Es lebe das Banat.

29. Juni 2009
von

Na gut vielleicht eine Überschrift, die nicht so ganz zum folgenden Beitrag passt. Aber ich musste es einfach mal los werden. Mir gefällt es aus dem Banat zu kommen, und mich Banater Schwabe nennen zu dürfen. Wer es nicht so sieht – gut es ist jedem seine eigene Entscheidung. Ich erzähle es aber jedem woher ich komme und was das Banat ist bzw. war.

Natürlich es gibt auch unter den Banater Idioten. Auch wir haben schwarze Flecken in unserer Geschichte. Warum sollte man es auch leugnen. Es ist so wie es ist. Aufklärung über unsere Geschichte geht nun mal auch mit negativen genau so wie mit positiven Seiten einher. Wichtig ist es für mich nur alles den großen Zusammenhang zu setzen. So reicht es doch nicht einfach nur zu sagen “mein Urgroßvater war in der Waffen SS” sondern man muss sich auch die Frage stellen warum war er in der Waffen SS. Was wären seine Alternativen gewesen? Und war es nicht vielleicht sogar für ihn die zum damaligen Zeitpunkt richtige Entscheidung? Genau so genügt es nicht zu sagen mein Großvater ist Opfer des Sozialismus gewesen und wurde nach Russland verschleppt. Man muss sich auch die Frage gefallen lassen warum er nach Russland verschleppt wurde und ob es eben nicht vielleicht doch gerechtfertigt war.

Oder das Thema Herta Müller und Richard Wagner. Beides sind an erster Stelle großartige Autoren. Stilistisch gesehen Top und sprachlich momentan sicher führend im deutschsprachigen Raum. Was mich stört ist der Umgang mit dem Banat und dem Banatertum. Natürlich kann man ein Werk wie Niederungen schreiben und sicher spiegeln sich darum auch ihre Erfahrungen wieder. Mein Problem ist nur wenn man sich wie sie danach hinstellt und der Welt erklärt so war es überall und das Werk mehr oder weniger als Tatsachenbericht präsentiert. Das Banat ist in den Köpfen der Deutschen und der Welt einfach nicht präsent genug, als dass man dann diese Aussage hinterfragen würde. Es kann daher keine wirkliche Diskussion darüber entstehen.

Ob Herta Müller oder Richard Wagner gegen oder mit dem Kommunismus gekämpft haben ist für mich irrelevant. Wäre ich alt genug gewesen, ich hätte es auch nicht getan. Warum auch. Ein Sturz der Diktatur hätte nur zur Folge gehabt, dass die Banater Schwaben auswandern – wie es dann auch geschehen ist – oder sich in ferner Zukunft assimilieren. Beides wäre das Ende des Banats der Banater gewesen. Ich bewundere jeden, der sich gewehrt hat. Aber ich habe schon oft gefragt warum. Andererseits darf man sich natürlich auch nicht als Opfer der rumänischen Diktatur hinstellen wenn man in Wirklichkeit keines war. Aber hey sein wir doch mal ehrlich. Beide verdienen ihr Geld indem sie Bücher schreiben. Da gehört es nun mal dazu sich auch ein gewisses Image aufzubauen. Das hat ein Günter Grass genau so getan wie ein Hemingway oder eine Mary Shelley.

Eine interessante Frage bleibt nur was passiert wenn Herta Müller den Nobelpreis bekommt. Naja stören würde es mich schon, vor allem wäre ich gerne der erste Banater Schwabe mit einem Literatur Nobelpreis. Aber vielleicht trägt solch eine Auszeichnung auch dazu bei verstärkt über das Banat und die Banater zu diskutieren.

Mir ist es wichtig das Banat zu bewahren. Auch wenn ich selbst nicht mal sicher sagen kann, was ich damit meine. Wir müssen endlich anfangen eine eigene Identität zu entwickeln und aufhören uns als Opfer des Sozialismus, als Opfer des NS-Regimes oder als Opfer der Geschichte zu sehen. Das ist schwer, aber dazu gehört auch Aufklärung. Aufklärung über die Rolle des Banats im zweiten Weltkrieg, über die Madjarisierung, über die Opfer in Rumänien oder über die Banater Republik. Wir haben so viele leere Flecken in unserer Geschichte und Kultur, die es endlich zu füllen gilt. Denn in 50 oder 100 Jahren ist niemand mehr da, der sie füllen könnte oder überhaupt möchte. Selbst die heutigen Jugendlichen wissen teilweise nicht mehr wo sie herkommen oder was das Banat überhaupt ist. Diese gilt es an die Hand zu nehmen und es ihnen zu zeigen. Nicht polemisch aber sicher auch nicht faktisch-genötigt, denn seine Kultur lernt man leichter mit den Geschichten des Opas kennen als aus Geschichtsbüchern.

Die Entwicklung hier auf dem BanatBlog gefällt mir. Klar sind die Diskussionen teilweise an der Grenze, aber diese wurde bisher noch nicht überschritten. Ich bin leider nicht dazu gekommen hier viel zu machen. Mein Beruf und andere Projekte nehmen viel Zeit in Anspruch, so dass ich am Tag nur ca. eine Stunde für das BanatBlog zur Verfügung habe. Diese habe ich dann mit dem Lesen der Kommentare verbracht, denn im Endeffekt bin ich dafür verantwortlich wenn dort etwas gesagt wird, das gegen geltendes Recht verstößt.

Ich habe trotzdem versucht auf die ein oder andere Anregung einzugehen. Vielleicht ist es euch schon aufgefallen, aber ein Autor kann seinen Kommentar jetzt noch 30 min lange bearbeiten. Dazu muss er aber die gleiche IP-Adresse haben, die er hatte als er den Kommentar geschrieben hat. Zusätzlich sind die Kommentare jetzt auch mit dem Zeitpunkt der Entstehung versehen. Die neusten Nachrichten der ADZ könnt ihr jetzt immer in der rechten Spalte sehen. Ich denke so ist es übersichtlicher.

Ansonsten bin ich immer noch in der Planung auch audiovisuelle Beiträge zu veröffentlichen. Leider kostet das Geld, das ich momentan nicht habe. Ich bin zwar am überlegen, wie sich das BanatBlog monetarisieren lassen würde, jedoch ist mir dabei noch nichts sinnvolles eingefallen. Auf die Google Werbung möchte ich verzichten, da mir dort dann zu viel Schund stehen könnte – vermutlich würden es vornehmlich Anzeigen von Partneragenturen aus Rumänien sein. Der BanatShop ist ja bereits ein erster Schritt. Aber um genau zu sein belaufen sich die Einnahmen bisher auf knapp 2 €. Seid daher nicht allzu ungeduldig mit mir, wenn einige Ankündigungen etwas dauern.

So damit ist der eigentlich recht kurz geplante Artikel doch ziemlich lang geworden. Auf weitere angenehme Diskussionen und viel Spass auf dem BanatBlog.

Liebe Grüße
Ingemar

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94 Responses to Es lebe das Banat.

  1. seppy am 26. März 2011 um 17:23

    Die Zeit zieht an der verrosteten Kette,bis das letzte Glied gesprengt ist…..

    Die nachkommenden Generationen werden mit sicherheit auch andere Probleme haben….

  2. Der Schwob am 25. März 2011 um 22:24

    solala, wenn in der RSR nicht gedient hast, hast was verpasst. Das Beste bei der
    Armee war die Fluchen-Und-Witze-Flatrate. Diese Zeit kommt nie wieder
    und ist genau so nostalgisch-zynisch wie alles andere…

  3. solala am 25. März 2011 um 17:46

    Bei uns Zuhause war Fluchen nicht erwünscht, es ergab auch im Alltag nicht den Sinn zu fluchen.

    Dennoch habe ich mir als Kind den Fluch “verflucht und zugenäht” sehr einverleibt, denn ich wollte immer mit der Nähmaschine / übrigens es war eine Singer und keine Pfaff/ nähen dürfen, und weil ich das nicht durfte, war mir dieser Fluch sehr willkommen

  4. Supersvabo am 25. März 2011 um 10:47

    Arpacas gabs reichlich in der Armee. Das mit dem Fluchen ist schon lustig. Nur die jungen Rumänen, längst schon verwöhnt mit Internet, MTV und dem der ganzen westlichen Unterhaltungsindustrie, versteht sich immer weniger auf das Verwenden von originalen Kraftausdürcken, man greift da wie die Altersgenossen aus dem Westen zu einem f.ck you! Das wars.

  5. Der Schwob am 25. März 2011 um 06:35

    Was ist mit der Fluchkultur aus dem Balkan?
    Flucht denn keiner auf Rumänisch?
    Als ich in die alte Heimat zurückkam, war ich ziemlich
    enttäuscht ob deren Repertoire. Sch…. Das schafft
    doch keine Befriedigung.
    Ich fluche oft und gerne in der Sprache Eminescus
    und werde häufig daran erinnert. Die Natives schauen
    dann ganz verdutzt drein. Was diesen Punkt anbelangt,
    werde ich wohl nie integriert werden.

  6. Der Schwob am 25. März 2011 um 06:25

    Getkiss, den Spruch kenne ich aus den 70ern.
    Tottina, weil möglicherweise der Ort sehr klein war
    und keiner da war, der sich wehren konnte.

    Auch in D.kursierte dieser Begriff, u.zw.in Bayern
    nach Europa-Parlamentswahlen Mitte der 80er.
    Da gewannen die Republikaner in Rosenheim über 25%
    der Stimmen und alle Spezialisten waren paff. Daher
    “Rosenheimer Trottel”. Seitdem hat Schilda meines
    wissens nicht gewechselt.

    Ich kenne nur einen Tottinaer, so eine Art James Bond des Banats. Vielleicht hat der Terminus mit ihm
    was zu tun.

  7. Katharina am 25. März 2011 um 05:42

    @getkiss
    Das mit dem Baragan war grausam, ungerecht sowieso.
    Doch den Groisa, Kroisi, Kroise usw. mag ich auch in guten Zeiten.

  8. getkiss am 25. März 2011 um 00:47


    Der Schwob am 24. März 2011 um 17:31
    “Kroisi” habe ich auch noch nie gehört. Tottinaer Trottel schon eher.”

    Bischt aus Tottina, Der Schwob, lach?

  9. getkiss am 25. März 2011 um 00:45

    @Katharina:”Graupen (oder ähniches) kommt in die Kroisi.”
    Als wir in den 50´gern nach Frumuschitza verschleppt waren, gab´s “Groisa”.
    Bei dem Schweineschlachten wurde die Blut- und Leberwurscht gekocht. Das Wasser war nachher schön Fett, auch mit Resten der Wurscht.
    Wir hatten keinen Reis, nur “Arpakasch”.
    Der wurde in dieser Suppe gekocht, bis kein Wasser da war. Erkaltet, konnte mann´s schneiden.
    Da es da hübsch kalt war im Winter, hielt es sich wochenlang, es wurde in Scheiben geschnitten und aufgebraten, des “Groisa”.
    Hab ich vor und auch nach diesem “Abenteuer”, nie mehr auf den Tisch bekommen, da hat die Wurscht gereicht….

  10. Katharina am 24. März 2011 um 20:42

    Graupen (oder ähniches) kommt in die Kroisi.
    Blut und Leber kenne ich auch.
    Die Einheimischen schütteln sich wirklich, wenn sie davon hören.
    Die haben Null Ahnung von der Vergangenheit ihrer Sippe.
    Deutschland war schon immer so fortgeschritten wie heute, ne? :-)
    Unsere Ahnen haben das alles aus ihren Herkunftsorten mitgebracht.
    Kehren wir nur schön alles unter den Teppich und spielen brav die Integrierten.
    Vielleicht benennen wir anschließend das Blog um.
    Banat? Nach was klingt das? ;-)
    Das mit dem Verletzten am Baum soll unser Status sein?

  11. Supersvabo am 24. März 2011 um 19:16

    schwowische Selbstschau.

    mal was Meditatives:

    Ich weiß, daß ich hing am windigen Baum
    Neun lange Nächte,
    Vom Speer verwundet, dem Odin geweiht,
    Mir selber ich selbst,
    Am Ast des Baums, dem man nicht ansehn kann
    Aus welcher Wurzel er sproß.

    Aus der EDDA

    Kroisi kenne ich auch; kann es sein, daß darin auch Graupen (Gerschtl? oder so ähnlich) eingekocht wurde. Da werden manche die Nase rümpfen, grad auch Deutschländer, also haltet das Rezept geheim ;-) Da sind wir ja noch mit Florescus Mamaliga gut weggekommen :-)

    Kennt noch wer “Saures” bei der Schlacht oder “Blut und Leber”. Davor haben sich meine Deutschländer-Kollegen auch geschüttelt, als ich ihnen davon erzählte.

  12. Anonymous am 24. März 2011 um 19:05

    Ich vergaß zu erwähnen: Das “Kucheldeutsche” und wohl auch das “Fabruklerische” waren Vorstadtdialekte, nicht Stadtdialekte (in Hermannstadt hieß es “Unterstadt”, weil dieser Teil auch geographisch tiefer lag, dazu gehörte das “Theresianum”- Viertel), also Viertel wo die zugewanderten Handwerker aus allen Himmelsrichtungen, Arbeiter, kleine Unternehmer und Dienstleister lebten. Also keine “Herrischen”, aber doch irgendwie Schmecher ;-)

    Durlacher

  13. Der Schwob am 24. März 2011 um 17:31

    “Kroisi” habe ich auch noch nie gehört. Tottinaer Trottel schon eher.

  14. Der Schwob am 24. März 2011 um 17:28

    “Kiss-ti-Hand”, Katharina, sage ich ich heute noch zu gewissen Damen, die
    einerseits aus dem Österreichischen stammen, aber auch aus Temeschburg.
    Wo liegt da der Unterschied? Das mit dem rum.-deutschen Mischmasch wurde
    in erster Linie von den Berglanddeutschen ausgekostet. Ich finde diese Dialekte
    sehr angenehm fürs Ohr, besser als das Sächsische(nicht das Durlacherische).

    Wenn ich mich mit Rumänen oder Zigeunern unterhalte, bin ich leider gezwungen,
    nolens volens, deutsche Wörter einzuflechten.

  15. Katharina am 23. März 2011 um 22:20

    Ja, Solala, so nannte man jene aus der Stadt.
    Herrisch waren auch jene, die nicht mehr die Tracht trugen.
    Kroisi (ich kenne es auch als Kroise) war eine Art
    Metzelsuppe. Nichts für sensible Mägen, da sehr fettig.
    Vielleicht kennt einer der Leser das genaue Rezept.
    Kommt der Kroisi aus dem Elsaß?

  16. solala am 23. März 2011 um 22:03

    Ach Katharina,
    ich dachte zunächst Sie meinen das sei möglicherweise ein Rumäne gewesen, ich dachte gar nicht daran dass es einen Unterschied zwischen deutsch aus dem Dorf und deutsch aus der Stadt geben könnte, die aus der Stadt hießen bei uns auf dem Dorf “die Herrische”, wahrscheinlich war das überall so.

    Was ich vor einigen Tagen nicht verstanden habe, ist das Wort “Kroisi” oder so ähnlich, habe diesen Ausdruck noch nie gehört

  17. Katharina am 23. März 2011 um 21:11

    @Supersvabo
    Böse? Kann ich unserem Superschwaben doch nicht sein.
    Kann ja sein, dass ich für Sie sowas wie “masik osztaly” bin, aber hier im Blog wollen wir doch alle das Gleiche: über das reden, was wir nie mehr haben werden.
    Auch das Banater Pidgin-Deutsch wird aussterben… :-(

  18. Supersvabo am 23. März 2011 um 20:56

    @Katharina,

    aber, aber, soll jetzt doch nicht so sein, daß ich Sie geärgert habe. War halt ein bißchen überspitzt rüber gebracht. Aber ernsthaft, fanden und finden Sie das Mischmasch aus Deutsch mit wienerischem Einschlag, Rumänisch und Ungarisch schön. Als wenn ich in der Arbeit oder vom Dorf in die Stadt kam, hat mir das nit so gefallen, als einfach denkender Schwob hab ich entweder schwowisch geredet oder war sehr bemüht herrisch, hochdeutsch zu reden. Ich fand das immer auch etwas oberflächlich so hin un her zu wechseln von der “rechten Seite zur masik Seitn der Straße”. Aber zugegeben ich hatte auch eine Lehrerin, die mir Dorfkind vermittelt hat nur das Hochdeutsche sei das schöne und wahre.

  19. Katharina am 23. März 2011 um 20:23

    @Supersvabo
    Ja,Nostalgie.
    Pidgin-Deutsch?
    Dieses “Deutsch” war mir schon lieber als das in den
    deutschen “Ghettos” Gesprochene. Glauben Sie mir.

  20. Katharina am 23. März 2011 um 20:17

    @Durlacher
    Die Art der Rose ist völlig egal, wenn es um so interessante und schöne Beiträge geht.
    Sonst wünsche ich Ihnen aber nur die Blumen.
    Hier haben Sie schon einen virtuellen Blumenstrauß von mir!

  21. Anonymous am 23. März 2011 um 12:32

    unten
    gez. Durlacher (dass ich das immer vergesse ;-) : die Rose die Rose, Rosebud oder Sklerose…)

  22. Anonymous am 23. März 2011 um 12:31

    Es gab mal einen Artikel in einem der “Neuer-Weg-Kalender”, ich glaube er hieß “7 Sprochen spricht er, aber alli Deitsch” (in Reschitz), über Dialekte im Banat. Da hieß es, dass das Ur-Temeschwarerische eigentlich im Wienerischen seinen Ursprung habe.
    Jedenfalls hat es mich fast umgehauen, als sich im Sommer 1983 Zirkuszigeuner (Akrobatennummern) vor unserer Tür bei Mediasch befanden und ganz artig und korrekt in einem Wienerisch-Schwäbisch um Lebensmittel baten. Die Frauen waren rank und schlank und sehnig, die Männer richtige Athleten, alle sehr, sehr dunkelhäutig und sehr schön. Die eine der Frauen fing an zu lächeln, als sie meine Überraschung bemerkte. Sie meinten, sie kämen aus dem Banat.

    In Hermannstadt gab es einen ähnlichen Mischdialekt böhmisch- sächsisch- jiddisch- deutsch, das “Kucheldeutsche”:
    “Flur isses?” (“Wieviel Uhr ist es?”)
    Kennt ihr den Witz mit “Eierspeis?”: “Eier Speiszimmer is scheener als unsres”
    Oder “Kandelaber”: “Mein Vattter kann de Laberwurscht nicht ohne Senft essen.”

    Solche Sprachphänomene empfinde ich nicht als negativ, sondern sehr sehr faszinierend.

  23. Supersvabo am 23. März 2011 um 08:45

    Nostalgie, Nostalgie… hinsichtlich des Temeschwarerischen. Aber im Grunde genommen war es doch ein Kauderwelsche von Deutsch, Ungarisch, Rumänisch. Kann mich noch auszugsweise an folgenden Dialog in einer Temeschwarer Kondi(torei) erinnern: “Sie ge’m S mer die Prajitura vun durt untn links!” oder am Corso: “Schau, de Tovaras Professor, gehn mer lieber auf die masik Seitn, mir wolln eh ins Mozi!”. Sollen wir heute wirklich noch darauf stolz sein, so ein Pidgin-Deutsch gesprochen zu haben?

  24. Katharina am 23. März 2011 um 00:09

    Höchstwahrscheinlich war es der gleiche Junge…
    Ich habe nur geschrieben, dass er kein Schwabe ist.
    Er ist halt ein Temeswarer, eindeutig an seinem Akzent erkennbar, wenn er Hochdeutsch spricht. Ist das schlimm?
    Sicher könnte er auch schwowische Wurzeln haben.
    Ist aber hier nicht von Belang. Oder?
    Die Temeswarer Umgangssprache hatte für mich einen besonderen Charme. Das nur mal nebenbei gesagt…

  25. Ingemar am 22. März 2011 um 17:26

    Super. Ich freu mich. Schick ihn mir dann einfach per E-Mail und ich veröffentliche ihn.

  26. solala am 22. März 2011 um 13:20

    soll heißen “Baragan”

  27. solala am 22. März 2011 um 13:19

    Russlanddeportation – Entschädigungsforderung

    morgen ist Verhandlungstermin für meinen Vater, ich schätze der wird wieder vertagt, weil das Gericht noch keine Anweisung hat in welcher Höhe Entschädigungszahlungen zulässig sind ( allerlei Klagen bei Verfassungsgericht )

    Auf der Homepage des Tribunalul Bucuresti kann man sich als Aussenstehender einloggen, von einem Fall habe ich vorgestern gelesen, Deutsche, die wohl in den Batagan verschleppt worden waren, die haben zum Teil Recht gesprochen bekommen

  28. solala am 22. März 2011 um 13:15

    @Ingemar,
    gerne schreibe ich einen einleitenden Artikel,
    ich brauche aber sicher bis kommenden Montag dafür.

  29. Ingemar am 22. März 2011 um 13:07

    @solala
    Geht klar mach ich. Willst du einen einleitenden Artikel dazu schreiben? Das wäre echt gut, weil ich von dem Thema sehr wenig Ahnung habe.

  30. solala am 22. März 2011 um 11:29

    Katharina am 21. März 2011 um 21:43
    Der Lenauschüler war aber kein Schwabe. :-)

    woher will Katharina das wissen?

    Ich hatte auch den Eindruck, dass es der Lenauschüler war, wie Durlacher es vermutet.

    Ewig ist das her.

    Dass im Lenau so gesprochen wurde, und kein besseres Deutsch, ist mir gar nicht mehr so in Erinnerung.

    Dass jeder einen Akzent drauf hatte, auch die Lehrer, die sich damals Professoren nannten, ist mir aber noch sehr gut bewusst.

  31. Anonymous am 22. März 2011 um 10:12

    Ich hatte das Gefühl, dass der Lenauschüler der gleiche ist wie der “Fabruklerisch” sprechende. Weil die Stimme ähnlich klingt, er in der Schule aber Hochdeutsch redet.
    Durlacher

  32. Katharina am 21. März 2011 um 21:43

    Der Lenauschüler war aber kein Schwabe. :-)

    Das “fabruklerisch” ist dann schon mehr zu Herzen gegangen. Sprechen tue ich das zwar nicht, aber “vertraut” ist es mir seit einem halben Jahrhundert.

  33. Anonymous am 21. März 2011 um 21:27

    Auf Seite 5 ist noch ein Beitrag: “Fabruklerisch”
    Durlacher

  34. Anonymous am 21. März 2011 um 21:25

    Banaterisches von 1971 bei den Sibis:
    “Kontrastprogramm” eines 17-Jährigen (3 Beiträge):

    http://www.siebenbuerger.de/medien/sprachaufnahmen/seite4.html

    durlacher

  35. solala am 21. März 2011 um 18:03

    zur Info:

    Die Wohnungen der Innenstadt von Temeschwar, die nach meiner Auffassung vorwiegend Jugendstilhäuser sind, sind damals an die langjährigen Mieter verkauft worden !!!???.

    Die enteigneten Eigentümer haben bekanntlich das Nachsehen ( siehe Gesetz aus dem 1995 oder 1996 – es sind zwischenzeitlcih so viele Gesetze dass ich die Zahlen nicht mehr auseinanderhalten kann).

    Die ehemaligen Mieter, jetzt angebliche Eigentümer, haben kein Geld die Fassaden zu renovieren, ihre Wohnungen sind sowieso in einem desolaten Zustand.

    Bürgermeister Ciuhandu hat wegen den Eigentumsverhältnissen keinen Zugriff auf diese Häuser, um deren Fassaden renovieren zu lassen.

    Es läuft ein erster Anfang in Temeschwar, über die GTZ, Stadtteile ganz global ins Auge zu fassen und fachgerechte Anweisungen für die notwendigen Reparaturen zu erteilen.

    Ciuhandu bemüht sich meiens Wissens nach redlich, dem Beispiel von Johannis zu folgen, um die Fassaden der Innenstadt – worum kann es denn hier gehen, wirklich nur um den ” Corso” – anstreichen zu lassen, ggf. die Dachdeckung instandzusetzen.

    Ob er das denn hinkriegt, ist fraglich.

    Wobei, es wäre heute besser die Häuser NOCH NICHT anzustreichen, weil es wird garantiert FALSCH gemacht, Hermannstadt hätte besser die alten Farben auf den Häusern behalten sollen, denn die falsche Farbe auf den Häusern hat zu dem Hermannstadt 2007 nichts beigetragen.

  36. Katharina am 21. März 2011 um 17:49

    @Der Schwob
    Ungarn trauert noch immer seinen verlorenen Gebieten nach. Dies möchte ich nicht zur Diskussion bringen.
    Auch nicht wieviel Schwaben in Budapest als brave Magyaren landeten. Und einige dieser haben sich mit ihrer Leistung auch hervorgetan.
    Ich bleibe aber dabei, dass unsere schwowische Vorfahren sehr wohl für den Reichtum im Banat sorgten. Ohne das Dazutun der anderen Nationalitäten leugnen zu wollen.

  37. solala am 21. März 2011 um 17:08

    @Durlacher,
    ich zitiere Sie nachfolgend:

    “Ich behaupte, die Verschandelung der schwäbischen und sächsischen Häuser geschieht unbewusst – sie wissen es nicht besser.”

    Das haben Sie auch nach meinen gemachten Erfahrungen richtig erkannt.

    Diesbezüglich setze ich mich mit den rumänischen Gremien seit Jahren auseinander.
    Die TU München Denkmalschutzabteilung habe ich eingebunden, dass diese den Studierenden in Rumänien Wissen vermittelt.

    Das geht nicht von heute auf morgen.

    Wenn wir uns nicht selbst um unser Erbe bemühen – wie ich schon sagte haben wir noch etwas Zeit – ist alles verloren.

    Auch die nächste Generation der Rumänen schafft es nicht das auf ihrem “Hattert” von uns verbliebene Erbe “fachgerecht” zu erhalten – nach allen Regeln der Baukunst.

    Ingemar sollte da bitte einen neuen Thread aufmachen zu diesem Thema.

    Ingemar, danke schon im voraus!

  38. Der Schwob am 21. März 2011 um 15:56

    Das mit der Verschandelung des architektonischen
    Deutschtums hat existentielle Gründe. In 20 Jahren
    wurde gerade einmal in den Zentren mehr schlecht als
    recht renoviert. Der Rumäne war im laufe der Gescichte
    selten sein eigener Herr. Er muss sich erst an die
    neuen Freiheiten/Möglichkeiten gewöhnen.

    Wie soll man einem Touristen erklären, dass der Barock
    eher habsburgisch/deutsch gefärbt ist und die Plattenbauten eher eine einheimische Errungenschaft.
    In T´burg gibt es wenige historische Gebäude “in stil brancovenesc”, aber über 16.000 aus der K&K-Zeit! Jährlich hat die Stadt gerade mal Mittel-
    wie Ciuhandu 2010 versicherte- um 5-6 dieser Gebäude
    zu renov. Und das nur halbherzig.
    Der Rumäne identifiziert sich weder mit der sächsischen Gotik/ dem Barock noch mit dem schwäbischen Barock. Würden wir es besser halten?

  39. Der Schwob am 21. März 2011 um 15:35

    Au weia, Katharina, wenn dich nur kein Ungar hört.
    Die Ungarn und viele Madjaronen aus den Städten sind der Ansicht, dass Budapest den Reichtum beschert hat.
    Und das kräftig nach 1867, dem öst.-ung.Ausgleich.
    Die Ungarn haben die Bahnlinie Budapest-Temeschburg
    gebaut und für die Konjunktur/ den Export gesorgt.

    Gleichwohl erstellte man nach dem Anschluß von 1920
    Vermögensstatistiken, aus denen verbrieflich hervorging, dass ein Banatdeutscher ca. 400% mehr
    Eigentum( Durchschnittswert)besaß als ein Rumäne.
    Das führte dann zu ominösen Gesetzen in Bukarest,
    die in der Zwischenkriegszeit zu einer klaren
    Benachteiligung der Deutschen in Rum. führte.
    Das zur ökonomischen Homogenisierung.

  40. Anonymous am 21. März 2011 um 15:29

    Supersvabo, das mit Danzig und Polen war ich.
    Die Leistung der Polen besteht nicht darin, deutsche Architektur zwecks klingender Münze wieder aufgebaut zu haben, sondern sie haben Städte aufgebaut, damit die Bevölkerung drin wohnen kann, und diese Bevölkerung steht ganz hinter dieser Wohnkultur.

    Die Rumänen haben vor und nach der Wende architektonisch wertvolle Wohnhäuser abgerissen und Blocks gebaut… weil sie nichts anfangen können mit der mitteleuropäischen Baukunst. Was soll man da erwarten – dass sie alte Kirchen erhalten? Ihre eigene Kirchenleitung baut nur noch im neubyzantinischen Stil, riesig, pompös, mit goldenen Kuppeln – mit ein paar Ausnahmen um Hermannstadt herum (Freck und Stolzenburg z. B. ) aber da die neuen orthodoxen Kirchtürme höher sein müssen als bei den Sachsen, sehen erstere aus wie Minarette. Das sagte mir eine Deutsche, die für Scheffler in Hermannstadt war – ich musste ihr erklären, dass es da keine Muslime gibt. ;-)

    Ich behaupte, die Verschandelung der schwäbischen und sächsischen Häuser geschieht unbewusst – sie wissen es nicht besser.

    Durlacher

  41. Katharina am 21. März 2011 um 14:56

    @Supersvabo
    Ich habe nicht Danzig erwähnt…

    Bin aber der Meinung, Rumänien fehle es an Leuten, die das Wertvolle an Architektur erkennen und erhalten und in der Neuzeit nicht jede Häßlichkeit absegnen.
    In einem älteren Beitrag habe ich mein Entsetzen über die demolierten beziehungsweise “entstellten” schwäbischen Häuser geäussert.
    So zerstört man bewußt und vielleicht oft auch gedankenlos das Erbe.
    Auch wenn es den “Beigelaufenen” nicht bekannt oder lieb ist, das Banat verdankt seine Blüte den Schwaben!

  42. Supersvabo am 21. März 2011 um 14:24

    Katharina hat recht, aber auch Schwob. Der Erhalt der Banatdeutschen Kultur (Stichwort: Barock) kann nur dann gelingen, wenn die Rumänen einsehen, daß der Erhalt sich mittel- und langfristig in klingende Münze umwandeln läßt. Zu Recht hat Katharina hier das Beispiel Polen, Danzig ins Spiel gebracht.

  43. Der Schwob am 21. März 2011 um 02:14

    Fabritius ist ein schlauer Fuchs, wenn er den rum.Staat dazu bringt, die Sachsenidee am Leben zu halten. Wir sehen in jeder Kirchenburg Personal,
    teilweise sächsisches, und das ist bewundernswert. Daneben sieht man
    Lokalpatrioten, meistens Rentner, die Rede und Antwort stehen.

    Wir Schwaben sind da etwas träger, aber vielleicht ahnen wir etwas. Die
    “Das-Bringt-Doch-Nichts-Strategie” ist möglicherweise die Richtige.
    Der Rumäne im Westen wird eines Tages merken, dass man mit Tourismus
    auch Geld machen kann und seine Infrastruktur verbessern. Es geht halt
    etwas langsamer als bei Ungarn, Tschechen oder Kroaten. So richtig sind
    die Rumänen nicht in der EU angekommen.

    Ich kann mich noch gut an den Beginn der 90er erinnern, als kurz nach dem
    Jugoslawien-Krieg Kroaten Deutsche nach Dubrovnik einflogen, den roten Teppich ausbreiteten unter Trompeten und Fanfaren. Die Schießlöcher in den
    historischen Gebäuden waren noch gar nicht verputzt.

  44. Polkakeenich am 20. März 2011 um 20:54

    Das Problem haben die Katholiken im Banat nicht, die Kirchen gehören Rom und die meisten Felder und Wälder den Römer von heut (Italiener) Somit wird mal Berlusconi im Exil Banat seine letzten Stunden verbringen……..

  45. solala am 20. März 2011 um 15:40

    Sollte richtig heißen:

    3. Für mich sprechen mehrere Gründe FÜR Punkt 1

  46. solala am 20. März 2011 um 15:17

    1. Die Rechnung die derzeit von einigen Vertretern der Siebenbürger Sachsen aufgestellt und propagiert wird, den rumänischen Staat dazu verpflichten zu wollen, sich der Erhaltung des hinterlassenen Kulturerbes der Siebenbürger Sachsen anzunehmen, geht m.E. nicht auf.

    2. Vertreter der Banater Schwaben haben sich in diesem Sinne, nach meinem Kenntnisstand, noch nicht geäußert. Und das ist gut so und vielversprechend.

    3. Für mich sprechen mehrere Gründe gegen Punkt 1:

    a. Eigentümer des baulichen Kulturerbes in Siebenbürgen, sind im weitesten Sinne alle Siebenbürger Sachsen und deren Erben weltweit.
    Zurzeit stehen als Eigentümer im Grundbuch – wie früher auch- zumindest für die Kirchen und Kirchenburgen, die jeweiligen Kirchengemeinden, unabhängig davon ob das übergeordnete Bezirkskonsitorium, aufgrund geringer noch vorhandener Mitgliederzahl vor Ort, zwischenzeitlich die Verwaltung innehat. Auch ein Teil der Pfarrhäuser, Schulen, Gemeindehäuser, Felder, Wälder, weisen zwischenzeitlich im Grundbuch als Eigentümer wieder die jeweiligen Kirchengemeinden aus. Dasselbe gilt für´s Banat.
    Alle Siebenbürger Sachsen haben dieses Vermögen im Laufe der Jahrhunderte aufgebaut, dies geschah unter der Verwaltung der Kirche, die Beiträge stammten aber von den Gemeindemitgliedern.
    Jeder Siebenbürger Sachse, egal wo er heute lebt, ist somit rechtlicher Teil – Eigentümer von dem zurückgelassenen Vermögen. Dasselbe gilt für die Banater Schwaben.

    b. Unter dieser Voraussetzung kann ein Rumänischer Staat zum Glück KEIN Interesse haben, in das Eigentum der Kirchlichen Gemeinden einzugreifen und deren Erbe zu erhalten. Ganz zu schweigen, dass er dazu finanziell nicht in der Lage ist. Darüber hinaus kann er keine Bauabteilung vorweisen, die fachlich in der Lage wäre, die Erhaltung zu organisieren.
    Auch in der nächsten Generation wird er das noch nicht können, denn es fehlt die Tradition im Wissen.

    c. Sollte dennoch der Rumänische Staat ( wer ist der eigentlich ? es sind die Bürger mit rumänischer Staatsbürgerschaft, mit Wohnsitz in Rumänien -Rumänen, Zigeuner, Ungarn, Serben, Bulgaren, und andere Ethnien ) das Kapital aufbringen wollen und vor allen Dingen können, 200 Kirchenburgen in Siebenbürgen zu renovieren um diese zu erhalten, dann muss zunächst eine Befragung der weltweit lebenden Siebenbürger Sachsen stattfinden, ob sie bereit sind ihr Erbe an den Rumänischen Staat zu verschenken oder zu verkaufen.

    d. Kaufen wird der Rumänische Staat das Erbe nicht, dazu hat er kein Geld, er ist zur Zeit noch nicht in der Lage soviel Nahrungsmittel produzieren zu lassen, dass sich das eigene Volk selbst ernähren kann. Erst wenn jeder satt ist, denkt er an Kulturerbe.

    e. Sicherlich gibt es die Möglichkeit das Erbe an die in Rumänien Ansässigen zu verpachten. Dann aber bleibt die Verantwortung der Erhaltung der Bausubstanz nachwievor bei dem Eigentümer, womit wir wieder am Anfang sind.

    Neulich habe ich in einem der vielen Presbyteriumsprotokollen einer sächsischen Gemeinde, die etwa in den Jahren 1910-1912 verfasst wurden, gelesen, wieviel jedes Gemeindemitglied einmalig gezahlt hat, zusätzlich zu dem jährlich anfallenden Kirchenbeitrag, um die Kirche, die Schule das Pfarrhaus, das Gemeindehaus instandzusetzen.
    Der Beitrag einer Lehrerin lag 1911, hochgerechnet auf das Gehalt einer Lehrerin, die heute in Deutschland tätig ist, bei etwa 900 Euro.
    Die Hochrechnung stammt von mir, ich hatte Zugang zu den notwendigen Daten um die Hochrechnung durchzuführen.

    Wenn wir es nur wollten, könnten wir für unser Erbe “geradestehen”. Diese Chance haben wir noch eine Weile lang. Die Bausubstanz der Kirchen wird noch eine Weile überdauern, so schnell geht der Zerfall nicht. Schlimm ist es mit den Häusern der Straßendörfer, vorwiegend Bauernhäuser, die enteignet sind, da steht keine kirchliche Gemeinde im Grundbuch, da wird gewütet, weil noch keine Sensibilität und Verständnis bei der rumänischen Bevölkerung vorhanden ist. Da wird gewütet, so dass jeder normal denkende Mensch der heutigen Zeit sich fragen muss woher kommt dieses Unwissen?
    Die rumänischen Behörden – gewissermassen der Rumänische Staat – greift da nicht ein.

    Was, wenn wir dem auch noch unser noch nicht enteignetes Erbe überlassen würden?

  47. Anonymous am 20. März 2011 um 09:58

    @Seppy
    “In die Katholische Kirche werden Orthodoxen einziehen,habe ich mir sagen lassen”

    So schmerzhaft dieser Prozess ist – es ist der bessere Weg, um historische Gebäude zu erhalten. Dieser Weg wurde teilweise bei den Sachsen schon in den 70-ger Jahren in Nordsiebenbürgen und der Bukowina inklusive Pojorîta, Prisaca etc., aber auch in Câmpulung im Prahovatal begangen; rumänische orthodoxe und freikirchliche Gemeinden haben sächsische Kirchen gekauft, diese Gebäude stehen jetzt noch.

    Wo die letzten 3-10 Sachsen nicht einwilligten, bauten sich die Rumänen selber eine neue Kirche – die sächsischen verfallen (wie in Wölz bei Mediasch).
    Wer soll die nun leeren Kirchen erhalten?

    Ich habe die Polen immer bewundert, weil sie Danzig und zum Teil Stettin wunderbar restauriert haben. So haben sie sich diese architektonischen Schmuckstücke zu eigen gemacht, können berechtigterweise sagen, es sind ihre Städte und sind stolz darauf.

    Was man in Rumänien nicht behaupten kann. Ceausescu hatte eine Wut auf den “Stilul pseudo-austroungar” – so benannte er moderne Versuche schöner zu bauen in Suceava und Tg. Mures. “Sa se gaseasca adevaratul stil romanesc – aber von einem Architekten erfuhr ich, dass niemand genau wusste, was das sein sollte. Jede Veränderung in den Munizipien musste ER absegnen – da hatten auch willige Architekten gebundene Hände. So wuchs eine Generation von Ignoranten heran, mit solchen grotesken Resultaten, wo ein ganzes Dorf seine wunderschönen alten Bauernhäuser mit geschnitzten Toren nicht renovierte, sondern auf engstem Raum Riesenvillen hinknallte, die sie nicht heizen können: Certeze im Oascher Land.

    Durlacher

  48. seppy am 20. März 2011 um 08:51

    Ich komme da nicht mit.

    Wir haben unsere Dörfer,Städte verlassen und andere sollen sie ,,Kulturell,,schützen…
    Ich glaube nicht der Rumäne wird sagen:
    ,,Trebuie sa ,,stergem praful,,aici ca nemtii au plecat,,

    ,,Der Wolf soll unsere Schäfchen hüten,,

    Apropos Triebswetter.In die Katholische Kirche werden Orthodoxen einziehen,habe ich mir sagen lassen.Zu Ostern fahre ich zu Besuch hin und werde mich auch interessieren ob jemand Florescus Buch gelesen hat.

  49. solala am 18. März 2011 um 22:34

    @Der Schwob,

    offensichtlich haben Sie allerneueste Auskünfte von dern rumänischen Behörden bezüglich Aufnahme in die Denkmalschutzliste. Diese habe ich nicht. Das gebe ich zu. Jedoch habe ich im vergangenen Jahr und auch im Jahr davor, ganz zu schweigen von der Zeit Frühjahr 2006, dieses Thema sehr ausführlich mit den rumänischen Behörden besprochen und abgeklärt.

  50. Der Schwob am 18. März 2011 um 21:09

    Liebe Solala, so einfach geht das nicht mit dem Formalismus. Was Kultur
    bedeutet, bestimmet man nicht alleine. Ein Antrag reicht da nicht aus.
    Als Kulturliebhaber bildet man sich seine Meinung. Was ist wertvoller, was ist schöner? Es gibt so was, wie einen Gesamtkonsens, der sich in Fachbüchern
    in sogenannten “Sternchen” niederschlägt. Venedig, Florenz und Rom haben viele davon. In Rumänien verteilen sich die meisten “Sternchen” auf Siebenbürgen und die Voronet-Gegend,
    wobei die ehemaligen deutschen Siedlungen fett abschneiden.
    Der Westen Rum. ist da vergleichsweise arm dran, Temeschburg ist die rühmliche Ausnahme. Ich bin der festen Überzeugung, dass da ein formaler
    Antrag nichts ändert.
    Warum hat T´burg mehr Sternchen als Arad, Großwardein, Sathmar oder Reschitz? Aus demselben Grund, weshalb Wien oder Prag in den Kulturatlanten stehen.

    Und was ist mit den Barockdörfern? Gar nichts, weil die Rumänen/Banater
    den Barock noch nicht verinnerlicht haben. Es ist nicht einfach. Der Rumäne
    ist ein stolzer und geduldsamer Mensch. Vor 100 Jahren waren die Rumänen
    in der Minderheit -weniger als 8%- in T´burg. Bei der Eroberung 1716
    war kein einziger Rumäne in Sicht, 1918 bei der Ausrufung der 1.Banater
    Republik kein einziger Rumäne in der provisorischen deutsch-ungarischen
    Regierung. Das, wofür man internationale Kultur-Sternchen erhält, hat leidlich
    wenig mit Rumänen zu tun und das tut weh. Wir würden uns auch an Stelle der
    jetzigen Machern schwer tun. Wie gesagt, der Stolz und die Kultur vertragen sich oft nicht. Dasselbe Phänomen kann man überall im Ostblock erleben.
    In Prag schaffen es Uni-Professoren 4 Stunden über die Stadt zu reden, ohne
    Gebrauch des Begriffes “Deutsch”. Das hat mit Kraftausdrücken nichts zu tun.

  51. Ariel am 18. März 2011 um 18:35

    @ solala
    Stimmt, das mit den Träumen hat Katharina gesagt am 18. März um 00.06 Uhr.
    Um diese Uhrzeit sind die Träume schon nah….

  52. solala am 18. März 2011 um 18:20

    @Durlacher,
    es scheint als hätte mich das Desaster aus Japan eingeholt, ohne Strom kein Licht, also Schreibfehler, wie ich jetzt feststelle, na ja, den Inhalt versteht schließlich der Leser.

    @Ariel
    —Und diesmal gebe ich @ solala recht,
    wenn sie sagt: “Träume können so süß sein!”—

    so eine Aussage kann nicht von mir stammen, Ariel, obwohl ich mir das vielleicht wünschen sollte, ich schätze das kommt von Katharina, wobei ich diesbezüglich vorerst nochmals nachschauen müsste.

  53. seppy am 18. März 2011 um 17:21

    Ariel,besser kann man es nicht sagen.Genau ihrer Meinung.
    Schon oft habe ich mich ähnlich ausgedrückt,aber manch einer verweigert sich der Realität…

  54. Ariel am 18. März 2011 um 16:55

    @ Katharina
    Die von Ihnen gestellten Fragen bezüglich der Identität und des Zusammenhalts, haben Sie, verehrte Katharina, zum größten Teil selbst beantwortet in Ihrem Beitrag vom 17. März (22.29 Uhr) .
    Der Massenexodus hat die Identität und den Zusammenhalt in den Grundfesten nicht nur erschüttert, sondern ihnen auch den Boden entrissen.

    Das ganze als Bild:
    Die Wurzeln (unsere Wurzeln) liegen blank, sie suchen Halt im neuen Boden und finden ihn nur zum Teil. Jüngere Bäume schaffen es eine neue Verankerung zu finden, alte jedoch weniger.
    Das zur Situation.

    Zu der Stelle Ihres Beitrages, wo Sie sagen: “Es fehlen richtige Treffpunkte für Schwaben, die auch für Jugendliche interessant wären.
    Denn Jugendliche brauchen Wurzeln.”

    An dieser Stelle würde ich sagen: Ja, unsere Kinder brauchen Wurzeln!

    Und um beim Bild von vorhin zu bleiben: Trachten wir danach, dass unsere Kinder und Enkel gesunde Wurzeln schlagen in der neuen Erde hier und heute! Denn das ist wichtig. Ihre Verwurzelung – und jetzt komme ich schon wieder auf das Bild zurück – kann doch nicht in einem Pflanztopf mit Heimaterde auf dem Balkon geschehen!
    Auf dieser Blumenbank sollten unsere Erinnerungspflänzchen einen Ehrenplatz haben. Dort steht der Rosmarin und Pipatsch, “Muschkattle” “Sunneblume”.

    Der Mann, den Solala zitiert, könnte recht haben. Die Mentalität, das Temperament, die Sprache und nicht zuletzt das Selbstverständnis der Banater Schwaben ist aus historischen Gründen anders zu bewerten, als das der Siebenbürger Sachsen. (Wir waren nur 250 Jahre aus Deutschland weg. Das ist, gemessen am Zeitpuls der Geschichte, so als wären wir einfach nur um die Ecke gegangen Zigaretten holen.)
    Das ist jetzt natürlich übertrieben. Doch helfen Übertreibungen manchmal zum wahren Sachverhalt vorzu-dringen.

    Was unsere Identität betrifft möchte ich behaupten, dass wir hier in Deutschland keine n e u e banat-schwäbische Identität aufbauen können.
    Was wir können, ist zu unserer herübergeretteten Identität zu stehen, unsere Herkunft nicht zu verleugnen, unsere Wurzeln nicht abschneiden und den Anschluss an hier und heute bewusst zu gestalten (natürlich mit der historischen Erinnerung im Hinterkopf).
    Und ich wage zu behaupten, dass wir da den Siebenbürger Sachsen ein kleines Stück weit voraus sind.
    Warum nicht mal etwas Balsam auf die Seele jener, die immer wieder die Sachsen vorne sehen.

    Und diesmal gebe ich @ solala recht,
    wenn sie sagt: “Träume können so süß sein!”

    Das Banat, unsere ewiger Traum….

    @ Der Schwob
    Das mit dem “architektonischen Ramsch” (Banater Barock) ist ein verbaler Schmarrn, einer Ihrer Kraftausdrücke, mit denen Sie Ihre (mitunter diskussionswürdigen) Aussagen selbst entwerten.

  55. seppy am 18. März 2011 um 16:19

    ,,Es lebe das Banat,,

    Welches Banat?

    Insgesamt?Das Schwäbische?Was übrig geblieben ist?
    Was nicht mehr ist?Das Banat das man hinter uns gelassen hat?Das umkämpfte ?Das verlorene?Das veratene?Das wieder auferstadene in manchen Köpfen?
    Das Gestrige?Das Jetzige?Das von Morgen?

    Das Banat HIER zu leben ist nicht das gleiche…..

  56. solala am 18. März 2011 um 14:40

    Ja Durlcher, da haben Sie sicher Recht, die Rumänen, der Staat, die Denkmalschutzbehörde, Sie nennen sie DMI, sonstige rumänische Institutionen haben kein Geld in die Renovierung der Kirchenburgen Siebenbürgen gesteckt.

    NEIN, das habe ich auch nicht gesagt. Ich habe nur gesagt, dass in Ceausscu´s Zeit Kirchenburgen aus Siebenbürgen und fast sogar ALLE in die Denkmalschutzliste aufgenommen worden sind. Das ist ein kleiner Unterschied. Diese Aufnahme ist damals auf Staatskosten gegangen. Die Banater müssten heute als Gemeinschaft die Aufnahme in die Denkmalschutzliste selbst bezahlen, da sind bestimmte Kriterien zu erfüllen, da ist Vorarbeit notwendig

  57. Anonymous am 18. März 2011 um 14:21

    Durlacher, der Anonymus von unten.

  58. Anonymous am 18. März 2011 um 14:20

    Solala, der rumänische Denkmalschutz (DMI) hat die Kirchenburgen, mit ganz wenigen Ausnahmen (z. B. Tartlau-Prejmer), NICHT renoviert, das haben die Sachsen selber gemacht. Es gab ein- bis zweimal im Jahr diese Aktion, deshalb waren die Kirchensteuern am Dorf viel kleiner als in der Stadt.

    Die DMI wurde ca. 1981, 1982 aufgelöst!! Keine DMI, kein Geld mehr, kein Denkmalschuzt!

  59. solala am 18. März 2011 um 13:43

    @Der Schwob am 18. März 2011 um 03:05

    —Solala, man kann nicht die Kirchenburgen aus dem 13.Jh.mit den 08/15-Barockkirchen des Banats vergleichen—.

    Ihre Aussage ist mir zu pauschal, schon mal dann wenn es um das Wort “man” geht. Wer ist “man”?
    Ein Vergleich – im Sinne der Gegenüberstellung – ist möglich, eine Gleichstellung gewiss nicht.

    —Das eine ist Weltkulturerbe, das andere
    architektonischer Ramsch.—-

    Dass einige Kirchenburgen Siebenbürgens zum Weltkulturerbe erklärt wurden, hat in sehr hohem Maße damit was zu tun, dass die Siebenbürger Sachsen sich darum bemüht haben. Hierfür ist ein Antrag zu stellen.
    Begünstigt waren die Siebenbürger Sachsen darüber hinaus dadurch, dass in der kommunistischen Zeit, die Denkmalschutzbehörde aus Bukarest in die Liste der Denkmäler die Kirchenburgen aus Siebenbürgen aufgenommen hat.
    Das wurde damals alles aus Staatsgeldern finanziert.
    Danach wäre das Banat drangewesen.
    Dann kam aber der Umsturz,und seit damals herrscht Stillstand. Wir stehen heute da und sehen zu, ob sich was tut. Doch es tut sich von alleine NICHTS.
    (den Hinweis von Fabritius, dass der rumänische Staat sich für die Erhaltung der Kulturgüter Siebenbürgens – implizit sind auch die des Banats gemeint – zuständig sei, finde ich nicht weitsichtig, ja sogar bedrohlich für den Fortbestand des Gemeinschaftsempfindens)

    Das Banat ist als Siedlungsgebiet kulturhistorisch betrachtet nicht weniger wertvoll als Siebenbürgen.

    Über die architektonische Qualität, die Sie ” Der Schwob” ansprechen, sind sich die Fachleute nicht einig, da gibt es ein Dafür und ein Dagegen.

    Ihre pauschale Aussage “Wertvoll sind nicht die schwowischen Kirchen, sondern
    einzelne Barockdörfer als Gesamtensemble” möchte ich nicht teilen wollen.
    Für mein Verständnis sind sowohl die Kirchen, als Dorfzentrum, Mittelpunkt des gemeinschaftlichen Lebens, al auch die ganze dörfliche Ansiedlung, die mehr als perfekt durchgeführt wurde, ein Beispiel höchster Baukultur. Die Dorfansiedlung war generalstabsmäßig durchgeführt worden und findet weltweit kein Beispiel dieser Art.

  60. Der Schwob am 18. März 2011 um 03:05

    Solala, man kann nicht die Kirchenburgen aus dem 13.Jh.mit den 08/15-Barockkirchen des Banats vergleichen. Das eine ist Weltkulturerbe, das andere
    architektonischer Ramsch. Wertvoll sind nicht die schwowischen Kirchen, sondern
    einzelne Barockdörfer als Gesamtensemble.
    Hätte ich 5 Millionen, würde ich die Innenstadt von Temeschburg renovieren
    lassen. Die hat Flair. Chinesen und Amis zahlen Unsummen, um den Wiener
    Barock aus der ersten Hälfte des 18.Jh.s zu sehen.

    Katharina, die schwowische Lorelay.
    Die Verwendung des Hochdeutsch ist das erste und wichtigste Zeichen
    unserer Integration. Das eine schließt das andere nicht aus.

  61. Katharina am 18. März 2011 um 00:06

    @Solala
    Manchmal denke ich auch wie dieser von Ihnen erwähnte Mann.
    Und manchmal versuche ich mir auch deutsches Leben
    im Banat der offenen Grenzen (wie es ja nun ist) vorzustellen.
    Träume können so süß sein!

  62. solala am 17. März 2011 um 23:54

    Zum Verständnis,
    ich war nicht in der Ausstellung in Grafing, denn die gibt´s noch nicht, – erst ab morgen wenn ich richtig gelesen habe – ich hatte eine andere Ausstellung von W.K. über die “Tore” vor Zeiten schon besucht – war übrigens auch mal in Ulm zu sehen(ich meine mich erinnern zu können, dass aus Platzmangel nicht die gesamte Palette der Fotos präsentiert wurde)

    @Katharina, ich wage eine Vorausschätzung, wenn jeder 10-te Banater Schwabe so denken würde wie Sie, dann hätten wir das Banater Schwabentum schon fast gerettet.
    Die Sibi´s haben Zusage über 5 Mio Euro für die Renovierung von 18 Kirchenburgen,- alles EU Gelder. Dort werden Pfarrhäuser vor dem Verfall gerettet, weil der eine oder andere diese neu nutzt, dort gibt´s einen Peter Maffey, der in Radeln ein Ortszentrum gewissermaßen retten wird, dort gibt´s einen Bürgermeister der in Deutschland die nötigen Kontakte hat, was gibt´s bei uns? Noch wenig, oder fast gar nichts.
    Was Fabritius über den angeblichen täglichen Zuwachs kundtut, lasse ich aber mal so im Raum stehen.
    Jetzt zu den Banater Schwaben:

    Es war Mai 2009. Da hat mir zu gegebenem Anlass ein Künstler gesagt, “was wollen Sie, die Banater Schwaben haben es nicht nötig, sich zu Ihrer Herkunft immer wieder erneut zu bekennen, die sind gewissermaßen zum Unterschied von den Siebenbürger Sachsen in ihrer Mentalität sehr nahe geblieben an dem heute gelebten Selbstverständnis der Bundesdeutschen, die sind doch gar noch nicht solange ins Banat ausgewandert. Die müssen ihre Identität nicht durch einen Zusammenhalt immer wieder neu beweisen.”
    Darüber denke ich jetzt schon fast zwei Jahre nach.
    Ich denke manchmal, der Mann hat Recht.

  63. Katharina am 17. März 2011 um 22:29

    Durch die Auswanderung der Schwaben, durch die Aufgabe ihrer Dörfer im Banat, ist auch das Bild einer starken Gemeinschaft zerstört worden.
    Wie soll man noch von Gemeinschaft sprechen, wenn alle “irgendwo” gelandet sind und mit ihrem neuen Leben voll beschäftigt sind?
    Sicher gibt es viele Gruppenbildungen so nach Art von Familienfreundschaften. Aber das fördert nicht die Gemeinschaft.
    Auch ein Ulmer Treffen reicht nicht.
    Es fehlen richtige Treffpunkte für Schwaben, die auch für Jugendliche interessant wären.
    Denn Jugendliche brauchen Wurzeln.
    Treffpunkte, wo man sich nicht nur zu einen Nachmittagskaffee trifft, sondern auch mal einen Vortrag übers Banat oder Lesungen mit banatschwäbischen Autoren besuchen kann, wo es mal Kochkurse (Banater Küche), Tanzkurse (Polka ;-) )gibt, wo man Bücher oder Videos ausleihen kann…usw.
    Aber habe ich das nicht schon geschrieben?
    Zu einem Zusammenhalt gehört zunächst ein Bekenntnis zu seiner Herkunft und das Interesse das Erbe (auch das Kulturgut) unserer Vorgänger zu pflegen. Von so einer Basis geht man aus, wenn man eine Zukunft plant.
    Und genau dieses Bekenntnis zur Herkunft vermisse ich oft.

    P.S. Ja, Trachtenvereine haben wir. Und sonst`?
    Wo ist die Zeitschrift für den jungen Schwaben zum Beispiel?

  64. solala am 17. März 2011 um 21:23

    Wahrlich ein schönes Werk von Konschitzky,
    erst bei der Ausstellung, bzw. mit seinem Buch darüber, in der Hand, habe ich festgestellt, dass ich gewissermaßen “blind” durch Temeswar gelaufen bin.

    Es gibt auch ein Buch über “Münchner Tore”, Temeswar´s Tore können allemal mit den “Münchner Toren” konkurrieren

  65. Info am 17. März 2011 um 20:55
  66. Katharina am 17. März 2011 um 18:13

    @Ariel
    Gute Frage.
    Ich werde noch heute darauf antworten.

  67. Ariel am 17. März 2011 um 17:56

    @ Katharina

    Ich kann Ihre Sorge um die “banatschwäbische Identität” durchaus verstehen.
    Wenn wir dieses gewiss nicht einfache Thema diskutieren, sollten wird – so glaube ich – das ganze auf eine konkrete Ebene stellen.
    In diesem Zusammenhang ein Frage an Sie:
    Wie soll man Ihre Feststellung “Die Schwowe halten nicht zusammen!” verstehen?
    Oder anders gefragt: Wie könnte ein Zusammenhalt der Banater Schwaben aussehen und was läuft zur Zeit in dieser Hinsicht nicht richtig?
    Die Theorie ist das eine, die Praxis das andere. Mir kommt Ihre Fragestellung etwas zu theoretisch vor. Ich hätte es lieber konkreter. Ich komme da nicht weiter. Helfen Sie mir.

    Zum Thema Mundart habe ich mich bereits geäußert.

  68. Katharina am 17. März 2011 um 11:53

    “Wir müssen endlich anfangen eine eigene Identität zu entwickeln und aufhören uns als Opfer des Sozialismus, als Opfer des NS-Regimes oder als Opfer der Geschichte zu sehen.”
    Das schrieb Ingemar.
    ______________________________

    Ich schreibe dies auf eine andere Art und Weise auch.
    Ist von einigen Leser nicht gewünscht beziehungsweise falsch interpretiert worden.
    In Deutschland pflegen viele Einheimische ihren Dialekt.
    Unser Schwowisch ist auch ein deutscher Dialekt.
    Dennoch behandeln wir “unser Sproch” wie ein ungeliebtes Stiefkind.
    Wir wollen sein, was wir nicht sind.
    Und wir gönnen unseren Kindern die Wurzeln nicht.
    Ob das ein Zeichen von absoluter Klugheit ist?

  69. Katharina am 17. März 2011 um 11:40

    @Anonymous
    Gibson hat das Recht so zu sein, wie er ist. :-)

  70. Anonymous am 17. März 2011 um 10:10

    “Heil Dir im Siegerkranz!”
    Unten findet sich der komplette Liedtext von “Heil dir im Siegerkranz”,von 1871 bis 1918 ein Repräsentationslied des Deutschen Kaiserreiches.
    “Hurra!” – Im kaiserlichen Österreich bis 1918, also dem ersten Weltkrieg, war Hurra der offizielle Schlachtruf für die Attacke. Auch in Deutschland war der Ruf zeitweise Bestandteil des Reglements bei Bajonettangriffen der Infanterie und Attacken der Kavallerie. Diese Wikipedia-Zitate zeigen, wes Geistes Kind Carl Gibson ist.

    1.
    Heil dir im Siegerkranz,
    Herrscher des Vaterlands!
    Heil, Kaiser, dir!
    ||: Fühl in des Thrones Glanz
    Die hohe Wonne ganz,
    Liebling des Volks zu sein!
    Heil Kaiser, dir! :| |

    2.
    Nicht Roß, nicht Reisige
    Sichern die steile Höh’,
    Wo Fürsten steh’n:
    ||: Liebe des Vaterlands,
    Liebe des freien Manns
    Gründen den Herrscherthron
    Wie Fels im Meer. :| |

    3.
    Heilige Flamme, glüh’,
    Glüh’ und erlösche nie
    Fürs Vaterland!
    ||: Wir alle stehen dann
    Mutig für einen Mann
    Kämpfen und bluten gern
    Für Thron und Reich! :| |

    4.
    Handel und Wissenschaft
    Heben mit Mut und Kraft
    Ihr Haupt empor!
    ||: Krieger- und Heldentat
    Finden ihr Lorbeerblatt
    Treu aufgehoben dort,
    An deinem Thron! :| |

    5.
    Dauernder stets zu blüh’n
    Weh’ unsre Flagge kühn
    Auf hoher See!
    ||: Wie so stolz und hehr
    Wirft über Land und Meer
    Weithin der deutsche Aar
    Flammenden Blick. :| |

    6.
    Sei, Kaiser Wilhelm, hier
    Lang’ deines Volkes Zier,
    Der Menschheit Stolz!
    ||: Fühl’ in des Thrones Glanz,
    Die hohe Wonne ganz,
    Liebling des Volks zu sein!
    Heil, Kaiser, dir! :| |

  71. Katharina am 17. März 2011 um 08:17

    Herr Bernd Fabritius klang im Interview beim Siebenbuergerball so zuversichtlich (jeden Tag vier neue Mitglieder im Verband), dass ich gleich denken mußte: die Sibis können es.
    (was gegenwärtig im Forum dort läuft, ist eine andere Geschichte. :-( )
    Ob es mehr Schein als Sein ist, möchte ich jetzt nicht diskutieren.
    Ich bin keine Sächsin.
    Mein Blick richtet sich zunächst immer auf das “schwowische” Sein. Dass unsere Schwowe sich nicht bekennen wollen, ist auch Schnee von gestern.
    Da mache ich mir keine Illusionen mehr.
    Die Vertreter der Landsmannschaft halten es unentwegt mit Kirche und Trachtenverein.
    Wer sagt, dass wir alle nur darauf stehn?
    Ich weiß, die Banater könnten in Deutschland sehr wohl als Schwaben leben und ihre Kultur zum Blühen bringen. wenn sie denn wollten…

  72. getkiss am 16. März 2011 um 23:29

    Solala, dass mit den sibi´s kannst vergessen.

    Es stimmt, sie können´s besser, die “Einheit zeigen”, nur ist nicht so viel dahinter.
    Vielleicht kann ich ihnen als Optimist, eine Generation mehr voraussagen, dass war´s dann auch…

    Am besten sieht man´s dort im Forum, der eigentliche, intelligent Nachwuchs fehlt auch dort.
    Vermehrt tragen Ungarn und Rumänen dort Grabenkämpfe aus und wegen “Meinungsfreiheit” machen die Oberen fast nix….

  73. Der Schwob am 16. März 2011 um 23:01

    Die Gräben sind zu tief, aber das kann sich ändern. Das Potenzial ist da,
    viel mehr als bei anderen neuen deutschen Volksstämmen.
    Die Saschomanen haben auch ihre Grabenkämpfe, aber nach außen treten sie
    höchst professionell auf. Sie haben es vollbracht, in der BRD ein sächsisches Haus
    zu bauen. Sie stehen ganz anders zu ihrer Kirchenburgen-Gotik als wir zu
    unserem Barock. Sie haben sich selbst eine Geschichte zusammengezimmert,
    die vorne und hinten nicht stimmt, aber in der verblödeten, deutschen Medienwelt kommen sie groß raus.

  74. solala am 16. März 2011 um 21:48

    Korrektur

    “obwohl es keiner zugibt”

    soll heissen:

    “obwohl es wenige zugeben”

  75. solala am 16. März 2011 um 21:44

    Katharina,

    Sie haben ein Thema angesprochen, dass alle Banater Schwaben sicherlich beschäftigt, obwohl es keiner zugibt.

    Das habe ich damals schon in der Grundschule miterlebt, da hat sich der eine oder andere geschämt sich zu etwas zu bekennen.

    Wo soll das alles hin, halten wir zusammen, sind wir dazu fähig als Volksgruppe zusammenzustehen, und aus unserem Zusammenhalt einen Mehrwert wie es heute neudeutsch heißt zu generieren?

    Die Siebenbürger Sachsen – ich sage es voraus, werden den Zusammenhalt schaffen – der eine oder andere wird in seine Heimat zurückkehren, und das gewaltige Erbe antreten.

    Wo bleiben denn wir?

  76. solala am 16. März 2011 um 21:19

    @Katharina,

    “Die Schwowe halten nicht zusammen!”

    Dieses Urteil will ich noch nicht fällen wollen, wenn Sie wüssten wie sehr ich mich mit diesem Thema, doch seit sehr langer Zeit beschäftige, aber ich gebe da nicht auf !!!! denn Schwob bleibt Schwob und rein rechnerisch gehört er zu dem nächsten Schwob, weit mehr wie zu einem anderen Erdenbürger

  77. Katharina am 16. März 2011 um 19:23

    Das Banat im Herzen.
    For ever, wie es im Neudeutschen vielleicht heißt.
    Ansonsten nur noch Privatsache.
    Die Schwowe halten nicht zusammen!
    Das Banat als Region ist weit weg.
    Nüchterne Betrachtung.

  78. Supersvabo am 1. März 2011 um 13:47

    Es lebe das Banat…welches Banat. Das in unseren Herzen?

  79. seppy am 14. Januar 2011 um 14:16

    solala am 14. Januar 2011 um 13:56

    …genau.Dort wird manchmal ohne ,,Bandagen,,gekämpft und keiner schmollt und ist gleich eingeschnappt.

  80. solala am 14. Januar 2011 um 13:56

    wo bleibt denn unser gettkiss, ich vermisse ihn,
    ich vermute, er hat sich zwischenzeitlich auf die Seite der “Sibis” geschlagen, denn dort ist zur Zeit offensichtlich mehr los

  81. solala am 14. Januar 2011 um 12:53

    Viel Gerede, nichts dahinter,

    ich kann bislang keinen echten, wahrhaftigen Einsatz erkennen, irgendwie scheint es doch so zu sein, dass die “Sibis” schneller sind als die “Banater Schwaben”, manchmal ist Konkurrenzdenken hilfreich

  82. solala am 14. Januar 2011 um 10:46

    Ich habe zufällig vorhin das Thema ” Es lebe das Banat” gefunden, gesucht hatte ich ” Wach auf Banat”,
    ich schreibe jetzt, weil ich das andere Thema nicht gefunden habe, hier unter diesem Thema -passt hier irgendwie auch.

    Auf dem Banatblog konnte ich heute den u. g. Link finden:
    (haben wir wahrscheinlich unserem Ingemar mit großartigem ehrenamtlichem Einsatz
    zu verdanken, da kenne ich mich noch nicht so gut aus, wer für was zuständig ist)

    http://www.siebenbuerger.de/zeitung/artikel/kultur/10732-fachtagung-zu-perspektiven-des.html

    Wo stehen denn wir, die Banater Schwaben?

    Was haben denn wir bisher in Richtung “Erhaltung des Kulturerbes der Banater Schwaben” getan?

    Könnten wir uns auch dazu aufraffen, aktiv zu werden?

  83. seppy am 22. Juli 2009 um 18:46

    gettkiss,genau formuliert…….

  84. getkiss am 22. Juli 2009 um 18:14

    Ja, aber es wurden doch auch unsere Interessen “vertreten” durch den BDV-Vorsitzenden in Bayern, Landrat Christian Knauer:
    “betonte, dass der BdV keine Diskussion um Grenzen eröffnen wolle, sich an den 2+4-Vertrag halte, er es aber als notwendig erachte, einen Ausgleich für die 12 bis 15 Millionen Menschen zu schaffen, die die größte Last der Kriegsfolgen zu tragen hatten.”

    von “Restitution” der (gestohlenen) Vermögen kein Sterbenswörtchen…was ist ein “Ausgleich”? grrrrr

    Doch… Genosse Maget rühmte die Kulturhauptstadt Europas und dessen Bürgermeister:
    “die Einzigartigkeit in dieser politischen Landschaft: ein deutscher Bürgermeister, der als Repräsentant einer Minderheit von der rumänischen Bevölkerung gewählt wurde”…

    dass ich NICHT lache…

  85. Polkakenich am 22. Juli 2009 um 17:18

    Da siest mal…..Die Welt ändert sich nicht und die Menschen auch nicht…..Macht und Geld sind die Zauberwörter vom Teufel mit dehnen zwei Wörter hat er die Menschheit im Würgergriff bis ans Ende der Welt.

    Mich tet es Interesiere ob der Bund der Verdriebenen……. Gebeugt zum SPD Mann vorangeschritten sind und ob Sie dann rückwertz aus dem Saal geschlichen sind !
    Wie bei Kaiser und Keenich Zeiten!

    SPD….Ja das sind die, die mit den Kommunisten damals in Rumänien gemeinsame Sache gemacht haben (Berwanger) und auch heute noch mit den Kommunisten Simpatisieren !

  86. seppy am 22. Juli 2009 um 13:31

    Ich habe malim Siebenbürgerforum ,,geblättert und das gefunden:

    ,,Der Bund der Vertriebenen (BdV) hat am 8. Juli auch im Namen des SPD-Fraktionsvorsitzenden Franz Maget, MdL, die Mitglieder des BdV-Landesvorstandes und die Landesvorsitzenden der Landsmannschaften zu einem Meinungsaustausch mit der Vertriebenenpolitischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Christa Naaß, MdL, in den Bayerischen Landtag geladen. mehr…,,

    Das gleicht an:
    ,,Tov.Nicolae Ceusescu, secretar general al Partidului Comunist Roman,Presedintele Republicii Socialiste Romania…….,,(es fehlt noch:Conducator intelept si iubit…)

    Einmal hat er sich versprochen und Stefan cel Batrin gesagt(Mircea cel Batrin,Stefan cel Mare)
    Am zweiten Tag stand es in der Zeitung:Tov N.Ca adus un omagiu lui Stefan cel Mare si cel Batrin…

    Der Text oben erstickt vor Titulierungen….
    Ich habe mit dem lesen aufgehört.Die Sachsen verstehen keinen Spass….

  87. seppy am 4. Juli 2009 um 20:54

    Polki,mei Freind….tes hat nix mit tir zu tun,gell!Schunscht hätt ich tich zitiert.

  88. Polkakenich am 4. Juli 2009 um 20:38

    Bin ich jetzt kein richtiger ,,Schwob,,?

    Hat irgend jemand mol gsaat das des ka richtiger Schwob ist!….ich han es mol angedeutet für einige im Spass……Awer, die Junge han ka Spass verstanden …..Dehne ist es Bäckerkipfel im Hals stecken geblieb!

  89. seppy am 1. Juli 2009 um 20:23

    Von Supersvabo in Jul 1, 2009 – 14:19

    Genau meine Meinung.Darum habe ich immer gesagt ich knüpfe mein Leben nich an das Leben im Banat an,sondern gehe jetzt AUCH andere Wege.
    Das Banat habe ich nicht aufgebaut.Die Generationen vor mir haben die Schwerstarbeit gemacht,was ich auch respektiere.Wir die 50-ziger Generation haben das Banat praktisch nur erhalten.
    Es ist ein Wiederspruch von einigen dem Banat nachzutrauern,obwohl die Mehrheit es freiwillig verlassen hat.
    Das die Traditionen hier weiterleben ist Lobenswert.
    Mich haben die Kirchweihfesten nur am Rande interessiert.Die ,,Blechmusik,,auch.
    Bin ich jetzt kein richtiger ,,Schwob,,?

  90. Supersvabo am 1. Juli 2009 um 14:19

    ja das Paradies auf Erden hätte es sein können und wäre wahrscheinlich dadurch zur Hölle geworden…

    Es ist mühsam zu spinnen…was wäre, wenn die Geschichte anders verlaufen wäre, wenn, wenn , wenn.

    Es gibt das Banat und es wird es wohl immer geben, vor allem für die Menschen dir dort immer noch leben. Für andere ist es wohl wie mit Atlantis, eine untergegangene Welt, andere sehen noch Ruinen stehen, andere sehen neues blühendes Leben dort wachsen wo viel Gutes, aber auch viel Schatten war. Ich glaube wir in Deutschland basteln uns alle inzwischen ein Banat so, wie wir es gerne gehabt hätten oder vielleicht wieder haben wollen würden.

  91. Polkakenich am 30. Juni 2009 um 06:51

    Es kann auch wie ein Haus werden, wo man gerne einkehrt und verweilt, weil man das Gefühl von einem Zuhause hat.

    Scheeeen hascht des gschrieb, wes Kathi oder Kathibaas…….Aber Katherina gefällt mir viel besser….Polki

  92. Katharina am 30. Juni 2009 um 00:47

    Schön, wenn es noch junge Menschen gibt, die ihre Herkunft nicht verleugnen, den Dialekt sprechen.Ich wurde mal gefragt (von einer Schwäbin!), warum ich mit meinem Kind schwowisch spreche?
    Kein Bundesdeutscher hat mir diese Frage gestellt.

    Diese Ablehnung von Herta Müller durch unsere Landsleute nimmt zuweilen ein Ausmaß an, daß man Migräne bekommen kann.
    Herta Müllers Sprache beeindruckt mich immerwieder.
    Es gab dieses Dorf,das Herta Müller beschreibt,wie es auch andere Dörfer gab, die weniger trist und langweilig waren.
    Literatur ist aber keine Reality -Show. Die Freiheit eines Literaten ist eine andere als eines Reporters. Das vergessen die Kritiker.

    Ich hoffe, daß der Banatblog nicht zu einem Dorfmarktplatz verkommt, wo jeder über jeden herzieht.
    Es kann auch wie ein Haus werden, wo man gerne einkehrt und verweilt, weil man das Gefühl von einem Zuhause hat.

  93. Carl Gibson am 30. Juni 2009 um 00:08

    Es lebe das Banat!
    Hurra!
    Heil Dir im Siegerkranz!
    Gott mir Dir Du Land der Schwaben!

    Vivat!Crescat!Floreat!

    Vieles ist großartig, Ingemar, was Du da zusammengefasst hast aus den 680 Beiträgen.

    Nur einigen Sentenzen muss ich von Anfang an widersprechen – sonst wäre all mein Tun früher als Handelnder und in den letzten Jahren als Interpret der Geschichte –
    umsonst gewesen:

    “Ob Herta Müller oder Richard Wagner gegen oder mit dem Kommunismus gekämpft haben ist für mich irrelevant.”

    Mit solchen Aussagen kann ich nicht leben, da sie jede Moral aufheben.

    Mein gesamtes Werk ist ein Gegenentwurf dazu.

    Carl Gibson

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