Florescu, Florescu und kein Ende

4. März 2011
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Kein anderes Buch hat in letzter Zeit die Gemüter der Banater Schwaben so erregt wie „Jacob beschließt zu lieben“ von Catalin Dorian Florescu. Das Internet und die modernen Medien haben das Thema noch einmal extra aufgebauscht. Vergleiche mit „Niederungen“ von Herta Müller sind gezogen worden und ich wage zu behaupten, dass die Empörung der Banater Schwaben mindestens genau so groß ist wie bei Erscheinen des Werkes der Nobelpreisträgerin.

Der Aufschrei unter den Banater Schwaben wurde vor allem durch Vorabveröffentlichungen erzeugt, in denen die deutschen Bewohner des Banats nicht sonderlich gut weggekommen sind, um es mal freundlich auszudrücken. Ob dies gezielt vom Verlag so geschehen ist, kann man natürlich wie immer nicht sicher sagen. Aber ich bin der Meinung, dass auf jeden Fall hier mit der Empörung der Banater Schwaben gerechnet wurde. Und demzufolge der C.H. Beck uns mehr oder weniger zu Werbezwecken ausgenutzt hat.

Denn wer das Buch liest, was mittlerweile schon viele gemacht haben, wird sehen, dass es bei weitem nicht so schlimm ist, als die Vorabveröffentlichungen zu erwarten ließen. Es gab Überlegungen gegen das Werk und den Verfasser gerichtlich vorzugehen. Doch muss ich diesen eine Abfuhr erteilen. Ich habe selbst mit dem Gedanken gespielt, aber nachdem ich „Jacob beschließt zu lieben“ gelesen habe, habe ich da wenig Aussichten auf Erfolg. Es wäre nur weitere Werbung für den Verlag und Florescu. Wenn jemand dagegen vorgehen könnte, dann höchstens die Familie Oberten, also die realen Personen auf denen das Werk beruht.

Mittlerweile hat sich auch die Stimmung unter den Banater Schwaben etwas gedreht. Es gibt nicht mehr nur Gegner des Werks, sondern auch Befürworter. Mir persönlich hat es überhaupt nicht gefallen. Nicht wegen der literarischen Fähigkeiten des Autors, sondern wegen der negativen Darstellung der Banater Schwaben.

Florescu beschreibt in seinem Werk nicht DIE Banater Schwaben. Er beschreibt auch nicht DIE Triebswetterer oder DIE Familie Obertin. Nein in meinen Augen beschreibt er die Landbevölkerung in Rumänien zu dieser Zeit und vereint alle negativen Eigenschaften dieser auf die Banater Schwaben in seinem Werk. Angefangen bei der Anrede „Bruder und Schwester“. Welche Banater Schwaben haben sich mit Bruder oder Schwester angesprochen? Ist es nicht eher bei den Rumänen der Fall, dass man ständig „frate“ hier und „frate“ da hört? Vor allem wenn man jemandem helfen soll? Genau so das Thema Aberglauben. Wir und unsere Ahnen waren zwar gläubig, aber abergläubisch waren doch eher die Rumänen. Solche Beispiele sind im gesamten Werk verstreut, darunter das rumänische Nationalgericht „Mamaliga“ (Maisbrei) oder das ständig auf den Boden spucken (ich hätte da vermutlich einen Klapps auf den Mund bekommen, wenn ich mich so etwas getraut hätte).

Florescu vereint all diese negativen Eigenschaften und schreibt sie den Banatern zu. Die Rumänen dagegen lässt er durchweg positiv erscheinen. Da ist zum Beispiel „Popa Pamfilie“, der orthodoxe Priester, der aufgrund des reißenden Flusses zum Nichtstun verdammt ist. Doch anstatt sein Leben mit Nichtstun und Saufen zu verbringen, gräbt er alte Knochen aus, um ihnen ein christliches Begräbnis zu verschaffen. Welche Nächstenliebe, die noch größer scheint, da er unter Lebensgefahr den armen Schwabenjungen Jacob erst gesund pflegt und dann versteckt. Doch damit nicht genug. Die Rumänen aus der Gemeinde des Priesters riskieren ihr Leben, um getauft, beerdigt oder verheiratet zu werden. Und das ganze Dorf steht hilfsbereit hinter den Bedürftigen, die den gefährlichen Fluss überqueren müssen. Den Höhepunkt findet diese Darstellung in der Verherrlichung einer rumänischen Braut bzw. des Brautpaars. „Auch ein Brautpaar kam hinüber, denn der Bräutigam zog es vor, sich in Lebensgefahr zu begeben, als weiterhin auf seine Hochzeitsnacht zu warten. Beide Eheleute wurden umarmt und verabschiedet, als ob sie zu einer langen Reise aufbrächen, dann zogen sie ihre Schuhe aus, bekreuzigten sich und stiegen aufs Floß. Dieses Bild der Braut, die aufrecht dasteht, sosehr sich der Strom auch bemüht, sie aus dem Gleichgewicht zu bringen, geistert noch heute durch meinen Kopf. Widerspenstig und zu allem entschlossen, ließ sie sich an dem schönsten Tag ihres Lebens von niemandem aufhalten, nicht einmal von einer Naturgewalt.“ Wow, welch ehrwürdige und tolle Menschen, diese Rumänen doch waren. Ob das alle Banater Schwaben so wie Jacob in dem Roman sehen?

Was viele Florescu positiv zu Gute halten, und auch er selbst es so oft betont hat, die Darstellung der Deportation, Enteignung und Verschleppung. Florescu stellt sich selbst dar, als wäre er der erste rumänische Autor, der über diesen furchtbaren Teil der rumänischen Geschichte schreibt. Das ist lächerlich. Diese Themen kommen in dem Roman doch nur mehr als am Rand vor. Und als wirklich bedrohlich oder gefährlich für die Banater Schwaben wirken sie in meinen Augen auch nicht. Also hat auch hier Florescu die mögliche Chance vertan wirklich zu beschreiben wie es war. Warum nur? Hätte er dazu die Banater Schwaben zu positiv und seine rumänischen Landsleute zu negativ darstellen müssen?

Alles in Allem ist es schwer ein wirkliches Fazit zu ziehen. Vor allem wenn man als Banater Schwabe selbst emotional involviert ist. Mir fällt einfach die durchgängig negative Beschreibung unser Banater Ahnen auf, ja sogar mit Attributen, die kein Banater wirklich an seinen Landsleuten wieder erkennen würde. Im Vergleich dazu werden die eigenen Landsleute des Rumänen Florescu deutlich positiv dargestellt.

Es bleibt also die Frage warum macht dies Florescu? Warum schreibt er nicht wie es wirklich war, wenn er so viel recherchiert hat, wie er es in allen Interviews behauptet? Er schreibt nicht über die Banater Schwaben, sondern er schreibt über ein Landvolk mit negativen Eigenschaften und gibt diesen reale Namen oder nennt sie Banater Schwaben. Diese Frage zu beantworten wird wohl kaum möglich sein. Aber ich möchte mal eine Interpretationsmöglichkeit anbieten, von der ich noch nirgends gelesen habe. Und die in meinen Augen einiges erklären dürfte.

Betrachten wir mal Jacob. Ein kränkelnder und schwächlicher Junge, der erst als Erwachsener etwas aus sich macht. Ich wage zu behaupten hier einen Vergleich zum Verfasser von „Jacob beschließt zu lieben“ ziehen zu können. War nicht auch Florescu in seiner Kindheit kränkelnd und durfte deshalb mit seinem Vater nach Amerika ausreisen? Und was hat die Mutter in dieser Zeit gemacht? War sie mit? Dann stellt sich genau wie bei Elsa Obertin die Frage, von welchem Geld haben die Florescus in Amerika gelebt? Und wie sind sie an dieses Geld gekommen? Ist sie alleine zuhause geblieben, muss man sich wiederum genau die gleiche Frage stellen. Was hat Mama Florescu in dieser Zeit so „getrieben“? Spiegelt sich nicht vielleicht in den Vorwürfen von Jakob seiner Frau gegenüber, das sie sich in Amerika prostituiert hat, eventuell die Vorwürfe von Florescu und seinem Vater der Mutter wieder?

Oder betrachten wir Jakob mit K. Florescus Vater wird sicher einiges getan haben, um mit seinem Sohn ausreisen zu dürfen. Genau wie Jakob, der sich nimmt was zu seinem Vorteil ist, ohne Rücksicht auf seine Mitmenschen.

Schreibt Catalin Dorian Florescu etwa in „Jacob beschließt zu lieben“ nicht über die Banater Schwaben, sondern über sich? Dann wird es in meinen Augen auf einmal verständlich, warum er die Banater Schwaben so negativ darstellt. Es geht ihm nicht um uns Banater, sondern er benutzt uns nur, um seine eigene Geschichte zu schreiben. Und bettet sie einfach in die Geschichte der Banater Schwaben ein.

Was in meinen Augen auch dafür spricht ist, dass seine letzten Bücher alle durchweg mehr oder weniger ein Flop waren. Sobald er über etwas schreibt, was er nicht selbst erlebt hat, verliert er seinen Glanz. Er braucht also um als Autor überleben zu können wieder einen Erfolg. Und erfolgreich war er nur, wenn er aus seinem eigenen Leben schrieb. Was also passt besser, als seine eigene Geschichte in ein Thema zu schreiben, dass eh gerade aufgrund des Literaturnobelpreises für Herta Müller modern ist?

 

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649 Responses to Florescu, Florescu und kein Ende

  1. Anonymous on 28. März 2012 at 20:56

    Stimmt, in der Banater Post wurde das Buch besprochen. Vor fast einem Jahr.

  2. Anonymous on 28. März 2012 at 18:37

    Un was saan die Triebswetterer dazu? Da hat ja nur eener gschrieb. Außerdem stand doch was in der Zeitung dazu, is awr schun e Weil her. Hat mir gfall.

  3. Anonymous on 28. März 2012 at 18:18

    ja die welle schwabbt ab,mit’m Floreschcu. Trotzdem schwach von der Landsmannschaft, dass sie Triebswetter so stehen hat lassen, die Angst gelackmeiert zu bleiben, wie bei Herta Müller ist wohl groß.

  4. Anonymous on 28. März 2012 at 10:17

    Die einzige logische Stellungsnahme:

    “Lass dich nie mit Idioten ein. Zuerst ziehen sie dich auf ihr Niveau runter und schlagen dich dort mit ihrer Erfahrung”

  5. Bela Langosi on 28. März 2012 at 10:03

    Alter mann kiss: warst du bei der securitate weil du so frustriert bist?

  6. getkiss on 28. März 2012 at 09:43

    “florescu ist nicht ausgelutscht”
    Noch nicht.
    Aber alle Varianten von Öchsli schon!
    Ansonsten gilt für alle diese Variantensetzlinge:

    “Lass dich nie mit Idioten ein. Zuerst ziehen sie dich auf ihr Niveau runter und schlagen dich dort mit ihrer Erfahrung”

  7. Bela Langosi on 28. März 2012 at 09:18

    Das Thema Florescu ist ausgelutscht!

    florescu ist nicht ausgelutscht!

  8. Bela Langosi on 28. März 2012 at 08:45

    Zur Sache, meine Herrschaften!

    nu wat denn nu?

    san hier schwoben oder herrschaften? entscheidets euch

  9. siegen1990 on 27. März 2012 at 21:21

    Was das mit Florescu zu tun hat? Die Legendenbildung beider.

  10. Anonymous on 27. März 2012 at 17:20

    Das Thema Florescu ist ausgelutscht!

  11. Anonymous on 27. März 2012 at 17:17

    Was hat das alles mit C. D. Florescu zu tun?

    Zur Sache, meine Herrschaften!

  12. Anonymous on 27. März 2012 at 16:45

    Lass dich nie mit Idioten ein. Zuerst ziehen sie dich auf ihr Niveau runter und schlagen dich dort mit ihrer Erfahrung.

  13. Anonymous on 27. März 2012 at 16:17

    Müll, Sondermüll…..

  14. Bela Langosi on 27. März 2012 at 16:10

    also, wenn CIA und BND mir die Gelegenheit gegeben hätten zu spionieren, ich die Fähigkeiten dazu gehabt hätte, ich hätte es von Herzen gerne getan. Dass Schwaben für BND und CIA gearbeitet hätten, ist doch eine ausgesprochene blödsinnige Ansicht vom Öxlein!

    aus deiner stellungnahme entnehme ich , dass die schwoben – bitte bringt mir hier nicht die Schwaben in Verruf – wohl bereit waren, aber die CIA sie nicht wollte, wohl weil sie sie für zu doof hielt?

    auf jeden fall hat sich die CIA nicht entblödet, eine siebzigjährige bei der einreise in die BRD nach dem Preis für 1 stück Butter in Ro zu fragen.

    auf diese wichtige Information hat die Nato wohl ihre Verteidigung gegen den erzfeind aufgebaut und so den heute allgemein herrschenden Kapitalismus gerettet

  15. Saupitt on 27. März 2012 at 15:21

    also, wenn CIA und BND mir die Gelegenheit gegeben hätten zu spionieren, ich die Fähigkeiten dazu gehabt hätte, ich hätte es von Herzen gerne getan. Dass Schwaben für BND und CIA gearbeitet hätten, ist doch eine ausgesprochene blödsinnige Ansicht vom Öxlein! Und ich behaupte jetzt mal Elena Tschautschesku hatte drei Titten! Könnte doch genauso richtig sein, wie die Räubergeschichte von Lang-öcsi/ghiunter mit der CIA und BND.

    Ach ja, dass ich es nicht vergesse das obligatorische und ewig gülitge Sprüchlein, dass so wunderbar auf öcsi/ghiunter/bela langosi gemüntzt ist:

    Lass dich nie mit Idioten ein. Zuerst ziehen sie dich auf ihr Niveau runter und schlagen dich dort mit ihrer Erfahrung.

  16. siegen1990 on 27. März 2012 at 14:49

    “oha, jetzt macht man die securitate mADIG WEIL SIE DIE WEST-SPIONE NICHT ENTTARNT HAT?”
    ___________________________________________________________________

    Oha, der Verschwörungstheoretiker.

  17. Bela Langosi on 27. März 2012 at 14:28

    Das wäre dann ein gewaltiges Armutszeugnis für die Securitate gewesen.

    oha, jetzt macht man die securitate mADIG WEIL SIE DIE WEST-SPIONE NICHT ENTTARNT HAT?

    wie soll das gehen dbei 10% Feinde des Landes und des regimes? alle 250.000 Schwoben ab in den Baragen etwa?

  18. siegen1990 on 27. März 2012 at 14:07

    “so? woher weisst du wieviele schwoben in ihrem ungezügelten hass auf rumänien für westliche geheimdienste gearbeitet haben?”
    _______________________________________________________________

    Das wäre dann ein gewaltiges Armutszeugnis für die Securitate gewesen.

  19. Bela Langosi on 27. März 2012 at 13:57

    berichte an die securitate und CIA und BND

    securitate, vielleicht,

    die beiden anderen wohl kaum, das entspricht der Lügenfantasie unseres Bela Ochsen

    so? woher weisst du wieviele schwoben in ihrem ungezügelten hass auf rumänien für westliche geheimdienste gearbeitet haben?

  20. Saupitt on 27. März 2012 at 13:21

    lernen’S G’schichte! öcsi/ghiunter/Bela Lungöcsi!

    Ansonsten:

    Lass dich nie mit Idioten ein. Zuerst ziehen sie dich auf ihr Niveau runter und schlagen dich dort mit ihrer Erfahrung.

  21. Bela Langosi on 27. März 2012 at 13:16

    Dabei hat sie die Triebswetter im Regen stehen lassen.

    aha,daher der name des kaffs

  22. siegen1990 on 27. März 2012 at 13:14

    “geschichte wird von siegern geschrieben, im banat sind es die wallachen, also hat florescu auch die geschichten zu den triebwetter schwaben geschrieben. es hat sich ja keinen von uns schwaben gefunden, der was geschrieben hätte.”
    _________________________________________________________________________

    Na ja, auf den Gedanken, rumänischen Habitus den Deutschen anzudichten, konnte nur ein -escu (aus der Erfahrung heraus, sich mit fremden Federn zu schmücken) kommen.

  23. Anonymous on 27. März 2012 at 13:06

    berichte an die securitate und CIA und BND

    securitate, vielleicht,

    die beiden anderen wohl kaum, das entspricht der Lügenfantasie unseres Bela Ochsen.

  24. Anonymous on 27. März 2012 at 13:05

    die Landsmannschaft hat aus dem Umgang mit Herta Müller gelernt, lieber mal nix sagen und sich wegducken. Dabei hat sie die Triebswetter im Regen stehen lassen.

  25. Saupitt on 27. März 2012 at 12:56

    @ öxi, baiete te-a intrebat cineva ceva?

    ansonsten:
    Lass dich nie mit Idioten ein. Zuerst ziehen sie dich auf ihr Niveau runter und schlagen dich dort mit ihrer Erfahrung.

  26. Bela Langosi on 27. März 2012 at 12:32

    es hat sich ja keinen von uns schwaben gefunden, der was geschrieben hätte.

    doch, berichte an die securitate und CIA und BND

  27. Bela Langosi on 27. März 2012 at 12:31

    geschichte wird von siegern geschrieben

    genau, und du bist ein LOSER

    gott ist gerecht

  28. Saupitt on 27. März 2012 at 11:50

    geschichte wird von siegern geschrieben, im banat sind es die wallachen, also hat florescu auch die geschichten zu den triebwetter schwaben geschrieben. es hat sich ja keinen von uns schwaben gefunden, der was geschrieben hätte.

  29. siegen1990 on 25. März 2012 at 14:56

    “… zwei Jahrhunderte rumänischer Geschichte …”
    _______________________________________________________

    Ein echter Schenkelklopfer, wie das Etikett des temeswarer Biers.

  30. Norbert Bingert/ Polkakeenich on 25. März 2012 at 14:28

    Ich habe mal genau gelesen und mir ist aufgefallen das der Roman von Florescu, nich als Roman sondern, als Geschichte der Banater Schwaben empfunden wird …….

    Hier ein Ausschnitt:Florescu und Fatah schließlich lassen die autobiografischen Bezüge weitgehend hinter sich und tauchen statt dessen tief in die Geschichte ihrer Herkunftsländer Irak und Rumänien ein: Florescu, indem er am Beispiel einer aus Lothringen in den Banat eingewanderten Familie zwei Jahrhunderte rumänischer Geschichte aufrollt,

    Und genau hier liegt der Hund begraben !

  31. Anonymous on 25. März 2012 at 13:07
  32. Bela Langosi on 23. März 2012 at 08:44

    Keine Angst, es gibt Servietten.

    in triebswetter? servietten für mamaliga?

  33. Anonymous on 23. März 2012 at 08:10

    „Von Liebe, die von manchen professionellen Lobliedschreibern gesehen und
    gefühlt wird, kann ich leider darin nichts finden, auch wenn der Roman mit noch so
    „hochwertigen, professionellen, schriftstellerischen Mitteln und Techniken“ geschrieben
    wurde.“ (Lorraine)
    Schon lange her, dass ich das Buch gelesen habe. Den Jacob zeichnet er als Weichei, bleibt im Unbestimmten und stattet ihn aus mit den Wesenszügen eines Sonderlings.
    Natürlich ist die ganze Frederic-Geschichte ein Schmarrn. Keine gute Eigenschaft (außer Führungsqualitäten) dichtet der Autor ihm an, dafür Hinterhältigkeit und kriminelles Potential.
    Klar war der ein Kind seiner Zeit – aber die Häufung mieser Charaktereigenschaften ist doch auffallend.
    Was mir spontan positiv einfällt ist die Schilderung der Fahrt die Donau hinab.

  34. Anonymous on 22. März 2012 at 17:09

    Keine Angst, es gibt Servietten.

  35. Bela Langosi on 22. März 2012 at 16:09

    Der Mensch lebt nicht vom Brot allein (auch nicht von den Langosch), sondern von geistiger Nahrung mit Mumm und Esprit.

    dann pass auf dass du dich mitdem mumm und mit dem esprit nicht bekleckerst

  36. Anonymous on 22. März 2012 at 15:56

    Der Mensch lebt nicht vom Brot allein (auch nicht von den Langosch), sondern von geistiger Nahrung mit Mumm und Esprit.

  37. Bela Langosi on 22. März 2012 at 15:08

    Danke für den Mumm und den Esprit!

    wieso dankst du dem dafür?

    dasidst nicht was zum essen und du hast auch nichts erhalten

    du hast jetzt auch noch weder mumm noch esprit

  38. Anonymous on 22. März 2012 at 14:26

    Danke für den Mumm und den Esprit!
    Ist das hier eine Erstveröffentlichung?
    Hat der Florescu schon was dazu gesagt oder geschrieben?
    Hat der Beck-Verlag schon reagiert? z. B. durch eine 2., verbesserte Auflage mit Richtigstellungen.

  39. Bela Langosi on 22. März 2012 at 14:07

    Suchst Du noch das Langos-Rezept

    erfolglos wie man sieht, ich wette die pflaumen hier bringen auch kein mamsliga-rezept zustande

    oder bist Du schon unter die Literaturkritiker gegangen,

    was ist eigentlich einer der einen literaturkritiker kitikt?

    ein literaturkritikerkritiker?

    dasandere ist ja klar:langoschrezeptsucherundbeidieschwobennichtfinder

  40. Anonymous on 22. März 2012 at 13:56

    Langosi! Suchst Du noch das Langos-Rezept oder bist Du schon unter die Literaturkritiker gegangen, Vorsicht nicht ausrutschen!

  41. Bela Langosi on 22. März 2012 at 12:42

    Der Text stammt von einem Triebswetter, der einzige….

    der zwar nicht lesen aber dafür auch nicht schreiben kann, es aber trotzdem tut?

    Florescu du bist ein marketing-genie, na ja er hatte ein vorbild, Herta Mayer?

  42. Bela Langosi on 22. März 2012 at 12:35

    Wer liest diesen Wort-Dschungel?

    Wort-Dscungel würde ich das nicht nennen, im Dchungel herrscht immerhin ein Gesetz, das Gestz des Dschungels.

    in diesem müll der uns hier präsentiert wird herrscht nur das gesetz der dummheit, florescu hat seinen schwoben noch sehr geschmeichelt…

  43. Anonymous on 22. März 2012 at 12:17

    Der Text stammt von einem Triebswetter, der einzige, der den Mumm und den Esprit hatte bis jetzt dem Schandwerk Florescus entgegenzutretten. Nähere Informationen auf der Homepage der HOG Triebswetter. Herrn Balzer sei für sein mutiges Engagement im Namen zahlloser Schwaben gedankt. Um so sonderbarer muss es wirken, wenn die Landsmannschaft hier entweder schweigt oder sich gar zum Erfüllungsgehilfen des Mainstream-Literaturbetriebes macht und sich wohlwollend über Florescus Werk äußert.

  44. Anonymous on 22. März 2012 at 12:14

    -20- und Ende
    Erklärungen, Ergänzungen, Hinweise, Quellen (Alle Zitate- auch im obigen Text- sind in
    Anführungszeichen, meine Bemerkungen- neben Zitaten- sind in der Regel in Klammer)
    (1) Es wird soviel gelogen, betrogen, gespickt, geschwindelt, gemobbt, geneckt, genervt, gestört, bedroht, geprügelt (weil der
    andere Hausaufgaben macht) u.s.w. wie in den letzten 40 Jahren noch nie! In dieser Hinsicht wurde von Sylvia Hamacher
    ein Buch „Tatort Schule“ geschrieben. Laut ZDF (Dez. 2011) wird in 9 von 10 deutschen Schulen gemobbt. Haben die
    Triebswetterer auch „ihre Hausaufgaben“ gemacht?
    (2) Professionelle Lobliedschreiber sind Leute, die teils von den Autoren, teils von den Verlagen Informationen bekommen, um
    die richtige Werbung für ihre Werke zu machen, sie kennen die Inhalte der Werke, die Klappentexte (von der Rückseite)
    schon vor deren Veröffentlichung und geben immer positive 5-Sterne-Wertungen (oder Rezensionen) ab. Manchmal sind es
    die Autoren oder Vertreter der Verlage selbst, die auch unter mehreren Benutzernamen (Nicknamen) bei verschiedenen
    Portalen im Internet Bewertungen abgeben.
    (3) Dieter Nuhr hat auch ein Buch geschrieben. „Gibt es intelligentes Leben?“
    (4) Interview Florescus bei Cafehaus-Kultur, Radio Temeswar im August 2010.
    (5) Klappentext ist der Text auf dem hinteren Deckel eines Buches, wo in der Regel eine Inhaltsangabe zum vorliegenden Werk
    abgedruckt ist.
    (6) Die Begriffe Rumänische Nationalkommunisten und Kleptokraten werden auch im Siebenbürgen-Blog im Internet
    verwendet.
    (7) Casting ist die Auswahl von Kandidaten, Schauspieler, die in einem Film eine geeignete Rolle übernehmen wollen.
    (8) Aus einem relativ ausgewogenen Bericht im Badischen Tagblatt, März 2011 vom Oberbürgermeister der Stadt Baden-
    Baden, wo Florescu als Stadtschreiber tätig war. Er „verließ Baden-Baden mit einem lachenden und einem weinenden
    Auge“. Einige ehemalige „Flüchtlinge haben sich wegen Verunglimpfung ihrer Kultur“ an die Medien gewandt.
    (9) Bericht, Interview mit Florescu im Schweizer Radio DRS2 mit Felix Schneider.
    (10) Triebswetterer mit akademischer Ausbildung, in der Regel Universität, Ingenieure, Direktoren, mehrere Deutschlehrer (also
    Literaturkundige), Naturwissenschaftler, Pfarrer, u.s.w. Wichtige Tipps gibt es auch von einem Literatur-Professor Doktor
    aus Österreich.
    (11) Homepage der Triebswetterer: http://www.hog-triebswetter.de
    (12) Manche Autoren oder Verlage veröffentlichen vor der Auslieferung der Bücher Originaltexte aus dem Inhalt, damit sich die
    Leser ein Bild über das Werk machen können.
    (13) Familienbuch der Triebswetterer, auch „Treffil-Buch“ genannt, in welchem alle Namen von der Ansiedlung her aufgeführt
    sind. Hier kann man aber auch Kurzgeschichten über einzelne Personen oder Familien lesen. Die Daten wurden von einem
    Triebswetterer Schmiedemeister gesammelt und von Heinz Vogel veröffentlicht. Das ist aber keine Dorfchronik, da es nicht
    um eine zeitliche Abfolge der Ereignisse geht.
    (14) Den Burghüter gibt es nicht bei den Banater Schwaben, den gibt es aber bei den Siebenbürger Sachsen, das ist bei den
    Banater Schwaben der Messner.
    (15) Familienbuch, Zitat Seite 227: „Alexander Nepper geb.1819, verst. 1911. Er hat hier in Triebswetter im Jahre 1883 die erste
    Apotheke gegründet, welche bis heute (1933) noch unter dem wt. Namen Nepper besteht. Sein Weib Anna Skribek geboren
    in Wien-Nusdorf.“
    (16) DZM ist das Donauschwäbisches Zentralmuseum Ulm.
    (17) Ich komm nicht drum herum, aus der Zeit der Entstehung von Baden-Württemberg einen Witz anzubringen. Der Enkel
    kommt zum Militär (zum Bund) und schreibt seinem Opa, dass sie 7 Badener und 5 Schwaben sind. Und der Opa antwortet:
    „freut mich, dass ihr schon 5 Gefangene gemacht habt“.
    (18) Cyberkrieg ist die Bezeichnung für ein im Internet über die Telefonleitungen geführter Krieg.
    (19) Manche Rumänen lebten im Banat „wie die Maden im Speck“. Jetzt ist der Speck weg, jetzt diskriminiert man den
    Hersteller. Die Nationalkommunisten- also die Eltern und Großeltern- haben uns um Haus und Hof gebracht und die Söhne
    bringen uns jetzt um unsere Identität.
    (20) Bei den Banater Schwaben und im Banat wurde von mir nie ein Ochsenkarren gesichtet.
    (21) Baldreit-Stipendium der Stadt Baden-Baden wird Künstlern auf Antrag gewährt, die dann 6 Monate lang mit einer Wohnung
    und 750 Euro pro Monat ausgestattet werden, dafür müssen sie Zeitungsberichte für die Stadt schreiben.
    (22) Demokratie? Ich bin mir nicht mehr „ganz sicher“, wenn ich die Presseberichterstattung zu dem Roman betrachte. Man hat
    oft von den „Betonköpfen“ aus östlichen Diktaturen berichtet;- bei jenen wuchs aber der Beton von außen nach innen und
    bei unseren „Berichterstattern“, die alles nur „einseitig sehen und das als ihre eigene Meinung verbreiten“, wächst der
    „Beton“ um einen Stecknadelkopf von innen nach außen!
    (23) Turu aus Iserlohn, Kommentar am 17.02.2011 (DER ROMAN KAM ABER AM 23.02.2011 heraus). Ein Hellseher?
    (24) Highlights sind in unserem Sinne hier herausragende, einmalige, unübertroffene Spitzenbewertungen.
    (25) Viele Landsleute- sowohl aus Triebswetter als auch aus anderen Banater Orten- haben dazu beigetragen, dass ich diese
    ganzen Informationen über Florescu und seinen Roman erhalten habe. Vielen Dank an alle von hier.
    (26) Links sind die Namen der Internetseiten, die man eintippen muss, wenn man sich diese ansehen möchte.
    (27) Aus einer Programmvorschau von VOX: “Tradition ist alles! Roma…Djuliana ist 15, ihr Bräutigam ist 17. Nach Tradition
    und Sitte sind sie damit längst im heiratsfähigen Alter.” (Vergl. Roman: “animalische Kopulation…beide waren noch nicht
    sechzehn…”)
    (28) Dass die Schwaben für Florescu im Banat nicht willkommen waren, wird mit dem Satz verdeutlicht: „das alles war
    Gottesland“ und daher kam es zu einer „ Serie von Unfällen, Morden und Selbstmorden in Triebswetter“.

  45. Anonymous on 22. März 2012 at 12:13

    -19-
    und Arad. In dieser Zeit ist mir kein Rumäne, mit der Dreistigkeit und Unverschämtheit des
    Herrn Florescu untergekommen, der in seinem Roman, Lebensgewohnheiten zweier Volksgruppen
    dermaßen miteinander durchmischt und verwechselt, dass man nicht “so viel fressen
    kann”, wie man “kotzen möchte” .
    Und wenn jetzt noch jemand kommen sollte und uns etwas von Nazis vorhalten will, so
    verweise ich auf die vorher beschriebenen Betonköpfe, der „Generation Doof“ und der
    anfangs erwähnten „Wieczorek-Trilogie“. Es geht darum, sich erst genau zu informieren und
    dann eine „eigene Meinung“ zu haben. Ich glaube, DASS WIR (Triebswetterer vor allem und
    die anderen Banater Schwaben im Allgemeinen, wenn einige es auch nicht glauben wollen)
    von einem rumänischen Nationalkommunisten oder dessen Nachkomme in dem Roman
    erniedrigt und DISKRIMINIERT WERDEN. Noch einmal: wenn der Roman eine FIKTION
    darstellen soll, dann darf der Name Triebswetter, der Name der Banater Schwaben und die
    Namen aller real existierender Personen und deren Vorfahren/Nachfahren NICHT genannt
    werden, egal wie schön, toll und professionell die schriftstellerische Leistung ist. Wenn
    Florescus Fiktion „zählt“ und unsere Rechte i.b. auf Tatsachen missachtet werden, kann man
    dann noch von einer ausgewogenen Berichterstattung sprechen? Und falls jemandem das
    Wort „Fremdenfeindlichkeit“ einfallen sollte, so gilt das eventuell für Florescu(28) und den
    C.H. Beck-Verlag den Banater Schwaben im Allgemeinen und uns Triebswetterern im
    Besonderen gegenüber.

  46. Anonymous on 22. März 2012 at 12:12

    -18-
    dürfte ER ihnen gar nicht erlauben. Kennen Sie oder waren Sie schon jemals in einem Banat-
    Schwäbischen Haushalt? Dann müssten Sie wissen, dass Strohdecken, Maisbrei, Popen,
    Bruder und Schwester im Banat und Triebswetter im täglichen Gebrauch keineswegs
    verwendet wurden! Wo und wie haben Sie genauestens recherchiert? Die Triebswetterer
    haben ihr Dorf gegenüber Herumstreunern mit einer Nachtwache (Nachtswächter) geschützt.
    Warum kommen bei Ihnen neben „Habsburgern, Ungarn, Irdischen und Außerirdischen“-
    Herumstreunern nicht auch Rumänen und Zigeuner vor? Glauben Sie wirklich, dass die
    Habsburger Dynastie das nötig hatte? Warum degradieren Sie die Deutschen im Banat zu
    Zigeunern? Ich weiß, dass Zigeuner auch Menschen sind aber der Kulturkreis, aus dem Sie
    kommen, ist doch ein anderer, mit welchem ich mich, als Triebswetterer, nicht identifizieren
    möchte! (Siehe die Bilder 3 und 4) In Triebswetter lebten nach einer Statistik (auch Treffil-
    Buch) 2835 Deutsche, 37 Ungarn, 34 Rumänen, 101 Zigeuner- sesshaft auf einer Insel/
    Halbinsel oder vielleicht „Burg“?- und 21 Bürger anderer Nationalität. Warum beschreiben
    Sie den Lebenswandel der Zigeuner und jubeln es den Deutschen unter? Weil Sie nie einen
    Schwäbischen Haushalt gesehen haben und weil Sie Sitten und Bräuche eigener Volksst
    ämme- die Sie als Temeswarer auch nicht kennen- oder die von Zigeunern, beschreiben. Wir
    bekamen keine einzige Antwort von Florescu. Ich denke da auch an die Fernsehsendung Stern
    TV, wo der Reporter vor einer Tür steht, die ihm nicht geöffnet wird, er einen Megafon
    nimmt, mit einem Bagger bis vor das Fenster des 3. Stockwerkes gehievt wird, seine Fragen
    anbringen will aber niemand öffnet das Fenster und kann seine „Fragen“ beantworten. Das ist
    ganz einfach zu erklären: „Dreck am Stecken“!
    Während ich diese Zeilen schreibe läuft bei uns gerade ein Gerichtsverfahren gegen eine 14-
    Jährige(1), die zusammen mit zwei über 20-jährige Typen eine 13-Jährige mit Hochprozentigem
    (erzwungenes Komasaufen) „Volllaufen“ ließen, sie vergewaltigten, ihre „heldenhafte
    “ Tat filmten und den Film ins Internet stellten. Und was lesen wir bei Florescu? Gewalt,
    schmutziger Sex von Minderjährigen, Vergewaltigung, ständig von Schnaps besoffene
    Schwaben… Gleichzeitig erscheinen solche Typen und geben „anonym positive“ Bewertungen
    für den Roman ab, weil das ja „ihre Welt, also auch für sie Normalität“ ist. Wie sich
    doch die Zeiten und Menschen gleichen!
    Immer wieder gibt es bei uns in den Medien Meldungen von rumänischen Duos oder Banden,
    die Einbrüche in Privathäusern, in Vereinsheimen, Scheckbetrügereien, u.s.w. verüben. Man
    kann fast schon den Wecker danach stellen. Ein Highlight war eine Meldung: „Mit brachialer
    Gewalt, das Schaufenster einer Bank mit einem Schaufelbagger zerbrochen und den Kontoauszugsdrucker
    aus der Verankerung gerissen und geklaut“. Vor kurzem klaute ein Rumäne
    im Auftrag eines anderen aus Rumänien wertvolle Brieftauben und brachte sie nach
    Rumänien. Weil dem Ersten 5000 Euro versprochen wurden, er aber nur 1000 bekam, ist der
    Diel aufgeflogen. Von einer rumänischen Firma, die Bioprodukte nach Italien lieferte, von wo
    sie nach ganz Westeuropa verteilt wurden, erfuhr man, dass diese Bioprodukte gefälscht
    waren. Weiter gab es Aufsehen über eine rumänische Bande, die in Pforzheim ein „Flatrate-
    Bordell“ betrieben haben. Die „Freier“ mussten einmal bezahlen und konnten sich dann, so
    lange sie wollten, an jungen Rumäninnen „bedienen“, die zu ihrem „Glück“ mit Drohungen,
    dass ihren Angehörigen in Rumänien etwas zustößt, gezwungen wurden. Wenn mich jetzt
    jemand fragt: „Wo liegt denn Triebswetter oder das Banat?“, dann würde ich ungern
    „Rumänien“ sagen wollen!
    Ich bin laut Florescu ein „Pechvogel“, weil ich in Triebswetter geboren wurde. Die ersten
    Schulklassen besuchte ich in Triebswetter, Lyzeum und Universität (1961-1970) dann in
    Temeswar und konnte mehr als 25 Jahre mit Rumänen, Ungarn, Türken, Bulgaren, Serben,
    Deutschen, u.s.w. leben, zusammen lernen, studieren und arbeiten. Unser Lyzeum hatte 4
    Rumänische Parallelklassen, zwei Deutsche, eine Ungarische und eine Serbische und das
    Zusammenleben war beispielhaft. Als Sportler konnte ich das ganze Land (Rumänien)
    bereisen und ich hatte Freunde in Bukarest, Ploieºti, Craiova, Bacãu, Constanþa, Temeswar

  47. Anonymous on 22. März 2012 at 12:11

    -17-
    als Verräter und Überläufer bezeichnet? „Selbstmörder, Pechvögel, rumänische Informanten“:
    das menschenunwürdige System war bis in allen Ecken und Winkeln organisiert, das Informationssystem
    hat wunderbar funktioniert (nicht so wie Windows heute), man sagte sogar
    „die Wände haben Ohren“. So wurden Mitte der 50-er Jahre zwei Triebswetterer von der
    Securitate erschlagen (wer nicht weiß, was es bedeutet: verprügelt, bis sie tot waren) und es
    hieß nachher, sie hätten Selbstmord begangen. Und wie kam die Securitate gerade auf die
    Beiden? 1-2-3. Richtig! Informanten!
    Wir haben einen Fragenkatalog an Florescu zusammen gestellt, leider konnte uns Florescu
    noch keine einzige Antwort geben. Ich nenne hier nur einige wenige Beispiele. Wann kamen
    ihre Vorfahren nach Temeswar oder ins Banat? Wurde einer ihrer Verwandten, Bekannten,
    Nachbarn von Deutschen im 2. Weltkrieg misshandelt oder ermordet? Enthält ihr Roman
    Jakob auch Autobiographisches bzw. etwas über ihre Vorfahren? Woher kamen ihre Vorfahren
    ins Banat? Spielt sich die Handlung des Romans „Zaira“ (das Leben auf dem Lande) in
    diesem Ort ab oder war es ein anderer Ort? Haben Sie in dem Roman „Zaira“ auch Namen
    real existierender Personen verwendet? Wissen die Protagonisten das oder waren sie froh
    berühmt geworden zu sein? Wissen Sie, warum in den kommunistischen, rumänischen
    Geschichtsbüchern von den Ländereien Südrumäniens 900 Jahre verschwiegen wurden?
    Welcher Tätigkeit ging ihr Vater während ihrer Temeswarer Zeit nach? Was meinten Sie in
    ihrem Roman „Wunderzeit“ mit den „Pflichten ihres Vaters, der Miliz zu berichten“? Können
    Sie den Unterschied zwischen Miliz und Securitate erklären? (Unsere Antwort: dieselbe
    Organisation, die Miliz in Uniform und die Securitate in Zivil.) Sie waren in den 70-er Jahren
    mit ihrem Vater in Italien und Amerika, gingen zurück nach Rumänien und flüchteten 1982
    (mit 15 Jahren) ERNEUT in die Schweiz. Können Sie mir erklären, warum mich das Wort
    ERNEUT stört? Sie haben doch Psychologie studiert? Sind Sie mit einem Reisepass
    geflüchtet oder haben Sie die Grenze aus der Sicht des damals kommunistischen Rumäniens
    unter Ceausescu „illegal“ mit dem Risiko erschossen zu werden, (was vielen passierte)
    verlassen? Warum sind Sie in die Schweiz geflüchtet? Italien wäre doch für Sie vom sprachlichen
    Standpunkt einfacher gewesen? Latein, Italienisch, Rumänisch ist doch fast dasselbe.
    Sie waren bei der Ausreise/Flucht in die Schweiz erst 15 (1967-1982). Wovon haben ihre
    Eltern den Familienunterhalt verdient? Warum haben Sie gerade Deutsch gelernt? In der
    Schweiz hätten Sie auch Italienisch oder Französisch lernen können? Beide Sprachen liegen
    als romanische Sprachen Rumänen besser. Haben Sie schon in Rumänien eine rumänischdeutsche
    Schule besucht? (Wir wissen genau, dass er nicht in der Lenau-Schule war.) Können
    Sie erklären, warum Sie den Banater Schwaben, einer Minderheit in Rumänien,
    Lebensgewohnheiten von Zigeunern, die auch unter Ceausescu noch nicht sesshaft waren, in
    ihrem Roman „Jakob“ unterjubeln? Können Sie erklären, warum Sie im Roman „Zaira“, das
    Leben auf dem Lande, alles mit hellen, schönen, farbenfrohen Tönen beschreiben, es werden
    Lobeshymnen gesungen, die mit Honneckers und Ceausescus Parteiprogrammen konkurrieren
    könnten und im Roman „Jakob…“ (von uns absichtlich öfters falsch geschrieben) über Triebswetter
    und Banater Schwaben sehr düster über Gewalt, Verschwörung, Verschleppung,
    Vertreibung und Verrat berichtet wird? Sie haben Psychologie studiert- sonst könnte man
    ihnen Unwissenheit attestieren- und haben VORSÄTZLICH die Banater Schwaben diskriminiert
    und verleumdet. In wessen Auftrag haben Sie eigentlich gehandelt? ODER Wie sind
    Sie überhaupt auf Triebswetter gekommen und warum haben Sie den Namen nicht geändert?
    Warum verwenden Sie die Namen real existierender Personen (lebender oder verstorbener)
    die Sie aus dem Familienbuch der Triebswetterer, das „Treffil-Buch“, übernommen und einen
    Buchstaben verändert haben? Obertin wird Oberten gelesen, Renon wird Reno gelesen,
    Manoeuvre wird Manöwer gelesen und Gogo hat Treffil falsch geschrieben und Florescu
    auch. Was hat ihnen Vetter Jakob, der heute noch lebende Jakob Oberten und nicht Bruder
    Jacob oder gar frère Jacques erlaubt? Was hat ihnen Heinz Vogel, der Herausgeber des
    „Treffil-Buches“ erlaubt? Den Gebrauch von erkennbar, veränderten, originalen Namen

  48. Bela Langosi on 22. März 2012 at 11:24

    ber die Ansiedlung
    des Banates konnte erst nach 1716, mit der Vertreibung der Türken aus dem Banat durch
    Prinz Eugen begonnen werden,

    danke für diese unfreiwillige ehrlichkeit, du schwobischer Reich-Rantzki

    also ist doch jemandaus dem banat vertrieben worden , und zar keine deutschen aber immerhin Türken – hast dsu fein herasgearbeitet Marcel

  49. Anonymous on 22. März 2012 at 11:22

    Wer liest diesen Wort-Dschungel?
    Eine seriöse Argumentation sieht anders aus!
    Florescu wird sich ins Fäustchen lachen!

  50. Anonymous on 22. März 2012 at 09:45

    -16-
    brachte einen Deutschen Bauernhof auf Vordermann; kein deutscher Vater verstieß seinen
    Sohn und zog einen Zigeuner vor; in Triebswetter schlugen keine Blitze in den Acker, weil es
    in Triebswetter total eben ist, das geschieht eher im Hügelland, wo Jakob ohne Name herkam;
    in Triebswetter gab es keinen Burghüter, der stammt von den Siebenbürger Sachsen u.s.w.
    Insofern stellt dieser Roman eine Identitätsverfälschung der Triebswetterer und Banater
    Schwaben dar. Wenn es um seine Landsleute (in “Zaira”) geht, dann sind dies wunderbare
    Menschen, nur wenn es um die Banater Schwaben und deren Vorfahren (in “Jacob”) geht,
    dann kommen Gewalt, Verrat, Niederträchtigkeit, Hunger und Durst, dreckverschmierte Füße,
    schmutziger Sex unter Strohdecken und Geburten auf dem Mist zum Tragen. „Der Roman ist
    ein provokatives Sammelsurium eines Schreibenden, der weder die zeitliche, geschichtliche
    oder ethnische Schiene eines seriösen Romans eingehalten hat“ (so ein bekannter Banater
    Publizist). Von Liebe, die von manchen professionellen Lobliedschreibern gesehen und
    gefühlt wird, kann ich leider darin nichts finden, auch wenn der Roman mit noch so
    „hochwertigen, professionellen, schriftstellerischen Mitteln und Techniken“ geschrieben
    wurde.
    Was fällt mir spontan zu einigen im Roman verwendeten Begriffen ein? „Animalische Kopulation
    “: ging nicht in den 60-er Jahren ein Gerücht in Rumänien herum, welches besagte, dass
    es eine (verbotene) Sekte gäbe, bei welcher sich die Mitglieder in einem verdunkelten
    Zimmer nackt auszogen und dann sexuell übereinander herfielen? Es war also möglich, dass
    der Vater mit der Tochter und die Mutter mit dem Sohne… Rumänische Gerüchte haben sich
    sehr häufig im Nachhinein als wahr erwiesen. „Sie und der Schnaps“: man bekam in jeder
    Kneipe überall im Banat und Rumänien einen „kleinen Monopol“ (schnapsartiges Getränk),
    wobei 100ml (also 10cl) und einen großen, wobei dann gleich 200 ml (20cl) ausgeschenkt
    wurden (Vergleiche: in Deutschland 2cl und 4cl). „Gestank nach Kot und Urin“: während der
    Deportation 1951 wurden die Banater Schwaben in Viehwaggons verfrachtet, eine Woche
    lang durch das Land gefahren und auf einer Steppe abgesetzt. Wie war es denn da mit den
    sanitären Anlagen bestellt und wer wäre dafür verantwortlich gewesen? „Urin im Nachttopf“:
    der Münchner Herbert Hiesl hat 1960 in seinem Kabarettstück „Der Feuerwehrmann“ gesagt:
    „Emma, wo ist denn mein Helm?“, worauf die antwortet: „Unterm Bett, aber pass auf, dass
    nichts verschüt’st“. Wer hätte sich denn kümmern sollen, dass in den Banater Dörfern
    Kanalisation und Wasserleitung installiert werden? „Dreckverschmierte Füße“: in Triebswetter
    gab es eine Ziegelei, die wir als Schüler seinerzeit besuchten, wo auch Zigeuner
    arbeiteten. Ihre Arbeit bestand darin, Lehm, Spreu und Wasser zu mischen. Und so stampften
    sie barfuss durch das Gemisch, bis es gebrauchsfertig war. In dieser Hinsicht ist es auch eine
    Diskriminierung der Arbeit dieser Leute, die eigentlich eine Arbeit gemacht haben, die wohl
    kaum ein anderer gemacht hätte. „Unter der Strohdecke den eben so übel riechenden anderen
    finden“: Dazu fällt mir leider nichts ein, weil wir keine Strohdecken benutzten und uns
    regelmäßig gewaschen haben. „Schwabenhof auf Vordermann gebracht“: als die Kollektivisierung
    (besser als Kollektivierung) vorgenommen wurde, hat man meinen Großeltern
    praktisch die Pferde und sonstige bäuerliche Gebrauchsgegenstände „freiwillig abgenommen“
    und sie im Gebäude der Kollektivwirtschaft untergebracht. Die dortigen Verantwortlichen
    (Nutznießer der rumänischen Kollektivisierung), die alles auf Vordermann bringen sollten,
    waren so pflichtbewusst und professionell, dass die Pferde zwei Wochen später tot auf dem
    Hof lagen. „Maisbrei“: Mais wurde eigentlich angebaut, aber an das Vieh verfüttert (und für
    die Schweine, Hühner, Enten und Gänse war er auch „nahrhaft“). Meine Großmutter rührte in
    einem Blecheimer, in dem sich warmes Wasser befand, den grob geschroteten Mais für die
    Schweine an. Wir können nur von Glück sprechen, dass Florescu das nicht wusste, denn wie
    wäre sonst „unser Maisbreiessen“ ausgefallen- im gemeinsamen Trog mit den Schweinen?
    „Verräter, Verbrecher, Überläufer“: den einheimischen Rumänen im Bãrãgan wurde gesagt,
    dass die Deportierten Verbrecher seien, mit welchen sie keinen Kontakt aufnehmen dürften.
    Hat uns nicht die Ceausescu Regierung bereits bei der Antragstellung und bei der Aussiedlung

  51. Anonymous on 22. März 2012 at 09:44

    -15-
    „Cafesatzlesers“ sind. Cafe kann man auch mit „Schuss“ (der vielgerühmte Schnaps in
    Florescus Roman) trinken- eine „Tradition“ in Rumänien.
    Ich möchte nun zwei Begriffe aufgreifen, um sie etwas näher zu betrachten. Wenn ich nun die
    Bezeichnung “RUMÄNISCHE INFORMANTEN” mit der größten Selbstverständlichkeit aus
    dem Munde von Florescu höre, so muss ich unweigerlich an „die Pflichten seines Vaters, der
    Miliz zu berichten“ denken. Das war wohl Alltag und Normalität im Hause Florescu. Ganz zu
    schweigen von den Worten “REAKTIONÄRE TRADITIONALISTISCHE KREISE“, die ja
    direkt aus dem Munde Ceauºescus zu kommen scheinen. Wollte dieser nicht in den 70-er
    Jahren Kultur und Tradition der mitwohnenden Nationalitäten in die rumänische kommunistische
    Kultur einverleiben? War denn Florescu in dieser Zeit nicht gerade Schüler (etwa
    1973-1982, mit Unterbrechungen) in Temeswar? Alle dürfen ihre Traditionen(27) pflegen, nur
    wir Banater Schwaben- speziell die Triebswetterer- nicht? Wenn ich jetzt noch aus vorigem
    Schweizer Beitrag hinzufüge, dass die Triebswetterer, die aus Lothringen stammen “alle
    machthungrig sind und Blut an den Händen haben” und Triebswetter ein „Ort von Selbstm
    ördern und Pechvögeln” ist, dann möchte ich doch die Schweizer- sowohl Leseratten als
    auch Presse, Radio, Fernsehen und Jury für Preisvergabe- gerne fragen: „Habt ihr überhaupt
    nichts gemerkt?“ (Ich bezweifle aber, dass es bei der Preisvergabe mit rechten Dingen zuging.
    Ich bin mir nicht sicher ob alle, die für den Roman gestimmt haben, diese ihn auch in
    deutscher Sprache lesen konnten- so meine Schlussfolgerung aus einer erhaltenen E-Mail.)
    Zum Schluss noch ein paar Hinweise für unsere 30-40-jährigen Landsleute, welche die
    rumänischen Nationalkommunisten nicht erlebt haben. Ich beziehe mich jetzt also auf die 50-
    er Jahre, das ist also die Zeit, in welcher Florescus Roman endet. Gleich nach der Bãrãgan -
    Deportation im Sommer 1951 zogen die ersten Kolonisten in die leer gewordenen Häuser ein.
    Als der Winter kam, sah man wie nach und nach die Lattenzäune und Fensterläden
    verschwanden und nach der Rückkehr der Deportierten, konnte man feststellen, dass die
    Parkett- und Schiffböden in den Wohnzimmern verbrannt, mitten drin ein Lagerfeuer gemacht
    wurde und es gab Hinweise, dass auch die Ziegen und Schafe im Wohnzimmer hausten. Die
    Fußböden in Läden und Schulklassen mussten mit Petroleum eingelassen werden, um der
    Verbreitung von Läusen und Flöhen vorzubeugen. Wasser und Seife waren ihnen unbekannt.
    Und jetzt finden wir uns als dreckige, stinkende, besoffene Romanfiguren, die unter
    Strohdecken die ebenso übel riechenden (ungewaschenen) Anderen finden. Ganz klare
    Hinweise, dass Florescu in seinem Roman keine Banater Schwaben beschreibt sind: wir
    verwendeten keine Strohdecken, das war ein typischer rumänischer Gebrauchsgegenstand;
    wir aßen keinen Maisbrei, das war ein typisches rumänisches Gericht; wir hatten unseren
    katholischen Glauben (das war Bedingung bei der Ansiedlung) und Aberglaube, von welchem
    der Roman praktisch überfüllt ist, war kein Schwabenproblem (das einzige, was ich anführen
    möchte, wäre, dass „der Storch die Babys bringt“); wir nannten uns nie „Bruder und
    Schwester“, das war eine typisch rumänische Ansprache, gerade dann, wenn man von dem
    anderen etwas wollte; keine schwäbische Mutter bekam ihr Kind auf dem Mist und das ganze
    Dorf stand da und sah zu; nie half bei der Geburt eine Zigeunerin als Hebamme, die dann 18
    Jahre oder auf Lebzeit wöchentlich ein Huhn bekommen hat; kein Vater hätte je seinen Sohn
    an die Russen verraten, so dass er nach Sibirien deportiert worden wäre; kein Schwabe riss
    den Teig aus dem Brot, stopfte sich den Mund voll und schob noch zwei Wurstscheiben
    hinterher (meine Eltern oder Großeltern hätten mir den Ranzen versohlt oder man hätte mir
    „den Teller umgedreht“, das hieß einmal herum zusehen); Apotheker gehörten zu gebildeten
    Leuten und waren keine Trottel, wie in Florescus Roman; dreckverschmierte Teller blieben
    nie über Nacht stehen, vielmehr wurden die Reste sofort nach dem Essen an die Schweine
    oder Hühner verfüttert und das Geschirr sofort abgewaschen; Minderjährige hatten keinen
    animalischen (tierischen) Sex, weil die Eltern und Großeltern zu gut aufgepasst haben; kein
    Banater Schwabe “stieg” je von den Karpaten herab, das waren nur Oltener/Rumänen aus dem
    Osten, Jakob ohne Name mit allen schlechten Eigenschaften; kein Rumäne oder Zigeuner

  52. Anonymous on 22. März 2012 at 09:44

    -14-
    2010 trat er die Stadtschreiberstelle(21) in Baden-Baden an, wobei dieser Roman als Grundlage
    eingereicht wurde.
    Schweizer Radio DRS2 Aktuell in einem Gespräch mit Florescu im September 2011. Hier
    einige Bemerkungen und Zitate. Da heißt es doch, Triebswetter wäre an einem kleinen
    Flüsschen, der Marosch gelegen. (So klein ist das Flüsschen nun auch wieder nicht und ich
    weiß nicht, ob die 15 km gerade Mal als neben dran zu betrachten sind.) Die Ahnen der
    Triebswetterer aus Lothringen sind “alle machthungrig und haben Blut an den Händen” und
    Triebswetter ist ein „Ort von Selbstmördern und Pechvögeln”. Florescu legt auch Wert auf
    “die Macht der ersten Sätze” und so beginnt sein erster Satz im Roman mit: “Dem Teufel, der
    sich vor Gott im Sturm versteckt”, was ein Aberglaube in Rumänien (aber nicht bei den
    Banater Schwaben) ist. (Wenige Sätze später, kommt es dann zur animalischer Kopulation
    mit dreckverschmierten Füßen unter Strohdecken mit dem ebenso übel riechenden Anderen.)
    Es wird genau darauf hingewiesen, dass der “Vater Jakob mit k (die deutsche Schreibweise)
    der ÜBLE und der Brutale ist, er vergewaltigt, verrät den Sohn an die Russen, tritt in die KP
    ein.” Wobei hingegen der “Sohn Jacob mit c (die rumänische Schreibweise) der LIEBE, der
    vom Vater Unterdrückte ist, der nur die letzte Zuflucht bei der dicken Zigeunerin findet, er
    liebt das Serbenmädchen, das umgebracht wird.” Die Geburt auf dem Mist wird wieder widerrufen,
    denn die Zigeunerin behauptet: “Die Geburt fand nicht auf dem Mist statt…der Wind
    hat den Samen gebracht…” also Mystik und Aberglaube? Auf die Frage: “Sie sind Rumäne?”
    Antwortet Florescu: “JA”. Der Schweizer Moderator wollte natürlich wissen: “Wie sind sie
    auf Triebswetter gekommen?” wobei Florescu antwortet “… wie die Jungfrau zum Kind… es
    war der Wind”.(Hoppla, wir wissen aber etwas anderes.) Florescu hatte “RUMÄNISCHE
    INFORMANTEN” aber aus der Geschichte des Dorfes wusste er nur ganz, ganz WENIG
    “alles andere ist FIKTION”. (UND DAS Treffil-Buch? Die Geschichte und Identität der
    Triebswetterer Banater Schwaben ist NICHT geeignet für einen Roman, der zwischen Fiktion
    und Wirklichkeit NICHT unterscheidet!). Der Moderator behauptet, dass “in dem Roman ‘Der
    blinde Masseur’ herrscht ein melancholischer, in ‘Zaira’ ein lustiger und in ‘Jacob’ ein ganz
    ANDERER (düsterer, dunkler) Tonfall”. Darauf kann Florescu nur antworten: “…ich muss
    dem Publikum gefällig sein” und dass es „HUMOR“ im Roman ’Jacob’, gibt. (Aber wo? Den
    haben wir wohl noch nicht gefunden. Der Wind hat ihn wieder verweht.) Über den Titel
    „Jacob beschließt zu lieben“ wurde auch gesprochen, dabei ist mir aufgefallen, dass es schon
    einen Schweizer Roman gibt: “Veronika beschließt zu sterben”. (Abgekupfert ist da überhaupt
    nichts, auch von unserem Familienbuch hat er noch nie etwas gehört. Ich könnte doch gerade
    auf die Idee kommen einen Roman zu schreiben: „Doralin beschließt zu schreiben“.) Florescu
    behauptet nun: “Es gibt Banater Schwaben, die das Buch als ‘GUT’ bewerten, welche die ihm
    DAUERND gratulieren”. Aber es gibt auch “REAKTIONÄRE TRADITIONALISTISCHE
    KREISE(27)”, die etwas gegen seinen Roman haben. Ende des ersten DRS2-Beitrages.
    In einem zweiten DRS2-Beitrag mit Markus W. begann die Ansagerin mit den Worten, dass
    der Roman in einem „Stil geschrieben ist, der einem manchmal schaudern lässt“ und es wird
    erzählt von „deutschsprachigen Auswanderern einer Gegend, die exemplarisch ist für die
    Vielvölkerschaft Europas“. Florescu hat sich mit seinem Gesprächspartner dort „getroffen, wo
    der Autor normalerweise seine Romane schreibt, in einem Cafe“. Als dieser darauf
    hingewiesen hat, dass es im Roman „nach Mist und Brandstiftung stinkt“ hat das weder
    Florescu noch weitere Personen- z.B. die Schweizer Leseratten- gestört. Es ist auch nicht
    verwunderlich, wenn sich Florescu als „Intellektueller“ und „Migrant“ bezeichnet, der
    wörtlich (im Schweizer Dialekt) sagt: „Wir BEREICHERN die deutschsprachige Literatur
    oder die Schweizer Literatur mit NEUEN THEMEN und mit einem FRISCHEN TON“.
    (Irgendwie kommt mir dieser Ton aber sehr bekannt vor.) Nur gut, dass die Schweizer nicht
    wissen, wo die Wirklichkeit aufhört und die Fiktion anfängt, dass es den Jakob Oberten
    wirklich gibt, dass es die Triebswetterer auch wirklich gibt und dass wir ein Produkt eines

  53. Anonymous on 22. März 2012 at 09:42

    -13-
    Parallel dazu gibt es dann weitere Personen, so zum Beispiel eine Claudia M. (die in
    Greifswald Skandinavistik und in Bonn Anglistik studiert hat), die mit den beiden oben
    genannten befreundet ist und ähnliche Kommentare bei denselben Buchpräsentations-seiten
    abgibt. Bei allen Kommentaren fällt auf, dass mit größter Akribie versucht wird, dass es die
    vorher von mir aufgezählten üblen Eigenschaften, die von Florescu den Triebswetterern und
    Banater Schwaben im Roman angedichtet werden, nicht gibt. Das wäre doch „nur ein Roman
    also eine Fiktion“, so sieht Jacob sein Triebswetter u.s.w. Er gibt also sein Haus, oder seine
    Wohnung (siehe Bild 4) auf und fühlt sich bei der Zigeunerin (siehe Bild 3, wo der Autor
    auch ausgiebig recherchiert hat) wohler als zu Hause. Wenn der Roman eine FIKTION ist,
    dann darf die GESCHICHTE der Banater Schwaben nicht damit in VERBINDUNG gebracht
    werden und dann DÜRFEN die Bezeichnungen TRIEBSWETTER, alle REAL existierende
    NAMEN und BANATER SCHWABEN NICHT DRIN STEHEN!
    Auszüge und Zitate aus Interviews mit Florescu.
    Thüringer Allgemeine. Auf die Frage: „Erzählen Sie von der Suche nach Identität?“ antwortet
    Florescu: „Ich spiele damit, dass Identität etwas Vielschichtiges ist. Und wie wenig es
    eigentlich braucht, seine eigene Identität zu verlieren… Manchmal ist es nur ein Buchstabe im
    Namen, der über das weitere Leben entscheidet. Ich habe sehr lange recherchiert, über den
    30-jährigen Krieg ebenso wie über die Deportationen der Roten Armee“. Frage „Steckt etwas
    von Ihrer Biografie in diesem Buch?“ Antwort „Sehr wenig… Ich habe nie die Protektion
    meiner Familie verloren… Mein Vater war und ist für mich ein positiver Held, ihm habe ich
    meinen Romanerstling ‚Wunderzeit’ gewidmet. Ich bin kein Banater Schwabe, teile diese
    Geschichte nicht. Insofern konnte ich mir für den Roman mehr Freiheiten herausnehmen und
    Risiken eingehen.“ (Der positive Held? War das nicht der mit der Miliz?) In Schleswig-
    Holstein wurde der Roman begonnen, in Erfurt während seiner „Stadtschreiberzeit“- wo er
    das Manuskript sogar im Büro des Chefs zwischenlagern konnte- wurde er in einem Café
    vollendet. Florescu beendet das Interview mit „Ich möchte den Roman verstanden wissen als
    Plädoyer für Menschlichkeit und Liebesfähigkeit. Und für Selbstverantwortung“. (Nein!
    Wirklich? Das hätte ich nie gedacht!)
    Interview: Café-Haus Kultur Radio Temeswar, August 2010. Von der Moderatorin gefragt,
    was er denn schreiben würde, antwortet Florescu: “Ich schreibe Weltgeschichte, ha, ha, nein
    ich schreibe Weltgeschichten“, wobei er sich nicht ganz sicher ist, was ein Erzähler ist. Er
    gibt aber schließlich zu „Ich stehle Geschichten und gebe sie dann weiter in veränderter,
    erweiterter, verdichteter Form. Ich suche Rohdiamanten und poliere sie dann zum vollen
    Glanz.” Und mit welchem polierten Glanz sind die Triebswetterer und Banater Schwaben in
    diesem Roman davon gekommen? Und es geht weiter mit einem Diamanten und auf die
    Frage: „Zaira. Was ist das für ein Buch?”, antwortet Florescu: “Ein Weltbuch, ha, ha, ha, es
    ist ein Roman von fast 500 Seiten… und handelt vom wahren, erfundenen Leben der Zaira,
    der großen rumänischen Puppenspielerin… die heute immer noch hier unter uns lebt in
    Timiºoara“. Wie soll man das „wahre, erfundene“ Leben jetzt interpretieren? Gibt es da auch
    Namen real existierender Personen? Ganz sicher! Aber dieser Roman hat einen lustigen
    Ton(9). Das Interview gipfelt in der Phase als die Moderatorin fragt: “Wieso haben Sie denn
    keine Themen aus der Schweiz in ihren Büchern?”. Florescu: “Weil die Schweiz viel zu wenig
    hergibt, in dieser Beziehung… Das ist eine ganz andere Kultur (Hoppla! Und die Kultur der
    Deutschen, Rumänen und Zigeuner aus dem Banat kann man dann in einen Topf werfen und
    Ceauºescus Vision von der ‚zukünftigen gemeinsamen Kultur’ verwirklichen.)… die
    ‚Traditions’, wenn es sie gibt, dann sind sie mir nicht erzählt worden….“ (Muss es doch den
    Schweizern leid tun. Keine Kultur, keine Tradition, kein Roman.) Was wohl der nächste
    Roman werden soll, wird hier auch schon in Erfahrung gebracht: “Es ist auch eine Geschichte
    aus dem Banat der Deutschen in den Banater Dörfer. Es gibt- ich sage so, ich versuche es, ich
    bin nicht sicher, ob es mir gelingt,” so Florescu.

  54. Anonymous on 22. März 2012 at 09:42

    -12-
    den Häusern aus Bild 3 (Hütten des Zigeunerviertels aus einem der vier Sandlöcher, das von
    Florescu besucht wurde) wohnten mit denselben Sitten und Bräuchen, sowie Identitäten
    ausgestattet werden können. Auf dieser Internetseite geht es auch noch weiter siehe Bild 2.
    Mir öffnet sich eine düstere Zukunftsvision, dass der nächste Roman mit der Bãrãgan-
    Deportation fortgeführt werden soll. Nein! Danke! Herr Florescu! Bild 2 erweckt den
    Eindruck, dass die Banater Schwaben gerade mal zufällig in den Bãrãgan gekommen sind, so
    nach dem Motto: “Endlich Urlaub und verreisen. Sie hatten gerade mal frei und das Banat
    satt, wollten Urlaub machen, neue Ländereien urbar machen, neue Häuser bauen und wurden
    gerade mal so vom Winter, mit Auswirkungen aus der russischen Tiefebene, überrascht“. Was
    für ein Pech: „Zur falschen Zeit am falschen Ort“. Welcher Hohn und Spott hinter diesem
    Bild mit der Beschriftung steckt, wissen eigentlich nur die, die in den Bãrãgan verschleppt
    wurden. Das Bild stammt vom Deckel einer Banat-Schwäbischen Publikation und wurde vom
    Betreiber der Seite- Arndt S.- verändert, verkleinert und mit dem Text versehen. Auf
    derselben Internetseite habe ich auch das Bild 1 (die Fotomontage) gefunden, die Links(26) zu
    den Seiten wurden mir von Landsleuten zugesandt. Auf dieser Fotomontage kann man vier
    Bilder sehen, die ebenfalls von Banat-Schwäbischen Publikationen aus dem Internet
    „übernommen“ wurden. Das Bild links zeigt die Deportation in Triebswetter und wurde von
    unserem Fotografen Hans Hehn gemacht, die Kirche in der Mitte stammt von der Homepage
    der HOG-Triebswetter
    (www.hog-triebswetter.de) und
    die beiden Bilder rechts stellen
    nebenbei noch eine Irreführung
    der Öffentlichkeit dar. Das
    obere Bild, mit dem Hinweis
    „Leben im Banat“, erweckt den
    Eindruck, als sei das Leben vor
    der Deportation im Banat nicht
    so gut gewesen. Denn das
    untere Bild mit dem Hinweis
    „Nach der Deportation“ ist ein
    Bild mit sonnigem Hintergrund
    und erweckt den Eindruck, dass
    es den Leuten nach der
    Deportation besser gegangen
    sei. Soll man jetzt den Schluss
    ziehen: „Es war gut, dass man
    sie deportiert hat, denn nachher
    ging es ihnen doch besser“?
    Und die Auflösung des Rätsels?
    Das obere Bild wurde im
    Bãrãgan gemacht und zwar ist
    es eine Frau aus Alexanderhausen
    mit ihrem Sohn, der im
    Bãrãgan geboren wurde, vor
    ihrer dortigen Hütte. Und das untere Bild wurde auch im Bãrãgan von einem Triebswetterer
    Landsmann vor seiner dortigen Hütte gemacht. Die Mitbetreiberin- Bianca R.- dieser
    Internetseite, die aus Radeburg stammt und Betriebswirtschaftslehre gelernt hat, gibt
    folgenden Kommentar: „Ich danke meiner Oma, die uns sehr viele Anleitungen zum Roman
    gegeben hat, die mit einem Banater Schwaben verheiratet war“. (Na mit der hätte ich gerne
    „schwowisch“ gesprochen.) Beide erscheinen auf mehreren Internetseiten als professionelle
    Lobliedschreiber und geben natürlich nur positive Kommentare zum Roman von Florescu ab.

  55. Anonymous on 22. März 2012 at 09:41

    -11-
    unbegreifliche Liebe zum Vater gemeint? Sein Vater hat ihn zweimal böse verraten. Kann
    man diesen Menschen lieben?“ Oder: „In immer wiederkehrenden Rückblenden erfährt man
    viel über die Obertins, deren Familiengeschichte eng mit der Historie der Banater Schwaben
    verknüpft ist“ oder „Die Männer der Familie haben ihren Willen nicht immer auf die ‚feine
    englische Art’ bekommen, sondern sich mit so mancher Gaunerei und auch Straftat zu helfen
    gewusst“. Oder: „Die Geschichte hat aber leider keinen Eindruck bei mir hinterlassen. Das
    Gelesene hat sich kaum eingeprägt. Leider hat mich die Geschichte nicht so gefesselt, wie
    zunächst gehofft“. Oder: „Ein packendes Drama um Vertreibung, Heimatlosigkeit,
    Zusammenhalt, Liebe, Hass und Neid der Menschen untereinander. Grauenhafte Handlungen
    und Zustände werden ohne Verschönerungen stark gezeichnet und genau beschrieben“. Oder:
    „Er setzt sich mit einem Stück rumänischer Geschichte auseinander, die wir alle nur aus
    Berichten oder Erzählungen kennen. Und immer steht der Mensch mit seinen Verfehlungen
    und seinen unterschiedlichen Charaktereigenschaften im Vordergrund.“ Dass Jakob (mit k die
    deutsche Schreibweise) der unmögliche Mensch, mit nicht voraussehbarem Verhalten und
    Jacob (mit c die rumänische Schreibweise) der Gute und der Liebe ist, haben nur einige
    bemerkt. Sie hatten aber keine Erklärung dafür, da sie ja nicht wussten, wo die Schreibweise
    herrührt. Ich meine allerdings, dass er mit Jakob (mit k die irreführende deutsche
    Schreibweise) seinen rumänischen Vater- mit allen vorher genannten üblen Eigenschaftenbeschreibt,
    obwohl er irgendwo behauptet: „Mein Vater ist ein positiver Held“. Seine Romane
    waren schließlich alle autobiografisch.
    Das Bayerische Fernsehen hat 1977 einen
    Kulturbeitrag über die Rumäniendeutschen,
    also die Siebenbürger Sachsen und Banater
    Schwaben ausgestrahlt. In dieser Zeit war
    Florescu gerade von seiner Amerikareise
    mit seinem Vater zurück. Was die Mutter
    in dieser Zeit gemacht hat, haben wir noch
    nicht erfahren. In diesem Beitrag stellt der
    Sender heraus, dass die Deutschen in
    Rumänien nach und nach von der
    Assimilierungspolitik Ceauºescus
    verdrängt werden sollten. Ceauºescu
    behauptete, dass die mitwohnenden
    Nationalitäten beinahe keine eigene Kultur
    mitgebracht hätten, so dass man sich
    vorgenommen hat, den „zukünftigen Aufbau des Kommunismus“ nur noch mit einer einzigen
    Kultur, der gemeinsamen kommunistisch geprägten Kultur, wobei die Abstammung von den
    Römern und Dakiern als ausschlaggebend zu gelten hat, zu gestalten. Der Vielvölkerstaat
    sollte also- als Zukunftsvision Ceauºescus- im Rumänischen Kommunistischen Staat
    untergehen.
    Geht man von einem professionellen Lobliedschreiber (aus Trier) aus, auf dessen
    Internetseite Florescu selbst seinen
    Kommentar zum eigenen Roman
    abgibt, so hat Florescu die Vision
    Ceauºescus verwirklicht, da heißt
    es: „in dem Roman gibt es nicht
    die Deutschen, nicht die Rumänen
    und nicht die Zigeuner, ich sehe
    ein zusammenhängendes Ganzes“.
    Für Florescu heißt das also, dass
    die Leute, die in den Häusern aus
    Bild 4 (Banater Haus in Triebswetter aus dem Jahre 1977) wohnten und die Menschen, die in

  56. Anonymous on 22. März 2012 at 09:40

    -10-
    Eine weiter mehrmals vorzufindende Meinung ist „Ich habe aus diesem Roman sehr viel von
    den Banater Schwaben, die eng mit der Geschichte der Obertins verbunden ist, gelernt“.
    Darauf die Antwort eines Triebswetterers: „Ihre Zitate und Beispiele bestärken aber meine
    Befürchtung, dass eine historische Betrachtung von einem Außenstehenden kaum akkurat
    möglich ist. Insofern werde ich vermutlich kaum 20€ ausgeben und einen Autor damit
    finanzieren, der meine Landsleute verunglimpft“. Mich stimmt auch Folgendes nachdenklich:
    „Endlich hören wir Mal, was in dieser dunklen Ecke Europas passiert ist, wir haben es ja
    schon lange vermutet“. „Das ist ja eine schlimme Sache, hier wird nicht nur der
    Familienname Oberten sowie das Dorf Triebswetter verleumdet, sondern eine ganze
    Volksgruppe verhöhnt und beleidigt. Ich habe bereits eine Mail an den Verlag gesendet“.
    Aber seit der Antwort des Verlages „Erlebtes und Erfahrenes zu interpretieren, ist und bleibt
    immer individuell” ist der Verlag verstummt. Weitere Highlights(24) von Landsleuten(25) sowie
    von Kommentatorinnen und Kommentatoren: „Der Roman endet mit der Deportation junger
    rumänischer Männer nach Sibirien“ oder „Hallo, wenn Du bei Google die zwei Suchbegriffe
    ‚Florescu Miliz’ eingibst, kommst Du zu Florescus erstem Roman ‚Wunderzeit’, der sehr viel
    Autobiographisches enthält, u.a. die ‚Pflichten seines Vaters’, der Miliz zu berichten“. Oder:
    „Bin entsetzt, wie er uns Banater Schwaben und die Triebswetterer in den Dreck zieht. Bei
    aller Liebe zu Literatur und Fiktion geht es hier doch zu weit. Wenn die Bundesdeutsche
    Öffentlichkeit jetzt denkt, so waren die Banater Schwaben, dann müssen wir uns nur fragen,
    haben wir nach all dem was unsere Volksgruppe erlebt und erleidet hat, nun auch noch
    verdient, unsere Geschichte und Traditionen verfälschen und verunglimpfen zu lassen. Das
    grenzt aus meiner Sicht an Volksverhetzung“. Oder: „Habe heute noch einmal mit unserem
    Vetter Jakob Oberten, in Triebswetter gesprochen. Er ist sprachlos und versteht die Welt nicht
    mehr. Hat mit Florescu, über den von mir geschilderten Aussagen und Darstellungen des
    Autors Florescu in seinem Roman über Banat, Tiebswetterer und Triebswetter, überhaupt
    nicht gesprochen.“ Oder: „Das ist aber bei weitem nicht alles. Nur bin ich diese Geschichte im
    Moment so satt; ich bin von Florescus ständigem Ekel uns gegenüber angeekelt und müde.
    Sich auf 405 Seiten andauernd aufzuregen, das schlägt aufs Gemüt.“ Oder: „War es vielleicht
    ein ‚Auftragsroman’ irgendwelcher ‚Kreise’? Und wenn man überall herumgereicht wird- bis
    hin nach Israel…“ Oder: „Und nun kommt ein Exilrumäne und erlaubt sich, die Banater
    Schwaben namens der französischen Kolonisten in Triebswetter erbärmlich in den Schmutz
    zu ziehen“. Oder: „Wenn so viel über die Rechte der ‚Roma-Flüchtlinge’ in Frankreich
    geschrieben wird, sollten auch die Banater Schwaben einmal das Grundgesetz für sich
    beanspruchen dürfen“. Oder: „Was will man von einem verlangen, der nichts im Kopf hat?
    Das ist ein Zigeuner, ein Bandit, unterstützt gewesen von der Secu Hand. Glaube auch jetzt
    noch, denn der Teufel schläft nicht, es existiert noch ein ganz gut funktionierender Apparat,
    das ist eindeutig. Traurig und erstaunlich ist bloß, dass ein Verlag ihn sogar verteidigt und
    seinen Sch… auch glaubt.“ Oder: „Da aber der Erwerb eigenen Landes unter kommunistischer
    Herrschaft nicht möglich war, brachen die Banater Schwaben im Mai 1951 auf, um zurück in
    den Westen zu reisen.“ Oder: „Auch in Florescus Roman wagen vierhundert Familien aus
    dem Dorf Triebswetter die Rückkehr nach Lothringen… Um das vertraute Leben wenigstens
    stückweise zu retten, ziehen die Menschen mit ihren Tieren und Möbeln in die unbekannte
    Ferne, ja auch mit ihren Toten, deren Särge sie der Familiengruft entnommen haben. Selbst
    die große Glocke der Kirche wird mitgeführt, damit das religiöse Leben weiterhin seine
    ‚Stimme’ behalte, wie die Dorfbewohner sagen“ (Seitenhiebe auf den katholischen Glauben,
    die große Glocke über 40m hoch im Turm wog damals 635 kg.) Oder: „Aberglaube und
    Mystik beherrscht den Alltag der Menschen in Triebswetter. Aber auch der Schnaps war
    überall zu finden. Kopulation und Schnaps entschädigte die Männer vom harten Leben“ (so
    eine 5-Sterne Kommentatorin). Oder: „Über die Geschichte der so genannten
    Donauschwaben habe ich nebenbei sehr viel erfahren“ oder „Der Titel des Buches ist für mein
    Empfinden total irreführend. Von Liebe ist wenig die Rede…

  57. Anonymous on 22. März 2012 at 09:39

    -9-
    ihre eigene Meinung über alles. Wie sagte doch Dieter Nuhr: „Wenn man nichts weiß, einfach
    mal die Fresse halten.“
    Es gibt allerdings einen einzigen Kommentator unter vielen anderen, der nicht alles
    gedankenlos abgenommen hat, was uns der C.H. Beck-Verlag im Klappentext vorgestellt hat
    und auch ein wenig nachdachte. Das ist Jörg M. von der Süddeutsche Zeitung. Zitat: „Alles so
    bunt hier, der Hang des Autors zu Folklore und Kitsch, ist in diesem Roman jedenfalls gut zu
    bewundern. Ansonsten eher nicht so viel. Das Schicksal der Donauschwaben im Banat als
    Antrieb und Staffage für ein so flach und gedankenfrei konstruiertes Buch zu nehmen, findet
    er nicht spaßig. Schließlich sind Hunger, Not und Krieg keine schicksalhaften Weltgerichte…
    sondern haben Ursachen und Schuldige, wie sich bei Herta Müller gut nachlesen lässt. Dieser
    Roman von Catalin Dorian Florescu ist weder plastisch noch poetisch“. Vielleicht ist es der
    Einzige, der den Roman auch gelesen hat.
    Auszüge aus Rezensionen und anderen Internetbeiträgen über den Roman. Es wird immer
    wieder darauf hingewiesen, dass der Romanheld „Jakob, der Vater“ ein übles Verhalten an
    den Tag legt, während „Jacob, der Sohn“ der ist, der zu lieben vermag. Ich habe daraufhin
    einem Rezensenten, der sich mit dem Nicknamen(23) „turu“ kennzeichnet, der unter anderem
    schreibt: „… Im Mittelpunkt der Ich-Erzählung stehen die Vater-Sohn-Konflikte von Jakob
    Obertin mit k, dem Vater, und Jacob mit c, seinem ungeliebten Sohn…“ geantwortet: „Es wird
    auf die Schreibweise hingewiesen ohne zu wissen, was sie eigentlich bedeutet. Jakob (mit k
    die deutsche Schreibweise) ist der unmögliche Mensch, der Verräter, Vergewaltiger,
    Herschsüchtige und Jacob (mit c die rumänische Schreibweise) ist der Liebe, der nur Trost bei
    der Zigeunerin findet, die auch als seine Hebamme fungierte als er von der Deutschen Elsa
    Oberten auf dem Mist geboren wurde… Wieso wird zu den am Anfang des Romans
    beschriebenen Seiten keine Stellung genommen, wo die Triebswetterer und Banater
    Schwaben mit ‚animalischer Kopulation’ (das ist sogar eine Beleidigung an die ganze
    Tierwelt), ‚Gestank nach Kot, Urin und dreckverschmierten Füßen… unter der Strohdecke den
    eben so übel riechenden Anderen’ findend, beschrieben werden. Auf die Tatsache, dass die
    Vorfahren der Triebswetterer auf kriminelle Weise ihre Heimat Lothringen verlassen haben,
    wird auch zu wenig eingegangen… Und das alles schreibt ein Rumäne über Banater
    Schwaben“. Dieser Hinweis wurde schon mehrmals gelöscht bzw. nicht veröffentlicht. Ist das
    noch freie Meinungsäußerung? Das sind aber die Tatsachen und keine Meinungen, damit
    kommt man aber offensichtlich nicht zurecht. Den Höhepunkt der Doofheit stellt ein
    Kommentar von der „Vorleserin aus Berlin“ am 10.02.2011 (der Roman erschien 23.02.2011)
    auf http://www.buecher.de dar: „…Dazu kommt, dass das Leben der Deutsch-Rumänen in
    Rumänien selbst zu jeder Zeit seine Tücken hatte, was einem bisher gar nicht so bewusst
    war… Dieses Buch ist ein Lesegenuss und aufgrund seines anspruchsvollen Inhaltes ein
    Werk, das für die Schulliteratur empfohlen werden sollte.“ Meine Antwort: „In dieser
    Bewertung erfährt man kaum etwas aus dem Inhalt und schon der abwertende Begriff
    ‚Deutsch-Rumänen’ (wenn schon nicht anders, dann wenigstens Rumänien-Deutsche) ist
    anstößig. Der Inhalt dieses anspruchsvollen Werkes ist für den Schulunterricht KAUM (ganz
    und gar NICHT) geeignet, geht man davon aus, dass in dem Roman die Begriffe vorkommen
    wie: ‚animalische Kopulation’, ‚Gestank nach Kot, Urin und dreckverkrustenden Füßen’,
    ‚unter der Strohdecke zum ebenso übel riechenden anderen rutschen’, ‚die der dumpfen Lust
    hingegebenen Männer drangen häufig und heftig in die Körper ihrer Frauen ein’, ‚so
    schliefen auch die minderjährigen XY (Originalnamen) miteinander’, die Vorfahren aus
    Lothringen waren ‚Verbrecher, Überläufer, Verräter und Mörder’, sie waren alle
    ‚machthungrig und hatten Blut an den Händen’, sowie ‚ein Dorf von Selbstmördern und
    Pechvögeln’, u.s.w. Die Geschichte, die zwischen ‚Fiktion und Realität’ keinen Unterschied
    macht, ist nicht dafür geeignet, das Leben der Banater Schwaben so durch den ‚Dreck’ zu
    ziehen! Ich hoffe ja nicht, dass diese Bewertung von einer/einem Lehrer/in stammt“.

  58. Anonymous on 22. März 2012 at 09:38

    dass Florescu vor Baden-Baden schon Stadtschreiber in einigen Städten der ehemaligen DDR
    gewesen ist und wahrscheinlich von dort auch die Empfehlung kam. Damals war aber „unser“
    Roman noch nicht fertig geschrieben. Auf den Roman angesprochen sagte meine Tochter, die
    einen der Romane Florescus in französischer Sprache gelesen hat, „dieser Roman muss gut
    sein, denn der, den ich gelesen habe, war auch gut“. Damit haben wohl viele gerechnet, auch
    Pressekommentatoren, sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz. (Mir fällt da eine
    Geschichte ein, die ich in den 50-er Jahren erlebt habe, laut C.H.Beck Kommentatorin, ist sie
    vielleicht „individuell“, passt aber zum Verhalten von Personen, die hier eine wichtige Rolle
    spielen. Meine Großeltern hatten manchmal um die Ernte einzubringen Zigeuner als
    Tagelöhner beschäftigt. Am ersten Tag waren die um 7 Uhr morgens da, arbeiteten fleißig,
    wurden gelobt und entlohnt. Am zweiten Tag kamen sie erst um 9 Uhr und wollten zuerst
    frühstücken, am dritten Tag kamen sie erst zum Mittagessen, wollten ein Mittagsschläfchen
    halten und dann nach Hause gehen. Ich sehe da Parallelen im Verhalten, ein Psychologe
    müsste das auch sehen.) Wie es allerdings mit der Verwendung der real existierenden Namen
    in „Zaira“ geht, weiß ich nicht aber Florescu sagte einmal(4): „in dem Roman geht es um das
    wahre, erfundene Leben der Zaira, die heute noch unter uns lebt, hier in Timiºoara.“ (Er
    spricht hier(4) so, als ob er noch in Rumänien „leben“ würde.)
    Wir leben in einer Demokratie(22), bei uns gilt („noch“ laut C.H.Beck-Verlag) die persönliche
    Meinungsfreiheit und ich finde, dass dies nur möglich ist, wenn die Menschen (sowohl
    Deutsche, als auch Italiener, Türken, Rumänen und andere Migranten) sich auch an gewisse
    Regeln, die den guten Umgangston untereinander gewährleisten, halten. Darüber setzt sich
    Florescu in „unserem“ Roman mit aller Vehemenz hinweg und tritt unseren ersten Absatz der
    Verfassung mit Füßen. Zitat aus dem Internet: „Hallo, ich habe mittlerweile mein siebentes
    Buch veröffentlicht und mich ausgiebig damit beschäftigt. Grundsätzlich gilt folgendes: Wenn
    du eine wahre Person beschreibst und den wahren Namen nimmst, dann musst du die
    Genehmigung dieser Person haben. Grundsätzlich gilt auch Folgendes: Wenn du die
    Geschichte einer Person beschreibst und einen anderen Namen vergibst, dann musst du das
    Einverständnis der Person haben, wenn sie sich selbst oder wenn andere Leser/ Leserinnen
    diese Person erkennt/ erkennen. Wenn du über eine Person schreibst, die mehr als 70 Jahre tot
    ist, dann kannst du den Namen verwenden, es sei denn, es gibt Familienangehörige, dann
    musst du auch sie um Genehmigung befragen. Dumme Sache, aber so sind unsere Gesetze…“
    Grüße Khalinikis.“ Zu allen im Roman verwendeten Triebswetterer Namen gibt es Verwandte
    und Nachkommen. Dass man die Namen real existierender Personen nicht verwenden, in
    keinem Roman Fiktion und Wirklichkeit vermischen soll, lernen schon die Literatur-
    Studenten(10) im ersten Studienjahr. Aber Florescu hat doch gar kein Literaturstudium! Er ist
    aber Rumäne, „ein Europäischer Schriftsteller(8) der Deutschen Sprache“ und daher „darf er
    es“. Und der C.H. Beck-Verlag zusammen mit seinem Lektor Doktor Professor, die dürfen
    das auch.
    Auf Loblieder, die über den Roman geschrieben wurden, gehe ich jetzt nicht ein, die kann
    man überall lesen, es gab sie auch schon in der Banater Post, sie stellen in der Regel den
    Klappentext(5) in mehreren Variationen dar. Ich komme aber nicht drum herum, meinen
    Kommentar dazu abzugeben. Haben wir nicht in Rumänien während unserer Schulzeit die
    hochgestochenen, lobenden und verherrlichenden Begriffe über den „Aufbau des
    Kommunismus“ und des Parteiprogramms der Rumänischen Kommunistischen Partei
    ertragen müssen. (Gab es das in der ehemaligen DDR nicht?). Das hat Florescu auch während
    seiner 8-jährigen Schulzeit in Temeswar bis 1982 machen müssen, nur wir hörten von unseren
    Eltern und Großeltern zu Hause etwas anderes. Wenn man diese Loblieder vergleicht, dazu
    muss man die von beiden Seiten kennen, dann kann man sagen, dass die für den Roman das
    alles in Schatten stellen, was Honneckers und Ceauºescus Parteibüros hervorgebracht haben.
    Mir bleibt nur der knappe Kommentar: Betonköpfe. Kennen und können nichts, haben aber

  59. Anonymous on 22. März 2012 at 09:30

    Es gibt gute und weniger gute Bücher.
    Dieses von Florescu mag ein schlechtes Buch sein.
    Also, legen wir es einfach weg! Nehmen wir es nicht weiter zur Kenntnis, wie wir es mit Tausenden anderen Büchern machen!!!!
    Warum geilen wir uns immer wieder an Florescu auf? Das gerenzt ja schon an Masochismus!
    Je mehr und je länger wir uns mit Florescu (auf diesem Niveau!!!) beschäftigen, desto mehr wird er in der Öffentlichkeit an Bedeutung gewinnen. Ob das den Absichten der Florescu-Gegner entspricht? Ich bezweifle es.

  60. Anonymous on 22. März 2012 at 08:49

    Lieber Lorrain, da fehlt doch noch ein siebenter Teil. (Auch wegen der Fußnoten). Bitte den auch einstellen!
    Woher stammt der Text übrigens?

  61. Norbert Bingert/ Polkakeenich on 22. März 2012 at 06:40

    Hallo Triebswetter Buh

    Danke für die Kommentare, dass wird luschtich heit!

  62. Lorrain de Banat on 21. März 2012 at 21:55

    -6-
    Dieser Roman ist eine Identitätsverfälschung der Triebswetterer insbesondere und der Banater
    Schwaben im allgemeinen, weil die Personen, die er hier beschreibt keineswegs Banater
    Deutsche sind und eine Geschichtsverfälschung, weil der 30-jährige Krieg überhaupt nichts
    mit der Ansiedlungsgeschichte des Banates zu tun hat. Aber ein Krieg eignet sich immer, um
    Verbrechen und Gewalt zu verherrlichen. Sein Roman endet mit der Bãrãgan-Deportation im
    Jahre 1951, der 30-jährige Krieg endete 1648, das sind genau 303 Jahre! Aber die Ansiedlung
    des Banates konnte erst nach 1716, mit der Vertreibung der Türken aus dem Banat durch
    Prinz Eugen begonnen werden, das sind mindestens 68 Jahre später. Im DZM(16) hängt
    allerdings eine Tafel über die fast dreihundert jährige Geschichte der Donauschwaben, die
    sich aber bis 2010 bezieht und wo ich nichts vom 30-jährigen Krieg gefunden habe. Dafür
    aber das Buch von Florescu. Wer weiß denn noch, was im 30-jährigen Krieg passiert ist?
    Gekämpft wurde (zwischen katholischen und protestantischen Ländern) von der Schiene
    Österreich, Bayern, Baden, Württemberg(17), Frankreich, Pfalz nach Norden bis nach
    Schweden. Im Roman kommen aber nur die Lothringer und Schweden vor. Wie haben die
    sich denn über die Köpfe der anderen hinweg bekämpft? War das ein Cyberkrieg(18)? War das
    Schiffe versenken, was unsere heutigen Schüler während des Unterrichts spielen und dabei
    vom durchgenommenen Stoff nichts mitbekommen oder kapieren? Nein. Ein Teil des 30-
    jährigen Krieges war der Französisch-Schwedische Krieg, der aber auf deutschem Boden
    stattfand. Sie Söldner, die aus GANZ EUROPA kamen, haben sich je nach Kriegslage der
    einen oder anderen Seite angeschlossen. Aber einige Triebswetterer hatten Vorfahren aus
    Lothringen und es hieß nun, diese so richtig zu „kriminalisieren“: die Obertins. Ja aber diese
    sind ja im Laufe von 240 Jahren- seit der Ansiedlung von Triebswetter bis heute- nicht „unter
    sich“ geblieben. War das nicht ein beispielloses Zusammenleben von Ansiedlern aus Elsass-
    Lothringen- speziell in Triebswetter- und aus Süddeutschland, auch in den restlichen Banater
    Dörfern? Was sagt Florescu in einem Interview bei Radio Temeswar(4): „Ich versuche einen
    Roman über die Deutschen in den Banater Dörfern“ zu schreiben, „ich weiß nicht ob es mir
    gelingt.“
    Waren mit dieser Aussage nicht alle gemeint? Und was haben die Vorfahren im Roman
    während des 30-jährigen Krieges in Lothringen gemacht? Sie haben die Seiten gewechselt,
    sind also desertiert und haben so ihre Landsleute verraten, sie haben Zigeuner gejagt, gehängt
    und Kopfgeld bekommen, sie haben Bauern umgebracht und ihre Häuser angezündet, sie
    haben ihr eigenes „zu Hause“ nicht mehr erkannt, die Familie, die dort wohnte umgebracht
    und die Tochter als Geisel genommen. Der beschriebene „Verbrecher“ hat schließlich seine
    Geisel geheiratet, ihren Namen angenommen und wurde so zum „Obertin“. Seine Nachfahren
    sind dann 100 Jahre später ausgewandert und haben in Wien noch ein paar Verbrechen verübt,
    bis sie im Banat angekommen sind. Es hieß doch mal, dass seine Romane autobiographischen
    Charakter haben, (zum Beispiel „Wunderzeit“) weil sie aus seinem Erfahrungsbereich derart
    genau beschrieben und daher „äußerst glaubwürdig“ sind. Wird in diesem Roman nicht
    beschrieben, dass Alin (Cat-Alin= Catalin) die „Heldentaten Ceauºescus“ referiert hat, um die
    Geschichtslehrerin zu beeindrucken und dass er am Nationalfeiertag ganz „vorne in der ersten
    Reihe“ mitmarschiert ist, um den Mädchen zu imponieren. Weiter schreibt er noch darüber,
    wie er mit seinem Vater, der „gute Beziehungen“ hatte, in den Westen ausreisen, nach 8
    Monaten wieder zurück und erneut „flüchten“ durfte. Die „guten Beziehungen“ hatte er, weil
    er der „Miliz täglich über seine Nachbarn Bericht erstatten“ musste. Waren denn die Miliz
    nicht diejenigen in Uniform, die der Securitate, die in zivil im Hintergrund agierten,
    unterstellt? Wer täglich berichtet ist ein professioneller Mitarbeiter! Gibt es denn mehr Verrat
    an seinen Mitmenschen? Und über „Ceaucescus Heldentaten“ hätte ich 10 Jahre danach nie
    „referiert“, ich hätte mich eher geweigert, was ein Nachsitzen zur Folge gehabt hätte und ich
    dann mit ihr allein gewesen wäre. Beim Nationalfeiertag- wo wir wie das Vieh
    zusammengetrieben wurden- hätte ich geschwänzt und eine Strafe bekommen, um den
    Mädels zu imponieren. Wer schreibt so etwas noch heute? Ein Ceauºescu-Anhänger aus der

  63. Lorrain de Banat on 21. März 2012 at 21:54

    -5-

    wird die Lebzeit des „Richters Nikolaus Strubert 1855-1938“ angegeben und auf Seite 544
    dass „Nikolaus M. als Practicant in der Viktor Nepperschen Apotheke“ tätig war. Und wie
    sollte es nicht anders sein, wir finden dies auch in Florescus Roman aber natürlich ganz
    anders: ein Gewitter nahte und „inzwischen schlugen weit entfernt Blitze in den Acker“ und
    der Feldwächter, der gerade Mal wieder „geschlafen“ hatte, wurde von „Marian“, die ihm das
    Horn brachte, geweckt „aber der Schnaps hatte seinen Mund trockengelegt. Er nahm wieder
    einen kräftigen Schluck, und jetzt erklang sein Ruf durch die verlassenen Gassen“. Daraufhin
    lief Marian mit dem Horn zum „Burghüter(14) Strubert, der wusste Bescheid, seine Frau
    hatte ihn, der an derselben Leidenschaft wie der Feldwächter litt, wach gerüttelt“. Nachdem
    das Unwetter vorbei war, folgte „ein gewaltiger Krach dem Blitz und erschreckte sie alle,
    Mensch und Tier. Neper eilte zum Fenster“ Der Blitz hatte bei der „Amerikanerin“ (deren
    Heiratsanzeige „Jakob“ dabei hatte, weil er sie heiraten wollte) eingeschlagen. Feldwächter
    und Burghüter waren schon wieder besoffen. Während der Apotheker Neper mit Mantel und
    Eimer zum Haus der Amerikanerin eilte, um das Feuer zu löschen, „hütete Jakob ohne Name,
    der über die Karpaten hergekommen war“ Nepers Haus, Hof und Vieh. Als Belohnung für
    seine „Dienste“ durfte sich Jakob dann um das leibliche Wohl kümmern: Neper fand „Jakob
    friedlich am Tisch sitzend vor, wie er sich einen Brotlaib an die Brust drückte und ihn mit
    dem Messer durchschnitt. Er riss ein Stück vom Teig heraus und tunkte es in die Maisbreireste
    der letzten Nacht. Damit stopfte er sich den Mund voll. Dann folgten einige dicke
    Wurstscheiben. Das ist doch alles was man brauch Bruder!“ Über den Apotheker Neper
    erfährt man auch, dass er „früher ans Krankenbett geholt, woraus nicht selten das Totenbett
    wurde“. Von Nepers Vater(15) weiß Florescu, dass er „seine Medizin, Flaschen und Pulver in
    allen Farben aus Wien und Budapest importiert“ hat. „Als leidenschaftlicher Chemiker hatte
    er alles Mögliche hergestellt und eines Tages sich selbst und den Laden in die Luft gejagt“.
    Manchmal kannte man sich in Triebswetterer untereinander nur mit dem Spitznamen. So war
    das auch mit „Gogo“. Dieser Name hat es aber in sich. Der wurde eigentlich „Koko“
    ausgesprochen, weil er ursprünglich von Kokron (Cocron, Coqueron, die Amtschreiber haben
    das nie so genau genommen) stammt. Treffil muss sich wohl verschrieben (oder war es ein
    Druckfehler) und statt Koko oder Coco eben Gogo verwendet haben. Er hat auch einmal statt
    „Cluj“ „Gluj“ geschrieben. Und was macht Florescu? Er übernimmt den Namen ohne Fehler
    und zwar Gogo, behauptet aber, dass er von der Geschichte des Dorfes das Wenigste(9)
    wusste. Er hatte eben nur seine „rumänischen Informanten“. Im Familienbuch der
    Triebswetterer steht also auf Seite 445 folgende Geschichte. Zitat: „Dieser Josef Renon, Gogo
    Joschka benannt, ging wie es damahls Ortspflicht geweßen ist, wegen Räubereien, am 5ten
    Februar 1869 Abend’s auf die Gassenwache, bei Mitternacht gewahrte Josef einen Dieb. Josef
    verfolgte Selben, der Dieb sprach, Joschka bleib zurück, sonst erschieß ich dich! Joschka
    unerschrocken geht nicht zurück, der Dieb kehrte sich, ein Schuß fiel, Josef im Bauch
    getroffen von einer Schroodladung viel nieder.“ Er verstarb nach 8-10 Stunden ohne den Dieb
    zu verraten. Und was lesen wir im Roman dazu? (Schon wieder Besoffene!) Zitat: „…Waren
    sie nicht zahm und reuig gewesen und hatten vorgegeben, sich an nichts mehr zu erinnern,
    und alles dem hochprozentigen Rausch zugeschrieben? Und noch früher, war da nicht der
    Burghüter Josef Reno oder Gogo Joschka, wie sie ihn alle nannten, in einem schlimmen
    Winter auf Gassenwacht von einem Pferdedieb mit seinem eigenen Gewehr erschossen
    worden?“
    Der Roman hat 405 Seiten. Ich bin jetzt mit meiner Gegenüberstellung Roman Familienbuchdie
    keine Werbung für das Diskriminierungswerk sein soll- noch nicht einmal mit 30 Seiten
    fertig. Ihr könnt Euch vorstellen, dass das so weiter geht und die Provokationen und
    Unterstellungen noch viel deftiger werden, wenn es um den 30-jährigen Krieg, Geburten Elsa
    Obertins auf dem Mist, Verrat des Sohnes vom eigenen Vater an die Russen und anderen
    „wahren, erfundenen“ Geschichten(4) eines „fantasiereichen Schriftstellers, der seine Themen
    aus dem Reich der Träume(8) nimmt“, geht.

  64. Lorrain de Banat on 21. März 2012 at 21:53

    -4-
    Triebswetterer(13)? Zuerst aber Heinz Vogel, der Herausgeber des Treffil-Buches: “Wir
    bringen das große Lebenswerk von Peter Treffil auf dieser Art in einem weiteren Umlauf, zur
    Schätzung seiner Leistung und zum Ruhme unseres geliebten Heimatortes Triebswetter.” Im
    Inhaltsverzeichnis (Seite 580) steht der Name Oberten 18 Mal drin, daher Florescus
    Familiengeschichte der „Obertins“. Und was hat Florescu jetzt daraus gemacht? Ein Zitat aus
    diesem Buch Seite 564: „Die 1te Copulation fand am 27 April 1773 stadt und wurde von
    Eugen Lenor kopuliert Ludwicus Godron mit Anna Odromat, als Beistände Dominicus
    Humbert und Ant. Marlin Cothar Gallica”.(Copulation/Kopulation steht also für
    standesamtliche Trauung, Amtssprache war Latein.) Und ein anderer Auszug von Seite 392:
    „Johann Manöwer (französisch Manoeuvre) Der Sohn starb als Lehrerkandidat“. Seite 513:
    „Peter Manöwer/ Pfarrer 1877 1 hl. Messe 1900.“ Und was schreibt Florescu? Aus dem
    Roman: Die große Glocke, die mit einem Ochsenkarren(20) aus Temeswar gebracht wurde, die
    vom damals noch nicht vorhandenen Kirchturm „drei Schläge, für den Vater, den Sohn und
    den Heiligen Geist“ ausführte, „war es auch die, die zuerst erklang, wenn ein Toter zu Grabe
    getragen wurde. Der erste Tote hatte nicht lange auf sich warten lassen. Der Knecht Roland
    Manoeuvre sollte die Glocke kurz vor der Einweihung polieren, verhedderte sich in den
    Seilen und stürzte kopfüber in die Tiefe… Vielleicht war es der Schnaps gewesen, vielleicht
    etwas anderes, Unerklärliches. Jedenfalls war dies der Anfang einer langen Serie von
    Unfällen, Morden und Selbstmorden, die das Dorf(9) heimsuchen sollte. Das alles war Gottes
    Land, aber mit dem anderen rechnete man auch“. (Nur mit Florescus größenwahnsinniger,
    kranker Fantasie rechnete man nicht!) Und mit Manoeuvre geht es noch weiter: „Die erste
    Hochzeit in Triebswetter wurde nach dem ersten Toten, dem unglückseligen Knecht
    Manoeuvre, am 27. April 1773 eingeläutet. In der Dorfchronik(13) steht geschrieben, dass sie
    aus Gründen unerlaubter Kopulation erfolgt sei. Nicht, dass man sich in dieser Gegend der
    Welt nicht gerne paarte. Die dumpfen, ihrer Lust ausgesetzten Männer drangen häufig und
    heftig in die Körper ihrer Frauen ein.“ Und weiter „Also schliefen(27) auch Ludwicus Godron
    und Anna Odromat miteinander, allerdings übereilt. Sie waren beide noch keine sechzehn und
    kannten sich erst seit wenigen Monaten. Eine Paarung, die nicht mit dem Willen Gottes
    geschah. Der Feldwächter, der sie fand, blies in sein Horn…sie wurden ausgepeitscht… und
    verbannt… Das Kind, das Anna später gebar, starb ungetauft am zweiten Tag. Seine Seele
    holten sich die Teufel, sagten die wenigen Rumänen im Dorf.“ (1774 Rumänen in
    Triebswetter? Wussten das Florescus „rumänische Informanten(9)“? Entschuldigung, habe ich
    euch verwirrt, es ist ja alles nur die Fiktion einer „wahren, erfundenen“ Geschichte(4)! Der
    Schnaps, Unerklärliches, eine lange Serie von Unfällen, Morden und Selbstmorden(9), die das
    Dorf heimsuchten, das alles war Gottes Land, das ist doch Mystik und Aberglaube pur! Und
    noch ein Zitat, aus dem Familienbuch Seite 169: „1920 Am 28t. Feber haben 2 Strolche aus
    Apathfalvar in Bartu Peter seine Schwiegertochter auf der neuen Kleinischen Csarda
    todtgeschlagen.“ Aber es gibt sogar eine zweite Version auf Seite 571: „1920 des Peter Partu
    vom Nro. 288 seine Schwiegertochter ist als geweßene Gastgebers’s auf der Triebswetterer
    neuen Csarda wegen einige Heller, mittels Messer totgestochen worden. Die Mörder waren 2
    noch junge Apatfalvaer Strolche, Raubmörder, geschehen am den 28t. Februar 1920.“ Und
    die aufpolierte, fast „gut-en-bergische“ Geschichte Florescus. Zitat: „Hatten nicht erst vor
    wenigen Jahren zwei solcher Männer die Schwiegertochter von Peter Bartu erschlagen und
    waren erst nach einer tagelangen Hetzjagd gefasst worden, bei der sogar die Gendarmerie
    aushelfen musste?…“ Wenn man das gedankenlos liest, betäubt und hypnotisiert ist, denkt
    man sich nichts dabei. Aber wenn man ein wenig nachdenkt, so kommt man doch zu dem
    Schluss, dass diese Leute, welche die „Mörder hetzten und jagten“, Selbstjustiz verüben
    wollten und die Gendarmerie nur ihre Gehilfen waren. Was für ein unzivilisiertes Volk,
    „machthungrig und mit Blut(9) an den Händen“?
    Drei Zitate aus dem Familienbuch, Seite 169: „1928 Der Blitz ist am 6t. August an 3 Stellen
    hier im Orte eingeschlagen. Nämlich bei Nro. 284, Nro. 221 und Nro. 663“, auf Seite 225

  65. Lorrain de Banat on 21. März 2012 at 21:53

    -3-
    Lobliedschreibern(2) viele aus der ehemaligen DDR stammen, wo Florescu auch seinen
    Höhenflug begann und wo „unser“ Roman in Cafehäusern entstanden sein soll.
    Wieso wird so ein Roman überhaupt gedruckt? Dafür sind die Lektoren verantwortlich, die
    das Manuskript (gibt es heute auch schon in digitaler Form) lesen, bewerten und dem Verlag
    empfehlen es zu drucken oder nicht. Beim Lesen der ersten Zeilen aus dem Roman, habe ich
    gleich daran gedacht, dass dies wohl ein Hauptschüler(1) ohne Abschluss gewesen sein muss,
    denn wenn einem entgeht, dass hier eine Deutsche Minderheit aus Rumänien, speziell die
    Triebswetterer als dreckige Verbrecher, Überläufer und Mörder von einem Rumänen
    beschrieben werden, ist das die Normalität(1) für ihn. Nach meinen 9-monatigen Recherchen
    über den Roman, die Reaktionen dazu, Bewertungen, Interviews und den Autor Florescu habe
    ich erfahren, dass es doch ein Professor Doktor aus Hamburg war, der in Bayern und auch in
    der Schweiz Vorlesungen hat. An den Herrn Doktor Professor und den C.H. Beck Verlag, den
    wir Triebswetterer(10) vor der Auslieferung des Diskriminierungswerkes mehrfach gewarnt
    haben, habe ich keine Fragen mehr und möchte von ihnen auch nichts mehr wissen oder
    hören! Eine und nur eine Antwort haben wir immerhin vom C.H. Beck Verlag bekommen, in
    welcher das „schwere Schicksal von Florescu“ und seine „ungewöhnlichen
    Fluchtbedingungen“ genannt werden und wo es weiter heißt:„… Erlebtes und Erfahrenes ist
    und bleibt individuell… und bei uns gilt immer noch die freie Meinungsäußerung…“. Wie
    bitte? Den Kommunismus hat es nie gegeben, den haben wir uns nur ausgedacht! Die
    Bãrãgan-Deportation hat es nie gegeben, davon haben wir nur geträumt! Die Ceauºescu-
    Regierung hat es nie gegeben, dieses menschenunwürdige Regime haben sich nur die
    westlichen Medien ausgedacht! (Ich hoffe, ich muss jetzt nicht noch erklären, dass die letzten
    drei Sätze ironisch gemeint waren, genau so wie mein Satz auf der Homepage der
    Triebswetterer(11): „Leute! Wir werden berühmt im Roman Jakob beschließt zu lieben. Das
    kann ja lustig sein!“)
    Wir haben natürlich auch Bewertungen zu dem Roman abgegeben, sind dabei nicht gerade
    zimperlich mit dem Inhalt und Autor umgegangen, haben keine 5-Sterne- was bei
    Profilobliedschreibern(2) die Regel ist- erteilt und siehe da, unsere Bewertungen wurden
    entweder entfernt oder gar nicht veröffentlicht, weil wir uns nicht an „die Vorgaben gehalten“
    hätten. Auf die Frage, welches denn unsere „Fehler“ gewesen wären, haben wir bis heute
    noch keine Antwort bekommen. Und dann spricht man bei uns und beim C.H. Beck Verlag
    von „eigener freier Meinungsäußerung“. Ja gilt die nur für Florescus Diskriminierungswerk
    unter dem „Schutz und Schirm“ der „künstlerischen Freiheit“ und für uns nicht? Ich sehe da
    Parallelen zu einem menschenunwürdigen System, das sind Securitate-Methoden, oder Stasi-
    Methoden (für die DZM-Referentin und anderen ehemaligen DDR-lern).
    Was uns schon beim Vorablesen(12) der etwa 30 Seiten des Romans aufgefallen ist und wie
    Florescu- der ein in Temesvar geborene Rumäne ist und jetzt in der Schweiz lebt- uns
    Triebswetterer sieht, ist aus dem folgenden Auszug ersichtlich. Zitat aus dem Roman: „Die
    animalische Kopulation, wenn sie von Erregung und Verlangen durchflutet waren, war das
    Einzige, was ihnen ganz allein gehörte und sie entschädigte. Sie und der Schnaps in der
    Kneipe. Häufig fand der Beischlaf vor Sonnenaufgang statt, nicht, um sich vor Gott zu
    verstecken, sondern weil sie nur dann nicht müde waren. Betäubt vom Stallgeruch, vom Kot
    und Urin im Nachttopf, von der abgestandenen Luft, von Mundgeruch und dem Gestank
    dreckverkrusteter Füße und ungewaschener Körper, zerstochen von Flöhen und Mücken,
    rutschten sie unter der Strohdecke herüber und fanden schnell den ebenso übel riechenden
    Körper des anderen.“ Welche Banater Schwaben, die laut Florescu(9) „dauernd gratulieren“,
    die dieses Werk positiv bewerten, können sich mit diesen Eigenschaften identifizieren? Haben
    die nichts anderes erlebt? Wie kann man das „gut“ finden? (Ich bezieh mich hier auch auf die
    „geistlosen Kommentare“ Rezensionen und Diskussionsbeiträge auf dem Banat-Blog und
    anderen Bewertungsforen(2).) Muss man als Triebswetterer und Banater Schwabe weiterlesen?
    Ich sage nein! Und wie geht es noch weiter? Was steht dazu im Familienbuch der

  66. Lorrain de Banat on 21. März 2012 at 21:52

    -2-
    Was einseitige Berichterstattung angeht- halbe Wahrheiten sind Lügen oder
    Volksverdummung- will ich auch ein kleines Beispiel anführen. Im Internet auf
    verschiedenen Bewertungsportalen kann man- meist anonym- seinen Senf über so manchen
    Artikel aber auch über Bücher abgeben. Diese heißen in der Regel Kommentare,
    Bewertungen oder Rezensionen. So kann man von dem „uns gewidmeten“ Roman lesen: „Der
    Roman ist eben eine Fiktion“. Also regt euch nicht auf, es ist alles erdacht, erträumt, erfunden
    und weiter geht es mit „ich habe aus diesem Roman sehr viel über die Banater Schwaben
    gelernt“. Was kann man aus einer „wahren, erfundenen“ Geschichte(4) schon lernen? Und
    über diese Fiktionen wird in allen Zeitungen fleißig berichtet, wobei in der Regel der
    Klappentext(5) in mehreren Variationen umgearbeitet und abgedruckt wird, so dass ich den
    Eindruck habe, die haben das Werk gar nicht gelesen und geben trotzdem einen positiven
    Kommentar ab. Hat man schon vergessen, wie es mit der kommunistischen Berichterstattung
    in Rumänien war? War nicht alles, was kommunistisch war ein positives Ereignis, worüber
    berichtet werden musste? Alles andere, was nicht ins Konzept passte, wurde gar nicht erwähnt
    oder zensiert. Eine Kommentatorin schreibt: „… und der Roman endet mit der Deportation
    junger rumänischer Männer nach Sibirien.“ (Gemeint ist dabei die Bãrãgan-Deportation.)
    Außer Sibirien stimmt doch alles oder nicht? Ich ergänze und korrigiere mal: „Der Roman
    endet mit der Deportation der Banater Schwaben, bewacht durch junge rumänische Männer
    mit aufgepflanzten Gewehren in die Bãrãgan-Steppe“. (Siehe Bild 1, Soldat im linken
    Teilbild, Deportationen in Triebswetter.) Diese Kommentatorin hat wohl auch die letzten
    Seiten des Romans gelesen und war so sehr betäubt und hypnotisiert von Florescus
    Erzählkunst, dass sie Bãrãgan mit Sibirien verwechselt hat. Offensichtlich ging das auch
    anderen Lesern so, die auch zum Teil animiert von der einseitigen Werbung, die auch von
    Landsleuten in der Banater Post gemacht wurde, den Roman gekauft und den Schweizer
    Schriftsteller rumänischer Nationalität dadurch unterstützt haben. Für alle Rumänen, die von
    meinem Bericht hier erfahren sollten, sei gesagt, dass ich- und ich spreche wahrscheinlich
    nicht nur von mir allein- die Rumänen in drei Gruppen einteile und zwar 1.) jene, mit welchen
    wir befreundet waren und noch sind, mit ihnen friedlich zusammen lebten, über die wir sagten
    „die teilen ihr letztes Hemd mit dir“, 2.) die rumänischen Nationalkommunisten(6), die uns,
    unseren Eltern und Großeltern, das alles angetan haben, was nach dem letzten Krieg bekannt
    wurde, und 3.) Florescu. So etwas, was von ihm „fantasiert“ wurde, wurde nicht einmal von
    den Nationalkommunisten über uns und unsere Vorfahren geschrieben. Es fehlt hier in seinem
    Roman gerade noch, dass man den Schluss ziehen kann, dass diese Triebswetterer und
    Banater Schwaben sich dermaßen asozial verhalten haben, dreckige, stinkende Verbrecher,
    Mörder, Hausabfackeler, Selbstmörder und Geiselnehmer waren, dass man sie enteignen und
    als Strafe in den Bãrãgan deportieren musste. Ja vielleicht gibt es schon ein paar Banater
    Schwaben, die sein Werk in rumänischer Sprache übersetzen wollen- was bei Lesungen
    Florescus in München schon geschehen ist- und beim Casting(7) für den Film von Florescu
    Schlange stehen. Wieso haben das „Goethe-Institut“ und das DZM(16) (Donauschwäbisches
    Zentralmuseum Ulm) den Roman Florescus in ihrem Angebot? Die 300-jährige Geschichte
    Florescus über die Obertins und Triebswetterer, die keinen Unterschied zwischen
    „Wirklichkeit(8) und Fiktion“ macht, in welcher Florescu seine „Themen aus dem Reich(8) der
    Träume“ sucht, hat nichts im DZM und im Goethe-Institut verloren! Wieso bekommen wir
    vom DZM auf die Anfrage, ob Florescu dort gewesen sei, etwas über den 30-jährigen Krieg
    und unserer Ansiedlungsgeschichte erfahren habe, keine Antwort? Weil die DZM-Referentin
    für Südosteuropa aus der ehemaligen DDR stammt, diese ebenfalls verlassen hat oder
    verlassen musste, im Westen unter anderem Psychologie- genau so wie Florescu- studiert und
    Florescu einen Saal für eine Lesung zum Roman „Jacob“ in den Räumen des DZM zur
    Verfügung gestellt hat. In einem Interview im Schweizer Radio(9) gibt Florescu zu, dass er in
    Lothringen und Ulm gewesen sei. Es fällt leider auf, dass unter den professionellen

  67. Lorrain de Banat on 21. März 2012 at 21:52

    Florescus Roman über Triebswetter. Unser Roman?
    Stellungnahme eines Triebswetterers
    Stellt Euch mal folgendes Szenario vor. In einer Schulklasse kommt es unter 13-14 Jährigen
    nach Eintritt des Lehrers zu folgenden Auseinandersetzungen. Die Kinder sitzen noch nicht
    auf ihren zugewiesenen Plätzen, schreien herum und prügeln auf einen ihrer Klassenkollegen
    ein. Sie werfen seine Bücher und Hefte durch das Klassenzimmer, verschmieren seine Bank
    mit wasserfesten Stiften. Vom Lehrer zurechtgewiesen, erhält dieser die Antworten, dass
    Siggi- das ausgesuchte Opfer- die Bücher und Hefte selbst weggeworfen und dass er seine
    Bank auch selbst verschmiert habe. Als die Hausaufgaben kontrolliert werden, kann Siggi
    kein Heft vorlegen, weil es ihm entweder entwendet oder ihm gedroht wurde, dass er, wenn er
    die Hausaufgabe zeige, in der Pause Prügel bekomme. Mitunter werden auch Blätter aus
    seinem Heft herausgerissen oder verschmiert und einer aus der Klasse petzt es dem Lehrer, in
    der Hoffnung, dass Siggi bestraft werde. Während des Unterrichts steht plötzlich Siggis
    Banknachbar auf, packt seine ganzen Sachen und setzt sich, nicht ohne sich zuvor richtig
    bemerkbar zu machen, auf einen anderen Platz. Darf er das? Nein! Aber Unterrichtsstörungen
    sind heute in der Schule Alltag(1) und Normalität, dem Imponiergehabe muss schließlich und
    endlich „stattgegeben“ werden. Vom Lehrer zurechtgewiesen, antwortet der Störenfried
    „Siggi stinkt“, so dass er es „nicht aushalten kann“ und seinen Platz verlassen muss. Nachdem
    Ruhe eingekehrt ist, der Lehrer seinen Unterricht fortsetzen will, fliegt plötzlich ein
    Papierflieger durchs Klassenzimmer und trifft den Lehrer am Kopf. „Wer war das?“, will der
    Lehrer wissen und bekommt im Chor von der Klasse die Antwort „Siggi“. Weil der Lehrer
    noch nicht blickt, was eigentlich in der Klasse los ist, fordert er Siggi auf, sich auf einen
    anderen Platz zu setzen. Nachdem Siggi seinen neuen Platz eingenommen hat, steht dort ein
    Schüler auf, geht weg und begründet „Siggi ist dreckig und macht Hausaufgaben“. Ja, ich
    könnte die Reihe der Malträtierungen gegen Siggi noch fortsetzen, wenn ich nicht an meine
    Landsleute- auch an die, die Florescus Roman als „gut“ bewertet haben- und 5-Sterne
    Kommentatoren die Frage stellen wollte: Was würdet ihr sagen, denken oder machen, wenn
    Siggi, von welchem die ganze Klasse weiß, dass er ein Banater Schwabe ist, Euer Sohn, Euer
    Enkel wäre? Ich kann mir vorstellen, dass die Antwort, es sei alles erfunden, gegeben wird.
    Das ist aber heute- eigentlich schon seit Jahren- Realität und Normalität an deutschen
    Schulen, so dass die Absolventen, die heute auch als Romankommentatoren(2) tätig sind,
    zwischen Wirklichkeit und Fiktion nicht mehr unterscheiden können. Genau das nutzt Florecu
    in seinem Roman „Jacob beschließt zu lieben“ aus, um die Leser hinters Licht zu führen. Er
    hat ja schließlich und endlich Psychologie studiert, offensichtlich aber keinen Spaß daran
    gefunden, seinen gelernten Beruf auch zu praktizieren. Darauf sind eigentlich einige Banater
    Schwaben und auch einige Professoren Doktoren hereingefallen. Wer sich von der Richtigkeit
    meiner Ausführungen überzeugen möchte, soll sich nur mal die Titel folgender Bücher
    ansehen. „Die Erziehungskatastrophe“ von Susanne Gaschke, (ich würde als Folge und in
    Anlehnung(1) daran „die Bildungskatastrophe“ beschreiben, die PISA-Tests sind nicht nur aus
    Versehen so schlecht ausgefallen) die Wieczorek-Trilogie (Autor Thomas Wieczorek) „Die
    geplünderte Republik“ (Wie uns Banken, Spekulanten und Politiker in den Ruin treiben),
    „Die verblödete Republik“ (Wie uns Medien, Wirtschaft und Politik für dumm verkaufen),
    „Einigkeit und Recht und Doofheit“ (Warum wir längst keine Dichter und Denker mehr sind)
    und nicht zuletzt „Generation Doof“ von Stefan Bonner und Anne Weiss sowie „Dümmer
    geht immer“ von Bob Fenster, ein Amerikaner. Ich will da gleich aus „Generation Doof“ ein
    Zitat eines der bekanntesten Kabarettisten Dieter Nuhr(3)- was „eigene Meinung“ angehtanf
    ühren: „Man kann ja zu Allem seine eigene Meinung haben, wenn man aber nichts weiß,
    soll man einfach mal die Fresse halten“. Wäre das gut, wenn einige, auch „professionelle“
    Lobliedschreiber(2) zu „unserem“ Roman, und Berichterstatter das wüssten und beherzigen
    würden!

  68. Öcsi on 11. März 2012 at 13:06

    “Wenn ich mit meiner Relativitätstheorie recht behalte, werden die Deutschen sagen, ich sei Deutscher, und die Franzosen, ich sei Weltbürger. Erweist sich meine Theorie als falsch, werden die Franzosen sagen, ich sei Deutscher und die Deutschen, ich sei Jude.” – Albert Einstein

  69. siegen1990 on 11. März 2012 at 12:03

    Katharina,

    ich ging von Ihrem “Hat es aber keiner.” fälschlicherweise davon aus, dass Sie nicht aus dem Banat kommen. Entschuldigung. Aber dann denke ich, müsste Ihnen “Der kleine Schwab” doch was sagen, oder? Da wird das Leben der Schwaben von einem “Insider” und nicht von einem “aus Hörensagen” beschrieben.

    “Aber nicht aus einem dieser “deutschen” Dörfer.
    Dass ich so manche Sachen nicht weiß oder falsch sehe,gebe ich gerne zu.”

    Man musste nicht vom Dorf kommen, um einiges kennenzulernen. Als Temeswarer z.B. reichte es schon, nach Freidorf zu fahren.

  70. Katharina on 11. März 2012 at 02:42

    @Siegen1990
    Ich komme schon aus dem Banat…
    Aber nicht aus einem dieser “deutschen” Dörfer.
    Dass ich so manche Sachen nicht weiß oder falsch sehe,gebe ich gerne zu.

  71. Anonymous on 10. März 2012 at 19:16

    Katharina hat Recht.
    Warum schreibt niemand den ultimativen, absolut wahren Banat-Roman statt hier im Banatblog sein Pulver zu verschießen?

  72. siegen1990 on 10. März 2012 at 17:06

    “Deshalb hätte schon längst einer unserer schwäbischen Autoren das Thema aufgreifen sollen und der Welt ein wahres Bild vermitteln können.
    Hat es aber keiner.”
    ________________________________________________________

    Katharina, sie sind keine Banaterin, gell. Sonst würden sie es besser wissen.

  73. Norbert Bingert/ Polkakeenich on 10. März 2012 at 16:28

    Lorrain de Banat ich will jetzt ihren Artikel nicht kommetieren !
    Nur da zu, währen ja jetzt andere aufgefordert……….
    Maisbrei ist eben unserem Öchsli seine Linke Nahrung und die ist in den Genen verankert wie worden beim Stefan cel Mare……….

  74. öcsi on 10. März 2012 at 12:47

    Deshalb hätte schon längst einer unserer schwäbischen Autoren das Thema aufgreifen sollen und der Welt ein wahres Bild vermitteln können.
    Hat es aber keiner.

    und warum?

    da kommen sie stolz daher und fühlen sich als entwicklungshelfer und kulturbringer in das wilde rumänistan und sind dann nicht imstande mal 1 (ein) einziges Buch und sei es auch noch kitschig oder tendenziös auch immer über ihr heimat zu schrheiben, während alle, wirklich alle anderen Stämme – Ungarn, Serben, Rumänen, im Banat jeweils blühende Literatut, Kunst und Kultuschaffende, manche von internationaler Bedeutung, vorweisen können. Die wenigen, die aus dem Milieu der Schwowe kommen wurden von diesen selbst aufs brutalste und primitivste attackiert. Wer wird sich trauen über solche zeitgenossen nochmals ein Buch tzu schreiben?

  75. Katharina on 10. März 2012 at 12:33

    Sehen Sie, Öcsike, wer Maisbrei liebt, ist links! :-)

    Mal im Ernst. Florescu sagt, das wäre eine fiktive Geschichte, aber die meisten ehemaligen Bewohner aus Triebswetter fühlen sich durch das Buch zumindest verletzt.
    Wenn die Geschichte fiktiv ist,kann man nicht die pure Wahrheit erwarten.
    Dass die Menschen in diesem Dorf nicht am Hungertuch nagten, ist uns Banater bekannt.
    Was der Westen mit oder ohne Florescus Roman vom Banat so weiß…wahrscheinlich zu wenig.Oder auch nichts.
    Deshalb hätte schon längst einer unserer schwäbischen Autoren das Thema aufgreifen sollen und der Welt ein wahres Bild vermitteln können.
    Hat es aber keiner.

  76. öcsi on 10. März 2012 at 12:20

    dabei ist die Roman-Lüge, dass in Triebswetter Maisbrei (mamaliga) zum Speiseplan der 1920-bis zur Auswanderung der deutschen Einwohner gehörte noch eine Harmlosigkeit. Das ist, höflich ausgedrückt, eine Schande und gibt Aufschluss dass die Landsmannschaft, aus welchen tatsächlichen Gründen auch immer, nach der Pfeife des sich politisch links girierenden Literaturbetriebs tanzt.

    na jetzt ist es raus: Maisbrei ist L-I-N-K-S !!!!!!!!!!1

  77. Lorrain de Banat on 10. März 2012 at 09:02

    Wie sehr der Literaturbetrieb nach links abgedriftet ist und eben kein differenziertes Bild, auch im Fall Florescu, bringt zeigt sich, dass Leute die in Triebswetter gelebt haben, vor Ort die Verhältnisse kannten eben nicht zu Wort kommen.

    Herr Balzer von der HOG Triebswetter hat die letzten Monaten gekämpft wie ein Löwe, hat Rezensionen geschrieben, Richtigstellungen, doch er stieß auf taube Ohren.

    Das traurigste dabei ist, dass selbst die Landsmannschaft ihn im Regen hat stehen lassen. Die Banater Post hat zwar Jubelrezensionen zu Florescus Buch gebracht, aber weitere Beiträge oder Differenzierungen hat sie nicht zugelassen. Die Landsmannschaft der Banater Schwaben hat in diesem Punkt die Interessen der Banater Schwaben und der Triebswetter schmählich verraten; diese harte Wort muss gesagt werden. Sie hat es aus Feigheit und Duckmäusertum zugelassen, dass Banater Schwaben, insbesondere die Triebswetter durch den Roman von Florescu in ein schiefes Licht gerückt wurden. Zumindest wäre von der Landsmannschaft der Banater Schwaben zu erwarten gewesen, dass sie in einem neutralen Ton klarstellt, dass die im Florescu-Roman dargestellten Lebensweisen, Ansichten und auch die historischen Tatsachen nicht der Wahrheit oder nicht im vollen Umfang der Wahrheit entsprechen. Wenn Sie die Banater Post schon nicht geleitartikelt hat: “Nein, Herr Florescu, Sie kennen die Banater Schwaben und Triebswetter nicht!”, so hätte sich doch zumindest kritische Stimmen aus dem Lager der eigenen Landsleuten oder der Triebswetter Schwaben zulassen können.

    Vermutlich hat die Landsmannschaft der Banater Schwaben aus Engherzigkeit und aus Angst vor dem Mainstream dem Florescu-Roman sich verbeugenden Zeitgeist keine kritische Stimme zu dem die Triebswetter diffamierenden Florescu-Roman zugelassen, dabei ist die Roman-Lüge, dass in Triebswetter Maisbrei (mamaliga) zum Speiseplan der 1920-bis zur Auswanderung der deutschen Einwohner gehörte noch eine Harmlosigkeit. Das ist, höflich ausgedrückt, eine Schande und gibt Aufschluss dass die Landsmannschaft, aus welchen tatsächlichen Gründen auch immer, nach der Pfeife des sich politisch links girierenden Literaturbetriebs tanzt. Die Landsmannschaft läßt es also zu, daß unter dem Deckmantel eines “Romans” eigene Landsleute bzw deren Vorfahren generell mit negativen Eigenschaften abgestempelt werden. Vermutlich ist man in München noch stolz darauf sich hinter Schlagwörtern wie “Kunstfreiheit”, “Meinungsfreiheit”, “Toleranz” verstecken zu können um eine Parteiergreifung für die eigenen Leuten zu unterlassen; das ist kläglich. Die Verantwortlichen der Landsmannschaft mögen sich im stillen Kämmerlein auch die Frage stellen, was wäre passiert, wenn Florescu ein Roman über Juden geschrieben hätte und in diesem Roman solche Unwahrheiten oder Ungenauigkeiten gebracht hätte; wie hätten wohl deren Verbandsvertreter auf solche Reportagen des jüdischen Lebens in Romanform reagiert? Wie würde wohl der Interessenverband unserer jüdischen Mitbürgern reagieren, wenn ein zeitgenössischer Romanautor eine fiktive Geschichte schreibt in dem ein geldgieriger Jude die Hauptfigur ist und in dem alle antijudaistischen und antisemitischen Klischees bedient werden? Kann dieser Autor daraufhin sich genauso wie Florescu es tun bzw. seine Fürsprecher (darunter gehören wohl auch große Teile der Verantwortlichen in der Landsmannschaft) auf “Meinungsfreiheit”, “künstlerische Freiheit”, “Fiktion in einem Roman” herausreden?

    Wer sich wirklich über den Florescu-Roman und die dort enthaltenen Lügen und Unwahrheiten informieren möchte kann es hier tun.
    http://www.hog-triebswetter.de/Roman.htm
    http://www.hog-triebswetter.de/ort-krch.htm

  78. Öcsi on 1. März 2012 at 17:19

    Der Kapitalismus (Finanzkrise, Arbeitslosigkeit) wir seinen Tiefpunkt meistern und gestärkt daraus hervorgehen.
    wie kan man soviel blödsinn in einem einzigen Satz unterbringen?

  79. öcsi on 1. März 2012 at 14:48

    Kommunismus ist Armut für alle!

    da muss es in den USA wohl 30 millionen kommunisten geben, die sind obdachlos und irgendwie arm

  80. Anonymous on 2. Dezember 2011 at 14:12

    und der Kommunismul ist schon längst tot, nur seine Leiche geht noch im Hirn mancher Utopisten um. Der Kapitalismus (Finanzkrise, Arbeitslosigkeit) wir seinen Tiefpunkt meistern und gestärkt daraus hervorgehen. Nur die Kapitalismus ermöglicht es der breiten Masse, die Fleißig, Strebsam, Arbeitsam ist ein Menschenwürdiges Leben und Wohlstand zu schaffen. Kommunismus ist Armut für alle!

  81. Winwood on 2. Dezember 2011 at 13:28

    Wenn ein Rechter Fernseh-Diskussionen nicht mag, schaltet er das Gerät ab.

    wenn ein rechter einen türken nicht mag, schaltet er ihn ab

  82. Winwood on 2. Dezember 2011 at 13:26

    der Kapitalismus ist einer menschlichen Gesellschaft so natürlich und zueigen wie einem Menschen das Atmen.

    is kaltr, wa? deshalb hat sich die menschheit zu 99,99 im kommunismus entwickelt

  83. Winwood on 2. Dezember 2011 at 13:25

    Wollen die, die so gegen den Kapitalismus wettern ihn wirklich abschaffen?

    nein, nicht erforderlich, er schafft sich gerade selbst ab

  84. Anonymous on 1. Dezember 2011 at 18:49

    der Kapitalismus ist einer menschlichen Gesellschaft so natürlich und zueigen wie einem Menschen das Atmen.

  85. Anonymous on 23. November 2011 at 22:03

    Also doch!
    Es gibt also auch Kapitalismusformen mit denen man leben kann.

  86. TruebeQuelle on 23. November 2011 at 21:38

    Keine Angst: Kapitalismus kritisieren heißt noch lange nicht den Kommunismus loben; Kommunismus ist eine Sackgasse, das ist wohl klar. In den Anfangsjahren hat er zwar einigen noch etwas gebracht, endlich konnten auch Kinder aus Arbeiter- und Bauernfamilien studieren. Doch dann ist das System rasch zur Bedrohung erstarrt.
    Der Kapitalismus angelsächsischer Prägung weist jedoch einige Auswüchse auf, die vor einigen Jahren nicht so ausgeprägt waren. Das skandinavische, wesentlich sozialere Modell, welches bestimmt auch seine Schwächen hat, finde ich doch erstrebenswerter.

  87. Anonymous on 23. November 2011 at 20:16

    “vollends aus dem Ruder gelaufenen Geldpolitik samt Globalisierung”

    …machen natürlich pessimistisch. Es müssen Lösungen gefunden werden. Doch einfach DEN Kapitalismus als Generalsündenbock hinzustellen, ist zu billig.Und sie werden gefunden. Noch leben wir in einer Demokratie!

    Welches wäre denn die Alternative zum Kapitalismus?
    Aber bitte verschonen Sie uns mit den abgetackelten “kommunistischen” und “sozialistischen” Modellen des letzten Jahrhunderts.

  88. Anonymous on 23. November 2011 at 20:10

    So langsam wird das ganze lächerlich.
    Mal harsche Kapitalismus-Kritik, mal leise Nostalgie für eine “andere Gesellschaftsform” usw.
    Natürlich gibt es am Kapitalismus immer wieder was auszusetzen und auch zu verbessern. Und gerade in diesem Spannungsfeld zwischen Ablehnung und Akzeptanz liegt die Dynamik und Stärke dieser Weltananschauung. Doch Hand aufs Herz: Wollen die, die so gegen den Kapitalismus wettern ihn wirklich abschaffen? Ich glaube nicht.
    Für so manche ist es immer wieder “schick” sich als Gegener des K. aufzuspielen, denn “linsintellektueller Adel verpflichtet”.

  89. TruebeQuelle on 23. November 2011 at 19:45

    Von soviel Kapitalismus-Lob wird mir schlecht. Wovon wir immer noch profitieren ist doch das, was vom System der sozialen Marktwirtschaft (oder dem rheinischen Kapitalismus) übrig ist. Funktioniert immer noch relativ gut, doch wie lange noch angesichts der vollends aus dem Ruder gelaufenen Geldpolitik samt Globalisierung? Ich bin da pessimistisch.

  90. Anonymous on 23. November 2011 at 18:55

    @ Anonymus von 14.30 Uhr

    Da kann man wirklich nichts hinzufügen!
    Es ist schon ein dreistes Stück, uns (Banatern), die doch das nicht-kapitalistische Paradies kennen gelernt haben, so einen Schmarrn vorzusetzen.
    Lieber Gerd, wie enttäuschend Du bist.

  91. Anonymous on 23. November 2011 at 14:24

    hier noch eine schöne Erörterung über “links”. Ich weiß nicht wer diese Zeilen original geschrieben hat, aber sie sind im besten Sinne prämierungswürdig:

    Wenn ein Rechter Waffen nicht mag, kauft er keine.
    Wenn ein Linker Waffen nicht mag, will er sie verbieten lassen.

    Wenn ein Rechter Vegetarier ist, isst er kein Fleisch.
    Wenn ein Linker Vegetarier ist, macht er einen Aufstand gegen tierische Proteine.

    Wenn ein Rechter schwul ist, geniesst er ganz ruhig sein Leben.
    Wenn ein Linker schwul ist, verlangt er von der Gesellschaft, dass sie ihn respektiert.

    Wenn ein Rechter seinen Job verliert, überlegt er wie er aus seiner Situation kommen könnte.
    Wenn ein Linker seinen Job verliert, klagt er wegen Diskriminierung.

    Wenn ein Rechter Fernseh-Diskussionen nicht mag, schaltet er das Gerät ab.
    Wenn ein Linker Fernseh-Diskussionen nicht mag, will er die Idioten die Blödsinn erzählen anklagen oder er klagt sie wegen Verleumdung an.

    Wenn ein Rechter Nicht-gläubig ist, geht er weder in die Kirche, noch in die Synagoge noch in die Moschee.
    Wenn ein Linker Nicht-gläubig ist, will er verbieten, dass in der Öffentlichkeit irgend welche Zeichen von Gott, dem Glauben oder der Religion sichtbar sind.

    Wenn ein Rechter krank ist, geht er zum Arzt, kauft seine Medikamente und nimmt sie ein.
    Wenn ein Linker krank ist, appelliert er an die nationale Solidarität.

    Wenn es der Wirtschaft schlecht geht, findet der Rechte, dass er die Ärmel hochkrempeln muss und mehr arbeiten.
    Wenn es der Wirtschaft schlecht geht, schimpft der Linke über die bösen Arbeitgeber, die sich die Taschen vollstopfen, das Land ausbeuten und dass die Angestellten die Opfer sind.

    Wenn ein Rechter diese Zeilen gelesen hat, leitet er sie weiter.
    Wenn ein Linker diese Zeilen gelesen hat, leitet er sie auf keinen Fall weiter!!

  92. Anonymous on 23. November 2011 at 14:19

    Kapitalismus
    hat den letzten Seelenfunken gelöscht

    immerhin ist es der Kapitalismus, der es den meisten hier, auch den Banater Schwaben, es ermöglicht sich zu entfalten, Häuser zu Bauen, Mercedes zu fahren, nach Mallorca in den Urlaub zu fliegen; keine andere Wirtschaftsform ermöglicht es seinen Teilhabern am Wohlstand zu intensiv zu partizipieren. Und, der Kapitalismus, wo wie unser Wirtschaftssystem von Linken gescholten wird, hat alle und alles überlebt, Fanatiker, Schwärmer, Utopisten, Mörder; Marx, Lenin, Stalin, Hitler, Mussolini, Ceausescu usw. Die bürgerliche marktwirtschaftlich orientierte Gesellschaft wird auf lange Sicht alle und alles überstehen, weil sie eine natürliche und dem Menschen wahrhaft dienende Ordnung ist. Sie stillt die natürliche Bedürfnisse des Menschen und sie spornt den Ehrgeiz und den Geltungsdrang an Werte zu schaffen und für das eigene Wohlbefinden auch was zu leisten. Daran sind andere Ideologien, die auch ihre Chance in der Geschichte gehabt haben kläglich gescheitert, insbesondere der Kommunismus. Der Kapitalismus ist aus seinen Krisen immer gestärkt hervorgegangen war reformfähig und reformfreudig. Das waren alle anderen Weltanschauungen nicht, die sind langfristig zu Grunde gegangen, zu Recht! Kapitalismuskritik ist ja so herzerwärmend, wenn man sie im weichen Sessel mit vollem Bauch betreibt (dank des Kapitalismus hat man einen weichen Sessel und einen vollen Bauch). Ich möchte die mal sehen, die aus der warmen, kuscheligen, satten Position, die ihnen der Kapitalismus bietet, dann auch die Gesellschaftsordnungen, die sie entwerfen oder propagieren (Sozialismus = Armut für alle!) leben und durchleiden müssen. Aber wenn diese Lebensentwürfe scheitern, bleibt ja Gott sei Dank immer noch der “böse” Kapitalismus, dem man dann die Schuld daran gibt. Denn eigentlich wollte man es ja nur gut machen, aber ist nur an menschlicher Schwäche gescheitert (wie der Kommunismus, der ja angeblich spätestens unter Stalin keinen gewesen sein soll – eine der dreisten linken Lügen -). So recyclen die Linken seit einigen Jahrzehnten ihre eigene verkommene Ideologie und fahren trotzdem mit Audi, gehen zu OBI einkaufen, fliegen in die Malediven, saufen Champagner und löffeln Hummer. Nichts ist verlogener als Kapitalismuskritik.

  93. Anonymous on 23. November 2011 at 14:06

    wer wird denn als nächster Banater Schriftsteller (dritter im Bunde) zu literarischen Ehren kommen?

  94. Anonymous on 22. November 2011 at 19:49

    L’art pour l’art, war immer schon eine billige Ausrede von Leute, die ihren Mist anderen als Kunst unterjubeln wollten.

  95. Gerd on 22. November 2011 at 19:45

    Anonymous am 22. November 2011 um 16:55

    Wie tief muss jemand, -Mensch kann man ihn nicht mehr nennen-,
    gesunken sein, um solche Behauptungen aufzustellen.
    Da ist wohl ein Misthaufen im Kopf und der Kapitalismus
    hat den letzten Seelenfunken gelöscht, da ein “MEHRWERT”
    in der Literatur gesucht wird.
    Mich wundert nur, dass Sie die Buchstaben des Alphabets noch
    richtig aneinanderreihen können

  96. Anonymous on 22. November 2011 at 17:04

    Dèngge òn de Ùmwèlt, iwwerlèije ’s èisch bevòrm Ussdrùgge

  97. Anonymous on 22. November 2011 at 16:55

    Gerd am 22. November 2011 um 12:32

    oha oha, warum denn so giftig. Bestimmt nicht alle stimmen hier Jubelgesänge an. Selbst ein parfümierter Misthaufen, bleibt immer noch ein Misthaufen.

  98. Anonymous on 22. November 2011 at 13:08

    Die Werke von Herta Müller und Catalin Dorian Florescu sind gewiss nicht jedermanns Geschmack.

    Ob das hochwertige Literatur ist, bleibt nachwievor dahingestellt.

    Denn die Entscheidung zur Preisverleihung fällen nicht die Leser.

    Es sind die Literaten selbst, die angeblich Kunstbeflissenen, die Verlage, die sich untereinander und gegenseitig die Preise verteilen.

    Wenn heutzutage ein Arbeitnehmer/Steuerzahler Zeit und Muße findet, sich die Freizeit mit dem Lesen dieser Bücher zu vergeuden, dann ist er gewiss ein privilegierter Arbeitnehmer, der nach seinem 8 – Stunden – Tag und auch sonstwie im Sinne seiner Verpflichtungen für diese Gesellschaft noch nicht ausgelastet ist.

    Es gibt so viele Möglichkeiten sich heute in der Freizeit mit Sinnvollem zu beschäftigen, das Lesen dieser Bücher bringt keinen Mehrwert.

  99. Gerd on 22. November 2011 at 12:32

    Schweizer Buchpreis geht an Catalin Dorian Florescu
    „Herausragendes literarisches Werk“

    Der Schweizer Buchpreis 2011 geht an Catalin Dorian Florescu für seinen im Februar bei C.H. Beck erschienenen Roman „Jacob beschliesst zu lieben“ (19,95 Euro, ISBN 978-3-406-61267-1). Die Jury würdigt das Buch als „herausragendes literarisches Werk der diesjährigen Buchproduktion“.

    Catalin Dorian Florescu, geboren 1967 in Rumänien, lebt in Zürich. Er studierte Psychologie und Psychopathologie an der Universität Zürich. Danach arbeitete er als psychotherapeutischer Begleiter in einem Rehabilitationszentrum für Drogenabhängige. Seit 2001 ist er als freier Schriftsteller tätig.

    Im Kurztext des Verlags heißt es: Florescu erzählt „die abenteuerliche Lebensgeschichte des Jacob Obertin aus dem schwäbischen Dorf Triebswetter im rumänischen Banat. Es ist eine Geschichte von Liebe und Freundschaft, Flucht und Verrat und darüber, wie die Fähigkeit eines Menschen zu lieben ihn über alles hinwegretten kann. Jacobs Geschichte – zeitlich zwischen dem Ende der 20er- und Anfang der 50er-Jahre angesiedelt – weitet sich zu einem Familienepos, in dem temporeich und in dichten, fantastischen Bildern das Schicksal der Obertins über 300 Jahre hinweg erzählt wird, beginnend mit dem 30jährigen Krieg in Lothringen.“

    Da sollten sich einige ihrer hämischen Kommentare erinnern, Literaturkritiker, die das Buch nicht einmal in der Buchhandlung erblickt haben, aber inbrünstig Geschichte mit Literatur verwechseln. Mit Herta Müller war es ja noch schlimmer und danach klein beigeben, ja natürlich,
    ein bisschen Literatur wäre das schon…Also zwei Mal schwer getäuscht!
    Nicht verzagen beim dritten Autor klappt`s!

  100. Anonymous on 22. November 2011 at 09:05

    das sind doch tolle Nachrichten.
    Zwei Literaturpreise gingen ins Banat oder besser gesagt haben Bezug zu Banater Themen. Herta Müller bekam den Nobelpreis und Florescu den Schweizer Buchpreis. Damit zeigt sich, dass das Banat ein Kulturraum war und ist. Gaudete!

  101. Anonymous on 21. November 2011 at 23:38

    hier freuen sich die Schweizer:

    http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/regionaljournal-basel-baselland/2745.sh10201593.html

    “Ein Buch über eine rumänische Familie, beginnend vom Dreißigjährigen Krieg. Schweizer Literatur (die von Florescu) die inzwischen transnational ist”

  102. Anonymous on 21. November 2011 at 23:36

    Schweizer Buchpreis 2011 für Catalin Dorian Florescu
    Der diesjährige Schweizer Buchpreis geht an Catalin Dorian Florescu für seinen Roman «Jacob beschliesst zu lieben». Das Buch wird von der Jury gewürdigt als herausragendes literarisches Werk der diesjährigen Buchproduktion.

    Catalin Dorian Florescu, geboren 1967 in Rumänien, studierte Psychologie und Psychopathologie an der Universität Zürich. Danach arbeitete er als psychotherapeutischer Begleiter in einem Rehabilitationszentrum für Drogenabhängige. Seit 2001 ist er als freier Schriftsteller tätig. Er lebt in Zürich.

    Andreas Isenschmid, Alexandra Kedves, Christine Lötscher, Hans Ulrich Probst und Thomas Strässle – die diesjährige Jury – stand vor der grossen Herausforderung, den Schweizer Buchpreis an eines von fünf hervorragenden Werken zu vergeben, die für den Preis nominiert waren. Am Wettbewerb teilgenommen haben dieses Jahr 60 Werke aus 40 Verlagen.

    Bücher sollen in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen werden. Dieses Ziel wollen LiteraturBasel und der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband SBVV gemeinsam erreichen und haben darum 2008 erstmals den Schweizer Buchpreis ausgeschrieben. Die Auszeichnung wird jährlich während des Internationalen Buch- und Literaturfestivals und der Buchmesse in Basel verliehen.

    http://www.schweizerbuchpreis.ch/

    Felicitari, Herr Florescu!
    Wäre es nicht schön, wenn die HOG Triebswetter sich auch freuen würde? Es wäre auch ein Prämierung für Triebswetter, für die Familie Oberton, für das Banat, für die Banater Schwaben.

  103. Anonymous on 21. August 2011 at 21:27

    bei so heissen Tagen wie heute speist man gut einen grünen Salat mit Essig und Öl (Birnenbalsamico ist einzigartig!) , geröstete Pinienkerne dazu und dünne geräucherte Schickenstreifen. Man kann auch geräucherte Entenbruststreifen nehmen, einfach köstlich!

  104. Jakob on 21. August 2011 at 14:54

    Wo hat man “Kroißi” gesagt, Anonymus?

  105. Anonymous on 21. August 2011 at 10:53

    Schnecken und Kroißi, bei der Hitze :-( Dann lieber ein Salat

  106. Polkakeenich on 16. August 2011 at 20:12

    Sie Menschen Fressen alles um zu überleben ….
    Im 30 Jährigem Krieg war auf einmal eine Rate so teuer wie ein Kalb…….!

  107. Durlacher on 16. August 2011 at 17:59

    Froschschenkel war in dem Ort, wo ich meine Kindheit verbrachte, in jedem Frühjahr eine besondere Delikatesse und frisches Fleisch. Aber nur für einige wenige. Die kamen dann mit den ausgebackenen Haxen in die Schule und wurden glühend beneidet ob der sehr feinen und zarten Bisschen mit leichtem Fischgeschmack.

    Es kamen nämlich nur diejenigen in den Genuß der Froschhaxen, deren Väter bereit waren, die noch halb überwinternden Frösche aus den eben aufgetauten Teichen und Tümpeln zu holen und denen bei lebendigem Leib die Hinterschenkel herauszureißen. Und deren Mütter bereit waren, einen Berg voll glitschiger Haxen zu salzen, um die dann wild zuckenden Gliedmaßen zu häuten, zu waschen und zu panieren. Von einem Anfänger erzählte man sich, der die Frösche erst zuhause ihrer Haxen beraubte und den Rest auf den Mist warf; die ganze Nacht sollen die noch gequakt haben.

    Einmal sah ich bei einer Schulfreundin so einen Berg eingesalzener glitschiger Froschschenkel, ca. 300 Stück blau-violett und wild strampelnd. Komischerweise ist mir der Appetit nicht vergangen, dafür aber Jahre später beim Anblick von mageren, auch blau-violetten auftauenden Hähnchen, die man auf Portion bekam. Herta Müller hat sie beschrieben in “Hunger und Seide”.

  108. Supersvabo on 16. August 2011 at 07:53

    zum Thema Kulinarisches in Triebswetter. Die besagte alte Tante, die mir bestätigt hat, daß es in Triebswetter keine mamaliga gab. Aber, es gab in Triebswetter schon Haushalte, wo man Froschschenkel aß. Sie erzählte, daß sie in jungen Jahren Verwandten aus einem anderen Dorf, die auf Besuch waren die Ehre antun wollen und wollte Froschschenkel zum Mittagessen anbraten. Das ist sie aber schlecht angekommen. Schließlich gabs dann zu Mittag für die Gäste von auswärts Grumbeeresupp und Pannekuche. Also, man hat in Triebswetter vielleicht mit generell Froschschenkel gegessen, aber in Haushalten mit lothringischer Tradition wohl sehr wohl. ;-)

  109. tafkag on 25. Juli 2011 at 11:21

    Hat sich jemand von hier aktiven Literaturkritikern schon mal Gedanken darüber gemacht, warum das Buch heisst: “Und Jacob beschloss zu lieben” ?

  110. tafkag on 17. Juli 2011 at 09:21

    ghiunter am 31. Mai 2011 um 15:06

    lesen Sie den Beitrag von Herrn Ebner genauer durch, dann haben Sie die Antwort, wie die Triebswetterer und die Schwowe im allgemeinen zu ihrem Reichtum kamen, oder kurz gesagt durch ARBEIT!

    das ist ein ganz ein neues rezept zu reichtum zu kommen, hätte ich nie gedacht dass das funktionieert: reich werden durch arbeit! das muss ich mir merken!

    nur bitte noch präziser: durch eigene arbeit oder durch die arbeit anderer?

    und wenn ja, warum sind zigtausende schwoben ausgewandert nach amerika? wollten die vielleicht nicht arbeiten? es ist alles so verwirrend!

    ich warte immer noch auf eine antwort seitens der Ökonomie-experten? Wie wurden die banter Schwoben reich und worin bestand dieser Reichtum?

  111. Anonymous on 9. Juli 2011 at 20:11

    Lese-Zeichen

    Bestseller zeigt die Cyberkriminalität in Nigeria – Adaobi Tricia Nwaubani: “Die meerblauen Schuhe meines Onkels Cash Daddy” / Wer bekommt den Ingeborg Bachmann-Preis? / Die Geschichte der Banater Schwaben im Roman Ä- Catalin Dorian Florescu: “Jacob beschließt zu lieben” / NS-Kindereuthanasie in Waldniel – Andreas Kinast: “Das Kind ist nicht abrichtfähig …”.

    Mo, 11. Juli 2011, 23:40 Uhr, BR2

  112. Anonymous on 23. Juni 2011 at 07:33

    vielleicht schreibt er ja mal darüber ein Roman, der Herr Florescu:

    http://vimeo.com/24889784

    Schwer hatten sie es, erschütternd schwer trotz ihrer Tüchtigkeit, die Banater Schwaben nach dem letzten Weltkrieg.

    Und ihre Ernte? Sie verlieren sich in Franzosen und Italienern, und es bleibt so gut wie nichts von ihnen. Da kommen mir schon die Tränen hoch, aber ich will stark sein und mich trösten mit dem schier unfassbaren Satz von Jean Lamesfeld: “Sie haben ihre Ruhe gefunden”.

    Kein Pfingstwunder, eher ein Wunder, dass man ob so viel Schicksalhaftigkeit nicht den Glauben verliert an den Sinn des Lebens.

  113. Supersvabo on 1. Juni 2011 at 13:27

    nun ja genauso gut kann ja ein anderer auch ein Roman schreiben, der in der Mongolei spielt und von Mongolen handelt, obwohl der Autor nie in der Mongolei war oder je einem Mongolen auf den Schlappen getreten hat. Da sehe ich auch nicht das Problem schlechthin. Nur Florescu hätte aufgrund seiner Herkunft (aus dem Banat) es besser wissen können, als er Triebswetter uns seine Schwowe beschrieb. Er hätte nicht auf Gepflogenheiten aus Oltenien oder Siebenbürgen (im Banat gab es keine Burgwächter; bei unseren 7Birgener Brieder schon, die hatten “Burgwächter”, die ihnen im Kirchturm den Schinkenspeck gehütet haben; Feldhüter (Kornick) oder Aufpasser (Plajasch) gab es schon) aber da war er halt schludrig; ohne Not – hätt’ er halt den Supersvabo gefrag ;-) :-) ;-)

  114. getkiss on 1. Juni 2011 at 09:12

    @Veronica Kirchner:”Este ficţiune. Chiar dacÄ satul existÄ pe harta Banatului şi unii membri ai ai comunitÄţii şvabilor germani ridicÄ degetul ameninţÄtor, acuzându-l pe autor cÄ a folosit într-un context denaturat numele unor persoane reale.”

    Schön, die mit c geschriebene Veronica weiss was über die Kritik, schreibt aber nur über die Verwendung von Real-Namen von lebenden Real-Personen- ohne anzumerken das dies untersagt wäre. Von den anderen kritischen Bemerkungen unserer Schwowe schweigt Sie auch, Sie schwelgt in der literarischen Fiktion….die das Leben und die Geschichte der banater Schwaben hie und da und nur ab und zu denaturiert darstellt und zwar in essentiellen Punkten. Wie es mal Caragiale treffend sagte…..
    @Veronica Kirchner:
    “Eu, care am citit cartea, ca non-schwaben şi numai ca iubitoare de literaturÄ, am fost fericitÄ cu rÄspunsul lui CÄtÄlin la întrebarea dacÄ a vizitat vreodatÄ satul Triebswetter, locul unde se petrece o parte din acţiune: “Cartea mea, povestea mea, cunoaşte satul”. Mai mult de atât nici nu mÄ intereseazÄ.”
    Aha. Die Antwort war ausweichend. Und, wenn es so ist, dass sein Buch und die Story Triebswetter kennt, dann kennt er das jetzige Triebswetter. Und die meisten dort jetzt sind Leute, die gerne mamaliga essen. Die sind aber keine banater Schwaben….diese meisten….

  115. Supersvabo on 31. Mai 2011 at 20:05

    Florescu war in Minchen, das drang bis nach Temeswar vor, wer rumänisch kann, mag folgenden Bericht lesen:

    http://www.oradetimis.ro/corespondenta-din-munchen-in-fiecare-furtuna-se-ascunde-un-diavol/actualitate/2011/05/29/

    Immerhin weiß er, daß bei manchen Schwowe sein Buch mit gemischten Gefühlen aufgenommen wurde…

  116. ghiunter on 31. Mai 2011 at 15:06

    lesen Sie den Beitrag von Herrn Ebner genauer durch, dann haben Sie die Antwort, wie die Triebswetterer und die Schwowe im allgemeinen zu ihrem Reichtum kamen, oder kurz gesagt durch ARBEIT!

    das ist ein ganz ein neues rezept zu reichtum zu kommen, hätte ich nie gedacht dass das funktionieert: reich werden durch arbeit! das muss ich mir merken!

    nur bitte noch präziser: durch eigene arbeit oder durch die arbeit anderer?

    und wenn ja, warum sind zigtausende schwoben ausgewandert nach amerika? wollten die vielleicht nicht arbeiten? es ist alles so verwirrend!

  117. siegen1990 on 31. Mai 2011 at 12:42

    getkiss

    Man muss nur die Schreibfehler sehen, dann erkennt man den Anonymous mit “iu” und Wurzeln in Yu. ;)

  118. getkiss on 30. Mai 2011 at 16:44

    @Anonymousi
    “jetzt hat mir immer noch niemand geantwortet wie sich dieser wohlstand wohl zeigte? hatten ihre pferdewagen golden quasten? oder waren ihre kühe mit leder beschalgen? oder hatten farb TV mit LCDD-Bildschirm? oder einen swimming pool? oder klimaanlagen im stall?

    ich möcht edoch nur verstehn wie man wohlstand definiert in einem dorf wo eine haus aussiet wie das andere, wo jeder dasselbs denkt und spricht, wo nach grundbesitz und nicht nach Liebe geheiratet wird: vielleicht ist das der wohlstand?”
    ———————————–
    Die Frage muss nicht beantwortet werden, da sie offensichtlich nur darum gestellt ist um hier zu stänkern…..

  119. Supersvabo on 30. Mai 2011 at 16:44

    an den Namenlosen: lesen Sie den Beitrag von Herrn Ebner genauer durch, dann haben Sie die Antwort, wie die Triebswetterer und die Schwowe im allgemeinen zu ihrem Reichtum kamen, oder kurz gesagt durch ARBEIT!

  120. Anonymous on 30. Mai 2011 at 15:41

    nur materiell wohlhabend waren die Triebswetterer Bauern durchaus, es war das, was man als reiches Dorf bezeichnet.

    jetzt hat mir immer noch niemand geantwortet wie sich dieser wohlstand wohl zeigte? hatten ihre pferdewagen golden quasten? oder waren ihre kühe mit leder beschalgen? oder hatten farb TV mit LCDD-Bildschirm? oder einen swimming pool? oder klimaanlagen im stall?

    ich möcht edoch nur verstehn wie man wohlstand definiert in einem dorf wo eine haus aussiet wie das andere, wo jeder dasselbs denkt und spricht, wo nach grundbesitz und nicht nach Liebe geheiratet wird: vielleicht ist das der wohlstand?

  121. Anonymous on 30. Mai 2011 at 13:46

    noch mal, nach dem motto “eile mit weile”:

    @ebner
    :-) :-) :-D

    Durlacher ;-)

  122. Anonymous on 30. Mai 2011 at 13:44

    @ ebner:
    :-) :-) :-D

  123. Ebner on 30. Mai 2011 at 12:46

    @ Durlacher
    Natürlich waren nicht Sie gemeint. Es tut mir Leid für das Missverständnis.
    Die Blitze kommen von ganz wo anders.

  124. Anonymous on 30. Mai 2011 at 12:42

    Das sind andere Anonymusse ;-)

    Durlacher

  125. Anonymous on 30. Mai 2011 at 12:41

    “Ebner am 30. Mai 2011 um 10:35
    @Anonymus
    Kürzlich nannte der Autor dieser Intelligenzblitze noch seinen Namen. Warum plötzlich so verschämt?”

    Ich lese hier weiter, habe aber wenig Zeit, mitzureden. Das muss ich aber richtig stellen:
    Ich als Anonymus unterschreibe immer, wie eben jetzt. Und wenn ich es veregaß, was auch passierte, habe ich die “Unterschrift” hinterher geschoben.
    Gruß an euch alle und macht fleißig weiter;-)

    Durlacher

  126. Polkakeenich on 30. Mai 2011 at 11:46

    Auf jeden Fall hat in Triebswetter niemand Mamalica gefressen, ausser der Raubritter von den Karpaten ab 1918 und ab 1944 namen sie alles in Besitz.
    Frage hat Florescu in seinem Buch auch die vergewaltigungen der Omas beschrieben (in der Russlanddeportations Zeit) von seinen Karpaten Ritter !? So viel Gewalt und Verbrechen wie in dieser Zeit gab es nicht vorher und auch nicht danach.
    Banater Schwowe insgesamt waren kein Verbrecher Volk wie in dem Roman vorgestellt, sondern sehr kristlich erzogen. Das sie keine Heiligen waren bestreitet niemand kann aber einer von Euch hier eine Geschichte erzählen über Barbarische übergriffe auch im zweiten Weltkrieg gegenüber der Rumänischen Bevölkerung !? Die gibt es nähmlich nicht höchsten im Kopf von unserem Troll.

  127. Ebner on 30. Mai 2011 at 11:20

    Die Triebswetterer waren fleißige Leute mit viel Unternehmergeist. Ihr Wunsch materielle Güter zu erwerben war ausgeprägt. Dennoch sollte man gerecht sein bei der Beurteilung. Sie haben “gerackert”, “gewuhlt” aber das alles,nicht allein um zu HABEN. Im Gegensatz zu so manchen anderen Banater Schwaben haben Sie auch was gemacht aus ihrem Geld. Sie haben verstanden zu leben (und leben lassen). Möglicherweiser kommt das von ihrer “französischen” Ader. Sie haben ihre Kinder in die Schulen geschickt.
    Man mache sich mal die Mühe und zähle die Triebswetterer Bürger, die ihren Doktor gemacht haben. Es sind überdurchschnittlich viele!
    Ich bin kein Triebswetterer. Doch was Ihnen gebührt, das soll nicht verschwiegen werden.
    Die von einigen Triebswetterern unterstützte Ablehnung des Florescu-Romans ist ja nicht das Maß aller Dinge!

  128. seppy on 30. Mai 2011 at 11:01

    Ich kenne Triebswetter sehr gut.Supersvabo hat recht.

  129. Ebner on 30. Mai 2011 at 10:35

    @Anonymus
    Kürzlich nannte der Autor dieser Intelligenzblitze noch seinen Namen. Warum plötzlich so verschämt?

  130. Supersvabo on 30. Mai 2011 at 09:57

    im übrigen ging es mir eher um das Thema Florescu und französischsprechende Lothringer in Triebswetter.

  131. Supersvabo on 30. Mai 2011 at 09:56

    Anonymous am 30. Mai 2011 um 09:42
    “da Triebswetter ein sehr wohlhabendes Dorf

    was bitte heisst wohlhabend für eine künstliche quadratische siedlung nach dem muster römischer militärlager, ähnlich einem friedhof nur etwas langweiliger?”

    auf diese Polemik mögen andere Antworten, sofern sie sich berufen fühlen. Ich kenne Triebswetter nicht so gut, wie manch anderer vielleicht: nur materiell wohlhabend waren die Triebswetterer Bauern durchaus, es war das, was man als reiches Dorf bezeichnet.

  132. Anonymous on 30. Mai 2011 at 09:42

    da Triebswetter ein sehr wohlhabendes Dorf

    was bitte heisst wohlhabend für eine künstliche quadratische siedlung nach dem muster römischer militärlager, ähnlich einem friedhof nur etwas langweiliger?

  133. Supersvabo on 30. Mai 2011 at 08:59

    Florescu hat sich zweifellos ein interessantes Dorf ausgesucht für den Roman, da Triebswetter ein sehr wohlhabendes Dorf war und die Tatsache, daß es seit Gründung 1770 (?) sowohl von französischsprechenden Lothringer als auch von Deutschen besiedelt war; da lief wohl nicht ohne Spannung ab, da wäre es schön gewesen, wenn er auch was dazu geschrieben hätte.

  134. ghiunter on 29. Mai 2011 at 13:01

    Ceausescus Traum ist nun Wirklichkeit. Überall rumänische Leitkultur.

    was? Überall? in New York, in Rio? Tokyo?
    oder in Rumänien?

    schalige for die schwobische kultur in rumänien als leitkultur einzuführen!o
    dann erübrigt sich das zurschuleschicken dr kinder ganz von selbst.

    jetzt wo selbst Hohenzollern-Mischi sich von seinem Deutschtum losgesagt hat.

  135. Katharina on 29. Mai 2011 at 09:28

    Ceausescus Traum ist nun Wirklichkeit. Überall rumänische Leitkultur. Nur er der Arme hat es nicht mehr richtig miterlebt.

  136. seppy on 29. Mai 2011 at 09:15

    Katharina am 29. Mai 2011 um 09:06

    ,,Wer hätte dies früher geahnt?,,

    Wie war das Sprichwort nunmal?

    ,,Banatui fruntea dar ardealul mintea,,

    Der ,,Ceauschu,,hat schon gewusst was er tat mit der langsamen ,,romanisierung,,des Banats.

  137. Katharina on 29. Mai 2011 at 09:06

    Sonderbar alles. Wo bleibt der schwowische Nachwuchs?
    Rumänen schreiben jetzt in deutscher Sprache und wir werden fairerweise akzeptieren müssen, dass ihre Bücher gut sind. Deutsche Literatur von Rumänen?
    Wer hätte dies früher geahnt?

  138. gerd on 29. Mai 2011 at 07:47

    Die wundersame Wende-Meinung eines Literaten:
    (Möglicherweise gibt es diese Wankel-Literaturkritiker in ein paar Jahren auch
    im Fall Florescu, ganz im Sinne von Adenauer:
    “Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.”)

    “1986 las ich in dem Buch „Zwischen Donau und Theiß“, dessen Herausgeber sich vorgenommen hatten, einen repräsentativen Querschnitt der rumäniendeutschen Literatur zusammenzustellen, einen Text von Herta Müller. Seitdem weigerte ich mich beharrlich, ein Buch von ihr auch nur anzufassen. Wenn ich ihren Namen hörte, fielen mir Komplimente wie „Scharlatan“ und „Totengräber der rumäniendeutschen Literatur“ ein. Diese Überzeugung vertrat ich konsequent, und man stimmte mir zu, wenn ich die literarische Qualität Herta Müllers am Beispiel ihres „Arbeitstages“ aus oben genanntem Buch anführte. Das war nicht nur keine Literatur, das war schlichtweg ein Schrotthaufen, zusammengewürfelt aus zufällig gefundenen Wörtern. Die rumäniendeutsche Literatur hatten einen Tiefpunkt erreicht, aus dem sie sich nur schwer erholen können wird. Herta Müller hatte ihr den Todesstoß gegeben. Ich versuchte diese Vergewaltigung der Literatur und die Täterin zu vergessen. Mit Erfolg.
    Bis zum Sommer des Jahres 1989. Bei einem Besuch in Rumänien in die Hände der Geheimpolizei geraten, erwähnten die Schergen Ceauºescus immer wieder den Namen Herta Müller, die angeblich in der BRD das Ansehen Rumäniens schädigte. (Mich hatte man wegen potentieller Schädigung in Verdacht.) Müller – sollte sie etwa immer noch schreiben? Ich beschloss, die Sache weiterzuverfolgen.
    Im Herbst erschien nun Herta Müllers Erzählung „Reisende auf einem Bein“. Was außerhalb aller Möglichkeiten stand, ist passiert: Herta, die einst die rumäniendeutsche Literatur beinahe vernichtete, hat sie wieder aufgerichtet, ihr ein Denkmal gesetzt. Ein großer Beitrag zum Jahrhundertthema der Emigration. „Wer so zu formulieren versteht“, schreibt der Literaturkritiker Ulrich Weinzirl, „versteht nicht nur viel von Literatur, der ist wohl, wie man einst sagte: ein Dichter. In unserem Fall: eine Dichterin.“
    Herta, die Emigrantin, schreibt über Irene, die Emigrantin: „In dem anderen Land, sagte Irene, habe ich verstanden, was die Menschen so kaputt macht. Die Gründe lagen auf der Hand. Es hat sehr weh getan, täglich die Gründe zu sehen. Und hier, sagte Irene. Ich weiß, es gibt Gründe. Ich kann sie nicht sehn. Es tut weh, täglich die Gründe nicht zu sehn.“ Eine Liebe verblasst und im neuen Land sind die Dinge nur noch Chiffren des Zaubers alter Wünsche.
    „Reisende auf einem Bein“ ist Hertas erstes im Westen geschriebenes Buch. Mit Herta Müller (und Richard Wagner) ist auch die rumäniendeutsche Literatur ins Exil gegangen. Angesichts der rassistischen Politik Ceauºescus von der „Schaffung der einheitlichen Nation“ ihre einzige Chance, sich zu manifestieren.”

    Plötzlich war es Literatur!

  139. Katharina on 27. Mai 2011 at 23:19

    Entschuldigung. Es hat mit dem Verlinken nicht geklappt. Dann war ich ausser Haus.
    Ich komme jetzt erst dazu, zu erklären, was ich sagen wollte.
    Zunächst eine kurze Einleitung.
    Beim Erich Fried-Symposium im Literaturhaus Wien 2003 (schon lange her) erschien in der Broschüre zum Symposium ein Beitrag von Catalin Dorian Florescu.
    “Ganoven der Postmoderne” war der Titel.
    Auf der Homepage des Autors : http://www.florescu.ch zu finden. Bei Publikationen…
    Der Beitrag hat mich persönlich beeindruckt.

  140. Beatrix on 27. Mai 2011 at 19:23

    Der Romantitel in Zusammenhang mit „Ganoven der …“ findet sich in einem nicht vollständigen Beitrag vom Autor selbst in (zu klicken unter der Heftausgabe und scrollen – ist nicht viel, Katharina hatte bestimmt etwas anderes gefunden)
    http://www.schweizer-monat.ch/artikel/ganoven-der-postmoderne-oder-wo-ist-der-platz-im-leben

  141. Supersvabo on 27. Mai 2011 at 19:05

    was ist wohl gemeint, welche Ganoven?

  142. Beatrix on 27. Mai 2011 at 18:54

    Ganoven der Postmoderne (Ebner/Katharina)

    Bei mir erscheint ebenfalls nur die Überschrift. Es scheint sich um einen Kommentar zu seinem Buch (seinem 2.? von vor ca. 7 Jahren) „Der kurze Weg nach Hause“ zu handeln.

  143. Ebner on 27. Mai 2011 at 11:16

    @katharina
    …da kommt nur “Ganoven der Postmoderne”.
    Mit ein wenig blühender Phantasie könnte ich mir da was vorstellen. Doch ist es bestimmt nicht das, was Sie gemeint haben.
    Na, wo sind die Ganoven?

  144. Katharina on 27. Mai 2011 at 11:03
  145. Katharina on 27. Mai 2011 at 10:57

    Der vorherige Beitrag war von mir gepostet

  146. Anonymous on 27. Mai 2011 at 10:53

    http://www.florescu.ch/img/content/33693_33725.gif

    Für alle, die das Wort Heimat noch nicht aus ihrem Wortschatz entfernt haben.
    Oder für alle zum nachdenken…

  147. Supersvabo on 25. Mai 2011 at 06:53

    übrigens gab es so um 1797/1798 einen sogenannten Kirchenstreit in Triebswetter. Ich las mal was davon in der BP. Nein hat nix damit zu tun ob Triebswetter evangelisch werden sollte oder katholische bleiben sollte. Da hätte Florescu auch was in seinem Roman einflicken können.

  148. Ghiunther on 23. Mai 2011 at 15:19

    eine Führerpersönlichkeit (ja ich weiß, aber wenn ich jetzt dieses Wort in den Mund Nehme,

    spucks schnell aus , das pfui-wort!

  149. Supersvabo on 23. Mai 2011 at 15:05

    daß Gutsherren die Einwanderer “abgefangen” haben und sie als Siedler auf ihr Gut brachten, habe ich gelesen. Der Weg von der Donau in die Hecke und Heide Banats ist literarisch noch nit verarbeitet worden.