So liebe Freunde der Banater Literatur. Der erste Versuch hat ja leider nicht so den Anklang gefunden, wie ich es mir gewünscht hätte. Woran es lag kann ich auch nicht wirklich sagen. Ich vermute, der allgegenwärtige Florescu hat es geschafft, wie in allen anderen Medien auch, dem guten Richard Wagner den Rang abzulaufen. Und um beide Bücher zu besprechen, hatte es wohl keinen Platz.
Jetzt, da sich die Wogen beim Thema Florescu etwas gelegt haben, würde ich gerne noch einen Versuch starten. Daher der Aufruf zur zweiten Leserunde im Banater Blog.
Diesmal würde ich gerne etwas von Johann Lippet oder Horst Samson lesen. Der Grund dafür ist recht einfach. Am 13. Mai findet im Rahmen der Kultur- und Heimattage des Landesverbandes Bayern in Nürnberg eine Lesung mit Johann Lippet und Horst Samson statt. Daher würde ich jetzt gerne diese Leserunde ein wenig missbrauchen und mich stärker mit den beiden Autoren befassen.
Solltet ihr allerdings gerne einen anderen Autor lesen wollen. Dann kein Problem, ich ordne mich gerne der mehrheit unter. Ansonsten würde ich eines der folgenden Bücher vorschlagen.

BIGUS DICKUS( öcsi ) on 19. März 2012 at 11:42
Hallo Modern…Noch immer da? Lebst du noch in Nürnberg zusammen mit deinem Buckel?
“Hei, tramvai,
Cu etaj si tras de cai,
…..”
jetzt geht das langsam in richtung banat.blog. banat war und ist nämlich nicht nur kerweih und blasmusik.
http://www.youtube.com/watch?v=ge3VfpQv_Fs
langöcsi, wieviele schwedische Kronen müßte man Herta Müller bieten, damit sie mit der Tramway
mit der kurva-hatos?
“Hei, tramvai,
Cu etaj si tras de cai,
…..”
____________________________________________
Die Filmaufnahmen mit Phoenix, wurden tatsächlich auf einer fahrenden Tram (damals noch Tatras) durch TMs Zentrum gemacht. Und wenn man denkt, dass wegen der Tram durchs Zentrum, eigentlich die Untergrundpassagen gebaut wurden. Hat den Telescu seinen Job als Prim-secretar gekostet, weil kurze Zeit später die Tram-Trasse verlegt wurde und die fährt seit dem am Electro vechi-Kinderspital-Piata 700-wieder in die Libertatii. Das war dann wirklich eine unnötige Investition, wenn man auch bedenkt, welche zusätzlichen Maßnahmen, wegen des bekannt schwierigen Untergrundes Temeswars, dafür nötig waren.
Hei, tramvai,
Cu etaj si tras de cai,
Hei, joben,
Ce umblai la Mon Jardin.
Hei, bunic,
Cu monoclu erai sic,
Hei, can-can,
Cu picioarele-n tavan !
Toate-au fost la timpul lor
Ceva exagerat,
Anii au trecut in zbor
Si lumea le-a uitat.
Da, da.
Nu, nu.
langöcsi, wieviele schwedische Kronen müßte man Herta Müller bieten, damit sie mit der Tramway beim Piata Traian vorüberfährt, und müßte man ihr dann auch ein Langös spendieren? Oh wie ich Langosch vermisse.
wie das feeling von 1968 auf der piata traian herzaubern?
ist doch einfach: die herta müller abschminken und mit einer tramvay der linie vorüberfahren
abgesehen davon, dass ich die am opernplatz vieeeeeeelllll besser fand, die langösi.
das hab ichvergessen, wo gab es die langos am opernplatz???
ja ja lugöcsi, ich gebe ihnen ja recht, nur wie das feeling von 1968 auf der piata traian herzaubern? abgesehen davon, dass ich die am opernplatz vieeeeeeelllll besser fand, die langösi.
es gibt 1.000 rezepte, aber nie schmeckt es so wie am piatza traian 1968.
zumindser die gekochten kukurutz-kolben habe ich gefunden, die werden in budapesr genauso gemacht uns schmecken auch genauso.
die maiskolben vom Aldi sind genmanipulierter schayss.
im Olga-Farca-Buch würd ich schon mal ned suchen. werd aber selber mich mal umhörebn.
Ja, lieber Anonymous, ich verstehe es auch nicht, warum wir hier nicht mehr wie früher zu Themen finden.
schön, thema: seit jahrzehnten versuche ich das richtige rezept für knusprige langosch wie sie im temeswar nur an strassen-ständen gebacken wurde zu bekommen. wer kann helfen?
des is soooooo ermüdend….. wie wärs (Anonymous)
Ja, lieber Anonymous, ich verstehe es auch nicht, warum wir hier nicht mehr wie früher zu Themen finden. Es muss doch noch mehr Leute geben, die es tagsüber oder mal zum Feierabend in den Fingern juckt, ihre Einfälle, Ansichten und auch Erinnerungen im Blog zu kommunizieren mit Leuten, die ihre Wurzeln ebenfalls im Banat haben.
unser Tschautschesku als Kalorienzähler der Schwaben. Diese Lusche hat es doch nichtmal geschafft, dass die Schwoben von ihrem Paprikaspeck und den Grieben gelassen haben.
noch besser: ceausescus diätplan für übergewichtige in den 80-ern
des is soooooo ermüdend….. wie wärs mal mit Rezeptenaustausch, z. B. Schneckengoulasch mit Granatäpfelwein oder der türkische Kulturbeitrag im Banat, die genetische Abstammung der Banater Lothringer, der rumänische Staat und Tschautschesku insbesondere als Wohltäter der Schwaben und Mehrer deren Wohlstandes usw. usf.
Tes isch a Hammer……Mir sin alli bled gmacht worre un schneide uns nachher tie Kehle torch.
kehele = falsch, richtig wäre Gurgl
Tas ich oa bled ausschau schreib ich jetzt zum Trotz nur noch Schwäbisch.
auch flasch, schwäbiisch kansscht nedda, hextns schwobisch
schenk ehr a Feierwehrspritz.
“ich han a wasserwoh”
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Mei Aldi wollt was rodes, un was in 3 Sekund’ auf 100 ischt, han. Dich hätt die rodi Woh gfreit, gell? Mei Aldi ischt nur sauer gwen.
Ned bees werde, war nor a Spass.
jetzatle stimmt’s niwoh wieder
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Heescht tei Klavier “niwoh”?
jetzatle stimmt’s niwoh wieder
schlauerle, was brauch ich a niwoh, ich han a wasserwoh und a niwja-krem.
Tes isch a Hammer……Mir sin alli bled gmacht worre un schneide uns nachher tie Kehle torch.
Tas ich oa bled ausschau schreib ich jetzt zum Trotz nur noch Schwäbisch.
Nor mit te Ruh, schunscht kummt wieder so etwas…
,,….Anstatt sich ernsthaft mit ihnen zu befassen, kacken sie sich gegenseitig ins Hirn. Das ist doch unglaublich. Von Typen wie Anonymus lassen Sie sich alle ins Hirn kotzen. Wie hat es bei Ihnen im Banat wohl ausgesehen, gab es da außer Ihren Dichtern nur Debile? mir scheint umso höher ist dann die literarische Leistung dieser paar Autoren zu bewerten! Und ihre Bücher gelesen hat hier wohl keiner derr Diskutanten. Soviel Ignoranz hat Seltensheitswert. Dass verändert unser Banatbild dramatisch! Arme Schriftsteller zwischen sovielen armen Geistern, was für ein Drama für Ihre Dichter, furchtbar, furchtbar…”
Frage: Warum soll ich a Buch lesen , dass schreibt ich bin a A……vun Schwob ( Beispiel Herta oder Florescu) und noch derfür Geld aus gewe !?
Für wie dumm halt mer eigentlich die Schwowe ? Sollen die Ihre Henger noch bezahlen , Sie haben ja alles schon einmal bezahlt, dem Öchsli seiner Werwandschaft vom Salasan……….Und der macht sich noch luschtich driwe iwer die Gschicht……”Sicher wahre und sind die Schwowe an allem Schuld!” Der Adolf, Josef T und Josef S alli ware jo Schwowe “echte originale Schwowe!”
Ich kenn viele Schwowe und do ware nit alli mit mir super
gute Freunde awer, die Mehrheit schun, un des Zählt.
Es geht alles um den einen Punkt: “Wahren die Schwowe die Vorbilder im Banat oder nit !”
Dieser Punkt ist normalerweise sehr schwehr zu beantworten, da es auch schlechte Schwowe gebe hat. Nur an diesem Punkt geilen sich viele hier im Blog auf. Hoffentlich müssen eure Frauen diese Geilheit nicht ausbaden !?
jetzatle stimmt’s niwoh wieder
Und ihre Bücher gelesen hat hier wohl keiner derr Diskutanten.
was breiche meer soviel Bicher. Meer hawe nar eens, des langt, een CEC, aso, Sparbuch!
Apropos ,,Sparbichle” to sin noch Leit aus tem Banat tie saan noch immer:
,,Ich troa mei Geld zum CEC”.
Also bist Du doch a echte Schwob……….Den die werden ab 40 gscheit !Lol
Mir scheint DU warst Jahrzehnte ein Rasist !!
ja
dass ich jahrzehnetelang glaubte die schwaben seien erhaben über alle anderen……….Von Öchsli
Mir scheint DU warst Jahrzehnte ein Rasist !!
und irgendwie hast dies noch im Blut, danke für die super Info.
“ich möchte mich hiermit entswchuldigen bei allen serben, rumänen, zigeunern, tschechen, ungaren, bulgaren, und was sonst noch im banat so lebt, dafür dass ich jahrzehnetelang galubte die schwaben seien erhaben über alle anderen.”
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Du weißt auch nicht mehr, wem du in den Arsch kriechen sollst, du geistige Funzel. Anderswo hättest du die Ungarn am liebsten in der Gobi-Wüste. Hier leckst du ihnen auch die Stiefel. Du bist eine jämmerliche gestalt (mit kleinem g), die nicht weiß, wie es sonst Zwietracht unter den Menschen sähen soll. Du musst eine Heidenangst (Achtung: Wortspiel) vor dem Tode haben, weil du nicht weißt, ob es nicht doch einen Hergott gibt, der dir am Ende noch kräftig die Suppe versalzt. Solche Fratzen wie dich, trifft es irgenwann auch. Ich bin nicht gläubig, deshalb nenne ich das “Ausgleichende Gerechtigkeit”, oder wie die Rumänen zu sagen pflegen: “Ulciorul nu merge de multe ori la apÄ”.
Öcsi, wolltest du dich nicht an einem Nibelungen-Epos aufs Banat gemünzt versuchen?
hab danoch ein problem: wer sollen die guten sein und wer die bösen
Irgendwann wirst du dann hier Lobeshymnen
anstimmen und das „Schwabentum“ überhöhen, so wie du jetzt drauf rumtrampeln
auf am boden darniederliegende würde ichnie trampeln, das ist nicht die feine art
zu der anderen sache: das schawabentum mhabe ich viele jahrzehnete lang überhöht, solange ich keine direkten kontakt zu ihnen hatte, die idee zu hinterfraqen kam mir erst bei der physischen begegnung mit 2 besonders ….. exemplaren dieser gattung, wollte nur wissen ob die alle so gepolt sind oder ob die beiden ausnahmen seien. scheint als wäre es keine ausnahmen.
ich möchte mich hiermit entswchuldigen bei allen serben, rumänen, zigeunern, tschechen, ungaren, bulgaren, und was sonst noch im banat so lebt, dafür dass ich jahrzehnetelang galubte die schwaben seien erhaben über alle anderen.
Öcsi, wolltest du dich nicht an einem Nibelungen-Epos aufs Banat gemünzt versuchen? Damit machst du deinen Landsleuten bestimmt viel Freude.
Nur nebenbei: Wir haben alle Zeit der Welt zu warten (es wird indes nicht allzu lange dauern), bis du dir
die Hörner abgestoßen hast mit deiner derzeitigen Einstellung. Irgendwann wirst du dann hier Lobeshymnen
anstimmen und das „Schwabentum“ überhöhen, so wie du jetzt drauf rumtrampeln versuchst.
Fragt sich, welches Extrem dann peinlicher ist.
@Öcsi
Dann bin ich aber beruhigt! Danke, dass Sie mich daran erinnern, nicht zu den deutschsprachigen Banater zu gehören!
Welch ein Drama für Johann Lippet und Horst Samson!
Um sie herum gab es nur Debile in dieser dunklen Provinz Banat genannt!
beruhige dich, er meint nur diue deutschsprachigen banater seien debil, die anderen 80% waren nicht betroffen
Welch ein Drama für Johann Lippet und Horst Samson!
Um sie herum gab es nur Debile in dieser dunklen Provinz Banat genannt!
Aber umso besser jetzt in diesem Millionenstaat, wo die Werke der zwei Autoren so fleißig gelesen und geschätzt werden!
Ich habe keine Ahnung, wer von den deutschen Bundesbürger diese zwei Autoren kennt oder nicht. Was ich von den zwei Dichter halte, ist auch nicht wichtig, da ich aus den Reihen der Debilen stamme und daher nicht mitreden kann/darf.
Lippets Buch heißt “Der Altenpfleger”. So nebenbei erwähnt.
Dass verändert unser Banatbild dramatisch!
bleib cool, die schwoben machten höchstens mal 20% der Banater Bevölkerung aus…
die andern 80% sind normal
Ach, ja … war adressiert an den Herbert v. D. aus OP
Sind Sie mit einer Banater Schwäbin liiert? Dann herzlichen Glückwunsch! Schätzen Sie sich glücklich, freuen Sie sich jeden Tag, dass sie sie haben. Denn Schwäbinnen sind tüchtig, lebensbejahend, fröhlich mit einer gesunden Portion Optimismus und Strebsamkeit ausgestattet. Gescheit sind sie sowieso und wissen, wie man auch mal schwierige Zeiten packt – ohne gleich den Kopf zu verlieren. Machen Sie sich nichts kaputt, indem Sie die Landsleute Ihrer Freundin in fragwürdiger Weise verunglimpfen. Das ist es nicht wert, nur weil Sie hier – wie überall – auch mal auf Lesemuffel und Spaßvögel treffen.
“Wir bäumen uns auf,
Ihr träumt uns nieder,
Sie fälschen die Grammatik und das Wetter.”
(aus: Horst Samson, La Victoire, http://horst-samson.de/la-victoire/)
Herr von: Am Anfang dachte ich mir sie heben sich von uns Banater ernsthaft ab, in Sprache und Schrift. Am Ende vom Text, bin ich jetzt überzeugt, dass SIE auch “nur ein Mensch” sind.
Eins dürfen SIE nicht vergesen, hier schreiben auch nicht Banater, oder Banat hasser im Blog, die das Recht besitzen alles zu beschmutzen in jeder Form ohne ihren Namen an zu geben.
Übrigens für Sie vielleicht wichtig: Literaten und Poeten sind auch nur Menschen und keine Götter.
Was sich hier an Dummheit zusammenbraut ist schon außerordentlich.Meine Lebensgefährtin hat mir Auszüge aus diesen Kommentaren vorgelesen Ich kenne das Banat nicht, aber exzellente Literatur. Gerade auf solche Schriftsteller wie Lippet und Samson solltren sie dochw.rotarybv.de/Rotary/Presse/Presse/ stolz sein, auf sie blicken in Deutschland doch viele Fachleute, klar haben sie keine Millionenauflagen, aber ihre Texte sind Spitze, Lippet ein großer erzähler (siehe Der Krankenpfleger) und Samsons Gedichte einsame Klasse, sie zirkulieren weltweit im Netz. Anstatt sich ernsthaft mit ihnen zu befassen, kacken sie sich gegenseitig ins Hirn. Das ist doch unglaublich. Von Typen wie Anonymus lassen Sie sich alle ins Hirn kotzen. Wie hat es bei Ihnen im Banat wohl ausgesehen, gab es da außer Ihren Dichtern nur Debile? mir scheint umso höher ist dann die literarische Leistung dieser paar Autoren zu bewerten! Und ihre Bücher gelesen hat hier wohl keiner derr Diskutanten. Soviel Ignoranz hat Seltensheitswert. Dass verändert unser Banatbild dramatisch! Arme Schriftsteller zwischen sovielen armen Geistern, was für ein Drama für Ihre Dichter, furchtbar, furchtbar!
naja Gedichte,
wo irgendwelche Dichter,
hinter sieben Ecken
etwas geniales, angeblich, aushecken.
Das hat doch nix mit dem Alltag und den Nöten der Menschen zu tun,
wichtiger ist doch da die Gatje-hos, un Worscht und Brot und Suppenhuhn
was haben denn normale Leute mit dem Regen auf Usedom zu tun.
Da schaue ich doch lieber in ein schönes Buch,
das mir Freude und Wärme gibt und Beruhigung gibt genug,
das ist mein geliebtes kleines Büchlein
nicht das rote von Mao oder das braune vom Braunauer
Es ist das was seit eh und je erfreut, vor allem das Schwabenherz
oft das einzige Buch im haushalt, das in einem schönen Kassettlein
oder im Wäscheschrank unter den Budijs verwahrt wird – ganz klug
das einzig geliebte Sparbuch!
Walter ich weiß nicht ob Du das Recht besitzt diese gedichte zu veröffentlichen. Mir ist es egal , aber ich glaube diese Handlung ist nach Deutschem Gesetz strafbar ! Zu den Gedichten von Herr Samson sie sind sehr schwierig zu verstehen.
Herr Meyer hat leider recht, so sher uns das traurig stimmt, aber es gibt dich auch viele Ausnahmen, Schwaben die lesen, es zeigt sich doch hier in dem Blog. Ich werd mir die “Spiegelungen” auch besorgen, habe schon vor einiger Zeit im “Deutschen Jahrbuch für Rumänien 2012″ aus Bukarest herrliche Samson-Gedichte gelesen, in einer ‘Aufstellung zu 40 Jahre Aktionsgruppe Banat. Ich wähle mal zwei Meister-Beispiele aus, die zeigen wie schön und treffend Gedichte sein können – ein politisches und ein Liebesgedicht, die Gänsehaut machen und fast mehr sagen wie Romane. Vielleicht kann uns ein gelehrter Kopf die noch genauer interpretieren!
Horst Samson
DAS LAND
Das Land hat keinen Namen, die Stadt
Nicht und nicht das Dorf. Die geduckten
Menschen, die Mörder kennt jeder, die Angst,
Den langen Arm der Geschichte.
Keiner erinnert sich, wie es geschehen konnte, geschah.
Eines Tages waren die Zeugen weg, alles war spurlos
Verschwunden, wie aufgelöst, sagen sie, im Äther
Verflogen, nichts wurde vermisst, kein Mensch, kein Wort.
Nachts glühten Gedanken, entzifferten den Tod,
Im Zwielicht pulste das Hirn, schimmerte
Wie Phosphor brannten die Augen im Kopf, die Akten,
Das Herz lag da, leer wie eine verlassene Kaserne.
Horst Samson
USEDOM IM REGEN
Nachts gehen wir durchs Meer,
Die Wellen
Am Schienbein, Hand in Hand
Unsere weißen Körper
Leuchten im Mondlicht wie
Taufkerzen. Nur noch wenige
Sterne, sie sind still
Und glitzern. Deinen Körper
Biege ich wie ein Schilfrohr
Über meinen Arm. Siehst du sie,
Frage ich, im dunklen
Himmel über uns, die Wolken und wir
Reden, die Nacht
Ist Zeugin, über ferne
Bilder. Um deine
Schulter lege ich meinen
Arm, so gehen wir
Durchs Wasser durch
Salzige Erinerung
Hinaus, schlendern ein Stück weit
Dem Land davon
Mit den Gezeiten. Der Mond
Nur noch ein vager Strich
Über der Bucht. Tränen
Weint hier nur der Himmel.
Apropo Sparbichl; ja klar, die „Euronen“ machen’s Kraut fett. Wart mol ab – Ende des Jahres sin mer gscheiter. Und es Sparbuch muss jo a net anri Bicher ausschließe. So arich teier sin Bicher und Zeitschrifte jo aach net. Wer liest, weiß, was uf de Welt passiert. Und kann dezu noch mitredde. Ich freu mich, wenn ich hier Lese-Empfehlungen lese. Die Spiegelungen werde ich mir besorgen.
jedr Schwob hat derheem é Buch.. é Sparbuch, des langt doch!
Gedichte? Prosa? Warum keine Gedichte – davon gibt es dummes Zeug und großartiges. In der aktuellen Nummer der Zeitschrift “Spiegelungen” sind wunderbare Gedichte von Horst Samson abgedruckt. Besser geht es nicht, ioch würde sagen Weltklasse! Auch sein gedichtebuch “La Victoire” habe ich gelesen, in einem Zug gelesen und am Ende geweint. Dieser Gedichtband wurde von einer Münchner Zeitschrift als eines der drei besten Bücher des damaligen Jahres (2003) bezeichnet. Alles steht drinnen – vom Krieg bis zur Auswanderung. Die “Echtdeutschen” schätzen unsere Dichter und wir Schwaben geben nichts drauf nund lesen sehr oft nur in Spar- und Telefonbüchern. Jammerschade.
Jakob, insgesamt sind es 64 Beiträge in alphabetischer Reihenfolge. Am Schluss jedes Beitrags stehen die Initialen des Verfassers. Ich habe schnell die ca. 500 Seiten durchgeblättert: Es sind mindestens 28 Beiträge von R. W.
Hier noch ein Link:
http://www.nordbayern.de/nuernberger-nachrichten/kultur/die-deutsche-seele-hat-nicht-nur-abgrunde-1.1716189
@ Anonymous 21.59 Uhr
Jeder hört das, was er hören will, wofür sein Gehör geeicht ist.
Warum immer diese Voreingenommenheit und diese billigen Unterstellungen masochistischer Art.
Mit “Blut und Boden”- Schlagwörtern zu hantieren ist einfach zu billig.
Auch die Deutschen dürfen eine Seele habe und ab und an über diese Schreiben (reden).
Wir rücksichtsvoll sprechen wir von der “russischen Seele”, wenn es um die Einschätzung der Situation dort geht. Das wäre nur ein Beispiel.
doitsche Seele….hört sich wie Blut und Boden an.
Beatrix, wie viele Beiträge sind denn von Wagner und wie viele von Dorn? Sie schreibt auch sehr gut, finde ich.
in meinem Buch sind nur Soll und Haben und Saldo. Auch spannend
Zerrissenheit … (ist ja auch egal, schnell mal vertippt …)
Hat jemand schon in „Die deutsche Seele“ geschmökert? Jeder Banater Seele schmeichelt doch gewiss die „Heimat“-Geschichte von Richard Wagner. Gut gemacht und schön bebildert. Ein paar weitere Kapitel, die ich bisher aus dem Buch gelesen habe: „German Angst“, „Zerissenheit“, „Dr. Faust“, „Rabenmutter“, „Narrenfreiheit“ – allesamt unterhaltsam und interessant.
eines ihrer Bücher zur Hand zu nehmen
-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.
auch ich hab ein Sparbuch derheem; das langt mir!
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/kleines_lied_fuer_christa_wolf/
Lest mal, wer da rockt. Der Artikel macht Lust, wieder eines ihrer Bücher zur Hand zu nehmen. Lieben Gruß an alle H.M.-Fans
heert mer bloss uf, Schwowe un Picher. Toneilich an èm Picherstand uf èm Treffe. Soot es zu seim Mann: “Koofe mer tes Puch to?” Er: “Nèj! Mir han schun tehèm e Puch!”; korzi Pause, tann wieder te Habschi zu ihm: “È Sparpuch!”
So ist es doch bei den Schwaben, machen wir uns doch nichts vor. Vergebene Liebesmüh bei so einer Einstellung der großen Mehrheit von Schwaben und Literatur zu reden.
schreibt da einer pro domo:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/author/rwagner
finden wir uns mit der Ignoranz der hiesigen Deutschen ab, die andere als DeutschRUMÄNE oder DeutschTÜRKE oder DeutschRUSSE titulieren; es ist einfach blöd weil es suggeriert, dass diese weder ‘gescheite’ Rumänen sind, noch als Deutsche für vollgenommen werden, Promenadenmischungen eben.
Die BAMS, Seite 34/35 in Leute & Kultur: „Kann man die deutsche Seele buchstabieren?“ bezeichnet Richard Wagner als Deutschrumänen.
Thea Dorn und Richard Wagner
Die deutsche Seele
Knaus Verlag, 2011
560 Seiten, 26,99 Euro
Das Vorwort:
Lieber Leser,
sei gewarnt! Dies ist ein Buch, in dem du nicht gewarnt wirst vor dem Deutschen. Wir wollen dieses Land nicht in den Sektionssaal schieben, wir beugen uns nicht im weißen Kittel mit spitzem Werkzeug darüber, um einzig die kranken Stellen herauszuschneiden und unter dem Mikroskop zu betrachten. Wir sind keine Pathologen – wir sind Beteiligte. Getrieben von der Sehnsucht, die Kultur, in der wir leben, in all ihren Tiefen und Untiefen, in ihrer Größe und Schönheit, in ihren Schrullen und Fragwürdigkeiten zu erkunden….
weiter geht’s hier:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_deutsche_seele/
durlacher
@Durchlacher
Wieder missverstanden,
Nicht von dir wurde ich beleidigt….
Mein Gott,drücke ich mich so schlecht aus das man nur alles auf ,,Sich,,bezogen sieht.
Übrigens, Seppy, das was ich geschrieben habe, als Beleidigung zu empfinden, sagt schon viel aus über dich: Du musst zur Zeit noch dünnhäutiger sein, als die alle hier sowieso schon sind.(mich inbegriffen)
Durlacher
Ja, das mit Dale Carnegie habe ich geschrieben.
Es ist zu empfehlen.
Durlacher
Anonymous am 19. September 2011 um 12:04
Tja und welcher Anonymus bist du jezt?Durlacher?
Also meine Aussage entstand von einer Nichtakzeptanz das mir das ,,Kasperle,,Theater nicht gefällt,darum ,,…ich lasse dich mit deinen fans die schleimen alleine…,,
@Durchlacher(Wenn du es bist,mittlerweile sind es schon drei)muß ich mir auch in diesem Fall Verleumdungen und Beleidigungen nicht gefallen lassen.Du beurteilst einseitig.Dein recht.Viel Spass.
Seppy, kauf lieber das Buch “Wie man sich Freunde macht” von Dale Carnegie. Es ist besser für die Gesundheit
Aber im Ernst: Wenn jemand schreibt, dass er Polkis “You-tube-Niederungen” witzig gefunden hat, der schleimt doch nicht. Auch ich habe mich amüsiert, habe mich an die Vorführungen von Harald Schmidt erinnert, wo ich mich auch amüsiert habe, zusätzlich kam es mir zum Schmunzeln, dass das Prozedere des schwäbischen Bades mit Requisiten der “Guten Stube”, nämlich den Porzellanpuppen und nicht mit Play-Mobiles, gestaltet wurde – da kann man ganze Theorien dazu aufstellen, auch die, warum einem so etwas nicht gefällt. Bitteschön, jeder kann sich was dabei denken und darüber auch schreiben – aber es gleich als Schleimerei abzutun oder tierisch ernst versuchen, anderen eine andere Sicht der Dinge einzubläuen, ist harmlos formuliert “Schlechte-Laune- Verbreiten”, Spaßverderber. Giftig formuliert: Wieso kann es jemand nicht ertragen, dass einige gute Laune haben? Das ist der typisch neidische Schwab,(oder Sachs oder, mit einem Wort: Deutsche)
Ich habe ,oder wiederhole meine Frage.
Wo kann man das Buch von Larry L.Watts:
,,Fereste-ma doamne de prieteni,,kaufen
Bei Google ist keine Angabe zum kauf zu finden sonder nur die Vorstellung des Buches.
Ist es nur auf englisch ?
Das selbe Gefühl hatte ich auch. Beispiel einreise nach Deutschland und Erlebnisse der Kinder hier mit den Einheimischen. Es ist so als hätte ich dies mit meiner Familie erlebt.
Gruss Polki
Liebe Frau Gündisch,
Das ist mal eine schöne Nachricht. Beim Vorlesen Ihres Buches konnte ich immer auch eigene ähnliche Erlebnisse mit einflechten über abwegige Situationen – vor allem bei der Beschreibung der Reise von Bukarest nach Siebebürgen kamen mir Unmengen Erlebnisse aus Absurdistan in den Sinn…
Herzliche Grüße und Danke
Durlacher.
Liebe Literaurfreunde,
mein Buch “Großvaters Hähne” ist im Schiller Verlag neu aufgelegt worden und kann auch in Deutschland bezogen werden. Hildrun Schneider (hildrun.schneider@goolemail.com) vertritt den Schiller Verlag in D., bald wird das Buch auch bei amazon zu haben sein. Es kann auch in den Buchhandlungen bestellt werden (ISBN 978-3-941271-53-1, 9,70 Euro).
Ich freue mich, dass Sie meine Bücher mögen.
Mit freundlichen Grüßen Karin Gündisch
“Später können Sie ja Hertas Bücher verschenken.
Da wissen Sie ja bereits Bescheid. ”
Das
kriegen Sie jetzt mit Sympathie zurück. Das mit den Herta Müller Bücher will ich mir mehr als reichlich überlegen
kaum jemand ist bereit, das Gewerbe/den Hof/die Praxis auf dem Land seiner Eltern weiter zu führen.
genaqu das wird doch den nachkommen von harz4 empfängern vorgeworfen, dass si nur zu gern den beruf ihrer eltern übernehmen – schlag nach bei sarrazin
;.) Das machen Sie gut, Supersvabo!
Man muß doch schließlich wissen, was man dem Mädchen schenkt.
Später können Sie ja Hertas Bücher verschenken.
Da wissen Sie ja bereits Bescheid.
Also die Bücher aus Hermannstadt/Sibiu sen angkomme vun der Frau Gündisch. Jetz han ich for mei Großnichte e Gschenk, vorher werde ich die Bicher noch lese.
Danke Katharina für den Link.Interessant.
http://www.siebenbuerger.de/zeitung/artikel/kultur/11126-netter-plauderton-offene-fragen.html
Nachtrag zu Seppy: “Und da haben wir mit unserem ,,weggehen,,(es gibt unzählige Begriffe unser ,,Flucht,,zu definieren und zu rechtfertigen)kräftig mitgeholfen.”
Das stimmt – und stimmt wiederum nicht.
Denn so wie wir gelebt haben, wird man im 21. Jahrhundert nicht mehr leben können. Die jungen Menschen müssen hin ziehen, wo sie Arbeit finden, das ist hier in Deutschland schon lange so, kaum jemand ist bereit, das Gewerbe/den Hof/die Praxis auf dem Land seiner Eltern weiter zu führen.
Das 21. Jahrhundrt wird wohl bestimmt sein durch das Herumziehen der Menschen.
Durlacher
Durlacher am 20. Mai 2011 um 08:52
,,Denn eines ist klar: die Geschichte der Siebenbürger und Schwaben ist zu Ende, so wie wir es erlebt und gelebt haben in einer sehr engen Welt.,,
Und da haben wir mit unserem ,,weggehen,,(es gibt unzählige Begriffe unser ,,Flucht,,zu definieren und zu rechtfertigen)kräftig mitgeholfen.
Ich persönlich habe nichts gegen Rumänien und Rumäner.Mein Schwager ist ja einer.In der Arbeit habe ich auch Rumäner als Kollegen .
In Gesprächen mit Rumäner die dort ,,sesshaft,,sind habe ich über DE gesprochen.Respekt wie vorher findet man selten.
Die junge Generation weiss auch wenig über uns.
Über unsere Jugend habe ich meine Meinung öfters gesagt und ich sehe auch kein Unterschied zu ihrer Meinung.Passt schon…;-)
@Durlacher
Sagte ich schon immer.
@Seppy
Sie, die Enkel werden und sollen NICHT WIR an der Hand nehmen; falls sie was wissen wollen, werden sie sich selbst ein Bild machen wollen. Vergessen Sie nicht, in unserem Kopf sind nicht nur unsere eigenen negativen Erfahrungen mit dem Land, sondern uns drücken auch die negativen Erfahrungen unserer Eltern und Großeltern. Für uns bleiben positive Erinnerungen an Freundschaften in Kindheit und Jugendzeit (die Jugend verlangt ihr Recht, man hat auch in Russland gelacht und gesungen, trotz Elend)..
Auch dshalb bin ich dankbar, dass ich einige Jahre nach der Wende erst weggekommen bin. In diesen Jahren, in denen ich zunm ersten Mal freiwillig in Rumänien lebte, habe ich durch die Augen unserer vielen Gäste aus dem Ausland das Positive an Rumänien wahrgenommen – auch durch die Möglichkeit, durch Reisen nach Deutschland zu vergleichen. Diese Leute hatten keine Ahnung, was war und was gewesen wäre, wen… – sie waren total unvoreingenommen und haben registriert, WAS JETZT IST. So bin ich nicht im Groll ausgewandert, sondern in großer Trauer und mit dem Wissen, meine rumänischen Freunde wann immer besuchen zu können.
Denn eines ist klar: die Geschichte der Siebenbürger und Schwaben ist zu Ende, so wie wir es erlebt und gelebt haben in einer sehr engen Welt. Diese Welt erzählt Karin Gündisch für unsere Nachkommen.
Was folgt, ist die Geschichte von Deutschen aus und in Rumänien, einige sogar aus Deutschland. Dies ist ganz anders als das, was wir kennen, es ist auch Teil einer Veränderung im ganzen Osten. Als wir wegkamen, hatte diese Veränderung schon begonnen, kam aber für uns, die wir nicht mehr ganz jung und sehr erschöpft und ausgelaugt, waren zu spät.
Durlacher am 16. Mai 2011 um 13:24
a. der Opa immer dieselben Geschichten erzählt
oder
b. diese Geschichten von Oma/Opa so unwirklich klingen, dass sie es nicht glauben wollen.
Tja,Unter anderen?
Sie könnten auch fragen wenn man sie ins Banat führt warum alles öde ist,in Siebenbürgen:Warum alles so düster ausschaut?Warum die meisten Häuser so verfallen sind?
Was soll man ihnen da antworten?DIE RUMÄNEN ware es nachdem wir Halz über Kopf ,,geordnet,, weggelaufen sind.
Wird man den Enkel gegenüber aufrichtig sein könne, wird man so viel Mut aufbringen,die Wahrheit zu sagen wenn man sich auch selbst belastet?
Friedrich Christian Delius wurde mit dem Georg-Büchner-Preis geehrt.
http://www.zeit.de/kultur/2011-05/delius-buechner-preis
@Seppy: “Kann mir jemand erklären warum man so etwas lesen muss?”
Nein, niemand muss. Aber unsere diskussion drehte sich auch vor allem darum, dass Enkel FRAGEN KÖNNTEN. Und was man denen dann in die Hand drücken kann, damit ihnen nicht langweilig wird,
wenn
a. der Opa immer dieselben Geschichten erzählt
oder
b. diese Geschichten von Oma/Opa so unwirklich klingen, dass sie es nicht glauben wollen.
In bestimmten Kreisen geht es tatsächlich um Millionen!
,,Die Mode mit Geschenken ist auch hier angekommen, wenn auch harmloser als in Rumänien…,,
Harmloser?Hier gehts um Millionen…
@a.m.
Ich kannte den Artikel, aber an ihn dachte ich schon wieder nicht mehr.
Unbekannt ist mir diese Wirklichkeit nicht.
Schon bei meinem ersten Besuch in Temeswar (1994) sagte ich: Balkan!
Es war aber schon in den 80er so, was einem die eigene Heimat zur Fremde machte.
Aus diesem Blickwinkel gesehen, ja, das war ein Grund meiner Ausreise.
Wenn ich aber sehr realistisch bin, muß ich gestehen, dass auch hier, wo ich wohne, so manches sich geändert hat.
Es gibt Tage, wo ich auf der Straße alle möglichen Sprachen höre, das Deutsch kaum…Und den spuckenden Anatolier in der Tram beschreibe ich lieber nicht. Er ist kein Einzelfall.
Die Mode mit Geschenken ist auch hier angekommen, wenn auch harmloser als in Rumänien…
Deutsche Literatur wird an manchen staatlichen Schulen eher nur erwähnt.
Katharina -”Sie meinten vielleicht: mult de lucru si plata putina” stimmt!!! ABER es geht nicht um das geld…auf keinen fall!!!! lesen sie bitte den artikel
“M-am saturat de Romania” von Sabin Gherman (auf internet!)und dann verstehen sie sicher besser was ich meine und was heute rumanien heisst!
Als Deutsche müssen wir ja regelmäßig “Vergangenheit bewältigen”.
hast recht
nur wer genügend verganenheit hat, hat such was zu bewältigen.
(wetten dass ich dafür wieder schläge angedroht bekomme?)
Das hätte im ,,Wach auf Banat,, stehen müssen,entschuldigung.
Alles schön und gut,habe mich vieleicht unglücklichn ausgedrückt…
Wenn es etwas neues wäre,gut…aber das erlebte wieder zu erleben in Form eines Buches ist das Sinn der Sache?
Aufarbeiten?Wenn ich fragen darf:Was denn?
Wegen des ,,Aufarbeitens,,sind wir doch alle ,,weggelaufen,,
Was wollen wir?Was suchen wir?Wie soll die Zukunft sein?
Tja die Nachkommen werden alles zur Kentniss nehmen ,wenn schon,sonst nichts.Die Vergangenheit wird sie nicht einholen.Abschotten von der Gesellschaft hier werden sie sich nicht und werden es auch nicht wollen.Wir versuchen es durch unzählige Heimforen und und und….
Geschlossenheit,,findet man jedes zweite Jahr in Ulm und dann wieder Heimattreffen und Tanz.
Schreibt jemand etwas Negatives über die Banater Schwaben ,geht gleich ein Raunen durch die breite Masse der ,,biederen Schwaben,,
Ware sie überhaupt bieder?Nein…..
Jetzt zum Banat:
Ekologisch gesehen were jezt alles nicht mehr machbar.Das Gebiet were zum Biothop erklärt und baste.
Unsere Ahnen bei allem Respekt habe Ekologisch auch unklug gehandelt aus der Not heraus und aus dieser Region ein flaches Land ohne Leben erschaffen.
Trockenlegung und das Abroden waren der Untergang dieses Gebietes.In der Komunistischen Zeit hat man weiter gemacht ohne Rücksicht.
Wer eine andere Meinung hat nur zu….
Bücher über banatschwäbisches Leben werden nicht ausschließlich für uns, die wir dort gelebt haben, geschrieben.
Sie werden auch für unsere Nachkommen und auch Interessierte geschrieben.
Und ausserdem, wir saßen zwar im selben Boot, aber unsere Sichtweisen unterscheiden sich.
Durch Bücher erfahren wir die Sichtweise des Autors, aber vielleicht ist es uns auch eine Hilfe einige Dinge klarer zu sehen.
Deshalb begrüße ich jedes Buch, das versucht Bilder der Vergangenheit uns neu zu zeigen.
Es gibt auch Menschen, die Vergangenes nicht erzählen können, weil sie Erlittenes nicht wieder spüren möchten. Dann verweisen sie auf Bücher. Ist für deren Nachkommen doch ein Glück, wenn es die gibt.
“seppy am 14. Mai 2011 um 11:08
…. so etwas lesen muss?”
müssen nicht, aber wollen. Für manche, mich eingeschlossen ist es eine Art Vergangenheitsbewältigung, für anderen nicht. Ist halt Geschmackssache. Als Deutsche müssen wir ja regelmäßig “Vergangenheit bewältigen”. Also, warum nur die schröklichen zwölf Jahre bewältigen, warum nicht auch freiwillige Zwangsarbeit in Rußland, auf dem Baragan, Leben im rumänischen Kommunismus, Aussiedlung, Integeration usw.? Jedem sein Gusto, meine Meinung.
Kann mir jemand erklären warum man so etwas lesen muss?
Wir haben doch alles mitgemacht,schon vergessen?
Brauchen wir immer eine Bestätigung das alles so passiert ist?
Ich frage nur so als einfacher Mensch.
Liebe Forumsgefährten,
danke für Eure Hinweise und Hilfestellungen. Ich werde beim Schillerverlag bestellen. Ein 7Birgener Bruder hats mir gestern am Telefon bestätigt, man kann dort ganz normal (wie bei amazon) bestellen. Die Bestellung kommt per Post und eine Rechnung liegt bei. Das Geld überweist man auf ein deutsches Konto.
So wie Frau Gündisch schreibt (ihre Art des Schreibens) gefällt mir recht gut. Mal sehen, wenn ich die Bücher für meine Großnichte habe, welchen Eindruck ich gewinne. Auf jeden Fall finde ich es gut, daß Frau Gündisch die “rumäniendeutsche” Themen in die Kinder- und Jugendliteratur transportiert.
Zu Lippet: einerseits gefällt es mir, wie er schreibt, andererseits aber auch nicht so. Ich laß neulich auf Empfehlung die zwei Bücher über die Familie in Wiseschdia. Von Samson kenne ich garnichts. Einen bleibenden Eindruck machten auf mich die Tetralogie von Franz Marschang und die “Miss Bukarest” von Wagner (unabhängig davon daß ich Wagner menschlich gesehen sehr kritisch sehe).
Marschang kann gut die Stimmung der 50er und 60er beschreiben, er malt schöne sprachliche Bilder. Leicht kann das “Staatsvolk” durch soetwas in Mißkredit gebracht werden, nur Marschang versteht es eine differnzierte Sicht zu geben, etwa wenn er die Freundschaft des deutschen Tierarztes zu seinem rumänischen Kollege beschreibt. Jedenfalls mag ich die Art wie Marschang schreibt ganz und gar, auch wenn er (leider) im bundesdeutschen Literaturbetrieb nicht etabliert ist. Es wohl auch nie sein wird, weil in den eleganten Salons der linken Kulturschickeria das Verständnis für die Zeit und die Menschen fehlen, die Marschang in seinen Werken in den Fokus rückt und auch den im linken Literaturbetrieb geübten “deutschen Schuld-Kult”, also wir sind Deutsche und alles Unrecht, daß uns geschah und geschieht ist gerecht, wegen den berühmten zwölf Jahren in den 1930er und 1940er Jahren. Marschang macht trotz kritischer Anmerkungen diesen geistigen “Gang nach Canossa” in seinen Werken nicht mit.
Diese Freundin war gestern bei einer Lesung von Samson und Lippet in Nürnberg. Sie war begeistert. Von beiden. Lippet las aus dem “Altenpfleger”, ich werde es mir holen. Nächste Woche soll, auch in Nürnberg, noch eine Veranstaltung sein mit Samson als Sänger. Seine Gedichte kamen gestern auch gut an.
Ich hab die Erlaubnis
und signiere auch für unten:
Durlacher
@Supersvabo:
Eine Freundin war vor 2 Wochen bei einer Lesung von Karin Gündisch und sie hatte auch das Buch von den Hähnen ausgelegt. Das heißt, wenn man sie persönlich anschreibt, könnte man vielleicht das Buch direkt von ihr kaufen.
Aber es gibt ein neueres Buch für Mädchen von 8-9, meiner Nichte (11 Jahre) hat es auch gut gefallen:
“Lilli findet einen Zwilling”
Sauerländer Verlag, Gebunden,
EUR 11,90, ISBN 978-3-7941-6098-3
hier gibt es alle Infos:
http://www.guendisch.de/deutsch/karin_de.htm
“ich lade euch ein, eine woche in rumanien als beamter der an einer uni unterrichtet zu leben…”
@a.m.
Das meinte ich bestimmt nicht mit Idylle!
Sie meinten vielleicht: mult de lucru si plata putina.
Ich weiß, wie es für die meisten Leute in Rumänien abläuft.
Deutsche Preise im Supermarkt und der Lohn ist nicht einmal der eines deutschen Zeitarbeiters…
Danke, Karl, für den Tipp. Es gefällt mir, wie Lippet schreibt.
Durlacher
Johann Lippet: Der Altenpfleger: Zwei Erzählungen.
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Zwei Erzählungen, 10. Mai 2011
Von Pop Verlag “Traian Pop” – Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Altenpfleger: Zwei Erzählungen. (Taschenbuch)
Von alten Menschen handeln die zwei Geschichten dieses Bandes. Der Altenpfleger” zeichnet die Lebensgeschichte eines Mannes nach, die zweite Erzählung die einer Frau.
Der an Demenz erkrankte Mann stürzt in seinem Haus von der Treppe und kommt zu Tode. Dieses schreckliche Ereignis hat der Ich-Erzähler nach Jahren wieder vor Augen, als er einen anonymen Anruf erhält und an der Stimme des Anrufers die Tochter des Verstorbenen zu erkennen glaubt, die ihn damals als Pfleger ihres Vaters engagiert hatte. Der Ich-Erzähler, ein Schriftsteller, hat seine Erfahrungen als Altenpfleger in einer bisher unveröffentlichten Geschichte festgehalten, er liest sie wieder und durchlebt noch einmal die Stationen der zunehmenden Hilfslosigkeit des ihm anvertrauten Mannes und wie er selbst an den Rand seiner physischen und psychischen Belastbarkeit geriet.
Damit sie nicht fröstelt” entwirft die Lebensgeschichte und den Werdegang einer Grundschullehrerin aus dem rumänischen B A N A T, die Ende der achtziger Jahre in der Bundesrepublik ausgewandert ist. Durch Zufall lernt ein Journalist die ehemalige Lehrerin kennen und ist von ihr fasziniert. Es gelingt ihm, ihr Vertrauen zu gewinnen, und sie erzählt ihm aus ihrem Leben. Sie haben eine Vereinbarung getroffen: ihre Gespräche sind nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Sie willigt schließlich ein, daß sie ihre Lebensgeschichte gemeinsam verfassen, doch es kommt nicht mehr dazu. Nach ihrem Tod schreibt der Journalist ihre Geschichte auf, als Nachruf auf eine wunderbare Frau.
(http://www.amazon.de/product-reviews/3863560124/ref=sr_cr_hist_5?ie=UTF8&showViewpoints=0&filterBy=addFiveStar)
und
http://www.pop-verlag.com/
“Weit hinter den Wäldern” sind Geschichten über Kriegszeit und Nachkriegszeit, Schicksale, die man Kindern erzählt,vor allem über Russlanddeportationen und deren Auswirkungen auf den Alltag.
“Geschichten von Astrid” über Schulkinderalltag (ich tippe eher auf die 60-ger Jahre) in einem Ort der Heltau gleicht, woher Frau Gündisch stammt, mit allem, was auch Kinder im Banat erlebten: Schule mit solchen und soclchen Lehrern, Freundschaften und Mobbing, die jahreszeiten im Garten etc.
Beide Bücher sind sehr gut erzählt, aber vor allem geeignet, Nachkommen von Aussiedlern die Realität in Rumänien während der angegebenen Zeit näher zu bringen.
Deshalb bieten sie sich sehr gut an zum Vorlesen und Diskutieren “So war es bei uns; ähnlich und doch auch anders”.
So wie “Das Land der Schokolade und Bananen” die Wahrnehmung Deutschlands vor und nach der Auswanderung darstellt, AUS KINDERSICHT FÜR KINDER, die das nicht kennen, so versucht Gündisch in den oben genannten Büchern Historisches zu vermitteln, aus Sicht von Kindern, die den Geschichten der Erwachsenen lauschen (Weit hinter den Wäldern).
Das Amerika Buch ist auch fantastisch, weil es diese Sicht der Kinder einfängt und auch deren Gefühle wiedergeben kann, obwohl die Handlung ins 19. Jahrhundert verlegt wurde.
Werden die Geschichten vorgelesen- sie bieten sich an, weil es kurze Abschnitte gibt- können die Kinder auch nur 11-12 Jahre alt sein.
Durlacher.
Wenn man bei der “Schiller” Buchhandlung bestellt, bekommt man Buch und Rechnung in Euro aus Deutschland von Jens Kielhorn. Also: Kein Problem.
Ich habe nachgesehen, gebrauchte “Hähne” bekommt man bei Amazon.
Durlacher
Supersvabo – Thema Buch – bei schillerbuchandlung ich denke man kann “plata in ramburs” bezahlen, auch wenn in dt geliefert wird.
wenn du interesse hast, ich frage nach und schreibe dir!
Thema Buch:
http://books.google.de/books?id=xLQAAAAAcAAJ&dq=ansiedler%2C%20ungarn%2C%201765&pg=PA377#v=onepage&q=ansiedler%2C%20ungarn%2C%201765&f=false
http://goo.gl/H5U2L
Frau Gündisch hat eine Homepage. Sympathische Autorin, dem ersten Anschein nach. Das hier erwähnte und empfohlene Buch über Großvaters Hähne ist ausverkauft.
Danke für den Link zu http://www.schiller.ro. Nur ich kann ja schlecht bei einer Buchhandlung in Rumänien ein Buch bestellen, wie soll ich das dann bezahlen. Wenn ich Geld schicke ist, wie die Schwowe sagen: “Die Suppe teuerer, wie die Soße bzw. das Bratl”. Und unsicher. Meine Kreditkartennummer nach Rumänien schicken, hm ich weiß nit. Mal sehen ob die örtliche Buchhandlung über die ISBN das Buch bestellen kann und ob das sehr teuer ist. Ich könnte ja auch ein Wochenendausflug nach Temeswar zum Domplatz in die Buchhandlung machen
wäre bestimmt nit der schlechteste Zeitvertreib.
Nochmals Danke an Durlacher, a.m., Polkakenich und anfür die Tipps und Empfehlungen zur Kinder- und Jugendliteratur von Karin Gündisch.
Frau Gündisch gibt als Altersempfehlung für ihr Buch “Weit, hinter den Wäldern” ein Alter für Kinder in der 7. bzw. 8. Klasse an. Also kann man es wohl einer acht- bald neunjährigen noch nit zumuten? Wer hat das Buch denn gelesen? Die Rezensionen und die Buchbeschreibung würden mir inhaltlich gut entsprechen.
ja, es stimmt – ihr habt das banat verlassen…
ihr habt euch als personen gerettet, aber eine ganze welt ist gestorben! d.h. sprache – reden eure kinder schwabisch/sachsisch??? – zitten, tracht,ALLES!
Supersvabo, das wollte ich gerade sagen…
Katharina, Gerd – ich kann euch verstehen!
“romantisch-verklärten Blick” – wenn ich an meine kindheit, jugend, studentie denke (alle unter ceasca!), habe ich das gleiche gefuhl! aber rumanien ist jetzt ein anderes land geworden – wahscheinlich deutschland auch!
ich lade euch ein, eine woche in rumanien als beamter der an einer uni unterrichtet zu leben…
Tja wieder die Kindheit und das Banat….
Ich war vor zwei Wochen dort.
Bei Cenad reingefahren war mal links und rechts der Strasse nichts.Ab und zu sah man etwas spriesen aber man musste schon gut hinschauen etwas zu erkennen.
Ich sage nur was ich irgendwo gelesen habe:
,,Tradition ist nicht das anbeten der Asche sondern das weitertragen der Glut,,
Ob jemand einsehen will oder nicht WIR haben das Banat verlassen und nicht das Banat uns.
Katharina, hätten Sie damals, im Banat, als Kind, Gameboy, Playstation, Internet, 24Stunden-Fernsehprogramm, etc. wäre das Bild der heutigen bayerischen Dörfer im Banat von damals nicht unähnlich. Der Individualismus mit seinem Guten und Schlechten ist doch auch in den Dörfern Banats angekommen nur traf der dort die Schwowe nit mehr.
Romantisch-verklärter Blick?
Ja. Und doch ist mehr als ein Krümmel Wahrheit da, wenn wir behaupten,wir geben unsere Kindheit im Banat nicht für Bananen her.
Ich war durch bayerische Dörfer gefahren und es war alles so schön geordnet.
Aber ich hörte kaum ein Kinderlachen in den Gärten.
Auf den Strassen kann man eh nicht spielen.
Und das erschreckt einen.
Das sind Tatsachen, die viele verdrängen.
Katharina,
und ich dachte,ich wär`der Paria, mit dem romantisch-verklärten Blick. Es freut mich,
nicht wieder allein mit dieser Meinung zu sein…
Katharina,
“Sicher ist Rumäniens Landschaft zum teil auch idyllisch”…ja, es ist…aber aus Deutschland!!!
Gerd, Sie sprechen mir aus der Seele.
…um alle Bananen der Welt würde ich meine im Banat
verbrachte Kindheit und Jugend nicht eintauschen, ich
wollte Freiheit und bemerkte zu spät, dass ich nie freier sein werde, als damals im Banat…
@getkiss,
leider ist mein eigener Computer den Bach runter und ich darf hier einen mitbenützen
Durlacher
a.m.
Danke für die Präzisierung!
@a.m.
Sicher ist Rumäniens Landschaft zum teil auch idyllisch. Warum sollte man das leugnen?
Ich habe viele Gründe gehabt, das Land zu verlassen.
Es war nicht die Landschaft und auch nicht die Bananen, die mich zur Ausreise brachten.
Meine schönsten Kindheitserinnerungen sind mit dieser Landschaft verbunden und der Freiheit überall zu spielen.
Und Kinder sind mal im Spiel soweit weg, dass es für diesen Moment unwichtig ist, ob es einen Supermarkt gibt oder nicht. Das wollte ich sagen.
Antwort siegen1990
Mall gibt es in rumanien…wir leben (noch!) in rumanien!
und es ist egal ob wir das mall oder supermarkt nennen – ich wollte nur die idee unterstreichen!
“…meine Kinder konnen sich das Leben ohne Supermarkt/Mall nicht vorstellen!!!”
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Frage a.m. Wo bitte gibt es in Deutschland einen Mall???
“Ich hab jetzt echt nicht von den Rumänen nach der Wende gesprochen. Ich hab von uns, den Deutschen in Rumänien gesprochen. Und aus der Sicht der Kinder – so wie Sie es wollen- war Deutschland das Land, aus dem…”
_____________________________________
Die Banater hatten noch die Tante YU vor der Tür.
Karin Gündisch ich habe das Buch gelesen und es gibt perfekt unsere Einreise wieder, mit Problemen des Altags. Kann dieses Buch nur jedem empfehlen.
@Durlacher:
“Denn ich will nicht mit Anonymus unterschreiben.”
Guten Morgen!
Schreiben Sie doch “Durlacher” in die Rubrik “Name”.
Ich nehme an, wenn Sie diese Rubrik frei lassen, dann erscheint “Anonymous”…..
Katharina, wir konnen die Wahrheit über Rumänien den Kindern erzahlen, aber was werden sie verstehen????
meine Kinder konnen sich das Leben ohne Supermarkt/Mall nicht vorstellen!!! wie gesagt – ein Marchen!
ti-e dor de Romania, de vorbesti asa “idilic” despre ea?
@Durlacher
Ich bin jetzt auch ganz still. Gegen Karin Gündisch habe ich nichts, obwohl ich das Buch nicht gelesen habe.
Mein Sohn hat eines ihrer Bücher in der Grundschule gelesen. “In der Fremde” hieß es.
Katharina, ist jetzt ganz neutral, weder Kompliment noch sonstwas. Auch meine Mutter mag keine Banana, weil die Ihr zu sehr nach Zuckermelone schmecken, die mochte Sie auch nit. Eine Nachbarin von uns hat in Temeswar im “casa de comenzi”, also einem Parteiladen (soll sich angeblich am oder in der Nähe des Domplatzes befunden haben) Bananen bestellt und gekriegt. Die waren aber noch grün, also unreif. Was tat die Nachbarsfrau? Sie schob die Bananen ins Backrohr, in der Annahme, daß diese so früher “zeitig” sind, also reifen. Waren natürlich verkohlt
Ich hab jetzt echt nicht von den Rumänen nach der Wende gesprochen. Ich hab von uns, den Deutschen in Rumänien gesprochen. Und aus der Sicht der Kinder – so wie Sie es wollen- war Deutschland das Land, aus dem die Bananen, die Schokolade, das Puddingpulver, die Gummibärchen, das Kaugummi, die Lakritzen, der Kaffee, die Milka, der Kakao, das Nesquik, die Matchboxes, die Bunte, die Frau im Spiegel, die Schundromane, die Strumpfhosen, die Kent und Marlboro und Lord, die Musikcasetten , “Fix und Foxi”, dire “Bravo” kamen – alles was bunt war.
Deshalb heißt das Buch der Gündisch so. Und, keine Angst, die Kinder werden aufgeklärt! Wenn Sie das Buch nicht kennen, erübrigt es sich weiter zu diskutieren.
Durlacher
Sapperlott, jetzt muss ich schon wieder nachtragen: Durlacher.
Denn ich will nicht mit Anonymus unterschreiben.
Dazu noch ein DDR-Witz aus den 70-ger Jahren:
Im geteilten Berlin ruft ein Westkind einem Ostkind über die Mauer zu:
“Ätsch, wir haben Bananen!
Das Ost-Kind: “Na und, ätsch, wir haben Sozialismus!”
Darauf das Westkind:
“Wir haben ooch bald Sozialismus!”
Darauf das Ostkind: “Ätsch, dann habt ihr keene Bananen mehr!”
Ich rede nicht die Mangelwirtschaft schön.
Und ausserdem war die Organisation Sache der Eltern und ich sprach über das Spiel der Kinder.
Es mag sein, dass ich einen falschen Blick hatte, aber mir schienen die Rumänen wenige Jahre nach der Wende deprimierter als in den Endjahren von Ceasca.
Übrigens, das schönste Kinderbuch mit der schönsten Auswanderergeschichte (weil die Auswanderer wieder daheim landen, es aber nicht wissen, und weil sie was kennengelernt haben auf ihrer Reise
und weil sie ZUFRIEDEN sind) ist “Oh wie schön ist Panama” von Janosch. Dort steht der Satz : “Oh wie schön ist Panama. Panama riecht von unten bis oben nach Bananen!”
Durlacher.
Von diesem Lied höre ich jetzt zum ersten Mal!
Die Valahia habe ich auch nicht gekannt.
Supersvabo, Sie haben Rumänien besser im Blick!
Ich bin in den 80er fast auf einer Bananenschale ausgerutscht.
Sie lag neben einem PKW auf der Torontaluluistr.
Es gibt doch noch Bananen, sagte meine Freundin leicht amüssiert.
Ob sie die mochte, weiß ich nicht.
Ich jedenfalls mag Bananen auch heute nicht!
Nachtrag von Durlacher (auch unten)
Die Pakete kamen doch aus Deutschland mit der Schokolade und den Bananen – daher der Titel!
Supersvabo:

Katharina, seien Sie so lieb und nicht reden Sie die Mangelwirtschaft schön.
Was für ein Aufwand an Zeit und Ärger und Organisation, dass man was in der Kammer und auf dem Tisch hatte! Und natürlich hat man es dann auch ordentlich und schmackhaft gemacht! Aber wenn ich nur an den Winter denke; zählen, wieviel Zwiebel Karotten usw. man brauchte und dann im Frühjahr nur noch das verschrumpelte Zeug. Kuchen gab es auch nur deshalb, weil man Glück mit den Anverwandten hatte, die Rama schickten (die Es waren uns egal, ´Hauptsache es gab was zum aufs Brot schmieren, das ewige Schmalz war auch seehhhr gesund!), denn die Butter brauchte man zum Backen…
Und herrlich die Eugenia – wir hatten nichts anderes. Und wenn, dann auch aus dem “Reich”!
Ich war süchtig nach Pepsi und Pommes, als Erwachsene!
Katharina, unterschätzen sie die “Aura” der Banane nicht! Sie ist ein mythische Frucht der Mangelwirtschaft, wie im Kommunismus. Schwarfzüngig kann man behaupten der Banane wegen ist die DDR untergegangen… ja o.K. auch deswegen, weil die Ex-DDR-ler mit ihrem Ostpaß nicht nach Malle fliegen konnten.
Die rumänische Boy-Group Valahia sang einst, vielbedeutend:
Mi-ai furat banana
Nu ma mai joc, nuuu
Mama, mi-au furat banana…Roxana si Suzana
Nu ma mai joc, nuuu
I:
Banana!
Hey, Roxana, da-mi inapoi banana
Daca nu mi-o dai ma supar rau
Si te spun direct lu’ mama
Asta-i banana mea, e banana pretioasa
Se mananca numai dupa dupa dupa masa
Zi-le mama te rog lu’ Roxana si Suzana
Ca m-am suparat pe ele. Sa-mi dea inapoi banana
Dati-mi fetelor banana ca m-am enervat
Niciodata asa ceva nu mi s-a mai intamplat
Vreau banana, vreau banana inapoi
Vreau banana. E banana mea!
Vreau banana, vreau banana inapoi
Toata lumea sus…
Bananaaa…!
Refren:…
Bananaaaa…!
II:
Spune-le mama te rog lu’ Roxana si Suzana
Sa faca bine sa-mi aduca inapoi banana
Era a mea, n-o dadeam la nimenea
Dar nu stiu cum, prin ce metoda-au pus mana pe ea
Banana-i aliment foarte consistent
D-aia toata lumea il mananca permanent
Banana nu ingrasa, banana nu slabeste
Banana africana-n gura se topeste
Vreau banana, vreau banana inapoi
Vreau banana. E banana mea!
Vreau banana, vreau banana inapoi
Toata lumea sus…
Bananaaa…!
Refren:…
Bananaaa…!
Mi-ai furat banana!
Da-mi-o inapoi!
Mi-ai furat banana!
Era banana mea! Da-mi-o inapoi..!
Mama, mi-au furat banana Roxana si Suzana
Nu ma maï joc, nuu
Ich kenne die Werke von Karin Gündisch (noch) nicht. Ich denke es wird schon ein Kinderbuch von ihr sein, für meine Großnichte. Ich werde mich in diesen Tagen noch informieren, ob der Roman “Weit, hinter den Wäldern” auch für Kinder taugt.
Sind Bananen das Maß aller Dinge?
Vielleicht sollte man den Kinder, die hier geboren sind, doch mal die Wahrheit über Rumänien erzählen.
Keine Bananen, aber gut riechendes und schmackhaftes Obst im Garten!
Keine übervolle Spielzeugtruhen, aber Spiele an der frischen Luft! Ohne das Gemecker genervter Nachbarn im Ohr!
Und selbst Stadtkinder waren nicht todunglücklich.
Sie wußten nichts von Supermärkten mit blankgeputztem Obst, das nach nichts riecht. Im unbefangenen Spiel war ihre Welt zumindest für die Dauer des Spiels in Ordnung.
Nur wir Erwachsene interpretieren alles…
Liebe zum Kind und das Glück des Kindes haben nichts mit Bananen im Supermarkt zu tun!
meine Tochter liest sehr gerne Karin Guendisch ( sie ist 10) vorgestern und gestern hat sie “Im Land der Schokolade..” gelesen – sie kann aber nicht verstehen dass das die Wahrheit war…fur sie ist alles ein Marchen…keine Bananen in supermatket???? wieso?
vielen Dank, ich werde mich umsehen “Großvaters Hähne” fände ich interessant. Hat Frau Gündisch nit auch kindgerecht die Thematik Rußlanddeportation verarbeitet (“Land hinter den Wäldern” oder so ähnlich) Wäre sowas für ein achtjähriges Mädel geeignet.
Auf jeden Fall vielen, vielen Dank für die vorigen Beiträge.
Eile mit Weile- als ich das unten schrieb, habe ich vergessen, zu korrigieren, hoffentlich ist alles verständlich
.
Ja, ich habe “Aus einem fernen Land” und “Geschichten von Astrid” auch über die Schiller-Seite bestellt, die Bücher kamen in ein paar Tagen an, sie werden von Deutschland aus vesendet. Sie sehen außen sehr schön aus, aber die Fotos sind in Buch drin so klein und schwarz-weiß und haben deshalb kaum Wirkung, obwohl sie gut sind. Auch das Papier ist nicht so dolle…
Durlacher.
“Im Land der Schokolade und Bananen” oder “Geschichten ueber Astrid” von Karin Gundisch – kann man online bestellen – http://www.schiller.ro
in Hermannstadt gibt es zwei Buchhandlungen – “Erasmus” und “Schiller” – diese Woche hab ich die zwei Bucher von Karin Gundisch fur meine Tochter gekauft…
Am besten gefiel mir das Buch: “Großvaters Hähne” über das Leben in Rumänien, witzig, sptritzig über den “ciubuc” Alltag etc – vielleicht deshalb nicht meh´r aufgelegt. Es hat wunderschäne Zeichnungen und ist bei amazon als gebrauchtbuch erhätlich. Ich werde es auch bestellen.
Rezension dazu (aus der Schweiz): “Der Großvater ist ein listiger Kämpfer gegen die Widrigkeiten eines Alltags,
in dem nichts wirklich funktioniert. Zehn junge Hähne hat er sich zugelegt,
um sie großzuziehen, weil es im staatlichen Lebensmittelhandel des Landes
nichts vergleichbar Schmackhaftes zu kaufen gibt. Nur eines hat er nicht
bedacht: daß es noch viele andere listige Kämpfer gibt, wie den Briefträger
oder den Stromableser, die alle auch gern einen schönen Hahn hätten. Und
am Ende des Sommers sind neun von zehn Hähnen verschwunden.”
Geschichten von Astrid ist auch über Rumänien, ist auf der ersten seuie bei demn Sibis.
“Im Land der Schokolade und Bananen” ist ein sehr gutes Buch über die Ankunft von Kindern von Aussiedlern in Deutscchland. Gut geschrieben.
Überhaupt schreibt sie gut, die Gündisch. Nur ist es fraglich ob die Kinder offen sind für Gefühle von Aussiedlerkindern, oder deutschen (speziell sächsischen) Kindern aus dem rumänien der 70-ger oder 80-ger Jahre in Siebenbürgen, Heltau… oder die Situation von fremden Kindern in der Schule (“Cosmin”) … es sind Bücher, die zum Nachdenken anregen.
Das über die Hähne ist gut zum Vorlesen bis 10, 11 Jahre, dann kann man auch gleich Fragen beantworten oder eigene erlebte Geschichten dazuerzählen.
Was gaanz anderes, wunderbar erzählt ist die Auswanderergeschichte “Das Paradies liegt in Amerika”, die bekam einen großen Preis in den USA (“How I Became an American”) und spielt im 19. Jahrhundert. Die Auswanderer kommen auch aus Siebenbürgen, aber es ist hier nicht so wichtig, sie hat ganz toll beschrieben, wie das Leben damals war.
Durlacher
offtopic:
wer kennt die Werke von Karin Gündisch? Ich kriege von einer jungen Großnichte Besuch, die sich zum Geburtstag ein Kinderbuch gewünscht hat. Für die Tipps danke ich im voraus.
Aus und vorbei????
,,Migrant auf Lebzeiten,,
Mein Vorschlag.
Solala, Sie sind noch jünger…
@Katharina: sagt:
“Keiner von uns sitzt mehr auf dem Fußboden.”
Ich aber schon, wurscht welche Titel ich habe, ich bin naturnah und setze mich gerne auf den “Fußboden”.
Ich gehöre – zu allerseits Verständnis – nicht zu den Grünen, denn die haben die Veranstaltung Freitag letzter Woche in Berlin NICHT finanziert, es ging um Erneuerbare Energien in Rumänien, die Veranstaltung hat finanziert die CSU.
Das Leben ist Prosa, sagte mir ein Verwandter, als er mich mit einem Gedichtband auf dem Teppich sitzend sah. Lang ist es her.
Keiner von uns sitzt mehr auf dem Fußboden.
eher prosaisch
Durlacher
Lippet (Prosa) oder Samson (Lyrik)?
Wonach ist uns zumute?
Zur Zeit bin ich her prosaisch aufgelegt
Durlacher
Lippet, Samson?
Prosa, Poesie?
Vielleicht doch lieber Marschang?
An diesem trüben Vormittag kann ich mich zu keiner Antwort entschließen.
Ich warte die Antwort der Anderen.