Ja was soll man dazu sagen. Heute morgen hieß es noch der Literatur Nobelpreis geht garantiert nach Südamerika … und jetzt ist er in der Heimat – dem Banat.
Ich denke wenn man von ihrer literarischen Fähigkeit und auch den Themen ausgeht, dann hat Herta Müller den Preis verdient. Was mich an ihr stört, sind ihre Aussagen über die Bücher.
Aber gut, ich denke wir sollten uns alle erst einmal freuen. Gratuliere Herta Müller und danke, dass du den Literatur Nobelpreis ins Banat geholt hast. Wir sollten heute mal alle Differenzen, Meinungen und auch Vorurteile über sie vergessen und gemeinsam auf diesen Erfolg anstoßen. Denn ich bin der Meinung, dass dies unserer Banater Sache und unserem Banat nicht schaden wird, sondern eher nützen.
Also was meint Ihr? Freut Ihr euch? Ist es gut oder schlecht fürs Banat und die Banater? Oder ist es euch einfach nur völlig egal?
P.S.: Zur Feier des Tages, hier ihr aktuellstes Buch. Wer das Buch über meinen Link hier im Blog kauft (also einfach drauf klicken) hat die Chance, den Kaufpreis komplett von mir erstattet zu bekommen. Dazu müsst Ihr einfach nur bis Sonntag den 18. Oktober, Abends um 24 Uhr das Buch Atemschaukel kaufen. Und ein Foto von euch mit dem Buch hier in den Kommentaren veröffentlichen oder verlinken.
Ich werde dann einen Gewinner ziehen und ihm den Preis erstatten.
P.P.S.: Ein zweites Buch gewinnen.
Ich verlose noch ein zweites Buch von Herta Müller. Jeder der in Kommentaren zu Zeitungsartikel, Leserbriefen oder sonstwie darauf hinweist, dass Herta Müller aus dem Banat stammt und eine Banater Schwäbin ist, nimmt an der Verlosung teil. Die Aktion läuft auch bis zum 18. Oktober 24.00 Uhr. Damit ich nachverfolgen kann wo ein Link erschienen ist, müsst ihr dort im Beitrag einen Trackback oder Link auf das BanatBlog setzen und hier in den Kommentaren oder per E-Mail auch nochmal bescheid geben, wo ihr aktiv wart.

ja klar, ich bin ja der Krösus von Manhattan…
also bringst Du hier altbekanntes und verschweigst meistpikanntes.
Ich bin enttäuscht, lach.
Von Anonymous in Feb 28, 2010 – 11:05
zahlst Du mir den Advokaten, wenn die Achse des Guten mich als Bösen ausmacht?
also bringst Du hier altbekanntes und verschweigst meistpikanntes.
Ich bin enttäuscht, lach.
natürlich sind das keine Sensationen. Der Perjamoscher Landsmann war bei mir auf Besuch und hat das Perjamoscher Familienbuch (das übrigens auch online ist, was ich bis vor kurzem garnit wusste) mitgebracht, das Nitzkydorfer Familienbuch habe ich mir per Fernleihe in der Stadtbibliothek besorgt. Es sind also Daten, die bei einer gewissen Anstrengung legal von jedermann/frau eruirt werden kann. Streng genommen ist meine obige Wiedergabe ja nur einen Auszug aus den beiden Familienbücher. Was der Perjamoscher Landsmann mir sonst noch hinterbracht hat, habe ich ja nit gesagt.
Also hoffentlich keine Fiction:
Herta Müller (Tochter von Müller Josef und Gion Katharina, geb. 08.01.1925) geb. 17.08.1953 in Nitzkydorf geboren war dreimal verheiratet:
1. KARL Herbert (Sohn von KARL Michael und ADAM Elisabeth), 08.02.1952 in Temeswar, Eheschließung war in Nitzkydorf am 27.07.1974
2. WAGNER Richard (Sohn von Wagner Karl Nikolaus und Dreier Margaretha) geb. 10.04.1952 in Lovrin. Richard Wagner war in erster Ehe mit Barton Magdalena, geb. 06.07.1952 verheiratet. Die Ehe Wagner-Barton wurde am 14.09.1974 in Perjamosch geschlossen. Die Ehe Wagner-Herta Müller wurde 1984 in Temeswar geschlossen.
3. MERKLE Harry geb. 1959 in Berlin die Ehe ist in Berlin 1990 geschlossen worden.
soweit die Daten von einem zuverlässigen Gewährsmann. Mal sehen, ob ich auch die Jenni ausfindig machen kann und die Bahnhofshalle in Poiana Brasov finde.
3.
Ja, und dazu gehören noch der mir unbekannte Geruch des Weihrauchs, der sich bei einer Firmung mischte mit der flirrenden Hitze eines heißen staubigen Sommertages in der rappelvollen Kirche, wo zuerst, hinter mir (damals ca 9 Jahre alt) auf der Empore jemand aus dem Kirchenchor umkippte und dann noch zwei Firmlinge hinausgetragen wurden … ich war schwer beeindruckt – ja, und natürlich die Seppelpolka und die schicken Schwabenmädchen in ihren modischen Miniröcken – die Stoffe kamen über den kleinen Grenzverkehr mit Jugoslavien.
Mein Lieblingsessen, wenn ich im Banat zu Besuch war: Backhendl, Backhendl, Backhendl und Scheiterhaufen.
wu bleibt es Katharina und es alma? Probieren die am Ende die Haushaltstipps aus?
Was vielleicht auch Nitzkydorfer vor ca. 2 Jahrzehnten im “Neuer Weg” lesen hätten können:
Haushaltstipp
Wussten Sie…
Dass Sie Backpulver in Mehl mitsieben sollten. Hirschhornsalz und Pottasche in etwas Flüssigkeit auflösen sollten.
@Durlacher: dass einem diese Musik “rein geht…bis in die weitliegendsten Räume der Kinheitserinnerung” ist eine wichtige und interessante Feststellung! Man sagt, die Musik, jede Musik, ist diejenige Art der schönen Künste, die am direktesten mitten ins Unbewusste geht und dort wirkt, ganz ohne Umwege über das Nachdenken. Bei einer bestimmte Musik z.B. zucken die Beine einem schneller (zum Tanzen oder Marschieren) als der Kopf denken kann, sie kann schneller schöne Gefühle, aber auch schneller unüberlegte Taten auslösen. Das Lesen von HM oder anderen Büchern verschaftt freilich nicht so schnelle Befriedigung. Vorsicht: es können Kopfschmerzen auftreten!
… und die Rumänen bei uns nannten diese Musik “Sas-MusiK” …
Auf jeden Fall geht sie einem rein bis in die weitliegendsten Räume der Kindheitserinnerung…
Wie sagt der Polki so schön:
“Leit vergisst ales was ihr bis jetzt gelest habt vun der Herta und anderen und schaut Euch dieses Video an……..Hammergeil !!”
…also, auf geht’s zur Diskupolkisuperzeppelschwabansion:
http://www.youtube.com/watch?v=tVroyDks_BM&feature=email
Supersvabo, Du bist net zu bremsen….
aus dem “Neuer Weg” mein Beitrag für ein weiteres Literaturbuch aus Nitzkydorf:
Haushaltstipp
Schmutzflecke werden mit einer Essigwasserlösung (zwei Esslöfel Essig auf einen Liter Wasser) abgerieben, mit kaltem Wasser nachspülen.
hier läuft auch alles durcheinander, von Uhrzeit und Datum…..
Vorsicht, Ingemar, nachher kummt Herr Gibson und schreit Zensur und du kumscht uff sine schwarze Liste!
….dort wo die meisten Beiträge hingehören:In den Müll…..
Ein Neuanfang bahnt sich an.
Nit alles Neie iss aach besser.
hm…..
Nit alles Neie iss aach besser !
wo sin die ganze Beiträge hin????
Ingemar lass nich zu das das Blog missbraucht wird.
Es muss wieder zu dem werden,was es einmal wahr.
Treffe die Entscheidungen allein,und lass dich nicht beeinflussen..
Grüß dich
Supersvabo, Du lasst dich vun deim Weg nit abbringe und des is scheeeeeeeeeeeeeeeeeen.
… des mit de Haselniss han ich a gewisst
Was uns der “Neuer Weg” von anno dazumal heute noch sage kann
Wussten Sie…
dass Haselnüsse sich leichter abziehen lassen, wenn man sie vorher mit Salzwasser kurz überbrüht.
Ja, Anneliese, mit der IP, da is schon was dran, awer bei jedem Einwähle hat mer a anri IP.
Also, dass mer per IP erkannt werd, muss mer schon was ganz Schlimmes angericht han, so dass a Gerichtsverfahre gegen einen eigeleit werd. Dann kann die IP per Gerichtsbeschluss beim Provider angefordert werden.
Hoffe mer doch, dass niemand so was Schlimmes anrichte werd, dass es so weit komme muss.
Das musste awer mal gsaat werre, um das Märchen mit der IP klarzustelle.
Hans
Ja ich zittere schon…..
,,, mecht nor druff hinweise, dass do keener uff die Idee kommt sei Schabernack mit de Name zu treiwe. Bei jedem schreiwe hinnerlost mer sei IP-Adress un de Übeltäter is schnell gfun
Also Polki, Du hast mich jetz awwer verunsichert… jeder kann do mit jedem Name schreiwe???
Supersvabo, loss dich net rausbringe, ich sin dei Fan
)
scheene Gruß
´s Annelies (ich sin´s wirklich
Dabei haben die Schwoweweiwer nur einen ganz einfachen Wunsch geäußert…aber vielleicht einen noch nicht einfach genug gedachten?
Wär fast nicht zum Aushalten mit so viel Schwung in der Bude.
“… und der Pfannkuchen lief, kantiper, kantaper, der Herta vom Müller davon, direkt in die feurige Diskussion zum Thema Dynamit in der Literatur und in der Kuchl…”
ich verstehe das nicht, warum man was gegen Haushaltstipps hat, und wenn sie noch dazu aus dem “Neuer Weg” kommen. Daß man in einem Banater Bird nicht über Öl, Eierkuchen usw. redet ist ja eh klar, aber in einem feinen banatschwäbischen Cafè, warum nit – insbesondere befremdet mich der kämpferische Widerstand der feinen banatschwäbischen Damen bzw. der Schwoweweiwer und diejenigen Damen die hier schreiben/lesen…was soll ich mir jetzt dabei denken?
Ich dachte auch, bevor die prominente Nitzkydorferin täglich den Schluckser bekommt, lockere ich mal das ganze mit nützlichen Tipps aus dem Banater Heim und Küche auf. Als einfach denkender Schwob bin ich jetzt ziemlich ratlos.
Wie wärs mit Polkakeeenich? Dann gibts halt jetzt drei davon…
Glauben heißt nicht wissen !
OK ich glaube meine Kommentare, sehe nur ich!
Ingemar ich weiß nicht, aber das kanns doch nicht seine, dass ich auf anderen ihrem Namen schreiben kann !!
Habe dies hier nur mal versucht, do ist der Desinformation Tür und Angel offen.
Ich bin es der Polki….Test
Ich bin es der Polki
Ich bin es der Polki…….Test
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Das Banatblog jetzt ein Küchenrezeptblog (block)? Nein. Danke.
Von Katharina in Feb 13, 2010 – 10:53
Genau meiner Meinung.
Supersvabo, bittscheen poste Dei Rezepte in de Beitrag do, sunst kommt noch mehr Kauderwelsch raus…
http://www.banatblog.eu/banater-rezeptbuch/#more-181
Ich mecht se jo all gern lese, awwer so langsam find ich se nimmer.
Dank der scheen.
Das Banatblog jetzt ein Küchenrezeptblog (block)? Nein. Danke.
Gud Morjet,
was uns der “Neuer Weg” aus dem Jahr 1985 heute so alles bringt:
Haushaltstipp
Lockere Eierkuchen bereitet man aus einem dickflüssigen Teig, der entweder gesüsst oder gesalzen wird. Als Flüssigkeit wird Milch genommen, die Teilweise durch Sodawasser ersetzt werden kann. Dadurch werden die Eierkuchen besonders locker, dünn und knusprig. Das Mehl bindet besser, wenn der Teig eine Weile gestanden hat. Eiweiss zu steifem Schnee geschlagen und zuletzt unter den angerührten Teig gehoben, das ergibt zarte Kuchen. Zum Backen wird Öl, Margarine oder Fett verwendet, bei gesalzenem Eierkuchen auch Speck. Der Fettverbrauch ist besonders sparsam, wenn eine auf eine Gabel gespießte rohe Kartoffelscheibe mit in Öl getaucht wird und damit die vorgeheizte Pfanne ausgestrichen wird.
mir rede doch iwer de Anonymous!
jetz werd´s spannend, Anonymous ./. Anonymous
hobts ihr nix anress zu tun wie iwe die herta zu rede?
Was für ein Witz ??????
Ohne Gift zu spritzen können Sie kein Witz genießen oder?
Genau, bleib lieber dort. Was Polki sagte, mach das. Nor net vergesse, bleibscht aa das.
Hans komm ins Haus es regnet,
na, dann bleib ich lieber draußen, da regnet es auch.
Du Anonymous aber auch…Wie a Kettenhund, der den ganzen Tag seine Zähne zeigt.
Nur keine Bange, da achtet Gibson schon drauf, dass das Thema H.Müller nicht untergeht.
Wann des so is Walther, dann is er schon a ganz a scheenes Schlitzohr unser Supersvabo
Ich glaube, Anneliese, der Supersvabo möchte mit seinen interessanten und nützlichen Tipps aus dem ‘Neuen Weg’ nur, dass das Thema Nobelpreis für Herta Müller nicht ganz untergeht.
Hallo Supersvabo, herzlichen Dank für die Tipps. Ingemar sollte bitte ein Thema aufmachen, wo Deine interessanten und nützlichen Tipps reinpassen, nicht dass sie hier untergehen.
schönen Gruß
Anneliese
Haushaltstipp aus “Neuer Weg”
Wussten Sie…
dass beim Auswalken des Teigs immer von der Mitte aus arbeiten sollten. Möglichst leicht und flink rollen, damit der Teig weder am bemehlten Brett, noch am Nudelholz kleben bleibt.
Haushaltstipp aus “Neuer Weg”
Wussten Sie…
dass Öl sich länger frisch hält, wenn man ein paar Körnchen Salz zufügt und es in einem dunklen Raum aufbewahrt.
Gud Morjet,
ein neuer Tag, ein neuer Haushaltstipp aus dem “Neuer Weg” aus 1988
Haushaltstipp
Wussten Sie…
dass leichter, weicher Stoff sich besser nähen lässt wenn man ein Stück Seidenpapier unterlegt und mitsteppt. Das Papier lässt sich nach getaner Arbeit leicht wieder entfernen.
der nächste Haushaltstipp gibt es von mir wohl morgen, wenn ich heute Nachmittag in meinen “Neuer Weg”-Exemplare blättere.
Frau Katharina wünsche ich natürlich eine gute Besserung und eine wirksame Medizin
Da könnten Sie recht haben, Katharina. Jedenfalls wünsche ich Ihnen gute Besserung – und uns auch!
Ich geh jetzt in die Apotheke, weil ich was gegen meinen Schnupfen bestellt habe…
Leider gibt es noch nichts gegen die Überheblichkeit der Männer in diesem Blog.
Gilt dies auch bei Frauen Superschwob ?
Schau mal noch mol naach, in dem alten “Neuer Weg”.
Gud Morjet,
heute schon einen alten “Neuer Weg” aus 1987 aufgeblättert:
Haushaltstipp
Wussten Sie…
dass man Scheren und Nagelzangen besser nicht im Badezimmer aufbewahrt, weil die Feuchtigkeit ihnen schadet.
Vielleicht schreibt Carl in seinem neuen Buch über die Vorlieben der Motten.
Supersvabo sei Dank.
Seine neuen Texte verfolge ich mit wachsendem Interesse.
Ich dachte ja nur, dass Supersvabos interessanter Beitrag zum Thema Literatur Nobelpreis eine Antwort verdient, Katharina.
Man kann sich auf den Kopf stellen, Durlacher, dieser Karren lässt sich nicht bewegen. Schön, dass Sie zurück sind.
Nichts Neues unter diesem grauen Himmel.
Durlacher, willkommen zurück.
Oh, alles beim Alten?
Jahr, d.h. mit NEUEN Erkenntnissen – oder braucht es ein rechtes Tauwetter oder sogar Donnerwetter, um den Karren loszueisen?
Nach einer längeren Abwesenheit wünsche ich allen ein gutes NEUES
Da läuft jede Frau weg !
Das hält die leidensfähigste Frau nicht aus.
Die persönliche Tragik Carl Gibsons besteht m.E. darin, dass in diesem Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit, von dem Anonymous weiter oben zu Recht spricht, der Anspruch so absolut tierisch-ernst gemeint ist, dass er von Gibson in seiner Verblendung sogar gleichgesetzt wird mit der Wirklichkeit. Und zwar ohne jede Möglichkeit der Distanz zu sich selbst z.B. durch gesunden Zweifel, Humor, Ironie oder Ähnliches. Dadurch wird eine auch nur minimale zur psychischen Gesundheit aber absolut notwendige Selbsterkenntnis verhindert.
alma, ich weiß, Sie wollen Carl nicht weh tun, aber so ein Stich geht bis in die letzte Faser.
@Gunther Thriene
Die Kraft von Wörter ist schon beeindruckend.
“Ich komme wieder” hier in Ihrer Geschichte auf eine andere Art sehr tiefgehend.
Die Heimat in geheimen Fasern des Seins immer mitgehend…man kommt nicht davon…
Sie ist die Sehnsucht, die wir oft verleugnen.
Weil Heimat sowieso Gefühl ist und nicht greifbares Objekt.
Heimat ist in uns drin und kein sichtbarer geographischer Punkt.
Und Sprache hat für mich persönlich auch mit Heimat zu tun.
Vielleicht ist es so (oder auch nicht), dass wir Kinder dieser subjektiven Heimat sind, egal wohin uns unsere Füsse tragen…
Heimat nicht als die Diktatur der Dorfherren sondern als Ort der Geborgenheit.
Ihre Fremdsprachenkompetenz ist schlicht … beeindruckend, Herr Gibson! Nichts weniger bezwecken Sie mit solchen Wendungen. Wer’s nicht bessern wüsste, würde Sie sicher bewundern. Doch leider heißt es in korrektem Italienisch: “Tema con variazioni”.
Auf “freitag.de” findet sich für unsereinen nur gähnende Monotonie Ihrerseits. Nichts Neues unter der Sonne.
Ihre auf Müllers Roman “Atemschaukel” bezogene Formulierung: “Ich habe da meine Zweifel, allein aus literaturhistorisch-ästhetischen Überlegungen heraus.” ist gewohnt hochtrabend. Sie ummänteln sich wieder mal mit Scheinautorität. Oh, was für ein Experte, soll sich der Leser denken. Hokuspokus! Literaturhistorisch-ästhetisch, und dann folgt keine differenzierte Ausführung, worin diese Bedenken bestehen. Sie sind nicht einmal ein Germanist, aber auf literaturhistorische Kritik verstehen Sie sich auf. Immer wieder dieselbe Mache. Die Leute fallen doch auf so billige Vorgaukelei nicht herein. Unterlassen Sie doch endlich Ihre hochstaplerischen “Kunstgriffe”. Sie sind jemand und haben gewiss Ihre Bildungsschwerpunkte. Ein Historiker, Germanist, Jurist, sind Sie nicht, ebenso wenig polyglott. Als Philosoph oder Journalist habe ich Sie auch nicht schätzen gelernt. Wie dem auch sei, immer wieder fällt bei Ihnen unangenehm auf, dass Sie sich einen Anschein geben , um kompetent zu wirken, immer wieder ist allenfalls eine dünne Oberfläche zu erkennen, aber keine Tiefe, Substanz. Das Problem ist ja nicht, dass Sie kein Universalgelehrter sind. Davon gibt es schließlich nicht so viele. Das Problem besteht darin, dass Sie nach wie vor an dem immensen Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit scheitern. Dies ist Ihre persönliche Tragik.
Supersvabo, wenn die Motte einmal die Wolle gerochen hat, dann hat man so oder so verloren. Ob man nun wegschaut und von dieser die Wolle vernichten lässt oder ob man eine Mottenkugel einsetzt und von dem Gestank dieser angeekelt wird – den Spaß an der Wolle hat man verloren.
Gratuliere, Carl, für deinen Einzug in Wh’s Who.
http://www.whoswho.de/templ/te_bio.php?PID=3011&RID=1
Tema con varitioni … für Interessierte unter:
http://www.freitag.de/community/blogs/carl-gibson/der-forcierte-nobelpreis—herta-mueller
CG
aus “NEUER WEG” 1985
Haushaltstipp
Wussten Sie…
dass sich Mottenn kaum an ein Wollknäuel heranwagen, bei dem der wollfaden auf eine Mottenkugel gwickelt wurde.
test
@ Katharina
Mich hat das Zitat am Anfang der Rezension sehr berührt, weil es mich an ein ganz persönliches eigenes Erleben erinnerte:
Und: Drückt es nicht die ungeheure Kraft von Sprache, von wirklichen Gedanken aus?
1992 rief mich in (West-)Berlin meine ‘DDR-’Cousine an, die jüngste Tochter der sieben Jahre älteren damals schon verstorbenen Schwester meiner Mutter. Sie bat, dass wir mit dem Auto nach Reichenberg/Liberec in Tschechien führen, wo meine Eltern gerade mit ihren einstigen – jetzt auf der ganzen, weiten Welt lebenden – Jugendfreunden die ehemalige Heimat besuchten. Meine Mutter hatte sich erst als alte Frau überhaupt zu solchen Reisen durchringen können.
Diese Cousine und ich hatten uns erst wenige Jahre zuvor persönlich kennengelernt und uns 1988/89 noch einige Male beim Tränenpalast in Ostberlin getroffen – und uns immer köstlich darüber amüsiert, dass unsere beiden Mütter ständig “Bei uns in Reichenberg …” angefangen hatten – und bei meiner Mutter dieser ‘goldene Westen’, bei meiner Tante die DDR dabei immer schlecht weggekommen waren.
Auf dieser Reise sind wir eines Tages in das böhmische Dorf gefahren, in der meine tschechische Urgrossmutter einst lebte. Als wir ins Dorf fuhren, sass dort auf einer Bank eine alte Frau mit Stock: Meiner Mutter fiel nach den vielen Jahrzehnten sofort die Ähnlichkeit mit einer Spielkameradin auf, mit der sie hier immer zusammen war, wenn sie auf Besuch bei ihrer Grossmutter weilte. Sie hatte sich hier im Dorf abends immer etwas gefürchtet, weil es in den Häusern damals noch kein elektrisches Licht gab: Sie stieg aus, sprach längere Zeit mit der Frau, die ihr auch den Weg zu einer noch lebenden tschechischen Cousine wies.
Als die Fahrt zu dieser tschechischen Cousine weiterging, sagte meine damals kerngesunde 72jährige Mutter einen Satz ganz seelenruhig, der mich damals so erschütterte, dass ich fast in den Strassengraben gefahren wäre:
“Sie hat mir gesagt, dass sie immer nur gut von uns gedacht und gesprochen haben. – Jetzt kann ich sterben.”
Tipp aus “Neuer Weg” anno 1983
“Braucht man einmal mehr Eiklar als Dotter, kann man die Dotter, die nicht sofort verwendet werden, mit etwas kaltem Wasser übergiessen und in den Kühlschrank stellen. Sie halten mehrere Tage frisch.”
Diese Lobhudelei überall (und es betrifft nicht nur Herta Müller) ist für mich auch unerträglich.
Eine faire Meinung ist immer jenseits von Lobgesängen dieser Art.
@Katharina:”Im Gegensatz zu Mücke, hatten wir eine Mutter, eine Tante oder Oma im Lager…”
Wir wissen eigentlich nicht Katharina, ob dieser “Gegensatz” besteht. Vielleicht hatte der auh sowas in einem Lager, wo immer das auch stand, ob in Stalino oder neben Kaufering….
Eigentlich macht Mücke (fast) nichts anderes als das, was bei den sibis bezüglich H.Müller “geschrieben” wurde. Fasziniert von der Sprache Müllers, wird zitiert und zitiert und zitiert. Eine Kritik schaut m.E. anders aus, da wird bewertet, gelobt UND kritisiert. Ohne Lobhudelei….
@Gunther Thriene
Menschen, die mit Sprache hantieren, deren Begabung das ist, werden in ihren Texten Wörter benutzen oder gar erfinden, die andere beeindrucken.
Herta Müller ist so ein Mensch und Helge Mücke will uns das nahelegen, was wir als Leser ihrer Bücher eh schon wissen und schätzen.
Die Hungerengelsprache, wie Mücke es nennt, begleitet uns im Buch “Atemschaukel” und wir sind ergriffen von den Bilder, die jene Sprache
schuf.
Im Gegensatz zu Mücke, hatten wir eine Mutter, eine Tante oder Oma im Lager, die nicht die Sprache der Dichter durch den grausamen ukrainischen Winter brachte, die Dingen keinen Namen zuordneten, weil ihnen vor Erschöpfung die Sprache abhanden kam, weil der Hunger sie niederzwang, weil das Denken ein Nachdenken geworden wäre, das kein Ausweg war.
In einem Buch kann man mittels Sprache überleben, weil das Lager eine fiktive Bühne ist, in einem reellen Lager herrscht vielleicht Sprachlosigkeit.
Herta Müllers Sprache ist die Sprache einer Davongekommenen, einer vom Leben hinübergeretteten. Es ist nicht die Sprache der Mutter, die ihren Kindern nie wieder eine Gutenachtgeschichte erzählen wird.
Nein, ich bin nicht an die Zeitschrift Maxi abonniert.
Man kann Zeitschriften dieser Art in Wartezimmern ( zum Beispiel) finden und liest dort, was man sonst lieber unterlassen würde.
In dieser Maxi stand, Gwen Stefani (deren Geburtsort mir mehr ein Begriff ist als die Musik der Dame) steige, der Umwelt zuliebe, mit der ganzen Familie in die Wanne.
Und sie möchte, dass andere ihrem Beispiel folgen.
Mensch, Gwen, das ist nicht Deine Erfindung.
Von wegen fortschrittliches Amerika.
Unsere Nobelpreisträgerin hat das bereits vor Jahrzehnten geschrieben!
Leider kam es nicht so toll an…
Schande über uns.
Katharina schreibt:
“Denn in unserer übersättigten Welt wird es bald langweilig. Da sollten sich die Leute auf andere Werte besinnen.”
Ich finde ja immer noch, dass Herta Müller unbedingt dazu beiträgt, sich zum Beispiel auf längerfristige Werte zu besinnen, wie der Beginn dieser Rezension zeigt …
Die hier auf Seite 91ff. (… im 16-Seiten-PDF etwas herunterscrollen …):
http://www.diedrei.org/2009/heft12-2009/11%20Buecher-12-09.pdf
Tja die meisten Leute wollen so einen Schwachsinn sehen….leider.
Die zitierten “Höhepunkte” kennt wohl auch nur, der sich dafür interessiert.
Wie wär´s mit Bayreuth, Münchner und Berliner Symphoniker, Nobel-Preis für Literatur, Fußball Welt/Europameisterschaft, Deutscher Ruder-Achter, Skispringer und Langläufer und nicht zu letzt Erfolge in Wissenschaft, Technik und Wirtschaft?
Und warum sehnen wir uns nach der DM?
Katharina schreibt:
“Denn in unserer übersättigten Welt wird es bald langweilig. Da sollten sich die Leute auf andere Werte besinnen.”
Aus diesem Grunde haben wir solche “Höhepunkte” wie z.B. Deutschland sucht den Superstar, Stefan Raab, Bohlen, Heidi Klum, Dschungelcamp, Container ect, ect…..
Ja, guck mal, unser Polki ist auch wieder da. Grüß Dich.
Wer Lust hat, kann ja die Seite der Ungardeutschen Donauschwaben besuchen.
Hier der Link
http://www.landesratforum.de/
Seppy, Dir auch ein schönes Wochenende!
Anonymous, ein gutes Produkt braucht keine besondere Werbung.
Es wird schrecklich viel in Werbung investiert.
Jede Veränderung braucht neue Wörter (darüber schreibt Wagner bei achgut.com), man sucht neue Logos, man will immer was für unsere Augen
tun. Oder die Ohren.
Vielleicht sollte man mehr auf Inhalte achten.
Denn in unserer übersättigten Welt wird es bald langweilig. Da sollten sich die Leute auf andere Werte besinnen.
Katharina passt schon…….war nicht schlecht gemeint.
Schönes Wochenende.
@Seppy
Das Blog heißt Banatblog und ich dachte mir, das Banat war nicht ausschließlich schwäbisch.
Du wolltest mich mal in die Puszta verbannen…
Aber irgendwie sind wir ja Kinder der Puszta.
Unsere Heide mit dem grenzenlose Himmel…
Diesen Himmel vermisse ich hier in der Großstadt.
Katharina schreibt:
“In diesem land wird doch immer von Selbstbewußtsein gesprochen.
Wo man hinschaut lauter selbstsichere, sich gut verkaufende Leute.
Hinter den Kulissen sieht es dann schon anders aus.”
Das ist ja eins unserer Probleme. Da werden Verkäufer geschult, sich besser zu verkaufen. Dabei geht es gar nicht um den Verkäufer. Es geht doch um das Produkt !
Wenn das Produkt gut genug ist, verkauft es sich fast von alleine.
Alles andere ist Augenwischerei.
Oder versuchte Teuschung.
#
@Seppy,zählst Du mich auch etwa zu den Anonymen?
Bin auch von der Ecke, wo Du herkommst, bin nur paar Monate älter oder jünger als Du, mein Vorname steht im Taufschein…na,igy van.
Von Katharina in Feb 4, 2010 – 19:59
Nein Katharina,du warst nicht gemeint,aber schon toll wie du reagierst.
Tja Heut zu Tage ,,muß man sich schon umdrehen wenn man hinter sich Schritte hört…,,Du bist immer skeptisch und das ist in der Heutigen Zeit auch gut so.
Und noch etwas:Ungarisch kann ICH nicht….Sorry!
Danke, Katharina.
In diesem land wird doch immer von Selbstbewußtsein gesprochen.
Wo man hinschaut lauter selbstsichere, sich gut verkaufende Leute.
Hinter den Kulissen sieht es dann schon anders aus.
Pardon, diese Flüchtigkeitsfehler!
Es soll natürlich “selbstbestimmt” heißen, und “gesegnet mit einem überbordenden Selbstwertgefühl”.
“Als Philosoph oder Mann des Geistes kann man heute in diesem Land keine Reichtümer erwerben. Man muss schon aufpassen, damit der Staat seine geistigen Eliten nicht verrotten lässt.” – Liebe Katharina, ich zitiere Herrn Gibson, es ist kein “Herumhacken”.
Herr Gibson, als Philosoph werden Sie doch auch ohne materiellen Reichtum ein selstbestimmtes, sinnhaftes und glückliches Leben führen können. Es braucht einen auch nicht weiter zu verwundern, dass Sie sich zu den geistigen Eliten dieses Landes zählen. Sie sind geradezu gesegnet mit einem überbordendenen Selbstwertgefühl!
Als ich nur Herta Müllers Bücher kannte, war noch alles anders.
Wenn ich jetzt die Interviews lese und all die Artikeln in der Zeitung, dann habe ich ganz andere Fragen.
Nein, in “atemschaukel” war diese verdammte Bande nicht anwesend.
Ich hoffe Katharina, nach der Lektüre von ‘Atemschaukel’ hatten Sie recht viele literarische Fragen, oder haben Sie irgendetwas Wesentliches über die Secu darin gefunden? Literatur ist alles in erster Linie, was HM schreibt, man muss nur richtig zu fragen wissen…
Denn Hertas Dichterkollege Hellmut Seiler hat mich wieder auf eine Idee gebracht.
Ja, Engelchen, alle gegen einen!
Ist das nicht schlimmer als Gibsons Fragen über Herta Müller?
Sie weiß, dass Gibson überall über sie schreibt.
Wahrscheinlich kann man, wenn man im Olymp sitzt, auch schweigend auf andere herabsehen oder auch nur lächeln…
Ich warte sehnsüchtig auf Hertas neues Buch.
und hoffe, es ist nicht wieder über die Secu.
Denn dann habe ich auch wieder Fragen, die nichts mit Literatur zu tun haben.
Den Hut werde ich nicht herum gehen lassen … Villeicht wachsen noch einige Idealisten nach, die eine Apologie verfassen?
Höchtswahrscheinlich aber werde ich mich selbst zu verteidigen wissen,
wie bisher, wenn es darauf ankommt!
Dann bin ich gut aufgehoben!
Von Herta Müller und Richard Wagner und der Schar ihrer Anwälte, die sie inzwischen bestimmt bezahlen können, lasse ich mich nicht einschüchtern.
Ich halte es da mit dem Spruch von Supersvabos Großvater: “Es kämpft sich nicht schlecht, für Wahrheit und Recht”.
P.S. Ein “Anonymer” hat mir schon einmal meine Armut oder mein “Betteln” bei Institutionen vorgehalten.
Waren Sie das – oder war das ein anderer Anonymer?
Als Philosoph oder Mann des Geistes kann man heute in diesem Land keine Reichtümer erwerben. Man muss schon aufpassen, damit der Staat seine geistigen Eliten nicht verrotten lässt.
Und noch etwas, Anonymus: Rechnen Sie doch einmal die Förder-und Preisgelder zusammen, die Herta Müller eingestrichen hat und setzen sie den stolzen Betrag in ein Verhältnis zu ihrer literaisch-gesellschaftlichen Leistung.
Viele Zehntausend andere “Schriftsteller” in diesem Land “ohne Lobby” haben noch nie eine Förderung erfahren, obwohl das, was aus ihren Federn stammt, jederzeit mit dem schmalen Oeuvre der konstroversierten Herta Müller wetteifern kann.
Carl Gibson
Das vermutete ich nur, weil ein Anonymous Gibson immer als Looser darstellt. Also müßte Anonymous ein Gewinner sein.
Die Welt ist groß. Gewinner oder Looser, alle haben das Recht zu leben. Und alle sollten auch frei ihre Meinung äussern dürfen.
Auch Gibson.
Wenn sein Kampf aussichtslos ist, macht nichts, es ist sein Kampf.
Ich bin auch nicht immer mit Gibson einverstanden. Ich sage ihm auch, was ich denke.
Aber ihn dermassen zur Null degradieren, das wäre unfair.
Für mich ist Gibson in seiner Scheinhaftig- und heiligkeit anonymer und maskenhafter als z.B. der ihm hier Paroli bietende Anonymous oder jeder andere Anonyme mit unverwechselbarer Stimme.
Katharinas Satz: “Den ganzen Tag auf Gibson rumhacken, nur weil man Gibsons Anschauung nicht mag” lässt mich sofort denken: “Den ganzen Tag seit weit über einem Jahr ständig auf Herta Müller herumhacken, nur weil man Herta Müllers Leben und Werk nicht mag…”
Und der Satz: “wenn Sie doch so oben auf der Leiter stehen, warum geben Sie sich mit kleinen Leuten ab?” kann keinen besseren Adressaten haben als den Banatblog- und Siebenbürger-Foren-Kletterkünstler Gibson.
Wo habe ich Kohle ?????
@Seppy,zählst Du mich auch etwa zu den Anonymen?
Bin auch von der Ecke, wo Du herkommst, bin nur paar Monate älter oder jünger als Du, mein Vorname steht im Taufschein…na,igy van.
Anonymous, verteidigen Sie doch Gibson. Sie scheinen doch so erfahren und erfolgreich im Leben. Dann haben Sie auch die Kohle und können gratis Beistand leisten.
Den ganzen Tag auf Gibson rumhacken, nur weil man Gibsons Anschauung nicht mag.
Anonymous, wenn Sie doch so oben auf der Leiter stehen, warum geben Sie sich mit kleinen Leuten ab?
Gibson schreibt:
“Apropos gute Anwälte: ich kann jederzeit bei Min. a. D. Schily anfragen oder bei RA Ströbele. Beide haben die RAF verteidigt und haben Erfahrungen mit Wendehälsen”
Mit dem Mund können Sie vieles.
Aber Sie können auch nur anfragen und dann betteln. Bezahlen können Sie die beiden nicht !
Ich gehe davon aus, das von den beiden, keiner einen Hetzer-Volksaufhetzer verteidigen möchte.
Tja die ,,guten,,alte,neue Anonymouse…..
Gut, dass Du wieder da bist.
Die Anonymouse sind zu uns gekommen.
Was das bedeutet,kannst Du ja begreifen,wenn Du alles liest.
Es ist nicht mein Blog, ich verbiete niemand den Eintritt ins Männercafe,wie ich diesen Ort nenne,aber einen Namen könnten sie schon verwenden.
Wir tanzen noch immer die Hora mit Herta Müller und finden keinen Abschluß.Immer was Neues.
#
,,Wo bist Du denn gewesen?,,
Von Katharina in Feb 3, 2010 – 19:19
Grüß dich ,Katharina.Mein Computer hat versagt,jetzt habe ich einen neuen.Ich sehe du hast wieder hart zu ,,kämpfen ,,gehabt…..Ich bin noch beim lesen,schau mer mal was mancher da schwere ,,Geschütze,,aufstellt.
Schönen Abend noch
Bei all den Skandalen der Herta Müller bis hin zum Generalangriff auf die Landsmannschaft der Banater Schwaben und die Evangelische Kirche der Siebenbürger Sachsen A.B. hatte ich neben den oben angesprochenen Querelen von Herta Müller und Richard Wagner glatt die “Spitzlaffäre in Berlin” vergessen und den Skandal der KAS in Sibiu.
Aber darüber gibt es breite Infos auf http://www.siebenbuerger.de im Allgemeinen Forum.
Aus den Kommentaren enstand das Buch “Der forcierte Nobelpreis”.
Ursprünglich: Von der Wahrheit der Lüge.
Der Fall Herta Müller aus moralischer und politischer Sicht.
Dafür suche ich einen mutigen Verleger, der hinter der Sache steht.
(Ich kann die Sache aber auch jederzeit als PDF auf meine Homepage stellen.)
Apropos gute Anwälte: ich kann jederzeit bei Min. a. D. Schily anfragen oder bei RA Ströbele. Beide haben die RAF verteidigt und haben Erfahrungen mit Wendehälsen.
Zum IKGS:
Das der Universität Mänchen angeschlossene Institut hat mein Buch “Symphonie der Freiheit” gefördert,
nicht deshalb,
weil schöngeistige Literatur oder “fiktionale Belletristik” a la Herta Müller gefördert werden sollte,
sondern die “Geschichte der freien Gewerkschaftsbewegung rumänischer Werktätiger SLOMR”.
Das auch historisch ausgerichte IKGS hat eine zeitgeschichtliche Dokumentation gefördert, in welcher historische Oppositionserreignisse dokumentiert sind, die bis dahin in der Wissenschaft noch nicht beschrieben worden waren.
Lesen Sie einige Dinge nach, bevor sie sich wundern! Ich kann hier hier alles hundertfach wiederholen, nur weil ein Anonymous nicht up to date ist.
Carl Gibson
““GEGEN DEN STROM. Deutsche Identität und Exodus”
Dafür gibt es seit Jahren einen Vertrag.
Das Buch sollte bereits Juli 2008 in Druck gehen.
Der Lügen-Artikel aus DIE ZEIT aus der angeblichen Fder von Herta Müller hat die Materie komplizierter gemacht”
Das Buch sollte also im Juli 2008 bereits in Druck gehen (dementsprechend lang auch ein Vertrag wohl schon vor). Auf Ihrer HP ist das Buch tatsächlich für den Herbst 2008 angekündigt.
Doch kam die Müller mit ihrem Zeit-Artikel dazwischen und hat alles komplizierter gemacht.
…
So als einfach denkender Anonymous frage ich mich: wie kann ein im Juli 2009 erschienener Zeit-Artikel das Erscheinen eines im Juli 2008, nein, im Herbst 2008 fast in den Druck gegangenen Buchs verhindert haben?
Herr Gibson, haben Sie um Unterstützung bei der IGKS gebeten, oder nicht ?
Sie geben keine Antworten auf konkret gestellte Fragen.
“Der forcierte Nobelpreis. Von der Wahrheit der Lüge. Der Fall Herta Müller aus moralischer und politischer Sicht”
Der Buchtitel veranlasst mich, Ihnen wärmstens zu empfehlen, sich vorsorglich um einen guten Rechtsanwalt umzusehen, denn es steht zu befürchten, dass Sie sich Prozesse einhandeln.
Und dass Sie alles gründlich recherchieren und sorgfältig bewerten, davon ist nach Ihren bisherigen Beiträgen nicht unbedingt auszugehen.
@Anonymous: Vierfach haben Sie nun Anlauf genommen – aber Ihnen gehen offensichtlich die Argumente aus.
Reines Beschimpfen reicht nicht mehr. Jetzt bringen Sie auch noch andere Namen ins Gerede:
“Hatten sie nicht einen Antrag an die IKGS gestellt und um Unterstützung für den Druck ihres Buches gebeten ? Sie sind so schlecht auf Professoren zu sprechen. Haben Sie vielleicht von Prof.Sienerth eine Ablehnung erhalten ?”
Sie haben schon mehrfach das IKGS in die Diskussion eingebracht?
Weshalb?
Vieleicht wird Ihnen das IKGS auch antworten, obwohl nach meinem Erkenntnisstand keiner der Entscheidungsträger dort über Foren im Internet agiert.
Zu meinem 2. Band der “Symphonie der Freiheit” unter dem angekündigten Titel:
“GEGEN DEN STROM. Deutsche Identität und Exodus”
Dafür gibt es seit Jahren einen Vertrag.
Das Buch sollte bereits Juli 2008 in Druck gehen.
Der Lügen-Artikel aus DIE ZEIT aus der angeblichen Fder von Herta Müller hat die Materie komplizierter gemacht,
ebenso der Verleumdungsartikel gegen mich aus der Feder von Richard Wagner “Trittbrettfahrer”,
ferner die Androhungen der rechtlichen Schritte gegen mich von Herta Müller und Richard Wagner
dann der breit angekündigte “heiße Herbst” –
das alles wird in Bd. 2 eingehen.
Das weitere Buch “Der forcierte Nobelpreis. Von der Wahrheit der Lüge. Der Fall Herta Müller aus moralischer und politischer Sicht” ist ein weiteres Projekt.
Dafür starte ich erst jetzt die Verlagsanfragen.
Sind Sie nun gut informiert, Anonymous?
Ihr holdes Antlitz aber ist mir immer noch verborgen!
Carl Gibson
Herr Gibson, nach Ihrem Verständnis hat der Literatur-Nobelpreis offensichtlich weniger mit Literatur denn mit moralischerr Eignung zu tun. Da haben Sie etwas falsch verstanden. Lesen Sie bitte die Begründung des Preisgerichts und Sie werden bemerken, dass die Jury anders gewichtet hat.
Die Welt wird darüber zu richten haben,
ob der moralisch fundierte Nobelpreis an eine Person vergeben werden darf, deren moralische Integrität nicht gesichert ist.
Wenn der ausführliche und lückenlose Lebenslauf von Herta Müller vorliegt,
dann wir festzustellen sein,
ob sie die Welt in wesentlichen Dingen getäuscht hat
und ob sie sich Ehrungen erschlichen hat,
die ihr nich zustehen.
Es wird auch die Frage zu klären sein, ob Herta Müller zwischen Fiktion und Realität unterscheiden kann und will.
Ich werde alles tun, um diese gewichtigen Fragen zu klären.
Carl Gibson
Seit Jahren verkündet Gibson großspurig, dass sein neues Buch bald kommt. Wann kommst es denn ?
Haben Sie keinen Verleger gefunden ?
Dann war das Geschreibsel wohl nicht gut genug ! Hatten sie nicht einen Antrag an die IKGS gestellt und um Unterstützung für den Druck ihres Buches gebeten ? Sie sind so schlecht auf Professoren zu sprechen. Haben Sie vielleicht von Prof.Sienerth eine Ablehnung erhalten ?
Es wird sehr schwierig werden, für Ihr Buch einen Verleger,Sponsor oder Unterstützer zufinden, aus moralischer und finanzieller Sicht.
Gibson sollte erst einmal ein Buch schreiben, das nur anähernd so erfolgreich ist, bzw. so gern gelesen wird, wie ein Roman von Herta Müller.
Die Dissidenz ist Ihr Thema, nicht meines. Das literarische Werk steht für sich. Wenn Sie derartige moralische Maßstäbe an Literaten anlegen, dann würde unsere Literaturgeschichte regelrecht entkernt. Ihr gegen Herta Müller gern ins Feld geführter “Literaturpapst” Reich-Ranitzky hat verschiedentlich auf charakterliche Schwächen großer Autoren hingewiesen, im selben Atemzug aber betont, dass ihn das wenig kümmere angesichts der großartigen Werke. Hier scheint mir der neuralgische Punkt zu sein: Sie versuchen, die Autorin zu stürzen, indem Sie moralisch diskreditieren. So werden Sie nie wertschätzen, überhaupt erst ahnen, um welche künstlerische Leistungen es geht.
Auf einem anderen Blatt steht, und da sollte jeder in den eigenen Spiegel schauen, wie man selbst es in seinem Leben mit Moral und Anstand hält. Bei Ihnen habe ich manche Selbstäußerung als eitle Selbststilisierung und ebenso so manche Tirade gegen Müller als neidgetrieben wahrgenommen.
Gibson schreibt:
“Doch sie wird nicht nur an meiner Moralität zu messen sein, sondern an dem moralischen Handeln anderer Zeitzeugen, die jederzeit aussagen können und werden.”
Was ein Glück, nicht nur an Ihrer Moralität. Die lässt nämlich schwer zu wünschen übrig.
Sie haben noch einige Fragen zu beantworten, die hier gestellt wurden.
Das erinnert mich sehr an Roland Koch, den brutalst möglichen Aufklärer aus Hessen.
Sie sind ein Hetzer, ein Volksaufhetzer und sonst gar nichts.
Aus meiner Sicht ist Herta Müller eine “Trittbrettfahrerin” der Dissidenz.
Alles, was sie für Dissidenz an Ehrungen erfahren hat, steht ihr nicht zu.
Doch sie wird nicht nur an meiner Moralität zu messen sein, sondern an dem moralischen Handeln anderer Zeitzeugen, die jederzeit aussagen können und werden.
Nur hat man sie noch nicht gefragt.
Ich trete gern ins Glied zurük, wenn der Wahrheit Genüge getan ist.
Beginnen wir doch mit der Lüftung ihre Antlitzes bei diesem Wahrheitsfindungsprozess.
Ich habe bisher (stellvertretend) nur eine Debatte geführt, die andere – aus vielen Gründen – ncht führen konnten, als “ehrlicher Makler” wie Otto von Bismarck, dessen Worte ich bekanntlich bereits 1976 unter : Schwarz, Rot , Gold in die Kommunisten-Welt trug.
Damals heulten Herta Müller, Richard Wagner und Co. von der RKP noch mit den Wölfen!
Aber abgerechnet wird bekanntlich am Schluss.
Und bisher konnte Lügen noch nie lange verborgen bleiben, ebenso wenig wie fadenscheinige Manipulations- und Instrumentalisierungsspielchen.
Das Internet schläft nicht – und das kritsche Denken auch nicht.
Kein Dunkelmann der Welt wird den Weg des Lichts aufhalten.
Daran zu glauben, das ist Idealismus,
in meinem Fall, gelebter Idealismus von Anfang an bis heute.
Carl Gibson
Warum reagieren Sie so angefasst? Schwere Vorwürfe hätte ich gegen Sie erhoben? Wo denn?
Den Vorwurf der Egomanie und Selbstprofilierung müssen Sie sich freilich gefallen lassen, den haben Ihnen nicht wenige User auch gemacht. Das ist eine Frage der subjektiven Wahrnehmung und ich habe Sie häufig als jemanden wahrgenommen, der sich und seine Person inszeniert. Sie haben auf kritisches Hinterfragen Ihrer Selbstdarstellung stets höchst allergisch reagiert.
Dass Sie einer Herta Müller den “Opferstatus” absprechen wollen, finde ich nach wie vor empörend. Sie sind nicht Richter und auch keine moralische Instanz, die dazu befugt wäre. Ich auch nicht, Da Sie jedoch derart hoch gestellt auftreten und sich selbst autorisieren, ist es doch nur recht und billig, Sie an diesen hohen Maßstäben zu messen. Ihr (zudem nebulöser) Moralitätsbegriff, taugt aber nicht für den literaturkritischen Diskurs. Sie können natürlich Grass auf seine Mitgliedschaft in einer bestimmten Organisation reduzieren, doch wem ist damit gedient? Moral und Politik – für mich ein unauslotbares Spannungsfeld. Sind Sie Idealist?
Wenn Sie so schwere Vorwürfe gegen mich erheben, dann lüften Sie doch Ihr Antlitz, damit die Welt erfährt, wer mich beschuldigt und wer mir Profilierungsabsichten unterstellt.
Bis zu Aufnahme differenzierter Recherchen zur “Symphonie der Freiheit” habe auch ich Herta Müller und Richard Wagner noch geglaubt.
Erst als immer mehr Ungereimheiten und hundert offenen Fragen auftauchten, habe ich meine Haltung geändert.
Sie erinnern sich: 1979 war ich als SLOMR-Mitbegründer in kommunistischer Haft. 1981 habe ich als Kronzeige und SLOMR-Sprecher im Westen die UNO-Klage gegen Ceausescu auf den Weg gebracht – unter Lebensgefahr.
Damals war “Niederungen” noch nicht einamal geschrieben.
Ich brauche und brauchte keine Herta Müller zur Selbstprofilierung!
Ich hätte damals, 1984, als sie im deutschen Fernsehen den Faschismus-Vorwuf gegen alle Banater Schwaben erhob, als der vielleicht legitimste Vertrter der “antikommunistischen Seite” widersprechen und einen Skandal versursachen können.
Dann wäre es mit der späteren Profilisierung von Herta Müller als “Kommunisten-Kriterin” vorbei gewesen, noch bevor die Show begonnen hätte.
Ich habe nicht agitiert – und die Landsmannschaft der Banter Schwaben wurde nicht gehört.
Also kam es zu dem Strategie-Wechsel der Wendehälse Herta Müller und Richard Wagner nach 1987 vom sicheren Hafen Berlin aus.
Auch dann habe ich nicht gegen die beiden Opportunisten agitiert, sondern auch an ihre tatsächliche , spätere Verfolgung ( nach Berwangers Flucht!) geglaubt.
Jetzt aber haben wir eine neue Situation:
Herta Müller beschuldigt immer noch andere und instrumenatlisiert die Medien.
Kann das Zufall sein?
Ich glaube es nicht.
Ist Herta Müller eine moralisch integre Autorität?
Noch fehlen die Beweise.
Kunst ist etwas – Moral und Politik sind etwas anderes.
Die Debatte geht weiter – in Wien und anderswo.
Ich habe reagiert, “Die Presse”, Wien:
http://diepresse.com/home/513745/index.do?parentid=852474&act=2&isanonym=null
der gesunde Menschenverstand ist nicht aufzuhalten.
Carl Gibson
“In dieser Debatte geht es nicht um Rechthaberei oder Namen – hier geht es um die historische Wahrheit.” Diese Aussage von Ihnen lässt sich nicht mit Ihrem bisherigen publizistischen Wirken in Einklang bringen. Gerade Sie haben sich stets daran versucht, in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Sie haben sich dabei profilieren wollen um medialer Aufmerksamkeit willen. Dass habe ich wiederholte Male kritisiert. Jetzt so zu tun, als ginge es (wem?) nicht um persönliche Leistungen, um Namen, halte ich für unredlich. Bei Herta Müller schätze ich gerade, dass sie gesellschaftliche und politische Prozesse thematisiert, und wie diese auf die individuelle Existenz einwirken. In dem Roman “Atemschaukel” spielt sich die Person Herta Müller nicht (ich-perspektivisch) in den Vordergrund.
Ist das ausgesagte “totale Aufklärung”, wird Wirklichkeit abgebildet? Die literarische Form bereichert meines Erachtens unser Spektrum der Wirklichkeitsverarbeitung. Es ist zwangsläufig aber ein allzu komplexes, amorphes Feld.
Und wo stimmen Sie nicht zu? CG
In etlichen Punkten stimme ich Ihren Ausführungen zu, respektive was die Subjektivität des Kunst-Betrachters anbelangt. Immerhin scheinen Sie zu realisieren, dass Herta Müller nicht als Journalistin oder Historikerin, sondern als Literatin mannigfaltige Auszeichnungen bis hin zum Nobelpreis erhalten hat. Wenn ich mich ihren Texten zuwende, dann in dem Bewusstsein, dass die Schriftstellerin sich mit Staat und Gesellschaft künstlerisch-ästetisierend auseinandergesetzt hat. Stilmittel wie Verfremdung oder Überzeichnung, Metaphorik u.a.m. sind dabei höchst legitim. Dass Müller mitunter die Grenzen zwischen Realität und Fiktion “unsicher macht”, sollte der Leser billigend in Kauf nehmen, sonst wird er sich schwerlich auf diese Werke einlassen können.
Kunst ist frei – in allen Formen.
Der Künstler nimmt ein Thema und gestaltet es nach seinen Vorstellungen. Ein Franzose füllte etwas von seinem Kot in einer Flasche ab und schrieb darauf “Künstlerscheiße”.
Das war sein Kunstwerk.
Herta Müller schuf aus dem Gehörten “Herztier” und ließ darin ihrer Phantasie freien Lauf, z. B. mit einer Entblößungszene im Securitate-Büro des Untersuchungsrichters Petre Pele, die sich so bestimmt nicht zugetragen hat.
Kunst eben!
Wenn nun ein Theater-Regisseur das “Kunstwerk” Herztier zur Vorlage nimmt, um ein weiteres Kunstwerk daraus zu machen, dann ist das legitim …. auch wenn das Ganze dann nur noch marginal etwas mit der realsozialistischen Wirklichkeit der Ceausescu-Diktatur zu tun hat.
Kunst regt an, Kunst regt auf! Gut so!
Wer mehr wissen will, kann auch hinter die Kunst blicken und sich die Realität und historische Wahrheit anderswo erarbeiten.
Leider bleibt Herta Müller in ihren Interview-Aussagen oft noch im Bereich der “Kunst”,
während die Welt erwartet, Realität zu erfahren.
Also lebt Herta Müller von diesem noch nicht allen bewusst gewordenen “Missverständnis” – bisher ganz gut!
Da ich in “Die Presse” aus Wien direkt angesprochen wurde, habe ich dort auch wieder geantwortet.
Unter:http://diepresse.com/home/513745/index.do?parentid=852474&act=2&isanonym=null
Die Debatte wird weiter gehen – und gewichtige Zeitzeugen und Autoren wie Dieter Schlesak werden auflären und differenziert über die Securitate-Materie berichten.
In dieser Debatte geht es nicht um Rechthaberei oder Namen – hier geht es um die historische Wahrheit.
Carl Gibson
War zu schnell und habe das nicht richtig reingestellt.
Aber der Artikel hat mich aus der Reserve gelockt.
Was denkt man noch alles über das Banat und seine Schwaben?
So langsam wird es Zeit, dass Herta Müller mal ein Machtwort spricht.
Aber vielleicht fürchtet sie ein Imageschaden.
deitsch, net eitsch, sorry.
Das weiss wohl nur der Artikelschreiber. Vielleicht e sibi, de als erschti Fremdsproch eitsch glernt hat, womeglich in Wien un meent bei dene schwowe war es aa so, lach.
Awer vielleicht stammt´s sogar vun unser Spracherneuerin Herta?
Ja, Getkiss, aber was soll das mit den Annehmlichkeiten beim Spracherwerb?
Berichtet von ihrer verdämmernden Familie auf dem Land, von ihrer Widerstandsgruppe in der grauen Stadt, von Nachstellungen durch den allgegenwärtigen Sicherheitsapparat.
Ein weiterer Textauszug aus dem Artikel.
Hier war ich von den Ausdrücken “verdämmernden Familie” und “grauen Stadt” begeistert.
Fehlt nur noch eine Äusserung über die “verkerkerten Landsleute” aus dem Banater Dorf, die noch nie den Standard gelesen haben.
Verkerkert stammt von mir.
http://derstandard.at/1263706390537/Wiener-Schauspielhaus-Ceausescus-vergessene-Kinder
Es geht um eine dramatische Theateraufführung dieses Stücks durch das Maxim Gorki Theaters Berlin in Wien.
Es ist ein aus Herta Müllers “Herztier” abgeleitetes Theaterstück, dessen Aufführung (ziemlich unkritisch) kommentiert wird….
Der Textauszug von 23:29 sollte oben erscheinen.
Fehler von mir.
Als Banater Schwäbin auf das Deutsche verwiesen, musste sie zugleich alle Annehmlichkeiten entbehren, auf die jedes Kind im Spracherwerb zurückgreift
<>
“Aus Ceausescus vergessene Kinder” – Standart.at
Es geht wieder um Herta Müller.
Kann mir jemand den zitierten Text erklären?
Ich lese und lese. Ich verstehe nichts.
Das ist eben Chauvinismus wie er leibt und lebt. Selbstgerecht fordert man für seine eigenen Landsleute, korrekt, politisch korrekt behandelt zu werden. Wer dies auf alle Menschen normativ übertragen möchte, wird als Gutmensch müde belächelt. Manche sind eben etwas Besseres. Wer sich nun darüber erregt war wohl auch angesprochen.
getkiss schreibt:
“Und ich finde auch, niemand zieht hier über Rumänen oder Zeigeuner her. Es werden vielleicht Vorfälle oder Erlebnisse mit denen erwähnt. Das ist was ganz anderes.”
Aber wehe es saat eener “Deutschrumäner”, oder Rumäniendeutscher”
Dann sinn se alle beleidigt und empört un ein jeder will dann die annere Belehre, wie bleed se sein.
Wo bist Du denn gewesen?
Neue Gesichter im Blog?
Grüß euch alle
Awer heut noch aktuell im Kopp!
Früher hat sich niemand aufgeregt, wenn Vico Toriani sein “Du schwarzer Zigeuner” sang.
Heute muß man sich immer verstellen. Die Lüge hat Konjunktur.
Wenn ich Rroma sag und diesen Menschen meilenweit wegwünsche ist korrekter als von Zigeuner zu sprechen und dem Typen Guten Tag zu sagen?
Realistisch bleiben ist doch nicht Herziehen.
Aber vielleicht bin ich auch nur eine Ewiggestrige.
dann mischen Sie sich nicht immer überall ein.
Von Anonymous in Feb 3, 2010 – 17:37
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Ich misch mich nicht überall ein, nur dort wo ich es für nötig erachte. Dafür brauche ich keine Erlaubnis von einem ohne Namen, nicht einmal von einem mit. Bei uns hier ist die Meinungsäußerung frei. Wenn ihnen was anderes passt (Unfreiheit), dann sind Sie hier fehl am Platze.
Und ich finde auch, niemand zieht hier über Rumänen oder Zeigeuner her. Es werden vielleicht Vorfälle oder Erlebnisse mit denen erwähnt. Das ist was ganz anderes.
@Anonymous in Feb 3, 2010 – 17:37
also ich sinn jo nit de Advokat vum getkiss, Gott behüt und er is ja auch Manns genug es selbst mit dem einen oder anderen aufzunehmen. Aber ich find getkiss hat sich ordentlich und fair verhalten. Ja un wann einem “Wallach” oder “Zigeuner” rausrutscht oder so was ähnliches, weiß jetz nit ob das der Fall war, ja Du lieber Himmel, davon wird jetzt die Welt zu Grunde gehen. Wollen wir denn verlangen, daß alle Wallachen, pardon Rumäner, sich den “nemti” abgewöhnen sollen und “germani” sagen, die würden sich doch kaputt lachen und uns dorthin schicken, woher wir rausgekrochen sind. Ja, und ich persönlich bekenne mich dazu ich werde bestimmt nit, weder hier noch sonstwo, von “Cinti und Rroma” sprechen sondern von Zigeunern. Ja und auch Neger finde ich nit schlimm. Auch wenn manche der linken Kulturschickeria und Gutmenschen jetzt aufplärren werden. Ein mir sympathischer Zigeuner hat mal gesagt: “Rroma, das sind die aus Bukarest, die nix anderes können als stehlen. Ich bin ein Zigeuner!”.
Übrigens meine besten rumänischen Freunde sprechen, wenn sie über irgendwas Deutsches sprechen von “nemtesc” oder “neamt” oder “nemti”. Ja manchmal sagen sie statt “Germania” sogar “Nemterei”. Ja Herrgott nochmal, soll ich denen jetzt die Freundschaft kündigen oder ist man ein schlechter Mensch (ein schlechter politisch-korrekter Gutmensch vielleicht durchaus!) wenn man “Wallach” oder “Zigeneuer” sagt?
dann mischen Sie sich nicht immer überall ein.
Hat Sie der Anonyme bei Name genannt?
Was gefragt?
Und ob es Ihnen passt oder nicht finde ich nicht in Ordnung dass man hier
Eine oder der anderen über die Zigeuner oder Rumänen her zieht.
Die haben genau wie wir alle zu dem Banat gehört.
Das war meine Meinung Herr Georg Kiss,
der Anonyme, mit dem niedrigem IQ,
der sich nichts davon kaufen kann.
Selbst verständlich nach Ihrer Auffassung
Eens mecht ich feschthalle: ich han do niemande angegriff. Vor mich is eener de ke Name hat, net vorhanden, namenlos, nothing.
Des geheert sich so. Gute tach saan, oder ich sinn de Georg. Ich sinn ke namen looser. Mei Schwester net, mei Vatter un Motter net, mei Kosowarer Nachber net, mei Freindin net. De Nachbar im Chor heisst Toni, de Dirigent aa.
Mir alli han e Name bekum vun irgend einem heiliche Mensch, de was Gutes getan hat.
Leit die was ke Name han, kenn ich eenfach net – drum kann ich de gar net angreife.
Wenn solche mich angreife, dann sag ich denne mei Meinung: Es is feige, aus´m Hinterhalt loßzuschieße. Des ganze Geredt “mann muss sich Schütze” is nix als feiges versteckspiel im Hinterhalt.
Das war´s. Mei Meinung. Unn wenn jemand e annri Meinung hat, is des mir Wurscht. Der darf die hann, is aa Wurscht.
Niederunge iwwer Niederunge… is awer schun was dron, mit dem Alkahol. Es ware wenich Antialkaholiker, die ke Troppe getrunk han. Wein und Schnaps han die meischte Männer schun getrunk, well wann nit, dann wor er jo krank, de gute Mann. Also Alkaholgenuss war “gesellschaftlich akzeptiert” täte die owergscheide Deitschlänner jetz soon. Awer es wor jo och mit em Esse ähnlich. Was ich un mei Vater im Banat Speck g’ess han und Sunndachs hats Fleisch net fettich genuch kenne senn! Heit schneide sogor die Schwoweweiwer oft jedes Fuzelche Fett vum Fleisch weg weger dem Cholesterin! Ja so wore damals die Zeide! Selle mer uns jetz for des schäme, irgendwelchi Schuld inbekenne? Awer zurick zum Tringe! Fascht hunnert Prozent vun de Männer han mol was Starkes getrunk. Vun de Massa her mehr oder wenicher, die meischte han wore verninftich und han wenicher getrunk. Die Alkaholikerrate wor, denk ich, nit greßer damals im Banat wie se heit do in Deitschland is. Un vieli han ihre tägliche Wein, im Summer oft, nit pur getrunk, sie han ne mit Sodawasser gspritzt. Deitschlännerische Weingourmets täte sich heit beidle, wann mer ne gspritzte Wein uftische tät.
Es stimmt schun, daß vieli Schwoweleit Raki gebrennt han (schwarz! aso ilegal) und Wein ghat han, un die mancheni Rumäner sin kumm un han for e paar Lei Raki getrunk, dann is schun e bißl Geld in die Budril kumm.
Noch e Niederung: rumänische Nochbre e por Heiser weider han och Raki gebrennt, han dann de Raki dorch e Seidestrump geleert wu Hingelsscheiß (entschuldigung, awer so wors) drin wor. For was? Well de Raki, obwohl er nit stark wor, wenich Grade ghat hat, kratzich gschmeckt hat.
Wie des mit dem Alkahol bei de Millre in Nitzkydorf wor, kann bestimmt kenne vun uns soon und die “Wes” Herta, dere kann mer jo och nit traue, well die vermischt jo gere des was vielleicht wohr wor und des was se gere det han, well es ihr publicity-mäßig besser ins Konzept paßt.
Ein hoher IQ ist nicht alles.
Um im Leben Erfolg zu haben, muß man sich gut verkaufen können. Manche können das so gut, daß sie über den Trottel mit dem Doktortitel nur lachen.
Ihr kennt bestimmt mehrere Beispiele.
“Do im Blog unnerhalt ich mich, net Arweite”
Wenn Angreifen um jeden Preis Unterhaltung ist, na dann viel Spaß
Das ist aber nicht sehr nett von Ihnen, Anneliese. Halten Sie das hier für “Banat banal” oder wie?
Mit Hirn schmeißen. Kein Zufall, wenn’s dann den Dümmsten träfe, der, da er nichts damit anzufangen wüsste, es womöglich dem Klügeren überließe. Kein guter Einfall. Oder aber, wir teilen uns alle die Himmelsgabe. Wer könnte nicht ein unverhofftes IQ-Wachstum vertragen? Doch was wir wirklich brauchen ist Aufklärung, so total wie von Herrn Gibson gefordert.
dann siehts abber schlecht aus mitd`m
Geldverdiene…..
getkis hoscht dann so e schlechte IQ, dass de das nit weescht, was e Anonymes Mäusje iss ?
Manchmol fallt mer nur eines inn: “Hergott schmeiss Hirn vum Himml”
Es is wirklich schon so, dass de BanatBlog voll mit Anonymusse dorchwanert is.
Do im Blog unnerhalt ich mich, net Arweite.
Net aamol de Ingemar kriet do was, alles is umsunscht. Die Watsche aa.
Is jo scheen das dei Vatter e Banater deitsche war, schreiwe kennscht aa wenn des net der Fall wär, die meischte vun uns sin Offen vor neii Schreiwer.
Mei Vatter hat mer e Name genn un den siegt man aa im Nick.
Nor han ich de Name “Anonymous” im meinem banater Kulener net gfunn. Is des was Neichristliches? Oder Neiliberal? Oder Neikonservativa?
Oder is de jetzt bei dene Wikipedianer gfeiert?
Kann mer do de Namenstach erfahre? Da kennt mer doch anstoße?
meinen Sie die Arbeit hier in Blog?
und übrigens so Anonym bin ich nicht.
mein Vater war ein Banater deutsche.
Jo. Ich verkaaf noch immer e paar Stickche dervun bei meiner Arweit.
Des is zwar nor e nitzlich Zubrot zu meiner Rente, awer es Hilft.
De Hauptsach is, net alles uf eemol in de Anonymität verschwinne losse. Dann is Futsch!
Können Sie von Ihrer IQ Leben???
Jo, de Hans, dee saat was.
Dem Anonymous klingt es.
Awer am welchen Ohr saat de net.
Eigentlich saat de iwerhaupt nix, erzählt nor vun etwas, was annri saan, hauptsach er kann e …mus dahinnersetze.
Vor sowas braucht mer e bsonders große IQ, den hat Er aa, de Anonymous. Nor e Name hat de vun Vatter un Motter net bekumm…oder hat ne verkaaft, drum hat de jetzt keene mee.
Vielleicht verkaaft de aa noch sei IQ.
Nor frog ich: Kann de dervun lewe?
Hans/02.02/22:42
Ich kann mich nor erinnere, dass unsre Leit Schnaps gebrennt han un ne de Walache oder de Zigeinre verkaaft han, awer selwer getrunk han se ne net.
klingt sehr nach Rassismus
“Es werd aach immer viel geloo (gelogen) hier im Forum……
Es deeht aach nie e Alkoholiger zugebbe, dass er e Alki iss.
Von Anonymous in Feb 2, 2010 – 23:34 ”
Bravo, do mecht eener schwowisch schreiwe, un es kummt was hessisch` raus (dehht, zugebbe), oder so in ter Art…
Macht jo nix, do kann e jede/r nach seiner Art rede…
Dorf oder Stadt.
Es war überall gleich.
Sicher gab es Ausnahmen, das bestreite ich auch nicht.
Na Kathi, wann Du aach mit dem Polki eener Meinung bischt, dann muss da was dran sen.
Da han ich halt Glick ghat, weil ich han im Banat ke Alkoholiker gekennt, net in meiner Familie, net in der Nachbarschaft und net im Freindeskreis.
Wedder mei Vatter, noch mei Bruder oder mei Sohn han getrunk, un ich sowieso net. Dass des a Ausnahme war, han ich net gewisst.
Kommt vielleicht davon, dass ich in der Stadt gelebt han.
Hans im Glick
Und Nuno glaubt es mir nicht.
Hey,ich gebe zu, kein Alki zu sein!
Es werd aach immer viel geloo (gelogen) hier im Forum……
Es deeht aach nie e Alkoholiger zugebbe, dass er e Alki iss.
Für was bei mir Nuno kummt weiß ich nicht! ich wars der Polki
Ich war a Musikant……a schlechter Musikannt beim spielen und beim Saufen!
Hab in mehreren Dörfer gewohnnt, und iwerall war es gleiche………
So a Dorf, wie bei dier……..Wu nur die Wallache gsoff han!
Ja sowas, han ich nit erlebt…….
Natürlich Osborne. Sorry.
@alma
Lieber gestehe ich, “Princ, a katona.” gemocht zu haben, als diese blöde Pionierkrawatte mal gewünscht zu haben.
Blick zurück im Zorn…könnte ich sagen.
Na ja, ich denke da nicht an John Osborn.
Sie verstehen…
Nicht nur die Musikanten haben im Banat getrunken.
Polki übertreibt nicht.
In der allgemeinen Armut der letzten Jahren vor der Wende, wo alles schon Mangelware war, blieb Alkohol die Ausnahme.
Also Polkakkenich, aus welchem Dorf im Banat kommscht dann Du? Do heert mer jo allerhand Neues iwwer unsere Nachberschsleit.
Ich kann mich nor erinnere, dass unsre Leit Schnaps gebrennt han un ne de Walache oder de Zigeinre verkaaft han, awer selwer getrunk han se ne net.
Wein hammer a selwer gemacht, awer der is Sunntachs oder wann mer Gescht kriet han, getrunk gen. Also bei uns hat niemand gsoff.
A Ausnahm han die Musikante gemach, un ich men Polkakeenich, Du bischt a Musikant.
Awer do gsieht mer, wie unerschiedlich die Leit im Banat doch ware.
Grieß Dich, Hans
1% der Banater Schwaben waren Alkoholiker……………Hans
Hans hast du die Frauen gemeint? Da stimme ich dir zu 100% zu.
Bei den Männer kommt mir dies aber sehr komisch vor, Du hast sicher wollen schreiben 1% waren nicht Alkoholiker da kann ich dir zu 100% zustimmen.
Nochmals Leit (Leute) im Banat wurde gesoffen, bis in den Tod ! Sicher hatten die Menschen auch schwer gearbeitet und nicht alle Männer hatten bei dieser Sauforgie mitgemacht. Blieben lieber Weicheier und überließen die Schnaps und Wein den starken und mächtigen vom Dorf.
Wenn man nicht mit gesoffen hat war man Außenseiter und wurde verstoßen aus der Gruppe habe dies selber erlebt ..
Herta Müller glaube ich, hatte Recht in dem sie ihre Familie beschrieb und den Vater als Saufpold darstellte in Niederungen……………………Im Banat gab es so viel Wein und Schnaps in den Kellern das, dass saufen zur Gewohnheit wurde. Jeder wollte den besten Wein und Schnaps zu hause haben.
Wenn ich ein Buch über Banat würde schreiben…………………………Da währe der Herta Müller ihr Buch Niederungen ein Märchen Buch gegenüber meinem Buch. Was mich an der Herta Müller stört ist die Tatsache, dass sie, das Leben mit Rauchen und Saufen in Temeschwar weiterführte, in den Auserwählten Kreisen der Banater Intelligenz und sich kein Negatives Beispiel von ihrem Vater nahm.
Bei uns zum Beispiel wurde eine Frau im ganzem Dorf ausgelacht, weil sie die Winscher an Neujahr nicht mit Zigaretten in die Wohnung lies……………….Diese Frau hatte Recht.
Das schlimme an dem Saufen war aber das die Frauen alles verheimlicht haben. So zu sagen unter den Tisch gekeert uf gut Schwäbisch. Nach außen wurde die Heile Welt gespielt………Innen war aber Sodoma und Gomora. Ja die Frauen gingen noch ihren Männer Alkohol kaufen wenn keiner mehr zu hause war ! Ob die Kinder was zu essen hatten, ja das war nicht so wichtig.
Es wurde im Banat gesoffen von Weihnachten, Neujahr, Fasching, Ostern, Kerweih, Hochzeit, Taufe, Kartenpartie, Großbuweball, Kathreineball, Rekrutenball, Schlachtfescht, Feuerwehr u.s.w.
Wir hatten zu einer Zeit 1200 Liter Wein im Keller und 1000 Liter Schnaps !!!
An einer Hochzeit von 300-400 Personen brauchte man 200 Liter Wein und an die 50 Liter Schnaps. Wenn ich jetzt die Frauen und Kinder weg rechne dann bleiben 100 Personen übrig die in 24 Stunden einen halben Liter Schnaps tranken und 2 Liter Wein.
Ohne Wein und Schnaps lief gar nichts ab…………..So war es im Banat.
In der Arbeit…………Ja da wurde weiter gesoffen unter dem Motto………Viel ciubuc ………Viel besoffen………………………………………!
Also Leit nichts vormachen und dem Kind in die Augen schaun………..
In Deutschland, ja da wird genau so gesoffen…….Die Feste sind da für saufen………Dies ist meine Meinung.
Ich liebe aber trotzdem unsere Feste und war immer mit Leib und Seele dabei……Ohne Alkohol.
Klassikern der deutschen Literatur wie Siegfried Lenz und Martin Walser, beide literarisch einer Herta Müller in jeder Hinsicht vielfach überlegen, ist eine zufällig entdeckte, jugendliche NSDAP-Mitgliedschaft zum Verhängnis geworden.
Keiner schlug sie als Nobelpreiskandidaten vor – deswegen?
Günther Grass machte aus seiner NSdAP-Zugehörigkeit einen PR-Gag.
Er hatte den Nobelpreis bereits!
Zur Entnazifizierung: Sie wurde von den Siegermächten durchgeführt.
So kompetent, wie damals möglich.
Den Rumänen blieb ihre Vergangenheitsaufarbeitung nach 1989 selbst überlassen.
Wer soll die Securitate-Gangster zur Verantwortung ziehen?
Der Report der Präsidentenkommission (Raport final, koordiniert von Prof. Vladimir Tismaneanu) war ein Anfang.
( ich schrieb darüber in der Symphonie.)
Aber es blieb bei diesem Anfang.
20 Jahre lang hat sich fast nichts getan.
Kein Wunder, wenn KAS-Präsident Dr. Bernhard Vogel den Rumänen ins Ohr flüstert, man sei nicht da, um Klagen zu erheben!
Schwamm drüber!
Vergessen wir alles!
Allen roten Dreck unter den Teppich!
Dann wollen die KAS und Herta Müller – auf dieser Basis allen Rumänen den Weg nach Europa ebnen? So?
Da habe ich etwas dagegen.
Carl Gibson
Hans, dazu fällt mir nichts gscheides ein, nur:
- dankeschön oder
- und? oder
- wir sind nicht im Landmannschaftsthread.
Und kommen Sie mir nicht auch noch mit 1977, denn bei dem Stichwort fange ich erst recht an zu heulen.
Vielleicht nervt mich aber bloß das Wetter.
Katharina, ‘Milyen az íze az élet vizének’? Sehr lecker, würde ich sagen, wenn man nicht zurückschaut. Und trotzdem tun wir das.
Carl Gibson: “Erst Vergangenheitsaufarbeitung nach dem Vorbild der Entnazifizierung der NSDAP und der anderen Verbrecherorganisationen der Nazis, dann bauen wir Europa auf der Wahrheit auf,
aber nicht auf dem Dreck der Kommunisten, den wir mit Hilfe der KAS unter den Teppich gekehrt haben.”
Herr Gibson, würden Sie behaupten, dass die Entnazifizierung in Deutschland nach dem Krieg beispielhaft erfolgreich vonstatten gegangen ist? Haben Sie sich gründlich mit dieser Problematik auseinandergesetzt?
@alma
Erinnerung an andere Zeiten, andere Gefühle.
Pause von Niederungen.
Ernyei Béla – Valaki mondja meg
Hallo Alma, zu Deiner Kenntnis:
»Kopfgeldzahlungen« auf der Bühne der Münchner Kammerspiele
Landsmannschaft unterstützt Projekt
Die Bukarester Regisseurin und Drehbuchautorin Gianina Carbunariu wird im Frühjahr 2010 ein Theaterstück mit dokumentarischen Zügen zum „Verkauf“ der Deutschen aus Rumänien auf die Bühne der Münchner Kammerspiele bringen. Bei Recherchen zu diesem Thema hielt sich die Regisseurin mit ihren Mitarbeitern am 7. Juli in der Bundesgeschäftsstelle der Landsmannschaft in München auf, wo Bundesgeschäftsführer Peter-Dietmar Leber dem Team in einer achtstündigen Unterredung Informationen und Unterlagen zu diesem Thema zur Verfügung stellte.
Gianina Carbunariu, 1977 in Piatra Neamt geboren, studierte rumänische und französische Literatur an der Universität Bukarest und anschließend Schauspielregie an der Theater- und Filmakademie in Bukarest. Mit Stücken wie
„Honey“, „Stop the Tempo“ und „Kebab“ war sie auch in der Schweiz, Frankreich, Irland und Deutschland erfolgreich. Für ihr Projekt in München sucht die Regisseurin weitere Zeitzeugen, die bereit sind, über ihre persönlichen Erfahrungen mit Schmiergeldzahlungen an Mittelsmänner und -frauen zu berichten. Diese persönlichen Geschichten sind der Regisseurin wichtig für die Erstellung der Dialoge. Anonymität bleibt gewahrt, die Gespräche können in Deutsch geführt werden. Weitere Gespräche wurden bereits mit Ernst Meinhardt, Prof. Dr. Anton Sterbling, Johann Burger, Katharina Spick, Walter Wolf und anderen geführt.
Interessenten können sich bei der Landsmannschaft der Banater Schwaben in München oder beim Dramaturgen an den Münchner Kammerspielen, Malte Jelden melden (Telefon 089 / 233-368 13, E-Mail: malte.jelden@muenchen.de).
Alles vergessen,alma.
Komm,hacken wir auf Herta Müller rum, das ist spannender
Jetzt, wo die meisten Deutschen im Westen sitzen, können die Rumänen auch nett über sie reden. Sie bekommen weiterhin Geld von den nemti und bei allen möglichen Anläßen sitzen sie in Deutschland und genießen Europa.
Die nemti haben ihnen ein gut aufgebautes Banat hinterlassen, dass sie nun mit ihrer unmöglichen Architektur “verschandeln”.
Zwitschern macht frei – das wussten schon die freien Vögel am Himmel und in den Zweigen.
Maulkorb und Gehirnwäsche hatten wir schon bei Ceausescu – das Resultat ist bekannt.
Wem die Strudel-Fahrt “gegen den Strom” zu heftig wird, der kann in ruhiges Fahrwasser umsteigen.
Wie wäre es mit dem Herta Müller-Fan Club der Frau Pintilie aus dem Deutschen Dorf irgendwo in Potjomkischen Gefilden oder mit den Chor der Ja-und Amen-Sager deutscher Professoren und Journalisten?
Demokratie bedeutet Pluralismus – und jeder darf nach seiner Facon glücklich werden.
Wer mit der Brückenbauerin Herta Müller ein Europa bauen will, der setzt auf morsche Tragpfeiler.
Erst Vergangenheitsaufarbeitung nach dem Vorbild der Entnazifizierung der NSDAP und der anderen Verbrecherorganisationen der Nazis, dann bauen wir Europa auf der Wahrheit auf,
aber nicht auf dem Dreck der Kommunisten, den wir mit Hilfe der KAS unter den Teppich gekehrt haben.
Mündige Bürger werden dabei nicht zusehen.
Zivilcourage ist angesagt – und wehret den Anfängen.
Carl Gibson
Mir ist das egal, Katharina. Ich bitte aber zusätzlich zu Maulkorb auch noch um eine Gehirnwäsche, bitte.
@hans
“Auch in «Sold out», das Gianina Cãrbunariu für die Kammerspiele schreibt und im April 2010 urinszeniert, geht es um Europa.”
Von Hans in Feb 2, 2010 – 14:40
Europa? ‘Am intrat in Europa!’, wurde 2007 lauthals geschrien.
Das gab es mal, das Europa. Es wäre an der Zeit, das Kontinent umzubenennen, aus Respekt für das, was es mal war und was es nicht mehr ist. Oder macht doch, was ihr wollt; ich jedenfalls kann mir dieses Europa nicht mehr ansehen. Am liebsten würde ich gleich morgen auswandern, wenn das ginge.
Selbstverständlich wird in dem Theaterstück auch die schwobisch-rumänische Freundschaft inszeniert, wieso auch nicht? Hier wird nicht nur mit Unverschämtheit Geld verdient, nebenbei poliert man auch noch das Image der Rumänen etwas auf. Seitens der Schwobe ist ja alles vergessen und vergeben. Warum aber auch nicht? War überhaupt was?
Carl, wenn wir weiter so zwitschern, kann es uns auch hier passieren, dass wir einen Maulkorb bekommen.
Oder glauben Sie, Ingemar wird uns alles durchgehen lassen?
Wo bleibt der lückenlose Lebenslauf der Herta Müller?
Bei der KAS ging alles auch so!?
In Stockholm ebenso!?
Aber die anderen wollen es wissen, die Forschung und die Opper aus der Zelle.
Jeder Bewerber für eine Nachtwächter-Position muss einen ausführlichen, lückenlosen Lebenslauf vorlegen! In diesem Land!
Herta Müller braucht das nicht!Oder?
Wann war sie nun in der Technometal?
1976, gleich nach dem Studium,
nachdem sie die angebliche “repartizare” in die Moldau nicht angenommen hatte?
Oder erst 1986,
nach dem Strategie-Wechsel,
bzw. nachdem sie einen Ausreise-Antrag in die – bis dahin verschmähte BRD – gestellt hatte?
10 Jahre Unterschied?
Kein Pappensteil, oder?
Und für die Werk-Interpretation wichtig!
Wann kommt eine – nicht retuschierbare – Herta Müller Biographie?
Berechtigte Fragen, oder!
Carl Gibson
@Lori – Willkommen an diesen freien Ort.
Die freie Meinungsäußerung hat noch keiner Gesellschaft geschadet.
Hier auf Banatblog ist auch noch keiner gesperrt worden!
Vivat – crescat – floreat …
Und die Wahrheit wird uns frei machen!
…ich frage mich warum das Nitzkydorfer Kerweihmädel damals nit mir ihrem ersten Gatterich (also der der vor dem Perjamoscher Kerweihbu da war) nach DE kam, so wie es ja Franz Thomas Schleich irgendwie angedeutet hat. Ok, is klar, is Privatsache von der Nitzkydorferin, aber da sie ja Privates real und fictionmäßig vermengt, kann man ja mal das in den Raum werfen. Das ganze mit der Dissidenz und Securitate hätte sie sich ja dann sparen können. Aber is wohl so, sie hat sich dann in die Schlangengrube vom Berwanger Niki begeben und hat in Temeswar in der Bastion bei Mititei loyale Systemkritik, subtil indem sie den schwäbischen Baderitus beschrieb geübt. Überhaupt kann man ja sagen, sie hat halt die Schwowe angegriffen, weil die ja billige Opfer waren, die Staatsmacht, das hat sie sich ja schlecht leisten können. Heute kann man sagen, sie hat ihre Landsleute angegriffen, aber in Wirklichkeit galt der Angriff der roten Staatsmacht, nur komisch, daß die meisten Schwowe das bis heute noch nit begriffen haben. Aber macht nix, so kann sie eine zwiefache Dissidenz und ein zwiefaches Exil beanspruchen. Opfer der kommunistisch-rumänischen Staatsmacht und der schwowisch-faschistischen Kerweih.
Das gehört in den Thread “Der Blumenmann”.
Regisseurin Carbunariu und ihre Helfer haben nicht nach wissenschaftlichen Kriterien gesammelt und ausgewertet, sondern sie haben lediglich Hintergrundwissen gesammelt, um ein Drehbuch bzw. eine dramatische Vorlage zu erstellen.
Die Materie ist weitaus komplexer – Differenziertes auch unter http://www.kulturraum-banat.de
Carl Gibson
Ein ganz anderes Thema, passt eigentlich nicht hierher, aber ein Thread “Freikauf” gibt es hier, meine ich zumindest, nicht:
Die gekauften DeutschenGianina Cãrbunariu: «Sold out»
Auch in «Sold out», das Gianina Cãrbunariu für die Kammerspiele schreibt und im April 2010 urinszeniert, geht es um Europa. Allerdings zunächst um das Europa vor 1989, in dem es seit den 1950er Jahren eine stetige Ausreise der Rumäniendeutschen in die Bundesrepublik gab. Für diese Aussiedler (Siebenbürger Sachsen, Banater Schwaben und andere) flossen große Geldbeträge. Offizielle und inoffizielle. Das Kopfgeld, das die Bundesrepublik Deutschland für jeden ausgereisten Rumäniendeutschen an die rumänische Regierung gezahlt hat, kann man als offiziellen Teil betrachten. Genauso wie die Gebühr, die die rumänischen diplomatischen Vertretungen in Deutschland von Rumäniendeutschen kassierten, um sie aus der rumänischen Staatsangehörigkeit zu entlassen. Daneben gab es inoffizielle Zahlungen in unbekannter Höhe. Schmiergelder, die vor allem in den 80er Jahren von den Ausreisewilligen selbst an so genannte Mittelsleute gezahlt wurden, Mitarbeiter der berüchtigten Geheimpolizei Securitate.
Auskünfte zu den kassierten Schmiergeldern zu erhalten, ist auch zwanzig Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs sehr schwierig. Dass die Empfänger der Gelder nicht Auskunft geben möchten, ist klar. Aber auch wer geschmiert hat, spricht ungern darüber. Denn erstens waren diese Zahlungen offiziell verboten, und zweitens hat der zahlende Kunde mit der eigenen Ausreise wahrscheinlich einem anderen, der das Schmiergeld nicht aufbringen konnte, eben jene verbaut. Zwischen 1967 und 1989 haben etwa 225.000 Menschen Rumänien Richtung BRD verlassen. Vorsichtige Schätzungen beziffern die offiziellen Zahlungen der Bundesregierung für diese Ausreisen auf über 1,2 Milliarden DM. Je nach Ausbildungsgrad der Ausreisenden verlangte die rumänische Regierung einen anderen Satz: 1.800 DM für den Normalfall, 2.900 DM für Techniker und Facharbeiter, 5.500 DM für Studenten, 7.000 DM für Studenten in den letzten beiden Ausbildungsjahren, 11.000 DM für Akademiker mit Abschluss. Die Schmiergelder, die in Rumänien vor der Ausreise an die Securitate flossen, lagen wohl noch wesentlich höher.
In den Geschichten, die Gianina Cãrbunariu in Interviews in München, Berlin und Rumänien recherchiert hat, wird von Summen zwischen 2.000 $ und 250.000 $ erzählt. Oft kam auch dieses Geld aus Deutschland, von Verwandten. Es gibt Erzählungen von 30.000 DM, die in einem Turnschuh nach Rumänien reisten. Die Familie, die mit dieser Summe ausreisen wollte, fand einen Mittelsmann, der wiederum noch vor der illegalen Zahlung selbst nach Deutschland verschwand. Trotzdem kommen bald darauf die nötigen Reiseunterlagen und Pässe. Die Familie verkauft ihr gesamtes Hab und Gut, die Koffer sind gepackt, als dann doch noch eine Unbekannte auftaucht und die vereinbarten 30.000 DM verlangt. Rein formal kann der Familie eigentlich nichts mehr passieren. Mit ihren gültigen Reisedokumenten könnte sie Rumänien verlassen.
Trotzdem ist die Angst vor Repressalien, Unfällen, Unvorhersehbarem so groß, dass die Zahlung sofort geleistet wird. Und selbst wenn die eigene Geschichte wahrscheinlich gut ausgegangen wäre, hätten die nächsten Ausreisewilligen unter der nicht erfolgten Geldübergabe gelitten. Viele Geschichten wie diese, die Gianina Cãrbunariu gesammelt hat, handeln von Schweigen und Scham. Andere haben sogar ein kleines Happy End. Zwanzig Jahre nach seiner Ausreise und der damit verbundenen Zwangsenteignung seines Hauses kehrt ein Rumäniendeutscher in seine alte Heimat zurück. Aus Neugier, nicht um Besitzansprüche geltend zu machen. Mit dem Besitzer seines alten Hauses verbindet ihn heute eine Freundschaft, deren Gegenstand die Renovierung und Instandhaltung der Immobilie geworden ist.
http://www.kultiversum.de/Schauspiel-Theaterheute/Sold-out-Gianina-Carbunariu.html
Hans stellt fest: “es sind ihre Bilder, es sind ihre Erfahrungen. Mir selbst sind diese Bilder, die sie beschreibt so fremd, dass ich mich nur über solch eine blühende Fantasie wundern kann.
Mir persönlich war im Banat werde Alkoholismus, noch das schwäbische Bad, geschweige denn Inzest bekannt, was nicht bedeuten soll, dass es das nicht gab. Jeder kann nur darüber berichten, was er selber erfahren hat. Also gehe ich mal davon aus, dass Herta Müller eine unglückliche Kindheit hatte, mit einem Alkoholiker als Vater, der sie auch noch sexuell missbraucht hat und bei denen zu Hause das Bad, wie von ihr beschrieben, stattgefunden hat.
Das würde auch weiter niemanden stören, wenn das nicht in den verschiedenen Rezensionen verallgemeinert worden und auf alle Banater Schwaben projiziert worden wäre. Da hätte Frau Müller doch bitte sofort eingreifen müssen und richtig stellen, dass das bei ihr zu Hause so gelaufen ist und dass das bei den meisten ihrer Landsleuten anders war.”
Das predige ich seit Jahren, Hans, auch unter dem Stichwort Sodom-und-Gomorra-Banat-Zerrbild ( siehe Komemnatr weiter oben).
Ich habe lange überlegt, meinen zweiten Erinnerungsband “Gegen den Strom” mit “Jenseits von Sodom” zu überschreiben, selbst hier öffentlich.
Neu ist: der potentielle sexuelle Missbrauch, ein bisher taubuisiertes, ausgespaartes Thema in der Herta- Müller Diskussion.
Bundesdeutsche Leser aus meinem Umfeld verwiesen bereits vor vielen Jahren auf die traumatische Komponente und auf die nicht ganz freiwillige Vermischung von Fiktion und Realität.
Psychopathologische Antriebe in Kunst und Literatur habe ich mehrfach angesprochen – andere “Experten”, etwa im SBB-Blog, gingen der Materie bewusst aus dem Weg.
Aber die Forschung wird sich der Materie annehmen, weil die Forschung nicht da ist, um Idol-Pflege oder Image-Pflege zu betreiben, wie etwa die Leute aus dem Herta Müller-an-Club, die es nicht scheuen, Kritiker mit Schmutz zu bewerfen.
Die Forschung wird auch dieser Sache auf den Grund gehen, wenn nach der Motivation (“Hass”-Antrieb!) und der Genese der Werke , speziell von “Niederungen” gefragt wird.
Carl Gibson
Sie sind wahrlich ein “Zurückgebliebener”, Herr Gibson, ob in Ihrem “literaturkritischem” Urteil oder in Ihrer Ignoranz der Gegenwartsliteratur. Das muss Sie nicht grämen. Gleichsam tragisch wird es, wenn Sie sich gleichwohl auch auf diesen Gebieten zur unfehlbaren Autorität aufschwingen.
Sie wollen kein Chamäleon sein? Rufen Sie sich nur all Ihre “Titel” ins Bewusstsein, die Sie sich je nach Situation und Kontext zu geben pflegen! Sie sind alles und nichts, Sie schillern und geben vor, bei Licht besehen bleibt es meist nur Tünche. Doppelmoral ist doch Ihr liebstes Hilfsmittel. Das muss man neidlos anerkennen, da haben Sie es zu wahrer Meisterschaft gebracht.
Die kritischen Stimmen, die es wohl gab, wurden auch in dem zusammenfassenden Bericht unterschlagen. Weshalb? Schönfärberei auch bei der SbZ, weil es gerade so in die Zeit passt? Der Wolf im Schafsfell … Folge XY … Eine Inszenierung wie der Franz -Werfel- Preis für Menschenrechte der Vertriebenen an Herta Müller! Ein Hohn! Wer hat die Banater Schwaben wüst beschimpft? Das war nicht Herta Müller, sondern ihre Attrappe?
Wie kurzsichtig die Welt doch tickt!
Und wo bleibt das Prinzip ( der Geradlinigkeit) – auf der Strecke.
Ein Wendehals ist und bleibt ein Wendehals – auch wenn er die Farben virtuos wechselt wie das Chamäleon.
Die echten Opfer der Dikatur werden diese Verrenkungen nie hinnehmen.
Carl Gibson
© Katharina: Herta Müller hat Bilder geschaffen, es sind ihre Bilder.
Katharina, da hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen: es sind ihre Bilder, es sind ihre Erfahrungen. Mir selbst sind diese Bilder, die sie beschreibt so fremd, dass ich mich nur über solch eine blühende Fantasie wundern kann.
Mir persönlich war im Banat werde Alkoholismus, noch das schwäbische Bad, geschweige denn Inzest bekannt, was nicht bedeuten soll, dass es das nicht gab. Jeder kann nur darüber berichten, was er selber erfahren hat. Also gehe ich mal davon aus, dass Herta Müller eine unglückliche Kindheit hatte, mit einem Alkoholiker als Vater, der sie auch noch sexuell missbraucht hat und bei denen zu Hause das Bad, wie von ihr beschrieben, stattgefunden hat.
Das würde auch weiter niemanden stören, wenn das nicht in den verschiedenen Rezensionen verallgemeinert worden und auf alle Banater Schwaben projiziert worden wäre. Da hätte Frau Müller doch bitte sofort eingreifen müssen und richtig stellen, dass das bei ihr zu Hause so gelaufen ist und dass das bei den meisten ihrer Landsleuten anders war.
Mal zugegeben, wie viel Alkoholiker gab es denn bei den Banater Schwaben 1% oder 2%, die meisten waren doch fleißige und strebsame Leute, die ab und zu auch mal gefeiert haben. Mir persönlich waren nur ganz, ganz wenige Banater Schwaben bekannt, die gern ins Glas schauten.
Und Inzest, das kann ich mir nun gar nicht vorstellen. Das ist wohl ein Produkt der schmutzigen Fantasie dieser Zeitgenossin. Was haben denn die Banater Schwaben mehr geliebt als ihre Kinder? Alles was unsere Eltern taten, taten sie doch, dass es uns einmal besser gehen soll wie ihnen. Das war doch auch die einzige Motivation, warum sie nach Deutschland ausgewandert sind. Doch nicht weil sie nichts zu essen hatten, sondern weil sie für ihre Kinder in diesem Land keine Zukunft sahen.
Und das Bad hat wohl in jedem Haushalt anders stattgefunden. Wie das bei Müllersch zu Hause war, wissen wir ja. Fließendes Wasser wurde allerdings erst in den 70er Jahren eingeführt und da war das erste, was sich jeder Banater Schwabe eingerichtet hat, ein Bad. Das war hier am Lande auch nicht anders, bevor es keine Wasserleitung gab. Da musste man Wasser vom Brunnen im Kessel wärmen und sich in Schüsseln, Lavors oder in der Molter baden.
Und Katharina, egal wie viele Leute das Buch gelesen haben, es ist ein falsches Bild, dass da über uns vermittelt wird und dass darf man nicht stillschweigend hinnehmen. Da hat die Landsmnnachaft völlig richtig und absolut verantwortungsvoll reagiert, als öffentlich Stellung dagegen genommen hat.
Hans
“Die Stimme der Deportierten”:
Horst Göbbel über die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller
Horst Göbbel referierte am 11. Januar im Haus der Heimat über „Die Stimme der Deportierten“ zum Thema „Die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller und ihre ‚Atemschaukel‘“. Die Union der Vertriebenen und Aussiedler (UdV) Nürnberg hatte zu dem Vortrag eingeladen. …
WEITER HIER:
http://www.siebenbuerger.de/zeitung/artikel/kultur/9679-die-stimme-der-deportierten-horst.html
Er kann doch in Genf gegen die Bundesrepublik Deutschland aussagen und dann in dem freien Land USA Asyl beantragen. Manch einer würde das auch “verrat” nennen.
Carl Gibson: “Als die zur ‘Nestbeschmutzerin’ apostrophierte Österreicherin Elfriede Jelinek den Nobelpreis für Literatur zugesprochen bekam, setzte sich das Nobelpreiskomitee über die Bedenken von Millionen konservativ-traditionell fühlender Österreicher hinweg und prämierte eine Außenseiterin als Kritikerin der Zeitzustände in Österreich. Die Gefühle der Millionen in Österreich wurden einfach ignoriert!”
So ein Schund! Also wirklich, Herr Gibson, Sie versteigen sich nun zum Boulevard-Schwadronier auf Kronen-Zeitungsniveau.
Sagen Sie mal, woher nehmen Sie die empirischen Daten für Ihre Bahauptung, Millionen Österreicher hätten gegen Frau Jelinek Bedenken gehabt? Sie betreiben hier reinste Desinformation und Falschdarstellung.
Ihr Literaturbegriff ist nicht aus unserer Zeit. Sie bevorzugen den politisch korrekten Massenfavoriten. Über nobelpreiswürdige sollten Sie besser kein Urteil wagen, wenn Sie sich nicht weiterhin so blamieren wollen.
Ihre Bemerkung über Herta Müller: “Seit 1987 beschimpft sie fast ausschließlich den Ceausecu-Staat mit seiner bösen Securitate alt und neu und die feigen Rumänen dahinter.” klingt so, als sollte die Autorin vielmehr den Ceausescu-Staat mit seiner guten Securitate alt und neu und die mutigen Rumänien lobpreisen sollte. In Ihrer tiefen Unzufriedenheit stecken Sie zudem auch in der Schublade des missgünstigen Querulanten. Sie Ärmster!
Die Nachgeborenen werden das zu werten und zu würdigen wissen, was einzelne von uns getan, geleistet, zu Papier gebracht und bewirkt haben.
Wir können uns nur redlich um Wahrheit bemühen.
Weshalb sagt Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki nichts zur Nobelpreisvergabe an Herta Müller?
Wer stoppt ihn?
Weshalb sagt Marcel Reich-Ranickis kritisch-literarische Ziehtocher Elke Heidenreich nichts zu Herta Müllers Nobelpreis?
Wer stoppt sie?
Welche Anhängigkeiten ( etwa im Bereich der Verlage) stoppt beide, ihren kritischen Sinn zu entfalten?
Als die zur “Nestbeschmutzerin” apostrophierte Österreicherin Elfriede Jelinek den Nobelpreis für Literatur zugesprochen bekam, setzte sich das Nobelpreiskomitee über die Bedenken von Millionen konservativ-traditionell fühlender Österreicher hinweg und prämierte eine Außenseiterin als Kritikerin der Zeitzustände in Österreich.
Die Gefühle der Millionen in Österreich wurden einfach ignoriert!
Also ignorierte man auch die Wertewelt der Banater Schwaben und opferte sie auf einem Altar, um Herta Müller auszuzeichnen.
Über die Hintergründe wird man noch reden, vor allem in der literaturhistorischen Forschung,
die literarisch-ästhetische Kriterien ansetzt, wo andere über Lobbyismus der Staatsraison zum Durchbruch verhalfen.
Politische Ziele erreichen über Literatur?
Literatur ein Instrument praktischer Politik?
Auch darüber wird noch zu reden sein.
Herta Müller, die sich von der Heine-Gesellschaft ehren ließ, meinte, mit dem Kritiker Heine hätte sie wenig am Hut.
Sie hat auch nichts mit dem Kritiker Voltaire am Hut, auch nicht mit Zola … und den Namen Nietzsches hat sie nie erwähnt, weil sie wohl kaum etwas von Nietzsche gelesen hat.
Selbst Brecht und Biermann, Kommunisten und Kritiker ihrer Zeit, werden von Herta Müller nicht als Kritiker rezipiert, eben weil sie aufrechte Dissidenten waren.
Sie lebt vom Beschimpfen der Banater Schwaben und später vom Beschimpfen Ceausescus und der Securitate ( nicht aber der Kommunisten-Partei ihre Gatten Richard Wagner!) – und sie lebt gut davon!
Elfriede Jelinek blieb bei ihrer Haltung, Missstände Österreichs aufzudecken.
Herta Müller hingegen änderte ihre Haltung wohl!
Seit 1987 beschimpft sie fast ausschließlich den Ceausecu-Staat mit seiner bösen Securitate alt und neu und die feigen Rumänen dahinter.
Die Banater Schwaben werden – seit dem retuschierten ZEIT-Artikel ( aus fragwürdiger Feder!) mit dem eliminierten Verleumdungszitat und der halbherzigen Richtigstellung nicht mehr eb bloc beschimpft, sondern nur noch selektiv,
namentlich die Landsmannschaft der Banater Schwaben,
einzelne potentielle Securitate-IMs dort
und Briefeschreiber, die sich als nützliche Idioten der Securitate betätigen und möglicherweise auch für die Cosa Nostra tätig sind, so Herta Müller über ihrem Sprecher, Gatte Nr. 2, Richard Wagner in aller Öffentlichkeit.
Was sagt die schweigsame Mehrheit dazu?
Sie schweigt – und billigt, wie bei Ceausescu und Honecker!
Wehret den Anfängen!
Carl Gibson
Spielen Sie doch nicht den gekränkten Moralisten. Eine Nummer kleiner geht’s nicht? Sie sind es sich wohl schuldig, sich mit den “Schicksalsgefährten” Voltaire, Heine, Nietzsche …gleichzustellen. Brauchen Sie das? Wenn Sie ein vergleichbares Werk hätten, wäre ja nichts dagegen einzuwenden.
Menschenrechtler und Dissidenten haben in den gegängelten und gesteuerten Medien totalitärer nie Beachtung oder Resonanz gefunden. Sie durften nicht zu Wort kommen, weil sie unbequeme Dinge ansprachen, Themen, die die Machtkonstellation verändern konnten.
Das ist in der Demokratie genauso – nur wird der Andersdenkende nicht gleich erschlagen!
Es ist nur allzumenschlich und natürlich, wenn ein einsamer Rufer in der Wüste müde wird, enttäuscht ist, gar frustriert.
Aber das war immer schon so.
Kämpfer gegen ihre Zeit hatte es immer schwer, weil die Mehrheit sie nicht verstand, Voltaire, Heine, Nietzsche … und sie werden es auch künftig schwer haben, weil die Machthabenden ihre Ziele durchzusetzen wissen, gerade in der modernen Mediengesellschaft.
Gelogen, instrumentalisiert, manipuliert wird nicht nur bei diesem Thema, sondern bei anderen, die noch politisch gewichtiger und existentieller sind.
Das Unheil unserer Tage mit vielen drastischen Eingriffen in Einzelexistenzen ist einzig und allein auf das Walten der Lüge zurückzuführen, die in vieln Formen umgeht, vieles gefährdet und verdirbt.
Wo die Moral aufhört und die Werte zerfallen, dort beginnt der Untergang.
Aufmerksame Zeitgenossen haben die Pflicht, die Lüge in ihrem Wirkungsbereich unmöglich zu machen und zu bekämpfen, indem sie sich um die Wahrheit bemühen.
Es geht dabei nicht um Namen – es geht um das Prinzip.
Carl Gibson
Da Sie in den Medien keine Beachtung finden, ist Ihnen der Spaß vergangen. Na und? Nur nicht verzagen, gönnen Sie den öffentlich wahrgenommenen Banater Landsleuten doch einfach deren Medienpräsenz.
Ihre Larmoyanz ist Ihrer aberwitzig überzogenen Selbstüberhebung geschuldet. Das hat man Ihnen in diesem Blog längst ins Stammbuch geschrieben. Wenn Sie es nur einmal realisieren. Nobelpreis ist nicht Ihre “Liga”!
Ich singe es immer wieder, wenn ich mir meine Gedanken darüber mache, was aus dem Volk der Dichter und Denker geworden ist!
Abrufbar auf Youtube!
Wer setzt den Link?
Dort findet sich auch: die Internationale … erkämpft das Menschenrecht!
Parole!Parole!
Wie sagte doch Erich Mielke : Ich liebe doch alle Menschen!”
Schwamm drüber, was vorher war!
Schwamm drüber, dass er ein leben lang mit Haftbefehl gesucht wurde, weil er noch zur Zeit der Weimarer Republik zwei Polizisten ermordert hatte.
Das war doch Wiederstand, oder?
Verabreichen wir Erich Mieke posthum den Friedensnobelpreis zusammen mit Markus Wolf, freier Schriftsteller, dafür,
dass sie nicht noch mehr Menschen, Oppositionelle und echte Widerstandskämpfer an den Galgen lieferten.
Was kümmert uns der Schnee von gestern?
Schwamm drüber – und alles unter den Teppich!
Vielleicht kommt ein kritischer deutscher Journalist von der Establishment -Presse und stolpert darüber.
Carl Gibson
P.S. @Anonymous, welcher Anonymous sind Sie?
Haben sie auch ein Gesicht, einen Namen, eine Identität, eine Herkunft, Anstand und Würde?
“Vieleicht singen wir bald wieder alle gemeinsam im Chor: Die Partei, die Partei hat immer Recht!”
haben Sie schon mal dieses Lied gesungen???
wieso schreibts ihr eigentlich nit schwowisch, oder is sich die intelligenz zu fein dezu.
Herta Müller hat aus der Sodom-und-Gomorra-Welt ihrer Kindheit und Jugend ein Sodom-und-Gomorra-Bild des Banats gezeichnet, das von Ahnungslosen wie F.C. Delius und L. Hagestedt unkritisch übernommen und via SPIEGEL und anderen Medien in die Welt transportiert wurde.
Beide reden vom Banat wie die Blinden von der Sonne!
Aber inzwischen sind wir selbst schon so weit, dass wir vom Banat reden wie die Blinden von der Sonne, von unserer Identität, von den Ursachen des Exodus, von unseren Traditionen etc. etc.
Die Sache ist sehr undifferenziert geworden – und wir reden aneinander vorbei.
Es macht keinen Spaß mehr.
Fakt ist: Wir sind bereits aus der Geschichte verschwunden.
Und die Art, wie wir uns um unsere Vergangenheit kümmern und auf welchem Niveau wir die Debatte führen, ist einfach beschämend.
Einige in den Elfenbeintürmen der Forschung rümpfen die Nase über Blog-Debatten wie diese; hinken aber selbst Jahre und Jahrzehnte den Notwendigkeiten der Zeit hinterher und betreiben die Selbstbeweihräucherung alter Seilschaften.
Für die große Masse der Banater Schwaben sind die hier exponierten Themen überhaupt kein Thema.
Herkunft, Zukunft?
Es gibt da ganz andere Bedürfnisse.
Noch ein Wort zum Banat-Zerrbild von Herta Müller.
Jeder, der in einer deutschen Gemeinde im Banat aufgewachsen ist, mit oder ohne Rumänen und Zigeuner vor der Haustür, kann selbst überprüfen, was wahr ist und was falsch.
Der Bundesbürger kennt leider nur das Sodom-und Gomorra-Banat-Zerrbild, das über den SPIEGEL in die Breite transportiert wurde, nicht die Korrektur dieses Zerrbildes, wie sie ansatzweise z.B. in der “Banater Post” seit 1982 als gesunde Gegenreaktion auf die Attacke der Müller Müller erfolgte.
Wen erreicht schon die Banater Post?
Und wer will sie schon lesen, wenn die berechtigten, kritischen Stimmen dort von Bundespolitikern und Institutionen als Ewiggestrige abgetan werden.
Es lebe die Volksverdummung!
Vieleicht singen wir bald wieder alle gemeinsam im Chor: Die Partei, die Partei hat immer Recht!
Carl Gibson
Ist es nicht so, dass wir alle in Erinnerungen schwelgen? Auch die in Deutschland geborenen, reden oft von “früher”, wie schön das doch war. Bei uns Banater ist es genauso, die Erinnerungen sind oft verbunden mit einer Großfamilie, welche
es heute nicht mehr gibt.
Wie sieht es denn heute aus? Wir fahren ins Banat, machen Fotos von den zerfallenen Häusern und den ungepflegten Friedhöfen und lästern auf´s Äußerste, wie verkommen doch alles ist. Ja, und hier beginnt für mich die Perversion. In dem Moment, wo man das Banat “verlassen” hat, wird – nach meiner Meinung – einem das Recht abgesprochen, darüber zu urteilen, was daraus geworden ist.
Es gibt viele “Herta Müllers”, ob männlich oder weiblich, ein jeder kann für seine Einstellung zum Banat und Banater Schwaben angegriffen werden. Die einen stilisieren die anderen stigmatisieren und eine ganze Menge kritisieren einfach nur.
Ja, so sind wir nun mal und das verbindet uns mit dem Rest der Welt.
Schöne Grüße
Anneliese
Vielleicht haben wir eines Tages unseren Uderzo und auch einen Goscinny, der unseren einzigartigen Ort für immer verewigt.
Und ich wage zu fragen, ob nicht doch mehr Leute einen Asterix gelesen haben als diese Niederungen?
Es geht immer nur um Niederungen und um die Position, die man als Einzelner zu diesem Buch hat.Ich hatte schon immer eine unverkrampfte Einstellung, deshalb bin ich auch nicht blind, wenn es um Bilder in diesem Buch geht.
Ich bin ein freier Mensch und will daher auch eine freie Meinung haben.Ich lasse mir sie nicht vorschreiben.
Die Meinung eines Delius und eines Hagestedt ist nicht meine und bestimmt auch nicht “universell”.
Oder glaubt man, Bücher von Herta Müller würden die Meinung vieler über das Banat zum Negativen beeinflussen? oder auch zum Positiven?
Ach so, deshalb weint die Welt nach dem Erscheinen von “Atemschaukel” der vielen Banater und Siebenbürger Toten bei Donetzk und anderen Orten?
Deshalb haben die Herren von Moskau und Kiew sich reumütig bei uns entschuldigt?
Hat man von dieser Ecke wenigstens eine Meinung gehört?
Alkohol ist auch ein Problem der Welt und das Banat lag nicht auf dem Mond. Warum sollte er dort nicht seine Opfer gehabt haben?
Die Welt ist voller Gewalt aller Art, nur auf unserer lieben “Insel” war totaler Frieden und ein Überschuß an Güte, nicht wahr?
Wir haben das Banat verlassen, aber kleben fest an der Anschauung, es war ein Paradies.
Herta Müller hat Bilder geschaffen, es sind ihre Bilder.
Und wie einer diese Bilder sieht und interpretiert, sagt doch nur etwas über den Betrachter aus.
Mit oder ohne Niederungen würde ein Aussiedler aus dem Banat hier in Deutschland seine Prüfung bestehen müssen.
Wäre das Buch ein schönes Märchenbuch hättet Ihr hier weniger Probleme?
Wieviel Eurer Kollegen und Nachbarn kennen das Buch?
@alma:”Herr Hagestedt konnte das aber nicht wissen.”
Nicht nur dass. Herr Hagestedt ist waschechter Bundesbürger. Weiss vieles nicht, hat aber zu allem eine Meinung. Das ist auch Meinungsfreiheit (Gott sei Dank)…
Ich wollte dich, Carl, nicht noch mehr aufhetzen, aber ich wäre doch neugierig, warum du immer nur F. C. Delius erwähnst und nie einen Lutz Hagestedt?
1990 schrieb dieser:
“Das halbwüchsige Mädchen, die Ich-Erzählerin der Niederungen, lebt in einer archaischen, aus unserer Sicht bizarren und fast schon exotischen Welt, in der das Deutschtum zur Deutschtümelei verkommen ist, wo man die veralterten Bräuche und Lebensformen bewahrt und mit allen Mitteln verteidigt, auch und gerade gegen Kritik aus den eigenen Reihen. Herta Müller hat in ihren Texten eine von Alkoholismus und Inzest, brutalen Umgangsformen und Erziehungsmethoden, Armut und Schmutz dominierte Realität dargestellt. Nicht von ungefähr haben die Banater Schwaben, sich darin wiedererkennend…” usw.
http://www.netzwerk-literaturkritik.de/wiki/index.php/Wir,_die_wir_in_den_Niederungen_leben_-_Portr%C3%A4t_der_rum%C3%A4niendeutschen_Schriftstellerin_Herta_M%C3%BCller
In Vergleich mit anderen Gegenden Rumäniens schnitten unsere banater Dörfer in den 1980ern noch immer sehr gut ab aber der Verfall war überall spürbar. Beim Fall kommt es darauf an, von welcher Höhe man fällt. Je höher man steht, desto größer ist die Entfernung zum Boden und desto mehr Zeit hat man um den Fall zu analysieren, bevor man auf den Boden schlägt. Wer von ganz unten fällt, der merkt es nichtmal. Herta Müller beschrieb den Verfall ihrer Welt, weil sie vermutlich diese Welt noch vor einigen Jahren anders kannte. Man darf nicht vergessen, dass das, was sie als Verfall wahrnimmt, landesweit noch immer als Wohlstand gesehen wurde. Das Banat war noch immer ‘fruncea’.
Es war aber kein freier Fall, sondern auch beeinflusst von anderen Kräften. Man nehme den Alkoholismus: Ich habe jetzt leider keinen Zugriff zu dem Link, dem man entnehmen kann, wie auffällig rasant der Alkoholismus in den Reihen der banater Männern in den 1950ern gestiegen ist – man vermutet, dass es eine von außen gelenkte, gezielte Aktion gewesen ist. Alkohol als Waffe, um so viele “feindliche”(?) Männer wie möglich auszuschalten? Ich weiß es nicht. Weiß jemand mehr darüber?
Über den Inzest lohnt es sich nichtmal zu reden, denn es gab ihn bestimmt nicht häufiger als in jedem anderen Dorf auf der ganzen Welt.
Die Armut (verglichen mit dem in den Wohlstand katapultierten Westen) war zur Zeit der Niederungen immer spürbarer. Aber nicht der Schmutz. Die Züge waren schmutzig, die Bahnhöfe waren schmutzig aber kein banatschwäbisches Haus, das ich kannte, war schmutzig. Herr Hagestedt konnte das aber nicht wissen.
“alma und katharina:
merkt ihr nicht, welche sonderliche Essenz der von euch hochgelobte Text von szandmann hat
Von Anonymous in Feb 1, 2010 – 08:27?
Hochgelobte? Wann und wo hat eine von uns den Text gelobt, Anonymous?
Carl, passen Sie auf, Sie sind auch ein Anonymus.
Nichts Neues unter der Sonne, Herr Gibson.
Zur Diskreditierung meiner Person durch einen “Anonymen”, der vieleicht unter vielen Nicknames seine Güllekübel hier ausschüttet, (Herr Knobler hat das in seiner Altraum-Schilderung gut eingefangen!)auf SBB ist folgendes von Johann gesagt worden:
“Sie hat sich geweigert das Buch von Gibson zu lesen, aber nicht nur seine Meinungen, sondern die Person hier auf übelste Weise diskreditiert, dabei hat Sie teilweise im Stundentakt, die oben geschilderten Strategien sehr gekonnt eingesetzt (Desinformation in Vollendung). Das Gleiche hat Sie mit Rio und Lori gemacht, jetzt mit IfPeppi. Andere kriegen auch gelegentlich eine Brise ab.
Ich will damit weder Gibson, Rio oder Lori als Martyrer aufbauen. Alle drei haben sich von Lavinia provozieren lassen und die Forenregeln wiederholt verletzt. Weiterhin habe ich oft deutlich gemacht, dass ich in vielen Punkten deren Meinung nicht nur nicht teile, sondern entgengesetzte vertrete.
Ich möchte aber nochmals deutlich machen, dass ich es nicht in Ordnung finde, dass hier einige Personen völlige Narrenfreiheit haben. Auffallend ist, dass es sich um eine Frau (dabei kann sich ja auch ein Mann dahinter verstecken) und ein Deutscher (verbirgt sich da die sbs Hochachtung gegenüber “Reichsdeutschen”) handelt.
Alle haben nicht nur gleiche Rechte, sondern auch gleiche Pflichten.
Ich schlage nicht vor, Lavinia und Joachim zu sperren, sondern die oben genannten drei wieder zuzulassen und danach wesentlich früher schnellen Prozess zu machen, wenn sich jemand daneben benimmt.”
Der Anonyme hier, der systematisch meine Diskreditierung betreibt, kann durchaus identisch sein mit den Anonymen auf SBB, die dort seit Jahren ihrem schutzigen Handwerk nachgehen und alle kritischen Charaktere beleidigen, die der Wahrheit auf den Grund gehen.
Keiner dieser Anonymen hat in der “Symphonie der Freiheit” gelesen,
keiner hat etwas mit dem Banat zu tun.
Es ist fraglich, wessen Interessen diese obskuren Dunkelmänner und Dunkelfrauen dienen,
auf wessen Lohnzettel sie stehen
- villeicht betreiben sie ihr Speichelleckertum aus Leidenschaft als eine Art Hobby und werden glücklich dabei, wenn sie die Bosheit in der Welt mehren, Hetze und Spaltung, Verschleierung, Täuschung und Lüge.
So arbeitete die Securitate.
Carl Gibson
Das war ja zu erwarten. Da die deutschen Medien auf Ihren offenen Brief keinen Pfifferling gegeben haben, schimpen Sie auf die “gelenkte Presseberichterstattung”. Ihnen fehlt einfach die Fähigkeit zur Selbstkritik, ein Grundmaß an Realitätssinn, ganz zu schweigen von Sachlichkeit oder gar Wissenschaftlichkeit. Ihr abstruses Schreiben konnte in der seriösen Presse keine Verbreitung finden. Der Verbreitungsweg für solcherlei wirres Zeug ist allenfalls ein Blog.
Gibson wieder einmal verdrehen Sie die Tatsachen. Bei den sibis geht es überhaupt nicht um Sie. Sie wollen nur wieder als Trittbrettfahrer profitieren. Es ging mehr um den user Lori, der einer userin gedroht hatte.
Wenn überhaupt wurden Sie nur am Rande erwähnt. (wie immer) Machen Sie sich nicht größer als Sie tatsächlich sind.
Die “anonymen” Beiträge von gestern (9, 16 und 22 Uhr)stammen von mir, Carl Gibson.
Was ich oben fragte, habe ich unter eigenem Namen schon mehrfach gefragt.
Ich schreibe im Augenblick von unterwegs, an einem anderen Computer.
Den Raben erkennt man an den schwarzen Federn – und den Schreibenden an seinem “Stil”,wenn er denn einen hat.
Aber auch einen Stil kann man kopieren, imitieren, verfälschen.
Ist die Kennung weg, fallen auch die Hemmungen, andere zu beschimpfen.
Bei den Siebenbürgen wird gerade meine Rehabilitation gefordert, nicht zuletzt aus der Einsicht heraus, dass sich die anonymen Verleumder gegnüber öffentlichen Personen durchgesetzt haben – zum Nachteil der Diskussionskultur dort.
Eine obkure Gestalt agiert dort immer noch und bewirft andere Teilnehmer systematisch mit Schmutz, während die offenen, kritischen stimmen aus dem Forum verbannt wurden. Auch so kann man Zensur ausüben.
Hier im Banatblog muss es nicht soweit kommen.Jeder, der etwas sagen will, soll es offen tun und dazu stehen.
Und noch ein Wort zu Herta Müller. Hat sie etwas zu verbergen?
Was hat sie zu verbergen?
Weshalb müssen wir noch länger im Dunkel herum stochern?
Weshalb gibt diese “moralische Instanz” keine Auskunft?
Und weshalb fragen die deutschen Medien nicht kritisch nach?
Hat die kommunistische, die gelenkte Presseberichterstattung a la Honecker und Ceausescu uns eingeholt?
Haben die Untugenden des Kommunismus uns eingeholt?
Carl Gibson
@ alma und katharina:
merkt ihr nicht, welche sonderliche Essenz der von euch hochgelobte Text von szandmann hat: eine Gruppe, die auserwählt zu sein glaubt, vergibt die Nobelpreise an Leute, deren Werke die Ziele einer angeblichen “Wiedergutmachungsindustrie” unterstützen, welche wiederum die Deutschen finanziell erpresst (“Zaster extorsierend”) und alles Deutsche schlechtredet.
Wisst ihr denn nicht, welches Volk als das auserwählte genannt wird? Wisst ihr denn nicht, welche Kreise von einer vermeintlichen “Wiedergutmachungsindustrie” reden? Habt ihr tatsächlich noch nie gehört, wie, mit welchen adjektiven gewisse Kreise den Nobelpreis belegen? Merkt ihr wirklich nicht, dass hier sehr subtil und versteckt gegen eine Gruppe von Menschen Gefühle entfacht werden sollen?
Und das findet ihr gut? Ist denn wirklich jede Meinung, auch die die eindeutig eine Menschengruppe diffamiert und ausschließt, zu tolerieren? Ja, müssen nicht gerade wir mit unserer Minderheitenerfahrung besonders sensibel sein, wenn solche Aussagen gemacht werden?
Ich verwies auf Szandmans Kommentar, weil es mal eine andere Sichtweise betreff Herta Müller
ist.
Es geht uns ja in den Foren um verschiedene Meinungen.
Was der Bericht der BZ. anbelangt, man merkt, es sind nicht die Worte der Mutter.
In der Yellowpress kann man immer solche Texte lesen.
Was ein Nobelpreis mit Gardinenwaschen zu tun hat, nicht wahr?
Danke,alma, für Ihr Zitat aus ” Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt” und natürlich für die Erinnerung an Janis Joplin.
Wo sind die Zitate geblieben? Nochmal:
“An jenem Abend wurde es spät dunkel. Die Sonne konnte in ihrer Hitze das Ende des Tages nicht finden. Die Nacht quoll aus der Erde übers Dorf.” (S. 33)
“Im Dorf schlief niemand. Die Hunde standen auf den Straßen. Sie bellten nicht. Die Katzen saßen in den Bäumen. Sie schauten mit glühenden Laternenaugen.” (S. 34)
“Die Eule fliegt über die Gärten. Ihr Schrei ist hoch. Ihr Flug ist tief. Voll mit Nacht ist ihr Flug. „Eine Katze“, denkt Windisch, „eine Katze, die fliegt.“ (S. 20)
Ach, Carl, anstatt über Triebe und Antriebe zu reden, hier ein Bild von einem banater Sommerabend, an dem die Hunde auf den Straßen stehen. Sie sitzen nicht, sie liegen nicht, sie bellen nicht, sie stehen einfach uf ter Gass. Wenn ich eine Liste mit der Überschrift: ‚Was mir hier fehlt’ erstellen würde, dann müssten unsere Hunde unbedingt rauf.
<>
(Zitate aus Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt.) Könnt ihr denn solche Bilder nicht einfach genießen? Anstatt euch von etwas treiben zu lassen, wozu ihr womöglich in eurem Inneren gar nicht steht.
“Einmal bin ich ihr nachgelaufen, habe sie mit einem jungen Mann erwischt und ihr eine geknallt.“
Rührend diese nicht mehr ganz neue Geschichte, Supersvabo!
Und viele neue Infos aus der Zeit vor der Ausreise!
Eine “knallen”! Ist das original Banatschwäbisch?
Oder hat die BZ da terminologisch-stilistisch etwas nachgeholfen mit modernistischer Jugendsprache, etwa so, wie es DIE ZEIT vorgemacht hat mit ihren Retuschierungen?
Spricht so eine Achzigjährige?
Wer Niederungen gelesen hat, weiß davon. In einer bestimmten Familie in Nitzkydorf hat es manchmal geknallt. Der Vater soll die Mutter geschlagen haben und die Mutter immer wieder die Tochter?
Gewalt war also die Regel?
Wir hören da von Ehemann Nr. 3.
Was ist aus Ehemann Nr. 1 geworden, aus dem Herrn “Karl”?
In wechem Jahr erfolgte die Trennung und Scheidung?
Und ist die Abrechnung mit dem Brauchtum des Banats ( Kirchweih, Polka, Blasmusik etc.) nicht vielleicht in Verbindung mit der ehelichen Zäsur zu sehen?
Allein diese Beispiele verweisen auf die Notwendigkeit eines ausführlichen, vor allem lückenlosen Lebenslaufs, wenn die Werkdeutung nicht in die Binsen gehen soll.
@alma. Wie reagiert ein Kind auf Gewalt? Und war die Gewalt in der eigenen Familie identisch mit der Gewalt der deutschen Gemeinde im deutschen Dorf im Banat? War Gewalt die Regel im Banat – oder die Ausnahme? Und gibt es so etwas wie psychpathologische Antriebsphänomene in der Kunst als Kompensation?
Gute Mann……..Putze ,wasche,……ja er macht alles……Nit wie unser Richard aus Perjamosch!
Meine Schwiegertochter kamm auch und erzählte was mein Sohn alles macht………………..
Ich sagte nur: Der Depp…..Sie war überrascht !
Frage ist HM geflüchtet aus Rumänien?
Tinu hate ja doch Recht als er sagte: Sie rauchte zu viel! Jetzt ist es schwarz auf weiß.
Ja habe in letzter Zeit, wenig Zeit. Da ich ein Jura Studium begonnen habe. Ich Hoffe das ich nachher mit EUCH besser mithalten kann.
Wie es scheint, haben mich einige nicht vergesen…………….Lach, Den Taufpaten soll man auch nie vergessen!
Ich versuche mal etwas in Szandmans Text hineinzuinterpretieren:
Der Literatur Nobelpreis an Herta Müller wurde am 08.10.2009 verkündet. Genau drei Wochen danach, am 29.10.2009, wurde auf dem EU-Gipfel der Tschechischen Republik eine generelle Ausnahme von der EU-Grundrechtecharta zugesagt. Die Benesdekrete wurden explizit aus dem Lissabonvertrag genommen.
Wenn Szandman meint, dass der an eine Donauschwäbin verliehene Preis ein Tütchen mit Bonbons war, um den vielen Vertriebenen den bitteren Geschmack im Mund ein bisschen zu versüßen, dann sagt er nichts neues – das ist damals wahrscheinlich vielen aufgefallen.
Was ich aber nicht hören kann: Herta Müller bekam die Million und die Aufmerksamkeit, allen Anderen wurden ihre Hoffnungen genommen. Dieser Gedankengang ist aber falsch, denn was hat das eine mit dem anderen zu tun? So wie die Lage war, wäre zu jenem Zeitpunkt die einzige Alternative ein ‘Kusch! Keiner bekommt was!’ gewesen. Oder?
http://www.bz-berlin.de/kultur/meine-tochter-herta-mueller-article608903.html
eine ganz entzückende Story bringt uns die BZ, ein exklusiv Interview von der Mutti von der Nitzkydorferin. Und wir erfahren auch, den Namen von Hertas aktueller Kerweihbu, Harry Merkle (50).
“xklusiv in der B.Z. erzählt ihre Mutter Catarina, wie Berlins Super-Literatin wurde, wer sie ist. Ein schmuckloses Charlottenburger Mehrfamilienhaus. Die alte Dame sitzt in einem grünen Sessel mit Heizkissen und Decke, auf dem kleinen TV-Schirm sieht sie ihre Tochter, fassungslos vor Freude.
„Hoffentlich ist sie jetzt zufrieden. Ich wünsch mir, dass sie endlich zur Ruhe kommt“, sagt Catarina Müller (84) und blickt mit der B.Z. zurück auf ein Leben, dessen Schicksal das Banat war, die Heimat Tausender Rumäniendeutscher.
Schon als Kind musste Herta Müller kämpfen: „Ich blieb einen Monat in der Klinik und habe um sie gebangt.“ Die durch Jahre der Verschleppung in Russland gezeichnete Catarina hatte bereits ein Neugeborenes verloren. „Ich habe Herta immer ganz dick eingepackt, weil sie so dünn war, dass ich Angst hatte, sie zerbricht.“
Noch heute sorgt sie sich: „Sie trägt nur Schwarz und hat immer sehr viel geraucht. Darüber haben wir uns gestritten, schließlich ist ihr Vater mit 52 an Lungenkrebs gestorben. Aber sie sagt immer: ‚Mutti, das ist mein Leben’.“
Die Mutter musste sich als Landarbeiterin durchschlagen, plante, dass ihr kluges, aber freches Mädchen Ärztin wird. „Doch sie wollte immer nur schreiben. Schon in der Grundschule hat sie die Lehrerin überredet, dafür andere Fächer schwänzen zu dürfen.“ Noch heute wirft Herta Müller ihr manchmal vor, was für eine strenge Mutter sie war. „Ich wollte, dass sie bis zum Abschluss des Studiums keinen Freund hat. Einmal bin ich ihr nachgelaufen, habe sie mit einem jungen Mann erwischt und ihr eine geknallt.“
Doch das Band zwischen Mutter und Tochter riss nie ab. Als Herta Müller 1987 vor dem rumänischen Geheimdienst in die Freiheit floh, folgte ihr Catarina. „Ich wollte nicht nach Deutschland, konnte aber nicht alleine bleiben. Am Anfang lebte ich in einem Heim, hatte eine Stelle als Putzfrau.“
Als zwei Jahre später Herta Müllers Ehe zerbrach und sie ihren neuen Mann Harry Merkle (50) kennenlernte, war die Mutter anfangs kritisch.
Heute liebt sie ihren Schwiegersohn innig. Beide kümmern sich rührend um die hellwache Seniorin. Catarinas Augen blitzen durch die dicke Brille, als sie leise sagt: „Sie putzen meine Fenster, waschen Gardinen, machen Einkäufe. Ohne Herta und ihren Mann könnte ich nicht.“
”
Quelle BZ Berlin
“Herta Müller ist eine der typischen deutschschreibenden Fäzerisiererinnen. Sie taugt als Schriftstellerin mäßig viel. Die meisten der Leute, die hier im Forum öfters Kommentare publizieren, können, was die gute Müllerin so aus ihrer recht armseligen Feder rauslässt, locker und leicht zumindest ebenso gut, wenn nicht weit besser, verfassen. Ich will hier nicht lobhudelnder Weise einen der Schreiber anführen. Das könnte für den Beitragsverfasser möglicherweise auch ein Bärendienst sein.
Die angewandte Technik ist steinalt: Man nehme eine, möglichst komplexbeladene, Mediokrität aus der bunten Sammlung der Selbstdarsteller der jeweiligen Gruppe heraus, prüfe sorgfältigst, dass diese Person auch genügend Dreck am Stecken hat, damit sie selbst “in Ruhmesglanz strahlend” immer brav und artig das Händchen küsst, dass ihr zu unverdienten Ehren verholfen hat, und belobige sie weiterhin ständig dafür, dass sie ihren eigenen Leuten weiterhin die Ehr abschneidet.
Naja, die “eigenen Leute”, die sich das gefallen lassen, sind halt selber daran schuld, dass sie mittlerweile vorwiegend sklavenähnlichen Status genießen und völlig fremdgesteuert fremden Interessen zu dienen haben.
Die Altvorderen hätten solche Speichellecker fremder Interessen zumindest völlig ignoriert, im Bedarfsfalle auch mit dem vielzitierten nassen Fetzen aus dem Dorf hinausgejagt … ”
wer dieser “eine Schreiber” wohl ist?
Der Szandmann hat fast schon die Klarsicht von Supersvabo entwickelt.
Und “Speichellecker” gab es immer schon!
Worüber man noch nachdenken könnte:
Über das Paradigma: Wendehals!
Wenn eine Mitwirkende der Agitations-und Propaganda-Abteilung der SED Bundeskanzlerin werden kann,
dann darf man auch über die Gewichtung des Makels nachdenken,
den eine opportunistische Wendehals-Schriftsellerin aus dem Banat mitbrigt.
Schaffen wir die Kategorie Moral doch ganz ab!
Dann sind alle Mittel recht
und alles ist erlaubt.
„ … „eigenen Leute“ … vorwiegend sklavenähnlichen Status genießen und völlig fremdgesteuert fremden Interessen zu dienen haben.“ (Zitatende)
Wer will hier wem die Ehr abschneiden?
Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen: Verdient der Verfasser dieser merkwürdigen Zeilen Zustimmung oder gar ein Lob, nur weil man in einem gewissen Punkt mit ihm einer Meinung ist?
Der Beitrag vom Szandmann hat was. Was er schreibt hat viel Wahres. Ein intelligenter Mann, dieser Szandmann.
Hier der Beitrag von Szandmann, den Katharina meinte, damit niemand mehr suchen muss:
Szandman schrieb am 31.01.2010, 08:49 Uhr:
Vorfrage: Was ist der Hauptzweck des Nobelpreises? Antwort: Er dient primär der Belobhudelung und dem Aufpolieren des Prestiges einer kleinen sich recht auserwählt dünkenden Gruppe. Man nehme eine gute Statistik und gucke da mal, wer das Moos denn im Laufe der Zeit bekommen hat! Nicht, dass die sich auserwählt Dünkenden soooo großartiger als andere wären, was tatsächliche wissenschaftliche oder künstlerische Leistung anbelangte. Sie verstehen sich allerdings erstklassig auf ihre Prestigepflege und können sich und ihr Klabriasch vorzüglich verkaufen. Das nötigt einen gewissen Respekt ab! Nur der vorgegebene (vorgetäuschte) Sinn der Sache ist ein anderer. Wer so blöd ist darauf hineinzufallen, dem ist eben nicht zu helfen. Schlussfolgerung: Die Verleihung und Annahme des Nobelpreises ist in den Augen einigermaßen intelligenter Menschen eine überaus zweifelhafte “Ehr” …
Deutschsprachig Publizierende bekommen grundsätzlich nur dann das Preislein, wenn sie
a) dem illustren Kreis der Auserwählten angehören, wie z.B. die unsägliche rotzfreche und komplett verdrehte Jelinek, oder
b) artig und brav im Sinne der Zaster extorsierenden Wiedergutmachungsindustrie fleißig auf alles Deutsche fäzerisieren. Herta Müller ist eine der typischen deutschschreibenden Fäzerisiererinnen. Sie taugt als Schriftstellerin mäßig viel. Die meisten der Leute, die hier im Forum öfters Kommentare publizieren, können, was die gute Müllerin so aus ihrer recht armseligen Feder rauslässt, locker und leicht zumindest ebenso gut, wenn nicht weit besser, verfassen. Ich will hier nicht lobhudelnder Weise einen der Schreiber anführen. Das könnte für den Beitragsverfasser möglicherweise auch ein Bärendienst sein.
Die angewandte Technik ist steinalt: Man nehme eine, möglichst komplexbeladene, Mediokrität aus der bunten Sammlung der Selbstdarsteller der jeweiligen Gruppe heraus, prüfe sorgfältigst, dass diese Person auch genügend Dreck am Stecken hat, damit sie selbst “in Ruhmesglanz strahlend” immer brav und artig das Händchen küsst, dass ihr zu unverdienten Ehren verholfen hat, und belobige sie weiterhin ständig dafür, dass sie ihren eigenen Leuten weiterhin die Ehr abschneidet.
Naja, die “eigenen Leute”, die sich das gefallen lassen, sind halt selber daran schuld, dass sie mittlerweile vorwiegend sklavenähnlichen Status genießen und völlig fremdgesteuert fremden Interessen zu dienen haben.
Die Altvorderen hätten solche Speichellecker fremder Interessen zumindest völlig ignoriert, im Bedarfsfalle auch mit dem vielzitierten nassen Fetzen aus dem Dorf hinausgejagt …
Ohne auf die Situation der Evangelischen Kirche überhaupt eingehen zu wollen, das lohnte mutmaßlich sowieso nicht, kann da nur die Empfehlung gegeben werden Müllerische Äußerungen nicht einmal zu ignorieren. Schon das Vorbeischauen und -hören wäre zuviel des Guten!
[Beitrag am 31.01.2010, 08:53 von Szandman geändert]
Solch geile Musik findet man heute kaum noch…..
Lockern wir das aber mit etwas Musik aus unserer Jugend auf:
http://www.myvideo.de/watch/577765/Janis_Joplin_Cry_Baby
‘Cry’ bedeutet nicht nur ‘weine’ sondern auch ‘schreie’.
(Konservative schauen bitte weg, denn tiefe Wässer sind bekanntlich nicht niedlich.)
Sorry, Anführungszeichen beim Zitat aus Ihrem Beitrag, Katharina, vergessen.
Unsere Autoren sind an die Öffentlichkeit gegangen und haben auch Aufmerksamkeit erlangt.
Was ist mit den anderen Securitate- Opfer, die vielleicht,wenn nicht eingekerkert,doch Todesängste erlebt haben?
Wer redet von ihnen?
Es ist nicht fair, dass man paar Leuten aus der Masse der Opfer Gehör und Aufmerksamkeit schenkt und die anderen vergißt.
Von Katharina in Jan 31, 2010 – 08:37
Wer der ungarischen Sprache mächtig war, konnte auch bei uns im Banat den folgenden Spruch hören und ihn sich verinnigen: “Néma gyereknek anyja sem érti a szavát.”
Wörtlich übersetzt wäre das: Die Sprache des stummen Kindes versteht nicht mal seine eigene Mutter.
Also: Wenn du nichts verlangst, dann bekommst du auch nichts. Dieses Wissen gehört zum Überlebungskit, mit dem wir bei unserer Geburt auf die Erde geschickt werden; warum sonst würde das Baby (ob Mensch, Katze oder Spatz) schreien, wenn ihm etwas fehlt? Wie kommt der Lautlose und der Unsichtbare dazu, Mitgefühl von den Nichtsahnenden einzufordern?
Szandmans Beitrag habe ich zweimal gelesen und dann aufgegeben, denn ich verstehe ihn nicht.
Bitte lesen sie bei den Sibis den Kommentar von User Szandman zu “Was ist los mit der evangelischen Kirche”.
Er hat nicht nur eine eigene Meinung zu Herta Müller sondern…
Bitte lesen Sie selbst.
Ich schrieb,Herta Müller war keine Dissidentin.
Opfer könnte sie trotzdem gewesen sein.
Nur bleibt dann doch die Frage, ob sie im Vergleich zu anderen Opfer nicht doch weniger gefährdet war.
ja, es gibt sie die Fragen.
Wie lebt es sich in einer Wohnung, wo man regelmässig “Spuren” von Fremden findet und weiß, es sind nicht Angehörige gewesen?
Wenn man stets bedroht und auch von der Straße geholt wird, das in einer Großstadt, wo alles gefährlicher sein kann, geht man noch allein weg?
Wieso erträgt man dieses Leben, wenn man auch ausreisen könnte?
Herta Müller war kein Opfer! Alles Show!
Unsere Autoren sind an die Öffentlichkeit gegangen und haben auch Aufmerksamkeit erlangt.
Was ist mit den anderen Securitate- Opfer, die vielleicht,wenn nicht eingekerkert,doch Todesängste erlebt haben?
Wer redet von ihnen?
Es ist nicht fair, dass man paar Leuten aus der Masse der Opfer Gehör und Aufmerksamkeit schenkt und die anderen vergißt.
Und ob es eine irdische Strafe für die Secu- Bestien gibt,will ich nicht weiter diskutieren.
Mich stört es gewaltig, dass man sie überhaupt nicht belangt,ja, sie sind auch nach der Wende noch Profiteure.
Wir jagen kleine Verräter und genehmigen den großen Übeltäter auch noch die Freiheit über uns zu lachen.
… zu seiner wiedergewonnenen…
“Sich wehren” ist in diesem Fall nicht die richtige Haltung. Eher einfach darüber sprechen. Den schweren Koffer auspacken.
Na to schau her, Supersvabo, tes versteh ich nit, aber macht jo nix. Oh Gott, tes Thema is a harti Nuss!
@Anonymous: Wir können weder für Herta Müller, noch für die angegriffenen “Opfer” sprechen. Es wäre richtig, wenn diese sprechen würden – solange sie aber schweigen kommt auch kein Licht in diese Angelegenheit. Ihre Namen erscheinen nun mal in den Securitate Akten, leugnen kann das keiner mehr und sich wehren macht auch keinen Sinn. Sich wehren gegen wen? Gegen Herta Müller, die immerhin ihr Opfer war?
Werner Söllner hat edlen Mut bewiesen und sollte er jemals hier vorbeischauen, möchte ich ihm zu seine wiedergewonnene Seelenruhe gratulieren. Mögen andere einen Beispiel von ihm nehmen.
Von alma in Jan 30, 2010 – 19:11
alma, ob Ihnen das nun gefällt oder nicht, für diesen Beitrag haben Sie meine Hochachtung für Ihren letzten Bericht. Danke!
@alma: Die von Herta Müller nominell angegríffenen “Opfer” sollten sich auf die Hinterbeine stellen, sich offensiv zur Wehr setzen, mit detailgerechten Gegendarstellungen, wo Ross und Reiter genannt werden, etwa in der Art, wie es Prof. Dr. Philippi von der Evang. Kirche der Siebenbürger Sachsen AB gehalten hat. Gibson hat dat das mehrfach gefordert, auch im Hinblick auf die in Misskredit gebrachte Landsmannschaft der Banater Schwaben.
Teile und herrsche! Und die Secu alt wie neu lacht sich ins Fäustschen.
Mein lieber Supersvabo, ob wir es wahrnehmen wollen oder nicht, wir alle, die in Ceausescus Land und Zeit gelebt haben und die damals zwischen zehn und hundert Jahre alt waren sitzen heute in demselben Schlamassel. Und das so lange, bis der Spreu vom Weizen nicht getrennt ist.
Wir alle tragen die Schandmaske, die in der Werkstatt der Schergen geschmiedet wurde – und die sieht ungefähr so aus:
http://media.belocal.net/89408/555x365_0,1.jpg
- lange Ohren, um gut mithören zu können
- offene Augen, um alles sehen zu können
- eine lange Zunge, um gut berichten zu können
Heute, nachträglich, setzen die uns noch eine lange Nase drauf, um anzudeuten, dass wir Lügner sind.
Wer sind aber die relativ Wenigen, die diese Maske verdient tragen sollten? Wenn das heraus käme, dann wären die vielen Unschuldigen entlastet. Unsere Jungs von der Aktionsgruppe sind diese Sache vielleicht etwas unorthodox angegangen, aber ein Anfang muss her. Wenn jemand einen besseren Vorschlag hat, wie man sowas handhaben kann und soll, dann kann er ihnen diesen ja mitteilen.
Was “Sorin” angeht, weiß ich jetzt nicht mehr, in welchem Zusammenhang er in den Diskussionen der letzten Monaten aufgetaucht ist. Der genießt aber weiterhin meinen Respekt. Ohne ihn wäre unser domauschwäbisches Erinnerungsalbum um einiges dünner. Siehe sein fotografisches Werk, siehe seine umfangreiche Sammlung von alten Postkarten aus dem Banat, die er mit uns teilt, mit jedem neuen Banater Kalender, den er herausgibt… usw. Über Franz Schleich weiß ich nichts.
Was noch fehlt ist, dass die ehemaligen Informanten wieder das Papier und den Bleistift anfassen und einen umfangreichen (Gegen-)Bericht schreiben, einen einzigen, gerichtet diesmal an Gott und die Welt. Sie sollen berichten, wie es dazu kam, wie es ihnen dabei ging usw. Mal sehen, wer Mann genug ist, das fertigzubringen. Der kann aber schon im Voraus wissen, dass ihm mit keiner tiefsten Verachtung begegnet wird – diese ist nämlich bereits für die wahren Schergen, die dies alles eingefädelt haben, reserviert.
Katharina, es gibt nicht wirklich eine irdische Strafe für die Securitate oder, wenn doch, dann müssten die sich diese schon selber ausdenken – schließlich verfügte sie schon immer über eine grenzlos böse Fantasie.
Einer hat sich zu seiner Spitzelei bekannt, hat beruflich einen Schritt nach hinten getan.
Und die anderen Täter?
Ich meine jene, die viel mehr Schaden angerichtet haben.
Da herrscht Stille.
Und was ist mit denen, die noch nicht enttarnt sind und mit denen, die nie enttarnt werden?
Was ist mit den Secus?
Die haben doch das größte Unheil angerichtet.
Wenn einer mein Gedicht als provokant beschreibt, ist das für mich nicht gleich mit dem Schlag in den Rücken, infolge dessen ich im Gras lande.
Es ist immer schmerzhaft von angeblichen Freunden verraten zu werden.
Aber welches sind die Folgen, muß ich mich auch fragen.
Und hätten die Secus ohne solchen Verrat nicht doch gehandelt?
Haben sie doch.
Erst wenn die Securitate ihre Strafe bekäme, könnte man sagen, Rumänien hat sich geläutert.
Ein paar Handlanger bloßstellen, reicht nicht.
Tätigkeit für Geheimdienst
Hessischer Literaturforums-Leiter tritt zurück
Frankfurt/Main. Der Lyriker Werner Söllner, der wegen seiner früheren Kooperation mit dem rumänischen Geheimdienst in die Kritik geraten war, ist als Leiter des Hessischen Literaturforums zurückgetreten.
Söllner habe um die Entbindung seiner Aufgabe gebeten. Dies bestätigte die Vorsitzende des Literaturforums, die Schriftstellerin Eva Demski, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Söllner werde aber weiterhin für das Literaturforum in Frankfurt arbeiten, betonte Demski.
Der aus Rumänien stammende Söllner hatte vor einigen Wochen auf einer Tagung in München eingeräumt, in den 1970er Jahren als Student den Geheimdienst Securitate über die Arbeit von befreundeten deutschsprachigen Schriftstellern informiert zu haben.
Er sei damals unter Drohungen des Geheimdienstes von 1971 bis 1974 zum “IM (inoffiziellen Mitarbeiter) wider Willen” geworden.
Nachfolger Söllners wird dessen langjähriger Mitarbeiter im Literaturforum, Harry Oberländer. Söllner werde Oberländers Funktion übernehmen, sagte Demski. Sie äußerte erneut Verständnis für Söllner und erklärte, die scharfen Angriffe gegen ihn seien unberechtigt.
Söllner, der 1982 in die Bundesrepublik kam, hat für seine stark von Paul Celan beeinflussten Gedichte mehrere Preise erhalten. Seit 2003 leitet er das Hessische Literaturforum. Das als Verein organisierte Forum veranstaltet unter anderem Lesungen und wird von der Stadt Frankfurt und vom Land Hessen gefördert. (dpa)
Quelle: Frankfurter Rundschau Online
http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/2250967_Kooperation-mit-rumaenischem-Geheimdienst-Hessischer-Literaturforums-Leiter-tritt-zurueck.html
Nicht fair ist aber, dass wir unsere Literaten als vogelfrei erklären –
Sie zählen doch hoffentlich auch Franz Thomas Schleich dazu, genauso wie “Sorin”? Das sind doch auch Banater Literaten, die bei all ihrer verwerflicher Nebentätigkeit durchaus den Banater Büchermarkt bereichert haben. Die Bücher von “Sorin” lese ich auch heute noch gerne, “Dem Alter die Ehre” z. B.
“Die Kommunisten des Ostblocks waren wahre Meister darin, Potjomkinsche Fassaden zu errichten und die Täuschung zum Weltprinzip zu erheben. Einige Schriftsteller, ferne Nepoten des Fürsten Potjomkin, folgten dieser Methode gerne und dehnten die Täuschung auf alles aus, was zum literarischen Sujet erhoben wurde, in einer verhängnisvollen „Vermengung und Vermischung von Wahrheit und Lüge“.
Von Carl Gibson in Jan 29, 2010 – 13:36
Einverstanden, aber:
Die bunt bemalten Krähen, die auf dem Markt als Papageien verkauft werden (Corvus Vopsitus, im Volksmund cioara vopsita), mit denen sind wir aufgewachsen. Die haben ihren Weg nicht nur in der Literatur gefunden, nein, sie gaben den Tenor, im 20. Jahrhundert, in den Geschichtsbüchern der Region. Die Literaten schöpften ihr Wissen teilweise aus diesen Büchern, teilweise aus ihrem eigenen Bauch. Das ihr junger Kopf es nicht immer mit der schwarzen Intelligenz dieser Vögeln aufnehmen konnte ist selbstverständlich. Nicht fair ist aber, dass wir unsere Literaten als vogelfrei erklären – und sie den schwarzen Vögeln zum Fraß werfen wollen. Ich dachte, das war einmal, das sei vorbei… Es wird heute viel Geld in den Versuch investiert, das Böse zu zähmen. (Man fängt damit an, die Schminke von den ‘Papageien’ abzuwaschen, um zu sehen, was darunter steckt.) Mal sehen, was das bringt, ob das gelingt, oder ob die Natur sich doch nicht als unbiegsam beweist. Man badet Krähen, weil wir uns das leisten können, weil das Geld dafür vorhanden ist – und wir können nur hoffen, dass das noch lange so bleiben wird.
Die Anonymouse waren unterwegs…
Und ein liebes Anonymouschen teilt mir mit, es habe nicht vom Dorf gesprochen.
Aber vom Banatblog wie ein kleiner Spiegel der Banater Dorfschwowe, gell, Anonymouschen?
Intressant
http://www.evz.ro/articole/detalii-articol/871254/Herta-Mller-si-Securitatea-Dosarul-de-la-CNSAS-a-fost-lucrat/
Kann de Gibson iwwerhaupt schwowisch odder spillt der nor de Erzschwob on is a Herrischer aus dr Stadt?
Nadierlich kannscht Du schwowisch,
verstell Dich nit so….
Ach noi, I kah koi Schwääbisch!
Dr Gibson hat schun recht , wann mer no der Logik von de Reichsdeitsche geht, hat die Millersch wes Herta immer schon gegen die rote Bazille angekämpft – un die “deitsch Gemeinde” im Buch, die des Gewehr of se anleet, wor bestimmt nor a Bild for die Partei.
On die Motter war ka vermummtes Weib .. eher des Sinnbild von der Helena – on der bsoff Vatter, de wor der Landesvatter persenlich, de Ceausescu Klos … ion der wor ach net bei der SS – die SS des es blos die Metapher for die Partei vom Klos on vom Waanersch Richard .. ales es halt blos a metapher .. on a jerer kann do nin deite wa er well.
So gsiin des ach noch anre eenfach denkende Schwoweleit, die werklich net all of de Kopp gfall sen, ach wan die Kuh se off die Herner ghol hat.
Die Millersch wes Herta wor emmer schon em Widderstand – nor die beede Schwoe han des noch net bemerkt.
Was saat mer do derzu?
Ob der en Anonym do, der wo s emmer of de Gibsam abgsien hat ach schwowisch kann?
Warte mers ab!
Jo der Gibson gibt ke Antwort uff die eenfachste Froche, schun seit langem net, aber die annere uffhetze das kanner, de Versacher….
ja des isch unser eenfach denkender Schwoob, wie er leibt un lebt….
Herr Gibson, bitte melden! Können Sie uns kurz ins Bild setzen, wie die Medien Ihren Offenen Brief behandelt haben?
SuperSvabo, echt super!
“Carl Gibson ist ein sachlicher Chronist in der causa Müller, Banat, Banater Schwaben.”
Diese Ansicht kennzeichnet Sie vorzüglich als einfach denkenden Schwaben. Ein sachlicher Chronist … Köstlich! Danke, Ihrethalben durfte ich mal wieder herzhaft lachen.
Liefern Sie uns bitte noch mehr von diesen “Perlen”. Wir sind schließlich im Karneval.
Ein sachlicher Chronist – Chronist?
Wenn ich nur wüsste, was das ist!
Wo habe Sie das gefunden, Supersvabo?
Von alma in Jan 29, 2010 – 17:13
ich glaube Frau Katharina hat das gesagt, lasse mich aber gerne berichtigen.
Du lieferst reichlich Diskussionsstoff für dieses Wochenende, Carl.
Deiner Ansicht nach, erleben wir in Niederungen das Drama des entehrten Kindes. Entehrt durch die Geburt in eine nicht intakte Familie. Und keiner ist da, weit und breit, der diesem Kind sagen könnte: “Du kannst nichts dafür.” (Anspielung an den Film Good Will Hunting) oder aber auch: “Die, die auf dich herab schauen tun nur so, um von ihren eigenen Flecken abzulenken.” Das wird ihm erst später klar werden und auch, dass das Drama viel größer ist, als die der eigenen Familie: Es ist das Drama seines Volkes. (Aber so weit ist dieses Kind in Niederungen noch nicht, das kommt erst in den späteren Werken.) Dass solch ein Kind sich die Fußsohlen beim Lauf über den Glasscherbenteppich – auf dem es bei seiner Geburt unschuldig gelandet ist – blutiglaufen muss ist vorprogrammiert, denn es gibt in solchen Fällen kaum eine gesellschaftlich akzeptierte Modalität des Sich-Wehrens. Es gäbe da nur das Schweigen, was, zu unserem Glück, dieses Kind nicht getan hat.
Das für den Fall, dass ich dich richtig verstanden habe, Carl.
Lieber Supersvabo, ich gestehe öffentlich: mich interessiert weder die Herta Müller und ihre Lektüre noch weniger. Ich zwinge mich nicht dazu, mit mit etwas zu beschäftigen, was mir nicht liegt, nur um hier mitreden zu können. Meine persönliche Meinung ist die, dass diese Frau sehr clever ist und sozusagen eine “Marktlücke” entdeckt hat. Der Erfolg hat ihr rechtgegeben und das bewiesen. Das kann nichts und niemand weglöschen. Mein Leben hat sich sicherlich null dadurch geändert. Für mich verkörpert eine einzelne Person nicht das ganze Volk. Ich denke doch, dass man den Literaturnobelpreis nicht im Lotto gewinnt, also muss an ihren Werken schon was dran sein.
Und nun zum Buchtitel. Nachdem ich ein heimlicher Gedichte- und Geschichtenschreiberlin bin (uf schwowisch)
und wahrscheinlich mein einziger Fan bin
habe ich soviel Fantasie, dass ich diesem Buch den Titel geben würde “Verraten und verkauft”.
Wünsche noch viel Spass bei den Diskussionen und…. ich lese Eure Kommentare mit Begeisterung.
Liebe Grüße
Anneliese
“Mir als Banaterin hat es mißfallen, dass Herta Müller dann sagte, es gab kein Essen mehr. Kein Schwabe hat gehungert und deshalb den Paß verlangt.”
Wo habe Sie das gefunden, Supersvabo?
ja, wenn die Herta Müller so clever ist, wie ich sie einschätze, dann findet sie hier genug Stoff für ein neues Buch, welches dann sicherlich ein Bestseller wird
Von Anneliese in Jan 29, 2010 – 16:54
das glaube ich gut und gerne. Abgesehen davon, dass ich schon Themenvorschläge gemacht habe, wie z. B. die Geschichte aus dem Jahre 1968 wo ein Schwob nach Bukarest zur Gründung des Rates der Werktätigen deutscher Nation geht oder meinen Sie es wird eher so eine Art “Niederungen II”? Hm alles sehr interessant.
ja, wenn die Herta Müller so clever ist, wie ich sie einschätze, dann findet sie hier genug Stoff für ein neues Buch, welches dann sicherlich ein Bestseller wird
Man kann ( aber sollte es nicht) Hertas Bücher auch ohne Geschichtskenntnisse lesen.
Was man dann begreift?
Nichts, was wir Banater uns von der Welt wünschen.“
Banater sind Menschen, so weit richtig Katharina?
Dann mein Beitrag:
„ich habe Niederungen gelesen,
konnte mir aber kein allgemeines Bild über die Leute aus dem Banat machen.“
mit “allgemeines Bild“ meinte ich, das nicht alle Leute aus dem Banat die gleiche schlechte oder gute Erfahrungen gemacht haben.
Somit wird kein normaler Mensch die Banater nach Hertas Buch beurteilen.
„Niederungen ist kein Bild des Banater Dorfes, es ist ein Teil eines Bildes. Über das deutsche Dorf im Banat zu sprechen, nur weil man Niederungen gelesen hat,wird daher auch schwer möglich sein“
Über das Dorf habe ich nicht gesprochen Katharina.
Gruss
“Mir als Banaterin hat es mißfallen, dass Herta Müller dann sagte, es gab kein Essen mehr.
Kein Schwabe hat gehungert und deshalb den Paß verlangt.
Da hätte Herta Müller das …”
Naja es ist mal wieder eine Verkürzte Darstellung der Müllerin. Wobei ich gerade vor der Kerweih oder Weihnachten oder Neujahr, wenn die Schwoweweiwer wieder an die Backereien gegangen sind ihr Jammer geklagt haben, wie schwer man an Butter, Kakao, Zucker, teilw. Mehl für die Buttercreme Tortn kommt (…hätten sie doch Nutella
dafür genommen!) und da ist einer gscheiden Bessl oder Wes schon mal über die Lippen gekommen: “auch wären wir nur in Deitschland, da hätten wir diese Sorgen weniger”. Das möglicherweise in den Hals gekriegt, erzählt die Nitzkydorferin rum, es hätte kein Essen mehr gegeben. Spot an, Niederungen: heute sind die meisten Schwoweweiwer und -mädle in Deitschland, haben Zucker, Butter, Mehl, Kakao, Nüssen usw. und sind oft zu faul eine gescheide Buttercrem-Tortn zu machen, bestenfalls greifen sie zur Nutella… . Hat es Millersch eigentlich schon mal eine Buttercreme-Tortn gemacht, nur mal so eine kritsch-journalistische Frage, wenn es sonst nix aufregendes im ORF-Interwiev gab. Spot aus.
Niederungen ist kein Bild des Banater Dorfes, es ist ein Teil eines Bildes.Über das deutsche Dorf im Banat zu sprechen, nur weil man Niederungen gelesen hat,wird daher auch schwer möglich sein.
Ich glaube, Herta Müller ging es um eine realistische Skizzierung von Dorfleben, aber nicht um Herabwürdigung um jeden Preis. Und glauben eine Dorfgemeinschaft würde eine verletzte Seele auffangen, ist doch gewissermassen naiv. Sah die Gemeinschaft überhaupt, dass ein Kind sich verletzt und ausgegrenzt fühlt?
Wir hier im Blog sind nicht gleich. Einige von uns sind im Banat geboren und aufgewachsen. Doch wir haben nicht das gleiche Elternhaus und die gleiche Bildung.
Wir sind in unseren Beiträgen immer subjektiv.
Der eine bemüht sich um Sachlichkeit, dem anderen tritt schon mal die arrogante Ader hervor.
Wir sind einfach nur Menschen, die hier miteinander reden wollen.
Es ist doch kein “runder” Tisch, wo Experten sich einfinden und auf hohem Niveau diskutieren.
Auch wenn ich Menschen ungerne in Schubladen stecke, zum Beispiel West und Ost,habe ich schon die Erfahrung gemacht, dass viele aus dem Westen keine Ahnung über den Osten haben und es so richtig gar nicht wollen.
Ausnahmen bin ich schon begegnet.Und für mich waren das angenehme Begegnungen. Denn in einem vereinten Europa sollten wir schon aufeinander mit Respekt zugehen, was ja bedeutet, man interessiert sich für den anderen.
Da meine ich nicht, ob er Markenanzüge trägt, ob er Raucher ist, ob er vielleicht homosexuell ist…
Ob ich eine Ostlerin bin? Das Wort verwende ich nicht.
Aber wieviel Osten ich mitbringe, habe ich mich durchaus gefragt. Schon öfters.
Konkret zu dem Interview von gestern.
Ich zweifle nicht, dass Leute im Westen nicht auch sozialkritisch sein können.
Das wäre ja grenzenlose Dummheit.
Mir fällt nur immer auf, dass es immer ähnliche Fragen sind, die man Herta Müller stellt. Herta Müller muß schon müde sein, immer dieselben Fragen zu hören.
Und dann sagt sie was und es kommt einfach keine Gegenfrage.
Sie könnte jeden Mist sagen und keiner will es mal genauer wissen.
Klar ist ein Interview keine Infosendung.
Aber wozu macht man Interviews?
Auch um Infos zu erhalten.
Wenn sie dann allgemein über Verfolgung, Bespitzelung und Verhör spricht, dann möchte ich doch mal Details hören.
Hat aber die Dame danach gefragt?
Mir als Banaterin hat es mißfallen, dass Herta Müller dann sagte, es gab kein Essen mehr.
Kein Schwabe hat gehungert und deshalb den Paß verlangt.
Da hätte Herta Müller das präzisieren müssen.
Denn unser Abhauen hat kaum was mit leeren Mägen zu tun gehabt.
Wie oben erwähnt, Herta Müller ist vielleicht schon müde und seien wir ehrlich, wen interessiert es hier im Westen, ob ich hungrig oder doch um mein Leben bangte?
So gesehen, war ich wirklich unfair zu der Fragestellerin.
Es sei mir verziehen.
Nunja Herr Anonymous in Jan 29, 2010 – 15:12. Ihrer selbstverliebten Meinung kann und mag ich sie nit berauben – wie käme ich als einfach denkender Schwob dazu? Ob ich eine eigene Meinung habe, werden sie sicherlich gut von sich aus beurteilen können
Carl Gibson ist ein sachlicher Chronist in der causa Müller, Banat, Banater Schwaben. Er ist natürlich als Teil der Banater Schwaben, wie es Millersch auch mittendrin. Aber er ist jenseits von Hurra und “Buwe juchst die Motter heirat”-Stimmung ein ehrlicher Makler der großen Mehrheit der Banater Schwaben, was Herta Müller und ihr in den Dreckziehen des Banater Dorfes angeht. Davon bin ich überzeugt! Daß Sie mich hier als Fan von Gibson hinstellen, mag ihre Angelegenheit sein ich sehe keine Veranlassung mich davon zu distanzieren oder gar zu rechtfertigen. Naja das mit den Mitläufer stimmt vor allem was die Nitzkydorfer und Perjamoscher Kerweih angeht insbesondere.
sie kennen ja die Redensart vom einsamen Propheten in der Wüste. Nur weil es Millersch aus Nitzkydorf jetzt und in nächster Zukunft bei der Journaille Hochkonjunktur hat, daß Carl Gibson nicht Recht hat. Als einfach denkender Schwob bin ich der Meinung, das Gegenteil ist der Fall. Wie oft wurde schon die öffentliche und veröffentlichte (da soll es ja kleine aber feine Unterschiede geben) nach Jahren, Jahrzehnten in beschämender Weise widerlegt worden, auch die veröffentlichte Meinung in einem demokratischen Regime.
“Der hat einen Schuss!”
Könnte das nicht eine Selbstbeschreibung (eine selbstkritische natürlich) Ihrerselbst sein, Supersvapo ? Auch wenn Gibson hier in einer unerträglichen Rabulistik agieret um ein bestimmtes Kerhweimädel aus Nitzkydorf zu denunzieren. Sie wollen sich nur bei Gibson und seinem Clan ein paar Pluspunkte erheischen. Bar jeder eigenen Meinung. Na ja Mitläufer gab und gibt es immer und immer wieder. Gelle getkiss und polkakenich.
Was für ein fundierter, sachlicher und überzeugender Beitrag, Supersvabo. Umso neugieriger bin ich auf Gibsons Auskunft auf die Frage nach dem Niederschlag seines Offenen Briefes in den deutschen Medien. Denn wenn Herr Gibson derart qualifiziert schreibt, dann müssten es die Redaktionen doch ganz bestimmt erkannt haben und ihm Raum bieten. Ist dem so?
1230.
Es stimmt, Hans, und Herr Gibson verbreitet diese Stigmatisierung ja in Permanenz. In meiner kritischen Bemerkung habe ich nicht behauptet, Herr Gibson hätte’s aufgebracht. Dessen ungeachtet betreibt er diese Verunglimpfung gezielt, ergo verantwortet er sie auch.
Nach wie vor kann ich nicht nachvollziehen, was Gibson “reitet”, sich so manisch auf Herta Müller einzuschießen, wie sein obiger Beitrag neuerlich belegt. Sein “Hassobjekt”, verkörpert es alles was ihm, dem stets aufrechten Freiheitskämpfer, fremd ist: Manipulation, Täuschung, gar Lüge, Selbstprofilierung – Erfolg?
Von Anonymous in Jan 29, 2010 – 14:16
1231.
Das ist einfach krankhaft !
Von Anonymous in Jan 29, 2010 – 14:25
1232.
Der hat einen Schuss !
Von Anonymous in Jan 29, 2010 – 14:26
Könnte das nicht eine Selbstbeschreibung (eine selbstkritische natürlich) Ihrerselbst sein? Auch wenn manche hier in einer unerträglichen Rabulistik agieren um ein bestimmtes Kerhweimädel aus Nitzkydorf mit einem schamhaften Mäntelchen zu schützen. Carl Gibson hat recht mit dem was er weiter oben schreibt. Und damit überragt er alle Minusseelen die versuchen alle Register zu ziehen um Punkte in der Herta-Müller-Angelegenheit in ihrem Sinne zu verdecken.
Der hat einen Schuss !
Das ist einfach krankhaft !
Es stimmt, Hans, und Herr Gibson verbreitet diese Stigmatisierung ja in Permanenz. In meiner kritischen Bemerkung habe ich nicht behauptet, Herr Gibson hätte’s aufgebracht. Dessen ungeachtet betreibt er diese Verunglimpfung gezielt, ergo verantwortet er sie auch.
Nach wie vor kann ich nicht nachvollziehen, was Gibson “reitet”, sich so manisch auf Herta Müller einzuschießen, wie sein obiger Beitrag neuerlich belegt. Sein “Hassobjekt”, verkörpert es alles was ihm, dem stets aufrechten Freiheitskämpfer, fremd ist: Manipulation, Täuschung, gar Lüge, Selbstprofilierung – Erfolg?
Wir könne die Kritik jetzt auch a posteriori an den Haaten herbei ziehen … etwa durch ein aus dem Zusammenhang gersisses Zitat eines IM, der sagt sie kritisiert und kritisiert und kritisiert … ich habe die Mogelpackung auf SPIEGEL-Online kommentiert! So einfach ist das nicht.
Kritik herbei reden?
Jeder, der sich kritisch mit “Niederungen” auseinandersetzt, wird sehen, was dort geschrieben steht.
Hier einige Auszüge aus meinen Essays darüber, die in dem Buch “Der forcierte Nobelpreis” erscheinen werden.
”
Diskrepantes Sein – „ Grabrede“
Es gibt Geschichten, in welchen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammenfallen; Vergangenheit als Vergangenheitsbewältigung über Abrechnung, Gegenwart als Zäsur und Zukunft als Neunentwurf. Es sind Schlüsselgeschichten, aus welchen die essentielle Haltung zur Welt deutlich hervorscheint. Eine solche Geschichte ist die „Grabrede“, ein Auftakt zu einer Serie von Abrechnungen mit einem Milieu, das in seiner Gesamtheit als eine zu überwindende und nicht zu beklagende „Welt von Gestern“ angesehen wird. Zur Handlung der Kurzgeschichte: „Vater lag in einem Sarg mitten im Zimmer.“ Das war typisch im Banat des Jahres 1968 – zweihundert Jahre nach der Ansiedlung deutscher Siedler in einem Landstrich, der lange zur k. u. k. Monarchie gehörte. Im Banat wurde auch nach dem Prager Frühling nicht „anonym“ gestorben, sondern persönlich im Kreis der mitleidenden Familie. Und auch der Abschied war fast immer persönlich, oft begleitet von der ganzen Gemeinde – als letzte Ehrbezeugung für ein hart, doch aufrecht gelebtes Leben. Bis zur Bestattung im Familiengrab auf dem historisch gewachsenen Friedhof ruhte der Tote aufgebahrt auf einem Tisch in der Kammer, wo er fast sein ganzes Dasein verbracht hatte, betrauert und beweint von Verwandten und Freunden. Tausendfaches Rosenkranzgemurmel begleitet den Abschied von dem Toten noch vor den Requiem in der Kirche. Selbst ein Schuft wurde so in den Hades geleitet, denn der Tod hatte immer etwas Erhabenes, das die Sünden vergessen ließ. Verzeihen verweist auf menschliche Größe.
Nur manchmal wurde der Abschied zur Abrechnung und zum Bruch. Das Ich der Kurzgeschichte, eine weibliche Person wohl noch unter dreißig, schaut über die Leiche des Vaters hinweg auf die Bilder an der Wand, die Lebensstationen des wenige geliebten, ja gehassten Toten einfangen – Bilder wie im Zeitraffer kurz vor einem Nahtoderlebnis. Ein Film läuft ab, Kindheit, Heirat, Soldaten, profanes Arbeiterdasein. Nur „waren alle diese Bilder falsch“! Eine Existenz als Lebenslüge? Der eigene Vater ein Schwindler, ein Täuscher, ein Gaukler, der eine „Als-ob-Existenz“ vorlebt und damit die Seele des eigenen Kindes belastet, verfälscht? Und die Tochter? Ein Opfer dieses falschen Seins?
Das Ich empfindet es so – und die literarische Umsetzung wird noch intensiviert auf dem Dorffriedhof vor der Grablegung. Bevor die lieblichen Überreste für alle Zeit der Natur übergeben werden in der Hoffung, dass die gerettete Seele von guten Gebeten geleitet zu höheren Sphären aufsteigt, haben noch zwei Totengräber ihren Austritt, zwei „kleine, wankende“ und „betrunkene Männchen“, die noch reden, bevor sie den Sarg im Grab versenken. Vor den Augen der versammelten „Gemeinde“ sprechen sie – dies fiktiven Gestalten oder gar „Zeitzeugen“ – das Ich an, reden „Klartext“ ,packen aus, klären auf – und geben – enthemmt von Alkohol – Wahrheiten preis, die nicht jeder hören will, belastende Wahrheiten, die in direkter Konfrontation eine Vergangenheitsaufarbeitung einleiten. Das Ich und die gesamte versammelte Trauergemeinde müssen Dinge hören, die sie eigentlich nie hören wollten: Fakten, Wahrheiten, Gerüchte, Verleumdungen?
„Dein Vater hat viele Tote auf dem Gewissen, sagte eines der betrunkenen Männchen. Ich sagte: Er war im Krieg. Für fünfundzwanzig Tote hat er eine Auszeichnung bekommen. Er hat mehrere Auszeichnungen mitgebracht. In einem Rübenfeld hat er eine Frau vergewaltigt, sagte das Männchen. Zusammen mit vier anderen Soldaten. (…) Es war eine Russin.“
Wer ist das graue Männchen, der aus dem ehemaligen SS-Mitglied einen negativen Helden, ja Massenmörder macht?
Spricht da ein veritabler Zeitzeuge, der ein authentisches Testimonium ablegt, einer dabei war im Schützengraben vor Stalingrad oder doch nur ein boshafter Denunziant in fremdem Auftrag?
War er bei den in den Raum gestellten Verbrechen, die hier aus einer subjektiven Betroffenheit heraus literarisch fiktiv in die Welt gesetzt werden, wirklich dabei als Augenzeuge. Sind Anklage und Anschuldigungen echt und so in der Realität erfolgt oder bloße Konstruktionen einer begabten Phantasie? Setzt hier bereits eine Vergangenheitsaufarbeitung ein, die als Vergangenheitsbewältigung zugleich Selbstbefreiung ist? Oder richtet sich dieses „Gerede“ – wie es Heidegger nach Nietzsche in „Sein und Zeit“ definiert nicht gar gegen die „deutsche Gemeinschaft“ der Trauernden, die ums Grab versammelt einem der Ihren nachweint?
Die schriftstellerische Freiheit lässt es zu, solch fiktionale Gebilde zu entwerfen, ganz egal ob sie traumhafter Natur sind oder mit realistischen Hintergrund. Die Interpreten sind zur Deutung aufgerufen, aber auch zum Fragen nach Intention und Motivation der Szene.
Satz für Satz nehmen die belastenden Indizien zu. Der Vater entpuppt sich in weiteren Aussagen nicht nur als ein ungehemmter Massenmörder in einem grausamen, weltanschaulich motivierten Vernichtungskrieg im Osten jenseits des Völkerrechts; auch im bürgerlichen Leben danach in Friedenszeiten in der sozialistischen Gesellschaft erscheint er als Ehebrecher und Schuft. Sein Verderbtsein, seine Sittenlosigkeit und seine Untugenden erreichen das Ich der Erzählung, die eigene Tochter, als Vorwurf. „Dann kam ein runzeliges dürres Weib auf mich zu, spuckte auf die Erde und sagte pfui zu mir.“
Die „deutsche Gemeinschaft“ vor Ort, das wird zunehmend deutlicher, lehnt auch die Tochter des Verderbten ab. Also ist es nur allzu natürlich, wenn sich die Ausgegrenzte, die Stigmatisierte, gegen die eigene Dorfgemeinschaft auflehnt und aus der Enge zu entfliehen versucht, aus der Determiniertheit durch das falsche Vorbild des Vaters in die Freiheit der Selbstdefinition und des Selbstentwurfs und der Selbstentfaltung.
Da ist eine natürliche Gegenreaktion auf eine Bedrohung – und somit auch ein emanzipatorischer Akt, vor allem aus weiblicher Sicht. Individuum gegen Gesellschaft. Ein uralter Konflikt, der sich seit der attischen Tragödie durch die abendländische Literatur zieht.
Doch wie erscheint die gesittete Gesellschaft in der Erzählung, jene Welt der Ordnung, die den Vielen im Banat seit ihrer Ansiedlung unter schwierigen Bedingen das Überleben sicherte? Wie du mir, so ich dir! Und was in den Wald hinein gerufen wird, schallt aus ihm im Echo hervor – gebrochen und verzerrt: und doch auch echt.
Die familiär und gesellschaftlich Abgestempelte, in die Ecke gestellte und an die Wand gedrückte Individualität schlägt zurück, verletzt wie ein wildes Tier; zunächst ohnmächtig und verbittert, dann zunehmend selbstbewusster und sogar mit einem Hauch von Vergeltungslust – eine „Vendetta“- Gestimmtheit kommt auf, Rachegefühle und Gelüste. Die Rache ist süß, sagt man und mit orgiastischen Satisfaktionen verbunden.
Trotzig aufmucken, wehrhaft sein, kämpfen, zurückschlagen – das sind alles gesunde Reaktionen der Selbstbefreiung, die irgendwann zu einem autarken Individuum führen können, wenn man denn auch einen gesunden Sinn für das „Maß der Vergeltung“ behält. Die Verhältnismäßigkeit entscheidet auch über den Ausgang einer Konfliktsituation.
Die Dorfgemeinschaft erscheint in dieser Kurzgeschichte als bedrohende Masse, als eine Summe von unreflektierten Einzelmenschen, die das Anderssein eines Mitmenschen nicht gelten lassen wollen, die den Andersdenkenden bedrohen und „das Gewehr“ auf ihn richten, bereit, Ketzer und Außenseiter jederzeit abzuschießen, besonders Tabu-Brecher und so genannte „Nestbeschmutzer“. Die historisch gewachsene Gemeinde, für viele eine existenzerhaltende Einheit, rechtfertigt sich: „Wir sind stolz auf unsere Gemeinde. Unsere Tüchtigkeit bewahrt und vor dem Untergang. Wir lassen uns nicht beschimpfen, sagte er. Im Namen unserer deutschen Gemeinde wirst du zum Tode verurteilt. Alle richteten ihre Gewehre auf mich. In meinem Kopf war ein betäubender Knall. Ich fiel um und erreichte den Boden nicht. Ich blieb quer über ihren Köpfen in der Luft liegen.“
Die deutsche Gesellschaft und Gemeinschaft im Banater Dorf wird zum Feindbild erhoben – ihr Wertesystem, aus linksintellektueller Sicht kleinbürgerlich, spießig, heuchlerisch, faschistoid oder mit latenten Hang zum Faschismus, wird abgelehnt, weil es der freien Selbstentfaltung des kreativen Individuums, des Schaffenden in allen Bereichen der Existenz, zuwiderläuft. Wo andere die Geborgenheit fanden, ein Gefühl von Heimat und deutscher Identität, sahen einige Extremdenker die Dinge anders. Die Konsequenz bedeutete Zäsur, Bruch mit der nicht mehr geliebten „Werte-Welt der Vorväter“, eben weil der letzte große Krieg neue Fakten geschaffen hatte – und neue Formen von Verantwortung und Schuld.
Der Feind ist ausgemacht in der Grabrede: Es ist die eigene Herkunft und die eigene Gemeinschaft, nicht etwa ein fremder, viel mächtiger Feind hinter und über der Gemeinschaft in der realsozialistischen Gesellschaft. Es ist nicht die Kommunistenpartei im alles bestimmenden Staat, in der Diktatur, sondern der kleine Mann von nebenan, der Repräsentant der deutschen Gemeinschaft mit seinem kargen Brauchtum und seinem schmalen kulturellen Substrat, der Nachbar, der den alten Sitten folgend treu mit am Grab steht und einen dicken Stein auf den Sarg legt.
Die Abrechnung schreitet am „Schlachttisch“ fort. Kaschiert von individueller Trauer – ich werde ein Leben lang Schwarz tragen – vollzieht sich die persönliche Kasteiung und Demütigung der Mutter, die ihren überlangen „Zopf“ abschneidet. Der „Zopf“ wird dann zeremoniell verbrannt – und die Zivilisation wird auch im Banat eingeführt, fast dreihundert Jahre nach jener Geste Peters des Großen, die sein Russland revolutionierte. Neue Werte machen sich breit im Banat – und die Kultur verdrängt bald auch die Zivilisation. Die Alte Ordnung hat ausgedient; sie muss abdanken und gehen.
Doch worin besteht die neue Welt der neuen Menschen – und was setzt die Anklage dem Vergehenden entgegen?
Wodurch definiert sich das Neue? Nur durch die Abgrenzung und Absetzung vom Alten, ohne neue Inhalte?
Das Vaterbild – extreme Negativität: ein gewissenloser Befehlsempfänger und vermeintlicher Massenmörder, ein Schuft gar durch und durch, der die Mutter schlägt, arrogant, höchst gewalttätig und dumm, unkritisch und denkunfähig. Und die Mutter? „Meine Mutter ist ein vermummtes Weib“, charakterisiert die Autorin introduktiv ihre leibliche Mutter, im ersten Satz der dritten Kurzgeschichte in dem „Niederungen“-Bändchen, gleich nach der von manchen als skandalös empfundene Posse „Das schwäbische Bad“.
Die Mutter ist eine Frau, die vom Vater systematisch verprügelt wird und die aus einer falsch verstandenen Autorität heraus das Erfahrene weiter gibt, indem sie die eigene Tochter schlägt, nur weil diese nicht flink genug Befehle ausführt – und dabei eine sich erst formende Seele zerbricht. Aus einer berechtigten inneren Revolte und aus dem psychischen Aufruhr heraus stellt sich dann auch eine Zurückweisung der Mutter ein. Die ablehnende Haltung gegenüber dem Verhalten der Mutter, der praktisch keine Individualität, kein Selbstsein zugestanden wird, weil ihr das Selbstbewusstsein fehlt und die aufrechte Haltung einer souveränen und emanzipierten Frau, korrespondiert mit der Zurückweisung des Säufer-Vaters, der zudem noch früher einer „verbrecherischen Organisation“ angehörte. Mutter und Vater werden zu Rollen reduziert, zu Negativ-Charakteren und trägern von Unwerten – sie heben sich somit selbst auf.
Nur beschränkt sich dieses „Sodom und Gomorra“ auf die kleinste gemeinschaftliche Einheit, auf die eigene Familie, nicht aber auf die gesamte deutsche Dorfgemeinschaft. Die desolaten, zerrütteten Verhältnisse im Elternhaus zerbrechen die zarte Seele und schädigen das Kind irreparabel. Diese zwei auf allen Ebenen versagenden Elterteile produzieren das „Opfer“, nicht die weitgehend unbeteiligte Dorfgesellschaft drum herum.
Das Dorfmilieu mit seinen Sitten und seinem alten Brauchtum ist kein determinierender Faktor schlechthin, im Gegenteil sogar ein Korrektiv, weil das Kind in der Gemeinschaft des Banater Dorfes sogar aufgefangen wird. Der frühe Feind der Autorin Herta Müller – und dieser feine Unterschied sollte gerade von denjenigen besonders beachtet werden, die das Dorfleben im Banat nicht aus unmittelbarer Anschauung kennen- ist ihr eigenes Unzuhause, ihre Ungeborgenheit in der Familie von Anfang an, nicht aber die „deutsche Gemeinschaft“ an sich.
In ihrem unmittelbaren Umfeld, in der Familie, wurde sie zum „Opfer“ gemacht und gezwungen, sich gegen eine feindliche Außenwelt zu behaupten. Das Banater Dorf aber, das so war wie es war, war ihr eigentlicher Feind nicht. Sie distanzierte sich auch nicht von Anfang an vom deutschen Dorf und der deutschen Wertegemeinschaft – etwa wie ich es vollzog, als ich früh unspektakulär in die Stadt aufmachte.
Herta Müller, die gerne ein paar unpassende biographische Details verschweigt, weil sie dem stilisierten Image gefährlich werden können, machte eine gute Weile mit. Solange es opportun war, lebte sie ganz konventionell „am Arsch der Welt“, wie sie es selbst einmal definierte, schlief in gestärkter Bettwäsche, tanzte um die Bütt „Kerwei“, heiratete eine donauschwäbischen Ingenieur – und distanzierte sich von dem langweiligen Landleben in Nitzkydorf erst, nachdem ihr die Linken aus der Aktionsgruppe Banat einiges von den segnenden und selig machenden Wirkungen des Marxismus-Leninismus erzählt, sie zur Literatur-Fabrikation animiert und zur Kritik an der verzopft-muffigen Welt ihrer Väter aufgerufen hatten.
Mit ihrem Debütband stürzte sie sich in einen Kampf, der bald Autodynamik entwickelte und die Blindheit des Nebelscharmützels, bekämpfte einen vermeintlichen Gegner und ignorierte dabei den „eigentlichen Feind“, den ihre geistig wenig differenzierten banatschwäbischen Landsleute seit dem Zusammenbruch 1945 und dem aufziehenden Stalinismus mit politischen Verbrechen aller Art, Agrareform und Deportationen längst in der „Kommunistischen Partei“ ausgemacht hatten.
Dass es damals so war, wollte sie – im Gegensatz zum reuigen Berwanger – bisher noch nicht zugeben – eben weil sie die Dinge – aus ihrer schon verinnerlichten Opfer-Perspektive – anders sah und weil sie lieber das angeblich spießig deutsche Dorfmilieu als die realsozialistische Gesellschaft drumherum zu verdammen liebte.
Aus der Absetzung von diesen Unwerten extremer Negativität konstruiert die Autorin dann ihren Gegenentwurf – eine mythopoetische Welt des Irrealen, Makabren und Unästhetischen, in welchem sie selbst integraler Teil des Mythos ist, ganze hundert Jahre nach Baudelaire, Lautreamont, nach den Dadaisten und Surrealisten!
Und die literaturhistorisch unsensible Fach- wie Banausenwelt ist tief beeindruckt! Ein neuer alter Ton, eine neue alte Wahrnehmung und eine neue alte Sprache in selbstauflösender Form. Dabei erreichen einige Passagen in den „Niederungen“ wahrhaftig einsame Höhen!
Als Herta Müller dann im Jahr 1985/86? Während eines Fernsehauftritts nach ihrem Verhältnis zu ihren Landsleuten im Banat gefragt wurde, hatte sie – und das ist mir noch sehr gut im Gedächtnis verhaftet – keine Schwierigkeit damit, die rückständige, als faschistoid bezeichnete Denkweise der Banater Schwaben denunzierend herauszustellen. Auf die Frage, ob sie gewisse politische Entwicklungen in der gegen Perestroika und Glasnost ausgerichteten Ceausescu- Diktatur auch in Rumänien ansprechen werde, entgegnet sie forsch, sie werde sich den Mund keinesfalls verbieten lassen.
Einen Beweis dafür, dass sie Letzteres eingehalten oder gar konkret gegen die Kommunisten in dem höchst zerrütteten Land opponiert hat, ist mir nicht bekannt. Opponiert haben andere, die allerdings allesamt und zum Teil für mehrere Jahre bis zur Revolution im Kerker landeten.
Vom Überdruss am interesselosen Wohlgefallen – und von der neuen Sehnsucht nach Fäkalität
„Wer die Schönheit angeschaut mit Augen, ist dem Tode schon anheim gegeben, wird zum wahren Leben nicht mehr taugen“, dichtet August Graf von Platen in einem berühmten Sonett.
Damit nicht alle der Schönheit verfallen und dekadent dahinsiechen, hielt Herta Müller in ihren „Niederungen“ mit einigen Appetithäppchen dagegen, naturalistisch plastisch wie in den Frühphasen des Expressionismus in einem sonderbaren Delektieren an Fäkalität:
„Ich wischte mir mit dem Klopapier trotzdem den Hintern ab und schaute dann in den Ausschnitt, und sah den Kot, in dem weiße Würmer krochen. Ich sah die kleinen schwarzen Kotknollen und wusste, dass Großmutter wieder Verstopfung hat, und sah den lichtgelben Kot meines Vaters und den rötlichen Kot meiner Mutter. Ich suchte nach dem Kot meines Großvaters, und Mutter schrie meinen Namen in den Hof“.
Wenige Seiten später wird auch das allzumenschliche Urinieren geschildert – ein literarisch verewigtes Manneken-Piss im Banat: „Ich sah Heini, wie er den Nachttopf in der Hand hielt und mit eingeknickten Knien dastand. Und mit der anderen Hand hielt er sein Glied. Es war sehr weiß im Schein des Blitzes.
Ich musste auch pissen. Ich stand auf und setzte mich über den Topf, und ich zog den Bauch ein, um das Geräusch des Urins zu verhindern. Aber es wurde immer lauter unter mir, ich hatte keine Kraft, ich konnte es nicht mehr tröpfeln lassen. Es rann lauwarm aus mir. Es rauschte. Heini rief mich zu sich ins Bett.“ Den „Furz“, den „Hodenbruch „ des Großvaters und die „Hämorrhoiden“ der Mutter erwähnte Herta Müller an anderer Stelle. Ob das alles auch beschrieben worden wäre, wenn die Autorin gewusst hätte, dass die Fäkalität literarisch schon längst vorweggenommen war, etwa bei dem Exzentriker Salvador Dali?
Eine Urin- und Kotspur zieht sich leitmotivisch durch die gesamte, sprachlich höchst bescheidene und nur mit dem Instrumentarium der Kurzgeschichte gestalteten Erzählung. Die Miniaturbeobachtung, darunter viel Triviales und Banales, steht neben der psychologischen Decouvrierung im „Klartext“. Schein und Sein mischen sich, ebenso tatsächliche Existenz und Traumwelt. Wo das Gehirn des Interpreten nicht mehr folgen kann, spricht man gern von „erfundener Wahrnehmung“, also von etwas, was keiner logischen Erklärung bedarf.
Das Resultat: Eine Kindheit nicht im Garten Eden, sondern in Sodom und Gomorra! Wen wundert da der Aufschrei des Opfers, die Klage und Anklage? Die Welt des Banats ist Scheiße! Doch an sich – und nicht etwa, weil die alles bestimmende kommunistische Weltanschauung versagt hat.
Also werden die schönen und angenehmen Seiten der Kindheit und Jugend von Exkrementen überdeckt, vom kalkweißen „Schiss“ der Singvögel ebenso wie von dem eklig Gekotzten der Katze und der ausgekotzten Leber des alkoholabhängigen Vaters, der selbst ein vielfaches Opfer ist und andere zum Opfer macht. Das Grauen herrschte also im Banat?
Wird die Ausnahme zur Regel? Und das Versagen Einzelner zum Versagen der Gemeinschaft? Was ist wahr an den Schilderungen? Und was ist typisch? Wer kann was erkennen? Und wenn es weder wahr noch typisch sein muss, weshalb reden Rezensenten dann überhaupt von der rückständigen Welt des Banats? Zufällig bricht F. C. Delius das Trockenklo-Zitat gerade dort ab, wo die oben zitierte Beschreibung der Kotarten beginnt. Oder war es doch nicht zufällig? Wurde es dem sonst überkritischen Schriftsteller-Kollegen zu fäkal, selbst dem „Spiegel“? Diejenigen, die im Banat gelebt haben und zudem noch etwas von Literatur und Philosophie verstehen, werden Grenzen ausmachen können. Sie werden genau unterscheiden, wo die Realität endet und wo die Übertreibung, die Überspitzung der Phänomene beginnen, wo das fast schon krankhafte Borderlinertum, das dem kreativ schwärmenden Schriftsteller erlaubt ist, einsetzt und endet.
Der normale deutsche Leser wird aber schwerlich in der Lage sein, die ihm fremde, exotisch und skurril erscheinende Welt an sich zu erfassen; er wird nur das Exotische, das Skurrile sehen, aber nicht die tatsächliche Realität dahinter. Deshalb erfolgte ein empörter Aufschrei der verkannten deutschen Gemeinschaft als Reaktion auf die literarisch formulierte Anklage, die dann noch von willigen Vasallen wie F.C. Delius im Klartext auf den Punkt gebracht wird.
Der Aufschrei der Betroffenen vor Ort im Banat erfolgte unmittelbar nach der Erstedition im Kriterion Verlag und entlud sich in einer Serie missbilligender Berichte und Leserbriefe in dem deutschsprachigen Temeschburger Blatt „Neue Banater Zeitung“.
Der gleich aufkommende und wohl auch mündlich vor Ort formulierte Verdacht, dieser Erstling der noch gänzlich unbekannten Autorin stamme aus den Werkstätten des Propagandaministeriums der Kommunisten in Bukarest lag nahe. Im Westen war es der Landsmannschaft der Banater Schwaben nahe stehende Autoren, die darüber schrieben. Schließlich war die Ehre einer deutschen Gemeinschaft berührt, Menschen, aufrechte Charaktere, fühlten sich angegriffen und gekränkt.
Und F.C. Delius war wohl informiert rüber über die Empörung aus der konservativen Ecke, als er Ende 1984 die von ihm dem Rowohlt Verlag vermittelte Textfassung von „Niederungen“ gezielt aufs Treppchen hob; nicht nur aus Solidarität mit einer schreibenden unbekannten Bekannten, sondern auch, um – nach guter „Spiegel“- Tradition – den strammen Patrioten aus dem konservativen Lager eines auszuwischen.
Politisierung und Instrumentalisierung einer „besonderen Situation“
In seinen für bundesdeutsche Ohren geschriebenen Generalisierungen macht Delius die „Ausnahme“ – das asoziale, von alltäglicher Gewalt bestimmte Milieu einer zerrütteten Familie – zur „Regel“ und politisiert eine scheinbar unpolitische Beschreibung, wobei der Rezensent die „besondere Situation vor Ort“ und die Auswirkungen der mehr oder weniger gezielt betrieben Attacke auf das angeblich rückständige, in Deutschtümelei versunkene Dorf eklatant verkennt. War das nur Unkenntnis der Verhältnisse oder schlichte Provokation? Der bundesdeutsche und westliche Leser wird die in „Niederungen“ geschilderte Welt des Banats nie voll verstehen können, weil er sie nicht mit allen Sinnen und tiefen emotionalen Empfinden erlebt oder durchlitten hat. Er wird die „spezifische Situation“ einer nationalen Minderheit in der Agonie nicht verstehen, weil er sie nicht verstehen kann. Das ist ein Faktum.
Der eigentliche Skandal aber besteht darin, dass die mehr oder weniger reale und zum Teil unrealistisch dargestellte Leidensgeschichte eines Opfers von Dritten gezielt instrumentalisiert und bewusst missbraucht wird, um eine politische Hetzkampagne loszutreten, die sich gegen einen Teil des deutschen Volkes richtet. Hier wird Literatur zum politischen Instrument. Darf gegen einzelne Teile des deutschen Volkes öffentlich gehetzt werden, verehrter Herr Bundespräsident? Und dies bei eklatantem Missbrauch eines Opfers?
F. C. Delius und der „Spiegel“ benutzten die an sich schon problematischen Erzählungen in Herta Müllers „Niederungen“, um gleich eine Kampagne gegen das konservative Lager, gegen Vertriebene und gegen die rechte Presse loszutreten, ganz im Geiste der längst schon laufenden Kampagne gegen Franz Josef Strauß, gegen die bayerische Politik und zuletzt gegen alle Bayern.
Das war salonfähig damals im Kalten Krieg Anno 1982-1984 in der Bundespolitik – und ich, der nationalliberale Deutsche und ehemalige Bürgerrechtler, war mittendrin, doch engagiert im christlich-konservativen Lager.
Die Konservativen mit zu treffen und zu diskreditieren, war aus der Delius-Spiegel-Sicht gerade recht – Herta Müller wurde dabei ein Mittel zum Zweck, als Person und als Schreibende!
Und sie ließ es willfährig mit sich geschehen, wurde sie doch bekannt dabei. Die mephistophelischen Erzschurken in diesem Trauerspiel der Moderne, dessen zersetzende und spaltende Wirkung auch heute noch unversöhnlich anhält, aber waren über F.C. Delius’ Feder die linken Akteure aus der Spiegelredaktion in ihrem damaligen Kampf gegen die Protagonisten der katholischen Reaktion Strauß und Kohl.
Wie sehr Herta Müller innenpolitisch den Sozialisten genutzt und der christlich-sozialen Union geschadet hat, ist dem politisch Verantwortlichen der CDU-nahen KAS-Stiftung heute – zwei Jahrzehnte danach – völlig unbekannt.
Als die Konrad Adenauer-Stiftung im Jahr 2004 ihren Literatur-Preis gerade an die kontroversierte Herta Müller vergab, war sie – dem Verdikt ihrer „Juroren“ voll vertrauend, viel zu uninformiert und damit unfähig, diese wahren politischen Implikationen, Zusammenhänge und Auswirkungen zu erkennen – und unser werter Bundespräsident weiß wohl kaum von der immer noch andauernden Wirkung der Hetze und Spaltung in einer Zeit, die – über den Alten Kontinent hinaus – nach symphonischem Zusammenklang, nach Versöhnung ruft.
Herta Müller ließ sich 1984 willig von Linken instrumentalisieren und 2004 von Konservativen auszeichnen, ohne sich gegen einseitige Vereinnahmung zu wehren. Pecunia non olet? Und ist das nicht nackter Opportunismus vom alten Schlage nach dem Motto: „Wessen Brot is esse, dessen Lied ich sing?
Die Kommunisten unter Diktator Ceausescu hatten es auch so gehalten – und die einst zugesagte „Loyalität“ über getarnte Securitate- Drohbriefe eingefordert, nachdem „ die Treu’ gebrochen“ und der Ring entzwei gesprungen war, nachdem die Geförderte ihre Meinung geändert und ihren Hals gewendet hatte. Wo stand und wo steht Herta Müller nun wirklich? Links wie früher – oder inzwischen gar rechts? Oder mimt sie eine Hetaera Esmeralda der Literatur, die ungeachtet moralischer Wertungs-Kategorien, es mit jedermann kann, mit den Linken und mit den Konservativen, Hauptsache es klingelt in der Kiste wie beim Ablasshandel.
Ihre Landsleute, die inzwischen durch die vielen Auszeichnungen und Ehrungen verwirrt sind, wissen auch nicht mehr so recht, woran sie nun glauben sollen. Sollen sie stolz auf Herta Müller, weil sie das Banat etwas bekannter gemacht hat, wenn auch negativ als „Unort“? Oder sollen sie sie weiterhin ablehnen und verachten, weil die vernichtenden Botschaften von Hetze und Spaltung immer noch im Raum stehen und Herta Müller es ablehnt, sich öffentlich davon zu distanzieren.
Als die Autorin 1982/84 das Spiel der Kommunisten in ihrer alten Heimat und das der Linken in Deutschland mitmachte, lud sie, moralisch betrachtet, Schuld auf sich, weil sie seinerzeit „als moralische Instanz“ das totalitäre System vor Ort und sein Verbrecher-Regime, das Andersdenkende verfolgte, hätte bekämpfen müssen.
Das hat sie nicht getan. So wurde sie bekannt und auch aufs Treppchen gehoben, doch nicht an sich und für literarische Verdienste – denn wo wären diese in „Niederungen“ zu finden, verehrte Germanisten? – sondern für ihre höchst einseitige Antihaltung gegenüber den Konservativen, die aus ultralinker Sicht gerne in die Ecke der ewiggestrigen Altfaschisten gestellt wurden.
Ihre sonderbare Wahrnehmung und ihre Art, Realität und Phantasiegebilde zu mischen und zu vermengen, positiv wohlwollend „Brechung“ genannt, negativ aber nur „Verzerrung“ von Wahrheit, sind künstlerisch legitime Mittel der Darstellung. Nur auf den Gegenstand der „deutschen Identität“ bezogen sind sie unzulässig, weil sie destruktiv und zersetzend wirken.
Das macht die für arglose Außenstehende scheinbar unpolitische Materie hochpolitisch und moralisch.
In „Niederungen“ wird eine höchst individuelle, subjektive Perspektive absolut gesetzt und anklagend in die Welt hinaus posaunt – als emanzipatorische Enthüllung eines angeblichen Opfers! Doch ist das Ich der Geschichten identisch mit der Autorin. Sind die dort exponierten existentiellen Erfahrungen tatsächlich so erlebt worden? Oder sind auch sie nur fiktionale Imagination? Wer bewusst Literatur produziert, wer nicht nur einfach so darauf los schreibt, ohne die Folgen zu bedenken, wer nicht naiv schreibt und einseitig, der darf Ursache und Wirkung nicht vermengen. Er muss die Konsequenzen seines Tuns im Auge behalten, gerade wenn Literatur moralisch und politisch wird. In diesem Punkt hat Herta Müller – bestimmt von den ihr lange fremden Paradigmen der marxistischen Aktionsgruppe Banat – von Anfang an versagt. Die Einseitigkeit der frühen Stunde spaltet noch heute. Herta Müller nahm den – anfangs noch psychologisch berechtigten – Kampf gegen die deutsche Gemeinde auf und kämpfte – beginnend mir einem Abgesang in einer Grabrede – an falscher Front.
Der gesamte Band „Niederungen“ ist eine Dokumentation ihrer einseitigen Schlacht gegen die „deutsche Identität“. Sie kämpfte ihren oft unverstandenen Kampf über zwei Jahrzehnte – und sie kämpft ihn mit gleicher Vehemenz immer noch, ohne sich kritisch zu fragen, ob sie nicht von Anfang an das falsche Pferd aufzäumte und es zu Tode ritt.
Einer, der den gleichen Kampf der Selbstemanzipation auch gehen musste, ohne radikale Zäsur zur Herkunft, und ohne die Wurzeln zur eigenen Identität abzuschneiden, weiß, dass der „eigentliche Feind“ in einem ganz anderen Lager zu suchen war.
Wer – nach erfolgter Selbstemanzipation – bewusst am Scheideweg ankam, konnte klare Realitäten und Prinzipien erkennen und auseinander halten. Er konnte sich entscheiden.
Der „wahre Feind“ der Literatur, des freien Geistes und der individuellen Selbstentfaltung in allen Formen lauerte in verborgener Stellung und sah höhnisch lachend der Selbstzerfleischung des Deutschtums im Banat und in Siebenbürgen zu, bereit es Exodus und Vernichtung preiszugeben – für immer. Einige Katalysatoren beschleunigten diesen Untergang.
Figaro im Banat
„Deutscher Scheitel und deutscher Schnurrbart“ – Ein Hohn auf das Deutschtum oder
vom Untergang des Abendlandes am Tor zur Walachei
Hetze kann in vielen Erscheinungsformen daher schleichen und unterschiedlich motiviert sein. Sie kann direkt sein, plump und dumm. Sie kann aber auch unbedacht sein und ihre Wirkung falsch einschätzen und verkennen. Der eine will provozieren und aufrütteln, der andere kostet nur den Ärger der Betroffenen aus und den Schmerz der Verletzten.
Ihr habt mich verletzt – auf welche Art auch immer. Also schlage ich zurück und verletze euch auch – herber und gerade dort, wo es am meisten schmerzt, an eurer empfindlichsten und verletzlichsten Stelle, an jenem Punkt der euch am heiligsten ist – an eurer Identität.
So etwa kann ein sensibler Geist empfinden, wenn er die oben genannte Kurzgeschichte liest – und wenn er aus der „Perspektive des Betroffenen“ und Verletzten liest.
Viel wird nicht erzählt. Das wenige Worte reichen aus, um zu verletzen.
Der Ort der Handlung: Ein Friseurladen irgendwo im deutschen Siedlungsgebiet in Rumänien, im Banat wahrscheinlich – oder in dem nicht weniger „rückständigen“ siebbürgischen Dorf, oben in Sathmar an der ungarischen Grenze, in der Dobrudscha am Schwarzen Meer oder gar in den Niederungen von Nitzkydorf oder Perjamosch?
Die Handlung selbst: Eine männliche Figur taumelt und stolpert durch eine kafkaeske Situation mit expressionistischen Elementen in einen Friseurladen, wo alte Leute vor sich hin dösen und wartet dort auf den Haarschnitt:
„Deutscher Scheitel? Fragte der Friseur“ (…)
„Deutschen Scheitel und deutschen Schnurrbart, sagte der Mann“.
Ein unscheinbarer Dialog, denkt man heute – und so dachte man damals mitten in der Bundesrepublik aus der Geborgenheit des deutschen Volkes heraus mit einem Schmunzeln auf den Lippen, lange nach Heine und Nietzsche.
Nur im Banat hatten die gleichen Worte einen ganz anderen Klang – denn die Betroffenen vernahmen sie in der Exponiertheit mitten im Exodus zu einem Zeitpunkt, wo die Auslöschung des Deutschtums in Rumänien unmittelbar abrollte.
Herta Müller, die Polkatänzerin von gestern, scherte sich nicht mehr darum, seitdem sie dem Nest entflohen und in der fortschrittlichen Stadt angekommen – aus welchem Gründen auch immer.
Und Unbetroffene aus der Bundesrepublik, Leute wie C.F. Delius, scherte vieles auch nicht. Was von den einen als einen unmittelbare Angriff auf ihr Sein, auf ihre Identität, ja als Existenz gefährdender „Dolchstoß“ empfunden wurde, war für andere „Nichtbetroffenen“ aus dem ferne Ausland, für Berufsspötter und Kritiker vom Dienst, nur „literarische Ironie“, beißender Sarkasmus, blanker Zynismus, frechster Hohn und Spott bestenfalls blanker Zynismus der herberen Art.
Die Autorin forcierte den Ausdruck. Kein Mensch im deutschen Dorf des Banats sagte „deutscher“ Scheitel im Friseurladen; noch weniger sagte einer „deutscher“ Schnurrbart. Wer dort lebte, weiß es und kann es bestätigen. Keiner sagte es, nicht nur weil es tautologisch gewesen wäre, sondern sogar hochgradig absurd, denn im deutsche Friseurladen und beim deutschen Friseur, fanden sich in der Regel nur deutsche Kunden ein, jedenfalls war das in Sackelhausen so, in einer Gemeinde, die um 1945 fast zu hundert Prozent aus Nachkommen deutscher Siedler bestand und 4 200 Einwohner zählte.
Ob in unweiten Nitzkydorf, wo unser letzter Priester, der katholische Dechant Dr. Franz Kräuter herstammte, die Uhren anders gingen, mag dahingestellt bleiben. Wahrscheinlich ist das nicht.
Wenn die Autorin gerade dort bohrte, wo es am schmerzvollsten war, dann deshalb, weil sie einen bestimmten Nerv treffen wollte, das Mark der Identität, den Haupt- und Lebensnerv der deutschen Minderheit in exponierter Lage vor der physischen Vernichtung, eine Lebensader, die allerdings kein „Tabu“ war!
Aus der Sicht derjenigen, die an ihrer nationalen Identität festhielten, und das waren eben die Viele, die große Mehrheit unter den Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen, die nicht mit der Kommunistischen Partei paktierten, kam diese Attacke einer gezielten Hetze gleich. In ihrem natürlichen Sein getroffen, schrieen sie auf – und der schmerzvolle Aufschrei ertönt noch heute. Und was war mit den Parteimitgliedern aus der schreibenden Zunft, mit Leuten wie Richard Wagner, dem Lebenspartner der Schriftstellerin Herta Müller, der damals noch loyal zur kommunistischen Monopol-Partei stand und – nach eigenem Bekenntnis „kein Dissident sein wollte“ – was war mit diesen Paktieren und Seelenverkäufern, mit jener „Minderheit in der Minderheit“, die die „Gerechtigkeit“ schon damals gepachtet zu haben glaubten?
Sie fühlten anders – und sie fühlen auch heute noch anders. Nur wollen sie vieles, was damals wahr war, vergessen und ungeschehen machen, Gras über alles wachsen lassen und keine schlafenden Hunde wecken.
Und wer lachte sich damals ins Fäustchen, als „Niederungen“ die Gemüter erregte?
Die Parteikader der Kommunisten und ihre Handlanger bei der Securitate, weil die verhassten Deutschen – in Exodus und Agonie begriffen – sich jetzt auch noch selbst zerfleischten.
Ob Herta Müller die „besondere Situation“ verkannte?
Oder ob sie gezielt zum Todesstoß mit ausholte und den Untergang des Abendlandes vor der Pforte zur Walachei mit besiegelte?
Ob ihr Gewissen sie damals antrieb – oder nur das Ressentiment des Schlechtweggekommenen, das aus einer vielleicht frühkindlichen, vielleicht permanenten Verletzung herrührte?
Sie hat es wohl nie bereut und mit dem Hass, den sie provozierte, gelebt, bis zum heutigen Tag, ohne zu widerrufen und ohne sich von einem und ihrem destruktiven Prinzip zu distanzieren.
Wer, wie die Konrad Adenauer-Stiftung, ihre damalige Haltung ehrte und die Positionen im Frühwerk mit einbezog, der ehrte zugleich das destruktive Prinzip und setzte – politisch betrachtet – das falsche Signal.
Eine eventuelle Ehrung der kontroversierten Schriftstellerein Herta Müller mit dem Nobelpreis für Literatur, immerhin ist sie als Kandidatin der Bundesrepublik Deutschland nominiert, würde aus dem politischen Schaden einen wahrhaftigen Erdrutsch mit noch verheerenderen Wirkungen machen. Deshalb tut Aufklärung Not, bevor das Kind, das bereits in den Brunnen gefallen ist, überhaupt nicht mehr gerettet werden kann.
Doch wie ging es tatsächlich in einen Friseurladen zu, etwa in Sackelhausen? Wie war das mit dem „Scheitel“?
Alle Knaben meiner Jugendzeit trugen den „Scheitel“ links, obwohl einige von uns wussten, dass der Führer des Reiches Adolf Hitler den „Scheitel“ rechts trug. Wer auf dem Friseurstuhl Platz nahm, hatte die Auswahl zwischen zwei Klassikern: „Füllen- Frisur“, auch Füllchen-Frisur“ genannt oder „Scheitel“. Den boshaft konstruierten Ausdruck „Deutscher Scheitel“ habe ich nie vernommen.
Der Friseursalon war eine Nachrichtenbörse, ein Ort geistiger Auseinandersetzung im gepflegte Pro und Contra, ebenso ein Raum, wo viel über Geschichte, über die Erfahrungen aus zwei Weltkriegen und über die Kriegsfolgen, Flucht, Vertreibung, Deportation und Wiederaufbau lebhaft diskutiert wurde.
„Klein aber mein“, fasste Vetter Peter seine Deutschland-Kritik zusammen, indem er auf sein Häuschen verwies, das er mit seinen zehn Fingern aufgebaut hatte. „In Deutschland kommt kein Brot auf den Tisch“, stellte er fest, um dann endgültig ablehnend zu resümmieren: „Wo kein Brot ist, da ist auch sonst nichts zu erwarten.“ Also war Deutschland keine Thema für ihn bis zu dem Tag, wo er sich es dann doch noch anders überlegte. Wer fragte schon nach seinem „Opportunismus“. Schließlich war er doch nur ein Figaro, auf dessen „moralische und politische Integrität es nicht weiter ankam – und kein Schriftsteller mit Vorbildfunktion!
Bei Vetter Hans auf dem Friseurstuhl hörte sich das ganz anders an. Kaum hatte ich Platz genommen, vernahm ich die eine Frage: „Wann fahren wir nach Deutschland?“ Sprich: „Wann wird unsere Ausreise endlich bevorstehen?“ Dieses eine Thema wurde als Leitmotiv in unendlichen Variationen abgehandelt, über Jahre hindurch und verdrängte jeden anderen Diskussionsstoff. Wenn mein Blick über den imprägnierten Bretter-Fußboden huschte, fielen mir dort zwei verkrüppelte Füße auf, die in einem paar schweren, arg verkürzten Lederschuhen steckten. Die fehlenden Zehen erinnerten an die Strapazen des Russlandfeldzugs, denn Vetter Hans an der Seite reichsdeutscher Kameraden doch noch durchgestanden hatte – seine Hoffung und seine gesamte Zuversicht richteten sich seinerzeit auf ein Leben in Freiheit in dem Land seiner Wahl – und das war Deutschland.
Das Ziel und der Weg, dorthin zu gelangen, verband uns und bestimmte unsere Gedankengänge bis zu dem Tag, als wir uns im Jahr 1980 auf deutschen Boden in Freiheit wieder begegneten, gute drei Jahre vor „Niederungen“ und dem Höhepunkt des Exodus der deutschen Minderheit in Rumänien.
„Was fällt, soll man auch noch stoßen!“ Herta Müller hat dieses zynische Nietzsche-Zitat auf ihre Weise umgesetzt, indem sie – auch ohne Nietzsche zu kennen – über deutsche Scheitel und deutsche Schnurrbärte schrieb – und ebenso frivol witzig über ein „schwäbische(s) Bad“.
Politische Naivität oder böse Absicht
Wenn ein Schriftsteller angreift, karikiert und pointiert überzeichnet, verfolgt er immer einen Zweck. Und die Mittel, diesen Zweck zu erlangen, müssen ihm bewusst sein.
Das gilt auch für die kaum eine Seite lange Kurzgeschichte „Das schwäbische Bad“ aus dem schmalen Debüt-Bändchen „Niederungen“.
Um die verheerende Wirkung dieser gezielten Provokation zur Unzeit und am falschen Ort zu veranschaulichen, muss die eine „völkische Bezeichnung“, das Schwäbische, nur durch eine andere völkische Festlegung ersetzt werden, etwa durch „rumänisch“, „russisch“ oder durch eine stigmatisierende Bezeichnung von religiösen oder nichteuropäischen Minderheiten; und schon wird der offensive Hetzcharakter der Kleinsterzählung deutlich.
Nicht ein Individuum wird da verhöhnt oder ein typisches Milieu, sondern gleich eine ganze Volksgruppe und dahinter ein ganzes Volk.
Ganz egal, ob Herta Müller, das „Deutsche“ überzeichnet und gezielt verhöhnt – wie in der Figaro-Posse oder nur das „Schwäbische“ – und dabei das „Donau-Schwäbische oder das Banat-Schwäbische“ meint:
Sie hetzt mit dieser Vorgehensweise, mit diesem deplatzierten Stil – und sie spaltet! Dies aber zu einer „historischen Unzeit“, nämlich im Todeskampf der deutschen Minderheit im Banat und in Siebenbürgen, die unmittelbar davor stehen, über den forcierten Exodus ihre nationale Identität zu verlieren und ihr physisches Fortbestehen als nationale Minderheit für immer aufgeben zu müssen.
Durch das Einbüßen der spezifischen siebenbürgisch-sächsischen Identität oder der Banater Identität und der Heimat, wird der exponierte Einzelmensch zum Stigmatisierten, der als Gezeichneter mit Integrationsschwierigkeiten zu rechnen hat.
Wer aus Sodom und Gomorra herstammt, hat unter zivilisierten Kulturvölkern einen schweren Stand. Unschuldige werden so getroffen – und in der Bundesrepublik ausgegrenzt. „Das sind diejenigen aus der Trocken-Klo-Landschaft und den „schwäbischen“ Suhlkübel …“
Doch daran dachte die weit vorausschauende Autorin kaum. Sie hatte da noch eine Rechnung offen bei der deutschen Dorfgemeinschaft, die es anders wollte als sie selbst – und dieser Gemeinschaft, an deren Sitten und Gebräuchen sie nur widerwillig eine Weile teilnahm, gezwungen mit einem Kirchweih-Strauß in der Hand um die Bütt Polka zu tanzen, wollte sie es nun heimzahlen, indem sie das „Schwäbische“ an sich verunglimpfte, den Schiller und den Hegel, den Uhland und den Hauff, wie auch das Deutsche mit seinem Wesen, an dem einst die Welt genesen sollte.
„Jeder kehre vor seiner eigenen Tür“ las ich an der Pforte eines freisinnigen Rottweilers, der mit dem weisen Spruch vielleicht noch etwas mittelalterlichen Anstand in unsere heuchlerische Zeit herüber retten wollte.
Herta Müller, von Kind auf mit harter Arbeit vertraut, griff zu einem eisernen Besen und fegte vor der Tür ihres etwas aus den Fugen geraten Hauses – doch wie der Zauberlehrling in Goethes Ballade fegte sie wilder und wilder werdend auch den Kuhstall, den Saustall , dann über den eigenen Hof hinaus noch die Gasse, das ganze Dorf, ja die ganze Region … und selbst die Nation, wenn ihr kein Hexenmeister Einhalt gebietet. Was die Heilige Johanna nicht schaffte, das schafft vielleicht noch Herta Müller! Wäre es auch anders gegangen?
Mit Sicherheit! Wer die als spießig empfundene Welt der Kleinbürger missbilligte, konnte frei wegtreten und jene kleine Welt sich selbst überlassen, ohne ihre Menschen zu verunsichern, zu trennen, zu spalten und über Jahrzehnte gegeneinander aufzubringen und revanchistischem Hass das Wort zu reden.
So etwa habe ich es seinerzeit gehalten – und als ich mich leise von der Dorfwelt verabschiedet, um eine eigene Bahn zu schreiten. Als ich damals schied, in natürlicher Wegentwicklung, ging ich ohne Zäsur, ohne Zorn und ohne andere mit dem Schmutz zu bewerfen, den die eigene unbefriedete Seele ausgebildet hatte.
Herta Müller lieferte mit dem Tenor ihres Debütbändchens, dass gewissen Kreisen in der Bundesrepublik ins politische Konzept passte, eine gute Vorlage, um instrumentalisiert zu werden und um über dieses – wie man früher zu sagen pflegte „Mach-Werk“ – eine Diskreditierungskampagne gegen konservative Kreise in der Bundesrepublik loszutreten. Schließlich war alles, was das konservative Lager um CSU-Chef Strauß und CDU-Zugpferd Kohl schadete, legitim. Machiavelli hatte es so vorgesehen – und die literarische Landschaft lieferte die Mittel dazu.
Herta Müller wurde bekannt; bekannt als eine Schriftstellerin, die polarisiert, die Gräben aufreißt und die Menschen gegeneinander aufbringt.
Heute, 25 Jahre nach dem Erscheinen ihres Pamphlets gegen die deutschen Landsleute, ist der erhobene Vorwurf, die Vereinnahmung und Instrumentalisierung durch Dritte voll akzeptiert zu haben, ohne sich je von der verhängnisvollen Botschaft der Hetze und Spaltung zu distanzieren, immer noch legitim.
Sie hat die öffentlichen Preisgelder in nicht unerheblicher Höhe genutzt, um weiter zu denunzieren und zu trennen, statt zu versöhnen.
Dieses negative Prinzip sanktioniert und sogar noch prämiert zu haben, ist der große politische Fehler gerade der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Es wird auch noch zu überprüfen sein, ob bestimmte Meriten nicht durch das Verschweigen erheblicher Tatsachen erschlichen wurden. Sollte dies der Fall sein, sollte Herta Müller etwa eine langjährige Mitgliedschaft in der Rumänischen Kommunistischen Partei verschwiegen haben, dann hat die Autorin jede politische und moralische Integrität eingebüßt – und ist als öffentliche Respektsperson und als Kandidatin der Bundesrepublik Deutschland für den Literatur-Nobelpreis nicht mehr tragbar.
Ablenkungsmanöver nach Art der Securitate:
Mit der immer wieder ins Rampenlicht gerückten „Securitate“- Thematik lenkt Herta Müller gezielt vom eigentlichen Konflikt ab, nämlich von der Auseinandersetzung des rumänischen Staatsbürgers ganz gleich welcher Nationalität mit den politisch Verantwortlichen in der autoritären, später sogar totalitären „sozialistischen Republik, namentlich mit der einzigen Partei im Land, mit der Rumänischen Kommunistischen Partei.
Das sie – und nur sie – der Grund allen Übels ist in Rumänien seit 1945 erfährt man nirgendwo in Herta Müllers Werk.
Sie fokussiert immer nur auf die Exekutive, auf die Securitate, weniger auf die genauso verbrecherische „Polizei“, dort „Militz“ genannt, auf die Justiz oder gar auf die Legislative, sprich auf die RKP.
Auf die Aufarbeitung und Bewältigung der nationalsozialistischen Vergangenheit bezogen würde das bedeuten, die ideologische, weltanschauliche Struktur des ganzen Unheils, die NSDAP würde verschont bleiben, während das Interesse der Forschung sich lediglich auf die Vergehen und Verbrechen der „Gestapo“ oder der „SS“ konzentrierte. Eine groteske Vorstellung. Doch in der anderen Diskussion wird das bisher so gehandhabt und auch akzeptiert.
Sie lenkt die Scharmützel der Auseinandersetzung in ihren literarischen Werken bewusst auf einen „Nebenkriegsschauplatz“, möglicherweise um die eigene mehr oder weniger direkte und substanzielle Verstrickung in die später von den Rumänen selbst als „illegale und verbrecherische“ Organisation eingestufte „RKP“ zu verschleiern.
Soll der „freiwillige“ Pakt mit dem Teufel soll verschwiegen werden?
Ein realsozialistisches Vorgehen auch hier! Die Kommunisten des Ostblocks waren wahre Meister darin, Potjomkinsche Fassaden zu errichten und die Täuschung zum Weltprinzip zu erheben. Einige Schriftsteller, ferne Nepoten des Fürsten Potjomkin, folgten dieser Methode gerne und dehnten die Täuschung auf alles aus, was zum literarischen Sujet erhoben wurde, in einer verhängnisvollen „Vermengung und Vermischung von Wahrheit und Lüge“. Jetzt wird es langsam Zeit, die Schleier der Maja zu lüften und den Dingen auf den Grund zu gehen, die Phänomene röntgenhaft zu durchleuchten, sie differenziert anzusprechen und die Lügen zu entlarven – aus Liebe zu den reinen Tatsachen … und zur nackten Wahrheit!”
Zum Nachdenken für aufrechte Banater Schwaben gedacht.
Carl Gibson
Anonymous: Herr Gibson hat versucht, Müller zu verfemen als eine Nestbeschmutzerin. Ganz so oberflächlich sollte man diese Literatur jedoch nicht interpretieren.
Nichts für ungut Anonymous, aber das Prädikat “Nestbeschmutzerin” hatte Herta Müller lange bevor Carl Gibson sich überhaupt mit ihrer Person beschäftigt hat.
Hans
Kulturradio rbb hat (bereits im Herbst vergangenen Jahres) eine Besprechung von Herta Müllers “Niederungen” veröffentlicht:
http://www.kulturradio.de/rezensionen/buch/2009/herta_mueller__niederungen.html
Frank Dietschreit las und interpretierte die Erzählungen offenbar ganz anders als Herr Gibson, eben nicht als “Hass-Ejakulat” der Banaterin, nicht als üble Verunglimpfung ihrer Landsleute. So ist auch eine andere Lesart möglich. Ich zitiere aus der Besprechung:
“Die Erzählungen spielen in einem zeitlosen Irgendwo, nämlich irgendwo bei den Banater Schwaben, die vor Jahrhunderten aus Deutschland eingewandert sind und versuchen, ihre Kultur und Identität zu bewahren. Aber gerade, dass Herta Müller aus der Perspektive eines Kindes das einfache, fast archaisch anmutende, zutiefst traditionelle Leben der Banater Schwaben in ihren Dörfern schildert, muss den Zensoren subversiv vorgekommen sein. Sie haben hinter jeder naiven Beschreibung der ärmlichen bäuerlichen Zustände Kritik am Sozialismus, hinter jedem poetischen Wort politischen Widerstand gewittert. Und letztlich hatten sie damit natürlich recht: Denn Herta Müller war und ist eine Autorin, die sich jeder Ideologie und Propaganda, jeder Bevormundung und Weltbeglückung entzieht: und Individualismus ist wohl das Schlimmste, was einer Diktatur passieren kann.”
Weiterhin schreibt Dietschreit:
“Alles dreht sich um die weitläufige dörfliche Familie der Erzählerin, um Mutter und Vater, Großmutter und Großvater, Tante und Onkel, Cousins und Cousinen, alle treffen sich ständig bei Erntedankfesten und Tanzvergnügungen, sie arbeiten gemeinsam auf den kärglichen Feldern, sie misstrauen den zwangsweise eingeführten Kollektiven, für sie gibt es nicht das Haus des “Volksrates”, sondern nur das „Gemeindehaus“, nicht die “Konsumgenossenschaft”, sondern nur das “Geschäft”. Die Erwachsenen ersaufen ihren Frust im Alkohol, die Kinder spielen im Heu, nichts ändert sich, das Leben schleppt sich träge dahin, der Unterschied besteht nur manchmal darin, dass die glühende Hitze alles in Staub und Verwesung verwandelt und manchmal der wochenlange Regen alles in Matsch und Modder ertrinken lässt. Herta Müller beschreibt die Geburten und Beerdigungen, die Schläge der Eltern, die langsam an Kindermangel zugrunde gehenden Schulen. Sie beschreibt den bleiernen Stillstand, den Untergang einer Kultur und das langsame Absterben der deutschen Sprache in einer fremden, feindlichen Umgebung.”
Herr Gibson hat versucht, Müller zu verfemen als eine Nestbeschmutzerin. Ganz so oberflächlich sollte man diese Literatur jedoch nicht interpretieren.
Ihre Haltung in diesem konkretem Fall empfinde ich als arrogant, nicht Sie als Person. Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Dieses Gespräch war im Übrigen keine Informationssendung. Bei Herta Müllers Aussagen handelte es sich meines Erachtens vorwiegend um subjektive Auffassungen und Einschätzungen der Schriftstellerin, die anders einzustufen sind als reine Informationen. Es war keine Dokumentationssendung. “Zielgruppe Westler” ist ja wohl eine platte Verallgemeinerung. Sind für Sie die “Westler” eine homogene Masse? Sind Sie demnach eine “Ostlerin”?
Liebe Katharina,
ich habe Niederungen gelesen,
konnte mir aber kein allgemeines Bild über die Leute aus dem Banat machen.
Dann aber… habe ich Banater-Blog entdeckt.
Ob manche Kommentare hier einen besseres Licht über die Leute aus dem Banat werfen?
Dass hier ist kein Roman und keine Fiktion, sondern eine frei geführte Diskussion (hoffe von erwachsene Menschen), im Ernst, finden Sie hier alles sachlich und zeitgemäß?
Bzw. ohne Neid ohne Verbitterung?
Grüsse eine mit-Leserin
Für Sie mag ich arrogant sein.
Eine mit diskriminierendem Unterton.
Eine vom Männercafe.
Es ist aber meine Meinung.
Gerade weil man als Zielgruppe die Westler hat, sollte man sich zumindest bemühen, diese Gruppe auch richtig zu informieren.
Aber gut, Anonymous, ich danke Ihnen trotzdem für Ihre Meinung.
Denn um verschiedene Meinungen geht es uns ja.
Ihren Kommentar finde ich völlig überzogen, Katharina. Sie mögen sich moralisch überlegen fühlen gegenüber dieser ach so dekadenten Wohlstandsgesellschaft. Doch Ihre Abqualifizierung der ORF-Kulturredakteurin beruht auf Unkenntnis der Person. Sie unterstellen nur, dass diese “zwischen Fitness-Studio und Sonnenbank mal ein Buch von Herta erwischt”. Kennen Sie die Dame persönlich und ihre professionelle Einstellung? Was Ihnen scheinbar nicht in den Sinn kommt: Dieses Gespräch hat eine Zielgruppe. Sie, Katharina, gehören nicht dazu, sofern Sie den Anspruch haben, dass Sie auf der Grundlage Ihrer banatspezifischen Lebenserfahrungen bereichernde Erkenntnisse aus dieser Sendung gewinnen wollen. Sie kritisieren aus einer arroganten Haltung heraus. Man kann auch in dieser Gesellschaftsform sich eine sozialkritische Denkweise erhalten. Nicht alle hierzulande, ob in Österreich, Deutschland etc. sind vom Konsum korrumpiert.
Eine Marginalie: Stammte Ihre Bemerkung “…steht auch wie die Kuh vor dem neuen Tor da.” von einem aus dem “Männercafé”, so hätten Sie womöglich einen diskriminierenden Unterton herausgelesen.
Klar, gibt es noch eine deutsche Minderheit in Rumänien. Die deutschen Schulklassen sind auch nicht ausschließlich von rumänischen- oder Romakinder besetzt.
Aber sie sind rumänische Staatsbürger und es ist Zeit, dass Rumänien für seine Bürger sorgt.
Sich aushalten lassen und Sonderwünsche hegen, dürfte langsam aufhören.
Ich verstehe auch den deutschen Staat nicht.
Früher hat er den Kommunisten das viele Geld in den Rachen geworfen und wir alle hatten nichts davon.
Und jetzt spielt er weiter den gütigen Paten, der Geschenke macht. Aber wer profitiert wirklich?
Nichts Neues auch diesmal von unserer Nobelpreisträgerin.
Und die Fragestellerin aus ihrer übersatten, überbeschützten Welt gekrochen stellt auch die üblichen Fragen. Was sonst?
Das Banat ist in Schulbüchern genauso “exotisch” wie die Mojave-Wüste, vielleicht sogar noch mehr…
Wer in seinem ultrabequemen Sessel zwischen Fitness-Studio und Sonnenbank mal ein Buch von Herta erwischt, und vorher die ganze Werbung um sie schon gegessen hat, steht auch wie die Kuh vor dem neuen Tor da.
Man kann ( aber sollte es nicht) Hertas Bücher auch ohne Geschichtskenntnisse lesen.
Was man dann begreift?
Nichts, was wir Banater uns von der Welt wünschen.
Dass man unsere Welt begreift, wie sie war.
Die Provinzialität und den Charme gleichermaßen.
Die Widrigkeiten (dem Regime zu verdanken z.B.)
und auch ein gewisses Glück anderseits.
Wenn wir nicht genau begreifen, bleiben wir am Schluß nur mit Hertas Worten, wonach die Auswanderung keine Katastrofe war, es war halt so.
Und wenn es halt so war, lehnt Euch bitte schön zurück, dankt dem Herrgott, dass ihr im Westen lebt.
Das Banat?
War das nun Wirklichkeit oder Fiktion?
Lebten dort wirklich Menschen oder waren das vielleicht nur Teletubbies?
Ist das noch wichtig?
Man will wieder Geld für die deutsche Minderheit geben…
Das kommt davon, dass man zu oft auf der Sonnenbank war, statt sich mal eine Brille zu besorgen, die ausnahmsweise die Wirklichkeit mal nicht in pink zeigt.
http://oe1.orf.at/programm/201001283701.html .
Heute um 21 Uhr ein Interview mit Herta Müller via Webradio. Siehe oben.
“Nie im Traum hätte ich das früher Gedacht, dass die Banater Schwowe sich so zerreisen werden in DEITSCHLAND !!”
…sagt der Polkadtänker und glaubt wohl immer noch, im Banat hätten sich die Schwowe ganz lieb gehabt und gar nicht zerissen, und immer fröhlich getanzt und die Banater Niederungen gibt es erst, seit HM ein Buch mit diesem Titel geschrieben hat, die Böse!…
Die Beerdigung kommt.
Macht Euch keine Illusionen.
Knobler………….schöne Geschichte gut das ich nicht dabei bin….Lach
Alleine, kann man nichts erreichen Katherina!
Herta ist ja schon eine Heilige …….Hat man im Banat gsat.
Ich glaube aber der Herta Müller und ihrer Securitate vergangenheit………Obwohl sie mit Lügen bestückt ist. Des gute Mädel hat jo nicht gewust, das wir ihr so genau auf die Finger schauen……………….
Denn eins ist auch klar……Wo kein Rauch, auch kein Feuer. Nie im Traum hätte ich das früher Gedacht, dass die Banater Schwowe sich so zerreisen werden in DEITSCHLAND !!
Vielleicht ist es auch nur, dass letzte Aufbäumen vor der Beertigung……Amen
Wer immer hier sein Spiel treibt, eines sollt Ihr wissen, Gibson wird nicht viel erreichen. Nicht in nächster Zukunft.
Er würde auch mitteilen, wenn es nichts mitzuteilen gibt…..
Albernes Spielchen, “Anonymous”.
Ob Herr Gibson auf meine berechtigte Frage antwortet gibt oder nicht, ist letztlich seine freie Entscheidung. Es ist völlig unerheblich, wer der Fragesteller ist. Freilich ist davon auszugehen, dass er hier schon mitteilen würde, wenn es nennenswerte Veröffentlichungen geben sollte.
Ja ich bin Joachim.
Keineswegs, Katharina. Weshalb nur wollen Sie mein Interesse derart missverstehen? Interessiert es Sie etwa nicht, ob die Presse Herrn Gibsons Brief weiter verbreitet?
Sind Sie Joachim?
Phantasien haben manche Leute!
In der Diktion erinnert Knobler sehr stark an Carl Gibson: Dreck, sich im Schlamm suhlen etc.
Im Geiste zumindest ist dies meines Erachtens der Magister. Und um beleidigen zu dürfen, wird die nicht sehr tapfere “Hintertür” konstruiert. Hoffentlich hat der Kraftausdruck nicht das Eheverhältnis belastet?
Meine Frage rechtfertigt diese ideosynkratischen Reaktionen von Hans, Katharina und Knobler (Gibson?) in keiner Weise.
Als ich vor kurzem, spät Abend´s wieder einmal den banatblog studierte, hatte ich nachts einen Traum.
Aus dem mit Nebel verhangenen Wald kam eine anonyme Gestallt zwischen den Bäumen hervor. Beim näherkommen entpuppte sich das Wesen als ein Borstenvieh, das sich zu einer mit Schlamm gefüllten Kuhle bewegte, um sich drin zu suhlen. Dabei wurde Carl Gibson, der Gedanken verloren des Weges kam, mit Dreck bespritzt. Es war ein wohliges Grunzen des sich suhlenden Anonymous zu vernehmen.
Leider war der Traum für mich zu Ende, weil mir meine Frau in die Rippen stieß, und sagte: “Hoffentlich meinst du mit Drecksau nicht mich.“ Ich hatte wohl im Traum gesprochen.
Katharina, bitte denken Sie nach: Herr Gibson hat in diesem Forum seinen Brief publik gemacht und verkündet, diesen an viele Medien versendet zu haben. Das war vergangene Woche. Es handelt sich daher keineswegs um ein “Montags-Ritual”, wenn man gerne erfahren möchte, was aus der Aktion geworden ist? Wirkt sie, ist sie verpufft? Wieso wittern Sie – wie Hans – einen “Angriff”? Es ist nicht mehr als ein berechtigtes Interesse an einer Auskunft.
Montag und immer die gleiche Tour.
Die Welt ist bunt und nicht grau (wie das Wetter hier bei uns), also, warum immer Gibson?
Hans, Sie verkennen mein tatsächliches Interesse. Dies verstehen auch nur Sie als Provokation. Herr Gibson hat seinen offenen Brief breit gestreut, so dass die Frage doch völlig legitim ist, ob die Presse reagiert oder ignoriert.
Andere Frage: Wieso ergreifen Sie, Hans, so reflexartig Partei für Herrn Gibson, dass Sie nicht bemerken, ob ein echtes Interesse oder eine Provokation das Motiv der Frage ist? Sind Sie zum “Personenschutz” verpflichtet?
Gibson fällt sicher drauf rein.
Er wollte sich hier im Forum doch zurückziehen. Lang hat er das nicht ausgehalten. Aber man braucht ihn sicherlich nicht zu locken. Er braucht das zu seiner Selbstdarstellung und seines krankhaften Egos….
Ohne Hetzerei hält er es nicht aus.
Wurde eigentlich Carl Gibsons offener Brief bislang bereits in der Presse rezipiert (veröffentlicht, zitiert, kommentiert etc.)?
Von Anonymous in Jan 25, 2010 – 11:01
Es ist Dir wohl langweilig ohne Carl Gibson, ansonsten gäbe es doch keinen Grund ihn zu provozieren und aus der Reserve zu locken. Hoffentlich fällt er nicht wieder drauf rein. Das nur zu seinem Besten.
Hans
Wurde eigentlich Carl Gibsons offener Brief bislang bereits in der Presse rezipiert (veröffentlicht, zitiert, kommentiert etc.)?
das war ich, alma.
Lemminge/Wühlmäuse. “In ter Erd wuhle” nannten unsere Alten ihre landwirtschaftliche Tätigkeit. Als sie damals die Sumpflandschaft in ein fruchtbares Land verwandelten, haben sie das Goldene Kalb wohl gefunden und ausgegraben. Das Gold glänzte aber zu hell und das zog Neider an.
So sind sie gekommen:
http://www.birda.de/images/Die-Einwanderung-der-Schwaben-2.JPG
…und ein Künstler wird vielleicht mal ein Bild, das den Rückweg darstellt, in demselben Format malen und es unter dem von Stefan Jäger hängen. Damit unsere Geschichte einen eingerahmten Anfang und ein eingerahmtes Ende hat.
genau, du sagst es, wir waren doch alle nur lemminge die des goldene kalb gsucht ham un nit gfun
aha, meenscht de vun dere secu han sich mit de “Nachtschwärmer” ufghol?
Ich meen jo aa nor, de Millersch Herta un de Schriftsteller ware net allaa. Do ware vieli annri unner dere Lupe!
Un de Millersch han jo aa nor gemeckert, vun “Widerstand” hat mer damals nix gsehn.
Awer warum bischt eigentlich herkum, wennscht alles ghabt hascht? Nor so, als “Lemming”, den annri Leit nogelaaf?
ich mog mich mol zu dem thema herta müller äussern
wenn me iwer sie sowiel schreibt hebt ne se uf a ebene wu se gor nit hingehrt. ich bin a temeschworer 61 johrgang, mir sin ende 70ger anfang de 80ger nächtelang durch temeschwor gezohgen, mir sin nit enmol wun irgendwelchi milize oder securitateleute kontrolliert wor.
mir hun deitsche schule ghabt, mir hun unse schwowisches brauchtum pflegen derfe, also was will me mehr. un uf deitschlad sin me doch alli freiwillich kumm, ob mit kopfgeld ode ohni?
Getkiss, wenn man dort erscheint, ist man ja nicht mehr anonym!
Und in München tanzen sich andere die Füße wund.
Weil es immer eine Alternative gibt!
Von Katharina in Jan 24, 2010 – 02:12
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Und wo wart ihr, denn außer Ingemar, Anneliese, Erich und Vetter Michl sah ich niemanden am Blog-Tisch.
Oder habt es vorgezogen Anonym an einem anderen Tisch zu sitzen?
Samstagnacht im Männercafé.
Wieso steigt Frau Müller nicht in unsere Niederungen herab?
Wieso ist Gibson immer dagegen?
Und in München tanzen sich andere die Füße wund.
Weil es immer eine Alternative gibt!
Hallo Hans,
da wird Gibson aber entschieden dagegen sein !
Kommentare:
© Dabei blieb die Aktion ohne Resonanz, die Literaten ohne Leser, mit einem mehr als fragwürdigen Schutzengel. Die Kommunikation mit der Gruppe, die sie vertreten wollten, blieb auf der Strecke.
Wollten sie überhaupt diese Gruppe vertreten? Haben sie sich tatsächlich für die Banater Schwaben eingesetzt? Das wage ich nicht nur zu bezweifeln. Ich behaupte genau das Gegenteil. Siehe Niederungen.
© Denn während die Einen stückweise wie Vieh verkauft wurden, an der Grenze beim Fluchtversuch erschossen wurden, oder in der Donau ertrunken sind, wurden die unliebsam gewordenen Literaten einfach verstoßen.
Das war das größte Privileg. Großherzig haben sie dieses Privileg genutzt und angenommen, ohne Kopfgeld und ohne ihr Leben aufs Spiel zu setzen, das Land verlassen zu dürfen.
© Aber man ging nicht ins Exil, sondern kehrte in die Sprachheimat zurück.
Das ist der springende Punkt: alle sind als Aussiedler im Sinne der Familienzusammenführung gekommen. Niemand hat politisches Asyl beantragt, wie das bei Dissidenten der Fall gewesen wäre.
© Hier sind gegenseitig Mauern errichtet worden, über die man sich gegenseitig argwöhnisch beäugt. Mauern die keine sind. Denn man ging letztendlich den gleichen Weg.
Wie wahr! Aber wer hat die Mauern errichtet? Und wer will sie partout nicht niederreißen? Wer ist da auf ständigem Kriegsfuß mit seinen Landsleuten? Die ewig Privilegierten.
© Wie wäre es, wenn wir – über alle persönlichen Eitelkeiten hinweg – einen letzten großen Schwanengesang anstimmen würden? Ein letzter Dienst zur Abrundung unserer gemeinsamen Geschichte. Dies wäre die schönste Antwort der Banater Schwaben auf die Verleihung des Nobelpreises an Herta Müller. Denn ihre Ängste waren auch unsere Ängste, ihr Leid war auch unser Leid. Und endlich wird eine Stimme aus dem Banat im Chor der Völker gehört. Wenigstens eine.
Schöner kann man es nicht sagen. Tragisch ist nur, dass SIE es nie zugeben würde, dass ihre Ängste auch unsere Ängste waren, ihr Leid auch unser Leid. Sie sitzt in ihrem Eifelturm hoch oben und ist so realitätsfremd geworden, dass es ihr gar nicht durch den Sinn geht, dass auch andere das gleiche Los oder ein gar noch schlimmeres Los hatten wie das ihrige.
Hans Hausenstein-Burger schreibt in Bezug auf die IKGS-Tagung in München in der Banater Post Nr. 2/ 2010 (Auszüge):
Man verließ die Tagung mit einem flauen Gefühl im Magen. Die persönlichen Entrüstungen sind berechtigt, das Überwachungssystem hat tiefe Wunden geschlagen. Familien sind entzweit, Freundschaften zerfielen, Verdächtigungen werden weiterleben. Doch standen die verletzten Egos der Literaten stets im Vordergrund. Auch wenn die oppositionellen-individuellen Leistungen unbestritten bleiben, so reichte deren Tragweite kaum über den Horizont der engen Freundesgruppe hinaus. Und auch diese kleine Oppositionsgruppe ist letztlich den gleichen Weg gegangen, den alle Banater Schwaben gegangen sind: den Weg in den Westen.
Während das Gros der Banater Schwaben fluchtartig ihre angestammte Heimat verließ und dabei unermessliche Kopfprämien bezahlte, strebte die Aktionsgruppe danach, ein im Kern morbides, korruptes System zu reformieren. Letztlich auch eine Flucht, eine Flucht in den Elfenbeinturm, in die innere Emigration. Dabei blieb die Aktion ohne Resonanz, die Literaten ohne Leser, mit einem mehr als fragwürdigen Schutzengel. Die Kommunikation mit der Gruppe, die sie vertreten wollten, blieb auf der Strecke.
Denn während die Einen stückweise wie Vieh verkauft wurden, an der Grenze beim Fluchtversuch erschossen wurden, oder in der Donau ertrunken sind, wurden die unliebsam gewordenen Literaten einfach verstoßen. Wer will die Leiden der Einen gegen die Ängste und Nöte der Anderen aufrechnen. Hier sind gegenseitig Mauern errichtet worden, über die man sich gegenseitig argwöhnisch beäugt. Mauern die keine sind. Denn man ging letztendlich den gleichen Weg.
Auch die Ankunft in Deutschland war ähnlich ernüchternd. Mit dem Unterschied, dass die Einen sich in dem von „ewig Gestrigen“ vorbelasteten Haus behaglich niederließen, und die Anderen die dargebotenen Annehmlichkeiten nur widerwillig – unter Protest – annahmen. Aber man ging nicht ins Exil, sondern kehrte in die Sprachheimat zurück.
Nunmehr gehen wir unsere Wege zur persönlichen Verwirklichung in Freiheit und in relativ gesicherten Rahmenbedingungen. Jeder muss auch mit „seinen“ persönlichen Belastungen leben, die wir einfach mittragen werden. Als Gruppe haben wir die mühsam erkämpften Rechte und Vergünstigungen angenommen. Können wir nicht als Gruppe gemeinsam weitergehen? Allgemeine Verdächtigungen und Vorwürfe – wie sie leider gerade im Zuge der geschichtlichen Aufarbeitung der Securitate-Akten aufkommen – können niemals auf die Gruppe sondern höchstens gegen Einzelpersonen gerichtet werden. Auch muss man dann Ross und Reiter nennen.
Wie wäre es, wenn wir – über alle persönlichen Eitelkeiten hinweg – einen letzten großen Schwanengesang anstimmen würden? Ein letzter Dienst zur Abrundung unserer gemeinsamen Geschichte. Dies wäre die schönste Antwort der Banater Schwaben auf die Verleihung des Nobelpreises an Herta Müller. Denn ihre Ängste waren auch unsere Ängste, ihr Leid war auch unser Leid. Und endlich wird eine Stimme aus dem Banat im Chor der Völker gehört. Wenigstens eine.
Eine ausgezeichnete und ausgeglichene Betrachtung unserer “Endzeit”-Situation, Herta Müllers Literatur und was wäre zu tun:
“Einsetzender Schwanengesang”
von Hans Hausenstein-Burger, München
in der Banater Post Nr.2/20.01.2010, Seite 7
Gibson schrieb:
“Schon gar nicht, wenn wir die oben zitierten Worte beherzigen würden, indem wir “schweigen”.
Dann wäre dieser offene Ort hier tot.
Dann würde die Lüge sich weiter breit machen,
an der wir heute alle kranken.
Dann würden Wahrheiten für immer verborgen bleiben.”
Und die Lügen würden sich nicht weiterverbreiten !!!!!
Gibson: “Ich bin jederzeit bereit, vorurteilslos über alles differenziert zu diskutieren. Das geht leider an dieser Stelle nicht.” – An welcher Stelle? Meinen Sie (inhaltlich thematisch) “Rechthaberei”, oder meinen Sie (virtuell örtlich) den banatblog?
Sehr geehrter Herr Horst,
über die Existenz oder Nichtexistenz Gottes kann ich keine Aussage machen.
Jeder muss das für sich entscheiden: Einstein wie Gagarin.
Aus der Sicht des unzulänglichen Menschen ist Gott eine Notwendigkeit.
Darüber ( psychologischer Gottesbeweis) habe ich in der “Symphonie” geschrieben.
Wer in höchster Not in einer engen Zelle sitzt, vom Damokles-Schwert bedroht,
und jederzeit zur Exekution abgeholt werden kann, denkt anders über Gott nach als ein abgelenkter, gesunder Wohlstandsbürger.
Wir müssen die existetielle Situation beachten.
Denker, Theologen, Psychologen etc. können nur theoretische Hilfestellungen geben.
Zur Unfehlbarkeit des Papstes (auch in dogmatischen Fragen) – wie oft hat ein Papst die Unfehlbarkeiten seiner Vorgänger korrigieren müssen?
Zu meiner “Rechthaberei” – was apodiktisch erscheinen mag, ist oft nur das konsequente Festhalten an einer Position, die man als Kämpfer für Ideen und Ideale aufrecht erhalten muss.
Ich bin jederzeit bereit, vorurteilslos über alles differenziert zu diskutieren. Das geht leider an dieser Stelle nicht.
Schon gar nicht, wenn wir die oben zitierten Worte beherzigen würden, indem wir “schweigen”.
Dann wäre dieser offene Ort hier tot.
Dann würde die Lüge sich weiter breit machen,
an der wir heute alle kranken.
Dann würden Wahrheiten für immer verborgen bleiben.
Carl Gibson
Sehr geehrter Herr Gibson,
danke für Ihre Reaktion auf meinen Beitrag. Ich finde es gut, wenn man versucht sich auch mal über Inhaltliches auszutauschen. Ich sagte ja: “Gott gibt es nicht”. Das ist meine Meinung und ich habe auch nicht versucht dies nachträglich als Scherz abzutun. Nun zu dem was Sie gesagt haben: “Wer solche Aussagen öffentlich trifft, greift unmittelbar in die Existenz tief religöser Menschen ein und erschüttert diese.” Am Inhalt dieses Satz habe ich nichts auszusetze. Es stimmt was Sie sagen. Analog dazu kann ich aber behaupten, dass der ausdrückliche Hinweis auf die Existenz Gottes, die Negierung jedwelcher Alternative zu einer schöpferischen Kraft, unmittelbar in die Existenz tief aufgeklärter Menschen eingreift und ihren Glauben an die Natur und die Evolutionstheorie in tief mittelalterlicher Manier an den Pranger stellt. Herr Gibson, Sie haben Freunde in der Kirche, ich im Max-Planck-Institut.
Zu Ihrem Hinweis auf Heidegger: In seiner Abhandlung über Nietzsche vertritt Heidegger keine universell gültige These sonder seine eigene Meinung. Diese können Sie oder ich akzeptieren und als überzeugend ansehen oder nicht. Übrigens habe ich mich nie Nietzsche angeschlossen und behauptet Gott sei tot. Von dahin treffen Heideggers Thesen auf mich gar nicht zu.
Herr Gibson, im Grunde sind sie ein sympatischer Zeitgenosse. Was mich allerdings ein kleinwenig an Ihnen stört, ist dieses notorisch rechthaberische. Entschuldigen sie bitte meine Ehrlichkeit.
Wenn wir schon beim rechthaberischen sind, haben sie sich wegen der Unfehlbarkeit des Papstes kundig gemacht?
Wenn ein Gottesvertreter hier auf Erden solches frech von der Kanzel verkündet …
“Einem gottlobenden Soldaten kann man guten Gewissens die Verantwortung über Leben und Tod anderer übertragen, weil sie bei ihm gleichsam von der Heiligkeit Gottes abgesegnet sind.”
… muss man nicht verstummen, sondern den Gott so verhöhnenden Kriegstreiber auf der Kanzel Kriegstreiber nennen.
Wer Feldpostbriefe mit Gefallenen-Meldung beweint – in den USA gab es deretwegen einen Skandal, weil die maschinell unterschrieben wurden – wurde so belogen und betrogen – oder er oder sie hat nie etwas gesagt …
Nur Mut …
Früh am Morgen mit Worten, die mir nicht gehören…
Es ist schon manchmal schwer, nicht zu entgleisen:
Die klügste Art zu reden bleibt doch stumm.
Mascha Kaléko
Ja, das Mädchen aus der Provinz ( kann jeder auslegen, wie er will) traut sich in den Club der Gschtudierten und wird manchmal auch wahrgenommen.
So sitzt es in seiner Ecke und schaut verwundert wie die Literaten, Philosophen, Psychologen, Ingenieure und andere sich streiten.
Ab und zu wirft sie auch ihre Meinung rein.
Was soll`s.
Es ist immer dasselbe.
Aber hallo! Hätte nicht gedacht, dass Katharina dem Superintellektuellen Gibson auf solch impeccable Art die Leviten liest! Bravo! Da ist Leben drin in diesen Sätzen. Und Ehrlichkeit. Im Gegensatz zu den leblosen Hohlfloskeln Gibsons. So empfinde ich das wenigstens. Danke Katharina!
Natürlich Papst.
Wenn ich den Text sende, kann ich ihn nicht mehr korrigieren.
Gott gibt es nicht.
Das ist eine Meinung. Und da wir in einem freien Land leben, sollte man auch seine Meinung frei sagen dürfen.
Jeder darf an das glauben, was er möchte.
Also zeigen wir auch Verständnis für Meinungen, die unserer Meinung widersprechen.
Wenn ich den ganzen Tag mit meinem angeblichen Katholizismus angebe und ständig von Gott rede, den Pabst hochlobe, aber eigentlich nicht imstande bin, meinen Nächsten zu respektieren, dann ist doch mein vielgepriesener Glaube wertlos.
Glaube als Alibi?
Was sind tiefreligiöse Menschen?
Wenn sie so religiös sind, werden sie doch Verständnis für den anderen aufbringen.
Selbst der Pabst nimmt den Glauben, wie es ihm oder anderen behagt.
Denn sonst würde er sehr bescheiden leben und so ein Mist, dass er Vertreter Gottes auf Erden ist, nicht vezapfen.
Gott ist überall. Er weiß alles und ist allmächtig.
Wozu dann ein Vertreter?
Das ist doch alles vom Erdenvolk geschrieben und für die verblödeten Massen gedacht.
Genauso wie die Beichte bei den Katholiken.
“Gott gibt es nicht.”
Wer solche Aussagen öffentlich trifft, greift unmittelbar in die Existenz tief religöser Menschen ein und erschüttert diese.
Dies nachträglich als “Scherz” abzutun ist recht unverantwortlich. Ich habe deshalb lierarisch-philosophisch reagiert, um die Situation zu entschärfen. Das haben Sie wohl nicht so verstanden, Herr Horst … auch mit meinem Hinweis auf Heidegger, der in seiner Abhandlung das Nietzsche Wort interpretiert und darlegt, dass Gott nicht “an sich tot ist” sondern nur “für mich”.
Darüber sollten Sie einmal nachdenken.
Solches Wissen kann man sich nur schlecht über Wikipedia anlesen.
Carl Gibson
Er ist halt nur ein Trittbrettfahrer !
Herr Horst,
ich habe mein gesamtes Kapital investiert, um die “Symphonie der Freiheit” zu verfassen.
Die Hälfte der Schrift liegt vor.
Ich habe in eine Idee investiert, nachdem ich 25 Jahre darüber nachgedacht habe,
ob ich die Materie dokumentieren soll oder nicht.
Mit meinem Buch ist kein Geld zu verdienen.
Das stand von Anfang an fest.
Wenn Sie Sich das Buch ansehen und seine Konzeption nachvollziehen, dann werden Sie die Grenzen seiner Verbreitung erkennen.
Es wurde geschrieben, um Realitäten festzuhalten.
Dass ich die Materie Aktionsgruppe Banat, Herta Müller etc. peripher tangieren musste und nicht einfach weglassen konnte, lag im Wesen der Sache.
Bd. 2, der bereits Juli/August 2008 folgen sollte, habe ich zurüchgehalten, um in bestimmten Sachen richtig zu liegen, obwohl das MS fertig war.
Dann kam das Nachspiel – das alles, was ich oben erwähnte, war nicht vorgesehen.
Geld verdiene ich nicht mit diesen Dingen. Und schon aus gesundheitlichen Gründen wünschte ich, alles wäre längst vorbei.
Mit dem “heißen Herbst”, mit Enthüllungen und Denunziationen a la Herta Müller und Richard Wagner habe ich nichts zu tun.
Nichts wäre mir lieber, als mich aus dieser Debatte zurückziehen zu können. Aber Sie sehen selbst, sie eskaliert,
weil die Wahrheit noch nicht auf dem Tisch ist.
Outen Sie Sich!
Gehen Sie meinen Weg weiter!
Stellen Sie meine Fragen, die berechtigt sind.
Dann ziehe ich mich gerne zurück!
Sie haben auf Humor gesetzt, Herr Horst!
Weil ich Humor habe, habe ich ihn erwidert!
Aber nachdem Sie mir soviel öffentlich vorgeworfen haben, dürfen Sie nicht gleich böse werden, wenn ich pariere.
Kämpfen wir ritterlich, wenn Sie das wollen!
Aber beschimpfen Sie mich nicht.
Wenn Sie meine Integrität bezweifeln oder meine Taten, dann agieren Sie offen und legen Sie Beweise vor, die Ihr Tun rechtfertigen.
Lesen Sie die Materie nach, dann shen wir weiter.
Carl Gibson
Herr Gibson,
sollten Sie irgenwelches Kapital aus dieser ganzen Sache schlagen, spenden sie es einfach und veröffentlichen die Spendenquittung auf Ihrer Homepage. Wenn sie sich anschließend auch noch in Ihren Instituts- und Praxisalltag zurückziehen und die Öffentlichkeit verlassen, dann sind sie für mich glaubwürdig und nicht solange sie das Rampenlichst suchen und hoffen, einige Krumen von großen Kuchen abzubekommen.
“Ok, Supersvabo, ich versuche es nochmal: Richard Wagner erteilt Herta Müller einen Persilschein um ins Gespräch zu kommen. Daraufhin erhält Herta Müller eine positive Presse. Plötzlich erinnern sich weitere Herren in der Aktionsgruppe Banat aktiv gewesen zu sein und melden sich auch zu Wort. So, daraufhin schalten sich mehr Journalisten ein, die müssen ihre Seiten auch mit etwas füllen und veröffentlichen Artikel über oder Interviews mit den Akteuren. Die Akteure verdienen mit Interviews, Lesungen und Konferenzen Geld. Mit der Dissidentennummer fährt man immer gut, denken sich die Akteure, und bringen auch dieses Thema ins Gespräch.
Jetzt sitzt aber in Bad Mergentheim ein Philosoph, Sachbuchautor, Journalist, ehemaliger Bürgerrechler, Dissident, Literaturwissenschaftler und Institutsdirektor, beteibt eine philosophische Praxis und denkt sich: “Wieso schaffen es die und nicht ich?”. Schwupps, klinkt sich Carl Gibson in die Debatte ein. Verstehen Sie doch, Supersvabo, hier geht es um das Geld, das Prestige und die Aufmerksamkeit. Alle in dieser Posse sind berechnend und hoffen auch auf ihrem Konto was zusammenrechnen zu können. Alle wollen Bücher veröffentlichen, in die Presse, Aufmerksamkeit. Warum will Carl Gibson gerade jetzt ein neues Buch veröffentlichen? Warum wendet sich Gibson gerade jetzt an die Presse? Es kalkuliert, schätzt ab und hofft den richtigen Moment erwischt zu haben. Diese berechnende Haltung macht ihn in meinen Augen unglaubwürdig.
Von Horst in Jan 21, 2010 – 18:45″
Da liegen Sie aber ganz weit daneben, Horst!
Den Auftakt machte mein Buch “Symphonie der Freiheit”, seit Mai 2008 auf dem Markt.
Gut informierte Kreise wissen seit 2005, was darin steht.
Deshalb eileten einige zur CNSAS nach Bukarest, um sich zu wappnen!?
Dann kam die Spitzelaffäre in Berlin – mit meinem Protest dazu : wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen – und meine Hinweis darauf,
dass der Dichter RW aus Perjamaosch seiner Ex HM aus Nitzkydorf einen moralisch-plitischen Persilschein ausstellt.
Alles nachzulesen auf SBB.
Mein späteres Buch von der Wahrheit der Lüge beginnt mit der Spitzelaffäre,(Juli 2008)
dann kam die Sache mit der KAS, Herta Müller und Richard Wagner in Hermannstadt/ Sibiu in Rumänien,
dann kam die Retourkusche des RW auf die Symphonie in den Artikel “Trittbrettfahrer”,(Feb. 2009)
nachdem Herta Müller und Richard Wagner mir bereits im August 2008 mit Anwälten und Gericht gedroht hatten.
Erst dann kam Kremm mit seiner heißen Herbst-Ankündigung und dem oben zitierten Artikel “Franzls Kumpan Judas”.
Das ist alles chronologisch nachzulesen in drei großen Diskussionen im SBB-Forum und hier – seit einem Jahr!
Informieren Sie sich, Horst, bevor Sie mir Unglaubwürdigkeit unterstellen.
Mein Buch, das die Nobelpreis-Kandidatur hinterfragte, enthält gerade die Dokuente, die den Nobelpreis an Herta Müller verhindern wollten.
Jeder kann das nachlesen und nachvollziehen. Es ist noch alles da.
Carl Gibson
Herr Gibson, nur zu Ihrer Info, einen Kommentar zu dem restlichen Inhalt Ihres “Beitrags” spare ich mir lieber (Wieso soll ich eigentlich Heideggers Abhandlung über Nietzsche lesen wenn ich doch gleich Nietzsche lesen kann. In diesem Punkt ist mir ihre “Logik” nicht ganz schlüssig und ihr Halbwissen zu transparent) der Papst, ob Deutscher, Argentinier oder Hutu ist alleine in Fragen des Kirchenrechts unfehlbar. Von einem Magister wie Sie, der sein Wissen auf Wikipedia zusammengelesen hat, habe ich allerdings nicht erwartet, dass er diesen kleinen aber doch feinen Unterschiede kennt.
Übrigens, wann habe ich denn behauptet, ein Dichter sein zu wollen. Mich also als Narren abzustempeln könnte für Sie auch juristische konsequenzen haben, IP-Adresse und so. Damit drohen Sie doch ganz gerne hier im Forum. Eigentlich sollten sie das aber nach zehn Semestern Jura ohne Abschluss allerdings wissen. Sind die Ü-Wagen schon eingetroffen?
Man lese auch
Richard Wagner: “Cine a fÄcut dictatura? Ceauşescu singur cu biata lui nevastÄ?” de Manola Romalo
Romania literara nr.45/2001
Ok, Supersvabo, ich versuche es nochmal: Richard Wagner erteilt Herta Müller einen Persilschein um ins Gespräch zu kommen. Daraufhin erhält Herta Müller eine positive Presse. Plötzlich erinnern sich weitere Herren in der Aktionsgruppe Banat aktiv gewesen zu sein und melden sich auch zu Wort. So, daraufhin schalten sich mehr Journalisten ein, die müssen ihre Seiten auch mit etwas füllen und veröffentlichen Artikel über oder Interviews mit den Akteuren. Die Akteure verdienen mit Interviews, Lesungen und Konferenzen Geld. Mit der Dissidentennummer fährt man immer gut, denken sich die Akteure, und bringen auch dieses Thema ins Gespräch.
Jetzt sitzt aber in Bad Mergentheim ein Philosoph, Sachbuchautor, Journalist, ehemaliger Bürgerrechler, Dissident, Literaturwissenschaftler und Institutsdirektor, beteibt eine philosophische Praxis und denkt sich: “Wieso schaffen es die und nicht ich?”. Schwupps, klinkt sich Carl Gibson in die Debatte ein. Verstehen Sie doch, Supersvabo, hier geht es um das Geld, das Prestige und die Aufmerksamkeit. Alle in dieser Posse sind berechnend und hoffen auch auf ihrem Konto was zusammenrechnen zu können. Alle wollen Bücher veröffentlichen, in die Presse, Aufmerksamkeit. Warum will Carl Gibson gerade jetzt ein neues Buch veröffentlichen? Warum wendet sich Gibson gerade jetzt an die Presse? Es kalkuliert, schätzt ab und hofft den richtigen Moment erwischt zu haben. Diese berechnende Haltung macht ihn in meinen Augen unglaubwürdig.
Oohhh, Anonymus!
Jetzt haben sie sich aber weit vorgewagt!
An der Unfehlbarkeit des Papstes zu zweifeln, der zufällig ein Deutscher ist,
und an der Schöpfung?
Ein Katholik sind sie also nicht! Sind sie ein “giaur”?
Wer ist denn verantwortlich für diese creatio imperfecta?
Der Teufel?
Sie sie ein Geschöpf des Teufels?
Ein Trost nur: Wenn die Katharer im Recht sind, dann kann selbst der Teufel erlöst werden … von den himmlischen Heerscharen, den Engeln und von Gott!
Oder sind Sie doch nur der Geist, der stets verneint – alles verneint und bei der Verneinung bleibt?
Ein Negativist, der sogar an Herta Müllers Aufrichtigkeit zweifelt, ein Nihilist?
Lesen Sie Heideggers Abhandlung über Nietzsches Wort: Gott ist tot … und üben Sie sich noch etwas ein in höherer Metaphysik.
Wie doch alles ins Wanken kommt!
Nietzsche schrieb ein schönes Gedicht: Nur Narr, nur Dichter!
Dichter wollen sie keiner sein! Also bleibt nur der …
Carl Gibson
Sind Sie “anonymous in Jan 21, 2010 – 17:53,” identisch mit “Anonymous in Jan 21, 2010 – 18:28″? Immerhin ist im zweitenfall der Name mit großem “A” geschrieben. Ich kann das als einfach denkender Schwob nit so genau überblicken. Aber gut gemerkt habe ich mir: Anonymous in Jan 21, 2010 – 18:28 ist gleich Horst. ist in Ordnung. Also nix für ungut Horst oder Anonymous in Jan 21, 2010 – 18:28 es war ja nur eine kleine Verwirrung, kann ja mal passieren. Ich möchte Ihnen mit Sicherheit nix böses, gell.
Nun, Supersvabo, in meinem Beitrag taucht das Wort “angegriffen” gar nicht auf. Seis drum, ich dachte sie könnten auch auf den Rest meiner Zeilen eingehen, eventuell meine Ideen kommentieren, es könnte ein Dialog entstehen, abseits der Müller/Wagner vs. Gibson Debatte und wir könnten ein wenig auf die Rechthaberei verzichten. Anscheinend gelingt es nicht. Dass es eine Fülle von Beiträgen unter der Bezeichnung “Anonymous” gibt, ist richtig. Wenn Sie, Supervabo, einen Beitrag schreiben ohne in die entsprechende Zeile einen Namen einzutragen, sind Sie auch automatisch ein Anonymous. Liegt am System. Um das zu vereinfachen und um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, nenne ich mich zukünftig einfach Horst. Dann müssen Sie sich nicht über mich aufregen. Der latzte Satz war ein Scherz.
und nochwas ich habe ich nicht über die Dissidenz von Carl Gibson gesprochen sondern von der Nitzkydorfer Dissidenz. In diesem Strang von Carl Gibsons Dissidenz zu sprechen wäre nit angebracht, da dieser Strang der Herta Müller mit Nobelpreis und allem drumherum gehört. Also in diesem Strang kommt mir Carl Gibson nit in den Sinn. Ich habe auch Carl Gibson (wie käme ich dazu) auch nie eine Gefälligkeitsbescheinigung über Dissidenz gegeben, im Gegensatz zum Perjamoscher, der seiner Nitzkydorferin einen Persilschein (zugegeben nit für Dissidenz) für “moralische Integrität” gibt, warum eigentlich.
Von Anonymous in Jan 21, 2010 – 17:53
wieso denken Sie, anonymous in Jan 21, 2010 – 17:53, daß ich wirklich SIE gemeint habe und Ihnen Vorwürfe gemacht habe. Ich habe ja die Mehrzahl angesprochen nicht eine bestimmten anonymous. Oder sind Sie hier ALLE anonymouse, könnte ja sein, aber ich weiß es nit. Es konnten doch DIE ANDEREN anonymouse gewesen sein, die ich gemeint habe. Warum unterstellen Sie mir werte(r) anonymous in Jan 21, 2010 – 17:53 daß ich SIE angegriffen haben?
Liebe Katharina,
niemand ist unfehlbar und Gott gibt es nicht.
Anonymous, da bin ich sprachlos.
Ich dachte, Sie gehören in das Lager der Leute, die Herta Müller als unfehlbaren Gott sehen.
Sehr geehrter Herr, ich hoffe ich liege mit dem Genus dieser Anrede richtig, Supersvabo,
ich habe in meinen Beiträgen nie Partei für Richard Wagner und/oder Herta Müller ergriffen. Deswegen verstehe ich nicht, weshalb sie mit solcher Schärfe eine Liste von Vorwürfen gegen mich lostreten. Oder habe ich Ihre Zeilen missverstanden und Sie wollten einfach nur sarkastisch sein? Mich juckt es wenig ob das von Ihnen despektierlich als Nitzkydorf-Perjamosch-Tandem bezeichneten Personen Dissidenten waren oder nicht. Was ist das überhaupt, ein Dissident? Ist das ein Carl Gibson? Wenn ja, was hat uns in Rumänien seine Dissidenz gebracht? Was war das Greifbare an Carl Gibson und der SLOMR? Ehrlich gesagt fällt mir dabei nichts ein. Herr Gibson hat sich anscheinend bewusst dafür entschieden in die Dissidenz zu gehen und für die Freiheit zu kämpfen. Wurden durch seine gewerkschaftlich-politisch motivierten Aktionen die Ausreise für unsere Landleute erleichtert, die Minderheitenrechte geachtet oder das Kulturleben der deutschen Minderheit in Rumänien liberalisiert? Worin bestand eigentlich die zählbare Dissidententätigkeit von Carl Gibson? Hat er Flugbläter verteilt, regimekritische Parolen an die Hauswände gepinselt, sich mit dem Repressionsapparat angelegt? Hat Herr Gibson nicht gewusst, dass eine Dissident auch die Gefahr einer Verhaftung mit sich bringt? Wissen Sie, Supersvabo, Dissidenten gab es in Rumänien viele aber leider hatte keiner den Mut auch den entscheidenden Schritt gegen das Regime zu unternehmen. Sich einfach hinzustellen und nein zu sagen. Diesen letzte, entscheidenden Schritt haben in Rumänien nicht die Dissidenten getan sondern die einfachen Menschen von der Straße, am 17. Dezember 1989 in Temesvar, Menschen die sich nicht wie die Intellektuellen Dissidenten erst mal Gedanken darüber machen ob ihnen die Dissidenz auch etwas greifbares ringt. Eventuell einen Reisepass, Aufmerksamkeit im Westen, einen kleinen materiellen Vorteil oder Ruhm, nein, einfache Menschen machen sich solche Gedanken nicht, sie tun es einfach.
Wissen Sie, Supersvabo, der Witz an der ganzen Sache ist, dass wir schon seit über einem Jahr eine veritable Provinzposse miterleben. Herta Müller und die Aktionsgruppe Banat versuchen ihre Rolle in Rumänien künstlich aufzubauschen. Herr Gibson macht es ebenfalls. Beide Lager sind weder besser oder schlechter, moralischer oder nicht, ehrlicher oder reiner in ihrem Gewissen. Glauben Sie hier geht es um Aufarbeitung? Glauben Sie hier geht es um Klärung von Sachverhalten? Nein, hier geht es um Prestige – Dissidenten kalkulieren jeden einzelnen Schritt, ehemalige Dissidenten tun es auch. Jeder muss irgendwie seine Miete bezahlen.
Wenn Gibson das erwartet was Anonymous so prophezeit ( in dieser verrückten Welt sollte man nichts prophezeien!) und ich in der ersten Reihe sitze, dann bin ich mir sicher, dass viele Anonyme neben mir sitzen werden und sogar mit echtem Namen.
Ich weiß zwar nicht, warum Anonymous mich jetzt als Fan von Gibson sieht, aber bitte…
Ich habe nur aus dem Interview zitiert.
Ich versuche neutral zu bleiben. Was nicht einfach ist.
Und ausserdem schreibt mir jemand vor, Herta oder Carl anzubeten?
Soweit sind wir schon?
… und Katharina, Polkakenich, Supersvabo und getkiss werden immer in der ersten Reihe sitzen …
Von Anonymous in Jan 21, 2010 – 14:43
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…Hinter ihrem sitzt am Boden der reuige Anonymous, rutscht vom einen zum andern, Zunge raus und rein und raus und rein und es schmeckt ihm wie schon immer, mancatul de c…
es ist ja schön, daß die Damen oder Herren Vorschreiber/innen sich hier so rührend um Carl Gibson kümmern, das nenne ich Nächstenliebe!
Es wäre jedoch auch angebracht sich mal über das Nitzkydorfer Kerweihmädel und den Perjamoscher Kerweihbu gedanken zu machen. Vor allem mal hinsehen, ob ihre wunderbaren wahrheitsgetreuen Tatsachenberichte sich nit um ein paar Grade verschoben haben oder ob die Bahnhofshalle in Poiana Brasov schon in Temeswar aufgebaut ist, oder ob man schon die Dienstvorschrift der Securitate gefunden hat, die die Schlapphüte vom Leontin-Salajan-Bulevard anweist, daß diese nur Leute, insbesondere Nobelpreisträger/innen gegen Vorlage eines Haftbefehls mitnehmen dürfen. Oder vll. stöbern die Müller-Wagnerianer alte West-Nachrichtenmagazine, die belegen, daß das Nitzkydorf-Perjamosch-Tandem Dissidenten waren. Wäre vll. auch eine schöne Freizeitbeschäftigung anstatt auf Ü-Wagen mit Schein-Werfer zu warten.
Das Dschungel-Camp soll besonders publikumsträchtig sein…
Na, Herr Gibson, stehen schon die Übertragungswagen vor dem Haus, bauen die Nachrichtensender schon die Technik auf? Schein-Werfer (kleines schelmisches Wortschpiel) und so? Waren Sie noch kurz beim Friseur? Als Kleidung würde ich Ihnen einen schwarzen Rollkragenpullover empfehlen. Kommt auf den Bildschirmen besser rüber und lässt den Träger seriös und intellektuell wirken. Oder haben Sie sich doch für den schwarz-rot-goldenen Faschingsumhang mit diesem putzigen Spruch drauf entschieden? Übrigens: bleiben Sie im Fernsehn immer souverän, überzeugend und locker, kommt besser rüber. Ach, was rede ich da, als PR-Fachmann wissen Sie das doch alles. Kennen Sie die Sendung TV-Total?
Nur Ihr “staunender” discipulus. Ja, hätte ich jemals ein Gedicht verfasst, ich könnte mich einen Dichter nennen. Nein, diese Größe habe ich nicht. Werden Sie belieben, uns zum gegebenen Zeitpunkt in Kenntnis zu setzen über das erwartet immense Medienecho? Diesen Presseheinis wird es wie Schuppen von den Augen fallen, welch gemeinem Trugbild sie zum zum Opfer gefallen sind. Sie, Magister, werden der Wahrheit Beine machen, denn die Lüge hat bekanntlich keine. Ihr gelehrigster Schüler.
Ecce Anonymous!
Und was wird wird aus dem Geist, der stets verneint?
Die Kraft, die stets das Böse will – und doch das Gute schafft?
Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Wahrheit!
Que sera, sera!
Carl Gibson
P.S. Narren reden die Wahrheit, sagt man!
Sie Sie ein Narr, Anonymous, oder nur ein Dichter – oder nichts von beiden?
… und Katharina, Polkakenich, Supersvabo und getkiss werden immer in der ersten Reihe sitzen und jedem Staunenden noch mehr über den Meister berichten, seine wunderbare Größe exemplarisch belegen. Lauter Wundertaten!
Mindestens so arg wird’s kommen.
Und dann fällt das Spotlight (Spott-Licht)auf den einzigartigen Universellen: Carl Gibsons Buch “Der forcierte Nobelpreis” erscheint.
Aus jedem Sender wird er uns als Erleuchter anschauen, die Kulturzeit in 3sat wird ihn interviewen. Großherzig wird er allen Enttarnten Versöhnung anbieten. Mit philosophischen Betrachtungen wird Carl Gibson an den Kathedern der renommiertesten Universitäten lesen, dozieren, ja predigen. Ich sehe es kommen …
Welch eine Vision!
Die Zeit wird alles richten!
Und die kritischen Leser die ZEIT.
Carl Gibson
Ich sehe schon die Schlagzeilen in der deutschen und internationalen Presse von Helsinki bis Kapstadt und von Buenos Aires bis Peking: “Literatur-Nobelpreis aberkannt! Carl Gibson, Journalist, Philosoph, Institutsdirektor, Literaturwissenschaftler, Sachbuchautor, Historiker, Tausendsassa rettet die Ehre des Nobelpreises. Herta Müller und Richard Wagner als Betrüger und Hochstapler verhaftet!” Ich erwarte auch Sondersendungen im Fernsehen, Live-Berichterstattungen aus Bad Mergentheim auf CNN, Al-Jazeera, NBC, BBC, Sat1, Pro-TV, Tele5, NTV, Exklusivinterviews auf OTV und Verlage die sich für die Veröffentlichung des neuesten, hochbrisanten Buches von Carl Gibson überbieten. Und ich sehe noch etwas: Carl Gibson wird berühmt, reich und alle werden ihn respektieren, loben, würdigen, ihn mit h.c Titeln zuschütten und vor IHM in die Knie fallen und den Saum seines schwarz-rot-goldenen Maskenball-Umhangs küssen. Danke Meister!
Weder Herta Müller noch Richard Wagner haben bis 1987 etwas unternommen, um die Ceausescu-Diktatur zu verändern.
Ich habe das Interview mehrfach, differenziert kommentiert.
Besonders schlimm: H.Müller und Richard Wagner leugnen den aktiven Widerstand der “anderen” gegen den Kommunismus, z. B. SLOMR, einfach deshalb, weil sie nicht dabei waren und weil sie ihre Stratgie erst sehr spät änderten und schließlich in die BRD ausreisten, in ein Land, wo sie eigentlich nie hin wollten.
Opponiert und Widerstand geleistet haben andere.
In dem gleichen Interview ist die Berufung auf den “Hass” zu finden – der Motor, um gegen die Rückständigkeit der Banater Schwaben zu schreiben.
Weshalb hat Herta Müller nicht gegen die Rückständigkeit, Verzopfheit und Korruptheit der real sozialistischen Gesellschaft angeschriebn und gegen die verbrecherische RKP ihres Gatten Richard Wagner?
Vielleicht deshalb, weil beide dieser Kommunisten-Partei so viel verdankten?
Bis hin zur doch recht zügigen Ausreise in den Westen … wohl ohne Bakschisch-Zahlungen beim Blumenmann?
Nach 1987 war plötzlich alles vergessen – und “Genosse” Nicolae Ceausescu war auf einmal ein “Idiot”!
Steht das nicht auch im gleichen Interview, Katharina?
1985 noch Westreisender und PCR-Rufer – und dann … ist der Genosse Titan aller Titanen plötzlich ein Idiot?
Aus der Sicht eines Wendehalses stimmt das sogar.
Es lebe der Opportunismus,
das Kurzzeitgedächtnis, die Desinformation,
die alte Seilschaft …etc. etc.
Carl Gibson
Glückwunsch, Katharina! Sie gehören auch in die Kabaretttruppe um Carl Gibson.
MÜLLER: Wir haben uns oft gesagt: Das ist stupide, daß wir diesen Zustand des geduldigen Ertragens nicht erklären können. Aber Rumänien ist nicht Ungarn und nicht Jugoslawien. Es gibt vielleicht hier und dort ein paar Oppositionelle, aber es spinnt sich kein Faden.
WAGNER: Der Widerstand erschöpft sich im Klagen, unter den Intellektuellen und sogar unter den Parteifunktionären. Jeder sagt, wie schlimm es ist. Die Nomenklatura schimpft genauso wie die
Bevölkerung, das ist der gemeinsame Nenner.
Aus dem Interview im Spiegel 1987
Für mich sieht das nach Ohnmacht aus.
Alles reduziert sich aufs Schimpfen und auf die nächste Schlange, wo es Salami vielleicht gibt…
@Walter: Keine Spur von Resignation bei Gibson. Jetzt verkündet er schon den Buchtitel. Vielleicht lädt er anlässlich der Buchtiteländerung zu einer Pressekonferenz?
Würden Sie uns bitte im Falle von Presseveröffentlichungen, die mit Ihrem Offenen Brief zusammenhängen, die entsprechenden Links senden? Damit sich das Forum ein Bild machen kann.
Die Resonanz ist großartig!
Auch das Interesse an dem Buch
“Der forcierte Nobelpreis” –
Sie sehen:
der Titel “Von der Wahrheit der Lüge. Der Fall Herta Müller aus moralischer und politischer Sicht” musste ausgeweitet werden.
Denn der Nobelpreis wurde Realität – ich hatte es befürchtet, dass der Lobbyismus sein Ziel erreicht, andere wollten es nicht glauben.
In Sachen Wahrheitfindung reiche ich die Fackel gerne weiter!
Erfeulich für mich: Die Solidarisierungsemails von Landsleuten, die sich, hellhörig geworden, umhören … und mir das mitteilen, was sie erfahren.
Lügen haben kurze Beine …die Wahrheit hat keine,
aber wir werden ihr Beine machen!
Carl Gibson
Dieser Ausdruck (aufgesetzt wirkender) falscher Bescheidenheit ist fürwahr höchst ungewöhnlich für den ansonsten so “selbstbewussten” Carl Gibson.
Immerhin: die Einsicht, dass die Wahrheit einen Carl Gibson nicht braucht, um ihren Weg zu finden, ist ja neueren Datums. Mal sehen wie lange sie anhält…
Wir haben es doch nicht etwas mit Ermüdungserscheinungen und Resignation zu tun…?
In diesem Sinne, Herr Gibson. Bin ja gespannt, welche Resonanz Sie in den Redaktionen finden.
Anonyme Verleumder haben in einer Aufklärungsdebatte schlechte Karten – ihre Argumente streben gegen Null.
Die Hinterfragunge der moralischen und politischen Integrität von Herta Müller steht in keinem Zusammenhang mit meiner Person.
Es gibt viele Zeitzeugen, die die Jahre 1970 – bis 1989 in Rumänien und im Banat erlebt haben.
Auch als Verfolgte und Inhaftierte.
Sie alle können Auskunft geben.
Und jeder kann die Frage stellen:
“Frau Herta Müller, wann wo und wie haben sie gegen die Kommunisten opponiert und in welcher Form sind sie verfolgt worden bzw. was hindert sie daran, der Welt einen ausführlichen Lebenslauf vorzulegen?”
So einfach ist das.
Diese legitimen Fragen sollen, bitte schön, eben die kritisch-investigativen Journalisten stellen … ohne mich auch nur zu erwähnen.
Die Wahrheit findet ihren Weg auch ohne mich!
Carl Gibson
@Alma – Was soll diese gezielte “Verdrehung” (Pervertierung)?
Herta Müller bezog die Dissidenz nicht auf sich selbst.
Nach eigener Aussage hat sie sich der Securitate verweigert! Das sagt sie!
Man kann ihr das glauben oder auch nicht.
Opponiert hat sie nicht.
Kritik an den Kommunisten hat sie vor ihrer Ausreise auch nicht geübt.
Aber sie hat sich der Verhaftung durch die Securitate entzogen, indem sie der Securitate sagte:
OHNE HAFTBEFEHL GEHE ICH NICHT MIT
Das ist einmalig im kommunistischen Ostblock und in jeder anderen Diktatur.
Das konnte nur Herta Müller.
Carl Gibson
P.S. Quelle: der Artikel “Die Securitate ist noch im Dienst”, abgedruckt in DIE ZEIT vom 23. Juli 2009 (Nr.31) – aus der Feder von Herta Müller?
Der Artikel, (dessen Autorenschaft nicht ganz gesichert ist, da die ZEIT-Redaktion mit eingegriffen hat u. a. mit dem potentiell volskverhetzenden Zitat “Die Verleumdung gehört zum Brauchtum der Banater Schwaben” existiert in zwei Fassungen,
im Original und in der “retuschierten” Fassung (Online-Version) – ohne die berühmt gewordene “Bahnhoshalle in Poiana Brasov”.
Wie viele offenbare Lügen verträgt eine demokratische Gesellschaft?
Und darf eine moralische Autorität lügen?
Carl Gibson
Es gibt haltlose Unterstellungen, die der kritische Journalismus nicht zur Diskussion stellen muss. Deshalb nennt man ihn auch kritischen Journalismus: Denn es ist seine Aufgabe zu prüfen, ob die Vorhaltungen belegt sind oder nur leere Verdächtigungen. Natürlich gilt es auch die Motivlage bei demjenigen, der anklagt, einzubeziehen. Bei Ihnen ist es offenkundig, dass Sie höchst befangen sind, indem Sie überall und jederzeit Ihre persönliche Bedeutung anpreisen. Dass muss doch den kritischen Journalismus hellhörig machen. Warum sollen die Journalisten nicht gerade auch Ihre Person hinterfragen? Wenn man Ihnen dann persönliches Interesse und Befangenheit attestiert, dürfte es niemanden verwundern – außer vielleicht Sie selbst.
Nachtrag:
@Anonymous: Ihr Ausdruck “Pamphlet” als Kennzeichnung meines Schreibens an die – deutschsprachige und europäische Presse – veranlasst mich zu einer Richtigstellung:
Das oben veröffentlichte Schreiben ist als
“Offener Brief an die deutsche Presse”
zu verstehen,
inklusive an alle Medien-Redaktionen, die ich auf diesem Wege erreichen will.
Ich wähle nicht aus, ich grenze nichts aus,
jeder kann, darf und soll legitime Fragen öffentlich aufwerfen.
So funktioniert die Kommunikations-Kultur im zivilisierten Staat, in der parlamentarischen Demokratie.
Carl Gibson
Katharina, in dem Interview (zu dem Günther Thriene gestern den Link gepostet hat – siehe weiter oben) wird Herta Müller gefragt, worum es in ihrer Literatur geht. Es geht um… – antwortet sie – “bis zu dem, der sich dem System verweigert, also dem sogenannten Dissidenten.” (2:45)
Ich finde, dass das Sich-Verweigern auch eine Art Kampf ist, eine sehr sterile zwar (kein Blut fließt dabei in dunklen Kerkern) dafür ist sie aber umso effizienter. Während man bei einem offenen Kampf dem Bösen die Gelegenheit gibt zu agieren, muss er in diesem Fall machtlos in die Augen des Sich-Verweigerers sehen.
Ich vertraue auf den “freien und kritischen Journalismus” in Europa.
Wenn die freie Meinung nich mehr geäßert werden und kritisch debattiert kann, sind wir im totalitären System angekommen,
in der Diktatur.
Desinformation, Lüge, Manipulation, Instrumentalisierung, Lobbyismus, Korruption – das sind Vorboten der Unfreiheit.
Wehret den Anfängen!
Das Volk einlullen, den großen Lümmel,
Volksverdummung betreiben, das dient der Demokratie nicht,
das dient den Rattenfängern.
Ist der “investigative Journalismus” ausgestorben?
Ich hoffe auf die Aufrechten!
Carl Gibson
Ob Sie wohl eine offene und ehrliche Reaktion der angeschriebenen Redaktionen vertragen können? Doch Sie haben ja bereits Ihren “Fluchtweg” eingebaut: Sollten die Redaktionen nicht in Ihrem Sinne “kooperieren”, dann sind Sie Teil Ihres Verschwörungsszenarios. Dass bei Ihnen persönlich die “Koordinaten” so enorm verschoben sind, werden Sie offensichtlich nicht mehr realisieren.
Jedenfalls ist Ihr “Pamphlet” ohne Beweiskraft völlig substanzlos. Sie leisten mit solchen Aktionen nur Ihrer Verbitterung Vorschub.
Ist die Lüge in allen Bereichen der Gesellschaft das Paradigama überhaupt?
Ist die Lüge reich?
Ist die Wahrheit arm dran?
Ja, Katharina, wir können nur Fragen stellen,
wie Voltaire, wie Zola, wie Heine und Nietzsche!
Wenn die Vier schimpften, war ihr Schimpfen auf die Gesellscahft ein Mittel, Misstände auzudecken.
Ihr Schimpgfen war moralisch gedeckt.
Herta Müller macht so weiter wie bisher!
Ja, Katharina: der Autor von SWR-Report hätte doch einfach fragen können:
Frau Müller, haben sie konkret opponiert?
Wann, wo in welcher Form?
Frau Müller, weshalb legen Sie uns nicht einen ausführlichen Lebenslauf vor, damit wir den Angaben auf den Grund gehen können?
Weshalb stellen Sie sich nicht einer kritischen Diskussion, einem Gespräch mit Zeitzeugen und authetischen Dissidenten aus dem Widerstand?
Solche Fragen wurden bsiher nicht gestellt?
Weshalb?
Darauf mögen die “kritischen Journalisten” antworten,
die auch ein journalistisches Ethos zu vertrten haben.
Bei Ceausescu und Honecker wurde offiziell gelogen!
Was machen die Journalisten hier und heute?
Einen Bogen um die Wahrheit,
nur weil sie denkfaul sind,
weil sie nicht recherchieren können oder dürfen,
weil sie in Abhängigkeiten leben,
weil die Lüge das Paradigma ist in einer Zeit,
wo Milionenspenden die politische Meinung beeinflussen,
wo Versagen öffentlich vertuscht werden?
Der Blog ist das Mittel des armen, aber freien Mannes … und der souveränen Frau,
seine Meinung unverblümt zu artikulieren,
so lösen wir die Botschaft des Grundgesetzes ein,
das ist Zivilcourage!
Möge die Zahl derer ansteigen, die frei reden!
Sonst hätten wir auch bei Ceausescu und Honecker bleiben können.
Tacheles – auch hier!
Carl Gibson
Carl, statt ellenlange Texte an alle Adressen wären konkrete Beweise schon wünschenswerter.
Aber sie haben auch nur Fragen, wie ich sie auch habe.
Und die kann jeder haben.
Es scheint aber keiner uns die Antworten zu geben.
Weil es nicht in den Kram paßt?
Hat je ein Journalist Herta Müller direkt gefragt, ob sie sich als Dissidentin sieht?
Wenn sie mit Nein antworten würde, fiele das ganze Konstrukt zusammen.
Ich glaube sogar, sie würde mit Nein antworten.
Sie betont doch immer, sie habe den grossen Preis für ihre Bücher bekommen.
An die deutsche Presse
Gibt es noch einen “kritischen Journalismus”?
Herta Müller bleibt bei ihrer Sicht der Dinge -
ich halte dagegen
mit einer Anfrage, die ich an einige Dutzend Redaktionen aus Deutschland, Österreich und Schweiz geschickt habe:
Hier, wie angekündigt, der Text, auch für kleinere Redaktionen, die ich direkt nicht erreichen konnte:
“An die Chefredaktion
bzw. Redaktion Kultur
Anfrage: Autorenbeitrag zum Thema: „Forcierter“ Nobelpreis für Literatur 2009 an Herta Müller bzw. „Securitate“ (Gastkommentar) – Appell an journalistische Solidarität
Werte Kollegen,
befinden wir uns auf dem Weg in eine Meinungsdiktatur? Mein „Offener Brief an Herta Müller“ – aus der Feder eines Zeitzeugen und Opfers der Ceausescu-Diktatur, veröffentlicht auf „DIE ZEIT“ –Online unter: (http://community.zeit.de/commentsection/url/2009/31/Securitate)
als Reaktion auf Herta Müllers Beitrag in DIE ZEIT vom 23. Juli 2009 „Die Securitate ist noch im Dienst“ wurde einfach von der Redaktion um Ijoma Mangold „entfernt“, meine Kommentare zur Thematik zensurartig zusammengestrichen bzw. gekürzt. Bei Ceausescu und Honecker war das nicht viel anders! Fallen, wir, verehrte Kollegen, wieder in vordiktatorische Zeiten der Gängelung und Unfreiheit zurück? Wo bleibt die Meinungsfreiheit, die Pressefreiheit? Bestimmen nur noch ein paar Leute, was Sache ist, was geschrieben wird und was gedacht werden soll? Wo bleibt der „kritische Journalismus“ in diesem Land, wo die Stimme der Andersdenken und der authentischen Widerständler aus der kommunistische Zelle einfach abgewürgt wird – zu Gunsten von partikulären Interessen bestimmter Kreise? Als Zeitzeuge habe ich in eine allgemeine Diskussion zur „Securitate“ eingegriffen und wurde abrupt „gesperrt“, nur weil Fakten angesprochen wurden, die die von DIE ZEIT- Mitherausgeber Michael Naumann immens geförderte „Nobelpreis-Kandidatur von Herta Müller“ (von Naumann nominiert!) gefährdet hätte? Die Gesamtdiskussion wurde gestoppt – für alle Leser. Zum Hintergrund: Beginnend mit der sogenannten „Spitzel-Affäre in Berlin“ habe ich die „moralische und politische Integrität“ von Herta Müller öffentlich vielfach hinterfragt. Nach meiner Auffassung wurde der Literaturnobelpreis 2009 forciert und kam nur – unter enormer Protektion zustande, weil eine „kritische Diskussion“ über die Rolle Herta Müllers in der Ceausescu-Diktatur nicht geführt werden konnte bzw. gezielt verhindert wurde. Die Vita von Herta Müller vor ihrer Ausreise aus Rumänien im Jahr 1987 ist intransparent. Über ihre literarischen Fiktionen hat Müller manche Mythen, ja sogar offensichtliche Lügen in die Welt gesetzt und m. E. die bundesdeutsche Öffentlichkeit von Anfang an hinters Licht geführt bzw. gezielt getäuscht.
Herta Müller wird als „Dissidentin“ wahrgenommen, obwohl sie nichts mit antikommunistischer Regimekritik zu tun hat.
Ganz im Gegenteil. Ihre Verfolgung durch die von ihr artifiziell dämonisierten Securitate ist eine Legende, ein PR-Gag. Sie hat nichts bewiesen – vieles sind subjektive Behauptungen, Fiktion statt Realität. Vielfache Versuche, ihre „moralische und politische Integrität“ öffentlich zu diskutieren, scheiterten an Druck auf Dritte, gegen mich ausgesprochen Androhungen von rechtlichen Konsequenzen durch Herta Müller und Richard Wagner, vor allem aber durch den mir auferlegten Maulkorb in der ZEIT- Online, die der Belletristin eine Plattform bot, sie der Gegenseite aber versagte. Was sagen Securitate- Akten aus? Nach eigener Aussage soll Herta Müller selbst eine Agentin der Securitate gewesen sein bzw. eine Kommunistin – Akte „Cristina“. Das sei gezielte Verleumdung, wehrt sich Müller. Gleichzeitig nutzt sie die Securitate und die – zum Teil instrumentalisierten Medien, um potentielle IMs der Securitate, die heute in der BRD leben, zu denunzieren, in der Hoffnung, den eigenen Verfolgungsmythos zu konsolidieren. Genaue Fakten und Daten fehlen, Alles bleibt vage wie bisher, weil man in Trüben am besten fischen und die eigene Zwecke erreichen kann. Aufklärung? Weit gefehlt! Große Tageszeitungen wie die FAZ, FR, DER SPIEGEL, NZZ haben bisher recht einseitig und unkritisch berichtet. (Meine Stellungnahme ist heute noch abrufbar unter: (http://www.siebenbuerger.de/forum/allgemein/863-offener-brief-an-herta-mueller-aus)
Der Nobelpreis ist ethisch definiert und sollte auch moralisch betrachtet werden vor der ästhetisch-literarischen Wertung, die in Fall Herta Müller recht kontrovers auffällt. Sie schrieb von „Hass“ motiviert, übte Kritik an ihren deutschen, vom Exodus bedrohten Landsleuten im Banat, statt die Kommunisten von Diktator Ceausescu zu kritisieren. Marcel Reich-Ranicki sagte zu diesem Nobelpreis nur: „Kein Kommentar“! Der Literaturpapst will nicht über H. Müller reden! Weshalb? Michael Naumann (SPD) von der ZEIT und indirekt auch die CDU-nahe Konrad – Adenauer – Stiftung haben Herta Müller überproportional stark gefördert, ja protegiert, und im sie im Namen der BRD für den Nobelpreis auserkoren, weil sie über Herta Müller als Brückenbauerin Rumänien nach Europa führen wollen? Nur ist sie eine Literatin, die hetzt, denunziert und spaltet, das richtige Symbol der Integration – oder nur ein falsches Signal auf tönernen Füßen? Meine differenzierten Argumente fanden bisher noch keine Breitenwirkung.
Aufgrund solch willkürlicher Entwicklungen sehe die freie Meinung grundsätzlich in Gefahr und ich sehe dieses Land auf dem Weg in eine Meinungsdiktatur, nicht zuletzt deshalb, weil legitime Argumente eines Zeitzeugen nur an entlegenen Stellen publiziert werden konnten. Trotzdem habe ich die Materie dutzendfach ausführlich kommentiert und weitgehend unbekannte Fakten vermittelt, u. a. online auf den Seiten der ARD, des SPIEGEL, des STERN, in Österreich (Die Presse), in der Schweiz (NZZ), in den USA (ABC), in Rumänien (Romania Libera) etc.
Als ehemaliger Bürgerrechtler und Gründer der freien Gewerkschaft rumänischer Werktätiger SLOMR 1979 in Temeschburg war ich seinerzeit (1979) 6 Monate in Haft. Vom Westen aus habe ich im Jahr 1981 eine UNO-Klage gegen Ceausescu auf den Weg gebracht, unter Lebensgefahr damals, während H. Müller und ihr Gatte Richard Wagner (KP-Mitglied) noch Jahre am Kommunismus Ceausescus festhielten, Profiteure des Ceausescu-Regimes waren, dort publizieren und sogar mehrfach in den Westen reisen durften (1984/85) – Herta Müller hat – nach eigener Aussage – von “Hass” motiviert gegen ihre Banater Landsleute angeschrieben. Viele Details runden sich zu einem richtigen Skandal ab. Als Zeitzeuge, der ein totalitäres System aus der Opposition heraus erlebt hat, sehe ich die Notwendigkeit vielfacher Richtigstellungen. Es kann nicht sein, dass das Prinzip von Trennung und Spaltung und die opportunistische Haltung eines Wendehalses dahinter auch noch durch den ethisch definierten Nobelpreis geadelt werden. Verkehrte Welt? Viel Stoff für eine aktuelle Diskussion. Ich würde mich freuen, wenn wir der Sache gemeinsam auf den Grund gehen könnten! Gerne würde ich ein Gastbeitrag verfassen. Fall Sie an einem entsprechende Beitrag interessiert sind, geschrieben aus der Perspektive eines Zeitzeugen und Insiders, bitte ich um kurze Rückmeldung.
Beste Grüße Carl Gibson,
Verfasser des Buches zur Thematik: Symphonie der Freiheit. Widerstand gegen die Ceausescu-Diktatur, Dettelbach, 2008, 416 S. Mehr zu meiner Person unter: Internet gibsonpr bzw. unter Wikipedia(Von mir liegen fünf weitere Fach- und Sachbücher vor, ferner die literaturwissenschaftliche Monographie: Lenau. Leben – Werk – Wirkung. Heidelberg 1989. Seit 1980 bin ich auch journalistisch tätig.
Ein Ergebnis der zweijährigen, höchst intensiven Auseinandersetzung mit Herta Müller und ihrem ehem. Gatten Richard Wagner ist das vor der Edition stehende Werk:
Der forcierte Nobelpreis
Oder
Von der Wahrheit der Lüge.
Der Fall Herta Müller aus moralischer und politischer Sicht.
Es sind Essays zum Frühwerk „Niederungen“ von Herta Müller bzw. eine Sammlung von mehreren hundert Online-Kommentaren, die in Foren bzw. in der Presse veröffentlicht wurden, aus heutiger Sicht weiter geführt und erläutert, Dokumente, die den langen Weg einer schwierigen Wahrheitsfindung nachzeichnen.
Carl Gibson M.A.
Ketterberg 8
97980 Bad Mergentheim
Tel. 07931 99 27 176 Internetgibsonpr.de bzw Email GibsonPR@aol.com
Anhang: Kommentar auf der Seite der ARD:
Kommentare
Freie Meinungsäußerung oder Maulkorb für KritikeFr, 11.12.2009 – 15:15 — Carl Gibson
Befinden wir uns auf dem Weg in eine Meinungsdiktatur?
Bekanntlich geht die Gängelung der freien Meinung der Errichtung einer eigentlichen Diktatur voraus.
Die Literatur-Nobelpreis-Kandidatur Herta Müllers wurde protegiert und massiv gestützt, während kritische Fragen zur Vita der Autorin vor 1987 abgewürgt und gestoppt wurden.
War Herta Müller eine Nutznießerin des Ceausescu-Regimes? War sie vor ihrer Ausreise 1987 systemloyal? Weshalb durfte sie 1984 in die BRD reisen? Und ihr damaliger Gatte, der Dichter Richard Wagner, damals Mitglied der Rumänischen Kommunistischen Partei, ebenso? Beide kehrten freiwillig in Ceausescus Diktatur zurück. Weshalb? Fragen wie diese konnten im Vorfeld nicht beantwortet werden, weil die Debatte darüber abgewürgt wurde – z.B. in der Wochenzeitung DIE ZEIT vom 23. Juli 2009 – in dem H. Müller Artikel “Die Securitate ist noch im Dienst”. Kritische Journalisten haben es versäumt, Fragen zu stellen , etwa die Frage, weshalb Herta Müller von “Hass” motiviert gegen ihre deutschen Landsleute aus dem Banat 1982 anschrieb, gegen die “deutsche Gemeinde” dort im Debutwerk “Niederungen”, weshalb sie sich von Kommunisten ehren ließ und weshalb sie sich als “doppelt” Verfolgte ausgab, obwohl sie nie im Widerstand war. Müller wird hier als Dissidentin wahrgenommen, auch in der ARD, obwohl sie nie eine antikommunistische Dissidentin war. Ihre Ceausescu-Kritik begann vom sicheren Hafen Berlin aus nach 1987 und erfolgte im literarischen Werk in welchem Fiktion und Realität vermischt werden. Das führt zur Verfälschung historischer Fakten wie der Realität und trägt nicht zur Vergangenheitsbewältigung bei, ganz im Gegenteil, das schafft nur Verwirrung und böses Blut zwischen den Völkern und Individuen. Es ist höchste Zeit, dass die ARD eine Podiumsdiskussion einberuft, wo auch die echten Widerständler gegen Ceausescu zu Wort kommen bzw. wo die Realitäten der Diktatur realistisch dargestellt und analysiert werden. Bisher ist eine Diskussion zur Frage einer moralischen und politischen Integrität nicht geführt worden. Da der Nobelpreis aber von ethischen Zielsetzungen ausgeht, muss man sich fragen, ob dem Moralischen nicht Priorität vor dem Ästhetisch-Literarischen einzuräumen ist. Carl Gibson, ehemaliger Bürgerrechtler und politischer Häftling, Autor von: Symphonie der Freiheit. Widerstand gegen die Ceausescu-Diktatur, 2008.Im Internet unter: http://www.gibsonpr.de Der Link dazu Internetmeta.tagesschau”
Carl Gibson
P.S. Einige Links habe ich deaktiviert, damit der Text hier übertragen wird.
An die deutsche Presse
Gibt es noch einen “kritischen Journalismus”?
Herta Müller bleibt bei ihrer Sicht der Dinge -
ich halte dagegen
mit einer Anfrage, die ich an einige Dutzend Redaktionen aus Deutschland, Österreich und Schweiz geschickt habe:
Hier, wie angekündigt, der Text, auch für kleinere Redaktionen, die ich direkt nicht erreichen konnte:
“An die Chefredaktion
bzw. Redaktion Kultur
Anfrage: Autorenbeitrag zum Thema: „Forcierter“ Nobelpreis für Literatur 2009 an Herta Müller bzw. „Securitate“ (Gastkommentar) – Appell an journalistische Solidarität
Werte Kollegen,
befinden wir uns auf dem Weg in eine Meinungsdiktatur? Mein „Offener Brief an Herta Müller“ – aus der Feder eines Zeitzeugen und Opfers der Ceausescu-Diktatur, veröffentlicht auf „DIE ZEIT“ –Online unter: http://community.zeit.de/commentsection/url/2009/31/Securitate
als Reaktion auf Herta Müllers Beitrag in DIE ZEIT vom 23. Juli 2009 „Die Securitate ist noch im Dienst“ wurde einfach von der Redaktion um Ijoma Mangold „entfernt“, meine Kommentare zur Thematik zensurartig zusammengestrichen bzw. gekürzt. Bei Ceausescu und Honecker war das nicht viel anders! Fallen, wir, verehrte Kollegen, wieder in vordiktatorische Zeiten der Gängelung und Unfreiheit zurück? Wo bleibt die Meinungsfreiheit, die Pressefreiheit? Bestimmen nur noch ein paar Leute, was Sache ist, was geschrieben wird und was gedacht werden soll? Wo bleibt der „kritische Journalismus“ in diesem Land, wo die Stimme der Andersdenken und der authentischen Widerständler aus der kommunistische Zelle einfach abgewürgt wird – zu Gunsten von partikulären Interessen bestimmter Kreise? Als Zeitzeuge habe ich in eine allgemeine Diskussion zur „Securitate“ eingegriffen und wurde abrupt „gesperrt“, nur weil Fakten angesprochen wurden, die die von DIE ZEIT- Mitherausgeber Michael Naumann immens geförderte „Nobelpreis-Kandidatur von Herta Müller“ (von Naumann nominiert!) gefährdet hätte? Die Gesamtdiskussion wurde gestoppt – für alle Leser. Zum Hintergrund: Beginnend mit der sogenannten „Spitzel-Affäre in Berlin“ habe ich die „moralische und politische Integrität“ von Herta Müller öffentlich vielfach hinterfragt. Nach meiner Auffassung wurde der Literaturnobelpreis 2009 forciert und kam nur – unter enormer Protektion zustande, weil eine „kritische Diskussion“ über die Rolle Herta Müllers in der Ceausescu-Diktatur nicht geführt werden konnte bzw. gezielt verhindert wurde. Die Vita von Herta Müller vor ihrer Ausreise aus Rumänien im Jahr 1987 ist intransparent. Über ihre literarischen Fiktionen hat Müller manche Mythen, ja sogar offensichtliche Lügen in die Welt gesetzt und m. E. die bundesdeutsche Öffentlichkeit von Anfang an hinters Licht geführt bzw. gezielt getäuscht.
Herta Müller wird als „Dissidentin“ wahrgenommen, obwohl sie nichts mit antikommunistischer Regimekritik zu tun hat.
Ganz im Gegenteil. Ihre Verfolgung durch die von ihr artifiziell dämonisierten Securitate ist eine Legende, ein PR-Gag. Sie hat nichts bewiesen – vieles sind subjektive Behauptungen, Fiktion statt Realität. Vielfache Versuche, ihre „moralische und politische Integrität“ öffentlich zu diskutieren, scheiterten an Druck auf Dritte, gegen mich ausgesprochen Androhungen von rechtlichen Konsequenzen durch Herta Müller und Richard Wagner, vor allem aber durch den mir auferlegten Maulkorb in der ZEIT- Online, die der Belletristin eine Plattform bot, sie der Gegenseite aber versagte. Was sagen Securitate- Akten aus? Nach eigener Aussage soll Herta Müller selbst eine Agentin der Securitate gewesen sein bzw. eine Kommunistin – Akte „Cristina“. Das sei gezielte Verleumdung, wehrt sich Müller. Gleichzeitig nutzt sie die Securitate und die – zum Teil instrumentalisierten Medien, um potentielle IMs der Securitate, die heute in der BRD leben, zu denunzieren, in der Hoffnung, den eigenen Verfolgungsmythos zu konsolidieren. Genaue Fakten und Daten fehlen, Alles bleibt vage wie bisher, weil man in Trüben am besten fischen und die eigene Zwecke erreichen kann. Aufklärung? Weit gefehlt! Große Tageszeitungen wie die FAZ, FR, DER SPIEGEL, NZZ haben bisher recht einseitig und unkritisch berichtet. (Meine Stellungnahme ist heute noch abrufbar unter: http://www.siebenbuerger.de/forum/allgemein/863-offener-brief-an-herta-mueller-aus/
Der Nobelpreis ist ethisch definiert und sollte auch moralisch betrachtet werden vor der ästhetisch-literarischen Wertung, die in Fall Herta Müller recht kontrovers auffällt. Sie schrieb von „Hass“ motiviert, übte Kritik an ihren deutschen, vom Exodus bedrohten Landsleuten im Banat, statt die Kommunisten von Diktator Ceausescu zu kritisieren. Marcel Reich-Ranicki sagte zu diesem Nobelpreis nur: „Kein Kommentar“! Der Literaturpapst will nicht über H. Müller reden! Weshalb? Michael Naumann (SPD) von der ZEIT und indirekt auch die CDU-nahe Konrad – Adenauer – Stiftung haben Herta Müller überproportional stark gefördert, ja protegiert, und im sie im Namen der BRD für den Nobelpreis auserkoren, weil sie über Herta Müller als Brückenbauerin Rumänien nach Europa führen wollen? Nur ist sie eine Literatin, die hetzt, denunziert und spaltet, das richtige Symbol der Integration – oder nur ein falsches Signal auf tönernen Füßen? Meine differenzierten Argumente fanden bisher noch keine Breitenwirkung.
Aufgrund solch willkürlicher Entwicklungen sehe die freie Meinung grundsätzlich in Gefahr und ich sehe dieses Land auf dem Weg in eine Meinungsdiktatur, nicht zuletzt deshalb, weil legitime Argumente eines Zeitzeugen nur an entlegenen Stellen publiziert werden konnten. Trotzdem habe ich die Materie dutzendfach ausführlich kommentiert und weitgehend unbekannte Fakten vermittelt, u. a. online auf den Seiten der ARD, des SPIEGEL, des STERN, in Österreich (Die Presse), in der Schweiz (NZZ), in den USA (ABC), in Rumänien (Romania Libera) etc.
Als ehemaliger Bürgerrechtler und Gründer der freien Gewerkschaft rumänischer Werktätiger SLOMR 1979 in Temeschburg war ich seinerzeit (1979) 6 Monate in Haft. Vom Westen aus habe ich im Jahr 1981 eine UNO-Klage gegen Ceausescu auf den Weg gebracht, unter Lebensgefahr damals, während H. Müller und ihr Gatte Richard Wagner (KP-Mitglied) noch Jahre am Kommunismus Ceausescus festhielten, Profiteure des Ceausescu-Regimes waren, dort publizieren und sogar mehrfach in den Westen reisen durften (1984/85) – Herta Müller hat – nach eigener Aussage – von “Hass” motiviert gegen ihre Banater Landsleute angeschrieben. Viele Details runden sich zu einem richtigen Skandal ab. Als Zeitzeuge, der ein totalitäres System aus der Opposition heraus erlebt hat, sehe ich die Notwendigkeit vielfacher Richtigstellungen. Es kann nicht sein, dass das Prinzip von Trennung und Spaltung und die opportunistische Haltung eines Wendehalses dahinter auch noch durch den ethisch definierten Nobelpreis geadelt werden. Verkehrte Welt? Viel Stoff für eine aktuelle Diskussion. Ich würde mich freuen, wenn wir der Sache gemeinsam auf den Grund gehen könnten! Gerne würde ich ein Gastbeitrag verfassen. Fall Sie an einem entsprechende Beitrag interessiert sind, geschrieben aus der Perspektive eines Zeitzeugen und Insiders, bitte ich um kurze Rückmeldung.
Beste Grüße Carl Gibson,
Verfasser des Buches zur Thematik: Symphonie der Freiheit. Widerstand gegen die Ceausescu-Diktatur, Dettelbach, 2008, 416 S. Mehr zu meiner Person unter: http://www.gibsonpr.de bzw. unter Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Gibson (Von mir liegen fünf weitere Fach- und Sachbücher vor, ferner die literaturwissenschaftliche Monographie: Lenau. Leben – Werk – Wirkung. Heidelberg 1989. Seit 1980 bin ich auch journalistisch tätig.
Ein Ergebnis der zweijährigen, höchst intensiven Auseinandersetzung mit Herta Müller und ihrem ehem. Gatten Richard Wagner ist das vor der Edition stehende Werk:
Der forcierte Nobelpreis
Oder
Von der Wahrheit der Lüge.
Der Fall Herta Müller aus moralischer und politischer Sicht.
Es sind Essays zum Frühwerk „Niederungen“ von Herta Müller bzw. eine Sammlung von mehreren hundert Online-Kommentaren, die in Foren bzw. in der Presse veröffentlicht wurden, aus heutiger Sicht weiter geführt und erläutert, Dokumente, die den langen Weg einer schwierigen Wahrheitsfindung nachzeichnen.
Carl Gibson M.A.
Ketterberg 8
97980 Bad Mergentheim
Tel. 07931 99 27 176
http://www.gibsonpr.de
GibsonPR@aol.com
Anhang: Kommentar auf der Seite der ARD:
Kommentare
Freie Meinungsäußerung oder Maulkorb für Kritiker
Fr, 11.12.2009 – 15:15 — Carl Gibson
Befinden wir uns auf dem Weg in eine Meinungsdiktatur?
Bekanntlich geht die Gängelung der freien Meinung der Errichtung einer eigentlichen Diktatur voraus.
Die Literatur-Nobelpreis-Kandidatur Herta Müllers wurde protegiert und massiv gestützt, während kritische Fragen zur Vita der Autorin vor 1987 abgewürgt und gestoppt wurden.
War Herta Müller eine Nutznießerin des Ceausescu-Regimes? War sie vor ihrer Ausreise 1987 systemloyal? Weshalb durfte sie 1984 in die BRD reisen? Und ihr damaliger Gatte, der Dichter Richard Wagner, damals Mitglied der Rumänischen Kommunistischen Partei, ebenso? Beide kehrten freiwillig in Ceausescus Diktatur zurück. Weshalb? Fragen wie diese konnten im Vorfeld nicht beantwortet werden, weil die Debatte darüber abgewürgt wurde – z.B. in der Wochenzeitung DIE ZEIT vom 23. Juli 2009 – in dem H. Müller Artikel “Die Securitate ist noch im Dienst”. Kritische Journalisten haben es versäumt, Fragen zu stellen , etwa die Frage, weshalb Herta Müller von “Hass” motiviert gegen ihre deutschen Landsleute aus dem Banat 1982 anschrieb, gegen die “deutsche Gemeinde” dort im Debutwerk “Niederungen”, weshalb sie sich von Kommunisten ehren ließ und weshalb sie sich als “doppelt” Verfolgte ausgab, obwohl sie nie im Widerstand war. Müller wird hier als Dissidentin wahrgenommen, auch in der ARD, obwohl sie nie eine antikommunistische Dissidentin war. Ihre Ceausescu-Kritik begann vom sicheren Hafen Berlin aus nach 1987 und erfolgte im literarischen Werk in welchem Fiktion und Realität vermischt werden. Das führt zur Verfälschung historischer Fakten wie der Realität und trägt nicht zur Vergangenheitsbewältigung bei, ganz im Gegenteil, das schafft nur Verwirrung und böses Blut zwischen den Völkern und Individuen. Es ist höchste Zeit, dass die ARD eine Podiumsdiskussion einberuft, wo auch die echten Widerständler gegen Ceausescu zu Wort kommen bzw. wo die Realitäten der Diktatur realistisch dargestellt und analysiert werden. Bisher ist eine Diskussion zur Frage einer moralischen und politischen Integrität nicht geführt worden. Da der Nobelpreis aber von ethischen Zielsetzungen ausgeht, muss man sich fragen, ob dem Moralischen nicht Priorität vor dem Ästhetisch-Literarischen einzuräumen ist. Carl Gibson, ehemaliger Bürgerrechtler und politischer Häftling, Autor von: Symphonie der Freiheit. Widerstand gegen die Ceausescu-Diktatur, 2008.Im Internet unter:
http://www.gibsonpr.de
Der Link dazu: http://meta.tagesschau.de/id/30885/ganz-koeniglich-nobelpreis-fuer-herta-mueller”
Carl Gibson
Also der Link oben von mir kam ungesehen ca. eine Stunde später nach Hans im anderen Thread. Tut mir leid.
Aber bei der Gelegenheit möchte ich auf einen sehr guten Text von Dieter Schlesak in dessen Blog hinweisen:
“„Ontologische Zensur“? Ja, so würde ich die Zensur in unserem „Lebenssystem“ nennen; sie ist viel subtiler und tiefer reichend als die platte politische Zensur, sie reicht tief in die Psyche, und gehört in den Bereich der „Seelenpolizei“ und der Alltagsintoleranz („Spinner“). Oder auch in die Angst der Medien, dass sich jemand an die Stirn tippen könnte bei einer Veröffentlichung. …”
http://schlesak.blogspot.com/2010/01/dieter-schlesak-in-welcher-zukunft.html
Ich meine, es ist erst einmal wichtig, dass möglichst viele Menschen sich zu dieser wichtigen Thematik äussern, denn – auch dies der europäischen Mehrheitsmeinung vollkommen unbekannt – die rumänischen Grenzen waren die blutigsten in ganz Europa bis 1989 mit tausenden, wenn nicht weit über Zehntausend Toten …
Und nicht zuletzt: Für den ‘normalen’ Schweizer haben ALLE DEUTSCHEN eine ‘Schraube locker’: Kriegstraumatisiert für Generationen haben DIE nichts besseres zu tun als schon wieder ‘überall’ mit Militär präsent zu sein …
Also passen wir gemeinsam auf, dass der ‘Vorurteils-’Zaun nicht zu hoch wird – und eher ganz verschwindet, oder …
Ich habe das sonderbare Interview mit dem komischen Deutsch und der schrecklichen Synthax und den leeren Worthülsen und neuen Vorwürfen an eine Bundesbehörde gerade kommentiert.
Herta Müller hat nun mal auch ein schyzophrenes Verhältnis zu Bundesverfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst (BND).
Wer sie wann und wie verfolgt hat und weshalb, das sagt Herta Müller nicht.
Daten und Fakten nennt sie auch keine.
Carl Gibson
Das REPORT MAINZ-Interview mit Herta Müller JETZT UNGEKÜRZT (gute 12 Minuten):
“Ich galt als Parasit”
http://www.swr.de/report/-/id=233454/did=5874440/pv=video/nid=233454/1j1zxun/index.html
Sie stellt darin die wichtige Frage, warum der deutsche Verfassungsschutz selbst NIEMALS die Frage gestellt hat, ob nicht auch Securitate-Mitarbeiter bzw. -IMs “mitgekommen” seien – und dementsprechend untersucht hat:
Eine gute Frage …
Man würde vermutlich darauf so antworten: Unsere Nachrichtendienste waren zu klein, unsere Bauten zu winzig – und ‘geflüstert’: Securitate-Mitarbeiter kommt in unsere Arme, WIR brauchen Euch!!!
Neu für mich.
Werner Kremm verriet der Adevarul, die Aktionsgruppe Banat habe seinerzeit Herta Müller nicht in ihre Gruppe aufgenommen.
Sie war von Nikolaus Berwanger (einem Kommunisten!) gefördert und schrieb Verse, die an Rilke und Blaga erinnerten.
Erst mal an der Quelle nachfragen, dann Verdächtigungen aussprechen, Supersvabo!
übrigens kann ich auf der HP vom SWR den Filmbeitrag nit mehr abrufen. Ich frage mich, ob wohl “retouchiert” wird, ähnlich wie das wegretouchieren der Bahnhofshalle in Poiana Brasov oder die Verleumdungszwischenüberschrift.
Katharina schreibt:
” ( Sie scheinen ja die Leser Ihrer Bücher zu kennen), “.
Aber natürlich kennt Gibson die Leser seiner Bücher persönlich.
Die kann er alle per Handschlag begrüßen….
wegen der großen Nachfrage…..
Mit Carl Gibson habe ich keine Chance!
Erstens habe ich keine Titel vorzuweisen.
Zweitens bin ich anonym. Das ist immer ganz schlimm.
Drittens sind Herta Müllers Bücher in meinem Regal. Welch eine Schande!
Viertens sieht Gibson mich auf dem Salajan (Au weia1 Ein Spitzel und Securitate-Verehrerin).
Fünftens sieht er mich im Lager der Angreifer.
Dass ich auch schon auf Carls Seite war, wenn er Recht hat, wird glatt vergessen.
Keine Chance für eine einfache Frau unter lauter Doktoren (auch selbsternannte).
Zitat Gibson: “Das Nobelpreiskomitee ist eine schleierhaft-obskure, intransparente Einrichtung, ein Tummelplatz für Lobbyisten aller Art.”
Dazu nochmals meine Frage: Herr Gibson, jetzt stellen Sie sich mal vor, dass Sie als ausgewiesener Bürgerrechtler, Gewerkschaftsgründer, Opfer der Diktatur, Dissident, Literaturwissenschaftler, Historiker, Institutsgründer und Leiter, Philosoph, Publizist, Sachbuchautor etc. etc. für Ihre Verdienste nächstes Jahr in cummulo den Friedensnobelpreis erhalten sollen. Würden Sie den Preis, natürlich ohne Mille, trotz Vorwürfe gegen das Komitee annehmen?
Katharina, ich muss Sie zur Ordnung rufen, denn das ist entschieden zu viel nüchterner, gesunder Menschenverstand für eine absonderliche Kapazität wie Herrn Gibson. Die ser Literaturkritiker von höheren Weihen hat demnach wunderbare Werkzeuge zur Kunstbeurteilung:
“Kriterien sind objektiv verifizierbar, auch in der Literatur, in der Ästehtik und in der Kunst.” Kabarett in Reinform.
Literatur ist Kunst.
Und nicht Wahrheit.
Deshalb falle ich auch nicht über Herta Müllers Bücher mit der Lupe her, um nach Wahrheit zu suchen.
Wahrheit suche ich woanders.
Den Auszug aus Ihrem Buch (Symphonie der Freiheit) habe ich auf Ihrer Homepage gefunden.
Ich habe nur geschrieben, ich mag den Stil nicht.
Es war nicht von Intention und geistig-psychologischer Implikation die Rede.
Ich schreibe keine Rezensionen.
Ich müßte schon Ihr Buch ganz lesen und darüber auch gut nachdenken, um es zu beurteilen.
Und wenn ich es gut oder schlecht finden würde, sagt das nichts.
Was ist ein einzelner Leser?
Als wir zwischen 1977 (Paul Goma-Bewegung in der Folge der Charta ’77 von Pavel Kohout und Vaclav Havel in der danaligen CSSR) und 1979 ( Freie Gewerkschaft rumänischer Werktätiger)SLOMR politisch oppositionell agierten und von der Securitate der RKP ins Gefängnis geworfen wurden, ging es nicht um eine Mille, um eine Million, um Ruhm und Ehre, es ging um die Freiheit für uns und für andere, ungeachtet der Konsequenzen.
Es war nicht absehbar, was aus uns werden würde, als wir im März/April 1979 in Temschburg SLOMR gründeten.
Andere Oppositionelle, die nach uns ein “Komitee für Freiheit” gründeten, es waren nur 5 Personen, wurden zu 10 Jahren Haft verurteilt.
@Katharina, was haben Sie aus der “Symphonie der Freiheit” gelesen, außer dem von mir hier zitierten Text kurz vor Weihnachten?
Nach welchen Kriterien beurteilen Sie Stil und Sprache, Konzeption, Intention, geistig-psychologische Implikationen etc.?
Eine “Meinung” ist eben nur eine “Meinung”.
Michael Naumman ist ein Fan von Herta Müller.
Er findet das gut, was sie schreibt.
Ich urteile darüber nach anderen Kriterien und bin da anderer Meinung.
Aber ich kann meine Kriterien objektiv in die Diskussion einbringen udn mit jeden Experten öffentlich diskutieren.
Ein gutes Werk muss der wissenschaftlichen und künstlerischen Überprüfung standhalten. Deshalb ist die Symphonie so und nicht anders.
Kriterien sind objektiv verifizierbar, auch in der Literatur, in der Ästehtik und in der Kunst.
Bedenklich aber ist es, wenn ein Geschmack mit Macht und Einfluss durchgedrückt und anderen aufgezwungen wird.
Wer denkfähig ist und einen eigenen Geschmack entwickeln kann, auf der Grundlage von Bildung, Wissen, Einfühlung etc.,
dem muss man nicht sagen, was gut ist und was er gut finden soll.
Die Kunst ist etwas,
die Wahrheit ist etwas anderes.
Carl Gibson
Zitat Gibson: “Das Nobelpreiskomitee ist eine schleierhaft-obskure, intransparente Einrichtung, ein Tummelplatz für Lobbyisten aller Art.”
Dazu nochmals meine Frage: Herr Gibson, jetzt stellen Sie sich mal vor, dass Sie als ausgewiesener Bürgerrechtler, Gewerkschaftsgründer, Opfer der Diktatur, Dissident, Literaturwissenschaftler, Historiker, Institutsgründer und Leiter, Philosoph, Publizist, Sachbuchautor etc. etc. für Ihre Verdienste nächstes Jahr in cummulo den Friedensnobelpreis erhalten sollen. Lehnen Sie dann ab oder streichen sie die Mille ein?
Weinprobe?
Bücher lesen und Wein trinken sind für mich nicht gleich.
In Sache Alkohol kann ich kaum mitreden.
Und wenn ich den Stil Ihres Buches nicht mag, sage ich nichts über den Inhalt.
Gut, ich habe Ihr Buch noch nicht gelesen ( Sie scheinen ja die Leser Ihrer Bücher zu kennen), aber Auszüge schon. Sonst würde ich doch nicht hier über den Stil schreiben.
Sie kennen uns doch auch nur über unsere Texte hier und teilen uns in gut und böse ein.
Nur meine Texte sagen nicht alles von mir.
Aber hier zählt der Text und nicht all die Titel…
Ich schreibe mit meinem echten Vornamen, komme von der Heide, habe kein Unidiplom (Diplome sagen mir nicht viel), schreibe keine Bücher, mag die Bücher von Herta Müller, stelle aber auch Fragen über ihre Dissidenz…
Ja, Carl, habe im Vergleich zu Ihnen nichts zu bieten.
Blindes Huhn, dass im Banatblog herumirrt…
Was suche ich eigentlich hier, wo Männer residieren, die von sich so überzeugt sind und ihre Titel als Aushängeschild benutzen?
“Der Gibson kann doch überhaupt nicht schreiben !
Dem sein Buch ist noch zu schlecht zum brennen.
Von Anonymous in Jan 18, 2010 – 20:18 ”
“Dann lese ich lieber die 3 Musketiere !
Von Anonymous in Jan 18, 2010 – 20:48 ”
“Gibson kann schreiben.
Allerdings sind wir Müller und Wagner Verwöhnte
vielleicht vom Stil nicht angetan. Einfach unmodern.
Ein Mann der Neuzeit mit hehren Idealen, der gehört und gelesen werden will, sollte mal darüber nachdenken.
Von Katharina in Jan 18, 2010 – 20:34″
Was sagt man dazu?
Der Namensvetter von Richard Wagner aus Bayreuth würde vielleicht sagen:
Es gibt gute Anonyme,
und es gibt böse Anonyme.
Die guten Anonymen sind die,
die für die Denunzianten Herta Müller und Richard Wagner reden,
und die bösen Anonymen sind die,
die sich für die Positionen des Lügners und berühmten Consulting-Philosophen Carl Gibson aus Bad Mergentheim stark machen.
Zum Verbrennen meiner Bücher!
“Dem sein Buch ist noch zu schlecht zum brennen.”
Welch ein Deutsch!
Fast schon genuin Banatschwäbisch! Die Diktion eines Bildungsphilisters der Sonderklasse. Ich empfehle zur Vertiefung: Hugo von Hofmannsthal,Wert und Ehre deutscher Sprache.
Das ist ein “Essay”, etwas, was sich von dem absetzt, was man bei Herta Mülelr “Essay” nennt.
Zum Brennen meines Buches!
Wo man Bücher verbrennt,
verbrennt man später auch Menschen, lehrte Heinrich Heine,
ein kritischer Dichter seiner Zeit,
mit dem Herta Müller nichts am Hut hat,
sich aber von der Heine-Gesellschaft ehren lässt.
Machne wir doch den Brenntest:
Nehmen wir eine Exemplar der “Symphonie der Freiheit” und dann bilden ein Häufchen aus 5-6 Herta Müller-Büchlein,die wir
wir dann gleichzeitig anzünden.
Welches Werk wird länger?
Wo ist mehr Brenn-Substanz?
Welches liefert mehr kalorische Energie?
Welches wärmt wessen Herzen auf?
Damit sind wir beim Stil.
Damit wir nicht wie Katharina reden,
die mein letztes Buch noch nicht in der Hand hatte,
die überhaupt noch nichts von mir gelesen hat,
außer den Kommentaren hier,
damit wir nicht wie die Blinden von der Sonne reden
oder wie Herta Müller von der Securitate,
von potjomkinschen Bahnhöfen,
müchhauserischen Haftbefehlen etc. etc.
rate ich zur einer
Blind-Verkostung – wie bei der Weinprobe!
Einige Essays aus meiner Feder und ein paar aus dem schmalen Werk der Herta Müller werden Blindverkostern vorgelegt,
es können Studenten der Germanistik sein, Dozenten, Leute, die etwas von literatur verstehen …
die wissen, was ein Essay ist und ein Roman,
dann sollen sie lesen, vergleichen und ein Urteil abgeben…
wie bei der Weinprobe …
dann kommt des Pudels Kern zum Vorschein!
Dann wird anhand von literturissenschaftlichen und literaturhistorischen Kriterien, nach sprach-linguistischen Überlegungen, nach geistigen Leistungen bewertet werden,
wer was vorgelegt hat.
Und dann erkennt die Welt auch, was Protektor und Mäzen Michael Naumann (SPD) von der ZEIT an Herta Müller gut findet.
Zu meinen “Lügen” – ich bin ganz Ohr, wer mir was vorwirft!
Zu den 3 Musketieren: Einer für alle, alle für einen!
So kämpfte und kämpft auch die so genannte Aktionsgruppe (ohne Aktion) -
nach außen in der Denunziation vereint,
im Verhindern und Ausgrenzen von Kritikern,
mit allen Mitteln,
nach innen alle untereinander von Misstrauen erfüllt ( nach Berwanger misstraute ab 1982 jeder jedem!) und zerstritten.
Ein feiner Haufen!
Ein weites Feld aus dies!
Je deutlicher die Wahrheit ans Licht kommt, desto heftiger werden die Beschimpfungen aus dem Lager der Anonymen.
Carl Gibson
Ja, lesen sie Karl May. Viel Spaß!
Oder Karl May, der hat genau so gelogen wie Gibson.
Dann lese ich lieber die 3 Musketiere !
Wer sich alles unter Anonymous versteckt, weiß ich nicht.
Zum letzten Beitrag.
Gibson kann schreiben.
Allerdings sind wir Müller und Wagner Verwöhnte
vielleicht vom Stil nicht angetan. Einfach unmodern.
Ein Mann der Neuzeit mit hehren Idealen, der gehört und gelesen werden will, sollte mal darüber nachdenken.
Der Gibson kann doch überhaupt nicht schreiben !
Dem sein Buch ist noch zu schlecht zum brennen.
Tes is jo luschtig – tankescheen, Polki. (Menscht tes jetzt ernscht?)
Ein Geschenk für Alma von polki
http://www.youtube.com/watch?v=95WXQrlImpM
Aha, hier gibt´s Fleißkärtchen von anonymen Mouschen!
Vielleicht in Zukunft auch Lebensmittelkarten für Haiti?
ich sammle keine Fleißkärtchen, höchsten Heiligenbildchen, vielleicht bekomme ich ja mal eines von der hl. Herta.
Sehr brav die Lektionen von Magister Gibson gelernt, Supersvabo. Das gibt ein Fleißkärtchen.
in diesem Strang gehts aber um Herta Müller, nit um Carl Gibson.
Und hier ist zu sagen, was gescheitere Leute bereits über das Thema Nitzkydorferin gesagt haben, wills ja nit zum Erbrechen wiederholen.
Nur soviel, wer getrieben von Hass, Gehäßigkeit über andere ausschüttet, Halbwahrheiten so ausbreitet, andere denunziert ohne aber seine eigene Vita kritsch zu reflektieren, nun ja, da bleiben Fragen von gescheiten und intellektuellen Typen genausowenig aus´, wie von einfach denkenden Schwowe.
“Das Nobelpreiskomitee ist eine schleierhaft-obskure, intransparente Einrichtung,
ein Tummelplatz für Lobbyisten aller Art.”
Herr Gibson, jetzt stellen Sie sich mal vor, dass Sie als ausgewiesener Bürgerrechtler, Gewerkschaftsgründer, Opfer der Diktatur, Dissident, Literaturwissenschaftler, Historiker, Institutsgründer und Leiter, Philosoph, Publizist, Sachbuchautor etc. etc. für Ihre Verdienste nächstes Jahr in cummulo den Friedensnobelpreis erhalten sollen. Lehnen Sie dann ab oder streichen sie die Mille ein?
Übrigens, da Sie auf der Suche nach einem Verlag für Ihr neues Werk sind (Wieso müssen Sie eigentlich noch suchen? Ich dachte nach dem bombastischen Erfolg der “Symphonie” rennen ihnen die Verlage die Türen ein wenn sie nicht gerade vor selbigen Schlange stehen.)empfehle ich Ihnen den weltberühmten Selbstverlag.
ich sage mal gleiches Recht für alle. Damit meine ich die Nitzkydorferin mit ihrer Entourage genauso wie die verschiedenen IMs.
Vermutlich sind alle Akteure irgendwie IMs gewesen. Die anderen hatten es halt früher besser, die anderen im Gegenzug heute, ja ja das Rad dreht sich, mal zum Guten mal zum Schlechten.
Warum soll es hier anders laufen, als bei den Sibis?
Macht nix, wenn Carl Gibson überall gesperrt wird. Seine Freunde folgen ihm. Und dann wird ein ganzer Vormittag gesprochen…Worüber bloß?
Nachtrag: Wie kommen Sie dazu, sich als ausgewiesener Literaturwissenschaftler zu bezeichnen?
Die Liste ihrer Publikationen bietet keinerlei Indiz für diese Selbstaussage. Haben Sie Meriten, eine entsprechende akademische oder publizistische Karriere? Hat Sie die Fachwelt so eingestuft? Das ist schon der Gipfel, sich so zu äußern. Das ist in meinen Augen pure Hochstapelei. Ihnen fehlt ja jegliche Selbstbeschränkung, Herr Gibson.
“Das sage ich als ausgewiesener Literaturwissenschaftler.”
Hier spricht wieder einmal der Profilneurotiker. So wenig Achtung haben Sie vor dem künstlerischen Schaffen von Literaten, dass Sie die Geisteshaltung eines Banausen annehmen! Sie diskreditieren sich heute am laufenden Band, Herr Gibson.
Was der Putzfrau als Schmutz erscheinen mag, ist für zahllose Menschen kostbar. Werden Sie Putzfrau, Herr Gibson, kümmern Sie sich dann aber um den echten Schmutz!
Gemessen an den ästehtisch-sprachlichen Kriterien von Weltliteratur können Sie das von der Unbestechlichen geschaffene “Werk” in der Pfeife rauchen!
Des Kaisers neue Kleider, sonst nichts.
Alles Schall und Rauch, billige Effekthascherei eines korrupten Zeitgeistes.
Das sage ich als ausgewiesener Literaturwissenschaftler.
Was die Unbestechliche produziert hat, ist nicht mehr oder weniger als andere moderne Kunst auch – man kann sie mögen oder auch nicht.
Aber es kann passieren, dass da eine Putzfrau vorbeikommt – und , am gesunden Menschenverstand orientiert,
den ganzen “Schmutz” einfach wegwischt.
Wie bei Jos. B.
Alles schon dagewesen!
Carl Gibson
“Das Nobelpreiskomitee ist eine schleierhaft-obskure, intransparente Einrichtung,
ein Tummelplatz für Lobbyisten aller Art.”
Wer soll jemanden, der wie Sie – in Unkenntnis der einzelnen Personen – anerkannte Experten so pauschal verunglimpft, achten und ernst nehmen? Das können Sie nicht mehr erwarten, Herr Gibson. Sie haben sich selst diskreditiert, Herr Gibson. Nur weiter so(!)
Bevor Sie ans Aktenstudium gehen, empfehle ich Ihnen, möglichst viele Proseminare in Neuerer Geschichte zu besuchen, um Ihre “Technik des wissenschaftlichen Arbeitens” zu “optimieren”.
dann tun Sie`s doch !!!!!!!!!!
Ich bin gerade dabei, die deutsche Presse zu informieren ..
und die Verlage von der Existenz meines Buches zur hier exponierten Thematik in Kenntnis zu setzen.
In Schweden wurden meine Vorwürfe an die Adresse von Herta Mülle ausgiebig diskutiert, in dem Blog von Dr. Bodil Zalesky, heute noch abrufbar.
Das Nobelpreiskomitee ist eine schleierhaft-obskure, intransparente Einrichtung,
ein Tummelplatz für Lobbyisten aller Art.
Deshalb so viel Ausgewogenheit und Gerechtigkeit in den letzten 100 Jahren.
(Ich schrieb darüber, 1984 bereits:
Nobelpreise – eine Form der Manipulation,
in Vis-a-Vis, Zeitschrift für Literatur, Berlin.)
Der Fall Herta Müller wird noch viele Nachfragende beschäftigen.
Carl Gibson
P.S. Ich habe jederzeit die Möglichkeit, mich bei der CNSAS akkreditieren zu lassen und nach “IM Cristina”-Belegen zu suchen.
Noch ist nicht aller Tage Abend!
Ihre ständigen haltlosen Unterstellungen Unbekannten gegenüber, das kann ich in diesem Fall als persönlich Betroffener konstatieren, sind Ausweis Ihres zu Pauschalurteilen (statt zur Differenzierung) neigenden Denkens. So wie Sie es mit mir und anderen machen, denke ich mir, gehen Sie mit Ihren prominenten Hassobjekten auch um.
Übrigens hat das Stockholmer Nobelpreiskomitee all Ihren Kritikpunkten zum Trotz Herta Müller prämiert. Was lehrt uns das?
Wer nun aber zu einem nicht so einseitigen, stattdessen ausgewogenerem Urteil kommen möchte, muss das gesamte literarische Schaffen von Herta Müller im Auge haben, und darf sich nicht auf ein einziges Motiv konzentrieren. Sie, Herr Gibson, sind hierzu unfähig.
Sachte, sachte Seelenklempner!
Sie sollten die Dinge auseinander halten können.
Zur Unbestechlichen!
Ich habe etwas dagegen, wenn jemand, der von 1982 bis 2009 andere beschimpft, denunziert und en gros Verdächtigungen in Umlauf bringt,
gegen ganze Institutionen wettert und anklagt,
gegen die Landsmannschaft der Banater Schwaben ebenso wie gegen die Landeskirche der Siebenbürger Sachsen,
der von “Haas” motviert schreibt, der hetzt,
der sich nie von dem Prinzip Hetze distanziert hat,
auch noch mit dem ethisch definierten Nobelpreis ausgezeichnet wird.
Das riecht nach Korruption.
Ich habe etwas gegen den forcierten Protektionismus und Lobbyismus a la Michael Naumann… von der ZEIT und SPD,
und ich habe etwas gegen die undemokratische Mauschelei von SPD (Naumann) und CDU ( KAS)bei der Literatur- und Kulturförderung.
(Da war es einfacher bei Nikolaus Berwanger und der RKP.
Berwanger und die RKP machten alles möglich,
auch “Niederungen”,
bevor sie dem Kommunismus davonliefen.)
So kommt die Demokratie auf den Hund.
Ceausescu und Honecker lassen grüßen!
P.S. Ich habe auch noch etwas dagegen, wenn ehemalige KP-Mitläufer daher kommen,
um uns alle die Moral zu predigen.
Carl Gibson
“Nun hat eine vermutliche IM Cristina das Privileg Nobelpreisträgerin zu sein.”
Für dieses “Privileg” musste schon Außerordentliches geleistet werden, was manchen, sagen wir, unbedarfteren Zeitgenossen wohl dauerhaft verschlossen bleibt. Den Nobelpreis wird nicht willkürlich zugeteilt. Aber wahrscheinlich ist die Jury vollkommen inkompetent, gewiss ist sie für Mauscheleien zu haben, natürlich gänzlich naiv. Mit Gibsons unbestechlichem, scharfsinnigem Kritikerblick wäre das nicht passiert, gell? Ach, supersvabo, Sie schnitzen sich die Welt, wie es Ihnen gefällt.
Was wäre, wenn Herr Schleich nun Nobelpreisträger für seinen Weltliteratur-roman “Die letzte Hopsapolka” oder so ähnlich wäre. Dann wäre wohl seine Akte gefälscht und die einer gewissen Cristina echt, also alles vice versa.
Da ist was Wahres dran an Carl Gibsons Ausführungen.
die Banatschwäbische Intelligenzia saß sich damals bei Berwanger Niki gegenseitig im Gnack (Genick), die haben sicherlich gegenseitig auf sich “aufgepasst”.
Nun hat eine vermutliche IM Cristina das Privileg Nobelpreisträgerin zu sein. Was wäre, wenn Herr Schleich nun Nobelpreisträger für seinen Weltliteratur-roman “Die letzte Hopsapolka” oder so ähnlich wäre. Dann wäre wohl seine Akte gefälscht und die einer gewissen Cristina echt, also alles vice versa.
“Marionetten-Theater? Sind die Puppen wieder los?” – Nonsens. So gehehen Sie mit Kritik um!
“Mein Zwecke aber waren immer “idealer” und “prinzipieller Natur”. Das haben die aufmerksamen Leser seinerzeit erkannt.”
Sie Meister der Selbsttäuschung! Sie haben eine schlimme Kampagne gefahren, die vor allem aus Neid und Profilsucht motiviert war.
Die Quittung dafür haben Sie durch die Forensperrungen erhalten, ob bei der Zeit oder anderswo. Mit mehr selbstkritischem Bewusstsein müssten Sie das mit zeitlichem Abstand nachvollziehen können.
“Mich täuschen diese Manöver nicht.
ich habe alles durchschaut.”
Bei Ihnen kann ich kaum mehr erkennen, wann Sie bewusst manipulativ darstellen und wann Sie einem Trugbild anheim fallen.
Marionetten-Theater?
Sind die Puppen wieder los?
Und wird es zu langweilig auf “Seibenbürger”, seitdem man mich verbannt hat?
Ich erinnerre an den virtuosen “Puppenspieler” dort, der mit mehr als 10 Pseudo-Identitäten unterwegs war,
um sich “objektivierende Mehrheiten” zu veraschaffen und um – täuschend die Leser hinters Licht zu führen,
mit dem Ziel,
nach Machiavellis Art die eigenen, “profanen” Zwecke zu erreichen.
Mein Zwecke aber waren immer “idealer” und “prinzipieller Natur”.
Das haben die aufmerksamen Leser seinerzeit erkannt.
Zur CNSAS – Was ich von der Einrichtung hielt und halte, ist in der “Symphonie” beschrieben – und weshalb!
Auf den Anträgen habe ich den Hinweis gelesen, dass die Informationen explizit “nicht” zur Belastung (lebender) Personen eingesetzt werden dürfen.
Wer hat sich daran gehalten?
Wenn wir die Materie IM in der DDR aufgreifen, kommen 200 000 Fälle auf uns zu.
Soll das Fernsehen zu jedem Fall eine Sendung machen? (ich hätte nichts dagegen!)
Oder interessieren nur Fälle,
wo man Nobelpreisträgern ein notwendiges Alibi verschaffen kann.
Mich täuschen diese Manöver nicht.
ich habe alles durchschaut.
Morgen wird einer mit “Cristina” -Fundstellen auftauchen.
Was sagte ich oben, gelangweilter S.?
Wessen gefälschte Securitate-Akten sie die wahreren?
Zu schwer diese Logik?
Carl Gibson
Wie raimar1935 schreibt, genau so ist es. Leider. Es gibt eine heute noch gültige, antike Verhaltensregel gerade für Historiker, sie mögen ihr Forschungsobjekt “sine ira et studio”, also vorurteilsfrei (“ohne Zorn und Vorliebe”) behandeln. Nicht nur Historikern sehr zu empfehlen!
Was ihm (CG) nicht in den Kram passt, ist gefälscht ! Da kann man noch so viele Beweise bringen, die er immer anfordert, sie werden nur akzeptiert, wenn sie seine Unterstellungen untermauern !
Wenn Menschen aufklären wollen und recherschieren und dann ihre Ergebnisse publizieren – was er ja immer fordert von anderen – und es widerspricht seinen Behauptungen, dann ist das “schäbig, denkfaul, kurzsichtig !”
Ein ganz perfiedes Spiel !
Drehen Sie doch bitte nicht immer alles um, Herr Gibson. Ein “böses Spiel in der Art der Securitate-Desinformationsabteilung” betreiben doch wohl Sie seit langer Zeit, indem Sie ahnungsvoll Abgründe in Sachen der Gott weiß wie schlimmen Herta Müller und von Richard Wagner insinuieren. Beweise Fehlanzeige. Sie verdächtigen zumindest indirekt und echauffieren sich nun künstlich. Dass Sie der Autorin die “Niederungen” bis auf den heutigen Tag nicht “verzeihen”, kann nicht der Grund für dieses so hartnäckig hetzerische Agieren
sein. Die literarischen Verdienste und Erfolge ignorieren Sie ebenso hartnäckig. Doch es geht hier effektiv um strafwürdiges Fehlverhalten, nicht um Ihre persönlichen Aversionen. Wann endlich wollen Sie das begreifen?
Schäbig, schäbig diese Vorgehensweise, in den Sack zu greifen und immer wieder schwarze Katzen bzw. andere Ungeheuer hervor zu holen,
die Unfrieden stiften, Hass säen,
Menschen verleumden,
Existenzen ruinieren etc. etc.
Weshalb haben die fein sauberen Wissenschaftler mit gut dotierten Pöstchen und makellosen Westen nicht dafür gesorgt,
dass Gleichstand besteht bei CNSAS-Akteneinsicht und Auswertung?
Die einen haben gekramt ( wóhl nach abgsprochenem Prozedere) .. und haben nun etwas in der Hand gegen andere und zur Befriedigung ihrer Vendetta,
andere haben nichts!?
Ist das Fairplay?
Oder doch nur ein böses Spiel in der Art der Securitate-Desinformationsabteilung?
Wessen gefälschte Securitate-Akten sie die wahreren?
Soviel Kurzsichtigkeit und Denkfaulheit hätte ich nicht für möglich gehalten.
Gewisse Leute meinen immer noch,
alle anderen seien auf den Kopf gefallen oder von Geburt aus verblödet.
Es ist zum Kotzen.
Carl Gibson
Jakob: “Neues zum Thema Schleich und Voicu sowie Ternovits und Matei auf halbjahresschrift.blogspot.com Ich bin entsetzt.”
Wieso entsetzt? Dass es substantielle Hinweise auf eine solche Securitate-Vergangenheit gegeben hat und die Recherche von seriösen Autoren wie Totok “ergiebig” ist, muss wohl kaum verwundern. Hingegen finde ich es nach wie vor erstaunlich, dass Carl Gibson hier wiederholt Partei ergreift für das “Verleumdungsopfer” Schleich. Was ist für Herrn Gibson das größere Übel: Securitate oder Herta Müller? Offensichtlich Herta Müller.
Gottseidank fand der “Spuk” ein Ende, denn es ist nicht auszudenken, wie das Leben für die dortgebliebenen Bürger ausgesehen hätte, falls Nicolae und seine Gefolgschaft weiter regiert hätten.
Im letzten Jahrzehnt war der Wahnsinn auch in den Kindergärten angekommen.
Auf die Frage (zugegeben, man stellt Kinder auch solche dumme Fragen), wen er denn amliebsten hat, antwortete der Junge eines Temeswarer mit: Ceausescu. Der Vater des Kindes war natürlich nicht begeistert. Und es folgten unschöne Worte auf diese Diktatur, in der wir lebten.
Wenige Jahre danach hatte ich mit meinem eigenen Kind Erlebnisse, die mir zu denken gaben…
Nach einem Besuch von Freunden im Circumvalatiunii begann mein kleiner Sohn im Trolleybus (etwa beim Piata 700) plötzlich die Hymne zu singen. Er war noch nicht sehr lange im Kindergarten, er war erst drei Jahre alt und sang die Hymne ohne Fehler.
Die Leute im Bus schwiegen alle. Es war irgendwie unheimlich.
Ich wußte nicht, dass er die Hymne kannte.
Ich war zunächst erstaunt.
Die Antwort, warum ein kleiner Junge plötzlich im Bus die rumänische Hymne zu singen beginnt, bekam ich nur wenige Wochen später.
Es war die große Wahl, die man überall mit riesigen Bilder des Genies ankündigte…
Bei einem Spaziergang blieb mein Kind vor einem Bild, das auf dem Gehsteig stand, stehen und wollte die Hymne singen.
Ich nahm das Kind und sagte, man singe nicht auf der Strasse und schon gar nicht vor einem Bild. Da sagte mein Kind, dass man jeden Morgen im Kindergarten vor dem Bild singe…
Das wußte ich zwar, aber an solche Folgen hatte ich nicht gedacht…
Und nun wußte ich, dass ein Foto des geliebten “conducators” der Auslöser für die Hymne im Bus war. Es war wie ein Schock.
Die Hymne hat mein Kind dann bald vergessen…
Die Wende stand vor der Tür.
Du hast Recht, Polki, das mit der Staatshymne war halb so schlimm, es gehörte eben zu dem ganz normalen, alltäglichen Wahnsinn. Es gab Schlimmeres…
Neues zum Thema Schleich und Voicu sowie Ternovits und Matei auf halbjahresschrift.blogspot.com
Ich bin entsetzt.
ALMA……….Da muss ich dir teillweise Recht geben ! Damit du auch sehen kannst, dass wir nicht gehässig gegen irgend jemand und nur aus dummheit schreiben hier im Blog.
Da ich zu dieser zeit beim Bund war…….Radu Lach. Hat man kein ausgang bekommen wenn man die neue Rumäniche Hymne nicht auswendig konnte………..
Das war 77-78 Ich brauchte kein ausgang und somit musste ich sie auch nicht lernen!
Das sicher auch in Fabriken solche Schikanen gemacht wurden, kann ja sogar sein. Nur das hielt alles eine Woche an. Dann war wieder Alltag .
Bei den Studenten glaube ich das auch, den dies war ja die zukünftige Inteligenzia !!
Das man dort, die auf Partei Linie trimmte ist doch klar und war auch vernünftig damit sie nachher wissen das die Rumänische Fahne drei Farben besitzt………………….Lach
“Dieser Nobelpreis wurde m. E. ermauschelt und mit Protektion durchgesetzt.” Carl Gibaon
Aber klar doch, Mario Puzo hat das doch ausführlich beschrieben, wie solche Preise (er meinte den Oscar) vergeben werden. Stichwort Pferdekopf im Bett… Meint ihr nicht, dass Peter Englund ein bisschen blass war, an jenem Mittag – wer weiß, was die ihm angetan haben?
Und was das “Sich-Waschen über der Jauchegrube” betrifft, darin sehe ich kein Problem: Hauptsache der Mensch hat sich gewaschen, egal wie und wo. Das war ja auch keine Selbstverständlichkeit in der breiten Bevölkerungsmasse, das Sich-waschen. Egal wie, wir Schwobe haben uns wenigstens gewaschen! (Boah, jetzt bin ich gemein!)
Sie vermissen mich, Supersvabo. Also gut:
“…getroffene Hunde bellen”? Demnach sind Sie mindestens von Kugeln durchsiebt, oder?
Als irgendwann (+- 1977?) Rumänien sich mal wieder eine neue Staatshymne angelegt hat, wurde morgens der Haupteingang an der Uni von netten Typen verriegelt: nur der durfte hinein, der den Text der neuen Hymne auswendig rezitieren konnte. Mein Gott, war das peinlich! Und was denken Sie, was aus dem kleinen Lautsprecher (der sich in jedem Zimmer des Studentenwohnheims befand) morgens und abends strömte? Pink Floyd vielleicht? Nein, es waren Arbeiterchöre. Ich frage mich, wieso sollte das in den Fabriken anders gewesen sein.
Ein Server-Absturz gestern in Heilbronn hat hier die gesamte Gegend lahm gelegt.
Hier konnte ich deshalb nicht kommentieren, habe aber meiner Meinung auf der Forum-Seite von Report-Mainz gesagt.
Hans, Supersvabo, Jakob und andere haben weiter oben sehr vernünftige Argumente gebracht, die sich weitgehend mit meinen Auffassungen decken.
Wir haben es hier mit einer persönlichen Vendetta, zu tun,
mit Retourkutschen,
persönlichen Rachefeldzügen,
Animositäten,
Rivalitäten etc. etc.
von eheamligen Kollegen, die sich eigentlich nie ganz grün waren Kollegen
Sowohl die Mitglieder der so genannten Aktionsgruppe Banat ( ein loser “Freundes”-Kreis ohne Kodex, Statuten etc.)
als auch des Adam-Müller-Guttenbrunn-Kreises, der die Linken nach dem Verbot der AG 1975 aufnahm,
und die Mitarbeiter der NBZ ( neuen Banater Zeitung)
viele von ihnen unter den Fittichen des
RKP-Antifaschisten Nikolaus Berwanger
- als Chef der “Räuberhöhle” ( gemeint ist der AMGK aus Securitate-Sicht)
waren heftig untereinder zertritten.
Wer wem was vorwarf, daüber könnte ich ein weiteres Buch schreiben bzw. wer wann wo lügt, retuscheirt, schönfärbt etc. etc.
Ein Sumpf – Niederungen eben!
Menschliches-Allzumenschliches!
Schade nur: SWR “Report” aus Main hat sich instrumenatlisieren lassen!
Indem die Sache mit der Nobelpreisträgerin verknüpft wurde,
wurde sie überhaupt erst zum sendewürdigen Thema.
Herta Müller, rücksichtlos wie sie immer schon war, wenn es galt eigene Interessen, durchzusetzen,
griff zu diesem Strohhalm und wühlte in dem Schmutz kräftig mit, in der Hoffung,
ein paar Bundesbürger würden so mitbekommen, dass sie bespitzelt, ergo “verfolgt” wurde.
Typisch Ablenkung Herta Müller: Im Trüben fischen, dabei Kollegen denunzieren
und Existenzen ruinieren.
Nur um sich ein Verfolgten-Image nachträglich zuzulegen,
obwohl inzwischen alle wissen müssten,
das Herta Müller eine Systemprofiteurin war.
Sehr moralisch das alles!
Fazit: Kurzversion für desinformierte Westeuropäer:
Alle Securiate-Akten, die Herta Müller belasten, sind falsch.
Alle Securitate-Akten, die Herta Müller-Kritiker belasten, sind echt.
Alle Kritiker von Herta Müller und Richard Wagner arbeiten entweder für die Securitate ( alt oder neu!)
oder für die Cosa Nostra.
Herta Müller hat immer Recht.
Herta Müller ist ohne Tadel, sie hat die weißeste aller weißen Westen!
Schließlich ist sie die “Unbestechliche”!
Carl Gibson
P.S. Und noch etwas @Getkiss:
Klarstellung: Ich habe nicht nur Herta Müllers moralische und politische Integrität öffentlich angezweifelt und dargelegt,
dass Herta Müller nichts mit Dissidenz zu tun hat,
ich habe auch die Qualität ihrer so genannten Literatur sprächlich-ästhetisch- geistig in Frage gestellt.
Allein der letzte Komplex reicht aus,um ihr den Nobelpreis zu versagen.
Dieser Nobelpreis wurde m. E. ermauschelt und mit Protektion durchgesetzt.
Carl Gibson
“Alma meinte: Ausser Banhof hat man keine Beweise gegen unsere Nobelpreisträgerin hier im Blog.”
…getroffene Hunde bellen, wobei ich um Gottes Willen nimand hier mit so netten Viecherln vergleichen möcht.
Aber es gibt ja nit nur die Bahnhofshalle in Poiana Brasov. Auch das Absingen der Staatshymne der SR Rumänien in den Temeswarer Fabriken, die Pausengestaltung mit patriotischen Gesängen, das Sich-Waschen über der Jauchegrube usw. Alles Dinge wo man nit weiß, ob die Nitzkydorferin es als Reality, Fiction oder “hohe” Literatur gesehen haben möchte.
na dieser Frauenhofer oder -dorfer. Der Nähmaschinen-Direktor, wie Polkakenich ihm den Kosenamen gegeben hat, hat diesem Frauenhofer oder -dorfer doch nahe gelegt mit den Herren von Salajan-Bulevard zu kolaborieren, “wenn er was werden wolle”. Ich frage mich, ob die Akteure von einst sich noch ins Gesicht sehen könnnten und wie weit es mit der Integrität des “Boss” her ist, wenn er seinen talentierten Kerweibuwe und Kerweihmädle sowas empfiehlt. Die Lenau-Schule war wohl tatsächlich eine Elite. Eine Elite von guten Schülern, die auch gutes gemacht haben aber eben auch eine Elite von angehenden potientiellen Securitate-Verbrecher – die Kehrseite der Medaillje. Gscheide Schwowe-Kinder waren da mit den Söhnen und Töchtern von Securisten, Anwälten, Beamten, Militäristen zusammen, eine interessante Mischung aus der auch mal was Faules herausgekommen ist.
Nur eine Frage.
Wieviele Dichter hat die viel und oft erwähnte Lenauschule denn hervorgebracht?
Ausser Herta Müller.
OK, der Beitrag von oben ist vom Polki.
Also nichts Anonymous
Euer Erich, werd ja noch viel freid an seinen Schüler haben. So wie es ausschaut, fresse die sich lewendicher gegenseidich uf !
Guten apetit……Polki
Lenauschule
Es war “die Schule” in Temeschwar. In die jeder Gscheide Schwob, vielleicht gern rein wollte, aber nicht konnte! Weil er zu dumm dezu war. Dies war die damalige Sicht aus der 60,70 Jahre. Lenaschule das war auch unser beschter Direktor. ich nannte ihn, den Nähmaschinen Direktor.
Wenn er vielleicht a mol do in den Blog rein schaut, oder andere Schüler vun damals. Möchte ich EUCH mal was mitteilen………….
Die Lenauschule ist ja eine der wenigen Schulen, die Jährlich ihre Klasentreffen abhält. Wenn dies so weiter geht, mit Verrat,Bespitzelung, Verleumdung (dieses Wort gilt auch für dich Herta). Ja kennt ihr, dann auf den Klasentreffen euch noch in die Augen schauen?
Erich, mol a ehrliche Frag vun em Schwob: Was für Menschen habt ihr da herangezogen, in unserer beschten Schul?
Kann mich noch gut errinnern do hat der Herr Genscher diese Schule besucht. Und hat gesagt: “Wir hollen euch alle hier raus!”
Damals habe ich gmeint, er hat die Schwowe gmeint. Heite kennt ich meine, er meint die Schulkinder vom “Nikolaus Lenau Lyzeum”
Also ich kenne keine Schule, wo die Schulkinder sich gegenzeitich a Schlamschlacht leischte. Die nichts wie Niederungen ans Taglicht bringt.
Die Poeti (Dichter) waren schon damals was besonderes in der Schule (Spinner uf Schwowisch). Des sind se, auch noch heut, in allen Ehren geblieben.
Alma meinte: Ausser Banhof hat man keine Beweise gegen unsere Nobelpreisträgerin hier im Blog.
Ich will die Beweise nicht noch mal aufführen, da bei uns im Dorf der Pfarrer nur ahmol predikt. Nur die beiweise das die Herta lügt sind mehr als genuch……………
Das sie Alma, vielleicht nicht Deutsch lesen können, das ist eine Tatsache.
Frage: Waarscht vielleicht a in der Lenau-Verräter- Burg, mit den drei Sternen, auf dem Wapen?
getkiss, da unterschreibe ich.
Wir zweifeln nicht am Talent der Autorin.
Uns geht es um ihre Dissidenz.
Wagner sagte doch, ihnen ging es um eine andere
Literatur. Zwar regimekritisch (habe leider nichts bemerkt) aber nicht um offene Opposition.
Sie haben Ceausescu eindeutig keine Hymnen komponiert oder Verse für die große Partei geschrieben.
Herta Müller hat sich auch nicht unbedingt selbst zur Dissidentin gemacht.
Es sind bestimmte Leute, die ihre eigentliche Biographie neu schreiben.
Eben, uns geht es ja nicht darum, ob Herta Müller zu recht ihren Nobel-Preis bekam. Ihre literarische Qualität hat niemand hier in Zweifel gezogen.
In unserer Diskussion geht es einzig und allein darum:
War Herta Müller, schon damals in Rumänien eine Dissidentin? Dagegen spricht einiges.
Hat Sie sich erst nach der Ausreise gegen das Regime gestellt? Dafür sprich auch einiges.
©Jakob: Als Schriftsteller war Schleich keinesfalls etabliert. Seine Gedichtbände sind 1978 und 1980 erschienen, also auch recht spät.
Das stimmt. Aber Schleich hat ja nie von sich behauptet hauptberuflich Schriftsteller zu sein. Schleich war ein Hobbydichter. Etabliert war er aber bereits als Journalist als die anderen beiden schriftstellerisch noch in den Windeln lagen.
© Jakob: Das Schicksal der Eltern (Enteignung und Deportation) aber auch seines (als Kind im Baragan) kann nicht als entlastendes Indiz einer möglichen Informanten- und Denunziantentätigkeit für den kommunistischen Repressionsdienst Securitate gelten.
Völlig korrekt. Was in dieser Aussage hinkt, ist die Franz Schleich unterstellte „Informanten- und Denunziantentätigkeit für den kommunistischen Repressionsdienst Securitate.“ Das muss ihm erst nachgewiesen werden. Denn das ist aus dem Report-Mainz-Beitrag nicht hervorgegangen. Dass Herta Müller untragbare Kritik an ihren Landsleuten ausgeübt hat, das man sich fragen musste, zu was so etwas gut sein soll, das haben sich alle gefragt und nicht nur Franz Schleich. Dafür kann man ihn nicht als Denunziant abstempeln.
© Jakob: Ich bin auch der Meinung, dass Voicu eher Totok Schaden zugefügt hat als Herta Müller. Aber Mit dem Begriff “Nobelpreisträgerin” in der Überschrift steigt nun mal die Einschaltquote, ist klar.
Auch in diesem Punkt stimme ich voll und ganz zu. Über was sich spekulieren lässt, das sind die Motive der Schriftsteller. Welches war Ihre Motivation? Warum haben sie das getan?
Herta Müller macht es aus Geltungsdrang, und Richard Wagner auch, William Totok hat das Recht dazu, ihm wurde tatsächlich Schaden zugefügt. Aber warum Horst Samson? Worum geht es ihm? Und warum tut er das? Horst Samson ist ein intelligenter Mensch, der es nicht nötig hat, sich auf eine Seite zu schlagen, um ins Fernsehen zu kommen. Hat er bedacht welchen Schaden er der anderen Seite zufügen kann? Vielleicht völlig unbegründet eine Existenz ruiniert? Hat er daran mal gedacht?
Warum sollte Herta Müller glaubwürdiger sein als Franz Schleich? Und warum veröffentlicht sie nicht genau so konsequent, was sie selber in ihrer Christina-Akte zu stehen hat, wie sie andere Akten offen legt?
Hans
Also ich weiß nicht so recht, das Interview von Schleich, auch über seine Arbeit als Milizreporter, ist für mich eher eine Räuberpistole. Ein ehemals festangestellter Redakteur einer deutschen Tageszeitung in Rumänien, der auch ab und an aus dem Gerichtssaal oder über Straftaten im real existierenden Sozialismus schreiben musste, sagte mir, dass er und seine Kollegen diese Texte nie der Securitate vorlegen mussten. Über diese Fälle seien sie auch nicht von der Securitate sondern von der Miliz informiert worden. Man habe gewusst, wie man schreiben müsse, was erwartet würde. Selbstzensur im Kopf. Ist für mich glaubwürdiger.
Ich bin auch der Meinung, dass Voicu eher Totok Schaden zugefügt hat als Herta Müller. Aber Mit dem Begriff “Nobelpreisträgerin” in der Überschrift steigt nun mal die Einschaltquote, ist klar.
Und was dieser Voicu alles berichtet hat, kann man auf
halbjahresschrift.blogspot.com
ja nachlesen. Also, wer immer es auch war, es ist erbärmlich. Und es war einer aus unseren Reihen.
wobei ich die Ausführungen von Herrn Hans für glaubhafter halte als das Gekeife vom Perjamoscher.
Aber natürlich, wir können es ja nit wissen, das weiß nur Schleich und Wagner selber. Eine folgerichtige Erklärung hat Schleich selber ja schon gegeben. Seine Aufgaben als fester Mitarbeiter der NBZ und als Polizeireporter. Abgesehen davon: IM Voicus Akte soll korrekt sein und die der IM Cristina nicht, das wäre ja objektiv und sachlich zu klären. Es gilt auch für den Ludwigshafener NBZ-Mann erstmal die Unschuldsvermutung, wie natürlich auch für die IM Cristina.
Die Neidargumentation vom Perjamoscher geht ins Leere. Schleich war fester Mitarbeiter der NBZ, die Nitzkydorferin nit. Schleich hat in RO publiziert. Schleich hat seinen Weg in der BRD gemacht, er hat wohl einen guten Posten in dieser Linoleumfabrik, er hat eine ansehnliche Doppelhaushälfte. Neid? Also ich weiß nicht.
Und Carl Gibson hat wirklich recht: hat es des Josef Schleich bedurft um die Securitate hins. der Literatur der Nitzkydorferin zu analysieren. Die hatten doch bestimmt ihre Hauptamtlichen. Die werden sich doch nicht auf den NBZ-Journalisten verlassen haben.
Als Schriftsteller war Schleich keinesfalls etabliert. Seine Gedichtbände sind 1978 und 1980 erschienen, also auch recht spät.
Das Schicksal der Eltern (Enteignung und Deportation) aber auch seines (als Kind im Baragan) kann nicht als entlastendes Indiz einer möglichen Informanten- und Denunziantentätigkeit für den kommunistischen Repressionsdienst Securitate gelten. Interessant ist, was im Vorwort von Schleichs 1982 im Westen erschienenen Gedichtbandes steht. Zu der Zeit lebte der Autor noch in Rumänien.
“Kritische Lyrik … ist in Rumänien ungewöhnlich, aber dann nicht nmöglch, wenn die Zensoren nicht in der Lage sind, zwischen den Zeilen zu lesen. Bei Schleichs Lyrik können sie das in der Zwischenzeit. Franz Thomas Schleich gehört zu den verfemten und verfolgten Dichtern Rumäniens”
Zur gleichen Zeit fertigte IM Voicu Expertisen von Texten seiner Banater schwäbischen Landsleute für den Geheimdienst Securitate an.
Über seine Motivation kann man nur spekulieren. Das macht Wagner, das macht Hans. Es bleibt Spekulation. Schlimmer ist, was durch dieses Verhalten angerichtet wurde.Es wirft weitgehende Fragen auf.
Auf der Triebswetter Website zu lesen:
Triebswettere Persönlichkeiten
welche über die Dorfgrenze im Banat bekannt sind.
http://www.triebswetter-banat.ro/personlichkeiten.htm
Schleich Franz (geb.1948) Journalist.
Als Kind im Baragan verschleppt, nach Studium der Germanistik ab 1971 Redakteur bei der “Neuen Banater Zeitung” in Temeswar. Veröffentlichte 1978 und 1980 die Gedichtebände “spät im Jahr” und “vereinbarung durch handschlag”.
Und auch auf Wikipedia ist das Porträt von Franz Schleich wieder geschaltet:
http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Thomas_Schleich
Franz Thomas Schleich (* 1948 in Rumänien) ist ein rumäniendeutscher Schriftsteller und Publizist
Leben [Bearbeiten]
Franz Thomas Schleich gehört zu den Donauschwaben im rumänischen Teil des Banat, das im Grenzgebiet zu Ungarn und Serbien gelegen ist. Er veröffentlichte in seiner rumänischen Heimat ab Ende der 1970er-Jahre mehrere Gedichtbände in deutscher Sprache und arbeitete für die Neue Banater Zeitung (NBZ) in Timişoara (deutsch Temeswar). Der damalige Chefredakteur der NBZ, Nikolaus Berwanger versammelte eine Gruppe junger rumäniendeutscher Schriftsteller um sich, der außer Schleich unter anderem Horst Samson und William Totok sowie die spätere Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller und deren früherer Ehemann Richard Wagner angehörten.[1][2]
Anfang der 1980er-Jahre stellte Schleich einen Ausreiseantrag, dem stattgegeben wurde, nicht zuletzt auf Vermittlung des damaligen Bundesaußenministers Hans-Dietrich Genscher. Der Journalist schrieb danach regimekritische Artikel in der Zeitschrift Stern.
Das politische Fernsehmagazin Report Mainz des SWR berichtete in einer Fernsehsendung am 11. Januar 2010 in der ARD, dass er Herta Müller in den 1980er-Jahren für den rumänischen Geheimdienst Securitate unter dem Decknamen Voicu bespitzelt haben soll.[2]
Franz Thomas Schleich lebt in der Nähe von Ludwigshafen, wo er in der Kommunikationsabteilung eines Linoleumkonzerns arbeitet.[2]
Literarische Werke [Bearbeiten]
Spät im Jahr. Gedichte. Editura Litera, Bukarest 1978.
Vereinbarung durch Handschlag. Facla-Verlag, Temeswar 1980.
Warten auf das Klopfzeichen. Lyrik. Blaschke, St. Michael 1982, ISBN 3-7053-1777-6.
ich teile die Ansicht von Herrn Hans. Unaufgeregt hat er die Neidproblematik angesprochen. Da gibt es nichts mehr hinzuzufügen.
Auch finde ich es gut, daß Josef Schleich sich erklärt hat. Sicherlich wird er einen Rechtsanwalt anhören um weiter gegen die Vorwürfe vorzugehen
Richard Wagner in dem Film „Die Nobelpreisträgerin und der Securitatespitzel“ nach den Motiven, die Franz Schleich hätten dazu bewegen können, befragt, sagt in der XL-Version aus „das war die Konkurrenz und der Neid, der Neid um unsere Anerkennung als Schriftsteller“.
Da fragt man sich, welche Anerkennung als Schriftsteller? Wer hatte denn zu jener Zeit etwas von Herta Müllers und Richard Wagners ersten Gehversuchen als Schriftsteller gehört (eben sollte das allererste Büchlein von Herta Müller mit 15 Kurzerzählungen erscheinen), während Franz Schleich bereits ein etablierter, anerkannter und erfolgreicher Journalist war. Selbst den Report-Mainz-Redakteuren kam diese Aussage unglaubwürdig vor, andernfalls hätten sie sie ausgestrahlt.
Franz Schleich wurde 1948 in Triebswetter im rumänischen Banat geboren. Seine Eltern gehörten zu den wohlhabendsten Bürgern in Triebswetter, wurden nach dem Krieg enteignet, deportiert usw.
Franz Schleich hat nach seinem Abitur Germanistik studiert und anschließend bei der NBZ in Temeswar als Journalist gearbeitet. Hier hatte er sich bereits einen Namen gemacht, bevor Herta Müller und Richard Wagner überhaupt von der Öffentlichkeit wahrgenommen wurden. Also von Neid kann keine Rede sein.
Da Franz Schleichs Eltern sehr wohlhabend waren und er das einzige Kind seiner Eltern war, war der Lastenausgleich dementsprechend. Neid mag wohl der Antrieb sein, aber der Antrieb von Richard Wagner diesen wohlhabenden Bürger Franz Schleich (man erinnere sich an das imposante Doppelhaus, im Film zu sehen) zu diskreditieren und nicht umgekehrt.
Jeder ist unschuldig bis zu dem Zeitpunkt, wo man ihm Straftaten nachweisen kann.
Herta Müller und Richard Wagner konnten noch keiner der von ihnen rufmordartig verfolgten Personen eine Straftat nachweisen.
Sie haben nur denunziert, sonst nichts!
Der größte Schuft im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant!
Sie nutzen und instrumentalisieren die Medien,
um Menschen kaputt zu machen,
um Personen des öffentlichen Lebens und Persönlichkeiten der Banater Schwaben in den Dreck zuziehen,
und zwar ausschließlich auf der Grundlage von unglaubwürdigen Securitate-Akten.
Weshalb sollen die Belastungsdokumente im Fall von “Sorin” , “Voicu” “Walter” etc. stimmen
und im Fall von “Cristina” nicht?
Wer von den bei der CNSAS akkreditierten “Wissenschaftler” aus der BRD ( herstammend aus Rumänien!)
hat uns denn informiert, was in der Herta Müller -Akte steht?
Kritisch? Keiner!
Weshalb?
Weil der eine oder andere Saubermann sich “cu musca pe caciula” fühlt!
( Entlarvt, durch die Fliege auf der Kappe!, die sich dorthin setzt, wo es mächtig stinkt!)
Herta Müller hatte immer schon ein Problem mit Realität und Logik`- doch was ist mit Richard Wagner? Hat ihn der Irrationalismus angesteckt und schwebt er jetzt auch schon im Surrealen?
Die Welt für dumm verkaufen?
Bisher haben nahmhafte Zeitungen wie die FAZ und die NZZ, ZEIT und SPIEGEL mitgemacht!
Aber wie lange noch?
Die Sache stinkt zum Himmel!
Und wie drückten es doch die Rumänen aus, wenn sie Ceausescu, seine Sippschaft und die gesamte RKP des Richard Wagner und seiner roten Genossen kritisieren wollten:
“Pestele de la cap se-npute!”
Der Fisch stinkt vom Kopf her!
Werner Söllner hat sich 1982 von der Diktatur abgesetzt und distanziert.
Franz Schleich folgte 1983, nachdem er – wie er sagt, zwei furchtbare Jahre hinter sich hatte.
Weshalb glauben wir ihm nicht?
Weshalb glauben wir der Anschwärzerin Herta Müller, die mehr von Skandalen lebt als von Literatur?
Herta Müller, Richard Wagner und noch einige weitere Genossen standen noch 1984/85 stramm zur Kommunisten-Partei Ceausescus!
Ihre Strategie änderten sie erst 1986, als die Titanik zu sinken begann.
Dann gingen noch mehr vom Schiff…
Nikolaus Berwanger, der Förderer und Protektor der Aktionsgruppe und Leiter des Adam-Müller-Guttenbrunn-Kreises, ( der Antifaschist und RKP-Vertrauensmann!!!) sich 1984 in die BRD angesetzt hatte, setzte sich bereits 1984 ab. Alle Literaten des Umfels seien ab 1982 untereinander zerstritten gewesen , sagte er später.
Berwanger hat Herta Müllers Dissidenz oder Opposition bestritten – er muss es doch wissen,
wo in erster Linie er zu bestimmen hatte,
wer bei der “Neuen Banater Zeitung” mitmachen durfte und wer sein Büchlein in Rumänien veröffentlichen durfte.
Carl Gibson
Carl Gibson
Franz Schleich hat für die NBZ gearbeitet und auch Gedichte geschrieben.
Ob ihm Schaden zugefügt wurde, muß ja nun geklärt werden.
Lügen die Akten, die unsere liebe Secu angelegt hat oder will uns Herr Schleich irreführen?
Ja,wer ist Franz Schleich?
Und wie wurde ihm Schaden zugeführt?
Herta Müller ist jetzt Berlinerin, hat einen Einheimischen geheiratet( bringt auch Vorteile!) und egal wie manche sich beschweren, sie hat den Thron erklommen!
Man muß eben im Leben wissen wie.
Es gibt Leute, die Herta Müller mit Aglaja Veteranyi verglichen. Ich möchte jetzt nicht darauf eingehen. Nur erwähnen, Aglaja hat über ihre Familie auch nicht positiv geschrieben und trotzdem hat es keinen gestört.
Obwohl sie die meiste Zeit ihres Lebens im Westen verbrachte, wurden ihre Bücher von den Rumänen anders aufgenommen als die Bücher von Herta Müller.
Es scheint so, dass man Herta Müllers Bücher zwar erwähnt, aber immer an der Person Herta Müller hängen bleibt.
Niemand weiß nichts, aber alle reden.
Von angeblichem Trauma, von Ängsten und dann wiederum von großem Mut.
Wie Ängste und großer Mut zusammenpassen, weiß ich zwar nicht, aber ich weiß, dass Herta und Richard ohne es zu wollen sich widersprechen.
Die Fangemeinde registriert alles ganz penibel, bloß bei den Widersprüchen haben sie die falsche Brille auf.
Die Sache mit Schleich interessiert mich jetzt auch.
Wußten die IM nicht unter welchem Namen der Verrat lief oder hat die Secu tatsächlich falsche Quellen angegeben?
Die Rezension eines Textes kann in jeder Zeitung stehen. Das würde ich nicht als direkter Verrat bezeichnen.
Anders die Sache mit Totok und Samson.
was wäre wenn es Millersch a Egerländerin wär. Dann hätte sie die Sudetendt. am Wickel und sie würde nach Herzenslust Ernst Mosch verunglimpfen. Da hätte sie es allerdings ungemein schwerer….
“Wenn der Hund bellt, wenn er net soll!”
So kanns uns hier im Blog auch gehn……Lach
muss unser Ossi immer des greschti Inschtrument spiele und ganz hinne sitzen………………..
Von Polkakenich in Jan 15, 2010 – 14:05
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Thja, so gehts wenn de Hund bellt wenn er net soll. De kummt dann an de Arsch vun der Trupp…lach
Für “unsere” zwoa Banater Kerweihmädle, ein neues Video von gestern abend der Egerländer Musikanten.
http://www.youtube.com/watch?v=dd65RxKXa-s&feature=subtivity
So soll ich eich mol a Gschicht erzählen…..
Die Egerländer zund zum Wahlfahren gangen nach Dettingen um die Maria zu bitten damit ihre Erfolg noch grösser wird.
So ging der Kapellmeister vorne weg und hat den Rosekranz gebetet. Am Ende vor der Heiligen Maria angekommen, faltete er die Hände, ging in die Knie und sagte: Maria hilf wir kommen aus dem Egerland…………….
Der kloane Ossi aus Johrmarkt ist etwas langsamer hinne noh kumm, schreit uf ehmol damit die Hl Maria es nit vielleicht vergisst:
“Am Hund sei Arsch, die hälfte ist vun Banat!”
Seit damals, muss unser Ossi immer des greschti Inschtrument spiele und ganz hinne sitzen………………..
Slles schön und gut, Schwob!
Nur dürfen wir es nicht zulassen,
das unsere Herkunft, Identität und Würde in den Dreck gezogen wird durch eine Person,
die sich gerne instrumentalisieren ließ
auf Kosten der historischen Wahrheit.
Das ist eine Frage der Ehre!
Wir sind nicht auf der Suppe daher geschwommen!
Wir wurden vertrieben, als Ceausescu nach 1980 “verrückt” wurde und das ganze Land Rumänien in den Ruin führte.
Herta Müller,, Richard Wagner und Co. ( viele mit dem Roten Buch in der Tasche!) haben dabe zugesehen, es toleriert und mitgeholfen.
Mara Kayser singt, und das ist gut so, weil alles gut ist,
was die Lebensfruede steigert.
Aber Herta Müller bewirft und weiterhin mit Schmutz!
Das ist nicht gut so!!!
Ich bin kein Masochist – und empfinde keine Freude dabei,
mit Schmutz beworfen zu werden,
schon gar nicht von Herta Müller und Co.
Wir leben in einem frien Land – und als freie Bürger sollten wir Zivicourage zeigen und die Frage der Ehre
selbst verteidigen, statt sie
einigen Verbandsmeiern zu überlassen, die nur ihre eigenen Interessen vertreten.
Franz Schleich wehrt sich ( als erster aus der Reihe der von Herta Müller denunzierten Banater Schwaben – in einem Artikel vom 13. Jan. 2010 in der “Rheinpfalz”.
Meine letzten Kommentare zur Schleich belastetenden “Report-Sendung”, die Herta Müller indirekt zu einer Konsolidierung ihrer unberechtigten “Verfolgten-Legende verhalf,
werden vom SWR nicht mehr freigeschalten.
Vieleicht auch, weil Franz Schleich sich juristisch wehrt?
Ich warte noch etwas ab – dann vereöffentliche ich die Beiträge hier.
Auch freue ich mich festzustellen, dass immer mehr bewusste Banater Schwaben sich auf die Hinterbeine stellen und Farbe bekennen.
Damlas, nach 1982, wurden die Stimme der Banater Schwaben noch nicht gehört, die sich gegen den Faschismus-Vorwurf der Herta Müller zur Wehr setzen.
Heute ist das anders!
Schmieden wir das Eisen, solange es heiß ist.
Und nutzen wir die Gunst der Stunde,
hier in der Mitte,
noch bevor die Radikalen von links und rechts aufspringen.
Carl Gisbon
Pardon Polkakenich bzgl.Mara.
Lieber Carl, die Nestbeschmutzerin hat erst die
Securitate-Debatte ind Rollen gebracht, auch wenn andere viel früher und viel klarer dazu
Bezug nahmen. Für die Wessis ist es maßgebend,
was die Nitzkydorferin denkt und nicht ein Krümmel wie unsereins. Sie ist das Maß aller
Dinge, was das Banat in der bundesrep. Öffentlichkeit anbelangt.
Mara singt schön, wird aber von den Meinungsbildnern hier nicht wahrgenommen.
Wahrscheinlich kann sie zu polit.Themen nicht
allzu viel sagen.
Was Politik grundsätzlich anbelangt, wollen die
Banater nach den Niklos-Traumata nichts damit
zu tun haben, was man respektieren muss.
Nachtrag:
Mara Kayser hörte ich immer schon gern, lange noch bevor ich davon erfuhr, dass sie aus dem Banat stammt.
Und Herta Müllers “Literatur” schlug mir immer schon auf den Mangen,
noch bevor ich feststellte,
wieviel darin erstunken und erlogen ist.
CG
Zwei Prinzipien:
Die Heiterkeit der Seele,
die Leichtigkeits des Seins
in Musik verpackt,
gute Laune,
garniert mit lebensphilosophischen Inhalten
und vernüftigem, positivem Denken,
kurz: erbauliches Vergnügen
einerseits!
Auf der anderen Seite
ewig übel gelaunte Bauchwehliteratur zum Davonlaufen,
Hetze und Spaltung,
Nestbeschmutzertum.
masochistisches Auf-sich-selbst-Spucken,
auf die eigene Herkunft und Identit,
Unredlichkeit und Schamlosigkeit gepaart mit unkollegialer Rücksichtslosigkeit …
Ja, so verschieden können Charaktere in die Welt eingreifen.
Suum cuique!
Jedermann suche sich das ihn Beglückende aus, nach seiner Facon,
das ist Freiheit.
CG
@Der Schwob: Ehre wem Ehre gebührt, das Video stellte Polkakenich ein.
Mara Kayser: zwei Schwowinen, die sich ja auch dazu bekennen, doch welch himmelhoher Unterschied zwischen der St. Annaer Mara Kayser und der Nitzkydorfer Nobelpreisträgerin.
Die eine offen geradlinig erzählt schnörkellos über ihre Herkunft, sagt auch daß es nit immer leicht war, hat sich auch mal gewünscht “hinter den Horizont” zu schauen. Aber nit gehässig ihrer Familie und ihren Landsleuten gegenüber, sie estimiert und respektiert die Menschen ihrer Art in dem sie sogar die Tracht anzieht.
Und als Gegenpol die Nitzkydorferin, bei der man nie weiß ist es “hohe” Literatur, ist es Realität oder Fiction. Die von Haß getrieben über das “schwäbische Dorf” redet und in Bausch und Bogen vieles kleinmacht, die sich gehäßig über die schwowisch-faschistischi Kerweih mockiert und das ohne Not anprangert.
Die eine aus St. Anna geht zu ihrem Vater ans Grab brennt eine Kerze, gedenkt seiner – die andere aus Nitzkydorf denunziert ihren als SS-Mörder und Alkoholiker, unterstellt im in der Literatur er würde mit einer anderen Frau noch ein Kind haben usw. Krasser können die Differnezen nit sein.
Leute, es ist schon klar, es war auch im Banat, zu besseren Zeiten nit alle Tage Kerweih und auch nit immer die Stimmung “Buwe juchst die Motter heirat”, aber es war auch nit durchweg die Hölle auf Erden.
Diese Mara Kayser wird mir von mal zu mal sympathischer. Ich habe sie musikalisch immer in die Schublade “volksdümmliche” Musik gesteckt. Aber ich komme drauf, ihre Texte habe wirklich was mit Sinn dahinter.
Vielen Dank Supersvabo für das Mara-Kayser-Video.
Ich denke, sie spricht den meisten aus der Seele…
Sex ist bei HM wie bei allen Schwowe ein
Tabuthema. Von Niederungen bis Atemschaukel
behandelt sie das Thema despektierlich, als
wäre es etwas Lästiges.
Es gibt auch in Zeiten der Cholera schöne
Liebesgeschichten.
Auch Wohner Richard spricht in seinem Buch
Ausreiseantrag,Begrüßungsgeld von seiner Frau,
als wäre sie ein Stück Gepäck, er ist diesbezüglich
noch ein bißchen prüder als sie.
Insofern sind sie das ideale Kerweihpaar.
naja es ist wohl eher ein Rohrkrepierer für diejenigen, die dieses lustige Ereignis zu einer Widerständler-Story stilisieren wollen.
Mag sein, dass Herr Giessler mit seinem erfrischenden Humor die jungen Damen aus besserem Hause, die auf der Uni waren verstört hat, doch eignet sich das wirklich nicht als Heldentat der Protestierenden auszugeben, es ist eher ein Komödchen, eine Anekdoten in damals schwieriger Zeit.
“Irgendwie ist dieses lustige Histörchen ein Rohrkrepieren”
Das war es schon damals, ein “Rohrkrepierer”, nur ein “Völkli” hat es damals nicht bemerkt …
““Wenn einige Mädels nicht hübsch genug sind, einen Freund zu finden, werde ich gern jeder einen von meinen Adjutanten zuweisen, und ich kann ihr ein erfreuliches Erlebnis versprechen.” Darauf steigerte sich die Unruhe zum Tumult …
… Prügeleien …”
22 verhaftete Studentinnen wurden bis nachts um 2.30 Uhr in der Gestapo-Leitstelle verhört und erhielten später einen schriftlichen Verweis mit Androhung der sofortigen Exmatrikulation im Wiederholungsfalle …
ZITAT AUS: Sophie Scholl, Das Buch zum Film, FischerTB, Seite 40ff.”
…Kriegszeiten sind rauhe Zeiten. Da sage doch mal einer die Leute im 1943 waren prüde und lebensfremd, wohl nur die “Töchter aus besserem Hause”, die sich über die Witzchen von Herrn Giesler aufgeregt haben, heute hätte er die Lacher auf seiner Seite. Irgendwie ist dieses lustige Histörchen ein Rohrkrepieren
Jaja, diese frustrierten banater Damen, die in ihrer Ohnmacht dann auf den Nobelpreis zielen *Ironie* …
… diese Sorgen hatte auch schon dieser hier:
München, genau gestern vor 67 Jahren …
“… Für den 13. Januar 1943 hat der Gauleiter von Oberbayern, Paul Giesler, die Münchner Studentinnen und Studenten zu einer Kundgebung in den Kongresssaal des Deutschen Museums bestellt. Dabei geschieht Ungewöhnliches, für Nazi-Verhältnisse Ungeheuerliches. … das Publikum begehrt auf. Es kommt zu Protesten und schliesslich zu handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen Studenten auf der einen Seite …, SS und Polizei auf der anderen Seite. Der genaue Ablauf der Ereignisse ist schwierig zu rekonstruieren. … Als Giesler von Studentinnen sprach, die sich nicht an den Universitäten herumdrücken, sondern “lieber dem Führer ein Kind schenken” sollten, etwa in Gestalt eines Sohnes als alljährliches Universitätszeugnis, standen die ersten Studentinnen auf und strebten dem Ausgang zu. Wahrscheinlich als Reaktion und in Abweichung vom Redemanuskript schwadronierte Giesler weiter: “Wenn einige Mädels nicht hübsch genug sind, einen Freund zu finden, werde ich gern jeder einen von meinen Adjutanten zuweisen, und ich kann ihr ein erfreuliches Erlebnis versprechen.” Darauf steigerte sich die Unruhe zum Tumult …
… Prügeleien …”
22 verhaftete Studentinnen wurden bis nachts um 2.30 Uhr in der Gestapo-Leitstelle verhört und erhielten später einen schriftlichen Verweis mit Androhung der sofortigen Exmatrikulation im Wiederholungsfalle …
ZITAT AUS: Sophie Scholl, Das Buch zum Film, FischerTB, Seite 40ff.
Habe Herta n.n. gelesen da schon damals im Banat
ihr Ruf zumindest suspekt war. Dann kam noch ein
Interwiev in welchem die Dame den Kirchweihmarsch und die Polka mit faschistischen
Riten im Zusammenhang versteht…
Natürlich hasst sie die Kirchweih und die Polka.Als Kirchweihmädchen hat sie wohl kaum jemand angesprochen und zur Polka wurde sie von
keinem aufgefordert.Vielleicht hat sie ja ihre
Reisefreiheit genutzt um im Ausland saubere Kontakte zu bekommen…die Bnater wollten sie ja nicht wirklich. Jedoch auch dies scheint nicht gelungen und sie kam immer wieder zurück??? (ich kenne keine Sauberen denen dies passiert wäre)Vielleicht ist Sie ja doch die
Dame aus Bukarest nur nicht so schön oder Richard ???
Der getkiss begreift rein gar nichts.
Aber Hauptsache man hat mal wieder den Mund aufgemacht….
Gunther, Du redest von vergangenen Geschichten!
Wir sind längst da…
Als ich im kommunistischen Rumänien auf Korruption in der Justiz hinwies, bekam ich einen höflichen Brief. Alles gehe mit rechten Dingen zu.
Ein Hohn.
Eine Ohrfeige.
Verpackt in netten Sätzen.
Und hier im demokratischen Deutschland?
Da sollte man lieber lächelnd so tun, als sei alles rechtens.
Dich anpassen an den jeweiligen Trend.
Du kannst wählen zwischen in und out.
Auf welcher Seite möchtest du denn gerne stehen?
@ Katharina:
Ich denke, die Versuchung “Alles Heim ins Reich, NobelpreisträgerInnen nehmen wir auch ungefragt …” ist hierzulande immer noch zu stark ausgeprägt, rechnet aber noch nicht mit Menschen, die jetzt plötzlich anfangen zu fragen:
Was für ein Reich willst Du denn mir da verkaufen!?
Die Securitate ist noch im Amt,hat Frau Herta Müller gesagt und so mancher Fan bescheinigte ihr dafür großen Mut.
Ich habe diesen Satz in Deutschland mit anderen Wörter auch oft gesagt.
Natürlich nicht der Presse, weil ich keine wichtige Person bin.
Ich möchte nur sagen, der Personenkult um Herta Müller kotzt einen schon fast an.
Dass der Nobelpreis ihrem Schreiben gilt,sagt man immer weniger.
Nur wetteifert man mit Lob für irgendwelche nicht bewiesene Haltung einer Autorin und vergißt, sie schreibt in erster Linie Bücher (die man auch mögen kann) und sonst?
Hat Herta Müller sich in dem kommunistischen Rumänien öffentlich geäussert oder was veröffentlicht, das ihre Ablehnung für das Regime gezeigt hätte?
Nein.
Wenn ich jemand wirklich liebe und schätze, bleibe ich fair.
Herta Müller Ehrung ist das nicht, wenn man ihr was andichtet.
Sie schreibt gut und hat genug Preise dafür bekommen.
Alles andere wird maßlos verlogen und unehrlich dargestellt.
Noch eins muss ich Euch mitteilen…..
Mich fragte ein Freund: Du Norbert, ist dir auch aufgefallen: Was für Deutsch sprecht die HM bei ihren Auftritten?
Meine Antwort: A dummes Temeschwarrerisches Intelektueles mischmasch………Klingt in den Ohren grausam, wie meine Rechtschreibung!
Ich werde Euch zwei Beispiele hier geben von Banater Mädle.
Einmal hören sie sich die Herta Müller sprachlich an.
Und dann Mara Kayser
http://www.mara-kayser.de/videos/zurueck-zu-den-wurzeln.html
Gunther…………………
Die Banater Dörfer waren Inseln mit verschiedenen Dialekten….Demnach von welcher Gegend die Siedler damals angesidelt wurden.
Mein Dorf Blumenthal hatte einen ganz anderen Dialekt wie bei 3 km entfernte Königshof.
Herta Müller hate Recht, als sie bei der Buchmesse sagte: Sie kam in die Stadt und kannte nur den Schwäbischen Dorfdialekt.
Sicher hat sie in ihrer Grundschule Deutsch gelernt von der ersten Klasse an. Nur zuhause wurde der Dialegt gesprochen und gepflegt.
Wenn man von einer anderen Dorfgemeinschaft abstammte…….Da wurde man oft gehänselt, da man den Dorfdialekt ja nicht beherschte.
So wie heute die Preusen mit den Bayern.
Nur dies spielte sich in kleinem Raum ab.
Die Tatsache ist, das wir den Dialekt aus Deutschland sprachen vom 18 Jahrhundert.
Ich werde dir mal auf Blumenthalerisch was schreiben.
“Ich schlaa der ans ans Aar,
dascht fliescht bis ans Taar!”
Jetzt darfst du übersetzen………
Ich kann mir dies auch nicht vorstellen……..
Nur es gibt auch solche Menschen. Der Vater von Herta Müller kam ja sehr schlecht, nach euren Berichten weg in Niederungen.
Jetzt muss man sich mal vorstellen, ich bin a Verwander von dem Vater seine Glan. Das die vor mir nichts zu lachen gehabt hätte, wen es unwarheiten in Ihrem Buch gegeben hätte. Dies wäre sicher gewesen, wie das Amen in der Kirch.
Sicher, Spucken ins Gesicht und noch dazu ein Mann einer Frau. Das ist das letzte und von so etwas habe noch nie geträumt.
Nur ich könnte mir schon vorstellen, dass eine Banater Frau, aus ihrer Verwandschaft, ihr ins Gesicht spuckte…………………..
Nach der Veröffentlichung von Niederungen.
Das dies leicht möglich sein konnte, denn das war Familienkrieg zwieschen einer Eingebildeter Hochnäsiger Aroganter Herta und einfachen Menschen von Dorf. Dehnen das Messer auf die Brust gesetzt wurde von HM.
Wenn man nur die Berichte von Herta Müller verfolgt, aus dem sicheren Hafen Berlin. Dann muss man kein Philosoph sein, um die ganzen Lügengeschichten der letzten Monaten Live zu geniesen.
Da gebe ich Ihnen Recht, Supersvabo, aber die Redewendung: “Ich spautz’ um in ti Aue!” war schon üblich in den Dörfern. Allerdings habe auch ich das nie vorgeführt gesehen.
Ein etwas anderes Thema, was aber mit Sprache, mit Tradition und Überlieferung zu tun hat:
Ich dachte oft bei Herta Müllers gesehenen TV-Auftritten z.B. auf der Frankfurter Buchmesse, dass sie so denken und sprechen und schreiben nur kann, weil sie etwas ganz Spezielles hat, was heute sehr viele Menschen so nicht haben. Sie sagte, sie habe bis zum Wechsel auf das Temeschwarer Gymnasium in Nitzkydorf nur Euren Schwäbischen Dialekt gesprochen, also eine Sprache, die im Westen so seit vielen Jahrzehnten so gar nicht mehr lebt. Einzig die Schweiz pflegt ganz traditionell ihre ganz kleinräumigen Dialekte sehr bewusst und schön. In Deutschland fängt man erst ganz allmählich wieder an, sich dafür zu interessieren.
Als heute – ich glaube Polkakenich – das schöne Wort “sintemal” benutzte, fühlte ich mich erinnert an die Oberuferer Weihnachtsspiele, in denen genau dieses Wort heute noch weltweit möglichst genau so vorkommt – und dort den schönen Satz:
“… Es war eine Offenbarung echten Volkstums, ein Bild von dem, was im 16. bis zum 11. Jahrhundert zurückgehend gelebt hat und das gerade die armen Leute am treuesten behütet haben. Das, was da einmal im Spätmittelalter war, wurde in diesen Spielen am reinsten bewahrt. …”
http://www.institut-lauterbad.de/laublick/98_owges.htm
Wer aus Eurer Heimat solche jahrhundertelang überlieferten Texte noch kennt, darf mir das gerne mitteilen.
Und Banater Märchen, Sagen und Legenden dabei nicht vergessen, ja?! – Die dürfen niemals verloren gehen.
Nicht zuletzt: Der Arvo Pärt (s.o.) schreibt sich mit “r” im Vornamen.
Gruss
Gunther Thriene
“Ihre familiäre Situation beschreibt sie in ihrem ersten Erzählungsband wie folgt: „Meine Mut-
ter ist ein vermummtes Weib. Meine Großmutter ist starblind. Sie hat auf ei- nem Auge den grauen Star und auf dem anderen den grünen. Mein Großvater hat den Hodenbruch. Mein Vater hat noch ein anderes Kind mit einer anderen Frau.“
Ja hat es Millersch noch ein Halbgeschwister. Da wird ja was auf uns zukommen, jemand der auch ein bißerl Glanz auf sich haben möchte, als Halbbruder/-schwester vom Millersch
“Die Banater Schwaben als kleine deutsche Minderheit im kommunistischen Rumä- nien duldeten diese Enthüllungen nicht und empfanden sie als schamlose, unzu- lässige Nestbeschmutzung. Sie spuckten
„Mein Herz klopft vor Angst in der Freude“
ihr ins Gesicht, wenn sie ihr in der Stadt begegneten.”
kann ich mir nicht vorstellen, daß Schwoweleit anderen wirklich wahr ins Gesicht spucken. Das haben vielleicht die anderen “mitwohnenden Nationalitäten gemacht” oder als Drohung ausgesprochen. Ich habe NIE erlebt, daß ein Schwob oder Schwowin einem anderen ins Gesicht geschpauzt, gespuckt hat. Nitzkydorfer Gesichtsspucker bitte melden!
“Ihr Vater „betäubte seine SS-Soldatenzeit im Suff“, ihre Mutter”
Eine muss lügen. Ihre Cousine aus Nitzkydorf Hildegard Anghelas diktierte unlängst Reportern in die Feder der Vater der Millersch sei ein guter Vater, ein Mustervater gewesen, auf den manche stolz sein könnten. Hat Frau Anghelas gelogen, warum sollte sie eigentlich?
Ich fand heute – pünktlich noch zur russischen Weihnacht – ein Geschenk aus dem Banat (Arad) für u.a. Herta Müller:
Adina Spire, Sibiu Oratorium, Memorial for the Sibiu victims. Hommage to Avo Pärt, Hermann Nitsch and Herta Müller.
http://www.soundclick.com/bands/default.cfm?bandID=878123&content=photos&id=137
Mit besten Wünschen für das Neue Jahr
Gunther Thriene
Hier sind wir überhaupt nichts mehr, sagte mir eine Schwäbin vor fast zwei Jahrzehnten.
Wir sind in der Masse untergegangen, weil wir integrationsfähig sind.
Dass uns immer mal einer in eine Schublade wirft, ist zwar nicht schön, aber es wird erst unseren Nachkommen besser ergehen.
Weil wir aber nicht alle unser “schwäbisches” Blut “austauschen” können, treffen wir uns hier im Banatblog, wo wir noch unter uns sind und unsere Nostalgie bekennen dürfen.
Herta Müller vertritt durch ihr gesamtes Werk
ein Prinzip, das Banat-Prinzip, d.h.sie läßt sich
weder in der RSR noch in D in ihrer Meinung beirren, das Banat wäre eine kulturelle Entität,
die Deutschen aus dem Banat eine eigenständige
Volksgruppe.
Diesem Prinzip steht das Krastl/Leber-Prinzip
entgegen, das die Banat-Deutschen als Untergruppe
einer anderen kulturellen Gemeinschaft sieht,die
der Donauschwaben. Auf den Punkt gebracht:
In Rumänien waren wir Hitler, in der BRD sind
wir Petöfi.
Wenn die Nitzkydorferin zuweilen die Secu für
ihre Interessen einspannte, ist sie mit Recht
ein schowisches James-Bond-Girl.
Im Umgang mit den Falotten von der Secu kann man
nicht mit einer weißen Weste hervorgehen.
Sie folgen mir wie ein Schatten (Securitate?). Nachhacker, give me a break!
Sehr ausgewogen und bedacht sind die Überlegungen von Dieter Schlesak:
„Wozu das alles? Aufarbeitung? Wahrheit? Oder Rache, gekoppelt mit den Vorteilen des hellen Rampenlichts?
Bleibt die Frage: Wer kann, wer darf da anklagen, und mit welchem Beweismaterial. Nun ergibt sich auch hier eine unangenehme Tatsache: Jene, die anklagen, haben möglicherweise kein Recht, kein Mandat dazu, denn einige haben selbst, zumindest als Parteimitglieder bis 1985 mit dem Regime kollaboriert. Und die Partei war es doch, die der Securitate die Aufträge gab, die KP war also die höhere Instanz und der Schreibtischtäter, und somit ist der Status des freiwilligen Parteimitgliedes negativ höher zu werten als der eines parteilosen IM, der dazu gezwungen wurde und unter Umständen eher als Opfer anzusehen ist.“
Und was das dumme Spötteln von Alma betrifft, so ist das bloß ein Beweis ihrer Ignoranz.
Nachhaker
Der dumme Joachim folgt Gibson bis hierher, obwohl er bei den sibis beklagt hat, dass man nie Ruhe hat vor G. Sie sind die dummen des Internets: Bankban, der Clown Joachim und die Kröte taban!
Oder nennt man die eher “Anwendungen”?
Diese Prüfung war etwas hart, für viele von uns, meine lieben Landsleute. In unserer Wiege lag schon die Arschkarte, als wir in sie hineingelegt wurden.
Entschuldigt bitte meine Wortwahl, aber nachdem ich folgenden Satz von Dieter Schlesak gelesen habe fällt mir nichts besseres ein:
„Der zu Verhörende wurde mit dem Kopf nach unten aufgehängt… Mit einer Sonderzange wurden ihm die Fingernägel ausgerissen … Seine Fußsohlen wurden mit einer Stichflamme gebrannt … die Hoden wurden mit einem dicken Bleistift oder einer dünnen Weidenrute so lange geschlagen, bis das Opfer unter fürchterlichen Schreien in Ohnmacht fiel, und in vielen Fällen verstarb.”
Ich stelle mir meinen Opa bei diesen “Behandlungen” vor… Und ich höre die Stimme meiner frommen Oma, wie sie in Extremsituationen den einzigen Satz, den sie auf Rumänisch gelernt hatte, aussprach: “Du-tje dracu’”.
Das ist die Prüfung des Lebens.
Gibson schrieb:
“Noch bin ich nirgendwo durchgefallen, wo ich zu einer Prüfung antrat!”
Doch Herr Gibson,
Sie sind durchgefallen !
Geschäftlich wie privat.
Leider !
Die Stunde der Wahrheit hat schon geschlagen – und die Zeit der Internet-Schmutzfinke ist vorbei!Bankban!
CG
Carl Gibson schrieb: “Noch bin ich nirgendwo durchgefallen, wo ich zu einer Prüfung antrat!”
Sie fallen überall und jedesmal durch, sobald Sie irgendwo zu einer Diskussion antreten! Sie können es einfach nicht.
Als Jurist nicht und als “studierter” Philosoph nicht!
Sie wissen, was Nietzsche von studierten Philosophen hielt: in den Orkus mit ihnen!
@Anonymous:ich zitiere Sie,
wer immer Sie auch sein mögen, Maske!
“Herr Gibson, ich maße es mir an, Ihnen, einem Menschen der nach zehn Semestern Jura auch fast Jurist geworden ist darauf hinzuweisen, dass sie in dieser “Sache” höchstens aber auch allerhöchstens einen Zivilprozess anstreben könnten. Ist also nix mit Staatsanwalt. Nur so nebenbei: Warum haben sie nach zehn Semestern Jura nicht mindestens Ihr erstes Staatsexamen abgelegt? Oder haben Sie versucht es abzulegen und sind dann zwei mal durchgefallen?
Hinweis: Ich schrieb diese Zeilen und stellte diese Fragen nicht im Auftrag einer fremden Macht, eines x-beliebigen Geheimdienstes, der Freimaurer, Illuminaten, Herta Müller, Richard Wagner oder einer sonstigen Person oder verschwörerischen Organisation die Sie, Herr Gibson, im Hintergrund vermuten sondern weil es mich einfach interessiert warum Sie nicht ihr erstes juristisches Staatsexamen abgelegt haben. Oder haben Sie es doch?”
Noch bin ich nirgendwo durchgefallen, wo ich zu einer Prüfung antrat!
Aber richten Sie Ihren Kritizismus auf andere Fragen, z. B. auf die Frage,
weshalb die Unbestechliche,
die mit den Wölfen heulte,
ihren angetrauten KP-Genossen jahrelang nicht von Lager verstieß,
wenn die Kommunisten Ceausescus und Richard Wagners sie so arg verfolgten?
Weshalb sah Herta Müller duldsam zu, wie die Kommunisten nach 1982, wo der Exodus auf einen Höhepunkt zustrebte und die Deutschen aus dem Land getrieben wurden, zu,
wie die KP Ceausescus Rumänien ruinierte?
Weshalb muckte sie nicht gegen die Kommunisten auf?
Weshalb schrieb die “Niederungen” gegen die “deutsche Gemeinde der Banater Schwaben?
Hat Herta Müller dadurch Schuld auf sich geladen?
Hat sie sich je zu dieser Schuld bekannt?
Wofür bekam sie den Nobelpreis?
Für Mitschuld am Exodus?
Für moralisches Versagen?
Solche Fragen sollten Sie intereessieren, Anonymous, nicht ob ich als Jurist agieren will.
Von Haus aus bin ich ( studierter) Philosoph.
Carl Gibson
Der Satan, der alle Secu-Spitzel holen soll, inklusive Herta Müller, soll den unverständlichen Mist lesen, ist mir die Zeit zu schade dafür, lese lieber einen guthen Dscherri Kotton, oder?
Dankscheen Joachim——- Jetzt kann ich mir auch ein Bild machen, warum der Engländer Recht hat!
Aus der Kurzbeschreibung !
Steht im jedem Buch, entweder auf dem Umschlag, oder auf der ersten oder letzten Seite.
Gruß
Joachim
Also ich erkläre hier aus meiner Sicht, dass Buch und Walter glaubt mir nicht……..!
Ja von wo, soll ich dann zum Kuckuck dies alles wissen?
Dankscheen Walter ich lese nicht zweimal was………..wie der heißt ist mir wurscht uf gut Schwowisch.
Bei uns in Blumenthal hat der Pharrer nit zwoa mol gebredigt………Lach
Ich weis es ist dem Oskar Pastior seine Geschichte. ausgefüllt mit anderen Lagergeschichten von verschiedenen Personen.
Polki: wenn du die “Atemschaukel” von H.Müller wirklich gelesen hast, dann weißt du auch, dass der Haupt-”Held” in dem Buch nicht wie in Grass’ ‘Blechtrommel’ Oskar heißt, sondern anderes…Na? Wie heißt er? Nachlesen! Setzen!
Hier die zweite Radetzki Kritik von Polki über Herta Müllers Atemschaukel
So jetzt habe ich mein erstes Buch von Herta Müller fertig gelesen.
Musste öfter überlegen da ich in der Schwulenzehne mich nicht auskenne ……Mit rosa lieben, was man da meint ! Ist mir aber auch nicht so wichtig, dass ich dies wissen muss.
Und zum Nachdenken gibt es aus Schwowischer sparsamer Sicht die vielen lehren Seiten die sicher zum Nachdenken gedacht sind.
Thema Sex …………….
Ja die Menschen waren fünf Jahre in Russland und warum sollen sie keinen Sex haben…..!
Es wurde aber nur kurz die Freundschaften mit deutschen Soldaten erwähnt……
Die Sex gier im letzten Jahr wo der Hungerengel hinterm Vorhang verschwand……..!
Habe erst vor kurzem ein Video bei Youtube gesehen von unseren Scheene Schwowische Mädle aus der Mehala………………………..
Dann dachte ich mir, bin mal Neugierig ob die Herta Müller etwas über Vergewaltigungen durch die Russischen wachen schreibt in ihrem Buch oder in ihren Fragen Sätze solche fragen stellt….!
Fehlanzeige………………………“Ja bin ich glücklich, dass unsere scheene Schwowische Mädle von den Schlitzaugen verschont geplieben sind!“
Die neu geborenen Kinder vom Lager und ihr leben wurde auch nur sehr oberflächlich erwähnt , Das ich sehr schade finde. Ja am Polki kann man es nicht Recht machen.
Der Neid von Oskar gegenüber seinem Bruder, denn gibt es sicherlich, aber ich fand ihn nicht gut.!
Das Buch zeigt aber das man nach soviel Jahre weg von zu hause schwer wieder sich einordnen kann in die Gesellschaft das ist heute so wie damals auch…….Oskar hat es nicht geschafft und war auf der Flucht sein leben lang.
Möchte noch feststellen das die Geschichte von dem Mann der seiner Frau das essen weg fraß aus meiner Sicht erstungen und erlogen ist………Kann mir nicht vorstellen, dass die anderen Banater Frauen sich nicht beschwert hätten, bei irgend jemand……………………………….
Romane leben von solchen Märchen!
Happyend war aus meiner Sicht, der Tod von Tur Prigulitsch den ich diesem Menschen durchs ganze Buch gegönnt habe. Gott hat ihn bestraft für seine Taten. Ich hoffe es war in dem waren leben genau so wie im Buch.
Beim Nachwort fiel mir auf das die Russen dies alles selber zu verantworten haben…..
Dem stimme ich nur zum Teil zu.
Wie war es dann von Rumänischer Seite Freundlich das in der Deportationszeit die Rumänische Kolonisten in die Deutschen Dörfer kamen und alle Häuser besetzten wo nur mehr Kinder und alte Menschen vorhanden waren………………………….Es waren keine Russische Kolonisten, sondern Rumänische. Die mit der Trommel durchs Dorf liefen und alles enteignet haben……….Es war kein Widerstand mehr da ! Sicher waren von diesen Rumäner auch sehr viel gute Menschen die nachher mit uns zufrieden zusammen lebten bis zur heutigen Zeit in Deutschland und Rumänien weiter.
Das Zeigt das wir Schwaben im allgemeinem keine Nazi Verbrecher waren, wie man uns Kennzeichnete nach dem Krieg und auch von einigen hier im Blog.
Und sicher auch von unserer Herta mit Kerweih erinnert an Nazi Marsch.
Herta hat von diesem Vorgang der zur gleichen Zeit geschah, kein Buchstaben erwähnt ……..
Ja vielleicht war in Hermannstadt dies nicht. Nur aus meiner Sicht fehlt dieser wichtige Baustein aus den fünf Jahre Russland in diesem Buch. Damit man die ganze Wirklichkeit wahr nehmen kann.
Die Blechtrommel und Atemschaukel haben den selben Helden Oskar……….Gefällt dehnen in Schweden der Name so gut ?
Dies ist meine Meinung vom Buch ob sie jemand passt oder auch nicht.
Herr Gibson, ich maße es mir an, Ihnen, einem Menschen der nach zehn Semestern Jura auch fast Jurist geworden ist darauf hinzuweisen, dass sie in dieser “Sache” höchstens aber auch allerhöchstens einen Zivilprozess anstreben könnten. Ist also nix mit Staatsanwalt. Nur so nebenbei: Warum haben sie nach zehn Semestern Jura nicht mindestens Ihr erstes Staatsexamen abgelegt? Oder haben Sie versucht es abzulegen und sind dann zwei mal durchgefallen?
Hinweis: Ich schrieb diese Zeilen und stellte diese Fragen nicht im Auftrag einer fremden Macht, eines x-beliebigen Geheimdienstes, der Freimaurer, Illuminaten, Herta Müller, Richard Wagner oder einer sonstigen Person oder verschwörerischen Organisation die Sie, Herr Gibson, im Hintergrund vermuten sondern weil es mich einfach interessiert warum Sie nicht ihr erstes juristisches Staatsexamen abgelegt haben. Oder haben Sie es doch?
“… So gesehen, könnte die diesjährige Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller zumindest für den Teil des deutschen Literaturbetriebs, der auf dem linken Auge blind ist, eine Art Störfall werden. Während die deutschsprachigen Nobelpreisträger Elfriede Jelinek und Günter Grass mit jedem öffentlichen Wort den linken Mainstream bedienen, tut Herta Müller genau das nicht. Mit „Atemschaukel“ hat sie unübersehbar die Mordmaschine namens Gulag auf die deutsche Debattenagenda gesetzt. Das haben manche gar nicht gern. Möglicherweise ist dieses Buch vor dem Nobelpreis auch mancherorts schlechtgelaunt bekrittelt worden, was „nach Tisch“ naturgemäß keiner mehr wahrhaben will.
Herta Müller hat sowohl im rumänischen Sozialismus als auch im deutschen Exil immer Widerstand gegen die roten Barbaren geleistet. Im Banat, wo sie in einem Dorf unter Dörflern aufwuchs, war das lebensgefährlich – denn Ceausescus Staatsschutz „Securitate“ schreckte auch vor Mord nicht zurück – und in ihrer Wahlheimat Berlin ist diese Art Widerstand auch nicht in allen Literaturhäusern gern gesehen. …”
ALLES HIER:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ein_fest_fuer_herta/
Berlin-Friedenau ist jedenfalls schon namentlich ein Versprechen auf eine Friedliche Weihenacht …
…, was – wie wir leidvoll wissen – nicht immer eingelöst wurde.
Jetze aber, oder?!
Gruss
Gunther Thriene
Nur keine Aufregung, Getkiss und Nachhaber!
Dieser feige Anonymous ist unser guter alter Schmutzfink
BANKBAN!
Mein Hinweis auf die Staatsanwaltschaft lässt in noch unbeeindruckt.
Er fühlt sich sicher in seiner Verborgenheit.
Noch.
Carl Gibson
Dass die öffentliche Meinung maniepulierbar ist, lehrt uns die Geschichte. Da gebe ich Ihnen ja Recht, Supersvabo. Die von Ihnen angeführten Beispiele des Nationalsozialismus und des Stalinismus bezeugen dies unwiederlegbar. Doch wie können Sie mit solch schweren Geschützen in diesem Zusammenhang auffahren? Welche (nationale) mächtige Organisation hätte das Interesse und diie Mittel, eine Herta Müller oder einen Richard Wagner seit Jahren (etwa durch Preise) zu glorifizieren geschweige denn zu mystifizieren? Ihre Belege für begründeten Zweifel an öffentlich verbreiteten biografischen Details sind in meinen Augen nichtig. Selbst wenn sich gewisse Unstimmigkeiten ergeben sollten, so fallen diese nicht ins Gewicht angesichts von Müllers gegen das Ceausescu-Regime gerichteter politischen Orientierung und Ihrer daraus resultierenden Drangsalierung durch die Securitate. Wie nichtig ist da so ein Detail (Bahnhof). Damit kippt doch keine Biografie. Und Gibsons Fragen – darin besteht gerade seine Perfidie – sollten stets nur Zweifel säen. Er selbst hat Müllers Selbstdarstellung niemals widerlegt. Im Falle des Schriftstellers Söllner alias Sorin erklärt Gibson, bereits seit einem Jahr im Bilde gewesen zu sein (!). Weshalb hat er hier im Forum dann bis zu den Münchner “Enthüllungen” geschwiegen? Weshalb hat er immer nur Fragen wiederholt: wer ist dieser, wer ist jener? Nochmals zum Anfang meiner Einlassung: Es hat immer wieder Manipulationen der öffentlichen Meinung gegeben. Doch hier ist es nun wirklich absurd, wie Gibson die Relationen verfälscht. Am Ende war Herta Müller eine Kollaborateurin des Diktators und stand im besten Einvernehmen mit der Securitate. Woher all diese blühende Phantasie allerdings sprudelt, ist seit Jahr und Tag im world wibe web erkennbar: von einem missgünstigen Banater Landsmann, der es nicht verkraftetk, nicht ähnlich erfolgreich, wahrgenommen und anerkannt zu sein. Dafür kann man aber nicht Richard Wagner oder Herta Müller verantwortlich machen. Bescheidenheit durch Selbsterkenntnis würde helfen.
Bedauernswert ist das arme Geschöpf, dass hier buckelt und dienert und dabei ständig seine Identität wechselt: alma, Walter, Anonymous. Und das alles, nur um anderen zu gefallen. Was bringt DIR das? Nichts!
“Ein Diener (auch Hausdiener oder Kammerdiener, beim Adel oft Leibdiener, bei Monarchen auch Kammerhusar) ist im herkömmlichen Sinne ein Mitglied des Hausgesindes (veraltet: ein Domestike), also ein abhängig Arbeitender, der für seinen Arbeitgeber oder Dienstherrn bestimmte häusliche Pflichten erfüllt, die dieser nicht ausüben kann oder möchte.”
Wobei noch hinzugefügt werden muss, dass ein Diener für seine Dienste entlohnt wird. Wie wirst Du entlohnt Anonymous? Mit Spott und Hohn hinter vorgehaltener Hand: Der macht die Drecksarbeit für uns?
Die lassen Dich doch fallen wie eine heiße Kartoffel, wenn’s drauf ankommt, denen geht es doch nur um sich selbst. Merkst Du das nicht Anonymous? Bist Du Dir nicht zu schade dafür? Wo ist Dein Stolz, Deine Selbstachtung, Deine Menschenwürde? Denk mal drüber nach.
Nachhaker und getkiss werden es hoffentlich noch begreifen, dass sie, von Gibson manipulativ beeinflusst, in die Irre geleitet wurden. Sie stehen ja auch angesichts der aufgeklärten öffentlichen Meinung und der Fach- und Sachkundigen völlig im Abseits. Ihr Problem.
Von Anonymous in Dez 22, 2009 – 08:32
Und wer manipuliert mit seinem Gekeife und Geifere die öffentliche Meinung? Doch wohl der RKP-Mann aus Perjamosch! Außer scheinheiligen Vorwürfen gegenüber der Landsmannschaft und ein Großteil der Banater Schwaben bringt der Perjamoscher Kerweihbu nit zamm. Zu schade, daß die veröffentlichte Meinung es gerne unseren Lieblingen aus Nitzkydorf und Perjamosch unter dem Eindruck des Nobelpreises einfach so abnimmt (z. B. die Bahnhofshalle in Poiana Brasov, oder das Abspielen der Staatshymne vor Arbeitsbeginn in den Fabriken usw usf.) Auch die Majorität kann abseits der Fakten und Meinungen stehen und vor allem auch die der veröffetlichten Meinung der linken Kulturschickeria (im Dritten Reich oder unter Stalin standen die die up-to-date voll auf der Linie der öffentlichen Meinung und der Rasseexperten bzw. Politexperten unter Stalin auf völlig im Abseits) Ihr Problem.
Nachhaker und getkiss werden es hoffentlich noch begreifen, dass sie, von Gibson manipulativ beeinflusst, in die Irre geleitet wurden. Sie stehen ja auch angesichts der aufgeklärten öffentlichen Meinung und der Fach- und Sachkundigen völlig im Abseits. Ihr Problem.
Hallo getkiss,
reg Dich nicht auf. Das ist der Walter wirklich nicht wert.
Walter hat die Rolle von Alma übernommen: arbeitet im Auftrag irgendwelcher Interessens-Gemeinschaften, die sich selbst zu schade sind, hier zu schreiben.
Eine eigene Meinung hat er natürlich keine, lässt sich nur von anderen benutzen. Das geht aus all seinen Bemerkungen hervor. Egal zu welchem Thema er sich äußert.
Nachhaker
“Perfider und perverser geht es ja kaum noch, als das der Katharina hinterher zu rufen:
“Auf und davon laufen, kneifen, wenn es darauf ankommt, Farbe zu bekennen, da kenne ich noch einige in diesem Forum …”
Pfui, Herr Gibson!
Von walther in Dez 2, 2009 – 17:40″
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Du redest von perfidie und perversertum?
Walther, Du und Deine Meinungen was Müller alles meinte:
@walther:”Sie ist von Westreisen, wo sie Rumänien ÖFFENTLICH kritisiert hat, nach Rumänien zusückgekehrt und hat sich der Securitate-Verfolgung ausgesetzt.”
WANN und WO bitteschön hat Sie auf ihren Westreisen WIE Rumänien kritisiert? Haben Sie dafür Belege, oder ist es Ihre Einbildung, die die Zeit VOR ihrer Ausreise mit der Zeit DANACH verwechselt?
Was ist? Verstehst die deutsche Sprache nicht mehr?
Du redest über Legastheniker?
Kanns nicht mal eine Frage beantworten?
Die Fragen werde ich immer wieder wiederholen, so wie Du es machst, damit Du siehst wie ….. Du dastehst mit deiner “Meinung”!
Bis Du mit diesem blöden Benehmen aufhörst!
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“Und dir kommen die Tränen deswegen, gel?
Von walther in Dez 21, 2009 – 21:52″
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Walther bevor ich dir irgendeine Frage beantworte, solltest Du meine wiederholte(n) Frage(n) beantworten!
getkiss: “Berge von “Atemschaukeln”. Nicht einmal gucken tut einer, alle laufen vorbei…die schnellebige G´sellschaft zeigt… sich hier auch…”
So ist es, getkiss…die schnelllebige Zeit und lieber Fressorgien zu Weihnachten als Herta Müller lesen…Und dir kommen die Tränen deswegen, gel?
Gut Polkakeenich, nur:
“…so ein Buch verkauft sich gut.”
Das viele Bücher nach der Bekanntgabe des Nobel-Preises gekauft wurden, glaube ich Dir.
Nur war ich vergg.Freitag und heute auch wieder beim Hugendubel (in Minga größte Buchhandlung). Gleich beim Eintritt Berge von “Atemschaukeln”. Nicht einmal gucken tut einer, alle laufen vorbei.
Der Lärm ist abgeflaut, sogar die sibi´s finden kaum noch einen Link, wenn überhaupt dann vum Waaner &Co.
Ich meine, die schnellebige G´sellschaft zeigt sich hier auch.
Umsonst steht auf dem Buchdeckel “Nobel-Preis”.
Jeder normale Mensch kauft was unterhaltsames.
Wer schenkt schon Weihnachten ein Buch vom Hungerengel, bei den Fresorgien hierzulande?
Polkakenich, meine Hochachtung für Deinen obigen Beitrag, mehr sag ich net!