Unzufriedene protestieren – Gendarmerie erteilt Geldstrafen
oi. Temeswar – Wie schon vergangene Woche versprochen, riefen auch an diesem Mittwoch mehrere Gewerkschaften zu Straßenprotesten auf. Einige Hundert Unzufriedene versammelten sich vor dem Temeswarer Rathaus, von da ging es Richtung Präfektur des Verwaltungskreises Temesch/Timis. Die Proteste richteten sich wie in der vergangenen Woche gegen das neue Arbeitsgesetzbuch das, so die Gewerkschaftsführer betonen, „die Arbeitnehmer versklaven wird“.
„Nieder mit der Regierung“ und „Nieder mit Bãsescu“ waren die beliebtesten Slogans des Tages. Die Gewerkschaftsführer meinen, dass es nur eine Möglichkeit gibt, um die Einführung des neuen Gesetzbuches zu verhindern: der Generalstreik.
Diesmal hatte auch die Gendarmerie etwas mehr Arbeit als sonst, auch einige Strafgelder konnten „eingesammelt“ werden. So zum Beispiel wurde einem Protestler eine Geldbuße in Höhe von 500 Lei auferlegt, da er die Sperre, die zwischen den Demonstranten und der Präfektur aufgestellt worden war, „durchbrechen“ wollte. Ein anderer erhielt eine Geldstrafe in derselben Größenordnung. Dieser soll, so die Pressesprecherin der Gendarmerie Temeswar, betrunken gewesen sein.
Es soll die letzte Protestaktion in Temeswar, die sich gegen das neue Gesetzbuch richtete, gewesen sein. Die Gewerkschaften aus Temeswar wollen kommende Woche an einer Großdemonstration in Bukarest teilnehmen.
Quelle: ADZ
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