Landwirtschaftsgesellschaft „Heltia“ verzeichnete erneut positive Bilanz
ww. Kronstadt – Trotz des wettermäßig ungünstigen Landwirtschaftsjahres 2010 konnte die Landwirtschaftsgesellschaft „Heltia“ mit dem Sitz in der Burzenländer Gemeinde Heldsdorf/Hãlchiu eine positive Bilanz für das vergangene Jahr verzeichnen. Dies war das erfreuliche Fazit der Heltia-Generalversammlung, die Samstag im Heldsdorfer evangelischen Pfarrhaus, wo sich der Gesellschaftssitz befindet, stattgefunden hat.
Der Landwirtschaftsgesellschaft „Heltia“ gehören zurzeit 64 Gesellschafter an, die ihre restituierten landwirtschaftlichen Nutzflächen – insgesamt nahezu 400 ha – gemeinsam bewirtschaften. Im Wirtschaftsjahr 2010 hat „Heltia“ 313 ha in eigener Regie bearbeitet und den Rest in Kooperation mit anderen Landwirtschaftsbetrieben.
Die Generalversammlung wurde von Karl Nikolaus, Vorsitzendem des Heltia-Verwaltungsrates, eröffnet. Buchhalter Hermann Barthelmie, Mitglied des Verwaltungsrates, präsentierte die Bilanz des Vorjahres und stellte den Haushaltsvoranschlag für das neue Landwirtschaftsjahr vor. In der Jahresrechnung 2010 stehen Gesamteinnahmen von 1.217.911 Lei (davon nahezu 225.000 Lei aus staatlichen und EU-Fonds) Gesamtausgaben von 1.016.584 Lei gegenüber. Der Netto-Profit beträgt nach Abzug der Gewinnsteuer 169.115 Lei (etwa 40.000 Euro). Die anwesenden Gesellschafter waren damit einverstanden, dass rund 56,5 Prozent des Profits als Dividenden ausgeschüttet werden sollen und der Rest als Rücklage für die Finanzierung von Investitionen dienen soll. Beispielsweise sollen im neuen Geschäftsjahr ein weiterer Traktor, ein Bodenlockerer (Skarifikator), ein Milchkühler und zwei Anhänger angeschafft werden.
Hauptgeschäftszweig von „Heltia“ ist die Landwirtschaft. Zufriedenstellende Ergebnisse wurden im vorigen Jahr bei der Ernte von Weizen (im Durchschnitt rund 3500 kg/ha, angebaute Fläche: 168 ha), Zuckerrüben (35.285 kg/ha von 63 ha) und Kartoffeln (mehr als 28.000 kg/ha von 15 ha) erzielt. Bei der Einfuhr der Gerste (1557 kg/ha von 21 ha) war das Ergebnis hingegen eher bescheiden. Angebaut bzw. geerntet wurden ferner Futterweizen (3820 kg/ha von 10 ha), Hafer (1912 kg/ha von 8 ha) und weitere Futterpflanzen (27.500 kg Grünmasse/ha von 28 ha).
Etwa ein Sechstel der Einnahmen wird bei „Heltia“ aus der Viehzucht erwirtschaftet. Die Gesellschaft besitzt 50 Rinder, davon 27 Milchkühe und der Rest Jungvieh. Die Milch wird an die Kronstädter Milchfabrik „Prodlacta“ geliefert.
Aus dem Bericht der Zensorenkommission, den Dipl.-Ing. Christian Albert vorlegte, ging u. a. hervor, dass der Heltia-Maschinenpark zum Teil überaltert ist. Im Besitz der Gesellschaft befinden sich u. a. 11 Traktoren, vier Mähdrescher, 1 Kartoffelerntemaschine und eine Zuckerrübenerntemaschine sowie ein Lkw. Viele dieser Gerätschaften und Maschinen wurden Anfang der 90er-Jahre angeschafft, tun aber weiterhin ihren Dienst. Die Landwirtschaftsgesellschaft „Heltia“ wurde im Juni 1991 gegründet, wird also in Kürze ihr 20-jähriges Bestehen feiern dürfen. Beachtenswert ist, dass „Heltia“ in all diesen Jahren in ihrer Bilanz immer nur schwarze Zahlen schreiben konnte.
Quelle: ADZ
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