Bukarest warnt vor „Rassismus und Ausländerfeindlichkeit“ Frankreich schickt rund 250 weitere Roma nach Rumänien zurück

30. August 2010
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Bukarest (ADZ) – Frankreich hat erneut rund 250 Roma nach Rumänien zurückgeschickt. Eine erste Gruppe von etwa hundert Roma kam aus Lyon in Bukarest an, rund 150 weitere Menschen hoben von Paris aus Richtung Rumänien ab. Der Staatssekretär Valentin Mocanu warnte am Rande von Gesprächen mit der französischen Regierung in Paris vor „Rassismus und Ausländerfeindlichkeit“.

Der für die Roma-Problematik verantwortliche Staatssekretär sagte am Donnerstag, dem zweiten Tag seines Besuchs in Frankreich, es müsse „eine bessere Verständigung“ zum Thema Roma geben, damit die französische Bevölkerung die Lage „besser verstehe“. Mocanu und der für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zuständige Staatssekretär Dan Valentin Fãtuloiu hatten am Vortag mit Frankreichs Innenminister Brice Hortefeux, Einwanderungsminister Eric Besson und Europa-Staatssekretär Pierre Lellouche über das Problem der Minderheit gesprochen.

Die Regierungen in Paris und Bukarest wollen den Fluss von Ein- und Auswanderern zwischen den beiden Ländern künftig „besser handhaben“ und die Eingliederungspolitik für benachteiligte Volksgruppen verstärken, sagte Mocanu. Frankreichs Einwanderungsminister Besson sagte, die Gespräche seien „in konstruktiver und freundschaftlicher“ Atmosphäre verlaufen.

Die rumänischen Behörden müssten sich aber mehr für die Eingliederung der Roma in die Gesellschaft einsetzen.

Bei der großen Mehrheit der ausreisenden Roma handelt es sich nach Angaben der französischen Regierung um „freiwillige Rückkehrer“. Paris hatte in den vergangenen Wochen eine härtere Gangart gegenüber den Roma eingeschlagen und will die Ausreise weiterer Gruppen beschleunigen. Seit Jahresbeginn schickte Frankreich rund 8300 Roma nach Rumänien und Bulgarien zurück, vergangenes Jahr waren es 9875 Menschen.

Einer Umfrage zufolge ist knapp die Hälfte der Franzosen damit einverstanden, dass die Roma gehen müssen. Nur 42 Prozent sprachen sich in der Befragung, die in der Tageszeitung „Le Parisien“ veröffentlicht wurde, gegen Abschiebungen aus.

Quelle: ADZ
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26 Responses to Bukarest warnt vor „Rassismus und Ausländerfeindlichkeit“ Frankreich schickt rund 250 weitere Roma nach Rumänien zurück

  1. seppy am 25. September 2010 um 17:54

    Von Nicki in Sep 20, 2010 – 11:40
    ,,…Die Integrationsversuche der Zigeuner (Roma) in Europa laufen schon seit 500 Jahren,,

    Integrationsversuche gibt es schon seit Konstantin dem Großen.
    Der Volksstamm der jetzigen Roma wollte sich nicht unterwerfen und so hat er die Stämme zerschlagen die dann in die jetzige Türkei und nacher nach Europa ,,Ausgewandert,,sind.

  2. Polkakeenich am 20. September 2010 um 11:47

    Nicki Respekt. “Du schreibst mir aus der Seele!”

  3. Nicki am 20. September 2010 um 11:40

    Die Integrationsversuche der Zigeuner (Roma) in Europa laufen schon seit 500 Jahren. Das Resultat ist ein Drama.
    Sich jetzt über Sarkozy aufregen ist reinste Heuchelei.
    Gemeinsame Konzepte und gemeinsame Anstrengungen könnten vielleicht etwas bewirken.
    Mit dem “gemeinsam” sind wohl alle europäischen Länder gemeint und natürlich die “Integrierer” und die “zu Integrierenden”.

  4. Katharina am 19. September 2010 um 20:11

    @Beatrix

    Danke für den Link.
    Es wird wohl ein langer Weg zur tatsächlichen Integration werden.

  5. Beatrix am 19. September 2010 um 18:50

    Schon dachte ich beim Beginn eines Abschnitts der vorher genannten Reportage – die Gen-Theorie lässt grüßen, aber es ging dann in eine andere Richtung – das soziale Umfeld:
    „Die Lernschwierigkeiten der Roma-Kinder werden am Ende der Grundschule offensichtlich, wenn abstraktes Denkten gefordert ist, so die Erfahrung des Gemeindepfarrers: , Zu Hause, bei ihren Familien, finden die Jungen und Mädchen keine Unterstützung. Viele Eltern sind Analphabeten. Es ist laut. Der Fernseher läuft. Wie sollen Kinder da lernen, Aufgaben mit Konzentration und Ausdauer zu lösen?’ °

  6. Katharina am 19. September 2010 um 18:29

    Deutschland schickt die Roma in den Kosovo zurück.
    Mit puren Integrationstheorien kommt man nicht weit.

  7. Beatrix am 19. September 2010 um 18:26

    In der Welt am Sonntag gibt es eine Reportage (noch nicht online) über die Zigeuner aus Blaj und Kleinkopisch. Zitiert wird ein rumänischer Priester aus Bratei: „Die Abgrenzung der verschiedenen Zigeunerstämme untereinander ist oft größer als die Vorurteile und die Diskriminierung durch die Rumänen. … Das Verhältnis der verschiedenen Bevölkerungsgruppen gerät zusehends aus dem Gleichgewicht.“ (Die Mädchen heiraten mit 14 und sind mit 30 Großmütter)Zitat aus dem Artikel: „ Mit diesen Leuten haben wir nicht zu schaffen“, sagt VictorCaldarar. „Wir verdienen unseren Unterhalt mit der ehrlichen Arlbeit unserer Hände“. Caldarars Familie zählt zu den angesehenen Kalderasch … ein Dutzend Handwerker-Famlien lebt am Ortsrand von Bratei. … Auf das Heer der Cigany, die keine Traditionen mehr pflegen und kein Romani mehr sprechen, schauen die standesbewusssten Kalderasch verächtlich herab …“ (Wer kann das nicht verstehen, wenn diese nicht mit den anderen in einen Topf geworfen werden wollen?) Dann kommt wieder Ceausescus Politik zur Sprache für den Grund an der ganzen Misere: „So entstand ein verhängnisvoller Kreislauf aus Ausgrenzung, Verwahrlosung und Abhängigkeit von der Fürsorge“ und Details rund um eine Kampagne „Sauberes Leben“ um eine „neue Kultur der Sauberkeit und Achtsamkeit, um das Gespür der Menschen für ihren Wert und ihre Würde zu stärken“. Vielleicht ein guter Ansatz. Der Artikel bestärkt mich in meiner Meinung, dass gezielt die Zigeuner-Frauen gefördert und aufgeklärt werden sollen.

  8. Polkakeenich am 19. September 2010 um 18:17

    Eine Plöde Frage: Warum schickt man die Roma nicht nach Deutschland ? (Anonymous Zigeiner ist Gestzlich nicht erlaubt so respektiere ich dies auch!)
    Die Deutschen sind doch die Spezialisten wen es um Integration geht

  9. solala am 19. September 2010 um 15:52

    Israel hatte 1967 im Sechstagekrieg u.a. die Sinai – Halbinsel erobert. Sie hatten sich bemüht, in dem neu eroberten Gebiet das Nomadenvolk der Beduinen sesshaft zu machen, die Kinder in die Schule zu schicken, usw.

    Alles fehlgeschlagen.

    Es wäre gut, wenn unsere heutigen Politiker sich mal in Geschichtsbücher vertiefen würden, sich erkundigen würden, was aufgrund von Erfahrungen im Laufe der Jahre machbar ist und was nicht.

    Die Völker sind eben verschieden voneinander.

    Das Menschenleben reicht nicht aus, um plötzlich eine andere Lebensweise anzunehmen, die des Nachbarn etwa.

    Diese verschiedenen Völker gibt es schon seit Tausenden von Jahren in ihrer Vielfalt.

    Manchmal habe ich den Eindruck, dass unsere Politiker selber nicht wissen wo es lang gehen kann, keine allumfassende Vorstellung von der Welt und Weltgeschichte haben.

    Es ist jeweils ein verzweifeltes Versuchen nach einem Ausweg, der dann manchmal ein Irrweg ist.

  10. Anonymous am 19. September 2010 um 15:13

    reden wir doch mal wieder von den Zigeunern, den die meinen wir doch, wenn wir hier, der politischen Korrektheit sei es geschuldet, von Rrom oder Rroma reden.

  11. Katharina am 19. September 2010 um 12:50

    So rechtlos waren die Roma in Rumänien nicht.
    Wer eine Schule besuchen wollte, konnte das auch.
    Einige haben auch studiert.
    Die meisten Romakinder bekamen keine Unterstützung von den Eltern und daher blieben sie abseits.
    Was mir auffiel war, wenn ein Diebstahl geschah, tippte man sofort auf den Rom.
    Wir können reden, aber wissen auch, dass die EU
    keine Ahnung hat oder haben will.
    Wie soll jemand seine acht Stunden im Betrieb schaffen, wenn er das Arbeiten nie gewöhnt und auch keine Ausdauer hat?
    Die Roma verweisen schnell auf Menschen- und Persönlichkeitsrechte. Es finden sich immer Leute, die das groß ausschlachten.
    Und wo sollen die arbeitenden Roma wohnen?
    Sie, die Wert auf Großfamilie legen und Naturmenschen sind, sollen dann in die Stadt gezwungen werden?
    Das wird ein wieder ein Spektakel.

  12. solala am 19. September 2010 um 12:25

    Irgendetwas arbeiten die Romas auch, aber ich befürchte, dass sie für die Anforderungen, die ein deutsches Unternehmen an seine Mitarbeiter stellt, einfach nicht das nötige Wissen mitbringen und sich der Strenge nicht unterziehen können. Den Verlust hat dann das Unternehmen selbst zu tragen. Für die Einbindung der anderen Minderheiten die in Rumänien noch leben, z.B. Ungarn, einige wenige Deutsche, gibt es keine Regelung

  13. Polkakeenich am 19. September 2010 um 12:22

    Von was schwätze mir überhaubt ?

    Im Kommunismuss wurde jedem Kind kostenlos Schule zu verfügung gestellt, Einige der Roma schaften es auch ohne Schule obwohl die Polizei sie von zuhause in die Schule mit Gewalt nahm.

    Es ist ein Teil von der Roma Bevölgerung die in kein Systhem uns in kein Land passt Punkt

    Europa wird das Problem “NIE” Lösen mit ihren Blauen Augen. Europa ist für diese Menschen ein Schlarafenland. Und Deutschland mit seinem Hitler und Nazivorfahren ein Behindertes Land.

    Sarkozy hat zu 100% Recht. Heim mit solchen Menschen. Nur das Problem ist das man sie zuhause auch nicht willkommen heißt: Warum?
    Dies ist die Frage die ich nicht beantworten möchte.Aber diese menschen sich auch mal selber diese Frage stellen sollen.

    Ich weiß meine Liebhaber von Roma Romantik ……..
    Romantik ist eins und so ein Volk (Teil davon) als Nachbar zu haben ist erst die Realität.

    Wir als Deutsche waren nicht mehr als Menschen anerkannt nach 1945. Die Roma schon.

  14. Katharina am 19. September 2010 um 12:20

    Ich kenne mich mit Roma nicht so perfekt aus.
    Habe im Laufe der Jahre aber bemerkt, dass die Sesshaften doch einen Versuch unternahmen,ihr Leben zu ändern und den sozialen Aufstieg im Blick hatten.
    Schwierig ist es wohl mit den Wanderzigeuner.
    In Rumänien muß sich vieles für alle Bürger ändern, erst dann kann man auch das Roma-Problem angehen.
    Wobei es leicht reden ist und die Ausländer glauben auch, alles ist über Nacht machbar.
    Eine Entscheidung über deren Köpfe hinweg wird eher zum Mißerfolg.

  15. seppy am 19. September 2010 um 12:07

    Die Mehrheit der Romas wollen gar nicht arbeiten.

    Das Geld wird versickern und wer will das Überprüfen?

    Ja es wird eine EU Kommision gegründet die sich derer annimmt(Wieder Beamte die auf unsere kosten leben werden)….Wie Naiv kann mal wohl noch in der EU sein?
    Die Romas integrieren?Das ich nicht lache….

  16. solala am 19. September 2010 um 11:58

    Der Anonymous vom 12. September war ich.

    Die EU hat sich unter anderem ausgedacht, dass diejenigen Unternehmen / Behörden, die aus den 31 Milliarden Euro Zuschuss, die Rumänien zwischen 2007 bis 2013 erhalten soll, einen Betrag zugeteilt bekommen, sicherstellen müssen, dass ein Teil ihrer zukünftigen Beschäftigten Roma sein müssen.

    Wenn z. B. ein deutsches Unternehmen in Rumänien unter diesen Bedingungen – also Zuschuss-Zuteilung aktiv werden will, dann muss es soziale Probleme in hohem Maße bewältigen können.

    Der geforderte Anteil an Roma-Beschäftigten ist mir derzeit nicht geläufig, ich denke es sind mindestens 10 %, das entspricht dem Prozentsatz der Roma an der Bevölkerung Rumäniens.

  17. seppy am 19. September 2010 um 11:20

    Anonymus und Knobler haben alles auf den Punkt gebracht.

    Vor Jahren hat man die Romakinder von dem Bahnhof in Bukarest in ein kleines Hotel mit Betreung einquartiert.Soll ich noch schreiben wie es nach einer Zeit dort zugegangen ist?
    Die Romas aus Rumänien und Bulgarien waren und bleiben ein Wandervolk und wie Anonymus schreibt auch glücklich damit.
    Man hat hier in DE versucht durch Geld sie zur Ausreise zu bewegen…..Das Geld war weg und sie auf einem anderen Platz.
    Ich bin gespannt wie der Westen das in den Griff bekommt…

  18. Knobler am 13. September 2010 um 11:29

    Kathrina frägt:
    „Und wer löst bitte die wirklichen Probleme der Roma??“
    Antwort: Natürlich die Roma selbst.
    Wenn sich die Roma bei den Parlamentswahlen einig wären, würden sie etwa so viele Abgeordnete stellen können wie der Ungarnverband. Aber wenn man den Gegensatz der Behausungen, Paläste im so genannten Zigeunerbarock und ärmliche Hütten in den Ziganien, sieht, wird es das wohl nie geben.
    Zur Abschiebung der Roma fühlt sich Frankreich im Recht und verweist auf eine EU – Richtlinie aus dem Jahr 2004. Sie sieht vor, dass Unionsbürger nur dann das Recht auf einen mehr als dreimonatigen Aufenthalt in einem anderen EU-Land haben, wenn sie eine Arbeit nachweisen oder für sich und ihre Familie über ausreichend Geld verfügen. Zudem müssen alle Betroffenen einen umfassenden Krankenversicherungsschutz haben. Diese Voraussetzungen erfüllen die meisten nichtfranzösischen Roma nicht.

  19. Polkakeenich am 13. September 2010 um 07:25

    anderen

  20. Polkakeenich am 13. September 2010 um 07:25

    Es wird von den Roma Bildung und Anpassung ( Integration oder was auch immer ) an diese unsere Gesllschaft nicht gewollt , und lassen wir es doch dabei bleiben. Dieses Volk ist glücklicher so zu leben, als dass es sich unserer Zivilisation unterordnen müsste. Und diese Freiheit muss man diesem Volk der Roma lassen. Anonymous ….

    Sehr guter Beitrag.
    Aber, darum auch der letzte Abschnit. Dann darf man nicht scheinheilig von den anseren Völkern Integration verlangen oder aufzwingen…………………….!
    Wenn man einem Volk die Freiheit läst !!

  21. Anonymous am 12. September 2010 um 23:13

    In einer Zeit, in der die deutsche, europäische, amerikanische, weltweite Gesellschaft keine Lösungen für die Zukunft hat, gibt es heute sicherlich keine Zeit sich den Problemen der “Integration” von Minderheiten, wie etwa der Roma, zu widmen.

    Machen wir uns doch nichts vor.
    Die Integration der Roma hat in Rumänien nie funktioniert, ich denke sie wollten es auch nicht, fragt mal die Lehrer die in Rumänien den Kindern der Roma nachgerannt sind, nur um diese Kinder in die Schule zu bekommen.
    Die Roma-Kinder durften – wegen Verpflichtungen in der Familie – nicht durchgehend den Schulunterricht besuchen, obwohl diese Kinder nicht weniger intelligent und wissbegierug waren als andere.

    Es wird von den Roma Bildung und Anpassung ( Integration oder was auch immer ) an diese unsere Gesllschaft nicht gewollt , und lassen wir es doch dabei bleiben. Dieses Volk ist glücklicher so zu leben, als dass es sich unserer Zivilisation unterordnen müsste. Und diese Freiheit muss man diesem Volk der Roma lassen.

  22. Katharina am 12. September 2010 um 20:34

    In einem sind sich die Zwei wohl einig.
    Sarkozy schickt die Roma nach Hause und dort sitzt ein Präsident, der vor wenigen Jahren eine Journalistin mit “tiganca…” bedachte.
    Und wer löst bitte die wirklichen Probleme der Roma???

  23. Knobler am 12. September 2010 um 20:19

    Paris erkauft sich das Schweigen Bukarests, und die rumänischen Politiker wissen auch schon wieder, wie sie aus den Abschiebungen Kapital schlagen können.

    http://www.punkto.ro/articles/Băsescu_und_Sarkozy_führen_freundschaftlich-konstruktives_Telefonat_zur_Romaproblematik-1064.html

  24. Polkakeenich am 11. September 2010 um 21:17

    Ich muss auch lachen Seppy, do hast zu 100% Recht

  25. seppy am 11. September 2010 um 14:16

    Also in der Ceausescu Zeit hat man von Europa aus die Romapolitik der Rumänen angeprangert.
    Jetzt hat der Westen die Gelegenheit zu zeigen wie das gehen soll mit der Eingliederung in die Gesellschaft….Ich muß nur lachen…

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