Banater Geschichten – Verbrannte Geschichte

11. Januar 2011
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Verbrannte Geschichte.

Endlich war es so weit. Die Papiere waren vollständig und alles fertig die zur Last gewordene Heimat zu verlassen. Jahrelang wurde auf diesen Moment hingearbeitet. Die gemachten Schulden waren vergessen. Das verlorene Geld interessierte nicht mehr. Selbst die Anfeindungen der Mitmenschen, die Unterdrückung der Hoffnungen, die Unterwerfung der Träume und der Terror des Alltags konnten nun mit einem Schlag zurück gelassen werden. Die Zeit war reif für einen Neuanfang ohne die Last des vergangenen Lebens.

Fast das gesamte Hab und Gut war bereits verschenkt. Was niemand haben wollte, stapelte der Familienvater im Hof auf. Es war ein eiskalter Wintertag und das alte von den Ahnen gebaute Haus stand nun komplett leer. Die letzten Schweine wurden schon vor Tagen geschlachtet, der Hund laufen gelassen und die Katzen kamen eh nur ganz unregelmäßig.

Über 200 Jahre lang hatten sich die Eltern, Großeltern, Urgroßeltern und die anderen Vorfahren abgemüht. Gequält, um hier für ihre Nachfahren eine Heimat zu schaffen. Die kümmerlichen Reste dieser Arbeit fanden sich nun wieder im mit Eis bedeckten Hof. Auf einem großen Haufen. Darum herum stand die Familie abfahrbereit. Die Freunde, Nachbarn und Verwandten waren gekommen, um ihre Lieben zu verabschieden. Man trank einen letzten gemeinsamen Schnapps bevor der Vater einen Schritt auf den Berg zumachte und ihn anzündete.

Und alles brannte!

Nach kurzer Zeit entflammte alles Lichterloh. Das auf dem Schwarzmarkt besorgte Benzin hatte seine Wirkung nicht verfehlt. Innerhalb von Sekunden brannte das gesamte Habe.

Und alles brannte! Und die Menschen erfreuten sich an den Flammen!

Ein Funke war es, der aufs Haus übersprang und auch dieses anzündete. Löschen wollte es niemand. Denn Häuser gab es genug. Es hatte ja keinen Wert …

Und das Haus brannte!

Der Abschied wurde bis zum nächsten Morgen gefeiert. Als die Sonne bereits aufging, und die letzten Flammen erloschen waren verabschiedete man sich ein letztes Mal. Die Zurückgebliebenen verabschiedeten sich von den Davonreisenden und gingen wieder zurück in ihr Leben. Und die Abfahrenden verabschiedeten sich mitleidig von den Zurückgelassenen.

Auf dem Weg zum Auto drehte sich der kleine Sohn der Familie noch einmal um und betrachtete fragend die verbrannten Überreste: „Papa. Wenn wir ankommen. Woher wissen wir eigentlich noch wer wir sind, wenn wir hier alles verbrannt haben?“

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254 Responses to Banater Geschichten – Verbrannte Geschichte

  1. seppy on 26. Februar 2012 at 14:19

    Baragan (das soll keine Chronik des Geschehenen sein ,sondern eine Geschichte von einer Familie die das mitgemacht hat)

    Teil 1

    1945. Man spürte es, nach dem Krieg, das alles im Dorf nicht mehr so war wie früher. Die Rumänen im Dorf waren nicht mehr so freundlich, und man hielt eine gewisse Distanz vor den Deutschen. Ob das so gewollt war aus Überzeugung oder nur Angst vor Repressalien, sei dahingestellt.
    Wo Nächsten Liebe vorher war machte sich Eigeninitiative breit und jeder wollte seine ,,Schäfchen” ins trockene bringen. Die Schwaben aus dem Dorf trafen sich nicht mehr so oft und wenn schon wurde immer die Frage nach ihren Söhnen gestellt. Manche hatten bis zwei drei Söhne zu beklagen die sich nicht mehr gemeldet haben. Die Ungewissheit zerrte an den Nerven.
    So auch bei der Familie Schreiber. Zwei Söhne hatten sie und beide waren verschollen. Hans und Ludwig haben sich freiwillig bei den Deutschen gemeldet. Hans bei der Waffen SS und Ludwig bei der Wehrmacht. Seit diesem Tag hat die Familie nichts mehr von ihnen gehört.

    Die ältere Generation sprach kaum rumänisch. Ungarisch konnten fast alle, und die Großmutter hatte noch ihre schwarze Tontafel mit dem ,,Griffel” in Gewahrsam. Sie war sehr stolz darauf und meinte immer: ,,Man muss Mehrsprachig aufwachsen um die Welt zu verstehen”.
    Im Dorf wurde eine ,,Garde” organisiert mit Rumäner und Schwaben, bei denen man sich nicht über den Weg traute. Versager Typen die nach dem Krieg die Seiten gewechselt haben.
    Aus Oltenien (eine Gegend Rumäniens) wurden Familien eingeführt die führende Posten bekamen. Die ,,Romanisierung des Banats” hatte begonnen und bei jeder Gelegenheit machten sie auch klar wer jetzt das sagen hatte. Sie hatten ,,Opinci”(rumänische gebundene ,,Sandalen“ ) an den Füßen und wurden von den Schustern aus dem Dorf mit Stiefeln ausgestattet, Unentgeltlich versteht sich…
    Die Häuser der Schwaben wurden durchsucht und nach den Söhnen gefragt die bei der Waffen SS oder Wehrmacht dienten.
    Es wurde viel Schweigegeld von den Schwaben bezahlt um ihre Söhne irgendwie zu retten.

    Hans war bei der Waffen SS eingegliedert und hatte bis 1943 ein Bewachungsposten inne. Erst im Jahr 1944 wurde seine Einheit zum Kampf einbezogen. Ludwig war bei der Wehrmacht und seine Spur verlief in den unzähligen Lazaretten die verstreut in ganz Europa verteilt waren.

    1944 wurde Hans mit weiteren zehn Kameraden abberufen und nach Deutschland geschickt. Es gab für sie kein Glas Wasser bei der Anfrage an manche Häuser. Er bekam ein Gefühl der Abneigung der Deutschen gegenüber. Eine Welt für ihn brach zusammen…
    Er mit noch ein paar Banater Schwaben entschieden sich in die Heimat zurück zu kehren. In Serbien wurden sie aufgefangen und in ein Lager in der Nähe von Belgrad eingeliefert. Dort wurden sie bei Ausfragungen brutal misshandelt.
    Im Lager wurde er zur Küchenarbeit eingeteilt. Sein Glück denn so konnte er und noch zwei Kameraden fliehen und die Heimreise beginnen. Vor ihren Augen fand die Ethnische,, Säuberung ” statt. Bei Panciova wurden die Deutschstämmige, in Güterwagons eingeladen mit dem Ziel: Deutschland.

    Fortsetztung folgt…

  2. seppy on 3. Februar 2012 at 18:07

    Also mal etwas aus dem leben…

    Die Flucht

    Das ist die Geschichte einer Familie aus dem Banat. Sie wurde mir so erzählt wie ich sie hier nieder schreibe, ohne besondere Änderungen im Kern. Die Namen sind frei erfunden.

    1969.Die Familie Schuster hatte einen kleinen Bauernhof auf dem drei Generationen lebten. Die Großeltern ,die Eltern, Vater Walter, Mutter Gerlinde, die Töchter Karin 15 Jahre alt , die größere Tochter Brigitte 21 Jahre alt und ihr Mann Thorsten 25 Jahre alt.

    Das Leben in der Familie lief harmonisch ab. Der Großvater, die Großmutter, und die Schwiegertochter kümmerten sich Hauptsächlich um den Hof mit allem drum und dran.
    Karin besuchte die neunte Klasse und hatte sich vorgenommen in der Stadt weiter zu lernen.
    Brigitte war Buchhalterin im Dorf und ihr Mann der Thorsten Lastkraftfahrer.
    Der Vater Walter arbeitete in der Stadt als Dreher und pendelte jeden Tag mit dem Zug hin und her.
    Man verstand sich sehr gut und nach der Arbeitszeit packte jeder mit an den Hof aufrecht zu erhalten. Die Zeit der Paradaisen war da und es gab genug zu tun. Verdient hat man auch nicht schlecht, aber man sehnte sich im Stillen nach was anderem…

    Seit Gerlindes Schwester aus Deutschland auf Besuch war, stimmte etwas mit ihr nicht. Sie war nachdenklich geworden und hatte nicht mehr diesen Tatendrang wie früher. Walter fühlte das und verlies sich darauf, das Gerlinde einmal sich äußern würde.

    Er sollte recht haben, denn eines abends als die Familie beim Abendbrot saß sprach die Mutter:
    ,,Was sagt ihr. Sollen wir aus dem Land flüchten oder nicht, denn auf dem legalem Weg wird es nicht gehen.”
    Eine Minutenlange Stille trat ein und alle blickten sie erstaunt an.
    Der Vater fragte nach einer Zeit, in der er nicht wusste soll er weiter essen oder soll er etwas dazu sagen:
    ,,Wie bist du auf so etwas draufgekommen?”
    Die Mutter fing an zu erzählen was sie mit ihrer Schwester besprochen hat und zwar sollten sie über die ,,Grüne Grenze,, bei Hatzfeld, nach Yugoslavien die Flucht versuchen und sie mit ihrem Mann würden in einem kleinen Dorf mit dem Auto auf sie warten.

    Der Walter kratzte sich hinter dem Ohr und meinte:
    ,,Ich habe auch schon mal daran gedacht, uns drüben ein neues Leben aufzubauen.”
    Die Kinder waren begeistert denn die Zeitschriften mit den vielen schönen Sachen drin und die Geschenke die sie immer bei jedem Besuch von ihrer Tante bekamen , haben sie schon zum träumen veranlasst.

    In den nächsten Tagen verbreitete sich eine gewisse Unruhe in der Familie aus und die Arbeit stockte auf irgendeine Art und Weise.
    An einem Abend sagte der Vater:
    ,,Also. Ich habe nachgedacht. Wollt ihr alles durchmachen? Ein leichter Weg wird es nicht sein. ”

    Es folgte ein beklemmendes Schweigen und dann brach es fast gleichzeitig aus ihnen heraus…
    ,,Ja wir schaffen es.”

    Es gab NUR noch ein Problem: Der Opa und die Oma. Die saßen die ganze Zeit in einer Ecke und hörten besorgt zu. Walter beschloss sie hier zulassen bis sie das Geld zusammen hätten um sie nachher frei zu kaufen.
    Ein paar Tränen verfingen sich in den Augen der alten Leute, die sie aber hastig weg wischten.

    Walter kannte irgendwie die Grenze, aus der Zeit als er noch Traktorist in der ,,Ferma“ war, aber damals hat er nicht daran gedacht abzuhauen.
    Er redete allen ein, so gut wie möglich normal zu bleiben und ihrer Arbeit so wie immer nach zu gehen.
    Der Großvater und die Großmutter sind seit dem Abend sehr still geworden und gingen mit dem Gedanken ,,die Geschichte wiederholt sich,, mit noch mehr Eifer an die Arbeit, so als wollten sie sich einen Vorsprung verschaffen.

    Zwei drei Tage vor der Flucht wurden Rucksäcke gepackt mit allem Nötigen das man so gebrauchen kann. Es wurde alles Geld zusammen gekratzt.
    Die Oma schaute dem Treiben eine Weile zu, erhob sich und ging in ihr Zimmer, kam aber nach wenigen Minuten wieder zurück, in der Hand mit einem Bündel, in dem etwas eingewickelt war. Sie wickelte das Tuch aus und zum Vorschein kamen der Reihe nach: Etwa vierzig Stück Golddukaten, Zwanzig Silbertaler, eine Taschenuhr aus Gold mit einer langen , schweren Kette aus Gold und zum Schluss ein großes Kreuz aus Silber verziert mit ein paar funkelnden Steinen.
    Mit einem Seufzer schob sie alles in die Richtung ihres Sohnes mit den Worten:
    ,,Nimm es. Ihr braucht es nötiger als ich, aber habe eine Bitte: Das Kreuz sollst du nicht verkaufen, denn es hat in unserer Familie schon vieles mit ihr überstanden.”
    Jetzt ließ sie ihren Tränen freien Lauf, und der Opa stellte sich hinter sie und umschlang ihre Schultern so als wolle er sagen: Du bist nicht allein…wir schaffen DAS auch noch.

    Am nächsten Freitag ging es los. Thorsten fuhr sie mit seinem Lastwagen bis in die Nähe der Grenze. Auf dem Weg wurde das Auto einmal von zwei Grenzsoldaten aufgehalten, aber die wollten nur ein paar Zigaretten.
    Ungefähr vier Kilometer vor der Grenze stiegen sie aus und machten sich bei starkem Regen zu Fuß auf den Weg. Die Grenze verlief hier tückisch, denn sie schlug mehrere Schleifen. Die Lücke fand der Vater nach einer kurzen Zeit und einer nach dem anderen schlichen sich durch. Eine Leuchtrakete leuchtete auf und automatisch warfen sie sich in den Dreck.
    Nach ein paar Minuten setzten sie ihren Weg durchnässt fort und der Vater machte ein Zeichen das sie durch sind. Sie drehten sich um, atmeten erleichtert auf und blickten auf die Wachtürme auf der rumänischen Seite die wie erhobene Zeigefinger in den schwarzen Himmel ragten.

    Sie schauten sich an und gingen weiter. Weil die Grenze dort eine Schleife schlug näherten sie sich wieder der Grenze statt sich von ihr zu entfernen.
    Auf einmal aus dem nichts blinkten Lichter auf und erhellten den Platz voll auf.
    Erschrocken blieben sie alle stehen, konnten aber nichts erkennen bis vier Soldaten in den Lichtkreis traten. Auf Serbisch schrie eine Stimme etwas. Das Wort,, Rucku,, verstand Walter und sagte allen sie sollen die Hände empor strecken.

    Einer der Soldaten trat näher, nahm ihnen das Gepäck ab und lud es auf ein Auto das jetzt auf den beleuchteten Platz fuhr. Ein andere deutete mit dem Gewähr auf die Männer, aufzusteigen. Der Vater zog seine Frau zu sich heran, wurde aber brutal von ihr entfernt. Die Frauen mussten auf ein anderes Auto steigen.

    Sie fuhren etwa eine halbe Stunde lang, und stiegen vor einer Hütte aus. Die Männer wurden von den Frauen getrennt und jeweils in zwei Zimmer eingeschlossen. Nach einer Stunde kam Gerlinde zu ihnen und nach etwa zwei Stunden die Töchter. Die kleinere hatte Tränen in den Augen und zitterte am ganzen Körper…Die Brigitte setzte sich auf den Stuhl und starrte ins Leere ohne ein Wort zu sagen. Die Männer schauten sich an, nickten sich zu, fragten aber nichts.
    Nach einer Weile kam ein Soldat herein, brachte ihnen etwas zum essen und ihre durchwühlten Rucksäcke. Ein Teil der Münzen war verschwunden und ein Teil, den der Opa in die Rucksäcke eingenäht hatte war noch da, darunter auch das Kreuz.
    Am Morgen wurden sie in ein Auffanglager transportiert und nach allem Möglichen ausgefragt.
    Da sie nach Deutschland wollten und angegeben hatten sie seien auch Deutscher Abstammung mussten sie ein paar Fragen auf Deutsch beantworten. Die Adresse ihrer Schwester musste Gerlinde auch preisgeben und sie durfte sie anrufen.
    Nach ein paar Tagen wurden sie von ihrer Schwester abgeholt die ihnen die nötigen Papiere verschafft hatte. Wie hat sie niemals gesagt.

    In Deutschland angekommen, fuhren sie nach Friedland um sich anzumelden. Andere Fragen wurden ihnen aufgetischt die sie beantworten mussten.
    Bis zum Schluss hat alles geklappt und sie waren endlich frei.

    Seit dem sind fünf Jahre vergangen. Alle haben Arbeit gefunden und schon in ein gemeinsames Haus investiert.
    Mittlerweile ist die Oma gestorben, und der Opa wurde freigekauft. Zu ihrem Begräbnis konnte keiner fahren, aber im Dorf hielt man ja zusammen, so dass die Oma würdig begraben wurde.
    Nach etwa zwei Jahren ist der Opa auch von ihnen gegangen. Er konnte sich hier nicht einleben und kam sich nutzlos vor.

    Das Kreuz hat die Familie noch immer. Es hat ihnen geholfen auf irgend einer Art.

    Schlusswort

    Hat sich das alles gelohnt? War alles so wie früher? Ich glaube nicht…

  3. seppy on 2. Dezember 2011 at 19:26

    Der Maibaum

    (Die Version zur ersten Geschichte….OHNE ALKOHOL)

    Der Mai stand vor der Tür und man begann schon mit den Vorbereitungen. Die Väter halfen den,, Puwe,, ihren Maibaum schöner wie im letzten Jahr zu machen. Man traf sich bei einem ,,Kamerad,, und die Arbeit ging los…Zuerst wurde der Stamm auf Schäden untersucht und gereinigt.
    Die Omas reichten den Söhnen und Enkelsöhne Säfte und ,,Krachel” (Ich weiß nicht ob jemand diesen spritzigen Limonensaft noch kennt? Die Flaschen waren schön bauchig mit einem Stöpsel aus Porzellan verschlossen und schmeckte hervorragend).Um das alles zu unterstreichen wurde Kuchen gebacken.
    Man sang zusammen alte Lieder und manch eine Oma hatte Tränen in den Augen…
    In einer gewissen Entfernung, aber nicht zu weit vom Ort des ,,Geschehens,, saßen drei vier Opas am Tisch, spielten Karten und bei Saft und Kuchen beäugten sie die ,,Frischlinge” bei der Arbeit ob sie auch alles akkurat machen.
    Ab und zu gaben der eine oder andere seine Anweisungen:
    ,,Schloo toch te Nagel runner rin….nit tort!Mei owe…..so jeze…Mensch hat ter zwoi linksi Hend..!”
    Die Kränze wurden von den Mädchen geflochten, die dabei im Chor lustige Lieder sangen…Es war einfach herrlich!

    Spät am Abend wurde das ,,Werk” begutachtet und der rumänische Nachbar der vor Kurzem eingezogen ist ,in das Haus des ,,Schusterhans”(übrigens ausgewandert nach ,,Teitschland” )fragte:
    ,,Ma-i vecine,o tuiculita nu be-ti”
    ,,Nu. Doamne fereste!”
    Die Musik spielte bis spät in die Nacht, es wurde weiterhin Saft getrunken und fröhlich gesungen.

    Am zweiten Tag ging es los.. Der Maibaum wurde von kräftigen ,,Puwe,, auf die Schulter gehoben und man machte sich mit der Last auf den Weg ins Zentrum wo man ihn ,,einpflanzte.” Auf dem Weg dahin standen die Mädchen mit Blumen in der Hand vor dem Tor und winkten ihnen fröhlich singend zu.
    In der Dorfmitte angekommen wurde der Baum in das schon vorhandene Loch eingesetzt ,was die Aufmerksamkeit des Dorf Milizmannes erregte und er mit seinem Fahrrad auf der gegenüber liegenden Seite stehen blieb .Nach einer Weile gesellten sich noch ein paar Rumäner aus dem Dorf hinzu und schauten interessiert dem Treiben zu .Sie rauchten und eine Schnapsflasche machte unter ihnen die Runde.

    Also endlich geschafft! Der Baum steht und jetzt ging’s an die leichtere Arbeit: Trinken .Die Säfte wurden wieder herumrumgerreicht und einer der ,,Puwe,, bespritzte den Baum damit, soll glück bringen nach getaner Arbeit .Eine Flasche Saft wurde mit dem Baum ins Loch geworfen, so wie jedes Jahr…
    Alles hatte sein Ende und so gingen sie brav nach Hause, Hand in Hand mit ihren Mädchen, zufrieden mit ihrer getanen Arbeit…

    P.S. Das ist die ,,Softi-Version,, zum schmunzeln, für meine Kritiker gedacht….

  4. seppy on 26. November 2011 at 12:38

    Der Brunnen

    Es war wieder Sonntag und der Walter der ,,Navetist” schlief da meistens bis zehn Uhr. Seine Mutter weckte ihn mit den Wörtern.
    ,,Aufstehen…denn gleich wird’s Nacht und du musst wieder ins Bett weil du ja am Montag Frühschicht hast und schon um drei Uhr Morgens aus den Federn steigen sollst…”

    Nach einem Herzhaften gähnen und ein blinzeln mit den noch verschlafenen Augen, stand er auf und dachte sich: Warum wohl hat die Nacht nicht mehr Stunden…

    Das Frühstück war gleich eingenommen. Eine Scheibe Weißbrot, das die Oma gebacken hat, denn sie backte immer für die ganze Woche und der Duft des Brotes blieb Tagelang in der Luft…einfach herrlich, ein wenig Schinken drauf und ein guter aromatischer Pfefferminztee. Er wusste das Heute so wie an jedem Sonntag gut gekocht wird: Suppe, gekochtes Fleisch, gebratenes Fleisch, und zum Abschluss Omas selbstgebackener Kuchen. Sie backte gerne und freute sich immer wieder wenn wir alle mit Appetit aßen.
    Der Sonntag war der einzige Tag in der Woche an dem die ganze Familie zusammen war .Die Zeit bis um Mittag verging recht schnell, und so saß die ganze ,,Sippschaft” am Tisch und genoss das reichliche Essen .Manchmal verlief alles Stillschweigend, ein andermal wurde besprochen was man in der nächsten Woche noch so alles tun müsste am Haus oder im Hof.

    Der Opa der nach dem Essen, mit einem Glas Wein auf seinem Schemel platz nahm und genüsslich seine Pfeife rauchte meinte:
    ,,Der Brunnen im Hof müsste man reinigen, denn es hat sich zu viel Schlamm angesammelt und somit das aufsickern des Wassers erheblich verhindert.”
    Das Wasser wurde im Garten verwendet und wurde immer mühselig, in Eimer über die Straße getragen. Das Trinkwasser kam aus einem Brunnen, etwa zwanzig Häuser entfernt, den die Bewohner der Straße finanziert haben.

    Die Oma saß neben der Tür auf einer alten,, Siedlerkiste,, in der alles mögliche verstaut war ,schlug mit der Fliegenklatsche nach den lästigen ,,Viecher,, und sagte:
    ,,Holt doch den ,,Zigeinerpeter” der hat das schon bei dem Schneidermatz auch schon gemacht”.
    Der Vater sagte zuerst nichts, denn er war noch damit beschäftigt, den Rest des Fleisches von einem Rindknochen abzukratzen, bei dem er vorhin das Mark ,,rausgepolt,, und auf ein Stück Brot geschmiert hat.
    ,,Nein. Das mache ich, denn ihr wisst doch was wir nach dem Krieg alles hineingeworfen haben, oder?”
    Jetzt wurde ihnen klar dass er Recht hatte und keiner sollte erfahren was da drin lag.
    Die Mutter schaute fragend in die Runde, aber als sie sah das keiner ihr was erklären will ließ sie es sein. Sie hat ins Haus eingeheiratet und somit hatte sie ja all die Jahre nichts von ihnen gehört das da im Brunnen etwas Außergewöhnliches drinnen lag.
    Nach dem Essen legte sich der Vater für eine Stunde schlafen und die Frauen begannen mit dem Abwaschen.

    Opa ging auf den Boden. Dort hatte er einen etwa hundert fünfzig Jahre alten Schustertisch stehen, auf dem Werkzeug und viele farbige Holznägel lagen. Er reparierte Schuhe für die ganze Familie und ab und zu auch für die Nachbarn .Er verstand sein Handwerk und man sah es ihm an: Es machte ihm auch Spaß.
    Walter setze sich des öfters zu ihm an den Tisch und bewunderte immer wieder seine innere Ruhe bei der Arbeit .Hektik war ein Fremdwort für ihn.
    Die Geschichten die ihm der Opa dann zwischen den Hammerschlägen erzählte, waren sehr interessant und irgendwie auch befremdet, so wie in einer anderen Welt…

    Am nächsten Tag, spät am Nachmittag, begann der Vater,, assistiert,, von der ganzen Familie , damit an den Brunnen zu säubern. Eine Leiter wurde hineingelassen auf der der Vater abstieg und die Mutter reichte ihm an einem Seil angebundenen Eimer hinab.
    ,,Das Wasser ist etwa sechzig Zentimeter tief” rief er hinauf während er mit einer Kelle den Schlamm in die Eimer schöpfte.
    ,,Aufgepasst ich habe etwas in den Eimer gelegt”
    Zum Vorschein kam eine verrostete Metalldose, in dessen inneren, beim öffnen, die Mutter ein ,,Etwas” in einem fettigen Tuch herausnahm. Darin eingewickelt war eine Pistole und zwei pack Munition. Stillschweigend legte sie alles in einen Korb und bedeckte die Sachen mit einem Handtuch .Der Walter hätte so gerne die Pistole angeguckt, aber er sah den Gesichter der versammelten Familie an, das das keine gute Idee gewesen wehre.
    Nacheinander erblickte, nach all den Jahren, ein Topf gut verschlossen das Licht des Tages und der Vater meinte.
    ,,Mari, kannst dich noch daran erinnern als wir noch keinen Kühlschrank hatten und du die Krautwickler zu kühlen in den Brunnen gelassen hast und der Eimer umgekippt ist Da sind sie wieder….Jetzt müssten auch noch die fünf Flaschen Bier zum Vorschein kommen und das Essen ist vollständig” sagte er lachend….
    Zwei in einer Ledertasche verstaute Bücher sahen wieder das Tageslicht und die Oma fragte den Opa.
    ,,Du weißt schon was das ist, oder?”
    ,,Sicher…”
    Was den Walter faszinierte, war eine gekrümmte türkische Säbel .ein wenig verrostet, und sie hatte am Knauf eine runde Kugel eingebaut die golden glänzte. Heute kann er sagen: Sie war aus Gold.
    ,,Darf ich sie behalten?” fragte er.
    ,, Nein“ war die schlichte Antwort so das ein weiteres bitten zwecklos war.
    Was er behalten durfte waren ein paar Silbermünzen, die dann später zu seiner Münzesammeln Leidenschaft geführt hatten.

    Nach etwa drei Stunden war die Arbeit erledigt und spät am Abend sah Walter seinen Vater, mit einem Sack und einer Schaufel in der Hand in den Wald gehen und später ohne Sack zurückkommen. Von dem ,,Fund” wurde niemals mehr gesprochen…..
    Der Brunnen war wieder rein und konnte weiterhin seinen Zweck erfüllen denn nur das zählte…..

    P. S. War es richtig so zu handeln? Hat man damit Geschichte vergraben, oder war die Angst mit im Spiel? Wer weiß…wer weiß…

  5. Anonymous on 23. Oktober 2011 at 22:40

    Bela Lugosi – der gefallene Vampir

    Sein Name war der Inbegriff des Leinwand-Horrors. “Bela Lugosi” kam 1882 als Bela Ferencz Deszo Blaszko in der Kleinstadt Lugos zur Welt, an der Grenze zu Transsilvanien. Die geografische Herkunft sollte sein ganzes Leben prägen: Als “Graf Dracula” feierte er erst an der Bühne, später im Film triumphale Erfolge und legte die Figur des Vampirs für Generationen von Schauspielern fest. Die Dokumentation von Florin Lepan “Bela Lugosi – der gefallene Vampir” folgt der Biografie des Stars von seinem kometenhaften Aufstieg bis zu seinem tragischen Ende und zeigt Querverbindungen zum Vampirmythos, der im heutigen Rumänien noch immer Teil des Alltags ist.

    Freitag, 28 Oktober 2011 von 23:55 bis:0050 auf 3sat

  6. Anonymous on 23. Oktober 2011 at 22:39

    Die Wahrheit über Dracula

    Eine Reise durch die Urheimat der Vampire

    Als Bram Stoker 1897 seinen später weltberühmten und unzählige Male verfilmten Roman “Dracula” schrieb, haben sich die Rumänen wenig um ihren mittelalterlichen Führer Vlad Tepes, geboren 1431, geschert, der dem Romanhelden als Vorbild diente. Den Beinamen Tepes – ins Deutsche übersetzt “der Pfähler” – trug er wohl zu Recht. Die grausame Hinrichtungsmethode hatte er von den Türken übernommen. Aber trotzdem war er nicht grausamer als andere Herrscher seiner Zeit. In Verruf gebracht haben Vlad Tepes die Sachsen aus Siebenbürgen, wie die Region Transsilvanien von den eingewanderten Deutschen genannt wurde, deren Geschäfte der Fürst empfindlich störte. Außerdem erfährt der Zuschauer, dass auch Rumäniens einstiger Diktator Ceausescu einen Kult um den legendären Fürsten Vlad Tepes getrieben hat. Und nebenbei erzählt der Dokumentarfilm vom Untergang der Deutschen in Rumänien, der Siebenbürger Sachsen, deren über tausendjährige Geschichte sich in einem einzigen Sommer fast erledigte, nachdem sich der Eiserne Vorhang gehoben hatte. Als der Roman des irischen Schriftstellers über den rumänischen Vampir dann ein Bestseller wurde, haben die Rumänen flugs Dracula für sich reklamiert – und einen Exportschlager daraus gemacht. Das Land ist übersät mit Draculaburgen, -schlössern, -hotels und -märkten, auf denen die absurdesten Dracula-Devotionalien gehandelt werden. Stanislaw Mucha begibt sich mit seinem Dokumentarfilm auf eine unterhaltsame Reise durch ein Land voll wilder Schönheit ist, das aber auch mit großen Problemen zu kämpfen hat.

    Freitag, 28. Oktober 2011; 23:00 bis 00:25 auf ARTE

  7. Katharina on 23. Oktober 2011 at 19:34

    Betreff Seelenvergewaltiger.
    Es gibt diese Halbgötter, die gegen Gott, gegen die Schwaben und vielleicht auch gegen den Westen polterten.
    Und jetzt grüßen sie auf Facebook, lassen sich auch mal mit einem Priester ablichten und ihre Kinder sitzen warm im Westen!
    Denen wollte ich gar keinen Preis geben!!!

  8. Katharina on 23. Oktober 2011 at 19:28

    Den Carl haben wir nicht fertiggemacht.
    Der hat sich selbst “erledigt”, weil er ständig nur die Herta und ihren “Ex” als die Schlimmsten dargestellt hat!
    Hätte er das mit dieser kurzlebigen Gewerkschaft nüchterner geschildert, dann hätte er vielleicht auch unsere Sympathie gehabt.
    Ein junger Rebelle, freiheitsliebend, schafft es, dass eine gewisse Zahl von Schwaben ohne den Blumenmann ausreisen dürfen!
    Dafür saß er dann!
    Ob die Glücklichen ihm noch zugetan sind, weiß man nicht.
    Undank ist der Welt Lohn.

  9. Anonymous on 23. Oktober 2011 at 19:26

    Warum gibt es noch kein Nobelpreis für aussergewöhnliche Lehrer?

    Katharina, da sei Gott davor! Diesen Rechthabern und Halbgötter der Nation, diesen Seelenvergewaltigern, diesen Indoktrineuren ob link oder rechts oder demokratisch noch einen Nobelpreis in den Rachen zu schieben.

  10. Anonymous on 23. Oktober 2011 at 19:24

    mal ehrlich, der Blog ist doch sowas wie ein Meinungsblitzableiter. Carl hat mit Hertha Müller sein Ei gelegt, daraufhin haben anderen noch viel mehr Eier gelegt. Dann war die Sache ausgelutscht und die Akteure sind weitergezogen. Carl war weg, kurze Zeit später alma. Dann kam die Sache mit Florescu, da ist der Kaffeesatz wieder aufgekocht worden.

  11. Katharina on 23. Oktober 2011 at 19:19

    Carls Traum wäre der Preis und Richard Wagner ist wirklich unser bedeutendster Autor!
    Leider bin ich mir sicher, dass beide Männer den Preis nie bekommen!
    Der Eine hat auch noch das Pech, als Ex der Nobelpreisträgerin überall vorgestellt zu werden.
    Der Mann hat gute Bücher geschrieben und viel zu oft klebt man ihm eine Vignette an die Brust: Er ist der Mann der Herta gewesen!
    Ist das wichtig?
    Viel wichtiger wäre zu sagen: Schaut her, der Mann kann schreiben.
    Und es wäre auch nicht deplatziert zu betonen, wer die Lehrerin war, die am Anfang seines Weges als Autor stand!
    Warum gibt es noch kein Nobelpreis für aussergewöhnliche Lehrer?

  12. seppy on 23. Oktober 2011 at 19:08

    Anonymous am 23. Oktober 2011 um 18:59

    So wie Anonymus sehe ich das auch….
    Skandalfetischisten gibt es in jedem Forum….

    @Katharina

    Dich hat keiner angegriffen,sondern sich verteidigt.Du warst doch mit der alma so verbunden das du sie angefleht hast nicht aus dem Blog auszusteigen….
    Den Carl habt ihr doch auch fertiggemacht,den Richard Wagner auch…Selbstmitleid ist nicht der Sinn der Sache…

    Und mit dem Duell…..na ja darüber kann man streiten aber es lohnt sich nicht.

  13. Katharina on 23. Oktober 2011 at 19:06

    Manche Jungs gingen nach Großwardein und hatten lange Zeit nur den Rulikovski – Friedhof vor Augen! :-(
    Man sagte oft, die Jungs würden beim Militär reifer werden.
    Dass ihnen vielleicht traurige Vorkommnisse die Seele fraßen, wird wohl eher geheim bleiben.
    Und manch einer hatte danach überhaupt kein Leben mehr. Siehe auch Seppys letzte Geschichte!

  14. Anonymous on 23. Oktober 2011 at 18:59

    Warum soll denn niemand hier mit Ihnen Dialog wünschen? Nur das Treffen hier im Blog ist eher wie die eigene Meinung hierher pinnen und kurze Zeit später schaut man wieder auf die Pinnwand… Vielleicht bekommt ja Richard Wagner oder Carl Gibson in den nächsten Jahren den Nobelpreis. Dann brechen wieder alte Zeiten auf.

  15. Katharina on 23. Oktober 2011 at 18:55

    Wenn zwei Männer sich zum Duell treffen, sei es auch nur zu einem Verbalen, dann werden sie wohl ihre Gründe haben!
    Und sei es auch nur ein “Nicht-Miteinander-Können” !
    Aber was habe ich mit diesem Duell zu tun???
    Ich bin noch keinem der Beiden über den Weg gelaufen!
    Ich stelle Fragen, schreibe Meinungen und das im Rahmen eines Blogs/Forums.
    Im virtuellen Raum und nicht an der Haustür der Duell-Partner.
    Einer von den Beiden hat mich allerdings angegriffen, der andere hat mich im Dialog mit Anderen schon mal allein gelassen.
    Ist das die Geschichte, die ich schreiben soll?
    In einem schwowischen Dorf habe ich nie gelebt.
    In diesen Blog stolperte ich wegen alma und Carl und wegen Herta Müller.
    Keiner der Drei sitzt an einem der Tische hier.
    Ich bilde mir auch nicht ein, dass Einer der Genannten den Dialog mit mir wünscht.
    Ich sitze hier am virtuellen Tisch und lese die Menuekarte und wundere mich.
    Was nach zwei Jahren hier auf den Tisch kommt!

  16. seppy on 23. Oktober 2011 at 18:50

    So….Diese Geschichte hier bekommt keinen Titel,da ich nach langem grübeln keinen passenden gefunden habe machen….
    Also es geht weiter…
    ————————————————————————————————–

    1971 wurde der Willi zum Militär einberufen.Mit gemischten Gefühlen und ein wenig unbehagen ,erkundigte er sich im Dorf bei seinen Freunden,wer noch einberufen wurde.Es waren noch ein paar Rumänische Jungs die in zwei bis drei Tagen wegmußten.Er hatte noch zwei Wochen Zeit und alle in der Familie rätzelten ,wo er seine,,Armata,,machen würde….
    Der Opa meinte Augenzwinkernd:,,Nach Grosswardein(Oradea),wu sonscht…..,,?Man muß gege tie Ungare aufrüschte tenn tie wolle wieder tas Gebiet tort zurück han.,,Tja der ,,Alte,,wie der Willi ihn nannte, war 1896 geboren und war im ersten Weltkrieg dabei.Im Krieg hat er zwei Finger an der linken Hand verloren und starrte jezt ,nachdenklich,auf die Lücke in der Hand.

    Zwei Wochen sind schnell vorbei und am Abend,vor der Abreise nach Temesvar,zum 1 Mai Club,wo man sich versammelte,wurde eingepackt und stillschweigend gegessen.Die Mutter seufzte ein paar mal und warf der Oma einen traurigen Blick zu die am Ofen saß und strickte.Die Oma blickte zurück so als wollte sie sagen:Was solls?Was sein muß soll geschehen….

    Der Hund spürte auch das etwas in der Luft lag,setzte sich den ganzen Abend vor den Willi und mit einem gequälten Blick starrte er ihn an.Bei einem Wink von Willi kam er näher und begrub seine Schnauze in seinen Schoß.

    Am nächsten Morgen gings los.Die Familie begleitete den zukünftigen,,Soldat,,an den Bahnhof und die Mutter schob dem Willi bei einer Umarmung ein paar Geldscheine in die Hosentasche.Mütter halt….

    Beim 1 Mai Club angekommen,wurden nach dem Ausrufen der Namen,Gruppen gebildet,die zur gleichen Einheit gehören sollten.
    Ein kleiner ,,Sergeant,,verriet einigen im vorhinein wo sie hingeschickt werden:Oradea!Opa lässt grüßen,dachte sich der Willi mit einem Schmunzeln im Gesicht…..

    In der Kaserne angekommen ging alles sehr schnell und im nu waren die Jungs ,,geschoren,,und angekleidet.Sie blickten sich verfremdet an und wussten nicht so recht,was jezt?

    Nach ein paar Tagen haben sie kappiert was zu tun ist und gingen auf Erkundungstour nach Bekannten.Der Willi hat einen gefunden,ein Jahr älter als er,aber immerhin hat er sich gefreut ein bekanntes Gesicht zu sehen.Die freude dauerte nicht lange….und endete Tragisch.

    Rudolf,so hieß sein Bekannter,hatte Probleme mit einem aus Oltenien stammendem,, Sergent,,der ihn schickanierte wo er nur konnte.Er nannte ihn niemals beim Namen sondern nur ,,Neamtule,,
    Es war wieder so ein Tag,an dem ,dem ,,Sergeant,,an ihm nichts passte und bei einem Handgemenge,schlug er mit der Autokurbel nach dem Rudolf,und der Stift vorne verfing sich in dessen Oberkiefer.Mit einem Ruck wollte er die Kurbel zurückziehen und lößte ihm dabei den Oberkiefer auf einer guten länge vom Knochen ab.

    Der Willi hat das später erfahren und bat nach paar Tagen seinen Vorgesetzen ihm einen Besuch in das Militärkrankenhaus zu gestatten.Was er dort sah war erschreckend….der Rudolf war an vielen Kabel und Kanülen angeschlossen,lag bleich auf dem Bett und starrte ins leere…..Ob er den Willi wahrnahm,sei dahingestellt…

    Etwa acht Wochen sind vergangen und Rudolf wurde aus dem Krankenhaus entlassen.Gesund war er nicht.Abgemagert und traurig stand er vor Willi.Essen konnte er nur noch flüssige Speisen und schluckte andauernd Schmerztabletten.
    Da der Oberkiefer nicht heilen wollte ,wurde er aus der Armee mit einer Behindertenrente entlassen.
    Den,,Sargeanten,,hat man in eine andere Einheit versetzt und man hörte nichts mehr von ihm.

    Der Willi hatte noch drei Monate bis zur Entlassung und die Einheit wurde für 40 Tage in die ,,Balta-Ialomitei,,irgendwo bei Fetesti zum ,,Kukuruzbrechen,,geschickt.Die Zeit verging auch schnell.Willi bekam auch schon lange keine Briefe mehr von seiner Freundin und dachte sich:Das ging ja schnell bei ihr….bestimmt hat sie einen neuen ,was sich auch später bestätigte.

    Endlich zu Hause………!Die freude war groß in der Familie und es wurde gekocht und gebacken als sei es das letzte gemeinsame Essen.
    Die Oma spornte ihn immer an:,,Ess vun tem oach….han ich gmacht,,
    Der Opa hinten in der Ecke,schenkt sich ein Glas Wein ein und meint:
    ,,Lost toch mol ten Junge in Ruh,ter wes schun wiefiel in ihn reinpasst….ihr mästet ihn jo…,,

    Am Abend fragte der Willi nach dem Rudolf und mußte sich diese Geschichte anhöhren:

    Als der Rudolf nach Hause kam,wurde er gleich in das Militärkrankenhaus eingeliefert und wieder opperiert.Die Situation hat sich nicht verändert und die Schmerzen wurden immer unerträglicher.Er wurde aus dem Krankenhaus entlassen,konnte aber wegen den Schmerzen zu Hause auch nicht mithelfen.
    Vor ein paar Wochen fand man ihn in tod einer Scheune ,in der er sich aufgehängt hat

    Man muckelte im Dorf das sein Vater ihn oft als ,,Nichtsnutz,,beschimpft hätte und das er zu nichts zu gebrauchen sei,aber was reden die Leute nicht alles….
    Das alles hat den Willi schon irgendwie berührt,er kannte ja die Vorgänge seines Leidens….

    Schlusswort
    Keines

    Die Geschichte ist wahr die Personen und Orte frei erfunden.

  17. seppy on 23. Oktober 2011 at 18:00

    Katharina am 23. Oktober 2011 um 17:43

    Jemand suchte doch nach einer Brechschale irgendwo, sollte er meinen Namen aussprechen müssen!!! Oder?
    Ist das ein Kompliment?
    Übrigens habe ich Deine Geschichten nicht verrissen!
    Aber eine eigene Meinung darf ich schon noch haben, oder?

    @Katharina

    Ich bin kein Schriftsteller.Meine Geschichten sind nicht fürs zerreißen gedacht.Es kann jeder was schreiben,aber man traut sich nicht.
    Ich stehe zu dem was ich schreibe und darum ist es mir egal ob jemndem das gefällt oder nicht.

    Ich mache hier keine ,,Chronik,,über die Banater sonder erzähle was ich gehört und erlebt habe.Ich muß auch keinem meine Geschichten(Erzählungen)erklären,oder?

    Schreib doch auch etwas aus dem Banat und stelle alles richtig,keiner hindert dich daran…Nur skeptisch alles auf die goldene Waagschale werfen hilft keinem weiter….
    Lesen oder nicht lesen…das ist jedem freigestellt.

  18. seppy on 23. Oktober 2011 at 17:48

    Polkakeenich am 18. September 2011 um 18:44

    Dies wurde nicht beandwortet :
    Aussage Seppy: Aber du hast Recht.Ich lasse dich mit deinen Fans und ihren Schleimmereien alleine.

    Denn DU nimmst Dir das recht über alle zu urteilen , einfach so. Nicht meiner Meinung dann ist er ein Schleimer oder ein Nazi !!

    Ja habe ich in der Cantina PCR in Temeswar eingekauft oder Du ……….?

    Und noch ein zu den Nazis : Das war Eure masche in Rumänien wenn ihr nicht mehr weiter wustet mit den Schwaben dann waren es Nazis !! Gib deinem Bruder die Hand vielleicht zerplatz Euch der neid zusammen.

    Frage wieviele von Luwibu haben Deutschland in den 4-5 Jahren den Rücken gekert wo damals über Deutschland hergezogen haben ? War meine Atwort dort erbärmlich oder Euer Kommunistisches Benehmen ? Und wenn einer kamm und nicht der gleichen Meinung war wurde er von der Banda kopf über Hals entfernt !!
    Du hast drecket dazu gelacht ………!

    Ich habe lange geschwiegen und ertrage auch Kritik. Beispiel Getkiss: Ja warum soll ich dem Mensch bes sein?

    Eins ist aber Kritik und das andere ist die Menschen hier als “Schleimer” zu bezeichnen. Deine Schleimereien im Banater Schwaben Forum hast schon vergesen ?

    Du warst doch auch in allen Foren um alle aus zu spionieren……Warum, weshalb,wieso ?

    Ich habe das schon öfter bei Dir erlebt, manchmall ist dein Hass und dein Neid grenzenlos.

    Habe Dir in deinem Leben nichts schlechtes an getan
    Du haber meinst DU kannst mit deinen Unverschämtheiten jeden Niedermachen. Bei mir hast eben jetzt auf denn falschen gezielt.

    Scheene Owed noch vom Polki

    Nur zur Erinnerung,ob das ein Meinungsaustausch war,oder…..Hetze ,Lügen,verleumdungen und an so etwas soll man anknüpfen?

    Schnee von gestern von ,,Gestrigen,,basta.

  19. Katharina on 23. Oktober 2011 at 17:47

    Polki und ich sind keine siamesische Zwillinge!
    Wir denken beide mit unserem eigenen Kopf!
    Mal besser mal weniger gut.

  20. Katharina on 23. Oktober 2011 at 17:43

    Jemand suchte doch nach einer Brechschale irgendwo, sollte er meinen Namen aussprechen müssen!!! Oder?
    Ist das ein Kompliment?
    Übrigens habe ich Deine Geschichten nicht verrissen!
    Aber eine eigene Meinung darf ich schon noch haben, oder?

  21. Beatrix on 23. Oktober 2011 at 17:36

    @ Ach, Anonymous – Katharina und noch einige halten das Blog hier am Leben. Die Vielfalt, die unterschiedlichen Meinungen haben jedem von uns was gebracht, bei mir z. B. mehr Interesse geweckt insgesamt am Banat und Bilder heraufbeschworen zu Jahren, die zu unserem Leben gehören.

  22. seppy on 23. Oktober 2011 at 17:33

    Katharina du nimmst auch leichtfertig die Wörter ,,Sekuritate,,und ,,Ausspionieren,, in den Mund.Hast du Beweise dafür,oder benutzt die Wörter deines ,,Vertrauten,,als Trittbrettfahrerin,,?

    Was willst du überhaupt?

  23. Katharina on 23. Oktober 2011 at 17:33

    Sich nicht einmal einen Nickname zulegen und von gesittet sprechen!
    Ein Erkennungszeichen wär das Mindeste!

  24. seppy on 23. Oktober 2011 at 17:25

    Katharina warum trägst du nicht zu einer Aufwertung des Blogs teil?
    Ich glaube wenn jemand dich so beleidigt hätte,hättest du auch anders gedacht.

    Mach mal…schreib mal was ….

    Du denkst genau so wie dein ,,Vertrauter…,,,,Bild dir deine EIGENE Meinung.

  25. Anonymous on 23. Oktober 2011 at 17:09

    Ich kann Sie wirklich nicht verstehen. Jetzt wo es ruhig und gesittet zu geht, stirbt Ihrer Ansicht nach der Blog. Als es hoch herging da war es auch nicht gut. Was soll denn Ihrer Meinung nach geboten werden? Es wird schwierig sein, ein Debattierclub der Universität Oxford zu eröffnen.

  26. Katharina on 23. Oktober 2011 at 17:01

    Tatsächlich, es ist alles bestens! :-(

  27. Anonymous on 23. Oktober 2011 at 16:54

    was soll denn das wieder für ein Lamento sein? Ist doch alles bestenstens!

  28. Katharina on 23. Oktober 2011 at 16:49

    Die Secu ist wieder unterwegs und sie weiß alles!
    Das heißt, sie weiß nur, was ihr so in den Kram passen würde.
    Leute, die hier wirklich einen Meinungsaustausch anstrebten, werden systematisch rausgeekelt.
    Das Blog ruinieren ist nämlich das Ziel gewisser Leute.

  29. Anonymous on 23. Oktober 2011 at 16:31

    ich auch nicht!

  30. seppy on 23. Oktober 2011 at 16:27

    Anonymous am 23. Oktober 2011 um 16:14

    Polkakönig hat erstmal dem seppy das Feld geräumt. Für wie lange?

    Mir egal…..Wer mir an das Bein pinkelt muss zu erst denken was er macht.Ich vermisse ihn nicht.

  31. Anonymous on 23. Oktober 2011 at 16:14

    Polkakönig hat erstmal dem seppy das Feld geräumt. Für wie lange?

  32. seppy on 23. Oktober 2011 at 14:07

    Gast am 23. Oktober 2011 um 10:34

    ”Jakob am 18. Oktober 2011 um 18:28

    Noch was vom Polkakeenich gehört?”

    Polki macht eine schöpferische Pause.
    Ja genau…er bastelt wieder an Lügen-und Hetze -rum…..

  33. Gast on 23. Oktober 2011 at 10:34

    ”Jakob am 18. Oktober 2011 um 18:28

    Noch was vom Polkakeenich gehört?”

    Polki macht eine schöpferische Pause.

  34. Beatrix on 23. Oktober 2011 at 09:51

    Brotsackball war in meinem Ort nicht bekannt. Als Motto-Veranstaltung im Herbst fällt mir nur „Traubenball“ ein mit Weintrauben-Dekoration an der Saaldecke – weiß ich auch nur vom Hörensagen (dle letzten fanden bei uns in den Sechzigerjahren statt). Essen und Trinken wurde mitgebracht zu allen Bällen, die in der kalten Jahreszeit bis in die frühen Morgenstunden dauerten. Im Kulturheim gab es keine Wirtschaft, nicht einmal Getränke wurden angboten. Die Stühle und Sitzbänke standen in Zweier- oder Dreierreihen entlang der Wand. Tische: Fehlanzeige. Also gab es Fingerfood ;-) : gekochte Wurst, Kren, Gurken aus dem Glas, hartgekochte Eier, Salzkipferl, Rahat- oder Mohnstrudel und sonstige Kuchen. Gebäck war immer die Hauptsache. Getränke: Wein für die Männer, Soda- oder Lippaer Mineralwasser für die Frauen. Zum Saalboden: Die Bretter/Dielen waren schwarz, mit einer abfärbenden Teerlotion behandelt.

  35. seppy on 23. Oktober 2011 at 09:09

    ,,Das alles war Symbolisch für die Ernte gedacht…,,han ich tir toch erklärt.

    Les toch alles….tes isch alles was tu vun meiner Gschicht verschtann hascht?

    Nicht verallgemeinen.Es sind MEINE Geschichten.Basta.
    Schreib doch du mal etwas….ROBSI.

  36. Anonymous on 23. Oktober 2011 at 09:02

    Ja genau.Auf dem Feld

    wir sprechen hier vom BrotsackBALL und nicht von der Feldarbeit. Also nicht Äpfel mit Birnen vertauschen, gell?

    Die Schwaben haben bei gesellschaftlichen Ereignissen, Bälle, Taufen, Hochzeiten, Kirchweih NIE auf der Erde gegessen, sondern wie zivilisierte Menschen, sitzend am Tisch! Auf der Erde gegessen haben vielleicht Rumänen oder Zigeuner!

  37. seppy on 23. Oktober 2011 at 08:26

    Anonymous am 22. Oktober 2011 um 21:37

    ,,jeder ein Tuch auf dem Boden

    die Schwoben han net uf der Erd gessn!,,

    Ja genau.Auf dem Feld haben sie Tische und Stühle mitgeschleppt.Das alles war Symbolisch für die Ernte gedacht…

    Jedem das seine und dir das deine….

  38. Anonymous on 22. Oktober 2011 at 21:37

    jeder ein Tuch auf dem Boden

    die Schwoben han net uf der Erd gessn!

  39. seppy on 22. Oktober 2011 at 13:42

    BROTSACKBALL

    Im Oktober jedes Jahres, so weit ich mich erinnern kann,fand der Brotsackball statt.Es wurde am Tag alles dafür vorbereitet.Schnaps,Wein,Speck,Wurst,Brot wurde in einem ,,Leinensäckel,,eingepackt und in der ,,Speiß,,bis zum Abend verstaut.
    Der Helmut stand dem allen skeptisch gegennüber,da er nicht verstand,warum man das Essen in einen Saal transportieren muß ,um es dort zu verspeisen.Wie auch immer…

    Der Brotsackball war ein alter Brauchtum zur Herbstzeit im Dorf.Es war ein Zeichen der Würdigung der harten Arbeit ,die das ernten und einbringen der Früchte symbolisieren sollte.

    Die Oma meinte:
    ,,Soll ich noch a poar Zuckerkipfle mache,,?
    ,,Nee,-meint die Mutter-,,tie Lisi hat schun gebackt und pringt se mit,mir esse jo zamme,,
    Der Vater kommt gerade zur Tür herein und hat die letzte Worte gehört.
    ,,Vor was um Gottes Wille willscht tu wieder mit ter Lisi un mit tem Peter zamme esse?Ich han schun te Froni un tem Walter zugsaat….Was mach mer jezt,,?
    ,,Also,,-sagt te Opa mit einem Augenzwinkern-,,sitzt eich toch alli trei Poar zamme un fertich.,,Er dachte sich vieleicht wird es so zu einer Versöhnung zwischen Lisi un Froni werden die sich seit drei Jahre aus dem Wege gehen und so man sich wieder am Kartenabend treffen würde.Er dachte immer praktisch der Opa,mit einem spitzbubischem Lächeln im Gesicht,das ihn jünger erscheinen ließ,als er eigentlich war.

    Am Abend trafen sie alle im Saal ein und der Vater besetzte sechs Stühle mit einem skeptischen Blick auf die Tür ob das auch klappen würde mit dem ,,Treffen,,.
    Um kurz zu sein,es hat nach einigen Anlaufschwierigkeiten, was die Diskusion anbelangt,letzt endlich doch noch im laufe des Abends funktioniert und die zwei Frauen hatten sich viel zu ,,verzählen,,immerhin sind ja drei Jahre vergangen.

    Um neun Uhr wurde ,,aufgetischt,,.Im Saal breitete jeder ein Tuch auf dem Boden aus,saßen sich hin,und packten ihr ,,Essen,,aus.Verschiedene Gerüche breiteten sich im Saal aus und der eine oder andere ging zum Nachbar um ein Schnaps oder Wein gemeinsam zu trinken,oder auch ein Happen zu essen.

    Man sah es den Leuten an ,das sie dieses zusammensein richtig genossen.
    Nach dem Essen ging es richtig mit dem tanzen los……Zeppelpolka…Zeppelpolka……die Kalorien purzelten nur so herunter und die Luft wurde im Saal immer dünner.

    Mit der Zeit wurde der Brotsackball auch abgeschaft und man traf sich nur noch in kleineren Kreisen zum Kartenspielen,Schweineschlachten,oder ,,Weinmachen,,.
    Man ging in die ,,Reih,,.Vier bis fünf Paare trafen sich abwechselnd mal bei einem mal beim anderen…..

    Schlusswort

    Es war wie es war,und jezt kann man sich mit Wehmut daran erinnern…Aus..vorbei…vorüber…
    _________________

  40. seppy on 19. Oktober 2011 at 10:47

    Maskenball

    Februar…..Maskenballzeit.
    Seit ein paar Tagen,versteckt im Stall(mußte ja geheim bleiben)basteln der Peter mit seinem Vater ,an einem ausgefallenem Modell für den Maskenball.Und zwar an einem Ofen aus Leisten bespannt mit Pappe.
    Innen wurden drei Latten so zusammengeschraubt damit der Peter darauf sitzen kann.In Augenhöhe wurden zwei Schlitzen reingeschnitten für den ,,Ausblick,,
    Gewonnen hat er niemals,aber jezt rechnete er sich große Chancen ein,unter die ersten fünf Plätze zu gelangen.

    Der Opa hat alles von weitem beäugt und meinte lachend:
    ,,Kanscht jo a Kerz rinnschtelle,tann schauts echter aus…..,,
    Die Oma bestrafte ihn mit einem bösen Blick und schüttelt nur den Kopf.
    Darauf der Opa,der gleich nachhacken mußte.
    ,,Kathi,muscht tei Auegläser uffsetze peim Protbacke tas tu ten Teich nit to reinschiebscht….,,
    Die Oma meint nur:
    ,,Hascht tu a Ahnung…..,,und versetzte dem Schwein das durch die Latten an ihrem Rock nagte,ein Hieb mit dem Besen,übrigens ihr ,,Lieblingsgerät.

    Der Hund Tikus,lauft schon seit einer Weile bellend im Kreis herum und sucht den Peter der im inneren des ,,Ofens,,verschwunden ist. Die Katze die eingetreten ist übersieht er im Eifer,was nicht so recht zu ihm passte,denn,, Freunde,, waren sie nicht und jagten sich beim Anblick, gegenseitig durch den Hof.Die Katze brachte ein klägliches Miaunen zustande und verließ stolz den Stall.

    Die Mutter war mit dem bemahlen des,,Prunkstückes,,fertig und nun steht die ganze Familie um den ,,Kasten,,herum und der Vater meinte:
    ,,Ich wees nit Peter,ob tu tes pis ins Soal trage kannscht….,,also redete er mit seinem Kumpel der in der Nähe wohnte und am späten Abend trugen sie den,,Ofen,,zu ihm.

    Am nächsten Tag gings los…..aber ein Problem hat sich wieder ,,eingenistet,,
    Der ,,Ofen,, passte nicht durch die Tür des Saales,also mußte Werkzeug her um die zweite Tür zu öffnen die angeschraubt war.Das mußte durch ,,neutrales,, Personal verrichtet werden um das Geheimniss im ,,Ofen,,zu bewahren.
    Endlich geschaft…Drinnen angekommen ging das foppen unter den Kindern los:
    ,,Ich wees wer tu pischt….,,
    Der Abend verlief mit einem Aufmarsch aller Beteiligten mit der Wahl der fünf besten ,,Masken,,
    Peter bekam den dritten Platz und war zufrieden als er aus dem,,Ofen,,herauskrichen,, konnte.

    Auf einem Tisch im Saal hatten die Mütter Säfte und Kuchen deponiert und die Kinder langten fröhlich zu. Ihre ,,Masken,,vergessend,spielten sie unbeschwert ein paar Stunden miteinander.

    Schlusswort

    Das unbeschwerliche Leben ging vorbei und manch einer hat in verlaufe der Zeit gewollt oder unfreiwillig,einige ,,Masken,,getragen……

    _________________

  41. Jakob on 18. Oktober 2011 at 18:28

    Noch was vom Polkakeenich gehört?

  42. Anonymous on 18. Oktober 2011 at 07:17

    einfach köstlich

    So funktioniert Europa

    Drei Anstreicher – ein Albaner, ein Deutscher und ein Grieche kommen
    an den Himmel. Weil die Himmelspforte dringend einen neuen Anstrich
    benötigt, fragt Petrus die drei, was sie jeweils für eine Renovierung
    wollen.

    “400 € bar auf die Kralle, ohne Rechnung.” sagt der Albaner nach
    kurzer Begutachtung.

    Der Deutsche, schon etwas entrüstet über das unkorrekte Angebot des
    Albaners, will: “1000 Euro” und begründet: “Wegen der Sozialabgaben
    und der Steuern die ich abführen muss. Selbstverständlich mit
    ordentlicher Rechnung.”

    Darauf nimmt der Grieche Petrus auf die Seite und sagt leise: “Sag
    deinem Chef 3000 cash.”

    Petrus schluckt kurz und fragt ihn verwundert, wie er auf diesen
    himmelhohen Preis kommt. Darauf der Grieche: “1000 für dich, 1000 für
    mich, 600 für den Deutschen, damit der die Klappe hält und 400 bekommt
    der Albaner für die Arbeit.”

  43. seppy on 14. Oktober 2011 at 17:45

    Der fast gewordene ,,Kerweibu,,

    ,,Puwe was ham mer heit ,,?
    ,,Kerweih….!!!!!!!!,,
    ,,Un was noch,,?
    ,,Torscht…!!!!!!!,,

    Ja so war es in der Kerweihzeit….
    Man fing schon sehr früh mit den Vorbereitungen an.Die Oma wollte das ihr Enkel,Toni,auch mal mittmachen soll und begann mit den anderen Nachbarn ein Mädel zu suchen das noch kein Paar hatte.Es dauerte nicht lange und nach,,gründlichen,,recherchen,wurden die ,,Omis,,fündig.
    Es waren noch zwei Monate bis zur Feier,aber es wurde schon heftig,,dischkutiert ,,wer mit wem ein Paar wird.Manchmal klappte es mit der Paarzusammenstellung ,andersmal wiederum nicht und schon war der Klatsch geboren.Warum,weswegen,was ist passiert….?
    Der Kerweihstrauss wurde auch schon von den ,,Omis,, einem Paar zugesprochen,aber am schönsten war es wenn alles anders lief als angenommen…Erlebt hat man auch,das der Kerweihstrauss von einem Verwandten eines Paares aus Deutschland gewonnen hat.Das war ein Fest nachher…..

    Eines Abends als die ganze Familie am Tisch saß sagte die Oma:

    ,,Toni tes Johr machscht tu mit,un wirscht a Paar mit ter Anni,,
    Der Toni glaubte er höre nicht richtig,denn all das war nicht in seinem Sinne und seine Richtung, was feiern anbelangt ,auch nicht.Er war lieber als ,,Gast,,zugegen und schaute sich das Ganze von weitem an.Seine Musik war Beatles,Leed Zeppelin,Clearence Cleerwater Rivaivel,Deep Purples……..
    Er blieb bei seinem:,,Ihr spinnt wohl,,und alles einreden von der Familie half nichts.
    Er war so zu sagen der Aussenseiter.Alle aus der Familie haben in ihrer Zeit an dem so großen Fest der Schwaben teilgenommen.
    Der Uhrgroßvater spielte Akkordeon,der Opa auch und der Vater Zugposaune.Die Fotos die sie immer bei einer Gelegenheit rauskramten hatten alle einen vergilbten Tatch und schienen irgendwie von einer anderen Welt zu sein,hatte Toni den Eindruck.
    Ab und zu waren sie auch ,,Kerweihpuwe,,aber dann war Schluss und sie spielten nur noch in der Musikkapelle mit.
    Mit schwerem Herzen musste die Oma alles absagen und das blieb nicht ohne Folgen.Das Mädchen ,,schwärzte,,den Toni an wo sie nur konnte.Üble Nachreden machten die Runden unter den anderen Mädchen .Er wurde zum ,,Renegate,,für die Mädels im Dorf.Das ließ ihn aber kalt,denn die Stadt hat,,gerufen,,mit vielen Möglichkeiten,sich die Freizeit zu gestalten.U.a:Disco,Lira,Tehnometal,ab und zu Blanc,Kino,Sport,u.u.u.Alles nach seinem Geschmack.Was soll er da bereuen?

    Nach zwanzig Jahre Ehe hat ihm seine jetzige Frau das alles erzählt,denn die Anni war einmal ihre Klassenkollegin…..
    Als der Toni das hörte,stahl sich ein verträumtes Lächeln in sein Gesicht….

    Schlusswort

    Man muss nicht jedem Recht machen nur um zu gefallen….

  44. seppy on 14. Oktober 2011 at 17:44

    Manche können sich ,,waschen,,so viel sie wollen denn ,,stinken,,können sie noch immer.

  45. Anonymous on 12. Oktober 2011 at 10:13

    es ist wie’s ist.

  46. getkiss on 12. Oktober 2011 at 09:22

    …und das alles mit Trinkwasser, dass in den Kanal fließt, anstatt in die Sahara exportiert zu werden, wo es unbezahlbar ist….

    Ich bekomme 10% Provision für den Tipp!

  47. Anonymous on 11. Oktober 2011 at 22:43

    Na ja, wenn ich an den Pendler-Bus in meiner Studenten-Zeit denke, so wage ich es zu behaupten, dasss wir die Klamotten öfter wechseln, weniger Knoblauch essen und uns trotz allem Zahnärzte leisten können. ;-)
    Die Tatsache, dass die meisten Leute hier sogar geföhnt, frisiert und gesprayt ihren Hund ausführen, hat sicher auch abgefärbt. Man wäscht sich einfach mehr, manchmal übertrieben mehr.

    Durlacher

  48. seppy on 11. Oktober 2011 at 20:09

    Ja Durlacher,so ist es.Aber wenn wir ,,unten,,auf Besuch fahren sagen sie immer:Ihr riecht irgendwie anders….

  49. Anonymous on 11. Oktober 2011 at 19:58

    Ach Seppy, ich kann nichts Muribundes riechen, auch wenn es draußen danach aussieht.

    Aber ganz gut kann ich den Geruch wahrnehmen, der in deiner Geschichte aus den Koffern des Onkels steigt … wir sagten als Kinder, es riecht nach “Deutschland”.
    Ich glaube der Geruch hat sich auch hier in Deutschland verloren, weil die Wäsche nicht mehr mit der duftenden chemischen Keule gespült wird, zumindest nicht mehr mit der aggresiven Variante…

    Durlacher

  50. seppy on 11. Oktober 2011 at 16:44

    Der Geruch der Verwesung zieht über das Blog….Schade.

  51. getkiss on 9. Oktober 2011 at 18:44

    Na siehste…
    Die 9. Geschichte vom seppy ist eine Erzählung.
    Ziemlich klar, …und hält sich an den Titel….
    Es geht doch!
    Chapeau!

  52. seppy on 9. Oktober 2011 at 11:55

    9 Geschichte(Erzählung,was auch immer….)

    Der Besucher

    Es war im Jahr 1961.Spät in der Nacht hörte ich Stimmen in der Küche.Ich glaubte die Stimme unseres Nachbars zu hören und bekam einige Wortfetzen mit:Schnee,Auto,Pferd ,Seil….
    Ich wurde hellwach und bis ich mich anzog hörte ich meine Oma sagen:,,Wo denn?Das gibts doch nicht……Mein Sohn…..,,Als ich in die Küche kam,saß sie auf dem Stuhl und weinte.
    Vater,Mutter und der Nachbar standen am Tisch,also dachte ich mir.Was soll das alles…

    Meine Schwester,die auf einer Bank neben dem warmen Ofen saß ,klärte mich auf.,,Unser Onkel aus Deutschland ist gekommen und steckt auf der Strasse im Schnee fest,,.
    Ich nahm meinen Mantel und ging den Eltern nach…Mein Vater drehte sich um und meinte.,,Bleibt drinnen,wir kommen gleich…,,
    Aber ich und meine Schwester gingen weiter und sahen das Aoto ein paar Häuser weiter im hohen Schnee stecken.
    Der Nachbar kam mit seinem Pferd und zog das Auto mit einem Seil aus der Notlage raus.
    Wir als Kinder blieben abseits des Autos stehen und schauten neugierig auf den Mann der ausstieg.Viel sahen wir nicht denn es schneite noch immer was der Himmel abgab.

    Zu Hause in der warmen Stube angekommen,beäugten wir den ,,Fremdling,,aus der Nähe und sahen einen gut gekleideten Mann,so um die 35 Jahre alt.
    Es flossen Tränen und zwischendurch die Wörter meiner Oma.,,Das ich noch das erleben darf,,
    Tja ihr Sohn ist wieder ,,Daheim,,nach all den Jahren…..

    Aus dem Opel-Rekord wurden Koffer und Tüten ins Haus getragen und beim auspacken verbreitete sich ein noch nie gekannter Geruch in der Küche aus.
    Was alles zum vorschein kam,kann man sich jezt da wir hier sind gut vorstellen.
    Die Kinderaugen strahlten bei so vielen Sachen.Auser den Süssigkeiten folgten Kleider und Schuhe.
    Wir blieben lange wach und hörten ihm zu,als er von seiner Kriegszeit und Nachkriegszeit erzählte.Nach dem Krieg arbeitete er mit ungarischen Flüchtlinge in einer Großbäckerei,manchmal 14 Stunden lang.Das meiste Brot war für die Amerikanischen Soldaten bestimmt.Sein Magenleiden verschlimmerte sich und so wurde er in ein Amerikanisches Militärkrankenhaus eingeliefert und operiert.Da begegnete er einer österreichischen Krankenschwester und heirateten.Für ihn war damit seine Rückkehr ins Banat kein Thema mehr.Mit der Zeit machten sie sich selbsständig und bauten sich eine kleine Konditorei auf.

    Am nächsten Morgen musste er sich bei der Militz melden,und wurde darauf hingewiesen das er nicht über Nacht auf dem Dorf bleiben durfte sondern sich ein Zimmer im Hotel buchen musste.Er blieb eine Woche und man pendelte mal in die Stadt,mal er ins Dorf.
    In der Stadt wurde er zu der damaligen Miliz ,,gebeten,,und nach aller Kunst der Behörden ausgefragt.Was sich da alles abgespielt hat weis ich nicht,weil er nach einer Woche plötzlich abgereist ist,obwohl er uns versichert hat zwei Wochen zu bleiben.
    Bei den nächsten Besuchen wurde dieser ,,Trend,,aufgehoben und er durfte im Dorf bleiben.
    Jedes mal brachte er uns Fotos mit und wir bestaunten die schönen Landschaften und Städten.Als
    Kind stand für mich damals schon fest:

    Dort hin will ich auch einmal.

  53. seppy on 9. Oktober 2011 at 10:50

    Ariel am 9. Oktober 2011 um 10:10

    ,,Und zur Kritik : Seppy,Sie sollten nicht so überempfindlich sein. Wenn man veröffentlicht, muss man auch mit Kritik (aller Art) rechnen.
    Schreiben Sie ruhig weiter!,,

    Passt schon,kann damit leben.Habe schon schlimmere Sachen erlebt.

  54. Ariel on 9. Oktober 2011 at 10:10

    @ Seppy
    Ich betrachte Ihre Geschichten als “Streiflichter” aus einer vergangenen Zeit. Es sind kleine Erzählungen die manchmal mehr oder auch weniger gelungene Bilder vermitteln. Auch liefern Ihre Erinnerungen immer wieder gute Denkanstöße.
    Wie Sie selbst sagen, muß es doch nicht gleich LITERATUR sein, was man erzählt.
    Meine Meinung: Je mehr Sie ins Detail gehen und über Einzelheiten berichten (seien diese auch auf den ersten Blick unwichtig), desto aussagekräftiger werden Ihre Schilderungen.
    Deshalb sollte jeder, der gerne schreibt, dies tun. Es ist eine sinnvolle Beschäftigung, die Fakten festhält und so zu einer Dokumentation “unseres untergegangenen” Banats beiträgt.
    Und zur Kritik : Seppy,Sie sollten nicht so überempfindlich sein. Wenn man veröffentlicht, muss man auch mit Kritik (aller Art) rechnen.
    Schreiben Sie ruhig weiter!

  55. seppy on 9. Oktober 2011 at 09:31

    getkiss am 9. Oktober 2011 um 08:22

    ,,Die 8. Geschichte vom seppy ist eine Erzählung.
    Ziemlich wirr und durcheinander, will halt Literatur sein….und hält sich nicht an den Titel…,,

    Tja Kritik üben ist wohl zum Volkssport geworden hier….

    @gettkiss: Von ihnen kommt ja nichts.Ich bin kein,,Gschtudierter,,sondern ein einfacher Arbeiter.
    Un was ich schreibe bezeichne ich auch nicht als ,,Literatur,,sondern als einfache Geschichten aus meinem Leben mit darstellung der Lage im Banat zu meiner Zeit.
    Wem es nicht passt,nur weiterblättern oder besser schreiben.Ich lese gerne…

  56. getkiss on 9. Oktober 2011 at 08:22

    Die 8. Geschichte vom seppy ist eine Erzählung.
    Ziemlich wirr und durcheinander, will halt Literatur sein….und hält sich nicht an den Titel….

  57. seppy on 8. Oktober 2011 at 19:05

    8 Geschichte

    Weinlese im Dorf

    Als die Weinlese begann,war das für uns Kinder wie Ostern und Weihnachten an einem Tag.
    Wir liefen den voll beladenen Wagen ,mit Kisten voller Trauben nach.Ab und zu blieb der ,,Kutscher,,stehen und gab uns ein paar Trauben damit wir nicht von hinten auf den Wagen aufsteigen,denn gefährlich war es immerhin.
    Sie fuhren mit den Wagen in die,,C.A.P,,(LPG)wo im Hof eine große Presse stand in der sie die Trauben reinschütteten.Wir gingen auch des öfters hinein und bekamen von den Arbeiter jeweils eine Kanne Most.Schmeckte hervorragend,besser als zu Hause…die Trauben übrigens auch.
    Der Rumäne sagte:
    ,,Strugurii din gradina vecinului sunt mai bune,,
    Es ging alles ein paar Jahre gut,aber dann war es plötzlich aus mit dem,,verteilen,,.Man fing an mit der Peitsche nach den Kindern zu schlagen ,sobald sie sich dem Wagen näherten.
    Die Weinpresse wurde bewacht und keiner durfte mehr in den Hof.

    Bis so um die 1962 bekamen die Feldarbeiter Waagenweise an Produkte nach Hause geliefert um dann alles plötzlich einzustellen.Man bekam immer weniger so das es sich nicht mehr lohnte auf dem Feld zu arbeiten.Die Männer suchten sich Arbeit in der Stadt,die Frauen widmeten sich nur dem Hof zu.Es wurden Schweine zum verkauf gemästet,Tomaten,Blumenkohl,Kartoffel und Rüben angepflanzt.Viele hatten sich ein kleines Vermögen erwirtschaftet.
    Die enstandene Arbeiterlücke wurde von Leuten aus Oltenien geschlossen ,und später kamen die Saisonarbeiter aus der Moldau hinzu.
    Viele von ihnen blieben da und bauten sich Häuser ,auserhalb des ursprünglichen Dorfes,das nur durch eine Straße getrennt war.Eine Kirche wurde auch errichtet und das ,,Mixt-Dorf,,war entstanden.

    In den Schwäbischen Höfen ging alles gut zu,denn alle aus dem Haus packten mit an.Der Wohlstand verbesserte sich und das passte denen in Bukarest nicht,und heckten eine neue Methode aus ,wie sie die Dorfbewohner für ihre Zwecke ausnehmen könnten.

    Man führte die ,,Kartelle,,für Brot ein,man verpflichtete die Viehzüchter zum verkauf ihrer Tiere an den Staat,.zu Spottpreisen abzugeben.Öl wurde nur gegen ,,Naturalien,,verkauft u.u.u.
    Nach so vielen Schikanen,stellten viele die Viehzüchterrei ein,und taten es nur noch für den Eigenbedarf.
    Langsam ging alles Bergab und in der Stadt begann das ,,Schlangenstehen,,für die einfachsten Sachen.
    Glüch hatten diejenige deren Eltern noch auf dem Dorf lebten und an Wochenenden, gut bepackt, Lebensmittel in die Stadt brachten.

    Ab dem Jahr 1982 wurde die Situation immer kritischer in der Stadt.Es gab kein Strom,es gab kein Wasser und die Heitzung blieb aus.Bezahlt wurde trotzdem so als ob man alles verbraucht hätte.
    Mein rumänischer Nachbar sagte immer:
    ,,Ma-i da prost mai iesti.Daca nevasta mea ar fi fost in Germania raminea acolo si plecam si eu cu copii mai devreme sau mai tirziu,,

    Meine Familie ist in guten und in schlechten Zeiten zusammengeblieben und wir freuen uns gemeinsam den Schritt hierher gemacht zu haben.

    Schlusswort

    Wir haben unsere Heimat gefunden.

  58. Anneliese on 8. Oktober 2011 at 08:06

    @ Katharina
    “…Sie meinen die Zustände wohl, die nach Ihrer Ausreise herrschen?
    Ansonsten muß doch eine Verbindung da sein.
    Siehe Ihr Schreiben und Ihre Homepage.”

    Genau so sehe ich das! Ich stelle mal wieder fest, wie doch das geschriebene Wort verdreht werden kann. Meine Heimat Banat ist das Banat, so wie ich es in Erinnerung habe aus meiner Jugend und nicht wie ich es 1990 letztmalig gesehen und erlebt habe.

    @Eduard
    die Hauptsache ist, dass ich hinter meinen Gedichten stehe und nur das zählt. Ich danke Ihnen trotzdem, dass Sie sich damit beschäftigt haben.

  59. Eduard on 2. Oktober 2011 at 17:25

    Katharina hat es richtig erkannt und auch benannt:
    Anneliese “bindet nichts mehr ans Banat”, und doch spricht sie immer nur von Heimat, Banat und so weiter. Ihre Verse – wem sie gefallen, der mag sich daran ergötzen – sprechen eine deutliche Sprache.

  60. Katharina on 2. Oktober 2011 at 12:05

    @Anneliese
    “Ich fahre nicht mehr ins Banat, weil mich dahin nichts mehr verbindet.”

    Sie meinen die Zustände wohl, die nach Ihrer Ausreise herrschen?
    Ansonsten muß doch eine Verbindung da sein.
    Siehe Ihr Schreiben und Ihre Homepage.

  61. seppy on 1. Oktober 2011 at 20:11

    Es sind alles nur Geschichten nicht mehr und nicht weniger sonst streitet man noch über Karl May der niemals in Amerika war….

    Es gab viele Unterschiede von Dorf zu Dorf,was auch die Kulturellen Veranstaltungen prägten.
    In jeder meiner Geschichten steckt die Wahrheit im Detail.
    Das mit der Karin ist eine andere Geschichte….

  62. Katharina on 1. Oktober 2011 at 19:25

    Der erste Teil war ja ganz interessant. Leider bekam ich im zweiten Teil nicht die Antwort, die ich erwartet habe.
    Hat das Mädchen sich über seine neue Flamme geäussert und eine Entscheidung getroffen?

    Das mit der Hora kenne ich so nicht.
    Hora beim schwäbischen Ball und alle tanzen mit?
    Ich will aber nicht Spielverderberin sein und lasse das mal so stehen.

    Ich denke, jeder sollte hier seine Geschichten bringen dürfen, ohne dass man gleich mit dem Zeigefinger kommt.
    Das ist meine Meinung zur Toleranz, die im Umgang mit Anderen so wichtig ist.

  63. seppy on 1. Oktober 2011 at 19:09

    Hier gehts weiter….

    Im Dorfbar entschlossen sich ein paar rumänische Jugendliche,Mädchen und Jungs auch zum Schwabenball zu gehen.Gesagt und getan…

    Als sie zur Tür reinkamen,blickte man sie erstaunt an und wie durch ein Komando wurde ein drittel des Saales an der Tür,den rumänischen Jugendliche überlassen.Sie waren alle aus dem Dorf man kannte sich,so das es mit der Zeit zu einem ,,Mixt-Ball wurde.
    Man tanzte in seinem ,,Revier,,weiter wie selbstverständlich,und manch ein rumänischer Junge forderte eine Schwäbin zum tanzen auf.Es gab keine Streitigkeiten und die Kapelle spielte manchmal auch die rumänische Hora bei der die Schwaben auch mittanzten.
    Da viele in der Stadt zur Schule gingen fehlte beim Ball auch keine Discomusik…

    Des öfters nahmen nachher die rumänische Jugend am Ball teil..

    Schlusswort

    Musik ist für jedermann gemacht und kann Vorurteile bremsen.

  64. seppy on 1. Oktober 2011 at 18:17

    7 Geschichte

    Gemeinsamer Schwabenball

    Es war wieder so weit.Schwabenball war angesagt.
    Die Vobereitungen liefen auf Hochturen.
    Das neue Kleid war fertig und schon seit ein paar Tagen wurde es immer wieder anprobiert.Die Karin genoss es im Mittelpunkt zu stehen und nutze das mit ihrem zicken aus.
    Die Mutter zupfte hier und zog mal dort am Kleid mit kritischen Blicken.
    Der Opa saß an der Tür auf einem,,Schemmel,,und betrachtete seine ,,Leiwelsknepp,,die auf dem ,,Leiwel,,in etwa 2-3 centimeter voneinander entfern,, genäht waren,
    Tja dieses ,,Leiwel ,,hat schon sein Opa getragen und war DAS Kleidungsstück.
    Der Vater saß am Tisch mit einem Glas Wein vor sich, laß die Zeitung,und machte auf desinteresiert ,obwohl er alles mitbekam.
    Die Oma bügelt schon seit einer Weile an der Schürze und dem Kopftuch rum,mit einem verklärtem lächeln im Gesich.An was sie wohl dachte?
    Die Mutter zupfte weiter am Kleid herum und meinte zum Schluss.

    ,,Du kannst sagen was du willst,aber das ander ,blaue Kleid war schöner,,
    Schön war es für diejenige,die die Kleider von der Verwandschaft aus dem Ausland bekamen.

    Karin hatte noch etwas auf dem Herzen.Sie wollte mit dem Peter nicht mehr ausgehen,auf den ihre Familie fest bauten.Sie hatte in der Stadt einen neuen Freund und wartete auf die Gelegenheit ihnen das mitzuteilen.
    Aber jezt war Ball und man vergaß für ein paar Stunden den Alltag.

    Endlich geschaft .Die Familie war eingekleidet und wartete vor dem Tor auf den Vater,der noch im Stall nach dem Vieh sah.Auf dem Weg murrte er etwas ,aber keiner fragte danach denn der Ball war wichtiger .

    Im Saal herschte schon reges Treiben.Die Familien nahmen ihre Plätze am Rande des Saales ein und schauten interesiert in die Runde.
    Die Mädels versammelten sich im linken Eck des Saales und bestaunten ihre Kleider.Die ,,Buwe,,im rechten Teil sprachen über dies und jenes ,mit einem Blick auf die Mädels.

    Die Musikkapelle nahm ihren Platz ein und nach einer kurzen Begrüßung spielte sie das erste Lied.Ungeduldig gingen die ,,Buwe,,auf die Mädels zu und der Tanz wurde eingeleitet.
    Tango,langsamer Walzer,Walzer….Nach einer Zeit fing es an:Polka.Es wurde gezeppelt was das Zeug hält.Nach einer Runde waren die Hemden der Jungs durchnässt vom Schweiß.In der Pause ging man nach drausen um sich ein wenig abzukühlen was in der Heide nicht so einfach war bei solchen Temperaturen Tagsüber.Die ,,Gelsen,,liesen einen auch nicht in ruhe.Glück hatte der der rauchte und sie ein wenig sie für eine Weile vertrieb.

    Die Pause war vorbei und es ging weiter,Damenwahl…..Jezt schaute man gespannt auf die Töchter.Zu wem geht sie…Manche wussten es von vorhinein,aber Überraschungen gab es schon,manche aus trotz heraus.

  65. Anneliese on 30. September 2011 at 17:05

    @ seppy
    Dankscheen

    @ Katharina
    Sie haben recht, ein jeder muss das mit sich selber ausmachen und Friede mit seiner Seele haben. Ich habe mich von dem Fleckchen Erde (Banat) losgelöst, was nicht heißt, dass ich meine Wurzeln verleugne. Ich habe für mich eine “Entscheidung” getroffen und lebe gut damit. Es war ein Abschnitt in meinem Leben, für den ich sehr dankbar bin, dass ich ihn so erleben durfte. Ich habe vielleicht auch noch die Unbeschwertheit mitgenommen, nachdem ich ja schon mit 20 Jahren ausgewandert bin. Diese Zeit hat aber gereicht, um mein ganzes Leben zu prägen. Ich fahre nicht mehr ins Banat, weil mich dahin nichts mehr verbindet. Im Erinnerung an meine letze Reise 1990 in meine alte Heimat habe ich das Gedicht: “Himml ohne Stern” geschrieben.

    http://www.schwowekind.de/mei-gedichte/himml-ohne-stern/

    Meine Gedichte sind der Spiegel meiner Seele und Gedanken.
    Ein jeder von uns MUSS ja einen Weg finden mit dem er am Besten leben kann. Ich habe es oft erlebt, dass gerade ältere Generationen vor lauter Heimweh krank wurden und auch hier in Deutschland nicht mehr lange gelebt haben. Das nenne ich “entwurzeln”. Für die alten Schwaben war das schon heftig sich hier in Deutschland zurecht zu finden. Die jüngere Generation hat da sicher nicht so große Probleme gehabt, denn sie mussten sich ja neu orientieren und auf die Zukunft schauen.
    Wie Sie sagen liebe Katharina, sie sind ein Pusztakind. Ich bin und bleibe auch ein Pusztakind! Mit den Alpen hier in Oberbayern habe ich mich bis heute nicht angefreundet. Wenn ich nach Kroatien (landesinnere) in Urlaub fahre, dann genieße ich das ohne Ende. Ich habe in einem kleinen Dorf in Baranja meine 3. Heimat gefunden. Ich liebe Land und Leute, weil es mich in die Zeit im Banat zurückversetzt. Genauso habe ich das in Erinnerung….

  66. seppy on 30. September 2011 at 16:36

    @Aneliese(Gedicht)

    SO IS ES.

  67. Katharina on 30. September 2011 at 13:27

    @Anneliese

    Ich finde Ihr Schreiben sicher interessant.
    Und akzeptiere auch Ihre Meinung zu Heimat.
    Der Unterschied ist, dass für mich Heimat nicht der Ort ist, wo ich mich gerade aufhalte, lebe und vielleicht augenblicklich auch zufrieden bin.
    Heimat ist und bleibt diese Banater Weite für mich.
    Sie aber haben in Bayern diese Heimat gefunden.
    Dagegen will ich auch nicht Einspruch erheben.
    Menschen sind verschieden und seine Meinung frei äussern zu können, finde ich, sollte man auch gebührend schätzen.
    Das ist, was mich hier in Deutschland auch hält.
    Deutschland als das Land, wo man gerne wohnt und arbeitet, sein jetziges Leben lebt.
    Doch da sind fast vier Jahrzehnte mit Wurzeln in dieser Puszta…
    Dieses Gefühl beherrscht mich noch immer so, dass ich Heimat dort sah und nirgendwo sonst. Dort oder nirgendwo.

  68. Anneliese on 29. September 2011 at 19:19

    Mei Gedanke iwwer die Heimat han ich in me Gedicht niedergschrieb un ich han mer des im wahrste Sinn vun de Seel gschrieb, so wie ich (endlich) die Heimat siehn.

    http://www.schwowekind.de/mei-gedichte/wo-is-mei-heimat/

    Tät mich freie, wann´s eich gfallt.

  69. Katharina on 29. September 2011 at 16:34

    das man mit sich trägt…

    Bitte mir meine Fehler zu entschuldigen!

  70. Katharina on 29. September 2011 at 16:32

    @Anneliese
    Allen unseren Geschichten von drüben haftet das “es war einmal” an.
    Was ist Heimat überhaupt?
    Ich sage, es ist ein Gefühl, dass man mit sich trägt bis zum Tod.
    Das Gefühl etwas gehabt zu haben oder noch zu haben, das einem Geborgenheit bot/bietet.
    Oft ist der Gedanke an Heimat mit Kindheit und Jugend verbunden.
    Ich denke, jeder sieht und fühlt das anders. Deshalb könnte man endlose Diskussionen führen.
    Ich denke, Familie kann auch Heimat sein.
    Hängt davon ab, was einem die eigene Familie bedeutet.

  71. Katharina on 29. September 2011 at 16:10

    Die Frage von Holger bei den Sibis finde ich berechtigt.
    Die Auswanderung war für den Einzelnen wohl richtig.
    Doch die Gemeinschaft hat sich so ihr eigenes Todesurteil gefällt.
    Man ist bestrebt Einiges aufrecht zu erhalten.
    Sehr lange wird es nicht mehr dauern, dann wenn die Generation unserer Enkeln erwachsen wird und andere Prioritäten setzt. Die Heimat Siebenbürgen oder Banat ist für sie Ausland.
    Der Erhalt der Steine, der uns und vielleicht noch unseren Kinder wichtig ist, wird in den Augen der Enkeln wahrscheinlich nebensächlich.
    Wer kann das aber mit Bestimmtheit sagen?
    Wer weiß heute, wie das heutige Europa sich nach Jahrzehnten entwickelt?
    Wunder gibt es immer mal.
    Es fällt uns Geschundenen nur schwer daran zu glauben.
    Unsere Großeltern noch haben das Ende unserer sächsischen oder schwäbischen Gesellschaft auch nicht geträumt.

    Die Riesensummen, die der deutsche Staat nach Rumänien schickt, könnten wohl besser für die einheimischen Schulen verwendet werden.
    Rumänien kam früher für seine deutsche Schulklassen doch auch auf.
    Wenn Rumänien es jetzt nicht mehr will oder kann, dann leiden weniger deutsche Kinder darunter, weil es die kaum noch gibt. Es sind dann die Rumänen selbst, die um eine Alternative zum Rumänischunterricht ärmer werden.
    Ein moderner Staat sollte schon wissen, was seine Leute wollen/brauchen. Und es ihnen nach Möglichkeit auch bieten.
    Warum Deutschland sich zuständig für Alles ausserhalb seines Territoriums sieht, frage ich mich schon.

  72. Anneliese on 29. September 2011 at 15:59

    Unsere Geschichten müssten alle so anfangen:

    … es war einmal! Ich lese immer wieder Ingemars Geschichte und frage mich auch, was wir alles verloren haben, als wie das Banat (aus welchen Gründen auch immer) verlassen haben. Es sind nicht die materiellen Güter an denen wir hängen (ich zumindest nicht, obwohl wir dafür auch noch eine Schenkungsurkunde unterschrieben haben). Mit meiner Familie habe ich meine Heimat mitgenommen. Mit meiner Mama spreche ich schwowisch und wir reden oft von den alten Zeiten. Sie erzählt so gerne aus ihrer Jugend im Banat. Erst jetzt fange ich an darüber nachzugrübeln, wie es wohl ist, wenn das nicht mehr habe! Wichtig ist aber auch, dass niemand aus meiner Familie die Ausreise jeh in Zweifel gestellt hat. Mein Vater hätte Jahre vorher die Gelegenheit nach Deutschland zu gehen, hat es aber nicht getan nach dem Motto: … nicht ohne meine Familie!” Die Familie war ein wichtiger Entscheidungspunkt. Viele der älteren Generation sind ja im Banat geblieben und die Kinder sind nach Deutschland. Sie hatten sicherlich eine nähere Bindung an die alte Heimat als ich. Für mich wäre es unvorstellbar gewesen, auszuwandern und meine Eltern im Banat zurück zu lassen.

  73. Anonymous on 29. September 2011 at 14:01

    Die Frage(n) wie wir umgehen mit der (verbrannten) Geschichte beschäftigt nach wie vor die Gemüter. Hier meine Stellungnahme zu einem Kommentar im Forum der Siebenbürger.de:

    “Ich frage mich schon auch manchmal, wie lange sich unsere ausgewanderten Landsleute als Siebenbürger Sachsen fühlen, bekennen und auch betätigen werden.”
    ———————————————
    Ja, wenn das nur manchmal wäre, könnte man es verstehen.
    Sie fragen aber ziemlich oft. Entweder ob die sich im “Ausland” wohl fühlen, andermal ob Sie sich noch zu ihrem Siebenbürgen bekennen, andermal wie sie sich betätigen/betätigen werden.
    —————————————–

    “Eine rhetorische Frage? Diskussionsanzätze dazu hat es auf diesem Forum ja schon gegeben.”
    ————————————————

    Stimmt. Sie haben sich zu diesen Fragen meistens auch skeptisch geäußert, manchmal zu recht.

    1. Die Sache steht doch so, wenn Jemand von Rumänien/Siebenbürgen oder von woanders auswandert, dann hat der Betreffende erstmal angenommen ernste Gründe. Niemand zieht grundlos irgendwohin um, nicht einmal in die Nachbarstadt seines Landes, seien es wirtschaftliche, freundschaftliche, verwanschaftliche oder andere Gründe, meinetwegen auch die Zugehörigkeit zur “Masse”.

    2. Ebenso entscheidet jeder einzelne/ jede Familie für sich selbst, welche Gründe er/sie hat, an dem Geburtsort oder -Land zu bleiben, unabhängig von den nicht vorauszusehenden Folgen.

    3. Nun kann es aber auch so sein das jeder einzelne/Familie/Gruppe später zu dem Schluss kommen kann, die vorherige Entscheidung des Auswanderns oder bleibens wäre richtig oder falsch gewesen und dem entsprechend nach einigen Jahren handeln/t.

    4. Wenn eine große Bevölkerungsgruppe mehr oder weniger geschlossen ihr Geburtsort/-Land verlässt, bleiben selbstverständlich Spuren ihres Jahrhundertealten Wirkens zurück, bei einigen, wie den “Schwaben”, historisch gesehen wenigere, bei den SB Sachsen mehrere. Abhängig von dem “dort sein” sind diese Spuren verschiedenaretig. Selbstverständlich finden sich bei den banater Schwaben keine “Wehrburgen”, diese waren seit deren Ansiedlung nicht mehr zeitgemäß. Es gibt bei uns andere “Spuren”, wirtschaftlicher/Geist(lich)iger, kultureller Natur als bei den SBS, die im Heimatland andere Wurzeln dieser Natur haben.

    5. Nunn kommt man zu der Frage der “Betätigung”.
    Im Lande Rumänien befinden sich noch Spuren, sowohl der ehemaligen “deutschen Stämme”, als auch deren ehemaligen Wirkens.
    Was die Erhaltung dieser “Stämme” betrifft, ist die Situation traurig bis hoffnungslos. Im Lande befinden sich vorwiegend alte Leute, die bekommen keinen Nachwuchs. Die wenigen Jungen die verblieben finden entweder keine Partner der selben Volksgruppe, oder bilden gemischte Familie und haben das Problem in welcher Sprache Sie die paar Kinder erziehen. Ob die Variante, die Kinder in eine von Deutschland gesponserte “deutsche” Schule zu schicken Lebensfähig ist muss mann stellen, denn angesichts des Sparzwangs der deutschen Regierung werden womöglich die Mittel zurückgefahren, siehe den Fall des deutschen Konsulats in Temeswar. In diesen Schulen ist die “Pausensprache” schon lange nicht mehr deutsch, sie werden von Bürgern rumänischer Nationalität aus anderen Gründen benutzt. Also wird sich früher oder später die politische Frage stellen, wieso finanziert sowas nicht die einheimische Bevölkerung, bzw. Regierung.
    Die wirtschaftliche Außsichten im Ursprungsland sind eingetrübt. Die verloren gegangene Güter kann man realistisch gesehen vergessen.

    6. Also stellt sich die Frage: Wozu soll man sich engagieren? Die Marienburg haben schon unsere Ahnen nicht erhalten. Was soll mit den Kirchenburgen nach deren Restaurierung geschehen? Für wen, für was restaurieren?
    Für die touristische Nutzung Rumäniens?
    Nach dem, was die rumäniesche Regierungen des letzten Jahrhunderts uns angetan, ja noch immer antun?

    Ich spende noch immer gerne für die Erhaltung der Kirche wo ich getauft, für den Friedhof wo Ahnen liegen. Mein Elternhaus gehört der Familie längst nicht mehr, die verstaatlichten Güter sind Futsch. Persönlich habe ich keine Gründe zur Rückkehr, allein die Zeit seit ich in Bayern lebe ist länger als die 15 Jahre in Kronstadt.

    Doch unsere Enkelkinder werden diese Fragen womöglich anders beurteilen und sagen: “Was gehen mich die rumänische Probleme an, ich habe Selbsterhaltungsprobleme da wo ich lebe, Freunde und Familie habe?”
    Und so gerne ich beim letzten Besuch auch in verfallende Türme sächsischer Kirchenburgen stieg, es tut mir Leid für den Verfall, aber auch ich habe seriösere Lebens-Probleme…
    Die “alten Steine” sind mir wurscht, ich bitte um Entschuldigung für dieses Gefühl….

    getkiss

  74. Katharina on 28. September 2011 at 18:02

    Gottes Strafe, würde ein Gläubiger sagen.
    Gott straft nicht gleich, aber wenn er straft…pflegte man bei uns zu sagen.
    Atheisten hätten da eine andere Erklärung…

  75. seppy on 28. September 2011 at 17:39

    Der Hund

    Wie in jedem Haus im Dorf,hatte auch der kleine Jakob eine Katze und einen Hund.Der Hund war schon zu alt um mit dem Energiebündel Jakob herumzutollen.
    Ein Tag vor seinem Tod benahm er sich sehr merkwürdig.
    Er ging von einem zum anderen ,legte seine Schnauze in dessen Schoß und schaute ihn traurig an.
    Die Oma meinte:
    ,,Ich weiß nicht,aber ich glaube der machts nicht mehr lange,,
    So war es auch.Am Morgen danach fand man ihn tod vor der Tür.
    Der Jakob war gerade mal fünf und der tod des Hundes hat ihn nicht so sehr getroffen.

    Der Vater kam eines Abends nach Hause,hatte ein Bündel auf dem Arm und fragte den kleinen Jakob:
    ,,Rate mal was ich hier habe,,?
    ,,Ein Auto,,erwiederte Jakob und seine Augen glänzten vor Begeisterung weil er sich so sehr ein Spielzeugauto wünschte.
    Sein Vater lachte und öffnete das Bündel.Ein kleiner Welpe mit schwarzem Fell kam zum vorschein.Es war ein Mischlingshund,sah man später, den man praktisch keiner Rasse zuordnen konnte.Er hatte einen weisen Fleck am linken Auge und an der Spitze des Ohres.
    Jakob hat das Auto vergessen und widmete sich jauchzend dem kleinen Tier zu.Es war liebe auf den ersten Blick.
    Die beiden verbrachten viel Zeit miteinnander und wurden gute ,,Freunde,,.
    Beide wuchsen heran und in Gegenwart des Hundes konnte keiner den Jakob anfassen um nicht gleich angeknurrt zu werden,darum lies man es auch sein.
    Die Jahre verstrichen und aus Jakob ist ein statlicher Junge geworden.
    Eines Abends saß Jakob mit der Mutter und der Oma vor dem Haus auf der Bank und warteten auf den Vater der immer mit der ganzen Familie das Abendmahl einnehmen wollte.
    Jakob vermisste den Hund den er schon mehrere Stunden nicht gesehen hatte und blickte mit einem Beklemmendem gefühl in die Gegend.
    Von weitem sah er seinen Vater kommen und es fiel ihm auf ,das er wieder neben dem Fahrrad dahinschlenderte.Eine Panne am Fahrrad war nichts neues,aber er sah auf dem Gepäckträger den leblosen Körper des Hundes.Er rannte mit Tränen in den Augen seinem Vater entgegen und blieb vor entsetzen stehen.Das Fell des Hundes war Blutüberströmt.

    Was war passiert?Der Hund wurde schon lange vom Nachbarn,der Jäger war, verfolgt und bei einer Gelegenheit erschossen.
    Klagen konnte man nicht denn man hat ,,freilaufende,,Hunde zum erschießen freigegeben.

    Alles schön und gut aber bei den Begegnungen mit dem Nachbar sah er immer in ein grinsendes Gesicht.

    Nach vielen Jahren fragte er seine Verwandte im Dorf,wo den sein gewesener Nachbar sei?
    Der?Weist du, vor ein paar Jahren ist er in ein Oelbazin gestürzt und man fand ihn am Abend tot darin liegen.
    Jakob hatte keine Genugtuung denn so ein Ende hat er ihm wirklich nicht gewünscht.

    Schlusswort:
    ,,Treue erarbeitet man sich durch Treue,wenns auch nur ein Hund ist,,

    P.S.
    Nein es ist nicht DER Jakob!

  76. Ariel on 28. September 2011 at 08:14

    Natürlich sind Lenau- und Bela-Bartok-Gymnasium zwei grundverschiedene Schulen.
    Das Bartok-Gymnasium ist eine Nationalitätenschule (wie das Lenaugymnasium sie mal war) und das “Lenau” des Jahres 2011 ist quasi eine deutsche Auslandsschule.
    Das heutige “Lenau” ist das logische Ergebnis einer Entwicklung:
    1. deutsche Schule (für die deutsche Minderheit; damals hat man im Schulhof noch Deutsch und auch “Temeswarerisch” gesprochen – 2. deutsche Schule mit immer mehr nichtdeutschen Kindern (wegen den erhofften Aufstiegschancen; damals wurde in der Pause noch Deutsch und auch bereits “Lenaudeutsch” * gesprochen) 3. Schule mit immer weniger deutschen Schülern, mit Kindern aus Mischehen, Söhne und Töchter der “besseren rumänischen Gesellschaft” und auf die Auswanderung Wartende (Pausensprache Lenaudeutsch und rumänisch) – 4. Schule mit fast nur noch Nichtdeutschen Kindern (Pausensprache: Rumänisch).
    Es ist doch unvorstellbar, dass Rumänen oder andere Nationalitäten sich ins Bartok-Gymnasium drängen. Deshalb wird es auch nicht so schwer sein, dort auf die ungarische Herkunft der Schüler zu sorgen.

    * Unter Lenaudeutsch meinte ich das deutsch-rumänische Kauderwelsch, das sich in den 1980 Jahre immer mehr breit gemacht hat.

  77. Anonymous on 28. September 2011 at 06:13

    Ja mei, Durlacher, mit meinem alten Notebook ist´s das selbe.
    Irgendwann wollte er nicht mehr hochlaufen, fand angeblich sein Windows nicht mehr. Ich dachte, jetzt is er hin. Die Werkstatt meinte, eine Reparatur würde ca. 70% von dem Wert eines neuen kosten. Da ich aus anderen Gründen preiswert einen neuen schon hatte, landete “der Alte” in der Ecke.
    Nun aus dem Urlaub mit frischen Kräften zurück, wollte ich ihn mit der Rettungsdiskette beglücken.
    Ging nicht. Das Ding lief alleine hoch…..
    Fazit:
    Alte Leute und alte Rechner brauchen öfters etwas Ruhe, dann geht´s schon wieder….

    Und da ich heute mal ausnahmsweise ausgeschlafen bin, wünsche ich Allen hier das selbe.

    getkiss

  78. Durlacher on 27. September 2011 at 21:31

    Ja mei, getkiss, ich komme halt selten an meinen schrott-pc, der so gerne abs(k)ackt und auf dem ich bald nix mehr arbeiten kann.
    So verwende ich also einen, der nicht mir gehört und bei dem ich als “anonymus” auftauche, aber ich unterschreibe immer. :-) :-)
    eine geruhsame nacht.

  79. Anonymous on 27. September 2011 at 20:56

    Der Anonymous vorhin war ich und bitte um Entschuldigung für eventuelle Tippfehler
    getkiss

  80. Anonymous on 27. September 2011 at 20:55

    @Ebner:”Machen wir uns doch nichts vor.
    Fast alle hier sind als Anonyme im Blog unterwegs.
    Es ist doch unwichtig, ob ich Hans, Peter oder Udo heiße.
    …..Natürlich sollten wir hier im Blog, damit die Diskussionen übersichtlich werden und man dem einen oder anderen Gesprächspartner antworten kann, nicht immer “ANONYMOUS” verwenden.”
    Ja der Herr Ebner weiss was er will.
    Wir sind alle Anonymen, auch wenn wir mit Hans unterschreiben.
    Gar nicht so falsch. Ich kann ja nicht kontrollieren ob Herr Ebner auch so heisst.
    Und dann, aus diesem Gedankengang heraus, sagt er, wir sollten trotzdem einen Namen annehmen, damit man uns unterscheiden kann. Also etwa so wie es der?/die? Durlacher/In macht: Der Beitrag ist überschrieben mit Anonymous und unterschrieben mit Durlacher. Hervorragende Idee, den/die Ebner/In antizipierend.
    Drum habe ich entschieden ich mache es, wenigstens gewise Zeit auch so….

  81. Ebner on 27. September 2011 at 07:11

    Machen wir uns doch nichts vor.
    Fast alle hier sind als Anonyme im Blog unterwegs.
    Es ist doch unwichtig, ob ich Hans, Peter oder Udo heiße.
    Wichtig ist doch WAS wir schreiben und nicht WER es tut.
    Natürlich ist man nie 100 prozentig anonym, auch nicht hier im Blog. Wenn jemand gegen Gesetze verstößt oder gar Straftaten begeht, dann gibt es schon Möglichkeiten, den anonymen Schleier aufzudecken. Und das ist ja richtig so.
    Natürlich sollten wir hier im Blog, damit die Diskussionen übersichtlich werden und man dem einen oder anderen Gesprächspartner antworten kann, nicht immer “ANONYMOUS” verwenden. Deshalb auch meine Bitte ab alle:
    Legt Euch einen Namen zurecht und schreibt munter weiter. Mehr braucht es nicht. Und so, glaube ich, sieht es auch Ingemar.
    Anonyme beschimmpfen, wie es hier gestern getan wurde, sollte man lassen.

  82. Anonymous on 27. September 2011 at 05:59

    es ist eine Einstellungssache, mit Anonymus oder Name. Die einen die das Internet als grenzenlos frei sehen, auch die Freiheit anonym zu schreiben, die anderen, die eben nicht dieser Meinung sind oder einfach der Meinung sind, dass das Internet teil des bürgerlichen Lebens ist. Und im bürgerlichen Leben hat jeder auch einen bestimmten Namen. Wer hat also Recht? Auch bei Anonymus wird ingemar einschreiten, wenn eine rote Linie überschritten wird. Ingemar macht es schon richtig.

  83. Anneliese on 26. September 2011 at 22:26

    ja geht´s noch besser????
    Jetz sin nur noch Anonymouse im Banatblog unnerwegs.

    Gut Nacht!

  84. Anonymous on 26. September 2011 at 21:58

    @ Anneliese
    Normalerweise schreibe ich unter einem gewissen Namen, doch diesmal ganz bewusst als “Anonymous”, sozusagen aus Solidarität mit dem anonymen Schreiber, den Anneliese buchstäblich beleidigt hat mit der Behauptung :
    “Im Banat hat´s a welch gewe, die was ganz anonym vill Unheil angericht han. Un als solcher stuf ich dich mol in!”
    Eine Entschuldigung wäre fällig Frau Z.!

  85. Anonymous on 26. September 2011 at 18:42

    als Anonymus danke an Ingemar für seine Toleranz!

  86. Anonymous on 26. September 2011 at 17:16

    @ Anneliese
    Von wegen “anonym”:
    Wenn die in von hunert Regle gelenkte Diskussion in Deinen Forum de Leit gfallt (un besonders Dir!) so ist des Dei Sach.
    Sei awerr so gut und mach do im Blog kee “aluzii” an die Zeit im Kommunismus. Dei Werter: “Im Banat hat´s a welch gewe, die was ganz anonym vill Unheil angericht han. Un als solcher stuf ich dich mol in!”
    So eine Bemerkung find ich total daneben! Los de Leit ihre Freiheit, und net verdächtige sie pauschal. Kannscht vum Ingemar schun noch etwas lerne, besonders, wann es um eine freie Meinungsäußerung geht.
    Un noch etwas: Anonym kann man auch gutes tun.

  87. Anneliese on 26. September 2011 at 12:31

    @ Anonymous
    na endlich spreche mer fast die gleich Sproch.
    For Dei Lob iwwer mei Gedicht dank ich der scheen.

    Jo, so mach ich des halt in mein´m Forum un es passt alles gut. Beim Ingemar ist des schon in Ordnung un…. so anonym wie manche glaube is des net im Internet. Jeder hinnerlosst Spure, un kann zu jederzeit identifiziert werde. … des awwer noch am Rande….

    scheeni Zeit winsch ich noch

  88. Anonymous on 26. September 2011 at 12:25

    zu Ingemars Geschichte. Sie ist gut und hintersinnig. Besonders der Schluss “Ein Funke war es, der aufs Haus übersprang und auch dieses anzündete. Löschen wollte es niemand. Denn Häuser gab es genug. Es hatte ja keinen Wert …

    Und das Haus brannte!

    Der Abschied wurde bis zum nächsten Morgen gefeiert. Als die Sonne bereits aufging, und die letzten Flammen erloschen waren verabschiedete man sich ein letztes Mal. Die Zurückgebliebenen verabschiedeten sich von den Davonreisenden und gingen wieder zurück in ihr Leben. Und die Abfahrenden verabschiedeten sich mitleidig von den Zurückgelassenen.

    Auf dem Weg zum Auto drehte sich der kleine Sohn der Familie noch einmal um und betrachtete fragend die verbrannten Überreste: „Papa. Wenn wir ankommen. Woher wissen wir eigentlich noch wer wir sind, wenn wir hier alles verbrannt haben?“

  89. Anonymous on 26. September 2011 at 12:16

    des isch awrr a scheenes Gedicht: http://www.schwowekind.de/mei-gedichte/de-wech-ins-nix/ mir gfallz ehrlich. och wann ich mich do getroffe fíil. Ich tät jou geere saan, was ich meecht, nar dann fiile sich annere getroff und die Kumedi fangt wiedrum oan. Es Gedicht vum Schwowekind isch mer zu Herze gang.

  90. Anonymous on 26. September 2011 at 11:37

    @ Anneliese,

    nor scheen staat. Du kannst in deim Forum mache was willscht, kannscht der alle perseenliche Daten vun de Diskutande gen losse.
    In diesem Forum (Ingemar sei gedankt !!!) geht es liberaler zu. Un des is gut so!!!
    Nor net klei mit’m “Judas” komme. Bleib uf deim Teppich!!!!

  91. Anneliese on 26. September 2011 at 08:37
  92. Anneliese on 26. September 2011 at 08:33

    @ Anonymaus :-)
    Frotzle is eines und Spott is was anres! Außerdem, solche Bewegunge wie Du do machst, die han ich noch ganz schmerzvoll in Erinnerung. Im Banat hat´s a welch gewe, die was ganz anonym vill Unheil angericht han. Un als solcher stuf ich dich mol in!

  93. Anonymous on 25. September 2011 at 19:55

    sehr scheen gschrief. Dankscheen mit em Lied von de Sanktannaer Singmädle: Stimmt an mit vollen Chören (Hl. Mutter Anna)

    http://www.youtube.com/watch?v=g_j5tms25hw

  94. Anneliese on 25. September 2011 at 19:12

    @Seppy
    Is doch echt wie verhext im Moment! Aus welchem Grund fiehlst Du dich jetz vun mir angegriff Seppy? Des wor wedder mei Absicht, noch han ich des gemach. Ich lese jo laufend mit und denk mer meines. Mich hat des zum Kommentar veranlaßt, weil sich a Anonymus gfun hat, links iwwer mich inzustelle. Un mei Meinung iwwer die Kerweih hat mit Dir gar nix zu tun.
    Unnerstell mer a bittscheen net, dass ich uffg´hetzt wor sin, weil mit mir kennt mer sowas net mache un ich wißt a net wer des sin soll. Ich han schon mei eigene Meinung.

    Ich zähl mich sehr wohl noch zu der Erlebnisgeneration Seppy, ich sin mit 20 Johr vum Banat weg un des hat mei ganzes Lewe geprägt. Ich han a nie gsagt, dass ich die letzt Generation Schwowe sin, awwer ich g´her sehr wohl zu dene, die was verzähle kenne wie des im Banat wor, weil ich des selwer erlebt han.

    Ich mecht a net weider Tüpfelscheißerei betreiwe, loss mer so stehn wie´s steht.

    Nix for ungut!

  95. seppy on 25. September 2011 at 18:43

    Frage an Ingemar,

    Wenn ihnen meine Geschichten auch Schwabenfeindlich vorkommen nur sagen,ich werde sie dann einstellen.

  96. seppy on 25. September 2011 at 14:20

    @Aneliese….Schau mal wenn du ehrlich urteilen willst auf ,,Der Ton macht die Musik,,

  97. seppy on 25. September 2011 at 14:09

    @Aneliese…tu haschts nötich.Les mol alles bevor tu was sascht,gell?A gfundenes Fresse vor tich,warum weis ich nit.Haben wir uns gschtritte oder hat tir jemand was ins Ohr gflüstert?
    Tu warscht mit Sicherheit nit tie letschti Generation Schwaben wenn tu schun mit sechzehn augewandert pischt…
    Was soll tes jezt?Wann han ich tich beleidigt?

  98. Anneliese on 25. September 2011 at 13:55

    … mir solle net vergesse, dass mir die letzt ERLEBNISGENERATION vun de Banater Schwowe sin! Darum sollte des was mir schreiwe, a bei de Wohrheet bleiwe. Die Generatione nach uns, kenne net meh mache, wie uns zietiere…

    Kerweih wor a bei uns a langersehtes Fest (wor jo sunst des ganze Johr wenich los)! Es wor awwer mit Sicherheet ke Sauffest. Mir han doch im Banat so gude Raki gebrennt, de han mer jo net weggschittt :-) De beste Raki un Wein is for die Kerweih uffg´hob wor, wei de wor halt des scheenste Fest im Johr. So mecht ich gere die Kerweih beschreiwe….

    Ich dank dem Anonymus sehr, dass er de Link iwwer mei Disput ingstellt hat! Des is mit Sicherheet ke gudes Beispiel, is awwer a kee abschreckendes Beispiel iwwer die Schwowe. Wann mer a Forum betreibt kommt sowas schon mol vor un es is a net immer leiht. Ich denk mol dass de Ingemar a zamzuckt wann er do leest wie sich die Leit mit Blödmann un Idiot beschimpfe. Des sin alles Sache, die was die Welt net braucht un mir Schwowe schon gar net.

    Ich han vill dezugelernt (des hat jetzt a nix direktes mit de Schwowe zu tun)…. des gschriebne Wort pickt fest un is im nachhinein nimmer zu änre!
    Drum soll mer sich schon iwwerlege was mer schreibt un vor allem wie mehr sich wehrt. Beleidigunge helfe keem weider, im Gegenteil… sie finne noch Sympatisante (so wie de Anonymus :-) , for die des a noch a gfunnes Fresse is.

    Nix for ungut

  99. seppy on 25. September 2011 at 10:35

    Anonymous am 25. September 2011 um 10:13

    ich als Kerweih-Tourist habe nie auf Kerweihs Saufgelage mitbekommen. Auch habe ich in der Früh, als ich vom Tanz zum ersten Zug ging auch nie angekotzte und urinierte Kerweihburschen oder Leute von der Kerweihgesellschaft gesehen. Meine Erfahrungen…

    Ich wüsste nicht das ich das von der Kerweih geschrieben hätte,oder?Schön für sie das sie solche gute Erfahrungen gemacht haben.Also war nicht,, alles schlecht,,und die ,,Ausrutscher,,waren die Einzelfälle.Ist doch gut,oder?Schreiben sie doch etwas darüber vieleicht interesiert es den einen oder anderen.Ich lese gerne.

    Meine Erfahrung mit der Kerweih kommt demnnächst.

  100. Ebner on 25. September 2011 at 10:14

    So is es! Es is schon allerhand passiert. Un des misse MER (wir) verzähle. Un am beschte mer, die was es erlebt han, bevor anri kumme un uns Märche uftische. Die ersche Versuche han mer jo schun als Roman erlebt (siehe Florescu). Nor so nebenbei: In dem Buch war auch so manches richtig un gut, awer….
    Die letzte Geschichte von Seppy, die iwer die Oma un ere drei Enkelcher ist aa gut. Schreib weider Seppy!

  101. Anonymous on 25. September 2011 at 10:13

    ich als Kerweih-Tourist habe nie auf Kerweihs Saufgelage mitbekommen. Auch habe ich in der Früh, als ich vom Tanz zum ersten Zug ging auch nie angekotzte und urinierte Kerweihburschen oder Leute von der Kerweihgesellschaft gesehen. Meine Erfahrungen…

  102. seppy on 25. September 2011 at 09:54

    Her Ebner es sind GESCHICHTEN.Keiner hat von ALLEN Schwaben geredet sonder wie sie das Formulieren,,einige Ausrutscher,,und ich glaube die kann man auch erwähnen um nicht gleich rot zu werden,aber gleich als Schwabenhasser ,Rassist von einem ,,Saubermann,beleidigt zu werden sprengt jede Vernunft.
    Die teinahme an den Festen hat Generationen gedauert und da ist schon einiges passiert.

  103. Ebner on 25. September 2011 at 09:26

    Nur weil de Polkakeenich mich aufgefordert hat, sage ich was zu dem “Alkoholstreit”:

    Der Raki und der Wein haben bei schwäbischen Festen schon eine Rolle gespielt. Feucht-fröhlich ist es schon zugegangen. Die Kerweih war jedoch niemals ein Saufgelage. Hin und wieder gab es mal “Ausrutscher”, doch im großen Ganzen war man um Anstand bemüht.
    Wenn Seppy so ein Saufgelage erlebt hat, dann wird er ja wissen, was er schreibt. Es wäre vielleicht nicht uninteressant, wenn er uns sagen würde, wann und wo das passiert ist.
    Auch glaube ich nicht, dass Seppy seine Erlebnisse als beispielhaft für alle Banater Dörfer sieht. Ihn deshalb als als “Rassist” zu bezeichnen finde ich ungehörig! Polkakeenich, tret mal auf die Bremse!!!!

  104. seppy on 25. September 2011 at 09:17

    Die Oma und ihre drei Buben

    Ja die Oma…die drei Gaschwister,einer war drei Jahre jung die Zwillinge die immer unzertrennlich waren,sechs Jahre jung,hingen sehr an ihr.Sie war eine gute Frau und liebte die drei,,Bengel,,über alles.
    In ihrer Familie gab es nur Frauen,also dachte sie immer ,,Wie zum Kuckuk sind jezt plötzlich drei Jungs entstanden,,?Da die Eltern bis spät am Abend in der Arbeit waren,kümmerte sie sich um die Buben und Arbeit war genug.Kochen für die ganze Familie,meisterte sie ganz gut,denn aus wenig machte sie viel.
    Das Leben war bescheiden und man lebte so zu sagen von dem was der Hof und Garten abwarf.
    Der Vater arbeitete in einer Hanffabrik,die Mutter hatte seid drei Jahren ein Geschäft in einem Nachbarsdorf und fuhr jeden Tag mit dem Fahrrad hin.

    Fünf Jahre ging alles gut,bis die große Inventur anrückte und ein minus in der Kasse festgestellt wurde.Die Frau beteuerte immer man hätte nichts aus der Kasse genommen sondern man hätte sie bei der Lieferungen der Ware übers Ohr gehauen.Als die Beamten das Haus durchstöberten hatten sie nichts was sie beschlagnahmen konnten und äuserten sich auch dementsprechend.Wenn jemand so viel Geld unterschlagen hat musste doch etwas da sein,aber es ist ja nichts zu holen.
    Kurz ud gut wurde sie zu fünfeinhalb Jahre Gefägniss verurteilt.
    Alle weinten im Haus auser den Kleinen die von dem alles nichts verstanden.
    An einem Abend kurz danach fuhr ein Auto mit verdunkelten Scheiben vor und die Mutter,mit einem kleinen Koffer in der Hand ,stieg, nach dem sie mit Tränen in den Augen Abschied nahm und den Buben zurief:
    ,,Mutti kommt bald,seid schön brav und horcht auf die Oma,,ins Auto.
    Die Oma ahnte schon was auf sie zukommen wird.Die ersten paar Wochen ging alles gut,bis die Jungs nach ihrer Mutter fragten.Die Oma erklärte ihnen das die Mutti längere Zeit wegbleiben würde,und notgedrungen mussten die drei Brüder das auch glauben,bis an dem Tag an dem sie sie besuchen durften in Arad im Gefägniss.
    Beim Anblick seiner Mutter fing der kleine an zu weinen und wollte nicht zu ihr.Der Mutter zerriss es das Herz als sie das sah.
    Ein Jahr ist vergangen,der Vater hatte eine Geliebte in einem Nachbarsdorf gefunden und ließ sich immer seltener zu Hause blicken.
    Geld bekam die Oma auch nicht von ihm,im Gegenteil,wenn er kam musste sie ihm von ihrem etwas abgeben.
    Um die drei Buben irgendwie durchzubringen,da die Zwillinge schon in die Schule mussten,machte sie fast alles.
    Sie band Rosmarinkränze und verkaufte sie in der Nachbarschaft,die sie mehr aus Mittleid zu den Kindern,ihr die Kränze abkauften.
    Wenn im Dorf jemand starb,wusch sie den Toten und kleidete ihn an.Der Geruch von Chlorophom,oder wie das Zeug hies,hing Tagelang in der Luft.
    Des öfters bekam sie von Nachbarn ein paar Bonbons,die sie in ein Taschentuch wickelte und schon klebrig an die drei verteilte.

    Die Jahre gingen dahin und die Zwillinge halfen der Oma im Garten ,im Hof so gut es ging.

    Viereinhalb Jahre sind verstrichen und eines Abends kam der Vater nach Hause und sagte.
    ,,Morgen kommt die Mutti,,
    Die Kinder konnten vor Freude gar nicht schlafen und sehnten sich schon den Morgen her.

    Um zehn Uhr gingen sie alle an den Bahnhof und warteten bis der Zug aus der Stadt kam.
    Endlich war es so weit und die Mutter schloss alle in die Arme auser dem kleinsten der sich der Umarmung entzog und skeptisch dreinblickte.

    Einige aus dem Dorf die zufällig am Bahnhof standen guckten neugierig in ihre Richtung.Die Nachricht ihres kommens verbreitete sich schnell im Dorf aus und es kamen Nachbarn um die Mutter zu begrüßen.Es flossen viele Tränen….

    Danach kam es wie es kommen musste…Der Vater ging noch immer fremd und zwischen den beiden krachte es des öfters.Sie lebten unter einem Dach,notgedrungen.Die Mutter widmete sich nur noch ihren Kinder und der Oma zu die schwer erkrankt ist.Die Jungs wuchsen heran und jeder von ihnen hat aus sich was gemacht.

    Schlusswort
    Solche Schiksale wünscht man keinem aber sind nicht aus der Welt zu schaffen.

    P.S.

    Ich habe absichtlich keine Namen genannt und auch keine Volkszugehörigkeit der Personen.

  105. seppy on 24. September 2011 at 21:56

    Das da unten ist die Sprache die DU kennst…schön,gell?

  106. seppy on 24. September 2011 at 21:18

    Ich saufe?Bin seit 30 Jahren Diabetiker tu Idiot.

  107. seppy on 24. September 2011 at 21:17

    Was anderes fällt dir wohl nicht ein.Jezt bin ich ein Rassist.

    Es sind MEINE Geschichten und ich stehe dazu.Blödmann.

  108. Polkakeenich on 24. September 2011 at 21:12

    Mei Gosch halten tuhe ich wenn ich will !

    Habe ja nicht Dir geantwortet.

    In Blumenthal wurde auch sehr viel gesoffen genau so wie Du auch saufscht !!!!!!!!!!

    Nur Kerweihbuwe und Mädle waren ab 14-17,18 und da waren die Eltern immer mit so wie auch das Kerweihmädel. Diesen Schmaren kannscht erzähle wem du wilscht aber nicht mir !!!!!!!!!!

    Das die über 18 dann vielleicht manchmol zu viel getrugen haben OK. Nur Du musst schon überlegen was Du da anrichtest mit dieser Behaubtung.

    Von deinen letzten vier Geschichten waren die erste, zweite und vierte so was vun Rasistisch gegen die Schwowe gschrieb das ich mich fragen muss: Was mit Dir iwerbaubt los ist.

    Ich will mit solchen Menschen nichts zu tun haben.

  109. seppy on 24. September 2011 at 20:15

    Anhang unten.

    Nach jetzigen Erkenntnissen sind ALLE Blumenthaler ausgeschlossen.Es lebe die Abstinezler Kerweihbuwe.

    So ein Schmarren…

  110. seppy on 24. September 2011 at 20:07

    Ja alle waren Abstinenzler auf einer Erde die platt war und von ,,ELEFANTEN,,getragen wurde.

    Halt toch mol tei Gosch,koiner is so wichtich um sich dauernd mit ihm zu beschäftigen.

  111. Polkakeenich on 24. September 2011 at 19:49

    Super gute Geschichte nur ich habe noch nie in meinen Leben Alkohol getrungen……Der Kunstkritiker aber schon !

    Ja dies kann so gewesen sein in einigen Dörfer und bei einigen Jugendlichen, stimme ich zu.

    Nur das Schlusswort ist super gut:
    Seppy
    Für einen Ausenstehender war das ganze ein wenig grotesk,aber was solls:Nur einmal im Jahr ist Mai…

    Schlusswort:
    Im Mai wars gut,aber zur Kirchweih noch besser…

    Jetzt lautet meine Frage an Herr Ebner und an Herr Getkiss: Standet Ihr an der Mauer stinge besofen und habt Euch angepinkelt !? oder habt Ihr als Kirchweih Buh im Strassengraben Tod besoffen geschlafen und alle andere die mich Kritisieren wie als währe ich ein Verbrecher der übelster Sorte……….

    In Blumenthal gab es keine Besoffene Kirchweihbuwe zu meiner Zeit. Das weis ich gewiss !!!

  112. seppy on 24. September 2011 at 18:53

    Der Maibaum

    Tja der Maibaum….Ich nenne die die Geschichte so,damit ich keinem auf den Fuss trete,oder selber über meine Beine stolpere.
    Ende April.Die Jungs im Dorf trafen sich bei irgendjemandem aus der Clique,und bei Wein und Fettbrot(Schmalzbrot)berieten sie wer einen Maibaum bekommen sollte.
    Im Zentrum des Dorfes war es schon vorprogramiert,bei der Deutschlehrerinn auch(ich weiß noch nicht mal bis Heute warum bei Ihr im jeden Jahr ein Maibaum stehen musste )und dann war noch ein Baum übrig und meines wissens bekam dieser Baum diejenige die den Kerweihstrauss gewonnen hat oder bald heiratete.
    Die Lehrerinn hatte einen sehr guten Kuchen aber an stelle von Alkohool gab es Holunder-und Rosensaft.
    Das war ein ,,Apperitiev,,für das was sie nachher bekamen.Wurst,Schinken,Weißbrot und eine Menge Wein.

    Die Feier hielt bis in den frühen Morgen und dann begann von einigen noch Klarsehende das einsammeln der ,,Weinleichen,,.
    Der Schubkarren kam auch zum einsatz und komischerweise wurde keiner vergessen,nicht ein mal derjenige den das schlafen beim pinkeln erwischt hat,angelehnt an eine Wand oder Baum.
    Am zweiten Tag traf man sich wieder und lachte über den einen oder anderen…

    Für einen Ausenstehender war das ganze ein wenig grotesk,aber was solls:Nur einmal im Jahr ist Mai…

    Schlusswort:
    Im Mai wars gut,aber zur Kirchweih noch besser…

    P.S.
    Gibts nicht

  113. seppy on 24. September 2011 at 09:46

    Entschuldigung.Den Link meinte ich als erster:

    http://www.buchhandel.de/detailansicht.aspx?isbn=9783981240917

    Die Geschichten interesieren mich…

  114. seppy on 24. September 2011 at 09:31

    @Anonymus

    Ich danke ihnen für den Zweiten Link.Hat mich auch persönlich interesiert.

    Beim ersten Link muss ich sagen.Man kann nicht genug tun um die Wahrheit,egal wie sie der eine oder andere sieht,aus seiner Sicht preiszugeben.
    Viele solcher Begebenheiten,stopfen die Löcher die der eine oder andere lieber vergessen würde obwohl er nicht direkt involviert war.

  115. Anonymous on 23. September 2011 at 16:45
  116. seppy on 23. September 2011 at 09:29

    So ich habe den Ballast (oder soll ich sagen Schmutz)von mir entfernt und schreib jezt eine Geschichte so wie Gestern versprochen.

    Bubenstreich

    Die Resi,gerade mal sechszehn ,hatte schon einen,,Verehrer,,bat ihren Vater sie allein zum Schwabenball gehen zu lassen.
    Sie war schon einige male dort aber immer mit den Eltern und der ganzen Folgschaft die zu der Familie gehörten.
    Jezt da die Feiertage vor der Tür standen hatte keiner Zeit sie zu begleiten.Ihr Bruder,Max, war erst zehn und da kam das gar nicht in frage das er mitging.
    Sie mahlte sich in Gedanken schon aus, wie es ohne ,,Gefolgschaft,,sein könnte einmal alleine durchzufeiern ohne die kritische Blicke der Familie im Nacken zu spüren.
    Der Vater blieb stur,und machte auf: Ich habe deine Frage schon vergessen und das kannst du auch.
    Die Resi saß am Tisch,und während sie Kartoffel schälte die die Mutter ihr in einer Schüssel zu schob,schmollte sie was das Zeug hält.
    Die Oma stand am Herd und tat so als wisse sie von nichts,so wie immer .Es war ihr Lieblingssohn und somit was er auch tat war immer richtig.
    Der Resi ihre Freundinnen waren schon so gut wie vergeben(oder frühzeitig verkuppelt)worden,also dachte sie sich:Warum nur darf ich nicht meine Freiheiten haben?
    Der Vater saß im Zimmer , am Fernseher,und auser eines räuspers ab und zu,kamen nicht die Wörter:
    ,,Gut du kannst gehen,,auf das Resi noch immer gehofft hat.In Gedanken hat sie noch nicht aufgegeben und nahm ihren ganzen Mut zusammen ging hinein und fragte ihn wieder:Warum lasst du mich nicht gehen?
    Weil ich nicht will.Basta,war seine Antwort,die sie auch voraussehen konnte ,denn was er sich in den Kopf setzte und sagte ,blieb auch so.
    Also ergab sie sich in ihr Schicksal und ging weinend schlafen

    Am nächsten Morgen wachte sie unter den Flüchen ihres Vaters,den sie unter ihrem Fenster hörte ,auf,
    öffnete das Fenster und sah ihren Vater vor dem Zaun stehen bei dem das Tor fehlte.
    Resi konnte sich ein Schadenfrohes grinsen nicht verkneifen und der Vater schrie sie an:
    ,,Das waren bestimmt deine Freunde,aber die werden etwas erleben,,
    Die Familie machte sich auf den Weg das Tor zu suchen und fanden es nicht weit entfern im Maisfeld vor dem Haus.

    Es verstrichen ein paar Tage und ein Schwabenball hat sich wieder angekündigt,aber jezt mit der anderen Kapelle,es gab ja zwei im Dorf,Konkurenz muß ja sein,nach dem Motto:Wer ist der beste?
    Mein Vater hatte schon ein Entschluss gefasst:Es geht keiner von der Familie hin.
    Das gefiehl jezt der Oma nicht denn sie wollte sich dort mit den anderen,,Weiber,,treffen und über die neuesten Gerüchte ,,dischkutieren,,
    Die Mutter war auch nicht begeistert,die Resi so wie so,also schmollten alle und ein Gespräch kam nicht in gange.Der kleine Matz war unparteisch,saß am Ofen und streichelte apatisch eine große schwarze Katze,die manchmal ins Haus kam und um eine Schale Milch bettelte.

    Spät am Abend gingen alle schlafen auser dem Vater der sich ans Fenster auf die Lauer setzte mit einer Flasche Wein in seiner Reichweite.
    Die Zeit verging und nichts passierte.So um die zwei Uhr Nachts machten sich die ersten Weinmüdigkeitserscheinungen beim Vater sichtbar und ab und zu nickte er ein,um darauf wiederum erschreckt aufzuwachen.
    Er schob die Gardiene ein wenig beiseite so wie er das schon öfters gemacht hat,um auf das Tor zu schauen.Alles bestens.Es war noch da.
    Die Zeit verging schnell und um vier Uhr dachte er.Die kommen jezt nicht mehr,also ins Bett.

    Am Morgen wieder Krach im Hof.Das Tor war weg….
    Der Vater tobte wieder,aber sah schnell ein das das nichts half und wieder war die ganze Familie auf Torsuche,nur diesmal war es schwerer.Nach drei Stunden vergeblichen Suchens gaben sie auf.

    Das Oberhaupt rief gleich den ,,Familienrat,,zusammen und bei Milch mit,,Krammelpogatschen,,beriet man was man machen sollte.
    Die Lösung kam schnell:Die Resi soll ihren Freund danach fragen und den Jungs sagen er spende fünf Liter Wein,wenn sie ihm sagen wie und wann sie das alles angestellt haben.
    Gesagt und getan,die Aufklärung nahm ihren Lauf:
    Die Jungs sind so um die drei Uhr Morgens vom Ball aus,durch das Maisfeld bis an den Zaun gepirscht sahen aber wie sich die Gardienen bewegten und schlossen daraus das jemand am Fenster auf der Lauer sass.Um die Zeit zu vertreiben sezten sie sich ins Maisfeld ,tranken Wein,und erzählten von Sachen vom Schwabenball.
    Knapp nach fünf haben sie sich getraut das Tor auszuhängen und es im Schilf am See zu verstecken…..
    Nach diesem Streich ließ der Vater die Resi immer zum Schwabenball auch alleine gehen.

    Schlusswort
    ,,Kannst dir nicht selber helfen ,lass dir helfen,,

    P.S.Die Namen in der Geschichte sind rein zufällig gewählt.

    Spät am Abend ging die Famil

  117. seppy on 23. September 2011 at 08:19

    Rache ist süss ,gell?
    Da haben sich zwei gesucht und gefunden.Super.Ich freue mich für euch.
    Der Troll und seine in alter geratene Elfe.

  118. seppy on 23. September 2011 at 08:13

    @Polki ,Katharina…

    Das da unten was ihr schreibt nennt man Kultur.Witzig die Schwaben und schon wieder hat jemand in meiner Geschichte ein Haar in der Suppe entdeckt und zwar einer der sein eigener Sohn opfert um seine Eitelkeit zu stillen .
    Toll ihr zwei.Macht weiter so denn ich sehe ich habe mich in euch nicht geirrt.
    Gehts noch billiger?

  119. Polkakeenich on 22. September 2011 at 18:38

    Wenn ich ausrutsch !

  120. Katharina on 22. September 2011 at 18:18

    :-)
    Dann sei froh, dass Du nicht zu den Ausgerutschten gehörst!
    Wann ein neues Video?

  121. Polkakeenich on 22. September 2011 at 18:10

    Doch Katherina ich kenne den Spruch mit rotem Hintergrund sehr gut …….
    Diese drei Wörter haben nicht untereinader und nicht neben einader gestanden sondern diese Wörter standen ungefähr so
    Lernt,………………..
    …. lernt……….
    …………lernt…

    Eine Art von Eselsleiter, wo die Dumme zusammen mit de gscheite zum scheißen haben wollen gehen. Es währe ihnen auch beinahe geglückt wenn sie nicht an ihrer eigenen Scheiße ausgerutscht wären!

  122. Katharina on 22. September 2011 at 17:16

    Polki, Du warst im falschen Bukarest und das falsche Gepäck hattest Du auch! :-)
    Du hast einfach nicht die Zeichen der Zeit begriffen.
    Jetzt weißt Du noch immer nicht, wie es geht. ;-)
    Der gut spielen kann, hat den größten Applaus.
    Es gibt gewisse Feinheiten im Leben, die nicht jeder kennt. Aber auf sie kommt es an.
    Und auf die richtigen Leute, die sich in Deinem Glanz sonnen wollen, wenn Du oben bist.
    Sobald Du nicht mehr im Rampenlicht stehst, sind diese Leute auch schnell wieder weg!
    Das ist das Leben.
    Polki, bitte lernen! Hast Lenins Rat (Lernt lernt lernt) übersehen. ;-)

  123. Polkakeenich on 22. September 2011 at 13:35

    Herr Ebner ich habe zurück geschaltet. Sie scheinbar schlafen aber……Es tut mir Leid wenn ich dies schreiben muss.

    Ich war auch vier mal im Jahr in Bukarest in audiens und kannt die ganze Bande dort schon. Ein Pass dafür habe ich aber nicht bekommen.

    Am Seppy seine Geschichte kommentiere ich aber nicht aus respekt vor Euch allen. Bitte liest aber mal richtig die Geschichte durch und denkt ein wenig nach. nur ein wenich…..ich bin a kloaner Keenich !

  124. getkiss on 22. September 2011 at 13:19

    Wer sie nicht lesen will,macht nichts,es gibt ja noch die Bildzeitung für alle Fälle…lach
    ————————————-
    JO, awer nor wenn mer die Bild lese kennt….
    Bild-er kann mer nor gucke…..

  125. seppy on 22. September 2011 at 11:34

    Also ich habe hier zwei traurige Geschichten geschrieben,Morgen kommt eine lustigere.

    Wer sie nicht lesen will,macht nichts,es gibt ja noch die Bildzeitung für alle Fälle…lach.

    IST SPASS!!!

  126. seppy on 22. September 2011 at 10:22

    @gettkiss

    Tu muscht jo tes nit lese…..awer wescht jo wie tie Mehrheit is:Skandalneigiriech.Wenn eenem tes nit gfallt,und nit weiß vun was tie rede is,tann prauch er es ach nit kommentieren,pei allem Reschpekt.

    Awer tes is jez vor mich,,Schnee vun Geschter,und wenn ich wider a wenich Spass mach wer ich tes kennzeichne,kut?

  127. getkiss on 22. September 2011 at 10:13

    @seppy:”Schön.Ich fühle mich wie im Kindergarten mit so einem,,Gedicht,,Oder soll ich es Kunst nennen?”

    Seppy, des is ke Gedicht un Kunscht schun gar net.
    Des war nor a Schilderung vum Kinnergarte de hier veranstaltet werd. Was soll de eigentlich? Wer hat was irgendwo gschrieb steht dort wo´s gschrieb war. Eemol kann mer jo de Supp ufwärme, des is aa in Ordnung, awer e Monat lang die selwi esse macht net eemol e Penner….

    Schreibt doch Eiri Gschichte die Spaß mache….do hat doch niemand was gegen….

  128. Ebner on 22. September 2011 at 09:55

    Jetz muss nor noch de Polkakeenich a Gang zuruckschalte, dann klappts wieder.
    Luwibu hin Luwibu her, was soll des ganze?

  129. Ariel on 22. September 2011 at 09:49

    @ Seppy
    Gut erzählt. Solche Geschichten schrieb das Leben viele, doch leider geraten sie in Vergessenheit, wenn sie nicht aufgeschrieben werden. Schön, dass Seppy sich dafür Zeit nimmt.
    Es war wohltuend das zu lesen, nach all dem Geplänkel der letzten Tage.
    Es geht doch….

  130. seppy on 22. September 2011 at 09:20

    Der Krieg war vorbei.manche sagten: ,,Gott sei dank,,
    Andere wiederum:,,Warum haben wir verloren,,?
    Viele Frauen sind ohne Männer und Söhne geblieben.
    Die Männer gefallen,vermisst,oder einfach weil einige ,,Dreck am Stecken,,gehabt haben und besser bei den Amis in Deutschland sich aufgehoben fühlten ,als im besetzten Ostgebiet,auch hier geblieben sind.

    So war es auch bei der Wes Leni.Ihr Mann blieb in Deutschland und lies sie mit ihrem kleinen Sohn zurück.
    Das Haus in dem sie wohnten war ihr Elternhaus,nicht sehr geräumig aber durch ihre verbissene,des vergessens wegen Arbeit, zu einem Schmuckstück geworden.
    Der Junge,nennen wir ihn Matzi,wuchs heran und somit wuchsen auch die Probleme mit ihm.
    Er stiess auf ein Brief von seinem Vater an die Mutter,in dem er ihr mitteilte das er eine andere Frau gefunden hätte,und sie bat einer Scheidung zuzustimmen.
    Er schickte ihr auch eine gewisse Summe Geld um ihr ein wenig unter die Arme zu greifen.Tja das liebe Geld……Sie willigte ein,was blieb ihr sonst übrig,und erklärte dem Sohn ,nach seiner Frage was mit dem Geld geschehen ist,sie hätte es all in diesen Jahren verbraucht,denn sie arbeitete in der ,,Kollektiv,, und bekam nur Produkte und kein Geld.
    Mit dem Sohn verstand sie sich nicht so gut,weil er ihr einmal vorgeworfen hat ,sie sei Schuld daran ,das, der Vater sie verlassen hat.Ihn berührte die Sache so sehr,das er sich nur noch im großen ganzen,der Ausreise widmete.Um jeden Preis.
    Jahre später heiratete er,und seine Frau schenkte ihm einen Sohn.
    Der Matzi arbeitete in der Stadt,und pendelte jeden Tag viele KM mit dem Zug zur ,,Fabrik,,
    Der großen Teil des Geldes,legte er beiseite um damit, im richtigen Moment,seine Ausreise auf illegalem Weg zu beschleunigen.
    Und so kam es ,das er sein Geld,um die 20.000Lei an einen ,,Vermittler,,abtretete,der ihm die ersehnte ,,Papiere,,beschaffen sollte.
    Von diesem Mann hörte er nichts mehr ,recherschierte hin und her,aber der Mann war nicht mehr zu finden.
    Schlecht gelaunt,stellte er seine Mutter unter Druck,sie solle ihm Geld geben,denn er wisse das sie noch etwas hat mit der Begründung,sie wolle doch auch raus und er mache alles für die Familie.
    um die 3.000Lei rückte die Frau heraus und das sparen fing von vorne an….
    Die Gelegenheit kam schneller als gedacht.Ein Bekannter aus Deutschland,empfahl ihm eine Person,die sich mit so etwas auskennen solle und schickte ihm 10.000DM,die er in Deutschland zurückzahlen sollte,um die Dinge in Gang zu bringen.
    Die übergabe fand auf der Terasse Flora statt,und der Matzi ging mit Zuversicht nach Hause das alles jezt passen würde.
    Es sollte aber nicht sein….Seine Zeit um auszureisen ist noch nicht gekommen…
    Es vergingen ein paar Wochen und eines Abends kamen zwei Kriminalbeamte,oder so ähnlich,zu ihm nach Hause,nahmen ihn mit und verhörten ihn die ganze Nacht.
    Was war geschehen:Der Mann,dem er das Geld gegeben hatte wurde gefasst und unter anderen fand man dem Matzi seinen Namen auf einer Liste.
    Er konnte nichts mehr dagegen tun und wurde in einem späteren Verfahren,zu einem Jahr ,,pedepsa la locul de munca,,verurteilt.

    In all der Zeit litt er sehr darunter das ,,ein Haufen,,Geld den Bach hinunter geflossen ist,ohne etwas zu erreichen.
    Aber so verbissen wie er war,ließ er nicht locker,und versuchte es jezt auf die legale Art,und zwar fuhr er vier bis fünf mal im Jahr nach Bukarest um bei den Behörden vorzusprechen.
    Man kannte ihn schon und eines Tages sagte ihm der Beamte,er solle nicht mehr vorbeikommen denn er Persönlich garantiere ihm das er die Papiere bekommen würde,aber er will ihn nicht mehr sehen.
    Es verstrichen ein paar Wochen und siehe da er bekam die Papiere.
    Die Freude war bei allen groß und die Vorbereitungen zur Ausreise nahmen ihren Lauf.Kisten wurden angefertigt,mit allem nur mögliche gefüllt,man weiß ja nie.
    Was man verkaufen konnte ,wurde verkauft,was nicht verschenkt,den Rest verbrannte man im Garten(Ingemar hat irgendwie recht)darunter auch den STROHSACK.
    Seine Mutter war zur Zeit bei Bekannten und als sie nach Hause kam,und das Malleur sah,wurde sie ganz bleich im Gesicht,denn sie hatte ,in den Strohsack 2.000 DM und 20.000Lei eingenäht,die jezt dem Feuer zu Opfer gefallen sind.
    Die Beziehung Mutter Sohn haben sich nachher noch mehr verhärtet.

    In Deutschland angekommen,fing der Matzi an, seinen Vater zu suchen und in Schwabach fand er ihn.
    Mit wiederwillen ,willigte ,nach einem Anruf, sein Vater ein, ihn in Nürnberg zu treffen.
    Matzi hoffte nicht viel vom Treffen, wollte aber seinem Vater in die Augen sehen.
    Man konnte sich nicht viel sagen da zwei Welten aufeinander trafen,aber sein Vater sagte:Er solle ihn nicht mehr anrufen,denn er sei glücklich verheiratet und wolle das das auch so bliebe.Als Geschenk gab er ihm 500DM,so zu sagen:Schweigegeld.

    Schlusswort

    ,,Im Kreise der Familie fühlt man sich am wohlsten,,

    P.S.
    So wie immer sind die Namen geändert und haben mit Personen die sich so nennen nichts zu tun.

  131. seppy on 22. September 2011 at 08:13

    getkiss am 21. September 2011 um 12:29

    Schön.Ich fühle mich wie im Kindergarten mit so einem,,Gedicht,,Oder soll ich es Kunst nennen?

    Also jezt schreibe ich wieder eine Geschichte….
    nach so vielm poetischem Talent,fühle ich den drang danach.

  132. Polkakeenich on 21. September 2011 at 13:27

    Das SPIEL IST AUS , ICH BEANTWORTE KEINE FRAGEN MEHR !

  133. getkiss on 21. September 2011 at 12:29

    Ein Yo-Yo ist kein Ja-Sager….
    Das Jo-Jo (auch „Yo-Yo“) ist ein Spielzeug, welches aus zwei durch einen Mittelsteg miteinander verbundenen Scheiben besteht. Am Mittelsteg ist eine Schnur befestigt und aufgewickelt. Dadurch können die Scheiben – auf mehr oder weniger kunstfertige Weise – auf- und abwärts bewegt werden…

    Was hat de Polki mit zu tun?
    Auf un nieder
    immer wieder
    schreiwt de Polki
    un de seppy
    losst sich aa net
    es sin aa anri
    die de Spaß han
    un mitmachen
    beim ufstacheln.

    Unsern zwe Kokoschn
    schwillt de Kamm
    un se schreie
    immer wieder
    kuku kuku
    kukuriguuu!

  134. Peter von Grevenmacher on 21. September 2011 at 11:14

    ich schließe mich der Meinung von Polkakönig in dem Punkt an, dass die Geschichte gut geschrieben wurde. Handwerklich.

    Im Gegensatz zum Polkakönig finde ich aber auch den Inhalt super Spitze! Dir ist eine rundum guterzählte und auch vom Inhalt gelungene Story gelungen. Danke seppy für Deinen Beitrag!

    P.S. und ich glaube nicht seppy, dass Du die Schwäbische Kultur und Tradition hasst und “uns” Schwaben verrätst oder für dumm verkaufst.

  135. seppy on 21. September 2011 at 07:46

    Was ist jezt schon wieder.Bist du noch bei trost?

    DU bist ,,WIR SCHWABEN?,
    Ich will mit dir nichts mehr zu tun haben.So ein YOYO…

  136. Polkakeenich on 20. September 2011 at 16:02

    Ich habe deine geschichte gelesen und sie ist gut geschrieben. Aber sie ist auch Hi………….wie der Bayer sagt. Du must uns Schwaben nicht für Dum verkaufen sondern Dich mal in den Spiegel schauen.
    Das Spiel ist aus ……

    Hier ein Ausschnitt aus deiner Erzählung wo Du uns Schwowe eins auswischen wolltest
    Seppy

    Vetter Michel machte dann aber einen Fehler und beim Kartenspiel mit viel Alkohol,verplapperte er sich bei seinen Kumpels.
    Es dauerte nicht lange und schon waren drei von der ,,Garda patriotika,,oder wie man sie dann nannte,mit zwei bewaffneten Schwaben aus dem Dorf,die Vetter Michel kannte ,im Haus um sie nach dem Fremden zu befragen.Um sie einzuschüchtern feuerte einer der Schwaben eine Salve an die Wand die noch bis 1980 zu sehen waren,als,,Andenken,,
    Vetter Michel dachte:Gott sei dank habe ich ihn nicht ausgefragt also weiss ich auch nichts.
    Nachher gab es noch ein Nachspiel,aber das ist eine andere Geschichte….

    Schlusswort:
    ,,Man muss den Judas in seinen eigenen Reihen suchen,,

    JA SEPPY DAS HABE ICH GEMACHT UND HABE DEN MAULWURF GEFUNDEN ::::::SCHAU DICH IN DEN SPIEGEL UND DU WIRST IHN ERKENNEN !

    Ich hätte nie gedacht, das “DU” so bist !?!?!?!?!?

  137. seppy on 20. September 2011 at 11:07

    Ich will hier eine Geschichte erzählen.Die Namen wurden geändert.

    Es war im Jahr 1944.Alle im schwäbischen Dorf wussten das der Krieg verloren ist und man mit Konsequenzen rechnen muß.Manche hatten schon den ersten Krieg mitgemacht und sich darauf eingestellt,wenn es geht sich irgendwie herauszuwinden.

    Manch eine Familie trauerte ihren jungen Söhne nach von denen man nicht wusste :Lebt er noch oder nicht.

    In einem kleinen Häuschen am Rande des Dorfes,gleich neben dem Friedhof saß die Wes Kathi und der Vetter Michel am Tisch beim Abendbrot.
    Man redete schon lange nicht mehr so intensiev miteinander,da jeder seinen eigenen Gedanken nachging,die sich nur noch mit dem Verbleib ihrer zwei Söhne beschäftigten.Leben sie noch?Wo sind sie jezt?Der eine war in Deutschland stationiert,der andere in Serbien.

    Draußen stürmte es,und die Mutter fragte sich.Was machen meine Söhne jezt?Frieren sie,sind sie in Gefangenschaft,oder sogar tod?Das leztere wollte sie nicht wahr haben…

    Plötzlich hörten sie ein Geräusch an der Küchentür,und sahen durch das Fenster ,ein Gesicht das sich an die Scheibe drückte um besser reinzuschauen.Mit ein wenig Unbehagen öffnete Vetter Michel mit einem ruck die Tür und sah vor sich ein durchnässter Mann,so um die vierzig,bei der ersten einschätzung,der ihn verängstlich fragt:
    ,,Rumänisch,,?
    ,,Nein,Deutsch,,antwortete Vetter Michel und sah ein lächeln der Erleichterung und Hoffnung auf seinem Gesicht.
    Er sagte:,,Gott sei dank,,
    Vetter Michel nahm ihn am Arm und führte ihn in die warme Küche.Er bot ihm ein Platz am Tisch an und als er seine gierige ,verlangende Blicke sah die er auf den Tisch gerichtet hatte,wo Speck,Kartoffeln,Milch und Brot aufgetischt waren, fragte er ihn:
    ,,Hungrig,,?Ein nicken war die Antwort.
    ,,Dann lang zu,,
    Es wurde stillschweigend gegessen und nach dem Mahl bot ihm Vetter Michel eine Zigarette an die er genüßlich rauchte.
    Wes Kathi hat ihn die ganze Zeit,von der Bank am Ofen, beobachtet und so wie ihr Mann auch,nahm sie an er sei ein Desserteur,oder Entflohene.
    Der Mann hatte Wehrmachthosen an,eine russische Bufoajka,und eine serbische Kappe auf dem Kopf.

    ,,Könnte ich vieleicht bei ihnen bis morgen früh schlafen,,fragte er.
    Wes Kathi nahm die Kerze vom Tisch,ein paar Decken und zeigte ihm sein Schlafplatz auf dem Heuboden.

    Am nächsten Morgen,wusch sich der Fremde am Brunnen,rasierte sich und Vetter Michel mußte sich eingestehen sein Alter falsch eingeschätzt zu haben.Er war um die fünfundzwanzig,mehr nicht.
    Der junge Mann fragte nach dem Namen der beiden und frisch eingekleidet von der Wes Kathi,bedankte er sich und ging.

    Vetter Michel machte dann aber einen Fehler und beim Kartenspiel mit viel Alkohol,verplapperte er sich bei seinen Kumpels.
    Es dauerte nicht lange und schon waren drei von der ,,Garda patriotika,,oder wie man sie dann nannte,mit zwei bewaffneten Schwaben aus dem Dorf,die Vetter Michel kannte ,im Haus um sie nach dem Fremden zu befragen.Um sie einzuschüchtern feuerte einer der Schwaben eine Salve an die Wand die noch bis 1980 zu sehen waren,als,,Andenken,,
    Vetter Michel dachte:Gott sei dank habe ich ihn nicht ausgefragt also weiss ich auch nichts.
    Nachher gab es noch ein Nachspiel,aber das ist eine andere Geschichte….

    1948 bekam Wes Kathi und Vetter Michel die Bestätigung das ihre zwei Söhne noch am leben sind.Der eine blieb in Deutschland,der zweite ,jüngere kam nach Hause.Die Schikanei fing jezt erst recht an.Aber wieder eine andere Geschichte.

    An die Begegnung dieses Abends dachte keiner mehr bis zum Jahr 1972.
    Wes Kathi sah ein Fremdes Auto,mit deutschem Nummerschield, das vor dem Tor hielt, ein Mann der ausstieg und unschlüssig das Haus betrachtete.
    Wes Kathi ging raus und fragte ihn:
    ,,Suchen sie etwas,,und dachte sich:Diese Augen kenne ich von irgendwo.
    ,,Ja,,antwortete der Mann,,wohnt hier noch die Familie B….?
    ,,Ich bin eine davon ,mein Mann ist 1955 gestorben,,
    er stellte sich vor und jezt wurde es der Wes Kathi klar:Das ist der Fremde von 1944.
    Der mann erzählte er sei damals aus dem Russischen Lager entflohen und wie er durch die Gegenden geirrt ist bis er in Österreich von den ,,Amis,,geschnappt wurde.
    Die Verbindung reduzierte sich nachher auf Pakete die Wes Kathi zu Ostern und Weihnachten bekam.
    1979 ist Wes Kathi gestorben und die Verbindung wurde abgebrochen.

    Schlusswort:
    ,,Man muss den Judas in seinen eigenen Reihen suchen,,

    P.S.Ich muss klarstellen das ich eine Geschichte geschrieben habe ,die mit dem Charakter des einen oder anderen nichts zu tun hat,sonst prasselt es wieder an Beleidigungen,und Verleumdungen die manche sogar noch gut finden täten.

  138. seppy on 13. März 2011 at 19:40

    Danke,Ariel.

  139. Ariel on 13. März 2011 at 14:20

    @ Seppy

    Danke für Deine Schilderungen. Ich habe landwirtschaftlichen Arbeit unter ähnlichen Bedingungen, wie Sie sie beschrieben haben,auch kennengelernt.
    Es tut mir absolut nicht leid, diese Erfahrung gemacht zu haben.
    An Ihrem Bericht schätze ich besonders – und das trifft auch auf andere Ihrer Beiträge hier im Blog zu – die realistische und nicht-schönfärberische Sicht auf “unser Banat”. Was vergangen ist, wird oftmals in der Erinnerung verklärt und verschönt abgespeichert. Diese Erwartung haben mache auch von der Literatur. Die soll doch das SCHÖNE und das GUTE unserer Banater Existenz in den Vordergrund stellen…
    Ob unser Leben dort schön oder wenig schön war ?
    Es war natürlich beides. Und von beidem müssen wir erzählen.
    Danke für Ihre Erinnerung.

  140. seppy on 13. März 2011 at 12:23

    Ich muss mal wieder eine Geschichte aus meiner Kindheit erzählen….wenn man das noch Kindheit nennen kann.

    Manche sagen:
    ,,Jeder ist des eigenen Glücks Schmied,,(oder so ähnlich)

    Der Rumäne hatte ein Sprichwort.

    ,,Prost sa fi,noroc sa ai…,,

    Ich würde sagen.
    ,,Degeaba esti prost,daca na-i nici noroc…,,

    MIT ZWÖLF PFERDEFÜHRER

    Ja die Frien hatte begonnen und ich ,,fieberte,,schon danach eine drei Wochige Ferienarbeit zu bekommen.Ich wollte auch etwas ,,ins Haus,,mitverdienen.
    Mein Vater kümmerte sich darum,bei unserem Nachbar den ,,Brigadier,,
    Ich konnte ihn nicht leiden da er immer zu mir sagte .
    ,,Ma-i pui de neamt,,

    Am Montag um sechs musste ich mich bei ihm auf dem Feld melden.Manchmal dauerte mein Fussweg eine Stunde,andersmal fuhren wir mit dem Wagen hin.
    Die erste Arbeit war das Pferdeführen durch die langen Reihen von Maisfeldern.
    Ich musste das Pferd am Kopfhalter durch die Reihen führen und der ,,Fuhrmann,,schlurfte hinter einem Pflug her um Unkraut zu jäten.

    Es war keine leichte Arbeit,da das Pferd den Kopf nach den Mücken hin und her bewegte und ich mühe hatte es zu bändigen.
    Meine Arme taten weh und ich sehnte mich nach der Mittagspause wo ich ein wenig meine ,,Muskeln,,entspannen konnte.

    Es war so weit.Der ,,Fuhrmann,,rief.,,Hooooooo!,,und lenkte das Pferd auf den Wagen zu wo er ihm eine Garbe Stroh hinwarf.

    Weit und breit kein Schatten,also saßen wir im Schatten des Wagens und packten unser Essen aus.

    Der Speck eingewickelt in Zeitungspapier,war von der Wärme ,,aufgetaut,,und zu einer fettigen Masse,,muttiert,,.Das Brot war trocken.Manchmal packte meine Großmutter gebratenen Speck ein da war der Fettanteil noch überwiegender.Die ,,Paradais,,waren am besten,obwohl auch schon warm.
    Mein Hunger siegte über meine Abneigung und aß stillschweigend,gierig das fettige ,,Zeug,,da ich noch fünf Stunden Arbeit vor mir hatte.

    Das einzige Gute bei der Hitze war das Wasser ,das in einem Fäßchen abgefüllt war und sehr kühl geblieben ist.

    Nach einer halben Stunde ging es weitr.Mir tat das Pferd schon leid da es immer nach den Mücken mit dem Kopf ausschlug und ich es immer mit einer großen Anstrengung,verglichen mit meinem alter,daran hindern wollte.

    Um fünf Uhr,manchmal um sechs Nachmittag war die Arbeit zu ende und wir traten den Heimweg an.

    Zu Hause angekommen fing eine neue Arbeit für mich an und zwar:Das Wasserschleppen in den Garten um die,,Paradaise,,zu ,,tränken,,

    Um acht uhr war alles vorbei,ich wusch mich am Brunnen und fiel müde aufs Bett.

    Ich sehnte den Morgen nicht herbei……

    Anmerkung:
    Ich weiss nicht ob jemanden mein Leben interessiert,aber es hier aufzuschreiben kostet nichts…..Wer nicht lesen will kann es links liegenlassen.

  141. seppy on 22. Januar 2011 at 18:54

    Bei meinem Sohn in der zweiten Klasse:

    Die Lehrerin kommt auf ,,Besuch,,und fragt:

    Sie arbeiten doch in der Weberei?
    Ich bräuchte Wolle wenn sie mir das beschaffen könnten…

    Konnte ich nicht….aber beschaffte ihr Wolle(legal) für den Gesamtunterricht.

  142. getkiss on 22. Januar 2011 at 15:14

    198…in Kronstadt.
    Nächtelanges anstehen um Butter oder Rahm.
    Eines Morgens, meine Frau in der Schule, ich im Urlaub, klingelt es.
    An der Türe eine Frau aus der Heimatgemeinde meiner Frau. Bitte hereinkommen.
    Die drückst herum, ihre Tochter wäre bei meiner Frau in der Klasse/in der Musiklehre, sie dächte, da jetzt so´ne Krise bei den Milchwaren herrsche und sie in der Milchfabrik arbeite, wären etwas Milchwaren angebracht. Ich sage ihr, ich wüsste, meine Frau nimmt nix an. Sie, ja bitte doch u.s.w. stellt das Packerl ab und geht…

    Elfi kommt nachhause und nach dem sie den Mantel auszog, sieht sie das Packerl……

    Die Folge war ein Mords Theater “wie kannst Du sowas machen” war noch das mildeste, am Ende “wurf” sie mich mitsammt dem Pack raus ich soll´s zurückgeben oder in den Müll werfen….obwohl die Lehrer/innen in der rum Abteilung gerne sowas organisierten, aber es war bekannt, die Eltern schimpfen hintenherum….und reklamieren auch ebenso…

    Es stimmt nämlich auch, dass es oft von den Eltern ausging, die sich Vorteile für die Sprößlinge erhofften….

  143. seppy on 22. Januar 2011 at 15:03

    Polki schreibt:

    ,,Die Lehrer waren nicht schlechter wie die in Deutschland, nur die deutschen hatten Ankst das sie weiter Ihre Kommunistische Lehren in Deutschland verberiten somit mussten sie eine Umschulung machen um die anderen Verechen der Kapital Geselschaft zu lernen !!,,

    Tja ,alles schön und gut ,aber ich komme von dem Gedanken nicht los das die Lehrer dachten ,,ich bin auf dieser Seite und du auf der anderen,,
    Ein guter Lehrer muss Schüler fördern und nicht ,,Statusschüler,,aufstellen,und ,,künstlich,,aufbauen,nach dem Motto,,Der taugt so wie so nichts,,Wo bleibt die Herausforderung?Der Kick aus ,,Nichts,,etwas zu machen?

  144. Polkakeenich on 22. Januar 2011 at 13:21

    Seppy
    Ja bei uns wurden auch ,,kleinbeträge,,eingesammelt um den Lehrer etwas schönes zu schenken.Wer sammelte das Geld ein?Natürlich die Schüler deren Eltern mit dem Lehrer ,,per du,,waren.

    An das dachte ich heute Nacht. Die , die das geld sammelten und die gescheke übereichten waren dann die grossen und die anderen guckten in die Röhre !

    Es war der Anfang von Bestechung, so wurden die kinder erzogen mit dem Brauch der Rumänien noch heute schadet. wurde ja in der schule gelernt.

    Die Lehrer waren nicht schlechter wie die in Deutschland, nur die deutschen hatten Ankst das sie weiter Ihre Kommunistische Lehren in Deutschland verberiten somit mussten sie eine Umschulung machen um die anderen Verechen der Kapital Geselschaft zu lernen !!

  145. seppy on 22. Januar 2011 at 12:28

    Bei uns in der Schule waren überwiegend Lehrer aus Siebenbürgen und somit war es auch verständlich für sie im Dorf Freundschaften zu suchen und zu pflegen da ist der Vorwurf von Befangenheit nicht wegzudenken.
    Freundschaften kamen mit den ,,Wohlhabenden,,aus dem Dorf zustande.
    Die Deutschlehrerin ,die ich schon einmal erwähnte,konnte sich mit solchen,,Praktiken,,nicht angewöhnen und hat meinen vollen Respekt.

    Ja bei uns wurden auch ,,kleinbeträge,,eingesammelt um den Lehrer etwas schönes zu schenken.Wer sammelte das Geld ein?Natürlich die Schüler deren Eltern mit dem Lehrer ,,per du,,waren.

  146. Beatrix on 22. Januar 2011 at 11:48

    „…oder ob Eltern ihre letzte Lei zusammenlegen, damit die Lehrerin noch ein Sevice mehr im Schrank hat. Das waren Auswüchse, die man benennen sollte.“ (Jakob)

    Dass es das gegeben hat mit 8.-März-Geschenken an der Grundschule (?) und in solchem Umfang hätte ich nicht für möglich gehalten. Bei mir an der Schule; unvorstellbar. Das hätte zu unseren Lehrerinnen gar nicht gepasst, die hätten das nie angenommen. Doch nach der Schulzeit hat man schnell lernen müssen, wo überall die Hand aufgehalten wird. Aber es gab immer Ausnahmen, die z. B. keinen Bakschisch erwarteten: ebenso Ärzte, als auch andere, die einfach mal so jemandem einen Gefallen taten und eine Bargeld-Zuwendung strikt ablehnten. Das mit dem öfter ein Päckchen Kent oder einen Nescafe zustecken müssen, war bizarr. Von Auswüchsen habe ich auch gehört, dass Abteilungsleitern in der Stadt regelmäßig der frische Laib Weißbrot mitgebracht werden musste.

  147. Jakob on 22. Januar 2011 at 10:54

    Ja, für mich ist es ein großer Unterschied, ob ich meinem Chef ein Mitbringsel aus dem Urlaub schenke – habe ich nie gemacht, auch Erzieherinnen oder Lehrer haben hier von mir nie etwas begkommen – oder ob Eltern ihre letzte Lei zusammenlegen, damit die Lehrerin noch ein Sevice mehr im Schrank hat. Das waren Auswüchse, die man benennen sollte.
    Ich hatte im Banat erlebt, wie eine Lehrerin von einem Schüler vom Dorf vor der Klasse verlangt hatte, dass sein Eltern mal wieder vorbei kommen müssten, da er zu viele Absenzen hätte. Er hatte oft gefehlt. Das wurde dann mit einem Schinken und etlichen Würsten erledigt. Später wurde nur gesagt, der Vater sollte mal wieder kommen, die Noten seien zu schlecht. Schöne, heile Welt.

  148. seppy on 22. Januar 2011 at 10:01

    Jakob am 21. Januar 2011 um 18:43

    Seppy
    ich sags mal so: Für viele Banater, die im Banat eher schwächer gestellt waren (materiell, von der Ausbildung her) brachte die Auswanderung nach D. einen Aufstieg mit sich. Vor allem materiell. Für viele war die Aussiedlung aber ein gesellschaftlicher Abstieg. Deshalb hat man ja auch vieles auf die Kinder projeziert. Das muss man der Generation der Eltern und Großeltern hoch anrechnen. Das bisschen was sie sich wieder erwirtschaftet hatten, warfen sie wieder weg. Den Kindern zuliebe.

    Nichts entgegenzusetzen…..Past.

  149. Katharina on 22. Januar 2011 at 00:21

    Sie denken doch nicht, die “Schenkerei” wäre in Deutschland unbekannt?
    Nicht zum 8.März, aber zu Schulende den Erziehern, dem Chef als Danke, Geschenke aus dem Urlaub, zu Weihnachten…
    Dem Ausbilder…u.s.w.
    Jemand sagte mir, die aus dem Osten hätten diese Unsitte hier verbreitet…

  150. Jakob on 21. Januar 2011 at 21:22

    Es ist interessant, dass unterschiedliche Erfahrungen gemacht wurden. 8. März war der internationale Frauentag. Habe nachgeschlagen und gefunden, dass die 2. Kommunistische Frauenkonferenz 1921 diesen Tag zum Internationalen Frauentag erklärt hat. Dieses Datum kannte ich nicht. Konnte mich nur noch an die Mokkaservices erinnern.

  151. Polkakeenich on 21. Januar 2011 at 20:17

    Bei uns in der schule gab es diesen Brauchtum.
    Alle Klasen kauften den Lehrer was ! einige sammelten das Geld und kauften ein Geschenk.

    Die Mädchen überaschten uns mal mit einem Märtzchen selbst gebastelt. Mai standen wir Buben plöd da !
    Ausser Küssen hatten wir nichts zu bieten………………..

    Diese Geschichte mit dem Auto kenne ich vom Hörensagen aus Temeschwar von den Lizeum. Da übertrafen sich die Schüler mit Geschenke, so das die Profesorin zwei drei mal fahren hat müssen, um alles nach hause zu bringen !!

  152. Beatrix on 21. Januar 2011 at 20:04

    Eine andere Unsitte war das Schenken von Kaffe- und Speiseservices zum 8. März. (Jakob)

    Das gab es zum Glück an unserer Schule nicht! Habe gerade extra noch meine Mutter angerufen, sie ist sich auch sicher, dass für so einen Zweck nie gesammelt wurde. Für unsere Mütter haben wir Kinder allerdings ein kleines Geschenk gekauft in der Cooperativa – mal eine oder zwei Plastikrosen, mal ein „Parfüm“, Schokolade, Seidenstrümpfe, ein Märtisor. Von Muttertag wussten wir nichts, war nicht üblich.

  153. Polkakeenich on 21. Januar 2011 at 19:44

    jakob sehr gut, neues Stichwort: “8 März”

  154. Jakob on 21. Januar 2011 at 18:43

    Seppy
    ich sags mal so: Für viele Banater, die im Banat eher schwächer gestellt waren (materiell, von der Ausbildung her) brachte die Auswanderung nach D. einen Aufstieg mit sich. Vor allem materiell. Für viele war die Aussiedlung aber ein gesellschaftlicher Abstieg. Deshalb hat man ja auch vieles auf die Kinder projeziert. Das muss man der Generation der Eltern und Großeltern hoch anrechnen. Das bisschen was sie sich wieder erwirtschaftet hatten, warfen sie wieder weg. Den Kindern zuliebe.
    Meine Meinung zu den Lehrern: Es gab solche und solche. Nicht schön war die oft erlebte Protektion von Lehrerkindern, Kindern von Parteifunktionären u.a. Auch über das Denken in Schubladen habe ich mich oft geärgert. Dass es Kinder aus Problemhaushalten dann schwerer hatten, ist Fakt. Eine andere Unsitte war das Schenken von Kaffe- und Speiseservices zum 8. März. Wer erinnert sich noch daran. Da mussten Lehrerinnen manchmal mit dem Auto in die Schule kommen, um das Zeug heim zu schleppen, während andere Mütter ihre letzten Lei zusammen kratzten, damit bei der Lehrerin noch ein Mokkaservice oder andere “bibelouri” in der Vitrine im Wohnzimmer stehen.
    Ich persönlich habe aber auch gute Lehrer erlebt, die sich oft bemüht hatten, aus der schwierigen Situation das Beste für ihre Schüler zu machen. Allein schon dass sie uns immer zum Lernen anhielten, während wir nur noch Deutschland im Kopf hatten.
    Deutsche Lehrer habe ich aber auch oft unsicher erlebt. Sie fühlten und wurden sicher auch genauer beobachtet (Partei, Securitate), einige wollten päpstlicher als der Papst sein, wollten immer einen Tick besser sein als die Rumänen. Rumänische Lehrer, von denen ich gegen Ende der Schulzeit auch einige hatte, habe ich etwas freier erlebt. Na ja, Beobachtungen, persönliche Erlebnisse, nicht mehr.

  155. seppy on 21. Januar 2011 at 17:19

    Nachtrag.

    Unsere Lehrer wussten genau was sie taten..also keine Entschuldigung.
    Gewissensbisse hier ?NEIN!Polki hat recht.

  156. seppy on 21. Januar 2011 at 16:58

    Nach ein Paar Tage,,Abstinenz,,bin ich wieder hier …..Wems passt oder nicht ,,ich bin nicht totzukriegen,,lach

    Tja die Antworten auf meine Frage waren eher Dyplomatisch als ehrlich.

    Also mein Fazit:
    -die Lehrer haben in der Schule nichts mit dem Kommunismus am Hut(siehe Beitrag Katharina)also sind wir selber Schuld.
    -die Intelektuellen konnten sich nicht gut verkaufen(Durlacher,Beatrix u.a.)
    In RO nichts über den Westen nachgeforscht?Blauäugig hergekommen?Oder ,,Ich nix verstehen,,?
    Ich nehme es nur wenigen ab.Hier mahlen die Mühlen anders.
    Ich habe drei Beispiele von Bekannten,,mit Schule,,
    -Ärztin:Kein Fuss gefasst ist zurück nach RO
    -Lehrerin(Profesorin)als Erzieherin in einem Katholischem Kindergarten,glücklich weil sie Arbeit hat,unglücklich weil sie ihr Beruf nicht praktiziert.
    -Chemie Ingenieur,Autoverkäufer.

    Wenn die Schulen und Lehrer so gut waren warum musste man Nachschulungen machen um sein Diplom bestätigen zu lassen?

    Jezt als ein ,,Prolet,,

    ,,Meserie bratara de aur,,

    Ich habe geschrieben ,,viele,,Intelektuelle nicht ,,alle,,bitte das auseinanderhalten.

  157. BanatBasti on 19. Januar 2011 at 14:20

    Dem Beitrag von Beatrix zum Thema Bekanntschaften und Seilschaften kann ich nur zustimmen.

  158. Beatrix on 17. Januar 2011 at 11:10

    „Da hatte ich keine Probleme da ich Logisch denken gelernt habe, mit meinem Großvater als er von der Gefangenschaft nach hause kam spielte ich jeden Tag mit ihm Schach. Ja da war ich so vier Jahre alt.“
    Ein anspruchsvolles, logisches Spiel gibt mehr mit fürs Leben als jeder noch so aufgemotzte Plastikkram. Ich spielte kaum Schach, mit meinem Cousin (er war besser) ein paarmal in den Ferien, nachdem unser Sportlehrer uns es soweit beigebracht hatte, dass wir alle wenigstens die Spielregeln kannten.

  159. Beatrix on 17. Januar 2011 at 10:52

    Polki, dein Bericht über die Schule weckt viele Erinnerungen. Stichwort: Linkshänder. Ich bin eine umerzogene Linkshänderin. Mit der linken Hand zu schreiben wurde in der Schule nicht akzeptiert – das war gewiss. Also hatte meine Mutter die Aufgabe, mir das vorher noch, im Kindergartenalter, abzugewöhnen. „Hilfreich“ waren Briefe, die das Christkind schrieb. Dass es die geschenkten Farbstifte wieder mitnimmt, falls ich mit der linken Hand malen würde. Druck, ständige Beobachtung und Ermahnung: Das macht unkonzentriert und verunsichert. Meine Mutter hat genauso unter der Umerziehung gelitten wie ich. Es wurde ja auch gern den Eltern als Versagen angelastet, wenn das Umpolen nicht funktionierte. Zudem zweifelte keiner an den altbekannten Sprüche, dass Linkshänder ungeschickter seien, die für Rechtshänder ausgerichteten Maschinen nicht bedienen könnten usw., usf. Linkshändigkeit wurde tatsächlich als Manko angesehen. Wie auch immer: In der 1. Klasse hielt ich den Bleistift längst in der rechten Hand, mit der Linken zu schreiben war für immer passé. Jedoch beim Ballspiel und bei alltäglichen Arbeiten war und blieb die linke Hand „geschickter“. Nur Stift, Löffel und Essbesteck-Messer führe ich mit der Rechten, alles andere mache ich mit links. Geht doch!

  160. Polkakeenich on 17. Januar 2011 at 09:34

    Meine Schule in Blumenthal Banat Rumänien

    Im Grunde genommen bin ich zufrieden mit der Schule von Blumenthal ihren Lehrer und auch mit dem Lehrstoff. Das einzige was mir nicht gefiel war der Umgang mit Schüler die nicht im lernen oder Koordinativ gut waren. Die wurden manchmal von den Lehrer und ihren Mitschüler völlig fertig gemacht „Psychoterror“. Was ich mir vorzuwerfen habe ist das ich auch bei diesem Psychoterror mitgemacht habe als „PASIVER ZUSCHAUER“
    Meistens die Macho Typen, die nicht all zu gut in der Schule waren aber, ihre Stärken in den Pausen zeigten in dem sie andere Schüler erniedrigten. Die Lehrer machten sich auch mitschuldig in dem sie diese Situation nicht erkannten und den Psychoterror erlaubten ja sogar förderten.

    Da wurdest Du angeschrien als Hornochs in der Klasse oder Geschlagen mit dem Stock auf die ausgestreckten Finger ………Züchtigung war angesagt. Da einige Schüler schneller lernen als andere hat der Lehrer keine Zeit gehabt sich mit den schwachen zu beschäftigen. Darum finde ich ein Mehrgliedriges Schulsystem besser. Als Legastheniker hattest überhaupt keine Chance in Sprach Fächer. Man wurde als dumm abgestempelt. Wehe man schrieb mit der Linken hat, da wurdest Du sogar von den Eltern zu hause erniedrigt. Aus meiner Sicht ist ein Zweigleisiges Schulsystem ab der ersten Klasse sinnvoll. Kinder muss aber die Chance gegeben werden sich hoch zu arbeiten in das höhere System so wie das Kinder die ihre Leistung nicht bringen her abgestuft werden müssen. Lehrer müssen Respektiert werden als solche ohne wenn und aber.
    Die Deutsche Situation in den Schulen ist schlecht. Es kann nicht sein das Eltern für ihre unerzogene Kinder die Lehrer verantwortlich machen.

    In den ersten vier Klassen hatten wir ein Problem da unsere Lehrerin in die DDR auswanderte als ich in der ersten Klasse war. So hatten wir alle Monat eine andere Lehrerin und das war eine Katastrophe.

    Mit dem Lehrstoff von der 5-8 Klasse aus heutiger Sicht bin ich zufrieden
    – Bei Erdkunde wurde zuerst die Erde behandelt und dann Länder mit ihren Bodenschätzen und Wirtschaft Strukturen.
    Botanik wurde viel über das Leben der Pflanzen gelernt , mit dem ich heute noch zufrieden bin das ich eine Ahnung darüber habe.
    Biologie war auch ein Stoff mit dem ich was anfangen konnte,
    Musik wir spielten keine Instrumente in der Schule aber in der fünften Klasse wurden die Noten gelernt und danach alle großen Komponisten mit Plattenspieler und deren ihrer Musik gut für das Allgemeinwiesen auf jeden Fall. Chor hatten wir zwei Stunden am Samstag von 10-12 mit der 5-8 Klasse . Wir lernten da alle Deutschen Volkslieder und die Albanische Hymne. „Pe al nostru Steag e scris unire.“ War eine schöne Melodie.
    Sport : Wurde viel Gymnastik gemacht , ich haste die Gymnastik obwohl ich diese Übungen heute auch in meinem Aufwärmprogramm mache im Tennisverein.
    Sprachfächer Deutsch Rumänisch und Englisch kann da nichts aussetzen das Rechtschreiben war nicht mein Ding Englisch verstehe ich heute noch genug gut. Mit dem Sprechen geht es nicht so aber ich kann mich damit durchschlagen. Deutsch habe ich erst ein wenig gelernt Zeit ich hier in den Foren schreibe. OK ihr versteht mich……..Gedichte auswendig zu lernen über die Partei mit sehr schweren Wörter war eine Katastrophe. Da du als Schüler auch viel auf den Feldern deiner Eltern und Grosseltern (LPG) mitgearbeitet hast und nicht dir die Zeit genommen hast für diese Scheiße.
    Physik und Mathematik zu meiner Zeit wurde noch das einmal eins gelernt. Da hatte ich keine Probleme da ich Logisch denken gelernt habe, mit meinem Großvater als er von der Gefangenschaft nach hause kam spielte ich jeden Tag mit ihm Schach. Ja da war ich so vier Jahre alt. Das war mein Glück kann auch allen Eltern nur raten: Kauft überlegt euren Kindern Spielsachen und spielt mit ihnen, dass ist die beste Erziehung die man einem Kind geben kann
    Zeichnen : Wir hatten einen tollen Zeichen Professor da gingen wir raus in die Natur Landschaften zu Zeichnen.
    Wie sagt man so schön: „Die sieben Jahre von zu Haus.“ Jeder Mensch hat stärken und schwächen man muss sie nur erkennen und sie ausbauen. So einfach ist das Leben. Wenn einem aber diese Eltern fehlen dann hast es sehr schwer im Leben.
    Disziplin : Ich bin ein Befürworter der Disziplin ohne Disziplin gibt es kein Erfolg nur auch die Lehrer dürfen nicht Kinder mental vergewaltigen. Man muss immer eine Mitte finden. Normalerweise bin ich zufrieden mit unseren Lehrer gewesen, sicher gab es auch paar bescheuerte aber dies hielt sich in grenzen. Für jedes Kind sind die ersten vier Klassen am wichtigsten, wenn es die verschläft hat es sehr wenig Chancen sich zu verbessern.

    Wir machten jedes Jahr Praktikum zwei Wochen auf den Mais Felder von der 5-8 Klasse. Dies war Kinder Arbeit ich fand sie aber gut da man hier mit den Lehrer Kontakt im menschlichen Bereich aufnehmen konnte und über vieles den ganzen Tag sprechen konnte ohne Noten und Druck.
    Seidenraupen haben wir auch gezüchtet in der Schule da ging man mit der Klasse zum Maulbier Blätter rupfen das machte Spaß. Auch Rüben mussten wir hacken, da haben wir dem Horsti seinen Radio auf den Rücken gebunden und wir hackten ihm alle hinterher !

    Als Schwachsinn fand ich die Lehrer die Kinder in der achten Klasse sitzen liesen. Da diese Jugendliche schwer eine Lehrstelle bekamen oder nur solche die ausgesucht waren und niemand sie hat machen möchten.. So war es auch bei mir in der Klasse da hatten wir eine Mathe Profesorin die hatte meine beiden Freunden durchfallen lassen. Sie hieß Lech Hilde. Ich hasse sie wegen diesem vergehen heute noch. Diese beiden Jungs sind von der ersten bis zur achten klasse nie sitzen geblieben und dann macht diese Hilde so etwas. Sie rief mich an die Tafel und sagte ich soll ein Dreieck Zeichnen ich mahlte ein Viereck. Ich hätte sie auf der stelle erwürgen können sie kapierte es nicht………hat wohl an ihrer Intelligenz gelegen !

  161. alma on 16. Januar 2011 at 18:25

    @getkiss: Vielleicht hatte auch ich einen Musiklehr geheiratet und so habe ich jetzt genau so viel Ahnung davon wie Sie. ;-)

    Von unserem damaligen Musikunterricht bleibt mir in Erinnerung, dass die Schüler lernten, einfache Partituren zu schreiben und auch mit ihnen umzugehen. Viele Schüler besaßen kein Musikinstrument, so war die Schule der einzige Ort, an dem sie mit der Musikwelt in Kontakt kamen. Die meisten rumänischen Schüler im Westen Rumäniens kamen aus zugewanderten Familien, die nicht unbedingt zum sog. Bildungsbürgertum gehörten. In den banater Dörfern war das etwas anders, da besaßen etliche Schüler eine Harmonika.

    Unsere Schule besaß einen Plattenspieler und mithilfe dessen wurden einige Beethoven Symphonien analysiert. Einige Male hat die Musiklehrerin die ganze Klasse in die Philharmonie und auch zu Opernaufführungen mitgenommen. Diese Orte der Kultur waren bei uns für alle bezahlbar, im Gegensatz zu denen hier in der Freien Welt. Mich würde eine Statistik bezüglich der deutschen Schüler, die schon mal ein Konzert in einer Philharmonie live erlebt haben, interessieren.

    Ansonsten haben wir gesungen. Wir haben, in der rumänischen Schule, keine deutschen Volkslieder gesungen, dafür aber irgendwann ein tschechisches Volkslied, auf Tschechisch – warum auch immer! Den patriotischen Liedern ist es nicht gelungen, uns zu verblöden, und das kann man als Sieg der dem Menschen angeborenen Vernunft verbuchen – denke ich mal.

  162. Katharina on 16. Januar 2011 at 18:04

    In der 5.Klasse mußten wir zum Chor…
    Die Musiklehrerin übte mit uns den Triumphmarsch aus Verdis “Aida”.
    Sie zog aber dann in eine andere Stadt und die folgenden Musiklehrer haben uns mit einem anderen Repertoire die Laune verdorben.
    Ich denke, sie hatten auch Vorgaben…

  163. Beatrix on 16. Januar 2011 at 17:46

    Ich habe alle patriotischen Lieder vergessen. (Katharina)

    Das habe ich auch. War nicht so wild damit. Der Musiklehrer hat selbst missmutig dreingeschaut und seine Ambitionen, uns den Schwachsinn einzutrichtern, hielten sich in Grenzen. Die Chorstunden waren eh eine traurige Veranstaltung – alle lustlos, müde, gelangweilt, hungrig (war schließlich die letzte Unterrichtsstunde). Vier Klassen in einen Raum gepfercht. Im Winter alle in dicken Mänteln – auf dem Sprung nach Hause.

  164. Beatrix on 16. Januar 2011 at 17:34

    „Man will es vielleicht nicht glauben, aber das “pile,cunostinte, relatii” ist auch in Deutschland wichtig.“ Katharina

    Das stimmt – breitet sich immer mehr aus. Bekanntschaften = Seilschaften.

  165. Katharina on 16. Januar 2011 at 17:27

    Man will es vielleicht nicht glauben, aber das “pile,cunostinte, relatii” ist auch in Deutschland wichtig.
    Wer sich gut verkaufen konnte, da hat Durlacher vollkommen Recht,hatte die besseren Chancen.
    Es wird auch viel Wert auf die Note 1 gelegt, obwohl so mancher 1er Schüler ein “tocitor” war.
    Wer früher nach Deutschland kam, hatte auch andere Chancen. Dies muß auch erwähnt werden.
    Die aus den GUS-Länder eingewanderten Hochschulabsolventen scheiterten nicht selten an der deutschen Sprache.
    Ich hörte oft die Frage, warum viele aus der ehemaligen Sowjetunion ein Hochschuldiplom hätten?
    Hiesige zweifelten und vermuteten eine Lüge dahinter.
    Ich stellte fest, dass manche dieser Diplombesitzer über eine schlechte Allgemeinbildung verfügten.
    Dann erzählte mir eine Frau von drüben (keine Rußlanddeutsche),die Sowjetunion wollte gut dastehen und ermöglichte ihren Bürger leichter den Besuch einer Hochschule.
    Ob das die Wahrheit war?

    @Seppy
    Ich habe alle patriotischen Lieder vergessen.
    Fast ausnahmslos alle meine Lehrer von drüben verfügten über viel Fachwissen und versuchten uns nicht mit dem Virus des sogenannten Kommunismus zu infizieren.

  166. Beatrix on 16. Januar 2011 at 17:25

    Aber, wer weiß schon, was noch kommt. Ich habe noch einige Jahre vor mir im Berufsleben, und mir ist auch stets bewusst, dass sich alles schnell ändern kann.
    Jedoch die Gegenwart zählt, in die Zukunft kann man zum Glück nicht schauen.

  167. Beatrix on 16. Januar 2011 at 16:56

    „Bin gespannt ob sich einer meldet…“ (Seppy)

    In den frühen 80er-Jahren war es für Leute Mitte 20 viel einfacher auf dem Arbeitsmarkt etwas Passendes zu finden als zehn oder fünfzehn Jahre später. Deshalb (und mit etwas Glück, z. B. dass die provisorische Stelle zur Festanstellung führte plus Fortbildung) hat es gut geklappt bei mir, ich hatte von Anfang an eine bessere Arbeit als in Ru.

  168. solala on 16. Januar 2011 at 15:11

    an Durlacher,zu zwei Ihrer Beiträge von heute,

    die 68-er lassen grüßen !

    Hinsichtlich der von Ihnen geschilderten Verhältnissen in deutschen Schulen, ist bekannt, dass die Lehrer wesentlicher Rechte beschnitten worden sind, die Prof´s an UNI´s und TU´s stehen demgegenüber diesbezüglich schon besser da.

    Wie zutreffend auch Ihre Aussage in ihrem anderen Beitrag.

    Die Schröders, Fischers, Cohn-Bendits haben, zum Unterschied, es sehr wohl verstanden sich gut zu verkaufen. Ich gehe davon aus, dass keiner richtig die Rechtschreibung beherrscht, das ist aber offensichtlich gar nicht mehr wichtig, denn der eine ist heute hochdotierter Manager, der andere Professor und der Dritte bestimmt maßgeblich die Geschicke Europas.

  169. Anonymous on 16. Januar 2011 at 14:37

    Seppys Frage: “Warum sind wir dann nicht mal Mittelmaß,und viele die unten studiert haben,oder ein anderen Intelektuellen Beruf gelernt haben,hier kein Fuss gefasst haben und minderwärtige Arbeit machen,weit weg von ihrem erlernten,,Beruf,,?”

    Meine Antwort, ich zitiere mich selbst:
    “Aber so auftreten wie einer, der nur einen Knopf bedienen kann, aber den richtig und der dabei so tut, als ob es der wichtigste Knopf der Welt ist – das können wir nicht. Weil unser Selbstwertgefühl kastriert wurde.”

    Mit anderen Worten: Wir haben es nicht gelernt, uns gut zu verkaufen.
    Durlacher

  170. seppy on 16. Januar 2011 at 12:29

    Unten patriotische Lieder und Gedichte….gell?

  171. seppy on 16. Januar 2011 at 12:20

    Ergänzumg unten.

    Ich war nicht gut in der Schule ,gehe aber trotzdem meinem erlernten Beruf nach.

  172. seppy on 16. Januar 2011 at 12:06

    Durlacher,da hast du recht.
    Als mein Sohn ins Gymnasium ging ,erzählte er mir das sie ihn manchmal wegen seiner guten Abschlüsse ..Hänselten,,.
    Wer war das?Die Kinder dereren Eltern es ,,geschaft,, haben,,sprich Manager ,Banker,Ärzte,Rechtsberater…..
    Sogar vor der ganzen Klasse sagten die Lehrer:
    ,,Kannst deinem Vater sagen,ich komme Heute Abend vorbei,,Ob das Gängig ist hier in DE kann ich nicht beurteilen.
    Ich habe ihm immer beigebracht er soll sie alle links liegenlassen und sein,,Ding,,durchziehen.Hat nicht immer geklappt,weil man ja die Freundschaft nicht aufs Spiel setzten wollte.

    Ich lese hier wie toll wir in der Schule in Ro waren.Tja,am meisten dann ,wenn wir die patriotosche Lieder auswendig lernen mussten.

    Warum sind wir dann nicht mal Mittelmaß,und viele die unten studiert haben,oder ein anderen Intelektuellen Beruf gelernt haben,hier kein Fuss gefasst haben und minderwärtige Arbeit machen,weit weg von ihrem erlernten,,Beruf,,?

    Bin gespannt ob sich einer meldet….

  173. Beatrix on 16. Januar 2011 at 11:49

    Empörung gegenüber den Lehrern – das habe ich erlebt bei einer zusätzlichen Berufsausbildung an der Abendschule, hier in den 80er-Jahren (berufsbegleitend, also abends und samstags, mit IHK-Abschluss) . Obwohl Deutsch sehr wichtig war für das Berufsbild, haben einige die Deutsch-lehrerin regelrecht rausgeekelt, weil die Grammatik „nervte“. (Die Stunden wurden dann tatsächlich gestrichen.) Weiterer Grund: Damit mehr Zeit für die Fächer Kaufmännischen Rechnen und Betriebswirtschaftslehre bleibt. Und beim kaufm. Rechnen ist Algebra hilfreich. Die Grundkenntnisse des Buchstabenrechnens mussten wir uns bereits in der 6. Klasse der Grundschule aneignen. Zur damaligen Zeit war Algebra hier Gymnasium-Lehrstoff der 7. Klasse – das weiß ich aus meiner Verwandtschaft.
    Mit diesen Vorkenntnissen (obwohl ich in Grundschule in Mathe eher nur mittelmäßig war) fiel mir der Stoff leicht und ich konnte mich endlich über gute Noten in einem Rechenfach freuen.

  174. Anonymous on 16. Januar 2011 at 10:13

    Nachtrag:
    Unten erwähnte ich, dass die Klassenlehrerin angegriffen wurde. Wohlgemerkt, es ging nicht um Disziplin oder so, sondern warum sie, als Deutschlehrerin, die Kinder so quäle mit Grammatik, Kommasetzung und Konjunktiv und wozu die (Gymnasiasten!)das überhaupt brauchen. Das sagte ein Toyotahändler einer sehr engagierten Lehrerin, die einige der ganz ganz wenigen war, die ich erlebt habe, die noch außerschulisch mit den Kindern arbeitete (Projekte, gGedichte mit Malerei und Musik zu verbinden. Und der Herr wurde sekundiert von fast der Hälfte der Eltern.

    Durlacher

  175. Anonymous on 16. Januar 2011 at 10:06

    uuups, der Anonymus unten ist Durlacher

  176. Anonymous on 16. Januar 2011 at 10:05

    Warum Schüler in Rumänien mehr wussten (jetzt soll es auch eine Katastrophe sein) als die Schüler hier, ein Versuch:

    - alles was mit Allgemeinbildung zusammenhängt (vor allem Geographie, Geschichte, Zoologie, Botanik, Anatomie, von der 5. bis 8. Klasse unterrichtet, wurde nochmals von der 9. -12. Klasse unterrichtet. “Repetitio mater studiorum est” – man wiederholte und merkte es sich, Ideologie gab es hierbei nicht so viele.

    - die Stunden waren festgelegt und MUSSTEN unterrichtet werden, wenn kein “Professor” da war, dann unterrichtete ein Lyzeumsabsolvent (suplinitor, die Lehrergehälter waren so besch…eiden, da war das nicht wichtig.) Hier wird ein Lehrer nicht angestellt, wenn kein Geld vorhanden ist, oder keiner eines der Nebenfächer hat; dann wird das Fach NICHT UNTERRICHTET! Wenn dann endlich einer da ist mit dem Fach – wo soll er da beginnen?

    - Die rumänischen Schulbücher (und deren deutsche Übersetzungen) waren sehr schwer, da die Hochschullehrer, die sie schrieben, sich nicht auf das Niveau eines 5.- oder 6.-Klässlers begeben konnten. Engagierte Lehrer machten Zusammenfassungen, die an die Tafel geschrieben wurde. Das hieß: In einer Stunde alten Stoff prüfen, Hausaufgaben kontrollieren, wenn vorhanden (Zeichnungen von Skizzen von Landkarten oder Zellen etc.), neuer Stoff vorstellen mit dem “Tafelbild” und das mussten die Schüler auch in ihr Heft abeschreiben, daher hatten sie das Wichtigste schon in Kurzform, sie wurden flott im Lesen und Schreiben!

    - Erst die Geschichte der Neuzeit und Rumäniens war überfrachtet mit marxistischem Schnickschnack. Ich erinnere mich gerne an die Geschichte des Altertums, in den Büchern gab es immer auch viele Bilder und in Erdkunde musste man das Land zeichnen mit seinen Nachbarn, den wichtigsten Städten, Flüssen, Bergen, Bodenschätzen, man erfuhr, welche Berühmtheite es gab.

    Übrigens: In Deutschland muss sich jeder Lehrer in zwei Unterrichtsfächern qualifizieren, Sport und Mathe oder so sind keine Ausnahmen. Die Lehrer aus Rumänien, die Deutsch und Englisch haben, sind geplagt, sie sind in ihrer Freizeit ständig am Korrigieren.

    Das Repertoire bei meinen Musiklehrern war meist so, dass man 1 – 2 patriotische Lieder auf Lager hatte (gerne aus der DDR, “Wir sind jung, die Welt ist offen”, was man getrost auch jetzt singen könnte) und sonst haben wir viele Volkslieder gelernt.

    - Die Pflichtlektürelisten waren auch ein Horror, aber es wurde gelesen. Übrigens, in Rumänisch hatten wir mehr aus der Weltliteratur in der 5. -8. Klasse. Aber: Wir hatten ja keine Glotze, keine gameboys, kein Internet, selten ein Kino, was blieb uns anderes übrig bei schlechtem Wetter? Und ich behaupte, die meistens positive Einstellung zu Lehrern und Schule nach dem Motto “Alles was man im Kopf hat, kann einem nicht genommen werden” trug auch dazu bei, mehr zu lernen. Es war nicht nur der Zwang.

    Ich war entsetzt, als ich bei meinem ersten Elternstammtisch hier in Deutschland zu hören bekam, wie über Lehrer hergefallen wurde; viele verlangten extra Behandlungen für ihr liebes sensibles Kind und griffen am Elternabend vor der ganzen Versammlung die Klassenlehrerin an. Und ich dachte, wie blöd können Eltern sein, wenn ich den Lehrer vor allen zur Sau mache, kann ich doch nicht erwarten, dass der nachher liebevoller mit meinem Kind umspringt.

    Es gefällt mir, dass hier Eltern immer mit ihrem Kind halten, aber nicht wenige werden maßlos und übertreiben. Dem Lehrer wird nie signalisiert, dass die Eltern seine Arbeit unterstützen.

  177. getkiss on 16. Januar 2011 at 09:24

    @alma:”Sie mussten sich nur an den Inhalt der Schulbücher halten. Bücher, die vom Kultusministerium – gut überlegt – gestaltet und genehmigt wurden und die für das ganze Land galten.”

    Gut überlegt? Ob der Inhalt den Vorgaben der Partei entspricht, oder was war wichtig?

    @alma:”Unter diesen geregelten Bedingungen konnte sich dann die Kreativität der Lehrer guten Gewissens entfalten, denn sie konnten sicher sein, dass, wenn sie das Buch mit den Schülern durcharbeiten, viel erreicht ist. Diese festen Regeln brachten Entspannung mit sich.”

    Von wo wissen Sie das? Haben Sie als Lehrer gearbeitet dort? Haben Sie eine Ahnung davon, welchem Druck ein/e Musiklehrer/in ausgesetzt war, bei dem Aussuchen der Lieder, die die Schüler in den paar Musikstunden lernen mussten? Oder ein Geschichte-Lehrer, der nach Ihrer Vorstellung “kreativ” sein konnte?

  178. Der Schwob on 16. Januar 2011 at 03:25

    wiewahr

  179. Katharina on 16. Januar 2011 at 01:53

    Das rumänische Wort harababura fiel mir gerade ein, wenn ich an deutsche Schulbücher denke.
    Hier ein Thema, dort ein anderes Thema. Kein Zusammenhang.
    Kein Wunder, wenn Schüler keine gute Allgemeinbildung mehr haben.

    Der kleine Junge meiner Kollegin hat sich mit Nachdenkwörter, Mitsprechwörter und Merkwörter abmühen müssen. Und ich guckte zunächst erstaunt, weil ich davon zum ersten Mal gehört habe.
    Es wird immer was Neues erfunden. Immer verwirrender.
    Ich habe kein Schulkind mehr und keine Schulbücher im Haus, um konkrete Beispiele zu bringen.
    Wenn der Sportlehrer gleichzeitig auch Deutsch und vielleicht Erdkunde unterrichtet, kann man sich ein Bild machen…
    Zu unserer Zeit gab es Gottseidank keine Drucker.
    Wir lernten aus dem Buch oder machten uns Notizen.
    Die Schüler hier müssen Kopiergeld der Schule bezahlen, bekommen dafür unzählige Papiere, die sie ordentlich in Ordner abheften, schleppen diese Ordner gewissenhaft mit in die Schule und wieder zurück. Man muß sich strikt an das Gesagte vom Lehrer halten (oder was auf den Papieren steht) denn zusätzliches Wissen ist nicht von allen Lehrer gewünscht.
    Ich kam mit wenigen Illusionen nach Deutschland.
    Die Illusion, dass deutsche Schulen unvergleichlich besser als jene in Rumänien sind,starb ziemlich schnell.

  180. Der Schwob on 16. Januar 2011 at 01:53

    Es war höchste Zeit, dass Offizielle wie Hüsch sich endlich zu unserer rezenteren
    Geschichte äußerten. Die Zeitzeugen sterben langsam weg, Schmidt ist über 90,
    Genscher und Kohl werden auch nicht fitter. Man hätte schon längst Interviews
    mit den wichtigsten Protagonisten in die Wege leiten müssen, aber so etwas wie
    ein Geschichtsbewußtsein haben weder Sachsen noch Schwaben.
    Für uns Schwaben hört die Geschichte eh nach 1920 auf, danach folgen nur Peanuts.

    Ich hatte einmal das Vergnügen, mit Hans Bergel aus Rosenau, dem langjährigen Redakteur der Siebenbürger Zeitung, über das Milliardengeschäft
    zu sprechen. Nach seiner Auffassung verdanken wir den Schmidt-Ceausescu-Vertrag eher dem Zufall. Es gab Mitte der 70er keinen Plan, die Deutschen aus
    Rumänien rauszukaufen. Die Problematik wurde sehr wohl in den Landsmannschaften diskutiert. Dabei herrschte bei den eigenen Leuten, Sachsen wie Schwaben, der Tenor, ein Exodus wäre Verrat an der deutschen
    Sache. Laut Bergel hätten weder Genscher noch Schmidt ein besonderes Interesse an einem Freikauf gehabt.
    Der kurze Dienstweg bedeutet für mich immer noch das Einfachste.
    Vielleicht sollten wir die Protagonisten auffordern, hier im Blog zu schreiben.

  181. alma on 16. Januar 2011 at 00:15

    Eigentlich ist es noch nicht lange her, dass ich mich verabschiedet habe, aber was solls – auch das Thema Schule ist etwas, was mich oft in Rage bringt.

    Katharina, ich glaube, dass die gute Qualität des Unterrichts bei uns im ehem. Ostblock daran lag, dass die Lehrer keine Zeit damit verschwenden mussten, um ihn nach ihren individuellen Vorstellungen inhaltlich zu gestalten. Sie mussten sich nur an den Inhalt der Schulbücher halten. Bücher, die vom Kultusministerium – gut überlegt – gestaltet und genehmigt wurden und die für das ganze Land galten. Unter diesen geregelten Bedingungen konnte sich dann die Kreativität der Lehrer guten Gewissens entfalten, denn sie konnten sicher sein, dass, wenn sie das Buch mit den Schülern durcharbeiten, viel erreicht ist. Diese festen Regeln brachten Entspannung mit sich. Desweiteren schienen die Lehrinhalte der Bestrebung zu dienen, dem Schüler einen breiten Blick über die Thematik zu verschaffen. In D scheinen die Schüler nie einen Schnelldurchlauf durch, z. B., die Geschichte gemacht zu haben; sie fangen irgendwo in der Mitte an und kauen jahrelang an einem Thema herum, ohne es je in einem breiteren Kontext sehen zu können.

    Ich frage mich, wie es sein kann, dass manchmal jedes Gymnasium einer deutschen Stadt, für dasselbe Fach, andere Schulbücher verwendet. Besser gesagt kauft, denn oft wird nichts aus diesen Büchern unterrichtet – die werden nur herumgetragen, denn unterrichtet wird von Handouts, die sich der Lehrer ausdenkt. Und so bekommt der kleine Schüler ein Biologiebuch auf sein Rücken gepackt, das so schwer ist wie Blei (aus schwerstem Papier hergestellt) und das nicht das einzige Buch in seiner Schulranze ist. Und so schleppen sich die Kinder durch die Straßen und klagen über Rückenschmerzen und keiner will sie hören. Irgendwie schlägt die Institution Schule immer auf den Rücken des Menschen – füher war es der Knüppel, heute sind es rücksichtslose Verlage, die aber von der Gesellschaft am Leben gehalten müssen.

  182. Beatrix on 15. Januar 2011 at 21:16

    Durlacher, der TV-Beitrag aus der Schweiz ist interessant und danke Alma für den Musical-Clip, habe gerade eine inhaltliche Zusammenfassung von „Die Elenden“ gelesen – die Verfilmung, TV-Serie, sah ich vor langer Zeit. Bei der SF-Reportage kommt etwas Wehmut auf wegen der eigentlich realistischen Einschätzung, dass das Siebenbürger Sächsische bald „ein Sprachdenkmal“ sein wird. Hoffentlich bleiben die Kirchenburgen und alle historischen Bau-Ensembles erhalten. Sehr gelungen finde ich übrigens den kurzen Trailer, ein paar Momente unserer Identität, zu Beginn der deutschsprachigen Sendung auf TVR2: ebenfalls in der Reportage (ab Minute 14.24).

  183. Katharina on 15. Januar 2011 at 14:36

    Lang ist es her, fällt mir gerade ein, dass ich Victor Hugos ” Les Miserables” gelesen habe.
    In rumänischer Sprache.
    In der Schule gab es die “Privatlektüre”, immer eine Liste Bücher die man lesen sollte/mußte. Danach schrieb man in das Heft Namen des Buches, des Autoren, Verlag und etwas über den Inhalt des Buches.
    Man sollte dann auch angeben, was einem an dem Buch gefallen hat.
    Rückblickend würde ich sagen, die Banater Schulen würden im Vergleich zu westdeutschen Schulen nicht schlecht abschneiden.
    Ob westdeutsche Lehrer einen Vergleich überhaupt wünschen?

  184. alma on 15. Januar 2011 at 11:22

    Nichts ist neu unter der Sonne, auch den Freikauf gab es schon immer:

    http://www.youtube.com/watch?v=gYMAq2YONmw :-)

    Unterzeichnet: Eine Cosette mit neuem Hut, an der Seite von Papa D

    P.S.: Das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen.

  185. Katharina on 15. Januar 2011 at 11:13

    Ingemar hat doch Dr.Hüsch geschrieben. Kam eine Antwort?
    Der hier unter Dr.Hüsch schreibende User war wohl doch nicht der Echte?

    Handel hat für mich immer was Anrüchiges auch.
    Selbst wenn ich den Spruch “Der Zweck heiligt die Mittel” jetzt gelten lasse und auf die Freiheit verweise, die uns allen fehlte und wichtig war, bleibt bei mir das Gefühl der großen Ungerechtigkeit.
    Wer das Geld aus dem Westen für den Gärtner nicht hatte, konnte alles vergessen.
    So gesehen, hat Dr. Hüsch mir nicht geholfen.
    Deutschland bin ich aber dankbar, dass es seine Tore auch den Anderen (wenn auch sehr spät) öffnete.

    Betreff Zahlen. Bei so einem Geschäft wird die Wahrheit wohl nie ganz zu Tage kommen.

  186. Katharina on 15. Januar 2011 at 10:56

    Schöne Heimat Siebenbürgen…
    Es war nicht meine Heimat.
    Doch als ich diesen Film jetzt mir ansah, spürte ich auch eine gewisse Traurigkeit.
    War es richtig dieses schöne Fleckchen Erde zu verlassen?
    Einerseits kennen wir genug Gründe, die uns zum Ja führen, anderseits haben wir auch noch ein Herz, das partout nicht immer so will, wie uns der kühle Kopf diktiert.
    Durlacher, danke für den Link.
    Mein sentimentales Temperament hat schon wieder dazwischen gefunkt.

  187. Polki on 15. Januar 2011 at 10:09

    Das ist ein wunderbarer Film Durlacher

    ich habe diese Sprache auch gut verstanden.
    sogar das Rusische
    Davai u Schachtu hat die Frau gesagt und as sie ihre Jugendjahre in Russland verloren hat !
    Habe den Film nicht ganz gesehen aber ich werde es nochmal tun.

  188. Durlacher on 15. Januar 2011 at 09:37

    das passt nicht ganz her, aber ihr könnt Sächsisch und Rumantsch (von ganz wenigen in der Schweiz gesprochen) hören, es ist eine Reportage über die Sachsen. Da ich nicht bei den Sibis zugange bin, stell ich es hier rein:http://www.rtr.ch/home/televisiun/televisiun.html
    link: Cuntrasts

    http://www.videoportal.sf.tv/sendung?id=c482ae3c-b1d0-0001-99ed-6cb01b8b12b6

    Im Verlaufe der nächsten Monate wird die Televisiun Rumantscha eine
    mehrsprachige (deutsch, französisch und italienisch) DVD des Filmes
    produzieren.

  189. Polki on 14. Januar 2011 at 23:33

    Getkiss ich habe den Bericht gelesen
    Also die zahlen stimmen mit meinen überein
    8.000 Menschen Pro Jahr insgesamt 210.000 von 1968 bis 1990.
    Dr Hüsch ging von hier beleidigt. er behaubtete meine Zahlen seien schwachsin!

    jetzt stellt sich heraus……Sie haben 1 Milliarde bezahlt!

    Ich glaube diesem Schwindel nicht !! Warum nicht? Ich werde es Euch erklären: Dr Hüsch besitzt die perfekte Rechnung und die lautete am Amfang 5.000 pro Person und gegen Ende 8.000 bis über 10.000 DM

    Einigen wir uns sagen wir auf einen durschnitt von 7.000 DM bei den 210.000 Menschen sind das 1.5 Miliarden DM (1.470.000.000)und soviel bezahlten die Ausreisenden noch mal Schwarz…………
    Das sind dann 3 Miliarden und auch noch 3 Milliarden Lei die genau so schwehr verdient wurden wie die DM!

    Was für 0815 Regierung hat Deutschland wenn man nach 20 Jahren die halbe Wahrheit erst ans Tageslicht bringt !?

    Ja in dem Bericht wird über Menschenhadel gesprochen früher hat man es Sklavenhandel bennant.

    Und eins noch mit. wir kannten in Rumänien die Zahlen, da wir in der fabrik dies genau so ausgerechnet hatten. So pled sind wir ja nun mal auch nicht!!

    So wurde mein Bericht hier auf dem Blog ein jahr vor dem auf Siebenbürgen de herausgebracht

  190. Anonymous on 14. Januar 2011 at 23:21

    Nein, Polki, das waren ungeschriebene Gesetze, es waren dei alten methoden, mit denen man in deutschland viel früher als bei uns aufgeräumt hat. Die Pädagogik der Kaiserzeit und der Nazizeit ist nahtlos in die kommunistische Erziehung übergegangen. Die Roten haben doch auch gesagt, lange Haare und Jazz und Jeans sind dekadent und abstrakte Malerei sei abartig. Ich besaß ein DDR-Jugendbuch, “Sheriff Teddy”. Da wollten die einem weismachen, dass Jazz und Comics aus Jugendlichen Verbrechern machen! Ansichten wie die Nazis.

    Zum Glück gab es immer schon Eltern und Lehrer, die aus dem Bauch heraus das Richtige machten.
    “Omul sfintzeste locul”

  191. Anonymous on 14. Januar 2011 at 23:14

    Mit dem Wissen, das wir in unserer Schule mitbekamen, müssen wir uns nicht verstecken und können es mit den meisten Gleichaltrigen aus Deutschland aufnehmen, ja, ich behaupte sogar, dass wir mehr wissen.

    Aber so auftreten wie einer, der nur einen Knopf bedienen kann, aber den richtig und der dabei so tut, als ob es der wichtigste Knopf der Welt ist – das können wir nicht. Weil unser Selbstwertgefühl kastriert wurde.
    Eine gute Nacht.
    Durlacher.

  192. Polki on 14. Januar 2011 at 23:06

    Katherina diese praktigen gab es bei uns auch !
    So sehen wir doch das es Systhem war unsere Schule in Rumänien. Die lehrer lernten so etwas in der Ausbildung………

    So langsam kommen wir zum Schlus das alle Schulen das gleiche taten, nur das einige Lehrkräfte die Gesetze zu 100% umsezten und andere eben nicht bei der barbarei mitspielten !

  193. Katharina on 14. Januar 2011 at 22:03

    Die Geschichte, die ich jetzt bringe,ist nicht Fiktion. Nur ist sie so alt, dass ich viele Einzelheiten nicht mehr kenne.
    Eine Lehrerin, die eigentlich viel für die Bildung ihrer Schüler tat, verließ eines Tages für eine längere Zeit den Klassenraum. Sie bat die Schüler, sich still zu verhalten.
    Zusätzlich erteilte sie einer Schülerin den Auftrag,
    sich die Schlimmen zu merken…
    Kaum war die Lehrerin aus der Klasse, ging es laut her.
    Die “Aufseherin” dachte nur, dass sie alles melden muß und ihr war nicht wohl in der Haut.
    Einerseits wollte sie ihre Mitschüler nicht verpetzen, anderseits wußte sie, sie würde für eine Lüge hart bestraft. Sie hätte lügen können, die sichere Bestrafung akzeptieren…aber nein.
    Sie nannte die Namen der Mitschüler.
    Sie tat das nicht gerne, aber was sie dann erlebte, war Strafe genug!
    Sie hat mit ihren Mitschüler nie darüber gesprochen.
    Die Mitschüler selbst haben ihr nie direkt einen Vorwurf gemacht. Und mit den Jahren vergaß sie, wen sie denunzierte.
    Doch sie vergaß nie die Grausamkeit, die allen zuteil wurde. Womöglich dachte die Lehrerin, unartige Schüler verdienen das…
    Das Mädchen von damals, 9 Jahre jung, wird diesen Tag nie ganz vergessen.
    Die Lehrerin entließ alle braven Kinder nach Hause.
    Die Schlimmen (korrekt wäre: die Lebhaften) wurden in den Schulhof geschickt.
    Dann öffnete sie das Fenster und das Mädchen mußte sich neben sie stellen und zusehen.
    Vom Fenster aus erteilte sie Befehle.
    Die Kinder mußten zum Beispiel in die Hocke gehen und über den Hof hüpfen.
    Und andere solche “Sachen”.
    Sie waren schon völlig müde und die Lehrerin erteilte noch immer Befehle…
    Die Denunziantin spürte wie ihr Herz zu bluten begann…So eine Bestrafung hatte sie nicht erwartet. Und dass sie noch zusehen mußte!
    Im Grunde wurden hier allen Seelen (sowohl der “Täter” als auch der Denunziantin) Gewalt angetan. Aus Sadismus oder doch nur aus dem Wunsch,
    die Kinder Disziplin zu lernen?

  194. getkiss on 14. Januar 2011 at 21:33
  195. Polki on 14. Januar 2011 at 19:35

    Durlacher ich bin begeister von deinem Bericht, danke.
    Das nenne ich Menschlichkeit !!

    Im Leben zurückschauen ehrlich mit Gefühl und Respekt. Werde wenn ich Zeit habe dies nochmals durchlesen.
    So soll ein Blog aussehen , man braucht kein Zirkus sondern Menschen die das Leben korekt beurteilen.

  196. seppy on 14. Januar 2011 at 19:23

    Katharina am 13. Januar 2011 um 23:45

    @Katharina

    Entschuldigung,ich habe deinen Beitrag missverstanden.Sorry!

  197. seppy on 14. Januar 2011 at 17:45

    Die Lehrer waren auch gut in ihrem Fach das will ich gar nicht bestreiten,das Problem war nur sie übten Macht aus für jeden Sch…..Die Frage war bei mir immer :Warum nur ich und meine zwei drei Kollegen ,da wir so wie so schon genug zu Hause auszuhalten hatten?
    In den Klassen 5-8 war es noch schlimmer.Da kann man schon von Brutalität reden.

    Als mein Sohn hier in die Schule gegangen ist ,war die Klassenlehrerinn auf Besuch bei uns,und hat uns darauf hingewiesen das es vieleicht am Anfang Probleme sein werden und wir sollten auf ihn kein Druck ausüben und siehe da ,er hat ,,Fuss,,gefasst und auch gut gelernt.

  198. Anonymous on 14. Januar 2011 at 17:30

    Das habe ich mit “Glück gehabt” gemeint, Seppy, wenn die Eltern versagten: dass eine Lehrerin einem das Gefühl gab, dass man doch etwas wert ist.
    Ich hatte meist gute Professoren, ich ging sehr gerne in die Schule.
    In der Grundschule war ich ein lebhaftes Kind, viel mit Jungen unterwegs, und wenn wir was anstellten, bekamen die Jungs eine hintendrauf und ich wurde regelrecht niedergeprügelt. Weil meine Lehrerin meine Mutter war und dachte, sie müsse beweisen, dass sie nicht mit mir hält. Nichts was ich und meine Geschwister machten, war gut genug. Mein Vater ließ sie gewähren, er war nie zuhause. Die Mädchen aus der Klasse haben das aber ausgenützt und mich auch geschnitten.

    Ab der 5. Klasse atmete ich auf. Jetzt war ich eine von den “Guten”. Und weil ich gut lernte, hatte ich überhaupt kein Verständnis für diejenigen, die es nicht konnten. Ich hatte ja nichts anderes als das Lesen! Einer von denen – heute würde ich sagen ein Legastheniker- hat mir eine Watschen gegeben. Ich hab jetzt noch seine schmerzerfüllten Augen vor mir. Die hatte ich auch verdient, denn ich war dafür, dass er durchfallen sollte. Das tut mir unendlich leid und verfolgt mich jetzt noch und ich kann nicht mit ihm darüber sprechen, weil er tot ist. Unser Klassenlehrer war so bescheuert, dass er die Verantwortung uns Schülern zuschob und abstimmen ließ. ( er war auch ein Sadist mit “schlechten” Schülern; “Nimm dir dein Scheißcarnet” ist eines seiner Zitate oder ” Ich geb dir eine Pletsch, dass nur ein Fettfleck von dir übrig bleibt”).

    Erst im Lyzeum hatte ich eine beste Freundin (bis heute) und verstand mich gut mit den Mädchen vom Dorf. Und meine Klassenlehrerin hat immer zu mir gehalten. Von ihr akzeptierte ich jede Kritik.

    Aber von den ehemaligen Kollegen die der Klassen- und Deutschlehrer von der 5. -8. Kl. fertig gemacht hat, ist einer psychisch krank geworden. Der sagt auch jetzt noch, wenn er ihn in die Finger kriegt, bringt er ihn um. Wir haben viel von diesem Lehrer über neue deutsche Literatur erfahren, ich persönlich verdanke ihm viel diesbezüglich, aber als Mensch hatte er versagt.

    Durlacher

  199. seppy on 14. Januar 2011 at 11:47

    Anhang unten:

    Ich habe schon einmal geschrieben ich bin in bester Verfassung und bin über alles hinweg.

    Wie man schreibt ist für mich als ,,Normalo,,irrelevant.

    Wenn man einem in die Augen sieht und mit ihm so Auge in Auge debatiert kann man sich erst seine Meinung über die Person bilden.

  200. seppy on 14. Januar 2011 at 11:42

    ,,Ob man das dann in einem öffentlichen Forum tut, ist doch immer eine eigene Entscheidung.
    Schweigen ist nur manchmal Gold.,,schreibt Katharina

    Tja wieder schweigen…schweigen….schweigen…Ich verrate doch keine ,,Staatsgeheimnisse!

    Ja wo denn sonst soll man alles schreiben wenn nicht in einem Forum ,das andere auch lesen können das da ,,Unten,,im Banat,manche auch von Deutschen unterdrückt wurden und nicht der Eindruck entsteht:Es war alles toll,wir haben uns gut verstanden,Die Städter mit den Bauern,die Lehrer mit ihren Schüler und alle Nationen unter sich…
    Es war leider nicht so.

    @Reinhard

    Wir hatten eine Deutsch,,Proffesorin,,aus Siebenbürgen.Sie blieb gerade mal 2 Jahre.Sie konnte sich mit der Schwäbischen Mentalität nicht anfreunden.Ein Jahr lang lebte sie allein ,ihr Mann hat es woanders hin verschlagen.
    Es war eine arme ,Kinderreiche Familie ,wie sie mir immer erzählte.Die ,,Schwabenkinder ,aus der Schule zogen immer über sie her wegen ihrer Kleider oder Frisur.Ich habe gesehen das sie darunter litt.Eingeladen wurde sie auch nicht zu keinem nach Hause,also lebte sie zurückgezogen in einer kleinen Mietwohnung.Ich besuchte sie des öfters und bekam von ihr immer Bücher zum lesen ,das erste war das Niebelungenlied.Und das lesen das bis Heute mein Hobby ist habe ich so zu sagen von ihr mit auf den Weg bekommen.Also mal eine Tragisch-Schöne Geschichte.

  201. Katharina on 13. Januar 2011 at 23:45

    Ich bin der Meinung, Seppy und andere sollen Erlebnisse, die sie beschäftigen, nicht verdrängen oder nur abhaken. Man soll Sachen für sich klären.
    Ob man das dann in einem öffentlichen Forum tut, ist doch immer eine eigene Entscheidung.
    Schweigen ist nur manchmal Gold.

    Kinder in Schubladen stecken finde ich zwar verwerflich, aber dass es in Banater Schulen nie vorkam, stimmt nicht.
    Wir im Banatblog können das Thema zur Debatte bringen, aber die ganze Wahrheit werden wir nicht rausfinden.
    Obwohl es uns doch um diese Wahrheit geht.

  202. Reinhardt Rausch on 13. Januar 2011 at 20:33

    Hallo Seppy,

    ich glaube zu verstehen was Du sagen möchtest.
    Als meine Eltern mit uns Jungen weg sind hat meine Mutter zum letzten mal den Kesselofen (ich kann es nicht anders nennen) angeheizt und all unsere Briefe, Papiere und Unterlagen die nicht für die Ausreise zugelassen waren verbrannt.
    Nun, ich behaupte, es war eine Zäsur, denn es wurde eine junge Identität einfach ausgelöscht. Ich bin überzeugt das es meinen beide Brüder ähnlich fühlten.
    Erste Schreibversuche, die ersten Liebesbriefe, alles ging in Feuer und Rauch auf.
    Die Zeit in Rumänien bis zur Ausreise ist nur noch im Geiste da.
    Meine Mutter war mit Sicherheit nicht kaltherzig oder egoistisch, sie war einfach realistisch.
    Heute kann ich es verstehen.
    Aber ein Großteil meines Lebens ist unwiderbringlich dahin.

    Meine Erfahrungen mit unseren Lehrern an unserer Schule sind bis heute durchweg positiv.

    Das was Seppy und Polkakenig über die Lehrer schreiben kann ich nicht bestätigen.
    Glücklicherweise.
    Unsere Grunschullehrerein kam als junge Referendarin zu uns aufs Land. Da hat sie dann auch auch ihren späteren Ehemann kennegelernt. Auch ein Lehranfänger, aus einem anderen Dorf.
    Sie war als Stadterin vermutlich nicht sehr glücklich bei den Bauernschwaben auf dem Lande.
    Aber wir haben nie etwas davon zu spüren bekommen.
    Einen Jungen der älter war als wir den hat sie mit all ihrer Kraft mit durchgeschleppt bis zum Ende der vierten Klasse damit er wenigstens einen vierklassen Abschluss hat. Und sie hat uns ermuntert und angehalten das wir ihm helfen damit er es bis dahin schafft.
    Und später, als man älter und in der Berufsausbildung war hat man sich dann schon auch selber wehren können.

    Es mag bei vielen anders gewesen sein, aber das kann ich nicht bestätigen.

    Grüsse von Reinhardt

  203. seppy on 13. Januar 2011 at 17:52

    Ich habe geschrieben das es eine Geschichte aus dem Banat ist,weil viele ihre Lehrer noch Heute ,,vergöttern,,(Schön für sie)und darum habe ich das Beispiel aus meiner Kindheit bekanntgemacht.Sollen wir wie immer schweigen?Was war, war und fertig?Dann können wir gleich über kochen,backen und Kerweih schreiben damit man ja nichts falsches macht.Oder ist das erlebte einiger Landsmänner nicht so wichtig um es wenigstens zu lesen und wenn man sich nicht äusern will ,wenigsten als ,,Aprobation,,im stillen den Kopf schütteln.
    Nein.Wir müssen unsere Geschichte auch aufarbeiten,mit guten Sachen(die ich hier nicht gelesen habe)Und mit Beispiele die uns nicht angenehm sind.Das nenne ich ehrlich zu sich und anderen zu sein.
    Das Problem ist ,das wir nicht alles schön reden sollen.
    Wie der Polki schreibt das er auch vieles mitbekommen hat scheint es das das alles keine Einzelfälle waren.

    @solala

    ….danke für deinen Zuspruch.Ich bin mit mir und der Vergangenheit schon im reinen.

  204. Polki on 13. Januar 2011 at 17:30

    Da hast Du schon Recht Ingemar vielleicht habe ich mich auch verschrieben. den es gab gute lehrer und schlechte Lehrer das ist hier in Deutschland auch so.
    Aber es gab ein Systhem das die Schwachen mishandelt hat und da haben sehr viele Lehrer aus ihrem Ego mitgespielt und das war in allen Dörfer gleich.

    Schon mit dem Pionier werden, hat man angefangen die Kinder zu mishandeln.
    Es war in den Grundschule eine Schande nicht Pionier zu werden, dann dan hast keine gute Noten gehabt und hast automatisch zu den dummen gehört!
    Warst abgestempelt worden, obwohl die Gscheide einer Partei verfürt wurden die Morde Verbrechen und grosse Grausamkeiten verübt hat an ehrliche Bürger die nicht haben in Glied und Reihe marschieren.

    Las nur mich und die anderen erzählen dann werden wir ja sehen wie es tatsächlich war !
    Ich habe nichts dagegen es können sich auch Lehrer zu Wort melden. Jeder hat hier die Freiheit und das Recht dazu.

  205. Ingemar on 13. Januar 2011 at 15:42

    @Polki
    Meine Erfahrung mit der Schule in Rumänien hat hier gar nichts mit zu tun. Und kann auch nicht entscheident sein, denn erstens war ich nur einige Monate und zweitens wahrscheinlich an die 30 Jahre später. Mir geht es auch nicht drum zu sagen, dass es nicht so war. Ich glaube die Geschichte und genau so deinen Erfahrungen. Das einzige was mich gestört hat, war dass du die Geschichte für alle Banater Lehrer und Schulen verallgemeinert hast. Und dass kann ich dann aber nicht so stehen lassen. Denn wie du jetzt selbst sagst, es gab solche und solche.

  206. Polki on 13. Januar 2011 at 15:02

    Katherina
    Herta Müller hat die Wahrheit geschrieben. Unerheblich, ob es von ihr selbst erlebt oder nur das von anderen Menschen Erlebte war.
    Wie man urteilt, ist aber nicht exklusiv am selbst Erlebten festzumachen. Es kommt immer noch auf andere “Zutaten” an.

    Also ich habe aus diesem Text entnommen das Du denn Seppy aufklären wolltest über Herta Müller.
    Und ich weiß von Seppy das er Hertas Bücher schäzt.
    Somit habe ich nur wollen kein misverständniss auftaugen lassen.
    Da ihr im Prinzip kleicher Meinung seid.
    Dies ist meine Meinung und ich sehe nicchts falsch da drann.
    Also es war nichts bösse gemeint Katherina.

    Ingemar wie lange warst Du in Rumänien in der Schule und wann ?

    Also ich werde Euch ein Bild von der Deutschen Schule malen wenn ich Zeit habe. Seppy hat Tatsachen geschrieben die viele Kinder erlebt haben.
    Nur jeder schaut weg und will es nicht wahr haben…………….
    Es waren solche und solche Lehrer

    Ich möchte nicht bei Seppy schleimen aber ich möchte nur ein Satz herrausnehmen von dem Bericht:
    Der Schüler wurde in eine andere Klasse geschickt, um nach dem Ergebniss zu Fragen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Also dies war eine 100% Vergewaltigung von dem Schüler , da gibt es nichts zu rechtfertigen, ich weiß wir hatten in Blumenthal auch verrückte Lehrer
    und Kinder von Armen Menschen sind besonderst schlecht behandelt worden auch vom Herr Pfarrer.
    Und das kenne ich auch von Bruckenau !!

    Somit werde ich mich mal an das Thema machen und a biserl in den Errinerungen rumstochern. Ohne wenn und aber, es war sehr sehr schlimm !!

    Ob die Blumethaler oder Bruckenauer dann noch anschauen werden ist mir wurst.

    Gruss euer Polki

  207. solala on 13. Januar 2011 at 10:43

    @seppy,
    es ist mir ein Anliegen Ihnen mitzuteilen:

    dass Sie über Ihre leidlichen Erfahrungen im Banat mit Ihren Eltern – die haben sicher ihr Bestes getan, konnten aber es nicht anders, oder besser regeln -bedingt durch die damaligen Verhältnisse- und über Ihre Erfahrungen mit den Lehrern, hier berichten, finde ich gut.

    Nicht alle Lehrer waren damals, in den sechziger – siebziger Jahren v.Jh. – nach unserem heutigen Verständnis in Deutschland, aber auch nach dem Verständnis der Schulpädagogik aus der Zeit als mein Vater noch vor dem II. Weltkrieg in die Schule gegangen ist, gerade zimperlich im Umgang mit ihren Schülern.

    Ich selbst habe für mich, die Zeit, die ich in den Schulen im Banat verbracht habe, längst “ad acta” gelegt, erst jetzt, durch diesen Blog erinnere ich mich an jene Zeit.

    Auch ich habe Erlebnisse in der Grundschule ( 5. bis 8. Klasse ) gehabt, die, wenn ich sie heute nach meinen jetzigen Maßstäben beurteile, nicht rechtens waren, damals für mich aber auch nicht.
    Ein Kind, wie auch ich damals, empfindet die Ungerechtigkeit, weil als Kind noch nicht verbildet, weit intensiver als Erwachsene.

    Ich habe es damals als 10- bis 14- Jährige nicht für nötig gehalten, weil unwissend, zu Hause zu erzählen, was in meiner Klasse mit diesm besagten Lehrer ( Prof. ) vorging.

    Meine Mutter fragte mich nach Jahren, als ich so nebenbei über das Erlebte in der Grundschule ( 5. – 8. Klasse) erzählte, “wieso hast du nie etwas gesagt, wir hatten damals die Möglichkeiten, als Eltern, dagegen einzuschreiten”.

    Es war nur ein einziger Lehrer ( die nannten sich dort ab der 5. Klasse eigenartigerweise “Professor” ), der voll daneben war – Terror nach höchstem Maße -.
    Alle anderen Lehrer waren voll in Ordnung, ich schätze sie heute noch als Lehrer von aussergewöhnlichem Einsatz für uns Schüler.

    Auch heute mache ich – wenn ich danach gefragt werden würde – diesem einen Lehrer ( Prof. ) den größten Vorwurf, weil er sich pädagogisch zutiefst falsch benommen hat. Er lebt schon lange nicht mehr – ganz frühzeitig das Erdendasein verlassn.
    Vielleicht auch wegen seiner späten Erkenntnis, dass er vielen Kindern, für die er verantwortlich war, in ihrer Entwicklung eigentlich geschadet hat.

    Es waren andere Zeiten damals.

    Seppy, gehen Sie in sich und schließen Sie mit der Vergangenheit Frieden. Sie sind nicht allein mit Ihren Erlebnissen.

  208. Ingemar on 12. Januar 2011 at 22:41

    Nein Polki da muss ich dir widersprechen. Das war sicher nicht das Gesicht schwowischer Schulen. Das ist das Gesicht eines Menschen, der komplett seinen Beruf verfehlt hat. Genau so wie es in Deutschland und anderswo sicher auch der Fall war.

    Das ist es was ich an Herta Müller so kritisieren. Nicht was sie schreibt, sondern das sie ihr Geschriebenes außerhalb der Geschichte als Allgemeingültig darstellt.

    Der Bericht von Seppy ist tragisch, da brauchen wir gar nicht darüber reden. Aber es gab auch das Gegenteil. Und man muss sich auch mal die Frage stellen, was zum Beispiel den Vater und viele andere Alkoholiker im Banat dazu gebracht haben. Es war sicher nicht nur eigenverschulden, sondern oft und ich behaupte meistens die Situation, die Lebensumstände daran schuld.

  209. Katharina on 12. Januar 2011 at 22:30

    Ich habe was durcheinandergebracht???? Was denn, Polki???
    Na klar. Ich verwöhntes Kind habe nicht den geschulten Blick für Geschichten dieser Art!
    Mea culpa!
    Die Schulen, die ich besucht habe, vermittelten mir nicht das Verständnis für das. :-?
    Meine Eltern waren auch Aliens! :-D

  210. Polki on 12. Januar 2011 at 22:00

    Zuerst mal muss ich mich zum Seppy seiner Kindheit äussern ! Dies kenne ich zu genügend auch aus blumenthal und auch von andren Dörfer !!

    Manche kinder wurden mishandelt und so erniedrigt das ich mich heute noch Frage was dies hat sollen sein. Sicher habe ich nicht so viel Schule wie die Gscheide da im Blog nur ich hatte auch Augen und verstand und weerde wenn ich Zeit habe eine solche geschichte zusammenfasen mit geänderten Namen !

    Seppy hat das Wahre Gesicht der Schwowische Schulen herübergebracht.
    In Deutschland ist es auch so ähnlich, ich erlebe es jede Woche , die taten werden aber nicht von den lehrer begangen sondern von den Schüler !

    Katherina entschuldigung wenn ich Dich aufklären muss. Du bringst was durchanander.
    Seppy schreibt er befürwortet Herta Müller genau so wie Du auch, wo liegt da das Problem ?

  211. seppy on 12. Januar 2011 at 20:36

    Das Erlebte gibt dem Betroffenen auch das Recht,ohne,,Handschuhe,,zu urteilen oder zu verurteilen.Ein Aussenstehender der das nur Narrativ zu Papier bringt muss sich mit anderen Mitteln helfen, das irgendwie alles zu einem Putzzle zusammenpasst.

  212. Katharina on 12. Januar 2011 at 20:20

    Herzensbildung zum Beispiel.

  213. seppy on 12. Januar 2011 at 20:16

    ,,Es kommt immer noch auf andere “Zutaten” an.,,

    Katharina am 12. Januar 2011 um 20:08

    …und einige davon weren…..?

  214. Katharina on 12. Januar 2011 at 20:08

    Herta Müller hat die Wahrheit geschrieben. Unerheblich, ob es von ihr selbst erlebt oder nur das von anderen Menschen Erlebte war.
    Wie man urteilt, ist aber nicht exklusiv am selbst Erlebten festzumachen. Es kommt immer noch auf andere “Zutaten” an.

  215. seppy on 12. Januar 2011 at 20:07

    Anhang für unten.

    …ich will mit meiner Geschichte nicht jammern oder sonst was und ich weiss auch das viele in ihrer Kindheit und später schlimmere Sachen erlebt haben als ich,also man soll es als ,,Gaschichte aus dem Banat ,,sehen.

  216. seppy on 12. Januar 2011 at 19:59

    @Katharina

    Schön für den der das was ich erlebt habe nicht erleben musste.Mir war es nicht gegönnt.
    Darum kann ich auch anders urteilen.

    Die Macht als Lehrer hat man nur an einige ausgeübt.Mit anderen ist man nicht so hart umgegangen weil man ja mit den Eltern befreundet war.
    Für mich war es ein Verbrechen gegen meine Kindheit.Menschlich?Nein.Es war ein Armutszeugniss von ihnen mir gegenüber,und das kann man nicht so mit einer Handbewegung wegwischen…

    Ich wusste manchmal nicht wo ich besser aufgehoben bin.Die fünf Stunden in der Schule oder die Abendstunden zu Hause…

    Vieleicht kann jemand das erlebte von Herta Müller nachvollziehen …wenn sie die Wahrheit geschrieben hat.

  217. Katharina on 12. Januar 2011 at 19:33

    @Seppy
    Man erwartet zwar von einem Lehrer pädagogisches Feingefühl und auch mehr charakterliche Integrität, aber Lehrer sind auch nur Menschen.
    Dein Erlebnis mit dem Lehrer (und dem Professor)bestätigt nur, dass Menschen nicht unfehlbar sind.
    Unabhängig von Bildung und Beruf.
    Ich habe die Schule nicht so krass erlebt und denke an meine Lehrer gerne zurück.
    Weil ich über ihre Fehler hinwegsehen kann und das, was ich von ihnen lernen konnte, gebührend schätze.

  218. Katharina on 12. Januar 2011 at 19:19

    @solala

    Da stimme ich Ihnen zu. Warum der ganze Aufwand und dieser Nervenkrieg?
    Man hat doch die Listen. Bei Nachweis der Identität dürfte sich das Ganze doch schnell und geordnet erledigen.
    Aber warum einfach, wenn es doch anders auch geht?

  219. seppy on 12. Januar 2011 at 19:08

    So…Jezt schreibe ich wieder etwas aus meiner Kindheit aus dem Banat,wo nicht alles ,,Koscherer,, war als woanders.

    Meine Ausdrucksweise ist einfach,ich weiss,Schreibfehler inklusieve…..Mit ,,gekünstelten,,Ausdrucksweisen ,wie in manchen Beiträge ,tu ich mich schwer ,zumal man auch in der Stadt nicht so ,,Perfekt,,gesprochen hat.Wers kann nur zu…..

    Von der ersten bis in die vierte Klasse wurde ich von einem Lehrer,,betreut,,von dem ich ein wenig Verständniss erwartet habe ,aber es sollte nicht so sein.

    Egal was ich machte ,es war für ihn immer verkehrt und das lies er mich auch,,spüren,,.
    Ich konnte ihn nicht zufriedenstellen und dachte oft:Ist das wegen meinem Vater,der ist wie er ist?Oder lag es an der ganzen Familie,die in bescheidenen Verhälnisse lebte?Oder konnte er mich nicht leiden?
    Verschwand etwas aus der Klasse,egal was ,war ich der erste den man durchsuchte.
    Wenn ich ein Wort ,oder wenn ich einen Satz nicht korrekt ausgesprochen habe,äffte er mir nach ,damit die Klassenkolegen auch etwas zu kichern hatten.Wie ich mich dabei fühlte war ihm egal.Als Lehrer hätte er mir helfen müssen,damit ich etwas lerne.

    Ich habe von ihm keine Ohrfeigen bekommen,nein….Schläge waren es!Wenn ich mal beim rechnen oder beim einmal eins nicht weiter wusste schickte er mich in die andere Klasse um bei den Schüler dort nachzufragen.Ich habe gesehen das die Lehrerinn dort das alles nicht so gern gebilligt hat.Er wollte mich demütigen und genoss es…

    Als mein Vater abends nach Hause kam und schon getrunken hatte,wollte er immer meine Hausaufgaben sehen,obwohl er nicht viel davon verstand.Sah er irgenwo etwas was ihm nicht passte,schickte er mich zum Lehrer manchmal um 21-22 Uhr,um mir das bestätigen zu lassen das alles so ist wie ich es ihm erklärt habe.

    Ab der fünften Klasse war es auch nicht besser.Wir waren drei vier Jungs die beim Professor nicht gut ankamen.
    Seltsamer Weise waren wir alle aus bescheidenen Familien bei denen der Vater trank.So zu sagen Problemkinder…(Fortsetzung folgt)

  220. solala on 12. Januar 2011 at 18:46

    Ist für mich abwegig,dass in Rumänien Anträge auf Entschädigung bei Gericht eingereicht werden müssen, normalerweise müsste der Vorgang von einer dafür eingerichteten Verwaltungsbehörde in Rumänien bearbeitet werden: dies wenn der Gesetzgeber es ehrlich meint. Über dieses Gesetz 221 / 2009, das demnächst überarbeitet wird, kann auch Entschädigung wegen der Enteignungen eingereicht werden, das ist aber wahrscheinlich ohnehin bekannt

  221. solala on 12. Januar 2011 at 18:36

    @Polki,
    dem Geld nachlaufen ist manchmal sinnlos, besonders wenn das Nachlaufen mit soviel Aufwand verbunden ist, wie im Falle von Ansprüchen gegenüber dem rumänischen Staat. Dennoch, ich habe es für meinen Vater begonnen, ich mach da weiter.

    Ob ich einen Anwalt für meinen Vater demnächst brauche, wird sich noch zeigen, bislang mach ich die Sache alleine.

    Ob es mit der Bestechung eines Richters leichter geht, wie Durlacher meinte, kann ich nicht wissen, ich habe diesbezüglich da drüben keine Erfahrungen gemacht.

    Vorgestern habe ich von einem Urteil erfahren: neuerdings lasse das Gericht aus Sathmar die Forderung auf Entschädigung wegen Deportation gar nicht mehr zu, bislang war das, eben seit Juni 2009, problemlos möglich. Auch das schüchtert mich nicht ein, ich weiss dass in Rumänien jedes Gericht anders entscheidet, und jedes Gericht deutet den Gesetzestext nach eigenem Gutdünken.

  222. Polki on 12. Januar 2011 at 15:11

    Normalerweise müsste man die Allierten anklagen, so wie die Israelis die Deutschen angeklakt haben.

  223. Katharina on 12. Januar 2011 at 15:06

    Geld kann erlittenes Leid oder Unrecht nicht mehr rückgängig machen.
    Und die Täter sind wie ihre direkten Opfer auch schon fast alle tot.
    Es ist viel Zeit vergangen, in der man von einer Bestrafung abgesehen hat.
    In der Tat kamen Rußlanddeportierte in Rumänien nach der Revolution in den Genuß (welch ein Wort!) einiger Vergünstigungen. Man hat die Rußlandjahren auch bei der Rente berücksichtigt.
    Die aktuellen Forderungen der Opfer und doch vermehrt von deren Nachkommen hat die rumänische Regierung erschreckt.
    Ich denke auch, dass die “Russen” mitblechen sollten!
    Schließlich waren sie die Haupttäter!
    Warum die Allierten zugesehen haben, darüber kann man spekulieren.
    Meine Familie hat durch diese Deportation großes Leid erfahren.
    Meine Verwandten haben sich einen Anwalt genommen.
    Bisher kein Ergebnis.

  224. Polki on 12. Januar 2011 at 12:19

    Die Rumäner werden auch so viel bezahlen wie die Polen, Tschechen, Ungarn Jugoslaven und Russen .
    Nähmlich nichts ! Paar Grossgrund Besitzer bekommen vielleicht ihr Gut zurück und das wars.

    Leid lauft doch diesem Geld nicht nach. Geld ist Teufelzeug und bring nichts gutes !

    Kämpft doch für Gott und für Frieden, eine Gerechte Welt und nicht um Eigentum…………………

  225. Durlacher on 12. Januar 2011 at 11:50

    @Solala
    Oh, da bin ich sehr interessiert.
    Von einer Verwandten – sie lebt in Ru- erfuhr ich, dass die Richter Entschädigungsforderungen ablehnen, da nicht der rumänische Staat, sondern die Sowjets die Verschickung veranlasst haben und die Allierten sie nicht dran hinderten.

    In den 90-gern hatte man ein Gesetz herausgegeben, ehemaligen politisch Verfolgten Vorteile zu gewähren wie Befreiung von Radio- und TV -Gebühren, kostenlose Transportmittelabos u. ä. Die Russlanddeportierten gehörten anfangs nicht dazu (da sie vor dem Stichdatum deportiert wurden), aber aus Kulanz wurde das Gesetz erweitert. Das habe ich selbst noch in Rumänien so erlebt.

    Als es an Zahlung von Wiedergutmachung ging, haben die rumänischen Gesetzgeber nicht damit gerechnet, wie viele es sind, welche Flut von Anträgen auf sie hereinstürzte; aber wenn man in dem Museum zur Geschichte des kommunistischen Terrors gewesen ist in Sighetul Marmatziei, kann man eine Ahnung davon erhalten, welch ein Massacker an den jungen fortschrittlichen Rumänen verübt wurde, welch ein Aderlass am rumänischen Volk! Und all diese Maßnahmen haben den Minderheiten doppelt geschadet, weil ja immer auch die ethnische Identität im Visier war. Das kann man dort im Museum auch sehen.

    So meinte meine Bekannte, man müsse den richtigen Richter nur richtig bestechen, dann funktioniere es vielleicht. Aber auch auf ein positives Urteil sei kein Verlass und keine Erleichterung für andere Fälle. Auf meine Frage: “gibt es denn den Fall der Präzedenzfälle nicht?” war die Antwort ein Lachen und “Praktisch: Nein!”

    Im Herbst 2010 vertagte man das Ganze, angeblich wegen der Wirtschaftskrise. Vor dem Europäischen Gerichtshof laufen mehrere Verfahren, eingereicht von Rumänen, wegen viel höherer Abfindungssummen, als der rumänische Staat signalisiert hatte zu zahlen.

    So bin ich sehr gespannt, was Solala erfahren wird.

  226. solala on 12. Januar 2011 at 11:05

    Dank an alle die mir die Geschichte vom brennenden Haus erklärt haben. Das Bild will mir auch heute nicht aus dem Kopf.
    Jetzt was ganz anderes:
    Auf der Online – Seite der “Sibis”, SBZ, gibt es einen Artikel über das Entschädigungsgesetz 221 / 2009.

    Ich hatte schon mal davon geschrieben.

    Mein Vater hat als Russlanverschleppter Antrag auf Entschädigungszahlung gestellt, Ende Januar 2011 ist Verhandlungstermin in Bukarest.

    Ich berichte gerne über den Ausgang.

    Viel verspreche ich mir zunächst nicht, auch bei diesem Gesetz und dessen Deutung, Anwendung durch die Gerichte, herrscht zwischenzeitlich ein heilloses Durcheinander

  227. Durlacher on 12. Januar 2011 at 09:23

    Wenn man ahnt, was Polki oder Seppy und viele andere als Kind durchgemacht haben, dann stimme ich Katharina zu; Herta Müller hat in ihren Erstlingswerken nicht übertrieben. Für die meisten trifft zu, dass man sich nicht wehren konnte.
    Es bedeutet aber nicht, dass Polkis und Seppys Kindheit nur Tristesse war. Aber einzelne krasse Erlebnisse erweisen sich oft auch als traumatisch später, (sie tauchen häufig aus der Versenkung auf, wenn man selber Kinder hat und merkt, wieviel in einem selbst steckt von dem, was man bei den eigenen Eltern nicht leiden konnte und besser machen wollte), verunsichern, bestürzen, machen einen verbittert oder wütend. So erkläre ich mir auch die Wut der Landsleute, sie haben sich dem unter den Teppich Gekehrten stellen müssen.

    Solala, die anderen Werke haben wenig damit zu tun. Wenn man den Stil nicht mag, versuch es mit den Essays, sie sind schnell zu lesen und eingängig.: “Der König verneigt sich und tötet”. Oder, mein Lieblingsbüchlein: “Der fremde Blick oder das Leben ist ein Furz in der Laterne”.

  228. Katharina on 12. Januar 2011 at 03:59

    Das scheinbar Übertriebene in Herta Müllers Büchern ist nur die blanke Wahrheit, auf eine eigenwillige und nicht alltägliche Art erzählt.

  229. Katharina on 12. Januar 2011 at 03:53

    An jedem Text kann man noch herumfeilen.
    Aber die Idee eines Textes bleibt gleich, ob der Text literarisch wertvoll ist oder nicht.
    Mir ging es in Ingemars Text, weniger um das Wie als um das Was.
    Obwohl mich auch das Wie beeindruckt hat.
    In den Worten des Kindes steckt soviel Wahrheit, dass man unweigerlich zum Nachdenken gelangt.

  230. solala on 11. Januar 2011 at 23:11

    So jetzt kommt auch noch der andere daher, mein lieber Polki, mit einer Frage die aber für mich sehr leicht zu beantworten ist:
    ”ICH LIEBE DICH ÜBER ALLES!”ist das schönste was ein Mensch einem anderen Menschen sagen kann.

  231. solala on 11. Januar 2011 at 22:59

    Lieber Ingemar,

    zwischenzeitlich habe ich es ja mitgekriegt, ich bin da nie die Schnellste, dass es sich bei dem verbrannten Haus um ein Sinnbild handelt.

    Gott sei Dank !!!

    Glaube mir, ich war heute deswegen, bis ich wusste was Sache ist, wie durch den Wind. Mit solchen Sachen kann ich nicht spaßen, deswegen kann ich auch die Bücher von HM nicht lesen, weil ich weiss dass da vieles übertrieben ist. Übertriebenes interessiert mich nicht, Schicksal meines Vaters, meiner Mutter , meines Großvaters, aller meiner Tanten und Onkel, die in Gefängnissen umgekommen sind, (nein, das waren keine Juden, aber die waren geschäftstüchtig und irgendwie für die Kommunisten zu reich geworden) reicht mir, da brauche ich nicht noch eine fiktive Überhöhung medienwirksam dargestellt.

    Pfirdi ( auf hochdeutsch “Führ dich Gott” )

  232. Polki on 11. Januar 2011 at 19:22

    Solala bitte schreibe mir was DU denkst wenn ich schreibe…..”ICH LIEBE DICH ÜBER ALLES!”
    Hier öffentlich im Blog und alle wissen ich bin verheiratet !

    Überlege mal gut über diesen Satz und lasse das Haus weg:
    “Papa. Wenn wir ankommen. Woher wissen wir eigentlich noch wer wir sind, wenn wir hier alles verbrannt haben?”

    Alles wurde verbrannt!!!

    Aber ich sage Dir danke für deine Unterstüzung.
    Gruss Norbert

  233. Maria on 11. Januar 2011 at 17:32

    Als nicht aktive Kommentatorin will ich mich jetzt hier auch mal dazu äußern. Solala du sagst du brauchst keine Fiktion, weil du und deine Familie die Realität kennst. Aber du machst dabei den Fehler über die Geschichte wirklich nachzudenken. Das kann aus dem ersten Schreck geschehen sein, aber ich bin mir sicher, in ein paar Tagen wirst du anders denken.

    Meiner Meinung nach geht es in dieser Geschichte nicht um das verbrannte Haus oder die verbrannten Güter. Diese stehen nur symbolisch für das nicht zurücklassen der Geschichte sondern das komplette auslöschen der Vergangenheit. Wieviele Banater Schwaben haben in der Euphorie der Auswanderung und des Neuanfangs ihre Herkunft komplett vergessen? Es sind sicher nicht wenige, die jetzt Deutsche sind und keine Banater mehr. Und genau so geht es der Familie in der Geschichte. Die Euphorie der Auswanderung lässt sie ihre Geschichte vergessen. Das das Haus abbrennt ist halt so, der Funkt flog nur ausversehen rüber. Aber das Haus “hatte ja keinen Wert” mehr denn es wurde mehr oder weniger verschenkt. Oder anders gelesen es “hatte ja keinen Wert” mehr es zu löschen, weil man eh wo anders neu anfangen wollte.

    Am Ende geht die Familie ohne Altlasten in ein neues Leben als Deutsche. Blos der kleine Sohn stellt sich die Frage ob man wirklich ohne Geschichte und Vergangenheit, die eigene Identität leugnend, komplett neu anfangen kann.

    Mir gefällt diese Geschichte. Vor allem die Symbolkraft dahinter. Natürlich kann man sie literarisch noch etwas aufpeppen. Aber sie regt auf jeden Fall, wie man hier sieht, zum Diskutieren an.

  234. solala on 11. Januar 2011 at 17:19

    geht an Polki,

    wieder mal nichts verstanden von deinem Geschriebenen, ich nehme es nähmlich sehr genau, lese alles von dir später mochmals durch, habe deinem Neffen die Bälle zugesandt, heute abend nochmals, von einem anderen Rechner eben, gell?

  235. solala on 11. Januar 2011 at 17:13

    Ingemar,

    ich selbst brauche keine literarische Interpretation von irgendeinem realen oder fiktiven Geschehen aus dem Banat, ich habe das Banat selbst erlebt, die Verschleppung meines Vaters, die Enteignungen, usf.

    Das ist alles harte Realität die ich erlebt habe, weit schlimmer war das, was mein Vater, meine Großmutter und wahrscheinlich weit schlimmer noch meine Mutter erlebt hat, sie gehört aber zu den Siebenbürger Sachsen, also hier gewissermaßen nicht Thema.

    Auf deine erzählte Geschichte zu reagieren, tue ich mir zunächst sehr schwer, vielleicht finde ich mal einen Weg darauf einzugehen.

    Ich fühle mich zunächst von deiner Geschichte betroffen, aber kann diese nicht einordnen.

    Mein Vater ist mit 35 kilo aus Russland zurückgekommen, das war harte Realität , in deiner Geschichte wird eine Fiktion aufgebaut, da ist keiner verhungert, da ist ein Haus abgebrannt worden!

  236. Polki on 11. Januar 2011 at 17:12

    Uhropa…..mei was schreib ich blos zam !

  237. Polki on 11. Januar 2011 at 17:11

    Durlacher diese Geschichte passt zu Ingemar. Alte Bilder von der Uroma Oropa Hasen, Tauben Bäume Blumen und so weiter, sind sehr wichtige Errinerungstücke für die Seele.

  238. Polki on 11. Januar 2011 at 17:08

    Solala, Du Lenauschule!
    Gut dann werde ich es Dir auf Herrisch erklären.

    Die Feuerteufel aus dem Banat, sind alle Verhaftet worden und wurden zu 6 Jahren Haft in der Popa Schapca Strasse eingelocht worden.

    Da durften sie jeden Tag die D-Mark zählen, die sie an den Gärtner bezahlt haten. Damit sie nicht vergesen, wenn sie nach Zwölf Jahre in Deutschland ankommen sie ihren Verwanden zurück zu bezahlen.

  239. Anonymous on 11. Januar 2011 at 17:05

    “hätte”, nicht “hat verhaftet”
    - weil vor der Wende der Staat jedem Emigranten ca. den 20. Teil des Wertes des Hauses hingeworfen hat, davon dann gleich Kosten bei den Ämtern bezahlt wurden (sehr absurde sogar, nachlesbar in Lippets bBch “Protokoll einer Auswanderung”). Man durfte ja kein rumänisches Geld mitnehmen.

    Meine Freundin hat ihr Zweizimmer- Appartement nach der Wende auf Drängen ihrer Verwandten aus Deutschland verkauft (ich hatte deutlich das Gefühl, sie waren neidisch. Es bestand ja die Möglichkeit, alles zu behalten, als Ferienwohnung, was viele machten). Sie legte ein CEC- carnet an (rumän. Sparkasse). Nach einem Jahr konnte sie sich genau einen Vitrinenschrank (leider, Eiche rustikal) von dem Geld kaufen, die Inflation hatte alles aufgefressen.

    Eine andere Freundin ist durch Heirat sehr jung und früh, Ende der 70-ger Jahre ausgewandert und musste erleben, dass all ihre persönlichen Fotos, Briefe etc. von den Eltern verbrannt worden waren, als die auch auswanderten. Jetzt beklagt sie bitter, dass sie keine Erinnerungsstücke mehr hat.

    Durlacher

  240. solala on 11. Januar 2011 at 16:45

    Polki,
    bin jetzt ganz aufgeregt,obwohl Lenauschule nichts verstanden,
    bitte wer hat wen verhaftet?

  241. Ingemar on 11. Januar 2011 at 16:41

    @Solala

    Keine Angst. Wie davor schon mal geschrieben ist die Geschichte Fiktion. Es ist alles frei erfunden. Wir haben dem Hund Tschüss gesagt, sind in den Mikrobuss gestiegen und mit dem Cousin meiner Mutter gen Westen gefahren.

    Kaputt wurde alles erst danach von den neuen Eigentümern gemacht.

    Ich weiss auch von keinem der sein Hab und Gut verbrannt hat. Es ist nur ein Geschichte, frei erfunden und soll zum Nachdenken anregen.

  242. solala on 11. Januar 2011 at 16:40

    Was soll es denn, wir reden seit Monaten drum rum, zumindest ich – bringt nichts, wir haben unsere Heimat den Anderen überlassen.

    Das will und werde ich so niemals hinnehmen.

    Denen die wir das überlassen haben, haben keinerlei Einfühlungsvermögem, die wissen gar nicht was sie als “unberechtigtes Eigentum ” in Anspruch genommen haben und jetzt als “ihr rechtmäßiges Eigentum” benennen.

    Ich war vor Jahren mal wieder in meinem Elternhaus, kann sein dass ich das schon mal erzählt habe.

    Die Frau die mir da entgegenkam, sie nannte sich Eigentümerin des Hauses – ich habe in Strömen geheult, hat die gar nicht verstanden – , hatte gefärbte Fingernägel, eine neueste Frisur, sie kam gerade vom Feld, das sie aber nicht bearbeiten wollte, weil zu aufwendig.

    Ich selbst kam damals gerade gestresst aus Deutschland an und habe nur “Bahnhof” verstanden.

    Die Frau ist Hausherrin nach ihrem Verständnis, obwohl mein Vater laut Grundbuch Eigentümer ist.

    Ich bin nun seit Jahren damit beschäftigt meine / die meiner Eltern / Ansprüche nach europäischem Gesetz durchzukämpfen, vieles habe ich erreicht, aber nicht alles.

    Gewissermaßen ist es wieder ein Anfang, wie vor vielen Jahrhunderten davor.

  243. Polki on 11. Januar 2011 at 16:24

    Solala…….Also wie kannst du an so etwas glauben !
    Die polizei hätte sie doch verhaftet. Also bittescheen das ist unmöglich um wahr zu sein !

  244. solala on 11. Januar 2011 at 16:01

    Ingemar,
    das will ich jetzt wissen,
    habt ihr euer Haus abgebrannt vor der Ausreise?
    Ich bin in Erwartung einer Antwort von dir zunächst nur sprachlos, weil unwissend in dieser Sache

  245. Anonymous on 11. Januar 2011 at 15:56

    Meine Großmutter hat vor unserer Abreise im grossen Kessel in der Speis Wasser heiss gemacht und schüttete einen halben Sack Salz rein. Meine Mutter hat sie gefragt was das soll. Denn grossen Kirschbaum in unserem Hof wollte sie damit umbringen. Sie bildete sich ein, wenn sie das Salzwasser an den Baumstammt kippt geht er ein. Sie konnte es wohl nicht übers Herz bringen endgültig wegzugehen und den alten Kirschbaum zurück zu lassen. Als sie noch Kind war, war dort ihre Schaukel befestigt, dort sass ihr alter Vater auf der Bank, unter dem Kirschbaum, er starb auch darunter. Es kam aber kein Tropfen Salzwasser an den Kirschbaumstamm. Der Baum blühte als sie ihn verließ. Drei Jahre später war kein Kirschbaum mehr da. Der rumänische Hofnachfolger hat ihn ausgemacht. Er musste dem Traktor und dem landwirtschaftlichen Gerät Platz machen. Heute sieht die Stelle so aus als ob nie ein Baum dort im Hof stand. Auch der Hof sieht so aus, als ob dort nie Leute waren, die jetzt weg aus dem Banat sind.

  246. solala on 11. Januar 2011 at 15:42

    nach dem was ich jetzt von euch gelesen und erfahren habe, kann ich nur noch heulen, ich wusste vom allem nichts, was ihr da kundtut, lasst mir bitte etwas Zeit mich zu äußern.

  247. Polki on 11. Januar 2011 at 15:30

    Ingemars Geschichte ist eine Fiktion….ich weiss nicht ob ich das Wort richtig geschrieben habe.

    Niemand hat sein Haus verbrannt, denn das Haus gehörte ihm nicht mehr in diesen Momenten. Ja man traute sich so etwas nicht mal zu träumen.
    Auch aus dem Gewissen hätten es sicher 80% der schwaben nicht gemacht. So viel kultur haten wir schon noch.

    Nur Ingemar wollte uns ja auf was anderes lenken mit der aussage des Kindes
    Dies ist sehr gut wiedergegeben und stellt neue Fragen auf, die schwehr zu beantworten sind.

  248. Ingemar on 11. Januar 2011 at 15:07

    @Solala

    Das habe ich genau so erlebt. Bevor ich dem Securitatemitarbeiter am Bahnhof von Wiesenheid gesagt hab, er soll mich in Ruhe lassen. Ohne offizielle Vorladung komme ich nicht mit.

    Nein aber im Ernst. Das ist wenn überhaupt literarische Fiktion, in die jeder hinein interpretieren darf was er möchte.

    Was ich damit bewirken will? Mir war einfach danach. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn es jemanden zum Nachdenken anregt, umso besser. Wenn es jemandem gefällt, freut es mich. Aber auch wenn die meisten darüber hinweglesen, kann ich Nachts trotzdem in Ruhe schlaafen.

  249. Anneliese on 11. Januar 2011 at 14:54

    … ja, es könnte wirklich so geschehen sein, wie Ingemar das beschrieben hat.
    Auch wir haben vor unserer Ausreise einen grooooooßen Scheiterhaufen mit dem restlichen Habe aufgetürmt und angezündet. Gott sei Dank war es im Garten, ein gutes Stück weg vom Haus. Wir haben – wie viele andere auch – unser Haus besenrein und ordentlich hinterlassen.

    Ingemar, Deine Geschichte ist nicht wirklichkeitsfremd. Wir haben Sachen verbrannt, welche wir hier dringend benötigt hätten… es waren aber alles materielle Dinge. Ich habe meine Seele mitgebracht und ihr hier neue Wurzeln gegeben. Es hat zwar länger gedauert bis ich fest mit der bayerischen Erde verwurzelt war, aber das war bei unseren Ahnen wahrscheinlich genau so. Auch sie wurden entwurzelt und haben es geschafft, sich mit Neuem anzufreunden und eine Heimat daraus zu machen.

  250. solala on 11. Januar 2011 at 14:43

    Den Inhalt der Geschichte, die Ingemar in das Blog gestellt hat, empfinde ich persönlich sehr fremd.

    Welcher Banater Schwabe hat sein Haus abgebrannt?

    Ich könnte es mir nie vorstellen, mein Elternhaus in Brand zu setzen, weshalb denn auch?

    In meinem Dorf hat es keiner gemacht.

    Was müssen diese Menschen erlebt haben, wenn sie sich zu einer solchen Aktion – Haus niederbrennen – hinreissen lassen. Ich schätze es waren, wenn ünerhaupt, Einzelfälle im Banat.
    Ingemar schreibt von einer “Geschichte”. Ist es ein Tatsachenbericht, oder ist es alias HM eine “fiktive Erzählung, Märchen, zwischenzeitlich Legende, oder sonstwas in der Art. Jedenfalls stimmt mich dieser Beitrag von Ingemar sehr nachdenklich und ich erkenne noch nicht welchen Sinn dieses Thema im Blog haben könnte.

  251. Ingemar on 11. Januar 2011 at 13:59

    Hallo Katharina,

    vielen Dank für die netten Worte. Naja der Text ist noch nicht wirklich fertig. Auf jeden Fall bin ich noch nicht zufrieden damit. Aber ich hatte gestern Nacht, als ich nicht schlaafen konnte das Bedürfniss ihn zu veröffentlichen.

  252. Katharina on 11. Januar 2011 at 02:15

    “Papa. Wenn wir ankommen. Woher wissen wir eigentlich noch wer wir sind, wenn wir hier alles verbrannt haben?”

    _______________________________________
    Ingemar,danke für diese wunderschöne Geschichte!
    Mir sind die Worte abhanden gekommen…
    Ich las die Worte des Kindes mehrmals und alles, was ich schreibe, lösche ich wieder…

    Nach dem das Feuer gelöscht, der Abschied vollzogen,
    gingen wir mit einer Seele voller Brandflecken von dannen? Oder verloren wir gar die Seele in dem ganzen Trubel?
    Führt das Fortgehen automatisch zum Ankommen oder bleibt es manchmal eine ewige Suche? Ohne, dass wir je wissen, wonach wir suchen?