machte ihm nichts aus. Der Sohn lebt immer noch.
- Meine Freundin, eine Ärztin, durfte nicht als Diagnose “Zöliakie” schreiben – Befehl von oben. Sie sagte es den Eltern, damit sie wussten, wie sie damit umzugehen hatten, gab ihnen aber nichts Schriftliches. Damit sie nicht Schwarz auf Weiss einen Grund hatten zum Auswandern.
Ein Bekannter von uns ließ sich wegen eines Problems mit den Augen behandeln (er drohte zu erblinden) und kam dann zurück. Die Behandlung bezahlte auch das Diakonische Werk.
Florescu hatte irgendwas an seinen Beinen. Es ist nachzulesen in seinem ersten Roman. Sicher ist, dass seine Eltern auch von dem oben erwähnten internationalen Abkommen Gebrauch gemacht hatten. Das ganze Drumherum kann man nachlesen. In seinem Fall ist es gut gelaufen. Die Kinder, die Zöliakie hatten, konnten nur dann raus, wenn ihre Eltern legal, als Deutsche auswanderten (mir bekannter Fall, da hörte ich 1982 zum ersten Mal von dieser seltenen Krankheit). Die rumänischen Fälle mussten sich damit abfinden, dass ihre Kinder mangelernährt, klein, anfällig für Krankheiten blieben. Es gab keine glutenfreien Produkte in Rumänien. Am schlimmsten war es für Säuglinge, es gab keine Heilnahrung.
Ingemar, wenn man kranke Kinder hat, dann macht man alles für sie. Deshalb, auch mit diesem Wissen, das ich oben ausbreitete, finde ich es nicht fair, Florescu automatisch in die Schublade “verzogener Secu-Balg” zu stecken. Ich weiß nicht, ob sie sein erstes Buch gelesen haben.Ihre Bemerkungen klangen sehr ironisch, deshalb nehme ich an, dass Sie das Buch nicht kennen.
Ingemar am 21. Februar 2011 um 16:11
@durlacher
Warum?
Durlacher am 21. Februar 2011 um 15:56
Ingemar, das ist ein schlechter Witz.
Ein Experiment wäre es doch wert! Warum sollen andere nicht mal in den literarischen Revieren der Banater Intelligenzia wildern? Sind das denn alles Heilige Kühe, ist das für die sich so feingastig gebärdende Halbintelligenzia so unerträglich?
Nur Mut, jeder der Talent hat oder verspürt es zu haben soll schreiben, wenn er mag. Hertha Müller hat ja auch mal beim UTC-Jugendpreis (Preis der kommunistischen Jugend Rumäniens) angefangen und ist jetzt beim Nobelpreis gelandet.
@durlacher
Warum?
Ingemar, das ist ein schlechter Witz.
hast Recht Ingemar.
Ich finde auch Dein Projekt gut, auch einen Roman zu schreiben. Es gäbe soviele Themen mit Banat-Bezug, den man verarbeiten könnte.
Wollen wir mit der Diskussion nicht abwarten bis alle das Buch gelesen haben? Als Termin war ja noch ne Woche Zeit. So liest dann jeder mit den gleichen Bedingungen.
Das Lesen hat mich motiviert auch wieder schreiberisch tätig zu werden. Ich plane einen Roman über einen Securitate-Spitzel, der in den Achtzigern die Welt bereisen durfte und einfach so mit seinem Auto und der ganzen Familie im Gepäck in die Schweiz “geflüchtet” ist. Der Roman wird aus der Sicht des Sohnes sein, der von den ganzen Vorteilen seines Vaters profitiert, einem verwöhnten Balg, der die Arbeit seines Vaters als selbstverständlich sieht und es toll findet, dass sein Vater so einfach Geld verdient indem er anderen Leuten das Leben zerstört. Ich bin noch nicht wirklich weit mit meinen Überlegungen, aber der Name der Hauptfigur wird entweder Florin Dorian Catalescu oder Catalin Dorian Floricu … was meint ihr?
sind eigentlich Parallelen zwischen “Miss Bukarest” und und “Belüge mich”? Ort der Handlung ist unter anderem Bukarest. Es muss ja für den Autor emotional ein doch bedeutender Ort sein. Und daß die tragische Vorkriegs Lauretta ausgerechnet von der Enkelin ihres Peinigers ein Denkmal gesetzt bekommt, in dem sie Namensgeberin für eine Frauen(!)zeitschrift wird entbehrt nicht einer gewissen Tragikomik. Was hat er sich bloß dabei gedacht?
@ Katharina: Ich finde es gut, dass Essays von Herta Müller neu aufgelegt werden. Der genannte Titel z. B. war mir nicht bekannt, habe aber einen Zeitungsbericht dazu gegoogelt. Es scheint ein Interesse da zu sein für die untergegangene Welt der Deutschen aus dem Osten. Und so wie sie unsere Geschichte in Literatur fasst, das hat Stil und Klasse.
hm, interessant, Sie könnten Recht haben mit dem Thema “Vertreibung”. Ein “Atemschaukel” reload, oder so ähnlich. Oder es ist ein Zitat, dass sie angeblich in Nirnberg vor einem BND-Mann gebracht haben soll, das mit dem dergleiche Schnee, als dieser nach ihrem Auftrag gefragt hat.
und was wird das Thema sein? Dissidenten-Kerweih-Mädl trifft Securitate-Onkel? (Supersvabo)
Nein, es geht um die Verschleppung, um den Schnee im Januar 1945 der die Spuren zu den Verstecken in den Banater Dörfern sichtbar machte. Das „Nea“ spielt an auf die rumänische Bezeichnung für Schnee, und dass Nea auch eine Anrede ist …
“Immer derselbe Schnee und immer derselbe Onkel”.
und was wird das Thema sein? Dissidenten-Kerweih-Mädl trifft Securitate-Onkel? Hoffentlich nicht derselbe Schnee, sonst können wir uns bald einen Wortbaukasten Zimmern mit den Karteikästen “Securitate”, “Bahnhofshalle” “Poiana Brasov” “Verrat” “Bad” “Zaun” “patriotische Lieder” “Friseur” “SS-Mann” “Alkoholiker” “schwäbisch” “Verrat” “Gegenstände” “Aussehen” usw. usf.
Gerade kam ne Mail. Im März erscheint Herta Müllers Buch “Immer derselbe Schnee und immer derselbe Onkel”.
Mein Gott,Herta, nichts Neues in Berlin?
“Das Klischee des “wilden Ostens” als pulsierender, übelriechender Moloch, als Welt der Legenden und des Aberglaubens entspricht doch zu sehr dem Bild, das man sich im Westen von Rumänien immer schon gemacht hat.”
zurückText: Christine Scheucher · 21.02.2011
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aus dem von Beatrix angegebenen Link entnommen.
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Der Westen war ja schon immer Sagrotanmässig steril!
Und gewaltfrei, friedlich. Paradies eben.
Florescu hat den Westler nur neues Futter für ihre Phantasien geliefert!
als = fehl am Platz wegen Multitasking
– sorry
„Belüge mich“ – bin durch mit dem Buch, fand es bis zur letzten Seite als spannend und unterhaltsam. Was der Jacob bringt – hier ein Vorgeschmack. Ich hoffe, der Link funktioniert noch, über Safari hat es geklappt, bei Firefox dagegen heißt es drei Minuten später: Seite überarbeitet oder so ähnlich.
http://oe1.orf.at/artikel/270165
Ich denke nicht, dass es Zufall mit diesen Buchstaben ist.
Anfangs dachte ich, der Autor verlieh den Personen Namen mit den “Endbuchstaben” des Alphabets, weil er sie auch als das “Letzte” sah. Moralmässig.
Aber vielleicht liege ich völlig falsch.
Ich werde erst Ende der Woche über das Buch schreiben.
Na ja, dann werde ich Florescus Buch kaufen.
Ich hab Wagners Buch durch.
Cést fini la comédie. Tango!
Ich muss noch nachdenken.
Erste Eindrücke:
- Bukarest mag der Autor (auch) nicht, die Levante verschluckt den “Bun simtz”. Was ich selber noch erlebt habe: Bukarest hat das ganze Land geschluckt.
- Zwischenbemerkung: Meines Wissens nach gab es kaum echte rumänische Kommunisten in der Zwischenkriegszeit, also eher Ungarn und Juden. Warum müssen die fiesesten Typen ausgerechnet Deutsche/Deutschstämmige sein? Das hat mich geärgert. Tango!
Dieses Tango! haben wir so benützt, wie Polki “Punkt!” (was mir persönlich immer gut gefällt. Punkt)
Statt Tango haben wir auch tief-Terzhoch gesungen: “Pam-Pam”, oder “Olé”, die Schlussakkorde eines Tangos. Ob man diese noch kennt in Rumänien? Aber wieviele der Leser werden das verstehen?
Noch ein Kuriosum ist mir aufgefallen: wenn man “Sarasa” Rumänisch schreibt, sind fast alle Anfangsbuchstaben der Namen aller Protagonisten vom Ende des Alphabets: Zaraza, Xenia, Ypsilon (Igrec) usw. – vielleicht ist das nur Zufall. Zaraza heißt ursprünglich “Seuche” auf Polnisch.
Vielleicht ist das ein Zufall.
Auf jeden Fall: spannend zu lesen. Nicht ganz befriedigend. Mehr darüber, wenn ich Zeit hab.
Sorry, ich dachte, Carl Gibson will hier mitmachen.
Derweil leitet er uns wieder zur Herta.
Mensch, Carl, wohin wollen Sie?
Wir wissen doch alle, es gibt kein Paradies auf Erden, auch das banatschwäbische Dorf war es nicht.
Und wenn Herta Müller darüber schrieb, dann ist das gut.
Aber ich will Sie nicht beeinflußen und bekehren!
Überhaupt, da ich Ihre Meinung über mich kenne!
Gibt es eigentlich eine Anthologie solcher “erster Sätze”?
Herr Giesser, wenn Sie von Florescus Sprache begeistert sind, ist das doch Ihr Recht.
Ich habe lediglich geschrieben, es ist zu früh, um ihn mit Marquez zu vergleichen.
Ich habe nichts dagegen, dass auch ein Rumäne in den Literatur-Olymp aufsteigt.
” Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus.” (Kommunistisches Manifest)
einer meiner Lieblings-Erst-Sätze, natürlich neben
Kafkas Prozessbeginn:
“Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne
dass er etwas Böses getan hätte,wurde er eines Morgens verhaftet.”
oder Rilkes Malte Laurids Brigge erster Satz:
“So, also hierher kommen die Leute, um zu leben,
ich würde eher meinen, es stürbe sich hier.”
Erste Sätze sind die Türöffner zu einem aufregenden
Lesevergnügen. Sie sind der Startknopf zur rechtzeitigen
Flucht in die idyllische Nische außerhalb der Mubarak-muss-weg-Tagesschau.
Es ist die überschäumende Phantasie und die sprachliche Brillanz, die mir den Marquez-Vergleich erlaubten.
Auch sollte man nicht vergessen, dass Florescu nicht in seiner Muttersprache schreibt.
Am Anfang war das Wort:
” In jedem Sturm steckt ein Teufel. In einem sommerlich flüchtigen wie auch in einem, der sich tagelang schwer aufs Land legt. Er versteckt sich vor Gott. Je ängstlicher er wird, desto kräftiger wirbelt er die Luft und die Erde auf. Doch auch auch das nützt ihm wenig. Wenn dann der Sturm draußen auf den Felder jault, wissen die Menschen, dass Gott den Teufel gefunden hat.”
(Jacob beschließt zu lieben- C.D.Florescu)
Der Feuilleton wird sein Urteil fällen, ob mein Vergleich zu hoch gegriffen war.
Ich saan noch adje, e Wuch geht`s ins Füssinger Thermalwasser, die alde Knoche ufwärme…