Herta Müller und ihre Leserunde im Banater Wald.

Vor ein paar Jahren bin ich mit meinem Smart in den Wald gefahren. Nicht auf befestigten Straßen durch den Wald, sondern wirklich direkt hinein auf unbefestigten Wegen. Ich konnte es nicht glauben, dass so etwas in Deutschland möglich wäre. Meine Verlobte hat mich nicht wirklich verstanden. Sie meinte nur in Rumänien gibt es doch zig solche “Wege” durch den Wald. Meine Antwort darauf war nur: “Was wo gibt es denn in Rumänien Wald? Bei uns im Banat war ein Wald, wenn mal mehr als zehn Bäume auf einem Haufen gestanden haben. Da gab es doch keinen richtigen Wald.”

Und jetzt werde ich schon wieder eines Besseren belehrt. Im Banat gab es doch Wald. Wald so dicht und groß, das Herta Müller sich dorthin mit zurück gezogen hat, um ihre Bücher Korrekturlesen zu lassen.

Ob die hier, hier und hier erzählten Geschichten so stimmen kann ich nicht beurteilen. Um ehrlich zu sein ich will es auch nicht. Aber auf jeden Fall bastelt Herta Müller weiter an ihrem Mythos. Was gut ist. Denn ein erfolgreicher Autor braucht nicht nur gute Geschichten für seine Bücher, sondern auch gute Geschichten über sein Leben. Ob da ab und zu etwas dazugedichtet oder weggelassen wird, ist egal.

Ich habe nur eine Bitte: Herta, hör auf das Banat und die Banater schlecht aussehen zu lassen, nur um dich besser vermarkten zu können. Das ist nicht fair. Wir dürfen zwar das Banat nicht idealisieren, aber wir dürfen auch nicht alles schlechter machen als es wirklich war.

  1. 168 Kommentare zu “Herta Müller und ihre Leserunde im Banater Wald.”

  2. Ein paar Wälder gab es schon, z. B. der Ceahla (oder so ähnlich) in Arad und die Auenwälder entlang der Flüsse. Mein Wohnort hatte zwar nur ein kleines Akazienwäldchen – zehn Bäume am Ortsrand – aber in 20 Minuten konnte man den nächstgelegenen Forst per Rad erreichen. In der „Bergsau“ bei Charlottenburg, Blumenthal – an der Straße Temeswar–Lippa – gibt es meines Wissens auch größere Waldgebiete. Leider sind viele von uns kaum raus- oder „rumgekommen“ in den 70er-Jahren; ein Ausflug in den Wald stand allenfalls am 2. Mai und 24. August auf dem Programm. So war das: wenig Freizeit, kaum Möglichkeiten für Ausflüge und nur gut zwei Wochen Urlaub – die Samstage natürlich inbegriffen. Ich schweife ab ;-)

    Von Beatrix in Apr 7, 2010 - 20:00

  3. Da mir neulich hinterbracht wurde, ich Supersvabo sei der Sudel-Ede vom Banatblog (Stichwort: DDR-Fernsehen, Eduard von Schnitzler), wofür ich danke, mache ich mal nach dem Motto “Schuster bleib bei Deinen Leisten” meiner porecla Ehre.

    Kann es sein, daß es Millersch unter dem Banater Wald das Wäldchen zwischen Perjamosch und Peszak meint; es ist ein Akazienwald (gwen?). Möglicherweise hat es Millersch, statt in Perjamosch mit ihrer Schwiegermutter über Faschiertes und Erbsenzuspeis oder Süßkrautzuspeis (meine Perjamoscher Tante konnte herrliches Faschiertes mit Erbsenzuspeis oder Hingelsbrust mit Grumbeere machen) zu diskutieren hat sie halt ihr Oktavheftl genommen und ist damit im “Banater Wald” zwischen Perjamosch und Peszak spazieren gegangen und hat halt ihr Hochliterarisches redigiert, wer weiss, vielleicht ist ja so manches köstliche Kapitel der “Niederungen” im “Banater Wald” entstanden oder bekam den letzten Schliff.

    Oder vielleicht ist ja auch die “Poiana Brasov” in der die berühmte Bahnhofshalle stand, eine Exklave des Banats und um eine Poiana ist ja auch ein Wald, also der “Banater Wald”.

    Aber die Herta-Müllerianer werden es sich schon wieder zurecht biegen und klittern und sich auf die Englische Sprache oder den berühmten Übersetzungsfehler herausreden “Forest” ist ja so ähnlich wie “Field” und vielleicht hat es Millersch ja auch was von Feld oder Field gemeint, davon hat(te) das Banat ja genügend.

    Den “Niederrungen” könnte ich ein Histörchen meines Cousins hinzufügen. Ich war in Perjamosch in den Ferien. Wir gingen in den Akazienwald. Dort gab es auch viele Krähen (Krohge) (ich glaube der Wohner Ricky beschreibt das auch in einem Buch ohne zu sagen, daß es sich um das Akazienwäldchen zw. Perjamosch und Peszak handelt) . Mein Cousin hob nun die junge Krohge aus und wir kragelten sie ab, zupften sie und wollte sie meiner Tante als Täubchen für die Mittagssuppe unterjubeln, doch da kamen wir bei der schlecht an. Einem anderen Jungen (der Wohner Ricky wars aber glaub ich bestimmt nit), ein paar Gassen weiter, haben wir sie dann als Täubchen für ein paar Lei (um die wir uns jeder ein Citro, also Limonade und ein Packen Carpati-Zigaretten im Wertshaus leisteten) angebracht. Ja ihr seht, auch in Perjamosch im “Banater Wald” trugen sich Dinge zu, die in einer größeren Banater Großgemeinde zu Niederrungen wurden.

    Von Supersvabo in Apr 7, 2010 - 20:26

  4. Ach, Leute, wie wär’s mit dem Grünen Wald (Padurea Verde) in Temeschwar? Jene Bäumeansammlung heisst dort offiziel “Wald”.

    Von alma in Apr 7, 2010 - 23:30

  5. Es gibt auch den Bücherwald. :-)

    Die “Atemschaukel” mitten drin in Berge von Bücher deren Autoren “keiner” kennt.
    Das hat weder Herta Müller noch unsere Leidensgeschichte verdient.

    Von Katharina in Apr 7, 2010 - 23:43

  6. Das mit dem Grünen Wald könnte ja stimmen.
    Im Jahr 1958 machte unser Jahrgang das Praktikum in den daneben liegenden Mechanischen Werken UMT. War nicht Jedermanns Geschmack, neben dem Werk war ein kleiner See, dorthin verzogen uns wir durch ein Loch im Zaun, einige male sogar der uns “wissebschaftlich Begleitende” Assistent.
    Das hinderte den aber nicht, unsere Praktikumshefte richtig zu interpretieren und auch streng zu benoten….

    Also ist die Geschichte schon möglich, da schwirrten die Secu´s möglicherweise nicht so dicht wie in anderen Temeschwarer Parks…

    Was die Niederungen betrifft ist die interessierte Öffentlichkeit eher shlecht informiert.

    Es heisst, die erste Ausgabe, in Rumänien, wurde zensiert.

    Nachher erschien eine unzensierte, “vollständige” Ausgabe in Deutschland.

    Jetzt erschien eine “bearbeitete”, “mit 4 Geschichten, (die wegen Zensur gestrichen waren) vervollständigte” Ausgabe der Niederungen. Die Geschichte mit dem Toten Vater endet “mit dem Aufwachen der Erzählerin aus dem Albtraum”. Wer die alte Ausgabe hat, könnte prüfen, ist das jetzt eine “Zugabe”, die alles als “geträumt” darstellen soll, also nicht wirklich?

    Und eine Frage wäre auch, wann erscheint die “allerletzt vervollständigte Ausgabe (vom BND zensiert?)”, lach?

    Von getkiss in Apr 8, 2010 - 09:49

  7. Wer die letzten 4 Geschichten(2010) gelesen
    hat, kann nur schmunzeln über die hinterwäldlerische “Nestbeschmutzer-Theorie”.

    Von Der Schwob in Apr 8, 2010 - 16:23

  8. „Wer die letzten 4 Geschichten(2010) gelesen hat, …“
    Guter Tipp – das werde ich spätestens übers Wochenende nachholen, bin gespannt auf die neuen Geschichten. 1984 las ich die im Rotbuch-Verlag(?) erschienenen „Niederungen“ (aus der Stadtbibliothek). Aus der Neuauflage habe ich die ersten Geschichten gelesen – auch die umstrittene übers Bad. Für mich – vor gut 25 Jahren wie heute – ist das nichts weiter als eine erkennbar überspitzte Geschichte. So gewollt übertrieben, dass beim Lesen keiner auf die Idee kommen dürfte, dass sich das so zugetragen hat. Erst recht nicht, dass es so gang und gäbe war. Und eine Version „Das Kind ist gebadet, ein Nächster wäscht sich noch die Füße in der Wanne“ hätte für ein Stück Prosa oder „Aufreger“ nicht gereicht.

    Von Beatrix in Apr 8, 2010 - 20:46

  9. ” Für mich – vor gut 25 Jahren wie heute – ist das nichts weiter als eine erkennbar überspitzte Geschichte. So gewollt übertrieben, dass beim Lesen keiner auf die Idee kommen dürfte, dass sich das so zugetragen hat. Erst recht nicht, dass es so gang und gäbe war.”
    Von Beatrix in Apr 8, 2010 – 20:46
    —————————————–

    ” Herta Müller schreibt, als erwache sie – in einem Reich der Grausamkeit. Denn das deutsche Dorf, es ist, mit einem Wort, die Hölle auf Erden.
    Die Höllenbewohner sind in Haß aufeinander eingeschworen, und auch die Eltern machen da keine Ausnahme….. Die Mutter kann aus dieser Geschichte nicht lernen, sie gibt die Prügel einfach an das Kind weiter und quält es mit ihren eigenen Schreckbildern. Der rohe Vater, häufig betrunken, singt vor dem bildlos flimmernden Fernsehschirm Landserlieder, bis alle spüren, “wir ertragen die anderen und uns selber nicht, und die anderen neben uns ertragen uns auch nicht”.
    Zum Kreis der Hölle gehören die allgegenwärtigen Großeltern, gefangen in Aberglauben und den Geschichten, die mit “Früher” beginnen. Die schrullig herrschsüchtige Großmutter treibt ihre Enkelin mit Ohrfeigen in den Mittagsschlaf. Der Großvater, die Taschen voller Nägel, hat noch am ehesten freundliche Züge. Die Nachbarn sind ebenso ruinierte Leute wie die anderen Dorfbewohner, die alten Männer und noch mehr die alten Frauen.”

    Aus:
    http://www.fcdelius.de/lobreden/lob_herta_mueller.html

    Der hat Herta Müller ganz gut verstanden. Das war nicht “überspitzt” das war “Wirklichkeit”.

    Und auf solch falsche Wirklichkeit reagieren die “Beschriebenen” so wie Sie eben reagierten. Ganz OHNE Securitate. Wie jeder auf Verleumdung eben reagiert, ganz natürlich: Empört.

    Von getkiss in Apr 8, 2010 - 23:09

  10. Diese „Lobrede“ kannte ich bereits – vielleicht mal das Zitat auf den Verfasser beziehen, statt Leser also V…: „.Gespensterbilder, wird der Leser eingeholt von eigenen frühen Empfindungen“.

    Von Beatrix in Apr 9, 2010 - 00:50

  11. Nur hat sich die Verfasserin nie von dieser Lobrede distanziert. Im Gegenteil, Sie besteht in der eingenommenen Position, beschimpft die Beshimpften und Verleumdeten weiterhin, undifferenziert….

    Von getkiss in Apr 9, 2010 - 07:51

  12. Ja, der Autor setzt in seiner „…rede“ auf Effekthascherei mit Begriffen aus dem Grusel-Repertoire und er hat sich dabei weit aus dem Fenster gelehnt. Da passt vieles nicht einmal im Ansatz zur Realität der Banater Dörfer von damals. Aber jeder hat seine Vorstellung von„ Provinz“, woher die kommt … bleibt offen. Die Autorin aber hat meinen vollen Respekt, besonders wegen ihrer späteren Werke. Und wegen „Atemschaukel“. Muss jetzt weg ;-)

    Von Beatrix in Apr 9, 2010 - 08:27

  13. Herta Müller zieht keine Schlüsse, schreibt keine “Kritik”, zeigt keine Dissidenten-Allüre. Sie läßt Leserinnen und Leser selber nachdenken, zum Beispiel, warum die Kollektivierung der Landwirtschaft aus den Rumänendeutschen nicht gerade aufgeklärte Menschen gemacht, sondern ihre Engstirnigkeit offenbar noch gefördert hat.

    Aus Delius,Spiegel,1984,zu Niederungen,

    Der Spiegel, lange Zeit das einzige politische,
    deutsche Blatt, beschäftigte sich in den letzten 3 Jahrzehnten kaum mit Rumänien, geschweige denn den Deutschen aus Rumänien und
    noch weniger den Banatdeutschen. Weshalb auch?
    1984 herrschte eine vergiftete Atmosphäre in der BRD, türken- und aussiedlerfeindlich. Es kam keine geistige Qualität aus Rumänien, die
    Menschen stotterten, waren traumatisiert vom
    Steinzeitkommunismus.

    Delius konnte vieles nicht wissen, was auf der
    anderen Seite des Eisernen Vorhangs vor sich ging.Er wußte nichts von der Pseudo-Liberalisierung der 70er Jahre, der NBZ, den guten deutschen Schulen, dem Deutschen Staatstheater in Temeschwor, alles langsam in den 70ern gedeihend, den Brauchtumsfesten auf den
    Dörfern, den üppigen Hochzeiten, den “Chefs” mit deutschen und internationalen Schlagern,
    dem Ausleben des Deutschtums im Banat. Davon
    wissen nur die Protagonsten selbst, sonst niemand.Im Westen wurde so gut wie nie darüber
    berichtet.In den Museen ist nichts davon zu sehen. Diese “Beweisstücke” gibt´s nur in den Köpfen von Banater Schwaben. Sie sind unser
    geheimer Code.
    Auf die Frage, wer sind die Banater Schwaben,
    könnte man also folgendermaßen antworten:
    Menschen aus dem historischen Banat, die einen
    geheimen(für den Westen) Code besitzen.

    Von Der Schwob in Apr 9, 2010 - 12:11

  14. “Delius konnte vieles nicht wissen, was auf der
    anderen Seite des Eisernen Vorhangs vor sich ging.Er wußte nichts…”
    Von Der Schwob in Apr 9, 2010 – 12:11
    und die Fortsetzung müsste heissen:
    …aber hatte zu all dem eine “Meinung”.
    Das hat Herta Müller nicht geklärt.
    “Herta Müller zieht keine Schlüsse, schreibt keine “Kritik””?
    Da hast wohl Ihre Statements nicht gelesen…

    Von getkiss in Apr 9, 2010 - 14:15

  15. “Menschen aus dem historischen Banat, die einen
    geheimen (für den Westen) Code besitzen.”
    Von Der Schwob in Apr 9, 2010 – 12:11

    Darüber grüble ich auch schon seit einiger Zeit und es freut mich, dass Sie das angesprochen haben, Der Schwob. Den Code wird so rasch niemand knacken, denn wir sind erst dabei, die diversen Parameter zusammenzutragen. Wenn dann alles da ist, dann müssen diese auch noch richtig aufgestellt werden, um einen Sinn zu ergeben.

    Von alma in Apr 9, 2010 - 23:51

  16. alma, will jemand den Code knacken?

    Von Katharina in Apr 10, 2010 - 00:20

  17. Gute Frage, Katharina, sehr gute sogar. Ich denke mal, dass die Anzahl derer, die das verhindern wollen, viel größer ist als die Anzahl derer, die nichts Besseres zu tun haben, als sich damit zu beschäftigen. Die Zeit ist noch (immer) nicht reif, aber Herr Herodes soll sich mal nichts vormachen…

    Von alma in Apr 11, 2010 - 00:44

  18. Der böse Herodes…

    Von Katharina in Apr 11, 2010 - 01:45

  19. “Herta Müller zieht keine Schlüsse, schreibt keine “Kritik””?
    Da hast wohl Ihre Statements nicht gelesen…

    Von getkiss in Apr 9, 2010 – 14:15
    Hallo Getkiss,
    ich habe schon einige Statements von HM in Erfahrung gebracht. Insbesondere 1984 scheinen
    sie nicht von ihr persönlich zu sein, sondern
    in den Mund gelegt.

    Auf der anderen Seite – und diese Seite der
    Medaille ist genauso wichtig- kenne ich Aussagen von Nitzkydorfern, die sich für das
    Verhalten ihrer Dorfbewohner HM und insbesondere ihrer Mutter gegenüber buchstäblich schämen. Hass-Liebe ist seitdem
    das vorherrschende Gefühl. Wir würden auch nicht anders reagieren. Der Hang zu pauschalen
    Verurteilungen scheint eine banatschwäbische
    Eigenart zu sein. Die Größe, zu vergeben, müssen
    wir alle noch lernen, vielleicht in der 2. oder 3.Generation.

    Von Der Schwob in Apr 12, 2010 - 12:41

  20. Tja, Alma, wie sind nun unsere Schwoweleit, aus
    der Brille von 2010 gesehen?
    Sind sie aufgeklärt oder nicht?
    Delius stellt 1984 die These auf, die Aufklärung
    wäre an uns vorbeigezogen.
    Dazu muss man bemerken, dass deutsche Journalisten in ihrer Arroganz oft übersehen, dass die Aufklärung als geistige Bewegung in Zentraleuropa 100 Jahre später einsetzte als
    in GB,F oder den Niederlanden. Kant, “der Mann
    mit Migrationshintergrund”, bekam Ende des 18.Jh.von der preussischen Nomenklatura einen
    Maulkorb aufgesetzt. Viele Historiker sehen in der verspäteten “deutschen Aufklärung” im Vergleich zu den anderen Großmächten Europas
    die Ursache für die katastrophalen Entwicklungen im 20.Jh.
    Insofern muss ich Getkiss recht geben in seiner
    Kritik an Delius. Aber die Frage bleibt: Sind die Banater Schwaben aufgeklärte Bürger?

    Von Der Schwob in Apr 12, 2010 - 12:55

  21. Die Banater Schwaben sind für mich – und ich hoffe aus der Sicht der meisten – selbstverständlich aufgeklärte Bürger. Es ist die hausbackene Biedermeier-Epoche mit ihren Dekos, Mätzchen und Ritualen, die das Banat nicht beeinflusst hat. Das konnten/können wir doch verkraften ;-) wobei – jeder soll nach seiner Façon glücklich werden.

    Von Beatrix in Apr 12, 2010 - 21:02

  22. Korrektur: von der das Banat nicht beeinflusst wurde.

    Von Beatrix in Apr 12, 2010 - 21:21

  23. “Tja, Alma, wie sind nun unsere Schwoweleit, aus
    der Brille von 2010 gesehen? Sind sie aufgeklärt oder nicht?”

    Das waren bereiste Menschen, Der Schwob.
    Ein Detail, das man nicht außer Acht lassen sollte. ;-)

    Wenn ich aber sowas höre: “Viele Historiker sehen in der verspäteten “deutschen Aufklärung” im Vergleich zu den anderen Großmächten Europas
    die Ursache für die katastrophalen Entwicklungen im 20.Jh.”, dann wird es mir übel. Bei uns in den Dörfern hieß es, dass die Anwälte die übelste Berufskategorie bilden – das aber nur, weil sie keine Historiker kannten, meine ich.

    Von alma in Apr 12, 2010 - 23:22

  24. Wo sind sie hingereist, Alma, von Gottlob nach Lowrin und zurück, oder nach Temeschwor?

    Von Der Schwob in Apr 13, 2010 - 09:28

  25. Nee, Der Schwob, die Männer sind im Krieg durch Europa gereist, manche haben sich sogar für längere Zeit in England aufgehalten… Die Frauen haben währenddessen die Ukraine besucht und später haben sich diese Ehepaare den schönen S-O der Walachei näher angeschaut. Wenn das nichts ist?!

    Von alma in Apr 13, 2010 - 20:42

  26. So gesehen sind unsere Schwaben wirklich weitgereist.
    Mein Großvater war in Italien im ersten Weltkrieg.
    Aber sein Wissen über Italien und die Italiener
    war nicht besonders.
    Reich an Erfahrungen waren die Schwaben durch alles was ihnen widerfahren ist.
    Aufgeklärt bedeutet nicht nur erfahren sein.
    Wenn man die Leistung unserer Schwaben betrachtet,erübrigt sich die Frage nach Aufklärung.

    Von Katharina in Apr 13, 2010 - 22:20

  27. Natürlich sind die Banater Schwaben erfahren und auch aufgeklärt. Ihre Bodenhaftung und ihr Vermögen, sich an die schwierige Lebenssituationen anzupassen, ist Fakt. Wenn sie auch oft einen Umweg gehen mussten und ihre Arbeit in Schuften ausgeartet ist, so haben sie dennoch nie ihr Ziel aus den Augen verloren. Was sie meines Erachtens chrakterisiert, ist eine große Portion Pragmatismus.

    Von Nicki in Apr 13, 2010 - 23:49

  28. Dass die Banater Schwaben hart im Nehmen sind
    bzw.anpassungsfähig, wissen wir seit Herta Müllers Atemschaukel. Dass wir gegenüber den
    Rumänen den Kürzeren zogen spätestens seit dem
    Exodus.
    Viele deutsche Meinungsbildner vertreten die
    These(siehe Delius), dass die BS im 19.Jh. wenig
    mit der westeuropäischen Aufklärung zu tun hatten, im II WK eher Hitlers Kanonenfutter waren
    und danach Versuchskaninchen des rumänischen
    Kommunismus. Ein Parteiensystem, wie es die Westdeutschen nach 1949 kennen, kannten die BS
    bis zum Exodus nicht.
    Vielmehr glänzen sie durch Frömmigkeit, siehe
    letzte Ausgabe der Banater Post.

    Von Der Schwob in Apr 14, 2010 - 10:17

  29. Liebe Alma, dass die Deportationen ins Banater
    bzw. rumänische Ausland einen physischen und
    geistigen Aderlass bedeuteten, von dem heute
    noch einige traumatisiert sind, ist unstrittig
    und stets in unserer Erinnerung.

    Es stellt sich nach wie vor die Frage, ob
    Banater Schwaben Brauchtumsfeste ohne Kirche zu feiern imstande sind,fähig, Brauchtum und Kirche zu trennen. Aufklärung bedeutet in diesem Fall die Fähigkeit zu trennen.

    Von Der Schwob in Apr 14, 2010 - 10:39

  30. Warum trennen? Der Pacha und andere leideten im Kommunistischen Gefängniss.
    Für wenn und warum? Weil Sie den geknechteten Landsleuten halfen?
    Wohnten wir im Banat nicht schon immer rund um unsere Kirchen und lebten mit ihr?

    Wer war unser Zusammenhalt im Kommunismus,
    die damals “jungen Schriftsteller, die sich dem (West-)Deutschen Literaturkreis zugehörig” und von den “rückständigen” Landsleuten nix wissen wollten? Auch heute noch?

    Und zu was unser Schwob fähig ist, außer unbegründeter Kritik (hier zu lesen), haben wir noch nicht erfahren. Was will Er als Ersatz für die Trennung von Kirche und Brauchtum?
    Hipp-Hopp, oder was für “Zeitgemäßes”?

    Von getkiss in Apr 14, 2010 - 11:15

  31. Wie soll man Kirchweih von Kirche trennen?
    Ein Beispiel nur.

    Von Katharina in Apr 14, 2010 - 11:23

  32. Wer nicht trennen kann, ist nicht zeitgemäss.
    Sprichwörtlich die Kirche im Dorf lassen oder
    in den vier Wänden. Die Banater Schwaben sind
    keine Dorfbewohner mehr, auch ihre Kinder nicht.

    Die Zeiten haben sich längst geändert. Wer in der
    Pacha-Zeit lebt, ist überholt. Wir leben nicht mehr in Rumänien und gehen nicht mehr dorthin zurück.

    Von Der Schwob in Apr 14, 2010 - 14:54

  33. Hallo ,,Der Schwob”So ein Schmarrn.Bin ich nicht zeitgemäss wenn ich mit dem Kirchweihzug in die Kirche hier in Deutschland marschiere? Sind Sie auch einer von denen die so etwas in ihren Kreisverbänden nicht dulden,so etwas soll es ja auch schon gegeben haben.Warum überhaupt trennen? Kirchweih ohne Kirche?Ja wo kommen Sie den überhaupt her?Haben Sie ein Kirchweihfest überhaupt schon erlebt hier in unserer neuen Heimat? Wahrscheinlich nicht,sonst würden Sie so ein dummes Zeug hier nicht schreiben.

    Von Vetter Michl in Apr 14, 2010 - 21:56

  34. Genau, der Schwob. Wer nicht trennen kann ist nicht zeitgemäß. Darum trenne ich im Haushalt den ganzen Müll, den mir die Industrie mit dem ganz normalen Lebensbedarf mitliefert. Wöchentlich, für 2 Personen, außer dem normalen Hausmüll, der zum Kompost kommt, cca 30 Liter Kunststoff und nochmal 30 Liter Papier. Ich schreibe Liter weil ich zu faul bin das ganze zu wiegen.
    Die Flaschen für den Wein kommen dazu. Die werden getrennt in grün, weiß, braun.
    Den Unsinn der damit passiert kennen wir alle.
    Du auch. Hut ab, Du bist ja “Zeitgemäß”.

    Die Institution Kirche gehört zu unserer Vergangenheit dazu. Es gibt Leute, die trennen oder trennten sich davon. Bitteschön, freie Entscheidung – oder der Grund war einfach nur der Mammon, die Steuerersparniss. Jedermanns Sache.
    Das heisst aber lange nicht, ich MUSS hinter denen in das Wasser springen.
    Bischof Pacha und viele andere Bischöfe und Päpste sind tot. Die Kirche ist noch immer da. Ich habe sie hier wiedergefunden, nicht nur meine aus Billed, gleich mehrere.
    Und das ist gut so.

    Von getkiss in Apr 14, 2010 - 23:04

  35. Ich weiß nicht, ob sie sehr gläubig waren aber ich weiß, was sie nicht waren, Der Schwob. Sie waren nicht bigott. Sie haben sich geschtrippt und sind dann, im Sonntagsanzug, in die Kirche gegangen. Dort war es schön und die Worte, die sie dort hörten, waren gut. Dort haben sie sich alle wiedergesehen, nach einer Woche, in der jeder für sich auf seinem Feld geschuftet hat. Diese Ordnung war ihre Religion. Mehr Zeit um über Gott und die Welt zu grübeln hatten nur die alten Weiber, wenn überhaupt.

    Von alma in Apr 14, 2010 - 23:54

  36. Das Verhältnis der Banater Schwaben zu ihrer Kirche, zu ihrer Religion ist meiner Meinung nach nicht so leicht zu beschreiben, denn da spielte sich viel im Verborgenen ab. Bewusste Gottes- oder Kirchenhasser gab es im Banat fast nie, auch in den Städten nicht. Sicher war vieles in Traditionen gekleidet, nicht mehr hinterfragt, aber war es denn so schlimm? Das meiste Brauchtum der Banater Schwaben war kirchlich geprägt, das war den Kommunisten ein Dorn im Auge. Schon die Kämpfe der Jugend vergessen, die trotz Schikanen an der Kirchweih in Tracht, mit dem Strauß, mit der Blasmusik in die Kirche sind? Auch in der Stadt. Das ist alles Teil von uns, es lebt in uns fort, mein lieber Schwob. Nimm es an, es ist auch dein Erbe.

    Von Jakob in Apr 15, 2010 - 00:28

  37. Für alle Nicht-Aufgeklärten in der Sache HM:
    alles in München, Literaturhaus:

    22.04.19.30 Eröffnung der Ausstellung “Der kalte Schmuck des Lebens” mit dem Kerweihmädel
    höchstpersönlich

    Dauer der Ausstellung in MUC: 23.04-20.06.2010,
    Di-Fr. 11-19 Uhr, Sa.,So. 10-18.00

    6.5.2010,18.00 Führung d.d.Ausst.durch
    Ernest Wichner
    20.00 Aktionsgruppe Banat, Gespräche mit
    Lippet,Ortinau,Totok,Wagner


    Wenn das nichts ist.
    Gruezi

    Von Der Schwob in Apr 19, 2010 – 16:27
    —————————————–
    Dazu steht im Programm de Literaturhauses:
    “Das Werk Herta Müllers ist literarische Landkarte, Zeitgeschichte und Autobiographie gleichermaßen. Die große, ihr gewidmete Ausstellung zeichnet den Weg der Autorin vom rumänischen Nitzkydorf bis zur Verleihung des Literaturnobelpreises im Jahr 2009 in Stockholm nach. Herta Müller eröffnet die Ausstellung zusammen mit dem Kurator Ernest Wichner und liest Auszüge aus dem 1982 in Bukarest erschienenen, aber erst jetzt in der ursprünglichen Fassung edierten Prosaband Niederungen (Carl Hanser Verlag) und anderen Texten, von den literarischen Anfängen bis in die Gegenwart.”

    Ist dies nun “endlich” die Antwort auf die Fragen von Carl Gibson, der schon lange ein Curriculum Vitae von Müller verlangte?

    Der Titel der Lesung der anderen Autoren:
    “Wir Wegbereiter”
    soll wohl suggerieren, Sie haben den Weg Herta Müllers vorbereitet.

    Das Programm scheint diesmal rein literarisch orientiert zu sein. Die Securitate-Problematik ist diesmal nicht unter den angekündigten Themen.

    Ist die Sache mit Fassel nun eingeschlafen, nach seinem Dementi?

    Wir wissen es nicht und warten auf neues…..

    Leider ist die Lesung von H.Müller schon längst ausgebucht…

    Von getkiss in Apr 21, 2010 - 09:48

  38. Lieber Jakob,ich respektiere den Glauben eines
    jeden Menschen, auch der Juden, Moslems usw.,
    aber in den vier Wänden.
    Ich habe nur ein Problem mit der Zurschaustellung
    der Religion in Verbindung mit unseren raren
    Auftritten in der bundesrep.Öffentlichkeit.

    Selbst die Bavaresen haben nur ein müdes Lächeln
    für unsere Auftritte, weil wir die Kirche nicht
    im Dorf lassen können. Für die Bavaresen sind
    Banater Schwaben fleißige, unterwürfige,
    gottesfürchtige, archaische, traumatisierte
    Zeitgenossen.

    Sind wir das wirklich?
    Wollen wir das sein?
    Ist das zeitgemäß?

    Aufgeklärt heißt frei sein, befreit aus der
    selbstverschuldeten Unmündigkeit.
    Nur auf einem aufgeklärten Boden kann die nächste Generation sich in D Respekt verschaffen.Das ist meine These.

    Vetter Michl, Kraftsprüche helfen nicht weiter.
    Eine Kerweih in D muss man symbolisch interpretieren. Oder willst mir weismachen,
    dass ein halbes Jahresgehalt-wie in Rum.-
    investierst?
    Kerweih ohne Kirche funktioniert vorzüglich,
    unterschätzt unsere 70 und 80jährigen nicht!
    Die sind froh, wenn das Niveau steigt, wenn man
    uns positiv wahrnimmt.
    Die Kirche bzw. der Glaube gehört in die
    Privatsphäre.

    Seht euch als Letztes die CSU an. Wer dort nicht messerscharf zwischen Politik und Kirche
    trennen kann, hat in den höheren CSU-Etagen nichts verloren. Nur in den unteren Regionen
    wird alles vermengt, so wie auch viele Landsleute das empfinden. Dies ist übrigens
    einer der Gründe, weshalb politisch ambitionierte Schwoweleit stagnieren.

    Von Der Schwob in Apr 21, 2010 - 11:09

  39. Der Titel der Lesung der anderen Autoren:
    “Wir Wegbereiter”
    soll wohl suggerieren, Sie haben den Weg Herta Müllers vorbereitet.

    Das Programm scheint diesmal rein literarisch orientiert zu sein. Die Securitate-Problematik ist diesmal nicht unter den angekündigten Themen.

    Natürlich, Getkiss, haben die Musketiere den
    Weg HM beeinflußt.Der Rädelsführer der Aktionsgruppe Banat war immerhin unser Wohner
    Richard. Und für HM noch ein bisschen mehr.

    Was das literarische Genie HM anbelangt, bin
    ich der festen Überzeugung, dass sie es auch
    ohne Aktionsgruppe, ohne Pastior usw. geschafft
    hätte. Es werden noch gute Romane folgen und
    HM wird in D eine Volksheldin. Sie wird auch von Hausfrauen gelesen werden.

    So wie ich HM wahrnehme, wird sie in München
    versuchen, rein literarisch zu bleiben. Sollten
    jedoch Schwaben oder Sachsen zugegen sein, wird
    die Angelegenheit nicht literarisch bleiben.

    Von Der Schwob in Apr 21, 2010 - 11:30

  40. Der Schwob,Kerweih ohne Kirche? Funktioniert vorzüglich? Wo? Das Wort,, Kirchweih” sagt doch alles.Was heißt wir sollen die 70 oder 80 jährigen nicht unterschätzen? Also wenn wir nicht in die Kirche marschieren steigt unser Niveau und wir werden positiv wahrgenommen.Also da fällt mir nichts mehr ein.

    Von Vetter Michl in Apr 21, 2010 - 21:35

  41. http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/kultur/regionale-kultur_artikel,-Der-Tuebinger-Horst-Fassel-dem-Herta-Mueller-eine-Naehe-zur-Securitate-andichtet-antwortet-_arid,98597.html

    Herr Fassel entlastet sich.

    Von Katharina in Apr 22, 2010 - 18:11

  42. Ja natürlich funktioniert Kerweih ohne Kirche. Die meisten Banater Schwaben hatten es ohnehin nicht so mit der Kirche. Das einzige kirchliche an der Kerweih war die Sonntagsmesse an Kerweihsonntag. Nicht mehr und nicht weniger. Selbst die Wallfahrt nach Maria Radna war eher eine Huldigung an die Gemeinschaft. Tiefe Religiösität auf dem Weg nach Radna habe ich nie verspürt. Es war für junge und auch gerade für die alten Weiber Gelegenheit mal aus dem Darf rauszukommen.

    Die Kommunisten brauchten sich wirklich keine Mühe machen an der Kerweih die Kirche als Institution oder Religion auszumanövrieren. Den Schreiberinnen von oben ist zuzustimmen. Die Schwaben ließen die Kirche im Dorf. Wenige waren bigott. Das war jedenfalls gut in Rumänien. Die Kirche konnte die Leute nicht so verblenden und verblöden, wie es vor allem heute noch in südlichen Bundesländern (Stichwort Patrona Bavariae) der Fall ist. Auch die Pfarrer blieben dort mehr auf dem Boden und rissen das Maul nicht so weit auf. Es ist schockierend wie sehr die Pfarrer in Deutschland sich in Dinge einmischen von denen sie rein natürlich (Ehe, Sexualität usw.) nicht verstehen können.

    Von Trierer Schwob in Apr 22, 2010 - 19:26

  43. http://www.br-online.de/bayern2/herta-mueller-literaturhaus-muenchen-ausstellung-ID1271949455149.xml

    Von Beatrix in Apr 22, 2010 - 22:12

  44. Danke Katharina für den Link.

    Die Argumente Fassels sind klar und verständlich. Bin neugierig ob da noch was kommt…

    Von getkiss in Apr 23, 2010 - 00:26

  45. Ich finde Fassels Antwort vernünftig.
    Die Gegenseite wird sich äussern…

    Danke Beatrix für den Link. Habe bereits den Besuch der Ausstellung geplant.

    Von Katharina in Apr 23, 2010 - 05:17

  46. Wie soll das gehen? Kirchweih (Kehrweih, Kerb, oder wie auch immer) ohne Kirche?
    Eher geht Banat ohne Schwaben.

    Von Durlacher in Apr 23, 2010 - 12:28

  47. Eher geht Banat ohne Schwaben.

    Von Durlacher in Apr 23, 2010 – 12:28
    —————————————-
    Aha. Aber das ist nix neues, das im Banat kaum noch Schwaben sind.
    Kerweih gibt´s noch. Ab und zu. Aber meist ohne Schwaben, es sind andere dabei, die so tun, als wären Sie Schwaben. Warum wohl?

    Und wenn in diesem Fall keine Kirche dabei ist, ist´s eigentlich Wurscht. Der (unbekannte) Zweck “heiligt” die Mittel: Fass, Strauß, etc.

    Das wäre dann die Kerweih von unserem Schwob?

    Nein. Danke.

    Von getkiss in Apr 24, 2010 - 01:12

  48. “Das wäre dann die Kerweih von unserem Schwob?”

    Eben, nein, danke.

    Von Durlacher in Apr 24, 2010 - 09:00

  49. Mal zurück zu “Leserunde”. War jemand von Euch im Literaturhaus dabei? Gibt´s irgendwo ein Bericht darüber?

    Von getkiss in Apr 25, 2010 - 08:11

  50. Doch. etwas ist jetzt im Netz:

    http://www.literaturhaus-muenchen.de/programm/veranstaltung.asp?ID=7634

    Von getkiss in Apr 25, 2010 - 08:18

  51. Danke, getkiss, für den Link.
    Ich war leider nicht dabei und das ist jetzt auch recht wenig…Ich war nämlich neugierig, was Herta Müller unter Heimweh versteht.
    Herta Müller muß privat gewohnt haben, ein Internatkind war nicht frei, den letzten Zug zu nehmen…Es war vielleicht eher Einsamkeit, die sie zum letzten Zug trieb…eine gewisse Leere, die später durch Freunde und Bücher sich auflösen wird.
    Das mit der Kleidung hat mich als Schulkind immer beschäftigt.
    Wenn ich ab und zu aufs Dorf rausfuhr und irgendein unmodisches Kleidungsstück im Schaufenster des Dorfladens sah, dann fragte ich mich, ob Dörfler kein Recht auf schönere Kleider haben, ich konnte nicht glauben, dass eine Frau (oder auch ein Mann) keine andere Wünsche hat, als diese häßlichen Fetzen, die dort hinter der Glasscheibe verstaubten.
    Ich fragte die Leute nicht und versuchte mir selbst eine Antwort zu geben.
    Zum Beispiel, dass man zu lange auf dem Feld bleibt und dann müde zu Hause weiter macht, man keine schöne Kleider braucht, weil man nicht auf den Corso geht…
    Diese Antwort beruhigte mich auch nicht lange.
    Ich kannte das Wort Diskriminierung vielleicht noch nicht, aber das Gefühl, dass man Dörfler ungleich behandelt, war da.
    Nur hatten auch Dorfmädchen schöne Kleidung für den Sonntag und die Feste…Man hatte Verwandte im Ausland oder fuhr in die Stadt.
    Als Erwachsene wußte ich, man beschränkte sich nicht auf diesen Dorfladen.
    Wir, die noch lange in Rumänien leben wollten oder mußten, wissen, wie auch die Läden in der Stadt immer trostloser wurden.
    Und irgendwie war der Mensch auf dem Dorf jetzt der Sieger, weil er als Selbstversorger unabhängiger war.

    Aber es ging ja um Heimweh und dem Asphalt nicht gewachsen…da hätte ich schon mehr hören wollen…
    Vielleicht finden wir noch einiges im Netz.

    Von Katharina in Apr 25, 2010 - 11:17

  52. Worte von Herta Müller. ” Eigentlich schreibe ich nicht gern. Nur Idioten schreiben gern. Aber ich bin davon besessen.”

    Da bin ich selbst aber nicht überzeugt.
    Nicht alle, die gern schreiben, sind Idioten.
    Idioten können vielleicht auch viel schreiben, aber sie können vielleicht sich auch destruktiv verhalten und Schreibende niedermachen.
    Man kann besessen vom Schreiben sein, aber das sagt nichts über die Qualität der geschriebenen Texte aus.
    Und ein Mensch, der nicht gerne schreibt,ist auch wie der Schreibende: entweder oder.
    Klug oder Idiot.
    Nichts im Leben ist so begrenzt oder eindeutig.
    Es gibt immer ein weites Feld.
    Auch was die Liebe zum Schreiben anbelangt.

    Von Katharina in Apr 25, 2010 - 12:43

  53. Grazie Getkiss für den Link.
    Beide Beiträge(Asphalt und Heimweh)untermauern
    doch nur die Kerweihmädel-Theorie.
    1968-70 war HM im Josephstädter Lyzeum Nr.10.
    Gab es da ein Internat wie im späteren Lenau?

    Die Lenau-Internatler waren aufgeweckte Zeitgenossen. Sei beteiligten sich sehr intensiv
    an den Stadt-Aktivitäten, waren häufig in den
    städtischen Cliquen, luden Städter zu Festen auf den Dörfern ein. Aber Samstag Nachmittag konnte sie keiner halten, wenn es nach Hause ging. Derhem is derhem. Man konnte das Schunkefleisch nicht mit der Kantinenkost vergleichen.
    In den Sommerferien ging es bis zu einem bestimmter Alter zumindest in den 70ern am Lande schöner zu als in der Stadt.
    Temeschwor im Sommer war nichts Besonderes.

    Von Der Schwob in Apr 25, 2010 - 23:35

  54. Ich habe mal deine Dummheiten gelesen……… Trierer Schwob

    OK ist deine Meinung meine nicht!

    Kirchweih ohne Kirche? geht nicht Schwob von Trier.

    Und die Südländer sind auch nicht pleeder wie DU !!

    Wenn DU nach Maria Radna wie ein Ochse maschiert bist……….Dann ist es ja deine Sache, warum die, dich nicht vor den Ochsenkaren gespannt haben, dies ist jetzt meine Frage?
    Gruss an alle Polki…..Er lebt noch!

    Von Anonymous in Apr 27, 2010 - 13:20

  55. Lieber Anonymus,
    fahr mal nach Italien, ins vermeintlich katholische Land an Ostern, oder in die Schweiz.
    Dann wirst Du festtellen, dass es die Oberkatholiken gar nicht mehr so genau nehmen mit
    vermeintlich wichtigen Kirchenfeiertagen. Karfreitag und Ostermontag sind in diesen Staaten
    keine Feiertage mehr, das Osterwochenende ist
    ein ganz normales WE, in den Geschäften, in den
    Medien merkt kein Mensch, dass “Ostern” ist.
    Und das ist gut so.

    Im Übrigen bin ich ein großer Bewunderer der
    neuen, niedersächsischen Sozialministerin(CDU)
    sowie der EU-Verfassung, in der das Wort Gott
    und dergleichen nicht vorkommt.

    Von Der Schwob in Apr 28, 2010 - 10:38

  56. Wenn unsere Schwoweleit wirklich so fromm sind,
    wie einige hier in den Raum stellen, weshalb gehen sie dann nicht auf die Barrikaden in diesen Tagen, wo die Kirchen weltweit so unter
    Beschuss sind?

    Von Der Schwob in Apr 28, 2010 - 10:46

  57. Frau Özkan fordert das Verbot des Kruzifix in den Schulen und dann rudert sie wieder zurück.
    Was nun?
    Entweder bin ich gegen das Kreuz in der Schule und bleibe bei meinem Standpunkt oder ich tue alles, was meiner Karriere förderlich ist.
    Ehrlich ist das nicht.
    Ich bin keine Atheistin, laufe aber auch nicht regelmässig zur Kommunion, weil das gegen meine persönliche Anschauung wäre.
    Das mit dem Kruzifix in den Klassenräumen ist genau genommen eine Heuchelei.
    Was ist genau Sinn und Zweck des Kreuzes?
    In einem demokratischen Land sollte Religion privat bleiben.

    Von Katharina in Apr 28, 2010 - 11:27

  58. Es sieht so aus, als ob Frau ö. das Kopftuchverbot an Schulen bringen wollte und es mit dem Kruzifix-Verbot zusammen verpackt hatte, um ein Argument zu haben (Trennung von Kirche und Staat, bzw. staatl. Schulen).
    Ungeschickt.
    Nun ist alles am Kruzifix hängen geblieben…

    Von Durlacher in Apr 28, 2010 - 14:18

  59. #

    Wenn unsere Schwoweleit wirklich so fromm sind,
    wie einige hier in den Raum stellen, weshalb gehen sie dann nicht auf die Barrikaden in diesen Tagen, wo die Kirchen weltweit so unter
    Beschuss sind?

    Von Der Schwob in Apr 28, 2010 – 10:46

    Nur keine Panik.Die Kirche hat immer alles überstanden.
    Barrikaden?Gegen wen?

    Von seppy in Apr 28, 2010 - 20:43

  60. Hallo Der Schwob,die Oberkatholiken in Italien nehmen es nicht so ernst mit Ostern…Das ist eine glatte Lüge.Ich kann da etwas anderes behaupten.Meinetwegen kannst Du auch ein ganz grosser bewunderer der sächsischen Soziaministerin bleiben.Aber erspare uns hier Deine hirnrißigen Kommentare,die glaubt Dir eh keiner.Machst Dich bloss lächerlich.

    Von Vetter Michl in Apr 28, 2010 - 22:13

  61. Barrikaden?Gegen wen?

    Von seppy in Apr 28, 2010 – 20:43
    ————————————–
    Gegen die paar wichtigtuende Journalisten, die alte Geschichten aufwärmen?

    Von getkiss in Apr 28, 2010 - 22:18

  62. #

    Barrikaden?Gegen wen?

    Von seppy in Apr 28, 2010 – 20:43
    ————————————–
    Gegen die paar wichtigtuende Journalisten, die alte Geschichten aufwärmen?

    Von getkiss in Apr 28, 2010 – 22:18

    ..pack mers an….

    Von seppy in Apr 29, 2010 - 19:35

  63. Bestimmt hat es sich hier schon herumgesprochen, trotzdem der Link:
    http://www.bz-berlin.de/kultur/verdienstkreuz-fuer-herta-mueller-article826773.html

    Von Beatrix in Mai 2, 2010 - 21:14

  64. Auch bei einem Menschen, den ich mag, stelle ich mir Fragen. Vielleicht gerade weil ich ihn mag.
    Übertreibt man mit Herta Müller nicht?
    Auszeichnungen über Auszeichnungen.
    Das erinnert mich jetzt an Personenkult.

    Von Katharina in Mai 3, 2010 - 11:28

  65. Der verlogene Alltag eines Überwachungsstaates
    Stadtbücherei: Markéta Hájková-Barth stellte die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller vor / Gemeinschaftsveranstaltung von Bücherei, VHS und Buchhandlung Kieser

    Der verlogene Alltag eines Überwachungsstaates

    Ich zitiere:

    “sondern auch ein Deutschtum, das nur nach außen hin auf Tugenden wie Ordnung und Fleiß aufgebaut ist, in Wirklichkeit aber von der “Tracht im Gehirn”, von Strenge, Unmoralität, Inzest und Alkoholismus geprägt ist”

    Nachzulesen in der Schwetzinger Zeitung vom 3.Mai 2010.

    Von Katharina in Mai 3, 2010 - 13:29

  66. Reflexartig Deutschtum im Munde führen und niedermachen mit den Klischees aus der Gruselkiste – 10 Euro Eintritt – Fremdschämen für die Zuhörer inklusive.

    Von Beatrix in Mai 3, 2010 - 19:32

  67. Warum sind eigentlich so viele Besucher aus dem Westen, Brieffreundinnen aus der DDR, usw. usf. ab den 60er- und in den 70er-Jahren so oft und gern zu uns gekommen, haben ihre Ferien bei uns verbracht? Weil unsere Landsleute im Banat – wie ich finde – gastfreundlich, an vielem interessiert und auch weltoffen waren.

    Von Beatrix in Mai 3, 2010 - 19:48

  68. Der von Katharina erwähnte Artikel ist zu finden unter:

    http://www.morgenweb.de/region/schwetzingen/20100503_srv0000005769842.html

    Von getkiss in Mai 3, 2010 - 20:12

  69. Fragt sich: Warum wurde der oben zitierte Schmarrn der „Expertin“ im Artikel veröffentlicht, wenn im letzten Absatz des Artikels Folgendes steht:

    „Leider ist die Referentin zu wenig auf die Tatsache eingegangen, dass Herta Müller nicht wegen ihrer Thematik so einmalig ist, sondern in erster Reihe wegen ihrer unverwechselbaren Sprache, voll lyrischer Intensität…. Ihre Romane sind keiner historischen Dokumentation verpflichtet, sie beschreiben nicht den Alptraum, der Leser wird, dank eines dichten sprachlichen Motivnetzes, in den Alptraum hineinversetzt….Schwetzinger Zeitung 03. Mai 2010“

    Von Beatrix in Mai 3, 2010 - 21:12

  70. ….weitere hohe Auszeichnung für Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller: Bundespräsident Horst Köhler hat ihr am 6. Mai im Schloss Bellevue das Große Verdienstkreuz mit Stern überreicht.

    Ehre, wem Ehre gebührt!

    Von Anneliese in Mai 21, 2010 - 22:22

  71. Fast in der “Architektur und Wohnen” übersehen.
    Die Berliner Agentur Dr.Nice bietet 40 Wortbilder von Herta Müller an.
    Im Maxiformat als Poster oder Tapete.
    Ab 39.90 €.

    Von Katharina in Mai 23, 2010 - 21:21

  72. Beatrix………Die Deutschen sind geschokt das andere Kulturen beser Deutsch kennen wie sie, in ihrem eigenem Land. Da ihre Schulen vor moderner dumheit platzen………….

    Da kommt eine HM die im Banat Schiller, Goethe usw gelernt hat und die moderne Literatur in den Schaten stellt.

    Hertas Schreibstill ähnelt den grossen Deutschen Dichter. Man muss sich nur die Rechtschreibreform anschauen und dann weiß man was in Deutland los ist.

    Von Polkakeenich in Mai 24, 2010 - 16:28

  73. Ich wage jetzt die Behauptung, wäre Herta Müller hier geboren und aufgewachsen, sie wäre nie diese Schriftstellerin geworden, die sie nunmal ist.

    Von Katharina in Mai 24, 2010 - 18:05

  74. Ab und zu eine halbe Stunde “Banatblog” lesen -und schon vergeht mir das Heimweh.

    Da bekommt die Frage, warum uns das Schicksal wohl über die ganze Welt verstreut hat, sofort eine Antwort:
    “Damit wir uns besser aus dem Weg gehen können!”

    Von Desillusio in Mai 28, 2010 - 06:41

  75. Ich wage jetzt die Behauptung, wäre Herta Müller hier geboren und aufgewachsen, sie wäre nie diese Schriftstellerin geworden, die sie nunmal ist.

    Von Katharina in Mai 24, 2010 – 18:05

    Das ist tiefsinnig!

    Wäre die Birne am Zwetschgenbaum gewachsen, wäre sie klein, rund, blau, und man würde Zwetschgenschnaps aus ihr machen!

    Von Teerundfeder in Mai 28, 2010 - 06:47

  76. Desillusio, diese Einstellung sollte man auch haben, um in der BRD weiter zu kommen.
    Wie weit kommt man aber damit?

    Von Der Schwob in Mai 28, 2010 - 08:11

  77. Desillusio ……Du hast uns aber eine Antwort gegeben. Vielleicht hast es selber gar nicht gemerkt………………….!

    Das du Heimweh hattest………….Bravo.

    Von Polkakeenich in Mai 28, 2010 - 09:04

  78. Netter Blog, hier ist enigstens mal richtig was los. Grüße aus Berlin
    Lea

    Von Spiele Portal in Jun 2, 2010 - 00:51

  79. Das ist tiefsinnig!

    Wäre die Birne am Zwetschgenbaum gewachsen, wäre sie klein, rund, blau, und man würde Zwetschgenschnaps aus ihr machen!

    Von Teerundfeder in Mai 28, 2010 – 06:47

    Tiefsinnig?

    Wenn ich mir den deutschen Buchmarkt der letzten Jahre so ansehe…speziell die von Frauen geschriebenen Bücher, da könnte ich mich schon fragen, was eine Herta Müller, wäre sie ausnahmsweise in Berlin geboren,so geschrieben hätte?
    Und ob sie dafür den Nobelpreis bekommen hätte…

    Von Katharina in Jun 2, 2010 - 23:30

  80. Genau, Katharina, gepflegte Langweile führt da beim Lesen zum Überdruss. Herta Müllers Werk hingegen hat Spannung, Sprachkraft und Tiefe. Das klingt natürlich abgedroschen – ich bin keine „Fachfrau“ für Literaturkritik und (Lebens)Kunst-, sondern einfach eine, die gerne liest. Und: Der kalte Schmuck des Lebens ist eine sehenswerte Ausstellung, die viele Einblicke gestattet und nichts Wichtiges ausspart. Ich bin sehr beeindruckt und stolz auf Herta Müller, dass sie eine von uns ist – wenn man das so sagen darf.

    Von Beatrix in Jun 3, 2010 - 10:03

  81. Eine Frage an alle, die glauben, Herta Müller hätte auch als Berliner Kind (meinetwegen auch aus dem Ruhrpott) so faszinierend geschrieben.
    Worüber hätte sie geschrieben und wie?
    Träumt ein Mädchen in einer übersatten freien Stadt denselben Traum, wie ein Mädchen in einem gottverlassenen Dorf? Ein Dorf in einem Land, wo nur die Gedanken frei waren…

    Von Katharina in Jun 4, 2010 - 17:46

  82. Interessanter Gedanke. Ich denke aber das man sich überall beengt fühlen kann. Dabei ist es egal wo man wohnt. Vielleicht hätte sie sich an jedem Ort eingeschlossen gefühlt? Vielleicht ist dieser Zustand ja in ihr und nicht von der äußeren Situation abhängig?
    Gruß
    Leika

    Von Gun Controller in Jun 13, 2010 - 02:04

  83. Katherina….Unser Dorf war doch nicht Gott verlassen! Überall ist Gott und der Teufel zu finden. Der Kampf ist gut und böse + und – gegeneinander. Es fragt sich nur was ist gut und was ist böse.

    Das Hirtenmadel Herta hat eben von diesem Dorf seine Träume von der grossen weiten Welt.
    Sie hatte Zeit genug auf den Wiesen und Felder mit ihrer Kuh die Einsamkeit und Stille zu geniessen und in ihren Gedanken zu speichern mit dem Summen der Insekten und dem Geruch von Frischem Grass.

    Das alles vermischt mit einer Kommunistischen Lenau Schule und mit Lehrmittel aus der K und K Monarchie. Das alles hat gereicht um die Herschaften in Stockholm zu überzeugen.

    Von Polkakeenich in Jun 13, 2010 - 08:44

  84. Polki, das ist doch wirklich seht spärlich, was du da als Rezept für einen Nobelpreis aufzählst.
    Dass du nicht viel von deiner Landsmännin hälst – nun, das find ich schade. Aber für wie blöd hälst du die Schweden??!!
    Durlacher.

    Von Anonymous in Jun 13, 2010 - 19:59

  85. Gottverlassen und von Gott verlassen,Polki, das ist ein Unterschied.
    Ich erwähnte die Abgeschiedenheit des Dorfes, die gefühlte Einsamkeit eines Kindes, die empfundene Trostlosigkeit (ich kann das nachvollziehen), wobei solche Dörfer vielleicht auch ein Stück Idylle sind. Aber manchmal hilft auch die Idylle nicht, wenn die Träume über die Abgrenzung einer Landschaft hinausgehen…
    Keinesfalls sprach ich von Gott und was er mit dieser Welt dort vorhatte. Das ist ein anderes Thema.
    Meine Frage war, ob der Traum eines Mädchens in der räumlichen Abgeschiedenheit ein anderer ist, als der eines Mädchens in einer überfüllten und doch aufregenden Metropole.
    Ich denke, mit Ja antworten zu können, wobei innere Einsamkeit dann doch auch in der grossen City möglich ist.
    Denn entscheidend sind die Denkart und Gefühle eines Menschen.

    Und wie man hier im Blog sieht, jeder hat seine eigene Meinung,was auch kein schlechtes Zeichen ist.

    Von Katharina in Jun 14, 2010 - 04:20

  86. was für die einen heute verklärt der Himmel auf Erden ist, kann für andere die Hölle sein. Hat aber nix speziell mit dem Banat zu tun.

    Die nobelierte Nitzkydorferin hat es ja in ihrem Hörbuch ganz gut auf den Punkt gebracht, z. B. dass das ein enger Grat war, etwas ist normal oder abnormal. Das ging auch sehr schnell, wenn man mal was außerhalb der Spur gesagt oder getan hat, daß man dann abschätzig als abnormal, oder zumindest das Verhalten, Denken usw. qualifiziert wurde. Oder das jeder bestrebt war die Fassade zu halten, so gut es ging. In der Stadt da schei.t man sich nicht viel darum, was sagt der Nachbar, der Pfarrer, der Bäcker etc. in einem 100-Seelen-dorf schon, egal ob das nun im Banat oder im tiefsten Oberbayern ist.

    Von Supersvabo in Jun 14, 2010 - 10:23

  87. Katherina der Traum eines Mädchens von Deutschland und einem Mädchen von unserer Dörfer war sicherlich verschieden……
    Die Deutschen Mädels träumten ihre Träume in Englisch
    und unsere Schwäbischen Mädels in Deitsch !!

    Durlacher…….wie kommst auf diese Idee das ich die Herta Müller nicht mag?
    Das ich ihr nicht in den Hintern schlüpf jetzt wo sie den Nobelpreiss gewonnen hat ist eine Sache. Bin aber stols als Banater Schwob auf ihren Literarischen Erfolg und nicht Neidisch.

    Politisch……..Ja do…..! Ist sie für mich a Nutznieserin des Komunistischem und Kapitalistischem Systhem. Eine die mit em Strom schwimmt. Und des immer schreibt wo die führende Herrschaften grad ins Politische Programm passt. Oder habt ihr schon ein Buch von Herta gefunden……… Wo sie, gegen das Systhem damals in Rumänien schrieb? Und dafür den Reisepass für ein Literarisches Intermezo im Schlarafenland Deutschland bekamm.

    Wenn ich Unrecht habe…………..Könte ja sein !!! Ich bin nicht Gott.
    Dann ist Ceaucescu der gröste füherer aller Zeiten für mich gewesen und alle seine Parteifünktionäre. Denn ein Pass an eine Familie zu vergeben die Anti Kommunistisch ist so aus freiem stück ohne mir und dir nichts……Ja so was, muss man sich mal vorstellen! Ich kann es nur im Traum.

    Von Polkakeenich in Jun 15, 2010 - 18:27

  88. Auch dem sind wir entronnen! Das fiese Etikett von einst, „nicht normal“, können wir heute als Pipifax abtun.

    Von Beatrix in Jun 16, 2010 - 22:07

  89. Ja, die Leserunde aus dem banater Wal geht weiter im Deutschland Radio Kultur:
    http://www.dradio.de/download/120808/

    Der Titel der Sendung
    “Man hat die Freiheit, die man sich nimmt”
    Neue Enthüllungen über die Bespitzelung der “Aktionsgruppe Banat”
    Von Sabina Kienlechner

    So neu sind die Enthüllungen gar nicht. Es werden einige Dinger präzisiert, vor allem über Peter Grosz und Werner Söllner.
    Auch sind die Entwicklungen der Secu-Methoden im Bezug zur Aktionsgruppe klarer beschrieben.

    Interessant ist die Feststellung in dem Zitat:
    “Sprecherin: Die jungen Schriftsteller dieser Gruppe waren keine
    Revolutionäre, sie verstanden sich nicht einmal als Dissidenten. Sie wollten
    eine moderne, innovative Literatur schreiben, in der Hoffnung, damit auch das
    Realitätsbewußtsein ihrer Umgebung verändern zu können. Dafür wurden sie
    vom totalitären rumänischen Regime verfolgt und bestraft. Ihre Geschichte
    spielt in Rumänien, doch ihre Werke sind in deutscher Sprache geschrieben,
    und auch sie selbst verstanden sich stets als Deutsche.”

    In dem Beitrag ist kein Protest irgendeines Gruppenmitglieds zu dieser Feststellung zu hören – also ist die Glaubwürdigkeit da.
    Nun muss man feststellen die Bezeichnung Dissident nicht auf die Gruppenmitglieder passt, was ja schon vor langer Zeit auch Gibson behauptete. Mehr noch, in ihrer Naivität hatten – in Absprache mit den anderen – 2 Mitglieder sogar versucht die Securitate zu “unterwandern und falsch zu informieren” was gehörig misslang.

    Alles in allem, ein lesenswerter Beitrag, aber wie so oft, einseitig. Es wurde (mir) keine Stellungnahme irgend eines der angesprochenen “Berichterstatter” zu diesem Bericht bekannt….

    Von getkiss in Jun 19, 2010 - 12:55

  90. man hört ja garnix mehr vum Millersch. Is es im Banater Wald, im Jacht-Wald sich abkühlen? Aber im Ernst weiß man schon ob es einen Post-Nobelpreis-Roman gibt, HOG Nitzkydorf, bitte melden? Ach ja war es Millersch jetzt der Einladung der HOG Nitzkydorf gefolgt, war es auf dem Treffen?

    Von Supersvabo in Jul 5, 2010 - 09:21

  91. Die Landsmannschaft hat doch versprochen das sie Licht in s Dunkel bringt mit den Anschuldigungen von unserer Nytzkidorferin das die Securitate sehr present war in der Landsmannschaft………!

    Da tut sich recht wenich uf Schwowisch gsat…Ausser das man die Beziehung zu Rumänien und ihren Minister intensiwiert hat.

    Hoffentlich erlebe ich noch die Erleuchtung der Erleuchten unschuldigen Lämer—-!!

    Von Polkakeenich in Jul 8, 2010 - 22:56

  92. Was willst Du noch wissen, Polki?
    Bleibt alles in der Familie, sagt man doch.

    Von Katharina in Jul 9, 2010 - 00:47

  93. … wo ist eigentlich der Gibson? hat er seinen Kampf aufgegeben?

    Von Anonymous in Jul 9, 2010 - 08:22

  94. wer weiß, wo er heute Schlachten schlägt. Aber ich vermisse ihn schon.

    Von Supersvabo in Jul 9, 2010 - 10:14

  95. Danke für die Nachfrage – ich lebe noch und lese fleißig mit.

    Viel wäre zu sagen.

    Doch seitdem unser Bundespräsident davongelaufen ist und Auflärerer wie Gauck doch nicht so recht gefragt sind, hat die Moral einen schweren Stand.

    Ja, das Ende der Moral ist gekommen.

    In diesem Land will man die Wahrheit einfach nicht zur Kenntnis nehmen.

    Die Wahrheit interessiert schelchthin nicht.

    Im Garten des Epikur – inmitten von Pflanzen und Wachstum – über das Leben nachdenkend ist jeder von uns gut aufgehoben.

    Genießen wir diesen heißen Sommer.

    Carl Gibson

    P.S. Habe festgestellt, der Thread “Symphonie der Freiheit” ist seit einiger Zeit weg – gibt es Gründe dafür?

    Von Carl Gibson in Jul 9, 2010 - 11:07

  96. Hallo,
    Herr Gibson, vielen Dank für Ihre Zeilen. Ich freue mich von Ihnen zu hören.

    ziemlich zäh, aber es gibt noch Themen auf dem Blog hier, auch wenn neue Artikeln von ingemar nicht erscheinen.

    Aber es gibt ja noch hin und wieder Leute hier, die Meinungen mit Banatbezug äußern.

    Von Supersvabo in Jul 9, 2010 - 12:47

  97. Ist’s ein Gesicht? Ist’s Wirklichkeit?

    So denn:

    F: Es klopft? Herein! Wer will mich wieder plagen?
    M: Ich bin’s
    F: Herein!
    M: Du musst es dreimal sagen.
    F: Herein denn!
    M: So gefällst du mir! Wir werden, hoff ich, uns vertragen!…

    Von Anonymous in Jul 9, 2010 - 12:54

  98. nun denn herien, auch Du anaonymous, damit wir Dich erst herzen können und dann sehen werden ob wir uns vertragen.

    Von Supersvabo in Jul 9, 2010 - 13:00

  99. aus dem Zusammenhang gerissen auf in der Rubrik Letze Kommentare wirkt, wenn man den Blog verfolgt hat recht skruril, z. B. “Carl Gibson bei Herta Müller und ihre Leserunde im Banater Wald”.

    Was unser Ritter aus Sacklas der Wes Herta aus Nitzkydorf im Banater Wald wohl zu sagen hätte. Manchmal bringt, rein visuell, der Banat-Blog Leute zusammen, die so garnit zusammengehören.

    Von Supersvabo in Jul 9, 2010 - 13:12

  100. Sie müssen uns nur verraten, lieber Supersvabo, mit wem Sie am Banater Tisch zu speisen belieben, dann können wir uns vielleicht einigen.
    Das mit dem Nicht-Zusammengehören ist doch erst der Reiz hier zu schreiben.
    Wenn wir alle unisono dieselbe Leier loslassen, dann können wir schließen.

    Von Katharina in Jul 9, 2010 - 14:31

  101. an meinem Tisch hat jeder Platz, denn Gast im Haus, Gott im Haus, das war ja, vor allem an der Kerweih, Banater Art, dahingehend habe ich mich nit geändert; wer es genauso hält, dem bin ich auch ein lieber Gast, denn: ein lieber Gast ist niemals Last.

    Von Supersvabo in Jul 9, 2010 - 15:00

  102. Das mit dem Nicht-Zusammengehören ist doch erst der Reiz hier zu schreiben.
    Wenn wir alle unisono dieselbe Leier loslassen, dann können wir schließen.

    Von Katharina in Jul 9, 2010 – 14:31

    da gebe ich Ihnen sogar Recht, Frau Katharina, es stimmt so wäre ja dauerhaft schröcklich wenn wir uns nur “în struna canta” würden.

    Von Supersvabo in Jul 9, 2010 - 15:03

  103. Und damit wir hier nicht in ein Dauer-Gähnen verfallen, ist es gut, dass Supersvabo das Blog von Zeit zu Zeit aus der Lethargie reißt, die Anonymouse mal reingucken, die Frauen die Männergesellschaft mal stören…Ja, und Fremdgänger wieder die Tür herein finden.

    Von Katharina in Jul 9, 2010 - 16:19

  104. Die Securitate ist noch am Werk?
    Kein Problem für Herta Müller. Nicht mehr.
    Der Humanitas- Verlag feiert sein 20.Jubiläum und Herta Müller ist eingeladen.
    Sie wird am 27. und 28. September in Bukarest sein.
    Ihr Buch “Reisende auf einem Bein” erscheint nun im Humanitas-Verlag.

    Von Katharina in Jul 9, 2010 - 23:27

  105. Geld stinkt nicht! Auch nicht bei Frau Mueller.

    Ich verstehe nur Banhof !!

    Herta Müller die angeblich gegen die Secu war veröffentlicht ihr Buch in Bukarest ! Die Haupstadt vom Wolf im Schafspels, dort wo die Secu zuhause ist und ihre nachkommen.

    Carl darf nicht einmal nach Rumänien reisen!

    Was soll ich da noch glauben?

    Humanitas…….soll so viel heißen wie Menschlich ? oder vertsehe ich das falsch?

    OK Rumänien ist eine Demokratie und so muss man dieses Land auch respektieren. Ich mache mir aber meine eigene Story daraus, bei dieser Hitze kann vieles in meinen Gedanken sich entwikeln……………….

    Habe mittlerweile mit meinen Äuserungen vieles erlebt, bin mal neugierich uf Schwowisch: “Wann die Banditen, der H M ihre befürworter mich umlegen…………..

    Vor einer Woche hatte ich Telefon Teror zuhause: Ale halbe Stunde klingelte das Telefon …………..

    OK mei Oma hat zu dieser sorte von Menschen Zigeiner gsat……………………
    (Da sind nicht die Cindi und Roma gmeint) Sondern Menschen die anderen Menschen was bösses an tun.

    Schöne Sunntach noch

    Von Polkakeenich in Jul 10, 2010 - 14:33

  106. Schon wieder Telefonterror, Polki?
    Ich war es nicht. :-)

    Wer sagt, dass Carl nicht nach Rumänien fahren darf?
    Er befürchtet nur,es könnten paar Schurken mit ihm abrechnen.

    Von Katharina in Jul 10, 2010 - 15:49

  107. Herta Müller hat viele Sachen gut beschrieben und in ihren Bücher klar dargestellt.
    Offen und in dem Rythmus das in jener Zeit im Banat ,,heimisch,,war.

    Von seppy in Jul 11, 2010 - 08:59

  108. Welcher Rhythmus war in jener Zeit im Banat “heimisch”?

    Von Katharina in Jul 11, 2010 - 22:59

  109. Wie sie (H M ) Auch Heimisch war………..

    Nur Carl meinte: “Darf man eine Nation (Banater Schwäbische Nation) im Schlachthoff, vor dem abschlachten noch so erniedrigen, damit unsere Seelen dies alles mit ins Paradies nehmen?” Ich meine ja, wir Schwaben kommen alle ins Paradies!

    OK meine erste Hadlung im Paradies wird sein: “Eine Endeignung !”
    Unserer Herta werde ich im Komunistischem Still, den roten Kommunistischen Lipenstift konfiszieren . Und ab sofort wird nur mehr Engel hel rosa verwendet, Punkt.

    Seppy nicht nur im Banat, auch in Temeschwar (Timisoara). Des gilt für die Städtler a……..

    Von Polkakeenich in Jul 12, 2010 - 07:44

  110. Es ist Samstagabend. Der Badeofen hat einen glühenden Bauch. Das Lüftungsfenster ist fest geschlossen. In der vergangenen Woche hat der zweijährige Arni wegen der kalten Luft den Schnupfen gehabt. Die Mutter wäscht dem kleinen Arni den Rücken mit einem verwaschenen Höschen. Der kleine Arni schlägt um sich. Die Mutter hebt den kleinen Arni aus der Badewanne. Das arme Kind, sagt der Großvater. So kleine Kinder soll man nicht baden, sagt die Großmutter. Die Mutter steigt in die Badewanne. Das Wasser ist noch heiß. Die Seife schäumt. Die Mutter reibt graue Nudeln von ihrem Hals. Die Nudeln der Mutter schwimmen auf der Wasseroberfläche. Die Wanne hat einen gelben Rand. Die Mutter steigt aus der Badewanne. Das Wasser ist noch hei, ruft die Mutter dem Vater zu. Die Seife schäumt. Der Vater reibt graue Nudeln von seiner Brust. Die Nudeln des Vaters schwimmen mit den Nudeln der Mutter auf der Wasseroberfläche. Die Wanne hat einen braunen Rand. Der Vater steigt aus der Badewanne. Das Wasser ist noch heiß, ruft der Vater der Großmutter zu. Die Großmutter steigt in die Badewanne. Das Wasser ist lauwarm. Die Seife schäumt. Die Großmutter reibt graue Nudeln von ihren Schultern. Die Nudeln der Großmutter schwimmen mit den Nudeln der Mutter und des Vaters auf der Wasseroberfläche. Die Wanne hat einen schwarzen Rand. Die Großmutter steigt aus der Badewanne. Das Wasser ist noch heiß, ruft die Großmutter dem Großvater zu. Der Großvater steigt in die Badewanne. Die Seife schäumt. Der Großvater reibt graue Nudeln von seinem Ellbogen. Die Nudeln des Großvaters schwimmen mit den Nudeln der Mutter, des Vaters und der Großmutter auf der Wasseroberfläche. Die Großmutter öffnet die Badezimmertür. Die Großmutter schaut in die Badewanne. Die Großmutter sieht den Großvater nicht. Das schwarze Badewasser schwappt über den schwarzen Rand der Badewanne. Der Großvater muß in der Badewanne sein, denkt die Großmutter. Die Großmutter läßt das Badewasser aus der Badewanne rinnen. Die Nudeln der Mutter, des Vaters, der Großmutter und des Großvaters kreisen über dem Abfluß.
    Die schwäbische Familie sitzt frisch gebadet vor dem Bildschirm. Die schwäbische Familie wartet frisch gebadet auf den Samstagsabendfernsehfilm.

    Von Anonymous in Jul 18, 2010 - 23:04

  111. Schöne Geschichte – kann man immer wieder lesen.

    Von Beatrix in Jul 18, 2010 - 23:11

  112. Anonymous Danke für diesen Dreck vielen vielen Dank.

    Hast DU damit wollen unruhe stiften ( Dann nehm ich dich vun deiner Mutter……nimmer raus!) oder nur wiedergeben das Banater Schwäbische Bad. von der Herta Müller

    Jetzt verstehe ich den Carl Gibson erst perfekt.

    Herta Müller hat mit dieser Geschichte uns Banater richtig zugesetzt …….

    Der letzte Satz: Die Schwäbische Familie sitzt frisch gebadet vor dem dem Bildschirm ! Die Schwäbische Familie wartet……..

    Somit hat sie alle, nicht nur Ihre Familie verletzt.

    Sicher die neu Kommunisten und die Banater Schwaben hasser waren begeistert von dieser Legtüre, wie bei Günter Ungraut und seiner Blechtrommel auch.

    Meine Frau meint immer ich überteibe…..Lach
    Aber so eine übertreibung habe ich noch nie gelesen. Eine Lenauschülerin hat mir mal gesagt die Herta sei Pervers……..Dem kann ich nur zustimmen. Mich würde interesieren (Bin jetzt auch Pervers) ob sie beim Sex auch so pervers ist……….!

    Dies kann ich jetzt nur bestätigen, so über die eigene Familie zu schreiben ist einfach dum und blöd……..Sicher hat sie ihr Ziel erreicht und die Rumänischen Kommunisten haben sich den Arsch abgelacht, über die Banater Schwaben.

    Da ging es ja zu wie im Märchen von Brüder Grimm: Der erste wurde gefressen, der zweite wurde gefressen und der letzte hatte Glück. Da der Drache im Schmutzigen Wasser den Grosvater nicht mehr fand.

    Jetzt bei so einer Geschichte als die DISIDETIN und ANTI KOMMUNISTIN im Westen aufzutreten ist einfach lachhaft und beschäment. Für Menschen die in Rumännien im Gefägniss waren Jahre lang und vielleicht auch dort grepiert sind.

    Also ich kenne den Baderitus der Banater Schwaben ja zu genau da ich ihn ja selber miterlebt habe. Das es auch Geitzhälze gibt unter unseren Banater die das so gemacht haben kann ja sein……..
    Nur in den 60 so ein Bad zu haben mit Wanne in Nitzkydorf war ein Luxus denn sich nicht jeder Nitzkydorfer und Banater leisten konnte !!

    Sicher diesen Luxus dann voll auszuleben, für dies war dann der HM ihre Familie zu Geizig….
    Somit haben sie dann das Holz gespart.

    Wir hatten ein Bad erst in den 70 Jahre mit Pumpe und Badezimmer. Ohne Wanne nur eine Dusche…….Lach bin ich froh, das ich Euch dieses Wannenspektakel jetzt nicht schildern muss…..Lach

    Von Polkakeenich in Jul 19, 2010 - 07:48

  113. Wenn ich diese Erzählung lese, wird mir übel. Ich finde sie geschmacklos. Wen wollte die Nobelpreisträgerin damit schocken? Das wird mir immer ein Rätsel bleiben. Aber besser gar nicht fragen.

    Von solala in Jul 19, 2010 - 10:06

  114. Solala……uns Schwowe und weiter niemand ……Lach

    So kann man sich einschleimen bei den Gegner das ist das richtige Mittel für Schwowehasser lieb zu gewinnen.

    Sie hat es geschafft in Rumänien mit dem Teufel zu paktieren und hier auch.
    Ich werde dies nie schaffen, da ich kein Teufelsgeld und anerkennung brauche. In dem ich meine Schwowische Banater Nation an das Kreutz nagel !!

    Von Polkakeenich in Jul 19, 2010 - 10:17

  115. Jetzt geht es wieder los mit diesem Baderitus.
    Literarisch ist das doch sehr schön beschrieben.
    Aber unsere komplexierte Schwabengemeinschaft liest nur immer Dreck und wieder Dreck.
    Könnt Ihr Euch nicht an diesem Text erfreuen?
    An der Sprache?
    Wo bleibt denn Euer Selbstbewußtsein und klarer Blick?
    Ich habe schon meine Meinung über diese Szene in diesem Blog mal geschrieben.
    Es geht um eine bestimmte Zeit, um eine gewisse Realität. Warum verallgemeinert Ihr das?
    Ihr könnt mich jetzt in Stücke zerreißen, aber
    verwechselt nicht Literatur mit einer Doku.

    Von Katharina in Jul 19, 2010 - 10:53

  116. “Jetzt geht es wieder los mit diesem Baderitus”
    Ja Katharina, leider…
    Wer wohl der nette Anonymous sein könnte??
    Ich glaube das ist nicht so schwer zu erraten.

    Leser

    Von Anonymous in Jul 19, 2010 - 11:32

  117. verwechselt nicht Literatur mit einer Doku.

    Da hast du auch Recht…..Nur unsere Nemti Feinde haben nicht die Literatur geschätzt, da sie ja nicht mal richtig Deutsch lesen konnten….
    Nein sie haben genau diesen Dreck an uns geschätzt und darum auch den UTC Preis verliehen, da bin ich mir so sicher wie a Dickschaedlicher Schwob.

    Es war so wie wen man Bezin ins Feuer leert…..

    Anonymous ich hoffe Du bist kein KOMMUNISTISCHER SAUBÄR

    iCH GEBE DIR EINEN rAT: HÖR AUF ZU STÄNKERN

    Von Polkakeenich in Jul 19, 2010 - 11:43

  118. Von Anonymous in Jul 18, 2010 – 23:04

    Wissend, dass es wieder zu Feuer hier kommt, hat diese/r nette Anonymous den Text reingestellt.
    Und prompt brennt es hier.
    Aber ich sag es Euch: Lieber mal ausnahmsweise mit grauen Nudeln auf der Haut, als ein Leben lang mit einer verkümmerten Seele!

    Von Katharina in Jul 19, 2010 - 12:19

  119. Mutter hat die eingerollten Chrysanthemen auf der Stirn und sagt: auf Gräbern sitzt man nicht. Großmutter streckt den toten Zeigefinger aus. Der Riß auf Mutters gläsernem Bein ist so breit wie Großmutters toter Zeigefinger.

    Der Pfarrer sagt: meine lieben Gläubigen, heute ist Allerheiligen, heute haben unsere lieben Verstorbenen, unsere toten ein Freudenfest. Heute haben unsere toten Seelen Kerwei.

    Von Anonymous in Jul 19, 2010 - 23:28

  120. Wo bleibt die Quellenangabe, Anonymous?
    Oder ist der ganze Text Ihr Produkt?

    Von Katharina in Jul 20, 2010 - 00:02

  121. Schau an, schau an so langsam kann man den Blog in Adam Müller Guttenbrunn Blog taufen…..

    Eigendlich schade das der Polki da aufgetaucht ist, als Banater Zigeiner und alles a bisserl durchnander wirbelt.

    OK der Adam Müller war jo mein Nochber, OK Guttenbrunn war 10km entfernt aber überteiben kann man es jo a biserl…………!

    Von Polkakeenich in Jul 20, 2010 - 07:30

  122. Heute haben unsere toten Seelen Kerwei.

    Von Anonymous in Jul 19, 2010 – 23:28

    ist doch ein guter Spruch. In der heutigen Zeit ist dieser Spruch aus dem Munde eines Pharrers geradzu modern, wenn man bedenkt, dass Messen als “Fußballmessen” mit Tröten Vuvuzelas usw. mißbraucht werden.

    Von Supersvabo in Jul 20, 2010 - 10:01

  123. Es ist doch gut, dass auch Zigeiner da auftauchen.
    Sie gehören doch auch zum Banat. :-)

    Die Messen im Westen haben nichts mehr von dem, was wir aus dem Banat kennen.
    Und wenn wir über unsere Banater Priester auch meckern können, sie sind um keinen Deut schlechter als die Hiesigen.
    Alles verändert sich und Veränderungen sind manchmal auch erwünscht.
    Doch (vielleicht sehe ich das nur so) es scheint, es werden neue Menschen “gezüchtet”,die in Seminaren sprechen lernen, denen man vorkaut, wie sie mit scheinbar harmlosen Wörter andere hinters Licht führen müssen,denen man Tipps fürs Leben mitgibt, weil Selberdenken nicht mehr möglich ist. Menschen, denen nur wichtig ist, was die Werbung gerade hochpreist.
    Es wird ständig von christlichen Werten gesprochen, aber alles Larifari. Der katholische Priester schläft und urlaubt mit seiner Köchin?
    Alles nebensächlich, wenn man dem Priester sein Kind nicht mehr anvertrauen kann, wenn er noch unmoralischer als der Sünder im Beichtstuhl ist.

    Von Katharina in Jul 20, 2010 - 10:41

  124. Jedenfalls waren, zumindest die Dorfpharrer, noch echte Männer gewesen, der große Teil davon, nichts menschliches war ihnen fremd. Ich schrieb hier mal, dass ein Herr Pharrer bei der Hochzeit mal in einer Situation in der Männerrunde gesagt hat: “Junge Hure, alte Betschwester” hinsichtlich den scheinheiligen doppelmoralischen Weiber, die es im Dorf gab. Das hat hier manchen Schwowe-Ladies nit gfallen, weil sie meinten, dass sich alle im schwäbischen Dorf gezierter ausgedrückt haben.

    Und sie nannten offen und direkt vieles von der Kanzel bei Namen, auch wenn sie oft bei sich selber hätten anfangen müssen. Die hiesigen Priester ist größtenteils nur Waschlappen und Leisetreter, lebensfremd. Über die Banater Priester lasse ich generell nix kommen. Das mit dem Zölibat, ist eine Sache des Vatikans. Wenn der Pharrer ein ganzer Kerl war, dann war das mit der Köchin oder mit dem Kind, das ein paar Dörfer weiter gewohnt hat garnit so das Thema bei vielen Schwowe.

    Von Supersvabo in Jul 20, 2010 - 11:44

  125. Wenn nicht da die Geschichte von Königshof gewesen wäre Superschwob………………
    Wo die Männer dem Herr Pfarrer die Fenster eingeschlagen haben…….Tralala 1970 oder so um die Zeit.

    Katharina, Zigeiner bringe Glick!

    Von Polkakeenich in Jul 20, 2010 - 12:25

  126. Siehst Du, Polki.
    Wir wissen unser Glück zu schätzen. ;-)

    Von Katharina in Jul 20, 2010 - 12:30

  127. die Gschicht kenn ich nit, aus Kinichshof, was war da? Naja

    Von Supersvabo in Jul 20, 2010 - 12:34

  128. Hat der Pfarrer den Männer die Frauen ausgespannt?
    Erzähl mal, Polki!

    Von Katharina in Jul 20, 2010 - 12:43

  129. Also der Herr Pfarrer war ein gans lieber Kerl und hat alles selber gemacht in der Keerch vun Kinisof (Königshof) der hat die Keerch auf vordermann gebrung. Sogar der Keerche Turm hat er und der Messner zusammen gestrichen.
    Also Lob iwer Lob!
    Meine Klasenmädels vun Kinisof haben dem herr Pfarrer jeden abend die Milch getragen und wir in der Schule hörten nur mehr Pfarrer und nochmal Pfarrer.

    Bis auf einmal war es still in der Klasse und es bildeten sich zwei Parteien……Demogratie war schun immer eine stärge in Blumenthal.
    Wenn dieses mal auch die Kinisefer do droan beteiligt waren.

    Die Pfares Kechin war verheiratet und zufälig durch der Heilige Geischt schwanger geworden.

    Bei so einem tichtige Pfarrer ist das auch normal, dies ist wie bei den Kühe auf der Weide…….Der stärkste Ochs nimmt sich die schönste Kuh !!

    Die Männer waren doch auch selber schuld an diesem desaster……Sie sassen nämlich den ganzen Abend in der Wirtschaft (Bufet) und kammen immer betrugener nachhause……!

    Ja so beschlossen die Männer dem Herr Pfarrer die scheiben einzuschlagen an einem Abend und die Bergsau brannte lichterlooooooo!

    Der Herr Pfarrer wurde somit versetzt in eine Ortschaft auf die Heide, da hier die Kühe frommer sind wie in der Hecke………

    Lach OK die Köchin ging mit und alles war wieder in Ordnung.
    Der Herr Pfarrer hies Temerle oder so und sein Kind Uwe (Wie der Seeler Uwe)…..Da mein Onkel diesen Namen ausgesucht hatte und ein Mädchen bekamm die Bättwäsche war aber mit Uwe blau bestickt und der Herr Pfarrer seine mit Carina rosa bestickte ……….
    Tauschte man schnell die Bättwäsche und die Namen aus und das leben ging weiter wie ich jetzt auch in die arbeit……..14:00 Uhr muss ich stempeln……..Lach

    Von Polkakeenich in Jul 20, 2010 - 13:47

  130. Der stärkste Ochs nimmt sich die schönste Kuh !!

    Stier, Biko, wäre aber besser gwen. :-)

    Von Supersvabo in Jul 20, 2010 - 13:59

  131. Sehr männlich die Haltung der Königshofer Männer!
    Fensterscheiben zerschlagen zeugt von großem Mut und Heldentum!
    Und ausserdem ist beim Kinderzeugen nicht nur der Mann beteiligt. Oder?

    Guckt mal. Wir sind gerade dabei ” Niederungen Nr. 2″ zu schreiben!
    Von wegen brave Schwabendörfer. Da war doch was los!

    Von Katharina in Jul 20, 2010 - 14:13

  132. da gebe ich Ihnen als Mann sogar Recht, verehrte Frau Katharina. Nur: besser bleibt es bei eingeschlagenen Fenstern, also einer Sachbeschädigung als wie das sie den Hochwürdigen Herrn bei den “fudulii” gepackt hätten. Hätte der Her Pharrer eine serbisch oder ungarische oder was theoretisch ist eine tirkische Gemeinde betreut, wäre es nit bei eingeschlagenen fenstern gebilieben. Trotzdem schön war das nit von den Kinichshofner Mannsleute. Wären sie lieber nüchtern geblieben und zeitig mit ihren Weibern ins Bett gegangen, dann hätte der Herr Pharrer nix zu tun ghabt. Beides ist schlimm, wenn ich die Wahl hab das ein geistlicheer Herr mit meiner Frau rumhaut oder sich an meinem kleinen Buben oder dem kleinen Mädel vergreift…naja lassen wir das beides ist sehr schlimm, am schlimmsten ist das was homoperverse Pfarrer heutzutage mit ihren Ministranten anstellen.

    Da hört ich mal von meinem Neffen einen Witz. Der Pfarrer ist in der Mittagspause und beauftragt den Oberministranten die Beichte abzunehmen. In der nähe des Beichtstuhls stehen zwei junge kleine Ministranten. Der Oberministrant reißt die Tür des Beichtstuhls auf und fragt nach der höhe einer Buße: “Was gibt der Herr Pfarrer für Oralverkehr?” Drauf der kleine Ministrant: “Ein Duplo und eine Hanuta” So jetzt sind wir aber nit mehr im Banater Wald bei Millersch Lesestunde, sondern in einem tiefverqualmten wertshaus. Die Banat-Ladies mögen mir verzeihen.

    Von Supersvabo in Jul 20, 2010 - 14:32

  133. Mutter tanzt mit schwimmenden Tulpen und Onkels Schenkeln am Tischrand vorbei. Sie hat die eingerollten Chrysanthemen um den Mund und sagt: mit dem Essen spielt man nicht.
    Der Pfarrer hebt die knochigen Hände im Namen des Herrn: erlöse uns aus dieser Verbannung. Aus seinen Händen steigt ein rinnendes Gestrüpp an Rauch und schwebt um den Konten am Glockenstrick und steigt in den Turm.
    Des Grab ist gesunken, sagt Mutter. Da müssen zwei Fuhr Erde drauf und eine Fuhr frischer Mist, damit die Blumen wachsen. Das kann dein Onkel tun für seinen toten Bruder, sagt Mutter.
    Großmutter hängt den Kranz mit den weißen Steinchen an ihren toten Zeigefinger.
    Vaters tiefe Augen schaun auf Mutters schwarzen Glasfuß mit dem weißen Riß. Mutters schwarze Schuhe gehen über Maulwurfshügel zwischen fremdem Gräbern.
    Wir gehen durch das Friedhofstor. Das Dorf sinkt in sich ein und riecht nach Tannengrün und Farn, nach Chrysanthemen und nach wächsernem Gestrüpp.
    Das Dorf ist schwarz. Die wolken sind aus schwarzem Damast.
    Großmutter rasselt mit dem Kranz aus weißen Steinchen. Mutter zerdrückt meine Finger in ihrer Hand. Vater ist unsere tote Seele. Vater hat heute Kerwei und tanzt am Dorfrand vorbei.
    Mutters Strumpfhalter schneidet sich tief in ihre Hüften.
    Vater preßt im drückenden Tango seine Schenkel an eine Wolke aus schwarzem Damast.

    Von Anonymous in Jul 20, 2010 - 22:37

  134. muss man sich das antun, so spät am abend, das von dem “Anonymen” zitierte zu lesen, gut das ich nicht zu Abend gegessen habe

    Von solala in Jul 20, 2010 - 23:31

  135. Anonymous, es hat niemand mehr Kerwei im Dorf und es tanzt niemand mehr, weder um das Faß noch um sonstwas. Das Dorf liegt wie ausgestorben in der gleisenden Sonne und wenn Bewegung in die paar Gassen kommt, dann sind es nicht die Glockenröcke mehr…
    Und die Seelen der Toten sind für immer unter Betondeckel verbannt.

    Von Katharina in Jul 20, 2010 - 23:35

  136. Könnt´es sein der Anonymous ist auch aus Scwarzem Damast?

    Von getkiss in Jul 21, 2010 - 10:23

  137. Er sit nicht aus Damast und auch nit Schwarz Getkiss!
    So lange bis er nicht hier voerstellt ist er der Rote Banater Baron aus Perjamosch.

    Denn so viel Haß kann man einem anderen Menschen nicht an tun wen man ihn nicht kennt wie er dem Carl oder Carl ihm……!

    Die zwei sind wie Pech und Schwefel und ich glaube nicht…….Das nur Carl seine Geschichten veröffentlicht und der Perjamoscher
    seine nicht……An diesen Weihnachskind glaube ich nicht.

    Nur der Perjamoscher (Richard Wagner) hat ein Problem: Er kann sich nit auten, da er bei der Kommunistischen Partei Rumäniens war und bescheit über unser Schwowisches denken weiß.

    Da würten ihm, sehr kalter Wind is Gesicht blasen hier im Blog……..

    Wobei ich noch immer eine Ehrliche und Offene Meinung besser finde wie eine Hinterf…….!!

    Kein Fan auf dieser Welt bekämpft einen Gegner seiner Gruppe oder Vorbild so wehement, wie Anonymuos seinen Carl.

    Von Polkakeenich in Jul 21, 2010 - 10:59

  138. Danke Polki, jetzt ist der Damast gebügelt, lach…

    Von getkiss in Jul 21, 2010 - 13:11

  139. Aus ihrem Kontext gerissen und hier nur so hineingeschmissen, verlieren diese Texte an Zauber. Wieso tun sie das, Anonymous?

    “Denn so viel Haß kann man einem anderen Menschen nicht an tun wen man ihn nicht kennt…” Von Polkakeenich in Jul 21, 2010 – 10:59

    Diese Aktion ist HM gegenüber nicht wohlwollend, Polki. Ich glaube nicht, dass RW, der sie kennt, sowas tun würde. Also, hör auch damit auf.

    Von alma in Jul 21, 2010 - 16:41

  140. Ich wischte mir mit dem Klopapier trotzdem den Hintern ab und schaute dann in den Ausschnitt, und sah den Kot, in dem weiße Würmer krochen. Ich sah die kleinen schwarzen Kotknollen und wußte, daß Großmutter wieder Verstopfung hat, und sah den lichtgelben Kot meines Vaters und den rötlichen Kot meiner Mutter. Ich suchte nach dem Kot meines Großvaters, und Mutter schrie meinen Namen in den Hof, und als ich endlich vor ihr im Zimmer stand, hörte sie auf, ihren Strumpf das Bein hinaufzurollen, und gab mir eine Ohrfeige, du hast zu antworten, wenn ich dich rufe.

    Von Anonymous in Jul 21, 2010 - 22:46

  141. ?????????????

    Von Katharina in Jul 21, 2010 - 22:56

  142. und als ich endlich vor ihr im Zimmer stand, hörte sie auf, ihren Strumpf das Bein hinaufzurollen, und gab mir eine Ohrfeige, du hast zu antworten, wenn ich dich rufe.

    Von Anonymous in Jul 21, 2010 – 22:46
    ——————————
    Recht hatte Sie, die Mutter. Wenn man bei so einer Beschäftigung gar nicht antworten kann, dann hilft nur eine Ohrfeige….
    Nur der Anonymous hat leider nichts davon gelernt, lach

    Von getkiss in Jul 21, 2010 - 23:00

  143. Alma ich hör auf Dich und lese kein einziges Wort mehr von unserem Hetzer…..

    Was manche Menschen tun, hat man ja zu genügent hier im Blog erfahren.

    Das diese Franzls jetzt die volle Rente geniesen und unser einer nur mehr 30 € bekommt für zwanzig Jahre harte Arbeit (60 Stunden Woche) in einem Land, dass dich als Geisel benutzte und nur auf dein Geld aus der BRD wartete find ich sehr sehr ungerecht.

    Und im Nachhinein von ihren eigenen Franszels dann noch als Kommunistische Verbrecher hingestellt wurden, weil sie nicht früher das Land verliesen…..!

    Da macht man sich , so seine Gedanken über Banater und Banater……………..

    Von Polkakeenich in Jul 22, 2010 - 07:23

  144. Warum reduziert man H.M nur auf ihr Buch,,Niederungen,,?

    Ist das das einzige Buch das manche verstehen,oder hat sie zu viel am ,,Schwabestolz,,gekratzt?

    Von seppy in Jul 23, 2010 - 17:25

  145. #

    Welcher Rhythmus war in jener Zeit im Banat “heimisch”?

    Von Katharina in Jul 11, 2010 – 22:59

    Soll ich ehrlich sein?Es gab keiner……nur beim Polka tanzen,gell Polki?

    Der Rumäne würde sagen:,,Sa batut pasul pe loc,,

    Von seppy in Jul 23, 2010 - 17:44

  146. S-a batut pasul la loc?
    Das lassen wir mal so stehen.

    Man reduziert Herta Müller oft nicht mal auf “Niederungen”, man tut so, als hätte sie lediglich über das Baderitual bei den Schwaben geschrieben.
    Aber das stört die Autorin nicht mehr.
    Sie hat sich weiterentwickelt im Gegensatz zu ihren Kritiker, die auch nach fast drei Jahrzehnten über ein Buch lamentieren, das sie selbst vielleicht nie gelesen haben.

    Von Katharina in Jul 23, 2010 - 18:11

  147. Katharina schreibt:
    ,,S-a batut pasul la loc?
    Das lassen wir mal so stehen.,,

    Ich muß lachen…….Wieder Stillstand?

    Nimm es mit Humor,Katharina….

    Von seppy in Jul 23, 2010 - 18:21

  148. Manchmal muß man auch innehalten, dass einen der Alltag nicht auffrißt. ;-)

    Von Katharina in Jul 23, 2010 - 18:26

  149. Am Stillgestanden ist m.E. nichts aus zu setzen.
    Erstens braucht ein jeder mal eine Pause.
    Zweitens dient es als militärischer Befehl einer Truppe die “Ehrenbezeichnung” wahr zu nehmen…

    Von getkiss in Jul 23, 2010 - 19:16

  150. Jetzt haben auch die Rumänen ihre Atemschaukel.
    Leaganul respiratiei heißt das Buch von Herta Müller, das im Humanitas-Verlag erschienen ist.
    Und wie denken jetzt die Rumänen (Ausnahmen bestätigen die Regel) über die Sachsen/Schwaben?
    Ich wage zu behaupten, auch nicht anders als vorher.
    Eine Leserin versuchte eine Parallele zu den dunklen Jahren im Rumänien Ceausescus zu ziehen: kalt, dunkel, Hunger.
    Wir wünschen uns wohl nicht den Ceasca mit seinem Irrsinn zurück, aber können wir so eine Parallele wagen?
    Ich habe keinen Hunger gelitten, bin auch nicht erfroren.
    Ich durfte mein Kind ins Erwachsenenalter begleiten, im Gegensatz zu jenen Frauen,die ihre Kinder nie mehr wiedersahen und ohne Sarg in eine fremde kalte Erde kamen.
    Ich hoffe für die Rumänen, sie sehen klar, ohne solche Parallelen zu ziehen.
    Aber warum zweifle ich trotzdem?

    Von Katharina in Jul 26, 2010 - 20:03

  151. “Es ist möglich, mein Kind, dass einen jemand schlägt, und es tut gar nicht weh.”

    … erklärt die Mutter ihrer Tochter, als diese sich wundert, warum der Schlag vom ihrem Vater nicht geschmerzt hat. Das geschieht in der letzten Szene des Theaterstücks Liliom von Ferenc Molnár.

    Es ist tatsächlich so, dass nicht jeder Schlag gleich weh tut; es hängt immer davon ab, von wem der Schlag kommt. Die, die von einem geliebten oder nahestehenden Menschen kommen, machen (unter Umständen, wohlgemerkt!) weniger wütend als die, die von Fremden kommen. So sollen die, die damals ihren Ceausescu (samt Vorgängern) bejubelt und besungen haben sich nicht mit denen vergleichen, die von Fremden in eine fremde Misère geschickt wurden – meine ich.

    Von alma in Jul 26, 2010 - 23:46

  152. „Atemschaukel“ gibt es jetzt als Hörspiel. Hier der Link.
    http://www.welt.de/die-welt/kultur/literatur/article8613618/Der-Hunger-der-Hunger.html

    Von Beatrix in Jul 27, 2010 - 20:41

  153. nunja, unstreitig ist wohl daß es Millersch sich eines vulgären und obszönen Vokabulars bedient. Aber gut da es landauf landab als Kunst gilt. Ist in Ordnung. Wenn seinerzeit die Landsmannschaft diesbezüglich von Urin- und Kotsprache oder so ähnlich sprach, dann ist das eine durchaus treffende Meinungsäußerung, zu der die Landsmannschaft, wie jeder andere ein Recht dazu hat. Daß eine Litertin, die sich einer solchen obszönen Sprachen zum Teil bedient mit dem Nobelpreis geadelt wird, parfümiert das ganze nit. Es gehört aber auch eine große Portion Scheinheiligkeit aus Perjamosch dazu, nun der Landsmannschaft Hetzt oder Verleumdung im Bezug auf die NItzkydorferin zu unterstellen; es stimmt ja daß es Millersch Worte wie Kot usw. literarisch in ihren Werken verdichtet hat, da musste die Landsmannschaft der “Wes” Herta garnix böses wollen. Das jedenfalls ist die Meinung eines einfach denkenden Schwob wie mich.

    Von Supersvabo in Jul 28, 2010 - 12:24

  154. Ich wage zu behaupten ,das man in der Stadt den Führungsapparat ,,in frunte cu conducatorul iubit,,mehr bejubelte als auf dem Dorf.
    Der Dorfbewohner hatte seine Arbeit bis spät am Abend,und hatte keine Zeit sich der Politik zu widmen.
    Der Rumäne trank am Abend seine Tuica,manchmal an einem Tisch mit Petreulumlampe und hörte seine,, Populara,,musik.
    Der Schwabe kam auch spät ins Haus und der ,der noch in die Stadt pendelte,zu Hause auch noch was zu tun hatte ,war froh wenn er sich ausruhen konnte.

    Nicht mal für seinen ,,Trieb,,im fremden Kot zu suchen hatte er Zeit.(Achtung Ironie!)

    Von seppy in Jul 28, 2010 - 19:00

  155. Sicher waren in der Stadt die ganzen Parteifunktionäre und viele Rumäner die ihr Brauchtum durchsetzen mussten.

    Die waren alle überzeugt von dem umjubeln.

    Ich habe mir mal eine 1 Mai Feiertag von der anderen Seite der Haupttribüne angeschaut…….

    Also da sa ich viele Jubilierende Arbeitskolegen……………….

    Von Polkakeenich in Jul 28, 2010 - 20:37

  156. Herta Müller hat heute Geburtstag.
    Wenn man den Weg, den sie zurücklegen konnte/durfte, sich genau ansieht, dann stellt man fest, das Leben kann auch eine Überraschungstour sein.
    Aus einem Dorf, in dem sie sich einsam fühlte und das Gefühl hatte, niemand zu gehören, kam sie in eine Großstadt. Das Klein-Wien erinnerte mit seinem Leben aber immer mehr an eine Fremde, die man sich so nicht herbeisehnt.
    Und dann läßt man das alles zurück und steigt im Schnelltempo Treppen hoch, die man vorher vielleicht nicht einmal im Traum sah.
    Jetzt sitzt sie oben.
    Und ich wünsche ihr heute und auch sonst, dass sie nie mehr die Treppen runtergehen muß oder gar runterfällt.

    Von Katharina in Aug 17, 2010 - 00:32

  157. Sehr schön Katharina.
    Ich wünsche Ihr aber vor allem die Kraft, nicht zu rauchen und Gesund zu bleiben.

    Von getkiss in Aug 17, 2010 - 08:15

  158. Katherina was Du nicht alles weißt!

    Ob as Sinn macht das ich Ihr Gratuliere, weiß ich nicht………
    Nur ich kann ihr Danke sagen, dass Sie das Banat mal bekannt gemacht hat, in der ganzen Welt. Ich wusste schon immer, in der Technometal waren ganz besondere Menschen angestellt. die von Ketten für Gefangene über Landwirschaftliche Maschinen Traktoren bis zu PKW alles gebaut haben……..Lach

    Von Polkakeenich in Aug 17, 2010 - 11:50

  159. Und ich würde Herta Müller gar nicht so sehr irgendwo oben auf einem Tron sitzen sehen, sondern als jemanden, die mit den Füßen am Boden geblieben ist mit ganz menschlichen Bedürfnissen, der die Gesundheit vielleicht nicht wichtiger ist als ihre Literatur.

    Von Walter in Aug 17, 2010 - 11:52

  160. An Hertas Gesundheit dachte ich auch, weil sie sehr “schmal” geworden ist und das nicht nach beneidenswerter Schlankheit aussieht.
    Möchte nicht den Finger warnend wie ein Moralapostel heben, aber Rauchen ist sicher nicht gesundheitsfördernd.

    Von Katharina in Aug 17, 2010 - 13:38

  161. Ich schließe mich Euch an und wünsche Herta Müller alles Gute zum Geburtstag!

    Von Beatrix in Aug 17, 2010 - 20:02

  162. ich hoffe es gab auch eine schöne Geburtstagsfeier in der Bahnhofshalle von Poiana Brasov.

    Von Supersvabo in Aug 31, 2010 - 12:38

  163. Supersvabo, wir lassen auf unsere geliebte Herta nichts kommen! :-)

    Von Beatrix in Aug 31, 2010 - 13:03

  164. wer ist “wir”? Ich lasse auch nix aus sie kommen. In Deutschland werden Bahnhofsgebäude oft umgewidmet zu Restaurants, Billard-Clubs, usw. Vielleicht ist das auch bei der Bahnhofshalle von Poiana Brasov der Fall? Aber gut, eine Nobelpreisträgerin weiß bestimmt besser zu feiern… ;-)

    Von Supersvabo in Aug 31, 2010 - 15:23

  165. …und sie wird weder Sie noch mich fragen, wo und wie sie feiert. ;-)

    Von Katharina in Aug 31, 2010 - 15:30

  166. Da habe ich mir erlaubt, im Namen der vielen Fans und Blog-Gratulanten einfach „wir“ zu schreiben. (Dachte, heute nachmittag ist hier nicht mit viel Widerspruch zu rechnen). Schön, dass Sie sich anschließen und auch nix auf sie kommen lassen. ;-)

    Von Beatrix in Aug 31, 2010 - 15:34

  167. ja, ja mag sein, aber vielleicht bin ich ihr im Traum erschienen und habe sie nach dieser Halle gefragt…Ein Alptraum wird es hoffentlich nit gewesen sein, das wäre nur der Fäll, wenn Carl Gibson ihr erschienen wäre ;-)

    Von Supersvabo in Aug 31, 2010 - 15:35

  168. Carl scheint auch seinen Frieden mit dieser Geschichte gefunden zu haben.
    In literarischen Geschichten sollte man nicht alles so auf die Waagschale legen.
    Das mit der Bahnhofshalle wurde hier im Blog so sehr hochgespielt, dass man schon fragen könnte, ob wir Blogler ein Problem haben.
    Ich hoffe sehr, dass Herta Müller Bücher schreibt, die nicht mehr ihre Vergangenheit in Rumänien zum Thema haben.
    Sonst fragen wir uns noch, ob Herta Müller etwa gefangen in einem Kokon der Vergangenheit überhaupt noch die Gegenwart wahrnimmt.
    Es gibt viel zu schreiben.
    Etwa über die Roma. ;-)

    Von Katharina in Aug 31, 2010 - 15:50

  169. in ihrem Hörbuch hat sie doch ein Histörchen beigetragen, wo ihre Oma mit dem Schlampfen nach einer Piranda warf. Dann wurde die Oma von der Zigeunerin kuriert und die Oma hatte ein bißl Respekt. Hm, das wäre doch einen Ansatzpunkt. Im heutigen Klima kann man nicht ´vernünftig darüber Reden oder schreiben, naja, es Millersch vielleicht schon, da es entweder was wird wie “lustig ist das Zigeuner leben” oder “spiel Zigan” à la Emmerich Kálman oder was total deprimierendes.

    Habe mal eine ostdeutschen Kollegen gesprochen. Der hat gesagt, daß es sehr schwer war mit den Zigeunern in Ostdeutschland, nach dem Fall des Kommunismus. Die Diebstähle in den Läden rund um das Asylwohnheim stiegen. Die Zigeuner haben vor dem Wohnblock ihre Notdurft verrichtet, auch die Frauen in den blumigen buschigen Röcken der Guttenbrunner Tracht, ihre Purandei wurden in aller Öffentlichkeit gezüchtigt und es gab sogar welche, die sich ihre ehelichen Pflichten in der Wiese vor dem Wohnheim nachgekommen sind. Also das war für die ostdeutsche Bevölkerung bestimmt auch sehr schwierig, zumal sie ja das nicht gewohnt war und eine niedrigere Toleranzgrenze damals hatte als sie es heute hat oder unsere Schwowe es jeher hatten. Es ist bei solchen Sachen halt sehr schwer beiden Seiten gerechtigkeit angedeihen zu lassen.

    Von Supersvabo in Aug 31, 2010 - 15:59

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