Entwicklungsstrategie des Kreises

12. März 2010
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Kreisrat wird Vorhaben bis 2013 und Tendenzen bis 2020 Ende März beraten

hb. Hermannstadt – Die fünfte und letzte öffentliche Debatte zur Erarbeitung der Entwicklungsstrategie des Kreises Hermannstadt/Sibiu für die Zeitspanne 2010-2013 und der Vorschau bis zum Jahr 2020 fand am Mittwochnachmittag beim Kreisrat statt. Teilgenommen daran haben die Leiter der dem Kreisrat unterstellten Institutionen sowie der Kreisämter, die größtenteils an der Erarbeitung auch beteiligt waren.

Das 311 Seiten starke Dokument (ohne Anhänge) wurde auf die Webseite des Kreisrates gestellt, in den nächsten Tagen können schriftliche Ergänzungen oder Bemerkungen noch eingesandt werden. Die Endvariante wird auf der Tagesordnung der Kreisratssitzung am 25. März stehen und dann beschlossen werden, sagte Kreisratspräsident Martin Bottesch, der darauf hinwies, dass bei der Erarbeitung der Maßnahmenpläne auf die finanziellen Zwänge geachtet werden musste.

Bei den vorherigen Diskussionsrunden waren die Masterpläne diskutiert worden. Die Debatte am Mittwochnachmittag wurde vom stellvertretenden Kreisratsvorsitzenden Constantin Sovãialã geleitet.

Mit der Planung der Strategieerarbeitung ist Ende 2008 begonnen worden. Wie berichtet, wurden Masterpläne für die Bereiche Straßenbau, Sozialfürsorge, Kultur und Tourismus sowie eine Entwicklungsstrategie für die dem Kreisrat unterstellte Gesellschaft für Straßen- und Brückenbau in Auftrag gegeben. Vom Umweltministerium finanziert gab es bereits Masterpläne für die Wasserversorgung und Kanalisation sowie die integrierte Müllentsorgung und -verwertung. All diese, sowie der Entwicklungsplan des Flughafens und der Einrichtungsplan des Kreisgebietes, wurden in der vorliegenden Entwicklungsstrategie zusammengefasst.

Notwendig geworden war die Erarbeitung eines neuen Maßnahmenplanes, da die vom Kreisrat 2006 angenommene Entwicklungsstrategie für die Zeitspanne 2007-2013 zu jener Zeit nicht konkret genug ausgearbeitet werden konnte. Nicht möglich war es, vorauszusehen, wie die Entwicklung Rumäniens in der Europäischen Union verlaufen wird und in welchem Maße Fördermittel verfügbar sein werden. Die damalige Strategie ist im Rahmen eines Phare-Projektes von einer Expertenfirma evaluiert worden, die Bemerkungen wurden bei der Erarbeitung der neuen Entwicklungsstrategie beachtet.

Das Ziel der Strategie ist die dauerhafte wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Kreises, die langfristig zur Steigerung des Lebensstandards der Bevölkerung führt. Um diese zu erreichen, wird man von den dem Kreisrat unterstellten Bereichen vorrangig jene fördern, die diese Entwicklung ermöglichen, die Lebensqualität erhöhen und die effektive Verwaltung der Ressourcen beachten. Hierfür wird der Kreisrat danach trachten, die Dienstleistungen in seinem Kompetenzbereich den europäischen Standards durch effiziente Nutzung der vorhandenen Ressoucen und Heranziehung von Entwicklungsfonds anzugleichen.

Was das kurfristige Ziel angeht, so stellt die Entwicklungsstrategie dem Kreisrat, den Lokalräten und Ämtern im Kreis die Grundlage für die Planung und Umsetzung der einzelnen Projekte zur Verfügung, die zur sozial-ökonomischen Entwicklung des Kreises beitragen.

Quelle: ADZ
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