Delphi verlagert Produktion aus Tschechien nach Rumänien

30. August 2010
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Bukarest (ADZ) – Der Kabelhersteller für die Autoindustrie Delphi Packard schließt eine seiner Fabriken in Tschechien und verlagert die Produktion nach Rumänien und Polen, berichtet die Nachrichtenagentur Mediafax. Die Fabrik war 1993 im Norden Tschechiens gebaut worden, zu ihr gehörte auch ein Forschungs- und Testlaboratorium.

Die Auträge in Tschechien seien stark gesunken nach dem Auslaufen von Förderprogrammen, lautete die Begründung für die Werkschließung. In Rumänien ist Delphi Packard über zwei Tochtergesellschaften vertreten. Die Delphi Packard Romania produziert Kabelsysteme mit rund 7000 Beschäftigten in zwei Fabriken in Großsanktnikolaus/Sânnicolau Mare (seit 1997) und in Ineu (2004). Die Delphi Diesel Romania produziert in Miroslava, Kreis Iasi, Dieselpumpen und Einspritzsysteme.

Quelle: ADZ
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2 Responses to Delphi verlagert Produktion aus Tschechien nach Rumänien

  1. Katharina am 6. September 2010 um 22:35

    Hatte Delphi nicht mal ne Krise und hat in Rumänien Leute entlassen?

    Und so toll bezahlen die wohl nicht, wenn so mancher Rumäne lieber beim deutschen Bauer paar Monate arbeitet als bei denen?

  2. realkontrol am 6. September 2010 um 15:19

    Gemäss Angaben des WIF für 2009 beträgt das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Tschechien ca. 18600 USD und in Rumänien ca. 7500 USD. Daran kann man sehen, dass der Standort Tschechische Republik doppelt so teuer ist, als der Standort Rumänien. Noch günstiger wäre allerdings Bulgarien mit einem BIP von ca. 6200 USD je Einwohner. Wenn die Ukraine ein Mitgliedsstaat der Europäischen Union wäre, dann würde Delphi vermutlich die Produktion dorthin verlegen. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner beträgt in der Ukraine nur ca. 2500 USD.

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